Energiekonzepte Deutschland PV-Montage GmbH
Selbe AdresseBau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und Telekommunikation
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Gnilke seit 6.9.2010 | Prokura |
Gert Falbe seit 27.7.2010 | Geschäftsführer |
Walter Küng seit 6.2.2009 | Geschäftsführer |
Anett Heinecke seit 24.11.2008 | Prokura |
Burkhardt Petack seit 11.4.2005 | Prokura |
Matthias Boeck seit 11.4.2005 | Prokura |
Jörg-Holger Böttcher seit 17.5.2004 | Prokura |
Frank Rudolf Dr. Hubrich seit 10.9.2003 | Prokura |
Nils Scharfenberg seit 22.4.2003 | Prokura |
Robert Altrichter seit 16.5.2002 | Prokura |
Thomas Eckel seit 16.5.2002 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TAKRAF GmbHLeipzigJahresabschluss zum 30. Juni 2008LageberichtInhaltVorbemerkung A. Überblick über den Geschäftsverlauf A.1. Beschreibung der Geschäftstätigkeit A.2. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen A.3. Gesellschaftsspezifische Rahmenbedingungen B. Darstellung der Lage der Gesellschaft B.1. Darstellung der Vermögenslage B.2. Darstellung der Ertragslage und des Geschäftsergebnisses B.3. Darstellung der Finanzlage C. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschluss des Geschäftsjahres D. Risiken und Chancen der voraussichtlichen Entwicklung - Risikomanagement E. Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung Vorbemerkung Die TAKRAF GmbH, Leipzig, hat vom 01. Januar bis zum 30. Juni 2008 ein Rumpfgeschäftsjahr eingeführt, um sich an den Geschäftsjahresturnus des Tenova-Konzerns anzupassen. Aus diesem Grund ergibt sich bei Vergleichen mit den Vorjahreswerten nur eine eingeschränkte Aussagefähigkeit A. Überblick über den Geschäftsverlauf A.1. Beschreibung der GeschäftstätigkeitDie Geschäftstätigkeit umfasst die Entwicklung, Planung, Konstruktion, Herstellung, Lieferung, Montage und Inbetriebnahme von Geräten, Systemen und kompletten Anlagen für den Einsatz in kontinuierlicher und diskontinuierlicher Tagebau- und Massengutumschlagstechnik sowie die zugehörigen Beratungs-, Koordinierungs- Vertriebs- und Serviceleistungen einschl. Modernisierung und Rekonstruktion für die technologische Kette Gewinnung, Transport, Verkippung und Rekultivierung. Kernkomponenten der Anlagen sowie Ersatz- und Verschleißteile werden in der eigenen Werkstatt in Lauchhammer gefertigt. Der Vertrieb der Produkte erfolgt weltweit, mit Schwerpunkten zurzeit in Südamerika (Chile, Brasilien), Kanada, auf dem Ostmarkt (Russland, Balkanländer) sowie in Australien. In den identifizierten Hauptmärkten ist eine Marktpräsenz durch eigene Tochtergesellschaften eingerichtet. A.2. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische RahmenbedingungenDas Rumpfgeschäftsjahr war geprägt durch die gute Entwicklung der Weltwirtschaft, insbesondere der Rohstoffindustrie. TAKRAF partizipierte an der daraus resultierenden hohen weltweiten Nachfrage nach Investitionsgütern - vor allem nach fördertechnischen Ausrüstungen und Anlagen. Ausdruck dafür ist der hohe Auftragseingang mit rd. 62 Mio. EUR. Die wesentlichen Auftragseingänge waren:
Der Auftragsbestand zum 30. Juni 2008 beträgt 242 Mio. EUR. A.3. Gesellschaftsspezifische RahmenbedingungenWesentliche Steuerungsgrößen der Gesellschaft sind der Cash flow, das EBITDA und die Bruttomarge (Deckungsbeitrag 2). Letztere wird je Auftrag ermittelt und anhand der mitlaufenden Auftragskalkulation monatlich für alle Aufträge fortgeschrieben und aktualisiert. Der Planungshorizont der Gesellschaft beträgt grundsätzlich drei Jahre. Für diesen Zeitraum wird ein 3-Jahres-Budget erstellt. Des Weiteren wird innerhalb eines Geschäftsjahres mit einer rollierenden Quartalsplanung gearbeitet. In dieser werden die Erkenntnisse und die Veränderungen, die sich aus den laufenden Plan-Ist-Analysen und geänderten Umfeldbedingungen