Vodafone GmbHLiquidiert

40549 Düsseldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 24644
Vorher
Mannesmann Mobilfunk GmbHVodafone D2 GmbH
Eingetragen
11.9.1989
Branche
Wiederverkaufs- und Vermittlungstätigkeiten für die TelekommunikationHerstellung von Geräten und Einrichtungen der TelekommunikationstechnikLeitungsgebundene Telekommunikation
Gegenstand
Die Planung, Errichtung und der Betrieb von Telekommunikationsnetzen, die Erbringung von Telekommunikations- und Multimediadienstleistungen, der Vertrieb von Produkten in diesen Tätigkeitsgebieten sowie sonstige hiermit in Zusammenhang stehende Tätigkeiten

Historie

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Management

NameRolle
Robert Hackl
seit 2.9.2013
Geschäftsführer
Anja Breitenbach
seit 2.9.2013
Prokura
Prokura
Annett Krause
seit 2.9.2013
Prokura
Björn Grope
seit 2.9.2013
Prokura
Ralph Barrein
seit 2.9.2013
Prokura
Claus Jepp
seit 2.9.2013
Prokura
Kerstin Rilk
seit 2.9.2013
Prokura
Birgit Pothmann
seit 2.9.2013
Prokura
Prokura
Armin Heddenhausen
seit 2.9.2013
Prokura
Benjamin Ballensiefen
seit 25.6.2013
Prokura
Hendrik Grempe
seit 25.6.2013
Prokura
Florian Riedl
seit 25.6.2013
Prokura
Timo Sillober
seit 25.6.2013
Prokura
Caroline Bellamy
seit 25.6.2013
Prokura
Venesa Hoffmann
seit 25.6.2013
Prokura
Louis Philip Lacor
seit 25.6.2013
Geschäftsführer
Thomas Nowak
seit 8.3.2013
Geschäftsführer
Peter Walz
seit 31.1.2013
Geschäftsführer
Susan Hennersdorf
seit 31.1.2013
Geschäftsführer
Lars Krug
seit 31.1.2013
Prokura
Shane Gaffney
seit 31.1.2013
Prokura
Guiscardo Pin
seit 31.1.2013
Prokura
Erik Friemuth
seit 31.1.2013
Geschäftsführer
Marc Lentwojt
seit 31.1.2013
Prokura
Frank Meyer
seit 31.1.2013
Prokura
Jens Schulte-Bockum
seit 29.5.2012
Geschäftsführer
Dirk Barnard
seit 21.1.2011
Geschäftsführer
Hartmut Kremling
seit 27.1.2005
Geschäftsführer
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Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
moconta GmbHAufgelöst
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Vodafone D2 GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2011 bis zum 31.03.2012

Lagebericht

1. Wirtschaftliches Umfeld

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2011 durch eine weitere deutliche konjunkturelle Erholung geprägt. Die Verbesserung der Wirtschaftsleistung im Jahr 2011 führte im Vergleich zum Vorjahr zu einem Anstieg des realen Bruttoinlandsproduktes um +3,0 %. Die positive Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes resultierte primär aus dem hohen Konsum sowie dem hohen Investitionsvolumen.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften entwickelte sich infolge der Wachstumsdynamik auch positiv, so dass die Arbeitslosenquote im Vorjahresvergleich um -0,6 %-Punkte auf 7,1 % gesunken ist. Die starke Außenhandelsnachfrage - Zuwachs der Exporte um +11,2 % und der Importe um +13,0 % - und das verbesserte Investitionsklima - Anstieg der Bruttoinvestitionen in 2011 um +3,6 % - führten zu einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes im Vergleich zum Jahr 2010. Der Anstieg der Binnennachfrage, resultierend aus den um +2,9 % gestiegenen staatlichen und den um +3,6 % gestiegenen privaten Konsumausgaben, unterstützte zusätzlich das Wachstum der deutschen Wirtschaft.

Für das Jahr 2012 erwarten die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute gemäß ihrem Frühjahrsgutachten 2012 ein Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes von nur noch +1,0 %, das trotz der aufgrund der Schuldenkrise zu erwartenden sinkenden Auslandsnachfrage insbesondere durch eine starke Binnennachfrage erzielt werden soll. Des Weiteren gehen die Wirtschaftsforschungsinstitute von einer anhaltend guten Arbeitsmarktsituation sowie ansteigenden Löhnen aus.

Die Telekommunikationsbranche verzeichnete auch im Jahr 2011 rückläufige Umsatzerlöse. Die Umsatzerlöse des deutschen Telekommunikationsmarktes betrugen im Jahr 2011 nach Angaben der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (Bundesnetzagentur) 58,4 Mrd. Euro. Der leichte Rückgang der Umsatzerlöse um -1,0 % im Vergleich zum Vorjahr resultierte insbesondere aus der hohen Wettbewerbsintensität sowie aus regulierungsbedingten Eingriffen. Dies führte zu sinkenden Festnetz- und Mobilfunkpreisen gegenüber dem Vorjahr in Höhe von -2,7 %. Der Preisverfall betraf sowohl Festnetz- und Internetverbindungen (-2,4 %) als auch mobile Sprach- und Datenverbindungen (-3,5 %). Die Telekommunikationsbranche wird auch weiterhin durch Eingriffe der Regulierungsbehörde und durch intensiven Wettbewerb im Jahr 2012 gekennzeichnet sein. Auf der anderen Seite führten eine weiter steigende Penetration von Smartphones und eine höhere Anzahl von Datenkarten zu einem starken Wachstum im mobilen Datenverkehr mit positiver Auswirkung auf die Umsatzerlöse. Für das kommende Jahr erwartet die Branche steigende Umsatzerlöse für die Bereiche Festnetz und Mobilfunk. Prognosen gehen von einer Steigerung der Umsatzerlöse für die Telekommunikationsbranche in Deutschland von +0,6 % im Vergleich zum Vorjahr aus.

2. Geschäftsentwicklung

Erweiterung der Geschäftstätigkeit

Im Geschäftsjahr ist die ehemalige ESP Services GmbH (ESP) auf die Vodafone D2 GmbH (Vodafone D2) verschmolzen worden. Die ESP mit Sitz in Düsseldorf wurde bis zu der Eintragung der Verschmelzung am 2. Dezember 2011 beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Handelsregisternummer HRB 52204 geführt. Die Vodafone D2 hat die Gesellschaft mit Wirkung zum 1. April 2011 zu Buchwerten aufgenommen. Die Vorjahresvergleichszahlen entsprechen den Werten der Vodafone D2.

