Industrial Real Estate Partners GmbH & Co. KG
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Meike Herbold seit 22.4.2025 | Prokura |
Florian Ernst Lorenz seit 28.10.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Infosys Consulting Holding AG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Infosys Consulting GmbHGarching b. MünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS II. WIRTSCHAFTSBERICHT 1. Wirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Ertragslage 4. Vermögenslage 5. Finanzlage 6. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren III. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT IV. PROGNOSEBERICHT I. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENSDie Infosys Consulting GmbH, im Folgenden "IC Deutschland" genannt, ist ein Unternehmen der Infosys Consulting Holding AG. Das Mutterunternehmen Infosys Consulting Holding AG, Kloten, hat seinen Sitz in der Schweiz und besitzt weltweit zahlreiche Tochterunternehmen. Die IC Deutschland wird in den Konzernabschluss der Infosys Limited, Bangalore/Indien (Infosys), einbezogen. IC Deutschland konzipiert und implementiert wertschöpfende Beratungsleistungen/-lösungen, die unsere Kunden für den weltweiten Wettbewerb optimal ausrichten und zukunftsfähig machen. Hierzu zählen insbesondere Geschäftsprozess-Optimierungen, digitale und IT-Transformationen sowie begleitende Maßnahmen des Veränderungsmanagements (Change Management), die die spezielle Unternehmenskultur innerhalb der Kundenorganisationen berücksichtigen und die Geschäftstransformationen erfolgreich operationalisieren. Im Zuge dieser Transformationsvorhaben unterstützt IC Deutschland die gesamte Wertschöpfungskette von der Produktentstehung, dem Vertrieb, dem Einkauf, der Logistik, Produktion und Distribution bis hin zu Aftersales und Service entlang des gesamten Produktlebenszyklus. Angefangen mit der Analyse von Schwachstellen, dem Aufspüren von Optimierungsmöglichkeiten sowie der Wirtschaftlichkeitsberechnung über die Neukonzeption von Strategie, Organisation, Prozessen und IT-Systemen bis hin zur verantwortlichen und partnerschaftlichen Umsetzung von Restrukturierungs- und Effizienzsteigerungsvorhaben unterstützt IC Deutschland seine internationalen Kunden. Wettbewerbsdifferenzierende Merkmale von IC Deutschland sind zum einen unsere gut ausgebildeten, kundenorientierten und in der jeweiligen Industrie erfahrenen Berater, zum anderen bietet IC Deutschland eine optimale Unterstützung bei der Umsetzung einer digitalen Agenda, zusammen mit den erprobten IT-Lösungen der Infosys Limited, insbesondere im Bereich Automatisierung, Cloud, ERP und künstlicher Intelligenz. Bei IC Deutschland ziehen Prozess- und IT-Experten an einem Strang. Das gemeinsame Ziel, Werte zu schaffen, verbindet sie in der täglichen Projektarbeit vor Ort beim Kunden. Infosys und die Infosys Consulting Gruppe ergänzen sich in vielerlei Hinsicht. Beide verbindet die konsequente Kundenausrichtung und die Inspiration "gemeinsam mit dem Kunden Werte zu schaffen". Hierzu bringen beide die wesentlichen Charakteristika, wie z.B. globale Präsenz, finanzielle Stabilität, Innovationskraft, optimale Nutzung von Onsite-, Nearshore- und Offshore-Kompetenz ("Global Delivery Model"), gehobene Management und IT-Beratung sowie langjährig erfahrene, auf den Kundennutzen ausgerichtete Berater in den Konzernverbund mit ein. Vor allem unsere geografische Abdeckung basierend auf einem globalen Liefermodell und das umfangreiche Beratungs- und Kundenportfolio bietet hervorragende Differenzierungs- und Wachstumspotenziale innerhalb und außerhalb der Gruppe. II. WIRTSCHAFTSBERICHT1. Wirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Konjunktur in Deutschland 2023 Nachdem die deutsche Wirtschaft nach Corona zwei Jahre lang in Folge gewachsen war (+2,6 % im Jahr 2021 und +1,8 % im Jahr 2022), erlebte sie im Jahr 2023 aufgrund der Auswirkungen höherer Energiekosten und einer schwächeren Industrienachfrage einen leichten Rückgang um 0,2 %. Dies war insbesondere Folge des Kriegs in der Ukraine sowie des Konflikts in Nahost. Obwohl das erste Quartal ein ermutigendes Wachstum von 0,5 % verzeichnete, folgten drei Quartale mit einem Rückgang, was zu einem Gesamtrückgang von 0,2 % für das Jahr führte. Der Ukraine-Krieg und die daraus resultierende Energie- und Lebensmittelkrise führten zu einer anhaltenden Inflation, die sich negativ auf den privaten Konsum auswirkte. Hohe Bau- und Kreditkosten sowie Arbeitskräftemangel und hohe Energiepreise drückten die Investitionen im Baugewerbe und in energieintensiven Sektoren. Im Jahr 2022 erreichte die Inflationsrate mit +6,9 % ihren historischen