MAHA Management SE
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Peter Dr. Geigle seit 20.12.2022 | Geschäftsführer |
Michael Hermann Amann seit 11.10.2018 | Geschäftsführer |
Tobias Ott seit 13.7.2016 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 60.00% | |
| 40.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MAHA Group GmbHHaldenwangKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2020 bis zum 31.03.2021KONZERNBILANZ ZUM 31. MÄRZ 2021AKTIVA
PASSIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1.4.2020 BIS ZUM 31.3.2021
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020/21A. Allgemeine Angaben und Rechnungslegungsgrundsätze Die Firma lautet "MAHA Group GmbH". Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Haldenwang und ist im Registergericht beim Amtsgericht Kempten unter HRB 9561 eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) wurden nicht vollständig angewendet. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (going-concern). Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren nach der linearen Methode. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden über deren voraussichtliche Nutzungsdauern abgeschrieben. Der Firmenwert der M.E.T.A. SERVICES MATERIAL ENVIRONNEMENT TECHNIQUE AUTO SERVICES, Boujan Sur Libron/Frankreich, der G.H. EQUIPEMENT S.A.R.L., Arandon/Frankreich, und der Airdraulics Ltd./Australien wird jeweils über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Der Firmenwert der Gudat Solutions GmbH, Bochum, wird über eine Nutzungsdauer von sieben Jahren und der Firmenwert der ATT Automotive Testing Technologies GmbH, Kehl, über eine Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wurde jeweils insbesondere aufgrund der Laufzeit der übernommenen Kundenbeziehungen geschätzt. Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden sowohl nach der degressiven als auch nach der linearen Methode über einen Zeitraum von drei bis fünfzig Jahren vorgenommen. Von der Möglichkeit des Übergangs von der degressiven Methode auf die lineare Methode wird Gebrauch gemacht, sofern diese zu einer höheren Abschreibung führt. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis netto EUR 250,00 werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang im Anlagenspiegel dargestellt. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000,00 werden gemäß § 6 Abs. 2a EStG als Sammelposten ausgewiesen und dieser wird im Wirtschaftsjahr der Bildung und den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Die Finanzanlagen sind mit Ausnahme der Anteile an assoziierten Unternehmen, für die eine Equity-Bewertung nach §§ 311 f. HGB erfolgt, zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Soweit der nach den vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der diesen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren sind unter Beachtung des gleitenden Durchschnittspreises einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder zu gesunkenen Wiederbeschaffungskosten bewertet. Darüber hinaus werden Wertberichtigungen für Überreichweiten in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten außer direkten Material- und Fertigungskosten angemessene Teile der Abschreibungen und der sonstigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Abwertungen wegen mangelnder Gängigkeit bzw. schlechter Verwertbarkeit wurden in ausreichendem und angemessenem Umfang vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen auf das Vorratsvermögen sind zum Nominalwert und ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Die erhaltenen Anzahlungen sind zum Nominalwert und ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Sie werden offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Pauschalwertberichtigungen für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr wurden in ausreichendem Umfang vorgenommen. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert bilanziert. Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet für Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwendungen bzw. Erträge für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig erscheint. Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem Devisenkassamittelkurs, unter Beachtung des Anschaffungskosten- und Imparitätsprinzips, bei einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr zwingend mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Dadurch kommt es zum Ausweis von unrealisierten Währungsgewinnen. C. Konsolidierungskreis Mutterunternehmen ist die in das Handelsregister des Amtsgerichts Kempten/Allgäu eingetragene MAHA Group GmbH, Haldenwang. In den Konzernabschluss sind neben der MAHA Group GmbH als Mutterunternehmen fünf weitere inländische und achtzehn ausländische Unternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Die einbezogenen Unternehmen und die Höhe der Beteiligungen sind aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes (vgl. Abschnitt F.) zu ersehen. Ein Unternehmen wird nach der Equity-Methode einbezogen. D. Konsolidierungsgrundsätze Allgemeines Bis auf wenige Ausnahmen deckt sich bei den in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogenen Unternehmen der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. März 2021. Die Einzelabschlüsse wurden unter Beachtung der jeweiligen nationalen Bilanzierungsvorschriften aufgestellt. Soweit diese Vorschriften von den Bilanzierungsvorschriften des HGB wesentlich abweichen, werden die ausländischen Abschlüsse an die handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften (sowie ggf. an den Konzernabschlussstichtag) angepasst. Die Einzelabschlüsse wurden unter Anwendung folgender Maßnahmen zum Konzernabschluss zusammengefasst: Kapitalkonsolidierung Zum 1. April 2013 hat die MAHA Group GmbH durch Einlage der Kommanditbeteiligung an der MAHA Maschinenbau Haldenwang GmbH & Co. KG die Beherrschung über den bestehenden Teilkonzern (MAHA-Gruppe) erlangt. Die Erstkonsolidierung wurde unter Anwendung der Neubewertungsmethode auf Grundlage des historisch gewachsenen Konzernabschlusses des Teilkonzern-Mutterunternehmens vorgenommen. Die Kapitalkonsolidierung bei dem erworbenen Teilkonzern wurde bei den einbezogenen Unternehmen, soweit diese bis zum 31. März 2010 erstmals in den