Stammdaten

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Amtsgericht Leipzig HRB 5836
Vorher
MAN TAKRAF Fördertechnik GmbH
Eingetragen
5.8.1992
Branche
Herstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Hebezeugen und FördermittelnHerstellung von Bergwerksmaschinen
Gegenstand
Entwicklung, Planung, Konstruktion, Herstellung, Vertrieb und Ausführung von Maschinen und technischen Anlagen aller Art, insbesondere von Anlagen, Systemen und Geräten der Tagebau-, Massengutumschlag-, Hafen- und Krantechnik, sonstigen fördertechnischen Anlagen sowie verwandten Erzeugnissen, zugehörigen Beratungs-, Koordinierungsund Serviceleistungen.

Historie

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Management

NameRolle
Matthias Gnilke
seit 6.9.2010
Prokura
Gert Falbe
seit 27.7.2010
Geschäftsführer
Walter Küng
seit 6.2.2009
Geschäftsführer
Anett Heinecke
seit 24.11.2008
Prokura
Burkhardt Petack
seit 11.4.2005
Prokura
Matthias Boeck
seit 11.4.2005
Prokura
Prokura
Prokura
Nils Scharfenberg
seit 22.4.2003
Prokura
Robert Altrichter
seit 16.5.2002
Prokura
Thomas Eckel
seit 16.5.2002
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

TAKRAF GmbH

Leipzig

Jahresabschluss zum 30. Juni 2008

Lagebericht

Inhalt

Vorbemerkung

A. Überblick über den Geschäftsverlauf

A.1. Beschreibung der Geschäftstätigkeit

A.2. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

A.3. Gesellschaftsspezifische Rahmenbedingungen

B. Darstellung der Lage der Gesellschaft

B.1. Darstellung der Vermögenslage

B.2. Darstellung der Ertragslage und des Geschäftsergebnisses

B.3. Darstellung der Finanzlage

C. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschluss des Geschäftsjahres

D. Risiken und Chancen der voraussichtlichen Entwicklung - Risikomanagement

E. Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung

Vorbemerkung

Die TAKRAF GmbH, Leipzig, hat vom 01. Januar bis zum 30. Juni 2008 ein Rumpfgeschäftsjahr eingeführt, um sich an den Geschäftsjahresturnus des Tenova-Konzerns anzupassen. Aus diesem Grund ergibt sich bei Vergleichen mit den Vorjahreswerten nur eine eingeschränkte Aussagefähigkeit

A. Überblick über den Geschäftsverlauf

A.1. Beschreibung der Geschäftstätigkeit

Die Geschäftstätigkeit umfasst die Entwicklung, Planung, Konstruktion, Herstellung, Lieferung, Montage und Inbetriebnahme von Geräten, Systemen und kompletten Anlagen für den Einsatz in kontinuierlicher und diskontinuierlicher Tagebau- und Massengutumschlagstechnik sowie die zugehörigen Beratungs-, Koordinierungs- Vertriebs- und Serviceleistungen einschl. Modernisierung und Rekonstruktion für die technologische Kette Gewinnung, Transport, Verkippung und Rekultivierung.

Kernkomponenten der Anlagen sowie Ersatz- und Verschleißteile werden in der eigenen Werkstatt in Lauchhammer gefertigt.

Der Vertrieb der Produkte erfolgt weltweit, mit Schwerpunkten zurzeit in Südamerika (Chile, Brasilien), Kanada, auf dem Ostmarkt (Russland, Balkanländer) sowie in Australien. In den identifizierten Hauptmärkten ist eine Marktpräsenz durch eigene Tochtergesellschaften eingerichtet.

A.2. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Das Rumpfgeschäftsjahr war geprägt durch die gute Entwicklung der Weltwirtschaft, insbesondere der Rohstoffindustrie. TAKRAF partizipierte an der daraus resultierenden hohen weltweiten Nachfrage nach Investitionsgütern - vor allem nach fördertechnischen Ausrüstungen und Anlagen.

Ausdruck dafür ist der hohe Auftragseingang mit rd. 62 Mio. EUR.

Die wesentlichen Auftragseingänge waren:

aus Kasachstan - Aluwerk Pawlodar (Lagerplatzgeräte)- mit 9,3 Mio. EUR sowie Modernisierung des Schaufelradbaggers SRs 2000, Bodatyr mit 3,9 Mio. EUR.

aus Russland - die IV. Phase für das Kohleterminal Ust Luga - mit 16 Mio. EUR.

aus Australien - Surface Miner,Yandi TSM 300 mit 5,3 Mio. EUR sowie ein Transport Crawler RT 420 mit 2,7 Mio. EUR.

aus Serbien - Rekonstruktion des Schaufelradbaggers SRs 1300 Sibovc mit 10,6 Mio. EUR.

aus Deutschland eine Antriebsstation für den Tagebau Welzow mit 5 Mio. EUR.

Der Auftragsbestand zum 30. Juni 2008 beträgt 242 Mio. EUR.

A.3. Gesellschaftsspezifische Rahmenbedingungen

Wesentliche Steuerungsgrößen der Gesellschaft sind der Cash flow, das EBITDA und die Bruttomarge (Deckungsbeitrag 2). Letztere wird je Auftrag ermittelt und anhand der mitlaufenden Auftragskalkulation monatlich für alle Aufträge fortgeschrieben und aktualisiert.

