APM Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Anne Ossenberg seit 3.11.2015 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ströer SE & Co. KGaAKölnKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018GESCHÄFTSBERICHT 2018STRÖER SE & CO. KGAAKONZERNKENNZAHLEN IM ÜBERBLICK 1FORTGEFÜHRTE AKTIVITÄTEN
1 Für weitere Details zu den einzelnen
Kennzahlen verweisen wir auf das Kapitel "Wertorientierte
Steuerung".
DER VORSTANDDr. Bernd MetznerCFODr. Bernd Metzner wurde 1970 in Ruit auf den Fildern bei Stuttgart geboren und hat Betriebswirtschaft an der Universität Siegen studiert. Nach Promotion und Berufseinstieg in der Kanzlei Flick Gocke Schaumburg bekleidete er unterschiedliche Management-Positionen im Finanzbereich des Bayer Konzerns. So war er u. a. verantwortlich für die Koordination der Abspaltung und Börseneinführung von Lanxess, CFO von Bayer Italien und Finanzchef der Pharmasparte von Bayer. Von Mitte 2011 bis Mitte 2014 stand Berne Metzner als CFO für das Familienunternehmen Döhler Group in der Verantwortung. Zum 16. Juni 2014 hat Dr. Bernd Metzner den Posten des Chief Financial Officer (CFO) bei Ströer übernommen und vervollständigt damit neben Co-CEO Udo Müller und Co-CEO Christian Schmalzl den Vorstand der Ströer Management SE. Udo MüllerCo-CEOUdo Müller, 1962 in Rüdesheim geboren, stieg 1987 über die Vermarktung seines Handballvereins Reinickendorfer Füchse in Berlin in die Außenwerbung ein. Ab 1990 baute er zusammen mit Heiner W. Ströer die Ströer City Marketing GmbH auf, die 2002 in eine Aktiengesellschaft umfirmiert wurde. Durch die Übernahme der Deutsche Städte Medien (2004) und der Deutsche Eisenbahn Reklame (2005) trieb Müller das Wachstum des Unternehmens voran, das er 2010 an die Börse brachte. 2011 wurde Müller vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft als Anerkennung für herausragende unternehmerische Leistunger zum Senator h. c. ernannt. Udo Müller erweiterte mit dem Online-Einstieg in 2012 den Geschäftsbereich des Außenwerbers um die Online-Vermarktung. 2017 folgte die erfolgreiche Erweiterung des Ströer Produktportfolios durch den Bereich Dialogmedien. Christian SchmalzlCo-CEOChristian Schmalzl, 1973 in Passau geboren, studierte Politikwissenschaft, Philosophie, Literaturwissenschaft und Soziologie an den Universitäten Passau, München und Cardiff. Nach seinem Studium trat er 1999 bei der Münchner MediaCom ein und wurde im Jahr 2002 jüngster Geschäftsführer der Agenturgruppe. 2007 übernahm er die Verantwortung für das gesamte Deutschlandgeschäft, bevor er 2009 zum Worldwide Chief Operations & Investment Director (COO) der international agierenden Mediagruppe ernannt wurde. Zum Jahresende 2012 übernahm Christian Schmalzl die Aufgabe des COO im Vorstand von Ströer. Im März 2017 wurde Christian Schmalzl zum Co-CEO der Ströer SE & Co. KGaA berufen. Udo Müller und Christian Schmalzl bilden damit eine Doppelspitze der Ströer Gruppe. VORWORT DES VORSTANDSSehr geehrte Damen und Herren,liebe Aktionärinnen und Aktionäre,2018 war ein erfolgreiches aber auch bewegtes Jahr für unser Unternehmen. So konnten wir mit unseren Finanzkennzahlen, wie bereits in den Jahren zuvor, erneut Bestmarken setzen und unsere Ziele erreichen. Wir haben unseren Umsatz von 1.283 Millionen Euro um 23 Prozent auf 1.582 Millionen Euro gesteigert. Mit einem organischen Wachstum von rund 7,6 Prozent konnten wir den deutschen Werbemarkt klar outperformen. Das Operational EBITDA haben wir um 14 Prozent von 475 Millionen Euro auf 543 Millionen Euro gesteigert. Mit 34,3 Prozent lag die Operational EBITDA-Marge weiterhin auf dem hohen Niveau der Vorjahre. Entsprechend verbesserte sich das bereinigte Jahresergebnis und legte um rund 15 Prozent von 173 Millionen Euro auf 200 Millionen Euro zu. Unser Free Cash-Flow (vor Akquisitionen) erreichte mit 306 Millionen Euro einen neuen Höchstwert. Diese positiven Entwicklungen sind das Ergebnis der konsequenten Umsetzung unserer OOH+ Strategie mit Fokus auf Deutschland. Hierbei sind unser diversifiziertes Rechte-Portfolio, unser umfangreiches lokales Markt-Know-how und unser stark individualisiertes, global nicht skalierbares Geschäftsmodell neben unserem hohen Innovationstempo von entscheidender Bedeutung für unseren nachhaltigen Erfolg. Unsere attraktiven digitalen und dialogorientierten Geschäftsfelder unterstützen und verstärken unser erfolgreiches OOH-Kerngeschäft. Ein wichtiges Ereignis des vergangenen Geschäftsjahres war der erfolgreiche Verkauf unseres Türkeigeschäfts im Oktober 2018. Bereits im vergangenen Jahr haben wir den Istanbuler Stadtvertrag abgegeben. Daher gehörten die Türkeiaktivitäten nicht mehr zu unserem Kerngeschäft. Zudem konnten wir mit der Entkonsolidierung nachhaltig die Gruppenprofitabilität stärken und unser Finanzprofil weiter schärfen. Nachdem wir mit dem Erwerb von Avedo und Ranger Marketing im vergangenen Jahr bereits eine schlagkräftige Dialog Marketing Gruppe formen konnten, haben wir diese im Laufe des Jahres 2018 mit dem Kauf zweier weiterer wichtiger Anbieter von Callcenter Leistungen ergänzt: DV-COM und der D+S 360. Damit ist die Ströer Dialog Group zu einem der Top 3 Anbieter von Callcenter Kapazitäten in Deutschland und zu einem wichtigen Player in Europa aufgestiegen. Für das Geschäftsjahr 2019 erwarten wir ein organisches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Das Operational EBITDA sollte ebenfalls im mittleren einstelligen Prozentbereich steigen. Wir danken unseren Geschäftspartnern und Investoren für das uns entgegengebrachte Vertrauen und wünschen allen ein erfolgreiches Geschäfts- und Börsenjahr 2019.
Udo Müller Co-CEO Christian Schmalzl Co-CEO Dr. Bernd Metzner CFO Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Damen und Herren,2018 war für die Ströer Gruppe ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Es war geprägt von der konsequenten Umsetzung unserer Strategie mit regionalem Fokus auf Deutschland, der Ergänzung unseres Segments Direct-Media durch weitere Zukäufe und dem Verkauf des Türkeigeschäfts. Darüber hinaus waren das Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung und die Erweiterung unseres Aufsichtsrats auf jetzt sechzehn Mitglieder von besonderer Bedeutung für den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat der Ströer SE & Co. KGaA hat im Berichtszeitraum die persönlich haftende Gesellschafterin Ströer Management SE sorgfältig und regelmäßig beraten und überwacht. Dabei prüfte der Aufsichtsrat der Ströer SE & Co. KGaA vor allem die Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Ordnungsgemäßheit der Geschäftsführung des Vorstands der Ströer Management SE. Entsprechend den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex hat der Aufsichtsrat regelmäßig geprüft, ob ihm eine angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder angehört. Dies ist aufgrund der bestehenden Aktionärsstruktur besonders geboten und nach Einschätzung des Aufsichtsrats auch der Fall. Mit Ausnahme der Aufsichtsratsmitglieder Julia Flemmerer und Dirk Ströer stehen die Mitglieder des Aufsichtsrats in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Ströer SE & Co. KGaA, deren Vorstand und Aufsichtsrat oder einem kontrollierenden Aktionär, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann. Mit diesen zwei Ausnahmen nach der Definition des Deutschen Corporate Governance Kodex sind nach Einschätzung des Aufsichtsrats vierzehn von sechzehn Aufsichtsratsmitgliedern unabhängig. Diese Anzahl ist nach Überzeugung des Aufsichtsrats angemessen. Der Vorstand der Ströer Management SE berichtet dem Aufsichtsrat der Ströer SE & Co. KGaA sowohl in den Aufsichtsratssitzungen als auch außerhalb von Sitzungen laufend durch schriftliche und mündliche Berichte über die Geschäftspolitik und alle relevanten Aspekte der Unternehmensplanung und kommt damit seinen Informationspflichten nach. Dabei wurden neben der Finanz-, Investitions- und Personalplanung der Gang der Geschäfte, die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und des Konzerns (einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements), die Finanzlage und die Rentabilität des Konzerns besprochen. Während des Geschäftsjahres 2018 kam der Aufsichtsrat der Ströer SE & Co. KGaA zu vier Präsenzsitzungen zusammen. In zusätzlichen Gesprächen berieten sich der Aufsichtsratsvorsitzende, der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats mit dem Vorstand über wesentliche Vorfälle des Geschäftsgangs. Über diese Beratungen wurde dem Aufsichtsratsplenum regelmäßig mündlich Bericht erstattet. Der Aufsichtsrat der Ströer SE & Co. KGaA hat einen Prüfungsausschuss gebildet, der insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit der internen Risikomanagementsysteme, der internen Revision sowie der Abschlussprüfung befasst ist. Der Prüfungsausschuss der Ströer SE & Co. KGaA tagte im Berichtsjahr fünf Mal. Schwerpunkte der Beratungen und Prüfungen des AufsichtsratsIm schriftlichen Verfahren fasste der Aufsichtsrat am 22. Februar 2018 den Beschluss über die Änderung der Satzung der Gesellschaft zur Erhöhung des Grundkapitals um 275.486 Euro auf 55.557.985 Euro durch entsprechende Anpassung des Bedingten Kapitals 2013, wegen der Ausübung von Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsprogramm 2013 im Geschäftsjahr 2017 durch Bezugsberechtigte. In der Sitzung des Aufsichtsrats am 26. März 2018 beriet sich der Aufsichtsrat in Anwesenheit des Abschlussprüfers, der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, eingehend und billigte den uneingeschränkt testierten Jahresabschluss der Ströer SE & Co. KGaA und den uneingeschränkt testierten Konzernabschluss der Ströer SE & Co. KGaA für das Geschäftsjahr 2017. Der Aufsichtsrat verabschiedete außerdem seine Beschlussempfehlungen für die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft im Jahr 2018, darunter u.a. die Ausschüttung einer Dividende von 1,30 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Bestellung der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, zum Abschlussprüfer der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2018, die Wahlvorschläge für Wahlen in den Aufsichtsrat und die Satzungsänderung zur Erweiterung des Aufsichtsrats auf sechzehn Mitglieder. Eingehend beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit seiner Effizienzprüfung und verabschiedete das Kompetenzprofil. Schließlich setzte sich der Aufsichtsrat mit dem Compliance Bericht für das Geschäftsjahr 2018 auseinander. In der Sitzung des Aufsichtsrats am 30. Mai 2018, im Vorfeld der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft, beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit Maßnahmen und Zeitplan für die vorgeschlagene Erweiterung des Aufsichtsrats auf sechzehn Mitglieder. Die Sitzung des Aufsichtsrats am 12. September 2018 fand erstmals nach Erweiterung der Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder auf sechzehn Mitglieder statt, und der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende hieß alle neuen Aufsichtsräte herzlich Willkommen. Der Aufsichtsrat wählte einstimmig Herrn Christoph Vilanek zum Vorsitzenden und Herrn Dirk Ströer zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat bestätigte außerdem die Besetzung des Prüfungsausschusses mit Herrn Ulrich Voigt, Herrn Christoph Vilanek und Herrn Dirk Ströer. Die Schwerpunkte der Beratungen in der Sitzung des Aufsichtsrats am 13. Dezember 2018 lagen in der Erörterung des Prüfungsberichts und des Prüfungsplans für das Geschäftsjahr 2019. Der Aufsichtsrat stimmte der Freigabe des Mandats an die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, zur Prüfung mit begrenzter Sicherheit nach dem internationalen Prüfungsstandard ISAE 3000 der nichtfinanziellen Erklärung und dem Abschluss eines Rahmenvertrags für Nichtprüfungsleistungen mit der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, zu. Nach eingehender Prüfung und Erörterung entschied der Aufsichtsrat, seiner Prüfungsverantwortung für die nichtfinanzielle Erklärung der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2018 selbst nachzukommen und nicht einen Dritten zur prüferischen Durchsicht zu beauftragen. Der Aufsichtsrat verabschiedete auch die Erhöhung des Grundkapitals auf 56.171.871 Euro und entsprechende Anpassung des Bedingten Kapitals 2013 wegen der Ausübung von Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsprogramm 2013 und dem Aktienoptionsprogramm 2015 durch Bezugsberechtigte im Geschäftsjahr 2018. Schließlich verabschiedete der Aufsichtsrat die gemeinsame Erklärung von Aufsichtsrat und Vorstand über die Umsetzung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung des Jahres 2017. Frau Anette Bronder nahm außer an der Sitzung am 26. März 2018 an allen Sitzungen teil. Frau Julia Flemmerer nahm an der Sitzung am 12. September 2018 teil; sie fehlte bei den Sitzungen am 26. März 2018, 30. Mai 2018 und 13. Dezember 2018. Herr Michael Noth und Herr Christian Sardiña Gellesch nahmen außer an der Sitzung am 30. Mai 2018 an allen Sitzungen teil. Herr Vicente Vento Bosch nahm außer an der Sitzung am 12. September 2018 an allen Sitzungen teil. Frau Petra Sontheimer und Herr Andreas Huster nahmen ab ihrem Amtsantritt an allen Sitzungen teil. Alle weiteren Aufsichtsratsmitglieder nahmen an allen Sitzungen des Aufsichtsrats der Ströer SE & Co. KGaA teil. An den schriftlichen Verfahren haben jeweils alle Aufsichtsräte zu ihren jeweiligen Amtszeiten teilgenommen. Beratungen des Prüfungsausschusses des AufsichtsratsAm 15. März 2018 prüfte der Prüfungsausschuss die Entwürfe des Jahres- und des Konzernabschlusses der Ströer SE & Co. KGaA für das Geschäftsjahr 2017. An dieser Sitzung nahm der Abschlussprüfer der beauftragten Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, teil. In weiteren Sitzungen am 11. Mai 2018, 6. August 2018, 6. November 2018 und 21. November 2018 beschäftigte sich der Prüfungsausschuss mit den jeweiligen Zwischenabschlüssen der Gesellschaft, der Internen Revision, dem Risikomanagement-Bericht und Compliance Fragen. In der Sitzung des 6. Novembers 2018 tauschte sich der Prüfungsausschuss darüber hinaus auch über die Prüfung des CSR-Berichts aus. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sowie der Finanzvorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin, Herr Dr. Bernd Metzner, nahmen mit Ausnahme von Herrn Dirk Ströer an allen Sitzungen des Prüfungsausschusses teil, der an der Sitzung des Prüfungsausschusses vom 15. März 2018 nicht teilnahm. Mitglieder des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats sind unverändert Herr Ulrich Voigt als Vorsitzender, Herr Christoph Vilanek als stellvertretender Vorsitzender und Herr Dirk Ströer. Jahres- und KonzernabschlussprüfungDer vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 und der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018 der Ströer SE & Co. KGaA wurden unter Einbeziehung der Buchführung und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft. Diese erteilte jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern der Ströer SE & Co. KGaA rechtzeitig zur Verfügung gestellt. Sie waren Gegenstand intensiver Beratungen im Prüfungsausschuss der Ströer SE & Co. KGaA sowie in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats der Ströer SE & Co. KGaA am 22. März 2019. An den Erörterungen im Plenum nahm der verantwortliche Abschlussprüfer der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, teil. Er berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und stand für Fragen zur Verfügung. Sämtliche vom Vorstand und Abschlussprüfer vorgelegten Unterlagen wurden vom Aufsichtsrat eingehend geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung erhob der Aufsichtsrat keine Einwendungen und schloss sich dem Ergebnis der Abschlussprüfung durch die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, an. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Konzernabschluss der Gesellschaft wurden vom Aufsichtsrat der Ströer SE & Co. KGaA gebilligt. Personelle VeränderungenDer Aufsichtsrat der Ströer SE & Co. KGaA bestand bis zum 8. August 2018 aus zwölf Mitgliedern und zwar den sechs Anteilseignervertretern Herrn Christoph Vilanek als Vorsitzenden, Herrn Dirk Ströer als stellvertretendem Vorsitzenden, Frau Anette Bronder, Frau Julia Flemmerer, Herrn Ulrich Voigt und Herrn Vicente Vento Bosch sowie den sechs Arbeitnehmervertretern Frau Sabine Hüttinger, Frau Rachel Marquardt, Herrn Tobias Meuser, Herrn Dr. Thomas Müller, Herrn Michael Noth und Herrn Christian Sardiña Gellesch. Am 30. Mai 2018 beschloss die Hauptversammlung, die Satzung der Gesellschaft aufgrund der über 10.000 Arbeitnehmer angestiegenen Mitarbeiterzahl dahingehend zu ändern, dass die Anzahl der Aufsichtsratsmandate im Aufsichtsrat der Ströer SE & Co. KGaA gemäß dem geltenden Mitbestimmungsgesetz von zwölf auf sechzehn Aufsichtsratsmandate heraufgesetzt wird. Nach Durchführung des Statusverfahrens sowie dem Wirksamwerden der Satzungsänderung zur Erweiterung des Aufsichtsrats auf sechzehn Mitglieder setzt sich der Aufsichtsrat der Gesellschaft aus acht von den Anteilseignern und acht von den Arbeitnehmern zu wählenden Mitgliedern zusammen, wobei der Anteil der Frauen und Männer im Aufsichtsrat mindestens jeweils 30 Prozent zu betragen hat. Die Amtszeit sämtlicher amtierender Mitglieder des Aufsichtsrates der Gesellschaft endete mit der Eintragung der beschlossenen Satzungsänderung zur Erweiterung des Aufsichtsrats auf sechzehn Mitglieder in das Handelsregister der Gesellschaft am 9. August 2018. Die von der Hauptversammlung bereits am 30. Mai 2018 aufschiebend bedingt auf die Wirksamkeit der Satzungsänderung zur Erweiterung des Aufsichtsrats gewählten Anteilseignervertreter und zwar Frau Anette Bronder, Herr Martin Diederichs, Frau Julia Flemmerer, Frau Petra Sontheimer, Herr Dirk Ströer, Herr Vicente Vento Bosch, Herr Christoph Vilanek und Herr Ulrich Voigt traten mit Wirkung zum 9. August 2018 ihr neues Amt an. Auf Antrag des Vorstands bestellte das Amtsgericht Köln mit Beschluss vom 30. August 2018 acht Arbeitnehmervertreter zu neuen Aufsichtsratsmitgliedern und zwar Frau Sabine Hüttinger, Frau Rachel Marquardt, Herrn Tobias Meuser, Herrn Dr. Thomas Müller, Herrn Michael Noth, Frau Nadine Reichel, Herrn Christian Sadiña Gellesch und Herrn Andreas Huster zu Mitgliedern des Aufsichtsrats. Seither besteht der Aufsichtsrat aus den acht Anteilseignervertretern Frau Anette Bronder, Herrn Martin Diederichs, Frau Julia Flemmerer, Frau Petra Sontheimer, Herrn Dirk Ströer als stellvertretendem Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Herrn Vicente Vento Bosch, Herrn Christoph Vilanek als Vorsitzendem des Aufsichtsrats, und Herrn Ulrich Voigt sowie den acht Arbeitnehmervertretern Frau Sabine Hüttinger, Frau Rachel Marquardt, Herrn Tobias Meuser, Herrn Dr. Thomas Müller, Herrn Michael Noth, Frau Nadine Reichel, Herrn Christian Sadiña Gellesch und Herrn Andreas Huster. Frau Anette Bronder legte ihr Aufsichtsratsamt mit Wirkung zum 31. Dezember 2018 nieder. Im Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin, der Ströer Management SE, ergaben sich keine personellen Veränderungen. DankDer Aufsichtsrat der Ströer SE & Co. KGaA spricht dem Vorstand der Ströer Management SE, den Unternehmensleitungen der Konzerngesellschaften, dem Betriebsrat sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großen persönlichen Einsatz, ihre herausragenden Leistungen und ihr fortwährendes Engagement seinen großen Dank und seine Anerkennung aus.
Köln, im März 2019 Für den Aufsichtsrat Christoph Vilanek, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Ströer SE & Co. KGaA BERICHT ÜBER DIE LAGE DER GESELLSCHAFT UND DES KONZERNSDie in diesem Bericht über die Lage der Ströer SE & Co. KGaA, Köln, im Folgenden "Ströer KGaA", und des Konzerns vorgenommenen Verweise auf Seitenzahlen beziehen sich auf die Nummerierung im Geschäftsbericht. GRUNDLAGEN UND STRATEGIE DES STRÖER KONZERNSManagement StatementDie strategische Leitlinie der Ströer SE & Co. KGaA (im Folgenden "Ströer", "Ströer Gruppe" oder "Ströer Konzern") ist weiterhin geprägt durch "Customer Centricity" - die konsequente Ausrichtung des gesamten Angebotes auf die Anforderungen und Bedürfnisse der Werbekunden. Dabei deckt Ströer die gesamte Kunden-Bandbreite ab, vom großen nationalen Werbetreibenden bis zum kleinen lokalen Werbetreibenden. Die Ergebnisse des Jahres 2018 zeigen zum wiederholten Male, dass Ströer erfolgreich
Ströer arbeitet ferner konsequent daran, das am stärksten kundenfokussierte Media-Unternehmen am deutschen Werbemarkt zu werden, welches in verschiedenen Mediakanälen operiert und dabei konsequent für alle Kundensegmente das passende Angebot zur Verfügung stellt und dieses verlässlich operativ umsetzt. Mit dem umfassendsten lokalen Angebot kann Ströer zielgenau die Konsumenten der Werbekunden in allen Phasen ihres Kaufentscheidungsprozesses und im Nachkaufprozess nahezu überall in Deutschland auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen effizient ansprechen. Das Ziel von Ströer ist, dass jeder Werbetreibende, der in Deutschland eine Marketing- und Vertriebsmaßnahme plant, immer vorrangig an die Angebote und Möglichkeiten denkt, die Ströer bietet. Mit dieser ambitionierten Zielsetzung hat Ströer in den vergangenen Jahren bereits viel erreicht und wird sich darauf auch zukünftig konsequent im deutschen Werbemarkt fokussieren. KontextDer deutsche Werbemarkt ist seit rund zehn Jahren von großen Veränderungen geprägt. Die Marktanteile des Kernsegmentes Außenwerbung ("Out-of-Home-Media" oder OOH) sind dabei insbesondere in den vergangenen zehn Jahren nachhaltig, auf mittlerweile knapp unter 7 Prozent, gestiegen. Das ist eine Verdoppelung des Marktanteils in einem strukturell nicht mehr wachsenden Markt. Das Segment Print, bestehend aus Publikumszeitschriften und Zeitungen, hat in den vergangenen Jahren deutlich an Marktanteil verloren. Die tägliche Nutzungsdauer, vor allem der jüngeren und für die Werbewirtschaft besonders wichtigen Alterssegmente, hat sich kontinuierlich verringert. Entsprechend hat sich auch das Angebot reduziert. Die Leserschaft verlagert ihre Aufmerksamkeit auf Online und mobile Medien. Entwicklung Werbemarkt 2008 - 2018
Quelle: Nielsen Media Research, Werbeaufwendungen brutto ohne Werbesendungen *1. Jahresabschluss 2018 Nielsen Radio hält sich auf stabilen Werbemarktniveaus. Ebenso ist die Nutzerreichweite relativ stabil, jedoch nimmt die Nutzungsintensität gerade in jüngeren Zielgruppen zugunsten von Streaming-Portalen wie Spotify, Apple Music, Amazon Music etc. immer mehr ab. Die Werbemarktanteile von TV sind in Deutschland im internationalen Vergleich betrachtet noch immer relativ hoch. Eine deutliche Erosion ist bislang noch nicht auszumachen auch wenn das Nutzerverhalten zunehmend eine andere Sprache spricht. Statt lineares Werbefernsehen zu konsumieren, neigen immer mehr Nutzer dazu, wie beim Radio, Streamingdienste wie Amazon Prime oder Netflix zu nutzen. Es ist anzunehmen, dass das von der Fernsehforschung nachgewiesene, sehr hohe Niveau von über 220 Minuten durchschnittlicher Fernsehdauer durch alle Zielgruppen, in Zukunft in erster Linie von traditionellen Zielgruppen als von jungen, mobilen Zielgruppen erreicht werden wird. Die einzigen strukturell wachsenden Werbesegmente im deutschen Werbemarkt sind Out-of-Home sowie Online Werbung - die Segmente, in denen Ströer stetig eine starke Marktposition ausgebaut hat. Das Segment Online ist in seinen Dimensionen nur näherungsweise abzubilden. Hintergrund ist, dass Google, Facebook und Amazon ihre deutschen Werbemarkt-umsätze nicht in die Werbestatistik melden und daher geschätzt werden müssen. Diesen Markt unterteilt Ströer in Segmente, die primär von Google und Facebook dominiert werden und bei denen es um nicht redaktionell bearbeiteten Content geht, der technologiegetrieben für die Vermarktung nur anders organisiert wird. Kuratierter Content und Services haben eine andere Relevanz für den Nutzer. Auf dieses Segment hat sich Ströer fokussiert. Mit der ausgewogenen Kombination von eigenen Webseiten und Portalen, wie beispielsweise t-online.de oder Watson sowie der exklusiven, langfristigen Vermarktung einer Vielzahl von Premium-Inhalten anderer Partner, wie des Portfolios der Webseiten von Bauer, OMS, Kicker oder Motorpresse, insgesamt mehr als 350 der Top 700 deutschsprachigen Webseiten, sieht sich Ströer auch zukünftig in einer strategisch guten Ausgangsposition, um von einer weiteren Marktkonsolidierung dank leistungsfähiger Technologie- und Vermarktungskompetenz profitieren zu können. Durch die Digitalisierung ist ein Überangebot an Möglichkeiten entstanden. Verbraucher haben heute in allen Bereichen des digitalen Lebens enorme Auswahlmöglichkeiten. Plattformen und Preisvergleiche finden das preiswerteste Angebot. In der Vergangenheit mussten Verbraucher oft die Verfügbarkeit eines Produktes an ihrem Kaufort berücksichtigen. Auch im Werbemarkt überstieg vor allem im Bereich Online die Nachfrage oft das Angebot. Heute verschmelzen mediale Angebote zunehmend auf der digitalen Plattform "Internet", welche große Verfügbarkeit und optimalen Preisvergleich vorgibt und somit die Nachfrage durch Marktplätze zunehmend kontrolliert. Diese Marktplätze sind in der Regel unter Kontrolle angloamerikanischer Technologieunternehmen wie Google, Amazon oder Facebook, die sowohl die Preise kontrollieren als auch eine dezidierte Kenntnis der Produkt-Wirk-Mechanismen erlangen und diese für eigene Zwecke nutzen können (z.B. Amazon Basics Produkte). Möchte ein Anbieter sein Produkt jenseits dieser Plattformen beim Verbraucher vermarkten, so muss er neue skalierbare Wege finden, dies zu tun. Ströer bietet direkte Kommunikations- und Vertriebswege zwischen Anbieter und Verbraucher in allen Phasen des Kaufprozesses: Von der Anbahnung über den direkten Abschluss bis hin zum Nachkauf-Service. Für Ströer ist es daher von entscheidender Bedeutung, sich auf die für den nationalen und regionalen sowie lokalen Werbekunden optimalen und effizienten Lösungen zu fokussieren, anstatt international skalierbares Plattform-Geschäft aufbauen zu wollen. GeschäftsmodellStröer ist einer der führenden Anbieter der Vermarktung von Außen- und Online-Werbeflächen sowie aller Facetten des Dialog Marketings in Deutschland und bietet den werbetreibenden Unternehmen individualisierte, skalierbare und ganzheitliche Kommunikationslösungen entlang der gesamten medialen Wertschöpfungskette an. Im Fokus stehen dabei sowohl Kunden aus dem Segment großer nationaler Werbetreibender und ihrer Agenturen, denen der Ströer Konzern die relevante Reichweite und Breite an Werbemöglichkeiten anbieten kann, als auch das Segment mittlerer und kleiner regionaler, lokaler und sogar hyperlokaler Werbetreibender bis hin zum einzelnen Händler vor Ort. Diesen kann die Ströer Gruppe die Produkt- und auch Service-Infrastruktur anbieten, um vor Ort jeweils das optimale, individualisierte Angebot zusammenstellen und effizient abwickeln zu können. Ströer ist das einzige Werbeunternehmen in Deutschland mit der hierfür notwendigen Vertriebs-Infrastruktur mit Niederlassungen an mehr als 100 Orten und mehr als 13.000 Mitarbeitern in der entsprechenden Organisation. Diese Segmentierung ist konsequent ausgerichtet auf die idealtypische Sequenz in der Gestaltung werblicher Beziehung zwischen den Werbekunden und ihren Zielgruppen: Bekanntheit → Qualifizierung des Kontaktes → Abschluss Die Ströer Gruppe nutzt dabei Skaleneffekte auf der Kostenseite, die unter anderem bei Strategie & Innovation, Forschung & Entwicklung, Finanzen, Einkauf, Design, Recht, Kommunikation und Personalwesen zur Geltung kommen, ebenso wie die vielen Synergien, die sich aus dem Zusammenwirken der einzelnen Segmente und Gesellschaften ergeben. Abdeckung des gesamten Werbe-Wertschöpfungsprozesses
Segmente und OrganisationsstrukturDie Reporting-Segmente der Ströer Gruppe bestehen aus dem Segment Out-of-Home Media, Digital OOH & Content und Direct Media. Um die enge Verzahnung unserer Segmente im Rahmen unserer OOH + Strategie zu betonen, wurde das Segment Content Media in Digital OOH & Content umbenannt. Die Segmente sind in enger Abstimmung mit der Konzern-Holdinggesellschaft Ströer SE & Co. KGaA operativ eigenständig am Markt tätig. Die Abstimmung bezieht sich insbesondere auf die strategische Ausrichtung im ← Rahmen der Gesamtsteuerung des Ströer Konzerns. Hierdurch ist ein gezielter Know-how-Transfer zwischen den einzelnen Segmenten möglich. Darüber hinaus werden auch die Finanzierung und die Liquidität im Ströer Konzern zentral gesteuert. Die hieraus resultierende Refinanzierung der Segmente und deren Versorgung mit ausreichender Liquidität verschaffen den operativen Einheiten die notwendige Flexibilität, um Chancen im Markt kurzfristig nutzen zu können. Vertrieblich werden die drei Segmente durch einen nationalen Vertrieb, einen regionalen/lokalen Vertrieb und durch eigene Spezialvertriebe monetarisiert. Die Vertriebe sind über ein zentrales System ("Salesforce") verbunden. Salesforce wurde in 2018 erfolgreich neu eingeführt und löste das historische proprietäre Vertriebssystem ab. Der nationale Vertrieb betreut in erster Linie Kunden, welche meist in Form von Kampagnen national werben und hierbei durch Media- und Kreativagenturnetzwerke unterstützt werden. Daneben hat der nationale Vertrieb zu allen großen Werbetreibenden und ihren Agenturen direkten Zugang und betreut diese integriert in den Bereichen Out-of-Home Media und Digital OOH & Content, entwickelt für einen spezifischen Kampagnenzweck geeignete Lösungen und greift auf das gesamte Inventar aus Out-of-Home Media und Digital OOH & Content zu. Über Standorte und eigene Berater in Köln, Düsseldorf, Berlin, Hamburg, München und Frankfurt/Main werden die 1.000 größten deutschen Werbetreibenden vom nationalen Vertrieb direkt betreut. Der regionale Vertrieb betreut vor allem Kunden mit einem jährlichen Werbevolumen von zumeist unter 500.000 Euro und einer stark regional oder lokal fokussierten werblichen Zielsetzung, insgesamt mehr als 78.000 Kunden aus einer Grundgesamtheit von mehr als 2,5 Millionen KMUs. Der regionale Vertrieb ist in der Lage in jeder deutschen Großstadt alle Kunden direkt vor Ort durch eigene Spezialisten ganzheitlich zu betreuen und die optimale Strategie für einen Kunden strategisch, also vor allem langfristig, zu entwickeln und umzusetzen. Damit werden auch Kunden sukzessive entwickelt und binden sich in dieser Entwicklung an Ströer. Darüber hinaus stellt Ströer auch den Infrastrukturpartnern vor Ort, Kommunen, Gesellschaften und privaten Verpächtern von Flächen für Werbeanlagen direkte Ansprechpartner zur Verfügung und kann schnell auf die jeweiligen Erfordernisse reagieren. Der Bereich Dialog Media wird vertrieblich sowohl vom nationalen als auch vom regionalen Vertrieb unterstützt, besitzt aber auch eigene Spezialisten für das Dialoggeschäft an jedem zentralen Standort und bahnt dadurch Aufträge an. Out-of-Home MediaBasis des Außenwerbegeschäfts ist ein attraktives Portfolio an Verträgen mit privaten und öffentlichen Grundstücks- und Gebäudeeigentümern, von denen Ströer Werberechtskonzessionen für reichweitenstarke Standorte erlangt. Von besonderer Bedeutung sind dabei Verträge mit Kommunen, für die Ströer als Systemanbieter intelligente und passgenaue Infrastrukturlösungen entwickelt, welche das Stadtbild aufwerten oder zusätzliche Dienste ermöglichen. Daneben sind die Verträge mit der Deutschen Bahn und der ECE-Gruppe sowie mit Anbietern im öffentlichen Personennahverkehr von hervorgehobener Bedeutung. Dabei erstreckt sich das Produktportfolio auf alle Werbeformen, die außer Haus zum Einsatz kommen - von klassischen Plakatmedien (Großformate) über die Werbung an Wartehallen (Street Furniture) und Transportmitteln bis hin zu digitalen und interaktiven Angeboten. Das digitale Außenwerbegeschäft, welches auf Public Video beruht, ist aufgrund der Geschäftsnähe und der Technologie im Digital OOH & Content Segment subsumiert. Das Portfolio besteht derzeit aus fast 300.000 vermarktbaren Werbeflächen in Europa, vorwiegend in Deutschland. Die Verträge mit privaten Grund- und Gebäudeeigentümern sehen im Allgemeinen die Zahlung einer festen Pacht vor, während die kommunalen Konzessionsverträge überwiegend umsatzabhängige Pachtzahlungen enthalten. In 2018 konnten die kommunalen und privaten Werberechtskonzessionen weiter ausgebaut werden. Insbesondere die Digitalisierung bestehender und neuer Werbestandorte stand bei den alten und neuen Werbekonzessionen im Mittelpunkt. Hierbei ist ein besonderer Trend die zunehmende Digitalisierung von Werbeanlagen aller Formate. Digitalisierte Werbeanlagen bieten eine Reihe von Vorteilen und sind daher von großer strategischer Bedeutung für die Konzessionsgeber und Ströer. Durch die digitale und damit flexible Bespielung der Flächen ist es möglich, diese über alle Vertriebskanäle hinweg zu vermarkten und zudem aufgrund der vollständig digitalisierten Logistik sehr flexibel und granular anzubieten - von Paketen und Netzen bis hin zu einzelnen Flächen, von Kampagnen über längere Zeiträume hinweg bis hin zu spezifischen zeitpunktabhängigen Aktionen. Gleichzeitig lassen sich noch verfügbare Inventare ("Yields") sehr kurzfristig über direkte Anbindungen der Nachfragesysteme von Kunden (Demand Side Platforms "DSP") an die Systeme von Ströer (Supply Side Platform "SSP") vermarkten. Die hierfür nötigen umfassenden technischen Grundlagen auf allen Vertriebsebenen wurden in 2018 erfolgreich umgesetzt. Digitales OOH verfügt damit über eine enorme Flexibilität und Geschwindigkeit gepaart mit der Fähigkeit, sehr schnell an zentralen Orten viele Zielpersonen zu erreichen und Werbekampagnen schnell in den Köpfen zu verankern. Ströer ist der mit Abstand größte Anbieter von digitaler Außenwerbung in Deutschland durch eine Vielzahl von unterschiedlichen Produkten, wie Roadside Screens, Megavision, Public Video, Digital CLP, Edgar Art Net, POS Media oder Fahrgastfernsehen. Digital OOH Portfolio Strategie
Wichtige Partner im Außenwerbegeschäft sind die Städte und Kommunen in Deutschland. Von diesen erhält Ströer Werberechte und bewirtschaftet in enger Abstimmung mit ihnen die Infrastruktur. Um die "smarte" Digitalisierung der Städte weiter voran zu treiben, engagiert sich Ströer u. a. in der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland sowie als einziges Werbeunternehmen als Mitglied der "Morgenstadt-Initiative" des Fraunhofer IAO Instituts. Die Zielsetzung ist, Infrastruktur und Möglichkeiten von Ströer dazu zu nutzen, das Management von Städten zu vereinfachen und Bürgern die Bewältigung ihres Alltages durch smarte Dienste zu erleichtern. Die von Ströer aufgebaute Infrastruktur kann für diesen Zweck um zusätzliche Elemente erweitert werden, wie z. B. Umwelt-Sensorik oder Parkleitsysteme. Die digitalen Anlagen werden mittlerweile auch durch den Bevölkerungsschutz und die Polizei als digitale Stadtinformationsanlagen verwendet. Das bedeutet, dass neben Inhalten und Werbung auch kommunale Dienste und Informationen über die Anlagen ausgestrahlt werden. Das laufende Programm kann unterbrochen werden und für Warnhinweise und Ad-hoc-Meldungen im Zusammenhang mit sicherheitsrelevanten Umständen in bestimmten Regionen einer Stadt genutzt werden. Hieraus ergibt sich ein bedeutender Mehrwert für Kommunen und Bürger. Die Systeme von Ströer können somit direkt an alle gängigen Systeme (Katwarn, Fraunhofer und Nina/MoWas, Bundesamt für Bevölkerungsschutz und BiWAPP, Smartphone-App zur Warnung und Information der Bevölkerung) angeschlossen werden sowie an die meisten lokalen Systeme und Lagezentren der Polizei und Feuerwehr. Die Stadtinformationsanlagen von Ströer wurden 2018 auf der anerkannten Fachmesse Nordic Edge in Stavanger/ Norwegen mit einem europäischen Innovationspreis ausgezeichnet. Ströer steht mit vielen deutschen Kommunen in einem intensiven Austausch über die Zukunft und Entwicklung deutscher Städte. In diesem Zusammenhang werden Grundlagenpräsentationen, Schriftenreihen und ein stets aktualisierter Internetauftritt betreut, Teilnahmen an Messen geplant und eine Fülle gemeinnütziger Projekte, oft in enger Zusammenarbeit mit Hochschulen und der Fraunhofer-Gesellschaft, vorangetrieben. Ströer verfügt über eine eigene Forschung & Entwicklungsabteilung mit Niederlassungen in Köln und Shanghai. Hier werden Produktlinien gewartet und weiterentwickelt sowie Innovationen konzipiert. So konnten in 2018 beispielweise erhebliche Fortschritte in der Nutzung von Werbeträgern mit Solarzellen erreicht werden, die dadurch zumindest einen Teil ihres Strombedarfes decken können. Dem Außenwerbegeschäft sind zudem eine Reihe von Beteiligungen zugeordnet, die das kundenzentrierte Angebot optimal abrunden. Hier sei beispielsweise die United Ambient Media Group GmbH (UAM) oder die BlowUp Media genannt.
Digital OOH & Content 1Als Multi-Channel-Medienhaus bietet Ströer skalierbare Produkte von Branding & Storytelling bis hin zu Performance, Native Advertising 2und Social Media an. Display- und Mobile-VermarktungMit einer Reichweite von über 50,35 Millionen Unique Usern pro Monat nimmt die Ströer Digital Media GmbH (im Folgenden "Ströer Digital Media") Platz 1 im Vermarkter-Ranking der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) ein und zählt damit zu den bedeutendsten Display- und Mobile-Vermarktern im deutschen Werbemarkt. 3 Im Bereich Display- und Mobile-Vermarktung verfügt Ströer Digital Media über eine Vielzahl an Direktmandaten, eigenen Webseiten und über eine automatisierte Technologieplattform (sowohl für die Demand- als auch für die Supply-Side). Zu den eigenen Webseiten gehören zum Beispiel t-online.de sowie führende Special Interest Portale wie Giga.de oder Kino.de. Im Bereich der Direktmandate hat Ströer im letzten Jahr seine Vermarktungskapazität gebündelt und verfügt nun über exklusive Vermarktungsrechte für mehr als 1.000 Webseiten. Ströer hat die Möglichkeit, Rich Media 4und Native Advertising mit klassischen Display-Werbeformaten und neuen Bewegtbild-Produkten intelligent zu verknüpfen und entwickelt parallel innovative Werbeformate für den automatisierten Handel. Für umfeldorientierte Werbung stellt Ströer seinen Kunden ein einzigartiges Vermarktungsportfolio an renommierten Medienmarken und Apps sowie thematisch orientierte Verticals zur Verfügung.