Konzernabschluss einzubeziehen waren, nach der Buchwertmethode durchgeführt. Bei Unternehmen, die erstmals ab 1. April 2010 in den Konzernabschluss einzubeziehen waren, wurde die Neubewertungsmethode angewandt. Die Verrechnung des anteiligen Eigenkapitals der konsolidierten Unternehmen mit dem Wertansatz der Anteile bei dem Mutterunternehmen oder den anderen Tochterunternehmen wurde grundsätzlich auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. der Gründung des jeweiligen Tochterunternehmens vorgenommen. Aus Vereinfachungsgründen wurde als Zeitpunkt der Erstkonsolidierung bei erworbenen Gesellschaften teilweise auf den Bilanzstichtag des Tochterunternehmens abgestellt. Kapitalerhöhungen wurden zum Zeitpunkt der Erhöhung erstkonsolidiert. Aus der Kapitalkonsolidierung ergeben sich für den überwiegenden Teil der Tochterunternehmen keine wesentlichen Differenzen zwischen den Anschaffungskosten der Anteile an den Tochterunternehmen und dem ermittelten Eigenkapital zum Erstkonsolidierungszeitpunkt, da der überwiegende Teil der Tochterunternehmen im Wege der Gründung erworben wurde. Für den überwiegenden Teil der Tochterunternehmen werden daher keine Unterschiedsbeträge ausgewiesen. Im Rahmen des Erwerbs der MAHA Russia OOO, St. Petersburg/Russland, dem Restanteilskauf der AutomoTec GmbH, Kempten, und dem Neuerwerb der A.E.M. Service S.A.S., Audie et Espessas/Frankreich, sowie der M.E.T.A SERVICES MATERIAL ENVIRONNEMENT TECHNIQUE AUTO SERVICES, Boujan Sur Libron/Frankreich (kurz: Meta Services), und der G.H. EQUIPEMENT SARL, Arandon/Frankreich, sowie der ATT Automotive Testing Technologies GmbH, Kehl, lag der Kaufpreis über dem erworbenen Eigenkapital der Gesellschaften. Die aus der Konsolidierung entstandenen aktivischen Unterschiedsbeträge (erworbene stille Reserven) wurden in diesen Fällen ausschließlich dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet. Beim Erwerb der MAHA France Distribution S.A.R.L., Hoerdt/Cedex/Frankreich, lag der Kaufpreis unter dem erworbenen Eigenkapital der Gesellschaft. Der entstandene passivische Unterschiedsbetrag wurde nach § 309 Abs. 2 Nr. 1 HGB im Geschäftsjahr 2002/03 ergebniswirksam aufgelöst. Im Geschäftsjahr 2006/07 wurde die bisherige Minderheitsbeteiligung (25 %) anderer Gesellschafter an der MAHA Polska sp.zo.o, Tarnowskie Góry/Polen, erworben. Der Kaufpreis lag unter dem anteiligen erworbenen Eigenkapital. Der entstandene passivische Unterschiedsbetrag wurde im Geschäftsjahr 2006/07 ergebniswirksam aufgelöst. Im Geschäftsjahr 2015/16 wurde die bisherige Minderheitsbeteiligung (35 %) anderer Gesellschafter an der MAHA South Africa (Pty.) Ltd., Johannesburg/Südafrika, erworben. Der Kaufpreis entsprach dem anteiligen erworbenen Eigenkapital. Im Rahmen der Erstkonsolidierung des Teilkonzerns MAHA Maschinenbau Haldenwang GmbH & Co. KG lagen die Anschaffungskosten unter dem anteiligen erworbenen Eigenkapital. Der hierbei entstandene passivische Unterschiedsbetrag wurde im Geschäftsjahr 2013/14 ergebnisneutral in die Rücklagen eingestellt. Equity-Bewertung Ein Unternehmen wurde nach der Equity-Methode (Buchwertmethode gemäß § 312 Abs. 1 Satz 1 HGB) konsolidiert. Der Equity-Wert der MAHA DATA CENTER S.L., Girona/Spanien, wurde auf Grundlage der Wertverhältnisse zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des assoziierten Unternehmens in den Konzernabschluss ermittelt. Auf die Anpassung der im Einzelabschluss des assoziierten Unternehmens angewandten Bewertungsmethoden an die konzerneinheitliche Bewertung wurde verzichtet (§ 312 Abs. 5 HGB). Währungsumrechnung Die in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse wurden in Euro umgerechnet. Hierzu wurde die sogenannte modifizierte Stichtagsmethode angewandt. Dabei werden
Durch die Währungsumrechnung entstehende Währungsdifferenzen wurden erfolgsneutral behandelt. Zwischenergebnisse Zwischenergebnisse, die aus Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften resultieren, wurden gemäß § 304 HGB eliminiert. Zwischengewinne fielen im Geschäftsjahr 2020/21 bei Lieferungen der MAHA Maschinenbau Haldenwang GmbH & Co. KG, Haldenwang, an ihre Tochterunternehmen sowie bei Lieferungen der MAHA USA L.L.C., Pinckard/Alabama/USA, und der ATT Automotive Testing Technologies GmbH, Kehl, an ihre direkte Muttergesellschaft an. Daher wurde der Wert der bei den Tochterunternehmen bzw. dem direkten Mutterunternehmen zum Konsolidierungsstichtag auf Lager befindlichen Vorräte dahingehend korrigiert, dass in der konsolidierten Bilanz auch für diese Vorräte die ursprünglich angefallenen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt sind. Nennenswerte Zwischengewinne aus konzerninternen Anlagenverkäufen fielen im Geschäftsjahr 2020/21 nicht an. Die aus konzerninternen Transaktionen in Vorjahren resultierenden Zwischenergebnisse wurden zudem eliminiert. Schuldenkonsolidierung Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung untereinander aufgerechnet. Aus der Schuldenkonsolidierung resultierende echte Aufrechnungsdifferenzen wurden erfolgswirksam behandelt. Latente Steuern Eine Abgrenzung von latenten Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen erfolgte gemäß § 306 HGB. Aufgrund der oben dargestellten Zwischenergebniseliminierung und der Schuldenkonsolidierung entspricht der Steueraufwand aus der Summe der Einzelabschlüsse nicht dem Steueraufwand gemäß Konzernergebnis. Für den Konzernabschluss wurden aktive latente Steuern ermittelt. Diese wurden mit dem gewogenen durchschnittlichen Steuersatz der die Lieferung empfangenden Unternehmen auf die Zwischengewinne angesetzt. Aufwands- und Ertragskonsolidierung In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden alle Umsätze zwischen den Konzerngesellschaften mit den Materialaufwendungen und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen voll konsolidiert. E. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung I. Konzernbilanz 1. Konzernanlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 303 (Vorjahr: TEUR 513) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 54) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3. Flüssige Mittel Die Position enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten. 4. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten In dem Posten sind zum Bilanzstichtag keine Disagien enthalten. 5. Aktive latente Steuern Latente Steuern wurden für temporäre und quasi-permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt. Hierbei wurden die aktiven latenten Steuern mit den passiven latenten Steuern saldiert. Es wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.061 auf die Zwischengewinneliminierung im Vorratsvermögen gebildet. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit dem konzerneinheitlichen, gewogenen durchschnittlichen Steuersatz in Höhe von 24 % der Unternehmen, die die Lieferungen empfangen haben. Die saldierten aktiven und passiven latenten Steuern beruhen auf folgenden Differenzen, steuerlichen Verlustvorträgen und Konsolidierungsmaßnahmen:
6. Kapitalanteile Das gezeichnete Kapital beträgt im Berichtsjahr EUR 10.568.000,00. 7. Rücklagen Die Rücklagen betragen im Berichtsjahr EUR 22.383.474,37. 8. Konzernbilanzgewinn Der Konzernbilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:
9. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Mitarbeiteransprüche, Gewährleistungen, Jahresabschluss- und Prüfungskosten, Berufsgenossenschaftsbeiträge sowie ausstehende Rechnungen. 10. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 3.193 durch Grundschulden besichert. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Sie haben in Höhe von TEUR 5.534 (Vorjahr: TEUR 6.009) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von TEUR 171 (Vorjahr: TEUR 197) eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 18) haben eine Restlaufzeit von über fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 693 (Vorjahr: TEUR 788). Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben:
II. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die folgenden Tätigkeitsbereiche:
Die Umsätze entfallen auf die folgenden Regionen:
2. Periodenfremde und außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde in Höhe von TEUR 98 ausgewiesen. Bei den periodenfremden Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, um Erträge aus Anlagenabgängen und um die Auflösung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.084, die im Wesentlichen aus Forderungsverlusten und der Zuführung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen resultieren. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 581 für außergewöhnliche Rechtsberatungskosten und für die Zuführung zu Prozesskostenrückstellungen. 3. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 1.084 (Vorjahr: TEUR 823) und unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen solche aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 1.966 (Vorjahr: TEUR 1.928) ausgewiesen. 4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist ein Ertrag aus der Zuführung von aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 93 (im Vorjahr: Aufwand TEUR 604) enthalten. 5. Ergebnisanteile anderer Gesellschafter Der Gewinnanteil anderer Gesellschafter beträgt im Berichtsjahr TEUR 791. F. Sonstige Angaben 1. Aufstellung des Anteilsbesitzes Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % direkt oder indirekt beteiligt:
Im Geschäftsjahr 2020/21 wurde die ATT Automotive Testing Technologies GmbH, Kehl, erworben und wurde daher erstkonsolidiert. Es entstand ein Firmenwert in Höhe von TEUR 1.082. Es wurde im Geschäftsjahr 2020/21 beschlossen, die polnische Tochtergesellschaft aufzulösen. Aus Wesentlichkeitsgründen wurde die Gesellschaft zum Geschäftsjahresende endkonsolidiert. Folgende Gesellschaften mit einem unmittelbaren und mittelbaren Anteilsbesitz von mindestens 20 % werden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht in den Konzernabschluss einbezogen, sondern bei den Finanzanlagen ausgewiesen:
2. Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung und Offenlegung von Jahresabschlüssen Von der Befreiungsregelung des § 264b HGB wird für die Gesellschaft MAHA Maschinenbau Haldenwang GmbH & Co. KG, Haldenwang, insofern teilweise Gebrauch gemacht, als bei dieser Gesellschaft auf die Offenlegung des Jahresabschlusses sowie auf die Aufstellung des Anhangs und des Lageberichts verzichtet wird. 3. Personal Die Anzahl der Mitarbeiter des MAHA-Konzerns im Bereich des konsolidierten Unternehmenskreises betrug im Jahresdurchschnitt:
4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge und Geschäftsausstattung in Höhe von nominal TEUR 1.541. Die Restlaufzeiten der Verträge betragen zwischen 1 und 72 Monaten. Darüber hinaus bestehen Mietverpflichtungen für Immobilien in Höhe von nominal TEUR 1.377. Hierbei betragen die Restlaufzeiten entsprechend den jeweiligen Kündigungsfristen zwischen 1 Monat und 8,5 Jahren. Die Vorteile von Miet- und Leasingverpflichtungen liegen in der Bilanzneutralität sowie Schonung der Liquidität. Allerdings erwirbt der Mieter/Leasingnehmer kein Eigentum am Leasinggut und hat somit bei Nichtnutzung nur eingeschränkte Möglichkeiten der Verwertung.
5. Derivative Finanzinstrumente Zum Bilanzstichtag 31. März 2021 waren im Konzern keine Devisentermingeschäfte zur Währungssicherung abgeschlossen. 6. Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung Unter dem Finanzmittelfonds wird der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie die kurzfristige Inanspruchnahme von Kontokorrentkreditlinien verstanden. Darin enthaltene Fremdwährungsbestände wurden mit dem Wechselkurs des Bilanzstichtags umgerechnet. 7. Honorar des Konzernabschlussprüfers Das Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers im Geschäftsjahr 2020/21 gliedert sich wie folgt auf:
8. Organe des Mutterunternehmens Die Geschäftsführer der Muttergesellschaft waren im Geschäftsjahr 2020/21:
Weiteres Organ der Gesellschaft ist der Beirat. Dieser setzte sich im Geschäftsjahr 2020/21 wie folgt zusammen:
Für alle Organe wird von der Schutzklausel des § 314 Abs. 3 HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. 9. Ergebnisverwendungsvorschlag des MutterunternehmensDie Geschäftsführung schlägt vor, TEUR 90 an die Gesellschafter auszuschütten und den danach verbleibenden Bilanzgewinn in die Gewinnrücklagen einzustellen. 10. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die seit Ende des Geschäftsjahres 2020/21 eingetreten sind, haben sich nicht ereignet.