Der Planungshorizont der Gesellschaft beträgt grundsätzlich drei Jahre. Für diesen Zeitraum wird ein 3-Jahres-Budget erstellt.

Des Weiteren wird innerhalb eines Geschäftsjahres mit einer rollierenden Quartalsplanung gearbeitet. In dieser werden die Erkenntnisse und die Veränderungen, die sich aus den laufenden Plan-Ist-Analysen und geänderten Umfeldbedingungen ergeben, berücksichtigt; die Planung wird entsprechend aktualisiert. Grundlage für diese Aktivitäten ist das aktive Projektcontrolling der Gesellschaft für alle laufenden Aufträge. Entsprechend der Vorgaben des Mutterkonzerns (Tenova) erfolgt zusätzlich für Aufträge über 2 Mio. EUR eine monatliche Berichterstattung an diesen.

Die TAKRAF GmbH verfügt über einen langjährig gewachsenen, erfahrenen Mitarbeiterstamm. Die Fluktuation liegt unter 2% und ist im Wesentlichen altersbedingt.

Um die Erfahrungen und das Wissen der langjährigen Mitarbeiter auch für die Zukunft zu sichern, fördert die Gesellschaft insbesondere den ingenieurtechnischen Nachwuchs in Form von Praktika und Traineeprogrammen mit dem Ziel, rechtzeitig junge, qualifizierte Mitarbeiter zu rekrutieren.

Forschung und Entwicklung betreibt die Gesellschaft in der Regel nur projektbezogen. Aufgrund unterschiedlicher Umfeldbedingungen und Kundenanforderungen stellen viele Projekte gesonderte technische Anforderungen, die jeweils aktuell zu lösen sind.

B. Darstellung der Lage der Gesellschaft

B.1. Darstellung der Vermögenslage

Im Berichtszeitraum wurde mit 5,8 Mio. EUR ein vergleichbarer Jahresüberschuss wie im Vorjahreszeitraum (5,9 Mio. EUR) erzielt. Aufgrund der Ausschüttung des Jahresüberschusses für das Geschäftsjahr 2007 an die Gesellschafterin hat sich das Eigenkapital nur unwesentlich verändert. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 6,8 % auf 7,4 %, was im Wesentlichen auf den Rückgang der Bilanzsumme zurückzuführen ist.

Aufgrund der Abrechnung und somit Umsatzrealisierung großer Projekte im Rumpfgeschäftsjahr verringerten sich die Vorräte von 91,3 Mio. EUR auf 83,8 Mio. EUR. Auf der Passivseite gingen korrespondierend die erhaltenen Anzahlungen von 122,6 Mio. EUR auf 90,2 Mio. EUR zurück.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen minderten sich um 9,2 Mio. EUR auf 83,4 Mio. EUR, was insbesondere auf den Ausgleich der Forderungen auf eine unbare Einlage gegen die Gesellschafterin zurückzuführen ist.

Die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen von 13,2 Mio. EUR auf 29,5 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der Rückstellungen für Nachlaufkosten abgerechneter Aufträge (um 14,3 Mio. EUR) aufgrund der Abrechnung großer Projekte sowie der Zunahme der Personalrückstellungen um 2,1 Mio. EUR. Letzteres resultiert zum einen aus der Änderung der Jubiläumsvereinbarung, die eine Erweiterung des Kreises der Anspruchsberechtigten zur Folge hatte. Des Weiteren bestehen zum 30.06.2008 Rückstellungen für Sondervergütungen, Tantieme u.ä.; entsprechende Beträge waren zum 31.12.2008 bereits ausgezahlt.

Investitionen in das Anlagevermögen wurden im Rumpfgeschäftsjahr nur in geringem Umfang getätigt.

B.2. Darstellung der Ertragslage und des Geschäftsergebnisses

Im Rumpfgeschäftsjahr wurde der Auftrag Wanino mit einem Volumen von rd. 52 Mio. EUR abgerechnet. Hieraus resultiert im Wesentlichen der Umsatzanstieg um 4,9 Mio. EUR auf 88,7 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Auf Grund der bei Anlagenbauunternehmen typischen Umsatzschwankungen (abhängig von der Abnahme/ Übergabe der Anlagen) ist der Umsatz im laufenden Rumpfgeschäftsjahr höher als im Vorjahr (88,7 Mio. EUR zu 83,8 Mio. EUR). Der Umsatz wurde wie folgt realisiert:

Neuanlagen:rd. 79 Mio. EUR

Service:rd. 10 Mio. EUR.

Die Umsatzrendite (Ergebnis vor Steuern und außerordentlichen Effekten zu Umsatz) verbesserte sich auf 8,0 % (Vorjahr - 5,2%).

Die Betriebsleistung für das Rumpfgeschäftsjahr beträgt 88,2 Mio. EUR gegenüber 116,9 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum.

Im Verhältnis zur Betriebsleistung minderte sich der Materialaufwand von 71,5 % auf 66,2 %, was im Wesentlichen auf die Verbesserung der Bruttomarge und auf Kosteneinsparungen zurückzuführen ist.