Ertragslage

Im Berichtszeitraum vom 1. April 2011 bis 31. März 2012 betrug das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft 1.390,4 Mio. Euro; im Vergleich zum Vorjahr ergab sich ein Anstieg um +10,2 %. Insgesamt lag der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung im abgelaufenen Geschäftsjahr um +11,3 % über dem Wert des Vorjahres.

Die Umsatzerlöse konnten in diesem Zeitraum um +315,1 Mio. Euro (+3,4 %) auf 9.542,5 Mio. Euro gesteigert werden. Wesentliche Einflussfaktoren auf die Umsatzerlöse waren höhere Daten- und Endgeräteumsätze, die durch gesunkene Sprachumsätze teilweise kompensiert wurden. Die höheren Datenumsätze resultierten erneut aus der gesteigerten Nutzung von Smartphones. Um dieses zu erreichen, wurden die Akquisitions- und Kundenbindungskosten weiterhin auf diesen Bereich fokussiert und gegenüber dem Vorjahr erhöht. Der Anteil der Umsatzerlöse aus Datendiensten (inkl. Messaging) betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 29,7 % (Vorjahr 25,8 %). Das gestiegene Interesse an Smartphones führte zudem zu höheren Endgeräteumsätzen. Niedrigere Erlöse bei Sprachtelefonie waren auf den hohen Preiswettbewerb und regulierungsbedingte Entgeltentscheidungen zurückzuführen. Die Obergrenzen für Endkunden- und Vorleistungspreise für das Auslandsroaming von Sprachtelefonie in der Europäischen Union wurden von 0,39 Euro pro Minute auf 0,35 Euro pro Minute (-10,3 %) für abgehende Verbindungen im Ausland und von 0,15 Euro pro Minute auf 0,11 Euro pro Minute (-26,7 %) für ankommende Verbindungen im Ausland weiter gesenkt. Die Preisobergrenzen basieren auf der Roaming-Verordnung der EU-Kommission und gelten seit dem 1. Juli 2011. Das über dem Vorjahreswert liegende Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit resultierte überwiegend aus den im Vergleich zu den Umsatzerlösen unterproportional gestiegenen Kosten.

Die Anzahl der Teilnehmer sank im Mobilfunkbereich um -0,2 Mio. Teilnehmer (-0,7 %) auf 36,5 Mio. Teilnehmer (ohne MVNO (Mobile Virtual Network Operator)-Teilnehmer). Der Bestand an MVNO-Kunden erhöhte sich im Geschäftsjahr 2011/12 um ca. +1,1 Mio. Kunden auf 3,0 Mio. Kunden. Die Anzahl der Verbindungsminuten blieb mit 51,1 Mrd. Minuten nahezu stabil, während die Anzahl der versendeten SMS deutlich (+15,3 %) auf 19,6 Mrd. stieg. Im Festnetzbereich sank die Anzahl der direkten DSL-Anschlüsse leicht um -2,3 % auf 3,4 Mio. Anschlüsse, während die Anzahl der Wholesale-Anschlüsse um +0,2 Mio. Anschlüsse auf 0,7 Mio. Anschlüsse gewachsen ist.

Im Mobilfunkbereich reduzierten sich die durchschnittlichen Umsatzerlöse pro Kunde und Monat (ARPU) um -0,20 Euro (-1,3 %) auf 15,31 Euro. Neben den erwähnten regulierungsbedingten Eingriffen trug der intensive Wettbewerb mit zu der Reduzierung des ARPU bei. Im Festnetzbereich blieb der Breitband-ARPU im Geschäftsjahr 2011/12 mit 37,60 Euro nahezu unverändert.

Neben den Umsatzerlösen sind auch die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen um insgesamt 186,1 Mio. Euro auf 5.426,3 Mio. Euro gestiegen. Der Anstieg betrifft im Wesentlichen die mit höheren Akquisitionskosten verbundene Ausweitung des Smartphone-Geschäftes. Insgesamt entwickelten sich die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen nahezu proportional zu den Umsatzerlösen.

Die Reduzierung der Vertriebskosten um -52,7 Mio. Euro auf 2.119,4 Mio. Euro resultierte im Wesentlichen aus geringeren Provisionen im Vergleich zum Vorjahr.

Die Allgemeinen Verwaltungskosten haben sich entsprechend der allgemeinen Kostensteigerung um +8,9 Mio. Euro auf 429,1 Mio. Euro entwickelt.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung reduzierten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 41,0 Mio. Euro (-17,8 %).

Der Rückgang der Sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen resultierte im Wesentlichen aus im Vergleich zum Vorjahr reduzierten Gewinnen und Verlusten aus Anlagenabgängen.

Das Zinsergebnis ist um -13,8 Mio. Euro auf 0,8 Mio. Euro zurückgegangen, was insbesondere aus dem deutlichen Rückgang der Sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge resultierte.

Finanzlage

Das Eigenkapital der Vodafone D2 zum 31. März 2012 in Höhe von 7,6 Mrd. Euro ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. In Folge der zum 31. März 2012 leicht erhöhten Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote im Berichtszeitraum um -1,2 %-Punkte auf 73,9 % reduziert. Die Finanzierung der Vodafone D2 ist im Rahmen des Finanzverbundes im Vodafone-Konzern gesichert.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr um 250,0 Mio. Euro auf 2.362,4 Mio. Euro gesunken. Der durch die laufende Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Cashflow wurde im Wesentlichen zur Ergebnisabführung in Höhe von 920,5 Mio. Euro sowie mit 919,8 Mio. Euro zur Geldanlage bei der Vodafone Holding GmbH verwendet. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag im abgelaufenen Geschäftsjahr mit -604,7 Mio. Euro deutlich unter dem des Vorjahres. Er besteht im Wesentlichen aus Investitionen in Technische Anlagen und Maschinen in Höhe von 472,9 Mio. Euro sowie in Anlagen im Bau in Höhe von 67,0 Mio. Euro.

Die Vodafone D2 refinanziert sich ausschließlich über den Vodafone-Konzern. Diese Refinanzierung ist sichergestellt. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über deutlich positive operative Cashflows. Vor diesem Hintergrund sieht sich die Gesellschaft derzeit keinen Liquiditätsengpässen ausgesetzt.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Vodafone D2 ist gegenüber dem Vorjahr um +0,2 Mrd. Euro leicht gestiegen und beträgt 10,2 Mrd. Euro.