Haldenwang, den 26. Juli 2021 MAHA Group GmbH vertreten durch die Geschäftsführer Stefan Fuchs Michael Amann ENTWICKLUNG DES KONZERNANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2020/21
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG DER MAHA GROUP GMBH, HALDENWANG, FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1.4.2020-31.3.2021
KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL
KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020/211. Grundlagen des Konzerns 1.1. Geschäftsmodell des Konzerns Der Unternehmensgründer und Stifter Winfried Rauch (verstorben 2016) hat sämtliche Anteile an der MAHA Unternehmensgruppe in ein Stiftungsmodell übertragen. Dies war die Grundsteinlegung für eine unabhängige und nachhaltige Eigenständigkeit der MAHA und ist heute ein Eckpfeiler für die Innovationskraft und den Erfolg der Unternehmensgruppe. Die MAHA Group GmbH ist die Muttergesellschaft der MAHA Maschinenbau Haldenwang GmbH & Co. KG und hält 85 % der Anteile. Die MAHA Maschinenbau Haldenwang GmbH & Co. KG wurde 1969 gegründet. Der Allgäuer Werkstattausrüster hat sich mit Technologie, Qualität und Innovationskraft in den Bereichen Kraftfahrzeugprüfung und Werkstatteinrichtung die Marktführerschaft erobert. Als einer der leistungsfähigsten Hersteller bietet MAHA Werkstatteinrichtungen an und deckt dabei die komplette Bandbreite von Prüfständen über Fahrzeug-Hebebühnen bis hin zu diversen Prüfgeräten für Autos, Nutzfahrzeuge, Motorräder und Spezialfahrzeuge ab. Die Möglichkeit, einzelne Prüfgeräte zu universellen Prüfstraßen zu vernetzen, macht MAHA rund um den Globus zum kompetenten Technikpartner. MAHA hat eigene Niederlassungen und Vertretungen in mehr als 150 Ländern weltweit und gilt als zuverlässiger Hersteller, Lieferant und Servicepartner. Zu den weltweiten Kunden von MAHA zählen Kfz-Prüforganisationen, Kfz-Werkstätten und Automobilhersteller. 1.2. Ziele und Strategien MAHA versteht sich als weltweit führender Anbieter qualitativ hochwertiger und innovativer Prüf- und Hebetechnik und bietet als einer der wenigen Hersteller am Markt ein echtes "Made in Germany" Die hochindustrialisierte Fertigung ermöglicht eine kostengünstige Produktion am Standort Deutschland und erlaubt eine hohe Flexibilität, um Serienprodukte gleichermaßen zu berücksichtigen wie Sonderanfragen im Sinne des "German Engineerings". Somit können nicht nur die verschiedenen Kundenwünsche bedient werden, sondern es sind auch äußerst kurze Lieferzeiten realisierbar. Mittels eines ganzheitlichen Entwicklungsprozesses werden aus Ideen marktfähige und wettbewerbsfähige Produkte. Das konstruktive Design orientiert sich dabei am Baukastenprinzip und berücksichtigt sowohl Aspekte moderner Fertigungsverfahren als auch die Einbau- und Inbetriebnahmesituation beim Kunden. Eine der wesentlichen Anforderungen des Kunden sind Ersatzteilverfügbarkeit und Service. MAHA zeichnet sich hierbei durch ein überaus breites Leistungsspektrum aus, was im Marktumfeld nahezu einzigartig ist. Neben dem Produktionsstandort in Deutschland werden bei MAHA USA in Alabama fokussiert Radgreifer-Hebeanlagen hergestellt. Dort trifft German Engineering auf American Craftsmanship. Mit mehr als 16 weiteren Tochtergesellschaften im Ausland hat MAHA das größte Vertriebsnetzwerk der Branche und bietet einen ganzheitlichen Beratungs- und Serviceansatz für ihre Kunden. 1.3. Forschung und Entwicklung MAHA konzipiert ausschließlich marktfähige Produkte, die den eigenen Ansprüchen als Technologie- und Qualitätsführer am Markt, welche sich aus der Marktführerschaft ergeben, entsprechen. Dabei sind die Kundenwünsche zentraler Aspekt der Produktentwicklung. Mit einem ganzheitlichen Entwicklungsprozess realisieren wir kurze Entwicklungszeiten "Time to Market" und haben stets die Kundenansprüche im Fokus. Insbesondere gilt es, aufgrund der Verlässlichkeit und Langlebigkeit der Produkte eine hohe Verfügbarkeit für den Kunden zu gewährleisten, was wiederum zu äußerst geringen Betriebskosten führt. MAHA hat im vergangenen Geschäftsjahr eine Vielzahl an neuen Entwicklungsprojekten in allen Produktsparten vorangetrieben. Eine der wesentlichen Neuentwicklungen im Geschäftsjahr betraf die Einführung des neuen Bremsprüfstands "Connect" für die PKW-Prüfung. Dieser Prüfstand ist der erste einer gesamten neuen Generation an Prüfständen. Die Hardware basiert auf einem modularen Baukaustenprinzip, die Software basiert auf einer neuen digitalen Technologie. Die hierfür erforderliche Steuerung und Applikationen wurde im Hause MAHA entwickelt. Dies schafft einerseits die Flexibilität, um den verschiedenen Anforderungen am Weltmarkt auch in Zukunft gerecht zu werden, und andererseits bietet es einen überragenden digitalen Nutzen für unsere Kunden und das zum wettbewerbsstarken Verkaufspreis. Einen weiteren Schritt in die digitale Zukunft konnte MAHA mit ihrem "Connect Cube" gehen. Dieser mobile Datenknoten ermöglicht eine Plug&Play Vernetzung von Prüfgeräten in der Werkstatt und liefert obendrein eine digitale Anzeige aus dem Connect-Baukasten. Neben zahlreichen Anpassungen im Hebetechnikbereich ist vor allem die Skalierung der neuen 2-Säulenhebebühne von 3,5 to. auf 5,5 to. erwähnenswert. Dank des intelligenten Baukasten-Designs konnte das Produktportfolio in kürzester Entwicklungszeit abgerundet werden. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Welt MAHA ist weltweit in über 150 Ländern aktiv. Das globale Wachstum (reales Bruttoinlandsprodukt) fand pandemiebedingt im Kalenderjahr 2020 ein jähes Ende. Letztlich ergab sich ein Rückgang von 3,3 % und dieser lag damit deutlich unter den Erwartungen und unter dem Vorjahreswert (+2,8 %). Sämtliche Industrienationen weltweit mussten ähnliche, teilweise noch drastischere Rückgänge hinnehmen (Quelle: IMF, World Economic Outlook, Datamapper 2021). Die meisten "MAHA-Länder" befanden sich zu Beginn des Geschäftsjahres im teilweisen harten Lockdown. Stand am Anfang der Krise der Schutz der Mitarbeiter und Hygieneregeln im Vordergrund, so ging es sehr bald bereits um die Abfederung der wirtschaftlichen Folgen. Dort wo vorhanden und möglich, wurden sowohl am Hauptstandort als auch bei den weltweiten Tochtergesellschaften entsprechende Konjunkturmaßnahmen getroffen und staatliche Instrumente in Anspruch genommen. Im Laufe des Geschäftsjahres verbesserte sich die Auftragslage und die Investitionsbereitschaft der Kunden kehrte zurück. Als eine der wesentlichen Folgen der Pandemie sowie der Restriktionen im Lockdown ist die Materialversorgung zu nennen. Die steigende Nachfrage trifft auf ein stark dezimiertes Angebot. Die Produktionskapazitäten bei Lieferanten wurden gedrosselt, Lager geräumt und Lieferketten unterbrochen. Dies führte in nahezu allen Industrien zu teilweise massiven Versorgungsengpässen und als Folge zu steigenden Preisen. Der Umsatz weltweit ist pandemiebedingt zurückgegangen, wenngleich einzelne Länder im Laufe des Geschäftsjahres stark aufgeholt haben und die Ziele gar übertroffen wurden. Neben der nahezu alles dominierenden Pandemie sind im internationalen Kontext vor allem der andauernde Handelsstreit zwischen den USA und China zu benennen. Trotz einer neuen Regierung in den USA ist eine deutliche Anspannung politisch zu vernehmen, wenngleich der Tonfall als ein positives Signal zu verzeichnen ist. Bisher sind wie auch bereits im letzten Jahr keine direkten Auswirkungen auf das Geschäftsmodell von MAHA USA oder MAHA China spürbar gewesen. MAHA kann gerade mit der lokalen Präsenz einer eigenen Gesellschaft im jeweiligen Inlandsmarkt Vorteile erzielen. In Nordamerika konnte der Umsatz im Geschäftsjahr trotzt Pandemie erneut gesteigert werden. Neben der engen Zusammenarbeit mit einem ehemaligen Mitbewerber ist dies vor allem auf einen Sonderauftrag zurückzuführen. Europa Auch in Europa war das geschäftliche Betreiben nahezu vollständig von der Coronapandemie geprägt. Der Rückgang im Euroraum (BIP) lag bei 6,6 % im Jahr 2020 (Vorjahr bei +1,3 %) (Quelle: IMF, World Economic Outlook, Datamapper 2021). Der Umsatz in Europa ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum pandemiebedingt zurückgegangen; einzelne Länder konnten jedoch die Ziele übertreffen. Neben der Pandemie stand Ende 2020 kurzzeitig die weitere Ausgestaltung des Brexits im Fokus. Das Vereinigte Königreich ist zum 31. Januar 2020 aus der EU ausgetreten. Bis kurz vor diesem Stichtag war unklar, ob Einigung erzielbar sein würde oder es einen ungeregelten Brexit gibt. Selbst mit der getroffenen Regelung waren manche Details noch nicht vollständig definiert und mussten bzw. wurden nachträglich noch nachgeregelt. Direkte Auswirkungen waren bisher für unsere Tochtergesellschaft in Großbritannien sowie in Irland (wegen Nordirland) nicht erkennbar. Dennoch wurden sämtliche Szenarien vorab betrachtet und Vorbereitungen getroffen (vor allem im Bereich Warenverkehr, Kapital und Personentransit an der Grenze zwischen Irland und Nordirland). Schlussendlich lässt sich aussagen, dass MAHA mit einer eigenen Tochtergesellschaft in Großbritannien sehr vorteilhaft aufgestellt ist und am wirtschaftlichen Post-Brexit-Erfolg entsprechend partizipieren konnte. Deutschland In Deutschland sank das Bruttoinlandsprodukt um 4,9 % im Vergleich zum Vorjahr (+0,6 %) (Quelle: IMF, World Economic Outlook, Datamapper 2021). Neben dem pandemiebedingten Umsatzrückgang war in Deutschland auch die bereits im Vorjahr ausgelaufene Frist für die Umsetzung der neuen Bremsprüfstandsrichtlinie zu spüren. Dennoch konnte MAHA bei zahlreichen Neueröffnungen von Autohäusern sowie in der Ausstattung von Inspektionszentren als Premiumanbieter überzeugen. Zu Beginn des Geschäftsjahres übernahm die MAHA KG 100 % der Anteile am Konkurrenzunternehmen ATT Automotive Testing Technologies GmbH, Kehl, und integrierte im Laufe des Jahres die Gesellschaft hinsichtlich Struktur, Produkte und Prozesse. Zu Beginn des folgenden Geschäftsjahres, mit Wirkung zum 1. April 2021, wurde die ATT legalrechtlich auf die MAHA KG verschmolzen. 2.2. Geschäftsverlauf Zum Ende des Geschäftsjahres beträgt der Auftragsbestand EUR 35 Mio. (vgl. mit Vorjahr EUR 38 Mio.). Der Auftragseingang betrug EUR 84 Mio. (vgl. mit Vorjahr EUR 125 Mio.) und konnte vor allem im Laufe des Geschäftsjahres deutlich stabilisiert werden. Vor dem Hintergrund der weltweiten Pandemie und der damit einhergehenden massiven Wirtschaftskrise ist die Geschäftsentwicklung in der Gesamtbetrachtung als äußerst positiv zu bewerten. 