Stammdaten

Register
Amtsgericht Landshut HRB 8906
Vorher
dc-square GmbH
Eingetragen
31.5.2012
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Softwareentwicklung und Anbieten von Software-as-a-Services (SaaS)-Leistungen sowie Erbringung von Leistungen einschließlich Betriebs-, Vertriebs- und Dienstleistungen im Bereich Messaging-Lösungen, vor allem im Bereich Internet of Things (IoT).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Barry Libert
seit 8.10.2025
Geschäftsführer
Mirko Deneke
seit 8.10.2025
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (13)

NameAnteil
C******** S******
14.01%
9.89%
9.89%

Ungelöste Beteiligungen (12)

Gesellschafter
Beta

23 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 23 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Earlybird Fund VII GmbH & Co. geschl. InvKG
Germany
8.504 €
17.54%
C******** S******
6.793 €
14.01%
Esprit Nominees Limited
United Kingdom
6.188 €
12.77%
C******** M*********
4.793 €
9.89%
D****** O********
4.793 €
9.89%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HiveMQ GmbH

Landshut

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HiveMQ GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HiveMQ GmbH, Landshut, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HiveMQ GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Hinweis auf Erstprüfung

Der Jahresabschluss der HiveMQ GmbH für das vorherige, am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr, der Grundlage für die Vergleichsangaben im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist, wurde nicht geprüft.

 

Berlin, 5. Juli 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

von Michaelis, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.032,00 35.762,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 750.345,00 484.785,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 272.382,81
750.345,00 757.167,81
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 98,30 98,30
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 905.862,74 934.404,78
905.961,04 934.503,08
1.688.338,04 1.727.432,89
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.865.393,05 2.807.970,53
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 21.582,17 21.855,87
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.461.425,65 944.950,27
4.348.400,87 3.774.776,67
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 11.949.385,53 34.582.794,94
16.297.786,40 38.357.571,61
C. Rechnungsabgrenzungsposten 389.618,39 304.925,79
18.375.742,83 40.389.930,29

Passiva

31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 43.193,00 43.193,00
II. Kapitalrücklage 49.323.785,13 49.323.785,13
III. Gewinnrücklagen 0,00 0,00
IV. Verlustvortrag -15.763.590,50 -1.317.975,82
V. Jahresfehlbetrag -25.738.426,97 -14.445.614,68
7.864.960,66 33.603.387,63
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.182.972,57 1.549.098,01
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 463.863,43 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 307.407,89 663.033,52
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 627.091,11 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 880.625,51 523.799,62
davon aus Steuern EUR 513.312,12 (Vj. EUR 379.183,27)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 41.154,71 (Vj. EUR 22.594,40)
2.278.987,94 1.186.833,14
D. Rechnungsabgrenzungsposten 7.048.821,66 4.050.611,51
18.375.742,83 40.389.930,29

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 11.301.142,94 7.649.259,00
2. Sonstige betriebliche Erträge 488.369,33 459.760,24
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 170.172,73 (Vj. EUR 342.453,92)
11.789.512,27 8.109.019,24
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 603.716,94 467.894,89
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 0,00 -57,65
603.716,94 467.837,24
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 16.403.122,81 14.773.026,64
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.191.362,10 1.091.023,98
davon für Altersversorgung EUR 77.952,56 (Vj. EUR 53.846,25)
18.594.484,91 15.864.050,62
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 326.468,45 174.499,55
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 8.052,36 0,00
334.520,81 174.499,55
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 18.062.196,00 6.065.455,99
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 482.336,50 (Vj. EUR 150.573,76)
37.594.918,66 22.571.843,40
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 86.972,41 21.855,87
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 64.619,82 (Vj. EUR 21.856)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13.404,43 55,00
73.567,98 21.800,87
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.791,56 3.670,39
10. Ergebnis nach Steuern -25.737.629,97 -14.444.693,68
11. Sonstige Steuern 797,00 921,00
12. Jahresfehlbetrag -25.738.426,97 -14.445.614,68

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Firma HiveMQ GmbH (im Folgenden auch "Gesellschaft") mit Sitz in Landshut ist beim Amtsgericht Landshut unter der Nummer HRB 8906 im Handelsregister eingetragen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde unter Anwendung der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) zu beachten.