ergeben, berücksichtigt; die Planung wird entsprechend aktualisiert. Grundlage für diese Aktivitäten ist das aktive Projektcontrolling der Gesellschaft für alle laufenden Aufträge. Entsprechend der Vorgaben des Mutterkonzerns (Tenova) erfolgt zusätzlich für Aufträge über 2 Mio. EUR eine monatliche Berichterstattung an diesen. Die TAKRAF GmbH verfügt über einen langjährig gewachsenen, erfahrenen Mitarbeiterstamm. Die Fluktuation liegt unter 2% und ist im Wesentlichen altersbedingt. Um die Erfahrungen und das Wissen der langjährigen Mitarbeiter auch für die Zukunft zu sichern, fördert die Gesellschaft insbesondere den ingenieurtechnischen Nachwuchs in Form von Praktika und Traineeprogrammen mit dem Ziel, rechtzeitig junge, qualifizierte Mitarbeiter zu rekrutieren. Forschung und Entwicklung betreibt die Gesellschaft in der Regel nur projektbezogen. Aufgrund unterschiedlicher Umfeldbedingungen und Kundenanforderungen stellen viele Projekte gesonderte technische Anforderungen, die jeweils aktuell zu lösen sind. B. Darstellung der Lage der Gesellschaft B.1. Darstellung der VermögenslageIm Berichtszeitraum wurde mit 5,8 Mio. EUR ein vergleichbarer Jahresüberschuss wie im Vorjahreszeitraum (5,9 Mio. EUR) erzielt. Aufgrund der Ausschüttung des Jahresüberschusses für das Geschäftsjahr 2007 an die Gesellschafterin hat sich das Eigenkapital nur unwesentlich verändert. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 6,8 % auf 7,4 %, was im Wesentlichen auf den Rückgang der Bilanzsumme zurückzuführen ist. Aufgrund der Abrechnung und somit Umsatzrealisierung großer Projekte im Rumpfgeschäftsjahr verringerten sich die Vorräte von 91,3 Mio. EUR auf 83,8 Mio. EUR. Auf der Passivseite gingen korrespondierend die erhaltenen Anzahlungen von 122,6 Mio. EUR auf 90,2 Mio. EUR zurück. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen minderten sich um 9,2 Mio. EUR auf 83,4 Mio. EUR, was insbesondere auf den Ausgleich der Forderungen auf eine unbare Einlage gegen die Gesellschafterin zurückzuführen ist. Die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen von 13,2 Mio. EUR auf 29,5 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der Rückstellungen für Nachlaufkosten abgerechneter Aufträge (um 14,3 Mio. EUR) aufgrund der Abrechnung großer Projekte sowie der Zunahme der Personalrückstellungen um 2,1 Mio. EUR. Letzteres resultiert zum einen aus der Änderung der Jubiläumsvereinbarung, die eine Erweiterung des Kreises der Anspruchsberechtigten zur Folge hatte. Des Weiteren bestehen zum 30.06.2008 Rückstellungen für Sondervergütungen, Tantieme u.ä.; entsprechende Beträge waren zum 31.12.2008 bereits ausgezahlt. Investitionen in das Anlagevermögen wurden im Rumpfgeschäftsjahr nur in geringem Umfang getätigt. B.2. Darstellung der Ertragslage und des GeschäftsergebnissesIm Rumpfgeschäftsjahr wurde der Auftrag Wanino mit einem Volumen von rd. 52 Mio. EUR abgerechnet. Hieraus resultiert im Wesentlichen der Umsatzanstieg um 4,9 Mio. EUR auf 88,7 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auf Grund der bei Anlagenbauunternehmen typischen Umsatzschwankungen (abhängig von der Abnahme/ Übergabe der Anlagen) ist der Umsatz im laufenden Rumpfgeschäftsjahr höher als im Vorjahr (88,7 Mio. EUR zu 83,8 Mio. EUR). Der Umsatz wurde wie folgt realisiert:
Die Umsatzrendite (Ergebnis vor Steuern und außerordentlichen Effekten zu Umsatz) verbesserte sich auf 8,0 % (Vorjahr - 5,2%). Die Betriebsleistung für das Rumpfgeschäftsjahr beträgt 88,2 Mio. EUR gegenüber 116,9 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Im Verhältnis zur Betriebsleistung minderte sich der Materialaufwand von 71,5 % auf 66,2 %, was im Wesentlichen auf die Verbesserung der Bruttomarge und auf Kosteneinsparungen zurückzuführen ist. Der Personalaufwand - relativ gesehen zum Vorjahreszeitraum - erhöhte sich aufgrund von Neueinstellungen vor allem im Bereich des Engineerings und der Eigenfertigung sowie durch Tariferhöhungen ab dem 01. Juni 2008. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen veränderten sich, bezogen auf die Betriebsleistung, gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich. Zum 30. Juni 2008 waren in der TAKRAF GmbH 469 Mitarbeiter beschäftigt. Zusätzlich befanden sich 9 Personen in der Ausbildung. Das Finanzergebnis verschlechterte sich von + 1,1 Mio. EUR auf + 0,3 Mio. EUR. Ursache hierfür sind die Zinsen aus Darlehensverpflichtungen, die der TAKRAF im Zuge gesellschaftsrechtlicher Veränderungen übertragen wurden und die im Rumpfgeschäftsjahr erstmal voll wirkten. B.3. Darstellung der FinanzlageDie Finanzlage wird in folgender Übersicht getrennt nach laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit dargestellt und den entsprechenden Vorjahreswerten gegenübergestellt.
Insgesamt ging der Bestand an flüssigen Mitteln zum Bilanzstichtag um 6,5 Mio. EUR zurück. Ursächlich hierfür ist insbesondere der Rückgang des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit, der durch den Anstieg des Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit nicht ausgeglichen werden konnte. Die Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr resultieren beim Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Wesentlichen aus der Abrechnung und Verumsatzung eines Großprojektes (Wanino) sowie einem Ausgleich der Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Gegenläufig wirkte sich der Rückgang der erhaltenen Anzahlungen aus. Beim Cashflow aus Finanzierungstätigkeit stehen dem Mittelzufluss des Vorjahres aus Darlehensübernahme im Berichtsjahr Mittelabflüsse aus Darlehenstilgung und Gewinnausschüttung gegenüber. Aufgrund der mit den Darlehensverbindlichkeiten übernommenen Tilgungsverpflichtungen steht die Liquiditätssituation der Gesellschaft nun noch stärker im Focus der Überwachung und Planung. Liquiditätsengpässe sind jedoch nicht absehbar. Die TAKRAF GmbH finanziert sich in großen Teilen über Anzahlungen von Kunden. Die Aufnahme von Darlehen zur Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit war im Rumpfgeschäftsjahr nicht erforderlich. C. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag sind nicht eingetreten. D. Risiken und Chancen der voraussichtlichen Entwicklung - Risikomanagement Ein Risikomanagementsystem ist eingerichtet; es identifiziert und bewertet die wesentlichen Risiken des Unternehmens. Neben dem Risikomanagementsystem bestehen weitere Management- und Kontrollsysteme, die die Chancen und Risiken der unternehmerischen Tätigkeit transparent darstellen. So sichert z. B. die strategische Planung mit einem 3-jährigen Planungshorizont, dass Fehlentwicklungen bzw. veränderte Marktbedingungen rechtzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden können. Risikomanagement ist ein kontinuierlicher Prozess, so dass eine stetige Optimierung und Anpassung an die aktuelle Entwicklung erforderlich ist. Schwerpunkt dabei ist die Bewertung und Behandlung der Risiken für heraus zulegende verbindliche Angebote (Entscheidung im Risikoboard und für Projekte mit einem Preis größer 25 Mio. EUR im Risk Committee des Konzerns) sowie bei der Abwicklung laufender Aufträge (monatliches Job Reporting und Auftragsdurchsprache). Chancen ergeben sich aus dem weiteren Ausbau des globalen Einkaufs sowie der Entwicklung effizienterer Lösungsvarianten für auf dem Markt benötigte fördertechnische Systeme. Für das Geschäft des Unternehmens sind wesentliche Risiken die Entwicklung der Weltwirtschaft, dabei besonders die Entwicklung der Rohstoffindustrie/ Energiewirtschaft unter Nutzung fossiler Energieträger, steigende Zulieferpreise sowie Kursschwankungen, da ein wesentlicher Teil der Projekte in fremder Währung abgeschlossen