Höchststand für Deutschland nach der Wiedervereinigung. Darauf folgte im Jahr 2023 ein weiteres Jahr mit anhaltender Inflation von 5,9 %, angetrieben durch einen starken Anstieg der Lebensmittelpreise um 12,4 % und der Energieinflation um 5,3 %. Auch die Kerninflation (Inflation ohne Lebensmittel und Energie) stieg im Jahr 2023 um 5,1 %, was darauf hindeutet, dass die Inflation nun auf einer breiten Basis besteht. Um die Inflation zu bekämpfen, hatte die EZB die Leitzinsen im Jahr 2023 sechsmal angehoben. Der Leitzins, der zu Beginn des Jahres 2022 bei 0 % lag, wurde bis Ende 2022 auf 2,5 % erhöht, um eine Rückkehr der Inflation auf ein mittelfristiges Ziel von 2,0 % zu unterstützen. Zur Erreichung des Inflationsziels wurden die Leitzinsen bis Ende 2023 weiter auf 4,5 % angehoben. Der Arbeitsmarkt wuchs weiter und neu geschaffene Arbeitsplätze trugen zur Entwicklung der Wirtschaft bei, wobei hier vor allem der Dienstleistungssektor entscheidend war. Allerdings stieg die Arbeitslosenquote im Laufe des Jahres leicht von 5,3 % auf 5,7 %. Quellen: https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/Tabellen/bip-bubbles.html https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html https://www.ecb.europa.eu/stats/policy_and_exchange_rates/key_ecb_interest_rates/html/index.en.html https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Konjunkturindikatoren/Arbeitsmarkt/karb811_x13a.html https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Arbeitsmarkt/Erwerbslosigkeit/Tabellen/lrarb001.html 242344 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24_059_13321.html https://economy-finance.ec.europa.eu/economic-surveillance-eu-economies/germany/economic-forecast-germany_en Consultingbranche 2023 Ende 2022 beschäftigte die Branche 220.000 Fachkräfte und erzielte einen Jahresumsatz von 43,7 Mrd. Euro. Das Jahr 2022 verzeichnete mit 15 % das stärkste Marktwachstum. Nach ersten Schätzungen des Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen (BDU) erzielte die Beratungsbranche im Jahr 2023 ein Wachstum in der Größenordnung von +4 % bis +7 %. Dies lag unter der Wachstumsschätzung zu Jahresbeginn, die bei +12 % lag. Vor dem Hintergrund des gesamtwirtschaftlichen Rückgangs zeigte das Wachstum der Beratungsbranche jedoch immer noch die Widerstandsfähigkeit und Relevanz der Beratungsbranche. Die Zahlen machen deutlich, dass die Beratungsbranche eine Schlüsselbranche für die nationale Transformation und Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft ist. Der BDU-Geschäftsklimaindex für die Consultingbranche entwickelte sich im ersten Quartal 2023 positiv. Der Index verbesserte sich bis März 2023 von 103,0 (Ende 2022) auf 105,3. Seitdem ist jedoch ein negativer Trend zu erkennen. Der BDU-Geschäftsklimaindex sank bis Juni 2023 drastisch um 8,6 Punkte auf 96,7. Im dritten und vierten Quartal bewegte er sich seitwärts auf 96,0 Punkte bzw. 96,3 Punkte. Die Aussichten für die Beratungsbranche sind zwar nicht mehr so gut wie im letzten Jahr, aber immer noch besser als der Gesamt-Geschäftsklimaindex von 86,3 Punkten. Die Stimmung in der Beratung bleibt bis zum Jahresende stabil und es ergeben sich neue Möglichkeiten durch Betätigungsfelder wie KI und Nachhaltigkeit. Auch die SAP-Transformationen werden weiterhin ein Wachstumsmotor für die Branche sein. Rund die Hälfte der Beratungsunternehmen, vor allem kleinerer und mittlerer Größe, plant, im Jahr 2024 mehr Nachwuchskräfte einzustellen. Künstliche Intelligenz (KI) wird positiv als Chance gesehen. Die Berater und Marktteilnehmer rechnen mit einem Wachstum von +10 % im Jahr 2024. Dies ist umso bemerkenswerter, als die Gesamtwirtschaft laut der Winterprognose der Europäischen Kommission und auch laut IfW-Schätzung voraussichtlich nur um +0,3 % im Jahr 2024 wachsen wird. Quellen: https://www.bdu.de/news/bdu-geschaeftsklimabefragung-januar-24-die-stimmung-im-consulting-ist-weiterhin-stabil/ https://www.presseportal.de/pm/9562/5699684 https://www.bdu.de/news/bdu-geschaeftsklimabefragung-september-2023-geschaeftsklima-stabil-stimmung-besser-als-in-der-gesamtwirtschaft/ 2. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 (Geschäftsjahr der IC Deutschland entspricht dem Kalenderjahr) hatte IC Deutschland einen Umsatzzuwachs gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Das Geschäftsjahr konnte mit einem Umsatz von 65,7 Mio. EUR (Vj. 53,5 Mio. EUR) abgeschlossen werden. Dies entspricht einer Steigerung von 12,2 Mio. EUR (+22,9 %) gegenüber dem Vorjahr. Am stärksten wuchsen die Umsätze im Intercompany-Geschäft (9,7 Mio. EUR bzw.