Es handelt sich bei der Gesellschaft um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 1 HGB. Die größenabhängigen Erleichterungsvorschriften gem. § 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern-Prinzip gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsatze maßgebend.

Die Sachanlagen und die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt, die nach der linearen Methode mit handelsrechtlich zulässigen Sätzen vorgenommen wurden. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Netto-Anschaffungskosten von bis zu 800 EUR wurde die Vereinfachungsregel in Anspruch genommen.

Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt zu den historischen Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten. Die Ausleihungen werden grundsätzlich zum Nennwert bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert aktiviert. Von den Forderungen wurden für erkennbare Risiken einzeln oder pauschal ermittelte Wertberichtigungen abgesetzt.

Die Bankguthaben und Kassenbestände entsprechen den Nominalwerten.

Als Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Stichtag darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verbindlichkeiten und wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als Passiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie den Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach dem Stichtag darstellen.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag, unter Beachtung des Imparitäts- und Realisationsprinzips bei längerfristigen Posten, bewertet. Bei einer Laufzeit von einem Jahr oder weniger werden auch unrealisierte Kursgewinne ertragswirksam erfasst (§ 256a HGB)

III. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Darlehen mit einer Restlaufzeit wie im Vorjahr von mehr als einem Jahr.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Personalverpflichtungen und für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten, einschließlich, jedoch nicht ausschließlich für die Aufbewahrung von Belegen, nicht abgerechneten Leistungen von Lieferanten, Beiträge zur Berufsgenossenschaft sowie Abschluss- und Prüfungskosten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit wie im Vorjahr von bis zu einem Jahr.

Es besteht ein Bankdarlehen in Höhe von TEUR 464 mit einer Restlaufzeit von 6 Jahren, welches durch ein verpfändetes Geldmarktkonto von TEUR 300 gesichert ist. Das verpfändete Geldmarktkonto wird aufgrund des eingeschränkten Zugriffes der Gesellschaft unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 627 resultieren aus der Übernahme von Aufwendungen aus der Tochtergesellschaft.

IV. Erläuterungen zur GuV

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind (periodenfremde Erträge), in Höhe von TEUR 92,8 (Vorjahr TEUR 32,2) enthalten, die wesentlich aus der Korrektur von doppelt erfassten offenen Posten entstanden sind, und in vorhergehenden Perioden irrtümlich verbucht wurden.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind (periodenfremde Aufwendungen), in Höhe von TEUR 130,5 (Vorjahr TEUR 55,2) enthalten, die wesentlich aus der Korrektur von doppelt erfassten offenen entstanden sind, und in vorhergehenden Perioden irrtümlich verbucht wurden.

Personalaufwand

Im Personalaufwand werden Aufwendungen in Höhe von TEUR 5.321,1 (Vorjahr TEUR 4.901,3) für Personaldienstleistungen einer Professional Employer Organisation ausgewiesen, da dies ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertragslage darstellt.

Sonstige Betrieblichen Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden Aufwendungen in Höhe von TEUR 9.182,3 (Vorjahr TEUR 0,0) für Fremdleistungen der HiveMQ Inc., einer Tochtergesellschaft, ausgewiesen. Diese Aufwendungen betreffen Leistungen zur Erschließung des US-Marktes sowie für Marketing- und Management-Services.

V. Sonstige Pflichtangaben

Beteiligungen

Name und Sitz der Gesellschaft HiveMQ Inc.

Höhe des Anteils am Eigenkapital 100%

Eigenkapital der Gesellschaft: 98,30 EUR

Ergebnis für das Geschäftsjahr 2023: 118.109,71 EUR

Organe

Die folgenden Personen waren im Geschäftsjahr als Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt:

Christian Meinerding, Landshut, Chief Executive Officer

Dominik Obermaier, Landshut, Chief Technology Officer

Die Geschäftsführer übten ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr hauptberuflich aus.