Der Personalaufwand - relativ gesehen zum Vorjahreszeitraum - erhöhte sich aufgrund von Neueinstellungen vor allem im Bereich des Engineerings und der Eigenfertigung sowie durch Tariferhöhungen ab dem 01. Juni 2008.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen veränderten sich, bezogen auf die Betriebsleistung, gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich.

Zum 30. Juni 2008 waren in der TAKRAF GmbH 469 Mitarbeiter beschäftigt. Zusätzlich befanden sich 9 Personen in der Ausbildung.

Das Finanzergebnis verschlechterte sich von + 1,1 Mio. EUR auf + 0,3 Mio. EUR. Ursache hierfür sind die Zinsen aus Darlehensverpflichtungen, die der TAKRAF im Zuge gesellschaftsrechtlicher Veränderungen übertragen wurden und die im Rumpfgeschäftsjahr erstmal voll wirkten.

B.3. Darstellung der Finanzlage

Die Finanzlage wird in folgender Übersicht getrennt nach laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit dargestellt und den entsprechenden Vorjahreswerten gegenübergestellt.

  30.06.2008
TEUR
31.12.2007
TEUR
Jahresüberschuss 5.830 5.884
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 3.428 -45.634
Cashflow aus Investitionstätigkeit -1.325 -702
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -8.599 50.930
Zahlungswirksame Veränderungen der Flüssigen Mittel -6.496 4.594
Flüssige Mittel zu Beginn des Geschäftsjahres 26.639 22.045
Flüssige Mittel zum Ende des Geschäftsjahres 20.143 26.639

Insgesamt ging der Bestand an flüssigen Mitteln zum Bilanzstichtag um 6,5 Mio. EUR zurück. Ursächlich hierfür ist insbesondere der Rückgang des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit, der durch den Anstieg des Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit nicht ausgeglichen werden konnte.

Die Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr resultieren beim Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Wesentlichen aus der Abrechnung und Verumsatzung eines Großprojektes (Wanino) sowie einem Ausgleich der Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Gegenläufig wirkte sich der Rückgang der erhaltenen Anzahlungen aus.

Beim Cashflow aus Finanzierungstätigkeit stehen dem Mittelzufluss des Vorjahres aus Darlehensübernahme im Berichtsjahr Mittelabflüsse aus Darlehenstilgung und Gewinnausschüttung gegenüber.

Aufgrund der mit den Darlehensverbindlichkeiten übernommenen Tilgungsverpflichtungen steht die Liquiditätssituation der Gesellschaft nun noch stärker im Focus der Überwachung und Planung. Liquiditätsengpässe sind jedoch nicht absehbar. Die TAKRAF GmbH finanziert sich in großen Teilen über Anzahlungen von Kunden. Die Aufnahme von Darlehen zur Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit war im Rumpfgeschäftsjahr nicht erforderlich.

C. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag sind nicht eingetreten.

D. Risiken und Chancen der voraussichtlichen Entwicklung - Risikomanagement

Ein Risikomanagementsystem ist eingerichtet; es identifiziert und bewertet die wesentlichen Risiken des Unternehmens.

Neben dem Risikomanagementsystem bestehen weitere Management- und Kontrollsysteme, die die Chancen und Risiken der unternehmerischen Tätigkeit transparent darstellen. So sichert z. B. die strategische Planung mit einem 3-jährigen Planungshorizont, dass Fehlentwicklungen bzw. veränderte Marktbedingungen rechtzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden können.

Risikomanagement ist ein kontinuierlicher Prozess, so dass eine stetige Optimierung und Anpassung an die aktuelle Entwicklung erforderlich ist. Schwerpunkt dabei ist die Bewertung und Behandlung der Risiken für heraus zulegende verbindliche Angebote (Entscheidung im Risikoboard und für Projekte mit einem Preis größer 25 Mio. EUR im Risk Committee des Konzerns) sowie bei der Abwicklung laufender Aufträge (monatliches Job Reporting und Auftragsdurchsprache).

Chancen ergeben sich aus dem weiteren Ausbau des globalen Einkaufs sowie der Entwicklung effizienterer Lösungsvarianten für auf dem Markt benötigte fördertechnische Systeme.

Für das Geschäft des Unternehmens sind wesentliche Risiken die Entwicklung der Weltwirtschaft, dabei besonders die Entwicklung der Rohstoffindustrie/ Energiewirtschaft unter Nutzung fossiler Energieträger, steigende Zulieferpreise sowie Kursschwankungen, da ein wesentlicher Teil der Projekte in fremder Währung abgeschlossen wird. Kursrisiken werden in der Firma durch umfangreiche Kurssicherungen abgedeckt, soweit nicht gleichlautende Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten bestehen. Der Zeithorizont für die entsprechenden Termingeschäfte bewegt sich innerhalb der Laufzeit der Projekte.

Das Risiko steigender Zulieferpreise wird durch die Untersetzung der Angebotskalkulationen mit bindenden Angeboten für die wesentlichen Ausrüstungsbestandteile abgesichert. In den Verträgen werden Preisgleitungsklauseln vereinbart.

Dem Kreditrisiko, das überwiegend aus der potentiellen Zahlungsunfähigkeit von Kunden resultiert, begegnet TAKRAF durch Besicherung der Kundenforderungen mittels Kreditversicherungen und Bankbürgschaften. TAKRAF arbeitet insbesondere, wie im Anlagenbau und Projektgeschäft üblich, in großem Umfang mit Anzahlungen, die vom Kunden vor Projektbeginn und entsprechend dem Projektfortschritt zu erbringen sind.