wird. Kursrisiken werden in der Firma durch umfangreiche Kurssicherungen abgedeckt, soweit nicht gleichlautende Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten bestehen. Der Zeithorizont für die entsprechenden Termingeschäfte bewegt sich innerhalb der Laufzeit der Projekte. Das Risiko steigender Zulieferpreise wird durch die Untersetzung der Angebotskalkulationen mit bindenden Angeboten für die wesentlichen Ausrüstungsbestandteile abgesichert. In den Verträgen werden Preisgleitungsklauseln vereinbart. Dem Kreditrisiko, das überwiegend aus der potentiellen Zahlungsunfähigkeit von Kunden resultiert, begegnet TAKRAF durch Besicherung der Kundenforderungen mittels Kreditversicherungen und Bankbürgschaften. TAKRAF arbeitet insbesondere, wie im Anlagenbau und Projektgeschäft üblich, in großem Umfang mit Anzahlungen, die vom Kunden vor Projektbeginn und entsprechend dem Projektfortschritt zu erbringen sind. Aus heutiger Sicht bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken. E. Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung Eine grundsätzliche Änderung der Geschäftspolitik ist in den nächsten drei Jahren nicht vorgesehen. Grundsätzlich wird auch mittelfristig von einem Wachstum des Unternehmens bzgl. des Auftragseinganges und der erzielbaren Margen ausgegangen. Für das Geschäftsjahr 2008/09 wird von einem ähnlichen Umsatz und Auftragseingang wie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum gerechnet. Die gegenwärtigen negativen finanziellen und wirtschaftlichen Entwicklungen auf den Weltmärkten beeinflussen derzeit die Geschäftstätigkeit der TAKRAF GmbH nicht. Der Schwerpunkt der Marktarbeit besteht neben der Pflege der bestehenden Märkte, insbesondere in der Sicherung der Schwerpunktmärkte - Südamerika (Chile), Kanada (Ölsandindustrie), Ostmarkt (Russland, Balkanländer) sowie in Australien (Kohle-/Erztagebaue). Ebenso wird der Ausbau der Serviceaktivitäten weiter vorangetrieben.
Leipzig, den 11. September 2008 Kahrger, Geschäftsführer Dr. Lieberwirth, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum JahresabschlussDie TAKRAF GmbH, Leipzig, ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die somit anzuwendenden Vorschriften des HGB und die ergänzenden Vorschriften des GmbHG wurden bei der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 30. Juni 2008 beachtet. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenImmaterielle VermögensgegenständeErworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten aktiviert und über Nutzungsdauern von überwiegend 3 bis 5 Jahren linear abgeschrieben. SachanlagevermögenDas Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen sowie steuerliche Mehrabschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessene Gemeinkosten der Fertigung einschließlich Abschreibungen. Aufwendungen für Instandhaltung und Reparaturen werden als laufender Aufwand erfasst, soweit sie nicht aktivierungspflichtig sind. Zinsen auf Fremdkapital werden als laufender Aufwand erfasst. Die steuerlichen Mehrabschreibungen in Vorjahren betreffen Sonderabschreibungen nach Fördergebietsgesetz, die bis 1998 vorgenommen wurden. Das Jahresergebnis des Rumpfgeschäftsjahres wird dadurch nur unwesentlich beeinflusst. Zugänge des beweglichen Sachanlagevermögens bis zum 31.12.1998 werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer, Zugänge ab dem 1.1.1999 werden degressiv nach den steuerlich höchstmöglichen Sätzen abgeschrieben. Zugänge ab dem 1.1.2008 werden aufgrund steuerrechtlicher Änderungen linear und zeitanteilig über die steuerlich zulässigen Nutzungsdauern abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden seit dem 1.1.2008 entsprechend den Vorgaben der Unternehmenssteuerreform 2008 behandelt. FinanzanlagenAnteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. VorräteDie Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten und angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die fertigungsbedingten Abschreibungen; die Bewertung entspricht den steuerlich aktivierungspflichtigen Herstellungskosten. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben sowie zur verlustfreien Bewertung von schwebenden Geschäften werden ausreichende Wertberichtigungen vorgenommen. Vertriebskosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die geleisteten Anzahlungen sind netto ohne Umsatzsteuer bilanziert. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Auf Forderungen, mit deren Ausfall mit hoher Wahrscheinlichkeit gerechnet wird, werden Einzelwertberichtigungen in voller Höhe gebildet. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen berücksichtigt, die grundsätzlich auf Erfahrungswerten der Vergangenheit beruhen. Unverzinsliche oder geringverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zu 5,5 % p a. abgezinst. Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn die Gründe für eine in früheren Jahren erfolgte Einzelwertberichtigung nicht mehr bestehen. Rückstellungen und VerbindlichkeitenRückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach dem Teilwertverfahren gemäß § 6a EStG auf der Grundlage eines Rechnungszinsfußes von 6% gebildet. Die biometrischen Rechnungsgrundlagen basieren auf den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Steuerrückstellungen sind in Höhe des voraussichtlichen Anfalls auf Grund des zu versteuernden Einkommens bzw. der entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlagen dotiert. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtungen nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Rückstellungen, die einen Zinsanteil enthalten, werden abgezinst. Die Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläumsansprüche wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Dabei wurde ein Zinsfuß von 5,5% verwendet. Rückstellungen für Gewährleistungen werden anhand des in der Vergangenheit entstandenen Gewährleistungsaufwandes, des Gewährleistungszeitraumes und des Umsatzes pauschaliert dotiert. Darüber hinaus werden für bekannte Schäden Einzelrückstellungen gebildet. Rückstellungen für ausstehende Kosten sind auf Basis der erwarteten noch zu erbringenden Leistungen bewertet. Verbindlichkeiten sind zu ihren Rückzahlungsbeträgen bilanziert. Die erhaltenen Anzahlungen sind netto ohne Umsatzsteuer bilanziert. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten dienen der periodengerechten Ertragsverteilung von Investitionszuschüssen und -zulagen. WährungsumrechnungForderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten und kursgesichert sind, werden zum Sicherungskurs bewertet. Die übrigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Kurs des Einbuchungstages bzw. bei Forderungen mit dem niedrigeren Kurs und bei Verbindlichkeiten mit dem höheren Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Erträge und AufwendungenDie Umsatzerlöse werden zu dem Zeitpunkt gebucht, zu dem die Erzeugnisse geliefert bzw. die Leistungen erbracht worden sind und der Gefahrenübergang an den Kunden stattgefunden hat. Skonti, Kundenboni und Rabatte vermindern die Umsatzerlöse. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung, Aufwendungen für Werbung und Absatzförderung sowie sonstige absatzbezogene Aufwendungen zum Zeitpunkt ihres Anfalls als Aufwand erfasst. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie TAKRAF GmbH, Leipzig, hat vom 01. Januar bis zum 30. Juni 2008 ein Rumpfgeschäftsjahr eingeführt, um sich an den Geschäftsjahresturnus des Tenova-Konzerns anzupassen. Aus diesem Grund ergibt sich bei Vergleichen mit den Vorjahreswerten (12 Monate) nur eine eingeschränkte Aussagefähigkeit. (1) UmsatzerlöseUmsatz nach Regionen
Umsatz nach Bereichen