1 Ehemals Content Media
Dabei sind alle Werbeformen und Produkte an den "Better Ads Standard" gemäß der "Coalition for Better Ads" angepasst und genügen daher modernsten Qualitätsansprüchen. Die Möglichkeiten programmatischer Vermarktung wurden deutlich ausgebaut, sowohl durch die Bereitstellung von Schnittstellen gängiger Buchungsplattformen zu dem Ströer Public Video Inventar, als auch durch den Rollout eines integrierten Header-Bidding Setup mit der Ströer Akquisition Yieldlove sowie der Ströer eigenen Supply Side Plattform ("Ströer SSP"). Ferner wurden der neue IAB Standard Flexible Ads umgesetzt und die Möglichkeiten zum Targeting deutlich ausgebaut. Damit kann wesentlich mehr Inventar programmatisch zur Verfügung gestellt und somit extrem kurzfristig zum optimalen Preis vermarktet werden. In diesem Zusammenhang konnten wichtige neue Mandate gewonnen (z.B. ariva.de, Computec/Gamesworld, Computec/Golem, DER-Touristik) oder, wie die Vermarktungsmandate der Bauer Media Gruppe und der Motor-Presse, verlängert werden. Owned Contentt-online.de hat es binnen eines Jahres geschafft ein führendes politisches Medium zu werden und wird weiterhin konsequent zu einer der führenden journalistischen Medienmarken Deutschlands ausgebaut. Angela Merkel, Annegret Kramp-Karrenbauer, Christian Lindner und Anton Hofreiter gaben t-online.de exklusive Interviews. Dies hat sich positiv auf die Reichweite ausgewirkt, welche auf Basis Visits um rund 7 % gewachsen ist. t-online.de wurde in 2018 mehr als 500-mal in anderen Medien zitiert. Der seit 16 Monaten laufende "Tagesanbruch" ist das erste echte Multi-Channel-Plattformprodukt (Internet, App, Newsletter, Voice/Alexa, Public Video, Podcast) mit täglich bis zu 120.000 Nutzern, darunter viele Spitzenpolitiker und Wirtschaftslenker. Die investigative Recherche zur russischen Propagandazentrale in Berlin hat im November 2018 international für Schlagzeilen gesorgt. Die t-online.de Redaktion gestaltet aus dem zentralen Newsroom in Berlin ein abwechslungsreiches Programm. Neben Nachrichten aus Politik und Sport stellen sich Prominente wie Moritz Bleibtreu, Howard Carpendale oder Otto Waalkes im t-online.de Newsroom den Fragen. Das t-online.de Kolumnisten-Programm findet bundesweit Beachtung. Im August wurde zudem die t-online.de App relaunched und seit Oktober verstärkt ein eigenes Spezialvermarktungsteam die Affiliate- und Ratgeber-Vermarktung. Anfang 2018 wurde die in Deutschland neue Medienmarke Watson als Portal für die Generation Y/Z mit einer breit angelegten Werbekampagne auf allen Medien der Ströer Gruppe eingeführt. Bereits im August 2018 erregte Watson die Aufmerksamkeit durch Live-Berichterstattung der Demonstrationen in Chemnitz. Watson lebt von einem hohen Maß an Authentizität und redaktioneller Unabhängigkeit. Unmittelbar nach dem Launch von Watson wurde das dritte Portal, desired.de, relaunched. Desired richtet sich vor allem an jüngere Frauen mit dem Interessenschwerpunkt Lifestyle und Mode. Desired wird betrieben von der Ströer Media Brands ("SMB"), deren Führungsteam in 2018 durch namhafte Personalien aufgestockt werden konnte. Im Juli wurden die Kompetenzen durch den Kauf des Portals familie.de zusätzlich verstärkt. Bei der SMB werden Facebook Portale zu einer Vielzahl von Themen betrieben und mehr als 70 Millionen eigene Facebook Fans und Follower in Deutschland mit Nachrichten und Unterhaltung versorgt. Die TUBE ONE Networks ist eine Social Media Agentur, spezialisiert auf Influencer-Marketing der Ströer Gruppe. Hier werden Konzepte für und mit Social-Media-Influencern und führenden Markenunternehmen entwickelt und umgesetzt. Ein weiteres wichtiges Augenmerk von TUBE ONE liegt in der Kuration neuer Trends und der Entwicklung von Nachwuchs im Bereich der Social-Influencer.. Im September wurde daher die Tubevertise Influencer-Marketing-Plattform neu gelauncht, die eine noch zielgruppengenauere, datengestützte und automatisierte Planung und Abwicklung von Influencer Marketing Kampagnen ermöglicht. Das im August gemeinsam mit der Influencerin Mrs. Bella entwickelte Buch "Contour & Confidence" war lange Zeit Bestseller #1 bei Amazon. Die Statista GmbH konnte ihren in den Vorjahren eingeschlagenen Wachstumskurs weiterhin fortsetzen. Das Wachstum reüssiert vor allem aus der dynamischen Entwicklung internationaler Aktivitäten mit der Eröffnung neuer Verkaufsbüros in Paris und Singapur. Außerdem wurde die Entwicklung eigener Inhalte und der Kernmarke Statista weiter forciert: In 2018 wurde der weltweit vorliegende Statista Consumer Survey ausgerollt, der European Football Benchmark, der vielbeachtete Mobility Outlook sowie weitere Spezial-Reports im Bereich Luxusgüter. Mit LePoint und der Times konnten zwei weitere renommierte Partner für Projekte gewonnen werden. Die Mehrheitsbeteiligung an Bodychange wurde im Kontext der Fokussierung auf das Kerngeschäft verkauft. Direct MediaBereits in 2017 wurden die Avedo Gruppe und die Ranger GmbH von Ströer übernommen. Die neu erworbene Avedo Gruppe fokussiert sich derzeit auf Telesales und Dialog Marketing und bietet ihre Leistungen vorrangig auf CPO-Basis (Cost per Order) an. Die Avedo Gruppe verfügt über 30 Millionen Kundenkontakte jährlich und Expertise in zwölf Branchen, insbesondere in den Bereichen Telekommunikation, Energie, IT, Tourismus, Multimedia und E-Commerce. Mit der Akquisition der Ranger Gruppe im Bereich des performanceorientierten Direktvertriebs wird das Performance-Marketing-Geschäft der Avedo Gruppe um einen zusätzlichen Kanal ergänzt. Die Ranger Gruppe ist ein Außendienst-Spezialist und übernimmt für seine Auftraggeber den hocheffizienten, performancegesteuerten Direktvertrieb. Das Unternehmen verkauft Produkte für Auftraggeber unter anderem in den Branchen Telekommunikation, Energie, Handel, Finanzen und Medien an Privat- und Geschäftskunden. Diese Akquisition wurde in 2018 durch Zukäufe ergänzt: Die DV-COM und die STRÖER Dialog Verwaltung Hamburg GmbH (vormals: D+S communication center management GmbH) (im Folgenden: D+S 360). Damit ist die daraus entstandene Ströer Dialog Group, die im Geschäftsbericht in das Segment Direct Media eingeht, zu einer der Top-3 Anbieter von Callcenter Kapazitäten in Deutschland aufgestiegen und zu einem führenden Player in Europa. Die starke Stellung der Ranger im Markt Frankreich, bedingt durch den Kunden Envie, wurde durch den Kauf der C2E im Juni 2018 gestärkt. Um nicht nur das günstigste, sondern auch das technologisch fortschrittlichste Produkt anzubieten, hat Ströer eine bedeutsame Technologieinvestition getätigt und im Juli 2018 das Hamburger Unternehmen optimise-it GmbH ("optimise-it") übernommen. Optimise-it ist Spezialist für Online Chat-Service-Dienste und verwendet u. a. eine proprietäre Technologie zur Automatisierung bestimmter Elemente dieser Dienste durch künstliche Intelligenz. Hierbei handelt es sich um eine Technologie, die im operativen Betrieb noch nicht anstelle menschlicher Intelligenz eingesetzt wird, sondern diese zu unterstützen weiß und dadurch das Leistungsniveau zu verbessern vermag. Im Dezember 201 8 ging die Vodafone Online Filiale in Betrieb, ein Produkt welches Ströer gemeinsam mit Vodafone entwickelt und implementiert hat und bei dem unterschiedliche Dialogdienste und -technologien smart miteinander verzahnt werden. Strategie und SteuerungStröer fokussiert sich auf folgende strategische Themen: Die Kernzielsetzung ist, dass jeder Werbetreibende in Deutschland bei Planung seiner Marketing- und Vertriebsmaßnahmen immer und vorranging an die auf ihn maßgeschneiderten Möglichkeiten und Lösungen des Ströer Portfolios denkt. Ströer konzentriert sich auf solche Business-Segmente, die aktiv und aus eigener Kraft in der Customer-Centricity-Aufstellung entwickelt werden können und die nachhaltige Wachstumschancen bieten. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass
Daher sind solche Business-Segmente durch einen starken und integrierten lokalen Anbieter wie Ströer optimal zu gestalten. Vor allem das traditionelle Kernsegment von Ströer "Out-of-Home-Media" erfährt durch die Entwicklung des Digitalgeschäftes rund um deutschen Content (Digital OOH & Content) und zusätzliche Dienste des Segmentes "Direct Media" nachhaltige Wachstumsimpulse. Dadurch bietet Ströer Kunden auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene eine einzigartige Angebotsvielfalt. Das Geschäft ist somit langfristig strukturell wachsend aufgestellt. Die für dieses Geschäft notwendige hohe Qualität in der lokalen Exekution ist in der DNA von Ströer fest verankert. Historisch war der Bereich Out-of-Home stets auch aufgrund der föderal diversifizierten Struktur der deutschen Städtelandschaft durch eine begrenzte Standardisierung gekennzeichnet. Das bedeutet, dass jeder Rechtevertrag individuell zu entwickeln und zu betreuen ist und gleichzeitig internationale Skaleneffekte etwa in der Produktentwicklung und -beschaffung keine große Rolle einnehmen. Der Erfolg in Ströers Kernsegmenten beruht im Wesentlichen auf:
Damit kann das Portfolio sowohl im realen Raum (Out-of-Home Werbeflächenstellen) als auch im digitalen Raum (Digital OOH & Content) oder im unmittelbaren Kundenkontakt (Direct Media) individuell, entsprechend den Anforderungen der unterschiedlichsten Partner, maßgeschneidert zusammengestellt werden, um eine kundenoptimale Lösung aufzuzeigen, anzubieten und umzusetzen. Im Sinne der Optimierung der Investitionen von Ströer in das eigene Portfolio kann die Auslastung sowie die Wertschöpfung des Portfolios fortlaufend optimiert werden. Temporal noch nicht monetarisierte Werbeflächen oder bereits bestehende Marketing-Infrastrukturen steigern den Wert der in den Vorjahren gezielt ergänzten und profitablen Beteiligungen und Zusatzgeschäfte. Organisatorisch bedeutet dies eine erhebliche Elastizität und Spannbreite, welche durch neu eingeführte CRM- und ERP-Systeme zentral unterstützt werden
Damit ist Ströer optimal aufgestellt, um im deutschen Werbemarkt nachhaltig erfolgreich zu sein. Datengetriebene ProduktentwicklungDie Digital-Strategie basiert auf einer fortlaufend weiterentwickelten Technologieposition, die lokale und regionale Performance ebenso wie Direkt Marketing ermöglicht. Erfolgsentscheidend sind dabei Technologien für die zielgenaue Aussteuerung von Kampagnen und das professionelle Management anonymisierter Datenmengen. Hierdurch ist die reibungslose Verzahnung von Branding- und Performance-Marketing im Rahmen von Multi-Screen-Strategien möglich. Wertorientierte SteuerungWir steuern den Konzern nach Maßgabe intern definierter finanzieller und nichtfinanzieller Kennzahlen im Sinne der nachhaltigen Wertentwicklung. Dabei folgen wichtige finanzielle Steuerungsgrößen der internen Berichtsstruktur. Hierbei handelt es sich um Steuerungsgrößen, die das Geschäftsmodell sowie die Steuerung entsprechend abbilden, jedoch nicht Bestandteil der internationalen Rechnungslegungsstandards sind. Dazu gehören das organische Umsatzwachstum und das Operational EBITDA, als Hauptsteuerungsgrößen. Zu den weiteren Kennzahlen gehört das bereinigte Konzernergebnis, der ROCE (Return on Capital Employed), der dynamische Verschuldungsgrad und der Free Cash-Flow (vor M&A Transaktionen). Die Umsatzentwicklung ist eine der wesentlichen Indikatoren, an denen sich das Wachstum des gesamten Konzerns ablesen lässt. Sie ist zudem eine der wesentlichen Größen zur Steuerung der Segmente im Ströer Konzern. So werden den einzelnen Geschäftsbereichen im Rahmen der Budgetierung und Mittelfristplanung auf die jeweilige Ebene heruntergebrochene Zielumsätze vorgegeben, deren Einhaltung unterjährig laufend überwacht wird. Dabei wird sowohl das organische Umsatzwachstum als auch das nominale Umsatzwachstum betrachtet. Bei der Berechnung des organischen Umsatzwachstums geht die Geschäftsentwicklung von akquirierten Unternehmen - positiv wie negativ - direkt ab dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung in die Berechnung mit ein. Das Operational EBITDA (Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, vor Wertminderungen sowie korrigiert um Bereinigungseffekte) stellt die nachhaltige Ertragsentwicklung des Konzerns dar. Außerdem ist das → Operational EBITDA eine wesentliche Input-Größe zur Bestimmung des Verschuldungsfaktors, der den kreditgebenden Banken quartalsweise mitzuteilen ist. Darüber hinaus wird das nachhaltige Operational EBITDA am Kapitalmarkt im Rahmen des Multiplikatorverfahrens vereinfachend zur Bestimmung des Unternehmenswerts herangezogen. Das bereinigte Konzernergebnis ist eine Kennzahl zur Bestimmung unserer Dividendenauszahlung. Grundsätzlich planen wir innerhalb einer bestimmten Bandbreite einen prozentualen Anteil unseres bereinigten Konzernergebnisses als Dividende auszuzahlen, soweit dies nach handelsrechtlichen Vorschriften zulässig ist. Der Free Cash-Flow ← (vor M&A-Transaktionen) ist ein wesentliches Steuerungselement des Vorstands und wird berechnet aus dem Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich der Netto-Investitionen, also der Summe aus Einzahlungen und Auszahlungen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Der Free Cash-Flow (vor M&A-Transaktionen) stellt somit die cashwirksame Ertragskraft unseres Unternehmens dar und ist eine bedeutende Determinante für unsere Investitions-, Finanzierungs- und Dividendenpolitik. Unser Ziel ist es außerdem, die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) nachhaltig zu steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, entwickeln wir unsere Steuerungs- und Controllingsysteme stetig weiter. Der ROCE errechnet sich aus dem Quotienten des bereinigten EBIT und dem Capital Employed. Das bereinigte EBIT wird wie folgt definiert: Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern, Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen, vor Wertminderungen und angepasst um Bereinigungseffekte. Das Capital Employed setzt sich aus der Summe der immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen und kurzfristigen Vermögenswerte abzüglich der nicht zinstragenden Verbindlichkeiten (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige nicht zinstragende Verbindlichkeiten) zusammen. Es errechnet sich aus dem arithmetischen Mittel dieser Werte zum jeweiligen Jahresanfang und Jahresende. Anhand des ROCE verfügen wir über ein Instrumentarium, das eine wertorientierte Steuerung des Konzerns und der Unternehmensbereiche erlaubt. Ein positiver Wertbeitrag und damit eine Steigerung des Unternehmenswerts wird erreicht, wenn der ROCE den jeweiligen Kapitalkostensatz der Cash Generating Units (CGUs) überschreitet. Die Nettoverschuldung ← bzw. der dynamische Verschuldungsgrad (Leverage Ratio) ist eine weitere Steuerungsgröße des Konzerns. An die Nettoverschuldung sind unter anderem unsere Fremdfinanzierungskosten im Rahmen des Facility Agreements und der Schuldscheindarlehen geknüpft. Außerdem ist der dynamische Verschuldungsgrad ein wichtiger Faktor für den Kapitalmarkt, um die Qualität unserer Finanzlage einzuschätzen. Der dynamische Verschuldungsgrad wird gemessen am Verhältnis der Nettoverschuldung zum Operational EBITDA (Leverage Ratio). Die Nettoverschuldung wird errechnet aus der Summe der Verbindlichkeiten aus dem Facility Agreement, aus den Schuldscheindarlehen sowie aus sonstigen Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel. Als nichtfinanzielle Indikatoren berücksichtigen wir Kennzahlen zur Beschäftigungssituation wie z. B. die Mitarbeiteranzahl auf Konzernebene zu einem bestimmten Stichtag. Überleitung: organisches UmsatzwachstumDie nachfolgende Tabelle enthält die Überleitung zum organischen Umsatzwachstum. Für das Jahr 2018 ergibt sich daraus bei einem Anstieg des Umsatzes (ohne Fremdwährungseffekte) von 112,2 Millionen Euro und einem angepassten Vorjahres-Umsatz von 1.476,7 Millionen Euro ein organisches Wachstum in Höhe von 7,6 Prozent.
Überleitung: Operational EBITDADie Segmentergebnisgröße Operational EBITDA wird um bestimmte Bereinigungseffekte korrigiert. Als Bereinigungseffekte hat der Konzern Aufwendungen und Erträge aus Änderungen des Beteiligungsportfolios (unter anderem Transaktionskosten für Due Diligence, Rechtsberatung, Beurkundung, Kaufpreisallokationen), Reorganisations- und Restrukturierungsmaßnahmen (unter anderem Kosten für Integration von Gesellschaften und Geschäftsbereichen, Bereinigung um Sondereffekte aus materiellen Neuausrichtungen und Performance Improvement Programmen), Kapitalstrukturmaßnahmen (unter anderem materielle Gebühren für Amendments bzw. Anpassungen von Kreditverträgen inklusive externer Beratungskosten) und sonstige Bereinigungseffekte (unter anderem Kosten für mögliche Rechtsstreitigkeiten, Währungseinflüsse) definiert. Die Aufteilung der Bereinigungseffekte nach einzelnen Klassen stellt sich wie folgt dar:
In den Aufwendungen und Erträgen aus Änderungen des Beteiligungsportfolios sind Erträge aus Auflösungen von Earn-Out-Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.715 (Vj.: TEUR 5.341) sowie gegenläufige Aufwendungen aus M&A-Aktivitäten von TEUR 3.613 enthalten. Der Rückgang der Erträge aus Änderungen des Beteiligungsportfolios resultiert im Wesentlichen aus den im Vorjahr ausgewiesenen Erträgen aus dem Verkauf der ApDG Handels- und Dienstleistungsgesellschaft mbH (Vitalsana) in Höhe von TEUR 12.046. Im Rahmen der Wachstumsstrategie liegen die Reorganisationsaufwendungen in den verschiedenen Bereichen in etwa auf Vorjahresniveau. In der Überleitungsrechnung von den Segmentwerten auf die Konzernwerte werden Informationen ausgewiesen, die Konzerneinheiten zugeordnet sind, die nicht die Definition eines Segments erfüllen (zentrale Posten). Im Wesentlichen handelt es sich um sämtliche Kosten zentraler Funktionen wie Vorstand, Unternehmenskommunikation, Rechnungswesen und Controlling abzüglich entsprechender Einnahmen aus Serviceleistungen. Die Überleitung der Segmentergebnisgröße auf die im Konzernabschluss enthaltenen Werte stellt sich wie folgt dar:
Überleitung der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung zu den Management Kennzahlen
Leitung und KontrolleDer Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin, der Ströer Management SE, Düsseldorf, besteht zum 31. Dezember 2018 aus drei Mitgliedern. Ihm gehören Herr Udo Müller (Co-CEO), Herr Christian Schmalzl (Co-CEO) und Herr Dr. Bernd Metzner (CFO) an. Die folgende Übersicht stellt die Verantwortlichkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder im Konzern dar:
Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die Geschäftsführung. Zum Ende des zweiten Quartals 2019 verlässt Dr. Bernd Metzner, Finanzvorstand der Ströer SE & Co. KGaA, auf eigenen Wunsch das Unternehmen. Zur Professionalisierung der Führung und Verankerung der Schwerpunktthemen innerhalb des Ströer Konzerns besteht neben dem Vorstand ein Executive Committee als erweitertes Führungsgremium. Bei regelmäßigen Präsenzterminen werden grundlegende Themen entschieden und eine einheitliche Ausrichtung der gesamten Gruppe wird sichergestellt. Der Aufsichtsrat der Ströer SE & Co. KGaA bestand bis zum 8. August 2018 aus den sechs Anteilseignervertretern Herrn Christoph Vilanek als Vorsitzendem, Herrn Dirk Ströer als stellvertretendem Vorsitzenden, Frau Anette Bronder, Frau Julia Flemmerer, Herrn Ulrich Voigt und Herrn Vicente Vento Bosch, sowie den sechs Arbeitnehmervertretern Frau Sabine Hüttinger, Frau Rachel Marquardt, Herrn Tobias Meuser, Herrn Dr. Thomas Müller, Herrn Michael Noth, und Christian Sardiña Gellesch. Infolge der durchgeführten Unternehmensakquisitionen hat sich die Mitarbeiterzahl im Ströer Konzern erhöht und beträgt mehr als 10.000, jedoch weniger als 20.000. Der Aufsichtsrat war daher gemäß §§ 278 Abs. 3, 97 ff. AktG i.V.m. § 7 Abs. 1 Nr. 2 MitbestG von bisher zwölf auf insgesamt sechzehn Mitglieder zu vergrößern. Im Rahmen der Hauptversammlung vom 30. Mai 2018 wurden daher die acht Anteilseignervertreter neu gewählt, wobei zusätzlich zu den sechs bisher amtierenden Aufsichtsratsmitgliedern Herr Martin Diederichs und Frau Petra Sontheimer als Anteilseignervertreter gewählt wurden. Die neuen Aufsichtsratsmitglieder traten ihr Amt mit Wirkung zum 9. August 2018 an. Durch gerichtliche Bestellung wurden mit Wirkung zum 30. August 2018 die acht Arbeitnehmervertreter zu neuen Aufsichtsratsmitgliedern bestellt, wobei zusätzlich zu den sechs bisher amtierenden Aufsichtsratsmitgliedern Herr Andreas Huster und Frau Nadine Reichel als Arbeitnehmervertreter bestellt wurden. Seither bestand der Aufsichtsrat aus den sechzehn Aufsichtsratsmitgliedern Herrn Christoph Vilanek als Vorsitzendem, Herrn Dirk Ströer als stellvertretendem Vorsitzenden, Frau Anette Bronder, Herrn Martin Diederichs, Frau Julia Flemmerer, Herrn Andreas Huster, Frau Sabine Hüttinger, Frau Rachel Marquardt, Herrn Tobias Meuser, Frau Petra Sontheimer, Herrn Dr. Thomas Müller, Herrn Michael Noth, Frau Nadine Reichel, Herrn Christian Sardiña Gellesch, Herrn Ulrich Voigt und Herrn Vicente Vento Bosch. Frau Anette Bronder hat ihr Aufsichtsratsamt mit Wirkung zum 31. Dezember 2018 niedergelegt. Nähere Ausführungen zum Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat und zu weiteren Standards von Unternehmensführung und -kontrolle finden sich in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB, die auch die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) enthält. Daneben geben der Vorstand der Ströer Management SE und der Aufsichtsrat der Ströer SE & Co. KGaA gemäß Ziffer 3.10 DCGK jährlich einen gemeinsamen Corporate-Governance-Bericht heraus. Alle Dokumente werden auf der Homepage von Ströer (www.stroeer.com/investor-relations) veröffentlicht. Für das Geschäftsjahr 2018 erstellt die Ströer SE & Co. KGaA wieder einen nichtfinanziellen Konzernbericht gemäß § 315b HGB, der ab dem 26. April 2019 auf unserer Homepage abrufbar ist unter (http://ir.stroeer.com/ download/companies/stroeer/Annual%20Reports/stroeer_NFGreport_2018_de.pdf). Märkte und EinflussfaktorenMit ihrem Geschäftsmodell agiert die Ströer Gruppe auf den Märkten für Außenwerbung sowie für Online- und Mobile-Vermarktung und im Segment des Direkt-Marketings. Die wirtschaftliche Lage wird naturgemäß durch die bearbeiteten Werbemärkte beeinflusst, die ihrerseits stark auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sowie auf das Verhalten von Konsumenten und Werbungtreibenden reagieren. Hierbei ist zu differenzieren zwischen dem Verhalten nationaler, oft auch internationaler Werbetreibender und dem Verhalten regionaler oder lokaler. Die international agierenden Werbenden reagieren mit ihren Werbeinvestitionen oft im Rahmen der Weltkonjunkturschwankungen. Durch kurzfristige Kürzung der Werbeausgaben werden gelegentlich Ergebnisse optimiert. Nationale, regionale und lokale Werbetreibende orientieren sich primär an der Binnenkonjunktur, sodass die Werbebudgets dieser Kunden wesentlich weniger volatil sind. Die Produkt- und Vertriebsstrategie von Ströer ist es, den Anteil nationaler, regionaler und lokaler Kunden zu erhöhen. Dies ist in den letzten Jahren auch stets gelungen. Spezielle Einflussfaktoren für die Außenwerbung sind die Rahmenbedingungen hinsichtlich der durch Kommunen eingeräumten Werberechtskonzessionen. Einflussfaktoren für die Onlinewerbung und das Direktmarketing sind regulatorische Rahmenbedingungen, insbesondere die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). In der Außenwerbebranche buchen Kunden ihre Aufträge weiterhin in zunehmendem Maße mit kürzeren Vorausbuchungsfristen. Durch die zunehmende Digitalisierung des Außenwerbeinventars ist Ströer immer besser in der Lage, Inventare granularer und sehr viel kurzfristiger anzubieten. Analog zu den saisonalen Schwankungen des übrigen Medienmarktes entwickelt sich der Auftragsbestand. Schwerpunkte der Außenwerbeaktivitäten liegen generell im zweiten und vierten Quartal, rund um Ostern und Weihnachten. Sportereignisse, wie 2018 die Fußball-Weltmeisterschaft, haben jedoch selten einen stimulierenden, oft sogar einen negativen Einfluss auf die Außenwerbung. Auf der Kostenseite ist die Entwicklung der Miet- und Pachtzahlungen sowie der Personal- und sonstigen Gemeinkosten (u. a. auch Strom-, Bau-, Wartungskosten) ein wesentlicher Einflussfaktor. Im Online-Bereich sind die Vorausbuchungsfristen der Kunden bedingt durch den hohen Automatisierungsgrad im Vergleich zur Außenwerbung noch einmal deutlich kürzer, oft sogar im Bereich weniger Minuten vor einer Ausstrahlung. Die höchste Umsatzaktivität wird in der Online-Branche mit Abstand im vierten Quartal beobachtet. Ein wichtiger Einflussfaktor für die Online-Vermarktung ist die weitere Durchdringung des Marktes mit automatisierten programmatischen Plattformen, auf denen Ströer das digitale Inventar auch der Außenwerbung in Online-Mechaniken zur Verfügung stellt. Wesentliche Kostentreiber sind neben den an die Webseitenbetreiber abzuführenden Kommissionen insbesondere die Aufwendungen für das Personal und den IT-Betrieb (u. a. Rechenzentren, Sicherheitssysteme etc.). Im Bereich des Direktmarketings ist die Saisonalität weniger stark ausgeprägt, jedoch mit einem etwas stärkeren Verlauf im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres. Aufgrund der langfristigen Beziehung und hohen Kundentreue sowie den vergleichsweise langfristigen Vorlaufzeiten ist das Dienstleistungsgeschäft im Dialog Marketing durch eine vergleichsweise geringe Volatilität geprägt. Die Einflussfaktoren für die Umsatzentwicklung liegen hier in der Produktivität der Mitarbeiter und dem Personalaufbau (Rekrutierung, Training, Entwicklung). Die Produktivität ist im Dienstleistungsgeschäft immer abhängig von den effektiv vorhandenen Arbeitstagen pro Monat. Saisonale Schwankungen sind daher auf den Dezember durch eine generell niedrigere Produktivarbeitszeit aufgrund der Feiertage/Urlaubszeit begrenzt. Im Bereich Field Sales ermöglicht der Zugewinn neuer Einsatzgebiete antizyklische Umsatzeffekte. Darüber hinaus wirkt sich das regulatorische Umfeld auf die wirtschaftliche Lage der Ströer Gruppe aus. Sollte es zu einer regulatorischen Anpassung im Bereich der Tabak- und Alkoholwerbung kommen, wird Ströer aufgrund der üblichen Vorlaufzeiten bei Gesetzesänderungen mit entsprechenden Marketing- und Vertriebsaktivitäten die Auswirkungen auf das Geschäftsvolumen aber abschwächen können. Das regulatorische Umfeld in der Online-Vermarktung wird im Wesentlichen von datenschutzrechtlichen Aspekten auf europäischer und nationaler Ebene bestimmt, die dem nationalen Gesetzgeber Gestaltungsspielraum bei der Ausgestaltung von Richtlinien einräumen. Im kommenden Jahr ist hier vor dem Hintergrund der neuen e-Privacy Regulierungen der EU (Regulation of the European Parliament and of the Council concerning the respect for private life and the protection of personal data in electronic communications) mit erheblichen Veränderungen zu rechnen, die sich bereits im Jahre 2018 durch eine Verunsicherung im Umgang mit Daten bemerkbar, sich jedoch nicht auf das Geschäft niedergeschlagen haben. Der Einsatz sogenannter Ad-Blocker hat wieder an Bedeutung abgenommen. Hierbei können Anwender verhindern, dass Werbung auf Webseiten angezeigt wird. Gleichzeitig werden in ähnlichem Maße technische Möglichkeiten entwickelt, diese Ad-Blocker zu umgehen. Insgesamt ist die Ströer Gruppe mit ihrem integrierten Portfolio sehr gut positioniert, um von den mittel- bis langfristigen Markttrends der zunehmenden Mobilität und Urbanisierung zu profitieren. Erwartungsgemäß wird sich der Markt immer unmittelbarer am Mediennutzer und an dessen Nutzungsverhalten orientieren. Dieses ist stärker auf den Medienkonsum über mobile Endgeräte im privaten, beruflichen und öffentlichen Umfeld ausgerichtet. Nach wie vor besteht ein erhebliches Potenzial für regionale Online-Werbekampagnen und die zunehmende Digitalisierung des Außenwerbeinventars. WIRTSCHAFTSBERICHTWirtschaftliches UmfeldGesamtwirtschaftliche Entwicklungen 2018Gemessen am Umsatzbeitrag von über 90 Prozent ist Deutschland für uns der zentrale Markt und das internationale Geschäft lediglich von untergeordneter Bedeutung. Das starke Wachstum im deutschen Markt sowie die abnehmende Bedeutung des internationalen Geschäftes, insbesondere durch den Verkauf des Türkeigeschäfts im Geschäftsjahr 2018, haben zu einer deutlich abnehmenden Relevanz des internationalen Geschäfts für den Konzern geführt, welches anhand der Entwicklung der Türkei beschrieben wird. Die beiden Märkte Deutschland und Türkei entwickelten sich im Berichtsjahr abermals uneinheitlich. Unter anderem aufgrund von hohen Auslandsverbindlichkeiten und der allgemeinen politischen Situation konnte die türkische Wirtschaft in 2018 prozentual lediglich etwas mehr als die Hälfte des Vorjahreswachstums aufweisen. Des Weiteren verlor die türkische Lira im Jahresverlauf erneut signifikant an Wert gegenüber dem Euro. Die deutsche Wirtschaft konnte hingegen wie in den Vorjahren von einer dynamischen Binnenkonjunktur profitieren und dadurch leicht wachsen. DeutschlandDie deutsche Wirtschaft hat auch im Jahr 2018 die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fortgesetzt. Trotz einiger Schwächesignale in den vergangenen Monaten blieb die Stimmung bei den deutschen Unternehmen laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) auch zum Jahresausklang gut. Die konjunkturelle Lage entwickelte sich laut DIW-Einschätzung, trotz geringerem als zunächst zu Jahresbeginn erwartetem Wachstum, günstig, da dies als Normalisierung des seit Jahren andauernden überdurchschnittlichen Wachstums zu werten sei. 1 Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnete nach Angaben des Statistischen Bundesamts im abgelaufenen Jahr ein geringeres als zu Jahresbeginn erwartetes Wachstum und lag bei 1,5 Prozent. 2Damit wuchs die deutsche Wirtschaft bereits im neunten Jahr in Folge. Längerfristig betrachtet lag das BIP leicht über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre (1,2 Prozent). 3Während die privaten Konsumausgaben preisbereinigt lediglich um 1,0 Prozent stiegen, legten die staatlichen Konsumausgaben mit 1,1 Prozent ebenfalls nur unterdurchschnittlich zu. Zusätzlich trug das Wachstum der Bruttoinvestitionen von 4,8 Prozent zum Gesamtwachstum des BIP bei. 4 Quellen: Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte im Jahr 2018 mit 44,8 Millionen 5abermals einen neuen Höchststand seit der deutschen Wiedervereinigung und liegt damit knapp über dem Vorjahreshoch von 44,3 Millionen. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte stieg um 3,2 Prozent. 6Deutlich darunter liegen die in jeweiligen Preisen berechneten Konsumausgaben der privaten Haushalte mit einem Wachstum von 1,0 Prozent. 7Die Sparquote der privaten Haushalte lag im Jahr 2018 bei 10,3 Prozent und damit leicht über dem Vorjahreswert von 9,9 Prozent. 8Die Inflationsrate (harmonisierter Verbraucherpreisindex) lag 2018 über dem Vorjahreswert und betrug etwa 1,7 Prozent. 9 TürkeiNachdem die türkische Wirtschaft im Jahr 2017 mit 7,4 Prozent 10 deutlich gewachsen ist, waren dabei vor allem öffentliche Investitionen und Exporte wachstumstreibend. In 2018 hingegen stiegen die Inlandsnachfrage, die Inflation und das Leistungsbilanzdefizit insbesondere aufgrund politischer Impulse bis Mitte des Jahres weiter an. Der starke Rückgang der Inlandsnachfrage in der zweiten Jahreshälfte wurde nur teilweise durch einen Anstieg der Exporte ausgeglichen. Im Vergleich zum Vorjahr lag das Wachstum lediglich bei 3,3 Prozent. 11Die Inflationsrate (harmonisierter Verbraucherpreisindex) lag bei hohen 20,3 Prozent im Vergleich zu 11,2 Prozent in 2017. 12 Entwicklung der Außen- und Online-Werbebranche 2018Der westeuropäische Werbemarkt befindet sich nach wie vor in einer seit 2014 andauernden Erholungsphase. Für 2018 schätzt Zenith einen Anstieg der preisbereinigten Nettowerbeausgaben von 3,4 Prozent. 13Erneut konnte dabei insbesondere der Onlinebereich mit 11,3 14Prozent ein deutliches Wachstum vorweisen, wohingegen Printmedien weiterhin mit wachsenden Verlusten zu kämpfen hatten (-7,1 Prozent). 15Die Werbeausgaben im Bereich TV hingegen stiegen um 0,5 Prozent. 16Der Bereich Außenwerbung konnte im westeuropäischen Raum um 2,4 Prozent zulegen. 17
1 Quelle: DIW Berlin - Konjunkturbarometer,
Dezember 2018
DeutschlandLaut der von Nielsen erhobenen Daten zu den Brutto-werbeausgaben, wuchs der Werbemarkt im Jahr 2018 um lediglich 0,03 Prozent 18im Vergleich zum Vorjahr. Die von Nielsen verwendeten Bruttowerbedaten stellen für uns nur Trendaussagen dar und erlauben aufgrund unterschiedlicher Definitionen und Marktabgrenzungen nur begrenzt Rückschlüsse auf die relevanten Nettogrößen. Etwas höher liegt die Prognose von Zenith. Die derzeitige Schätzung der Agentur für 2018 zeigt ein im Vergleich zum Vorjahr etwas gestiegenes Wachstum der Nettowerbeausgaben in Höhe von 2,0 Prozent. 19 Der Bereich Digital bildet dabei laut Zenith mit einem Wachstum der Nettowerbeausgaben von 8,8 Prozent 20den Wachstumstreiber. Als erneut größter Verlierer verzeichnete das Segment Print einen Verlust von -5,5 Prozent 21im zurückliegenden Jahr. Verlässliche Aussagen hinsichtlich etwaiger Marktanteilsverschiebungen können erst nach Erscheinen der finalen Nettomarktzahlen getroffen werden. Wir gehen aber davon aus, dass insbesondere der Online-Bereich, aber auch die Außenwerbung weitere Marktanteile hinzugewinnen konnten. TürkeiDas Wachstum der Nettowerbeausgaben im türkischen Markt schätzt Zenith auf 6,2 Prozent. 22Der Bereich Out-of-Home wuchs dabei nach Einschätzung der Agentur um 2,0 Prozent. 23 Wechselkursentwicklungen 2018 24Für unsere Geschäfte waren im Jahr 2018 primär die Wechselkursentwicklungen des Euro zur türkischen Lira und zum britischen Pfund relevant. Die türkische Lira startete im Januar 2018 bei einem Wert von 4,55 türkische Lira zu 1,00 Euro. Die Wechselkursentwicklung setzte den Trend der Vorjahre fort und die Währung verlor weiter massiv an Boden. Nachdem die türkische Lira im August ein Allzeittief von 7,87 türkische Lira zu 1,00 Euro erreicht hatte, konnte sie sich zwar leicht erholen, notierte zum Ende des Jahres jedoch erneut deutlich schwächer als zu Jahresbeginn bei 6,07 türkische Lira zu 1,00 Euro. Im Jahresdurchschnitt verlor sie damit insgesamt rund 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt. Hintergrund war neben der hohen Inflationsrate und Defiziten in der türkischen Leistungsbilanz auch der geringe Leitzins, welchen die türkische Regierung trotz hoher Inflationsrate lange Zeit unverändert ließ. Das britische Pfund liegt zum Ende des Jahres 2018 nahezu unverändert auf demselben Niveau wie zu Beginn des Jahres. Nachdem die Währung zum Jahresanfang mit 0,89 britische Pfund zu 1,00 Euro notierte, notiert diese nach einigen Kurschwankungen zum Jahresende bei 0,90 britische Pfund zu 1,00 Euro. Das Jahresmittel lag bei 0,88 britische Pfund zu 1,00 Euro. Dabei stützen die Fundamentaldaten zur britischen Wirtschaftsentwicklung den Kurs des britischen Pfundes, obwohl die unklaren Auswirkungen des Brexit-Votums zumindest für ein wenig Volatilität sorgten. Ertragslage GruppeGesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage durch den VorstandDie Ströer Gruppe konnte das Geschäftsjahr 2018 insgesamt sehr erfolgreich gestalten und damit an die überaus gute Entwicklung der vergangenen Jahre anknüpfen, wobei alle drei Ströer-Segmente zu diesem erfreulichen Ergebnis beigetragen haben. Im Zuge der deutlich gestiegenen operativen Geschäftstätigkeit reflektieren sowohl die für uns wichtigen Erfolgskennzahlen Umsatz und Operational EBITDA als auch die übrigen Leistungsindikatoren diese kontinuierlich positive Entwicklung sehr eindrucksvoll. Zudem hat Ströer sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von seinem türkischen OOH-Geschäft getrennt und damit seinen Fokus noch stärker auf das Kerngeschäft ausgerichtet. Gleichzeitig ist die Vermögens- und Finanzlage unverändert als äußerst stabil und solide einzustufen. So liegt der dynamische Verschuldungsgrad (Leverage Ratio) trotz umfangreicher M&A-Aktivitäten und erheblicher sonstiger Wachstumsinvestitionen auf einem anhaltend niedrigen Niveau. Auch der Free Cash-Flow (vor M&A-Transaktionen) lässt trotzt erheblicher Einmalauszahlungen im abgelaufenen Geschäftsjahr einen weiteren Anstieg der operativen Geschäftstätigkeit erkennen und unterstreicht damit einmal mehr die zahlungswirksame Ertragskraft der gesamten Gruppe. Flankiert von einer weiterhin robusten Eigenkapitalquote ergibt sich daraus insgesamt ein sehr ausgewogenes und komfortables Bilanzbild. Alles in allem sehen wir die Ströer Gruppe daher sowohl operativ wie auch finanziell sehr gut aufgestellt, sodass künftige Chancen im strukturellen Wandel des Medienmarktes flexibel genutzt werden können. Vergleich des prognostizierten mit dem tatsächlichen GeschäftsverlaufWir haben die für das Geschäftsjahr 2018 formulierten Prognosen seinerzeit aus einer vorsichtig optimistischen Einschätzung zur Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abgeleitet. Allerdings unterliegen Jahresprognosen in unserer Branche aufgrund des häufig kurzfristigen Buchungsverhaltens unserer Kunden, eines schnell wechselnden Marktsentiments sowie konjunktureller Schwankungen naturgemäß größeren Unwägbarkeiten. Die im Rahmen unserer Prognose unterstellte Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist in weiten Teilen wie erwartet eingetreten. Die für das Geschäftsjahr 2018 gesetzten Ziele sehen wir allesamt als erreicht an.
Die prognostizierten Werte beziehen sich ebenso wie die tatsächlich erzielten Ergebnisse auf die Bilanzierung vor IFRS 16. Ertragslage des KonzernsKonzern-Gewinn- und -Verlustrechnung 25
Im Kontext des erneut starken Wachstums der Ströer Gruppe legten die Umsatzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr merklich um 299,5 Millionen Euro auf 1.582,5 Millionen Euro zu (Vj.: 1.283,0 Millionen Euro). Ursächlich für diesen Anstieg waren - neben positiven Effekten aus den neu erworbenen Unternehmen - auch die deutlichen organischen Umsatzzuwächse, die über alle Segmente hinweg erzielt wurden. Vor diesem Hintergrund konnten auch die Umsatzeinbußen aus dem Verkauf des Vitalsana- und des Bodychange-Geschafts sowie aus der Aufgabe mehrerer Einheiten im E-Commerce-Geschaft (t-online shop, stylefruits) bei weitem überkompensiert werden. Insgesamt belief sich das berichtete Umsatzwachstum auf 23,3 Prozent und das organische Umsatzwachstum auf 7,6 Prozent. 27
19 Quelle: Zenith Advertising Expenditure
Forecast, Dezember 2018
Die nachfolgende Tabelle stellt die Entwicklung der Außenumsätze nach Segmenten dar:
Die Zusammensetzung des Konzernumsatzes hat sich vor allem durch den Ausbau des Bereichs Dialog Marketing nochmals deutlich zugunsten des Inlands verlagert. Während die im Inland erzielten Umsätze von 1.156,8 Millionen Euro auf 1.442,9 Millionen Euro zulegten, bewegten sich die im Ausland erwirtschafteten Umsätze mit 139,6 Millionen Euro leicht unter dem Wert des Vorjahres (Vj.:140,3 Millionen Euro). Damit entfielen insgesamt 8,8 Prozent der Umsätze auf das Ausland (Vj.: 10,9 Prozent). Die Umsätze der Ströer Gruppe unterliegen - ähnlich wie die Umsätze der gesamten übrigen Medienbranche - erheblichen saisonalen Schwankungen. Dies beeinflusst sowohl die unterjährige Umsatz- als auch die Ergebnisentwicklung der Ströer Gruppe. Während das zweite und das vierte Quartal grundsätzlich durch höhere Umsatz- und Ergebnisbeiträge geprägt sind, fallen das erste und das dritte Quartal regelmäßig schwächer aus. Dieses Muster wird in der nachfolgenden Tabelle deutlich, aus der die quartalsweisen Verteilungen von Umsatz und Operational EBITDA hervorgehen. Umsatzentwicklung nach QuartalenIn Mio. EUR
Operational EBITDA-Entwicklung nach QuartalenIn Mio. EUR
Angesichts der signifikant gestiegenen Geschäftstätigkeit in der Ströer Gruppe sind analog zu den Umsätzen auch die Umsatzkosten höher ausgefallen. Während im Vorjahr insgesamt 845,6 Millionen Euro zu verzeichnen waren, beliefen sich die Kosten im abgelaufenen Geschäftsjahr auf nunmehr 1.032,9 Millionen Euro. Dabei war ein erheblicher Teil dieses Anstiegs der erstmaligen Einbeziehung neu erworbener Unternehmen in den Konzernabschluss geschuldet. Gleichzeitig machten sich aber auch die umsatzinduziert höheren Publishervergütungen (Digitalvermarktung) sowie die Investitionen in Wachstumsprojekte wie watson.de und Statista mit zusätzlichen Kosten bemerkbar. Aus der Umstellung auf den neuen IFRS 16 resultierte demgegenüber ein rückläufiger Effekt auf die Umsatzkosten, da die Vorjahreszahlen nicht um den entlastenden IFRS 16-Effekt in Höhe von 15,1 Millionen Euro angepasst worden sind. Im Saldo bezifferte sich das Bruttoergebnis vom Umsatz mit 549,5 Millionen Euro um 112,1 Millionen Euro über dem Wert des Vorjahres. Die Bruttoergebnismarge lag bei 34,7 Prozent (Vj.: 34,1 Prozent). Der eingeschlagene Wachstumskurs manifestierte sich auch in den Vertriebs- und Verwaltungskosten der Gruppe. Waren im Vorjahr noch 329,3 Millionen Euro angefallen, so verzeichnete der Konzern im Berichtsjahr knapp 410,7 Millionen Euro. Dabei kamen vornehmlich die zusätzlichen Aufwendungen aus den neu erworbenen Unternehmen, der weitere Ausbau der lokalen Vertriebsorganisation in Deutschland, gezielte Investitionen im Segment Digital OOH & Content, hohe Integrations- und Reorganisationsaufwendungen sowie inflationsbedingte Kostenanpassungen zum Tragen. Demgegenüber ist die erstmalige Anwendung des IFRS 16 bei den Vertriebs- und Verwaltungskosten nur unwesentlich ins Gewicht gefallen. Alles in allem bewegte sich die Vertriebs- und Verwaltungskostenquote mit 26,0 Prozent aufgrund des starken Umsatzanstiegs nur marginal über Vorjahresniveau (Vj.: 25,7 Prozent). Mit Blick auf die sonstigen betrieblichen Erträge (43,3 Millionen Euro) musste die Gruppe gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres einen Rückgang um 4,2 Millionen Euro hinnehmen, da dem Vorjahreswert insbesondere der Veräußerungsgewinn aus dem Vitalsana-Geschäft zugutegekommen war (Vj.: 47,5 Millionen Euro). Unterdessen gab der sonstige betriebliche Aufwand geringfügig um 0,8 Millionen Euro auf 16,9 Millionen Euro nach (Vj.: 17,7 Millionen Euro). Leicht rückläufig zeigte sich zudem auch das Ergebnis aus at-Out-of Unternehmen, das mit 5,1 Millionen Euro nicht ganz an das sehr gute Ergebnis des Vorjahres heranreichen konnte (Vj.: 5,9 Millionen Euro). Bedingt durch die Fortführung des profitablen Wachstumskurses konnte das Operational EBITDA - ohne IFRS-Effekte - um 41,1 Millionen Euro gesteigert werden. Zusammen mit den Effekten aus IFRS 16 (+180,8 Millionen Euro) und IFRS 11 (-5,3 Millionen Euro) legte das Operational EBITDA auf 543,4 Millionen Euro zu. Auch das EBIT verbesserte sich um 26,6 Millionen Euro, wobei der Anstieg auf 170,3 Millionen Euro sowohl aus der weiter gestiegenen operativen Geschäftstätigkeit (+16,1 Millionen Euro) als auch aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 (+10,4 Millionen Euro) herrührte. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) lag bei 19,3 Prozent und bewegte sich damit leicht über dem Vorjahr (Vj.: 18,2 Prozent). Infolge der Einführung des IFRS 16 wurde das Finanzergebnis der Ströer Gruppe mit -21,4 Millionen Euro belastet, da die neu zu bilanzierenden Leasingverbindlichkeiten einer entsprechenden Aufzinsung bis zur jeweiligen Fälligkeit unterliegen. Unter Berücksichtigung weiterer Effekte bezifferte sich das Finanzergebnis in Summe auf -34,1 Millionen Euro (Vj.: -7,9 Millionen Euro). Die verbesserte operative Geschäftstätigkeit der Gruppe hat bei gleichzeitig belastenden Effekten aus der Einführung des IFRS 16 zu einem nur leicht gestiegenen Ergebnis vor Steuern geführt. Infolgedessen hat der Steueraufwand mit 22,0 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr ebenfalls nur unwesentlich zugelegt (Vj.: 19,8 Millionen Euro). Das Konzernergebnis aus Out-of Aktivitäten enthält mit -120,0 Millionen Euro (Vj.: -17,6 Millionen Euro) sowohl das operative Ergebnis des türkischen OOH-Geschäfts bis zum Zeitpunkt des Abgangs als auch das Abgangsergebnis aus dem Verkauf im Oktober 2018.1 Im Abgangsergebnis sind vor allem die Währungskursverluste der letzten Jahre aus der Umrechnung der türkischen Lira in Euro enthalten. Diese Währungskursverluste haben im Jahr 2018 keinen zahlungswirksamen Effekt und sie mindern im Zeitpunkt des Abgangs auch nicht das Eigenkapital der Ströer Gruppe. Mit Blick auf die fortgeführten Aktivitäten konnte die Ströer Gruppe ihren profitablen Wachstumskurs auch im Geschäftsjahr 2018 weiter fortführen und mit einem Konzernergebnis aus fortgeführten Aktivitäten in Höhe von 114,2 Millionen Euro (Vj.: 116,0 Millionen Euro) fast an den Spitzenwert des Vorjahres heranreichen. Ohne die Einführung des IFRS 16 und den damit einhergehenden nachteiligen "upfront"-Effekt2 wäre das Ergebnis um weitere 7,8 Millionen Euro höher ausgefallen. Das Konzernergebnis bezifferte sich in Summe auf -5,8 Millionen Euro (Vj.: 98,5 Millionen Euro). Das bereinigte Konzernergebnis legte demgegenüber abermals kräftig um 13,9 Millionen Euro auf 199,6 Millionen Euro zu. Die Ströer Gruppe ist auch im abgelaufenen Geschäftsjahr auf einem profitablen Wachstumskurs geblieben und kann vor diesem Hintergrund auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2018 zurückblicken. Finanz- und VermögenslageGesamtaussage zur Finanz- und VermögenslageDie Ströer Gruppe zeichnet sich durch eine äußerst solide und sehr ausgewogene Finanz- und Vermögenslage aus. So kann der Konzern im Rahmen der bestehenden Out-of, die bis zum Dezember 2023 fest zugesagt sind, auf freie Kreditlinien in Höhe von 520,3 Millionen Euro (Vj.: 585,5 Millionen Euro) zurückgreifen. Zum Stichtag standen damit unter Berücksichtigung der vorhandenen Zahlungsmittel insgesamt freie Finanzierungsspielräume in Höhe von 624,0 Millionen Euro (Vj.: 670,5 Millionen Euro) zur Verfügung. Neben einer langfristig gesicherten Außenfinanzierung verfügt die Gruppe zudem über eine starke Innenfinanzierungskraft. Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang vor allem der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit mit 419,0 Millionen Euro (Vj.: 245,6 Millionen Euro (vor IFRS 16)) sowie der Free Cash-Flow (vor M&A-Transaktionen) mit 306,4 Millionen Euro (Vj.: 145,5 Millionen Euro (vor IFRS 16)).3 Gleichzeitig liegt der dynamische Verschuldungsgrad (definiert als Quotient aus Nettoverschuldung und Operational EBITDA) trotz weitreichender M&A-Investitionen mit 1,43 (Vj.: 1,44) nach wie vor auf einem erfreulich niedrigen Niveau. Zusammen mit einer robusten Eigenkapitalquote ergibt sich damit ein sehr überzeugendes und solides Gesamtbild. Grundzüge der FinanzierungsstrategieStröer verfolgt konsequent eine konservative und langfristig ausgerichtete Finanzierungsstrategie. Die Sicherung der finanziellen Flexibilität hat höchste Priorität in der Ströer Gruppe. Dies gewährleisten wir durch eine Auswahl von Finanzierungsinstrumenten, bei denen Kriterien wie Marktkapazität, Investorendiversifikation, Flexibilität bei der Inanspruchnahme, Kreditauflagen und das Fälligkeitsprofil angemessen berücksichtigt werden. Zu den wesentlichen Zielen des Finanzmanagements der Ströer Gruppe gehören:
1 Wir verweisen auf unsere Ausführungen zum
Konzernergebnis aus Out-of Aktivitäten im Abschnitt 6.2
des Konzernanhangs.
Die Finanzierung der Ströer Gruppe ist strukturell so ausgestaltet, dass sie uns ein ausreichendes Maß an unternehmerischer Flexibilität ermöglicht, um dadurch angemessen auf Markt- bzw. Wettbewerbsveränderungen reagieren zu können. Daneben sehen wir in der kontinuierlichen Optimierung unserer Finanzierungskosten und Kreditauflagen sowie in der Diversifikation der Kapitalgeber weitere wichtige Finanzierungsziele. Im Rahmen unserer Finanzierung achten wir auf ein angemessenes Fälligkeitsprofil unserer Finanzverbindlichkeiten sowie auf ein angemessenes, stabiles Portfolio von Kreditinstituten und Finanzintermediären, mit denen wir zusammenarbeiten. Wir operieren dabei auf Basis verbindlicher Standards, die Fremdkapitalgebern Transparenz und Fairness gewährleisten. In der Zusammenarbeit mit unseren kreditgebenden Banken ist uns der Aufbau einer langfristigen und nachhaltigen Beziehung besonders wichtig. Unsere externen Finanzierungsspielräume und unsere finanzielle Flexibilität beruhen im Wesentlichen auf zwei Bausteinen: Der erste Baustein setzt sich aus mehreren Schuldscheindarlehen zusammen, welche die Ströer SE & Co. KGaA im Juni 2016 und im Oktober 2017 am Kapitalmarkt platziert hat und die zum 31. Dezember 2018 mit einem Volumen von 145,0 Millionen Euro bzw. 350,0 Millionen Euro valutierten. Diese Darlehen bestehen aus mehreren Tranchen, die größtenteils eine Laufzeit von fünf bzw. sieben Jahren haben und in einem Umfang von 207,0 Millionen Euro einer fixen Verzinsung unterliegen. Durch die Platzierung dieser Darlehen konnte die Investorenbasis in nennenswertem Umfang diversifiziert werden. Zudem haben wir mithilfe dieser Schuldscheindarlehen die Inanspruchnahme unter der bestehenden Kreditfazilität entsprechend reduziert und unsere finanzielle Flexibilität merklich ausgeweitet. Der zweite Baustein besteht aus einer - im Dezember 2016 mit einem Bankensyndikat neu verhandelten -Kreditfazilität in Höhe von 600,0 Millionen Euro, deren Volumen bei Bedarf um weitere 100,0 Millionen Euro ausgeweitet werden kann. Im Rahmen der ausgehandelten Fazilität war neben einer weiteren Verbesserung der Konditionen auch die Dokumentation an den Investment Grade Status der Ströer Gruppe angepasst worden. Die Laufzeit dieser Finanzierung belief sich ursprünglich auf fünf Jahre bis zum Dezember 2021, wobei zum Ende des ersten und des zweiten Jahres die Möglichkeit der Verlängerung um jeweils ein weiteres Jahr bestand. Mittlerweile wurde mit den beteiligten Banken eine Verlängerung bis zum Dezember 2023 vereinbart. Das gesamte Volumen in Höhe von 600,0 Millionen Euro ist als flexible Revolving Facility ausgestaltet, wodurch die Ströer Gruppe über eine enorme finanzielle Flexibilität verfügt. Für beide Finanzierungsbausteine gilt, dass die Vergabe der Darlehensmittel unbesichert erfolgte. Die Kreditauflagen (Financial Covenants) entsprechen in allen Fällen den marktüblichen Usancen und betreffen die Kennzahl "Leverage Ratio", die zum Jahresende mit deutlichem Abstand eingehalten wurde. Die für die Umsetzung dieser beiden Bausteine angefallenen Kosten werden über die jeweilige Laufzeit der Verträge amortisiert. Der Ströer Konzern kann damit auf eine sehr flexible, langfristig stabile Finanzierung mit niedrigen Fremdkapitalkosten zurückgreifen. Zum 31. Dezember 2018 standen aus den nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien unter der Kreditfazilität einschließlich des bestehenden Kassensaldos (103,7 Millionen Euro) insgesamt frei verfügbare Finanzierungsspielräume in Höhe von 624,0 Millionen Euro (Vj.: 670,5 Millionen Euro) zur Verfügung. Am Bilanzstichtag vereinte keine Bank mehr als 20 Prozent aller in Anspruch genommenen Kreditbeträge in der Ströer Gruppe auf sich, wodurch sich eine ausgewogene Diversifizierung der Kreditbereitstellung ergibt. Als Bestandteil der Finanzierungsstrategie setzt sich der Vorstand zudem regelmäßig mit der möglichen Absicherung der verbliebenen Zinsänderungsrisiken durch den zusätzlichen Einsatz von Festzinsderivaten auseinander. Im Cash-Management konzentrieren wir uns auf die Steuerung unserer Liquidität sowie die Optimierung der Zahlungsströme innerhalb des Konzerns. Dabei wird der Finanzierungsbedarf von Tochtergesellschaften - soweit nicht über deren Innenfinanzierung abbildbar - prinzipiell über interne Darlehensbeziehungen im Rahmen von automatisiertem Cash-Pooling abgedeckt. Im Ausnahmefall werden auch Kreditlinien mit lokal ansässigen Banken vereinbart, um rechtlichen, steuerlichen oder betrieblichen Anforderungen Rechnung zu tragen. Diesem Leitgedanken entsprechend erfolgte die Finanzierung der Tochtergesellschaften auch im Jahr 2018 hauptsächlich über die Konzernholding. Auf Konzernebene werden die in den einzelnen Einheiten bestehenden Liquiditätsüberschüsse - soweit rechtlich möglich - zusammengeführt. Über die Konzernholding stellen wir jederzeit sicher, dass der Finanzierungsbedarf der einzelnen Konzerngesellschaften adäquat gedeckt wird. Der dynamische Verschuldungsgrad (Leverage Ratio) der Ströer Gruppe bewegte sich vor dem Hintergrund der unverkennbar positiven Ergebnisentwicklung trotz umfangreicher M&A-Auszahlungen und trotz einer ausgeweiteten Investitionstätigkeit in sonstige Wachstumsprojekte mit 1,43 weiterhin auf Vorjahresniveau (Vj.: 1,44). Im Jahr 2018 haben die Ströer SE & Co. KGaA sowie ihre Konzerngesellschaften alle Kreditauflagen und Verpflichtungen aus Finanzierungsverträgen erfüllt. Zunehmend steigende Eigenkapitalanforderungen an die Banken wirken sich insbesondere auch auf das Kreditgeschäft aus. Daher beabsichtigen wir mittelfristig, unsere derzeit stark auf Banken ausgerichtete Finanzierungsstruktur zugunsten einer stärker kapitalmarktorientierten Verschuldung zu diversifizieren. Dafür werden wir wiederkehrend im Rahmen unseres Finanzierungsmanagements verschiedene alternative Finanzierungsoptionen (wie z. B. Begebung von Unternehmensanleihen) prüfen und dabei auch die weitere Optimierung des Fristigkeitsprofils unserer Finanzschulden berücksichtigen. Finanzlage 1Liquiditäts- und InvestitionsanalyseIm Rahmen der Einführung des IFRS 16 2war vor allem eine Vielzahl von Werberechtsverträgen im OOH-Geschäft der Ströer Gruppe als Leasingverhältnis im Sinne des neuen Standards einzustufen. In diesem Zusammenhang ist ein wesentlicher Teil der Leasingzahlungen seit dem 1. Januar 2018 nicht mehr als operative Miet- oder Pachtzahlung, sondern als Tilgung einer Leasingverbindlichkeit zu verstehen. Vor diesem Hintergrund ist es in der Kapitalflussrechnung der Ströer Gruppe zu einer entsprechenden Verschiebung zwischen dem Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit und dem Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit gekommen. Zudem sind einige Ein- bzw. Auszahlungen nicht mehr im Cash-Flow aus Investitionstätigkeit, sondern im Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit abzubilden, sodass es auch hier zu kleineren Verschiebungen gekommen ist. Die nachfolgende Überleitung stellt die Cash-Flows jeweils vor und nach IFRS 16 dar, wobei sich die Beträge ausschließlich auf die fortgeführten Aktivitäten beziehen.