+36,9 %), gefolgt von den Direktvertriebsumsätzen (+2,3 Mio. EUR bzw. +31,9 %). Der Umsatz aus dem Verkauf von Hardware/ Software blieb unverändert (0,2 Mio. EUR bzw. +1,0 %). Über das Gesamtjahr 2023 betrachtet, konnten wir einen hohen Wettbewerb feststellen. Um die Wettbewerbsposition der IC Deutschland weiterhin zu verbessern, wurde das 2019 eingeführte europaweite Operating Model für den Marktzugang (Go-to-Market) durch Einführung der sogenannten Verticals (Industriesegmente) und der Etablierung der Service- und Liefereinheiten, den sogenannten Horizontals, weitergeführt. Im Berichtsjahr ist der Personalbestand über alle Bereiche kontinuierlich gestiegen. IC betreibt aktive Informations- und Kommunikationspolitik an die Mitarbeiter und intensive Betreuung durch ihre sogenannten "Coaches". Des Weiteren will die Gesellschaft mit dem neu eingeführten "Cross European Operating Model" die Mitarbeiterbindung/-betreuung stärken. Der Geschäftsverlauf der IC Deutschland im Geschäftsjahr 2023 verlief stabil und zufriedenstellend. Das Unternehmen erholte sich von den Verlusten des Vorjahres und erwirtschaftete zudem erhebliche Mittel aus der Geschäftstätigkeit. 3. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 erzielte Infosys Consulting Umsatzerlöse von 65,7 Mio. EUR (i. Vj. 53,5 Mio. EUR). Dies entspricht einem Umsatzzuwachs von + 22,9 % bzw. 12,2 Mio. EUR (i. Vj. +30,7 % bzw. +12,6 Mio. EUR) gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatzanstieg im Berichtsjahr ist im Wesentlichen auf die oben genannten Umsätze in den Vertriebssegmenten Intercompany und Direct Services zurückzuführen. Von den Umsätzen entfielen 45,5 Mio. EUR (i. Vj. 33,5 Mio. EUR) auf Beratungsleistungen und 20,1 Mio. EUR (i. Vj. 19,9 Mio. EUR) auf die Umsätze mit Hardware/ Software. 22,0 % (i. Vj. 22,0 %) der Umsätze entfielen auf Deutschland, 70,1 % (i. Vj. 68,4 %) auf Europa und die verbleibenden 7,9 % (i. Vj. 9,6 %) auf das außereuropäische Ausland. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Gewinne aus Wechselkursdifferenzen in Höhe von 1,3 Mio. EUR (i. Vj. 1,5 Mio. EUR) enthalten. Die Personalaufwendungen betrugen 26,0 Mio. EUR (i. Vj. 21,3 Mio. EUR) und haben sich gegenüber dem Vorjahr um +4,7 Mio. EUR (+22,1 %) erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 157 auf 178 zurückzuführen. Der Materialaufwand reduzierte sich leicht auf 28,3 Mio. EUR im Vergleich zu den Vorjahresaufwendungen von 28,9 Mio. EUR, was insbesondere auf die Reduzierung der Anschaffungskosten für Hardware/ Software/ Hosting zurückzuführen ist. Dies führte zu sinkenden Aufwendungen für bezogene Waren von 20,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 16,1 Mio. EUR im Geschäftsjahr. Demgegenüber stiegen die Aufwendungen für bezogene Leistungen um Mio. EUR 3,3 auf Mio. EUR 12,2, was im Vergleich zu den Umsatzerlösen einen überproportionalen Anstieg von 36,7 % entspricht. Dies ist im Wesentlichen auf den erhöhten Bedarf an Unterauftragnehmern zur Bearbeitung des gesteigerten Auftragsvolumens und der fehlenden Abdeckung durch eigene Mitarbeiter zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Jahresvergleich leicht um +0,1 Mio. EUR (1,8 %) von 5,5 Mio. EUR auf 5,6 Mio. EUR. Es kam zu einem Anstieg bei den Wartungskosten für Hard- und Software (+ 0,1 Mio. EUR), Reisekosten (+ 0,2 Mio. EUR) und sonstigen Beratungsleistungen (+ 0,2 Mio. EUR), während sich die Fremdwährungskosten um 0,4 Mio. EUR reduzierten. Insgesamt hat IC Deutschland im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von 5,6 Mio. EUR (i. Vj. Jahresfehlbetrag von 1,7 Mio. EUR) erzielt. 4. Vermögenslage Zum 31.12.2023 hatte die Gesellschaft ein Eigenkapital i.H.v. 11,8 Mio. EUR (i. Vj. 6,2 Mio. EUR) bei einer Bilanzsumme von 21,4 Mio. EUR (i. Vj. 17,4 Mio. EUR). Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um +4,0 Mio. EUR. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung des Bestands an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31.12.2023 gegenüber dem Vorjahr um +6,8 Mio. EUR auf 7,7 Mio. EUR. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände reduzierten sich um -2,7 Mio. EUR auf 13,3 Mio. EUR. Dies ist hauptsächlich auf die Reduzierung der konzerninternen Forderungen um -2,5 Mio. EUR und die Reduzierung der sonstigen Vermögenswerte um -1,0 Mio. EUR zurückzuführen. Auf der Passivseite reduzierten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 2,5 Mio. EUR (Reduktion des Einkaufs von Hard-/Software mit dem Abschluss bestimmter Hardware-Deals). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um 0,5 Mio. EUR. Steuerrückstellungen betrugen 0,7 Mio. EUR. Die Steuerrückstellungen beinhalteten neben Expats taxes (0,1 Mio. EUR) auch Rückstellungen für Körperschaft- und Gewerbesteuer nach Saldierung mit den bereits getätigten Vorauszahlungen auf der Aktivseite (0,6 Mio. EUR). 