Die Immateriellen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen die in den Jahren 2000 und 2010 zu ursprünglichen Anschaffungskosten in Höhe von 8,6 Mrd. Euro erworbenen UMTS-Lizenzen und die im Jahr 2010 zu Anschaffungskosten in Höhe von 1,3 Mrd. Euro ersteigerten LTE-Lizenzen (Long Term Evolution). Das Sachanlagevermögen ist insbesondere durch den hohen Bestand an Technischen Anlagen und Maschinen geprägt. Die Summe der Abschreibungen in Höhe von 1,4 Mrd. Euro ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Während der Rückgang der Immateriellen Vermögensgegenstände vorwiegend durch die Abschreibung der UMTS- und LTE-Lizenzen geprägt ist, ist der leichte Anstieg des Sachanlagevermögens auf das die Abschreibungen übersteigende Investitionsvolumen zurückzuführen.

Die Investitionen der Vodafone D2 in Anlagevermögen (ohne Finanzanlagen) von insgesamt 625,8 Mio. Euro haben sich gegenüber dem Vorjahr (2.158,7 Mio. Euro; 736,2 Mio. Euro ohne Funknetzlizenzen) unter Nichtberücksichtigung des Erwerbs der Funknetzlizenzen verringert. Der Rückgang betrifft im Wesentlichen geringere Investitionen in dem Bereich IT sowie rückläufige Investitionen für UMTS Funktechnik, der teilweise durch Investitionen in den Ausbau des LTE-Netzes kompensiert werden konnte. In dem abgelaufenen Geschäftsjahr wurde darüber hinaus vor allem in die Erweiterung der Kapazität des UMTS/HSxPA (High Speed xlink Packet Access)- und des GSM-Mobilfunknetzes sowie in den Aufbau des LTE-Mobilfunknetzes investiert. Von den Investitionen in das Mobilfunknetz der Vodafone D2 betrafen 58,7 % der Investitionen die UMTS-/LTE-Technologie. Ende März 2012 waren 2.666 LTE-Standorte errichtet und damit 46 % der Fläche der Bundesrepublik Deutschland mit LTE versorgt. Die Investitionstätigkeit im Festnetzbereich betraf im Wesentlichen den Kapazitätsaufbau bei den Access-Netzen sowie die Erweiterung der Übertragungstechnik für Backbone-Netze.

Die Vodafone D2 investierte seit Gründung des Unternehmens insgesamt 15,0 Mrd. Euro in Immaterielle Vermögensgegenstände (exklusive UMTS-Lizenzen und LTE-Lizenzen) und in das Sachanlagevermögen. Die Restbuchwerte der zum 18. August 2000 sowie zum 28. Mai 2010 erworbenen UMTS-Lizenzen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 3,7 Mrd. Euro. Die zum 28. Mai 2010 erworbenen LTE-Lizenzen haben zum Bilanzstichtag einen Restbuchwert in Höhe von 1,2 Mrd. Euro. Auch künftig werden die Investitionen neben dem weiteren Netzausbau von der Entwicklung innovativer Dienste geprägt sein.

Der Anstieg der Vorräte ist überwiegend auf die gestiegene Nachfrage nach höherwertigen Endgeräten zurückzuführen. Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände sind um +921,8 Mio. Euro angestiegen, was im Wesentlichen aus gestiegenen Forderungen aus dem konzerninternen Cash Mangement resultiert.

Die Erhöhung der Passivseite der Bilanz (+162,0 Mio. Euro) ist im Wesentlichen durch die um +120,6 Mio. Euro auf 426,0 Mio. Euro gewachsenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gekennzeichnet. Der Anstieg betrifft im Wesentlichen den fortschreitenden Ausbau des LTE-Netzes.

3. Forschung und Entwicklung

Intensive Forschung und Entwicklung neuer Technologien und Produkte sind wesentlich für die gute Position der Vodafone D2, insbesondere auf dem Gebiet der technologischen Weiterentwicklung und Vorbereitung des gesamten Funknetzes auf die SRAN-Technologie (Single Radio Access Network), d.h. der energieeffizienten Kombination von 2G (GSM), 3G (UMTS) und 4G (LTE) Basisstationen. Insgesamt sind im Berichtszeitraum Aufwendungen in Höhe von 41 Mio. Euro (Vorjahr 49,8 Mio. Euro) für Forschung und Entwicklung eingesetzt worden. Die Tätigkeiten erstreckten sich insbesondere auf die Bereiche Network & Service Development (Core & Access) sowie Consumer & Service Platforms/IT Development.

Am 31. März 2012 war die Vodafone D2 Inhaberin von insgesamt 3.980 gewerblichen Schutzrechten (Patente, Patentanmeldungen, Erfindungen, Marken, Geschmacksmuster) und Domainnamen.

4. Vertrieb

Produkte und Tarife

Der Geschäftsbetrieb der Vodafone D2 wird in die Segmente Privatkunden (Consumer), Geschäftskunden (Enterprise) und Großhandel (Wholesale) gegliedert.

Im Segment Privatkunden legte die Vodafone D2 im abgelaufenen Geschäftsjahr den Schwerpunkt auf die Vertriebsaktivitäten im Bereich Mobiles Internet. Hierbei wurden sowohl den Vertragskunden als auch den Prepaidkunden zunehmend integrierte Flatrate-Tarife, in denen Internet, Sprach- und Kurznachrichtdienste gebündelt werden, angeboten. Daneben konzentrierte sich die Vodafone D2 auf die Vermarktung innovativer Smartphones und Tablets. Im Geschäftsjahr 2011/12 baute die Vodafone D2 auch den schnellen Mobilfunk der neuen Generation LTE aus. Neben dem Ausbau zur Breitband-Internetnutzung in bisher unterversorgten ländlichen Gebieten erweiterte die Vodafone D2 ihr Angebot zunehmend auch in städtischen Zentren. Auf dieser Grundlage konnte die Vodafone D2 im März 2012 als erster Anbieter in Deutschland ein LTE-fähiges Mobiltelefon in den Markt einführen. Als integrierter Telekommunikationsanbieter baute die Vodafone D2 im Festnetzbereich das Fernsehangebot "Vodafone TV" mit neuen Programmen weiter aus und setzt damit, neben Diensten für Sprache, Internet und Mobilfunk, auch auf TV-Angebote.