1 Die Ströer Gruppe hat ihr türkisches
OOH-Geschäft im vierten Quartal 2018
veräußert. Daher wurden die Zahlen in diesem
Abschnitt entsprechend der Vorgaben des
Der Ströer Konzern konnte das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 419,0 Millionen Euro abschließen (Vj.: 245,6 Millionen Euro). Bereinigt um die Auswirkungen des neuen IFRS 16 belief sich der operative Zufluss auf insgesamt 259,1 Millionen Euro, womit Ströer einen neuen Höchstwert verzeichnen und gegenüber dem bereits sehr guten Wert des Vorjahres nochmals um 13,5 Millionen Euro zulegen konnte. Während die positiven Impulse vor allem aus der operativen Geschäftstätigkeit der Gruppe herrührten, machten sich insbesondere die merklich gestiegenen Steuerauszahlungen (+32,0 Millionen Euro) gegenläufig bemerkbar. Die erhöhten Zahlungsmittelabflüsse beruhten im Wesentlichen auf vorgezogenen Steuerzahlungen für die Jahre 2017 und 2018, deren Auszahlung - basierend auf der bisherigen Praxis der Finanzverwaltung - ursprünglich erst in den Jahren 2019 und 2020 erwartet wurde. Leicht verbessert zeigte sich demgegenüber das Working Capital, das im Vorjahr noch nachteilig zum Tragen gekommen war. Der kontinuierliche Wachstumskurs der Gruppe fiel zudem auch im Cash-Flow aus Investitionstätigkeit unverkennbar ins Gewicht, wenngleich die Nettoinvestitionen in Unternehmenserwerbe mit 71,6 Millionen Euro spürbar niedriger ausgefallen sind als noch im Vorjahr (Vj.: 130,4 Millionen Euro). Schwerpunkt unserer Wachstumsinvestitionen war unverändert der Bereich des Dialog Marketing, der namentlich vor allem die Erwerbe der DV-COM Gruppe, der D+S 360 Gruppe sowie der C2E Gruppe betraf. Demgegenüber zogen die Investitionsauszahlungen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen nur moderat gegenüber dem Vorjahr an. Alles in allem bezifferte sich der Free Cash-Flow vor M&A-Transaktionen - ohne Berücksichtigung der IFRS 16-Effekte - auf beachtliche 151,0 Millionen Euro und lag damit nochmals um 5,4 Millionen Euro über dem Spitzenwert des Vorjahres (Vj.: 145,5 Millionen Euro). Unter Einbeziehung von IFRS 16 ergab sich demgegenüber ein Jahresendwert von 306,4 Millionen. Mit Blick auf die Finanzierung der Gruppe reflektiert die Entwicklung der Nettokreditaufnahme (39,8 Millionen Euro (Vj.: 99,4 Millionen Euro)) das gegenüber dem Vorjahr rückläufige Volumen unserer M&A-Aktivitäten. Gleichzeitig wurden höhere Auszahlungen für Dividenden im Wesentlichen durch geringere Auszahlungen für Anteilsaufstockungen an Konzernunternehmen kompensiert. In Summe spiegelt der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit mit einem Saldo von -57,6 Millionen Euro - bereinigt um IFRS 16-Effekte - die eingangs beschriebene Entwicklung der M&A-Aktivitäten in weiten Teilen wider (Vj.: 6,9 Millionen Euro). Unter Berücksichtigung der erstmals gemäß IFRS 16 einzubeziehenden Tilgungsauszahlungen für Leasingverhältnisse ergibt sich insgesamt ein Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit von -213,0 Millionen Euro. Die Ströer Gruppe verfügte zum Ende des Geschäftsjahres 2018 über Zahlungsmittel in Höhe von 103,7 Millionen Euro. FinanzstrukturanalyseDie Finanzierung der Ströer Gruppe bestand zum Jahresende 2018 zu 77,2 Prozent (Vj.: 75,3 Prozent) aus Eigen- und langfristigem Fremdkapital. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 672,9 Millionen Euro (Vj.: 464,0 Millionen Euro) sind auch weiterhin zu weit mehr als 100,0 Prozent durch kurzfristige Vermögenswerte von 340,8 Millionen Euro (Vj.: 331,3 Millionen Euro) sowie langfristig im Rahmen der Kreditfazilität zugesagte, freie Kreditlinien in Höhe von 520,3 Millionen Euro (Vj.: 585,5 Millionen Euro) fristenkongruent finanziert. In puncto Finanzverbindlichkeiten verzeichnete Ströer die mit Abstand größte Veränderung gegenüber dem Vorjahr in den Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen, welche allein aufgrund der Einführung des IFRS 16 auf Jahressicht um 1.055,3 Millionen Euro angestiegen sind. Weiterhin nennenswert war darüber hinaus allenfalls der Zugang bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, wohingegen alle übrigen Entwicklungen von eher untergeordneter Bedeutung waren. Die Ermittlung der Nettoverschuldung, des Operational EBITDA und damit auch des dynamischen Verschuldungsgrads folgt der internen Berichtsstruktur im Ströer Konzern. Vor diesem Hintergrund wurden bis zum 31. Dezember 2017 jene vier at-Equity bilanzierten Unternehmen, an denen Ströer 50,0 Prozent der Anteile hält, entsprechend der internen Berichtsstruktur anteilig in diese Kennzahlen einbezogen. Zum 1. Januar 201 8 hat Ströer seine interne Berichtsstruktur in der Weise angepasst, dass diese vier Unternehmen entsprechend der Vorgaben des IFRS 11 nur noch mit ihrem anteiligen "at-Equity-Wert" in diese "Non-GAAP"-Kennzahlen eingehen. Infolge dieser Umstellung entspricht die interne Berichtsstruktur nun der externen Berichtsstruktur der Ströer Gruppe, sodass die bisherige Überleitungsposition "Anpassung IFRS 11" entfallen ist und sich die Nettoverschuldung um diesen Anpassungsbetrag von zuletzt 6,2 Millionen Euro erhöht hat. Mit Blick auf die Einführung des IFRS 16 und die damit verbundene zusätzliche Bilanzierung von Leasingverbindlichkeiten orientiert sich die Ströer Gruppe bei der Ermittlung der Nettoverschuldung an seinen bestehenden Darlehensverträgen mit kreditgebenden Banken. Sowohl im Facility Agreement als auch in der Vertragsdokumentation zu den Schuldscheindarlehen waren diese Leasingverbindlichkeiten aus IFRS 16 explizit von der Berechnung der Nettoverschuldung ausgenommen worden, da sich nach Auffassung der Vertragsparteien die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage der Ströer Gruppe durch die Einführung des neuen IFRS 16 nicht ändert. Vor diesem Hintergrund bleiben aus Gründen der Konsistenz bei der Ermittlung des dynamischen Verschuldungsgrads die Auswirkungen des IFRS 16 im Operational EBITDA ebenfalls unbeachtet.
Die im abgelaufenen Geschäftsjahr getätigten Wachstumsinvestitionen haben gleichzeitig auch eine moderate Erhöhung der Nettoverschuldung nach sich gezogen. Daneben resultierte mit 6,2 Millionen Euro zudem auch ein Teil des Anstiegs aus den Anpassungen im Rahmen des IFRS 11. Insgesamt legte die Nettoverschuldung um 60,5 Millionen Euro auf 517,7 Millionen Euro zu. Zugleich bewegte sich der dynamische Verschuldungsgrad (definiert als Quotient aus Nettoverschuldung und Operational EBITDA) mit 1,43 zum Ende des Geschäftsjahres weiterhin auf einem erfreulich niedrigen Niveau. Im Rahmen des stetigen Wachstums der Ströer Gruppe haben die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen weiter von 215,2 Millionen Euro auf 261,8 Millionen Euro zugelegt. Gegenläufig zeigten sich die latenten Steuerverbindlichkeiten sowie die laufenden Ertragsteuerverbindlichkeiten. Neben deutlich höheren Steuerauszahlungen machte sich dabei auch die laufende Auflösung von latenten Steuerverbindlichkeiten bemerkbar, die im Rahmen von Kaufpreisallokationen gebildet worden waren. Leicht rückläufig gegenüber dem Vorjahr zeigte sich mit 669,0 Millionen Euro das Eigenkapital der Gruppe (Vj.: 669,7 Millionen Euro). Dabei stand dem Konzernergebnis aus fortgeführten Aktivitäten in Höhe von 114,2 Millionen Euro (Vj.: 116,0 Millionen Euro) die Auszahlung einer Dividende in Höhe von 72,5 Millionen Euro (Vj.: 60,8 Millionen Euro) gegenüber. Darüber hinaus machte sich auch die Veräußerung des türkischen OOH-Geschäfts mit insgesamt 20,2 Millionen Euro nachteilig im Eigenkapital bemerkbar. Die Eigenkapitalquote bewegte sich - bereinigt um IFRS 16 - mit 34,5 Prozent nur marginal unter dem Wert des Vorjahres (Vj.: 35,6 Prozent). Unter Berücksichtigung von IFRS 16 lag sie bei 22,3 Prozent. Kosten der KapitalstrukturDie Kapitalkosten im Ströer Konzern stellen risikoadjustierte Renditeforderungen dar und werden für Bewertungszwecke im Konzernabschluss nach dem Capital Asset Pricing Model und dem WACC-Ansatz (Weighted Average Cost of Capital) bestimmt. Die Eigenkapitalkosten werden als Renditeerwartung der Aktionäre aus Kapitalmarktinformationen abgeleitet. Als Fremdkapitalkosten legen wir Renditen von langfristigen Unternehmensanleihen zugrunde. Um den unterschiedlichen Rendite-/Risikoprofilen unserer Tätigkeitsschwerpunkte Rechnung zu tragen, berechnen wir für unsere Geschäftsbereiche individuelle Kapitalkostensätze nach Ertragsteuern. VermögenslageKonzernbilanz
VermögensstrukturanalyseDie langfristigen Vermögenswerte sind im Berichtsjahr um 1.090,3 Millionen Euro auf 2.640,5 Millionen Euro angestiegen. Maßgeblich zu diesem Anstieg beigetragen hat insbesondere der neue Leasingstandard IFRS 16, dessen Einführung die Bilanzierung zusätzlicher Nutzungsrechte aus Leasingverträgen in einem Umfang von 1.041,0 Millionen Euro mit sich brachte. Darüber hinaus haben vor allem die Unternehmenserwerbe im Bereich des Dialog Marketing zur Bilanzierung weiterer immaterieller Vermögenswerte geführt. Im Gegensatz dazu haben die kurzfristigen Vermögenswerte lediglich um 9,5 Millionen Euro auf 340,8 Millionen Euro zugelegt. Nennenswerte Veränderungen ergaben sich dabei allenfalls aus dem erhöhten Bestand an Zahlungsmitteln. Darüber hinaus wurden die Vermögenswerte zweier zum Verkauf stehender Gesellschaften in die Position "zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte" umgegliedert. Zum nicht bilanzierten Vermögen des Ströer Konzerns zählt aufgrund der starken Marktposition vor allem ein breit aufgestelltes Portfolio an tragfähigen Kundenbeziehungen. Von diesen Kundenbeziehungen ist nur jener kleine Teil als Vermögenswert bilanziert, der im Rahmen von Unternehmenserwerben hinzugekommen ist. Darüber hinaus gehörte bis zum 31. Dezember 2017 auch ein erheblicher Bestand an selbst geschaffenen Werberechtskonzessionen mit Kommunen und privaten Vermietern zum nicht bilanzierten Vermögen. Mit Einführung des IFRS 16 wurden diese Vermögenswerte zum großen Teil erstmals zum 1. Januar 2018 bilanziert. Ertragslage SegmenteDie Ströer Gruppe hat zum 1. Januar 2018 ihre Segmente OOH Deutschland und OOH International zu einem neuen Segment "OOH Media" zusammengefasst. Gleichzeitig wurde das bisherige Segment "Ströer Digital" in die beiden neuen Segmente "Digital OOH & Content" 1und "Direct Media" aufgeteilt. Durch diese neue Segmentierung wird zum einen der gesunkenen Bedeutung des internationalen Außenwerbegeschäfts und zum anderen der weiteren Expansion im Digital-Geschäft, insbesondere im Bereich Dialog Marketing, Rechnung getragen. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend rückwirkend angepasst. Zudem hat die Ströer Gruppe im vierten Quartal 2018 ihr türkisches OOH-Geschäft veräußert. Vor diesem Hintergrund wurden die in diesem Abschnitt dargestellten Zahlen den Vorgaben des IFRS 5 folgend um die Out-of Aktivitäten des türkischen OOH-Geschäftsbereinigt. Die Vorjahreszahlen wurden rückwirkend angepasst. Schließlich verzichtet Ströer seit dem 1. Januar 2018 auf die quotale Konsolidierung seiner vier Gemeinschaftsunternehmen. Die Vorjahreszahlen wurden rückwirkend angepasst, sodass für das Geschäftsjahr 2017 die Umsatzerlöse im Segment OOH Media um 14,0 Millionen Euro und das Operational EBITDA um 5,0 Millionen Euro gemindert wurden.
1 Das seit dem 1. Januar 2018 neu abgegrenzte
Segment wurde in den Quartalen Q1-Q3 2018 zwischenzeitlich
als "Content Media" bezeichnet und zum 31. Dezember
Out-of-Home Media
In dem Segment OOH Media, in dem gemessen am Umsatz das ehemalige Segment OOH Deutschland etwa 90 Prozent ausmacht, legten die Umsatzerlöse bei insgesamt herausfordernden Marktumfeldern im Geschäftsjahr 2018 deutlich um 73,7 Millionen Euro auf 663,7 Millionen Euro zu. Auch mit Blick auf die einzelnen Produktgruppen gestaltete sich die Entwicklung positiv. Der Bereich Großformate erzielte durch eine robuste Nachfrage nach klassischen Außenwerbeprodukten sowie infolge unserer nachhaltig verstärkten lokalen Vertriebsaktivitäten einen deutlichen Zuwachs um 20,3 Millionen Euro auf 316,6 Millionen Euro. Die Produktgruppe Street Furniture, die insbesondere nationale sowie internationale Kundengruppen für den deutschen Außenwerbemarkt adressiert, vermeldete im Geschäftsjahr 2018 mit 149,7 Millionen Euro leicht gestiegene Umsätze gegenüber einem relativ starken Vorjahr (Vj.: 143,9 Millionen Euro). Der Bereich Transport, der nahezu ausschließlich im deutschen Außenwerbemarkt relevant ist, bewegte sich mit 61,1 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres (Vj.: 61,1 Millionen Euro). Deutlich hinzugewinnen konnte die Produktgruppe Sonstige mit einem Anstieg um 47,6 Millionen Euro auf 136,3 Millionen Euro. Dabei Digital OOH & Content 2haben verschiedene Faktoren zu dieser positiven Entwicklung beigetragen: Zum einen werden in dieser Gruppe die wesentlichen Teile des Ende 2017 erworbenen Ambient Media Geschäfts der United Ambient Media GmbH sowie anderer kleinerer Ergänzungs-Akquisitionen ausgewiesen. Zum anderen werden in unserem Wachstumsfeld mit lokalen und regionalen Kunden traditionell mehr Full-Service Leistungen (inklusive der Produktion von Werbematerialien) nachgefragt, als dies bei den großen nationalen Kunden der Fall ist. Diese Zusatzleistungen werden unter der Produktgruppe Sonstige berichtet. Zum dritten steuerte auch das Geschäft mit unserem Produkt Roadside Screen positiv zu der Entwicklung dieser Produktgruppe bei. Insgesamt erwirtschaftete das Segment im Geschäftsjahr 2018 ein um 15,4 Millionen Euro gestiegenes Operational EBITDA in Höhe von 309,9 Millionen Euro (Vj.: 294,5 Millionen Euro (nach Anpassung IFRS 11 und IFRS 16)) und eine Operational EBITDA-Marge von 46,7 Prozent (Vj.: 49,9 Prozent (nach Anpassung IFRS 11 und IFRS 16)). Das Kerngeschäft unserer Außenwerbung konnte seine Margen halten bzw. leicht steigern, während die Akquisitionen der jüngeren Vergangenheit geschäftsbedingt niedrigere Margen beigetragen haben. Digital OOH & Content 2
Im Geschäftsjahr 2018 stiegen die Umsatzerlöse im Segment Digital OOH & Content deutlich von 528,1 Millionen Euro auf 567,0 Millionen Euro an. Dabei konnten alle Produktgruppen maßgeblich zu dieser positiven Entwicklung beitragen. So erzielte die Produktgruppe Display einen deutlichen Zuwachs um 18,9 Millionen Euro auf 297,2 Millionen Euro. Hier gelang es insbesondere im Rahmen der Vermarktung von Werbeformaten auf mobilen Endgeräten sowie durch Investitionen in automatisierte Vermarktungsformen sich deutlich dem allgemeinen Marktdruck im Bereich der Desktop-Display-Vermarktung zu entziehen. Die Produktgruppe Video erzielte durch eine robuste Nachfrage nach Bewegtbildformaten im öffentlichen Raum (Public Video), durch eine im Laufe des Jahres unverkennbar gestiegene Nachfrage nach unserem programmatischen Public Video Angebot sowie durch eine verstärkte Nachfrage nach neuen online-Videoformaten, wie zum Beispiel in-text-Video, einen kräftigen Zuwachs um 9,0 Prozent auf 130,3 Millionen Euro. In der Produktgruppe Digital Marketing Services machte sich vor allem das stark wachsende Geschäft mit Abonnement-Modellen (Statista) sowie mit der lokalen Vermarktung digitaler Produkte bei kleinen und mittelgroßen Kunden (RegioHelden) sehr positiv bemerkbar und führte trotz einzelner Portfoliobereinigungen zu einem Umsatzwachstum in dieser Produktgruppe von 7,1 Prozent auf 139,4 Millionen Euro. Insgesamt konnte das Segment die sehr guten Ergebnisse des Vorjahres erneut deutlich übertreffen und erwirtschaftete ein Operational EBITDA in Höhe von 193,8 Millionen Euro (Vj.: 179,0 Millionen Euro (nach Anpassung IFRS 16)). Die Operational EBITDA-Marge liegt mit 34,2 Prozent leicht über dem Vorjahr (Vj.: 33,9 Prozent (nach Anpassung IFRS 16)). Das neue Segment Direct Media beinhaltet die Produktgruppen Dialog Marketing und Transactional. Vor dem Hintergrund der neu erworbenen Unternehmen im Bereich Dialog Marketing sowie der Veräußerungen und Aufgaben von Geschäften im Bereich Transactional sind die Vorjahreszahlen für beide Produktgruppen derzeit nur bedingt vergleichbar. 3 Im Geschäftsjahr 2018 wurde gezielt die Integration der neu erworbenen Unternehmen im Bereich Dialog Marketing weiter stark vorangetrieben. Die Produktgruppe Transactional verzeichnete aufgrund der vorgenommenen Portfoliobereinigungen einen Rückgang der Umsatzerlöse um 23,9 Millionen Euro auf 115,2 Millionen Euro. Bereinigt um die Veräußerung des Vitalsana-Geschäfts und die Aufgabe von E-Commerce-Geschäften (t-online shop und stylefruits) im Dezember 2017 hat die Produktgruppe hingegen einen starken Umsatzanstieg von 23,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwirtschaftet. Dabei konnte vor allem das Geschäft mit unseren eigenen Produkten im Bereich des E-Commerce (AsamBeauty und Ströer Products) deutliche Zuwächse verbuchen. Alles in allem erwirtschaftete das Segment im Geschäftsjahr 2018 ein Operational EBITDA in Höhe von 55,3 Millionen Euro (Vj.: 20,8 Millionen Euro (nach Anpassung IFRS 16)) und eine deutlich gestiegene Operational EBITDA-Marge von 14,6 Prozent (Vj.: 11,0 Prozent (nach Anpassung IFRS 16)). Direct Media
Der Lagebericht der Ströer SE & Co. KGaA und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 sind nach § 315 Abs. 5 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 2 HGB zusammengefasst. Der Jahresabschluss und der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns werden zeitgleich im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. ANGABEN ZUR STRÖER SE & CO. KGAADer Lagebericht der Ströer SE & Co. KGaA und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 sind nach § 315 Abs. 5 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 2 HGB zusammengefasst. Der Jahresabschluss und der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns werden zeitgleich im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Beschreibung der GesellschaftDie Ströer SE & Co. KGaA ist eine Holdinggesellschaft, die ausschließlich Aufgaben im Bereich der Steuerung des Konzernverbunds wahrnimmt sowie konzernweite Verwaltungs- und Serviceleistungen erbringt. Hierzu gehören insbesondere die Bereiche Finanz- und Konzernrechnungswesen, Unternehmens- und Kapitalmarktkommunikation, IT-Services, Konzerncontrolling und Risikomanagement, Forschung und Produktentwicklung, Recht und Compliance sowie Unternehmensentwicklung. Die nachfolgenden Zahlen und Erläuterungen beziehen sich auf den nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetzes aufgestellten Jahresabschluss der Ströer SE & Co. KGaA. ErtragslageIm Kontext einer weiterhin erfreulichen Geschäftsentwicklung des Ströer Konzerns sowie im Zuge eines außerordentlichen Ergebnisbeitrags aus einer konzerninternen Umstrukturierung (Einlage der Gesellschaftsanteile eines Konzernunternehmens bei einem anderen Konzernunternehmen) verzeichnete die Ströer SE & Co. KGaA im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von 644,0 Millionen Euro (Vj.: 36,3 Millionen Euro). Von den beiden oben beschriebenen positiven Effekten innerhalb der Gruppe konnte die Gesellschaft im Rahmen der konzerninternen Ergebnisabführungen, die gegenüber dem Vorjahr um 605,8 Millionen Euro auf 778,9 Millionen Euro zugelegt haben, merklich profitieren. Gleichzeitig sind die Abschreibungen auf Finanzanlagen um 40,7 Millionen Euro zurückgegangen. Währenddessen musste die Gesellschaft vor allem im Rahmen des Verkaufs der türkischen Tochtergesellschaft Ströer Kentvizyon Reklam Pazarlama A.S., Istanbul/Türkei, einen Anstieg im sonstigen betrieblichen Aufwand um insgesamt 45,7 Millionen Euro hinnehmen.
Vor dem Hintergrund des stetigen Wachstums in der gesamten Gruppe erzielte die Ströer SE & Co. KGaA im Geschäftsjahr 2018 einen Anstieg ihrer Umsatzerlöse um 2,6 Millionen Euro auf 25,5 Millionen Euro. Ursächlich dafür waren vorwiegend die gestiegenen konzerninternen Mieterträge, wohingegen die Erträge aus konzerninternen Serviceleistungen gegenüber dem Vorjahr nachgaben. Auch in den sonstigen betrieblichen Erträgen konnte die Gesellschaft einen weiteren Zuwachs generieren. Hier machten sich neben Zuschreibungen im Finanzanlagevermögen und sonstigen periodenfremden Erträgen auch Erträge aus weiterberechneten Kosten positiv bemerkbar. Analog zu den gestiegenen Mieterträgen, die in den Umsatzerlösen ausgewiesen werden, haben auch die Mietaufwendungen weiter zugelegt und damit zu einem Anstieg des Materialaufwands um 5,1 Millionen Euro auf 7,0 Millionen Euro geführt. Leicht über dem Vorjahr schlossen zudem auch der Personalaufwand mit 31,3 Millionen Euro (Vj.: 28,7 Millionen Euro) sowie die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen mit 8,0 Millionen Euro (Vj.: 5,6 Millionen Euro). Im Gegensatz dazu sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um beträchtliche 45,7 Millionen Euro höher ausgefallen. Waren im Jahr 2017 noch 28,0 Millionen Euro zu vermelden, so beliefen sich diese im Berichtsjahr auf 73,7 Millionen Euro, wobei der Anstieg mit 41,1 Millionen Euro primär auf den Veräußerungsverlust im Rahmen des Verkaufs der türkischen Tochtergesellschaft Ströer Kentvizyon Reklam Pazarlama A.S., Istanbul/ Türkei, zurückzuführen war. Enorm profitieren konnte die Ströer SE & Co. KGaA insbesondere von den konzerninternen Ergebnisabführungen (Erträge aus Gewinnabführungsverträgen und Aufwendungen aus Verlustübernahmen), die sich auf insgesamt 778,9 Millionen Euro bezifferten (Vj.: 173,0 Millionen Euro). Neben der weiter verbesserten operativen Geschäftstätigkeit der Tochtergesellschaften kam dabei in erster Linie die oben beschriebene konzerninterne Umstrukturierung äußerst vorteilhaft zum Tragen. Unterdessen bewegten sich die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens ebenso wie das Zinsergebnis (sonstige Zinsen und ähnliche Erträge sowie Zinsen und ähnliche Aufwendungen) nahezu unverändert auf Vorjahresniveau. Mit Blick auf die Abschreibungen auf Finanzanlagen (28,4 Millionen Euro) machten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr vorwiegend Wertberichtigungen auf konzerninterne Darlehen im Rahmen der Liquidation kleinerer Einheiten bemerkbar, während der Vorjahreswert (Vj.: 69,1 Millionen Euro) noch von erheblichen Abwertungen auf die türkische Tochtergesellschaft Ströer Kentvizyon Reklam Pazarlama A.S., Istanbul/Türkei, gekennzeichnet war. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag bewegten sich trotz des erheblich gestiegenen Ergebnisses vor Steuern im Berichtsjahr mit 25,6 Millionen Euro leicht unter dem Wert des Vorjahres (Vj.: 26,0 Millionen Euro). Maßgeblich dazu beigetragen hat die Tatsache, dass die oben beschriebene konzerninterne Umstrukturierung steuerneutral erfolgt ist. Zu detaillierten Ausführungen im Hinblick auf die latenten Steuern verweisen wir auf Abschnitt C. 6 im Anhang der Ströer SE & Co. KGaA. Vermögens- und FinanzlageAngesichts der weiter voranschreitenden Expansion sowie der eingangs beschriebenen konzerninternen Umstrukturierung ist die Bilanzsumme der Ströer SE & Co. KGaA im abgelaufenen Geschäftsjahr um 669,2 Millionen Euro auf 2.179,0 Millionen Euro angewachsen. Vor allem der Anstieg in den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen (+678,8 Millionen Euro), der nahezu vollständig aus höheren Forderungen gegen verbundene Unternehmen - einschließlich der Ergebnisabführungen -resultierte, reflektiert diese Entwicklung sehr prägnant. Demgegenüber ist in den Finanzanlagen (-16,5 Millionen Euro) der Rückgang der Anteile an verbundenen Unternehmen - insbesondere aus dem Verkauf der türkischen Ströer Kentvizyon Reklam Pazarlama A.S., Istanbul/Türkei, - größtenteils durch höhere Ausleihungen an verbundene Unternehmen kompensiert worden. Auf der Passivseite der Bilanz fielen neben dem erheblich gestiegenen Eigenkapital (+577,0 Millionen Euro) primär die nennenswerten Zugänge in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (+63,8 Millionen Euro) sowie höhere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+38,7 Millionen Euro) ins Gewicht.
VermögensstrukturanalyseDie Ströer SE & Co. KGaA verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Zugang in den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen in Höhe von 12,3 Millionen Euro. Ausschlaggebend dafür waren sowohl die Anschaffung neuer EDV-Software als auch der Erwerb von Nutzungsrechten und Lizenzen im Rahmen des Weiteren Ausbaus der IT-Landschaft. Diese Zugänge wurden nur teilweise durch laufende Abschreibungen kompensiert. Demgegenüber war der Rückgang der Finanzanlagen um 16,5 Millionen Euro in erster Linie auf rückläufige Anteile an verbundenen Unternehmen zurückzuführen, wobei sich der Verkauf der türkischen Ströer Kentvizyon Reklam Pazarlama A.S., Istanbul/Türkei, in besonderem Maße bemerkbar gemacht hat. Unter Berücksichtigung weiterer Wertberichtigungen auf andere Beteiligungen gaben die Anteile an verbundenen Unternehmen insgesamt um 56,5 Millionen Euro nach. Den gesunkenen Anteilen an verbundenen Unternehmen standen höhere konzerninterne Ausleihungen gegenüber (+33,2 Millionen Euro), wobei die höheren Ausleihungen vorrangig zur Finanzierung zusätzlicher Unternehmenserwerbe im Bereich des Dialog Marketing bereitgestellt wurden. Gedämpft wurde dieser Anstieg lediglich durch die Aufnahme weiterer Darlehensnehmer in den konzernweiten Cashpool, sodass eine gleichzeitige Verlagerung zugunsten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stattgefunden hat. Unterdessen haben die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um weitere 678,8 Millionen Euro zugelegt. Maßgeblich zu diesem Anstieg beigetragen haben vornehmlich die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (+674,8 Millionen Euro), in denen einerseits die stark gestiegenen Ergebnisabführungen, andererseits aber auch die benötigte Liquidität einzelner Tochtergesellschaften zur Finanzierung ihrer Wachstumsinvestitionen über den Cashpool zu Buche geschlagen sind. Die deutlich erhöhten Ergebnisabführungen beruhten auf der Fortführung des profitablen Wachstumskurses sowie in besonderem Maße auf dem Ergebniseffekt aus der eingangs beschriebenen konzerninternen Umstrukturierung. Des Weiteren bewirkte auch die dargestellte Überführung konzerninterner Ausleihungen in den Cashpool der Ströer SE & Co. KGaA einen zusätzlichen Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände. Die Guthaben bei Kreditinstituten gingen im Berichtsjahr um 4,7 Millionen Euro auf nunmehr 0,2 Millionen Euro zurück (Vj.: 4,9 Millionen Euro). Ebenfalls rückläufig zeigte sich der Rechnungsabgrenzungsposten mit 5,1 Millionen Euro (Vj.: 5,9 Millionen Euro). In dieser Position sind insbesondere jene Kreditbeschaffungskosten aktiviert, die in den vergangenen Jahren im Rahmen mehrerer Anpassungen der Kreditfazilität aufgelaufen waren. Diese Kosten werden seither über die Laufzeit der Finanzierung abgegrenzt und zeitanteilig aufgelöst. FinanzstrukturanalyseDie Gesellschaft konnte zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres einen unverkennbaren Anstieg des Eigenkapitals um 577,0 Millionen Euro auf 1.402,8 Millionen Euro verbuchen. Zurückzuführen ist dieser Zuwachs insbesondere auf den kräftig gestiegenen Jahresüberschuss in Höhe von 644,0 Millionen Euro (Vj.: 36,3 Millionen Euro). Darüber hinaus machte sich auch die Ausübung bestehender Aktienoptionen im Rahmen eines Aktienoptionsprogramms mit 5,5 Millionen Euro (Vj.: 1,9 Millionen Euro) positiv bemerkbar, wohingegen die Ausschüttung einer Dividende an die Aktionäre der Ströer SE & Co. KGaA in Höhe von 72,5 Millionen Euro (Vj.: 60,8 Millionen Euro) einen gegenläufigen Effekt hatte. Die Eigenkapitalquote lag insgesamt bei merklich verbesserten 64,4 Prozent (Vj.: 54,7 Prozent) und bewegte sich damit auf einem weiterhin sehr komfortablen Niveau. Die Entwicklung der Rückstellungen war im abgelaufenen Geschäftsjahr weitgehend von den signifikanten Steuerauszahlungen der Gesellschaft geprägt. Unter Berücksichtigung der übrigen Veränderungen schlossen die Rückstellungen bei insgesamt 32,8 Millionen Euro und damit um knapp 16,9 Millionen Euro unter dem Wert des Vorjahres. Demgegenüber verbuchte die Gesellschaft bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten einen Anstieg um 63,8 Millionen Euro auf 560,0 Millionen Euro. In diesem Anstieg zeichnete sich der zusätzliche Liquiditätsbedarf der gesamten Gruppe im Zuge der Wachstumsstrategie ab, da die externe Refinanzierung der Ströer Gruppe nahezu ausschließlich über die Holding erfolgt. Von den Verbindlichkeiten entfielen zum 31. Dezember 2018 insgesamt 495,0 Millionen Euro (Vj.: 495,0 Millionen Euro) auf die am Kapitalmarkt platzierten Schuldscheindarlehen. Der restliche Betrag betraf die Kreditaufnahme im Rahmen der bestehenden Kreditfazilität. Hinsichtlich näherer Details zum Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verweisen wir auf unsere Liquiditätsanalyse im nachfolgenden Abschnitt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben gegenüber dem Vorjahr um 11,3 Millionen Euro auf 17,7 Millionen Euro zugelegt. Noch deutlicher über dem Vorjahr bewegten sich mit 164,3 Millionen Euro die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Vj.: 125,6 Millionen Euro). Dabei entfiel im Rahmen der Optimierung der Konzernrefinanzierung der weitaus größte Teil dieses Anstiegs auf die zusätzliche Anlage liquider Mittel von Tochtergesellschaften bei der Ströer SE & Co. KGaA. Die Sonstigen Verbindlichkeiten bezifferten sich zum Stichtag auf 1,5 Millionen Euro und lagen damit um 4,7 Millionen Euro unter dem Wert des Vorjahres. Diese rückläufige Entwicklung war primär durch niedrigere Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer bedingt. Liquiditätsanalyse
Die Ströer SE & Co. KGaA konnte im Geschäftsjahr 2018 mit einem Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 92,7 Millionen Euro gegenüber dem sehr guten Wert des Vorjahres nochmals leicht zulegen (Vj.: 91,3 Millionen Euro). Namentlich wurde der Cash-Flow insbesondere von den im Jahr 2018 erhaltenen Einzahlungen aus Ergebnisabführungen für das Jahr 2017 beflügelt, die im Saldo mit 173,0 Millionen Euro sichtlich höher ausgefallen sind als noch im Vorjahr (Vj.: 122,0 Millionen Euro). Gegenläufig wirkten sich jedoch vor allem die deutlich höheren Steuerauszahlungen im abgelaufenen Geschäftsjahr aus. In puncto Cash-Flow aus Investitionstätigkeit war das Geschäftsjahr 2018 - wie schon im Jahr zuvor - von den Wachstumsinvestitionen im Bereich des Dialog Marketing gekennzeichnet. Dementsprechend entfiel auch der weitaus größte Teil der konzerninternen Netto-Darlehensauszahlungen auf diese Investitionen. Überdies hat die Ströer SE & Co. KGaA ihre Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände mit 13,2 Millionen Euro ebenfalls weiter ausgebaut (Vj.: 6,9 Millionen Euro). Alles in allem bewegte sich der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit mit 93,1 Millionen Euro spürbar über dem Wert des Vorjahres (Vj.: 50,1 Millionen Euro). Im Gegensatz zu den konzerninternen Darlehen werden Zahlungen im Rahmen des konzernweiten Cashpools im Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Da insgesamt der Bedarf der Tochtergesellschaften an liquiden Mitteln im Jahr 2018 zurückgegangen ist und gleichzeitig ein größerer Teil dieses Bedarfs über konzerninterne Darlehen (Cash-Flow aus Investitionstätigkeit) abgedeckt wurde, haben sich die Netto-Auszahlungen im Rahmen des konzernweiten Cashpools mit 11,1 Millionen Euro in nicht unerheblichem Maße rückläufig entwickelt (Vj.: 118,3 Millionen Euro). Zugelegt haben demgegenüber die Auszahlungen im Rahmen der Ausschüttung einer Dividende an die Aktionäre der Ströer SE & Co. KGaA, die mit 72,5 Millionen Euro um 11,7 Millionen Euro über dem Wert des Vorjahres lag (Vj.: 60,8 Millionen Euro). Bedingt durch den geringeren Bedarf an zusätzlichen liquiden Mitteln in der gesamten Gruppe sind auch die Netto-Kreditaufnahmen am Kapitalmarkt niedriger ausgefallen. Waren im Vorjahr noch 139,0 Millionen Euro aufgenommen worden, so bezifferten sich diese im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 73,8 Millionen Euro. Insgesamt summierten sich damit die Auszahlungen im Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit auf 4,3 Millionen Euro (Vj.: 38,2 Millionen Euro). Die Position Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten lag zum Bilanzstichtag bei 0,2 Millionen Euro (Vj.: 4,9 Millionen Euro). Das Nettofinanzvermögen der Ströer SE & Co. KGaA setzte sich zum Stichtag wie folgt zusammen:
Zum 31. Dezember 2018 belief sich das Nettofinanzvermögen der Gesellschaft auf 730,2 Millionen Euro (Vj.: 129,4 Millionen Euro). Zurückzuführen ist dieser erhebliche Anstieg im Wesentlichen auf die außergewöhnlich hohen Ergebnisabführungen der Tochtergesellschaften. Die Ströer SE & Co. KGaA ist als Holdinggesellschaft eng mit der Entwicklung der gesamten Ströer Gruppe verbunden. Aufgrund des positiven Nettofinanzvermögen, der komfortablen Eigenkapitalquote und der weiterhin sehr positiven Ergebnisse ihrer Tochtergesellschaften ist die Gesellschaft nach unserer Überzeugung ebenso wie die gesamte Gruppe für zukünftige Herausforderungen bestens aufgestellt. Voraussichtliche Entwicklung der GesellschaftDie voraussichtliche Entwicklung der Ströer SE & Co. KGaA hängt aufgrund ihrer Eigenschaft als Konzernmuttergesellschaft von der Entwicklung des Gesamtkonzerns ab. Wir gehen aufgrund der im Prognosebericht des Konzerns dargestellten Entwicklung der Ertragslage für das Jahr 2019 davon aus, dass die Tochtergesellschaften insgesamt noch höhere Ergebnisbeiträge erwirtschaften werden als im Jahr 2017 und die Ströer SE & Co. KGaA damit auch zukünftig Jahresergebnisse auf einem noch höheren Niveau als in 2017 erzielen wird. Das Jahr 2018 war demgegenüber aufgrund der oben beschriebenen konzerninternen Umstrukturierung ein Ausnahmejahr, das kein Maßstab für die weitere Ergebnisentwicklung ist. INFORMATIONEN ZUR AKTIENach sechs Gewinnjahren in Folge zeigte sich der deutsche Aktienmarkt im Jahr 2018 sehr schwach. Nach den positiven Entwicklungen in den Vorjahren verzeichnete der DAX in 2018 mit -18,3 Prozent (Vj.: +12,5 Prozent) die schwächste Entwicklung seit Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008. Der SDAX, in welchem die Aktie der Ströer SE & Co. KGaA im Zuge der Anpassung des Deutschen Leitindex seit dem 24. September 2018 notiert ist, sank um -20,0 Prozent (Vj.: +24,9 Prozent). Der DAXsector All Media Index entwickelte sich vergleichbar und schloss zum Jahresende mit einem Minus von -23,7 Prozent. Vor dem Hintergrund der sich im Jahresverlauf eintrübenden Aktienmärkte und der zunehmenden Unsicherheit über die weiteren Konjunkturaussichten, war das Jahr 2018 für die Kursentwicklung der Aktie der Ströer SE & Co. KGaA vergleichsweise schwach. Nachdem das Papier im Dezember des vorangegangenen Geschäftsjahres mit einem Kurs von 61,60 EUR nahe des Allzeithochs schloss und am 21. Februar 2018 sogar ein neues Allzeithoch mit 66,40 Euro erreicht hatte, beendete die Aktie mit 42,18 EUR das Ende des Geschäftsjahres 2018 deutlich darunter. Die Ströer Aktie im Jahr 2018 im Vergleich (in Prozent)
Quelle: Bloomberg Ströer im Dialog mit dem KapitalmarktInsbesondere in schwierigen Aktienmärkten ist eine aktive Kommunikation mit dem Kapitalmarkt von zentraler Bedeutung und steht im Mittelpunkt der Investor Relations Arbeit bei der Ströer SE & Co. KGaA. Es ist das Ziel der Investor Relations Arbeit, durch kontinuierlichen und persönlichen Kontakt mit privaten und institutionellen Investoren, Analysten sowie weiteren interessierten Kapitalmarktteilnehmern das Unternehmen zu präsentieren und die Strategie und die Potentiale zu erläutern. Daher hat Ströer bei Roadshows, Konferenzen und Meetings in unserer Konzernzentrale zeitnah über aktuelle Entwicklungen des Unternehmens informiert. Dabei hat der Vorstand der Ströer Management SE an einer Vielzahl an Meetings persönlich teilgenommen und sich den Fragen der Kapitalmarktteilnehmer gestellt. Zur optimalen Steuerung unserer Investor Relations Aktivitäten werten wir kontinuierlich unsere Aktionärsstruktur aus und planen entsprechend unsere Roadshowaktivitäten. In diesem Berichtsjahr lag der Schwerpunkt wiederholt auf Frankfurt am Main, London, Paris und New York. Neben weiteren Finanzplätzen in Nordamerika haben wir in regelmäßigen Abständen alle wichtigen weiteren europäischen Kapitalmarktzentren besucht. Darüber hinaus hat der Vorstand der Ströer Management SE im abgelaufenen Geschäftsjahr bei einem Capital Markets Day in London detailliert über die Entwicklungen von Ströer informiert. Weiteres zentrales Kommunikationsmittel ist unsere Website www.stroeer.com, auf der wir zeitnah kapitalmarktrelevante Informationen und Dokumente zur Verfügung stellen. Ordentliche HauptversammlungAm 30. Mai 2018 fand die ordentliche Hauptversammlung der Ströer SE & Co. KGaA im Congress-Centrum der Koelnmesse mit rund 160 Anteilseignern, Gästen und Vertretern der Presse statt. Insgesamt waren rund 47 Millionen Stückaktien vertreten. Alle Beschlussvorschläge des Aufsichtsrats und des Vorstands wurden angenommen. Hierzu zählte auch die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 1,30 Euro pro dividendenberechtigter Stückaktie. Börsennotierung, Marktkapitalisierung und HandelsvolumenDie Aktie der Ströer SE & Co. KGaA ist im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert und wird seit dem 24. September 2018 im SDAX gelistet. Auf Basis des Schlusskurses vom 28. Dezember 2018 beträgt die Marktkapitalisierung rund 2,37 Milliarden Euro. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der Ströer Aktie auf Xetra lag 2018 bei gut 91.000 Stück. AnalystenstudienDie Ströer SE & Co. KGaA wird von 16 nationalen und internationalen Banken analysiert. Von den Einschätzungen zum Ende der zwölfmonatigen Berichtsperiode dieses Jahres lauten zwölf "Kaufen" und vier "Halten". Die aktuellen Broker-Einschätzungen können unter www.stroeer.com/investor-relations eingesehen und der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
AktionärsstrukturUdo Müller, Gründer und Co-Vorsitzender des Vorstands, hält 21,35 Prozent, Dirk Ströer, Mitglied des Aufsichtsrats, hält 21,46 Prozent und Christian Schmalzl, Co-Vorsitzender des Vorstands, hält rund 0,05 Prozent der Aktien an der Ströer SE & Co. KGaA. Der Streubesitz beträgt rund 46 Prozent. Laut den der Gesellschaft vorliegenden Mitteilungen zum Stichtag 31. Dezember 2018 sind uns die folgenden Stimmrechtsanteile an der Ströer SE & Co. KGaA von über 3 Prozent bekannt: Deutsche Telekom AG 11,42 Prozent, Allianz Global Investors Europe 6,05 Prozent, Credit Suisse 3,47 Prozent. Aktionärsstruktur der Ströer SE & Co. KGaAStand 31.12.2018 in %
* Beinhaltet Anteile die Dirk Ströer nach
WpHG zuzurechnen sind.
