Piepenbrock Service GmbH + Co.KG
49084 Osnabrück, DEUStammdaten
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Piepenbrock Unternehmensgruppe GmbH + Co. KGBerlinKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021Piepenbrock Unternehmensgruppe GmbH + Co. KG, Berlin
1. Grundlagen des Konzerns Piepenbrock ist ein international tätiger, mittelständischer Konzern mit Schwerpunkten in den Bereichen Facility Management, Industriedienstleistungen und Sondermaschinenbau. Der Konzern fasst 130 rechtlich selbständige Einheiten zusammen und ist bezüglich der Beteiligungsstruktur im Regelfall einstufig organisiert. Die wesentlichen administrativen Funktionen werden zentral am Standort Osnabrück gebündelt. Den umsatzstärksten Geschäftsbereich des Piepenbrock Konzerns stellt die Dienstleistungsgruppe dar, die infrastrukturelle, technische und kaufmännische Dienstleistungen erbringt. Den größten Teilbereich der Dienstleistungsgruppe macht das Gebäudemanagement aus. Sicherheitsdienstleistungen und industrielle Instandhaltung ergänzen das Leistungsspektrum. Die Leistungserbringung erfolgt im Wesentlichen im deutschsprachigen Raum. Im deutschen Maschinen- und Anlagenbau beliefert Piepenbrock nahezu alle weltweit führenden Nahrungs- und Süßwarenproduzenten mit Systemlösungen zur automatischen Verpackung von Produkten. Daneben gehören weitere global agierende Kunden aus dem Bereich Lebensmittel, Snacks und Non-Food zum Kundenkreis. 2. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Sowohl durch das eigene Exportgeschäft als auch durch die Zunahme der internationalen Verflechtungen über globale Kapital- und Gütermärkte insgesamt ist Piepenbrock direkt und indirekt von den konjunkturellen Entwicklungen der Weltwirtschaft und einzelner Nationalökonomien abhängig. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden im Wesentlichen durch die bilateralen, politischen Beziehungen zwischen Europäischer Union, den Vereinigten Staaten von Amerika, China, Russland sowie den Staaten der Europäischen Union untereinander beeinflusst. Nach dem Corona-Einbruch in 2020 erholte sich die Weltwirtschaft nach Angaben des VDMA im Jahr 2021 weiter. Die Entwicklung innerhalb des Jahres war jedoch zweigeteilt. In der ersten Jahreshälfte gab es einen überraschend schnellen Erholungsprozess, wobei in zahlreichen Ländern die Wachstumsraten durch Basiseffekte überzeichnet wurden. In der zweiten Hälfte des Jahres gestaltete sich die wirtschaftliche Entwicklung zunehmend zäher. Pandemiebedingte Rückschläge sowie angebotsseitige Engpässe führten zu Verzögerungen im Aufholprozess. Die Covid-Pandemie beeinflusste die wirtschaftliche Aktivität noch spürbar, jedoch verliefen die Infektionswellen uneinheitlicher und auch die ergriffenen Maßnahmepakete unterschieden sich. Einige Länder tolerierten hohe Infektionszahlen ohne Eindämmungsmaßnahmen, China hingegen verfolgte eine strikte Null-Covid-Politik. Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt den Zuwachs der globalen Wirtschaftsleistung für das Gesamtjahr 2021 auf preisbereinigt 5,9 Prozent nach dem tiefen Einbruch um 3,1 Prozent im Jahr zuvor. Nach mehreren Jahren mit niedrigen Inflationsraten ging dieser Wachstumsprozess einher mit ungewöhnlich hohen Preissteigerungen. Jenseits von Basiseffekten kam es im zweiten Halbjahr zu hohen Anstiegen, da die Preise für fossile Rohstoffe, die Energiekosten und anhaltend hartnäckige Lieferengpässe, die Transportkosten sowie die Preise verschiedener Verbrauchs- und Industriegüter trieben. In den entwickelten Volkswirtschaften verlief laut VDMA deshalb der Erholungsprozess weniger reibungslos als erwartet. Die verschärften Belastungen für die globalen Produktionsnetze betrafen diese besonders und hier vor allem das verarbeitende Gewerbe. In mehreren Ländern konnten dadurch die zunächst prognostizierten Wachstumszahlen nicht erreicht werden. Die angebotsseitigen Störungen haben in der EU mehrere Schlüsselindustrien, darunter die Automobil- sowie die Maschinenindustrie, betroffen, und in Ländern mit einer gewichtigen industriellen Basis das Wachstumstempo gedrückt. In der EU-27 stieg das Bruttoinlandsprodukt laut der EU-Kommission um geschätzt 5,3 Prozent. Die großen Mitgliedstaaten Italien und Frankreich erholten sich deutlich vom pandemiebedingten Einbruch. Sie mussten allerdings im Vorjahr hohe Einbrüche verkraften, weshalb der Basiseffekt bei den Zuwachsraten eine Rolle spielt. In Spanien, das 2020 den stärksten BIP-Einbruch aller EU-Länder verkraften musste, fiel die Trendwende weniger schwungvoll aus, da der Tourismus-Sektor noch deutlich vom Vor-Pandemie-Niveau entfernt ist. In der Gruppe der mittel- und osteuropäischen Mitgliedsländer war die Wirtschaftsentwicklung in Polen, Rumänien, Ungarn und Kroatien besonders dynamisch. Mit einem Plus von 2,8 Prozent ist die Wirtschaftsleistung in Deutschland im vergangenen Jahr deutlich langsamer gewachsen als die der meisten anderen Staaten der Eurozone. Zu beachten ist dabei, dass in Deutschland das BIP im Jahr 2020 weniger stark zurückgegangen war als in den anderen großen Euro-Ländern. Die Investitionen sind in der EU-27 voraussichtlich um 5,5 Prozent gestiegen. Dabei entwickelten sich die Ausrüstungsinvestitionen mit 10 Prozent Plus besonders dynamisch, allerdings waren sie im Vorjahr auch stärker als die Bauinvestitionen eingebrochen. Die EU-Maschinenproduktion expandierte im Jahr 2021 vorläufigen Zahlen zufolge preis- und kalenderbereinigt um 12,3 Prozent, nach 12,5 Prozent Rückgang im Vorjahr. Das preisbereinigte deutsche Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2021 nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 2,9 Prozent (zum Vergleich: IMF Schätzung liegt bei 2,7 Prozent, s.o.) höher als im Vorjahr. Die Wirtschaftsleistung konnte dabei in fast allen Wirtschaftsbereichen gesteigert werden, erreichte jedoch trotz der Zuwächse nicht flächendeckend das Vorkrisenniveau. Im Verarbeitenden Gewerbe etwa lag die Wirtschaftsleistung 2021 noch rund 6 Prozent unter dem Niveau von 2019. Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben stabilisierten sich 2021 auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres und sind damit noch weit von ihrem Vorkrisenniveau entfernt. Die Konsumausgaben des Staates dagegen waren wiederum eine Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen trotz des bereits hohen Vorjahresniveaus im zweiten Jahr der Corona-Pandemie preisbereinigt um weitere 3,1 Prozent. Der Staat gab vor allem mehr Geld dafür aus, um die im Frühjahr 2021 flächendeckend eingeführten kostenlosen Antigen-Schnelltests und die Corona-Impfstoffe zu beschaffen sowie Test- und Impfzentren zu betreiben. Die gesamtwirtschaftlichen Bauinvestitionen legten im Jahr 2021 aufgrund von Engpässen bei Arbeitskräften und Material lediglich um 0,7 Prozent zu, nachdem sie zuvor fünf Jahre in Folge stärker gewachsen waren. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte sowie Fahrzeuge - wurde im Jahr 2021 preisbereinigt 3,4 Prozent mehr investiert, allerdings nach einem starken Rückgang im Krisenjahr 2020. Der Außenhandel dagegen erholte sich 2021 weitgehend von den starken Rückgängen im Vorjahr. Deutschland exportierte preisbereinigt 9,9 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen ins Ausland als 2020. Die Importe legten gleichzeitig um preisbereinigt 9,3 Prozent zu. Damit lag der Außenhandel Deutschlands 2021 nur noch leicht unter dem Niveau des Jahres 2019. Die Wirtschaftsleistung wurde nach Angaben des VDMA im Jahresdurchschnitt 2021 von 44,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren etwa genauso viele Erwerbstätige wie im Vorjahr. Allerdings arbeiteten viele Erwerbstätige nun in anderen Wirtschaftsbereichen oder anderen Beschäftigungsverhältnissen als zuvor. Das Umfeld für die von der Piepenbrock Unternehmensgruppe angebotenen Dienstleistungen ist durch die fortschreitende Auslagerung verschiedener Tätigkeiten geprägt. Der Markt für Dienstleistungen wächst insgesamt und Chancen bieten sich insbesondere bei ganzheitlicher Erbringung und Verzahnung von Dienstleistungen. Der Fachkräfte- und Personalmangel hemmt die Entwicklung der Facility-Service-Anbieter in Deutschland. Nach Auffassung der Geschäftsführung wird das Besetzen von Objektteams für die Vergabe von Aufträgen wichtiger und gewinnt zusammen mit einem guten Service-Konzept und Qualitätsdienstleistungen im Verhältnis zum Angebotspreis an Bedeutung. Die Geschäftsführung sieht daher die Erbringung exzellenter Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Intensivierung der Kundenbindung als wichtige Schlüsselfaktoren zum Ausbau der Marktposition. Die Arbeitsverhältnisse der Gesellschaft sind insbesondere durch den Tarifvertrag im Gebäudereiniger-Handwerk beeinflusst. Am 1. Januar 2021 ist die erste Stufe der von BIV und IG BAU vereinbarten Lohnerhöhungen (Tarifvertrag 2021 bis 2023) in Kraft getreten. Der Mindestlohn im Gebäudereiniger-Handwerk ist in allen Lohngruppen angestiegen. In Lohngruppe 1 hat der Branchenmindestlohn jetzt einheitlich 11,11 € (bislang im Westen: 10,80 €, im Osten 10,55 €) betragen. Der zweite Branchenmindestlohn für den Bereich Fassaden- und Glasreinigung (Lohngruppe 6) ist seit 1. Januar 2021 auf einheitlich 14,45 € (bislang im Westen: 14,10 €, im Osten: 13,50 €) gestiegen. Die Ausbildungsvergütungen betragen ab dem 1. Januar 2021 je nach Lehrjahr 810 €, 945 € und 1.100 € im Monat (bislang im Westen: 775, 900, 1.050 € bzw. im Osten 730, 865 und 1.005 €). Damit liegen die Einstiegslöhne in der Gebäudereinigung rund 15,7 % über dem allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn (2021: 9,60 €). Azubis und Gesellen bieten sich in der Gebäudereinigung weiterhin beste Karriere-, Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Die Wettbewerbssituation in der Dienstleistungsbranche ist durch Preisdruck und Wettbewerbsintensität geprägt. Qualität und Nachhaltigkeit sind nach Auffassung der Geschäftsführung entscheidende Kriterien, die es den Marktteilnehmern erlauben, sich von Konkurrenten abzuheben. Darüber hinaus stellen die Mitarbeiter die zentrale Ressource eines durch Dienstleistungen geprägten Unternehmens dar. Vor dem Hintergrund eines weitgehend geräumten Arbeitsmarktes wird die Personalressource in den kommenden Jahren ein für das Wachstum limitierender Faktor sein. Vor diesem Hintergrund ist die Wahrnehmung als attraktiver Arbeitgeber ein Vorteil gegenüber Mitbewerbern. Auszubildende und duale Studenten erhalten bei Piepenbrock eine fundierte wie qualitativ hochwertige Ausbildung. Dafür erhielt Piepenbrock die Auszeichnung als "IHK-TOP-Ausbildungsbetrieb" der Industrie- und Handelskammer Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim. Die Piepenbrock Unternehmensgruppe ist zudem eines von Deutschlands beliebtesten Familienunternehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine bundesweite Umfrage, die das Wirtschaftsmagazin FOCUS-MONEY gemeinsam mit DEUTSCHLAND TEST und dem Beratungs- und Analyseunternehmen ServiceValue durchgeführt hat. Piepenbrock darf daher das Qualitätssiegel "Beliebteste Familienunternehmen - Preisträger 2021" führen. Eine weitere Auszeichnung ist der "Axia Best Managed Companies Award", den Piepenbrock 2021 zum dritten Mal in Folge gewonnen hat. Die Piepenbrock Unternehmensgruppe darf sich 2022 zudem "Top nationaler Arbeitgeber" nennen. Die Auszeichnung wird vom Nachrichtenmagazin Focus gemeinsam mit der Bewertungsplattform kununu vergeben. Die Basis bilden mehr als vier Millionen Arbeitnehmerurteile verteilt auf 900.000 Unternehmen. Geschäftsverlauf und Lage Das Geschäftsjahr 2021 war ein weiteres erfolgreiches Jahr für die Piepenbrock Unternehmensgruppe. Der Konzernumsatz wuchs von 634,2 Mio. € im Vorjahr um 11,5 % auf 707,3 Mio. €. Diese positive Entwicklung ist auf mehrere Ursachen zurückzuführen. Zum einen konnte ein hervorragender Auftragseingang erzielt werden. Daneben konnten bestehende Aufträge ausgebaut werden. Und nicht zuletzt sind die Einmalleistungen deutlich angestiegen. Der Maschinenbau hat ebenfalls maßgeblich zum Umsatzwachstum beigetragen. Die im Vorjahr prognostizierte Gesamtleistung von 691,0 Mio. € haben wir mit einem Wert von 710,9 Mio. € in 2021 deutlich übertroffen. Der Materialaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um 12,8 Mio. € auf 104,7 Mio. €. Bei den Personalaufwendungen ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 11,2 % auf 505,8 Mio. € zu verzeichnen. Für Entwicklungs- und Innovationsaktivitäten wendete die Piepenbrock Unternehmensgruppe im Geschäftsjahr 2021 insbesondere im Bereich Maschinenbau einen nennenswerten Anteil der Stunden im Konstruktionsbereich auf. Der Großteil der Entwicklungstätigkeit wird durch laufende Projekte angestoßen. Dort ergeben sich regelmäßig Herausforderungen bzw. konkrete Fragestellungen, die ein technologisch neues Verfahren oder eine innovative Lösung erfordern. Die Abschreibungen betragen 8,1 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 6,5 Mio. € auf 55,4 Mio. € nach 48,9 Mio. € im Vorjahr. Das Konzernbetriebsergebnis ist gegenüber dem Vorjahr von 38,8 Mio. € um 3,3 Mio. € auf 42,1 Mio. € signifikant gestiegen. Aufgrund der Heterogenität der Geschäftsbereiche ist diese Veränderung auf eine Vielzahl von Einzeleffekten zurückzuführen, wobei die deutlich gestiegene Profitabilität im Maschinenbau einen gewichtigen Anteil an dieser Entwicklung hat. Das Finanzergebnis hat sich von -4,2 Mio. € um 0,6 Mio. € auf -4,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahr vermindert. Wesentliche Ursache war der Zinseffekt (-0,7 Mio. €) aus der Pensionsrückstellung. Der Steueraufwand hat sich durch die Ergebnisverbesserung auf 8,3 Mio. € erhöht. Der Konzernjahresüberschuss liegt mit 29,0 Mio. € um 1,0 Mio. € über dem Vorjahreswert von 28,0 Mio. €. Damit wurde auch der im Vorjahr prognostizierte Konzernjahresüberschuss in Höhe von 19,3 Mio. € mit einem Wert von 9,7 Mio. € deutlich übertroffen. Die Konzernbilanz schließt mit einer Bilanzsumme von 219,4 Mio. € ab und liegt damit um 26,5 Mio. € über dem Vorjahreswert. Ursächlich hierfür ist insbesondere der Aufbau des Forderungsvolumens durch die Ausweitung der Umsätze sowie eine verbesserte Liquiditätssituation. Nach Investitionen von 9,5 Mio. €, Nettoabgängen von 0,1 Mio. € und Abschreibungen von 8,1 Mio. € hat sich das Anlagevermögen um 1,3 Mio. € auf 54,0 Mio. € leicht erhöht. Bei den Investitionen handelt es sich im Wesentlichen um Erweiterung der Gebäude sowie Ersatzbeschaffung von Betriebs- und Geschäftsausstattung. Der Bilanzposten Vorräte ist im Vergleich zum Vorjahr von 14,3 Mio. € um 5,0 Mio. € auf 9,3 Mio. € gesunken. Die erhaltenen Anzahlungen haben sich gegenüber dem Vorjahr von 10,5 Mio. € um 8,4 Mio. € auf 18,9 Mio. € erhöht. Gleiches gilt für die Vorratsbestände und geleisteten Anzahlungen: diese sind von 24,8 Mio. € um 3,4 Mio. € auf 28,2 Mio. € gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr von 97,0 Mio. € um 21,9 Mio. € auf 118,8 Mio. € erhöht. Ein Teil der Forderungen wird monatlich zu Finanzierungszwecken abgetreten. Zum Stichtag wurde aufgrund der verbesserten Liquiditätssituation der regresslose Forderungsverkauf ausgesetzt. Die langfristige Finanzierung der Unternehmensgruppe erfolgt überwiegend durch Eigenkapital. Die kurzfristige Finanzierung erfolgt insbesondere über Lieferantenverbindlichkeiten, regresslosen Forderungsverkauf und Kontokorrentkredite. Die Rückstellungen haben sich insgesamt von 82,9 Mio. € um 18,7 Mio. € auf 101,6 Mio. € erhöht. Die Rückstellungen für Pensionen sind von 49,0 Mio. € um 10,5 Mio. € auf 59,5 Mio. € gestiegen. Die sonstigen Rückstellungen sind deutlich von 28,9 Mio. € um 6,0 Mio. € auf 34,9 Mio. € angestiegen. Der Anstieg entfällt im Wesentlichen in Höhe von 6,7 Mio. € auf Personalrückstellungen. Hingegen sind die Rückstellungen für ausstehende Montagen im Maschinenbau um 0,6 Mio. € gesunken, nachdem die Einschränkungen der Reisemöglichkeiten im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen sind. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich von 9,2 Mio. € um 8,2 Mio. € auf 1,0 Mio. € gesunken. Die Reduzierung ist das Ergebnis des positiven Cash-Flows. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 14,1 Mio. € und werden stichtagsbedingt gegenüber dem Vorjahr um 3,0 Mio. € höher ausgewiesen. Sie verteilen sich über alle Geschäftsbereiche. Die sonstigen Verbindlichkeiten liegen mit 38,4 Mio. € um 4,8 Mio. € über dem Wert des Vorjahres von 33,6 Mio. €. Die Liquiditätssituation der Unternehmensgruppe hat sich im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr sehr erfreulich entwickelt. Der Finanzmittelfonds ist von 4,4 Mio. € in 2020 um 12,1 Mio. € auf 16,5 Mio. € deutlich gestiegen. Einem Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 43,7 Mio. € (Vorjahr 33,7 Mio. €) standen Zahlungsmittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit von 9,1 Mio. € (Vorjahr 5,8 Mio. €) und aus der Finanzierungstätigkeit von 22,6 Mio. € (Vorjahr 15,8 Mio. €) gegenüber. Die zum Abschlussstichtag nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien betragen 26,0 Mio. € aus Kontokorrentkrediten, 30,0 Mio. € aus Factoring und 15,0 Mio. € aus dem Avalrahmen und summieren sich auf 71,0 €. 3. Chancen- und Risikobericht Risiko- und Qualitätsmanagement ergänzen sich. Indem wir kontinuierlich die von uns gesteckten Ziele im Rahmen unserer Qualitätssicherungssysteme erreichen und verbessern, tragen wir gleichzeitig zur Minimierung unserer Risiken bei. Wir sind im Rahmen unserer geschäftlichen Aktivitäten verschiedenen Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Dabei ist es unser Ziel, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen, um durch geeignete Maßnahmen deren Eintritt zu verhindern oder ihre Wirkung zu begrenzen, ohne jedoch die konsequente Nutzung der sich bietenden Chancen für ein ertragsorientiertes Wachstum zu vernachlässigen. Die sich aufgrund der unterschiedlichen Geschäftstätigkeiten ergebenden Risikoprofile der Geschäftsbereiche Dienstleistung und Maschinenbau erfordern differenzierte auf die jeweiligen Geschäftsfelder abgestimmte Methoden für die Handhabung von Risiken. Diesen Rahmenbedingungen tragen wir durch eine dezentrale Organisation des Risikomanagements Rechnung. In standardisierten Betriebs- und Zeitreihenvergleichen werden Entwicklungen im laufenden Geschäft gemessen, die als Indikator für Risikopotenziale herangezogen werden. Das Planungssystem ermöglicht auf der Grundlage einer rollierenden strategischen und operativen Planung, zukünftige Risiken in der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage aufzudecken und einzuschätzen. Damit ist sichergestellt, dass mögliche Abweichungen frühzeitig in Entscheidungsprozessen Berücksichtigung finden und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Im Rahmen des Versicherungswesens werden Risiken nur dann über den Versicherungsmarkt abgesichert, wenn dies im Hinblick auf den wirtschaftlichen Nutzen sinnvoll erscheint. Rechtlichen Risiken aus Vertragsbeziehungen zu Dritten wird sowohl durch personelle als auch organisatorische Maßnahmen begegnet. Im Folgenden beschreiben wir die aus unserer Sicht wesentlichen Risikofelder, die jedoch nicht als abschließende Aufzählung verstanden werden können. Durch Veränderungen im Zeitablauf und Modifikationen der Rahmenbedingungen sind einer vollständigen Erfassung problemimmanente Grenzen gesetzt. Bei veränderter Sachlage können sich gegebenenfalls zusätzliche, nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unseres Unternehmens ergeben, die im Folgenden nicht erfasst sind. Für unser personal- und damit arbeitskostenintensives Dienstleistungsgeschäft stellen mögliche Änderungen des Steuer-, Arbeits- und Sozialrechts durch den Gesetzgeber sowie Änderungen der bestehenden Tarifverträge Risiken dar, die sich auf die Höhe der Personalkosten und damit auf das Ergebnis negativ auswirken können. Durch flexible Vertragsgestaltung mit unseren Kunden, gezielte Verbandsarbeit und ein auskömmliches Verhältnis zu unseren Betriebsräten werden potentielle Risiken im Rahmen unserer Möglichkeiten zur Einflussnahme reduziert. Steuerliche Risiken versuchen wir über ein Tax-Compliance-Management-Systems (TCMS) zu minimieren. Wir sind sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Absatzseite Marktrisiken ausgesetzt. Da wir bei der Beschaffung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Leistungen auf Fremdanbieter angewiesen sind, können diese Abhängigkeiten durch Lieferschwierigkeiten und Qualitätsprobleme zu Risiken führen. Durch kontinuierliche Beschaffungsmarkt- und Produktbeobachtung stellen wir sicher, dass Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten, von Produkten und Subunternehmen nicht entstehen. Zu den eingesetzten Produktionsfaktoren zählt insbesondere im Maschinenbau Energie. Die in Deutschland eingeleitete Energiewende sowie die mittelfristige Beschaffungspreisentwicklung bei fossilen Energieträgern wie Öl und Gas können Einfluss auf die Produktionskosten und unsere Wettbewerbssituation nehmen. Wir begegnen diesem Risiko, indem wir durch umfangreiche Investitionen in nachhaltige Energien die Abhängigkeit von diesen Lieferanten reduzieren. Beispielsweise werden alle großen betriebseigenen Standorte mit einer Photovoltaik-Anlage ausgerüstet, um den Energieverbrauch nachhaltig und ressourcenschonend zu gestalten. Die Hälfte der verbrauchten Energie wird dadurch selbst erzeugt; die andere Hälfte wird über Ökostrom eingedeckt. Auf der Absatzseite sind wir als Folge der erhöhten Markttransparenz und des zunehmenden Preisdrucks einem verstärkten Wettbewerb ausgesetzt. Der hohen Wettbewerbsintensität, die erheblichen Einfluss auf Marktanteile und die Ertragslage hat, begegnen wir mit Maßnahmen zur Produktinnovation und -optimierung sowie mit kontinuierlicher Verbesserung unserer Geschäftsprozesse und Kostenstrukturen. Neben den beschriebenen Wettbewerbsrisiken unterliegen wir auch kundenseitigen Risiken wie dem Wegfall von Großaufträgen und Kundeninsolvenzen, die ergebnisbelastend wirken können. Im Maschinenbau begegnen wir dem Ausfallrisiko auf der Kundenseite mit Anzahlungsstaffeln