Auf die Angabe zu der Gesamtvergütung der Geschäftsführer wurde im Einklang mit § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Prüfungs- und Beraterhonorare

Der Abschlussprüfer der Hive MQ GmbH ist die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deutschland. Im Berichtsjahr sind für die Abschlussprüfung Aufwendungen von TEUR 33 entstanden.

Mitarbeiterzahl

Gemäß § 285 Nr. 7 HGB betrug die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl 196,3 (Vorjahr: 117,5) - davon 1 Werkstudenten (Vorjahr: 1,75) und 40,5 (Vorjahr: 35,0) Mitarbeiter über eine Professional Employer Organisation.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen bis ins Jahr 2031 sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.625.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverhältnissen sowie Bestellobligo und schwebende Bestellungen.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Landshut, den 28.06.2024

Christian Meinerding

Dominik Obermaier

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge davon aktivierte Fremdkapitalzinsen
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 40.250,00 0,00 0,00
40.250,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 922.380,00 545.167,92 0,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 272.382,81 186.986,85 0,00
1.194.762,81 732.154,77 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 98,30 0.00 0.00
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 934.404,78 0,00 0,00
934.503,08 0.00 0,00
2.169.515,89 732.154,77 0,00
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 40.250,00
0,00 0,00 40.250,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 343.963,88 354.144,53 1.477.728,57
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 103.924,71 -355.444,95 0,00
447.888,59 -1.300,42 1.477.728,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0.00 0.00 98.30
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 -28.542,04 905.862,74
0,00 -28.542,04 905.961,04
447.888,59 -29.842,46 2.423.939,61
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.488,00 3.730,00 0,00 0,00 8.218,00
4.488,00 3.730,00 0,00 0,00 8.218,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 404.645,88 322.738,45 0,00 0,00 727.384,33
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
404.645,88 322.738,45 0,00 0,00 727.384,33
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
409.133,88 326.468,45 0,00 0,00 735.602,33
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.032,00 36
32.032,00 36
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 750.344,24 485
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 272
750.344,24 757
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 98,30 0
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 905.862,74 934
905.961,04 934
1.688.337,28 1.727

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlegende Informationen über das Unternehmen

A. Allgemeines und Geschäftsmodell

Die HiveMQ GmbH entwickelt und vertreibt eine MQTT-basierte Messaging-Plattform, die es Unternehmen ermöglicht, eine zuverlässige und skalierbare IoT-Infrastruktur aufzubauen. Die Plattform bietet Lösungen für die sichere und effiziente Übertragung von Daten zwischen vernetzten Geräten und der Cloud. Die Hauptkunden von HiveMQ stammen aus den Bereichen Automobil, Industrie 4.0, Energie und Logistik.

HiveMQ bietet sowohl On-Premise- als auch Cloud-basierte Lösungen an. Das Geschäftsmodell basiert hauptsächlich auf Software-Abonnements und zusätzlichen Dienstleistungen wie Beratung und Support.

B. Forschung und Entwicklung

HiveMQ investiert kontinuierlich in die Forschung und Entwicklung, um die Funktionalitäten der Plattform zu erweitern. Im Jahr 2023 lag der Fokus auf der Entwicklung von Sicherheitsfunktionen, der Erweiterung der Integrationsmöglichkeiten mit verschiedenen Cloud- Diensten und der Optimierung der Plattform für den Einsatz in großen industriellen IoT-Projekten. Die F&E-Ausgaben beliefen sich auf 70 % des Jahresumsatzes.

II. Wirtschaftsbericht

A. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) verzeichnete die Weltwirtschaft im Jahr 2023 ein Wachstum von 3,0 %, was einen Rückgang im Vergleich zu den 3,5 % im Jahr 2022 darstellt. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die nachlassende Erholung nach der Coronapandemie, den anhaltenden Konflikt in der Ukraine und straffere geldpolitische Rahmenbedingungen zurückzuführen. Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um etwa 4,34 Billionen US-Dollar auf insgesamt rund 104,48 Billionen US-Dollar. Die vier größten Volkswirtschaften - USA, China, Japan und Deutschland - tragen mehr als die Hälfte zur weltweiten Wirtschaftsleistung bei.