Aus heutiger Sicht bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken.

E. Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung

Eine grundsätzliche Änderung der Geschäftspolitik ist in den nächsten drei Jahren nicht vorgesehen. Grundsätzlich wird auch mittelfristig von einem Wachstum des Unternehmens bzgl. des Auftragseinganges und der erzielbaren Margen ausgegangen. Für das Geschäftsjahr 2008/09 wird von einem ähnlichen Umsatz und Auftragseingang wie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum gerechnet. Die gegenwärtigen negativen finanziellen und wirtschaftlichen Entwicklungen auf den Weltmärkten beeinflussen derzeit die Geschäftstätigkeit der TAKRAF GmbH nicht.

Der Schwerpunkt der Marktarbeit besteht neben der Pflege der bestehenden Märkte, insbesondere in der Sicherung der Schwerpunktmärkte - Südamerika (Chile), Kanada (Ölsandindustrie), Ostmarkt (Russland, Balkanländer) sowie in Australien (Kohle-/Erztagebaue).

Ebenso wird der Ausbau der Serviceaktivitäten weiter vorangetrieben.

 

Leipzig, den 11. September 2008

Kahrger, Geschäftsführer

Dr. Lieberwirth, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

  Anhang 30. Juni 2008 31. Dezember 2007
    EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen (1)        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände   410.905,00   302.226,00  
II. Sachanlagen   2.107.357,62   1.330.983,62  
III. Finanzanlagen   18.753.793,90 21.272.056,52 18.753.793,90 20.387.003,52
B. Umlaufvermögen          
I. Vorräte (2)   83.813.984,33   91.286.632,32
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3)        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   3.909.156,11   3.462.266,78  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen   83.445.194,35   92.675.275,27  
3. Sonstige Vermögensgegenstände (4) 1.355.069,97 88.709.420,43 1.633.648,50 97.771.190,55
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten     20.142.911,90   26.639.496,05
      192.666.316,66   215.697.318,92
C. Rechnungsabgrenzungsposten     3.417.989,31   3.096.225,50
      217.356.362,49   239.180.547,94

Passiva

         
  Anhang 30. Juni 2008 31. Dezember 2007
    EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital (5)        
I. Gezeichnetes Kapital   10.000.000,00   10.000.000,00  
II. Kapitalrücklage   2.161,47   2.161,47  
III. Gewinnrücklagen   320.967,36   320.967,36  
IV. Jahresüberschuss   5.829.720,22 16.152.849,05 5.884.363,68 16.207.492,51
B. Rückstellungen (6)        
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen   6.163.381,00   6.138.360,00  
2. Steuerrückstellungen   1.321.005,66   1.573.266,52  
3. Sonstige Rückstellungen   29.486.130,59 36.970.517,25 13.182.077,10 20.893.703,62
C. Verbindlichkeiten (7)        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   54.059.041,56   56.774.317,19  
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen   90.242.477,90   122.624.881,22  
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   11.071.708,63   11.660.332,74  
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   654.573,03   998.142,64  
5. Sonstige Verbindlichkeiten   8.174.249,23 164.202.050,35 9.981.325,72 202.038.999,51
D. Rechnungsabgrenzungsposten     30.945,84   40.352,30
      217.356.362,49   239.180.547,94

Gewinn- und Verlustrechnung

  Anhang 01.01.2008 bis 30.06.2008
EUR
01.01.2007 bis 31.12.2007
EUR
1. Umsatzerlöse (1) 88.659.495,97 83.787.229,91
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen   -4.302.089,08 28.759.353,75
3. andere aktivierte Eigenleistungen   7.270,99 0,00
4. sonstige betriebliche Erträge (2) 3.830.499,87 4.344.833,97
    88.195.177,75 116.891.417,63
5. Materialaufwand (3) 58.349.362,00 83.569.565,41
6. Personalaufwand (4) 15.971.793,36 27.799.381,72
7. Abschreibungen   439.168,40 1.327.808,40
8. sonstige betriebliche Aufwendungen (5) 6.846.468,10 9.627.208,66
9. Erträge aus Beteiligungen (6) 261.257,19 0,00
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (7) 2.311.376,74 1.881.296,30
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (7) 2.050.235,74 811.259,01
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   7.110.784,08 -4.362.509,27
13. außerordentliche Erträge   0,00 11.870.916,96
14. außerordentliche Aufwendungen   0,00 1.427.891,40
15. außerordentliches Ergebnis   0,00 10.443.025,56
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (8) 1.281.063,86 196.152,61
17. Jahresüberschuss   5.829.720,22 5.884.363,68

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die TAKRAF GmbH, Leipzig, ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die somit anzuwendenden Vorschriften des HGB und die ergänzenden Vorschriften des GmbHG wurden bei der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 30. Juni 2008 beachtet.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten aktiviert und über Nutzungsdauern von überwiegend 3 bis 5 Jahren linear abgeschrieben.

Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen sowie steuerliche Mehrabschreibungen, bewertet.

Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessene Gemeinkosten der Fertigung einschließlich Abschreibungen.