und Akkreditiven. Unserer Überzeugung nach ist eine hohe Qualität unserer Leistungen und Produkte die Basis für das Vertrauen der Kunden in unsere Arbeit - und damit auch die Basis für die Reduzierung von Betriebsrisiken. Die Betriebsprozesse unterliegen im Zeitablauf der Kontrolle durch Qualitätsmesssysteme, die Risiken durch externe Störfaktoren und Qualitätsverluste aufdecken, so dass angemessene Anpassungsmaßnahmen zum Erhalt der Qualitätsnormen eingeleitet werden können. Ergänzend werden unsere Mitarbeiter in den fachspezifischen Kenntnissen und Qualitätsanforderungen im Rahmen unserer Qualitätssicherungssysteme durch kontinuierliche Ausbildungs- und Weiterbildungsprogramme geschult und geprüft. Gegen dennoch eintretende Schadensfälle sind wir in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang versichert. Zur Unterstützung der operativen und administrativen Geschäftsprozesse verfügen wir über eine zentrale, einheitliche und integrierte Informationstechnologie, der bundesweit alle Niederlassungen in einem Daten- und Kommunikationsnetzwerk angeschlossen sind. Die Steuerung unseres Unternehmens ist maßgeblich von dieser komplexen Informationstechnologie abhängig. Die Aufrechterhaltung und Optimierung der IT-Systeme erfolgen durch qualifizierte interne und externe Spezialisten. Den Risiken aufgrund von Datenmissbrauch, Cybercrime, Datenverlust oder Versorgungslücken bei der Stromversorgung begegnen wir mit technischen und organisatorischen Maßnahmen. Aufgrund der technologischen Entwicklung und der fortschreitenden Digitalisierung ergibt sich ein grundsätzliches Risiko aus dem Thema Datenschutz. Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) enthält Vorschriften zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Verkehr solcher Daten. Im Zuge der DSGVO werden unternehmensseitig Maßnahmen zur Datenschutzkonformität laufend aktualisiert und weiterentwickelt. Da wir mit unseren Dienstleistungen ausschließlich im Euroraum tätig sind, bestehen absatzseitig keine Transaktions- und Währungsrisiken. Für unseren exportorientierten Maschinenbau bestehen grundsätzlich Fremdwährungsrisiken, denen mit nahezu ausschließlicher Fakturierung in Euro begegnet wird. Nachfragezeitpunkte und Preissensibilität unserer internationalen Kunden werden durch Wechselkursschwankungen beeinflusst. Zum Abschlussstichtag werden keine derivativen Finanzierungsinstrumente gehalten. Politische Risiken im Ausland beeinflussen die Nachfragesituation einzelner Absatzmärkte erheblich. Sowohl die Ukraine als auch Russland haben in der Vergangenheit wichtige Exportländer für unsere Maschinenbauunternehmen dargestellt. Es ist aktuell nicht absehbar, inwieweit aufgrund des Kriegs in der Ukraine diese Märkte zukünftig wieder an Relevanz gewinnen werden. Neben diesen generellen Risiken gibt es globale Einzelrisiken wie die Pandemie des Coronavirus (SARS-CoV-2), die das Wirtschaftswachstum nachhaltig negativ beeinflussen können. Als Folge können sich im Maschinenbau Verzögerungen bei der Montage und Inbetriebnahme von Maschinen ergeben. Weiterhin kann im Maschinenbau die Absage von Messen einen Einfluss auf den erwarteten Auftragseingang haben. Im Bereich Dienstleistungen kann infolge von kundenseitigen Schließungen bzw. hohem Krankenstand die Leistungserbringung erschwert sein. Als Folge der Pandemie und des daraus entstehenden wirtschaftlichen Schadens kann es vermehrt zu Forderungsausfällen und Insolvenzen kommen. Dem Ausfallrisiko auf der Kundenseite begegnen wir mit einem engen Monitoring der Bonität unserer Kunden. Intern begegnen wir diesen pandemischen Risiken durch unsere Regelung zur Notfallplanung, die als eine Präventivmaßnahme zur Aktivierung der Arbeitsgruppe Pandemie geführt hat. Diese Arbeitsgruppe passt den Pandemieplan an die aktuelle Situation an, sichtet täglich die Zahlen und Berichte zur Situationsentwicklung und informiert im Bedarfsfall frühzeitig über notwendige Maßnahmen, die vor allen Dingen den Schutz unserer Mitarbeiter vor Ansteckung zum Ziel haben. Die wesentlichen Chancen des Konzerns liegen im Ausbau der bestehenden Geschäftsfelder. Wachstum kann sowohl durch Neugewinnung von Kunden als auch durch Intensivierung bestehender Beziehungen sowohl in Leistungstiefe als auch -breite generiert werden. Durch unsere nachhaltigen Anstrengungen zur Prozessoptimierung kann eine schlanke und effiziente Organisation geschaffen werden, die sich bezüglich ihrer Flexibilität, der Reaktionszeiten und ihrer Kostenstruktur Wettbewerbsvorteile verschafft. Weiterentwicklungen im Maschinenbau bedürfen bezüglich des Zeithorizontes und der finanziellen Anstrengungen eines langen Atems. Technische Neuerungen und Verbesserungen im Produktportfolio schaffen Wettbewerbsvorteile und generieren Kundennachfrage. Die Größe einzelner Kunden aus der Lebensmittelindustrie kann bei Umstellung der Produktion auf unsere Maschinen zu Großaufträgen und Serienfertigungen führen. Derartige Aufträge bieten das Potential, aufgrund reduzierter Konstruktions- und Produktionskosten nachhaltig profitabel zu sein. Im Geschäftsjahr 2021 bestanden für den Piepenbrock Konzern keine bestandsgefährdenden Risiken. Es ist von einer Fortführung des Unternehmens auszugehen. 