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland stagnierte im Jahr 2023 im Kontext anhaltender Krisen. Steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage sowohl im Inland als auch aus dem Ausland trugen zu dieser Entwicklung bei. Insgesamt führte dies zu einem Rückgang des deutschen BIP um 0,3 %. Verglichen mit dem Jahr 2019, dem letzten Jahr vor der Coronapandemie, liegt das BIP 2023 jedoch um 0,7 % höher.

Die Software-as-a-Service (SaaS)-Branche verzeichnete auch 2023 starkes Wachstum und bestätigte ihre zentrale Rolle in der digitalen Transformation von Unternehmen weltweit. Der globale SaaS-Markt wurde 2022 auf 257,47 Milliarden USD geschätzt und wird voraussichtlich bis 2030 mit einer jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 19,7 % auf 1,3 Billionen USD anwachsen. Der US-amerikanische Markt dominiert dabei, gefolgt von einer dynamischen Entwicklung in der Asien-Pazifik-Region.

2023 war das langsamste Jahr für das Wachstum von B2B-SaaS-Unternehmen seit fünf Jahren, mit einem Rückgang der jährlichen Wachstumsrate um 21,9 % im Vergleich zu 2022. Das langsamere Umsatzwachstum führte dazu, dass Unternehmen sich auf Effizienzsteigerung und Kostensenkung fokussieren.

B. Geschäftsverlauf

1. Rohertragsentwicklung

HiveMQ konnte im Geschäftsjahr 2023 ein Rohertragswachstum von 46 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Dieses Wachstum wurde durch die Gewinnung neuer Kunden und die Erweiterung der Geschäftsbeziehungen mit bestehenden Kunden erzielt. Die wiederkehrenden Umsätze aus Software-Abonnements und Cloud-Diensten trugen maßgeblich zu diesem Wachstum bei.

2. Mitarbeiterentwicklung

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter stieg von 118 auf 196. Der Großteil der Neueinstellungen erfolgte in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Vertrieb und Marketing. HiveMQ setzt verstärkt auf die Rekrutierung von Fachkräften aus dem In- und Ausland.

C. Ertragslage

Kennzahl (in T€) 2023 2022 Veränderung (%)
Rohertrag 11.186 7.641 46
Personalaufwand 18.594 15.864 17
Sonstige Aufwendungen 18.062 6.065 198
EBITDA -25.470 -14.288 78
Abschreibungen 335 174 93
EBIT -25.805 -14.463 78
Finanzergebnis/ Steuern 67 17 294
Jahresergebnis -25.738 -14.446 78

Der Rohertrag hat sich aufgrund unseres Umsatzwachstums bei konstanter Rohertragsmarge erhöht auf 11.186 T€, eine Steigerung um 46 % im Vergleich zum Vorjahr.

Die Personalaufwendungen stiegen auf 18.594 T€, was einen Anstieg von 17 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Diese Erhöhung ist auf die Einstellung neuer Mitarbeiter und die entsprechenden Gehaltsanpassungen zurückzuführen.

Sonstige Aufwendungen betrugen 18.062 T€, eine Steigerung von 198 % im Vergleich zu 2022. Diese Aufwendungen beinhalten unter anderem höhere Ausgaben für Marketing. Ein großer Bestandteil dieser Aufwendungen, in Höhe 9.182 T€, entstand aus Fremdleistungen der HiveMQ Inc., einer Tochtergesellschaft in den USA. Diese Aufwendungen betreffen Marketing und Verkaufsleistungen zur Erschließung des US-Marktes sowie für Management-Services.

Das EBITDA verschlechterte sich um 78 % auf -25.470 T€, was auf die gestiegenen Personal- und sonstigen Aufwendungen zurückzuführen ist. Die Abschreibungen erhöhten sich auf 335 T€, ein Anstieg um 93 % im Vergleich zum Vorjahr.