Im Segment Geschäftskunden hat die Vodafone D2 ihre Position als integrierter Komplettanbieter weiter verstärkt und auch im Geschäftsjahr 2011/12 den Weg in Richtung ICT (Information and Communication Technology) fortgesetzt. So wird beispielsweise die virtuelle Telefonanlage OfficeNet nunmehr in allen Enterprise-Vertriebskanälen vermarktet. Weiterhin etablierte sich die Vodafone D2 im Bereich der Cloud Lösung Office 365 (ehemals Microsoft Online Services) als einer der größten deutschen Vertriebspartner von Microsoft. Cloud Computing umfasst die Nutzung von IT-Anwendungen, Speicherkapazität oder Rechnerleistung in Echtzeit über Datennetze anstatt auf lokalen Rechnern. Das Wachstum im Geschäftskundensegment wird zudem durch den steigenden Einsatz von Smartphones, der durch den Ausbau des LTE-Netzes noch verstärkt wird, unterstützt. Dadurch ergeben sich, auch in Verbindung mit USB-Sticks im stationären Einsatz, neue Anwendungsmöglichkeiten für die Vodafone D2. Des Weiteren reagiert die Vodafone D2 auf wachsende Sicherheitsanforderungen und präsentierte auf der Cebit 2012 neue und innovative Secure SIM-Produkte.

Im Segment Großhandel lag ein Schwerpunkt für die Entwicklung des Mobilfunkmarktes im Ausbau des MVNO-Geschäftes. Dadurch wird den beiden strategischen Partnern 1&1 Internet AG (1&1), Montabaur, und Drillisch Telecom GmbH, Maintal, die Gestaltung eigener Tarife ermöglicht. Dem Segment Großhandel bieten sich hierdurch neue Wachstumspotenziale. Im Geschäftsjahr 2011/12 konzentrierten sich die beiden MVNO-Partner insbesondere auf die Vermarktung von Sprach- und Daten-Flatrate-Tarifen. Im Festnetzbereich konnte, im Wesentlichen durch die erfolgreiche Partnerschaft mit 1&1, der DSL-Kundenbestand um 207 Tausend auf 746 Tausend Kunden weiter ausgebaut werden. Im Rahmen des Service Provider-Geschäftes konnte als neuer Partner Communication Services Tele2 GmbH (Tele2), Düsseldorf, gewonnen werden. Tele2 vermarktet seit Juni 2011 insbesondere die "Vodafone zu Hause"-Produkte.

Netzausbau

Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag der Schwerpunkt auf dem Ausbau des neuen Mobilfunknetzes mit LTE-Technologie. Durch diesen neuen Standard sind Datenübertragungen mit einer Rate von bis zu 100 Megabit pro Sekunde möglich. Nach der erfolgreichen Ersteigerung der LTE-Frequenzbänder im Mai 2010 wurden aufgrund regulatorischer Auflagen zunächst diejenigen Gebiete in Deutschland erschlossen, die noch nicht über eine breitbandige Festnetzanbindung verfügen. Nach der erfolgreichen Abdeckung der unterversorgten ländlichen Gebiete wurde mit dem flächendeckenden LTE-Ausbau begonnen, um die Technologie auch in den Ballungszentren verfügbar zu machen.

Mit der LTE-Einführung wurde auch das gesamte Vodafone-Mobilfunknetz umfassend modernisiert, um den weiterhin stark ansteigenden Sprach- und Datenverkehr der Vodafone D2-Kunden auch in Zukunft zuverlässig verarbeiten zu können. Im Core-Bereich (Kernnetz) konnte die Umstellung auf IP (Internet Protocol) erfolgreich vollzogen werden, wodurch eine effizientere Vermittlung und Bereitstellung von Diensten möglich ist. Im Transmission-Bereich (Übertragungsnetz) wurde die Umrüstung der Richtfunk-strecken auf IP konsequent fortgeführt. Zudem wurde die Anbindung an Glasfaserleitungen forciert, um insbesondere das durch die steigende Anzahl von Smartphones hervorgerufene hohe Datenvolumen abführen zu können. Im Access-Bereich (Zugangsnetz) wurden die Vorbereitungen zur Konsolidierung der verschiedenen Mobilfunktechnologien in Richtung SRAN getroffen, so dass die anstehenden großen Umbaumaßnahmen im kommenden Jahr planmäßig starten können.

Im Geschäftsjahr bezog sich die Investitionstätigkeit auch auf die Durchführung von Projekten im Geschäftskundenumfeld. So wurde unter anderem das Produkt OfficeNet mit den kompletten konvergenten (Mobilfunk und Festnetz) Leistungsmerkmalen bereitgestellt.

Vertriebswege

Die Vermarktung der Angebote der Vodafone D2 einschließlich der Beratung zu den Serviceleistungen erfolgte Ende März 2012 durch 219 Vodafone D2-Filialen und -Center sowie durch 1.286 Partneragenturen, die entsprechend der Vodafone D2-Filialen ausgestattet sind. Ferner waren 3.757 aktive Fachhändler, 12 Service Provider und der Vodafone D2-Internetshop für die Vodafone D2 am Markt tätig. Darüber hinaus arbeitete die Vodafone D2 zum Ende des Geschäftsjahres mit sieben Wholesalepartnern zusammen.

Roaming

Für Kunden der Vodafone D2 war Ende März 2012 eine grenzüberschreitende Kommunikation (Auslandsroaming) bei 424 Roaming-Partnern in 180 Ländern möglich. Die Vodafone Group war Ende März 2012 in 21 Ländern mit eigenen Netzen vertreten, hinzu kamen 46 Partnernetze.

5. Personalbericht

Die Anzahl der Mitarbeiter (einschließlich der Aushilfen, Teilzeitkräfte, Auszubildenden, Langzeitkranken, befristet Erwerbsunfähigen, Mitarbeiter in Elternzeit, Entsendungen und Wehrdienstleistenden) ist zum Bilanzstichtag insgesamt auf 11.275 Mitarbeiter gesunken (Vorjahr: 12.060 Mitarbeiter). Die Reduzierung resultierte im Wesentlichen aus Restrukturierungsmaßnahmen im Rahmen der Neuausrichtung des Festnetzgeschäfts.

Die Fluktuationsquote des abgelaufenen Geschäftsjahres ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 4,4 % auf 6,4 % gestiegen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Vodafone D2 Weiterbildungsmaßnahmen an durchschnittlich 3,7 Tagen pro Mitarbeiter durchgeführt. Die Anzahl der Fortbildungstage erhöhte sich auf 41.986 Tage im Berichtsjahr. Schulungsschwerpunkte betrafen vor allem die Bereiche Technik, Enterprise und Consumer.

Der Betriebsrat der Vodafone D2 setzte sich zum Ende des Geschäftsjahres aus 194 Mitgliedern zusammen, wobei der Gesamtbetriebsrat 14 Personen umfasste. Insgesamt waren 36,8 Mitglieder des Betriebsrates von ihrer Tätigkeit freigestellt.