DividendenpolitikIm abgelaufenen Berichtsjahr hat die Ströer SE & Co. KGaA eine 1,30-Euro-Dividende pro dividendenberechtigter Stückaktie ausgeschüttet. Die Ströer SE & Co. KGaA beabsichtigt, die Aktionäre weiterhin an einer erfolgreichen Gewinnentwicklung zu beteiligen. Kenndaten der Ströer SE & Co. KGaA Aktie
MITARBEITERDer digitale Umbruch in der Medienbranche stellt hohe Anforderungen an die Kreativität und Innovationsfähigkeit unserer Mitarbeiter. Unser Anspruch ist, diese Veränderungen aktiv zu gestalten und dabei als Pioniere voranzugehen. Wir stellen gezielt Mitarbeiter ein, die Freude an den spannenden und vielseitigen Aufgaben haben und selbst daran wachsen wollen. In 2018 haben wir ein digitalisiertes Mitarbeiterempfehlungsprogramm aufgebaut, denn unsere Mitarbeiter wissen am besten, wer zu uns passt. Durch neue Arbeitsformen und direkte Kommunikation schaffen wir ein Umfeld, in dem neue Ideen eingebracht und umgesetzt werden können. Mit dem Launch der digitalen Blended Learning Plattform "Jump'n'train" haben wir die interne Weiterentwicklung auf die nächste Stufe gehoben. Dadurch sind wir in der Lage, Weiterbildung für alle Mitarbeiter jederzeit verfügbar, systematisch, themen- und interessenorientiert zu gestalten. Ströer möchte ein attraktiver Arbeitgeber sein, mit dem sich die Mitarbeiter identifizieren und für den sie mit Freude tätig sind. Entsprechend großen Wert legen wir auf Arbeitgeberattraktivität, unter anderem durch eine nachhaltige Personalpolitik und flexible Arbeitszeitmodelle, aber auch durch Zusatzleistungen wie Betriebskindergarten und Firmenkantine in der Ströer-Zentrale. BeschäftigungssituationMitarbeiterzahlDer Ströer Konzern beschäftigte zum Jahresende 12.514 (Vj: 7.536) Mitarbeiter in Voll- und Teilzeitbeschäftigung. Der Anstieg von 4.978 Mitarbeitern verteilt sich über fast alle Segmente, insbesondere aber auf das Segment Direct Media. Der starke Mitarbeiterzuwachs ergibt sich durch den Erwerb der D+S 360 und der DV-COM-Gruppe in 2018, die in dem Segment Direct Media ausgewiesen werden. Im Bereich Out-of-Home ergibt sich eine steigende Tendenz durch den weiteren Aufbau unserer regionalen Vertriebsstruktur. Mitarbeiter nach UnternehmensbereichenStichtag 31.12.2018
BetriebszugehörigkeitZum Bilanzstichtag waren die Mitarbeiter im Schnitt 4,1 Jahre (Vj: 3,6 Jahre) im Ströer Konzern beschäftigt. Die Zunahme ist durch das Mitarbeiterwachstum im Segment Direct Media zu erklären, in welchem sich überwiegend Unternehmen befinden, die schon lange am Markt aktiv sind. AltersverteilungWir verfügen über eine ausgewogene Altersstruktur. Unser Bestreben ist es, junge Mitarbeiter durch gezielte Ausbildungsprogramme für unser Unternehmen zu begeistern und sie dadurch auch langfristig an uns zu binden. Kollegen, die auf eine umfassende berufliche Erfahrung zurückblicken, begleiten sie auf ihrem Weg. Dadurch verbinden wir auch zum Teil Generationen. Altersverteilung im Konzern2018 in %
GeschlechterverteilungWir hatten bereits ein sehr ausgewogenes Geschlechterverhältnis. Der Anteil weiblicher Beschäftigter ist im Jahresverlauf marginal angestiegen. Zum Jahresende waren zu 49 Prozent Männer und zu 51 Prozent Frauen in der Ströer Gruppe beschäftigt (Vorjahr: 52 Prozent Männer und 48 Prozent Frauen). Die ausgewogene Geschlechterverteilung ist nicht zuletzt das Resultat unserer attraktiven Arbeitszeitmodelle, die bspw. die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern und die uns als modernes Unternehmen auszeichnen. Geschlechterverteilung der Mitarbeiter nach Unternehmensbereichen2018 in %
Aus- und WeiterbildungBerufsausbildung und StudiumStröer bildet bundesweit insgesamt 186 Nachwuchskräfte aus und hat damit die Anzahl auch 2018 wieder deutlich gesteigert. Neben der klassischen Berufsausbildung wurde auch das Ströer-Programm für duale Studienplätze ausgebaut, neben dem BA-Studium bieten wir seit 2018 auch ein Master-Studium in Kooperation mit der Steinbeiss-Hochschule an. Natürlich bietet Ströer erfolgreichen BA-Studenten und Auszubildenden gute Chancen auf eine Übernahme an und hat auch im vergangenen Jahr viele junge Talente in verschiedensten Unternehmensbereichen übernommen. Weiterbildung und QualifizierungStröer bietet seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Perspektiven, ihre beruflichen Ziele innerhalb des Ströer-Konzerns zu erreichen. In den letzten Jahren wurden unsere Trainee-Programme ausgeweitet, um Berufseinsteigern eine vielfältige Einarbeitung und Orientierung zu bieten. Ein Einstieg als Trainee ist jetzt in vier Bereichen möglich: General Management, HR, Finance und auch Sales. Unser Talentprogramm hat sich bewährt. So haben wir im Jahr 2018 die 2. Runde des Programms "Jump 'n' Grow" gestartet, unserem internen Programm zur gezielten Förderung ausgewählter Mitarbeiter. Dies umfasst Workshops, Trainings und Mitarbeit in gemeinsamen Projekten und für die Dauer des Programms eine gezielte Verknüpfung mit Mentoren aus der oberen Führungsebene. VERGÜTUNGSBERICHTDer Vergütungsbericht erläutert die Struktur und die Höhe der Vergütungen der Vorstandsmitglieder des persönlich haftenden Gesellschafters der Ströer SE & Co. KGaA (der Ströer Management SE) und des Aufsichtsrats der Ströer SE & Co. KGaA (die "Gesellschaft"). Er berücksichtigt mit den, in der Entsprechenserklärung der Gesellschaft gemäß § 161 AktG vom 13. Dezember 2018 bezeichneten Ausnahmen, die gesetzlichen Vorgaben sowie die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und ist Bestandteil des Konzernabschlusses. Vergütungen des VorstandsDie Vergütung der Vorstandsmitglieder wird von der Gesellschaft in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der Ströer Management SE festgelegt und regelmäßig überprüft. Gemäß den Vorschriften des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung hat sich der Aufsichtsrat des persönlich haftenden Gesellschafters im Berichtsjahr hinsichtlich der notwendigen Entscheidungen zur Vorstandsvergütung beraten und entsprechende Beschlüsse gefasst. Die Vergütung des Vorstands setzte sich auch im Geschäftsjahr 2018 aus den zwei wesentlichen Komponenten einer fixen Grundvergütung sowie einer variablen Vergütung, bestehend aus (i) einem jährlich auszuzahlenden kurzfristigen Vergütungselement (Short Term Incentive; "STI") und einem langfristig ausgerichteten Vergütungselement (Long Term Incentive; "LTI") zusammen. Die erfolgsunabhängige Grundvergütung besteht aus einem monetären Fixum und wird als monatlich gleichbleibendes Gehalt ausgezahlt. Außerdem gewährt die Gesellschaft Nebenleistungen (Sachbezüge), die von den einzelnen Vorstandsmitgliedern versteuert werden, sowie Aufwandsersatz für entstandene Kosten. Sollte sich die Lage der Gesellschaft in einem Maße verschlechtern, dass die Weitergewährung der Vorstandsvergütung unbillig wäre, ist die Gesellschaft im Übrigen berechtigt, die Vorstandsvergütungen auf ein angemessenes Maß herabzusetzen. Der variable Anteil der Vorstandsvergütung (STI und LTI) ist an die Leistung des Vorstands, die Entwicklung des Unternehmens und dessen Wertsteigerung gekoppelt. Die variable Vergütung ist abhängig vom Grad des Erreichens unternehmensbezogener Kennzahlen bzw. Zielvorgaben. Die variablen Vergütungen für das Geschäftsjahr 2018 orientierten sich an folgenden Kennzahlen bzw. Zielvorgaben: (i) Short Term Incentives (STI): Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit und (ii) Long Term Incentives (LTI): Kapitalrendite, organisches Umsatzwachstum und Aktienkurs. Die LTI-Vergütungen umfassen einen Zeitraum von drei bzw. vier Jahren und übersteigen in ihrer Gewichtung die STI-Vergütungen. Kapitalrendite auf Basis adjusted EBIT/Capital EmployedDiese Vergütung hängt von der Kapitalverzinsung eines Zeitraums von drei Jahren ab. Benchmark hierfür ist die Erzielung einer Verzinsung in Höhe der Kapitalkosten des Unternehmens. Bei Zielerreichung von 100 Prozent beläuft sich der zugesagte Betrag auf TEUR 343. Die Vergütung kann maximal den doppelten bzw. dreifachen Betrag erreichen, wofür eine deutlich über den Kapitalkosten liegende Verzinsung in der Drei-Jahres-Periode zu erreichen wäre. Umgekehrt sinkt die Vergütung prozentual bis auf einen Betrag von 0,00 Euro, wenn die Benchmark entsprechend verfehlt wird. Organisches UmsatzwachstumIn einem Drei-Jahres-Zeitraum wird das durchschnittliche organische Umsatzwachstum der Gesellschaft verglichen mit dem durchschnittlichen Wachstum des Werbemarkts, gemessen an der Entwicklung des jeweiligen Bruttoinlandprodukts in den von der Gesellschaft bearbeiteten Märkten. Bei Zielerreichung von 100 Prozent beläuft sich der zugesagte Betrag auf TEUR 384. Liegt das durchschnittliche Umsatzwachstum der Gesellschaft in dem jeweiligen Drei-Jahres-Zeitraum über diesem Vergleichswert, kann die Vergütung maximal den doppelten bzw. dreifachen Wert annehmen. Umgekehrt sinkt die Vergütung prozentual bis auf einen Betrag von 0,00 Euro, wenn die Benchmark entsprechend verfehlt wird. AktienkursDieser LTI-Bestandteil ist abhängig von der Entwicklung des Aktienkurses der Gesellschaft über einen Vier-Jahres-Zeitraum gegenüber einem festgelegten Referenzkurs zu Beginn dieses Zeitraums. Bei Zielerreichung von 100 Prozent beläuft sich der für das Jahr 2018 zugesagte Betrag auf TEUR 283, was zum Stichtag einer Anzahl von 4.588 virtuellen Aktienoptionen mit jeweiligem Zeitwert von EUR 40,32 entspricht. Eine Kurssteigerung innerhalb des Vier-Jahres-Zeitraum erhöht im gleichen prozentualen Verhältnis die Vergütung dieses Gehaltsbestandteils bis auf maximal den doppelten bzw. dreifachen Betrag. Umgekehrt sinkt die Vergütung prozentual bis auf einen Betrag von 0,00 Euro, wenn der Referenzkurs entsprechend verfehlt wird. Nach Wahl des jeweiligen Vorstandsmitglieds kann die Vergütung auch in Aktien der Gesellschaft ausgezahlt werden. Aktienbasierte VergütungenDer Aufsichtsrat der Gesellschaft hat den Mitgliedern des Vorstands in den Geschäftsjahren 2013, 2014, 2015, 2017 und 2018 Aktienoptionen im Rahmen von Aktienoptionsprogrammen gewährt. Die Aktienoptionen stellen weitere langfristige Vergütungskomponenten dar. Hierdurch sollen Leistungsanreize geschaffen werden, die auf Nachhaltigkeit und Langfristigkeit des Unternehmenserfolgs ausgerichtet sind. Die Optionsrechte können frühestens nach Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren, beginnend ab dem Zuteilungstag des Bezugsrechts, ausgeübt werden. Die Optionen haben einen vertraglichen Optionszeitraum von sieben Jahren. Die Gesellschaft ist berechtigt, zur Bedienung der Aktienoptionen wahlweise statt neuer Aktien eine Barzahlung zu gewähren. Die Ausübung der Aktienoptionen ist an die Erfüllung einer Anzahl von Dienstjahren (Vesting Period), an die Höhe des Aktienkurses der Gesellschaft sowie an das operative EBITDA des Konzerns geknüpft. Der durch die Ausübung der Aktienoptionsrechte erzielbare Gewinn des jeweiligen Optionsinhabers darf das Dreifache des jeweiligen Ausübungspreises nicht überschreiten. Die Gesamtvergütung für das Geschäftsjahr 2018 (2017) ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle: Für 2018 (2017) gewährte Zuwendungen
Für 2018 gewährte Zuwendungen
Zu LTI "Sonstige":Die Vergütung von TEUR 189 (Vj.: TEUR 252) ist abhängig vom Verbleib im Unternehmen über einen Zeitraum von 4 Jahren. Bei frühzeitigem Ausscheiden ist die Vergütung insgesamt zurück zu zahlen. Zu "Aktienbasierte Bezugsrechte":2017: 239.190 Optionen; 11,20 Euro gewichteter Wert je Option 2018: 199.460 Optionen; 9,43 Euro gewichteter Wert je Option Leistungen an den Vorstand bei TätigkeitsbeendigungZusagen an den Vorstand für den Fall der regulären TätigkeitsbeendigungEs bestehen keine Versorgungszusagen bzw. anderweitige Altersversorgungen. Für die Vorstandsmitglieder ist geregelt, dass im Falle einer Nichtverlängerung des Anstellungsvertrags die Festvergütung pro rata temporis für weitere vier Monate als Abfindung zu zahlen ist. Nachvertragliches WettbewerbsverbotMit den Vorstandsmitgliedern ist ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot vereinbart. Für die Dauer des Wettbewerbsverbots zahlt die Gesellschaft pro volles Jahr des Verbots die Hälfte der zuletzt bezogenen vertragsmäßigen Vergütungen. Bezüge des AufsichtsratsDie Bezüge des Aufsichtsrats der Ströer SE & Co. KGaA werden gemäß § 15 der Satzung der Gesellschaft von der Hauptversammlung mit Zustimmung der persönlich haftenden Gesellschafterin bewilligt. Hiernach erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats der Ströer SE & Co. KGaA ein Sitzungsgeld in Höhe von 200,00 Euro pro Sitzung sowie Auslagenerstattungen. Die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats der persönlich haftenden Gesellschafterin, der Ströer Management SE, werden gemäß § 14 der Satzung von der Hauptversammlung der Ströer Management SE bewilligt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der persönlich haftenden Gesellschafterin erhalten eine feste, erfolgsunabhängige Vergütung sowie Sitzungsgelder und Auslagenerstattungen. Die Vergütung des Aufsichtsrats der Ströer Management SE wurde gemäß § 9 der Satzung der Ströer SE & Co. KGaA an die Ströer SE & Co. KGaA weiterbelastet. Die Gesamtvergütungen (ohne etwaige Umsatzsteuer) für das Jahr 2018 des Aufsichtsrats der Ströer SE & Co. KGaA inklusive der von der Ströer Management SE an die Ströer SE & Co. KGaA vorgenommenen Weiterbelastungen betragen in Euro:
CHANCEN- UND RISIKOBERICHTGesamtbeurteilung der Chancen- und Risikolage durch den VorstandDas Risikomanagementsystem der Ströer Gruppe bildet die Grundlage für die umfassende Risikoeinschätzung des Vorstands. Im Vordergrund unserer Risikostrategie steht nicht die strikte Vermeidung von Risiken. Vielmehr geht es uns darum sicherzustellen, dass unsere unternehmerischen Entscheidungen auf wohl informierten Abwägungen von Chancen und Risiken beruhen. Gleichzeitig gilt es, solche Risiken rechtzeitig zu identifizieren, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, um hier umgehend Maßnahmen zur Vermeidung oder Begrenzung von Risiken einleiten zu können. Grundsätzlich erwarten wir von jedem Mitarbeiter einen verantwortungsbewussten Umgang mit Risiken. Nach unserer Einschätzung sind die derzeit identifizierten und im Folgenden beschriebenen Risiken zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts beherrschbar. Im Einzelnen sind keine bestandsgefährdenden Risiken zu erkennen. Zugleich sind wir überzeugt, dass Ströer strategisch und finanziell gut aufgestellt ist, um die sich bietenden Chancen im Wettbewerb nutzen zu können. Trotz einiger Unsicherheiten der volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den Märkten, in denen wir aktiv sind, werden sich nach Erwartungen des Vorstands der Ströer Management SE die Marktbedingungen im laufenden Geschäftsjahr 2019 insgesamt stabil zeigen. Bei Eintreten eines schlechteren Szenarios kann die Ströer Gruppe zeitnah reagieren und, wie schon in der Vergangenheit gezeigt, von internen Maßnahmen zur notwendigen Anpassung der Investitions- und Kostenbudgets Gebrauch machen. Chancen- und RisikomanagementsystemUnser Vorstand trägt die Verantwortung für das Chancen- und Risikomanagement, das integraler Bestandteil der Unternehmensführung ist. In Abhängigkeit von den Zielen und Strategien der einzelnen Segmente ist für das Chancenmanagement das operative Management in den jeweiligen Geschäftsbereichen in enger Abstimmung mit den Zentralbereichen und dem Vorstand verantwortlich. Das regelmäßige Managen von Chancen ist integraler Bestandteil des Planungs- und Kontrollprozesses. Daneben betreibt Ströer ein konzernweites Risikomanagement, das im Einklang mit den gesetzlichen Anforderungen gemäß § 91 Abs. 2 AktG steht. Der Risikokonsolidierungskreis entspricht dem Konzernkonsolidierungskreis. Der Chancen- und Risikobericht beinhaltet die Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Kernrisiken. Zu diesen Risiken zählen alle Sachverhalte, die eine signifikante Bedrohung unserer Geschäftsentwicklung darstellen und eine materielle Auswirkung auf unsere Ergebnis- oder Liquiditätssituation haben können. Sie lassen sich anhand ihres Schadenserwartungswerts einzelnen Risikoklassen zuordnen (wesentlich, groß, mittel, gering, unwesentlich), an die wiederum verschiedene Vorgaben zur Risikosteuerung geknüpft sind. Der Schadenserwartungswert wird im Rahmen eines Regelprozesses gruppenweit einheitlich nach den Dimensionen "Erwartete Schadenshöhe auf Ertrag (EBITDA) und/oder Cash-Flow" sowie "Eintrittswahrscheinlichkeit" bewertet. Die nachfolgende Abbildung zeigt die Skalen dieser beiden Dimensionen (erwartete Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit) sowie die daraus abgeleitete Risikomatrix. Risikomatrix
Entsprechend der Kombination aus erwarteter Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit wird der Schadenserwartungswert (SEW) des Risikos als wesentlich, groß, mittel, gering oder unwesentlich klassifiziert. Für jeden Geschäftsbereich gibt es jeweils einen Risikoverantwortlichen, der die Risikosituation seines Bereichs dezentral steuert und an das Group Risk Management berichtet. Innerhalb der Geschäftsbereiche gibt es Verantwortliche (Risk Owner) für die verschiedenen Risikobereiche, die an den jeweiligen Risikoverantwortlichen des Geschäftsbereichs berichten. Um eine enge Verzahnung mit operativen und finanzwirtschaftlichen Fragestellungen sicherzustellen, ist das Group Risk Management im Zentralbereich Controlling angesiedelt. Es besitzt die Methoden- und Systemkompetenz. Es stellt die Funktionsfähigkeit und Effizienz des Risikofrüherkennungssystems sicher und informiert turnusmäßig den Vorstand der Ströer Management SE und den Aufsichtsrat der Ströer SE & Co. KGaA über die aktuellen Risiken des Konzerns. Der regelmäßig erstellte interne Risikobericht geht auf die verschiedenen Ursachen der Kernrisiken, ihre Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswirkungen (Brutto- und Nettobewertung) ein. Zudem informiert er über die Veränderungen der Risikoprofile im Zeitablauf. Bei unerwarteten Risiken, die außerhalb der Termine des Regelprozesses identifiziert werden und die spezifische Wesentlichkeitsgrenzen überschreiten, ist jeder Risikoverantwortliche zur Ad-hoc-Berichterstattung verpflichtet. Das Risikomanagement wird in regelmäßigen Abständen auf Effektivität überprüft und gegebenenfalls verbessert. Darüber hinaus beurteilt der Abschlussprüfer regelmäßig im Rahmen der Jahresabschlussprüfung, ob das Risikomanagementsystem geeignet ist, die den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken frühzeitig zu erkennen. Über die Ergebnisse berichtet der Abschlussprüfer an Vorstand und Aufsichtsrat. Internes KontrollsystemEinen wichtigen Teil des Risikomanagements stellt das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der Ströer Gruppe dar. Wir verstehen das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassende Einheit und lehnen uns dabei an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystem (IKS) und zum Risikomanagementsystem an. Danach werden unter dem Internen Kontrollsystem die vom Management eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung von Führungsentscheidungen zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, zur Ordnungsmäßigkeit bzw. Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für die Ströer Gruppe maßgeblichen rechtlichen Vorschriften gerichtet sind. Des Weiteren soll das Interne Kontrollsystem die Berichterstattung unterstützen, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Ströer Gruppe zu vermitteln. Im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess haben wir folgende Strukturen und Prozesse implementiert:
Wir erachten solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Konzernbilanzierung und die Gesamtaussage des Konzernabschlusses einschließlich des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns maßgeblich beeinflussen können. Hierzu zählen folgende Elemente:
Daneben befassen wir uns auch mit der Überwachung der Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems, das über die Finanzberichterstattung hinausgeht. Internes RevisionssystemDie Interne Revision ist ein Instrument des Vorstands des Ströer Management SE und des Aufsichtsrats der Ströer SE & Co. KGaA und unterstützt diese Gremien als Teil der Corporate Governance in ihrer Führungs- und Aufsichtsfunktion. Dazu führt sie in ausgewählten Beteiligungsgesellschaften und Unternehmensbereichen Prüfungen durch. Hierzu können folgende Themenschwerpunkte zählen:
Auf Basis eines detaillierten, risikoorientierten Prüfplans wurde im Rahmen mehrerer interner Revisionsprojekte im Berichtsjahr die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems unterstützt. Die Ergebnisse dieser Prüfungen wurden unterjährig dem Vorstand der Ströer Management SE und dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der Ströer SE & Co. KGaA berichtet. Ein umfassender Jahresbericht der Arbeit der Internen Revision sowie der Inhalte der Prüfungen und ihrer Ergebnisse wurde dem Aufsichtsrat vorgelegt. Die möglichen, sich aus Revisionsprüfungen ergebenden Verbesserungsmaßnahmen wurden bzw. werden systematisch nachverfolgt. RisikosituationAus der Gesamtheit der identifizierten Chancen und Risiken werden nachfolgend jene Bereiche dargestellt, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Prognosezeitraum in wesentlichem Umfang positiv oder negativ beeinflussen können. Gemäß der oben erwähnten Bewertung nach erwarteter Schadenshöhe in Bezug auf das erwartete EBITDA und/oder den Cash-Flow sowie die Eintrittswahrscheinlichkeit wird für die folgenden Risiken die entsprechende Klassifizierung des Schadenserwartungswerts des Risikos angegeben (z. B. "SEW: mittel"). Marktrisiken (SEW: gering)Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung kann sich u. a. aufgrund politischer Unwägbarkeiten oder neuerlicher Finanzmarktturbulenzen schlechter darstellen, als im Rahmen unserer Prognose unterstellt. Dies stellt aufgrund der Konjunkturabhängigkeit des Werbemarktes für alle Segmente der Ströer Gruppe ein Risiko dar, dessen Materialisierung dazu führen könnte, dass die Ströer Gruppe ihre Umsatz- und Ergebnisziele nicht erreicht. In unserem regionalen Kernmarkt Deutschland gehen wir insgesamt von einer stabilen Konjunkturentwicklung aus, sehen aber leicht erhöhte Makro-Unsicherheiten, die sich u. a. aus drohenden Welthandelsstreitigkeiten, dem Brexit oder aus Finanzkrisen einzelner Mitgliedsstaaten des Euro-Raums ergeben können. Eine Verbesserung unserer Risikoposition in Bezug auf Marktrisiken hat sich im Berichtsjahr hingegen aus dem Verkauf unserer türkischen Außenwerbeaktivitäten ergeben, da wir nur noch begrenzt von den anhaltenden innen- und außenpolitischen Unsicherheiten der Türkei beeinflusst werden. Im Beschaffungsbereich könnten sich signifikante Planabweichungen vor allem durch den Verlust von Werberechtskonzessionen in der Außenwerbung oder durch den Verlust großer Publisher-Verträge im Digitalbereich ergeben. Von Nachteil wäre auch eine Verzögerung der Genehmigungsprozesse, ein Kostenanstieg zur Erlangung notwendiger Baugenehmigungen oder eine Ablehnung attraktiver Standorte durch die Genehmigungsbehörden. Im Bereich der Online-Medien besteht grundsätzlich das Risiko, dass die im Portfolio befindlichen Webseiten - u. a. aufgrund von Konkurrenzangeboten - weniger Nutzerinteresse auf sich ziehen als erwartet. Eine geringer als erwartet ausfallende Zahl von Unique Visitors bzw. Unique Users oder Ad Impressions kann die Erlöse aus der Reichweitenvermarktung beeinträchtigen. Diese Gefahren sehen wir aber als ganz normale Geschäftsrisiken an, die durch unser im Außenwerbe- wie auch im Digitalgeschäft sehr breit aufgestelltes Portfolio begrenzt sind. Besondere Beschaffungsrisiken, insbesondere in der Außenwerbung, können sich zudem aufgrund möglicher Preiserhöhungen bei Vorprodukten und Energie oder aufgrund von Preisvolatilitäten ergeben. Denkbar wären auch Ausfälle von Lieferanten mit Schlüsselfunktion oder Qualitätsprobleme bei Zulieferprodukten. Um das Risiko zu begrenzen, setzen wir auf eine produktübergreifende Standardisierung der Komponenten und auf eine Mehrquellenbeschaffungsstrategie. Hinsichtlich der Vermarktung könnten sich Planabweichungen in den einzelnen Segmenten ergeben: Durch mögliche Erlöseinbußen bei der Auftragserteilung gewichtiger Werbungtreibender oder Agenturen, durch Kundenverluste im intra- und intermedialen Wettbewerb oder durch reduzierte Margen infolge steigender Rabatte in der Medienbranche. In diesem Zusammenhang werten wir regelmäßig unsere Vertriebsaktivitäten aus und treffen entsprechende Maßnahmen, um dem bestehenden Rabattdruck entgegenzuwirken. Im Bereich Dialog Marketing werden die Umsätze zumeist mit nationalen Großkunden erzielt. Ein sich änderndes Nachfrageverhalten einzelner Großkunden kann hier grundsätzlich auch zu kurzfristigen Erlösrisiken führen. Nach der Etablierung (a) Content-basierter Geschäftsmodelle - mit Deutschlands reichweitenstärkstem Online-Portal "t-online.de" als Herzstück -, (b) trans-aktionaler Geschäftsmodelle sowie (c) dem im abgelaufenen Geschäftsjahr ausgebauten Bereich des Dialog Marketing hat die Ströer Gruppe ihre Erlösströme erfolgreich diversifizieren können. Dabei ist es gelungen, die insgesamt werbedominierten Erlösströme hin zu anderen transaktionalen sowie direktvertriebsorientierten Erlösarten zu erweitern. Hierdurch werden generelle Marktrisiken in der Werbevermarktung abgemildert. Ein anhaltender Trend im Internet-Surfverhalten der Nutzer, weg von stationären Computern hin zu mobilen Endgeräten, stellt insbesondere den Bereich der Online Display-Werbevermarktung sowie den Bereich der Content-basierten Erlösmodelle vor Herausforderungen. Diesem Risiko begegnen wir u. a. mit einem Ausbau unserer mobilen Vermarktungsaktivitäten. Generell stellt die vermehrte Nutzung von Ad Blockern ein anhaltendes Risiko für die Online-Werbevermarktung dar. Für unsere Online-Vermarktungsaktivitäten wirken wir dem Risiko mit verschiedenen Maßnahmen entgegen. Dabei setzen wir zum einen auf Technologien, Ad-Blocker zu umgehen. Zum anderen ist unser Webseitenportfolio u. a. aufgrund der Nutzerstrukturen unterdurchschnittlich stark von Ad-Blocking-Technologien betroffen. Außerdem bieten wir vermehrt Produkte im Bereich Native Ads an, die nicht von Ad-Blockern betroffen sind. Politische und regulatorische Risiken (SEW: gering)Die anhaltende Diskussion zu datenschutzrechtlichen Themen in Politik und Gesellschaft stellt ein Risiko für diejenigen unserer Geschäftsaktivitäten dar, in denen gerade die Verarbeitung von Daten ein zentrales Element ist. Unsicherheit besteht hier insbesondere in den Folgen der im Mai 2018 in Kraft getretenen EU-Datenschutzgrundverordnung sowie deren weiterer Konkretisierung der darin enthaltenen rechtlichen Vorgaben in der Praxis. Auch die geplante "ePrivacy" Verordnung der EU, die sich mit dem Datenschutz im Bereich des online-Marketing beschäftigen wird, bringt zusätzliche Unsicherheiten. Die genaue Regelung bestimmter Aspekte des Datenschutzes in den jeweiligen Verordnungen, die für Teile unseres Geschäfts relevant sein könnten, z. B. für das Setzen von Cookies oder ähnlicher Technologien ist noch unklar bzw. ist noch nicht final definiert worden. Im Prognosejahr rechnen wir hier mit keinen Effekten auf die Geschäftslage. Auch wenn von derartigen gesetzlichen Neuregelungen nur einzelne Geschäftsmodelle in unserem Portfolio betroffen sind und große Datenmengen hauptsächlich anonymisiert genutzt werden, beschäftigen wir uns fortlaufend intensiv mit dem Thema. Unter anderem haben wir ein einheitliches Konzern-Datenschutzkonzept implementiert. Da neue Gesetze nach Inkrafttreten immer einer gewissen Interpretation bedürfen, wie diese in der Praxis umzusetzen sind, streben wir eine stetige Weiterverbesserung unseres Datenschutzprozesses hin zu einem Best-Practice-Ansatz innerhalb des Branchenumfeldes an. Darüber hinaus besteht ein Risiko einer in den letzten Jahren wiederholt in der politischen Diskussion geforderten Ausweitung von Werbeverboten, insbesondere im Bereich der Tabakwerbung. Diesem Risiko begegnen wir mit verschiedenen Kommunikationsmaßnahmen. Wir gehen nicht von einem Inkrafttreten eines solchen Verbots im Prognosezeitraum aus. Durch eine deutlich gesunkene Abhängigkeit von einzelnen Werbekunden und -branchen hat die relative Bedeutung dieses Sachverhalts ohnehin stark abgenommen. Prozessrisiken (SEW: gering)Unsere Unternehmensabläufe sowie unsere Kommunikation basieren in hohem Maße auf Informationstechnologien. Folglich ist die IT-Sicherheit ein kritischer Faktor, der in Bezug auf Datenintegrität, Informationsvertraulichkeit, Authentizität und Verfügbarkeit berücksichtigt werden muss. Eine Störung oder gar ein Ausfall einzelner oder gar mehrerer Systeme könnte zu einem Datenverlust und einer Beeinträchtigung der IT-gestützten Geschäftsprozesse führen. Diese Prozesse unterliegen kontinuierlichen Nachbesserungsmaßnahmen, welche die oben genannten Risiken reduzieren sollen. Grundsätzlich sind auch Störungen im Hinblick auf die ordnungsgemäße Arbeitsweise bei der Angebotserstellung, Auftragsabwicklung sowie das Reklamations- und Forderungsmanagements nicht auszuschließen. Im Betriebsprozess liegt unser Augenmerk insbesondere auf möglichen Qualitätsrisiken, die mit der Sicherstellung einer hochwertigen Beschaffenheit und Bewirtschaftung unserer Werbeträger in der Außenwerbung sowie störungsfreier Ausspielungen von Werbung im Digitalbereich zusammenhängen. Bei einigen wenigen Geschäftsmodellen im Ströer Konzern, deren Erlösströme auch von Suchmaschinen im Internet beeinflusst werden, bestehen generelle Risiken, die sich aus Änderungen der Algorithmen der Suchmaschinenbetreiber ergeben. Mitarbeiterrisiken (SEW: gering)Ein Risiko für Ströer liegt in der ungewollten Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen, sollten diese nicht oder nicht rechtzeitig durch eigene oder neue Mitarbeiter adäquat ersetzt werden. Wir wirken den Personalrisiken mit einer Reihe etablierter Maßnahmen, wie z. B. einem leistungsbezogenen Vergütungssystem, Qualifizierungs- und Weiterbildungsangeboten oder Stellvertretungsregelungen, entgegen. Unser Profil als innovatives und attraktives Medienunternehmen konnten wir außerdem durch den massiven Ausbau digitaler Geschäftsmodelle weiter stärken. Mitarbeiterrisiken haben sich für Ströer durch unseren Einstieg in den Bereich des Dialog-Marketings im Berichtsjahr verstärkt. Gerade in diesem personalintensiven Geschäftsfeld kommt der Mitarbeitergewinnung und -bindung eine besondere Rolle zu. Finanzrisiken (SEW: gering)Aus der aktuellen Verschuldung resultiert für Ströer ein generelles Finanzierungsrisiko, dessen Tragweite von der Einhaltung der in den Kreditverträgen mit dem Bankenkonsortium vereinbarten Covenants sowie Informations- und Genehmigungspflichten abhängt. Dieses Risiko ist aber aufgrund der zu Ende des Berichtsjahres sehr soliden Finanzmittelausstattung und durch eine starke operative Cash-Generierung derzeit sehr gering. Ströer entstehen überdies währungsbedingte Risiken. So besteht ein Translationsrisiko, das sich aus der Umrechnung der in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften ergibt. Die relative Bedeutung der in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse am Konzernabschluss ist im Berichtszeitraum aber zurückgegangen. Transaktionsbedingte Währungsrisiken sind für die Ströer Gruppe ohnehin unbedeutend. Generellen Zinsänderungsrisiken ist die Ströer Gruppe im Wesentlichen im Bereich der langfristigen variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten sowie hinsichtlich der vorhandenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgesetzt. Ein Beteiligungsrisiko resultiert grundsätzlich in Zukunft aus Verlusten von Tochtergesellschaften und sonstigen Beteiligungsunternehmen, die sich auf die Ertragslage und Liquidität der Ströer Gruppe auswirken könnten. Es ist nicht auszuschließen, dass es auch zukünftig zu Berichtigungen von Firmenwerten kommt, sollte die Geschäftsentwicklung einzelner Gesellschaften bzw. Cash Generating Units (CGUs) hinter den Erwartungen zurückbleiben. Nicht zuletzt wegen der Komplexität des Steuerrechts besteht die Möglichkeit, dass die Finanzbehörden und -gerichte steuerrelevante Sachverhalte anders beurteilen als heute oder sie bisherige Verfahren angreifen. Wir vermindern dieses Risiko durch einen ständigen Austausch mit internen und externen Steuerspezialisten. Sonstige Risiken (SEW: unwesentlich)Zudem ist die Ströer Gruppe grundsätzlich Kommunikationsrisiken ausgesetzt, die letztlich auch in Reputationsrisiken münden können. Mit der Konzernkommunikation und den Investor Relations verfügen wir jedoch über zwei wichtige Funktionen, um relevante Informationen rechtzeitig den entsprechenden Adressaten zur Verfügung zu stellen und sachgerecht agieren zu können. Zahlreiche Unternehmenskäufe in allen unseren Segmenten in den vergangenen Jahren beinhalten naturgemäß Risiken, die z. B. aus Kundenabwanderungen, aus ungewollter Mitarbeiterfluktuation, aus einem erhöhten Working-Capital-Bedarf oder aus Steuer- und Compliance-Sachverhalten herrühren können. Wir reduzieren solche Risiken durch entsprechende Analysen und angemessene Steuerungsmaßnahmen. Darüber hinaus verfügt die Ströer Gruppe über umfangreiche Erfahrungen hinsichtlich der Integration neu erworbener Gesellschaften. Unsere geschäftlichen Aktivitäten müssen mit geltendem Recht in Einklang stehen. Insbesondere kartell- und kapitalmarktrechtliche Regelungen, Regelungen eines integren Geschäftsverkehrs sowie Datenschutzregelungen werden von unserer Rechtsabteilung ständig auf ihre Einhaltung überwacht. Darüber hinaus vermindern wir unsere Rechtsrisiken durch gezielte Einbindung von externen Wirtschaftsexperten und Rechtsanwälten. Grundsätzlich können aus laufenden oder zukünftigen Rechtsstreitigkeiten aber Prozessrisiken entstehen, die letztlich von vorgenommenen Risikoeinschätzungen und damit verbundenen Rückstellungen abweichen. ChancensituationGesamtwirtschaftliche Chancen ergeben sich aus einer Erhöhung des Nettowerbevolumens insbesondere in unserem Kernmarkt Deutschland, die stärker ausfällt als in unserer Basisplanung. Dies könnte der Fall sein, wenn sich das gesamtwirtschaftliche Umfeld besser entwickelt als erwartet oder sofern sich Werbebudgets stärker als angenommen auf die Außen- und/oder Online-Werbung bzw. auf das Dialog Marketing verlagern. Ebenso kann sich eine verbesserte gesamtwirtschaftliche Entwicklung positiv auf die Umsätze unserer transaktionalen Geschäftsaktivitäten auswirken. Der Strukturwandel in der Werbeindustrie, der sich insbesondere in einem veränderten Medienkonsum und in der fortschreitenden Digitalisierung der Medienangebote niederschlägt, kann im Geschäftsjahr 2019 die Abwanderung des Anzeigengeschäfts in Printmedien hin zu digitalen Medien weiter beschleunigen. In diesem Zusammenhang kann auch die Nachfrage nach Multi-Screen-Lösungen (Public Video, Road Side Screens, Desktop, Tablet, Mobile), wie sie in dieser Kombination auch nur von der Ströer Gruppe angeboten werden, über unsere Planungen hinaussteigen. Chancen ergeben sich auch aus der programmatischen Anbindung unserer digitalen Außenwerbeträger, also durch den im Berichtsjahr erfolgreich implementierten vollautomatisierten Echtzeit-Ein- und Verkauf von Werbeflächen im Bereich Public Video. Insgesamt sind wir durch unsere Angebote in der Außenwerbung, im Online-Bereich und im Dialog Marketing sehr gut aufgestellt, um unseren Kunden vor dem Hintergrund der anhaltenden Megatrends Digitalisierung, Urbanisierung und steigender Mobilität der Bevölkerung sowie vor dem Hintergrund eines sich ändernden Nutzungsverhaltens im Medienkonsum ein optimales Angebot bieten zu können. Hieraus ergeben sich Chancen von stärkeren Marktanteilszuwächsen im intermedialen Wettbewerb, als bislang in unseren Planungen erwartet. Die anhaltende Digitalisierung unserer Außenwerbeträger verstärkt diese Möglichkeiten zusätzlich. Wichtiger Erfolgsfaktor für die Nutzung der sich bietenden Chancen im Bereich der Werbevermarktung ist die Qualität des Portfolios an analogen und digitalen Werbeträgern. Aus der engen Partnerschaft mit Städten und mit Betreibern von Bahnhöfen im Bereich der Außenwerbung sowie mit Publishern im Online-Segment können unter Umständen national wie international zusätzliche Potenziale ausgeschöpft werden. Strategische Chancen ergeben sich überdies aus weiteren Akquisitionen, mit denen wir gezielt unsere Positionen in unseren Kernmärkten und -geschäftsbereichen ausbauen bzw. gezielt unser Produktangebot auf die Nachfragen unserer Kunden ausrichten. Durch die fortlaufende Optimierung des Online-Inventars sowie durch eine weitere Verbesserung der Technologieposition können sich positive Größen- und Synergieeffekte ergeben, die in der Basisplanung noch nicht berücksichtigt sind. Mit unserem voll integrierten Geschäftsmodell sind wir zuversichtlich, uns im Wettbewerb mit den großen verlagsgebundenen Vermarktern und TV-Angeboten noch besser positionieren und Marktanteile gewinnen zu können. Eine verbesserte Positionierung und Reichweite im Medienmarkt erlaubt es uns dann auch, unsere transaktionalen Geschäftsmodelle besser als bislang prognostiziert zu vermarkten. Aus den unvermindert hohen Integrationsanstrengungen bei unseren zahlreichen Akquisitionen der letzten Jahre können sich bislang noch nicht geplante Synergien im Umsatz- wie im Kostenbereich ergeben. Auch der verstärkte Austausch von technologischem und vertrieblichem Know-how zwischen den neu erworbenen Einheiten sowie zwischen den neu hinzugekommenen Einheiten und dem Basisgeschäft bieten zusätzliche Umsatz- und Synergie-Chancen. Gute Wachstumsmöglichkeiten erwarten wir darüber hinaus aus unserem im Berichtszeitraum weiter verstärkten regionalen Vertriebsauftritt. Hier könnten sich in einem stärker als bislang erwarteten Ausmaß Synergien zwischen digitalen und analogen Angeboten ergeben. Vertriebliche Synergiepotenziale bieten sich auch im Bereich des Dialog Marketing mit Hilfe der in der jüngeren Vergangenheit neu erworbenen Unternehmen. In kürzester Zeit konnte Ströer in diesem Bereich zu einem der führenden deutschen Anbieter aufsteigen. Auch können die Vertriebskräfte in diesem Bereich zukünftig gezielt eingesetzt werden, um unsere Medienprodukte und transaktionalen Geschäfte bei neuen Kundengruppen zu platzieren. PROGNOSEBERICHT 1Gesamtaussage des Vorstands zur erwarteten Konzernentwicklung in 2019Strukturelle Veränderungen werden den Medienmarkt auch in 2019 prägen. Dabei sind die zunehmende Nutzung und Personalisierung mobiler Endgeräte und der Ausbau der Netze die wesentlichen Einflussfaktoren auf das Medienkonsumverhalten der Menschen. Medieninhalte sind immer und überall auf allen Geräten verfügbar und lineare Mediennutzung verliert zunehmend an Bedeutung. Außenwerbung dagegen ist immer da, kann nicht weggeklickt werden und kennt keine Fake News und schlechten Content. Von Ströer vermarktete Websites basieren in aller Regel auf redaktionell aufbereiteten Inhalten und sind für die Bedürfnisse ihrer Zielgruppen zeitgemäß und damit relevant. Die Dialogangebote der Ströer Gruppe basieren auf direkter Ansprache. Somit sind die Angebote des Ströer Konzerns gut für die zunehmenden Veränderungen im Mediakonsum aufgestellt. Mit eigenen Ad-Servern ist Ströer in der Lage, zentral Bild-Inhalte auf Online-Desktops, Mobile- und Public Video Screens anzusteuern. Die Angebote sind in allen gängigen Nachfrageplattformen (DSP, Demand Side Plattform) verfügbar. Als größter non-TV-Vermarkter hat Ströer damit eine sehr starke Positionierung bei seinen Werbekunden. Neben der verstärkten regionalen Vermarktung unseres Out-of-Home- und Digital-Inventars, sehen wir vor allem in der Integration und einem gezielten Ausbau unserer Dialog-Marketingaktivitäten weiterhin große Wachstumschancen. Auch im Jahr 2019 wird die lokale und regionale Vertriebsorganisation in Deutschland weiter ausgebaut und intensiv daran gearbeitet, das vermarktbare Inventar in allen Wachstumsfeldern zu sichern und selektiv zu verstärken. Darüber hinaus wird die Integration der in den letzten zwei Jahren erworbenen Dialog-Gruppe weiter vorangetrieben. Für die Steuerung des Ströer Konzerns sind das organische Umsatzwachstum und das Operational EBITDA die Hauptkennzahlen. Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet der Vorstand für die gesamte Ströer Gruppe ein organisches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Das Operational EBITDA sollte ebenfalls im mittleren einstelligen Prozentbereich steigen. Daneben geht der Vorstand für das bereinigte Konzernergebnis von einer vergleichbaren Entwicklung zum Operational EBITDA aus. Der dynamische Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung zu Operational EBITDA) unter Vorbehalt von M&A-Transaktionen sollte auf einem vergleichbaren Niveau wie im Vorjahr bleiben. Für die Entwicklung des Free Cash-Flow (unter Berücksichtigung der IFRS 16-relevanten Tilgungszahlungen) erwartet der Vorstand eine Entwicklung analog zum Operational EBITDA. Die Kapitalrendite (ROCE) sollte das Niveau des Vorjahres (Geschäftsjahr 2018: 19 Prozent) erreichen. Zukunftsgerichtete AussagenDie zukunftsgerichteten Aussagen zur künftigen Geschäftsentwicklung berücksichtigen nur die zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung bekannten wesentlichen Umstände, die unsere Aktivitäten im Jahr 2019 beeinflussen können. Dabei kann die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Ströer Gruppe insbesondere von der konjunkturellen Entwicklung in unseren Märkten sowie von der jeweiligen Entwicklung der Werbemärkte beeinflusst werden. Daneben hat auch der Marktanteil der Digital- bzw. Out-of-Home-Medien am Gesamtwerbemarkt Einfluss auf die Umsatzentwicklung. Die direkte Ableitung einer Umsatzprognose aus diesen gesamtwirtschaftlichen oder branchenspezifischen Parametern ist indes nicht möglich, da die Korrelation der genannten Parameter mit dem Umsatz in einzelnen Jahren sehr unterschiedlich sein kann. Daneben kann aufgrund von unterjährigen Änderungen der Rahmenbedingungen die tatsächliche Entwicklung der Umsatz- und Ertragslage von der prognostizierten Entwicklung wesentlich abweichen. Seit Jahren ist die Buchungsvergabe der Werbekunden über unsere verschiedenen Medien hinweg durch kurzfristige Auftragsvorläufe geprägt. Dies trifft im besonderen Maße auf die Digitalvermarktung zu, da hier Kampagnen aus technischen Gründen noch kurzfristiger eingebucht werden können als in klassischen Out-of-Home Kanälen. Da in steigendem Umfang Transaktionen in Echtzeit über Real-Time-Bidding-Plattformen abgewickelt werden, sind die Buchungsvergaben durch eine höhere Volatilität als in der Vergangenheit geprägt. Aufgrund des geringen Buchungsvorlaufs bei den meisten unserer Medienprodukte, sind wir in der konkreten Voraussage unserer Umsatz- und damit auch Ertragsentwicklung eingeschränkt. Bedingt durch die Schwankung externer Marktparameter, wie der Entwicklung der Zinskurven, ist das exakte Konzernergebnis nur eingeschränkt prognostizierbar. Unsicherheiten bei diesen Parametern können sich ebenso auf zahlungsunwirksame Sachverhalte im Finanzergebnis auswirken. Im Rahmen dieser Prognose gehen wir von gegenüber dem Berichtsjahresende im Durchschnitt weitestgehend konstanten Parametern im Finanzergebnis aus. Zukünftige gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenFür 2019 prognostiziert die Bundesregierung ein Wachstum von 1,8 Prozent. 2Nach Einschätzungen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) verliert der Aufschwung in Deutschland zunehmend an Schwung. 3Grund hierfür ist, dass es den Unternehmen angesichts der bereits sehr hohen Kapazitätsauslastung zusehends schwerer fällt, ihre Produktion weiter in hohem Tempo auszuweiten. Auch dürften die spürbaren Engpässe am Arbeitsmarkt Bestand haben. Wie die Bundesregierung geht das IfW von einer Zuwachsrate von 1,8 Prozent aus. Im Jahr 2020 dürfte sich nach Einschätzung der Wirtschaftsexperten die konjunkturelle Dynamik spürbar verringern. 4 Zukünftige BranchenentwicklungEntwicklung des deutschen WerbemarktesNach vorläufigen Zahlen der Nielsen Werbestatistik ist der Bruttowerbemarkt in Deutschland im Jahr 2018 auf dem hohen Niveau des Vorjahres stagniert. 5Für 2019 wird von der Agentur Zenith ein Wachstum von etwa 1,7 Prozent prognostiziert. 6Nach einer Umfrage der Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) sind die Erwartungen der Werbetreibenden für das kommende Jahr weiterhin von Optimismus gekennzeichnet. Mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) rechnet mit einer Erhöhung der Umsätze, 38 Prozent rechnet mit gleichbleibenden Umsätzen und nur 6 Prozent gehen von abnehmenden Umsätzen aus. 7 Für die Werbeumsätze der Out-of-Home-Branche wird in den bekannten Studien ein stärkeres Wachstum im Vergleich zum Gesamtwerbemarkt erwartet. Nach Einschätzung von PricewaterhouseCoopers GmbH (im Folgenden: PwC) sollen die Werbeumsätze im Jahr 2019 in der Branche OOH, einschließlich digitaler Außenwerbung, mit einer Rate von 5,2 Prozent wachsen. 8Zenith erwartet ein Wachstum von 2,6 Prozent. 9Nach Einschätzung von PwC haben anhaltendes Wirtschaftswachstum, zunehmende Digitalisierung, Urbanisierung und steigende Mobilität einen positiven Einfluss auf die Entwicklungen des Bereichs Außenwerbung. So sieht PwC diese auf einem klaren Wachstumskurs für den Prognosezeitraum 2018 bis 2022. Die Experten gehen von einem jährlichen Erlöswachstum von durchschnittlich 4,6 Prozent pro Jahr aus, sodass der Außenwerbemarkt in Deutschland bis 2022 ein Gesamtvolumen von 1,4 Milliarden Euro erreichen kann. 10So steigern beispielsweise neue technologische Lösungen, die unter anderem eine effektivere Aussteuerung und Abrechnung der Werbekampagnen fördern, die Attraktivität, insbesondere der digitalen Außenwerbung. Auf dem Markt für Online-Werbung soll sich die insgesamt positive Entwicklung aus 2018 grundsätzlich auch im Jahr 2019 fortsetzen. Höhere Werbeeffizienz durch präzises Targeting und performanceorientierte Angebote bieten weiterhin nachhaltige Wachstumsfelder. Zenith und PwC prognostizieren für das Jahr 2019 ein Wachstum der Werbeumsätze in der Online-Werbung von 7,0 Prozent 11bzw. 6,5 Prozent. 12Für die stationäre Online-Werbung erwartet PwC eine sukzessive Verlangsamung des jährlichen Wachstums infolge einer zunehmenden Reife des Marktes. Hier wird mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 3,5 Prozent bis 2022 gerechnet. 13 Das größere Wachstumspotenzial bietet die mobile Online-Werbung, deren durchschnittliches jährliches Wachstum PwC mit 18,5 Prozent bis 2022 einschätzt. 14Treiber dieses Wachstums sind weiterhin die steigende Penetration internetfähiger Mobilfunkgeräte (Smartphones und Tablets) und die damit verbundene Verlagerung der Mediennutzung. Wir schließen uns diesen Markteinschätzungen grundsätzlich an. Nach Einschätzung von PWC sollte der deutsche Contact-Center- und CRM-Service-Markt sich nachhaltig positiv entwickeln. So gehen die Experten von einem durchschnittlichen Jahreswachstum (Compound Annual Growth Rate, CAGR) von 8,5 Prozent aus. 15Wesentliche Treiber für diese Entwicklung sind neben dem starken Wachstum servicezentrischer Geschäftsmodelle, wie z.B. E-Commerce und Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung, zunehmend auch das Outsourcing aufgrund von wachsendem Profitabilitätsdruck bei traditionellen Dienstleistern.