Das EBIT sank um 78 % auf -25.805 T€. Das Finanzergebnis und die Steuern beliefen sich auf 67 T€. Das Jahresergebnis verschlechterte sich auf -25.738 T€, was einem Anstieg der Verluste um 78 % entsprach.

Die wesentlichen Steuerungsgrößen für HiveMQ sind die Umsatzerlöse, davon insbesondere die wiederkehrenden Umsätze über entsprechende Software-Abonnements, sowie die Personalkosten.

D. Finanzlage

Kennzahl (in T€) 2023 2022 Veränderung (%)
Finanzmittelbestand zu Beginn 34.573 9.412 267
Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit - 23.485 - 13.144 79
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit - 217 - 1.690 -87
Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit 1.078 39.995 -97
Finanzmittelbestand am Ende 11.949 34.573 -65

Die Finanzlage der Gesellschaft ist durch den geplanten Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit geprägt. Investitionen in das Anlagevermögen waren im Geschäftsjahr von untergeordneter Bedeutung. Die Gesellschaft war für das gesamte Geschäftsjahr in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. In 2024 erfolgten zusätzliche Mittelzuflüsse zur Stärkung des Liquiditätsposition. Insgesamt verfügt das Unternehmen somit weiterhin über eine solide Liquiditätsbasis für zukünftige Geschäftstätigkeiten und Investitionen.

E. Vermögenslage

Kennzahl (in T€) 31.12.2023 31.12.2022 Veränderung (%)
Anlagevermögen 1.688 1.727 -2
Umlaufvermögen 16.298 38.258 -58
Eigenkapital 7.865 33.603 -77
Verbindlichkeiten 2.279 1.187 92
Bilanzsumme 18.376 40.390 -55

Das Anlagevermögen betrug 1.688 T€, was aufgrund von Abschreibungen einem Rückgang von 2 % im Vergleich zu 1.727 T€ im Vorjahr entspricht.

Das Umlaufvermögen reduzierte sich signifikant um 58% von 38.358 T€ auf 16.298 T€. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf eine Reduzierung der liquiden Mittel zurückzuführen.

Das Eigenkapital reduzierte sich im Geschäftsjahr um 77 % von 33.603 T€ auf 7.865 T€ aufgrund des Jahresfehlbetrages.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 92 % auf 2.279 T€ im Vergleich zu 1.187 T€ im Vorjahr. Dieser Anstieg ist auf eine erhöhte Inanspruchnahme von einem Bankkredit in Höhe von 500 T€ zurückzuführen, welche für langfristige Investitionen genutzt wurde.

Die Bilanzsumme verringerte sich um 55 % von 40.390 T€ auf 18.376 T€. Diese Verringerung reflektiert die Reduktion des Umlaufvermögens und des Eigenkapitals im Geschäftsjahr 2023.

F. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft steht im Einklang mit den Erwartungen der Geschäftsführung und stellt ihrer Meinung nach eine solide Grundlage für zukünftiges Wachstum dar.

III. Risiko und Chancenbericht sowie Prognoseberichterstattung

A. Markt- und Wettbewerbsrisiken

Die SaaS-Branche sieht sich 2023 mit einer Vielzahl wirtschaftlicher Unsicherheiten konfrontiert, die durch geopolitische Spannungen und straffere geldpolitische Maßnahmen hervorgerufen werden. Diese Faktoren können zu einer Reduzierung der Investitionsbereitschaft und einer Zurückhaltung bei der Einführung neuer Technologien führen. Steigende Betriebskosten, insbesondere für IT-Infrastruktur und Cybersicherheit, belasten die Margen der Unternehmen und beeinträchtigen ihre Wettbewerbsfähigkeit.

Ein bedeutendes Risiko in der Branche stellt die Kundenabwanderung (Churn) dar, die im Jahr 2023 einen Rekordwert erreichte. Unternehmen müssen erhebliche Anstrengungen unternehmen, um neue Kunden zu gewinnen und bestehende zu binden.

