Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 148893
Vorher
AF HMI GmbHGarz & Fricke Holding GmbHSECO GFH GmbH
Eingetragen
15.5.2017
Branche
Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten und peripheren GerätenHerstellung von bestückten LeiterplattenHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Entwicklung, Produktion, Service und Vertrieb hochmoderner technologischer Lösungen, von miniaturisierten Computern bis hin zu vollständig maßgeschneiderten integrierten Systemen, die Hardware und Software kombinieren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Armando Fittipaldi
seit 21.1.2025
Prokura
Dennis Nohtse
seit 6.9.2024
Prokura
Stefano Baggio
seit 3.7.2024
Geschäftsführer
Stephan Meyer-Loges
seit 3.7.2024
Prokura
Olaf Dinter
seit 3.7.2024
Prokura
Andrea Nielson
seit 3.7.2024
Prokura
Prokura
Volker Arno Keith
seit 18.8.2022
Prokura
Massimo Mauri
seit 11.1.2022
Geschäftsführer
Marc-Michael Braun
seit 29.10.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
SECO S.p.A.ITA
73.06%
SECO S.p.A.ITA
26.94%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
SECO Northern Europe Holding GmbH
Germany
75.000 €
73.06%
SECO S.p.A.
Italy
27.661 €
26.94%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SECO Northern Europe GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

I. Grundlagen

Die SECO Northern Europe GmbH (HR B 148893 beim Amtsgericht Hamburg - nachfolgend kurz SECO NE genannt) hat infolge von rückwirkend zum 1. Januar 2022 erfolgten Verschmelzungen zu ihrer Holdingfunktion die Geschäftstätigkeiten der auf die Gesellschaft verschmolzenen Garz & Fricke GmbH und Keith & Koep GmbH übernommen.

SECO NE ist seit dem 13. Oktober 2021 Teil der SECO S.p.A. mit Sitz in Arezzo, Italien (ISIN: IT0005438046).

II. Geschäftsmodell

Die SECO Northern Europe GmbH entwickelt und produziert an den Standorten in Hamburg und Wuppertal als Spezialist für Embedded Systeme Human Machine Interfaces, Automatensteuerungen, Zahlungssysteme sowie Hard- und Softwarelösungen für das industrielle Internet of Things (IoT), die für den Einsatz in industrieller Serienproduktion konzipiert sind. Neben Komponenten „Made in Germany“ liegt der Fokus auf nahtlos integrierten und kundenspezifisch entwickelten Systemen. Diese werden entweder auf Basis individuell angepasster Standardlösungen oder bei Bedarf auch vom Prototyping bis hin zur Serienfertigung völlig neu realisiert. Kunden sind insbesondere OEMs und Systemintegratoren aus den Zielmärkten Verkaufsautomaten, Medizin- und Labortechnik, Kaffee- und Gastronomietechnik, Sicherheitstechnik und Industrieautomation.

Das Angebotsspektrum der Produktpalette deckt Embedded Systeme für die Steuerung und Bedienung von Automaten oder anderen elektronischen Geräten ab. Insbesondere die IoT- und Cloud-fähigen Steuerungen und hochwertigen Human Machine Interfaces der SECO NE dienen dazu, die Kommunikation mit einer Maschine und die Kommunikation von Maschinen untereinander zu vereinfachen.

Mit durchschnittlich 190 (im Vorjahr 185) fest angestellten Mitarbeitern (exkl. Geschäftsführung) entwickelte und produzierte SECO NE im Geschäftsjahr 2023 an den Standorten Hamburg und Wuppertal Standardprodukte (Human Machine Interfaces „HMI“, Single Board Computer „SBC“ und Systems on Module „SOM“) für diverse Anwendungsgebiete und Branchen sowie kundenspezifische Lösungen, die speziellen Anforderungen in den verschiedenen Verwendungsbereichen gerecht werden. Zur Bildung von Gesamtlösungen wurden zudem Software und IoT-Lösungen entwickelt und angeboten.

Die Kunden von SECO NE, national wie international, sind vorherrschend in schnell wachsenden Märkten (u.a. Verkaufsautomaten mit der Möglichkeit des kontaktlosen Bezahlens oder der Vernetzung von Maschinen) aktiv, wovon das Unternehmen bisher profitiert hat und weiterhin profitieren wird. Kunden wenden sich an SECO NE, um ihre Produktentwicklung zu vereinfachen und zu beschleunigen, um ihre Produkte stärker zu digitalisieren und zu vernetzen, um so Möglichkeiten des Internet of Things (IoT) auszuschöpfen.

III. Forschung und Entwicklung

Die Entwicklungstätigkeit war auch im Geschäftsjahr 2023 ein wesentlicher Bestandteil der Wertschöpfung der SECO Northern Europe GmbH. Neben umfangreichen Entwicklungsdienstleistungen für namhafte Industriekunden wurden insbesondere die Neuentwicklung von Produkten und die Weiterentwicklung der eigenen Produktserien erfolgreich weiterverfolgt. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich im Berichtsjahr auf 3.980 TEUR, was 4,9% des Umsatzes entspricht (Vorjahr: 3.433 TEUR bzw. 5,9%). Der Anteil der aktivierten Entwicklungskosten an den gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten betrug im Berichtszeitraum 54,1%, die auf die aktivierten Entwicklungskosten vorgenommenen Abschreibungen betrugen in der Berichtsperiode 1.343 TEUR.

2. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Weltwirtschaft war im Jahr 2023 durch eine spürbare Abschwächung des Wachstums gekennzeichnet1. Die Nachwirkungen der Energiepreiskrise infolge des Ukraine- Kriegs, die global erhöhte Inflation, sowie die restriktivere Geldpolitik zahlreicher Notenbanken lasteten auf der konjunkturellen Entwicklung der globalen Wirtschaftsleistung2. Infolgedessen stieg diese lediglich um rund 2,6%, was ein vergleichsweise schwaches Wachstum darstellt3. In den USA führte die aggressive Zinspolitik der Federal Reserve zu einer konjunkturellen Abkühlung, während die Arbeitslosenquote auf einem historisch niedrigen Niveau verblieb3. In China hingegen sorgten strukturelle Probleme im Immobiliensektor sowie eine schleppende Erholung nach der Null-Covid-Politik für Unsicherheit und ein nur moderates Wachstum1. In Europa zeigte sich ebenfalls eine verhaltene Dynamik, da hohe Energiepreise, schwache Exportmärkte und eine sinkende Investitionsbereitschaft die Konjunktur bremsten2. Die Inflation ging weltweit im Laufe des Jahres zurück, blieb jedoch vielerorts über den Zielmarken der jeweiligen Zentralbanken3.

Deutschland rutschte 2023 in eine technische Rezession4. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte preisbereinigt um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr4. Die Ursachen lagen insbesondere in der hohen Inflation, gestiegenen Finanzierungskosten infolge der Leitzinserhöhungen, einem Rückgang der Bauinvestitionen sowie einer allgemeinen Konsumzurückhaltung der Verbraucherinnen und Verbraucher5. Besonders betroffen waren energieintensive Industrien wie die Chemie- und Metallbranche, während exportorientierte Bereiche wie die Automobilindustrie stabilisierend wirkten6. Trotz der wirtschaftlichen Schwäche blieb der Arbeitsmarkt bemerkenswert robust: Die Zahl der Erwerbstätigen stieg auf ein Rekordniveau von 45,9 Millionen Menschen4. Auch die Erwerbsquote erhöhte sich auf 65,7 %, was unter anderem auf Zuwanderung und eine stärkere Erwerbsbeteiligung von Frauen und älteren Menschen zurückzuführen ist4. Der private Konsum ging preisbereinigt um 0,8 % zurück, besonders bei langlebigen Konsumgütern wie Möbeln und Haushaltsgeräten4. Gleichzeitig sanken die staatlichen Konsumausgaben um 1,7 %, insbesondere durch den Wegfall von pandemiebezogenen Sondermaßnahmen4. Ein Lichtblick war der Außenhandel: Während die Exporte stiegen, gingen die Importe zurück - ein Trend, der auf die schwache Binnenkonjunktur zurückzuführen ist, aber den Leistungsbilanzüberschuss vergrößerte7.

1 Vgl. https://www.worldbank.org/en/publication/global-economic-prospects
2 Vgl. https://www.ecb.europa.eu/press/annual-reports-
financial-statements/annual/html/index.en.html
3 Vgl. https://www.imf.org/en/Publications/WEO
4 Vgl. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/
2024/01/PD24_019_811.html

Auch die europäische Geldpolitik war 2023 von der Bekämpfung der anhaltend hohen Inflation geprägt8. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihre Zinsanhebungen fort und hob den Leitzins schrittweise auf ein Niveau von 4,5 % an8. Diese Maßnahmen zeigten im Jahresverlauf Wirkung: Die Inflationsrate im Euroraum sank von Höchstständen über 9 % Ende 2022 auf 2,9 % im Dezember 20239. Dennoch blieb die Kerninflation, also die Preisentwicklung ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise, auf einem erhöhten Niveau8. Diese Entwicklung führte dazu, dass die EZB ihre geldpolitische Straffung zwar fortsetzte, jedoch zunehmend vorsichtiger agierte. Die gestiegenen Zinsen führten zu einem Rückgang der Kreditvergabe und erschwerten Investitionen insbesondere im privaten Wohnungsbau10. Der Euro zeigte sich im Vergleich zum US-Dollar volatil: Zwar verlor die Gemeinschaftswährung zwischenzeitlich an Wert, konnte sich jedoch gegen Jahresende stabilisieren - auch dank einer Beruhigung der Energiepreise und einer leichten Verbesserung der konjunkturellen Perspektiven8.

II. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Geschäftsentwicklung der SECO Northern Europe GmbH wird neben den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen von den Entwicklungen einzelner Branchen, insbesondere der Elektro- und Digitalindustrie, beeinflusst. Die hohe Inflation und die gestiegenen Energiepreise, in dem Jahr 2023, stellten diese Branche vor besonders große Herausforderungen. Hierdurch wurden sowohl die Produktionskosten als auch die Betriebsmargen stark unter Druck gesetzt6. Diese Faktoren erschwerten den Produktionsprozess und sorgten für Verzögerungen in den Lieferketten. Daraus resultierte eine Verlangsamung des Wachstums im Bereich der digitalen Technologien und Automatisierung von Abläufen, welche die Haupttriebkräfte in dieser Branche darstellen6. Die Lieferkettenprobleme, ausgelöst durch den Ukraine-Krieg, führte durch das Ausweichen auf zinserhöhungen, einem Rückgang der Bauinvestitionen sowie einer allgemeinen Konsumzurückhaltung der Verbraucherinnen und Verbraucher5. Besonders betroffen waren energieintensive Industrien wie die Chemie- und Metallbranche, während exportorientierte Bereiche wie die Automobilindustrie stabilisierend wirkten6. Trotz der wirtschaftlichen Schwäche blieb der Arbeitsmarkt bemerkenswert robust: Die Zahl der Erwerbstätigen stieg auf ein Rekordniveau von 45,9 Millionen Menschen4. Auch die Erwerbsquote erhöhte sich auf 65,7 %, was unter anderem auf Zuwanderung und eine stärkere Erwerbsbeteiligung von Frauen und älteren Menschen zurückzuführen ist4. Der private Konsum ging preisbereinigt um 0,8 % zurück, besonders bei langlebigen Konsumgütern wie Möbeln und Haushaltsgeräten4. Gleichzeitig sanken die staatlichen Konsumausgaben um 1,7 %, insbesondere durch den Wegfall von pandemiebezogenen Sondermaßnahmen4. Ein Lichtblick war der Außenhandel: Während die Exporte stiegen, gingen die Importe zurück - ein Trend, der auf die schwache Binnenkonjunktur zurückzuführen ist, aber den Leistungsbilanzüberschuss vergrößerte7.

5 Vgl. https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/themen/destatis-deutsches-
bruttoinlandsprodukt-sinkt-2023-um-0-3-prozent-921680
6 Vgl. https://www.zvei.org/presse-medien/publikationen/
7 Vgl. https://www.zvei.org/themen/industrie-und-wirtschaftsstruktur/
8 Vgl. https://www.ecb.europa.eu/press/annual-reports-financial-statements/annual/html/
ecb.ar2023~d033c21ac2.de.html
9 Vgl. https://www.ecb.europa.eu/stats/macroeconomic_and_sectoral/
hicp/html/index.en.html
10 Vgl. https://www.zvei.org/themen/europa-und-internationales/eu-wirtschaft-und-waehrungspolitik

Die Elektro- und Digitalindustrie hat 2023 mit 908 Tsd. Beschäftigten11 einen Umsatz von 237,9 Mrd. EUR erwirtschaftet12. Sie stellt die zweitgrößte Branche in Deutschland dar11. Die Umsatzerlöse pro Kopf stiegen im Jahr 2023 auf 268.500 Euro, was einem Anstieg von 2,9 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Entwicklung verdeutlicht eine signifikante Steigerung der Produktivität und Effizienz innerhalb der Branche, da der Umsatz deutlich stärker wuchs als der Personalbestand. Dieser Anstieg kann als Zeichen für eine zunehmende Optimierung der Produktionsprozesse und eine verstärkte Fokussierung auf innovative, wertschöpfende Produkte und Dienstleistungen gedeutet werden13.

Die Umsatzrendite hingegen verzeichnete im Jahr 2023 einen Rückgang von einem halben Prozentpunkt und belief sich auf 6 %. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die gestiegenen Betriebskosten zurückzuführen, die durch höhere Rohstoffpreise verursacht wurden. Zudem flossen verstärkte Investitionen in Forschung und Entwicklung, was die zunehmende Bedeutung von Innovationskraft innerhalb der Branche unterstreicht13. In diesem Bereich der Elektro- und Digitalindustrie waren 107.000 Beschäftigte tätig, was etwa ein Neuntel der gesamten Branche ausmacht und die hohe Relevanz dieses Sektors verdeutlicht14.

Trotz dieser Herausforderungen bleibt die Elektro- und Digitalindustrie in Deutschland insgesamt gut positioniert. Die steigenden Umsatzerlöse pro Kopf und die positiven Effizienzsteigerungen zeigen, dass die Branche ihre Wettbewerbsfähigkeit auch in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld behaupten konnte. Technologische Innovationen und das Wachstum in zukunftsorientierten Bereichen wie der Automatisierung, der Elektrifizierung und der Digitalisierung bieten weiterhin Potenzial für weiteres Wachstum. Trotz dessen wird für die folgenden Jahre ein Produktionsrückgang von 7% erwartet, bedingt durch anhaltende Herausforderungen wie Inflation, hohe Energiepreise und geopolitische Unsicherheiten15.

11 Vgl. https://www.zvei.org/fileadmin/user_upload/Presse_und_Medien/Publikationen/2024/Februar/
Beschaeftigung_demograf_Entwicklung_EDI_Februar_2024/Beschaeftigung-
demograf-Entwicklung-EDI-Feb-2024.pdf
12 Vgl. https://www.zvei.org/fileadmin/user_upload/Presse_und_Medien/Publikationen/2024/
Juni/Elektro_und_Digitalindustrie_in_Zahlen_2024/
ZVEI-Elektro-und-Digitalindustrie-in-Zahlen-Juni-2024.pdf
13 Vgl. https://www.zvei.org/presse-medien/newsletter/auf-den-punkt-1-2025-
zvei-newsletter/jahresabschlusskennzahlen-der-
elektro-und-digitalindustrie-2024
14 Vgl. https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/deutsche-
elektro-und-digitalindustrie-beschaeftigt-ueber-900000-menschen
15 Vgl. https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/elektro-
und-digitalindustrie-truebe-aussichten-fuer-2024

III. Geschäftsverlauf

Die SECO Northern Europe GmbH konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr Auftragseingänge in Höhe von 63,4 Mio. EUR verbuchen, die somit um 4,6 Mio. EUR (-6,8%) unter dem geplanten Auftragseingang für 2023 in Höhe von 68,0 Mio. EUR lagen. Im Vorjahr betrugen die Auftragseingänge noch 68,3 Mio. EUR. Der Auftragsbestand zum Jahresende 2023 lag bei 49,3 Mio. EUR (Vorjahr: 64,6 Mio. EUR).

Im Berichtszeitraum hat SECO NE 81,6 Mio. EUR Umsatz erwirtschaftet. Das entspricht einem Wachstum gegenüber dem Vorjahr um 39,9% oder 23,3 Mio. EUR. Dabei wuchsen die Bereiche Verkaufsautomaten (plus 18,9 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr) und Industrieautomation (plus 16,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr) am stärksten. Gegenläufig entwickelte sich der Bereich Gastronomietechnik (minus 8,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr). Regional verteilte sich das Umsatzwachstum vor allem auf die DACH- Region (plus 14,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr) bzw. Europa insgesamt (plus 21,9 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr).

Folgend der Umsatzentwicklung konnte ein Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 14,7 Mio. EUR (im VJ 7,8 Mio. EUR) erzielt werden. Damit konnte die EBITDA-Rendite trotz inflationsbedingten Anstiegs in vielen Bereichen durch Skaleneffekte und striktes Kostenmanagement auf 18,0% (bezogen auf den Umsatz) gesteigert werden (VJ: 13,4%).

Die zuvor genannten Effekte führten somit auch zu einer Steigerung des Ergebnisses vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) um 7,5 Mio. EUR auf 7,4 Mio. EUR.

Das im Lagebericht 2022 dargelegte Umsatzwachstum für 2023 im niedrigeren zweistelligen Bereich wurde damit deutlich übertroffen. Dagegen konnten das erwartete EBITDA (17,7 Mio. EUR) und das EBIT (15,7 Mio. EUR) nicht realisiert werden. Diese Kennzahlen lagen im Geschäftsjahr 2023 bei 14,7 Mio. EUR (EBITDA) bzw. 7,4 Mio. EUR (EBIT).