2 Quelle: Herbstprojektion der Bundesregierung,
Oktober 2018
Erwartete Umsatz- und ErgebnisentwicklungStröer GruppeWie bereits erläutert erwartet der Vorstand der Ströer Gruppe für das Geschäftsjahr 2019 ein organisches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Das Operational EBITDA sollte ebenfalls im mittleren einstelligen Prozentbereich steigen. Zu dieser Entwicklung tragen alle drei Segmente Out-of-Home Media, Digital OOH & Content und Direct Media bei. Im abgelaufenen Berichtsjahr hat Ströer sein Portfolio durch weitere Akquisitionen verstärkt. Mit der Übernahme von DV-COM und D+S 360 konnte der Bereich Dialog Marketing weiter ausgebaut und gestärkt werden. Mit dem Erwerb von optimise-it, einem führenden Anbieter für Live-Chat- und Messaging Services in Europa, im Juli des vergangenen Jahres, kann Ströer seinen Kunden zusätzlich technologisch flexible Dialog Lösungen anbieten. Mit dem erfolgreichen Verkauf des Türkeigeschäfts fokussiert sich das Medienunternehmen zukünftig noch stärker auf den Heimatmarkt Deutschland, um hier Potentiale noch gezielter realisieren zu können. Nach dem Verkauf des Türkeigeschäftes sind Erlöse aus ausländischen Geschäftsaktivitäten in Fremdwährungen nur noch von geringer Bedeutung. Sofern diese in Planungsprozessen Einfluss finden, geht Ströer von nahezu konstanten Parametern aus. Die direkten Kosten werden nach unserer Einschätzung im Jahr 2019 volumenbedingt im einstelligen Prozentbereich ansteigen. Bei den Overhead-Kosten, wie z.B. IT-Kosten, erwartet Ströer bezogen auf den Gesamtkonzern eine moderate Steigerung, die unterhalb der organischen Umsatzwachstumsrate liegen dürfte. Dabei führen auch inflationsbedingte Gehalts- und sonstige Kostenanpassungen, die Stärkung der Strukturen im Bereich des regionalen Vertriebs und des Dialog-Vertriebs in Deutschland sowie das in der Gruppe deutlich gestiegene Geschäftsvolumen zu insgesamt höheren Vertriebs- und Verwaltungskosten. Für die wirtschaftlichen Entwicklungen in Deutschland und der Weltwirtschaft sieht der Vorstand, trotz einiger potentiell dämpfender Effekte, wie dem drohenden Brexit und einer Ausweitung des Handelsstreits zwischen den USA und der Volksrepublik China, keine Anzeichen für materiellen Einfluss auf unsere Geschäftsentwicklung. Allerdings kann die Verfügbarkeit und Aufteilung der tatsächlichen Werbebudgets sowie die Rabattentwicklung zum Veröffentlichungszeitpunkt nicht abschließend prognostiziert werden. Maßgeblich hierfür sind u. a. die starken Umbrüche in der Medienlandschaft und die steigende Vielfalt von Werbeangeboten, insbesondere in digitalen Medienkanälen. Daneben ist die steigende Bedeutung der sozialen Netzwerke für die Werbeindustrie ursächlich für die veränderte Allokierung der Werbebudgets. In diesem Marktumfeld erwartet Ströer, dass wir uns mit unserem deutschlandweit einzigartigen Portfolio an attraktiven Out-of-Home- und digitalen Medien weiterhin erfolgreich und nachhaltig behaupten können. Geplante InvestitionenDie Investitionstätigkeit im Prognosezeitraum konzentriert sich hauptsächlich auf weitere Digitalisierung des Außenwerbebereichs sowie den Neuaufbau und Austausch von Out-of-Home-Werbeträgern, vornehmlich aufgrund der Verlängerung oder Neuakquisition von Werbenutzungsrechten im öffentlichen Raum. Im Segment Digital OOH & Content konzentrieren sich die Investitionen auf die Erneuerung und Ausweitung des Public Video Inventars und der IT-Infrastruktur sowie die Erstellung eigener immaterieller Vermögenswerte, wie insbesondere Software- und Datenmanagement-Plattformen. Im Segment Direct Media bilden die Integration und Optimierung der neu erworbenen Geschäftseinheiten den Schwerpunkt der Investitionen. Für die Ströer Gruppe erwartet der Vorstand auch für das Geschäftsjahr 2019 - ohne Berücksichtigung von M&A-Aktivitäten - Investitionsauszahlungen von rund 115 Millionen Euro. Ein erheblicher Teil der Investitionen ist nicht mit verbindlichen Investitionszusagen hinterlegt, sodass die Investitionssumme insbesondere im Hinblick auf die jeweilige Markt- und Unternehmenslage bei Bedarf deutlich nach unten angepasst werden kann. Im Hinblick auf Investitionen für Unternehmenserwerbe (M&A) kann prozessbedingt keine Prognose getroffen werden. Unter dem Gesichtspunkt der nachhaltigen Wertsteigerung für das Unternehmen werden laufend geeignete Akquisitionsmöglichkeiten geprüft. Erwartete FinanzlageDie gegenüber dem Vorjahr erneut stärkere Ertragslage der Ströer Gruppe wird auch die Finanzlage nach unserer Erwartung weiter verbessern. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) sollte im Geschäftsjahr 2019 auf einem vergleichbaren Niveau wie im Geschäftsjahr 2018 (19 Prozent) liegen. Die aktuelle Kreditfinanzierung der Ströer Gruppe ist bis Ende 2023 gesichert. Im Rahmen der letzten Refinanzierungen ist es gelungen, die Kreditkonditionen weiter zu verbessern. Die Kreditbedingungen sind so ausgestaltet, dass auch unter Berücksichtigung von konjunkturellen und saisonalen Schwankungen, insbesondere unter Berücksichtigung unseres im Geschäftsjahr 2017 erfolgreich platzierten Schuldscheins in Höhe von 350 Millionen Euro, ein ausreichender finanzieller Spielraum (Headroom) verbleibt. Mit dem zum Ende des Berichtsjahres erreichten dynamischen Verschuldungsgrad (Leverage Ratio) von 1,4 liegt das Unternehmen in einer sehr komfortablen Zone. Wir erwarten - vorbehaltlich weiterer Akquisitionen - den dynamischen Verschuldungsgrad im Jahr 2019 auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres. Der Vorstand ist unverändert der Auffassung, dass die bestehende Kreditfinanzierung ausreichenden Spielraum gibt, geplante Investitionen sowie zusätzlich sich bietende Geschäftschancen im Prognosezeitraum umzusetzen. Die Konditionen der Finanzierung werden laufend an den aktuellen Entwicklungen der Fremdkapitalmärkte gemessen. Wirtschaftlich sinnvolle Chancen einer Konditionenanpassung werden bei Bedarf verfolgt. NACHTRAGSBERICHTWir verweisen auf die im Konzernanhang gemachten Angaben über Ereignisse nach dem Bilanzstichtag. ANGABEN GEMASS § 315 HGB NEBST ERLÄUTERNDEM BERICHT DER PERSÖNLICH HAFTENDEN GESELLSCHAFTERIN DER STRÖER SE & CO. KGAAIm Folgenden sind die nach § 315a Abs. 1 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben dargestellt. Zusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas bei der Umwandlung der Gesellschaft in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien zum 1. März 2016 vorhandene gezeichnete Kapital in Höhe von 55.282.499 Euro wurde durch Formwechsel des Rechtsträgers bisheriger Rechtsform, der Ströer SE mit Sitz in Köln (HRB 82 548), erbracht. In den Geschäftsjahren 2017 und 2018 hat sich das gezeichnete Kapital der Gesellschaft im Rahmen der Ausübung von Aktienoptionen um 275.486 Aktien bzw. 613.886 Aktien auf insgesamt 56.171.871 Aktien erhöht. Damit ist das gezeichnete Kapital zum 31. Dezember 2018 in 56.171.871 voll eingezahlte auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 1 Euro eingeteilt. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffenBeschränkungen zwischen Aktionären, welche die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt. Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreitenDie Ströer Management SE, Köln, ist die persönlich haftende Gesellschafterin der Ströer SE & Co. KGaA. Sie hat keine Sondereinlage erbracht und ist weder am Gewinn und Verlust noch am Vermögen der Gesellschaft beteiligt. Udo Müller besitzt 21,35 Prozent und Dirk Ströer 21,46 Prozent der Gesamtzahl an Aktien. Beide Aktionäre haben ihren Wohnsitz in Deutschland. Des Weiteren hält die Deutsche Telekom AG, Bonn, insgesamt 11,42 Prozent der Anteile an der Ströer SE & Co. KGaA. Darüber hinaus sind dem Vorstand nach dem WpHG keine Beteiligungen am Kapital gemeldet, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihenAktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht. Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über Beginn und Ende der Geschäfts-führungs- und Vertretungsbefugnis der persönlich haftenden Gesellschafterin sowie über SatzungsänderungenDie Satzung der Ströer SE & Co. KGaA regelt in § 8 die näheren Bestimmungen hinsichtlich eines etwaigen Ausscheidens der persönlich haftenden Gesellschafterin und der weiteren Fortführung der Ströer SE & Co. KGaA. Über Satzungsänderungen beschließt gemäß § 119 Abs. 1 Nr. 5 AktG die Hauptversammlung. Die näheren Verfahrensregelungen sind in § 181 AktG in Verbindung mit § 9 der Satzung der Ströer SE & Co. KGaA enthalten. Befugnisse der persönlich haftenden Gesellschafterin zur Aktienausgabe oder zum AktienrückkaufDie persönlich haftende Gesellschafterin ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 17. Juni 2019 einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu 12.525.780,00 Euro (in Worten: zwölf Millionen fünfhundertfünfundzwanzigtausendsieben-hundertachtzig Euro) durch Ausgabe von bis zu 12.525.780 (in Worten: zwölf Millionen fünfhundertfünfundzwanzigtau-sendsiebenhundertachtzig) neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2014), jedoch höchstens bis zu dem Betrag und der Anzahl von Aktien, in dessen bzw. deren Höhe im Zeitpunkt des Wirksamwerdens des Formwechsels der Ströer SE in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien gemäß Umwandlungsbeschluss vom 25. September 201 5 das genehmigte Kapital gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung der Ströer SE noch vorhanden ist. Das Grundkapital ist um bis zu 1.999.214,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 1.999.214 auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013). Diese bedingte Kapitalerhöhung gilt jedoch höchstens bis zu dem Betrag und der Anzahl von Aktien, in dessen bzw. deren Höhe im Zeitpunkt des Wirksamwerdens des Formwechsels der Ströer SE in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien gemäß Umwandlungsbeschluss vom 25. September 201 5 die bedingte Kapitalerhöhung gemäß § 6A Abs. 1 der Satzung der Ströer SE noch nicht durchgeführt ist. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Rechten an die Inhaber von Aktienoptionsrechten aus dem Aktienoptionsprogramm 2013, zu deren Ausgabe der Vorstand mit Beschluss der Hauptversammlung vom 8. August 2013 ermächtigt wurde. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Aktienoptionsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 8. August 2013 und unter Berücksichtigung des Umwandlungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 25. September gewährt wurden, diese Aktienoptionsrechte ausüben und die Gesellschaft die Aktienoptionsrechte nicht durch Barzahlung erfüllt. Das Grundkapital ist um bis zu 2.123.445,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 2.123.445 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2015). Diese bedingte Kapitalerhöhung gilt jedoch höchstens bis zu dem Betrag und der Anzahl von Aktien, in dessen bzw. deren Höhe im Zeitpunkt des Wirksamwerdens des Formwechsels der Ströer SE in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien gemäß Umwandlungsbeschluss vom 25. September 2015 die bedingte Kapitalerhöhung gemäß § 6B Abs. 1 der Satzung der Ströer SE noch nicht durchgeführt ist. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Rechten an die Inhaber von Aktienoptionsrechten aus dem Aktienoptionsprogramm 2015, zu deren Ausgabe der Vorstand mit Beschluss der Hauptversammlung vom 25. September 2015 ermächtigt wurde. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Aktienoptionsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 25. September 2015 gewährt wurden, diese Aktienoptionsrechte ausüben und die Gesellschaft die Aktienoptionsrechte nicht durch Barzahlung erfüllt. Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 11.056.400,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 11.056.400 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2017). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 14. Juni 2017 unter Tagesordnungspunkt 9 beschlossenen Ermächtigung von der Gesellschaft oder von einem Beteiligungsunternehmen begeben werden. Die Ausgabe der neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Wandlungs- oder Optionspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch gemacht wird oder wie die zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubiger ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder neue Aktien aus einer Nutzung eines genehmigten Kapitals zur Bedienung eingesetzt werden. Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden WirkungenFacility Agreement/SchuldscheindarlehenZwischen der Ströer SE & Co. KGaA und einem Konsortium aus verschiedenen Banken und Finanzinstituten besteht ein Kreditvertrag (Facility Agreement), auf dessen Grundlage das Konsortium an die Gesellschaft eine Kreditlinie von 600 Millionen Euro eingeräumt hat. Durch dieses im Jahr 2016 neu abgeschlossene Facility Agreement wurde ein bis dahin bestehendes Agreement aus dem Jahr 2014 abgelöst. Des Weiteren hat die Ströer SE & Co. KGaA im Jahr 2016 ein Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von 145 Millionen Euro sowie im Jahr 2017 ein Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von 350 Millionen Euro am Kapitalmarkt platziert. Die Bedingungen im Hinblick auf einen Kontrollwechsel entsprechen sowohl im Facility Agreement als auch in den Schuldscheindarlehen den marktüblichen Vereinbarungen. Sie führen nicht zur automatischen Beendigung, sondern räumen unseren Vertragspartnern für den Fall eines Kontrollwechsels lediglich die Möglichkeit ein, unter diesen Bedingungen zu kündigen. Put-OptionEinem nicht beherrschenden Gesellschafter der türkischen Ströer Kentvizyon Reklam Pazarlama A.S. wurde im Jahr 2010 in Bezug auf seine Anteile an der türkischen Gesellschaft das Recht eingeräumt, diese im Fall eines Kontrollwechsels im Rahmen einer Put-Option der Ströer SE & Co. KGaA anzudienen. Die Ströer SE & Co. KGaA hat ihre sämtlichen Anteile an dieser türkischen Tochtergesellschaft am 4. Oktober 2018 veräußert. Mit dem Verkauf dieser Anteile ist auch die Put-Option erloschen. KONZERNABSCHLUSSKonzern-Gewinn- und -Verlustrechnung
1 Rückwirkend angepasst aufgrund der
Kaufpreisallokationen, die nach dem 31. Dezember 2017
finalisiert worden sind. Wir verweisen auf unsere Angaben zur
rückwirkenden Anpassung von Kaufpreisallokationen in
Abschnitt 6 des Anhangs.
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
KonzernbilanzAktiva
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
1 Rückwirkend angepasst aufgrund der
Kaufpreisallokationen, die nach dem 31. Dezember 2017
finalisiert worden sind. Wir verweisen auf unsere Angaben zur
rückwirkenden Anpassung von Kaufpreisallokationen in
Abschnitt 6 des Anhangs.
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
KonzernanhangERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSSGrundlagen des Konzernabschlusses1 Allgemeine InformationenDie Ströer SE & Co. KGaA, Köln, ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft. Sitz der Gesellschaft ist die Ströer-Allee 1 in 50999 Köln. Die Gesellschaft ist im Handelsregister der Stadt Köln in der Abteilung B unter der Nr. 86922 eingetragen. Unternehmensgegenstand der Ströer SE & Co. KGaA und der im Konzernabschluss zusammengefassten Unternehmen (im Folgenden: "Ströer Konzern" oder "Konzern") ist die Erbringung von Dienstleistungen in den Bereichen Medien, Werbung, Vermarktung und Kommunikation, insbesondere, aber nicht ausschließlich, die Vermarktung von Out-of-Home-Medien sowie die Vermittlung und Vermarktung von Online-Werbeflächen. Zum Einsatz bei der Vermarktung von Out-of-Home-Medien kommen vom klassischen Großformat über Transportmedien bis hin zu elektronischen Medien alle Out-of-Home-Werbeformen. Der Konzernabschluss der Ströer SE & Co. KGaA wurde für das Geschäftsjahr 2018 in Übereinstimmung mit den zum Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, wobei die ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt wurden. Der vorliegende Konzernabschluss umfasst den Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018. Der Vorstand der Ströer Management SE, Düsseldorf, die persönlich haftende Gesellschafterin der Ströer SE & Co. KGaA ist, hat den Konzernabschluss am 13. März 2019 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat der Ströer SE & Co. KGaA freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Aus rechentechnischen Gründen können sich in Tabellen Rundungsdifferenzen zu den mathematisch exakten Werten ergeben. Die in diesem Konzernanhang vorgenommenen Verweise auf Seitenzahlen beziehen sich auf die Nummerierung im Geschäftsbericht. 2 Annahmen, Ermessensausübungen und SchätzungenDie Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS macht es erforderlich, Annahmen und Schätzungen zu treffen, welche die Beträge, die im Konzernabschluss und im dazugehörigen Anhang ausgewiesen werden, beeinflussen. Die Schätzungen basieren auf Erfahrungen der Vergangenheit und anderen Kenntnissen über die zu bilanzierenden Geschäftsvorfälle. Die tatsächlichen Ergebnisse können von solchen Schätzungen abweichen. Die den Schätzungen zugrunde liegenden Annahmen werden regelmäßig überprüft. Die Annahmen, Ermessensausübungen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf folgende Sachverhalte (zur Angabe der Buchwerte sowie weiterer Erläuterungen verweisen wir auf die entsprechenden Einzelangaben in diesem Anhang): UmsatzerlöseZur Schätzung variabler Gegenleistungen in Kundenverträgen verwendet der Konzern die Erwartungswertmethode oder die Methode des wahrscheinlichsten Betrags. Aufgrund des Abschlusses von Kundenverträgen mit vergleichbaren Merkmalen stellt die Erwartungswertmethode aus Sicht des Konzerns die geeignete Methode zur Schätzung der variablen Gegenleistungen dar. Zu weiteren Details verweisen wir auf Abschnitt 9. LeasingDie Bewertung der Nutzungsrechte sowie der Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen erfordert neben der Festlegung eines angemessenen Kapitalisierungszinssatzes auch das Treffen von Annahmen hinsichtlich weiterer Parameter bzw. der Wahrscheinlichkeiten und Zeitpunkte des Eintritts bzw. der Ausübung. Zu weiteren Details verweisen wir auf Abschnitt 35. Wertminderung des GoodwillDer jährliche Test auf Wertminderung des Goodwill bedarf der Abschätzung zukünftiger Cash-Flows und der Wahl eines angemessenen Kapitalisierungszinssatzes. Wir verweisen zu weiteren Details auf Abschnitt 19. Beizulegende Zeitwerte bei UnternehmenserwerbenZur Bewertung von Vermögenswerten und Schulden aus Unternehmenserwerben werden die beizulegenden Zeitwerte unter Zuhilfenahme von Abschätzungen der zukünftigen Cash-Flows und eines angemessenen Kapitalisierungszinssatzes zum Erwerbszeitpunkt ermittelt. Ebenso werden die beizulegenden Zeitwerte von bereits gehaltenen Anteilen bei sukzessiven Unternehmenserwerben auf Basis eines Discounted-Cash-Flow-Verfahrens bestimmt. Wir verweisen zu weiteren Details auf Abschnitt 6. Pensions- und AbbauverpflichtungenDie Bilanzierung von Pensions- und Abbauverpflichtungen erfordert neben der Schätzung eines angemessenen Kapitalisierungszinssatzes auch das Treffen von Annahmen hinsichtlich weiterer versicherungsmathematischer Parameter bzw. der Wahrscheinlichkeiten und Zeitpunkte der Inanspruchnahmen. Wir verweisen zu weiteren Details auf die Abschnitte 27 und 28. Die voraussichtlichen Abbaukosten werden auf Basis von sog. Leistungsverzeichnissen und Abbauwahrscheinlichkeiten über die jeweilige geschätzte Vertragslaufzeit der Werberechtskonzessionen ermittelt. Die Abbauwahrscheinlichkeiten variieren je nach Art der zugrunde liegenden Werberechtskonzessionen (private vs. kommunale Konzessionen). Hinsichtlich der geschätzten Vertragslaufzeiten verweisen wir auf Abschnitt 3 "Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden". Aufgrund der Tatsache, dass die Rückstellungen für eine Vielzahl von unterschiedlichen Werberechtskonzessionen ermittelt werden, ist eine Angabe von Sensitivitäten wesentlicher Einflussfaktoren an dieser Stelle nicht aussagekräftig. Aktive latente Steuern auf VerlustvorträgeDer Konzern setzt auf Verlustvorträge aktive latente Steuern an. Der Ansatz basiert auf Planungen über die zukünftige Ertragsteuerbelastung und der Möglichkeit, die Verlustvorträge innerhalb der nächsten fünf Jahre in Anspruch zu nehmen. Wir verweisen zu weiteren Details auf Abschnitt 16. 3 Wesentliche Bilanzierungs- und BewertungsmethodenErtrags- und AufwandsrealisierungDie Umsatzerlöse entstehen im Wesentlichen aus der Vermarktung von Werbeflächen in den Bereichen Großformate, Street Furniture und Transport, aus der Vermittlung und Vermarktung von Online-Werbeflächen, aus dem Abonnement- und E-Commerce-Geschäft sowie aus dem Dialog Marketing. Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt zum Zeitpunkt der Leistungserbringung. Im Bereich der Out-of-Home Medien entspricht dies dem Zeitpunkt des Aushangs der jeweiligen Werbung. Hinsichtlich der Vermittlung und Vermarktung von Online-Werbeflächen wird der Umsatz in dem Zeitpunkt realisiert, in dem die Werbung den Werbekunden erreicht. Der Ausweis erfolgt jeweils nach Abzug der Erlösschmälerungen. Diese beinhalten Agenturprovisionen, Spezialmittlervergütungen, Rabatte und Skonti. Die Realisierung der Umsatzerlöse aus Serviceleistungen erfolgt zum Zeitpunkt der Erbringung der Leistung, die dem Zeitpunkt des Übergangs der Verfügungsmacht der selbst produzierten bzw. beschafften Werbematerialien auf den Kunden entspricht. Die Realisierung der Lizenzerlöse aus Zugangsrechten findet auf Basis der in der Lizenzvereinbarung getroffenen Zeiträume pro rata temporis statt. Die Realisierung der Abonnementerlöse findet auf Basis der in der Abonnementvereinbarung getroffenen Zeiträume pro rata temporis statt. Die Realisierung der Umsatzerlöse aus E-Commerce-Geschäften erfolgt zum Zeitpunkt des Kontrollübergangs, das heißt zu dem Zeitpunkt, zu dem die Ware dem Kunden geliefert wird bzw. dieser die Ware erhält. Der Erlös wird erfasst, wenn der Erhalt der Gegenleistung wahrscheinlich ist. Wenn der Erhalt der Gegenleistung für nicht wahrscheinlich gehalten wird, ist der Erlös nur in Höhe der erhaltenen Zahlungsmittel zu erfassen, sofern die anderen Kriterien des IFRS 15 für die Erlöserfassung erfüllt sind. Im Hinblick auf die Rückgaberechte aus E-Commerce-Geschäften werden die entsprechenden Umsatzerlöse und Umsatzkosten seit der Einführung des IFRS 15 um die erwarteten Rückgaben gekürzt. Bezüglich der Umsatzerlöse im Bereich des Dialog Marketing erfolgt die Realisierung je nach Auftragsart des Werbekunden im Zeitpunkt der erfolgreichen Vermittlung eines Vertragsabschlusses oder bereits bei erfolgter Kontaktaufnahme mit einem potentiellen Kunden. Bei Umsätzen aus Multi-Komponentengeschäften werden die auf die einzelnen Komponenten entfallenden Umsätze nach Maßgabe der relativen Fair Values aufgeteilt und gemäß den oben dargestellten Grundsätzen realisiert. Neben eigenen Werbeträgern werden auch Werbeträger im Eigentum von Dritten vermarktet. Die Umsatzerlöse aus der Vermarktung von Werbeträgern konzernfremder Gesellschaften werden unter Abzug der auf diese Geschäfte entfallenden Umsatzpachten angesetzt, sofern der Konzern kein wirtschaftliches Risiko aus der Vermarktung trägt, sodass per Saldo nur die vereinbarte Vertriebsprovision in den Umsatzerlösen ausgewiesen wird (sogenannter Agent). Im Hinblick auf das Geschäft mit digitalen Werbeflächen liegt das wirtschaftliche Vermarktungsrisiko in der Regel bei Ströer, sodass der Umsatz ohne Abzug der sogenannten Publisher-Vergütungen erfolgt (sogenannter Principal). Umsatzerlöse aus Gegengeschäften werden zum Marktwert der erhaltenen Gegenleistung bewertet und eventuell um eine zusätzliche Barzahlung angepasst. Ist der Marktwert der Gegenleistung nicht zuverlässig bestimmbar, werden Gegengeschäfte zum Marktwert der erbrachten Werbeleistung bewertet und eventuell um eine zusätzliche Barzahlung angepasst. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Zinsen werden periodengerecht unter Anwendung der Effektivzinsmethode im Finanzergebnis erfasst. Dividenden werden mit Entstehung des Rechtsanspruches vereinnahmt. Goodwill und sonstige immaterielle VermögenswerteGemäß IFRS 3 stellt Goodwill den positiven Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und den anteilig beizulegenden Zeitwerten der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zum Erwerbszeitpunkt dar. Es erfolgt keine planmäßige Abschreibung. Alle entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte, im Wesentlichen Werberechtskonzessionen und Software, haben eine bestimmbare Nutzungsdauer und werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert. Die planmäßige Abschreibung von immateriellen Vermögenswerten erfolgt linear über die jeweilige Nutzungsdauer. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres werden den entsprechenden Funktionsbereichen Umsatz-, Verwaltungs- und Vertriebskosten zugeordnet. Dabei werden Abschreibungen auf Werberechte den Umsatzkosten zugeordnet. Den planmäßigen Abschreibungen (einschließlich der Abschreibungen auf aufgedeckte stille Reserven im Rahmen von Kaufpreisallokationen (PPA)) liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Sowohl die Angemessenheit der Nutzungsdauern als auch die der Abschreibungsmethode wird jährlich überprüft. Kosten für die Entwicklung neuer oder deutlich verbesserter Produkte und Prozesse werden aktiviert, sofern die Entwicklungskosten verlässlich ermittelt werden können, das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar sowie ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich ist. Darüber hinaus muss der Ströer Konzern die Absicht haben und über ausreichende Ressourcen verfügen, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen. Entwicklungskosten im Konzern können im Bereich der Entwicklung von Werbeträgern und im Bereich der Softwareentwicklung anfallen. Die aktivierten Kosten umfassen im Wesentlichen Personalkosten sowie direkt zurechenbare Gemeinkosten. Sämtliche aktivierte Entwicklungskosten weisen eine bestimmbare Nutzungsdauer auf und werden zu Herstellungskosten bilanziert. Die Abschreibung erfolgt analog zu den Nutzungsdauern vergleichbarer erworbener immaterieller Vermögenswerte. Entwicklungskosten, die die Ansatzkriterien nicht erfüllen, werden periodengerecht im Aufwand erfasst. SachanlagenDie Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten vermindert um nutzungsbedingte planmäßige sowie gegebenenfalls erforderliche außerplanmäßige Abschreibungen. Die Anschaffungskosten umfassen den Anschaffungspreis, Anschaffungsnebenkosten sowie nachträgliche Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Anschaffungspreisminderungen. Da keine qualifizierten Vermögenswerte im Sinne des IAS 23 identifiziert worden sind, sind in den Anschaffungskosten keine Fremdkapitalkosten enthalten. Einzeln abgrenzbare technische Komponenten einer Sachanlage werden separat aktiviert und abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung erfolgt dem Nutzungsverlauf entsprechend linear. Die Abschreibungsaufwendungen werden den entsprechenden Funktionsbereichen zugeordnet. Zuschreibungen werden vorgenommen, wenn der Grund für die außerplanmäßige Abschreibung entfällt. Die Restbuchwerte, die Annahmen in Bezug auf die Restnutzungsdauern und die Angemessenheit der Abschreibungsmethode werden jährlich überprüft. Den planmäßigen Abschreibungen (einschließlich der Abschreibungen auf aufgedeckte stille Reserven im Rahmen von Kaufpreisallokationen (PPA)) liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Die geschätzten Kosten für den wahrscheinlichen Abbau von Werbeträgern nach Beendigung einer Werberechtskonzession werden als Anschaffungskosten mit dem jeweiligen Werbeträger aktiviert. Der Betrag bemisst sich an der gemäß IAS 37 "Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen" gebildeten Rückstellung für die bestehende Abbauverpflichtung. Änderungen der Rückstellungen sind gemäß IFRIC 1 zu den Anschaffungskosten des jeweiligen Vermögenswerts in der laufenden Periode hinzuzufügen bzw. von diesen abzuziehen. Die im Rahmen der Bilanzierung von Leasingverhältnissen gemäß IFRS 16 zu aktivierenden Nutzungsrechte sind im Sachanlagevermögen auszuweisen. Der jeweils im Zeitpunkt der erstmaligen Bilanzierung zu aktivierende Betrag bemisst sich dabei nach dem für diesen Zeitpunkt ermittelten Barwert der Mindestleasingzahlungen. Sofern für die Anschaffung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens Zuwendungen der öffentlichen Hand nach dem Investitionszulagengesetz gezahlt werden, werden diese Zuwendungen vom Buchwert des entsprechenden Vermögenswertes abgesetzt. Überprüfung der WerthaltigkeitDie immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen des Ströer Konzerns werden bei Vorliegen von konkreten Anhaltspunkten auf Wertminderungen überprüft. Der Goodwill wird mindestens einmal jährlich auf eine mögliche Wertminderung geprüft. Falls Ereignisse oder veränderte Umstände auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, wird diese Prüfung auch häufiger durchgeführt. Falls der erzielbare Betrag der Vermögenswerte niedriger als der Buchwert ist, wird auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Die Ermittlung erfolgt grundsätzlich für jeden Vermögenswert einzeln; sofern ein Vermögenswert jedoch keine weitgehend unabhängigen Mittelzuflüsse erzeugt, wird der erzielbare Betrag pro Zahlungsmittel generierender Einheit (ZGE) berechnet. Entfallen die Gründe einer in Vorjahren erfassten Wertminderung, erfolgt mit Ausnahme des Goodwill eine entsprechende Zuschreibung, die maximal bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen wird. LeasingSeit dem 1. Januar 2018 (Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 "Leasingverhältnisse") werden im Ströer Konzern alle Verträge, die einen Leasingvertrag darstellen oder ein Leasingverhältnis enthalten, bei der erstmaligen Bilanzierung als Finanzverbindlichkeit mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen bewertet. In gleicher Höhe wird zum Zeitpunkt der erstmaligen Bilanzierung auch ein entsprechendes Nutzungsrecht an dem zugrunde liegenden Vermögenswert in den Sachanlagen erfasst. Zu den Leasingverhältnissen zählen - neben typischen Miet- oder Pachtverträgen in Bezug auf Bürogebäude oder Firmenfahrzeuge - auch die zahlreichen Werberechtsverträge im OOH-Geschäft der Ströer Gruppe. Dazu gehören sowohl Verträge mit Städten und Gemeinden als auch solche mit privaten Grundstückseigentümern. In diesen Verträgen wird Ströer jeweils das Recht eingeräumt auf öffentlich-rechtlichem bzw. auf privatem Grund und Boden seine Werbeträger zu errichten. In der Gewinn- und Verlustrechnung gehen die Leasingaufwendungen nicht mehr direkt in voller Höhe als Aufwand ein, sondern es erfolgt eine Aufteilung der einzelnen Leasingraten in einen Zins- und einen Tilgungsanteil. Während der Zinsanteil direkt im Finanzergebnis erfasst wird, geht anstelle des Tilgungsanteils die lineare Abschreibung auf das Nutzungsrecht in die Gewinn- und Verlustrechnung ein, wobei die Summe der Tilgungsanteile über die gesamte Laufzeit des einzelnen Leasingvertrags der Summe der Abschreibungen entspricht. In der Kapitalflussrechnung gehen die Leasingzahlungen in Höhe des Zinsanteils in den Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit und in Höhe des Tilgungsanteils in den Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit ein. Etwaige Verlängerungsoptionen seitens Ströer werden bei der Bemessung der Leasingdauer mit einbezogen, sofern es überwiegend wahrscheinlich ist, dass Ströer diese ausüben wird. Automatische Vertragsverlängerungen bleiben demgegenüber unberücksichtigt, falls ungewiss ist, ob der Leasinggeber den Vertrag vor Inkrafttreten der Verlängerung durch fristgemäße Kündigung beenden wird. Bis zum 31. Dezember 2017 wurde im Ströer Konzern bei Leasinggeschäften zwischen operativen Leasing- und Finanzierungsleasinggeschäften im Sinne des IAS 17 unterschieden. Vertragliche Regelungen, die dem Leasingnehmer alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken übertragen, wurden als Finanzierungsleasing klassifiziert. War der Ströer Konzern Leasinggeber, so wurde in Höhe des Nettoinvestitionswertes aus dem Leasingverhältnis eine Forderung aus Finanzierungsleasing bilanziert. Im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen, bei denen der Ströer Konzern als Leasingnehmer auftrat, erfolgte eine Bilanzierung des Leasingobjektes bei gleichzeitiger Passivierung der Leasingverbindlichkeit. Die Bilanzierung erfolgte zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes zu Beginn des Leasingverhältnisses oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser niedriger war. Die Abschreibung dieser Vermögenswerte erfolgte linear über die Nutzungsdauer oder über die kürzere Laufzeit des Leasingvertrags, wenn der Erwerb des Leasingobjekts am Ende der Leasingzeit nicht wahrscheinlich war. Die korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten wurden gemäß ihrer Fristigkeit in der Bilanz geführt. Der Zinsanteil der Leasingverbindlichkeiten wurde über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst. Mietzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen wurden über die Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst. Finanzielle Vermögenswerte und VerbindlichkeitenSeit dem 1. Januar 2018 (Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des IFRS 9 "Finanzinstrumente") werden die Finanziellen Vermögenswerte im Ströer Konzern als "zu fortgeführten Anschaffungskosten", "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" oder "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" klassifiziert und entsprechend bewertet. Mit Ausnahme von derivativen Finanzinstrumenten werden sämtliche finanziellen Verbindlichkeiten als "zu fortgeführten Anschaffungskosten" klassifiziert. Der Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts/einer finanziellen Verbindlichkeit erfolgt, wenn das Unternehmen Vertragspartner des jeweiligen Vertrags wird (Erfüllungstag). Im Falle von finanziellen Vermögenswerten, die nicht erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden Transaktionskosten zu den Anschaffungskosten gezählt, soweit sie direkt zurechenbar sind. Die Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" umfasst Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die unter den finanziellen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten ausgewiesenen finanziellen Forderungen. Sie werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert, der zum Anschaffungszeitpunkt den Anschaffungskosten entspricht, angesetzt. Die Bewertung zu den folgenden Bilanzstichtagen erfolgt mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Unverzinsliche oder gering verzinsliche langfristige Forderungen werden mit dem Barwert der erwarteten zukünftigen Cash-Flows angesetzt, wenn der Zinseffekt wesentlich ist. Die Fortschreibung erfolgt in diesen Fällen unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Als langfristig werden Vermögenswerte eingeordnet, die am Bilanzstichtag eine verbleibende Laufzeit von mehr als zwölf Monaten haben. Der Kategorie "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" sind die sonstigen Beteiligungen in den Finanzanlagen zugeordnet. Bei den sonstigen Beteiligungen handelt es sich ausschließlich um Anteile an GmbHs bzw. vergleichbaren ausländischen Rechtsformen. Diese werden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Etwaige Änderungen des Zeitwerts im Rahmen der Folgebewertung werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Eine erfolgswirksame Umgliederung in künftigen Perioden aufgrund der unwiderruflichen Wahlrechtsausübung zur erfolgsneutralen Erfassung findet nicht statt. Bei den in der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" erfassten finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten handelt es sich um derivative Finanzinstrumente, die nicht in einer Sicherungsbeziehung stehen. Diese werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Wertänderungen erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Zu den finanziellen Verbindlichkeiten, die "zu fortgeführten Anschaffungskosten" bewertet werden, gehören die Finanzverbindlichkeiten sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Bewertung erfolgt beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode. Der beizulegende Zeitwert wird durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Cash-Flows unter Verwendung von herrschenden Marktzinssätzen berechnet. Kurzfristige Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt. Transaktionskosten werden von den Anschaffungskosten abgezogen, soweit sie direkt zurechenbar sind. Unverzinsliche oder gering verzinsliche langfristige Finanzverbindlichkeiten werden auf Basis marktüblicher Zinssätze mit dem Barwert der erwarteten zukünftigen Cash-Flows angesetzt, wenn der Zinseffekt wesentlich ist. Als langfristig werden Verbindlichkeiten eingeordnet, die am Bilanzstichtag eine verbleibende Laufzeit von mehr als zwölf Monaten ausweisen. Sofern bei finanziellen Vermögenswerten, die zu Anschaffungskosten bewertet wurden, zukünftige Verluste erwartet werden, so wird eine entsprechende Wertberichtigung auf den niedrigeren voraussichtlich realisierbaren Betrag vorgenommen. Die Beurteilung, ob zukünftige Verluste erwartet werden, erfolgt auf Basis einer Analyse von Informationen über die Kreditwürdigkeit der Gegenpartei. Damit werden im Rahmen des "expected credit loss"-Ansatzes neben den bereits eingetretenen auch in der Zukunft erwartete etwaige Bewertungsverluste berücksichtigt. Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Bei Wegfall der Gründe für die erfassten Wertberichtigungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Bei den finanziellen Vermögenswerten, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis erfasst werden, handelt es sich in der Regel um Beteiligungen. Dabei ist die Folgebewertung grundsätzlich erfolgsneutral. Lediglich die ausgeschütteten Dividenden werden ertragswirksam bilanziert, es sei denn, die Dividende stellt offensichtlich eine Deckung eines Teils der Kosten des Investments dar. Andere Erträge oder Verluste im Zusammenhang mit der Beteiligung werden im sonstigen Ergebnis erfasst und zu keinem Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Im Rahmen des "expected credit loss" - Ansatzes werden neben den bereits eingetretenen auch in der Zukunft erwartete Bewertungsverluste berücksichtigt. Die Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt, wenn die vertraglichen Rechte auf Cash-Flows aus dem jeweiligen finanziellen Vermögenswert ausgelaufen sind, d. h. wenn der Vermögenswert realisiert wurde oder verfallen ist oder er nicht mehr in der Verfügungsmacht des Unternehmens steht. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist. Bis zum 31. Dezember 2017 wurden die Finanziellen Vermögenswerte gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert", als "Kredite und Forderungen" oder als "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" klassifiziert und entsprechend bewertet. Mit Ausnahme von derivativen Finanzinstrumenten wurden sämtliche finanziellen Verbindlichkeiten "zu fortgeführten Anschaffungskosten" bewertet und entsprechend klassifiziert. Der Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts/einer finanziellen Verbindlichkeit erfolgte, wenn das Unternehmen Vertragspartner des jeweiligen Vertrags wurde (Erfüllungstag). Im Falle von finanziellen Vermögenswerten, die nicht erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, sind Transaktionskosten zu den Anschaffungskosten gezählt worden, soweit sie direkt zurechenbar waren. Die Kategorie "Kredite und Forderungen" umfasste Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die unter den finanziellen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten ausgewiesenen finanziellen Forderungen. Sie wurden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert, der zum Anschaffungszeitpunkt den Anschaffungskosten entsprach, angesetzt. Die Bewertung zu den folgenden Bilanzstichtagen erfolgte mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Unverzinsliche oder gering verzinsliche langfristige Forderungen wurden mit dem Barwert der erwarteten zukünftigen Cash-Flows angesetzt, wenn der Zinseffekt wesentlich war. Die Fortschreibung erfolgte in diesen Fällen unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Als langfristig wurden Vermögenswerte eingeordnet, die am Bilanzstichtag eine verbleibende Laufzeit von mehr als zwölf Monaten hatten. Der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" waren die sonstigen Beteiligungen in den Finanzanlagen zugeordnet. Bei den sonstigen Beteiligungen handelte es sich ausschließlich um Anteile an GmbHs bzw. vergleichbaren ausländischen Rechtsformen. Diese wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. In den finanziellen Vermögenswerten bzw. finanziellen Verbindlichkeiten der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" waren derivative Finanzinstrumente enthalten, die nicht in einer Sicherungsbeziehung standen. Diese wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Wertänderungen erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden. Unter den finanziellen Verbindlichkeiten, die zu "fortgeführten Anschaffungskosten" bewertet wurden, waren die Finanzverbindlichkeiten sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Die Bewertung erfolgte beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode. Der beizulegende Zeitwert wurde durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Cash-Flows unter Verwendung von herrschenden Marktzinssätzen berechnet. Kurzfristige Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt. Transaktionskosten wurden von den Anschaffungskosten abgezogen, soweit sie direkt zurechenbar waren. Unverzinsliche oder gering verzinsliche langfristige Finanzverbindlichkeiten wurden auf Basis marktüblicher Zinssätze mit dem Barwert der erwarteten zukünftigen Cash-Flows angesetzt, wenn der Zinseffekt wesentlich war. Als langfristig wurden Verbindlichkeiten eingeordnet, die am Bilanzstichtag eine verbleibende Laufzeit von mehr als zwölf Monaten hatten. Lagen bei finanziellen Vermögenswerten, die zu Anschaffungskosten bewertet wurden, Anzeichen für eine Wertminderung vor, wurde eine Wertberichtigung auf den niedrigeren voraussichtlich realisierbaren Betrag vorgenommen. Die Beurteilung, ob Anzeichen für Wertminderungen vorliegen, erfolgte auf Basis einer Analyse von Informationen über die Kreditwürdigkeit der Gegenpartei. Uneinbringliche Forderungen wurden ausgebucht. Bei Wegfall der Gründe für die erfassten Wertberichtigungen wurden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. War ein zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswert in seinem Wert gemindert, so wurde ein im Eigenkapital erfasster Betrag in Höhe der Differenz zwischen den Anschaffungskosten (abzüglich etwaiger Tilgungen und Amortisationen) und dem aktuellen beizulegenden Zeitwert, abzüglich etwaiger, bereits früher ergebniswirksam erfasster Wertberichtigungen dieses finanziellen Vermögenswertes, in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht. Wertaufholungen bei Eigenkapitalinstrumenten, die als zur Veräußerung verfügbar eingestuft waren, wurden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswerts erfolgte, wenn die vertraglichen Rechte auf Cash-Flows aus dem jeweiligen finanziellen Vermögenswert ausgelaufen sind, d.h. wenn der Vermögenswert realisiert wurde oder verfallen ist oder er nicht mehr in der Verfügungsmacht des Unternehmens stand. Eine finanzielle Verbindlichkeit wurde ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen war. VorräteDie Vorräte werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten werden nach der Methode des gewogenen Durchschnitts ermittelt. Ist am Bilanzstichtag der realisierbare Veräußerungspreis abzüglich noch anfallender Kosten (Nettoveräußerungspreis) niedriger, so wird auf diesen Wert abgewertet. Latente SteuernDie Berechnung der latenten Steuern erfolgt nach IAS 12 "Ertragsteuern". Sie werden auf temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden in der IFRS-Bilanz und den steuerlichen Wertansätzen sowie auf temporäre Differenzen aus Konsolidierungsvorgängen und auf wahrscheinlich realisierbare Verlustvorträge gebildet. Latente Steuern auf Sachverhalte, die gemäß der relevanten Standards direkt im Eigenkapital zu erfassen sind, werden ebenfalls direkt im Eigenkapital erfasst. Die daraus zum Stichtag resultierenden kumulierten Beträge der direkt im Eigenkapital erfassten latenten Steuern sind der Konzern-Gesamtergebnisrechnung zu entnehmen. Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge werden in der Höhe aktiviert, in der es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Ergebnis zukünftig verfügbar sein wird, und es damit hinreichend sicher erscheint, dass die abzugsfähigen temporären Differenzen und Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Der Buchwert der aktiven latenten Steuern wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des Anspruchs ermöglicht. Der Berechnung liegen die in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren auf den am Bilanzstichtag gültigen oder bereits verabschiedeten Steuersätzen. Die Effekte aus Steuersatzänderungen werden ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn sie entfallen auf Sachverhalte, die direkt im Eigenkapital zu erfassen sind. Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuerforderungen gegen tatsächliche Steuerverbindlichkeiten besteht und es sich um die gleiche Steuerart und Steuerbehörde handelt. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und SchuldenLangfristige Vermögenswerte (oder eine Veräußerungsgruppe) werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und zum niedrigeren Wert aus Buchwert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet, wenn ihr Buchwert im Wesentlichen durch einen Verkauf erlöst wird und nicht durch die fortgesetzte betriebliche Nutzung. RückstellungenRückstellungen werden für Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, die wahrscheinlich zu einem Mittelabfluss führen werden und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Pläne für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden in Abhängigkeit von ihrem wirtschaftlichen Gehalt, der sich aus den grundlegenden Leistungsbedingungen und Voraussetzungen des Plans ergibt, entweder als Leistungszusagen (Defined Benefit) oder als Beitragszusagen (Defined Contribution) klassifiziert. Die versicherungsmathematische Bewertung von leistungsorientierten Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method). Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern berücksichtigt. Die Pensionsverpflichtungen werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten ermittelt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden vollständig erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Gewinne oder Verluste aus der Kürzung oder Abgeltung eines leistungsorientierten Planes werden zum Zeitpunkt der Kürzung oder Abgeltung erfasst. Sie umfassen jede aus der Plankürzung oder -abgeltung resultierende erfolgswirksam zu erfassende Änderung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung sowie alle etwaigen, damit verbundenen versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste und etwaigen nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand. Bei beitragsorientierten Altersversorgungssystemen (z.B. Direktversicherungen) werden die einzahlungspflichtigen Beiträge unmittelbar als Aufwand verrechnet. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden im Zusammenhang mit beitragsorientierten Verpflichtungen nicht gebildet, da der Ströer Konzern in diesen Fällen neben der Verpflichtung zur Prämienzahlung keinen weiteren Verpflichtungen unterliegt. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt mit der bestmöglichen Schätzung des erwarteten Mittelabflusses, oder bei längerfristigen Rückstellungen, sofern der Zinseffekt wesentlich ist, mit dem Barwert des erwarteten Mittelabflusses. Bestehen gesetzliche oder vertragliche Verpflichtungen, am Ende der Laufzeit der Werberechtskonzession Werbeträger abzubauen und den Standort wiederherzustellen, so wird für diese Verpflichtung eine Rückstellung gebildet soweit es wahrscheinlich ist, dass die Verpflichtung tatsächlich zu erfüllen ist. Die Höhe der Rückstellung bemisst sich nach den zukünftig erwarteten Abbaukosten am Ende der Laufzeit, abgezinst auf den Zeitpunkt der erstmaligen Bildung der Rückstellung. In dieser Höhe wird die Rückstellung erfolgsneutral gebildet, da gleichzeitig eine betragsgleiche Aktivierung dieses Betrages unter den Sachanlagen erfolgt. Änderungen im Wert der Rückstellungen wirken sich unmittelbar auf den Wert der korrespondierenden Sachanlagen aus. Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (Drohverlustrückstellungen) werden gebildet, wenn die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung eines Vertrages höher als der erwartete wirtschaftliche Nutzen sind. Die Rückstellung für Archivierungskosten wird für die gesetzliche Verpflichtung zur Aufbewahrung der Geschäftsunterlagen gebildet. Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte und VerbindlichkeitenAbgrenzungen, Vorauszahlungen sowie nichtfinanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. EventualschuldenEventualschulden sind mögliche Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Existenz erst durch das Eintreten eines oder mehrerer ungewisser zukünftiger Ereignisse bestätigt wird, die jedoch außerhalb des Einflussbereiches des Ströer Konzerns liegen. Ferner können gegenwärtige Verpflichtungen dann Eventualschulden darstellen, wenn die Wahrscheinlichkeit des Abflusses von Ressourcen nicht hinreichend für die Bildung einer Rückstellung ist und/oder die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann. Eventualschulden entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. Eventualschulden werden grundsätzlich nicht in der Bilanz erfasst, sondern im Anhang erläutert. Aktienbasierte VergütungsformenDie bei einer aktienbasierten Vergütungstransaktion erhaltenen oder erworbenen Güter oder Dienstleistungen werden zu dem Zeitpunkt angesetzt bzw. als Aufwand erfasst, zu dem die Güter erworben oder die Dienstleistungen erhalten wurden. Basis für die Aufwandsermittlung ist der beizulegende Zeitpunkt bei Gewährung der entsprechenden Zusage. Es wird eine entsprechende Zunahme im Eigenkapital erfasst, wenn die Güter oder Dienstleistungen bei einer aktienbasierten Vergütungstransaktion mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente erhalten wurden. Im Falle einer aktienbasierten Vergütungstransaktion, die in bar abgegolten wird, werden die erworbenen Güter oder Dienstleistungen und die entstandene Schuld mit dem beizulegenden Zeitwert der Schuld angesetzt. Bis zur Begleichung der Schuld wird der beizulegende Zeitwert der Schuld zu jedem Bilanzstichtag neu bestimmt. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst. Bei anteilsbasierten Vergütungen, die der Ströer SE & Co. KGaA das vertragliche Wahlrecht einräumen den Ausgleich in bar oder durch Ausgabe von Aktien vorzunehmen (siehe aktuelles Aktienoptionsprogramm), geht die Gesellschaft von einem Ausgleich durch Ausgabe in Aktien aus, solange sie keine andere Festlegung oder Erfüllungspraxis geschaffen hat. Insofern erfolgt die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum Zeitpunkt der Gewährung. Bis zur vollständigen Erdienung der aktienbasierten Ansprüche, die durch Ausgabe von Aktien erfüllt werden, erfolgt eine erfolgswirksame Verteilung des beizulegenden Zeitwerts über den Erdienungszeitraum. Put-OptionenNicht beherrschenden Gesellschaftern gewährte Put-Optionen über die noch in deren Eigentum stehenden Gesellschaftsanteile werden in den Fällen, in denen Ströer nicht als wirtschaftlicher Eigentümer ("present owner") gilt, als fiktiver Erwerb am Stichtag dargestellt. Der im Eigenkapital gebildete Ausgleichsposten für diese Anteile wird ausgebucht, stattdessen wird eine Verbindlichkeit in Höhe einer fiktiven Kaufpreisverbindlichkeit eingebucht. Der kumulierte Differenzbetrag zwischen dem ausgebuchten Ausgleichsposten und der fiktiven Kaufpreisverbindlichkeit wird direkt mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Der Wert der fiktiven Kaufpreisverbindlichkeit sowie Einzelheiten zu ihrer Ermittlung werden in Abschnitt 34 dargestellt. Übersicht ausgewählter Bewertungsmethoden
4 Änderung von RechnungslegungsvorschriftenFür die Erstellung des Konzernabschlusses wurden sämtliche durch das IASB und das IFRIC veröffentlichten neuen und geänderten Standards und Interpretationen angewendet, soweit diese für Geschäftsjahre beginnend am 1. Januar 2018 verpflichtend in der Europäischen Union anzuwenden sind. Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden oder SchätzungenIm Ströer Konzern werden seit dem 1. Januar 2018 folgende vom IASB verabschiedete und von der EU-Kommission freigegebene Standards mit Auswirkungen auf die Bilanzierung des Ströer Konzerns erstmals angewendet:
Im Folgenden werden die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung dieser Vorschriften auf den Konzernabschluss erläutert und die angewandten Rechnungslegungsgrundsätze, soweit sie von den bisher angewandten Grundsätzen abweichen, beschrieben. IFRS 9 - FinanzinstrumenteDer IFRS 9 "Finanzinstrumente" beinhaltet überarbeitete Vorgaben zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. In diesem Zusammenhang wurden auch Anpassungen der Impairment-Regelungen vorgenommen. Der Standard ergänzt die im Jahr 2013 veröffentlichten neuen Regelungen zum Hedge-Accounting und ersetzt IAS 39 "Finanzinstrumente". IFRS 9 sieht unter anderem ein neues Wertminderungsmodell für finanzielle Vermögenswerte vor, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Das bisherige auf eingetretenen Verlusten basierende Modell wird durch das neue Modell ersetzt, welches auf erwarteten Kreditausfällen aufsetzt ("expected credit loss model"). Dabei wird der Ansatz von Verlusten zeitlich vorgezogen, indem sowohl eingetretene als auch in der Zukunft erwartete Verluste erfasst werden. Mit dem Inkrafttreten des IFRS 9 sind zudem gemäß IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" zusätzliche Anhangangaben erforderlich geworden, die in diesem Konzernabschluss erstmalig in vollem Umfang berichtet werden. Die neuen Regelungen sind verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 begonnen haben. Die Freigabe durch die EU-Kommission (Endorsement) ist am 22. November 2016 erfolgt. In der nachfolgenden Tabelle werden die Klassifizierungs- und Bewertungskategorien von finanziellen Vermögenswerten nach IAS 39 und deren Überleitung zu den neuen Klassifizierungs- und Bewertungskategorien nach IFRS 9 zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung dargestellt. Die Finanzanlagen werden der Bewertungskategorie "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" zugeordnet. Hinsichtlich der finanziellen Verbindlichkeiten ergab die erstmalige Anwendung von IFRS 9 weder Auswirkungen auf die Klassifizierung noch auf die Bewertung. Insgesamt hat die Einführung des IFRS 9 zu keinen wesentlichen Anpassungen geführt. Der Ströer Konzern wendet den neuen Standard seit dem 1. Januar 2018 an. Die Vergleichsperiode wurde nicht angepasst, stattdessen wurden die Umstellungseffekte zum 1. Januar 2018 erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst. Die entsprechenden Effekte können der zusammenfassenden Übersicht am Ende dieses Abschnitts entnommen werden. IFRS 15 - Erlöse aus Verträgen mit KundenIm Mai 2014 hat das IASB den neuen IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" veröffentlicht. IFRS 15 regelt die Erfassung von Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden branchenübergreifend und umfassend neu. In einem Fünf-Schritte-Modell werden detaillierte Vorgaben u. a. zur Identifizierung separater Leistungsverpflichtungen, zur Höhe der erwarteten Gegenleistung unter Berücksichtigung variabler Preisbestandteile und zur Verteilung der erwarteten Gegenleistung auf die identifizierten Leistungsverpflichtungen gegeben. Darüber hinaus ist nun nach einheitlichen Kriterien zu unterscheiden, ob eine Leistungsverpflichtung zeitpunkt- oder zeitraumbezogen zu erbringen ist. Durch den neuen Standard werden die folgenden Vorschriften ersetzt: IAS 11, IAS 18, IFRIC 13, IFRIC 15, IFRIC 18 und SIC-31. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 begonnen haben. Die Freigabe durch die EU-Kommission (Endorsement) ist am 22. September 2016 erfolgt. Im Rahmen einer abschließenden Vertragsanalyse wurden die folgenden Umsatzströme identifiziert:
Die Auswirkungen des IFRS 15 können grundsätzlich zu einer Verschiebung des Umsatzrealisierungszeitpunktes oder -zeitraums führen. Eine Verschiebung des Umsatzrealisierungszeitpunktes kann aus der Identifikation einer zusätzlichen Leistungsverpflichtung, einer Änderung der Einschätzung, ob ein Umsatz zeitpunkt- bzw. zeitraumbezogen realisiert wird, oder hinsichtlich des Zeitpunktes des Kontrollübergangs resultieren. Im Rahmen der Analyse wurden diesbezüglich im Wesentlichen die Rückgaberechte bei Produktverkäufen als Anwendungsfall identifiziert. Des Weiteren kann die Höhe der Umsätze über die Totalperiode nach IFRS 15 von der bisherigen Bilanzierung abweichen. Dies wäre grundsätzlich bei folgenden Sachverhalten möglich:
Darüber hinaus sind folgende Sachverhalte im Rahmen unserer IFRS 15 Analyse untersucht worden:
Insgesamt hat die Einführung des IFRS 15 zu keinen wesentlichen Verschiebungen des Umsatzrealisierungszeitpunktes geführt. Der Ströer Konzern wendet den neuen Standard seit dem 1. Januar 2018 an. Die Vergleichsperiode wurde nicht angepasst, stattdessen wurden die Umstellungseffekte zum 1. Januar 2018 erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst. Die Effekte aus der Umstellung können der zusammenfassenden Übersicht am Ende dieses Abschnitts entnommen werden. IFRS 16 - LeasingverhältnisseIm Januar 2016 hat das IASB den neuen IFRS 16 "Leasingverhältnisse" veröffentlicht. Der neue Standard beinhaltet überarbeitete Vorgaben zur Definition eines Leasingverhältnisses sowie zum Anwendungsbereich und zur Bilanzierung beim Leasingnehmer und Leasinggeber. Er ersetzt den bisherigen Standard zu Leasingverhältnissen (IAS 17). Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig, sofern IFRS 15 ebenfalls angewendet wird. Die Freigabe durch die EU-Kommission (Endorsement) erfolgte am 31. Oktober 2017. Der Ströer Konzern hat den neuen Standard zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen bereits zum 1. Januar 2018 angewandt. Die Erstanwendung des IFRS 16 ist nach der modifiziert retrospektiven Methode erfolgt, d.h. eine Anpassung der Vergleichsperiode erfolgte nicht; stattdessen wurden die Umstellungseffekte zum 1. Januar 2018 erfasst. Die im IFRS 16 vorhandenen Wahlrechte bezüglich der Behandlung von Leasingvereinbarungen mit einer Laufzeit von nicht mehr als zwölf Monaten und Leasingvereinbarungen über Vermögenswerte mit geringem Wert wurden nicht ausgeübt. Ströer hat im April 2017 ein konzernübergreifendes Projekt zur Implementierung des neuen Standards aufgesetzt. Im Zuge einer umfassenden Vertragsanalyse wurde der Gesamtumfang der nach IFRS 16 zu bewertenden Verträge identifiziert, nach Vertragsarten geclustert und entsprechend der Vertragslaufzeiten aufgeteilt. Es wurden folgende Vertragsarten identifiziert:
Unter Berücksichtigung von Risikogesichtspunkten hat Ströer alle wesentlichen Verträge (im Besonderen kommunale Mietverträge) hingehend der Definition eines Leasingverhältnisses in IFRS 16 im Detail untersucht. Mithilfe einer neu implementierten Software zur Abbildung der Leasingverhältnisse nach IFRS 16 wurden die identifizierten Verträge abgebildet und bewertet. Im Ergebnis ergaben sich die folgenden Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Jahr 2018:
Die Anwendung der neuen Standards hat sich wie folgt auf die Gewinn- und Verlustrechnung im Geschäftsjahr 2018 ausgewirkt:
Mit Blick auf die Bilanz zum 31. Dezember 2018 ergaben sich die nachfolgenden Veränderungen:
Übernommene Standards oder Verlautbarungen ohne Auswirkungen auf die Bilanzierung des KonzernsDie nachfolgend aufgeführten Standards oder Verlautbarungen des IASB sind erstmals im Geschäftsjahr 2018 anzuwenden gewesen bzw. angewandt worden. Hieraus ergaben sich aber aufgrund des spezifischen Charakters der Anpassungen keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanzierung des Konzerns:
Noch nicht anzuwendende Standards oder VerlautbarungenDie nachfolgend erläuterten Standards, die vom IASB bzw. vom IFRIC verabschiedet oder geändert worden sind, waren im Berichtsjahr noch nicht verpflichtend anzuwenden und sind bisher von uns auch noch nicht angewandt worden. Aus der erstmaligen Anwendung dieser Standards werden sich jedoch voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben:
5 KonsolidierungskreisDer Konzernabschluss beinhaltet die Abschlüsse aller wesentlichen Gesellschaften, bei denen die Ströer SE & Co. KGaA mittelbar oder unmittelbar einen beherrschenden Einfluss ausübt. Zum 31. Dezember 2018 wurden neben der Ströer SE & Co. KGaA weitere 116 deutsche und 44 ausländische Tochtergesellschaften im Wege der Vollkonsolidierung und vier deutsche Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) sowie fünf assoziierte Unternehmen im Wege der at-Equity-Bilanzierung in den Konzernabschluss einbezogen. Der Ströer Konzern hält an sämtlichen vollkonsolidierten Gesellschaften mehr als 50 Prozent der Anteile und übt damit die Beherrschung im Sinne des IFRS 10 auf Basis der jeweiligen Mehrheit der Stimmrechte in den entsprechenden Gremien der Gesellschaften aus. Die Angabe der Kapitalanteile erfolgt in Übereinstimmung mit §16 Absatz 4 Aktiengesetz. Es wird also jeweils der Anteil des direkten Mutterunternehmens angegeben und nicht der durchgerechnete Anteil. Vollkonsolidierte Unternehmen
* An diesen Gesellschaften ist die Ströer SE
& Co. KGaA unmittelbar beteiligt.