4. Prognosebericht Der Ausblick auf 2022 ist mit großen Unsicherheiten verbunden. Durch den völkerrechtswidrigen Einmarsch Russlands in der Ukraine haben sich die ökonomischen Rahmenbedingungen grundlegend geändert. Aktuell ist dieser Krieg räumlich auf die Ukraine begrenzt. Neben den direkten Auswirkungen auf das direkte Liefergeschäft durch Sanktionen in Form von weniger Umsatz gibt es zahlreiche und weitreichendere indirekte Folgen insbesondere in Deutschland und den europäischen Nachbarländern. Dazu zählen die Verteuerung von Energie und Rohstoffen, eine noch größere Belastung in den Lieferketten und ganz allgemein die erneut erhöhte Verunsicherung über die weitere Entwicklung. Für das Gesamtjahr 2022 erscheint unter der Annahme einer zeitlich eng begrenzten kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine und keiner dauerhaften Besetzung durch Russland laut Oxford Economics ein weltwirtschaftliches Wachstum von 3,7 Prozent möglich. Erhebliche negative Auswirkungen gibt es in diesem Szenario vor allem auf die Volkswirtschaften der beiden Länder und abgestuft auf die europäischen Volkswirtschaften. Mit jedem Tag, den dieser Krieg länger dauert, nimmt die Eintrittswahrscheinlichkeit des Basis-Szenario der Ökonomen von Oxford Economics jedoch ab und die ihres Alternativen Basis-Szenarios zu. In diesem Abwärts-Szenario ist modelliert, dass die Kämpfe in der Ukraine bis weit in das Jahr 2023 andauern. Der Westen verhängt schärfere Sanktionen gegen Russland, Russland ergreift Vergeltungsmaßnahmen, und die Gaslieferung nach Europa sind für sechs Monate unterbrochen. Das globale BIP würde nur um rund 3 Prozent wachsen. Weitere größere Risiken für die Weltwirtschaft sind die räumliche Eskalation des Konfliktes sowie die Covid-Strategie Chinas, durch die sich die Angebotsprobleme weiter verschärften könnten. Im Falle einer damit einhergehenden höheren und anhaltenden Inflation würde die globale Wirtschaftsentwicklung mit 2,3 Prozent Zuwachs im Jahr 2022 um fast 1,5 Prozentpunkte niedriger ausfallen als im Basis-Szenario. Mittelfristig ist das Szenario der Anhaltenden Inflation das Szenario mit dem negativsten Ausblick. Die Volkswirtschaft der EU-27 würden im positiven Basis-Szenario um 3,2 Prozent wachsen. Im Falle einer anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzung scheinen 2 Prozent Wachstum möglich. Unterbrechungen in den Lieferketten bis Anfang des kommenden Jahres zusammen mit erhöhten Preisen würden zu einem niedrigen BIP-Wachstum von 1,8 Prozent führen. Im Negativ-Szenario Inflation wäre das Plus nur 1,8 Prozent. Die deutsche Wirtschaft ist abermals heftigem Gegenwind ausgesetzt. Der Krieg in der Ukraine führt zu hohen Rohstoffpreisen, neuen Lieferengpässen und schwindenden Absatzmöglichkeiten. Die hohen Rohstoffpreise verringern die Kaufkraft der verfügbaren Einkommen und dämpfen damit den privaten Konsum. Zudem belasten zusätzliche Lieferengpässe die Industrie spürbar. Schließlich verschlechtern sich zumindest vorübergehend die Absatzmöglichkeiten aufgrund der Sanktionen sowie der durch den Krieg gestiegenen Unsicherheit. All dies trifft die Wirtschaft in einer Phase, in der die dämpfenden Einflüsse der Pandemie nachlassen und eine kräftige Erholung angelegt war. Die starken Auftriebskräfte - hohe aufgestaute Kaufkraft bei den privaten Haushalten und dicke Auftragspolster der Industrie - federn die Schockwellen aus dem Krieg in der Ukraine ab. Im Ergebnis dürfte sich die Erholung in diesem Jahr laut dem Kieler Institut für Weltwirtschaft tendenziell fortsetzen, allerdings in spürbar langsamerem Tempo als im Winter erwartet und mit einem nachvollziehbar hohen Prognoserisiko. Insgesamt scheint ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 2,1 Prozent für das laufende Jahr und von 3,5 Prozent für das Jahr 2023 möglich. Die Inflation dürfte in diesem Jahr mit 5,8 Prozent so hoch ausfallen wie noch nie im wiedervereinigten Deutschland. Selbst wenn die Rohstoffpreise nicht mehr weiter steigen und die Lieferengpässe allmählich nachlassen, wird die Inflation im kommenden Jahr mit 3,4 Prozent hoch bleiben, auch weil die jüngsten Erzeugerpreisanstiege erst nach und nach bei den Verbrauchern ankommen. Während der Krieg auf dem Arbeitsmarkt in diesem Szenario kaum Spuren hinterlässt, werden die öffentlichen Ausgaben steigen, so dass die Haushaltsdefizite länger auf erhöhten Niveaus verharren. Auch die Pandemie ist noch nicht überwunden. In Deutschland gibt es zum Ende des ersten Quartals 2022 Höchststände bei den Inzidenzen, sodass Personalmangel durch Krankschreibungen absehbar ein Thema bleiben. Für die Dienstleistungsgruppe sind wir zuversichtlich, unsere Position im Markt durch organisches Wachstum weiter ausbauen zu können. Die für 2022 geltende Tariferhöhung im Gebäudereiniger-Handwerk als auch die Anpassung des gesetzlichen Mindestlohnes wird zu einer Steigerung der Personalkosten führen. Durch Preisgleitklauseln können entsprechende Lohnsteigerungen in der Regel vollumfänglich an unsere Kunden weitergegeben werden. Aufgrund unserer guten Positionierung im Bereich des Maschinenbaus gehen wir auch in 2022 von einer positiven Entwicklung aus. Die im Dezember 2021 verabschiedete Jahresplanung 2022 sieht für die Piepenbrock Unternehmensgruppe eine erwartete Konzern-Gesamtleistung von 779,0 Mio. € und einen Konzernjahresüberschuss von 27,4 Mio. € vor. Die aktuelle Unsicherheit bezüglich des Kriegs in der Ukraine sowie der pandemischen Lage, schränken jedoch zum derzeitigen Zeitpunkt eine verlässliche Prognose für das Jahr 2022 ein. Die tatsächlichen Ergebnisse der Folgeperioden können, wenn sich genannte oder andere Unsicherheiten manifestieren oder sich getroffene Annahmen im Nachgang als unzutreffend herausstellen, aufgrund des Prognosecharakters der obigen Aussagen wesentlich von unseren Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen.
