Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 145505
Vorher
Sonoma Internet UG (haftungsbeschränkt)
Eingetragen
29.10.2012
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und SpirituosenBeteiligungsgesellschaftenBetrieb von Content-Sharing-Websites
Gegenstand
Die Entwicklung, der Betrieb und die Vermarktung eines Online-Portals für Premiumprodukte im Erotikbereich. Die Gesellschaft ist zur Vornahme aller Geschäfte berechtigt, die den Unternehmensgegenstand unmittelbar oder mittelbar zu fördern geeinigt sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
EQOM Germany Holding B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

EQOM Germany GmbH
Germany
53.226 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sonoma Internet GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

I. Grundlagen der Gesellschaft

a) Geschäftsmodell

Seit Anfang 2013 vertreibt die Sonoma Internet GmbH (im Folgenden auch: „AMORELIE“, „Gesellschaft“ oder „Sonoma“), Berlin, hochwertiges Liebesspielzeug sowie Soft-Bondage-Zubehör, Dessous und verschiedene Körperpflegeprodukte. AMORELIE hat es sich als Ziel gesetzt, Sexspielzeuge in die Mitte der Gesellschaft zu bringen und ein diverses Publikum anzusprechen. ​Mit modernen Onlineshops in Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich sowie Belgien schafft es AMORELIE einen großen Teil des europäischen Erotikmarktes für Privatkonsumenten abzudecken. Darüber hinaus vertreibt AMORELIE Produkte über B2B („Business-to-Business“) offline und B2B online. AMORELIE ist durch den Verkauf über Marktplätze sowohl in den zuvor genannten Ländern als auch in vielen weiteren europäischen Ländern wie Niederlande, Polen oder Italien vertreten. Der Vertrieb an B2B-Partner im Drogeriebereich ermöglicht es AMORELIE, präsent im Offline-Handel zu sein und die Markenbekanntheit zu steigern.

Seit dem 30. Dezember 2021 ist die EQOM Germany GmbH (im Folgenden auch: „EQOM“ oder „EQOM-Gruppe“), Berlin, mit 100 % an der Sonoma Internet GmbH beteiligt. Oberstes Mutterunternehmen ist die EQOM Topholding B.V., Veendam (Niederlande).

b) Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft tätigte neben dem reinen Handelsgeschäft in den vergangenen Jahren auch eigene Produktentwicklungen, durch die fortgeschrittene Integration in die EQOM-Gruppe wird die zuvor eigene Produktentwicklung nunmehr von einer Konzerngesellschaft zentral und gruppenweit durchgeführt und daher nicht mehr selbst von AMORELIE verfolgt.

II. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2024 verzeichnete die deutsche Wirtschaft einen erneuten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,2 %, nachdem bereits 2023 ein Minus von 0,3 % zu verzeichnen war.1 Diese Entwicklung ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, darunter hohe Energiekosten, ein gestiegenes Zinsniveau sowie eine schwächelnde globale Nachfrage, insbesondere aus China.2

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2025/bip2024/statement-bip.pdf?__blob=publicationFile&v=3; S. 1

2 German economy contracts for second consecutive year in 2024 | Reuters

Die Arbeitslosenquote in Deutschland stieg im Jahresdurchschnitt 2024 auf 6,0 %, verglichen mit 5,7 % im Vorjahr.3 Trotz dieses Anstiegs erreichte die Erwerbstätigkeit mit 46,1 Millionen Personen einen neuen Höchststand.4

Insgesamt stand die deutsche Wirtschaft 2024 vor erheblichen Herausforderungen, die sowohl konjunktureller als auch struktureller Natur waren. Die Kombination aus externen Belastungen und internen Anpassungsprozessen prägte das wirtschaftliche Umfeld maßgeblich.

3 German unemployment rises less than expected in December, labour office says | Reuters

4 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2025/bip2024/statement-bip.pdf?__blob=publicationFile&v=3; S. 11

b) Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Brutto-Umsatz im deutschen E-Commerce stieg im Jahr 2024 im Jahresvergleich um 1,1 % (Vorjahr: 79,7 Milliarden Euro) auf 80,6 Milliarden Euro.5 Der Anteil des Onlinehandels mit Waren am gesamten Einzelhandel im engeren Sinne (einschließlich Lebensmittel, jedoch ohne Apotheken-Umsätze) blieb mit 10,1 % nahezu konstant im Vergleich zum Vorjahr (2023: 10,2 %).6 Dies zeigte sich auch in den Branchen, in denen AMORELIE vertreten ist: Die Drogerie verzeichnete einen leichten Rückgang von -0,1 % (Vorjahr: -8,6 %). Bekleidung verzeichnete eine leichte Erhöhung von 0,1 % (Vorjahr: -13,0 %). Grund dafür war, wie im Vorjahr, die geringere Ausgabenbereitschaft der Verbraucher*innen. Dies zeigte sich vor allem in der Kaufzurückhaltung mitten im Weihnachtsgeschäft 2024. Die Online-Umsätze mit Waren an Endkunden sind in diesem Zusammenhang um 4,2 % eingebrochen.7

AMORELIE hat einen Beitrag geleistet, die gesellschaftliche Wahrnehmung zum Thema „Liebesspielzeuge“ positiv zu ändern. Die fast vollständige Akzeptanz in der Gesellschaft bietet für AMORELIE Chancen aber auch Risiken. Weitere Anbieter drängen in den Markt, u. a. bieten Drogeriemärkte ihre eigenen Erotikprodukte an. Der Konkurrenzdruck innerhalb der gleichen Zielgruppe führt zu einem preisintensiven Wettbewerb. Zusätzlich drängen immer mehr branchenfremde Konkurrenten in den Adventskalendermarkt mit hochwertigem Liebesspielzeug sowie Soft-Bondage-Zubehör, Dessous und verschiedenen Körperpflegeprodukte und erschweren den Absatz der AMORELIE Adventskalender.