5. Finanzlage Hauptziel des Finanzmanagements ist es, die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft zu gewährleisten, Zahlungsverpflichtungen rechtzeitig zu erfüllen und finanzielle Risiken zu reduzieren. Der Kapitalbedarf der Gesellschaft soll grundsätzlich aus den im operativen Geschäft generierten Zahlungsmitteln gedeckt werden. Zur Stärkung der finanziellen Leistungsfähigkeit wurde bei der Gesellschaft im Jahr 2018 eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Diese erfolgte seitens der Gesellschafterin durch die Einlage von 3,5 Mio. EUR in die Kapitalrücklage. Diese Kapitalrücklage wurde in 2019 um -1,5 Mio. EUR auf nunmehr 2 Mio. EUR reduziert. Ferner besteht der im Geschäftsjahr 2016 abgeschlossene Darlehensvertrag mit der Muttergesellschaft weiterhin fort, um gegebenenfalls auftretende Liquiditätsschwankungen ausgleichen zu können. In diesem Darlehensvertrag wird der Gesellschaft ein Kreditrahmen von maximal 15,0 Mio. EUR eingeräumt. Im Berichtsjahr 2023 wurden keine Mittel aus diesem Kreditrahmen beansprucht. Die flüssigen Mittel sind zum Stichtag mit 7,7 Mio. EUR um +6,8 Mio. EUR höher als im Vorjahr. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft unter Berücksichtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kann aus Sicht der Geschäftsführung insgesamt als stabil bezeichnet werden. 6. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Grundsätzlich werden folgende Leistungsindikatoren zur Beurteilung der Ertrags- und Leistungskraft der Gesellschaft herangezogen. Für das Jahr 2023 haben wir mit einer deutlichen Umsatzsteigerung gerechnet und diese Prognose erfüllt. Die erste Schätzung für den Umsatz im Jahr 2023 lag zwischen 60 bis 65 Mio. EUR. Der tatsächliche Umsatz liegt mit 65,7 Mio. EUR über der oberen Grenze der ersten Schätzungen und ist ermutigend. Wir sind sehr zuversichtlich, dass es im kommenden Geschäftsjahr 2024 zu einem weiteren Umsatzanstieg kommen wird, und rechnen mit einem deutlich positiven Jahresergebnis. Wir erwarten Erlöse im Bereich zwischen 67 bis 70 Mio. EUR. Mit 7,0 Mio. EUR verbesserte sich das Jahresergebnis vor Steuern (EBT) deutlich um 7,8 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr. Dies war hauptsächlich auf verbesserte Betriebsparameter bei Serviceprogrammen, die Konzentration auf verlustbringende Programme und die Reduzierung der Hardware-/ Softwarekosten Dritter zurückzuführen. Die Probleme mit den defizitären Programmen wurden in den Jahren 2022 bis 2023 analysiert und behoben. Dies hat die Rentabilität verbessert. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir ein Jahresergebnis vor Steuern (EBT) in der Größenordnung von +4,0 Mio. EUR bis +7,0 Mio. EUR. Es wird erwartet, dass der inflationäre Trend anhält und auch breitflächig Druck auf die Rentabilität ausüben wird. Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges sowie des Konflikts in Nahost und der daraus resultierenden Lebensmittel- und Energiekrise, die allgemeine Geschäftsstimmung und die verzögerte Erholung von der Rezession wirken sich weiterhin auf die Rentabilität aus. Im Weiteren verweisen wir auf unsere Ausführungen im Prognosebericht. Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigten wir durchschnittlich 178 Mitarbeiter. Wir gehen davon aus, dass wir die Zahl der Mitarbeiter im Jahr 2024 um ca. 20 % erhöhen werden, um den Geschäftsanforderungen gerecht zu werden. Die IC Deutschland geht zur Steuerung ihrer üblichen Geschäftstätigkeit gegenwärtig und zukünftig wie folgt vor:
Darüber hinaus führen wir bei größeren und wichtigeren Kundenprojekten sogenannte Projetreviews (Project Health Checks) durch, um frühzeitig Projektrisiken zu identifizieren und Korrekturmaßnahmen zu ergreifen. Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren sehen wir die Entwicklung der Umsatzerlöse und die Entwicklung des Jahresergebnisses vor Steuern an. Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren steuern wir im Wesentlichen nach dem Mitarbeiterbestand. III. CHANCEN- UND RISIKOBERICHTRisiken Das operative Risikomanagement der IC Deutschland konzentriert sich auf:
Die wesentlichen Risiken für den Geschäftsverlauf liegen - wie auch schon in den Jahren zuvor: aus interner Sicht:
aus externer Sicht:
Bei den finanziellen Risiken kann IC Deutschland auf einen solventen Kundenstamm verweisen. Forderungsausfälle sind bisher nicht im nennenswerten Umfang aufgetreten. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Des Weiteren hat sich die Unsicherheit aufgrund des Ukraine-Krieges, der damit verbundenen Energiekrise und der hohen Inflationsrate in 2023 noch weiter erhöht. Wir beobachten die Entwicklung mit Sorgfalt und würden Folgen für unsere Kundenprojekte zeitnah mit unseren betroffenen Geschäftspartnern ins Auge fassen und die Projekt- und Ressourcenplanung gegebenenfalls anpassen. Zusammenfassende Risikodarstellung Der kumulierte Eintritt von Risiken, insbesondere die noch nicht abgewendete Rezession und die Risiken im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg, können die künftige Entwicklung der Gesellschaft beeinflussen. Die Geschäftsführung geht nach heutigem Wissensstand in der Beurteilung ihrer Gesamteinschätzung von keinen bestandsgefährdenden Risiken aus. Chancen Auch wenn die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 voraussichtlich mit einem langsameren Wachstum von 0,3 % rechnen wird, gehen wir davon aus, dass unsere Kunden weiterhin in die Verbesserung ihrer Ertragskraft und Produktivität investieren werden. Die Themen Industrie 4.0, Digitalisierung sowie künstliche Intelligenz/ Automatisierung nehmen sehr konkrete Formen an und Infosys Consulting ist hier, zusammen mit Infosys Limited, bestens aufgestellt. Unsere Fähigkeiten im Bereich SAP S/4HANA sind auf besonderes Interesse in den Industriesegmenten Life Sciences/Pharma, produzierendes Gewerbe und Consumer, Retail & Logistics gestoßen und werden nun auf weitere Geschäftsbereiche wie Energiewirtschaft übertragen. IC Deutschland hat besonders im Bereich KI/Automatisierung und Cloud ein innovatives Beratungsportfolio etabliert, das durch die Integration mit Infosys Limited an Breite und Attraktivität hinzugewonnen hat. Die globale Präsenz von Infosys wird unsere Positionierung für globale Transformationsprogramme noch einmal deutlich verbessern. Basierend auf der obigen Ausgangssituation ist es das Ziel von IC Deutschland, die Kundenbasis im Geschäftsjahr 2024 weiter auszubauen und somit das Risiko der Abhängigkeit von wenigen, großen Kunden(projekten) weiterhin zu reduzieren. Daneben stehen wesentliche Chancen für eine positive Geschäftsentwicklung im Jahr 2024: 1) Positives wirtschaftliches Umfeld für deutsche Unternehmen, unter der Voraussetzung einer zügigen Überwindung der Ukraine-Krise 2) Anhaltender Bedarf an IT- und SI-Dienstleistungen 3) Starke Wachstumsfelder (Digitalisierung, Automatisierung, Künstliche Intelligenz, SAP S/4HANA, CIO Advisory (inkl. Cloud)) 4) Ausbau von Bestands- und Neukunden durch neue und innovative Geschäftsfelder (Künstliche Intelligenz & Automatisierung, Digitale Transformation, Supply Chain Management) 5) Erweitertes Portfolio durch intensivierte Zusammenarbeit mit Infosys im Bereich KI/Automatisierung und Cloud 6) Weiterer Ausbau des Nearshore- und Global Delivery Models sowie eines globalen Kunden Account Managements IV. PROGNOSEBERICHTDer Krieg in der Ukraine sowie der Konflikt in Nahost und die daraus resultierende Lebensmittel- und Energiekrise wirken sich weiterhin auf die deutsche Wirtschaft aus. Die Inflation blieb 2023 (+5,9 %) und 2022 (+6,9 %) auf sehr hohem Niveau. Im Jahr 2023 wurden die Zinsen von der EZB in sechs weiteren Schritten auf 4,5 % angehoben. Das hohe Zinsniveau belastet weiterhin die Bauinvestitionen und es sind keine großen Impulse aus der Weltwirtschaft zu erkennen. Auch die Haushaltskonsolidierungspolitik könnte das Wirtschaftswachstum bremsen. Im Juni 2024 erfolgte erstmals seit der beschriebenen Entwicklung eine Zinssenkung der EZB von 4,5 % auf 4,25 %. Die Winterprognose 2024 der Europäischen Kommission geht von einem gedämpften Wachstum in der EU für 2024 (+0,3 %) und 2025 (+1,2 %) aus. Für Deutschland erwartet die Kommission ein Wachstum von 0,3% für das Jahr 2024. Strengere fiskalpolitische Bedingungen werden sich dämpfend auf die kurzfristigen Wachstumsaussichten auswirken. Auch das Investitionswachstum wird den Prognosen zufolge niedrig bleiben und durch die schlechte Anlegerstimmung zu Beginn des Jahres belastet werden. Es wird erwartet, dass sich die Inflation im Laufe des Jahres 2024 deutlich auf ein Niveau unter 3,0 % abschwächt. Die ersten Anzeichen vom Januar 2024 deuteten darauf hin, dass die Inflation auf 3,1 % sinken wird, was hauptsächlich auf den Rückgang der Großhandelspreise für Energie und die Einführung von Stützungsmaßnahmen im Energiebereich zurückzuführen ist. Es wird erwartet, dass die Inflation im Jahr 2024 hauptsächlich durch den Dienstleistungssektor angetrieben wird, wobei Lohnerhöhungen die Inflation vorübergehend hochhalten, während der Anstieg der Energiepreise nur geringfügig zur Inflation beitragen wird. Infolgedessen prognostizierten das IfW Kiel und die Europäische Kommission für 2024 ein verhaltenes Wachstum von 0,3 %. Für das Jahr 2024 rechnet die Bitkom-Branche mit einem ähnlich positiven Verlauf. Der deutsche Markt für IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik soll in diesem Jahr um 4,3 % auf 224,3 Mrd. EUR wachsen. Größter Treiber ist hier die Informationstechnologie, die ein Wachstum von +6,1 % vorantreibt, während für den Markt für Unterhaltungselektronik ein Wachstum von +1,0 % erwartet wird. Aus Consulting-Sicht ist hervorzuheben, dass der Bereich der IT-Services ein Wachstum von +4,8 % auf insgesamt 51,7 Mrd. EUR zugetraut wird. Bis Ende 2024 wird die IKT-Branche voraussichtlich 1,37 Mio. Menschen beschäftigen, sodass in diesem Jahr 30.