Im Berichtsjahr wurden die Social Media Interactive GmbH, München, die Ströer Kentvizyon Reklam Pazarlama A.S., Istanbul, sowie die twiago GmbH, Köln, veräußert. Einzelheiten zu den Veräußerungen werden in Abschnitt 6 dargestellt. Durch konzerninterne Verschmelzungen sind im Geschäftsjahr 2018 folgende Unternehmen von einer anderen Konzerngesellschaft aufgenommen worden:
Tochterunternehmen mit wesentlichen Anteilen ohne beherrschenden EinflussDie Finanzinformationen erfolgen für folgende Tochterunternehmen mit wesentlichen Anteilen ohne beherrschenden Einfluss beziehungsweise bei Obergesellschaften eines Teilkonzerns für die Gruppe von Unternehmen:
Die Finanzinformationen zu Tochterunternehmen beziehungsweise zur jeweiligen Gruppe von Unternehmen mit wesentlichen Anteilen ohne beherrschenden Einfluss ergeben sich aus Konzernsicht (nach Konsolidierung, jedoch vor Berücksichtigung von Put-Optionen) wie folgt:
Nachfolgend finden sich Finanzinformationen dieser Tochterunternehmen beziehungsweise der Gruppe von Unternehmen in zusammengefasster Form. Die Darstellung basiert auf Angaben vor Schulden-, Aufwands- und Zwischenergebniseliminierung sowie vor Berücksichtigung von Put-Optionen auf Anteile von nicht beherrschenden Gesellschaftern. Zusammengefasste Gewinn- und Verlustrechnung für die Geschäftsjahre:2018
2017
1 Avedo Gruppe ab 1. August 2017
Zusammengefasste Bilanz zum Stichtag:31.12.2018
31.12.2017
1 Avedo Gruppe ab 1. August 2017
Zusammengefasste Kapitalflussrechnung:31.12.2018
31.12.2017
1 Avedo Gruppe ab 1. August 2017
Der Rückgang des Cash-Flows aus laufender Geschäftstätigkeit bei der BHI Gruppe (AsamBeauty) ist auf eine nachteilige Entwicklung im Working Capital zurückzuführen. GemeinschaftsunternehmenDie nachfolgend aufgeführten Gemeinschaftsunternehmen sind im Bereich der Vermarktung von Out-of-Home Medien tätig. Die Anteile an den gemeinschaftlich geführten Unternehmen werden nach der at-Equity-Methode im Konzernabschluss bilanziert.
Die folgenden Tabellen zeigen Finanzinformationen der DSMDecaux GmbH, X-City Marketing Hannover GmbH sowie der weiteren Gemeinschaftsunternehmen auf Basis des in Übereinstimmung mit IFRS aufgestellten Einzelabschlusses sowie die Überleitung dieser Finanzinformationen auf den Buchwert des Anteils an diesen Gemeinschaftsunternehmen: 31.12.2018
31.12.2017
Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Anteile an at-Equity-bilanzierten Unternehmen enthalten neben diesen Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen zudem auch die Anteile an assoziierten Unternehmen. 2018
2017
Die in der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Anteile am Ergebnis at-Equity-bilanzierter Unternehmen enthalten neben diesen Ergebnis-Anteilen von Gemeinschaftsunternehmen zudem auch die Ergebnis-Anteile an assoziierten Unternehmen. Der Konzern hat im Berichtsjahr TEUR 5.509 (Vj.: TEUR 4.592) an Brutto-Dividende von der DSMDecaux GmbH erhalten. In den Umsatz-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.881 (Vj.: TEUR 941) enthalten. Im Berichtsjahr und in 2017 bestanden keine Eventualverbindlichkeiten oder Kapitalverpflichtungen. Der Anstieg der planmäßigen Abschreibungen resultiert aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16. Der Konzern hat im Berichtsjahr TEUR 500 (Vj.: TEUR 3.000) an Brutto-Dividende von der X-City Marketing Hannover GmbH erhalten. In den Umsatz-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 3.903 (Vj.: TEUR 527) enthalten. Im Berichtsjahr und in 2017 bestanden keine Eventualverbindlichkeiten oder Kapitalverpflichtungen. Der Anstieg der planmäßigen Abschreibungen resultiert aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16. Der Konzern hat im Berichtsjahr TEUR 59 (Vj.: TEUR 46) an Brutto-Dividende von den weiteren Gemeinschaftsunternehmen erhalten. Es bestanden im Berichtsjahr und in 2017 keine Eventualverbindlichkeiten oder Kapitalverpflichtungen. Assoziierte UnternehmenDie nachfolgend aufgeführten assoziierten Unternehmen werden nach der at-Equity-Methode im Konzernabschluss bilanziert und sind für den Ströer Konzern von untergeordneter Bedeutung:
* An dieser Gesellschaft ist die Ströer SE
& Co. KGaA unmittelbar beteiligt.
Der Buchwert der assoziierten Unternehmen, die nach der at-Equity-Methode bilanziert werden, beträgt TEUR 1.684 (Vj.: TEUR 1.251). Der Anteil am Ergebnis der assoziierten Unternehmen, die nach der at-Equity-Methode bilanziert werden, beträgt TEUR -177 (Vj.: TEUR -79). 6 Wesentliche Unternehmenserwerbe und -veräußerungen6.1 UnternehmenserwerbeTransaktionen mit KontrollwechselDV-COM GruppeDer Ströer Konzern hat mit Erwerbszeitpunkt zum 27. Februar 2018 sämtliche Anteile an der DV-COM GmbH, Pforzheim, erworben. Die DV-COM GmbH ist ein führender Anbieter für hochwertige Customer Care Dienstleistungen. In der im Jahr 2017 neu geschaffenen Sparte Dialog Marketing verstärkt die DV-COM den Ströer Konzern um weitere umfassende und skalierbare Dienstleistungen in der Kundenkommunikation. Der endgültige Kaufpreis für die Anteile einschließlich der Ablösung von Gesellschafterdarlehen beläuft sich auf 27,2 Millionen Euro und wurde durch Barzahlung des Kaufpreises beglichen. Die nachfolgende Aufstellung enthält die konsolidierten Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden der DV-COM GmbH und ihrer Tochtergesellschaft im Zeitpunkt des Erwerbs:
Die Buchwerte der übernommenen Forderungen und der sonstigen finanziellen und nichtfinanziellen Vermögenswerte entsprechen jeweils ihren beizulegenden Zeitwerten. Der beizulegende Zeitwert der erworbenen Forderungen stellt gleichzeitig die beste Schätzung für die erwarteten Zahlungsmittelzuflüsse aus diesen Forderungen dar. Die Kaufpreisallokation hinsichtlich der Identifikation und der Bewertung der Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert ist abgeschlossen. Bei den identifizierten immateriellen Vermögenswerten handelt es sich um die Kundenbeziehungen der DV-COM mit einer Nutzungsdauer von sieben Jahren. Der Goodwill beruht auf den positiven Aussichten, den bereits bestehenden Kundenstamm zu erweitern und somit durch eine stärkere Marktdurchdringung zusätzliche Cash-Flows generieren zu können. Er ist dem Segment Direct Media zugeordnet. Der Goodwill der Gesellschaft ist nach der Purchased-Goodwill-Methode ermittelt worden und leitet sich wie folgt ab:
D+S 360 GruppeMit Erwerbszeitpunkt zum 27. Februar 2018 hat Ströer sämtliche Anteile an der D+S communication center management GmbH, Hamburg, erworben. Die D+S 360 Gruppe ist führend im Outsourcing von Kundenservice-Dienstleistungen. Der Kaufpreis für die erworbenen Anteile einschließlich der Ablösung von Gesellschafterdarlehen beziffert sich auf 16,9 Millionen Euro und wurde durch Barzahlung des Kaufpreises beglichen. Die nachfolgende Aufstellung enthält die konsolidierten Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden der D+S communication center management GmbH und ihrer dreizehn Tochtergesellschaften im Zeitpunkt des Erwerbs:
Die Buchwerte der übernommenen Forderungen und der sonstigen finanziellen und nichtfinanziellen Vermögenswerte entsprechen jeweils ihren beizulegenden Zeitwerten. Der beizulegende Zeitwert der erworbenen Forderungen stellt gleichzeitig die beste Schätzung für die erwarteten Zahlungsmittelzuflüsse aus diesen Forderungen dar. Die Kaufpreisallokation hinsichtlich der Identifikation und der Bewertung der Vermögenswerte und Schulden ist abgeschlossen. Bei den identifizierten immateriellen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um Kundenbeziehungen mit einem beizulegenden Zeitwert von 10,4 Millionen Euro und einer Nutzungsdauer von zehn Jahren. Der Goodwill beruht auf den positiven Aussichten, den bereits bestehenden Kundenstamm zu erweitern und somit durch eine stärkere Marktdurchdringung zusätzliche Cash-Flows generieren zu können. Der Goodwill der Gesellschaft ist dem Segment Direct Media zugeordnet. Die Ermittlung erfolgte anhand der Purchased-Goodwill-Methode und leitet sich wie folgt ab:
C2E GruppeDer Ströer Konzern hat mit Erwerbszeitpunkt zum 13. Juni 2018 sämtliche Anteile an der Courtier en Economie d'Energie S.A.S.U., Metz/Frankreich, und deren Tochtergesellschaften, sowie sämtliche Anteile an den Schwestergesellschaften Assur Eco Conseil S.A.S.U., Metz/ Frankreich, Immoclassic S.A., Luxemburg/Luxemburg, und Okikado Ltd. S.à r.l., Luxemburg/Luxemburg, erworben. Die C2E Gruppe ist ein Außendienst-Spezialist, der in Frankreich und Belgien für seine Auftraggeber Produkte im Bereich Energie an Privat- und Geschäftskunden verkauft. Der Kaufpreis für die erworbenen Anteile beziffert sich auf 9,4 Millionen Euro. Zudem wird sich der Kaufpreis aufgrund von vertraglichen Anpassungsklauseln (Earn-Out-Vereinbarungen auf Basis des EBIT) in den nächsten drei Jahren um mindestens 3,7 Millionen Euro erhöhen. Die nachfolgende Aufstellung enthält die konsolidierten vorläufigen Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden der Courtier en Economie d'Energie und ihrer drei Schwestergesellschaften im Zeitpunkt des Erwerbs:
Die Buchwerte der übernommenen Forderungen und der sonstigen finanziellen und nichtfinanziellen Vermögenswerte entsprechen jeweils ihren beizulegenden Zeitwerten. Der beizulegende Zeitwert der erworbenen Forderungen stellt gleichzeitig die beste Schätzung für die erwarteten Zahlungsmittelzuflüsse aus diesen Forderungen dar. Aufgrund des Umfangs und der Komplexität der Geschäftsprozesse ist die Kaufpreisallokation hinsichtlich der Identifikation und der Bewertung der Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert noch vorläufig. Somit können sich die Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden sowie der Goodwill noch ändern. Auch die Bewertung der Earn-Out-Verbindlichkeit ist aufgrund des Umfangs und der Komplexität der Geschäftsprozesse noch vorläufig. Die zum Erwerbszeitpunkt bewertete Earn-Out-Verbindlichkeit lag bei TEUR 6.439. Auf Grund der Geschäftsentwicklung wurde die Earn-Out-Verbindlichkeit erfolgsneutral auf TEUR 5.565 reduziert. Der Goodwill beruht auf den positiven Aussichten, den bereits bestehenden Kundenstamm in Frankreich und Belgien zu erweitern und somit durch eine stärkere Marktdurchdringung zusätzliche Cash-Flows generieren zu können. Der Goodwill der Gesellschaft ist dem Segment Direct Media zugeordnet. Die Ermittlung erfolgt nach der Purchased-Goodwill-Methode und leitet sich wie folgt ab:
Weitere UnternehmenserwerbeÜber die oben dargestellten Unternehmenserwerbe hinaus hat der Ströer Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr Anteile an den Unternehmen Lunenburg & Partner Media-Service GmbH (100,0 Prozent), P.O.S. MEDIA GmbH Gesellschaft für Außenwerbung und Plakatservice (100,0 Prozent), optimise-it GmbH (100,0 Prozent), FA Business Solutions GmbH (50,0 Prozent), SuperM&N UG (51,0 Prozent) und BIG Poster GmbH (100,0 Prozent) erworben. Hinsichtlich der FA Business Solutions GmbH bestehen für die verbleibenden Anteile jeweils Call- bzw. Put-Optionen, die abhängig vom Eintritt definierter Bedingungen in den nächsten Jahren ausgeübt werden können. Für die Anteile an der optimise-it GmbH wurde die zum Erwerbszeitpunkt berechnete Earn-Out-Verbindlichkeit auf Grund der Unternehmensentwicklung erfolgsneutral ausgebucht. Die Kaufpreisallokation ist hinsichtlich der Identifikation und der Bewertung der Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert für die Lunenburg & Partner Media-Service GmbH, P.O.S. MEDIA GmbH, optimise-it GmbH, FA Business Solutions GmbH, SuperM&N UG und BIG Poster GmbH noch vorläufig. Somit können sich die Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden sowie der Goodwill hinsichtlich der vorläufigen Kaufpreisallokationen noch ändern. Während der Goodwill der optimise-it GmbH dem Segment Direct Media zugeordnet ist, ist der Goodwill aller anderen Erwerbe dem Segment Out-of-Home Media zugeordnet. Der Goodwill der sechs erworbenen Gesellschaften ist jeweils nach der Purchased-Goodwill-Methode ermittelt worden und leitet sich wie folgt ab:
Der Goodwill beruht auf den positiven Aussichten, entsprechend der Wachstumsstrategie des Ströer Konzerns im Segment Direct Media und Segment Out-of-Home Media durch Hebung weiterer Synergien zusätzliche Cash-Flows generieren zu können. Zusammenfassende AngabenDie vertraglich vereinbarten Kaufpreise für Unternehmenserwerbe mit Kontrollwechsel betragen einschließlich der Zahlungen in späteren Perioden (ohne Berücksichtigung der Anpassung von Earn-Out-Zahlungen) und der Ablösung von Finanzverbindlichkeiten insgesamt TEUR 78.791 (Vj.: TEUR 168.487). Für die Erwerbe sind im Geschäftsjahr Transaktionskosten von insgesamt TEUR 1.867 angefallen, die in den Verwaltungskosten erfasst sind. Die Auswirkungen auf den Cash-Flow aus Investitionstätigkeit stellen sich wie folgt dar:
Die Gesamtsumme der zugehenden Vermögenswerte und Schulden ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung, wobei die Kaufpreisallokationen für das Jahr 2018 teilweise noch vorläufig sind:
Die übernommenen Vermögenswerte und Schulden sämtlicher neu erworbener Unternehmen sowie deren Goodwill wurden entsprechend ihrer jeweiligen Einbindung in den Ströer Konzern den Zahlungsmittel generierenden Einheiten "Dialog Marketing" (DV-COM Gruppe, D+S 360 Gruppe, C2E-Gruppe und optimise-it GmbH), und "Out-of-Home Media" (Lunenburg & Partner Media-Service GmbH, P.O.S. MEDIA GmbH, FA Business Solutions GmbH, SuperM&N UG und BIG Poster GmbH) zugeordnet. Seit der jeweiligen Kontrollerlangung haben die im Geschäftsjahr 2018 erworbenen Gesellschaften folgende Beiträge zum Umsatz und Ergebnis nach Steuern erwirtschaftet, die in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns enthalten sind:
Wenn alle im Jahr 2018 erworbenen Gesellschaften bereits ab dem 1. Januar 2018 im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen worden wären, hätten sich Umsatzerlöse und Ergebnis nach Steuern des Konzerns wie folgt dargestellt. In den Beträgen sind bereits Effekte aus den Kaufpreisallokationen für einige Unternehmenserwerbe (DV-COM Gruppe und D+S 360 Gruppe) des Geschäftsjahres 2018 enthalten.
Transaktionen ohne KontrollwechselDarüber hinaus wurden weitere Transaktionen ohne Kontrollwechsel vorgenommen, die einzeln jedoch von untergeordneter Bedeutung waren. Die Erwerbe wurden gemäß IFRS 10 jeweils als Transaktion zwischen Gesellschaftern dargestellt. Die entsprechenden bilanziellen Effekte können der nachfolgenden Aufstellung entnommen werden. Aus Gründen der Wesentlichkeit wurden die Transaktionen zusammengefasst:
Die Transaktionen haben sich im Wesentlichen in den Konzern-Gewinnrücklagen der Anteilseigner der Ströer SE & Co. KGaA niedergeschlagen. Rückwirkende Anpassung von KaufpreisallokationenAvedo GruppeDie Kaufpreisallokation für die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden der im Jahr 2017 erworbenen Avedo Gruppe wurde inzwischen abgeschlossen. Aus der finalen "Anpassung aus Kaufpreisallokation" ergeben sich folgende Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2017 und die Bilanz zum 31. Juli 2017 (Erwerbszeitpunkt):
Bei den immateriellen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um Markennamen und Kundenbeziehungen mit einem beizulegenden Zeitwert von 32,7 Millionen Euro und Nutzungsdauern zwischen acht und zehn Jahren. Der Goodwill ist nach der Purchased-Goodwill-Methode ermittelt worden und leitet sich wie folgt ab:
Der Goodwill beruht auf den positiven Aussichten, den bereits bestehenden Kundenstamm durch den Einsatz zusätzlicher OOH-Medien zu erweitern und durch eine stärkere Marktdurchdringung zusätzliche Cash-Flows generieren zu können. Der Goodwill ist der Zahlungsmittel generierenden Einheit "Dialog Marketing" zugeordnet. Ranger GruppeDie Kaufpreisallokation für die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden der im Jahr 2017 erworbenen Ranger Gruppe wurde inzwischen abgeschlossen. Aus der finalen "Anpassung aus Kaufpreisallokation" ergeben sich folgende Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2017 und die Bilanz zum 31. August 2017 (Erwerbszeitpunkt):
Bei den immateriellen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um den Kundenstamm mit einem beizulegenden Zeitwert von 19,9 Millionen Euro und einer Nutzungsdauer von fünf Jahren. Der Goodwill ist nach der Purchased-Goodwill-Methode ermittelt worden und leitet sich wie folgt ab:
Der Goodwill beruht auf den positiven Aussichten, den bereits bestehenden Kundenstamm durch den Einsatz zusätzlicher OOH-Medien zu erweitern und durch eine stärkere Marktdurchdringung zusätzliche Cash-Flows generieren zu können. Der Goodwill ist der Zahlungsmittel generierenden Einheit "Dialog Marketing" zugeordnet. UAM GruppeFür die zum 12. Dezember 2017 erworbene UAM Gruppe wurde die Kaufpreisallokation für die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden inzwischen abgeschlossen. Aus der Anpassung der Kaufpreisallokation ergeben sich folgende Auswirkungen auf die Bilanz zum 12. Dezember 2017 (Erwerbszeitpunkt):
Bei den immateriellen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um Kundenbeziehungen mit einem beizulegenden Zeitwert von 5,6 Millionen Euro und Nutzungsdauern zwischen sechs und elf Jahren. Der Goodwill ist nach der Purchased-Goodwill-Methode ermittelt worden und leitet sich wie folgt ab:
Der Goodwill beruht auf den positiven Aussichten, die bereits bestehenden Werberechte durch den Einsatz zusätzlicher OOH-Medien zu erweitern und durch eine stärkere Marktdurchdringung zusätzliche Cash-Flows generieren zu können. Der Goodwill ist der Zahlungsmittel generierenden Einheit "Ströer Deutschland" zugeordnet. Weitere KaufpreisallokationenDie Kaufpreisallokationen für die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden der folgenden im Jahr 2017 erworbenen Gesellschaften und Geschäftsbereiche wurden inzwischen abgeschlossen:
Im Rahmen der Finalisierung der Kaufpreisallokationen wurden im Wesentlichen selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 6.015 identifiziert sowie die diesbezüglichen latenten Steuern. Bei den selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um Kundenbeziehungen und selbstentwickelte Software. Die Nutzungsdauern betragen jeweils vier Jahre. Die Goodwills der erworbenen Unternehmen sind nach der Purchased-Goodwill-Methode ermittelt worden und leiten sich insgesamt wie folgt ab:
Während der Goodwill der Neo Advertising GmbH und der Yieldlove GmbH der Zahlungsmittel generierenden Einheit "Content Media" zugeordnet ist, sind die Goodwills der MediaSelect Media-Agentur GmbH, der Plakativ Media GmbH und der PosterSelect Media-Agentur für Außenwerbung GmbH der Zahlungsmittel generierenden Einheit "Ströer Deutschland" zugeordnet. Bei den erworbenen Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Gesellschaften, die sich in einem frühen Zeitpunkt ihrer Entwicklung befinden und von Ströer ertragsbringend ausgebaut werden können. Unternehmenserwerbe nach dem BilanzstichtagWir verweisen grundsätzlich auf die im Abschnitt 44 gemachten Angaben über Ereignisse nach dem Bilanzstichtag. Es hat nach dem Bilanzstichtag keine wesentlichen Unternehmenserwerbe gegeben. 6.2 UnternehmensveräußerungenTransaktionen mit KontrollwechselStröer Kentvizyon Reklam Pazarlama A.S.Die Ströer SE & Co. KGaA hat ihre gesamte Beteiligung an der türkischen Tochtergesellschaft Ströer Kentvizyon Reklam Pazarlama A.S., Istanbul/Türkei, in Höhe von 90 Prozent mit Vertrag vom 4. Oktober 2018 verkauft. Der vertragliche Kaufpreis besteht im Wesentlichen aus einem Verkäufer-Darlehen in Höhe von TEUR 13.000 sowie zusätzlich - abhängig von der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft - aus einer bedingten Kaufpreisforderung. Die im Zeitpunkt des Verkaufs bestehenden Bankverbindlichkeiten der türkischen Tochtergesellschaft wurden vom Erwerber übernommen. Mit diesem Schritt hat sich der Ströer Konzern vollständig aus dem türkischen Außenwerbemarkt zurückgezogen und fokussiert sich noch intensiver auf das deutsche Kerngeschäft und seine zukünftigen Wachstumsfelder. Zum Zeitpunkt des Verkaufs hat das türkische Außenwerbegeschäft rund zwei Prozent zum Konzernumsatz und knapp zwei Prozent zum EBITDA der Ströer Gruppe beigetragen. Die Zahlungsmittel generierende Einheit "Ströer Türkei" war erstmals zum 30. September 2018 als nicht-fortgeführte Aktivität eingestuft worden. Die Vorjahreszahlen der Konzerngesamtergebnisrechnung wurden entsprechend angepasst, um den nicht-fortgeführten Geschäftsbereich gesondert von den fortzuführenden Geschäftsbereichen darzustellen. Der Verlust aus dem nicht-fortgeführten Geschäftsbereich leitet sich wie folgt ab:
Der Verlust aus dem nicht-fortgeführten Geschäftsbereich von TEUR 120.039 (Vj.: TEUR 17.551) ist vollständig den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen. Vom Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen von TEUR 114.216 (Vj.: TEUR 116.017) ist ein Betrag von TEUR 105.809 (Vj.: 112.840 TEUR) den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen. Die Auswirkungen der Veräußerung auf die Bilanzposten des Konzerns sind wie folgt:
Unternehmensveräußerungen nach dem BilanzstichtagNach dem Bilanzstichtag haben keine wesentlichen Unternehmensveräußerungen stattgefunden. 7 KonsolidierungsgrundsätzeDie Vermögenswerte und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bestimmt. Der Bilanzstichtag ist einheitlich der 31. Dezember. Tochtergesellschaften werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d. h. ab dem Zeitpunkt, ab dem der Konzern die Beherrschung erlangt, voll konsolidiert. Beherrschung im Sinne des IFRS 10 "Konzernabschlüsse" ist gegeben, wenn Ströer schwankenden Renditen aus dem Tochterunternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf die Renditen besitzt und die Fähigkeit hat, diese mittels seiner Verfügungsgewalt über das Tochterunternehmen zu beeinflussen. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Die Anschaffungskosten von erworbenen ausländischen Gesellschaften werden zum Erwerbszeitpunkt mit dem jeweiligen Kurs in Euro umgerechnet. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Im Rahmen der Kaufpreisallokation werden die übernommenen Vermögenswerte und Schulden sowie bestimmte Eventualschulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag der Anschaffungskosten der Beteiligung über die anteiligen Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden wird als Goodwill aktiviert. Der auf die nicht beherrschenden Anteile entfallende Goodwill wird gemäß IFRS 3 von Fall zu Fall aktiviert. Verbleibende negative Unterschiedsbeträge werden sofort erfolgswirksam aufgelöst. Die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierung entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt. Bilanzierte Goodwills werden einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen (siehe hierzu Abschnitt 19). Im Geschäftsjahr gegebenenfalls in den Einzelabschlüssen vorgenommene Zu- bzw. Abschreibungen auf Anteile an konsolidierten Gesellschaften werden im Konzernabschluss wieder storniert. Konzerninterne Gewinne und Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Bei den Konsolidierungsvorgängen werden ertragsteuerliche Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht. Die auf die jeweiligen nicht beherrschenden Gesellschafter entfallenden Anteile am Kapital und am Ergebnis werden in einem gesonderten Posten innerhalb des Eigenkapitals erfasst. Werden weitere Anteile von bereits vollkonsolidierten Gesellschaften erworben oder veräußert, wird der Differenzbetrag mit dem Eigenkapital erfolgsneutral verrechnet. Ein Gemeinschaftsunternehmen wird als gemeinsame Vereinbarung definiert, bei der die Parteien, die gemeinschaftlich die Führung über die Vereinbarung ausüben, Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung besitzen. Die Beurteilung, ob rechtlich oder wirtschaftlich Rechte am Nettovermögen bestehen, werden gemäß IFRS 11 anhand der vertraglichen Beziehungen (z. B. Gesellschaftsvertrag, sog. shareholder agreements, Liefer- und Leistungsbeziehungen) zwischen dem jeweiligen Vehikel und den Gesellschaftern beurteilt. Die Konsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen sowie von assoziierten Unternehmen erfolgt unter Anwendung der at-Equity-Methode. In der Gewinn- und Verlustrechnung wird der Anteil des Konzerns am Periodenergebnis der assoziierten Unternehmen und der Gemeinschaftsunternehmen im Ergebnis vor Finanz- und Steuerergebnis ausgewiesen. Änderungen des sonstigen Ergebnisses dieser Beteiligungsunternehmen werden im sonstigen Ergebnis des Konzerns erfasst. Wesentliche Beteiligungen, an denen die Ströer Gruppe zwischen 20 Prozent und 50 Prozent der Anteile hält, und dementsprechend einen maßgeblichen Einfluss auf das assoziierte Unternehmen ausüben kann, werden nach der at-Equity-Methode bilanziert. Danach werden die Anteile an einem assoziierten Unternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich der nach dem Erwerb eingetretenen Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens erfasst. Der Anteil des Konzerns am Gewinn oder Verlust eines assoziierten Unternehmens wird in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Hierbei handelt es sich um den den Anteilseignern des assoziierten Unternehmens zurechenbaren Gewinn nach Steuern. Sonstige Beteiligungen werden entsprechend IFRS 9 als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert. 8 WährungsumrechnungDie Jahresabschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden nach dem Konzept des IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" in die Konzernberichtswährung Euro umgerechnet. Die funktionale Währung der ausländischen Konzerngesellschaften entspricht der jeweiligen Landeswährung. Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Kurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen geführt. Aufwendungen und Erträge werden zu gewogenen Durchschnittskursen der jeweiligen Periode in Euro umgerechnet. Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Umrechnungsdifferenzen werden erst dann ergebniswirksam erfasst, wenn die entsprechende Unternehmenseinheit verkauft oder entkonsolidiert wird. Transaktionen der konsolidierten Gesellschaften in Fremdwährungen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung von zum Stichtagskurs in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden ergebniswirksam erfasst. Währungskurseffekte aus konzerninternen Darlehen werden erfolgsneutral erfasst, sofern die Darlehen die Voraussetzungen eines Net Investments im Sinne des IAS 21 erfüllen. Für die wichtigsten Fremdwährungen des Ströer Konzerns wurden folgende Währungskurse verwendet:
ERLAUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG9 UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse lassen sich wie folgt unterteilen:
Für die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Segmenten wird auf die Angaben zur Segmentberichterstattung verwiesen. Die Erlöse aus dem Verkauf von Produkten werden im Wesentlichen im Segment Direct Media erzielt und sind zeitpunktbezogen, während die Erlöse aus Dienstleistungen zeitraumbezogen realisiert werden. Die Kundenbeziehungen des Konzerns sind von kurzfristigen Auftragsvorläufen und Buchungsvergaben geprägt. Daher besteht zum Stichtag im Wesentlichen ein kurzfristiger Auftragsbestand. In den Umsatzerlösen sind Umsätze aus Gegengeschäften in Höhe von TEUR 12.861 (Vj.: TEUR 4.819) enthalten. Die offenen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Gegengeschäften betragen zum Stichtag TEUR 2.524 (Vj.: TEUR 1.419) beziehungsweise TEUR 1.855 (Vj.: TEUR 1.319). 10 UmsatzkostenDie Umsatzkosten umfassen sämtliche Kosten, die für den Verkauf von Produkten und die Erbringung von Dienstleistungen angefallen sind, und untergliedern sich wie folgt:
11 VertriebskostenDie Vertriebskosten umfassen alle verursachten Vertriebseinzel- und Vertriebsgemeinkosten. Die Vertriebskosten unterteilen sich in:
Zudem werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Vertriebskosten die nicht aktivierungsfähigen Bestandteile der Produktentwicklungskosten erfasst. Diese betrugen im Berichtsjahr TEUR 1.594 (Vj.: TEUR 1.039). 12 VerwaltungskostenDie Verwaltungskosten umfassen die Personal-, Sach- und Abschreibungsaufwendungen sämtlicher Verwaltungsbereiche, die nicht mit Technik, Vertrieb oder Produktentwicklung in Verbindung stehen. Die Verwaltungskosten setzen sich wie folgt zusammen:
13 Sonstige betriebliche ErträgeDie Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Erträge zeigt die nachfolgende Tabelle:
Die Erträge aus der Abwertung von Earn-Out Verbindlichkeiten betreffen insbesondere den Erwerb der Plakativ Media GmbH (TEUR 2.092) sowie der tubevertise GmbH (TEUR 1.910), während im Vorjahr insbesondere der Erwerb der BHI Gruppe (TEUR 5.040) betroffen war. Die Erträge aus der Entkonsolidierung von Tochterunternehmen betreffen im Vorjahr den Verkauf der ApDG Handels- und Dienstleistungsgesellschaft mbH, Ulm. Die Erträge aus der Abwertung von Earn-out Verbindlichkeiten und aus der Entkonsolidierung von Tochterunternehmen wurden bei der Ermittlung des Operational EBITDA bereinigt. 14 Sonstige betriebliche AufwendungenNachfolgend werden die sonstigen betrieblichen Aufwendungen untergliedert:
In den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Vorjahres sind Aufwendungen aus der Aufwertung von Earn-Out Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.171 enthalten. Bei der Ermittlung des Operational EBITDA wurden diese Aufwendungen bereinigt. 15 FinanzergebnisDie nachfolgende Übersicht zeigt die Zusammensetzung des Finanzergebnisses:
Die Erträge bzw. Aufwendungen aus Wechselkursdifferenzen bei Finanzinstrumenten enthalten nicht zahlungswirksame Währungsgewinne bzw. -verluste aus der Umrechnung von Darlehensbeziehungen mit Konzerngesellschaften außerhalb des Euro-Raums, die nicht die Kriterien eines Net Investment im Sinne des IAS 21 erfüllen. Lediglich die Darlehen an unsere türkische Konzerngesellschaft war bis zum Verkauf des türkischen OOH-Geschäfts als Net Investment im Sinne des IAS 21 klassifiziert. In der Folge wurden etwaige Währungseffekte aus diesen Darlehen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. 16 ErtragsteuernAls Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:
Die Veränderungen der direkt im Eigenkapital erfassten Transaktionen und der darauf entfallenden latenten Steuern sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt: 2018
2017
Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt auf Basis der in den jeweiligen Ländern gültigen Steuersätze. Sie liegen in einer Bandbreite von 9 Prozent bis 36,125 Prozent (Vj.: von 9 Prozent bis 33,99 Prozent). Latente Steuern auf Konsolidierungsvorgänge werden grundsätzlich mit dem Steuersatz von 31,72 Prozent (Vj.: 32,005 Prozent) berechnet. Er setzt sich zusammen aus dem Körperschaftsteuersatz von 15 Prozent, dem Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer von 5,5 Prozent und einem durchschnittlichen Gewerbesteuersatz von 15,895 Prozent. Sofern sich Konsolidierungsvorgänge auf eine ausländische Tochtergesellschaft beziehen, finden die jeweiligen länderspezifischen Steuersätze Anwendung. Die Steuerabgrenzungen sind folgenden Bilanzposten zuzuordnen:
Für Verlustvorträge in Höhe von TEUR 130.927 (Vj.: TEUR 95.625) wurden keine aktiven latenten Steuern gebildet. Hiervon entfallen TEUR 1 22.403 auf inländische Konzerngesellschaften und TEUR 8.524 auf ausländische Konzerngesellschaften. Die auf ausländische Konzerngesellschaften entfallenden nicht aktivierten Verlustvorträge verfallen im Wesentlichen in den nachfolgend aufgeführten Jahren:
Für Verlustvorträge in Höhe von TEUR 14.456 wurden aktive latente Steuern gebildet, obwohl die Gesellschaften, denen diese Verlustvorträge zuzuordnen sind, im aktuellen Geschäftsjahr oder im Vorjahr Verluste erzielt haben und keine ausreichenden zu versteuernden temporären Differenzen vorliegen. Auf der Basis von steuerlichen Planungsrechnungen der betroffenen Gesellschaften gehen wir allerdings davon aus, dass wir diese Verlustvorträge aufgrund entsprechend hoher zu versteuernder Einkommen in Zukunft nutzen können. Gemäß IAS 12 sind latente Steuern auf den Unterschiedsbetrag zwischen dem in der Konzernbilanz erfassten anteiligen Eigenkapital einer Tochtergesellschaft und dem Beteiligungsbuchwert für diese Tochtergesellschaft in der Steuerbilanz der Muttergesellschaft zu bilden, wenn mit der Realisierung zu rechnen ist (Outside Basis Differences). Im Konzernabschluss wurden in diesem Zusammenhang latente Steuern für die Beteiligungen gebildet, aus denen in naher Zukunft mit Ausschüttungen zu rechnen ist. Insgesamt wurden latente Steuerverbindlichkeiten auf Outside Basis Differenzen in Höhe von TEUR 346 (Vj.: TEUR 362) passiviert. Für Outside Basis Differenzen in Höhe von TEUR 50.733 (Vj.: TEUR 54.011) wurden keine latenten Steuern gebildet, da die Ströer KGaA für diese Beteiligungen den zeitlichen Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen steuern kann und sich diese temporären Differenzen wahrscheinlich künftig nicht umkehren werden. Aus der in 2018 für das Geschäftsjahr 2017 geleisteten Dividendenzahlung resultierten keine ertragsteuerlichen Konsequenzen. Für etwaige in 2019 vorgesehene Dividendenzahlungen für das Jahr 2018 sind ebenfalls keine ertragsteuerlichen Konsequenzen zu erwarten. Die Überleitung zwischen dem erwarteten Steueraufwand und dem tatsächlichen Steueraufwand zeigt die nachfolgende Übersicht:
Der Ströer Konzern hat im Jahr 2015 diverse Prozessverbesserungen und Strukturveränderungen in den rechtlichen Einheiten vorgenommen. In diesem Zusammenhang hat sich unter anderem auch eine deutliche Reduzierung der Steuerquote im Konzern ergeben. 17 Erläuterungen zum Ergebnis je Aktie
Im Jahr 2018 erhöhte sich die Anzahl der Aktien aufgrund des Aktienoptionsprogramms um 613.886 Stück (Vj.: 275.486 Stück) auf 56.1 71.871 Stück (Vj.: 55.557.985 Stück). Damit lag dem Ergebnis je Aktie in 2018 eine zeitlich gewichtete Anzahl der Aktien in Höhe von 55.877.739 Stück (Vj.: 55.318.714 Stück) zugrunde. Das Ergebnis je Aktie unterliegt einer potentiellen Verwässerung aufgrund der in den Geschäftsjahren 2013 und 2015 aufgelegten Aktienoptionsprogramme sowie aufgrund des LTI-Bestandteils "Aktienkurs". Wir verweisen auf Kapitel "26 Eigenkapital". Darüber hinaus bestand bis zur Veräußerung des türkischen OOH-Geschäfts im Oktober 2018 grundsätzlich eine potentielle Verwässerung aus an bestimmte Bedingungen gebundene Put-Optionen, die einem nicht beherrschenden Gesellschafter im Geschäftsjahr 2010 in Bezug auf seine Anteile an der türkischen Tochtergesellschaft gewährt wurden. Der Ausgleich für die Andienung dieser Anteile konnte durch Ausgabe von Aktien an der Ströer SE & Co. KGaA erfolgen. Während sich daraus in früheren Jahren ein verwässernder Effekt ergab, trat in den Jahren 2017 und 2018 kein verwässernder Effekt durch diese potentiell auszugebenden Aktien auf, da der Ausübungspreis der Optionen ungünstiger war als der Marktpreis der zugrunde liegenden Aktie. 18 Sonstige AngabenPersonalaufwandIn den Umsatz-, Verwaltungs- und Vertriebskosten sind Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 431.310 (Vj.: TEUR 260.105) enthalten. Die Anzahl der Mitarbeiter im Durchschnitt des Geschäftsjahres war wie folgt:
Die Anzahl der Mitarbeiter errechnet sich aus dem Durchschnitt der zum Ende der vier Quartale beschäftigten Mitarbeiter. Dabei wird auf die arbeitsrechtlichen Verhältnisse abgestellt; Teilzeitbeschäftigte werden voll erfasst. Nicht einbezogen werden Mitglieder der Geschäftsführung, Auszubildende, Praktikanten, Rentner und Mitarbeiter in Elternzeit. Die Gesamtzahl der Mitarbeiter nach Personen (Voll- und Teilzeitbeschäftigte) liegt im Konzern zum Stichtag 31. Dezember 2018 bei 12.514 (Vj.: 7.536). Die Differenz (828 Mitarbeiter) zur oben dargestellten durchschnittlichen Anzahl der Mitarbeiter beruht im Wesentlichen auf der Stichtagsbetrachtung zum 31. Dezember, da bei dieser Betrachtung die Anzahl der Mitarbeiter der neu erworbenen Unternehmen keiner zeitlichen Gewichtung unterliegt. Zudem beruht die Differenz auch auf der Einbeziehung von Angestellten in Elternzeit, Auszubildenden und Aushilfskräften, da diese Mitarbeiter in die oben dargestellte Angabe nach § 314 Abs. 1 Nr. 4 i.V.m. § 285 Nr. 7 HGB nicht einzubeziehen sind. AbschreibungenDie in den Umsatz-, Verwaltungs- und Vertriebskosten enthaltenen Abschreibungen sind in den Abschnitten 10 bis 12 ersichtlich. Der Anstieg der Abschreibungen um TEUR 181.376 auf TEUR 344.147 ergibt sich im Wesentlichen aus der Erstanwendung des IFRS 16 Standards (TEUR 170.903), sowie aus der Ausweitung unseres Geschäfts und aus aktivierten Entwicklungskosten. LeasingIn den Umsatz-, Vertriebs- und Verwaltungskosten waren bis zur Einführung des IFRS 16 zum 1. Januar 2018 insgesamt Aufwendungen aus Operating-Leasingverhältnissen in folgender Höhe enthalten:
WährungseffekteIm Berichtsjahr im Saldo wurden Aufwendungen aus Umrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR 843 (Vj.: TEUR 378) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, davon im Saldo ein Aufwand in Höhe von TEUR 179 (Vj.: Ertrag TEUR 408) im Finanzergebnis. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ19 Immaterielle VermögenswerteDie Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte im Berichtsjahr und im Vorjahr ist in der folgenden Tabelle dargestellt.