5 Pressemitteilung des bevh (Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland) vom 22. Januar 2025, Seite 1

6 Pressemitteilung des bevh vom 22. Januar 2025, Seite 1

7 Pressemitteilung des bevh vom 10. Dezember 2024, Seite 1

c) Geschäftsverlauf

Die Umsatzzahlen von TEUR 29.489,3 im Vorjahr sanken wie prognostiziert leicht auf TEUR 28.966,0 im Berichtsjahr (-1,8 %). Gleichzeitig sank auch das EBITDA - entgegen der Planung - mit TEUR 1.104,9 (- 6,5 %) geringfügig (i. Vj. TEUR 1.186,2). Trotzdem erhöhte sich das Jahresergebnis von TEUR 834,4 (i. Vj. TEUR 771,5) aufgrund von geringeren Abschreibungen im Jahresvergleich (TEUR 167,8; i. Vj. TEUR 219,5), jedoch nicht so stark wie geplant. Das im Vorjahr für das Geschäftsjahr 2024 geplante Ziel eines deutlich verbesserten EBITDA und Jahresergebnisses bei einem leicht geringeren Umsatz wurde somit lediglich teilweise erreicht.

Die Marketing-Kanäle konnten auch im Geschäftsjahr 2024 - wie in den Vorjahren - noch nicht effektiv genug genutzt werden. Insbesondere in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres schwächten Suchmaschinen regelmäßig Anzeigen von AMORELIE ab.

Die beiden wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind die zuvor beschriebene Umsatz- und EBITDA-Entwicklung (Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag abzgl. Zinsen, Abschreibung und Steuern). Die Conversion Rate (Bestellung pro Besuch in Prozent) und der AOV (Average Order Value; durchschnittlicher Warenkorbwert eines zahlenden Kunden*innen) sind wichtige nicht-finanzielle Leistungsindikatoren für AMORELIE.

Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen sowie dem dargestellten Geschäftsverlauf wurde die prognostizierte Umsatzentwicklung sowie die Entwicklung des EBITDA und des Jahresergebnisses nicht bzw. nur teilweise erfüllt.

Dennoch entwickelte sich der Geschäftsverlauf aus Sicht der Geschäftsführung unter Berücksichtigung der zuvor dargestellten gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen zufriedenstellend.

III. Lage des Unternehmens: Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a) Ertragslage

Im Jahr 2024 lag der Fokus für die B2C Verkäufe auf den Kernabsatzmärkten DACH (bezeichnet die drei deutschsprachigen Länder Deutschland, Österreich und Schweiz). Auch im B2B Geschäftsbereich wurden die Beziehungen zu strategisch wichtigen Partnern intensiviert. Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 834,4 (i. Vj. TEUR 771,5) wurde trotz der zuvor dargestellten gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen verbessert.

Die Umsatzerlöse sind im Jahr 2024 mit TEUR 28.966,0 unter dem Vorjahresniveau von TEUR 29.489,3 (-1,8 %). Etwa 70 % der Umsatzerlöse werden in Deutschland generiert. Weitere wesentliche Verkaufsländer sind Österreich und Schweiz mit 16 %, sodass auf die Region DACH in etwa 86 % der Umsätze entfällt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten insbesondere Erträge aus der Erbringung konzerninterner Leistungen (TEUR 1.858,0; i. Vj. TEUR 813,6).

Der Materialaufwand sank aufgrund von primär Preiseffekten von TEUR 11.988,8 im Vorjahr auf TEUR 11.485,7 im Berichtsjahr. Die Materialaufwandsquote ist ein Maß für die Effizienz des Materialeinsatzes (im Vergleich zu den Umsatzerlösen). Durch die gesunkene Materialaufwandsquote auf 39,7 % von 40,7 % im Vorjahr war der Rohertrag in 2024 (Umsatzerlöse abzgl. Materialaufwand) prozentual minimal besser als im Jahr 2023.

Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und betrugen TEUR 4.558,6 (i. Vj. TEUR 4.051,7). Der gestiegene Personalaufwand ist im Wesentlichen auf eine Zunahme der Mitarbeiteranzahl zurückzuführen. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl verzeichnet im Geschäftsjähr 2024 folglich eine leichte Erhöhung auf 69 Mitarbeiter*innen (i. Vj. 65 Mitarbeiter*innen).

Anders als im Vorjahr sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit TEUR 13.789,8 gestiegen (i. Vj. TEUR 13.146,5) und beinhalten im Wesentlichen Werbekosten in Höhe von TEUR 7.237,2 (i. Vj. TEUR 7.996,3), Logistikkosten in Höhe von TEUR 3.540,2 (i. Vj. TEUR 3.554,9) und Kosten aus Shared Services in Höhe von TEUR 1.375,5 (i. Vj. TEUR 605,5). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten außerdem in Höhe von TEUR 76,6 (i. Vj. TEUR 0,0) periodenfremde Aufwendungen.