IV. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Vermögenslage der SECO Northern Europe GmbH ist zum Abschlussstichtag durch einen Anstieg der Bilanzsumme von 8,7% (entspricht rd. 12,3 Mio. EUR) geprägt. Ursächlich hierfür ist insbesondere der Anstieg der Forderungen aus den Lieferungs- und Leistungsbeziehungen aufgrund der positiven Umsatzentwicklung, sowohl gegen Dritte (+5,5 Mio. EUR) als auch gegen verbundene Unternehmen (+ 4,4 Mio. EUR).

Die immateriellen Vermögensgegenstände reduzierten sich um 3,2 Mio. EUR. Den Abschreibungen von 6,6 Mio. EUR standen Investitionen in Höhe von 3,9 Mio. EUR insbesondere in Hinblick auf die Einführung eines neuen ERP-Systems (SAP S4/HANA) gegenüber. Das Sachanlagevermögen verbleibt mit einem Anstieg von 0,3 Mio. EUR durch sich nahezu ausgleichende Investitionen von 1,1 Mio. EUR in Technische Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung und Abschreibungen auf konstantem Niveau. Die Finanzanlagen erhöhten sich durch ausgegebene langfristige Darlehen um 3,9 Mio. EUR. Der Vorratsbestand bewegt sich trotz gestiegener Geschäftstätigkeit ebenfalls auf konstantem Niveau (-0,5 Mio. EUR). Ursächlich hierfür ist insbesondere ein im Vorjahr erhöhter Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen aufgrund der damaligen angespannten Versorgungslage. Die Guthaben bei Kreditinstituten haben sich um 2,0 Mio. EUR auf 7,1 Mio. EUR (VJ 5,1 Mio. EUR) erhöht.

Die Finanzlage der SECO Northern Europe GmbH für das Geschäftsjahr 2023 ist unverändert gut. Verbindlichkeiten wurden innerhalb der Zahlungsfristen beglichen. Forderungen wurden weitestgehend innerhalb vereinbarter Zahlungsziele vereinnahmt - Zahlungsausfälle waren nicht zu verzeichnen.

Die Kapitalstruktur der SECO Northern Europe GmbH ist solide und stabil. Die Eigenkapitalquote beträgt im Geschäftsjahr 2023 rd. 12,1 % (Vorjahr: 10,9 %). Der Anstieg ist auf das positive Jahresergebnis im Berichtsjahr (3,3 Mio. EUR) zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich um 2,3 Mio. EUR. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum Stichtag in Höhe von rd. 6,8 % (Vorjahr: 4,9 %) der Bilanzsumme und werden regelmäßig innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen beglichen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Darlehen nebst Zinsverpflichtungen und erhöhten sich um 3,7 Mio. EUR.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von rd. 42,5 Mio. EUR übersteigen zum Bilanzstichtag die kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von rd. 26,0 Mio. EUR. Ursächlich hierfür sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (10,5 Mio. EUR; VJ 6,9 Mio. EUR) sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (27,9 Mio. EUR; VJ 8,5 Mio. EUR).

Die Ertragslage der SECO Northern Europe GmbH hat trotz des herausfordernden Umfeldes mit dem russischen Überfall auf die Ukraine, den gestiegenen Energiekosten, einer sich beschleunigenden Inflation und Versorgungsengpässen bei Bauteilen deutlich stärker zugelegt als das Branchenwachstum. Die Gesamtleistung stieg 2023 im Vergleich zum Vorjahr auf 85,5 Mio. EUR (62,2 Mio. EUR im Vorjahr).

Von den Umsätzen entfielen im Geschäftsjahr 2023 etwa 56,8 % auf Deutschland, auf die DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) entfielen insgesamt 80,4 %, die gesamten Auslandsumsätze entsprachen 43,2 %. Im Bereich Verkaufsautomatentechnik setzte die SECO Northern Europe GmbH im Berichtsjahr 40,1 Mio. EUR um, im Bereich Industrieautomation waren es 24,0 Mio. EUR und im Bereich Gastronomietechnik 8,8 Mio. EUR. Auf den Bereiche Medizin- und Labortechnik entfielen weitere 6,1 Mio. EUR. Damit ist SECO NE gegenüber dem Vorjahr mit Ausnahme des Bereichs Gastronomietechnik in allen Bereichen deutlich gewachsen.

Im Betrachtungszeitraum ist die Rohertragsquote (Rohertrag / Umsatzerlöse) unwesentlich um 0,6 %-Punkte auf 45,2 % gesunken. Das Rohergebnis (36,9 Mio. EUR) ist absolut um 10,2 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (26,7 Mio. EUR) gestiegen.

Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen sind im Betrachtungszeitraum um 36,8 % gestiegen und haben sich im Verhältnis zur Gesamtleistung von rd. 57,1 % im Vorjahr auf rd. 56,8 % im Geschäftsjahr 2023 nur unwesentlich verringert, was die Stabilität der Beschaffungskosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe auf hohem Niveau verdeutlicht. Die reine Materialaufwandsquote (Materialaufwand exkl. bezogene Leistungen und Leiharbeiter / Gesamtleistung) ist gegenüber dem Vorjahr mit 56,4% konstant geblieben.

Der Personalaufwand (13,8 Mio. EUR) ist infolge der gestiegenen Mitarbeiterzahl und regulärer Gehaltssteigerungen absolut um knapp 2,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (11,8 Mio. EUR) gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere infolge des hohen Einsatzes an Leiharbeitern gegenüber dem Vorjahr um 16,7 % gestiegen und beliefen sich im Betrachtungszeitraum somit auf rd. 8,5 Mio. EUR (Vorjahr: 7,3 Mio. EUR).

Zum Bilanzstichtag verzeichnete die Gesellschaft in ihren Büchern einen Auftragsbestand von 49,3 Mio. EUR.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der SECO Northern Europe GmbH sind Umsatz, EBIT und EBITDA. Das EBITDA erhöhte sich im Berichtsjahr auf 14,7 Mio. EUR (Vorjahr: 7,8 Mio. EUR), das EBIT betrug 7,4 Mio. EUR, nach -0,1 Mio. EUR im Vorjahr. Das EBITDA betrug im Betrachtungszeitraum ca. 18,4 % - bezogen auf die Umsatzerlöse (Vorjahr: 13,5%). Das EBIT betrug 9,2 % (bezogen auf die Umsatzerlöse; Vorjahr: -0,1 %).

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden zur Unternehmenssteuerung nicht herangezogen.

3. Prognosebericht

Die nachfolgenden Aussagen zum zukünftigen Geschäftsverlauf der SECO Northern Europe und den dafür als wesentlich beurteilten Annahmen über die wirtschaftliche Entwicklung von Markt und Branche basieren auf den Einschätzungen der Geschäftsführung, die sie nach den ihr vorliegenden Informationen zum Zeitpunkt der Berichterstattung als realistisch ansieht. Diese sind jedoch mit Unsicherheiten behaftet und bergen ein unvermeidbares Risiko, dass die prognostizierten Entwicklungen weder in ihrer Tendenz noch ihrem Ausmaß nach tatsächlich eintreten.

Im Jahr 2024 zeigte sich die Weltwirtschaft nach den massiven Auswirkungen der geopolitischen Spannungen, vor allem dem Krieg in der Ukraine, weiterhin von Unsicherheiten geprägt. Die globalen Lieferkettenprobleme, insbesondere in der Energieversorgung, sowie hohe Rohstoffpreise belasteten das weltweite Wirtschaftswachstum. Das Wachstum der Weltwirtschaft lag 2024 bei etwa 2,9 %. Zudem hat die Unsicherheit bezüglich der geopolitischen Lage, vor allem die fortdauernde Konfrontation in der Ukraine, die internationalen Märkte weiterhin destabilisiert16.

Für 2024 konnte eine Rückkehr zu einer moderaten Inflationsrate von etwa 2,4 % verzeichnet werden.17 Für 2025 wird nur noch eine Inflationsrate von 2,1% erwartet, da sich die Energiepreise voraussichtlich stabilisieren und die Geldpolitik der EZB weiterhin restriktiv bleibt.18 Das BIP-Wachstum im Euro-Raum dürfte für das Jahr 2025 bei etwa 0,9 % liegen, da die Wirtschaftsaktivität weiterhin durch die geldpolitischen Straffungsmaßnahmen und die geopolitischen Unsicherheiten gedämpft wird19.

Für das Jahr 2025 wird weiterhin mit einem moderaten globalen Wachstum gerechnet, wenngleich die konjunkturelle Dynamik insgesamt gedämpft bleibt.20 In den USA dürfte das Wirtschaftswachstum nach einem robusten Jahr 2024 (ca. 2,8 %) leicht nachlassen, da die Geldpolitik restriktiv bleibt und sich die Auswirkungen neuer Handelszölle bemerkbar machen.21 Die Inflation zeigt sich rückläufig, verharrt aber insbesondere im Dienstleistungssektor über dem Zielwert der US-Notenbank.22 In China schwächte sich das Wachstum 2024 auf rund 4,6 % ab. Für 2025 wird eine ähnliche Entwicklung erwartet, da strukturelle Probleme im Immobiliensektor sowie eine verhaltene Binnennachfrage die Erholung begrenzen.23 Geopolitische Spannungen, insbesondere mit den USA, bleiben ein Unsicherheitsfaktor für die wirtschaftliche Entwicklung der Region.