Die rasante technologische Entwicklung erfordert kontinuierliche Investitionen in Forschung und Entwicklung, insbesondere bei der Integration von Künstlicher Intelligenz und Machine Learning. Datenschutz- und Sicherheitsbedenken sind ebenfalls zentral, da Datenverstöße das Vertrauen der Kunden erheblich beeinträchtigen können. Zusätzlich stellen der Mangel an qualifizierten Fachkräften und regulatorische Herausforderungen weitere Risiken dar, die die Geschäftstätigkeit und die Expansion in neue Märkte erschweren können.

Zusammenfassend stehen SaaS-Unternehmen vor wirtschaftlichen, technologischen und regulatorischen Risiken, die sorgfältig gemanagt werden müssen, um nachhaltiges Wachstum und langfristigen Erfolg zu gewährleisten.

B. Chancenbericht

Die fortschreitende Digitalisierung und der zunehmende Einsatz von IoT-Technologien bieten HiveMQ erhebliche Wachstumschancen. HiveMQ's starke Marktposition in den USA und Europa und das breite Kundenportfolio ermöglichen es, von diesen Trends zu profitieren und HiveMQ's Marktanteile weiter auszubauen.

C. Prognosebericht

Für das Jahr 2024 wird ein moderates globales Wirtschaftswachstum erwartet, mit einer leichten Verbesserung der globalen Produktion um 2,5 % im Jahr 2024 und 2,6 % im Jahr 2025. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird ein Wachstum von 1,6 % für das laufende Jahr prognostiziert. Diese Aussichten werden durch eine leichte Erholung der internationalen Wirtschaftstätigkeit und eine Stabilisierung der Energiepreise unterstützt.

Laut dem IFO Institut und ihrer Wirtschaftsvorhersage wird das Wirtschaftswachstum in Deutschland für das Jahr 2024 auf 0,1 % geschätzt, was eine leichte Erholung gegenüber den vorherigen Prognosen darstellt. Für 2025 wird ein Wachstum von 1,4 % erwartet. Diese Erholung wird hauptsächlich durch eine Verbesserung des globalen Wirtschaftsumfelds und eine allmähliche Stabilisierung der geopolitischen Lage unterstützt. Die Inflation wird voraussichtlichauf 2,3% im Jahr 2024 und weiter auf 1,6 % im Jahr 2025 sinken, was hauptsächlich aufrückläufige Energiepreise zurückzuführen ist. Für die USA wird im Jahr 2024 ein moderates Wirtschaftswachstum von etwa 0,7% erwartet, mit einer möglichen Beschleunigung auf 2,2% in den folgenden Jahren. Trotz anhaltender Herausforderungen wie hoher Inflation und geopolitischen Spannungen zeigt sich eine gewisse Stabilität, unterstützt durch eine starke Konsumausgaben und Investitionen in Technologie und Innovation.

Laut weiteren Studien wird die SaaS-Branche weithin ein starkes Wachstum verzeichnen, angetrieben durch die zunehmende Digitalisierung und die Integration von Künstlicher Intelligenz und Machine Learning.

Der globale Saas-Markt wird voraussichtlich bis 2030 eine jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 19,7% aufweisen. Insbesondere der SaaS-Sektor in den USA wirdein bedeutendes Wachstum verzeichnen, mit einem erwarteten Marktvolumen von 190,10 Milliarden USD im Jahr 2024 und einer jährlichen Wachstumsrate von etwa 18,92% bis 2029.

Aufgrund unserer Investitionen in Marketing und Verkauf in den USA ind in Europa erwarten wir erneut eine deutliche Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen zu können, die je nach Entwicklung der wirtschaftlichen Gesamtsituation zwischen 20 und 50% liegen sollte. Die Personalkosten sollten nur geringfügig steigen, da wir planen, die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter bei 196 konstant zu halten.

 

Landshut, den 28.06.2024

Christian Meinerding

Dominik Obermaier

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