Im Jahr 2024 war die Conversion Rate Percentage (Bestellung pro Besuch in Prozent) mit 2,9 % im Jahr 2024 gegenüber 3,0 % im Jahr 2023 stabil. Die Conversion Rate Percentage wurde (negativ) durch die Hinzufügung neuer Kanäle mit geringerer Kaufabsicht beeinflusst - somit wurde die Planung einer leichten Verbesserung (5 - 15 %) aufgrund der zuvor dargestellten Umstände nicht erreicht. Der durchschnittliche Warenkorbwert eines zahlenden Kunden lag 2024 bei ca. 68 EUR, was der Leistung von 2023 entspricht. Folglich wurde auch hier das Ziel einer leichten Verbesserung nicht erreicht. Für 2025 erwarten wir für die zuvor genannten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren eine leichte Verbesserung (um maximal 5 %) im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist sowohl auf die Erhöhung unserer Einheiten pro Bestellung als auch auf einen höheren durchschnittlichen Verkaufspreis unserer Produkte zurückzuführen.Das EBITDA beträgt TEUR 1.104,9 (i. Vj. TEUR 1.186,2). Somit erzielte AMORELIE für das Geschäftsjahr 2024 ein positives operatives Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen.

Im Berichtsjahr betrugen die Zinsaufwendungen TEUR 123,5 (i. Vj. TEUR 195,2). Diese stehen im Zusammenhang mit einer langfristigen Darlehensfinanzierung durch den Gesellschafter. Die im Jahresvergleich gestiegenen sonstigen Steuern in Höhe von TEUR 22,6 (i. Vj. TEUR 0,0) umfassen im Vorjahr insbesondere Sondersachverhalte in Form von Steuerkorrekturen früherer Jahre.

Das Jahresergebnis 2024 beträgt TEUR 834,4 gegenüber TEUR 771,5 im Vorjahr. Die Gesellschaft konnte die Ertragslage im Berichtszeitraum folglich verbessern. Als Folge des Jahresüberschusses in Höhe von TEUR 834,4 konnte die bilanzielle Überschuldung auf TEUR 3.963,0 reduziert werden. Die Geschäftsführung geht für das Geschäftsjahr 2025 davon aus, dass sich die Ertragslage der Gesellschaft weiterhin nachhaltig verbessern wird und eine weitere Reduzierung der bilanziellen Überschuldung erfolgt. Da die wesentlichen Restrukturierungsmaßnahmen im Geschäftsjahr 2023 abgeschlossen wurden, wird für das Geschäftsjahr 2025 mit einer weiteren Steigerung der finanziellen Leistungsindikatoren (insbesondere EBITDA) geplant.

Der Fortbestand der Gesellschaft ist aufgrund der seit dem Geschäftsjahr 2023 gegebenen deutlichen Verbesserung der Ertragslage in Kombination mit der finanziellen Unterstützung des Gesellschafters (Kredite/Darlehen von Konzerngesellschaften; zudem wurde eine „harte“ und zeitlich bis zum 30. Juni 2026 befristete Patronatserklärung von der Patronin EQOM Topholding B.V., Veendam (Niederlande), ausgesprochen) aus Sicht der Geschäftsführung gegeben. Folglich wurde der Jahresabschluss unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

b) Finanzlage

Die Liquidität war im Geschäftsjahr 2024 zu jedem Zeitpunkt gegeben. Die Zahlungsverpflichtungen wurden vollumfänglich sowie fristgerecht erfüllt.

Im März 2022 erhielt AMORELIE einen einmaligen Kredit von der EQOM Germany GmbH in Höhe von TEUR 7.636,8, um die finanzielle Lage zu stabilisieren. Zusätzlich gewährte die EQOM Germany GmbH ein Darlehen in Höhe von TEUR 1.199,3. Im Geschäftsjahr 2024 konnten nach den Rückzahlungen der Vorjahre weitere TEUR 525,0 von AMORELIE zurückgezahlt werden.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit (im Wesentlichen Anlagenzugänge) beträgt im Geschäftsjahr 2024 TEUR -8,2 (i. Vj. TEUR -123,5).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2024 TEUR -525,0 (i. Vj. TEUR -5.195,0) und resultiert insbesondere aus den zuvor dargestellten Entwicklungen im Bereich der Tilgung der Gesellschafterdarlehen.

Der operative Free Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 977,1 (i. Vj. TEUR -5.238,6).

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme verringerte sich im Berichtsjahr um TEUR 1.424,6 auf TEUR 7.325,9. Darin enthalten ist ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von TEUR 3.963,0, der durch das Ergebnis des Geschäftsjahres 2024 reduziert wurde. Wesentliche weitere Veränderungen ergeben sich aus der teilweisen Tilgung des Darlehens von der EQOM Germany GmbH in Höhe von TEUR 525,0.

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (inklusive in Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände) weisen insbesondere aufgrund von planmäßigen Abschreibungen zum Bilanzstichtag einen Wert von TEUR 54,2 (i. Vj. TEUR 164,3) auf.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen B2B Partner verringerten sich von TEUR 664,1 im Vorjahr auf TEUR 442,0 im Berichtsjahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 10,9 (i. Vj. TEUR 0,0). Die sonstigen Vermögensgegenstände sind von TEUR 1.429,7 auf TEUR 852,4 zurückgegangen und weisen insbesondere Umsatzsteuerforderungen sowie Forderungen gegen Zahlungsdienstleister auf.