6. Risikobericht

Volkswirtschaftliche Risiken

Der im Jahr 2011 in Deutschland fortgesetzte Konjunkturanstieg wurde maßgeblich durch eine starke Binnennachfrage begünstigt. Das Geschäftsklima in Deutschland ist nahezu konstant gut, so dass die gegenwärtige Geschäftslage und die Geschäftslage für die nächsten sechs Monate unverändert optimistisch eingeschätzt werden. Zu den Risiken zählen insbesondere die gestiegene Unsicherheit bezüglich des Ausblicks für die Weltwirtschaft und die Staatsschuldenkrise im Euroraum. Derzeit ist nicht mit Gewissheit absehbar, dass die geplanten weitreichenden Reformen in vollem Umfang durchgeführt werden können und, wie beabsichtigt, zur Stabilisierung der Weltwirtschaft beitragen. Damit kann neben den deutschen Exporten auch die Binnennachfrage mehr oder weniger stark beeinträchtigt werden. Als weiterer Risikofaktor für das Wachstum können darüber hinaus steigende Preise für Rohöl und Strom angesehen werden.

Wettbewerb und Branche

Aufgrund der anhaltenden Wettbewerbsintensität auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt unterliegen die Angebote für Mobilfunk- und Festnetzdienstleistungen einem deutlichen Preisdruck. Die hohe Wettbewerbsintensität auf dem Mobilfunkmarkt hat zu einem Rückgang der Preise geführt. Sowohl neue Tarife von Mobilfunknetzbetreibern als auch Angebote von Branded Resellern waren ursächlich für diese Entwicklung. Insbesondere durch die Einführung von neuen Technologien (zum Beispiel LTE) und neuen Produkten (zum Beispiel Vodafone TV) wird versucht, diesem Trend entgegenzuwirken. Insgesamt ist allerdings auch in Zukunft mit Preisrückgängen im Markt aufgrund der hohen Wettbewerbsintensität zu rechnen. Für die Zukunft besteht das Risiko, dass Preisreduzierungen nicht durch ein entsprechendes Mengenwachstum bei den Teilnehmern und bei den Minuten und Datenvolumina kompensiert werden können. Weiterhin ist zu erwarten, dass weitere Branded Reseller bzw. MVNO und MVNE (Mobile Virtual Network Enabler) als Wettbewerber auftreten. Zudem erhöht sich der Wettbewerbsdruck infolge der Angebote von VoIP-Providern (Voice over Internet Protocol).

Auch im Festnetzmarkt ist die Wettbewerbsintensität weiterhin sehr hoch, insbesondere aufgrund preisaggressiver Angebote von Kabelnetzbetreibern im Breitbandmarkt bis zu 50 Megabit pro Sekunde. Im Markt für Anschlüsse größer 50 Megabit pro Sekunde ist aufgrund hoher Investitionen und einer noch geringen Nachfrage das Angebot nur wenig ausgeprägt. Zudem drängen neue Technologien in den Markt, die die Bandbreite der Kupferleitungen künftig erhöhen könnten, aber auch den Wettbewerb reduzieren können, da diese Technologien nicht konkurrierend von mehreren Betreibern einsetzbar sind. Die Entwicklung des Wettbewerbs in diesem Bereich ist daher im Wesentlichen von der Festlegung geeigneter Rahmenbedingungen abhängig. Die hierzu notwendigen Industriestandards werden derzeit zwischen den interessierten Unternehmen unter Moderation der Bundesnetzagentur diskutiert.

Wettbewerbsrisiken können zudem aus der Entwicklung und Verbreitung konkurrierender und komplementärer Technologien im Mobilfunk- sowie im Festnetzbereich resultieren. Insbesondere die breitbandige Anbindung von privaten Haushalten und Unternehmen an das mobile als auch leitungsgebundene Kommunikationsnetz gewinnt weiterhin an Bedeutung.

Gesundheit und Umwelt

Ein weiteres Risiko liegt im Bereich der öffentlichen Diskussion über Mobilfunk und Umwelt. Obwohl Forschungsergebnisse derzeit keine gesundheitliche Gefährdung durch elektromagnetische Felder erkennen lassen, können Hindernisse beim weiteren Netzausbau nicht ausgeschlossen werden. 2012 plant die Bundesregierung auf Basis der Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation und des Rates der europäischen Gesundheitsminister Novellierungen der für die Immission von Funksendeanlagen und für das Standortbescheinigungsverfahren relevanten Verordnungen. Nach bisher vorliegenden Informationen ist eher von geringen Einflüssen auf den Netzausbau und -betrieb auszugehen.

Recht und Regulierung

Die Vodafone D2 ist Partei in mehreren gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren mit Wettbewerbern, Behörden sowie anderen Beteiligten. Bei diesen Verfahren handelt es sich im Wesentlichen um normale, routinemäßige und im Zusammenhang mit dem Geschäft der Gesellschaft stehende Rechtsstreitigkeiten.

Die Geschäftsentwicklung wird ferner von Entscheidungen des europäischen und deutschen Gesetzgebers, der Bundesnetzagentur und der EU-Kommission beeinflusst. Als wesentliche Aspekte sind zu nennen:

Gemäß Telekommunikationsgesetz und EU-Rechtsrahmen ist die Bundesnetzagentur aufgefordert, Marktanalysen von Vorleistungsmärkten durchzuführen.

Im Bereich der Mobilfunkterminierung hat die Bundesnetzagentur im Januar 2012 - wie schon 2006 und 2008 - die beträchtliche Marktmacht der Vodafone D2 im Bereich der Mobilfunkterminierung festgestellt. Der darauf beruhende Entwurf einer Regulierungsverfügung sieht weiterhin eine Genehmigungspflicht für die Terminierungsentgelte vor. Die abschließende Entscheidung wird für das zweite Halbjahr 2012 erwartet.

Die von der Vodafone D2 gegen die Regulierungsverfügung von August 2006 eingereichte Klage wurde vom Bundesverwaltungsgericht in einem abschließenden Urteil im April 2008 abgewiesen; das Vorgehen der Bundesnetzagentur wird somit als rechtskonform betrachtet. Gegen dieses Urteil hat die Vodafone D2 Verfassungsbeschwerde erhoben. Das Bundesverfassungsgericht hat die Annahme der Verfassungsbeschwerde zur Entscheidung im Januar 2012 abgelehnt.