Aufwendungen für Instandhaltung und Reparaturen werden als laufender Aufwand erfasst, soweit sie nicht aktivierungspflichtig sind.

Zinsen auf Fremdkapital werden als laufender Aufwand erfasst.

Die steuerlichen Mehrabschreibungen in Vorjahren betreffen Sonderabschreibungen nach Fördergebietsgesetz, die bis 1998 vorgenommen wurden. Das Jahresergebnis des Rumpfgeschäftsjahres wird dadurch nur unwesentlich beeinflusst.

Zugänge des beweglichen Sachanlagevermögens bis zum 31.12.1998 werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer, Zugänge ab dem 1.1.1999 werden degressiv nach den steuerlich höchstmöglichen Sätzen abgeschrieben. Zugänge ab dem 1.1.2008 werden aufgrund steuerrechtlicher Änderungen linear und zeitanteilig über die steuerlich zulässigen Nutzungsdauern abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden seit dem 1.1.2008 entsprechend den Vorgaben der Unternehmenssteuerreform 2008 behandelt.

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten und angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die fertigungsbedingten Abschreibungen; die Bewertung entspricht den steuerlich aktivierungspflichtigen Herstellungskosten. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben sowie zur verlustfreien Bewertung von schwebenden Geschäften werden ausreichende Wertberichtigungen vorgenommen.

Vertriebskosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Die geleisteten Anzahlungen sind netto ohne Umsatzsteuer bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Auf Forderungen, mit deren Ausfall mit hoher Wahrscheinlichkeit gerechnet wird, werden Einzelwertberichtigungen in voller Höhe gebildet.

Das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen berücksichtigt, die grundsätzlich auf Erfahrungswerten der Vergangenheit beruhen. Unverzinsliche oder geringverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zu 5,5 % p a. abgezinst.

Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn die Gründe für eine in früheren Jahren erfolgte Einzelwertberichtigung nicht mehr bestehen.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach dem Teilwertverfahren gemäß § 6a EStG auf der Grundlage eines Rechnungszinsfußes von 6% gebildet. Die biometrischen Rechnungsgrundlagen basieren auf den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Die Steuerrückstellungen sind in Höhe des voraussichtlichen Anfalls auf Grund des zu versteuernden Einkommens bzw. der entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlagen dotiert.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtungen nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Rückstellungen, die einen Zinsanteil enthalten, werden abgezinst.

Die Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläumsansprüche wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Dabei wurde ein Zinsfuß von 5,5% verwendet.

Rückstellungen für Gewährleistungen werden anhand des in der Vergangenheit entstandenen Gewährleistungsaufwandes, des Gewährleistungszeitraumes und des Umsatzes pauschaliert dotiert. Darüber hinaus werden für bekannte Schäden Einzelrückstellungen gebildet.

Rückstellungen für ausstehende Kosten sind auf Basis der erwarteten noch zu erbringenden Leistungen bewertet.

Verbindlichkeiten sind zu ihren Rückzahlungsbeträgen bilanziert.

Die erhaltenen Anzahlungen sind netto ohne Umsatzsteuer bilanziert.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten dienen der periodengerechten Ertragsverteilung von Investitionszuschüssen und -zulagen.

Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten und kursgesichert sind, werden zum Sicherungskurs bewertet. Die übrigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Kurs des Einbuchungstages bzw. bei Forderungen mit dem niedrigeren Kurs und bei Verbindlichkeiten mit dem höheren Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Erträge und Aufwendungen

Die Umsatzerlöse werden zu dem Zeitpunkt gebucht, zu dem die Erzeugnisse geliefert bzw. die Leistungen erbracht worden sind und der Gefahrenübergang an den Kunden stattgefunden hat. Skonti, Kundenboni und Rabatte vermindern die Umsatzerlöse.

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung, Aufwendungen für Werbung und Absatzförderung sowie sonstige absatzbezogene Aufwendungen zum Zeitpunkt ihres Anfalls als Aufwand erfasst.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die TAKRAF GmbH, Leipzig, hat vom 01. Januar bis zum 30. Juni 2008 ein Rumpfgeschäftsjahr eingeführt, um sich an den Geschäftsjahresturnus des Tenova-Konzerns anzupassen. Aus diesem Grund ergibt sich bei Vergleichen mit den Vorjahreswerten (12 Monate) nur eine eingeschränkte Aussagefähigkeit.

(1) Umsatzerlöse

Umsatz nach Regionen

TEUR 2008 2007
Bundesrepublik Deutschland 2.786 7.612
Übrige EU-Länder 2.512 4.835
Sonstige europäische Länder 53.569 4.788
Asien 2.196 20.287
Amerika 25.940 28.697
Afrika 11 1.925
Australien und Ozeanien 1.645 15.643
  88.659 83.787

Umsatz nach Bereichen

TEUR 2008 2007
Neugeschäft 78.739 63.433
Service 9.920 20.354
  88.659 83.787

(2) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem periodenfremde Erträge von 2.939 TEUR (Vorjahr 2.860 TEUR), Erträge aus Vermietung von 274 TEUR (Vorjahr 558 TEUR) und Erträge aus Versicherungen von 479 TEUR (Vorjahr 496 TEUR).