Die Eigenkapitalquote hat sich zum Bilanzstichtag 2024 aufgrund des Rückgangs der Bilanzsumme auf -54,1 % (i. Vj. -54,8 %) verringert.

Die Rückstellungen sind im Vergleich zum Bilanzstichtag 2023 von TEUR 704,3 auf TEUR 560,0 gesunken. Grund für den Rückgang ist insbesondere die restliche Inanspruchnahme der im Rahmen der Restrukturierung gebildeten Rückstellungen.

Die Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.765,9 (i. Vj. TEUR 8.046,2) beinhalten hauptsächlich stichtagsbedingt geringere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.233,5 (i. Vj. TEUR 2.750,2) und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.374,4 (i. Vj. TEUR 4.331,2), welche das teilweise im Berichtsjahr getilgte Darlehen gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 3.374,4 umfasst.

d) Gesamtaussage zum Geschäftsjahr 2024 aus der Sicht der Unternehmensleitung

Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen sowie dem dargestellten Geschäftsverlauf wurde die prognostizierte Umsatzentwicklung sowie die Entwicklung des EBITDA und des Jahresergebnisses nicht bzw. nur teilweise erfüllt.

Dennoch entwickelte sich der Geschäftsverlauf aus Sicht der Geschäftsführung unter Berücksichtigung der zuvor dargestellten gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen zufriedenstellend.

Die Umstrukturierungsmaßnahmen seitens der Anteilseignerin EQOM Germany GmbH führten insbesondere im Geschäftsjahr 2022 zu hohen einmaligen Kosten, primär in den Bereichen Einkauf, IT und Logistik. Jedoch konnte der Zusammenschluss dieser Bereiche im Geschäftsjahr 2024, wie im Vorjahr, zu Synergieeffekten führen, trotz der Rahmenbedingungen wie die angespannte geopolitische und einhergehend weltwirtschaftliche Lage unter anderem in Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine und daraus resultierend schlechtere Konsumstimmung.

IV. Chancen- und Risikobericht

Allgemeines

Unternehmensentwicklung ist ein wesentlicher Bestandteil der Strategie der EQOM-Gruppe (im Folgenden auch: „EQOM“) und ihrer Tochtergesellschaften, einschließlich AMORELIE. Unternehmensentwicklung ist untrennbar mit dem Eingehen von Risiken verbunden. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, ist es unerlässlich, dass sie kontinuierlich identifiziert, quantifiziert und letztlich adressiert werden. EQOM strebt eine Organisationsstruktur an, in der agiles Unternehmertum und effektives Risikomanagement Hand in Hand gehen. Die Risiken werden in folgende Bereiche unterteilt: Strategie, Betrieb, Finanzen, Organisation, IT und Compliance.

Strategie

Die strategischen Risiken im Zusammenhang mit Online-Aktivitäten beziehen sich in erster Linie auf die Verfügbarkeit der Online-Shops, die Verfügbarkeit von Produkten im Lager und Innovationen. Sonoma konzentriert sich auf die B2C- und B2B-Märkte in der DACH-Region. Die Geschäftsführung ist sich bewusst, dass die Entwicklung der Gesellschaft in Bezug auf Umsatzerlöse zum Teil von einem ausgewogenen Verhältnis zwischen B2C- und B2B-Verkäufen abhängig ist. Während der jährlichen Budget-/Prognoserunde werden Chancen und Risiken ermittelt, denen EQOM als Gruppe und Sonoma als isolierte Tochtergesellschaft in Bezug auf zyklische, strategische und kommerzielle Aspekte in den zuvor genannten Märkten gegenüberstehen. Jeden Monat werden Ertragskennzahlen (Umsatz, Kosten, Marge und Gewinnkennzahlen) und die Finanzlage fortlaufend überprüft und gegebenenfalls Maßnahmen eingeleitet. Managementberichte werden monatlich von der Geschäftsführung besprochen und den Gesellschaftern dargestellt. Auf diese Weise wird eine direkte Aufsicht über die verschiedenen Geschäftsaktivitäten aufrechterhalten.

Betrieblich

Auf operativer Ebene ist sich die EQOM-Gruppe des Risikos der Abhängigkeit von einigen wenigen Schlüsselmitarbeitern bewusst. Die Auswirkungen unter anderem des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt machen deutlich, dass gute Mitarbeiter eine der wichtigsten und zugleich auch knappsten Ressourcen des Unternehmenserfolgs darstellen. Ein modernes und innovatives Personalmanagement kann dazu beitragen, diesen Unternehmenserfolg positiv zu beeinflussen. Die EQOM-Gruppe investiert beispielsweise mit zeitlichen und finanziellen Mitteln Schulungen und Weiterbildungen des Personals. Weitere Risiken wie Arbeitsunfälle, Fehlzeiten von Mitarbeitern und Arbeitskonflikte werden fortlaufend überwacht. In diesem Zusammenhang prüft die Gesellschaft regelmäßig, wie diese Risiken minimiert und bei Bedarf ausreichend abgesichert werden können.