In Deutschland wird für 2025 eine moderate wirtschaftliche Erholung erwartet. Positive Impulse könnten von steigenden Konsumausgaben, staatlichen Investitionen und der Beseitigung von Lieferkettenproblemen ausgehen. Allerdings könnten anhaltend hohe Energiekosten, das erhöhte Zinsniveau und eine schwache Exportnachfrage das Wachstum dämpfen. Die Inflation und die weiterhin restriktive Zinspolitik der EZB stellen ebenfalls Herausforderungen dar. Das BIP-Wachstum wird voraussichtlich bei etwa 0,2 % liegen. Für 2025 wird ein langsames Wachstum erwartet, mit Deutschland als eine der am langsamsten wachsenden Industrienationen24.

Im Jahr 2024 ist SECO Northern Europe erwartungsgemäß leicht gewachsen, sowohl hinsichtlich des Umsatzes, der im niedrigen einstelligen Prozentbereich zugelegt hat, als auch im Ergebnis. Laut vorläufigem, ungeprüften Jahresabschluss für das Jahr 2024 konnten Umsatzerlöse von etwa TEUR 82.000 und ein Jahresergebnis von etwa TEUR 6.800 erzielt werden. Ausgewirkt haben sich sowohl Mengeneffekte durch die weiterhin hohe Nachfrage als auch Preiseffekte. Das EBIT stieg demnach auf etwa TEUR 9.600 und das EBITDA auf TEUR 13.900.

16 Vgl. https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/
2023/09/15-konjunktur-verhalteneentwicklung-der-weltwirtschaft.html?
17 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/156285/umfrage/entwicklung-
der-inflationsrate-in-der-eu-und-der-eurozone/# :~: text=Im%20Jahr%202024%
20ist%20die,Eurozone%20von%202004%20bis%202024.
18 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/eurozone-deutschland-wachstum-
100.html#:~: text=Die%20Teuerung%20k%C3%B6nnte%20im%20
Euroraum,von%20zwei%20Prozent%20sinken%20wird.
19 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/eurozone-deutschland-
wachstum-100.html
20 https://www.imf.org/en/Publications/WEO?utm_source=chatgpt.com
21 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/14558/umfrage
/wachstum-des-bruttoinlandsprodukts-in-den-usa/#:~: text=Im%20Jahr%202024%20hat%
20das,rund%201%2C8%20Prozent%20prognostiziert.
22 https://www.handelsblatt.com/finanzen/geldpolitik/inflation-us-inflationsrate-
sinkt-auf-23-prozent/100126481.html
23 https://www.iwkoeln.de/studien/gero-kunath-chinas-wachstum-geht-die-puste-aus.html
24 https://www.ifo.de/fakten/2025-03-17/ifo-konjunkturprognose-
fruehjahr-2025-deutsche-wirtschaftsteckt-fest

Eine genaue, belastbare Prognose der Entwicklung der Leistungsindikatoren von SECO Northern Europe für 2025 ist aufgrund der Vielzahl an Unwägbarkeiten, die sich aus den global wirkenden Krisen, der unsicheren Pandemie-Entwicklung sowie fiskal- und geldpolitischen Gegenmaßnahmen ergeben, nicht möglich.

Das Management von SECO Northern Europe geht davon aus, dass das Jahr 2025 weiterhin von Lagerabbauaktivitäten seitens der Kunden geprägt sein wird, mit einem starken Fokus auf Bestandsoptimierung und Effizienz. Zudem werden spezifische Herausforderungen bei bestimmten Schlüsselkunden erwartet, insbesondere im Zusammenhang mit Projekten von großer Bedeutung innerhalb des Portfolios von SECO Northern Europe, vor allem in der ersten Jahreshälfte. Diese Entwicklungen dürften zu einem Rückgang des Verkaufsvolumen im Laufe des Jahres 2025 führen, was sich in einem prognostizierten Umsatzrückgang von etwa 25 Prozent im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024 niederschlägt.

Bezüglich der Leistungskennzahlen EBIT und EBITDA erwartet das Management jedoch eine positive Entwicklung für das EBITDA (17,7 % der Umsatzerlöse im Jahr 2025 gegenüber 16,95 % in 2024) und einen nur leichten Rückgang von -0,9 % für das EBIT (10,2 % der Umsatzerlöse im Jahr 2025 gegenüber 11,3 % in 2024), mit einer prozentualen Verbesserung, die auf den operativen Hebeleffekt, die Straffung der Verwaltungskosten und eine ausgewogenere Produktverteilung zwischen Hardware und Software zurückzuführen ist.

Trotz des für 2025 erwarteten Umsatzrückgangs bleibt das Unternehmen, ebenso wie die gesamte Gruppe, fest auf langfristiges Wachstum ausgerichtet. Es wird weiterhin in Innovation investiert und es werden die optimalen Voraussetzungen geschaffen, um zukünftige Entwicklungschancen zu nutzen. Letztlich sind wir überzeugt, dass unsere Fähigkeit, uns an ständig wandelnde Marktdynamiken anzupassen und unsere technologische Expertise gezielt einzusetzen, ein entscheidender Faktor für die Aufrechterhaltung unseres Wettbewerbsvorteils war und auch künftig sein wird. So ist sichergestellt, dass wir auch in einem herausfordernden Marktumfeld profitabel agieren.

4. Risiko- / Chancenbericht

I. Allgemeiner Risiko- und Chancenbericht

Die Geschäftspolitik der SECO Northern Europe GmbH ist darauf ausgerichtet, profitables Wachstum zu ermöglichen und den Unternehmenswert als Teil der SECO-Gruppe langfristig zu steigern. Die SECO Northern Europe GmbH ist einerseits vielfältigen Risiken ausgesetzt, andererseits bieten sich auch zahlreiche Chancen, insbesondere auch durch die Integration in die global agierende SECO-Gruppe. Unternehmerisches Handeln erfordert daher eine sorgfältige Überwachung aller relevanten Chancen und Risiken. Strategische und operative Entscheidungen werden grundsätzlich auf der Basis einer systematischen Analyse und Bewertung der Chancen und Risiken in Bezug auf die Ertrags- und Liquiditätslage des Unternehmens sowie auf die zukünftige Entwicklung getroffen. Dazu wurde ein umfassendes, systematisches Managementsystem der Risiken und Chancen installiert.

Bestandsgefährdende, unangemessen hohe oder unüberschaubare Risiken werden generell nicht eingegangen.

CHANCENMANAGEMENT

Um das angestrebte profitable Wachstum zu fördern und sicherzustellen, ist eine systematische Identifikation und Realisierung von operativen und strategischen Chancen wichtig.

Die Identifikation und Bewertung von operativen Chancen erfolgt im Wesentlichen durch die Abteilungsleitungen in den einzelnen Bereichen. Dabei werden die jeweiligen Märkte beobachtet und analysiert, um so Trends und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und sich ergebende Chancen ableiten und wahrnehmen zu können. Chancen von übergeordneter strategischer Bedeutung, wie Akquisitionen, Kooperationen oder auch Strategieanpassungen, werden auf Geschäftsführungsebene analysiert, bewertet und dem Management der Konzernmutter zur Entscheidung vorgelegt.

RISIKOMANAGEMENT

Die SECO Northern Europe GmbH verfügt über ein integriertes Risiko-Managementsystem, das gemäß der internationalen Norm ISO 31000 „Risikomanagement - Allgemeine Anleitung zu den Grundsätzen und zur Implementierung eines Risikomanagements“ aufgesetzt wurde. Das System stellt die frühzeitige Erkennung von Unternehmensrisiken sicher und gewährleistet, dass wirkungsvolle Gegenmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden. Dabei ist die Überwachung der konsequenten Umsetzung eingeleiteter Maßnahmen ein wesentlicher Bestandteil des Systems. Nach der Identifizierung von Risiken werden diese analysiert, bewertet, so weit wie möglich gesteuert und fortlaufend überwacht.

II. Spezieller Risiko- und Chancenbericht

BESCHAFFUNG

Der Ausfall wichtiger Lieferanten kann für die SECO Northern Europe GmbH gravierende Folgen haben. Um die Risiken auf der Beschaffungsseite so gering wie möglich zu halten, betreiben wir ein umfassendes Lieferantenmanagement. Zusätzlich überwachen wir die Lieferantenbonität durch regelmäßige Anfragen bei Ratingagenturen. Unsere Grundversorgung können wir durch weitgehendes Multi-Sourcing gewährleisten. Bei einigen Schlüsselkomponenten wird jedoch aufgrund von Stückzahlen, Wirtschaftlichkeit oder Kundenvorgaben auf Single-Sourcing gesetzt. Mit allen Lieferanten steht die SECO Northern Europe GmbH in ständigem Kontakt, um eine termingerechte, einwandfreie Belieferung sicherzustellen. Für diese Lieferanten und weitere, die Kernkomponenten liefern, werden langfristige Einkaufskontrakte abgeschlossen, um kundenseitig die Liefertreue zu gewährleisten. Mit der Integration in die SECO-Gruppe erfolgt die Beschaffung kritischer Komponenten auch über die Einkaufsabteilung der Konzernmutter, um so Einkaufsvorteile zu sichern.