(2) Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem periodenfremde Erträge von 2.939 TEUR (Vorjahr 2.860 TEUR), Erträge aus Vermietung von 274 TEUR (Vorjahr 558 TEUR) und Erträge aus Versicherungen von 479 TEUR (Vorjahr 496 TEUR). Die periodenfremden Erträge betreffen mit 2.928 TEUR (Vorjahr 2.827 TEUR) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. (3) Materialaufwand
(4) Personalaufwand
(5) Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Beratungs- und Dienstleistungen 2.267 TEUR (Vorjahr 2.919 TEUR), für Finanzierung und Zahlungsverkehr 764 TEUR (Vorjahr 1.745 TEUR), Verwaltung 560 TEUR (Vorjahr 1.385 TEUR), Versicherungen 462 TEUR (Vorjahr 1.066 TEUR), Vertrieb 858 TEUR (Vorjahr 1.027 TEUR) und Wartung 283 TEUR (Vorjahr 462 TEUR). Des Weiteren werden Mietaufwendungen in Höhe von 816 TEUR (Vorjahr 316 TEUR) ausgewiesen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind sonstige Steuern von 33 TEUR (Vorjahr 93 TEUR) enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Grundsteuern und Kraftfahrzeugsteuern. Wesentliche Aufwendungen für Vorjahre sind nicht angefallen. (6) Erträge aus BeteiligungenDiese betreffen ausschließlich Erträge aus verbundenen Unternehmen. (7) Zinsergebnis
Die Zinserträge wurden im Wesentlichen aus der Anlage von Guthaben bei Kreditinstituten sowie aus verzinslichen Forderungen erzielt. Von den Zinserträgen stammen 2.075 TEUR (Vorjahr 375 TEUR) von verbundenen Unternehmen, darunter vom Gesellschafter 2.053 TEUR (Vorjahr 332 TEUR). (8) Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen mit 613 TEUR die Gewerbeertragsteuer und mit 661 TEUR die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag für den Berichtszeitraum. Des Weiteren werden mit 7 TEUR ausländische Quellensteuern ausgewiesen. Angaben zur Bilanz(1) Entwicklung des AnlagevermögensDie Positionen des Anlagevermögens sind in einer gesonderten Übersicht (Anlage zum Anhang), ausgehend von den Anschaffungs- und Herstellungskosten über Zugänge, Umbuchungen, Abgänge und kumulierte Abschreibungen, dargestellt. Die Finanzanlagen betreffen:
* vorläufiges Jahresergebnis (auf Basis HB II nach IFRS) ** vor Ergebnisverwendung (2) Vorräte
(3) Forderungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren 953 TEUR (Vorjahr 1.342 TEUR) aus Lieferungen und Leistungen, 81.500 TEUR (Vorjahr 90.332 TEUR) aus unbarer Einlage einschließlich Zinsen sowie 992 TEUR (Vorjahr: 1.001 TEUR) aus sonstigen Forderungen. 950 TEUR der Forderungen haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Durch die Tenova Deutschland GmbH wurde eine unbare Einlage in Höhe von 90.000 TEUR in die Kapitalrücklage der Platin 185. GmbH eingebracht, die darauf entfallende Forderung wird nach Verschmelzung der Platin auf die TAKRAF GmbH in den Forderungen gegen den Gesellschafter ausgewiesen. Sie ist einen Monat nach schriftlicher Aufforderung zur teilweisen oder vollständigen Zahlung fällig und wird angemessen verzinst. (4) Sonstige VermögensgegenständeDie sonstigen Vermögensgegenstände betreffen insbesondere Steuererstattungsansprüche 951 TEUR (Vorjahr 1.320 TEUR) sowie länger- und langfristige Guthaben aus Insolvenzsicherung für Altersteilzeit 176 TEUR (Vorjahr 115 TEUR) und Guthaben für Rückdeckungsversicherung aus Lebensversicherungen 69 TEUR (Vorjahr 78 TEUR). (5) EigenkapitalDie Gesellschaft ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Tenova Deutschland GmbH, Leipzig Das voll eingezahlte Stammkapital beträgt 10.000 TEUR. Die Sonderrücklage gemäß § 17 Abs. 4 DMBilG (Vorjahr 321 TEUR) wurde gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung im Berichtsjahr in die anderen Gewinnrücklagen umgebucht, da sie nicht zum Ausgleich etwaiger Verluste benötigt wird. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2007 von 5.884 TEUR wurde gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 29.5.2008 an die Gesellschafterin ausgeschüttet. Im Rumpfgeschäftsjahr 2008 erzielte die TAKRAF GmbH einen Jahresüberschuss von 5.830 TEUR, über dessen Verwendung noch zu beschließen ist. (6) Rückstellungena) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die betriebliche Altersversorgung beruht im Wesentlichen auf einzelvertraglichen Versorgungszusagen. Für die Bemessung der Pensionen sind die Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen und die versorgungsrelevanten Bezüge maßgeblich. Die Finanzierung dieser Versorgungszusagen erfolgt durch Bildung von Pensionsrückstellungen. Diese sind über den Pensionssicherungsverein und über Rückdeckungsversicherungen rückversichert. b) Steuerrückstellungen Steuerrückstellungen wurden für die für das Rumpfgeschäftsjahr 2008 anfallende Gewerbe- und Körperschaftsteuer sowie für Grunderwerbsteuerverpflichtungen (630 TEUR) gebildet. c) In den sonstigen Rückstellungen sind folgende Positionen zusammengefasst:
(7) Verbindlichkeiten
Die erhaltenen Anzahlungen von verbundenen Unternehmen betragen 19.687 TEUR (Vorjahr 15.044 TEUR). Von den ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren 655 TEUR (Vorjahr 998 TEUR) aus Lieferungen und Leistungen. Die Verpflichtungen aus Steuern beinhalten die am Bilanzstichtag noch nicht fälligen Lohnsteuern. Angaben zu FinanzinstrumenteDie derivativen Finanzinstrumente betreffen Fremdwährungssicherungsgeschäfte. Der Marktwert beträgt 1.485 TEUR. Die Bewertung erfolgt auf der Basis aktueller Marktdaten unter Verwendung marktüblicher Bewertungsmethoden (bspw. Diskontierungsmethode für unbedingte Geschäfte). Kontraktwährungen sind US-Dollar und Australische Dollar. Angaben zu sonstigen finanziellen VerpflichtungenSonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Miet- und Leasingverträgen. Die künftigen Miet- und Leasingzahlungen haben folgende Fälligkeiten:
Die finanziellen Verpflichtungen gegenüber Dritten aus begonnenen Investitionsvorhaben liegen im geschäftsüblichen Rahmen. Finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von 6.765 TEUR. Angaben zum KonzernabschlussDie TAKRAF stellt zum 30. Juni 2008 einen Konzernabschluss nach §§ 290 ff. HGB nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, auf. Die TAKRAF GmbH ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Tenova Deutschland. Diese ist nach § 290 Abs. 2 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet; für den Konzernabschluss zum 30. Juni 2008 ist sie aufgrund des § 293 Abs. 4 HGB befreit. Mutterunternehmen der Tenova Deutschland ist die Tenova Holding B.V./Niederlande, die die Anteile der Tenova Deutschland mit Wirkung zum 1. Juli 2008 an die Tenova S.p.A., Milano/Italien, verkauft hat. Die Tenova Holding B.V. stellt zum 30. Juni 2008 keinen Konzernabschluss auf. Alle Unternehmen unter Tenova werden als verbundene Unternehmen angesehen. Angaben zur GeschäftsführungDie Geschäftsführung der TAKRAF GmbH oblag im Rumpfgeschäftsjahr: Herrn Dipl.-Ing. Rainer Kahrger, Leipzig (Vorsitzender; einzelvertretungsberechtigt) Herrn Dr. Holger Lieberwirth, Oelde Bezüglich der Angaben zur Vergütung der Geschäftsführer macht die Gesellschaft von der Erleichterungsbestimmung des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.
Leipzig, den 11. September 2008 Kahrger, Geschäftsführer Dr. Lieberwirth, Geschäftsführer Anlagenspiegel
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der TAKRAF GmbH, Leipzig, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. Juni 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Leipzig, den 15. September 2008 PricewaterhouseCoopers
Rainer Altvater, Wirtschaftsprüfer ppa. Kati Höfer, Wirtschaftsprüferin
Leipzig, den 10. Dezember 2008 Tenova Deutschland GmbH vertreten durch/represented by Maurizio Parodi |
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