Finanziell

Die finanzstrategischen Risiken beziehen sich auf das Nichterreichen von Ertragskennzahlen, insbesondere aufgrund des Markteintritts neuer Wettbewerber in verschiedenen Online-Märkten und -Plattformen, in denen wir tätig sind, sowie der Expansion bestehender Wettbewerber, aber auch aufgrund von Veränderungen im Verbraucherverhalten und Produktinnovationen. Auf der Grundlage kontinuierlicher Marktforschung, Marktbeobachtung und Wettbewerbsanalyse passen wir die Positionierung, das Produktangebot, die Preisgestaltung und das Serviceniveau bei Bedarf an.

Aufgrund der vollständigen Übernahme von Sonoma durch EQOM im Jahr 2021 und der strategischen Ausrichtung in Bezug auf das Unternehmen bestehen auf Ebene von Sonoma keine wesentlichen Liquiditätsrisiken. Die Finanzierung des Unternehmens ist unter anderem in Form eines Gesellschafterdarlehens gewährleistet. Darüber hinaus erfolgt die Warenbeschaffung ausschließlich über verbundene Unternehmen, die die entsprechenden Lagerbestände abrechnen und Sonoma in Euro in Rechnung stellen. Da auch der Großteil der Verkäufe in Euro abgewickelt wird, sind direkte Währungsrisiken sehr gering. Negative Entwicklungen des EUR/USD-Wechselkurses könnten sich lediglich indirekt und nach aktueller Einschätzung unwesentlich auf die Einkaufs- und Verkaufspreise von Sonoma auswirken.

IT

Im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit verarbeitet Sonoma personenbezogene Daten von Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern, insbesondere im Rahmen der Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG). Sicherheitslücken bei der internen und externen Datenverarbeitung, bei technischen Verfahren und bei menschlichen Fehlern können die Informationssicherheit gefährden und zu negativen Folgen, insbesondere für die Ertragslage, führen. Neben der Informationssicherheit erkennen wir Risiken hinsichtlich der Verfügbarkeit von Informationssystemen, die unsere Hauptprozesse unterstützen. Um diese Risiken zu managen, verwenden wir Redhat-, PHP- und MySQL-Systeme und unsere Back-Office-Systeme sind durch allgemeine und anwendungsbezogene Kontrollen gesichert. Wir haben zudem Vereinbarungen mit externen IT-Dienstleister getroffen, um den zuvor dargestellten Risiken ebenso mit externem Knowhow entgegenzuwirken.

Einhaltung von Vorschriften

Im Bereich der Einhaltung von Vorschriften besteht das Risiko der Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften in verschiedenen Bereichen, darunter das zuvor genannte Bundesdatenschutzgesetz (BDSG), handels- und steuerrechtliche Gesetze und Vorschriften sowie Gesetze und Vorschriften in Bezug auf Abfall, Elektronik und Batterien. Diese Risiken werden durch geschulte und hierfür eigens abgestellte eigene Mitarbeiter und regelmäßige Rücksprache mit externen Fachexperten und zuständigen Behörden gemindert.

Die Geschäftsführung ist insgesamt davon überzeugt, dass die dargestellten zukünftigen Chancen zu einer positiven Unternehmensentwicklung beitragen und den zuvor genannten Risikopotenzialen, auch unter Einbezug der aufgelisteten Maßnahmen zur Adressierung bzw. Minimierung/Begrenzung, entgegenstehen.

V. Prognose

Die weitere Entwicklung der EQOM-Gruppe und des Unternehmens ist grundsätzlich positiv einzuschätzen. Ziel ist es, Marktanteile und finanzielle Leistungsindikatoren durch organisches Wachstum, Gruppensynergien, Kosteneinsparungen aber auch durch Buy & Build ausbauen.

Ein Schlüsselelement der Strategie ist die (Weiter-)Entwicklung der IT-Umgebung. Im Jahr 2025 wird die Migration auf ein gruppenweites, neues ERP-System (Microsoft Dynamics F&O) abgeschlossen sein, wobei auch Sonoma umgestellt wird. Im Jahr 2024 wurden die ersten Schritte zur Konsolidierung der Datenlandschaft in Databricks unternommen, mit dem Ziel, die Digitalisierung unseres Unternehmens voranzutreiben. Dies wird 2025 weiterverfolgt.

Die branchenbezogenen Marktbedingungen für 2025 werden als positiv eingeschätzt, mit einer erwarteten steigenden Nachfrage nach „sinnlichen und intimen Produkten“. Im Jahr 2025 werden erneut aktive Anstrengungen unternommen, um neue firmeneigene Produkte und Marken zu entwickeln. Wir erwarten als allgemeinwirtschaftliche Rahmenbedingungen für 2025 einen weiteren Anstieg der Inflation, eine Verschlechterung des EUR/USD-Wechselkurses und anhaltende Auswirkungen der Kriege in der Ukraine, aber auch in Israel.