2.3. Lage 2.3.1. Ertragslage Die MAHA Gruppe erreichte im Geschäftsjahr einen konsolidierten Umsatz von EUR 118,4 Mio. und liegt damit pandemiebedingt unter Vorjahresniveau (EUR 147,7 Mio.). In allen Produktbereichen kam es zu Umsatzrückgängen. Infolge der teilweise weltweiten Verknappung von Rohmaterial und Einkaufsteilen konnte Ware partiell nicht zu Ende produziert und ausgeliefert werden, weshalb sich die Bestände um EUR 1,2 Mio. erhöhten. Die sonstigen betrieblichen Erträge mit EUR 2,6 Mio. enthalten im Vorjahresvergleich EUR 0,3 Mio. höhere Kurserträge. Die Gesamtleistung liegt mit EUR 122,2 Mio. um EUR 25,3 Mio. unter Vorjahr. Die Materialaufwendungen korrespondierten mit dem Rückgang des Umsatzes und reduzierten sich von EUR 58,7 Mio. im Vorjahr auf EUR 43,1 Mio. Die Personalkosten konnten mit Hilfe von verschiedenen Instrumenten wie dem Abbau von Stunden, Betriebsurlaub und Kurzarbeit der Auslastung angepasst werden. Das Ziel, geschlossen mit der Belegschaft die Pandemie zu bewältigen und zu überdauern, wurde bisher hervorragend erreicht und es mussten keine Mitarbeiter pandemiebedingt entlassen werden. Die Personalkostenquote (Personalaufwand im Verhältnis zu Umsatzerlösen +/- Bestandserhöhungen/-minderungen) betrug 38,5 % und lag damit um 2,3%-Punkte über Vorjahr. Die Abschreibungen haben sich im Konzern auf EUR 4,4 Mio. verringert (Vorjahr EUR 6,5 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vorjahrsvergleich leicht erhöht und betragen EUR 22,0 Mio. (Vorjahr EUR 20,4 Mio.). Der Konzernjahresüberschuss lag bei EUR 4,6 Mio. (Vorjahr EUR 5,4 Mio.). Die für das Geschäftsjahr geplanten Umsätze wurden nicht erreicht; der Geschäftsjahresplan sah keine Einbrüche der zum Planungszeitpunkt noch unbekannten Coronapandemie vor. 2.3.2. Finanzlage Kapitalstruktur Das Eigenkapital ist um EUR 4,7 Mio. angestiegen. Die Eigenkapitalquote beträgt nunmehr 61,9 % (Vorjahr 63,2 %). MAHA finanziert den gewöhnlichen Geschäftsbetrieb im Wesentlichen über Eigenmittel aus dem operativen Cashflow. Daneben besteht eine bilaterale Fremdfinanzierung für die MAHA KG. Die definierte Kreditlinie besteht in ausreichender Höhe. Weiter ist die Kreditlinie an die Einhaltung von Finanzkennzahlen gebunden, welche im Geschäftsjahr jederzeit erreicht wurden. Für die Finanzierung eines neuen Oberflächenzentrums bei der MAHA KG besteht ein Langzeitdarlehen. Der Fuhrpark sowie auch einzelne Maschinen der Fertigung werden über Leasing finanziert. Die Finanzierung der ausländischen Tochtergesellschaften erfolgt über Eigenmittel aus operativem Cashflow sowie, sofern erforderlich, über die Vergabe interner Darlehen. Zur Immobilienfinanzierung bei der französischen Tochtergesellschaft MAHA France S.A.R.L. wurde ein Immobiliendarlehen in Anspruch genommen. Der Konzern weist zum Jahresende liquide Mittel in Höhe von EUR 10,8 Mio. aus (EUR +2,5 Mio. zu Vorjahr). Die Inanspruchnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hat sich aufgrund der Hereinnahme einer zugekauften Gesellschaft technisch um EUR 0,9 Mio. zum Vorjahr erhöht und beträgt EUR 4,9 Mio. Investitionen Die getätigten Investitionen beziehen sich im Wesentlichen auf Ersatzinvestitionen in Maschinen, Betriebsmittel, Softwareprogramme und bauliche Modernisierungsmaßnahmen. Liquidität Die benötigte Liquidität wird über Eigenmittel sowie über den zuvor genannten Betriebsmittelkredit sowie die genannten Darlehen abgedeckt. Dabei konnte der Konzern unterjährig jederzeit seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen. 2.3.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber Vorjahr um EUR 9,3 Mio. und beträgt EUR 91,4 Mio. Dabei resultiert der Zuwachs im Wesentlichen aus der Erhöhung des Vorratsvermögens. Aufgrund der schwierigen weltweiten Situation in der Materialversorgung wurden die Vorratsbestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen unterjährig erhöht. Damit einhergehend erhöhten sich auch die Bestände an unfertigen Erzeugnissen, da Ware aufgrund fehlender Einzelteile teilweise nicht aufgeliefert werden konnte. Die erhaltenen Anzahlungen haben sich zum Vorjahr reduziert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind umsatzbedingt um EUR 2,5 Mio. niedriger als im Vorjahr, wohingegen sich in den sonstigen Vermögensgegenständen ein Plus von EUR 1,9 Mio. ergab. 2.4. Finanzielle Leistungsindikatoren Das finanzielle Zielsystem der MAHA Gruppe definiert Kennzahlen für das Wachstum der Umsatzerlöse, Profitabilität, Liquidität und Kapitaleffizienz. Das Umsatzvolumen lag im Geschäftsjahr 2020/21 bedingt durch die Coronapandemie um ca. 20 % unter Vorjahr. Die Profitabilität wird im Wesentlichen an der EBIT-Marge (Betriebsergebnis im Verhältnis zu Umsatzerlösen +/- Bestandserhöhungen/-minderungen) gemessen. Diese lag im Geschäftsjahr trotz des signifikanten Umsatzrückgangs mit 5,4 % nur leicht unter dem Vorjahreswert von 6,0 %. 