Gemäß den im April 2012 veröffentlichten Regulierungsverfügungsentwürfen der Bundesnetzagentur im Bereich Anrufzustellung in Mobilfunknetzen werden die Terminierungsentgelte auch künftig auf Grundlage der auf die einzelnen Dienste entfallenden Kosten der effizienten Leistungsbereitstellung genehmigt. Die Kosten sollen vorzugsweise durch ein Bottom-up-Modell eines effizienten Referenznetzbetreibers ermittelt werden und nicht mehr Top-down auf die Dienste verteilt werden. Die vorgesehene Entscheidungsfindung auf Basis eines für alle vier Netzbetreiber einheitlichen Bottom-up-Kalkulationsmodells kann erhebliche negative Auswirkungen auf die Höhe der zu genehmigenden Mobilfunkterminierungsentgelte haben. Eine endgültige Entscheidung wird voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2012 erwartet.

Die wichtigsten Marktanalyseverfahren, Standardangebotsverfahren sowie Entgeltgenehmigungsverfahren im Festnetzmarkt wurden fortgeführt bzw. neu aufgenommen:

Im Teilnehmeranschlussmarkt hat die Bundesnetzagentur im Juni 2011 die monatlichen Entgelte der Kupferleitungen der Deutsche Telekom AG, Bonn (Deutsche Telekom) nahezu unverändert für zwei Jahre bis zum 30. Juni 2013 neu festgelegt. Da die Entgelte für Teilnehmeranschlussleitungen (TAL) auch weiterhin bereits abgeschriebene Netzkosten enthalten werden, ist die Wettbewerbsfähigkeit alternativer Festnetzbetreiber auf der Basis dieses Vorleistungsproduktes weiterhin begrenzt.

Im Markt für Bitstrom-Anschlüsse hat die Bundesnetzagentur im Februar 2012 nunmehr ein Standardangebot für ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line)- und VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line)-Bitstrom-Anschlüsse der Deutsche Telekom mit einer Mindestlaufzeit bis zum 30. Juni 2013 abschließend verfügt. Sowohl die Qualität und Produktgestaltungsfreiheit bleiben weiterhin eingeschränkt. Jedoch wird die voraussichtliche Einführung neuer Kontingentmodelle für VDSL-Bitstrom zu einer signifikanten Preisabsenkung führen. Die Bundesnetzagentur wird hierüber nach Durchführung eines EU-Konsultationsverfahrens voraussichtlich im 2. Quartal 2012 abschließend entscheiden.

Im Markt für Festverbindungen plant die Bundesnetzagentur Mietleitungen >155 Megabit pro Sekunde aus der Regulierung zu nehmen sowie entbündelte Glasfaserleitungen nicht zu regulieren. Die Anbindung von Geschäftskunden, Kupferleitungen, aber auch LTE-Mobilfunkmasten mit Bandbreiten >155 Megabit pro Sekunde kann in Zukunft nur mehr durch kommerzielle Vereinbarungen erfolgen. Die Bundesnetzagentur wird hierüber im Rahmen eines EU-Konsultationsverfahrens voraussichtlich im 2. Quartal 2012 entscheiden. Die voraussichtliche Erhöhung von regulierten Entgelten für Mietleitungen < 155 Megabit pro Sekunde für einen Zeitraum von zwei Jahren bis zum 31. Oktober 2013 wird die Anbindungskosten für Geschäftskunden weiter erhöhen. Die Bundesnetzagentur wird hierüber nach Durchführung eines EU-Konsultationsverfahrens voraussichtlich im 2. Quartal 2012 entscheiden.

Im Markt für Interconnection-Leistungen wurden die regulierten Entgelte für den Zeitraum vom 1. Juli 2011 bis zum 30. November 2012 moderat abgesenkt. Weitere Absenkungen sind vor dem Hintergrund neuer NGN (Next Generation Network)-Technologien zu erwarten.

Darüber hinaus hat die Europäische Union folgende Maßnahmen eingeleitet, die das Auslandsroaming betreffen:

Gemäß der seit 2007 geltenden EU Roaming-Verordnung wurden am 1. Juli 2011 die Preisobergrenzen im sogenannten Euro-Tarif für abgehende Anrufe auf 0,35 Euro pro Minute und für ankommende Anrufe auf 0,11 Euro pro Minute (jeweils ohne Umsatzsteuer) gesenkt.

Das durchschnittliche Vorleistungsentgelt, das der Betreiber eines besuchten Netzes dem Betreiber des Heimatnetzes eines Roaming-Kunden für die Abwicklung eines regulierten Roaming-Anrufs aus dem betreffenden besuchten Netz berechnet, darf ab 1. Juli 2011 nicht mehr als 0,18 Euro pro Minute (ohne Umsatzsteuer) betragen.

Für Datendienste wurde eine Absenkung der Preisobergrenze für Vorleistungen auf durchschnittlich höchstens 0,50 Euro pro Megabyte (ohne Umsatzsteuer) zum 1. Juli 2011 angeordnet.

Die EU Kommission hat dem Europaparlament und dem Rat im Sommer 2011 einen Vorschlag zur Verlängerung und Anpassung der Roaming-Regulierung nach Juli 2012 vorgelegt. Aufgrund des aus Sicht der Kommission mangelnden Wettbewerbs beim Roaming wurden unter anderem strukturelle Maßnahmen vorgeschlagen, die den Markteinstieg alternativer Roaming-Anbieter ermöglichen sollen. Gleichzeitig sollen die Endkunden die Möglichkeit erhalten, Roaming-Dienstleistungen von einem anderen Anbieter als ihrem Heimat-Anbieter zu beziehen. Die Vorschläge der Kommission sehen eine weitere Absenkung der Wholesale- und Endkundenpreise in den Bereichen SMS, Sprache sowie eine Ausdehnung der Endkundenpreisregulierung auf Datendienste vor. Eine Zustimmung der geänderten Roaming-Regulierung durch den Rat der Europäischen Union steht noch aus.

Das deutsche Telekommunikationsgesetz wurde im Februar 2012 durch ein Änderungsgesetz erneut novelliert. Damit werden im Wesentlichen die Bestimmungen des EU-Richtlinienpaketes für den Telekommunikationssektor von 2009 umgesetzt. Die Novelle hat den parlamentarischen Prozess durchlaufen und bedarf zu ihrem Inkrafttreten lediglich der Unterzeichnung und Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt. Das Gesetz wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2012 in Kraft gesetzt. Die Änderungen im Gesetz haben eine Liberalisierung der Nutzung von Mobilfunkfrequenzen zur Folge und sollen Anreize für Investitionen in neue Hochgeschwindigkeitsnetze schaffen bzw. den Netzausbau erleichtern. Neben dem Breitbandausbau sieht das geänderte Telekommunikationsgesetz Vorgaben zum Verbraucherschutz unter anderem in folgenden Bereichen vor:

Kostenpflichtige Warteschleifen dürfen bei Sonderrufnummern nicht mehr eingesetzt werden.