Folglich prognostiziert die Geschäftsführung für das Jahr 2025, auf der Grundlage der im Chancen- und Risikobericht dargelegten Faktoren sowie der oben beschriebenen branchenbezogenen und allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen, einen Umsatzanstieg von ca. 10 % gegenüber dem Vorjahr, ein verbessertes positives Betriebsergebnis von ca. TEUR 3.300 (EBITDA) und einen Nettogewinn von ca. TEUR 2.000. Der Anstieg des Betriebsergebnisses ist hauptsächlich auf (i) einen erwarteten Anstieg des Auftragsvolumens (hauptsächlich bei B2C) in Kombination mit (ii) einer verbesserten Vertriebskostenquote in Relation zum Umsatz und (iii) niedrigeren Personal- und Gemeinkosten durch Effizienzsteigerungen zurückzuführen. Die Conversion Rate Percentage (Bestellung pro Besuch in Prozent) und der AOV (Average Order Value; durchschnittlicher Warenkorbwert eines zahlenden Kunden*innen) sollen sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessern (um maximal 5 %). Dies ist sowohl auf die Erhöhung unserer Einheiten pro Bestellung als auch auf einen höheren durchschnittlichen Verkaufspreis unserer Produkte zurückzuführen.

 

Berlin, 3. März 2025

Marc Steven Maria van Boven, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2024

AKTIVA

scroll
31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 210.900,00 460.344,51
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 125.456,00 255.560,72
II. Sachanlagen 85.444,00 124.972,00
III. Finanzanlagen 0,00 79.811,79
- davon Anteile an verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 79.811,79)
B. UMLAUFVERMÖGEN 3.022.183,30 3.360.440,36
I. Vorräte 34.020,01 27.517,65
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.305.228,54 2.093.889,21
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen EUR 10.862,14 (Vorjahr: EUR 0,00)
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.682.934,75 1.239.033,50
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 129.740,64 132.345,91
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 3.963.047,95 4.797.418,75
7.325.871,89 8.750.549,53

PASSIVA

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. EIGENKAPITAL 0,00 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 53.226,00 53.226,00
II. Kapitalrücklage 4.712.748,66 4.712.748,66
III. Verlustvortrag -9.563.393,41 -10.334.928,21
IV. Jahresüberschuss 834.370,80 771.534,80
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.963.047,95 4.797.418,75
B. RÜCKSTELLUNGEN 559.956,82 704.324,70
C. VERBINDLICHKEITEN 6.765.915,07 8.046.224,83
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 212,62)
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 3.374.440,22 (Vorjahr: EUR 4.331.221,47)
7.325.871,89 8.750.549,53

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2024

scroll
2024
EUR
2023
EUR
1. Rohergebnis 19.453.309,08 18.379.927,32
2. Personalaufwand -4.558.603,63 -4.051.704,09
a) Löhne und Gehälter -3.818.868,61 -3.341.957,96
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -739.735,02 -709.746,13
3. Abschreibungen
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -167.785,54 -219.491,20
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.789.789,37 -13.146.505,85
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 4.526,10
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -123.542,39 -195.217,48
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 123.302,39 (Vorjahr: EUR 195.217,48)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.856,00 0,00
8. Ergebnis nach Steuern 811.732,15 771.534,80
9. Sonstige Steuern 22.638,65 0,00
10. Jahresüberschuss 834.370,80 771.534,80

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

der Sonoma Internet GmbH, Berlin

1. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 der Sonoma Internet GmbH (im Folgenden auch: „Gesellschaft“ oder „AMORELIE“), Berlin (HRB 145505B des Amtsgerichtes Berlin (Charlottenburg)), ist gemäß den Rechnungslegungsvorschriften für alle Kaufleute (§§ 242 ff. HGB) sowie für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) und den Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle im Anhang gemacht.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das bisher angewendete Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB beibehalten. Als Abweichung von der gesetzlichen Darstellungsform wurde unter Inanspruchnahme von § 265 Abs. 5 HGB in der Bilanz der Posten „In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände“ hinzugefügt.

Zur Vermeidung der Zahlungsunfähigkeit der Sonoma Internet GmbH hat die EQOM Topholding B.V., Veendam (Niederlande), (Patron) eine harte und zeitlich bis zum 30. Juni 2026 befristete Patronatserklärung abgegeben, wonach die EQOM Topholding B.V., Veendam (Niederlande), verpflichtet ist, die Sonoma Internet GmbH finanziell so auszustatten, dass diese in der Lage ist, ihre Verpflichtungen jederzeit zu erfüllen. Daher erfolgt die Aufstellung des Jahresabschlusses unter Annahme der Unternehmensfortführung nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Der als Folge des Jahresfehlbetrages des Geschäftsjahres 2022 entstandene nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag wird seit der durchgeführten und erfolgreich abgeschlossenen Reorganisation des Unternehmens ratierlich reduziert. So erzielte die Gesellschaft sowohl im Geschäftsjahr 2024 als auch im vorangegangenen Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Gesellschaft hat in Vorjahren in Übereinstimmung mit dem Ansatzwahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB Aufwendungen für die Entwicklung der Designkonzepte als selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert. Die Bewertung erfolgte zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 und Abs. 2a HGB. Zu den Herstellungskosten zählten neben den Gehältern der eigenen Mitarbeiter auch die Herstellung der Prototypen durch externe Lieferanten. Es wird die Netto-Methode angewandt, d. h. auf einen Ausweis „Andere aktivierte Eigenleistungen“ wurde insoweit verzichtet, soweit sie fremdbezogene Leistungen betreffen. Die Abschreibung abnutzbarer selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände erfolgt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von drei Jahren. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit mit einer voraussichtlich dauernden Wertminderung gerechnet wird.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei Jahren vermindert. Die Abschreibung erfolgt linear.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen mit einer Nutzungsdauer von drei bis fünfzehn Jahren, angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit mit einer voraussichtlich dauernden Wertminderung gerechnet wird. Die planmäßige Abschreibung im Anlagevermögen entspricht der linearen Abschreibung, die im Wesentlichen mit den steuerlichen Werten übereinstimmt und die Nutzungsdauer widerspiegelt.