Die Geschäftsführung KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021PIEPENBROCK UNTERNEHMENSGRUPPE GMBH + CO. KG, BERLINAKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
KonzernkapitalflussrechnungPiepenbrock Unternehmensgruppe GmbH + Co. KG, BerlinIn der Konzernkapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme nach den Cashflows für die Bereiche der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit gesondert dargestellt. Die Ermittlung erfolgt unter Anwendung des Deutschen Rechnungslegungs-Standards Nr. 21 (DRS 21).
Konzernanhang 2021Piepenbrock Unternehmensgruppe GmbH + Co. KG, Berlin - KonzernabschlussAllgemeine Angaben Der Konzernabschluss der Piepenbrock Unternehmensgruppe GmbH + Co. KG, Berlin, eingetragen beim Amtsgericht Charlottenburg unter HRA 20524, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt worden. Gemäß § 297 Abs. 1 HGB besteht der Konzernabschluss aus der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung, dem Eigenkapitalspiegel und dem Konzernanhang. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. Der Konzernabschluss ist gemäß § 298 Abs. 1 HGB i. V. m. § 244 HGB in Euro aufgestellt worden. Konsolidierungskreis Nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung wurden neben dem Abschluss der Piepenbrock Unternehmensgruppe GmbH + Co. KG insgesamt 130 in- und ausländische Tochterunternehmen in den Konzern einbezogen, da die Muttergesellschaft auf diese einen unmittelbaren oder mittelbaren beherrschenden Einfluss ausübt. Auf die Einbeziehung von 2 Tochtergesellschaften wurde verzichtet, da diese für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind (§ 296 Abs. 2 HGB). Eine Aufstellung aller in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen kann der Anteilsbesitzliste entnommen werden. Konsolidierungsgrundsätze Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung wurde für Tochterunternehmen, die bereits vor dem 01.01.2010 in den Konzernabschluss einbezogen wurden, nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB alte Fassung) vorgenommen. Dabei wurden im Rahmen der Erstkonsolidierung die jeweiligen Beteiligungsbuchwerte mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochterunternehmen einschließlich Rücklagen und Ergebnisvortrag verrechnet. Die vorläufigen aktivischen Unterschiedsbeträge wurden entsprechend der zugrunde liegenden stillen Reserven auf Grundstücke und Gebäude verteilt und der verbleibende Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert. Passivische Unterschiedsbeträge wurden mit den Rücklagen verrechnet. Für die ab 2010 erstmalig in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurde die Kapitalkonsolidierung gem. § 301 HGB nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Zunächst wurden den Vermögensgegenständen und Schulden die zugrunde liegenden stillen Reserven und Lasten zugeordnet. Anschließend wurde eine Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem neubewerteten Eigenkapital vorgenommen. Die daraus resultierenden aktivischen Unterschiedsbeträge wurden als Geschäfts- oder Firmenwerte bilanziert. Ein passivischer Unterschiedsbetrag ist durch die Erstkonsolidierung einer Zweckgesellschaft, die langjährig als Beteiligung bilanziert wurde, entstanden. Aufgrund des lediglich technischen Charakters des Unterschiedsbetrages wurde dieser gegen die Rücklagen verrechnet. Soweit bei den im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen Tochterunternehmen Veränderungen in den Beteiligungsverhältnissen (Übernahme oder Verkauf von Anteilen) oder Veränderungen im konsolidierungspflichtigen Eigenkapital eingetreten sind, wurde eine Folgekonsolidierung durchgeführt. Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung sind erfolgsneutral im Posten "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" erfasst worden. Bei der Schuldenkonsolidierung nach § 303 HGB sind die als Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Konzernunternehmen des Konsolidierungskreises ausgewiesenen Beträge gegeneinander aufgerechnet worden. Die aus der Währungsumrechnung entstandenen Kursdifferenzen sind erfolgsneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" eingestellt worden. Vermögensgegenstände, die auf Lieferungen und Leistungen zwischen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, sind grundsätzlich gemäß § 304 Abs. 1 HGB anzusetzen. Auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen wurde nur verzichtet, soweit diese für die Vermittlung des den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung der Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entspricht § 305 HGB. Aus den Gewinn- und Verlustrechnungen der Konzernunternehmen wurden sowohl die Innenumsätze als auch die sonstigen Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Wertansätze der Vermögensgegenstände und Schulden in der Konzernbilanz sind unter Anpassung an eine konzerneinheitliche Bilanzierung (HB II) aus den Jahresabschlüssen der Tochterunternehmen abgeleitet worden. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten erfolgt einheitlich und entspricht den handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften sowie den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Nachstehend geben wir eine Übersicht über die gewählten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden: Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear. Geschäfts- oder Firmenwerte werden mit einer Nutzungsdauer von maximal 3 Jahren planmäßig abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer berechnet. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten zwischen EUR 250 und EUR 800 liegen, werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Bis 2019 wurden für Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten zwischen EUR 250 und EUR 1.000 lagen gemäß der steuerlichen Vereinfachungsregel § 6 Abs. 2a EStG Sammelposten gebildet. Diese Posten werden noch linear mit jeweils einem Fünftel der Anschaffungskosten abgeschrieben. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Niedrigere Wertansätze werden beibehalten, sofern nicht wieder ein höherer Wertansatz bis zu den ursprünglichen Anschaffungskosten geboten ist. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei Wertminderung werden die vorgenannten Posten außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Abschreibungsbedarf wird insbesondere aus dem Verhältnis von Buchwerten zu niedrigeren Marktpreisen oder aus geringen Umschlagshäufigkeiten identifiziert. Der Ansatz der unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 HGB unter Ansatz der Materialeinzel- und -gemeinkosten, der Fertigungseinzel- und -gemeinkosten sowie unter Berücksichtigung der Verwaltungsgemeinkosten. Bei Wertminderung werden die vorgenannten Posten außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Abschreibungsbedarf wird insbesondere aus dem Verhältnis von Buchwerten zu retrograd ermittelten Vergleichswerten identifiziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit Nennwerten angesetzt. Die in den Forderungen liegenden Risiken werden durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angemessen berücksichtigt. Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Für Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit kleiner 1 Jahr werden das Anschaffungskosten- und Realisationsprinzip nicht angewendet. Es werden Rückstellungen für Pensionen aus laufenden Leistungen sowie für Anwartschaften aus Zusagen gebildet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet worden. In Abweichung zum Vorjahr wurde auf die Anwendung des Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB verzichtet. Gleiches gilt für Verpflichtungen aus laufenden Leistungen, die auf Sonderzusagen vor dem 01.01.1987 beruhen. Dieser wurde unter Berücksichtigung der Sterbetafeln Heubeck 2018 G in einem versicherungsmathematischen Gutachten berechnet. Im Rahmen der Bewertung wurden zukünftige Gehaltssteigerungen, soweit diese für die Ermittlung der Rentenhöhe anrechenbar sind, von 1,5 % p. a. sowie Rentenerhöhungen von 1,0 % p. a. berücksichtigt. Für die Abzinsung ist der von der Deutschen Bundesbank ermittelte Zinssatz für eine Laufzeit von 15 Jahren und einer Durchschnittsbildung über 10 Jahre i. H. v. 1,87 % zugrunde gelegt worden. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Für Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit kleiner 1 Jahr werden Anschaffungskosten- und Realisationsprinzip nicht angewendet. Die Aktiv- und Passivposten der auf fremde Währung lautenden Bilanzen sind, mit Ausnahme des Eigenkapitals, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet worden. Das Eigenkapital wurde mit dem zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung gültigen Umrechnungskurs bilanziert. Sich daraus ergebende Umrechnungsdifferenzen sind innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten Eigenkapitaldifferenzen aus der Währungsumrechnung ausgewiesen. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Durchschnittskurs umgerechnet. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge wurden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 305 HGB beruhen, wurden ebenfalls mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des voraussichtlichen Abbaus der Differenzen bewertet. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge wurden berücksichtigt, sofern innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung wahrscheinlich ist. Aktive und passive Steuerlatenzen wurden saldiert ausgewiesen. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anteilbesitz ist in der beigefügten Aufstellung gesondert dargestellt. Latente Steuern Die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
* Bewertung gemäß Teileinkünfteverfahren Angaben zur Fristigkeit und Besicherung der Verbindlichkeiten Angaben zur Zusammensetzung der Verbindlichkeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEuro 492 durch Grundschulden gesichert. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die jährlichen Verpflichtungen aus der Anmietung von Geschäftsräumen belaufen sich auf TEuro 7.077 (Vj. TEuro 6.478). Aus abgeschlossenen Leasingverträgen ergeben sich für die Gesellschaft in den Folgejahren finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEuro 22.333 (Vj. TEuro 27.002). Angaben und Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Die Dienstleistungsumsätze werden ausschließlich im Inland erwirtschaftet. In den Umsätzen des Maschinenbaus sind Auslandsumsätze in Höhe von TEuro 41.843 (Vj. TEuro 44.756) enthalten. Da die Maschinenbautöchter global agieren, ist eine weitere Unterteilung nach Regionen aufgrund der Streuung der Umsätze und des geringen Anteils am Konzerngesamtumsatz nicht aussagekräftig. Im Personalaufwand werden Aufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung in Höhe von TEuro 95.251 (Vj. TEuro 80.674) ausgewiesen. Erläuterung zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wurde gemäß DRS 21 aufgestellt und zeigt, wie sich die flüssigen Mittel des Unternehmens im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Entsprechend DRS 21 werden Zahlungsströme aus laufender Geschäftstätigkeit sowie solche aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Konzernkapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode ermittelt. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel, d. h. Kassenbestand, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich der nicht in Darlehen bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Sonstige Angaben Die Piepenbrock Unternehmensgruppe GmbH + Co. KG, Berlin, hat als oberstes Mutterunternehmen des Konzerns durch den Gesellschaftsvertrag eine von der gesetzlichen Regelung abweichende Gewinnverteilung festgelegt. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2021 beträgt TEuro 38.799. Zunächst werden die Gesellschafter-Darlehenskonten und Teile der Rücklagen mit einem Betrag von insgesamt TEuro 1.285 verzinst und den Gesellschafter-Darlehenskonten gutgeschrieben. Der nach Verzinsung verbleibende Restgewinn von TEuro 27.514 wird nach den Quoten des Kommanditkapitals den Gesellschaftern zugeordnet und hälftig den Gesellschafter-Darlehenskonten und Rücklagen gutgeschrieben. Mitarbeiter: Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern beschäftigt:
Die Vergütungen an die Beiräte betragen TEuro 77,5 (Vj. TEuro 82,5). Im Berichtsjahr sind Kosten für die Abschlussprüfungen durch den Konzernabschlussprüfer i. H. v. TEuro 107 (Vj. TEuro 115) angefallen. Die Dienstleistungsgruppe refinanziert sich u.a. durch einen monatlichen, regresslosen Kundenforderungsverkauf. Das Abtretungsvolumen wird den Liquiditätsbedürfnissen entsprechend in der Regel zwischen 0 und 30 Mio. Euro flexibel gestaltet und die Regulierung erfolgt im Wege der stillen Zession. Teile des genutzten beweglichen Anlagevermögens stehen nicht im Eigentum des Konzerns sondern werden geleast. Dies bringt neben Finanzierungsvorteilen auch administrative Vorteile in der Abwicklung der Beschaffung, Verwaltung und Rück- bzw. Weitergabe der Leasinggegenstände. Die Risiken dieser Geschäfte sind vergleichbar mit den Risiken der im Eigentum stehenden Wirtschaftsgüter.
Osnabrück, den 13.04.2022 Geschäftsführungsgesellschaft Piepenbrock Unternehmensgruppe mbH, Berlin gez. Arnulf Piepenbrock gez. Olaf Piepenbrock Anlagenspiegel
Anlage zum Anhang Aufstellung des Anteilsbesitzes am 31.12.2021 Aufstellung der verbundenen Unternehmen Operative Gesellschaften
Ruhende Gesellschaften
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Piepenbrock Unternehmensgruppe GmbH + Co. KG, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Piepenbrock Unternehmensgruppe GmbH + Co. KG, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Piepenbrock Unternehmensgruppe GmbH + Co. KG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-konzern-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Osnabrück, den 14. April 2022 Dr.
Klein, Dr. Mönstermann + Partner GmbH
Dr. Niemann, Wirtschaftsprüfer Dunkel, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss 2021 wurde in der Beiratssitzung am 15.6.2022 gebilligt. |
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