Aus den immateriellen Vermögenswerten wurden gemäß IFRS 5 TEUR 453 in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte umgegliedert, wobei die Umgliederung im Wesentlichen aus dem Bereich Rechte und Lizenzen resultiert. Im Berichtsjahr wurden keine wesentlichen Investitionszulagen gemäß Investitionszulagengesetz (InvZulG) als Minderung der Anschaffungskosten erfasst. Im Bereich der immateriellen Vermögenswerte (im Wesentlichen Rechte und Lizenzen) wurden TEUR 4.659 (Vj.: TEUR 3.860) außerplanmäßig wertberichtigt. Der Wertminderungsaufwand ist im Wesentlichen in den Umsatzkosten enthalten. Die Abgänge der geleisteten Anzahlungen im Vorjahr in Höhe von TEUR 12.602 betrafen im Wesentlichen aktivierte Aufwendungen im Rahmen der Neuausrichtung der IT-Landschaft im Ströer Konzern, die bereits in früheren Jahren vollständig abgeschrieben waren. Alle im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Goodwills wurden im Geschäftsjahr einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Die nachstehende Tabelle gibt eine Übersicht über die Zuordnung der Goodwills zu Zahlungsmittel generierenden Einheiten sowie die in den Werthaltigkeitstest eingeflossenen Annahmen:
Die Zahlungsmittel generierenden Einheiten Digital OOH & Content und Transactions sind aus den im Vorjahr bestehenden Zahlungsmittel generierenden Einheiten Digital Media Sales sowie Digital Content/Transactions hervorgegangen. Die Neuorganisation war notwendig geworden, um der Realität der Abhängigkeiten verschiedener Unternehmensteile in der Generierung von Mittelzuflüssen gerecht zu werden. Die Buchwerte des Goodwills zum 31. Dezember 2017 wurden auf Basis der relativen Zeitwerte zum Änderungszeitpunkt angepasst. Der erzielbare Betrag der Zahlungsmittel generierenden Einheiten wird auf Basis von Cash-Flow-Prognosen mit Stichtag zum 30. September jeden Jahres ermittelt, die auf von der Unternehmensleitung genehmigten Finanzplänen basieren. Für Ströer Deutschland und Ströer Polen ist im Wesentlichen die vertriebliche Ansprache neuer regionaler Kundengruppen sowie die Umstellung des Produktmixes hin zu höherwertigen Werbeträgern und die gezielte Ergänzung des Produktangebotes für die Entwicklung der EBITDA-Wachstumsraten verantwortlich. In den Zahlungsmittel generierenden Einheiten Digital OOH & Content und Transactions ist die Ausnutzung eines robusten Marktwachstums - unterstützt durch Ausnutzung neuer Produktformate und Technologien - Kerntreiber des EBITDA-Wachstums. Im Bereich Dialog Marketing wird das EBITDA-Wachstum durch gezielte Investitionen in die Ausweitung des Geschäfts getrieben. Dabei wird auf Grundlage detaillierter Planungen hinsichtlich der zukünftig erwarteten Marktannahmen, Erlöse und Aufwendungen zunächst die Plangröße EBITDA bestimmt. Das projizierte Wachstum des im Detailplanungszeitraum erwarteten EBITDA steht in engem Zusammenhang mit den Erwartungen hinsichtlich der voraussichtlichen Werbeinvestitionen der werbungtreibenden Wirtschaft, der weiteren Entwicklung der Konkurrenzsituation, den Aussichten für innovative Werbeformate, den lokalen Inflationsraten, den jeweiligen Aussichten für die Außenwerbebranche sowie den von Ströer geplanten Erweiterungsinvestitionen im jeweiligen Segment. Diese Erwartungen leiten sich im Wesentlichen aus öffentlich zugänglichen Marktdaten ab. Aus diesen Erwartungen ergeben sich für die einzelnen Zahlungsmittel generierenden Einheiten jeweils durchschnittliche EBITDA-Wachstumsraten, die je nach Marktumfeld im mittleren einstelligen (Ströer Deutschland, Ströer Polen, BlowUP-Gruppe, Digital OOH & Content, Dialog Marketing) oder im niedrigen zweistelligen Prozentbereich liegen (Transactions). Die EBITDA-Plangröße wird in einem zweiten Schritt unter Hinzuziehung der geplanten Investitionen und Working-Capital-Veränderungen in einen Plan-Cash-Flow transformiert. Anschließend werden die Detailplanungen zu Finanzplänen aggregiert und von der Unternehmensleitung verabschiedet. Sie spiegeln die Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung im Planungszeitraum wider. Für Zwecke der Überprüfung der Goodwills auf ihre Werthaltigkeit wurde der beizulegende Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten als erzielbarer Betrag bestimmt (Fair Value Hierarchie 3). Der für die Cash-Flow-Prognose verwendete Abzinsungssatz wurde unter Heranziehung von Marktdaten und Kennziffern der PeerGroup ermittelt und ist abhängig von dem wirtschaftlichen Umfeld, in dem die Cash-Flows generiert werden. So wurden für Zahlungsmittel generierende ausländische Einheiten gesonderte Zinssätze auf Basis der lokalen Besonderheiten berechnet. Die Bestimmung der Wachstumsrate der ewigen Rente erfolgt auf Basis der langfristigen konjunkturellen Erwartungen sowie der Erwartungen hinsichtlich der Inflationsentwicklung in den jeweiligen Märkten. Zur Ermittlung dieser Wachstumsraten werden Informationen von Zentralbanken, Wirtschaftsforschungsinstituten und offiziellen Stellungnahmen der jeweiligen Regierungen herangezogen und ausgewertet. Im Rahmen einer Szenarioanalyse untersuchen wir grundsätzlich für jede nicht wertgeminderte Zahlungsmittel generierende Einheit den Einfluss wesentlicher Parameter auf den Impairmentbedarf. Hierbei wird jeweils auf den Unterschiedsbetrag zwischen erzielbarem Betrag und Buchwert abgestellt. Da für alle Zahlungsmittel generierenden Einheiten der Unterschiedsbetrag zwischen erzielbarem Betrag und Buchwert ausreichend hoch ist, konnten die Szenarioanalysen im Berichtsjahr unterbleiben. 20 SachanlagenDie Entwicklung der Sachanlagen ist dem folgenden Anlagespiegel zu entnehmen.
Für weitere Details zu Sachanlagen (Finanzierungsleasing - IFRS 16) verweisen wir auf den Abschnitt 35 des Anhangs. Aus den Sachanlagen wurden gemäß IFRS 5 TEUR 853 in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte umgegliedert, wobei die Umgliederung im Wesentlichen aus dem Bereich Sachanlagen (Finanzierungsleasing) resultiert. Die anderen Anlagen beinhalten vor allem Werbeträger (Restbuchwert Berichtsjahr: TEUR 172.228; Vj.: TEUR 177.796). Im Geschäftsjahr wurden Investitionszulagen gemäß Investitionszulagengesetz (InvZulG) in Höhe von TEUR 287 (Vj.: TEUR 435) als Minderung der Anschaffungskosten erfasst. Als Erträge aus Schadenersatz für die Beschädigung oder Zerstörung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens wurden TEUR 334 (Vj.: TEUR 573) erfasst. Zudem wurden im Bereich der Sachanlagen (im Wesentlichen andere Anlagen) TEUR 3.021 (Vj.: TEUR 2.297) außerplanmäßig wertberichtigt. Der Wertminderungsaufwand ist im Wesentlichen in den Umsatzkosten enthalten. 21 Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:
Die pauschalierten Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:
Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen wurden zum Stichtag Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Bruttorechnungsbetrag in Höhe von TEUR 10.383 (Vj.: TEUR 17.913) wertberichtigt. Nach Abzug der Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 4.341 (Vj.: TEUR 8.901) beträgt der Buchwert dieser Forderungen zum Stichtag TEUR 6.042 (Vj.: TEUR 9.012). Im Rahmen der Bildung der pauschalierten Wertberichtigungen wurden erwartete Verluste auf Basis historischer Ausfallraten von überfälligen Forderungen berücksichtigt. Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der überfälligen-Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
22 Sonstige finanzielle und nichtfinanzielle VermögenswerteEine Aufteilung der langfristigen sonstigen finanziellen und nichtfinanziellen Vermögenswerte zeigt die nachfolgende Übersicht:
Die anderen langfristigen sonstigen (nichtfinanziellen) Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen die aktivisch abgegrenzten Transaktionskosten, die über die Laufzeit der Kreditfazilität amortisiert werden. Die kurzfristigen sonstigen finanziellen und nichtfinanziellen Vermögenswerte setzen sich folgendermaßen zusammen:
Die Wertberichtigungen auf sonstige finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, haben sich wie folgt entwickelt:
Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen wurden zum Stichtag finanzielle Vermögenswerte mit einem Nominalbetrag in Höhe von TEUR 2.327 (Vj.: TEUR 3.163) wertberichtigt. Nach Abzug der Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 2.154 (Vj.: TEUR 2.714) beträgt der Buchwert dieser Forderungen zum Stichtag TEUR 173 (Vj.: TEUR 449). Die folgende Tabelle zeigt den Buchwert der überfälligen finanziellen Vermögenswerte, die noch nicht wertgemindert wurden.
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte werden zum Abschlussstichtag keine Verluste erwartet. 23 Vorräte
Die als Aufwand in der Berichtsperiode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Vorräte betragen TEUR 8.848 (Vj.: TEUR 14.134). Die Summe der aufwandswirksam erfassten Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Vorräte umfasst Abschreibungen auf den Nettoveräußerungspreis in Höhe von TEUR 415 (Vj.: TEUR 802). 24 Zahlungsmittel
In den Bankguthaben sind Tages- und Termingelder in Höhe von TEUR 2.217 (Vj.: TEUR 5.286) enthalten. Die erzielten Zinssätze bewegen sich wie im Vorjahr um 0,00 Prozent. In den Bankguthaben sind Beträge in Höhe von TEUR 583 (Vj.: TEUR 432) enthalten, die zum Bilanzstichtag einer kurzfristigen Verfügungsbeschränkung unterliegen. 25 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und damit in Zusammenhang stehende VerbindlichkeitenZum Bilanzstichtag weißt der Ströer Konzern zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte i.H.v. TEUR 14.957 und Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten i.H.v. TEUR 9.333 aus. Hintergrund dieses gesonderten Ausweises ist die geplante Veräußerung von zwei kleineren Konzernunternehmen: Im Segment Digital OOH & Content wurde die Ströer Mobile Performance GmbH am 25. Januar 2019 für EUR 1,00 veräußert. Im Geschäftsfeld Direct Media wurde die Foodist GmbH als zur Veräußerung gehalten eingestuft. Ziel der Veräußerungen ist eine Bereinigung des Konzernportfolios. 26 EigenkapitalDie Entwicklung der einzelnen Bestandteile des Eigenkapitals im Berichtsjahr und im Vorjahr ergibt sich aus der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung. Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2018 im Rahmen der Ausübung von Aktienoptionen um 613.886 Aktien auf 56.171.871 Aktien erhöht. Damit ist das gezeichnete Kapital zum 31. Dezember 2018 in 56.171.871 voll eingezahlte auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1 eingeteilt. Die nachfolgenden Angaben sind im Wesentlichen der Satzung der Ströer SE & Co. KGaA entnommen. Genehmigtes Kapital 2014Das Genehmigte Kapital 2014 wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Juni 2014 in Höhe von EUR 18.938.495 geschaffen. Nachdem das Genehmigte Kapital 2014 am 2. November 2015 teilweise in Höhe von EUR 6.412.715 im Wege einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage ausgeübt wurde, beträgt das Genehmigte Kapital 2014 noch EUR 12.525.780. Die persönlich haftende Gesellschafterin ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 17. Juni 2019 einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 12.525.780,00 (in Worten: zwölf Millionen fünfhundertfünfundzwanzigtausendsiebenhundertachtzig Euro) durch Ausgabe von bis zu 12.525.780 (in Worten: zwölf Millionen fünfhundertfünfundzwanzigtausendsiebenhundertachtzig) neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2014), jedoch höchstens bis zu dem Betrag und der Anzahl von Aktien, in dessen bzw. deren Höhe im Zeitpunkt des Wirksamwerdens des Formwechsels der Ströer SE in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien gemäß Umwandlungsbeschluss vom 25. September 2015 das genehmigte Kapital gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung der Ströer SE noch vorhanden ist. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Das gesetzliche Bezugsrecht kann auch in der Weise gewährt werden, dass die neuen Aktien von einem Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 S. 1 oder nach § 53b Abs. 1 S. 1, Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären mittelbar im Sinne von § 186 Abs. 5 AktG zum Bezug anzubieten. Die persönlich haftende Gesellschafterin ist jedoch ermächtigt, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats für eine oder mehrere Kapitalerhöhungen im Rahmen des Genehmigten Kapitals auszuschließen, (i) um Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen; (ii) wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erfolgt, insbesondere - aber ohne Beschränkung hierauf - zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen; (iii) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenkurs der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 S. 4 AktG unterschreitet und der auf die nach dieser Ziffer (iii) unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 S. 4 AktG ausgegebenen neuen Aktien entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreitet, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung noch im Zeitpunkt ihrer Ausübung. Auf diesen Höchstbetrag ist der anteilige Betrag des Grundkapitals anzurechnen, der auf neue oder eigene Aktien entfällt, die seit dem 18. Juni 2014 unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 S. 4 AktG ausgegeben oder veräußert worden sind, sowie der anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf Aktien entfällt, auf die sich Options- und/oder Wandlungsrechte bzw. -pflichten aus Schuldverschreibungen oder Genussrechten beziehen, die seit dem 18. Juni 2014 in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 S. 4 AktG ausgegeben worden sind; und/oder (iv) soweit dies erforderlich ist, um Inhabern von Optionsscheinen oder Gläubigern von Wandelschuldverschreibungen oder Genussrechten mit Wandlungs- oder Optionsrecht, die von der Gesellschaft oder von ihr abhängigen oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehenden Unternehmen ausgegeben werden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung der Options- oder Wandlungsrechte oder nach Erfüllung der Wandlungspflicht zustünde. Über den weiteren Inhalt der Aktienrechte, den Ausgabebetrag, das für die neuen Aktien zu zahlende Entgelt und die sonstigen Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet die persönlich haftende Gesellschafterin mit Zustimmung des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals aus dem Genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist vorzunehmen. Bedingtes Kapital 2013Das Grundkapital ist um bis zu EUR 2.274.700,00 durch Ausgabe von bis zu 2.274.700 auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013). Diese bedingte Kapitalerhöhung gilt jedoch höchstens bis zu dem Betrag und der Anzahl von Aktien, in dessen bzw. deren Höhe im Zeitpunkt des Wirksamwerdens des Formwechsels der Ströer SE in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien gemäß Umwandlungsbeschluss vom 25. September 2015 die bedingte Kapitalerhöhung gemäß § 6A Abs.1 der Satzung der Ströer SE noch nicht durchgeführt ist. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Rechten an die Inhaber von Aktienoptionsrechten aus dem Aktienoptionsprogramm 2013, zu deren Ausgabe der Vorstand mit Beschluss der Hauptversammlung vom 8. August 2013 ermächtigt wurde. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Aktienoptionsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 8. August 2013 und unter Berücksichtigung des Umwandlungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 25. September gewährt wurden, diese Aktienoptionsrechte ausüben und die Gesellschaft die Aktienoptionsrechte nicht durch Barzahlung erfüllt. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an am Gewinn teil, für das zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist. Die persönlich haftende Gesellschafterin ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen, es sei denn, es sollen Aktienoptionsrechte und Aktien an Mitglieder des Vorstands der persönlich haftenden Gesellschafterin ausgegeben werden; in diesem Fall legt der Aufsichtsrat die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung fest. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus dem Bedingten Kapital 2013 zu ändern. Bedingtes Kapital 2015Das Grundkapital ist um bis zu EUR 2.123.445,00 durch Ausgabe von bis zu Stück 2.123.445 auf den Inhaberlautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2015). Diese bedingte Kapitalerhöhung gilt jedoch höchstens bis zu dem Betrag und der Anzahl von Aktien, in dessen bzw. deren Höhe im Zeitpunkt des Wirksamwerdens des Formwechsels der Ströer SE in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien gemäß Umwandlungsbeschluss vom 25. September 2015 die bedingte Kapitalerhöhung gemäß § 6B Abs. 1 der Satzung der Ströer SE noch nicht durchgeführt ist. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Rechten an die Inhaber von Aktienoptionsrechten aus dem Aktienoptionsprogramm 2015, zu deren Ausgabe der Vorstand mit Beschluss der Hauptversammlung vom 25. September 2015 ermächtigt wurde. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Aktienoptionsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 25. September 2015 gewährt wurden, diese Aktienoptionsrechte ausüben und die Gesellschaft die Aktienoptionsrechte nicht durch Barzahlung erfüllt. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an am Gewinn teil, für das zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist. Die persönlich haftende Gesellschafterin wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen, es sei denn, es sollen Aktienoptionsrechte und Aktien an Mitglieder des Vorstands der persönlich haftenden Gesellschafterin ausgegeben werden; in diesem Fall legt der Aufsichtsrat die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung fest. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus dem Bedingten Kapital 2015 zu ändern. Bedingtes Kapital 2016Durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 14. Juni 2017 wurde das Bedingte Kapital 2016 in Höhe von EUR 11.056.400,00 mit Wirkung auf die Eintragung des neuen Bedingten Kapitals 2017 in das Handelsregister der Gesellschaft aufgehoben. Die entsprechende Handelsregistereintragung erfolgte am 10. August 2017. Bedingtes Kapital 2017Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 1 1.056.400,00 durch Ausgabe von bis zu 11.056.400 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2017). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 14. Juni 2017 unter Tagesordnungspunkt 9 beschlossenen Ermächtigung von der Gesellschaft oder von einem Beteiligungsunternehmen begeben werden. Die Ausgabe der neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Wandlungs- oder Optionspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch gemacht wird oder wie die zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubiger ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder neue Aktien aus einer Nutzung eines genehmigten Kapitals zur Bedienung eingesetzt werden. Die neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Options- bzw. Wandlungsrechten oder durch die Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Die persönlich haftende Gesellschafterin ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage des Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2018 von TEUR 728.384 um TEUR 7.157 auf TEUR 735.541 erhöht. Dieser Anstieg betrifft die in den Jahren 2013 und 2015 aufgelegten Aktienoptionsprogramme. GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen umfassen in der Vergangenheit erzielte und nicht ausgeschüttete Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 30. Mai 2018 wurden TEUR 72.545 (EUR 1,30 je dividendenberechtigter Stückaktie) als Dividende ausgeschüttet und TEUR 9.451 aus dem Bilanzgewinn 2017 auf neue Rechnung vorgetragen. Kumuliertes übriges KonzernergebnisIm kumulierten übrigen Konzernergebnis werden Differenzen aus der Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen ausländischer Tochterunternehmen sowie die Effekte aus der Bewertung von in Sicherungsbeziehungen stehenden derivativen Finanzinstrumenten nach Verrechnung der auf sie entfallenden latenten Steuern erfasst. In dem Betrag sind zudem auch die aus der Umrechnung der als Net Investment designierten Darlehen der Ströer SE & Co. KGaA an ihre ausländischen Konzerngesellschaften hervorgegangenen Umrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR 7.972 (Aufwand) (Vj.: TEUR 4.399 (Aufwand)) enthalten, die das Konzernergebnis (inklusive latenter Steuern) somit nicht beeinflusst haben. Darüber hinaus wurden im Rahmen der Veräußerung des türkischen OOH-Geschäfts im Oktober 2018 aufgelaufene Währungskursverluste in Höhe von TEUR 94.613, die bisher erfolgsneutral erfasst worden waren, aufwandswirksam im Ergebnis aus nicht-fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Die erfolgsneutral verrechneten latenten Steuerverbindlichkeiten auf Bewertungsergebnisse von in Sicherungsbeziehungen stehenden derivativen Finanzinstrumenten belaufen sich auf insgesamt TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0), da zurzeit keine Sicherungsbeziehungen bestehen. Anteile ohne beherrschenden EinflussDie Anteile ohne beherrschenden Einfluss umfassen die Fremdanteile am konsolidierten Eigenkapital der einbezogenen Gesellschaften. Verpflichtung zum Erwerb eigener EK-InstrumenteDie Gesellschaft hat nicht beherrschenden Gesellschaftern von Tochterunternehmen Put-Optionen gewährt, die bei Eintritt vertraglich bestimmter Bedingungen zu einer Kaufverpflichtung für den nicht beherrschenden Anteil führen. Wir stellen diese Optionen entsprechend unserer Ausführungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden als fiktiven Erwerb am Stichtag dar. Für die Verpflichtungen sind Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 75.418 (Vj.: TEUR 96.506) dotiert worden. GewinnverwendungDie Gewinnverwendung bestimmt sich nach den handels- und aktienrechtlichen Vorschriften, die der Ermittlung des Bilanzgewinns der Ströer SE & Co. KGaA zugrunde liegen. Im Geschäftsjahr 2018 weist der Jahresabschluss der Ströer SE & Co. KGaA einen Jahresüberschuss von TEUR 644.009 (Vj.: TEUR 36.317) aus. KapitalmanagementDas Kapitalmanagement der Ströer Gruppe ist darauf ausgelegt, die Fortführung und das Wachstum des Unternehmens sicherzustellen sowie die Attraktivität für Kapitalgeber und Marktteilnehmer zu erhalten und auszubauen. Um dies zu gewährleisten, wird seitens des Vorstands die Fremdkapitalhöhe und -struktur fortlaufend überwacht. Das in das generelle Kapitalmanagement einbezogene Fremdkapital setzt sich zusammen aus Finanzverbindlichkeiten und den sonstigen Verbindlichkeiten wie sie in der Konzernbilanz ausgewiesen werden. Im Rahmen der Konzernfinanzierung durch Bankdarlehen orientiert sich der Ströer Konzern an einer externen Steuerungsgröße in Form des maximal erlaubten Verschuldungsgrades. Wichtiger Bestandteil der internen Steuerung sind die Planung und laufende Überwachung des bereinigten operativen Ergebnisses (Operational EBITDA), da es über den Verschuldungsgrad in die Bestimmung der anzuwendenden Kreditmarge einfließt. Dieser dynamische Verschuldungsgrad ist definiert als Nettoverschuldung im Verhältnis zum operativen Ergebnis vor Zinsen und Abschreibung (Operational EBITDA). Die relevante Steuerungsgröße wird dem Vorstand im Rahmen regelmäßiger Reportings zur Beurteilung vorgelegt. Der zulässige Nettoverschuldungsgrad wurde zum Stichtag ebenso wie im Vorjahr komfortabel eingehalten. Siehe zum Operational EBITDA auch den Abschnitt "Überleitung: Operational EBITDA" im Kapitel "Grundlagen und Strategie des Ströer Konzerns" des zusammengefassten Lageberichts. Darüber hinaus überwacht der Vorstand die Eigenkapitalquote des Konzerns. Hierbei entspricht das der Berechnung der Eigenkapitalquote zugrundegelegte Eigenkapital dem in der Bilanz ausgewiesenen Eigenkapital unter Einschluss der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter. Zusätzlich erfolgt die Überwachung des Eigenkapitals auf Ebene der jeweiligen Einzelgesellschaften im Rahmen der Überwachung der Einhaltung der Mindestkapitalanforderungen zur Vermeidung von insolvenzrechtlichen Konsequenzen. Das in diesem Zusammenhang überwachte Eigenkapital entspricht dem nach landesrechtlichen Vorschriften ausgewiesenen Eigenkapital. Es gab keine sonstigen Veränderungen der Kapitalmanagementstrategie im Vergleich zum Vorjahr. 27 Pensionsrückstellungen und ähnliche VerpflichtungenBei den wesentlichen existierenden Pensionsplänen handelt es sich um leistungsorientierte Pensionszusagen im Inland, bei denen die Pensionsverpflichtung von den Bezügen des jeweiligen Mitarbeiters bei Renteneintritt abhängig ist oder auf der Zusage eines festen Betrages beruht. Da die versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste sofort bei ihrer Entstehung erfolgsneutral erfasst werden, entspricht der Anwartschaftsbarwert der Pensionszusagen und pensionsähnlichen Verpflichtungen abzüglich des vorhandenen Planvermögens der in der Bilanz ausgewiesenen Pensionsrückstellung. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen leiten sich wie folgt ab:
Im Berichtsjahr sind erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Verluste in Höhe von TEUR 916 zu verzeichnen (Vj.: TEUR 385). Diese Entwicklung beruht im Wesentlichen auf den im Vergleich zum Vorjahr veränderten demografischen Annahmen. Plankürzungen sind im laufenden Geschäftsjahr nicht zu verzeichnen. Es wurden Sensitivitäten mit einem halben Prozentpunkt über und unter dem verwendeten Zinssatz gerechnet. Eine Veränderung des Zinssatzes um +0,5 Prozentpunkte würde sich zum Bilanzstichtag mit TEUR -2.435 (Vj.: TEUR -2.428) auf die Anwartschaftsbarwerte auswirken; eine Veränderung um -0,5 Prozentpunkte mit TEUR +2.679 (Vj.: TEUR +2.692). Neben der Veränderung des Zinssatzes wurde der Rententrend als wesentlicher Einflussparameter auf den Anwartschaftsbarwert identifiziert. Eine Veränderung des Rententrends um +0,5 Prozentpunkte würde sich zum Bilanzstichtag mit TEUR +1.163 (Vj.: TEUR +1.211) auf die Anwartschaftsbarwerte auswirken; eine Veränderung um -0,5 Prozentpunkte mit TEUR -1.078 (Vj.: TEUR -1.121). Der Ermittlung des Barwerts der Versorgungsansprüche lagen die nachfolgend aufgeführten Prämissen zugrunde:
In der folgenden Tabelle werden die Bestandteile der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für Versorgungsleistungen dargestellt:
Der Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtungen wird im Zinsergebnis, der Dienstzeitaufwand im Personalaufwand ausgewiesen. Die versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste werden sofort erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die kumulierten, direkt im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne (+) und Verluste (-) betragen nach Steuern zum Stichtag TEUR -5.002 (Vj.: TEUR -4.557). Die Anwartschaftsbarwerte sowie die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste setzen sich wie folgt zusammen:
28 Sonstige RückstellungenDie Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
In den Rückstellungen im Personalbereich sind Tantiemen und Prämien an Vorstand und Mitarbeiter sowie Verpflichtungen aus Abfindungszahlungen enthalten. Der Berechnung der Rückstellung für Abbauverpflichtungen liegen die voraussichtlich anfallenden Abbaukosten zugrunde. Die Abzinsung der Rückstellung erfolgte mit einem Zinssatz von 0,57 Prozent (Vj.: 0,87 Prozent). In der Zuführung sind versicherungsmathematische Gewinne in Höhe von TEUR 319 enthalten. 29 FinanzverbindlichkeitenDie langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing beruht auf der Einführung des neuen Leasingstandards IFRS 16, in dessen Rahmen eine große Anzahl von Werberechtsverträgen erstmals als Finanzverbindlichkeit zu erfassen waren. Wir verweisen auf unsere Ausführungen in Abschnitt 35 des Anhangs. Die Ströer SE & Co. KGaA hat im Juni 2016 ein Schuldscheindarlehen in einem Volumen von 145,0 Millionen Euro am Kapitalmarkt platziert. Das Darlehen besteht aus mehreren Tranchen, die eine Laufzeit von fünf bzw. sieben Jahren haben. Dabei erfolgt die Verzinsung in einem Volumen von 131,0 Millionen Euro mit einer variablen Marge auf den EURIBOR, die sich in einer Bandbreite zwischen 100bp und 110bp bewegt. Die übrigen 14,0 Millionen Euro unterliegen einer fixen Verzinsung, die einer Bandbreite zwischen 100bp und 130bp liegt. Des Weiteren hat die Ströer SE & Co. KGaA im Dezember 2016 mit einem Bankensyndikat aus ausgewählten in- und ausländischen Finanzinstitutionen eine neue Kreditfazilität in Höhe von 600,0 Millionen Euro vereinbart, wobei das Volumen bei Bedarf um weitere 100,0 Millionen Euro ausgeweitet werden kann. Durch diesen neuen Vertrag wurde die bisherige Fazilität abgelöst. Die Laufzeit der neuen Finanzierung belief sich ursprünglich auf fünf Jahre bis zum Dezember 2021, wobei zum Ende des ersten und des zweiten Jahres die Möglichkeit einer Verlängerung um jeweils ein weiteres Jahr bestand. Beide Verlängerungen wurden in Anspruch genommen, sodass die Finanzierung der Gruppe nunmehr bis zum Dezember 2023 gesichert ist. Das gesamte Volumen in Höhe von 600,0 Millionen Euro ist als flexible Revolving Facility ausgestaltet. Die Kreditlinie wird mit einer variablen Marge auf den EURIBOR verzinst, die sich in Abhängigkeit vom Verschuldungsgrad in einer Bandbreite von 65bp bis 160bp bewegt. Schließlich hat die Ströer SE & Co. KGaA im Oktober 2017 ein weiteres Schuldscheindarlehen in einem Volumen von 350,0 Millionen Euro am Kapitalmarkt platziert. Die Laufzeit der einzelnen Tranchen beträgt im Wesentlichen fünf bzw. sieben Jahre. Die Verzinsung erfolgt in einem Volumen von 157,0 Millionen Euro mit einer variablen Marge auf den EURIBOR, die zwischen 65bp und 90bp liegt. Die übrigen 193,0 Millionen Euro unterliegen einer fixen Verzinsung, die sich in einer Bandbreite von 65bp bis 140bp bewegt. Im Jahr 2018 sind keine weiteren Transaktionen abgeschlossen worden. Für den Neuabschluss der Finanzierung im Jahr 2017 waren Transaktionskosten von insgesamt TEUR 755 angefallen, die ebenso wie die Transaktionskosten aus früheren Finanzierungen über die jeweilige Darlehenslaufzeit abgegrenzt werden. Wir verweisen hierzu auf Abschnitt 22. Bei dem Rückgang der langfristigen Verpflichtungen zum Erwerb eigener EK-Instrumente handelt es sich im Wesentlichen um eine Verschiebung zwischen den langfristigen und den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Hinsichtlich des Anstiegs der kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing und des Anstiegs der Verpflichtung zum Erwerb eigener EK-Instrumente verweisen wir auf unsere Ausführungen in den langfristigen Finanzverbindlichkeiten. In den Sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sind unter anderem die Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Gesellschaftern in Höhe von TEUR 9.616 (Vj.: TEUR 5.333) enthalten, die als Ausgleichsanspruch im Rahmen von Ergebnisabführungsverträgen zu bilanzieren waren. Zu den Verbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben verweisen wir auf Abschnitt 6. 30 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
31 Sonstige VerbindlichkeitenDie kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN32 Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung wird gemäß IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" aufgestellt und zeigt die Mittelzu- und -abflüsse im Laufe des Geschäftsjahres, gegliedert nach den Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Die Darstellung der Zahlungsströme aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt mittels der indirekten Methode, indem entsprechend der Vorgaben des IAS 7 das Periodenergebnis um nicht zahlungswirksame Vorgänge korrigiert wird. Darüber hinaus werden Sachverhalte eliminiert, die dem Cash-Flow aus Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzurechnen sind. Ausgangspunkt des Cash-Flows aus laufender Geschäftstätigkeit ist das Konzernergebnis, von dem dann in einem zweiten Schritt das Finanzergebnis und das Steuerergebnis abgezogen werden. In den Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit gehen unter anderem auch die Einzahlungen aus Ausschüttungen der assoziierten Unternehmen und der Gemeinschaftsunternehmen ein. Darüber hinaus sind im Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit jedoch wie im Vorjahr keine sonstigen Dividendeneinnahmen enthalten. Neben den im Cash-Flow aus Investitionstätigkeit enthaltenen Beträgen sind gemäß IAS 7.43 auch Transaktionen anzugeben, die einerseits zwar als nicht zahlungswirksam einzustufen sind, jedoch andererseits zu einer Erhöhung des Anlagevermögens geführt haben. Hierzu zählen im weiteren Sinne gemäß IAS 7.44 a) auch Sachverhalte des Finanzierungsleasings und damit sämtliche Transaktionen, die unter IFRS 16 fallen. Wir verweisen hierzu auf unsere Ausführungen in Abschnitt 20 und Abschnitt 35. Im Vorjahr waren keine wesentlichen Transaktionen angefallen, die als Finanzierungsleasing unter dem bisherigen IAS 17 einzustufen waren. Der Finanzmittelfonds umfasst die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel. Die Zahlungsmittel setzen sich aus den Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen. Die nachfolgende Tabelle stellt die zahlungswirksamen und zahlungsunwirksamen Veränderungen der Finanzverbindlichkeiten dar:
33 SegmentberichterstattungBerichterstattung nach operativen SegmentenDer Ströer Konzern hat sein Geschäft zum 1. Januar 2018 in drei neue Segmente gebündelt, die in enger Abstimmung mit der Konzern-Holdinggesellschaft Ströer SE & Co. KGaA operativ eigenständig am Markt tätig sind. In diesem Zusammenhang wurden einerseits die bisherigen Segmente OOH Deutschland und OOH International zu einem neuen Segment Out-of-Home Media zusammengefasst. Gleichzeitig wurde das bisherige Segment Ströer Digital in die beiden neuen Segmente Digital OOH & Content und Direct Media aufgeteilt. Während dem Segment Out-of-Home Media die Produktgruppen Großformate, Street Furniture, Transport sowie sonstige OOH-Produkte zugeordnet sind, umfasst das Segment Digital OOH & Content die Bereiche Display und Video sowie die Digital Marketing Services. Das Segment Direct Media beinhaltet schließlich die Produktgruppen Dialog Marketing und Transactional. Durch diese neue Segmentierung wird der weiteren Expansion im Digital-Geschäft der Ströer Gruppe Rechnung getragen. Zudem verzichtet der Ströer Konzern seit dem 1. Januar 2018 auf die quotale Konsolidierung seiner vier Gemeinschaftsunternehmen im Rahmen der Segmentberichterstattung, sodass die daraus resultierende Überleitungsposition "Bereinigung IFRS 11" entfällt. Durch diese Angleichung der internen an die externe Berichterstattung werden die vier im Ströer Konzern bestehenden Gemeinschaftsunternehmen nun auch intern at-Equity und nicht mehr quotal zu 50 Prozent einbezogen. 2018
2017
OOH MediaDas Segment OOH Media umfasst das gesamte inländische Geschäft des Konzerns in den Bereichen Großformate, Street Furniture, Transport und Sonstige. Außerdem umfasst das Segment die gesamten Tätigkeiten der Bereiche Ströer Polen und Riesenpostergeschäft blowUP. Digital OOH & ContentDas Segment Digital OOH & Content umfasst das gesamte Geschäft des Konzerns in den Bereichen Display, Video und Digital Marketing Services. Direct MediaDieses Segment umfasst die gesamten Tätigkeiten der Bereiche Dialog Marketing und Transactional. Die interne Steuerung und Berichterstattung basiert auf den im Abschnitt 1 "Allgemeine Informationen" beschriebenen Grundsätzen der Rechnungslegung nach IFRS. Erlöse zwischen den Segmenten werden zu Preisen berechnet, wie sie auch mit Konzernfremden vereinbart würden. Im Bereich der Umsatzerlöse beinhaltet die Überleitung der Umsatzerlöse aller Segmente zu den Umsatzerlösen des Konzerns ausschließlich Konsolidierungseffekte. Der Konzern misst den Erfolg seiner Segmente anhand der intern definierten Ergebnisgröße Operational EBITDA. Diese Größe stellt aus Sicht des Vorstandes die am besten geeignete Information zur Beurteilung der wirtschaftlichen Leistung der einzelnen Segmente dar. Die Segmentergebnisgröße Operational EBITDA setzt sich zusammen aus dem Bruttoergebnis vom Umsatz, den Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie dem sonstigen betrieblichen Ergebnis (Sonstige betriebliche Erträge abzüglich sonstige betriebliche Aufwendungen) jeweils vor Abschreibungen und Wertminderungen. Die Segmentergebnisgröße wird um bestimmte Bereinigungseffekte angepasst. Berichterstattung nach geografischen GebietenDie Zurechnung der Umsätze und der langfristigen Vermögenswerte erfolgt nach dem Standortprinzip (d. h. geografischer Standort des umsatzgenerierenden Ströer Unternehmens). 2018
2017
Berichterstattung nach ProduktgruppenDer Konzern hat auf Basis der von ihm angebotenen Produkte und Dienstleistungen insgesamt neun Produktgruppen definiert. Im Zuge der Anpassung ihrer Segmentierung hat die Ströer Gruppe auch ihre Berichterstattung nach Produktgruppen der aktuellen Steuerungslogik angepasst. Die Erlöse wurden um die Produktgruppen Digital Marketing Services (Digital OOH & Content) sowie Dialog Marketing (Direct Media) erweitert. 2018
2017
GroßformateIn der Produktgruppe Großformate werden die überwiegend großformatigen Werbeträger mit Werbeflächen bis zu neun Quadratmetern und größer zusammengefasst, die sich in erster Linie an prominenten Standorten (zum Beispiel Ein- und Ausfallstraßen, Plätzen und öffentlichen Gebäuden) befinden. Darüber hinaus werden die Produkte des Riesenpostergeschäfts in dieser Produktgruppe zusammengefasst. Street FurnitureDie Produktgruppe Street Furniture umfasst vorwiegend standardisierte kleinformatige Werbeträger bis zu 2 Quadratmeter, die sich in das städtische Umfeld einfügen. TransportDie in dieser Produktgruppe zusammengefassten Werbeträger beinhalten die Werbung an bzw. in Verkehrsmitteln sowie speziell auf Flughäfen und Bahnhöfen eingesetzte Produktlösungen. DisplayDie Produktgruppe Display umfasst sämtliche Erlöse aus der Vermarktung und Vermittlung von Werbeflächen auf Desktops und mobilen Endgeräten. VideoIn dieser Produktgruppe werden alle Erlöse aus der Vermarktung und Vermittlung von Video-Werbeflächen ausgewiesen. Hierzu zählt neben dem Online-Video-Inventar auch das Public-Video-Inventar. Digital Marketing ServicesIn dieser Produktgruppe werden alle Erlöse aus Abonnement-Modellen sowie aus lokaler Vermarktung digitaler Produkte zusammengefasst. Dialog MarketingDie Produktgruppe Dialog Marketing umfasst sämtliche Erlöse aus den Bereichen Telesales, Telemarketing und vertriebsorientiertem Außendienst (Dienstleistungen in der Kundenkommunikation). TransactionalDiese Produktgruppe allokiert sämtliche Erlöse aus dem E-Commerce-Geschäft. SonstigeIn dieser Produktgruppe werden insbesondere alle Erlöse zusammengefasst, die aus Promotion- und Eventmedien sowie der Produktion bzw. Beschaffung von Werbemitteln im Rahmen des Full-Service-Angebots für Kunden resultieren. Während die Umsätze in der Produktgruppe "Transactional" zeitpunktbezogen erfasst werden, werden die Umsatzerlöse der übrigen Produktgruppen im Wesentlichen zeitraumbezogen realisiert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden mit keinem Endkunden Umsatzerlöse von mindestens 10 Prozent der gesamten Umsatzerlöse erzielt. 34 Sonstige Erläuterungen nach IFRS 7 und IFRS 13 zum Finanzrisikomanagement und zu den FinanzinstrumentenFinanzrisikomanagement und derivative FinanzinstrumenteIm Rahmen der operativen Tätigkeit ist der Konzern im Finanzbereich Kredit-, Liquiditäts- sowie Marktrisiken ausgesetzt. Die Marktrisiken betreffen insbesondere Zinsänderungs- und Währungsrisiken. KreditrisikoDas Kreditrisiko liegt in der Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse von Kunden und Kontrahenten von Ströer begründet. Daraus entsteht zum einen die Gefahr des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen und zum anderen von bonitätsbedingten Wertminderungen bei Finanzinstrumenten. Das maximale Ausfallrisiko ohne Berücksichtigung von Sicherheiten entspricht dem Buchwert. Kreditrisiken resultieren überwiegend aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Zur Steuerung des Kreditrisikos werden die Forderungsbestände laufend überwacht. Kunden, die größere Geschäftsvolumina abschließen wollen, werden zuvor einer Bonitätsprüfung unterzogen; das Ausfallrisiko bewegt sich auf branchenüblichem Niveau. Dem verbleibenden Risiko wird durch Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen. In geringem Ausmaß ist der Ströer Konzern Ausfallrisiken aus sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgesetzt. Im Rahmen des Risikomanagements werden über die Fachabteilungen regelmäßig Analysen vorgenommen, ob sich insbesondere beim Kredit- oder Ausfallrisiko Risikokonzentrationen ergeben haben, die sich aus der Zusammenballung von Forderungen mit ähnlichen Charakteristika ergeben. Ähnliche Charakteristika ergeben sich nach dem Verständnis des Konzerns, wenn sich hohe Forderungen gegen einen Debitor oder eine Gruppe von verbundenen Debitoren ergeben. Zum Stichtag 31. Dezember 2018 sind keine solchen Risikokonzentrationen mit wesentlichen Beträgen erkennbar. ZinsänderungsrisikoZinsänderungsrisiken ist der Ströer Konzern im Wesentlichen im Bereich der langfristigen variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten sowie hinsichtlich der vorhandenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgesetzt. Die Verzinsung der Verbindlichkeiten erfolgt in einer Höhe von 207,0 Millionen Euro mit einer festen Verzinsung. Die Verzinsung der übrigen Verbindlichkeiten erfolgt variabel. Die Entwicklung des Zinsniveaus wird regelmäßig überwacht, um rechtzeitig auf Veränderungen reagieren zu können. Sicherungsmaßnahmen werden zentral koordiniert bzw. durchgeführt. Unverändert zum Vorjahr bestehen keine Zinssicherungsinstrumente, die sich in einer Hedge-Beziehung befinden. Im Geschäftsjahr 2018 wurden wie im Vorjahr keine Bewertungserfolge aus Zinsswaps erfolgsneutral mit dem Eigenkapitel verrechnet. Die Sensitivitätsanalyse des Zinsrisikos zeigt den Effekt einer Verschiebung der Zinsstrukturkurve um 100 Basispunkte nach oben und um 10 Basispunkte nach unten ceteris paribus auf das Periodenergebnis. Die Zinsstrukturkurve wurde lediglich um 10 Basispunkte nach unten verschoben, da diese Verringerung nach Einschätzung des Konzerns dem maximalen Zinsänderungsrisiko bei dem aktuell niedrigen Zinsniveau entspricht. Die Analyse bezieht sich auf die variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten sowie auf die vorhandenen Zahlungsmittel. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
WährungsrisikoDas Währungsrisiko hat im Ströer Konzern nach dem Verkauf des türkischen OOH-Geschäfts mit Ausnahme der Umrechnung des operativen Ergebnisses der ausländischen Geschäftsbereiche in Euro nur noch eine untergeordnete Bedeutung. Die funktionale Währung der Gesellschaften in den Ländern, in denen der Konzern operiert, ist jeweils die Landeswährung. Für Zwecke der Sensitivitätsanalyse werden Währungsrisiken aus monetären Finanzinstrumenten, die nicht in den funktionalen Währungen der einzelnen Gesellschaften des Ströer Konzerns abgeschlossen wurden, in die Analyse einbezogen. Effekte aus der Umrechnung der Fremdwährungsabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen in die Konzernberichtswährung (Euro) sind nicht in die Sensitivitätsanalyse nach IFRS 7 einzubeziehen. Bei einer Aufwertung bzw. Abwertung des Euro gegenüber der Türkischen Lira um 10 Prozent zum 31. Dezember 2018 würde sich das Jahresergebnis um TEUR 72 (Vj.: TEUR 281) reduzieren bzw. verbessern. Bei einer entsprechenden Aufwertung bzw. Abwertung des Euro gegenüber dem Polnischen Zloty würde sich das Jahresergebnis um TEUR 406 (Vj.: TEUR 616) vermindern bzw. erhöhen. Bei einer entsprechenden Aufwertung bzw. Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar würde sich das Jahresergebnis um TEUR 283 (Vj.: TEUR 68) vermindern bzw. erhöhen. Die Auswirkungen auf das Jahresergebnis aller weiteren Währungen im Konzern sind zum 31. Dezember 2018 unwesentlich. Diese Analyse wurde unter Berücksichtigung der als Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb (IAS 21) behandelten Euro-Darlehen sowie unter der Annahme durchgeführt, dass alle anderen Variablen, insbesondere die Zinssätze, unverändert bleiben, und beruht auf den Fremdwährungspositionen zum Stichtag. LiquiditätsrisikoUnter Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, dass die Ströer SE & Co. KGaA nicht genügend Finanzmittel besitzt, um ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Dem Liquiditätsrisiko wird durch ein systematisches Liquiditätsmanagement begegnet. Eine auf einen festen Planungshorizont vorhandene Liquiditätsvorausschau und die vorhandenen, nicht ausgenutzten Kreditlinien stellen jederzeit die Liquiditätsversorgung sicher. Die folgende Übersicht zeigt die Liquiditätssituation sowie die vertraglichen Fälligkeiten der aus den finanziellen Verbindlichkeiten resultierenden Zahlungsströme zum 31. Dezember 2018: Vertragliche Fälligkeit der finanziellen Verbindlichkeiten inklusive Zinszahlungen zum 31.12.2018
Vertragliche Fälligkeit der finanziellen Verbindlichkeiten inklusive Zinszahlungen zum 31.12.2017
Zusätzliche Angaben zu FinanzinstrumentenDie folgende Tabelle stellt den Buchwert und beizulegenden Zeitwert (Fair Value) der in den einzelnen Bilanzposten enthaltenen Finanzinstrumente nach Klassen sowie nach Bewertungskategorien des IFRS 9 dar.