Geringwertige Anlagegüter, mit Anschaffungskosten im Grenzwert von EUR 250 bis EUR 1.000, werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wird der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Das Vorratsvermögen wird zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt. Wertberichtigungen werden, soweit erforderlich, für spezielle Einzelwertrisiken durchgeführt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände werden zum Nominalwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Da das Eigenkapital durch Verluste aufgebraucht ist und sich ein Überschuss der Passivposten über die Aktivposten ergab, wird der Betrag am Schluss der Bilanz auf der Aktivseite gesondert unter der Bezeichnung "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" ausgewiesen.

Die Rückstellungen werden in der Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (daher ggf. inklusive zukünftiger Preis- bzw. Kostensteigerungen), und berücksichtigen alle bis zur Jahresabschlusserstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Auf den Ansatz eines sich gegebenenfalls ergebenden aktiven Saldoüberhangs wird nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind erfolgsneutral zum Geldkurs bzw. Briefkurs im Zugangszeitpunkt umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurden § 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB gemäß § 256a HGB nicht angewendet, sodass die kurzfristigen Bestände mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet wurden. Im Übrigen wurden bei der Bewertung am Stichtag das Anschaffungskosten- und Realisationsprinzip beachtet.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 wird im Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist.

Im Geschäftsjahr wurden insgesamt Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 0,0 (i. Vj. TEUR 0,0) aktiviert. Die Gesellschaft weist per 31. Dezember 2024 selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 54,2 (i. Vj. TEUR 164,2) aus. Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf in der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 10,0 (i. Vj. TEUR 0,0) getätigt.

Finanzanlagen

AMORELIE weist zum 31. Dezember 2024 Finanzanlagen von TEUR 0,0 (i. Vj. TEUR 79,8) aus. Die Gesellschaft Movie Digital Berlin GmbH i.L. (vormals: Sonoma Digital GmbH), Berlin, ist im Berichtszeitraum mit Beendigung der Liquidation erloschen, die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 1. Februar 2024. Es wurde ein Abhang in voller Höhe erfasst (TEUR 79,8).

Vorratsvermögen

AMORELIE weist zum 31. Dezember 2024 Vorräte in Höhe von TEUR 34,0 (i. Vj. TEUR 27,5) aus.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände liegt, bis auf sonstige Vermögensgegenstände von TEUR 64,0 (i. Vj. TEUR 173,0) (für Kautionen und hinterlegte Sicherheiten), unter einem Jahr.

AMORELIE weist zum 31. Dezember 2024 Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 10,9 (i. Vj. TEUR 0,0) aus. Diese bestehen in Höhe von TEUR 10,9 (i. Vj. TEUR 0,0) aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen im Wesentlichen Steueransprüche in Bezug auf Umsatzsteuer gegen andere Länder in Höhe von TEUR 711,7 (i. Vj. TEUR 1.022,9).

Rückstellungen

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31.12.2024
TEUR
31.12.2023
TEUR
Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen 202,2 376,3
Arbeitnehmerverpflichtungen 150,0 0,0
Rückstellung für Abschluss- und Prüfungskosten 50,7 161,6
Personalrückstellungen 20,0 20,0
Übrige sonstige Rückstellungen 137,0 146,4
Summe 559,9 704,3

Sämtliche sonstige Rückstellungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die übrigen sonstigen Rückstellungen umfassen, wie im Vorjahr, im Wesentlichen Rückstellungen für Pauschalsteuern, Berufsgenossenschaft und Ausgleichsabgabe.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr bestehen in Höhe von TEUR 3.391,5 (i. Vj.: TEUR 4.255,4). Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen TEUR 3.374,4 (i. Vj.: TEUR 3.790,7). Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen in Höhe von TEUR 0 (i. Vj.: TEUR 0).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen in Höhe von TEUR 0,0 (i. Vj. TEUR 540,5) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 3.374,4 (i. Vj. TEUR 3.790,7) auf sonstige Verbindlichkeiten. Sie bestehen in Höhe von TEUR 3.374,4 (i. Vj. TEUR 3.790,7) aus einer Darlehensverbindlichkeit gegenüber der EQOM Germany GmbH, Berlin.

Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Umsatzsteuerverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.040,5 (i. Vj. TEUR 935,6).

Es liegen, wie im Vorjahr, keine Verbindlichkeiten vor, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind.

Aktive und passive latente Steuern

Die Veränderung der im Geschäftsjahr 2024 angesetzten latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:

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in TEUR Stand zu Beginn des GJ Veränderung Stand zum Ende des GJ
Aktive latente Steuern 49,6 -33,2 16,4
Passive latente Steuern -49,6 +33,2 -16,4
0,0 0,0 0,0

Die Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen in Bezug auf passive latente Steuern resultieren wie im Vorjahr vollumfänglich aus selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens sowie in Bezug auf aktive latente Steuern wie im Vorjahr vollumfänglich aus steuerlichen Verlustvorträgen. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30,02 % zugrunde gelegt.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Etwa 70 % der Umsatzerlöse werden in Deutschland generiert. Weitere wesentliche Verkaufsländer sind Österreich und Schweiz mit knapp 16 %, sodass auf die Region DACH in etwa 86 % der Umsätze entfällt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen periodenfremde Erträge, insbesondere aus der Auflösung von Rückstellungen, von TEUR 37,5 (i. Vj. TEUR 57,2). Darüber hinaus beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge Erlöse aus der Erbringung konzerninterner Leistungen (TEUR 1.858,0; i. Vj. TEUR 813,6). Es bestehen zudem Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 3,4 (i. Vj. TEUR 1,6).