2.5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Während des Geschäftsjahres waren bei der MAHA durchschnittlich 947 (Vorjahr 915) Mitarbeiter, davon 57 Azubis (Vorjahr 64) beschäftigt. Als attraktiver und verantwortungsvoller Arbeitgeber streben wir eine möglichst lange Bindung unserer hochqualifizierten Mitarbeiter an. In bedarfsbezogenen Qualifizierungsprogrammen werden ambitionierte Mitarbeiter gefördert und damit das Leistungsniveau gesteigert. Allen ausgelernten Auszubildenden wurde ein Übernahmeangebot unterbreitet. Aufgrund der volatilen Marktlage betreiben wir stetig ein aktives Kapazitätscontrolling. Es werden im Vorfeld sämtliche möglichen Maßnahmen geprüft, die bei einer zu geringen Auslastung der Produktion erforderlich werden. Ebenso werden planerische Überlasten im Vorfeld simuliert und mit Flexibilisierungsmaßnahmen ausgeglichen. So ist es möglich, bei sich ändernder Beschäftigung schnell zu reagieren und alle notwendigen Maßnahmenpakete zur Beschäftigungssicherung zeitnah konsequent umzusetzen. Diese Maßnahmen waren insbesondere während der Coronapandemie entscheidend, um schnell und flexibel die Kapazität der Auslastung anzupassen. Hierzu wurde neben dem Abbau von Zeit- und Urlaubsguthaben auch das Instrument Kurzarbeit in Anspruch genommen. Als Hersteller von Prüftechnik sehen wir uns in der Verantwortung, Technologie sowie Prüfablauf stets zu verbessern und somit einen wesentlichen Beitrag für Sicherheit im Fahrzeug und im Straßenverkehr zu leisten. Hierfür sind wir Mitglied in entsprechenden Fachverbänden in Deutschland sowie weltweit und verstehen uns als Berater und Innovator gleichermaßen. Ebenfalls ist es unser Bestreben, mit unseren innovativen Produkten für einen nachhaltigen Umweltschutz, insbesondere bei der Emissionsmessung, zu sorgen. Im November 2020 ist Dr. Thomas Aubel als Geschäftsführer aus dem Unternehmen ausgeschieden. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht Die Prognosesicherheit der führenden Forschungsinstitute ist aufgrund und in Zeiten der Coronakrise sehr volatil. Die meisten Prognosen besagen eine deutliche Erholung der Weltwirtschaft (derzeit 6 % BIP- Wachstum), der Europäischen Union (4,4 %) sowie Deutschlands (3,6 %) (Quelle: IMF, World Economic Outlook, Datamapper 2021). Jedoch wird als Wachstumshemmnis vor allem die Materialverfügbarkeit gesehen. Ebenfalls herrscht eine hohe Unsicherheit hinsichtlich des weiteren Infektionsgeschehens, insbesondere aufgrund der Virusvarianten. Ein möglicher erneuter Lockdown lässt sich in Deutschland und weltweit nicht ausschließen. Somit steht das neue Geschäftsjahr erneut im Zeichen der Pandemie und der damit einhergehenden globalen konjunkturellen Auswirkungen. Während der Coronakrise steht der Schutz der Mitarbeiter an oberster Stelle. Bereits zu Beginn der Krise (2020) wurden ein Krisenstab gegründet, behördliche Auflagen und weitere sinnvolle Maßnahmen umgesetzt. Zuletzt konnte MAHA allen impfwilligen Mitarbeitern ein Angebot im Rahmen der betrieblichen Impfkampagne zuteilen. Dies ist ein wesentlicher Beitrag sowohl zum persönlichen als auch betrieblichen Schutz. Die meisten MAHA-Länder haben sich zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres wirtschaftlich erholen und teilweise sogar die Vorjahres- und Zielwerte übertreffen können. Einige Regionen jedoch sind zum Ende des Geschäftsjahres vor allem von Virusmutanten stark betroffen, z. B. Indien und Vietnam, hier wird die gesellschaftliche wie wirtschaftliche Erholung andauern. Die meisten Wechselkurse zum Euro haben sich im Vergleich zum Vorjahr positiv erholt. Seit Ende des Kalenderjahres 2020 war die Coronakrise auch bei der Materialversorgung deutlich zu spüren. Die zunehmend höhere Nachfrage (was als positives wirtschaftliches Signal gewertet werden darf) trifft auf ein global deutlich reduziertes Angebot, insbesondere bei Rohstoffen. Die meisten Unternehmen in nahezu allen industriellen Sektoren haben die Produktionskapazitäten während der Krise drastisch reduziert und die "Supply Chain" geleert. Die Nachfrage kann nicht mehr in der Weise bedient werden, wie es vor der Krise noch üblicherweise zu erwarten war. Die vernetzten vielschichtigen Lieferantenbeziehungen sind nicht mehr stabil, was letztlich zu einer deutlichen Verknappung und damit einhergehend teilweise drastischen Verteuerung der Eingangsmaterialien führt. In dieser disruptiven Phase zeigt sich das MAHA Produktions- und Logistikkonzept als besonders flexibel und erfolgreich. Die Auswirkungen von Engpässen der Lieferanten auf die Produktions- und Liefertermine können zeitnah analysiert werden und diverse Maßnahmen zielgerichtet umgesetzt werden, so dass die eigene Liefersituation transparent ist und entsprechend zeitnah mit den Kunden abgestimmt werden kann. Einige wesentliche Maßnahmen, die MAHA während der Krise getroffen hat, sind "Multi-Sourcing", Bestandaufbau bei Eingangsmaterialien, "Insourcing" und Adaption des Produktionsprozesses mit Fokus auf schrittweiser Fertigstellung. Mit Hilfe der oben genannten Maßnahmen konnte die eigene Produktionskapazität sehr schnell auf die neue Situation angepasst werden. Neben der Reduktion von Stunden und Urlaub wurde auch das Instrument Kurzarbeit eingesetzt, immer dort, wo die Auftragslage bzw. Materialverfügbarkeit pandemiebedingt nicht gegeben war. Dabei ist auch festzuhalten, dass die Auslastung im Laufe des Geschäftsjahres nach einem initialen Einbruch sukzessive wieder gestiegen ist. Die Serviceaktivitäten im In- und Ausland blieben bisher nahezu unverändert stark nachgefragt und konnten in den meisten Ländern auch durchgeführt sowie teilweise gesteigert werden. Der Großteil des Schulungsangebots wurde aus Schutzgründen auf