Beim Anbieterwechsel dürfen Versorgungsunterbrechungen maximal einen Kalendertag andauern.

Mobilfunkkunden haben künftig das Recht, dass ihre Mobilfunkrufnummer, unabhängig von der Vertragslaufzeit mit dem bisherigen Anbieter, auf einen neuen Anbieter übertragen wird.

Bei der Auswahl eines alternativen Netzbetreibers (so genanntes Call by Call) muss künftig der aktuelle Preis vor Gesprächsbeginn angesagt werden.

Mobilfunkanbieter dürfen Dienste für den Kunden wegen Zahlungsrückständen in Zukunft erst sperren, wenn eine Grenze von 75,00 Euro erreicht ist.

Die Bundesnetzagentur bietet den Mobilfunknetzbetreibern im Rahmen der Flexibilisierung von Frequenznutzungsrechten die Option, auf Antrag bestehende Beschränkungen in der Frequenznutzung aufzuheben. In Bezug auf die GSM-Zuteilungsrechte hat die Bundesnetzagentur eine Untersuchung der Wettbewerbsverhältnisse in Anbetracht der dann bestehenden Frequenzzuteilungen durchgeführt. Hierbei kam sie zu dem Ergebnis, dass aktuell infolge der Einräumung dieser Option keine Wettbewerbsverzerrungen vorliegen. Aus diesem Grund besteht auch keine Notwendigkeit zur Umwidmung von Frequenzen zulasten der Betreiber von D-Netzen und zugunsten der E-Netze. Im Hinblick auf die aktuell für GSM genutzten Frequenzen plant die Bundesnetzagentur, bereits 2013 eine abschließende Entscheidung zu deren weiteren Nutzung nach dem Ende der aktuellen Lizenzlaufzeit Ende 2016 zu treffen. Hier besteht das Risiko, dass im Fall einer Überschussnachfrage nach diesen Frequenzen die Vergabe der Zuteilungsrechte per Auktion erfolgt. In diesem Fall könnte es zu hohen Mittelabflüssen zum Erhalt des bestehenden Umfangs an Frequenznutzungsrechten kommen.

Im Zuge der Verhandlung des TAL-Standardangebotes erörtert die Deutsche Telekom, ihre Hauptverteilerstandorte langfristig abzuschalten. Dadurch entsteht für die Vodafone D2 das Risiko, dass die bereits getätigten TAL-Investitionen obsolet werden und Endkunden nicht mehr direkt an das Vodafone-Netz angeschlossen werden können.

Als integrierter Telekommunikationsanbieter ist die Vodafone D2 sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk aus Gründen der Effizienz auf die Anmietung von Infrastruktur angewiesen. Der Wegfall der Möglichkeit zur Anmietung einzelner Mietleitungen würde zusätzlichen Investitionsbedarf in die eigene Infrastruktur begründen.

Des Weiteren besteht das Risiko, dass in Folge verbraucherschutzrechtlicher oder regulatorischer Entscheidungen und Vorschriften grundlegende Geschäftsprinzipien bei der Nutzung von Sonderdiensten bzw. Telekommunikationsdiensten verändert werden müssen. Derartige Veränderungen können sich sowohl auf die Geschäftsbeziehungen zwischen der Vodafone D2 und ihren Vorleistungspartnern als auch auf die Vertragsbeziehung zwischen der Vodafone D2 mit ihren Endkunden beziehen. Beides könnte substanzielle negative Auswirkungen auf die Umsatzerlöse und Ergebnisse der Vodafone D2 haben.

Rechtsstreitigkeiten sowie Verfahren und Entscheidungen der EU-Kommission und der Bundesnetzagentur sowie des Bundeskartellamtes sind vielen Unsicherheiten unterworfen. Der Ausgang einzelner Rechtsstreitigkeiten und Verfahren kann nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Es ist nicht auszuschließen, dass der Vodafone D2 aufgrund abschließender Urteile oder Entscheidungen zu einigen dieser Fälle Aufwendungen entstehen können, welche die hierfür gebildete Vorsorge überschreiten und deren zeitlicher Anfall sowie deren Bandbreite nicht mit Sicherheit vorausbestimmt werden kann. Der endgültige Ausgang solcher Fälle kann einen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis der Vodafone D2 in einer Berichtsperiode haben.

IT-Risiken und Datenschutz

Die operative und strategische Steuerung der Vodafone D2 ist maßgeblich abhängig von einer komplexen Informationstechnologie. Die Optimierung und Aufrechterhaltung der IT-Systeme wird durch den Einsatz qualifizierter konzerninterner und externer Experten sowie durch diverse technologische Sicherungsmaßnahmen gewährleistet. Die Vodafone D2 begegnet den Risiken aus unberechtigtem Datenzugriff, Datenmissbrauch und Datenverlust mit diversen Gegenmaßnahmen technischer und organisatorischer Art.

Beurteilung der Risikosituation durch die Unternehmensleitung

Die Risikolage der Vodafone D2 hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend verändert. Aufgrund der ausgeübten Geschäftstätigkeit bestehen neben dem Risiko von Forderungsausfällen keine wesentlichen Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist. Darüber hinaus entspricht das Interne Kontrollsystem den Anforderungen des Sarbanes Oxley Acts. Risiken, die allein oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind nicht erkennbar.

Chancen

Aus einer Vielzahl von Chancen werden nachstehend einige für die Vodafone D2 als besonders wichtig eingeschätzte Punkte angeführt:

Als integrierter Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen hat die Vodafone D2 die Möglichkeit, unter einer einheitlichen Marke ein breiteres Dienstleistungsangebot, einschließlich konvergenter Produkte, für Privat- und Geschäftskunden anbieten zu können. Insbesondere die noch leistungsfähigeren LTE-Dienstleistungen stellen eine Alternative zu den bestehenden breitbandigen Festnetzdiensten dar.

Chancen bestehen in dem weiteren Ausbau des Angebots von Datendiensten auf der Grundlage der vorhandenen Mobilfunknetze sowie in dem weiteren Ausbau des LTE-Netzes, durch die eine schnellere Datenübertragung und höheres Kundenwachstum, insbesondere in ländlichen Räumen und unterversorgten Gebieten, möglich werden.