Personalaufwand

Die Personalaufwendungen enthalten Löhne und Gehälter in Höhe von TEUR 3.818,9 (i. Vj. TEUR 3.342,0) sowie Sozialabgaben und Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 739,7 (i. Vj. TEUR 709,7). Davon entfallen TEUR 0,0 (i. Vj. TEUR 3,1) auf die Altersversorgung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 76,6 (i. Vj. TEUR 0,0) periodenfremde Aufwendungen. Diese resultieren im Wesentlichen aus einer Lohnsteuer-Außenprüfung. Es bestehen zudem Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 7,4 (i. Vj. TEUR 4,0).

5. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten Verpflichtungen aus Leistungsbeziehungen mit Drittanbietern. Die vertraglichen Verpflichtungen insbesondere aus Mietverträgen, die über den Stichtag hinaus gehen, betragen TEUR 682,4 (i. Vj. TEUR 876,6) und haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr i.H.v. TEUR 174,6 (i. Vj. TEUR 169,7) sowie eine Laufzeit von einem Jahr bis fünf Jahre i.H.v. 507,8 (i. Vj. TEUR 706,9).

Ausschüttungssperre

Erträge aus der Aktivierung selbst erstellter Vermögensgegenstände des Anlagevermögens unterliegen abzüglich der hierfür gebildeten latenten Steuern einer Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB. Der zur Ausschüttung gesperrte Betrag beträgt TEUR 54,2 (i. Vj. TEUR 164,2).

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 834,4 auf neue Rechnung vorzutragen.

Abschlussprüferhonorar

Im Geschäftsjahr 2024 werden vom Abschlussprüfer für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 57,0 berechnet.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter beträgt: 69 Angestellte (i. Vj. 65 Angestellte).

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer waren bestellt

• Derk Roelof Idema, Geschäftsführer Sonoma Internet GmbH, Berlin (bis zum 4. Juli 2024) sowie

• Marc Steven Maria van Boven, Geschäftsführer Sonoma Internet GmbH, Berlin (seit dem 4. Juli 2024).

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Es erfolgt ein Verzicht auf die Angabe der Organvergütung nach § 286 Abs. 4 HGB.

Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der EQOM Topholding B.V., Veendam, Niederlande, einbezogen. Die EQOM Topholding B.V., Veendam, Niederlande, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen auf.

Der Konzernabschluss der EQOM Topholding B.V., Veendam (Niederlande), wird in der niederländischen Handelskammer (Dutch Chamber of Commerce, Nummer 80809022) bekannt gemacht.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung zu berücksichtigen sind, eingetreten.

 

Berlin, 3. März 2025

Marc Steven Maria van Boven, Geschäftsführer

Anlagenspiegel

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2024
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen Stand 31.12.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.467.052,66 0,00 10.018,53 0,00 3.457.034,13
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.634.917,29 0,00 0,00 57.483,05 2.692.400,34
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 622.725,04 0,00 10.018,53 -57.483,05 555.223,46
3. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 209.410,33 0,00 0,00 0,00 209.410,33
II. Sachanlagen 440.629,80 8.171,35 49.939,88 0,00 398.861,27
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 440.629,80 8.171,35 49.939,88 0,00 398.861,27
III. Finanzanlagen 3.908.811,79 0,00 3.908.811,79 0,00 0,00
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.908.811,79 0,00 3.908.811,79 0,00 0,00
7.816.494,25 8.171,35 3.968.770,20 0,00 3.855.895,40
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kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2024
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.211.491,94 120.086,19 0,00 3.331.578,13
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.538.161,15 100.071,19 0,00 2.638.232,34
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 555.223,46 0,00 0,00 555.223,46
3. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 118.107,33 20.015,00 0,00 138.122,33
II. Sachanlagen 315.657,80 47.699,35 49.939,88 313.417,27
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 315.657,80 47.699,35 49.939,88 313.417,27
III. Finanzanlagen 3.829.000,00 0,00 3.829.000,00 0,00
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.829.000,00 0,00 3.829.000,00 0,00
7.356.149,74 167.785,54 3.878.939,88 3.644.995,40
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Buchwerte
Stand 31.12.2024
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 125.456,00 255.560,72
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 54.168,00 96.756,14
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 67.501,58
3. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 71.288,00 91.303,00
II. Sachanlagen 85.444,00 124.972,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 85.444,00 124.972,00
III. Finanzanlagen 0,00 79.811,79
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 79.811,79
210.900,00 460.344,51

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Sonoma Internet GmbH, Berlin

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Sonoma Internet GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sonoma Internet GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Oldenburg, 24. März 2025

BDO Oldenburg GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Obst, Wirtschaftsprüfer

Traksel, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2024

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 wurde am 17.06.2025 festgestellt.

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