Einige der Komponenten, die das Unternehmen benötigt, unterliegen konjunkturellen Nachfrageschwankungen, die zu einer hohen Preisvolatilität führen. Diese Artikel werden mittels interner Analysen identifiziert und im eigenen Haus ausreichend bevorratet bzw. die Beschaffung per Rahmenliefervertrag beim Lieferanten abgesichert. Grundsätzlich werden Maßnahmen ergriffen, um die Einkaufspreise stabil zu halten bzw. zu senken; ohne Abstriche bei Qualität und Durabilität.

Einige unserer Produkte werden über lange Zeiträume vertrieben. Daher ist es wichtig, die Verfügbarkeit der verwendeten Bauteile laufend zu prüfen. Dazu wurde der Zugang zu einer weltweiten Bauteildatenbank geschaffen, in der die Lifecycle-Daten und auch alle Environmental-Daten (RoHS, Reach Anforderungen usw.) der Bauteile verfügbar sind. Für den Fall, dass Bauteile vom Lieferanten abgekündigt werden, verfügt SECO Northern Europe über ein EOL (end-of-life)-Management, welches in Absprache mit dem Kunden eine Bevorratung von Komponenten sicherstellt.

Der Einkauf von Komponenten erfolgt auch in Fremdwährungsräumen (USA und Asien) und unterliegt demnach Fremdwährungsschwankungen, die sich ausschließlich auf das Verhältnis von Euro zu US-Dollar beziehen. In einem definierten Umfang werden die sich daraus ergebenden Fremdwährungsrisiken mit Devisentermingeschäften begrenzt. Dies gewährleistet unter anderem die Stabilisierung der Rohertragsmarge.

Im Geschäftsjahr 2022 hatte die Geschäftsführung auf die allgemeine Verknappung und - als Folge daraus - die Allokation sowie lange Wiederbeschaffungszeiten im Bereich Elektronikkomponenten die Bevorratung mit diesen Komponenten ausgebaut und angemessene Pufferläger aufgebaut, um eine zuverlässige Belieferung ihrer Kunden zu gewährleisten. Mit dem Ende der Lockdowns in China und einer allgemeinen Entspannung am Beschaffungsmarkt wurden diese Sicherheitsbestände überprüft und dort, wo es risikolos möglich war, schrittweise zurückgefahren. Dabei analysieren wir weiterhin aufmerksam die Lieferketten und können bei Anzeichen von erneuten Störungen unmittelbar reagieren.

PRODUKTE

Im Zusammenhang mit unserer Geschäftstätigkeit entstehen produktbezogene Risiken aus möglichen Gewährleistungs- oder Vertragsverletzungsansprüchen aufgrund von Qualitätsproblemen und damit verbundenen Mängelbeseitigungsansprüchen. Eine Begrenzung dieser Risiken erfolgt durch die umfangreichen (ggf. auch juristischen) Prüfungen der Vertragsklauseln, die durch die kaufmännische Leitung vor Abschluss eines Kundenkontrakts durchgeführt werden.

Das Haftungsrisiko aus möglichen Gewährleistungsansprüchen wird durch das Einhalten der festgelegten Qualitätsstandards minimiert. Das integrierte Managementsystem der SECO Northern Europe GmbH setzt die einschlägigen internationalen Normen systematisch und konsequent um; ISO 9001 für das allgemeine Qualitätsmanagement, ISO 13485 für das Qualitätsmanagement von Medizinprodukten und ISO 14001 für das Umweltmanagement25.

Alle Kundenreklamationen werden regelmäßig ausgewertet und die ggf. notwendigen Verbesserungsmaßnahmen werden in den Fachabteilungen durchgeführt. Zusätzlich sind entsprechende Versicherungen abgeschlossen worden, um ggf. finanzielle Forderungen durch Gewährleistungsansprüche der Kunden abzudecken.

25 Vgl. https://north.seco.com/rechtliches/agb (ISO 13485 wurde 2023 nicht erneuert)

TECHNOLOGIE

Die SECO Northern Europe GmbH unterliegt dem Risiko, dass die entwickelten Technologien durch die Marktentwicklungen technisch überholt und überflüssig werden. Prozessoren, Touchscreens und Displays sind wichtige Bestandteile des Sortiments. Diese Teile unterliegen einem schnellen technischen Wandel. Dies gilt für alle Geschäftsbereiche. Um immer auf dem aktuellen Stand der Technik zu bleiben, wird der Markt ständig beobachtet. Neben Messebesuchen, Internetrecherchen und Kundenbefragungen wird auch ein strukturiertes Innovationsmanagement betrieben.

Die SECO Northern Europe GmbH hat hohe Entwicklungsausgaben für die ständige Innovation26. Hierbei tritt das Unternehmen zunächst immer in Vorleistung, indem es Entwicklungen auf neuen Prozessorgenerationen und Betriebssystemen aus eigenem Budget durchführt. Parallel finden aber auch bezahlte Entwicklungen für Kunden statt. Das Verhältnis zwischen unbezahlten Entwicklungen zur Innovation und bezahlten Kundenprojekten wird durch das Projektmanagement gut ausbalanciert.

PERSONAL

Die Mitarbeiter und deren Kompetenz, Engagement und Motivation sind das Fundament für den Erfolg der SECO Northern Europe GmbH. Der Verlust von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in strategischen Positionen stellt ein Risiko dar, welches zum Verlust von unternehmensspezifischem Wissen, zu Kapazitätsengpässen oder zu Produktivitätseinbußen führen kann. Diesem Risiko begegnet die SECO Northern Europe GmbH, indem sie alle Schlüsselpositionen doppelt besetzt oder, wo dies nicht möglich oder sinnvoll ist, Wissen auf mehrere Personen verteilt und darüber hinaus ein umfangreiches Mitarbeiter-Bindungs-Programm initiiert hat. In diesem Programm werden den Mitarbeitern zusätzlich zur leistungsfördernden Vergütung verschiedene Zusatzleistungen angeboten.

Darüber hinaus bietet die SECO Northern Europe GmbH individuelle Entwicklungs- und Weiterbildungsmaßnahmen an, die jährlich mit jedem Mitarbeiter besprochen werden. Es gibt ein flexibles Arbeitszeit- und Arbeitsortmodell, das auch die Tätigkeit im privaten Home-Office einschließt. Der Grad der Mitarbeiterzufriedenheit wird in Mitarbeiterbefragungen erfasst. Nach jeder Mitarbeiterbefragung wird durch die Geschäftsführung ein Bündel Maßnahmen beschlossen, um die Mitarbeiterzufriedenheit weiter zu erhöhen.

MARKT

Die SECO Northern Europe GmbH ist überwiegend in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig (Umsatzanteil DACH im Jahr 2023 am Gesamtumsatz: 82,2 %) und somit von der Wirtschaftsentwicklung dieser Regionen abhängig. Die SECO Northern Europe GmbH fokussiert sich auf den nordeuropäischen Raum mit Schwerpunkt DACH.

Die US-amerikanische Zollpolitik unter der Trump-Administration ist als potenzieller Risikofaktor für die Geschäftsentwicklung der SECO Northern Europe GmbH zu bewerten.

26 Vgl. Ziffer 1. II. „Forschung und Entwicklung“ dieses Lageberichts

Die Einführung beziehungsweise Erhöhung von Importzöllen auf verschiedene Warengruppen durch die Vereinigten Staaten kann direkte wie indirekte Auswirkungen auf die internationalen Lieferketten und die Preisstruktur innerhalb des Konzerns haben. Zwar betreibt die SECO Northern Europe GmbH keine unmittelbaren Exporte in die USA, jedoch können sich durch gestiegene Beschaffungskosten, Handelsumlenkungen sowie eine mögliche Verschärfung internationaler Handelskonflikte negative Effekte auf Einkaufspreise, Verfügbarkeiten sowie Absatzmärkte ergeben. Diese Entwicklungen werden kontinuierlich beobachtet und in die laufende Risikoanalyse integriert.

RECHTLICHES

Dem Risiko, mit internationalen Regelungen in Konflikt zu geraten und den sich daraus ergebenden rechtlichen und finanziellen Folgen, begegnet die SECO Northern Europe GmbH dadurch, dass wir die relevanten Regelungen konsequent überwachen und die nötigen Maßnahmen zu ihrer Einhaltung ergreifen. Dazu werden die Mitarbeitenden aus den entsprechenden Bereichen (z.B. Qualitätsmanagement, Beschaffung, Versand) fortlaufend geschult.

Beispiele der internationalen Regelungen, von denen die SECO Northern Europe GmbH betroffen ist, sind: UL-Anforderungen für die Produkte des US-amerikanischen Marktes, CE-Anforderungen für die Produkte des EU-Binnenmarkts, regulatorische Anforderungen wie RoHS, Reach, Conflict Minerals, weltweite Zollabwicklung, Sanktionslistenprüfungen, Dual-Use Prüfungen usw. Auch hier partizipiert die SECO Northern Europe GmbH von der Integration in die global agierende SECO-Gruppe mit Standorten in Europa, USA, China und Indien.