digitale Formate umgestellt. Selbst während der harten Lockdown-Maßnahmen wurde regelmäßig mit Kunden Kontakt gehalten (Video-/ Webkonferenzen). Soweit es die Auflagen zulassen, werden auch persönliche Kontakte wieder wahrgenommen. Entscheidend für die weitere Geschäftsaktivität sind der Verlauf des Infektionsgeschehens und die internationalen Impfkampagnen. Im Positivfall kann die Krise dahingehend weiter gemeistert werden, indem die Fallzahlen gering und die Restriktionen weiter ausgesetzt bleiben. Somit sind aktive Geschäftsaktivitäten, z. B. Reisen, Messen, Produktvorführungen etc., erleichtert bzw. erst gar wieder möglich. Mit steigender Mobilität in post-Coronazeiten wird der Bedarf an Fahrzeugen, Inspektionen und Reparaturen ansteigen. Der Auftragseingang ist zu Beginn des neuen Geschäftsjahres höher als im Vorjahreszeitraum und der Forecast stimmt optimistisch. Wir gehen für das Geschäftsjahr 2021/22 von einem etwas höheren Umsatzvolumen von 10-12 % aus und erwarten ein geringes, positives operatives Ergebnis. Wie im letzten Lagebericht prognostiziert, konnte das Umsatzziel der Unternehmensplanung, welche noch vor Beginn der weltweiten Coronapandemie verabschiedet wurde, nicht erreicht werden. Der Konzernumsatz liegt mit EUR 118,4 Mio. unter dem geplanten Wert, wohingegen das Ergebnis vor Steuern mit EUR 6,6 Mio. über dem Planwert liegt. 3.2. Risikobericht Im Rahmen eines aktiven Risikomanagements ermittelt die MAHA in einer jährlich rollierenden Unternehmensplanung die Chancen und Risiken des Unternehmens und definiert Maßnahmen zur Erreichung der Unternehmensziele. Durch ein regelmäßiges und zeitnahes Reporting sowie geeignete Abweichungsanalysen wird sichergestellt, dass mögliche Risiken frühzeitig erkannt werden. Dieses Forecastsystem zeigt sich nun insbesondere während der Coronakrise als äußerst hilfreich, um vorausschauend in kurzen Abständen so analytisch wie möglich sowohl die Materialzufuhr als auch Kapazität zu planen. Gegenüber dem Vorjahr sind die Risiken unverändert, sodass die mittel- bis langfristigen Auswirkungen der Coronakrise derzeit nur sehr schwer einzuschätzen sind. Aufgrund dessen, dass die periodische Fahrzeuguntersuchung auf Basis jeweiliger nationaler Gesetze betrieben wird, sehen wir mittel- bis langfristig jedoch einen unveränderten Grundbedarf in der Nachfrage unserer Produkte. Eine Bestandsgefährdung besteht nicht. Um das Risiko von gesetzlichen Änderungen möglichst frühzeitig zu erkennen, legt die Gesellschaft besonderen Wert auf die Arbeit in diversen nationalen wie internationalen Verbänden und Ausschüssen. Der starken Verknappung auf den Rohstoffmärkten wird versucht durch die oben beschriebenen Maßnahmen sowie den Abschluss von Rahmenverträgen entgegenzuwirken. Dem durch die Auslandsgesellschaften bedingten Fremdwährungsrisiko wird durch strikte Beobachtung der Kurse und ein zeitnahes Reporting begegnet. Dort wo sinnvoll werden entsprechende Sicherungsinstrumente eingesetzt. Ausstehende Forderungen werden regelmäßig in Debitorensitzungen überprüft. Insbesondere vor neuen Engagements wird die Kundenbonität berücksichtigt und Zahlungsbedingungen werden angepasst. 3.3. Chancenbericht Die von der Geschäftsführung aufgelegten strategischen Initiativen zur Optimierung von Struktur, Prozess, Ertrag sowie Innovationskraft werden weiterhin nachhaltig vorangetrieben. Während der Pandemie zeigte sich hier die jüngst geschaffene Widerstandsfähigkeit des Unternehmens. Bei den Produktentwicklungen sind insbesondere die Skalierung der 2-Säulen-Hebebühne "MaStar" von 3,5 to auf 5,5 to aus dem Baukastenprinzip zu nennen sowie die Produkteinführung des neuen "Connect-Bremsprüfstands" und der ebenfalls technologische Connect-Cube (als erstes digitales Smart Device aus dem Hause MAHA). Im Bereich der Abgasmessung ist vor allem die Partikelzählmessung konkret zu benennen. In den Niederlanden und Belgien treten im Jahre 2022 entsprechende Verordnungen in Kraft, in Deutschland ab dem 1. Januar 2023. Neben der permanenten Optimierung der internen Leistungsfähigkeit beobachtet MAHA auch sehr genau das Markt- und Wettbewerbsumfeld. So konnte zu Beginn des vergangenen Geschäftsjahres 2020/21 ein Konkurrenzunternehmen - die ATT Automotive Testing Technologies GmbH, Kehl - zu 100 % erworben werden, welches zur Nutzung von Synergieeffekten im neuen Geschäftsjahr auf die MAHA KG verschmolzen wurde. MAHA sichert sich mit diesem Zukauf den Zugang zu einem weiteren Kundenkreis. Wir rechnen damit, dass die Pandemie als Beschleuniger für die Konsolidierung der Branche wirkt.
Haldenwang, den 26. Juli 2021 MAHA Group GmbH vertreten durch die Geschäftsführer Michael Amann Stefan Fuchs BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MAHA Group GmbH, Haldenwang Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der MAHA Group GmbH, Haldenwang, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der MAHA Group GmbH, Haldenwang, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 26. Juli 2021 DR.
KLEEBERG & PARTNER GMBH
Schmidt, Wirtschaftsprüfer ppa. Dr. Busch, Wirtschaftsprüferin Billigung Konzernabschluss Der Konzernabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung am 3. August 2021 gebilligt. |
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