Die periodenfremden Erträge betreffen mit 2.928 TEUR (Vorjahr 2.827 TEUR) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

(3) Materialaufwand

TEUR 2008 2007
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 53.590 75.510
Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.759 8.060
  58.349 83.570

(4) Personalaufwand

TEUR 2008 2007
Löhne und Gehälter 13.755 23.585
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.217 4.214
- davon für Altersversorgung 29 189
  15.972 27.799
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 2008 2007
Gewerbliche Arbeitnehmer 144 134
Angestellte 290 283
  434 417

(5) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Beratungs- und Dienstleistungen 2.267 TEUR (Vorjahr 2.919 TEUR), für Finanzierung und Zahlungsverkehr 764 TEUR (Vorjahr 1.745 TEUR), Verwaltung 560 TEUR (Vorjahr 1.385 TEUR), Versicherungen 462 TEUR (Vorjahr 1.066 TEUR), Vertrieb 858 TEUR (Vorjahr 1.027 TEUR) und Wartung 283 TEUR (Vorjahr 462 TEUR). Des Weiteren werden Mietaufwendungen in Höhe von 816 TEUR (Vorjahr 316 TEUR) ausgewiesen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind sonstige Steuern von 33 TEUR (Vorjahr 93 TEUR) enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Grundsteuern und Kraftfahrzeugsteuern.

Wesentliche Aufwendungen für Vorjahre sind nicht angefallen.

(6) Erträge aus Beteiligungen

Diese betreffen ausschließlich Erträge aus verbundenen Unternehmen.

(7) Zinsergebnis

TEUR 2008 2007
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.311 1.881
Zinsaufwendungen 1.875 466
Zinsanteil in der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen 175 345
  261 1.070

Die Zinserträge wurden im Wesentlichen aus der Anlage von Guthaben bei Kreditinstituten sowie aus verzinslichen Forderungen erzielt. Von den Zinserträgen stammen 2.075 TEUR (Vorjahr 375 TEUR) von verbundenen Unternehmen, darunter vom Gesellschafter 2.053 TEUR (Vorjahr 332 TEUR).

(8) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen mit 613 TEUR die Gewerbeertragsteuer und mit 661 TEUR die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag für den Berichtszeitraum. Des Weiteren werden mit 7 TEUR ausländische Quellensteuern ausgewiesen.

Angaben zur Bilanz

(1) Entwicklung des Anlagevermögens

Die Positionen des Anlagevermögens sind in einer gesonderten Übersicht (Anlage zum Anhang), ausgehend von den Anschaffungs- und Herstellungskosten über Zugänge, Umbuchungen, Abgänge und kumulierte Abschreibungen, dargestellt.

Die Finanzanlagen betreffen:

Name Sitz Anteile
%
Eigenkapital
30.06.2008
TEUR
Jahresergebnis 2008
TEUR
 
TAKRAF Australia Pty. Ltd Perth/Australien 100 797 447 *
TAKRAF( India) Pvt. Ltd. Chennai/Indien 99,9 9 219 *
TAKRAF South Africa (Pty.) Ltd. Randburg/Südafrika 100 -162 -54  
TAKRAF Chile S. A. Santiago/Chile 99,9 -548 -318 *
TAKRAF USA, Inc. Denver/USA 100 2.385 720 *
TAKRAF Canada, Inc. Calgary/Kanada 100 -24 -42 *
TAKRAF do Brasil Solucoes Tecnologicas Ltda. Belo Horizonte/Brasilien 99,9 3.794 1.214 *
TAKRAF Bulgaria EOOD Sofia/Bulgarien 100 24 26 *
TAKRAF Immobilien GmbH & Co. KG Leipzig 94,9 18.077 275 **

* vorläufiges Jahresergebnis (auf Basis HB II nach IFRS)

** vor Ergebnisverwendung

(2) Vorräte

TEUR 30.06.2008 31.12.2007
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.130 956
Unfertige Erzeugnisse 66.764 71.066
geleistete Anzahlungen 15.920 19.265
  83.814 91.287

(3) Forderungen

TEUR 30.06.2008 31.12.2007
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 83.445 92.675
- davon Forderungen gegen den Gesellschafter 81.500 90.332

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren 953 TEUR (Vorjahr 1.342 TEUR) aus Lieferungen und Leistungen, 81.500 TEUR (Vorjahr 90.332 TEUR) aus unbarer Einlage einschließlich Zinsen sowie 992 TEUR (Vorjahr: 1.001 TEUR) aus sonstigen Forderungen. 950 TEUR der Forderungen haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Durch die Tenova Deutschland GmbH wurde eine unbare Einlage in Höhe von 90.000 TEUR in die Kapitalrücklage der Platin 185. GmbH eingebracht, die darauf entfallende Forderung wird nach Verschmelzung der Platin auf die TAKRAF GmbH in den Forderungen gegen den Gesellschafter ausgewiesen. Sie ist einen Monat nach schriftlicher Aufforderung zur teilweisen oder vollständigen Zahlung fällig und wird angemessen verzinst.

(4) Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen insbesondere Steuererstattungsansprüche 951 TEUR (Vorjahr 1.320 TEUR) sowie länger- und langfristige Guthaben aus Insolvenzsicherung für Altersteilzeit 176 TEUR (Vorjahr 115 TEUR) und Guthaben für Rückdeckungsversicherung aus Lebensversicherungen 69 TEUR (Vorjahr 78 TEUR).