PRODUKTION INFRASTRUKTUR LOGISTIK

Der plötzliche Ausfall von wichtigen Produktionsmaschinen ist ein Risiko für die Produktion und die termingerechte Auslieferung der Produkte der SECO Northern Europe GmbH. Daher wurden viele Redundanzen im Maschinenpark eingerichtet und ein umfangreiches Wartungssystem zur präventiven Wartung des gesamten Maschinenparks etabliert. Zusätzlich bestehen Verträge mit einzelnen Herstellern zur schnellen Wiederherstellung einer ausgefallenen Maschine. Es besteht auch die Möglichkeit, Fertigungskapazitäten an den Mutterkonzern nach Arezzo, Italien, oder Fertigungsdienstleister fremdzuvergeben.

FINANZEN

Der mögliche Zahlungsausfall eines oder mehrerer Kunden ist für die SECO Northern Europe GmbH angesichts der breiten Kundenbasis gut beherrschbar. Neben dem Bestand an liquiden Mitteln (7,1 Mio. EUR per 31.12.2023) verfügt die SECO Northern Europe GmbH mit der Integration in die SECO-Gruppe über die Möglichkeit der Finanzierung durch die Konzernmutter.

Der Anteil an großen namhaften Kunden ist bei der SECO Northern Europe GmbH hoch. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Zahlungsausfälle bei der SECO Northern Europe GmbH in der bisherigen Firmengeschichte sehr selten waren. Im Jahr 2023 waren, wie auch in den Vorjahren, keine Zahlungsausfälle zu verzeichnen.

Das Forderungsmanagement inkl. der Mahnläufe wird konsequent durchgeführt. Es besteht eine Kooperation mit einem weltweit tätigen Dienstleister zur Forderungsrealisierung. Weiterhin ist eine systematische Überprüfung und Überwachung von Kreditlimits und Bonitäten eingerichtet, sowohl für den Freigabeprozess bei Neukunden als auch für die Erhöhung von bestehenden Kreditlimits.

Da die SECO Northern Europe GmbH einen hohen Umsatzanteil in der DACH-Region in Euro hat und Materialeinkäufe überwiegend in US-Dollar tätigt, besteht ein Währungsrisiko, da Preise für Kunden in Rahmenkontrakten überwiegend langfristig (häufig ein Jahr) festgelegt werden. Dem wird zum Teil durch den Abschluss entsprechender Sicherungsgeschäfte (Devisentermingeschäfte, s.o.) entgegengewirkt.

IT-SICHERHEIT

Für die SECO Northern Europe GmbH wichtige Geschäftsabläufe sind in IT-Systemen integriert. Der Ausfall von bedeutenden Systemen oder größere Datenverluste können zu Geschäftsunterbrechungen führen. Diesen informationstechnologischen Risiken beugt die SECO Northern Europe GmbH durch ein umfangreiches IT-Notfall-Management vor.

Für verschiedene Katastrophenszenarien existieren Notfall- und Wiederanlaufpläne.

Risiken bestehen weiterhin im unbefugten Zugriff auf sensible Unternehmensdaten und Informationen. Um diese abzuwenden, werden individuelle Zugriffsprofile und Sicherheitstechnologien (u.a. Firewall) eingesetzt.

Um die Sicherheit und Effizienz der Geschäftsprozesse aktuell und zukünftig zu gewährleisten, werden die IT-Systeme ständig überprüft und weiterentwickelt. Des Weiteren sind die Mitarbeitenden des Unternehmens zur Einhaltung einer EDV-Nutzungsrichtlinie verpflichtet.

NICHT UNTERNEHMERISCHE RISIKEN

Auch die SECO Northern Europe GmbH ist nicht-unternehmerischen Risiken wie Naturkatastrophen, Feuer und Unfällen ausgesetzt. Im Rahmen des eingeführten Umweltmanagementsystems (ISO 14001-Zertifizierung) wurden diese Risiken bewertet und ggf. Maßnahmen eingeleitet. Teilweise wird gemeinsam mit Kunden eine weitere Strategie zur Risikobegrenzung vereinbart, z. B. Sicherheitsläger in unserem Außenlager oder redundante Prüfsysteme, die extern eingelagert sind.

III. Gesamtbild der Risiko- und Chancenlage der Gesellschaft

Wir operieren weiterhin in einem komplexen und wettbewerbsintensiven Umfeld, das durch Risiken im Zusammenhang mit der Entwicklung des Konjunkturzyklus sowie durch die Instabilität des internationalen politischen und makroökonomischen Rahmens gekennzeichnet ist. Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine hat weltweit erhebliche Auswirkungen gehabt, insbesondere in Bezug aufsteigende Transport, Rohstoff und Energiekosten. Die daraus resultierenden geopolitischen Spannungen haben vor allem in Europa spürbare Folgen gezeigt. Auch der Konflikt im Nahen Osten hat sich negativ auf die Handelsströme ausgewirkt: Die Sicherheitsrisiken für die Schifffahrt im Roten Meer haben zu einem drastischen Rückgang des Verkehrs durch den Suezkanal geführt, was Umleitungen, höhere Logistikkosten und längere Lieferzeiten zur Folge hatte.

Nach zwei Jahren, die von Engpässen bei Rohstoffen und elektronischen Komponenten geprägt waren, was Unternehmen dazu veranlasste, ihre Lagerbestände zu erhöhen, um längere Lieferzeiten zu kompensieren, zeigte sich im Jahr 2024 eine allmähliche Verbesserung entlang der Lieferkette. In einem makroökonomischen Umfeld, das von Inflation und restriktiven Geldpolitiken beeinflusst ist, hat die Normalisierung der Lieferzeiten einen anhaltenden Lagerabbau bei den Kunden begünstigt.

Trotz dieser Herausforderungen hat das Unternehmen den Fokus auf die Stärkung der Kundenbeziehungen, die Beschleunigung der technologischen Führungsrolle, die Optimierung der Lieferkette, die Verbesserung der operativen Effizienz und die Aufrechterhaltung einer soliden finanziellen Position beibehalten. Gleichzeitig entstehen kontinuierlich neue Chancen, die erkannt, bewertet und bestmöglich genutzt werden müssen, durch konsequente Innovationsbereitschaft, strategische Partnerschaften und Nachhaltigkeit. Die Digitalisierung stellt eine der wichtigsten globalen strategischen Hebel dar und hat einen zunehmenden Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit von Unternehmen. Der Einsatz innovativer Technologien, wie integrierte Smart-Lösungen mit Hard- und Softwarekomponenten, ermöglicht die digitale Transformation von Geschäftsprozessen und fördert die Entstehung neuer Geschäftsmodelle und Entwicklungsmöglichkeiten. Insbesondere die Integration von Edge Computing, IoT, Datenanalyse und Künstlicher Intelligenz beschleunigt die Einführung von Dienstleistungen mit hohem Mehrwert und verändert grundlegend die Art und Weise, wie ICT-Produkte und - Dienstleistungen konzipiert, bereitgestellt und genutzt werden.

Die flächendeckende Verbreitung digitaler Technologien erfasst heute auch traditionell analoge Branchen und zwingt Unternehmen dazu, in die Verbesserung der Nutzererfahrung und die funktionale Innovation ihrer Produkte zu investieren in einem zunehmend vernetzten und technologisch fortschrittlichen Umfeld. Der Klimawandel und die Herausforderungen bei der Versorgung mit Rohstoffen und Energie machen die Energiewende immer dringlicher. In diesem Zusammenhang spielt die Digitalisierung eine zentrale Rolle: Der Einsatz von Edge-Al-Technologien ermöglicht die lokale Ausführung komplexer Modelle, fördert die Energieeffizienz, senkt den Verbrauch und unterstützt erneuerbare Energiequellen, sowohl im industriellen als auch im privaten Bereich.

Vor diesem Hintergrund bleibt der Markt für vernetzte Geräte und IoT-AI-Lösungen vielversprechend: Wie führende Branchenanalysten feststellen, deuten Wachstumsprognosen deutlich im zweistelligen Bereich darauf hin, dass der Digitalisierungstrend erst am Anfang steht.

Als Teil einer internationalen Gruppe profitieren wir von den Synergien aus etablierten Kooperationen und technologischen Partnerschaften. Im Jahr 2024 hat SECO seine Führungsposition in der Entwicklung und Produktion industrieller IoT-Lösungen durch bedeutende strategische Initiativen weiter gestärkt. Dazu zählen neue und vertiefte Kooperationen mit führenden Halbleiterherstellern, die uns frühzeitigen Zugang zu Spitzentechnologien ermöglichen. Zudem wurde eine Partnerschaft mit Raspberry Pi gestartet, die zur Entwicklung des SECO Pi Vision 10.1 CM5 geführt hat einer innovativen Lösung für die Verbindung zwischen Menschen und Maschinen. Parallel dazu setzte das Clea-Geschäft seinen Wachstumskurs durch strategische Allianzen mit globalen Akteuren wie NXP und Nayax fort. Mit NXP entwickeln wir eine integrierte Lösung, die die Clea-IoT-Plattform mit NXP-Chips und den Sicherheitsdiensten EdgeLock 2GO kompatibel macht. Mit Nayax integrieren wir unsere Software-Suite in deren Plattform, um fortschrittliche Zahlungslösungen und Edge-Al-Funktionen anzubieten.