1 Earn-Out-Verbindlichkeiten (Level 3)
1 Earn-Out-Verbindlichkeiten (Level 3)
Aufgrund der kurzen Laufzeiten von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen finanziellen Vermögenswerten und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Die beizulegenden Zeitwerte der in den langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden als Barwerte des zukünftig erwarteten Cash-Flows unter Berücksichtigung des eigenen Kreditrisikos von Ströer ermittelt (sog. Stufe 2 Zeitwerte). Zur Diskontierung werden marktübliche Zinssätze, bezogen auf die entsprechenden Fristigkeiten, verwendet. Zum Stichtag wird daher angenommen, dass der Buchwert der langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie und ihre Anwendung auf die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns sind im Folgenden beschrieben: Stufe 1 : Es sind notierte Marktpreise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten an aktiven Märkten vorhanden. Der notierte Marktpreis für die vom Konzern gehaltenen finanziellen Vermögenswerte entspricht dem aktuellen Geldkurs. Diese Instrumente sind in Stufe 1 eingeordnet. Stufe 2: Börsen- oder Marktpreis für ähnliche Finanzinstrumente auf einem aktiven Markt oder für identische oder ähnliche Finanzinstrumente auf einem nicht aktiven Markt oder andere Inputfaktoren als Marktpreisnotierungen, bei denen die angewandten Parameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren. Wenn alle wesentlichen Inputfaktoren, die zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eines Instruments erforderlich sind, am Markt beobachtbar sind, wird das Instrument in Stufe 2 eingeordnet. Stufe 3: Bewertungstechniken, bei denen die angewandten Parameter nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren. Die Einordnung des Instruments in Stufe 3 trifft insbesondere auf nicht notierte Eigenkapitalinstrumente zu. Ein Wechsel der Einschätzung, welche Stufe für die Bewertung der jeweiligen Vermögenswerte und Schulden heranzuziehen ist, findet im Zeitpunkt des eventuellen Vorliegens neuer Sachverhalte statt. Derzeit werden im Konzernabschluss derivative Finanzinstrumente zum Fair Value bewertet, die in vollem Umfang in die Stufe 2 fallen. Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben und Put-OptionenDarüber hinaus bestehen bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben sowie Put-Optionen über Anteile an verschiedenen Konzernunternehmen, die jeweils der Stufe 3 angehören. Diese an vertraglich vereinbarte Bedingungen geknüpften Verbindlichkeiten werden auf Basis des im Vertrag festgelegten Bewertungsschemas zum Stichtag als Finanzverbindlichkeit zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Für Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen bzw. zum Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen werden die beizulegenden Zeitwerte auf Basis von Discounted Cash-Flows unter Einbeziehung von nichtbeobachtbaren Inputfaktoren ermittelt. In die Bewertungsmodelle gehen neben den für die betroffenen Gesellschaftsanteile prognostizierten - und in Einzelfällen mit Wahrscheinlichkeiten gewichteten - EBITDA-Größen auch laufzeitenabhängige, risikoadjustierte Zinsen ein. Die EBITDA-Größen resultieren aus der jeweiligen kurz- und mittelfristigen Unternehmensplanung. Eine Einschätzung und eventuelle Anpassung hinsichtlich der eintretenden EBITDA-Größen wird quartalsweise durchgeführt. Die folgende Tabelle stellt die Veränderungen der zur Stufe 3 gehörenden Verbindlichkeiten dar:
Aus der Neubewertung von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten ergaben sich Aufwendungen in Höhe von 0,0 Millionen Euro (Vj.: 2,2 Millionen Euro), die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wurden, sowie Erträge in Höhe von 6,7 Millionen Euro (Vj.: 7,5 Millionen Euro), die in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wurden. Des Weiteren wurden bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten in einer Höhe von 1,3 Millionen Euro (Vj.: 0,0 Millionen Euro) aufgrund von wertaufhellenden Ereignissen erfolgsneutral aufgelöst. Die Zinsaufwendungen beliefen sich auf 0,2 Millionen Euro (Vj.: 0,0 Millionen Euro). Die Bewertungsmodelle sind sensitiv hinsichtlich der Höhe der prognostizierten und tatsächlich erreichten EBITDA-Größen. So würden die beizulegenden Zeitwerte der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten bei einer Erhöhung des jeweiligen EBITDA um 20 Prozent (bzw. Minderung um 20 Prozent) um 1,2 Millionen Euro ansteigen (Vj.: 1,1 Millionen Euro) bzw. um 1,2 Millionen Euro sinken (Vj.: 2,2 Millionen Euro)). Die Verbindlichkeiten aus Put-Optionen würden um 9,6 Millionen Euro steigen (Vj: 11,4 Millionen Euro) bzw. um 3,3 Millionen Euro sinken (Vj.: 16,2 Millionen Euro). Darüber hinaus besteht eine Sensitivität bzgl. der verwendeten Diskontierungszinssätze. Die Verbindlichkeiten würden sich jedoch aufgrund der überwiegend kurzfristigen Laufzeiten bei einem um 100 Basispunkte erhöhten bzw. reduzierten Zinssatz nur marginal verändern. Dies gilt auch für die Beträge des Vorjahres. Die folgende Tabelle stellt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne bzw. -verluste von Finanzinstrumenten, gegliedert nach den Bewertungskategorien des IFRS 9 bzw. IAS 39 dar (ohne derivative Finanzinstrumente, die in ein Hedge-Accounting einbezogen sind):
Die Nettogewinne bzw. -verluste aus zu Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten beinhalten Ergebnisse aus Wertminderungen (TEUR 3.041, Vj.: TEUR 6.319), Zuschreibungen und Währungsumrechnungseffekten. Die Nettogewinne bzw. -verluste aus zu Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten Ergebnisse aus Währungsumrechnungseffekten sowie aus der Aufzinsung von Darlehen. Der Gesamtzinsertrag für finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt im Geschäftsjahr TEUR 729 (Vj.: TEUR 1.684). Der Gesamtzinsaufwand für finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt im Geschäftsjahr TEUR 31.131 (Vj.: TEUR 6.441). Der Anstieg im Gesamtzinsaufwand resultiert aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16. 35 Erläuterungen nach IFRS 16 zum FinanzierungsleasingIn der nachfolgenden Tabelle wird die Entwicklung der Nutzungsrechte aus Finanzierungsleasing nach Klassen der Vermögenswerte aufgegliedert:
Weitere Erläuterungen zum Finanzierungsleasing:
Die voraussichtlichen Leasingverbindlichkeiten aus bereits abgeschlossenen Leasingvereinbarungen, die erst nach dem 31.Dezember 2018 bilanziell wirksam werden, betragen TEUR 2.874. Zu den Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing verweisen wir auf Abschnitt 29 Finanzverbindlichkeiten. Die Zinsaufwendungen aus Finanzierungsleasing werden in Abschnitt 15 Finanzergebnis gezeigt. Weitere Angaben zum Finanzierungsleasing erfolgen im Abschnitt 34 Sonstige Erläuterungen nach IFRS 7 und IFRS 13 zum Finanzrisikomanagement und zu den Finanzinstrumenten. 36 Eventualschulden und sonstige finanzielle VerpflichtungenEventualschuldenZum Stichtag 31. Dezember 2018 bestehen keine Bürgschaften und bürgschaftsähnliche Verpflichtungen. Finanzielle VerpflichtungenEs bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus den folgenden vertraglichen Vereinbarungen, deren Fälligkeit sich zum Bilanzstichtag wie folgt darstellt:
Im Vorjahr teilten sich die Verpflichtungen folgendermaßen auf:
Der Rückgang der sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultiert aus der Einführung des neuen Leasingstandards IFRS 16 (siehe auch Abschnitt 35). Hierbei werden die Verpflichtungen nun in der Bilanz abgebildet und über die Laufzeit der identifizierten Verträge aufgelöst. 37 Beziehungen zu nahestehenden Personen und UnternehmenAls nahestehende Personen wurden der Vorstand und der Aufsichtsrat sowie deren nahe Familienangehörige definiert. Nahestehende Unternehmen umfassen - neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften - insbesondere jene Unternehmen, bei denen nahestehende Personen allein oder gemeinsam mit anderen eine beherrschende Position innehaben. Alle Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen und Unternehmen wurden im Berichtsjahr zu marktüblichen Bedingungen und Konditionen durchgeführt, wie sie auch mit konzernfremden Dritten üblich sind. Die folgenden Geschäftsvorfälle zwischen dem Ströer Konzern und nahestehenden Personen bzw. Unternehmen fanden im Geschäftsjahr 2018 statt: Herr Udo Müller ist Aktionär der Ströer SE & Co. KGaA und Vorstandsvorsitzender der Ströer Management SE, Düsseldorf. Darüber hinaus hat der Ströer Konzern im Geschäftsjahr Leistungen in Höhe von TEUR 56 (Vj.: TEUR 4) erhalten, die von Herrn Müller oder einem Unternehmen, an dem er beteiligt ist, erbracht wurden. Bei den Leistungen handelt es sich im Wesentlichen um Mietsachverhalte. Herr Dirk Ströer ist Aktionär und Mitglied des Aufsichtsrats der Ströer SE & Co. KGaA. Darüber hinaus ist er an Unternehmen beteiligt, zu denen im Geschäftsjahr Liefer- und Leistungsbeziehungen bestanden, die im Wesentlichen mit der Vermarktung von Werbeträgern, der Überlassung von Werberechten und der Anmietung von Gebäuden im Zusammenhang stehen. Die im Rahmen der erhaltenen Leistungen angefallenen Aufwendungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 30.688 (Vj.: TEUR 29.808), die Erträge bezifferten sich auf TEUR 6.985 (Vj.: 6.814). Forderungen bzw. Verbindlichkeiten, welche aus diesen Leistungsbeziehungen resultieren, bestehen zum 31. Dezember 2018 in Höhe von TEUR 2.186 (Vj.: TEUR 510) bzw. TEUR 9.724 (Vj.: TEUR 1.642). Die Ströer SE & Co. KGaA unterhält Geschäftsbeziehungen zur Deutsche Telekom AG, mit der sie seit dem 2. November 2015 in einem Assoziierungsverhältnis steht. Die aus dieser Geschäftsbeziehung im Jahr 2018 erhaltenen Leistungen belaufen sich auf TEUR 7.691 (Vj.: TEUR 7.909), die erzielten Erträge betragen TEUR 76.921 (Vj.: TEUR 18.699). Aus diesen Leistungsbeziehungen resultieren zum 31. Dezember 2018 Forderungen in Höhe von TEUR 5.786 (Vj.: TEUR 519) und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 382 (Vj.: TEUR 613). Die Ströer SE & Co. KGaA hat im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Dividende in Höhe von insgesamt TEUR 72.545 ausgeschüttet. Die Herren Udo Müller und Dirk Ströer haben entsprechend der von ihnen gehaltenen Anteile an dieser Ausschüttung partizipiert. Die Ströer Management SE, welche die persönlich haftende Gesellschafterin der Ströer SE & Co. KGaA ist, erbringt Dienstleistungen im Bereich der Unternehmensführung für die Ströer SE & Co. KGaA. Die aus dieser Geschäftsbeziehung erhaltenen Leistungen belaufen sich für das Jahr 2018 auf TEUR 488 (Vj.: TEUR 274), die erzielten Erträge betragen TEUR 32 (Vj.: TEUR 32). Aus diesen Leistungsbeziehungen resultieren zum 31. Dezember 2018 Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 297 (Vj.: TEUR 169). Aus Geschäftsbeziehungen mit at-Equity-konsolidierten Unternehmen belaufen sich die erhaltenen Leistungen im Geschäftsjahr auf TEUR 8.680 (Vj.: TEUR 10.275), die erzielten Erträge betragen TEUR 3.988 (Vj.: TEUR 6.044). Aus diesen Leistungsbeziehungen resultieren zum 31. Dezember 2018 Forderungen in Höhe von TEUR 262 (Vj.: TEUR 3.216) und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 7.905 (Vj.: TEUR 6.935). 38 Honorare für Dienstleistungen des AbschlussprüfersAls Aufwand für Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden im Geschäftsjahr 2018 gebucht:
Die Honorare für sonstige Leistungen umfassen im Wesentlichen Aufwendungen aus Beratungsleistungen im Rahmen von Kaufpreisallokationen, Due-Diligence-Leistungen sowie der Einführung neuer Standards. 39 Angaben zu § 264 Abs. 3 HGBDie im Folgenden aufgeführten inländischen Tochtergesellschaften in der Rechtsform einer Kapital- oder Personenhandelsgesellschaft nehmen die Möglichkeit zur Befreiung von bestimmten Vorschriften über die Aufstellung, Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses bzw. des Lageberichts gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch: Asam Betriebs-GmbH, Beilngries ASAMBEAUTY GmbH, Unterföhring Avedo Essen GmbH, Essen Avedo Gelsenkirchen GmbH, Gelsenkirchen Avedo Köln GmbH, Köln Avedo Leipzig GmbH, Leipzig Avedo Leipzig West GmbH, Leipzig Avedo München GmbH, München Avedo Rostock GmbH, Rostock B.A.B. MaxiPoster Werbetürme GmbH, Hamburg BHI Beauty & Health Investment Group Management GmbH, Unterföhring BlowUP Media GmbH, Köln DERG Vertriebs GmbH, Köln DSM Deutsche Städte Medien GmbH, Frankfurt am Main DSM Rechtegesellschaft mbH, Köln DSM Werbeträger GmbH & Co. KG, Köln DSM Zeit und Werbung GmbH, Köln ECE flatmedia GmbH, Hamburg INFOSCREEN GmbH, Köln InnoBeauty GmbH, Unterföhring Interactive Media CCSP GmbH, Köln kajomi GmbH, Planegg M. Asam GmbH, Unterföhring Mercury Beteiligungs GmbH, Leipzig Permodo GmbH, München Ranger Marketing & Vertriebs GmbH, Düsseldorf Retail Media GmbH, Köln Sales Holding GmbH, Düsseldorf Service Planet GmbH, Düsseldorf Smartplace GmbH, Düsseldorf SMD Rechtegesellschaft mbH, Köln SMD Werbeträger GmbH & Co. KG, Köln SRG Rechtegesellschaft mbH, Köln SRG Werbeträger GmbH & Co. KG, Köln Statista GmbH, Köln StayFriends GmbH, Berlin Ströer Content Group GmbH, Köln Ströer DERG Media GmbH, Kassel Ströer Deutsche Städte Medien GmbH, Köln Ströer Dialog Group GmbH, Leipzig Ströer Digital Commerce GmbH, Köln Ströer Digital Group GmbH, Köln Ströer Digital International GmbH, Köln Ströer Digital Media GmbH, Hamburg Ströer Digital Publishing GmbH, Köln Ströer Kulturmedien GmbH, Köln STRÖER media brands GmbH (vormals: STRÖER media brands AG), Berlin Ströer Media Deutschland GmbH, Köln Ströer News Publishing GmbH, Köln Ströer Next Publishing GmbH, Köln Ströer Performance Group GmbH, Köln Ströer Sales & Services GmbH, Köln Ströer Sales Group GmbH, Köln Ströer Social Publishing GmbH, Berlin Ströer SSP GmbH, München Ströer Venture GmbH, Köln Ströer Werbeträgerverwaltungs GmbH, Köln T&E Net Services GmbH, Berlin Yieldlove GmbH, Hamburg 40 Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance KodexDer Vorstand der Ströer Management SE, welche die persönlich haftende Gesellschafterin der Ströer SE & Co. KGaA ist, und der Aufsichtsrat der Ströer SE & Co. KGaA haben am 13. Dezember 2018 die jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben. Die Entsprechenserklärung wurde den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft www.stroeer.com/investor-relations unter der Rubrik Corporate Governance dauerhaft zugänglich gemacht. 41 Vergütungen für Mitglieder des Vorstands und des AufsichtsratsDer Aufwand aus Vergütungsvereinbarungen des Vorstands und des Aufsichtsrats des Ströer Konzerns beträgt:
Kurzfristig fällige Leistungen umfassen insbesondere Gehälter, Sachbezüge sowie erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile, die innerhalb des Folgejahres zur Auszahlung gelangen. Langfristig fällige Leistungen umfassen dem Vorstand gewährte erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile (ohne aktienbasierte Vergütungsbestandteile), die erst in späteren Jahren zur Auszahlung gelangen. Die aktienbasierte Vergütung betrifft zum einen sog. Long Term Incentives (LTI) und zum anderen Vergütungen im Rahmen des in 2013 beschlossenen Aktienoptionsprogramms, aus dem in 2013 und in 2014 Aktienoptionen gewährt wurden sowie aus einem in 2015 beschlossenen Aktienoptionsprogramm, aus dem in den Jahren 2015, 2017 und 2018 Aktienoptionen gewährt wurden. Für die dem Vorstand gewährte aktienbasierte LTI-Vergütung (ohne Aktienoptionsprogramm) wird zum Ende jeden Geschäftsjahres ein Referenzkurs der Aktie der Ströer SE & Co. KGaA ermittelt. Nach Ablauf von vier Geschäftsjahren wird der Referenzkurs mit dem Aktienkurs am Jahresende verglichen und auf Basis des erreichten Aktienkurses die Auszahlung der Vergütung ermittelt (sog. Vergütung mit Barausgleich bzw. "cash-settled"). Für die aktienbasierte Vergütung ist eine Obergrenze vereinbart. Die Ermittlung des Wertes der aktienbasierten Vergütung erfordert zu jedem Stichtag die Abschätzung eines in der Zukunft liegenden Aktienkurses. Dies erfolgt über ein Black-Scholes-Bewertungsmodell, in das zum 31. Dezember 2018 eine Volatilität von 29 Prozent und eine Dividend-Yield von 2,5 Prozent eingeflossen sind. Die für das Modell verwendeten Zinssätze betragen -0,3 Prozent. Für die auf das Jahr 2018 entfallende aktienbasierte Vergütung gehen wir derzeit davon aus, dass der Aktienkurs nach Ende des Erdienungszeitraums 100 Prozent des Referenzkurses entspricht. Die in 2018 gewährten 4.588 virtuellen Aktienoptionen haben jeweils einen beizulegenden Zeitwert von EUR 40,32. Darauf entfällt in 2018 ein Aufwand aus der Zuführung zu Rückstellungen in Höhe von TEUR 283 (Vj.: TEUR 496). Die Rückstellung für die dem Vorstand gewährte aktienbasierte LTI-Vergütung (ohne Aktienoptionsprogramm) per 31. Dezember 2018 beträgt insgesamt TEUR 1.432 (Vj.: TEUR 1.948). Aktienoptionsprogramm 2013Im Rahmen des in 2013 von der Hauptversammlung beschlossenen Aktienoptionsprogramms hat der Vorstand in 2013 und in 2014 insgesamt 1.954.700 Optionen erhalten. Hieraus resultiert in 2018 ein Aufwand von TEUR 302 (Vj.: TEUR 667). In den Geschäftsjahren 2017 und 2018 wurden keine Optionen gewährt; daher entfällt die Angabe des gewichteten durchschnittlichen beizulegenden Zeitwerts der während des Geschäftsjahres (Vorjahres) gewährten Optionen. Der gewichtete durchschnittliche beizulegende Zeitwert aller im Rahmen des "Aktienoptionsprogramms 2013" gewährten Optionen beträgt EUR 2,14 (Vj.: EUR 2,14). Für nähere Einzelheiten verweisen wir auf Kapitel 42 "Anteilsbasierte Vergütung". Aktienoptionsprogramm 2015Im Rahmen des in 2015 von der Hauptversammlung beschlossenen Aktienoptionsprogramms hat der Vorstand in 2015 insgesamt 350.000 Optionen, in 2017 insgesamt 239.190 Optionen und in 2018 insgesamt 199.460 Optionen erhalten. Hieraus resultiert in 2018 ein Aufwand von TEUR 1.481 (Vj.: TEUR 1.500). Der gewichtete durchschnittliche beizulegende Zeitwert der während des Geschäftsjahres gewährten Optionen beträgt EUR 9,43 (Vj.: EUR 11,20). Der gewichtete durchschnittliche beizulegende Zeitwert aller im Rahmen des "Aktienoptionsprogramms 2015" gewährten Optionen beträgt EUR 11,23 (Vj.: EUR 11,94). Für nähere Einzelheiten verweisen wir auf Kapitel 42 "Anteilsbasierte Vergütung". Zum 31. Dezember 2018 sind für alle ggf. zukünftig fällig werdenden Bonusansprüche des Vorstands kurz- wie langfristiger Natur insgesamt TEUR 6.872 (Vj.: TEUR 7.681) als Rückstellungen erfasst, von denen TEUR 1.432 (Vj.: TEUR 1.948) auf derzeitige Ansprüche aus aktienbasierten Vergütungen entfallen. Für weitere Informationen verweisen wir auf den Vergütungsbericht, der Bestandteil des Konzernlageberichts ist. Von den langfristig fälligen Leistungen (sog. LTI) werden TEUR 2.001 im Jahr 2019 zur Auszahlung fällig. 42 Anteilsbasierte Vergütung"Aktienoptionsprogramm 2013" für Führungskräfte und MitarbeiterIn 2013 führte der Konzern ein Aktienoptionsprogramm ein, das die betreffenden Mitglieder des Vorstands sowie führende Mitarbeiter berechtigt, Aktien des Unternehmens zu erwerben. Die Optionsrechte können frühestens nach Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren beginnend ab dem Zuteilungstag des Bezugsrechts ausgeübt werden. Die Optionen haben einen vertraglichen Optionszeitraum von sieben Jahren. Die Gesellschaft ist berechtigt, zur Bedienung der Aktienoptionen wahlweise statt neuer Aktien eine Barzahlung zu gewähren. Es wird von einer Bedienung in Aktien ausgegangen (sog. "equity settled"). Die Ausübung der Aktienoptionen ist an die Erfüllung einer Anzahl von Dienstjahren (Vesting Period), an die Höhe des Aktienkurses der Gesellschaft sowie an ein operatives Mindest-EBITDA im Konzern von 150 Millionen Euro geknüpft. Der durch die Ausübung der Aktienoptionsrechte erzielbare Gewinn des jeweiligen Optionsinhabers darf das Dreifache des jeweiligen Ausübungspreises nicht überschreiten. Der beizulegende Zeitwert der gewährten Aktienoptionen wird zum Zeitpunkt der Gewährung unter Anwendung eines Black Scholes Modells und unter Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die Aktienoptionen gewährt wurden, ermittelt. Nachfolgende Tabelle veranschaulicht die Anzahl und die gewichteten durchschnittlichen Ausübungspreise (GDAP) sowie die Entwicklung der Aktienoptionen während des Geschäftsjahres.
Der erfasste Aufwand für während des Geschäftsjahres erhaltene Leistungen stellt sich wie folgt dar:
Die gewichtete durchschnittliche Vertragsrestlaufzeit für die zum 31. Dezember 2018 ausstehenden Aktienoptionen beträgt 2,8 Jahre (Vj.: 2,9 Jahre). Im Geschäftsjahr 2018 (und 2017) wurden keine Optionen gewährt; daher entfällt die Angabe des gewichteten durchschnittlichen beizulegenden Zeitwerts der während des Geschäftsjahres gewährten Optionen. Der gewichtete durchschnittliche beizulegende Zeitwert aller im Rahmen des "Aktienoptionsprogramms 2013" gewährten Optionen beträgt EUR 2,07 (Vj.: EUR 2,07). Der gewichtete durchschnittliche Aktienkurs aller im Berichtsjahr ausgeübten Optionen zum Ausübungszeitpunkt beträgt EUR 53,07 (Vj.: EUR 60,37). Die nachfolgende Tabelle enthält die Inputparameter, mit denen das Aktienoptionsprogramm 2013, aus dem nur in den Jahren 2013 und 2014 Optionen gewährt wurden, im jeweiligen Zeitpunkt der Gewährung bewertet wurde:
Die erwartete Volatilität basiert auf einer Beurteilung der historischen Volatilität des Aktienkurses des Unternehmens, insbesondere in dem Zeitraum, der der erwarteten Laufzeit entspricht. Die erwartete Laufzeit der Aktienoptionen basiert auf Schätzungen des Vorstands. "Aktienoptionsprogramm 2015" für Führungskräfte und MitarbeiterIn 2015 führte der Konzern ein weiteres Aktienoptionsprogramm ein, das die betreffenden Mitglieder des Vorstands sowie führende Mitarbeiter berechtigt, Aktien des Unternehmens zu erwerben. Die Optionsrechte können frühestens nach Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren beginnend ab dem Zuteilungstag des Bezugsrechts ausgeübt werden. Die Optionen haben einen vertraglichen Optionszeitraum von sieben Jahren. Die Gesellschaft ist berechtigt, zur Bedienung der Aktienoptionen wahlweise statt neuer Aktien eine Barzahlung zu gewähren. Es wird von einer Bedienung in Aktien ausgegangen (sog. "equity settled"). Die Ausübung der Aktienoptionen ist an die Erfüllung einer Anzahl von Dienstjahren (Vesting Period), an die Höhe des Aktienkurses der Gesellschaft sowie an ein operatives Mindest-EBITDA im Konzern von 250 Millionen Euro geknüpft. Der durch die Ausübung der Aktienoptionsrechte erzielbare Gewinn des jeweiligen Optionsinhabers darf das Dreifache des jeweiligen Ausübungspreises nicht überschreiten. Der beizulegende Zeitwert der gewährten Aktienoptionen wird zum Zeitpunkt der Gewährung unter Anwendung eines Black Scholes Modells und unter Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die Aktienoptionen gewährt wurden, ermittelt. Nachfolgende Tabelle veranschaulicht die Anzahl und die gewichteten durchschnittlichen Ausübungspreise (GDAP) sowie die Entwicklung der Aktienoptionen während des Geschäftsjahres.
Der erfasste Aufwand für während des Geschäftsjahres erhaltene Leistungen stellt sich wie folgt dar:
Die gewichtete durchschnittliche Vertragsrestlaufzeit für die zum 31.Dezember 2018 ausstehenden Aktienoptionen beträgt 5,0 Jahre (Vj.: 5,5 Jahre). Der gewichtete durchschnittliche beizulegende Zeitwert der im Geschäftsjahr 2018 gewährten Optionen beträgt EUR 8,68 (Vj.: EUR 11,63). Der gewichtete durchschnittliche beizulegende Zeitwert aller im Rahmen des "Aktienoptionsprogramms 2015" gewährten Optionen beträgt EUR 10,78 (Vj.: EUR 11,89). Die nachfolgende Tabelle enthält die Inputparameter, mit denen die im Berichtsjahr 2018 gewährten Optionen des Aktienoptionsprogramms 2015 bewertet wurden:
Die erwartete Volatilität basiert auf einer Beurteilung der historischen Volatilität des Aktienkurses des Unternehmens, insbesondere in dem Zeitraum, der der erwarteten Laufzeit entspricht. Die erwartete Laufzeit der Aktienoptionen basiert auf Schätzungen des Vorstands. Mitarbeiterbeteiligungsprogramm mit Barausgleich" für Führungskräfte und MitarbeiterIm Jahr 2016 wurde im Rahmen des Erwerbs der Anteilsmehrheit an einer Tochtergesellschaft ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm mit Barausgleich aufgelegt. Dieses Anreizsystem erlaubt es den Berechtigten zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft virtuelle Put-Optionen gegen Barausgleich auszuüben. Die Options-Berechtigten haben Anspruch auf einen Barausgleich, der sich aus dem Wert der Anteile ergibt. Der Wert der Optionen wurde auf Basis der Unternehmensbewertung im Rahmen des Mehrheitserwerbs berechnet. Eine zukünftige Anpassung der Bewertung erfolgt auf Basis vertraglich festgelegter Bewertungsformeln, die von der Geschäftsentwicklung und der Firmenzugehörigkeit der anspruchsberechtigten Mitarbeiter abhängig sind. Die Optionsausübung ist dem Grunde nach von keinen weiteren Ergebnis- oder Marktbedingungen abhängig. Die Zuteilung der Optionen an die Berechtigten und die Bewertung derselben erfolgt durch die Geschäftsführung der Tochtergesellschaft und erfordert die Zustimmung durch deren Gesellschafter. Sämtliche Optionen mit Barausgleich waren per 31.Dezember 2018 unverfallbar. Der Buchwert und der Zeitwert der Schuld aus Optionen mit Barausgleich belief sich am 31.Dezember 2018 auf TEUR 6.325 (Vj.: TEUR 4.146). Der im Berichtszeitraum erfasste Personalaufwand stellt sich wie folgt dar:
43 Organe der Gesellschaft
44 Ereignisse nach dem BilanzstichtagEs sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Köln, den 13. März 2019 Ströer
SE & Co. KGaA vertreten durch:
Udo Müller, Co-CEO Christian Schmalzl, Co-CEO Dr. Bernd Metzner, CFO Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Ströer SE & Co. KGaA Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des KonzernsPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Ströer SE & Co. KGaA, Köln, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) -bestehend aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und der Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018, der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der Ströer SE & Co. KGaA für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des KonzernabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte: 1. Werthaltigkeit der GoodwillsGründe für die Bestimmung als besonders wichtiger PrüfungssachverhaltDie Ströer SE & Co. KGaA führt den nach IAS 36, Wertminderung von Vermögenswerten, durchzuführenden Werthaltigkeitstest zum 30. September des Geschäftsjahres oder anlassbezogen durch. Dabei ist dem Buchwert einer Goodwill tragenden zahlungsmittelgenerierende Einheit der erzielbare Betrag gegenüberzustellen. Diesen ermittelt die Gesellschaft unter Verwendung eines Discounted Cashflow-Verfahrens. Zusätzlich hat die Ströer SE & Co. KGaA im Geschäftsjahr 2018 im Zusammenhang mit einer veränderten Segmentberichterstattung eine Reallokation der Goodwills auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten vorgenommen. Vor dem Hintergrund der damit verbundenen Komplexität und Ermessensspielräume war der Werthaltigkeitstest für Goodwills im Rahmen unserer Prüfung einer der bedeutsamsten Sachverhalte. Die Überprüfung der Werthaltigkeit basiert auf Annahmen, die sich aus der Unternehmensplanung ableiten und die von erwarteten zukünftigen Markt- und Wirtschaftsbedingungen beeinflusst werden. Der Werthaltigkeitstest beruht auch wesentlich auf der sachgerechten Abgrenzung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen die Goodwills zugeordnet sind. Der jeweilige erzielbare Betrag ist dabei insbesondere von den zukünftigen Zahlungsströmen in der Mittelfristplanung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten sowie den angenommenen Diskontierungszinssätzen und Wachstumsraten abhängig. Die Festlegung dieser Parameter obliegt den gesetzlichen Vertretern und ist ermessensabhängig. Es besteht das Risiko, dass Änderungen dieser Ermessensentscheidungen wesentliche Veränderungen in den Werthaltigkeitstests der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten nach sich ziehen. Prüferisches VorgehenIn Bezug auf die Reallokation der Goodwills auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten haben wir im Rahmen unserer Prüfungshandlungen die regelmäßig von der Geschäftsführung zur Überwachung und Steuerung des Konzerns verwendete interne Berichterstattung analysiert. Dabei haben wir beurteilt, ob die abgegrenzten Überwachungs- und Steuerungseinheiten mit der Abgrenzung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten im Rahmen des Werthaltigkeitstests übereinstimmen und rechnerisch nachvollzogen, ob die Reallokation der Goodwills entsprechend des relativen beizulegenden Zeitwertes der betroffenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erfolgt ist. Wir haben uns im Rahmen unserer Prüfungshandlungen mit dem von der Gesellschaft etablierten Prozess zur Durchführung von Werthaltigkeitstests im Hinblick auf dessen Eignung, potenziellen Abschreibungsbedarf zu ermitteln, befasst und die Wirksamkeit der damit zusammenhängenden Kontrollen beurteilt. In diesem Rahmen haben wir mit den gesetzlichen Vertretern unter Hinzuziehung unserer Bewertungsexperten die wesentlichen Planungsannahmen erörtert. Der Fokus wurde dabei auf die Beurteilung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme in den Mittelfristplanungen der wesentlichen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten sowie auf die verwendeten Diskontierungszinssätze und Wachstumsraten gesetzt. Hierfür haben wir die dem Werthaltigkeitstest zugrunde liegenden Prämissen daraufhin analysiert, ob sie mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen übereinstimmen. Wir haben in diesem Zusammenhang auch die Planungstreue der gesetzlichen Vertreter nachvollzogen, indem wir die Mittelfristplanungen der Vorjahre mit den tatsächlichen Werten der jeweiligen Geschäftsjahre verglichen haben. Ferner haben wir die in die Werthaltigkeitstests eingeflossenen Mittelfristplanungen mit den vom Aufsichtsrat genehmigten Mittelfristplanungen verglichen und die mathematische Richtigkeit der Bewertungsmodelle in Stichproben gewürdigt. Wir haben festgestellt, dass die Annahmen im Zusammenhang mit der Planung hinreichend dokumentiert sind und mit unseren Erwartungen übereinstimmen. Wir haben zudem aufgrund der materiellen Bedeutung der Goodwills eigene Sensitivitätsanalysen (Buchwert im Vergleich zum erzielbaren Betrag) wesentlicher zahlungsmittelgenerierender Einheiten durchgeführt, um den Einfluss von Änderungen bestimmter Parameter auf die Bewertungsmodelle zu verstehen. Ergänzend haben wir die Angaben der Ströer SE & Co. KGaA im Konzernanhang gewürdigt. Diesbezüglich haben wir die Angaben der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich ihrer Vollständigkeit in Stichproben nachvollzogen und mit unserer Erwartungshaltung abgeglichen. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich hinsichtlich der Bewertung der Goodwills keine Einwendungen ergeben. Verweis auf zugehörige AngabenDie Angaben der Ströer SE & Co. KGaA zu Bilanzierung und Bewertung der Goodwills sind in den Abschnitten 2 "Annahmen, Ermessensausübungen und Schätzungen", 3 "Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und 19 "Immaterielle Vermögenswerte" des Konzernanhangs enthalten. 2. Abbildung der Kaufpreisallokationen wesentlicher UnternehmenserwerbeGründe für die Bestimmung als besonders wichtiger PrüfungssachverhaltDie Ströer SE & Co. KGaA hat im Geschäftsjahr 2018 diverse Unternehmenserwerbe mit Kontrollwechsel getätigt, die gemäß IFRS 3, Unternehmenszusammenschlüsse, bilanziert werden. Die Beurteilung der Bilanzierung der wesentlichen Unternehmenserwerbe war für unsere Prüfung einer der bedeutsamsten Sachverhalte, da bei Kaufpreisallokationen im Zusammenhang mit der erstmaligen Einbeziehung von akquirierten Unternehmen sowie der Finalisierung von im Vorjahr erfolgten Unternehmenserwerben erhebliche Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter vorhanden sind, so dass ein erhöhtes Risiko einer fehlerhaften Bilanzierung besteht. In diesem Zusammenhang waren auch die von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Einschätzungen hinsichtlich des Kontrollerwerbs nach IFRS 10, Konzernabschlüsse, zu würdigen. In den Fällen von Unternehmenserwerben mit variablen Kaufpreisen aufgrund von vertraglich vereinbarten Kaufpreisanpassungsklauseln ergeben sich zusätzliche Schätzunsicherheiten, da die Bewertungsmodelle der variablen Kaufpreise auf den jeweiligen Unternehmensplanungen des erworbenen Unternehmens basieren und von zukünftigen Markt- und Wirtschaftsbedingungen beeinflusst werden. Prüferisches VorgehenIm Rahmen unserer Prüfungshandlungen der wesentlichen Unternehmenserwerbe haben wir die zugrunde liegenden vertraglichen Vereinbarungen dahingehend analysiert, ob die von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Einschätzungen hinsichtlich des Kontrollerwerbs anhand der Kriterien des IFRS 10 nachvollziehbar sind. Wir haben bei der Beurteilung der vorläufigen Kaufpreisallokationen für im Geschäftsjahr 2018 erfolgte Unternehmenserwerbe sowie der endgültigen Kaufpreisallokationen für im Vorjahr erfolgte Unternehmenserwerbe das methodische Vorgehen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der verwendeten Annahmen anhand der Kriterien des IFRS 3, Unternehmenszusammenschlüsse, gewürdigt. Basierend auf unseren Erfahrungen aus der Vergangenheit und auf allgemeinen sowie branchenspezifischen Markterwartungen haben wir unter Einbindung unserer Bewertungsexperten die Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter im Hinblick auf die zu identifizierenden Vermögenswerte und Schulden, die erwarteten zukünftigen Zahlungszuflüsse der identifizierten Vermögenswerte, die beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Verbindlichkeiten, die anzuwendenden Diskontierungszinssätze und die erwarteten Nutzungsdauern zum Erwerbszeitpunkt nachvollzogen. Wir haben zudem die Objektivität und Kompetenz der externen Bewertungsexperten, die von der Gesellschaft in Fällen wesentlicher Unternehmenserwerbe für die Erstellung von Kaufpreisallokationen beauftragt wurden, beurteilt. Die Bewertungsmodelle zur Schätzung der Kaufpreise im Fall von variablen Kaufpreisen haben wir methodisch nachvollzogen und unter Berücksichtigung der zugrunde liegenden Planungen in Stichproben mit vorhandenen Markt- und Wirtschaftsdaten abgeglichen. Zudem haben wir diese Bewertungen zu den internen Datengrundlagen im Konzernplanungssystem abgestimmt und die Kaufpreise mathematisch nachvollzogen. Ferner haben wir untersucht, ob die erworbenen Unternehmen die konzerneinheitlichen Bilanzierungsvorschriften anwenden und die Erfassung des bei der Erstkonsolidierung identifizierten Nettovermögens im Konsolidierungssystem vollständig und angemessen erfolgt ist. Im Rahmen unserer Konzernabschlussprüfung haben wir zudem die Darstellung der Unternehmenserwerbe im Konzernanhang hinsichtlich ihres Einklangs mit den Vorschriften des IFRS 3 gewürdigt. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Bilanzierung von wesentlichen Unternehmenserwerben ergeben. Verweis auf zugehörige AngabenDie Angaben der Gesellschaft zu den wesentlichen Unternehmenserwerben sind in den Abschnitten 2 "Annahmen, Ermessensausübungen und Schätzungen", 3 "Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", 6 "Wesentliche Unternehmenserwerbe und -veräußerungen" und 34 "Sonstige Erläuterungen nach IFRS 7 und IFRS 13 zum Finanzrisikomanagement und zu den Finanzinstrumenten" des Konzernanhangs enthalten. 3. Angemessenheit der Erfassung unterschiedlicher Umsatzströme im Rahmen der UmsatzrealisierungGründe für die Bestimmung als besonders wichtiger PrüfungssachverhaltDie wesentlichen Umsatzströme im Konzernabschluss der Ströer SE & Co. KGaA entstehen aus der Vermarktung von Werbeflächen in den Bereichen Großformate, Street Furniture und Transport, aus der Vermittlung und Vermarktung von Online-Werbeflächen sowie aus dem Abonnement- und E-Commerce-Geschäft. Die ordnungsgemäße Erfassung und Abgrenzung dieser unterschiedlichen Umsatzströme unterliegen aufgrund ihrer Komplexität sowie der verpflichtenden Erstanwendung des IFRS 15, Erlöse aus Verträgen mit Kunden, einem besonderen Risiko einer fehlerhaften Bilanzierung. Vor diesem Hintergrund haben wir die Erfassung diverser Umsatzströme im Kontext der Anwendung der Rechnungslegungsstandards als einen der bedeutsamsten Sachverhalte für unsere Konzernabschlussprüfung klassifiziert. Prüferisches VorgehenIm Rahmen unserer Prüfung haben wir gewürdigt, ob die Konzernbilanzierungsrichtlinie in Bezug auf IFRS 15 eine geeignete Grundlage für einen nach IFRS Grundsätzen zu erstellenden Konzernabschluss ist. Wir haben uns im Rahmen unserer Prüfung der Umsatzerfassung des Geschäftsjahres mit dem Prozess des Übergangs auf IFRS 15 sowie mit dem Prozess der Erfassung der wesentlichen Umsatzströme im Hinblick auf die Kriterien von IFRS 15 befasst. In diesem Zusammenhang haben wir die Wirksamkeit der prozessimmanenten Kontrollen bezogen auf die vollständige und periodengerechte Erfassung sowie die Bewertung der Umsatzerlöse beurteilt. Um die Ordnungsmäßigkeit der Umsatzabgrenzung zum Abschlussstichtag nachzuvollziehen, haben wir wesentliche Verträge durchgesehen, externe Kundenbestätigungen eingeholt sowie stichprobenbasierte Belegprüfungen von Liefernachweisen, Kundenrechnungen und Zahlungseingängen zum Stichtagsdatum durchgeführt. Mit Hilfe analytischer Auswertungen des gesamten umsatzrelevanten Datenbestandes des Geschäftsjahres 2018 haben wir unter Einsatz von Datenanalyse-Tools Korrelationsanalysen sowie tagesgenau Umsatzbuchungen nachvollzogen. Dabei haben wir unsere Erwartungen auf Basis von branchen- und marktbezogenen Daten sowie Erfahrungen aus der Vergangenheit gebildet und diese mit den Ergebnissen der Datenanalysen der Ströer SE & Co. KGaA verglichen. Die Ergebnisse der Datenanalyse stimmen mit unseren Erwartungen überein. Ferner haben wir die bilanziellen Konsequenzen neuer Geschäftsmodelle hinsichtlich ihrer Umsatzerfassung gewürdigt. Dabei haben wir in Stichproben die zugrunde liegenden Verträge hinsichtlich ihrer ordnungsgemäßen Erfassung im Konzernabschluss anhand der in IFRS 1 5 definierten Kriterien gewürdigt. Dem Risiko, dass neben dem standardisierten Umsatzprozess vom Management veranlasste manuelle Umsatzbuchungen getätigt werden könnten, wurde begegnet, indem wir uns für unser Prüfungsurteil auf ausführliche Befragungen der gesetzlichen Vertreter und den Einsatz von Datenanalyse-Tools gestützt haben. In diesem Zusammenhang haben wir den Datenbestand in Stichproben auch daraufhin untersucht, ob unberechtigte Zugriffe im Geschäftsjahr 2018 erfolgt sind. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich hinsichtlich der Erfassung der Umsatzerlöse keine Einwendungen ergeben. Verweis auf zugehörige AngabenDie Angaben der Gesellschaft zur Erfassung der Umsatzerlöse sind in den Abschnitten 3 "Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Abschnitt 4 "Änderung von Rechnungslegungsvorschriften" und 9 "Umsatzerlöse" des Konzernanhangs enthalten. 4. Erstmalige Anwendung des IFRS 16 - LeasingverhältnisseGründe für die Bestimmung als besonders wichtiger PrüfungsgegenstandDie Ströer SE & Co. KGaA ist Vertragspartner in einer großen Anzahl von Leasingverhältnissen. Mit ca. 230.000 vermarktbaren Werbeflächen in mehr als 600 Städten in Deutschland ergibt sich ein Großteil der Leasingverhältnisse aus den Pachtvereinbarungen mit den Eigentümern von öffentlichem und privatem Grund und Boden. Aufgrund der Vielfalt an vertraglichen Bestimmungen basiert die Beurteilung eines Leasing Sachverhalts auf Annahmen, die sich auch aus der Unternehmensplanung ableiten und die von zukünftig erwarteten Markt- und Wirtschaftsbedingungen abhängen. Vor der Hintergrund der absoluten Höhe der zum 31. Dezember 2018 erfassten Leasing Verbindlichkeiten und Nutzungsrechte, der zugrundeliegenden Komplexität in der Beurteilung einzelner Leasing Verträge sowie der im Rahmen der Beurteilung vorhandenen Ermessensspielräume war die erstmalige Anwendung des IFRS 16, Leasingverhältnisse, einer der bedeutsamsten Sachverhalte im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung. Prüferisches Vorgehen des AbschlussprüfersIm Rahmen unserer Prüfung haben wir gewürdigt, ob die Konzernbilanzierungsrichtlinie in Bezug auf IFRS 16 eine geeignete Grundlage für einen nach IFRS Grundsätzen zu erstellenden Konzernabschluss ist. Wir haben uns im Rahmen unserer Prüfung der Leasing-Bilanzierung des Geschäftsjahres mit dem Prozess des Übergangs auf IFRS 16 sowie mit dem Prozess der Erfassung von Leasingvereinbarungen und dem zugehörigen Kontrollumfeld im Hinblick auf die Kriterien von IFRS 16 befasst. Dabei haben wir die Wirksamkeit der prozessimmanenten Kontrollen hinsichtlich der Bewertung und Vollständigkeit der Leasing-Transaktionen beurteilt. In Bezug auf die Erstanwendung von IFRS 16 haben wir die Vollständigkeit der Datenmigration in das integrierte Leasing-Tool der Ströer SE & Co. KGaA sowie die Bewertung von Leasing-Sachverhalten in dieser Applikation für eine nach mathematisch-statistischen Grundsätzen ausgewählte Stichprobe von Leasing-Verträgen nachvollzogen. Daneben haben wir mit Hilfe von Datenanalyse-Tools den gesamten aufwandsbezogenen Datenbestand des Geschäftsjahres 2018 daraufhin untersucht, ob alle bestehenden Leasing-Sachverhalte im Hinblick auf die Ansatzkriterien des IFRS 16 vollständig im Leasing-Tool der Ströer SE & Co. KGaA erfasst sind. Um die Bewertung der im Geschäftsjahr 2018 neu abgeschlossenen Leasingvereinbarungen nachzuvollziehen, haben wir auf Basis einer nach mathematisch-statistischen Grundsätzen ausgewählten Stichprobe Leasing-Verträge durchgesehen und deren bilanzielle Darstellung, insbesondere im Hinblick auf Ermessensentscheidungen zu vereinbarten Zahlungsströmen sowie vertraglich vereinbarten Optionsrechten, auf Basis der Vorgaben des IFRS 16 untersucht. Weiterhin haben wir die Zugriffskontrollen des Leasing-Tool der Ströer SE & Co. KGaA hinsichtlich ihrer Wirksamkeit für die Vermeidung unberechtigter Zugriffe beurteilt. Im Rahmen unserer Konzernabschlussprüfung haben wir zudem die Darstellung der Leasingsachverhalte im Konzernanhang hinsichtlich ihres Einklangs mit den Vorschriften des IFRS 16 gewürdigt. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich hinsichtlich der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 sowie der damit zusammenhängenden Erfassung der Leasing Vereinbarungen keine Einwendungen ergeben. Verweis auf zugehörige AngabenDie Angaben der Gesellschaft zur Erfassung von Leasingverhältnissen sind in den Abschnitten 3 "Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Abschnitt 4 "Änderung von Rechnungslegungsvorschriften", Abschnitt 20 "Sachanlagen", Abschnitt 29 "Finanzverbindlichkeiten" und 35 "Erläuterungen nach IFRS 16 zum Finanzierungsleasing" des Konzernanhangs enthalten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des KonzernsDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des KonzernsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 30. Mai 2018 als Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018 gewählt. Wir wurden am 25. November 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2002 als Konzernabschlussprüfer der Ströer SE & Co. KGaA tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher WirtschaftsprüferDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Marc Ueberschär.
Köln, 13. März 2019 Ernst
& Young GmbH
Ueberschär, Wirtschaftsprüfer Galden, Wirtschaftsprüfer
Im Rahmen des Konzernabschlusses 2018 wurde die Ströer Performance Group GmbH im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen.
IMPRESSUMIR-KontaktStröer SE & Co. KGaAChristoph Löhrke Head of Investor & Credit Relations Ströer-Allee 1 . 50999 Köln Telefon: +49 (0)2236 . 96 45-356 Fax: +49 (0)2236 . 96 45-6356 E-Mail: ir@stroeer.de / cloehrke@stroeer.de PressekontaktStröer SE & Co. KGaAMarc Sausen Director Corporate Communications Ströer-Allee 1 . 50999 Köln Telefon: +49 (0)2236 . 96 45-246 Fax: +49 (0)2236 . 96 45-6246 E-Mail: presse@stroeer.de / msausen@stroeer.de ImpressumHerausgeberStröer SE & Co. KGaA Ströer-Allee 1 . 50999 Köln Telefon: +49 (0)2236 . 96 45-0 Fax: +49 (0)2236 . 96 45-299 E-Mail info@stroeer.de Amtsgericht Köln HRB86922 USt.-Id.-Nr.: DE811763883 Dieser Geschäftsbericht wurde am 27. März 2019 veröffentlicht. Er liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Bei Unterschieden ist die deutsche Fassung verbindlich. DisclaimerDieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen mit damit verbundenen Risiken und Unwägbarkeiten. Die tatsächliche Geschäftsentwicklung und die Ergebnisse der Ströer SE & Co. KGaA sowie des Konzerns können in der Zukunft unter Umständen wesentlich von den diesem Geschäftsbericht zugrunde gelegten Annahmen abweichen. Dieser Geschäftsbericht stellt kein Angebot zum Verkauf und keine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf von Wertpapieren der Ströer SE & Co. KGaA dar. Dieser Geschäftsbericht verpflichtet nicht zu einer Aktualisierung der darin enthaltenen Aussagen. FINANZKALENDER
Ströer SE & Co. KGaA Ströer-Allee 1 . 50999 Köln Telefon +49 (0) 2236 . 96 45-0 Telefax +49 (0) 2236 . 96 45-299 www.stroeer.com |
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