(5) Eigenkapital

Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Tenova Deutschland GmbH, Leipzig Das voll eingezahlte Stammkapital beträgt 10.000 TEUR.

Die Sonderrücklage gemäß § 17 Abs. 4 DMBilG (Vorjahr 321 TEUR) wurde gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung im Berichtsjahr in die anderen Gewinnrücklagen umgebucht, da sie nicht zum Ausgleich etwaiger Verluste benötigt wird.

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2007 von 5.884 TEUR wurde gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 29.5.2008 an die Gesellschafterin ausgeschüttet.

Im Rumpfgeschäftsjahr 2008 erzielte die TAKRAF GmbH einen Jahresüberschuss von 5.830 TEUR, über dessen Verwendung noch zu beschließen ist.

(6) Rückstellungen

a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die betriebliche Altersversorgung beruht im Wesentlichen auf einzelvertraglichen Versorgungszusagen. Für die Bemessung der Pensionen sind die Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen und die versorgungsrelevanten Bezüge maßgeblich. Die Finanzierung dieser Versorgungszusagen erfolgt durch Bildung von Pensionsrückstellungen. Diese sind über den Pensionssicherungsverein und über Rückdeckungsversicherungen rückversichert.

b) Steuerrückstellungen

Steuerrückstellungen wurden für die für das Rumpfgeschäftsjahr 2008 anfallende Gewerbe- und Körperschaftsteuer sowie für Grunderwerbsteuerverpflichtungen (630 TEUR) gebildet.

c) In den sonstigen Rückstellungen sind folgende Positionen zusammengefasst:

TEUR 30.06.2008 31.12.2007
Nachlaufkosten für abgerechnete Aufträge 22.480 8.180
Gewährleistungen 1.440 1.044
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 0 157
Ausstehende Rechnungen 259 704
Unterlassene Instandhaltung 58 51
Altersteilzeit 699 601
Jubiläumsverpflichtungen 1.033 551
Ausstehender Urlaub/Gleitzeitguthaben 1.707 1.332
Berufsgenossenschaftsbeiträge 125 75
Rückdeckungsversicherung 135 132
Sonstige Personalrückstellungen 1.087 0
Jahresabschlusskosten 205 113
Prozessrisiken/kosten 128 100
Übrige 130 142
  29.486 13.182

(7) Verbindlichkeiten

TEUR Restlaufzeit 30.06.2008 31.12.2007
  bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre    
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (davon bis 1 Jahr) 18.230 15.924 19.905 54.059 56.774 (5.655)
Erhaltene Anzahlungen (davon bis 1 Jahr) 55.850 34.392 - 90.242 122.625 (97.504)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (davon bis 1 Jahr) 9.623 1.449 - 11.072 11.660 (10.515)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (davon bis 1 Jahr) 655 - - 655 998 (998)
Sonstige Verbindlichkeiten (davon bis 1 Jahr) 3.409 4.765 - 8.174 9.981 (2.900)
- davon aus Steuern (davon bis 1 Jahr) 742 - - 742 662 (662)
-davon übrige (davon bis 1 Jahr) 2.667 4.765 - 7.432 9.319 (2.238)
  87.767 56.530 19.905 164.202 202.039

Die erhaltenen Anzahlungen von verbundenen Unternehmen betragen 19.687 TEUR (Vorjahr 15.044 TEUR).

Von den ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren 655 TEUR (Vorjahr 998 TEUR) aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verpflichtungen aus Steuern beinhalten die am Bilanzstichtag noch nicht fälligen Lohnsteuern.

Angaben zu Finanzinstrumente

Die derivativen Finanzinstrumente betreffen Fremdwährungssicherungsgeschäfte. Der Marktwert beträgt 1.485 TEUR. Die Bewertung erfolgt auf der Basis aktueller Marktdaten unter Verwendung marktüblicher Bewertungsmethoden (bspw. Diskontierungsmethode für unbedingte Geschäfte). Kontraktwährungen sind US-Dollar und Australische Dollar.

Angaben zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Miet- und Leasingverträgen. Die künftigen Miet- und Leasingzahlungen haben folgende Fälligkeiten:

TEUR 30.06.2008 31.12.2007
Fällig innerhalb eines Jahres 1.539 1.561
Fällig nach mehr als einem bis fünf Jahren 5.676 5.672

Die finanziellen Verpflichtungen gegenüber Dritten aus begonnenen Investitionsvorhaben liegen im geschäftsüblichen Rahmen. Finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von 6.765 TEUR.

Angaben zum Konzernabschluss

Die TAKRAF stellt zum 30. Juni 2008 einen Konzernabschluss nach §§ 290 ff. HGB nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, auf.

Die TAKRAF GmbH ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Tenova Deutschland. Diese ist nach § 290 Abs. 2 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet; für den Konzernabschluss zum 30. Juni 2008 ist sie aufgrund des § 293 Abs. 4 HGB befreit.