Die Integration von SECO Northern Europe in die SECO-Gruppe schreitet erfolgreich voran, unterstützt durch kontinuierliche Investitionen in modernste Anlagen und Softwarelösungen. Insbesondere die Konsolidierung des SAP-Systems hat die Einführung einer einheitlichen Informationsinfrastruktur ermöglicht und den Integrationsprozess auf Gruppenebene weiter beschleunigt.

 

Hamburg, den 4. August 2025

SECO Northern Europe GmbH

Massimo Mauri

Stefano Baggio

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.480.796,55 3.441.821,90
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 840,15 7.173,00
3. Kundenstamm 30.043.198,00 31.350.000,00
4. Geschäfts- oder Firmenwert 51.836.111,37 55.823.656,00
5. In der Entwicklung befindliche selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 3.667.687,80 592.109,87
88.028.633,87 91.214.760,77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 63.947,59 1,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.123.659,50 2.362.510,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 551.345,42 1.104.683,50
3.738.952,51 3.467.194,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.702.792,10 1.702.792,10
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.510.811,01 1.605.334,68
7.213.603,11 3.308.126,78
98.981.189,49 97.990.082,05
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 17.501.236,23 19.467.031,51
2. Unfertige Erzeugnisse 4.466.042,54 1.121.423,68
3. Fertige Erzeugnisse 790.956,51 2.660.235,53
4. Geleistete Anzahlungen 5.826,00 21.285,88
22.764.061,28 23.269.976,60
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.803.115,29 10.338.248,48
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.269.024,70 934.159,63
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.048.227,25 667.169,94
22.120.367,24 11.939.578,05
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 7.097.089,53 5.128.289,51
51.981.518,05 40.337.844,16
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.169.243,07 1.376.347,98
D. Aktive latente Steuern 1.127.473,00 1.237.570,00
153.259.423,61 140.941.844,19

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 102.661,00 102.661,00
II. Kapitalrücklage 12.958.988,00 12.958.988,00
III. Gewinnvortrag 2.233.846,48 3.849.696,10
IV. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag (-) 3.316.354,29 -1.615.849,62
18.611.849,77 15.295.495,48
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 928.573,66 675.865,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.710.127,55 2.075.041,69
3.638.701,21 2.750.906,69
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.182.663,45 855.042,41
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 699.381,00 994.355,90
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.491.499,99 6.875.737,01
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 88.107.447,36 84.371.345,80
5. Sonstige Verbindlichkeiten 243.229,83 632.740,90
davon aus Steuern EUR 210.161,43 (Vorjahr: EUR 574.847,09)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 32.240,05 (Vorjahr: EUR 14.951,45)
102.724.221,63 93.729.222,02
D. Passive latente Steuern 28.284.651,00 29.166.220,00
153.259.423,61 140.941.844,19

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 81.564.055,12 58.291.684,37
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.475.339,84 1.209.812,75
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.643.737,73 1.937.170,34
4. Sonstige betriebliche Erträge 806.911,15 763.960,28
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 48.222.067,60 35.065.712,23
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 365.744,37 433.163,01
48.587.811,97 35.498.875,24
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 11.709.338,08 9.936.387,21
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.095.234,64 1.837.136,44
davon für Altersversorgung EUR 34.419,68 (Vorjahr EUR 48.127,87) 13.804.572,72 11.773.523,65
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 7.336.991,19 7.916.654,75
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.519.695,27 7.297.702,05
9. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 135.663,55 205.153,94
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 25.723,20 15.299,52
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 33.176,52
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.392.028,40 2.381.945,61
13. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.694.275,91 -799.285,68
14. Ergebnis nach Steuern 3.316.055,13 -1.613.157,90
15. Sonstige Steuern -299,16 2.691,72
16. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag (-) 3.316.354,29 -1.615.849,62

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Die SECO Northern Europe GmbH hat ihren Sitz in Hamburg und ist eingetragen in das Handelsregister B beim Amtsgericht Hamburg (Reg. Nr. HRB 148893).

Der Jahresabschluss der SECO Northern Europe GmbH wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG erstellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 Abs. 3 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, erfolgen die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke im Anhang.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Anlagevermögen

Selbstgeschaffene sowie entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und planmäßig linear abgeschrieben.

In die Herstellungskosten der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden die folgenden Bestandteile einbezogen: Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Herstellung veranlasst ist. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände haben grundsätzlich eine Nutzungsdauer zwischen drei und sechs Jahren.

Der Firmenwert und der Kundenstamm, die bei der Verschmelzung zweier Tochtergesellschaften auf die Gesellschaft zum 1. Januar 2022 entstanden sind, wurden zu Zeitwerten zum 1. Januar 2022 eingebucht und am Geschäftsjahresende vermindert um planmäßige Abschreibungen bilanziert. Der Firmenwert hat eine Nutzungsdauer von 15 und der Kundenstamm von 25 Jahren.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten der Sachanlagen werden die folgenden Bestandteile einbezogen: Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Herstellung veranlasst ist. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt für technische Anlagen und Maschinen 3 bis 20 Jahre und für Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Bilanzierung der Ausleihungen erfolgt zu Nominalwerten.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Finanzanlagen betreffen zum 31.12.2023 die unmittelbaren Anteile an der folgenden Gesellschaft:

Anteil Eigenkapital 31.12.23 Ergebnis des Geschäftsjahres* 31.12.23
Anteile in % TEUR TEUR
SECO Mind Germany GmbH, Stuttgart 100 160 0

* Zwischen der SECO Northern Europe GmbH als beherrschendem Unternehmen und der SECO Mind Germany GmbH besteht seit dem 18./19.12.2019 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, so dass der Jahresüberschuss der SECO Mind Germany GmbH für das Berichtsjahr TEUR 0 beträgt (Gewinnabführung: TEUR 136 / Vorjahr: TEUR 205)

Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zum gewogenen Durchschnittswert (nach § 256 i.V.m. § 240 Abs. 4 HGB) oder dem niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 4 HGB bewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen und Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominal- bzw. Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch die Bildung einer pauschalen Wertberichtigung von 1% berücksichtigt.

Die Flüssigen Mittel werden zum Nennwert bewertet. Liquide Mittel in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet.

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben ausgewiesen, die vor dem Bilanzstichtag realisiert wurden, jedoch erst für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag einen Aufwand darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 32,1% im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr für Rückbauverpflichtungen werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel, der Bestandteil des Anhangs ist, dargestellt.

Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wurden im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 3.922 aktiviert. Insgesamt fielen im Geschäftsjahr Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 3.980 an.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Sonstige Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind insbesondere die nachfolgenden Rückstellungsarten sortiert nach ihrer Größenordnung enthalten:

Rückstellungen für Personalkosten

Rückstellungen für Urlaubsguthaben

Rückstellung für Rückbauverpflichtungen

Rückstellungen für Gewährleistungen

Rückstellungen für drohende Verluste

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:

31.12.2023
Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis zu 1 Jahr mehr als 1 bis zu 5 Jahre mehr als 5 Jahre gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.183 0 0 3.183
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 699 0 0 699
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 10.491 0 0 10.491
4. Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 27.902 60.206 0 88.108
5. Sonstige Verbindlichkeiten 243 0 0 243
Gesamt 42.518 60.206 0 102.724
31.12.2022
Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr mehr als 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 855 0 0 855
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 994 0 0 994
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 6.876 0 0 6.876
4. Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 8.527 30.887 44.957 84.371
5. Sonstige Verbindlichkeiten 633 0 0 633
Gesamt 17.885 30.887 44.957 93.729

Für die Verbindlichkeiten bestehen keine Besicherungen.

Sonstige Verbindlichkeiten

Sonstige Verbindlichkeiten bestehen zu TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 15) im Rahmen der sozialen Sicherheit und zu TEUR 210 (Vorjahr TEUR 196) aus Lohn- und Kirchensteuer und Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 378).

Angaben zu Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 5.269 (Vorjahr: TEUR 934). Gegen die Gesellschafterin ergeben sich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.348 (Vorjahr: TEUR 419). Bei den übrigen Forderungen handelt es sich in Höhe von TEUR 921 (Vorjahr: TEUR 316) um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 199) um sonstige Vermögensgegenstände.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 88.107 (Vorjahr: TEUR 84.371).

Gegenüber der Gesellschafterin bestehen Verbindlichkeiten aus Darlehen zzgl. aufgelaufener Zinsen in Höhe von TEUR 87.704 (Vorjahr: TEUR 83.397), davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 44.957).

Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Latente Steuern

Die aktiven und passiven latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.127 (Vorjahr: 1.238) resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen (Handelsbilanz II) und steuerlichen Wertansätzen der Zinsaufwendungen (sogenannte Zinsschranke). Temporäre Differenzen bei den selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen, der Kundenliste und des Firmenwerts führen zu passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 28.285 (Vorjahr: TEUR 29.166).

Die ergebniswirksame Veränderung der latenten Steuern betrug im Jahr 2023 einen Ertrag von TEUR 771 (Vorjahr: Ertrag von TEUR 2.180).

Umsatzerlöse

Die Aufschlüsselung der Umsätze nach Regionen ist nachstehend aufgeführt:

2023 2022 Veränderung Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
DACH-Region 65.599 51.106 14.493 28,4
davon Deutschland 46.330 41.497 4.833 11,6
Europa (inklusive DACH) 78.699 56.803 21.896 38,5
Amerika 2.013 1.274 739 58,0
Rest der Welt 852 215 637 296,3
Umsatz nach Regionen 81.564 58.292 23.272 39,9

Die Aufschlüsselung nach Bereichen ergibt sich aus der nachfolgenden Übersicht:

2023 2022 Veränderung Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Gastronomietechnik 8.849 16.863 -8.014 -47,5
Verkaufsautomatentechnik 40.091 21.229 18.862 88,8
Medizin- und Labortechnik 6.093 5.099 994 19,5
Industrieautomation 24.021 8.005 16.016 200,1
Gebäudesicherheit 0 2.622 -2622 -100,0
Sonstige 2.510 4.474 -1.964 -43,9
Umsatz nach Bereichen 81.564 58.292 23.272 39,9

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 303), von denen TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 1) unrealisiert waren.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 65) sowie sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 51 (Vorjahr: TEUR 133) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 191 (Vorjahr: TEUR 535) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 58 (Vorjahr: TEUR 300).

Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens entfallen wie im Vorjahr auf verbundene Unternehmen.

Zinsergebnis

Die im Vorjahr ausgewiesenen Zinserträge entfielen vollständig auf verbundene Unternehmen.

Der Zinsaufwand entfällt mit TEUR 2.361 (Vorjahr: TEUR 2.382) auf verbundene Unternehmen und betrifft in Höhe von TEUR 1.393 die Darlehen der Gesellschafterin SECO S.p.A., Arezzo, Italien, und in Höhe von TEUR 915 das Darlehen der Gesellschafterin SECO Northern Europe Holding GmbH, Hamburg.

Der Zinsaufwand in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0,4) entfällt auf die Aufzinsung der Rückbauverpflichtung.

Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Transaktionen sind außerdem folgende Geschäfte aufzuzeigen:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Operating Leasing-Verträgen für Fahrzeuge und Betriebsausstattungen ergibt sich ein Risiko aus dem Abfluss liquider Mittel aus den Leasingzahlungsverpflichtungen. Die finanziellen Auswirkungen belaufen sich insgesamt auf TEUR 423 (Vorjahr: 244 TEUR). Davon entfallen TEUR 188 auf das Jahr 2024, TEUR 163 auf das Jahr 2025 und TEUR 72 auf das Jahr 2026.

Zudem bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für Grundstücke und Gebäude in Höhe von TEUR 11.309 (Vorjahr: TEUR 12.519). Davon entfallen TEUR 1.478 auf das Jahr 2024. Der verbleibende Betrag hat eine Restlaufzeit bis maximal zum Jahr 2030.

Sonstige Pflichtangaben

Devisentermingeschäfte

Zur Absicherung unserer Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in ausländischer Währung wurden Devisentermingeschäfte bei unserer Partnerbank abgeschlossen. Sämtliche derivativen Finanzinstrumente werden nicht für spekulative Zwecke benutzt. Zum Berichtsstichtag betrug das Gesamtvolumen entsprechender Einkaufsgeschäfte USD 1,6 Millionen.

Bei den Einkaufskontrakten bestehen am Bilanzstichtag noch keine kongruenten Verbindlichkeiten. Sie dienen daher der Absicherung zukünftiger Transaktionen. Der Zeitwert dieser Kontrakte war zum Bilanzstichtag mit TEUR 15 negativ. Eine Drohverlustrückstellung ist in entsprechender Höhe gebildet worden.

Ausschüttungssperre

In Höhe der folgenden Beträge ergibt sich aus Aktivierungen gemäß § 268 Abs. 8 HGB eine Ausschüttungssperre:

TEUR
aus der Aktivierung
selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände 6.148
abzüglich der hierfür gebildeten passiven latenten Steuern -1.976
Gesamtbetrag der Beträge i.S.v. § 268 Abs. 8 HGB 4.172
Entsperrung durch Gewinnvortrag und Bilanzgewinn -4.172
0

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs und bis zum Zeitpunkt der Aufstellung wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Marc-Michael Braun (bis zum 30. August 2024) Kaufmann
Massimo Mauri Kaufmann
Dirk Finstel (bis zum 31. Oktober 2023) Kaufmann
Luca Buscherini (seit dem 6. November 2023 bis zum 31. Mai 2024) Ingenieur
Stefano Baggio (seit dem 1. Juni 2024) Ingenieur

Der Beruf der Geschäftsführer entspricht im Wesentlichen der Organstellung.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen, da Herr Mauri keine Bezüge von der Gesellschaft erhält.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen durchschnittlich beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 73
Angestellte 117
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 190

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der SECO Northern Europe GmbH wird in den Konzernabschluss zum 31.12.2023 der SECO S.p.A. mit Sitz in Arezzo, Italien, einbezogen. Die SECO S.p.A. erstellt einen Konzernabschluss zum 31.12.2023 für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen. Dieser Konzernabschluss ist in englischer Sprache am Sitz der Gesellschaft erhältlich sowie auf der Internetseite der SECO S.p.A. abrufbar.

Prüfungs- und Beratungshonorare

Die Abschlussprüferhonorare nach § 285 Nr. 17 HGB betragen mit TEUR 81 ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen (Vorjahr: TEUR 103).

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind keine weiteren unternehmensspezifischen Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Bilanzstichtag bekannt, die zu einer wesentlichen Änderung des Ausweises oder Wertansatzes der einzelnen Vermögenswerte oder Schuldposten zum 31. Dezember 2023 geführt hätten.

 

Hamburg, den 4. August 2025

SECO Northern Europe GmbH

Massimo Mauri

Stefano Baggio

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen *) Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.266.744,63 391.981,30 0,00 0,00 5.658.725,93
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.071,00 0,00 13.073,00 0,00 13.998,00
3. Kundenstamm 32.670.000,00 0,00 0,00 0,00 32.670.000,00
4. Geschäfts- oder Firmenwert 59.813.199,44 0,00 0,00 0,00 59.813.199,44
5. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 592.109,87 3.075.577,93 0,00 0,00 3.667.687,80
98.369.124,94 3.467.559,23 13.073,00 0,00 101.823.611,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1,00 119.349,00 51.575,00 0,00 67.775,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.782.469,59 864.304,88 48.187,50 763.356,11 4.361.943,08
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.317.431,62 173.024,01 15.849,00 -763.356,11 711.250,52
4.099.902,21 1.156.677,89 115.611,50 0,00 5.140.968,60
III. Finanzanlagen
I. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.702.792,10 0,00 0,00 0,00 1.702.792,10
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.605.334,68 4.563.120,13 657.643,80 0,00 5.510.811,01
3.308.126,78 4.563.120,13 657.643,80 0,00 7.213.603,11
105.777.153,93 9.187.357,25 786.328,30 0,00 114.178.182,88
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen *) Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.824.922,73 1.342.714,65 0,00 10.292,00 3.177.929,38
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.898,00 3.551,85 0,00 -10.292,00 13.157,85
3. Kundenstamm 1.320.000,00 1.306.802,00 0,00 0,00 2.626.802,00
4. Geschäfts- oder Firmenwert 3.989.543,44 3.987.544,63 0,00 0,00 7.977.088,07
5. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
7.154.364,17 6.640.613,13 0,00 0,00 13.794.977,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.090,41 10.994,00 12.731,00 3.827,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 529.343,91 600.238,58 19.744,00 128.445,09 1.238.283,58
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 212.748,12 94.049,07 5.716,00 -141.176,09 159.905,10
742.092,03 696.378,06 36.454,00 0,00 1.402.016,09
III. Finanzanlagen
I. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
7.896.456,20 7.336.991,19 36.454,00 0,00 15.196.993,39
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Vorjahr
EUR TEUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.480.796,55 3.442
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 840,15 7
3. Kundenstamm 30.043.198,00 31.350
4. Geschäfts- oder Firmenwert 51.836.111,37 55.824
5. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 3.667.687,80 592
88.028.633,87 91.215
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 63.947,59 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.123.659,50 2.362
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 551.345,42 1.105
3.738.952,51 3.467
III. Finanzanlagen
I. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.702.792,10 1.703
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.510.811,01 1.605
7.213.603,11 3.308
98.981.189,49 97.990

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SECO Northern Europe GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SECO Northern Europe GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SECO Northern Europe GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 4. August 2025

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Kritzer, Wirtschaftsprüfer

Frank Bertram, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 27. August 2025 festgestellt.

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