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Die Positionierung der IC Deutschland als hochwertige Management-, Transformations- und IT-Beratungsgesellschaft mit einem "Value Integration"-Ansatz stellt aus Sicht der Geschäftsleitung weiter eine strategische Chance dar. Mitte 2019 wurde das 'Infosys-Knowledge-Institute' und der Geschäftsbereich 'AI/Automation' unter die Führung von Infosys Consulting gestellt. Dies unterstreicht die Ambition der Infosys-Gruppe und wird sich positiv auf die Entwicklung unserer Gesellschaft auswirken. Für unser Unternehmen erwarten wir trotz der andauernden Ukraine-Krise für das Geschäftsjahr 2024 Umsatzerlöse in der Größenordnung von 65 Mio. bis 67 Mio. EUR. Unsere Gesamtplanung halten wir grundsätzlich für realistisch. Wir gehen davon aus, dass sich die durchschnittlichen Tagessätze für IT-Dienstleistungen verbessern, da die Talente im Bereich der digitalen Transformation und bei SAP S/4Hana an die Verfügbarkeitsgrenzen kommen. Das Thema Nearshore (Erbringung bestimmter Leistungen durch die osteuropäischen Schwestergesellschaften von Infosys) wird weiterhin einen wesentlichen Beitrag zu unserem Gesamterfolg beitragen, ebenso wie ein dediziertes Berater-Team in Indien, das ausschließlich für unser Service- und Lösungsportfolio zur Verfügung steht und eng mit unseren Account-Partnern zusammenarbeitet. Ausgehend von der aktuellen Visibilität und der makroökonomischen und geopolitischen Situation gehen wir davon aus, dass das Jahresergebnis vor Steuern im Jahr 2024 zwischen 4,0 und 7,0 Mio. EUR liegen wird. Im Bereich der Personalentwicklung planen wir einen Mitarbeiterstand, der zum Geschäftsjahresende um ca. 20 % höher als Ende 2023 sein wird - in Abhängigkeit von Neugeschäft und Auftragsbestandserhöhungen. Quellen: https://www.ifw-kiel.de/publications/german-economy-in-winter-2023-public-budget-under-stress-recovery-faces-headwinds-32315/ https://economy-finance.ec.europa.eu/economic-surveillance-eu-economies/germany/economic-forecast-germany_en https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland https://www.bitkom.org/Themen/Marktdaten/ITK-Konjunktur/Anzahl-ITK-Unternehmen
Garching bei München, den 31. Juli 2024 Ann-Kathrin Sauthoff-Bloch, Geschäftsführerin Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023HRB 176093, Amtsgericht MünchenI. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDie Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches gegliedert. Die Gesellschaft fällt zum Abschlussstichtag unter die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft nimmt hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführergehälter die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch. Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Dritten Buches des HGB und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens (einschließlich geringwertiger Anlagegüter) werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Für die Zugänge an geringwertigen Anlagegütern wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von bis zu EUR 800,00 in voller Höhe abzuschreiben. Die planmäßige Abschreibung wurde nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände über eine Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren linear vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden, soweit erforderlich, vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken einzelner Forderungen sind durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine pauschale Wertberichtigung gebildet. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihren Nennwerten bewertet. Rechnungsabgrenzungsposten für transitorische Ausgaben sind nach den handelsrechtlichen Vorschriften gebildet worden und zum Nennwert bewertet. Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) ist zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr wurden nicht abgezinst. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen betreffen Vorauszahlungen von Kunden für noch nicht erbrachte Leistungen und sind mit dem Nennwert der erhaltenen Zahlung bewertet. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Kurs des Entstehungstages in Euro gemäß § 256a HGB umgerechnet. Gewinne und Verluste aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag werden berücksichtigt, sofern die Restlaufzeit kleiner als ein Jahr ist. Bei Restlaufzeiten größer als ein Jahr werden Kursänderungen berücksichtigt, sofern dadurch Forderungen niedriger bzw. Verbindlichkeiten höher zu bewerten sind. III. Angaben zur BilanzAktiva Anlagevermögen Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände ist im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche im Einzelnen ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind binnen Jahresfrist fällig. Ausgenommen davon hatten sonstige Vermögensgegenstände in der Höhe von TEUR 64 im Vorjahr eine Restlaufzeit von 15 Monaten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 2.459 (Vorjahr: TEUR 4.919) und betreffen in beiden Geschäftsjahren (2022 und 2023) ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen wurden hierbei mit den entsprechenden Verbindlichkeiten pro Gesellschaft saldiert, so dass zum 31. Dezember 2023 der jeweilige Überhang bilanziert wird. Es bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen gegen den Gesellschafter. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen aufgrund von Umsatzsteuererstattungen TEUR 322 (i. Vj. TEUR 780) und Mietkautionen in Höhe von TEUR 64 (i. Vj. TEUR 67). Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten Die liquiden Mittel bestehen fast ausschließlich aus Bankguthaben und betragen zum Geschäftsjahresende TEUR 7.717 (i. Vj. TEUR 961). Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Ein Aktivüberhang wird nicht angesetzt. Aktive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bewertungsunterschieden bei den Urlaubsrückstellungen. Passive latente Steuern bestehen nicht. Unter Verzicht des Ansatzwahlrechts für aktive latente Steuern gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurden die latenten Steuern nicht aktiviert. Der Berechnung lag ein Steuersatz für Körperschaftsteuer in der Höhe von 15 % und Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 % und für Gewerbesteuer in Höhe von 11,55 % (Hebesatz 330 %) zugrunde. Passiva Eigenkapital Das Eigenkapital besteht aus dem Stammkapital (TEUR 86), der Kapitalrücklage (TEUR 2.000), sowie dem Bilanzgewinn, der sich wie folgt entwickelte:
Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen (TEUR 678) betreffen Steuerrisiken in Zusammenhang mit Lohnsteuer aus Vorjahren für auf deutschen Projekten tätige ausländische Mitarbeiter sowie Rückstellungen aus Ertragsteuern. Sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind folgende wesentliche Rückstellungen enthalten: Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen betragen TEUR 1.016 bzgl. Hardware und Software (i Vj. TEUR 1.249) und bzgl. Subcontractor TEUR 934 (i. Vj. TEUR 716), für Mitarbeiterbonus inkl. Partnerbonus TEUR 1.688 (i. Vj. TEUR 1.287), für ausstehenden Urlaub TEUR 204 (i. Vj. TEUR 342), sowie Rückstellungen für ausstehende Reisekosten von Mitarbeitern TEUR 22 (i. Vj. TEUR 20). Des Weiteren sind für Rechtsstreitigkeiten Rückstellungen in Höhe von TEUR 114 (i. Vj. TEUR 316) zurückgestellt, sowie für Consulting TEUR 11 (i. Vj. TEUR 47). Bei allen sonstigen Rückstellungen wird mit einer Fälligkeit innerhalb eines Jahres gerechnet. Verbindlichkeiten Sämtliche im Einzelnen ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr binnen Jahresfrist fällig. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden mit den entsprechenden Forderungen pro Gesellschaft saldiert, sodass zum Stichtag nur der jeweilige Überhang bilanziert wird. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 812 (i. Vj. TEUR 329). Wie im Vorjahr bestanden zum Abschlussstichtag keine Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten wie im Vorjahr im Berichtsjahr im Wesentlichen Kundenboni. IV. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Von den Umsätzen entfallen TEUR 20.145 auf den Verkauf von Hardware/ Software (Drittanbieter), TEUR 45.454 auf Beratungsleistungen, TEUR 93 auf die Weiterbelastung von Kosten, insbesondere von Reisekosten. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.273 (i. Vj. TEUR 1.518) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Privatnutzung von Pkw in Höhe von TEUR 14 (i. Vj. TEUR 31) und Erträge aus der Fremdwährungsbewertung in Höhe von TEUR 1.246 (i. Vj. TEUR 1.487). Die periodenfremden Erträge in den sonstigen betrieblichen Erträgen betragen im Geschäftsjahr TEUR 10 (i. Vj. TEUR 0). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen von Subunternehmern und die Aufwendungen für bezogene Waren wie Software und Hardware betrugen im Berichtsjahr in Summe TEUR 28.334 (i. Vj. TEUR 28.900). Der Personalaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 21.319 auf TEUR 26.020. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 5.616 (i. Vj. TEUR 5.502) beinhalten im Wesentlichen Reisekosten in Höhe von TEUR 853 (i. Vj. TEUR 650), Kraftfahrzeugkosten in Höhe von TEUR 39 (i. Vj. TEUR 56), sonstige Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 785 (i. Vj. TEUR 760) sowie Kostenumlagen anderer Gesellschaften des Konzerns in Höhe von TEUR 39 (i. Vj. TEUR 106). Des Weiteren sind Beratungskosten in Höhe von TEUR 379 (i. Vj. TEUR 177), Raumkosten in Höhe von TEUR 261 (i. Vj. TEUR 277), Telefon-/Kommunikationskosten in Höhe von TEUR 103 (i. Vj. TEUR 132) und Aufwendungen aus der Fremdwährungsbewertung in Höhe von TEUR 1.255 (i. Vj. TEUR 1.615) angefallen sowie Wartungskosten für Hard- und Software TEUR 1.491 (i. Vj. TEUR 1.385). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine periodenfremden Aufwendungen enthalten. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag führten im Berichtsjahr zu einem Steueraufwand in Höhe von TEUR 1.345 (i. Vj. TEUR -927); davon sind TEUR 16 periodenfremd. Insgesamt hat die Gesellschaft im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 5.620 (i. Vj. Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -1.740) erzielt. V. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestehen bei der Gesellschaft sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Kfz-Leasing-Verträgen (TEUR 5; i. Vj. TEUR 4) und Mietverträgen für Bürogebäude und Appartements (TEUR 1.684; i. Vj. TEUR 340) in Höhe von insgesamt TEUR 1.689 (i. Vj. TEUR 344). Davon entfallen TEUR 325 auf das Geschäftsjahr 2024 und TEUR 1.364 auf die Jahre 2025 bis 2029. Verpflichtungen über diesen Zeitraum hinaus bestehen keine. Aus Sicht der Geschäftsleitung stellen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen für die folgenden Geschäftsjahre keine wesentlichen Risiken dar. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen fallen im Rahmen des üblichen Geschäftsverlaufes an. Im Vergleich zur Alternative in Sachanlagen zu investieren, dient der Abschluss von Miet- und Leasinggeschäften der Verbesserung der Periodenliquidität der Gesellschaft. Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt wurden 178 (i. Vj. 157) Mitarbeiter beschäftigt. Darunter im Durchschnitt 167 (i. Vj. 146) Berater und 11 (i. Vj. 11) Verwaltungsmitarbeiter. Geschäftsführung Ann-Kathrin Sauthoff-Bloch, Unternehmensberaterin Wesentliche Unternehmensverträge Zwischen der Gesellschaft und der Gesellschafterin besteht ein unbefristeter Darlehensvertrag mit einem Kreditrahmen in Höhe von maximal TEUR 15.000. Aktuell werden seitens der Gesellschaft daraus keine Kreditmittel beansprucht. Zudem besteht ein Mietvertrag für die Büroräume in Garching, in denen sich der Firmensitz der Gesellschaft befindet. Konzernverhältnisse Die Gesellschafterin der Firma Infosys Consulting GmbH ist die Infosys Consulting Holding AG, Obstgartenstr. 27 in 8302 Kloten, Schweiz, mit einem Geschäftsanteil von EUR 86.000,00 (100 %). Der Jahresabschluss der Infosys Consulting GmbH wird in den Konzernabschluss der Infosys Limited, Bangalore/Indien, einbezogen, welche den Konzernabschluss für den kleinsten sowie für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss der Infosys Limited wird veröffentlicht und auf der Seite der U.S. Securities and Exchange Commission (kurz: SEC) offengelegt. Es besteht kein Gewinnabführungsvertrag oder Organschaftsverhältnis zwischen der Gesellschafterin und der Infosys Consulting GmbH. Honorar Abschlussprüfer Das vom Abschlussprüfer des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 zu berechnende Gesamthonorar betrifft Aufwendungen für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 31. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB sind uns nicht bekannt.
Garching bei München, den 31. Juli 2024 Ann-Kathrin Sauthoff-Bloch, Geschäftsführerin Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Infosys Consulting GmbH, Garching bei München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Infosys Consulting GmbH, Garching bei München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Infosys Consulting GmbH, Garching bei München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 31. Juli 2024 Deloitte
GmbH
Marco Farrenkopf, Wirtschaftsprüfer Ruth Ehrlich, Wirtschaftsprüferin |
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