Mutterunternehmen der Tenova Deutschland ist die Tenova Holding B.V./Niederlande, die die Anteile der Tenova Deutschland mit Wirkung zum 1. Juli 2008 an die Tenova S.p.A., Milano/Italien, verkauft hat. Die Tenova Holding B.V. stellt zum 30. Juni 2008 keinen Konzernabschluss auf. Alle Unternehmen unter Tenova werden als verbundene Unternehmen angesehen.

Angaben zur Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der TAKRAF GmbH oblag im Rumpfgeschäftsjahr:

Herrn Dipl.-Ing. Rainer Kahrger, Leipzig (Vorsitzender; einzelvertretungsberechtigt)

Herrn Dr. Holger Lieberwirth, Oelde

Bezüglich der Angaben zur Vergütung der Geschäftsführer macht die Gesellschaft von der Erleichterungsbestimmung des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

 

Leipzig, den 11. September 2008

Kahrger, Geschäftsführer

Dr. Lieberwirth, Geschäftsführer

Anlagenspiegel

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
  Stand am
01.01.2008
TEUR
Zugänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
Abgänge
TEUR
Stand am
30.06.08
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 1.661 230 0 0 1.891
und ähnliche Rechte sowie Lizenzen          
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten 243 135 0 0 378
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.058 27 0 158 11.927
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.545 484 0 148 7.881
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 462 0 0 462
Summe 19.846 1.108 0 306 20.648
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 18.754 0 0 0 18.754
Summe 18.754 0 0 0 18.754
Anlagevermögen 40.261 1.338 0 306 41.293
  Nettobuchwerte
  Kumulierte
Abschreibungen
TEUR
Stand am
31.12.07
TEUR
Stand am
30.06.08
TEUR
Abschreibungen des Rumpfgeschäftsjahres
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 1.480 302 411 122
und ähnliche Rechte sowie Lizenzen        
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten 244 0 134 1
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.660 282 267 42
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.637 1.049 1.244 274
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 462 0
Summe 18.541 1.331 2.107 317
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 18.754 18.754 0
Summe 0 18.754 18.754 0
Anlagevermögen 20.021 20.387 21.272 439

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der TAKRAF GmbH, Leipzig, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. Juni 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Leipzig, den 15. September 2008

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rainer Altvater, Wirtschaftsprüfer

ppa. Kati Höfer, Wirtschaftsprüferin

Gesellschafterbeschluss Shareholders resolution
Die unterzeichnende Tenova Deutschland GmbH The undersigned Tenova Deutschland GmbH
eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig unter HRB 24167 ist die alleinige Gesellschafterin der TAKRAF GmbH registered with the commercial register of the Local Court in Leipzig under HRB 24167 is the sole shareholder of TAKRAF GmbH
eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig unter HRB 5836 ("Gesellschaft") und hält unter Verzicht auf alle Formen und Fristen der Ankündigung und Einberufung eine außerordentliche Gesellschafterversammlung ab und beschließt im Schriftwege gemäß § 48 Abs. 2 GmbHG wie folgt: registered with the commercial register of the Local Court in Leipzig under HRB 5836 ("Company"), and, waiving all requirements regarding form and time limits of notice and convening, hereby holds an extraordinary shareholders' meeting and resolves unanimously in written form according to § 48 para 2 German Act on Limited Liability Company as follows:
1. Feststellung des Jahresabschlusses der TAKRAF GmbH zum 30. Juni 2008 1. Adoption of Financial statements of TAKRAF GmbH per 30 June 2008
Der Jahresabschluss der TAKRAF GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Januar 2008 bis zum 30. Juni 2008 ist der alleinigen Gesellschafterin bekannt und schließt mit einer Bilanzsumme in Höhe von EUR 217.356.362,49 und einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 5.829.720,22 ab. Der vorliegende Jahresabschluss wird festgestellt und genehmigt. The sole shareholder of the Company takes notice of the Financial Statements of TAKRAF GmbH for the Short Financial Year beginning 01 January 2008 ending 30 June 2008 with a balance sheet total of EUR 217,356,362.49 and an annual surplus in an amount of EUR 5,829,720.22. The Financial Statements are adopted and approved.
2. Verwendung des Jahresüberschusses 2008 2. Utilization of the annual surplus 2008
Der Jahresüberschuss wird in voller Höhe von EUR 5.829.720,22 in die Gewinnrücklagen eingestellt. The annual surpluse in an amount of EUR 5,829,720.22 is transferred to the surpluse reserves.
3. Entlastung der Geschäftsführung 3. Formal Approval of the managing directors
Den Geschäftsführern der TAKRAF GmbH wird für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Januar 2008 bis zum 30. Juni 2008 Entlastung erteilt. The managing directors of TAKRAF GmbH are formally approved for the Short Financial Year beginning 01 January 2008 ending 30 June 2008.
4. Bestellung des Jahresabschlussprüfers für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2008 bis zum 30. Juni 2009 4. Appointment of the annual auditor for the Fiscal Year from 01 July 2008 up to 30 June 2009
Zum Abschlussprüfer für den Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2008 bis zum 30. Juni 2009 wird die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Leipzig, gewählt. PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft, Leipzig, shall be appointed as auditor for the Fiscal Year from 01 July 2008 up to 30 June 2009.
Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst. No further resolutions have been passed.

 

Leipzig, den 10. Dezember 2008

Tenova Deutschland GmbH

vertreten durch/represented by Maurizio Parodi

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