Des Weiteren liegen Potenziale in dem Ausbau des Angebots für Geschäftskunden, um die Position als integrierter Komplettanbieter zu stärken. Weitere Wachstumsfaktoren sollen die Fortsetzung der Ausrichtung in Richtung des ICT-Marktes sowie die Erweiterung der Kundenbasis auf internationaler Ebene sein.

Die strategische Neuausrichtung der Zweitmarke o.tel.o soll zu Kundenwachstum, insbesondere bei jüngeren Kunden, führen.

Darüber hinaus bietet die Weiterentwicklung bestehender Produkte und deren Verbreitung im Markt (beispielsweise Vodafone TV) die Möglichkeiten weiterer Wachstumspotenziale.

Durch die Einbindung der Vodafone D2 in den Vodafone-Konzern bestehen Synergiepotenziale sowohl auf der Umsatzseite als auch auf der Kostenseite. Beschaffungsseitige Synergiepotenziale ergeben sich durch das Nachfragepotenzial des Konzerns. Darüber hinaus schafft der Konzernverbund Möglichkeiten des Wissenstransfers, der Ausübung von Best Practice, des Benchmarking, der Vereinheitlichung von Systemen und Abläufen sowie der verstärkten Einbindung in die internationale Arbeitsteilung. So wurden beispielsweise Rechnungswesen- und Einkaufsdienstleistungen innerhalb des Vodafone Konzerns gebündelt und in Ungarn, Luxemburg und Indien zentralisiert. Weitere Chancen werden in der Umsetzung von lokalen und globalen Effizienzsteigerungsprogrammen gesehen.

Glasfaserbasierte Zugangsnetze und neue Zugangsmodelle können die Möglichkeit bieten, den bislang eingeschränkten Wettbewerb auf der Basis der regulierten Kupferleitungen der Deutsche Telekom zu verbessern. Beispielsweise können innovative Modelle, bei denen allen Nachfragern diskriminierungsfrei die Möglichkeit zum Netzzugang eröffnet wird, für einen fairen Wettbewerb sorgen.

7. Nachtragsbericht

Der Vorsitzende der Geschäftsführung Friedrich P. Joussen hat seinen Rückzug aus dem Unternehmen bekannt gegeben. Sein Nachfolger wird Jens Schulte-Bockum.

Es haben sich keine weiteren wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ergeben.

8. Prognosebericht

Die Geschäftsführung der Vodafone D2 geht davon aus, dass der hohe Wettbewerbsdruck auch in den nächsten zwei Jahren fortbestehen wird. Ebenso werden die regulierten Entgelte für die Mobilfunkterminierung und für das Auslandsroaming weiter sinken. Hierdurch könnten die Umsatzerlöse und das Ergebnis der Vodafone D2 negativ beeinflusst werden.

Die Geschäftsführung begegnet diesen Entwicklungen mit innovativen Produkten und Tarifen sowie mit verstärkten Investitionen in den Kundenbestand und erwartet deshalb in der mittelfristigen Planung weiterhin steigende Umsatzerlöse. Daneben werden die Steigerung der Netzqualität und die kostenseitige Optimierung der Geschäftsprozesse fortgesetzt.

Die Netze für Mobilfunk und Festnetz werden planmäßig weiter ausgebaut und integriert. Daneben liegt der Fokus im Mobilfunkbereich auf einer umfangreichen Netzmodernisierung, mit dem Ziel, ein einheitliches Funkzugangsnetz zu schaffen. Hierbei sollen die unterschiedlichen Mobilfunkstandards harmonisiert und technisch auf eine gemeinsame Plattform gebracht werden. Im Bereich Festnetz soll die Netzqualität durch größere Kapazitäten weiter gesteigert werden. Die Investitions- und Personalpolitik wird weiterhin an die Entwicklung des Markt- und Wettbewerbsumfelds angepasst.

Soweit sich die gesamtwirtschaftliche Situation entsprechend der derzeitigen Prognosen entwickelt, wird die Wettbewerbsfähigkeit von Vodafone D2 für die nächsten zwei Jahre trotz des unvermindert starken Wettbewerbsdrucks positiv eingeschätzt. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass umsatzbezogen, der bestehende Marktanteil leicht erhöht werden kann. Dementsprechend werden sich nach derzeitiger Einschätzung die Umsatzerlöse und die Ergebnismarge leicht verbessern. Im letzten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres konnte die Vodafone D2 ihren Marktanteil am Mobilfunk-Service-Umsatz auf 34,7 % steigern; der Marktanteil lag damit im letzten Quartal des Geschäftsjahres über dem der Deutsche Telekom.

 

Düsseldorf, den 31. Mai 2012

Vodafone D2 GmbH

Die Geschäftsführung

Der Lagebericht enthält möglicherweise bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der Vodafone D2 und anderen derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Ungewissheiten sowie sonstige Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistung der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen.

Gewinn- und Verlustrechnung

(in Tausend Euro)
(Anhang) 01.04.2011 - 31.03.2012 01.04.2010 -31.03.2011
1. Umsatzerlöse (1) 9.542.494 9.227.423
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen   5.426.339 5.240.198
3. Bruttoergebnis vom Umsatz   4.116.155 3.987.225
4. Forschungs- und Entwicklungskosten   40.966 49.849
5. Vertriebskosten   2.119.422 2.172.089
6. Allgemeine Verwaltungskosten   429.071 420.190
7. Sonstige betriebliche Erträge (2) 299.771 383.546
8. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil   1.676 1.554
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen (3) 438.122 483.516
10. Aufwendungen aus Verlustübernahmen   342 76
11. Zinsergebnis (4) 755 14.594
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   1.390.434 1.261.199
13. Außerordentliche Erträge   0 14.993
14. Außerordentliche Aufwendungen   0 10.242
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (5) 469.955 439.078
16. Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung (6) 920.479 826.872
17. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn   920.479 826.872
18. Jahresergebnis   0 0

Bilanz

(in Tausend Euro)

AKTIVA

(Anhang) 31.03.2012 31.03.2011
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände   5.521.539 6.326.879
II. Sachanlagen   2.152.631 2.138.409
III. Finanzanlagen   15.628 15.628
Anlagevermögen (7) 7.689.798 8.480.916
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte (8) 116.724 86.025
II. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (9) 1.125.056 1.036.490
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Sonstige Vermögensgegenstände (9) 1.113.668 280.440
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   14.404 8.985
Umlaufvermögen   2.369.852 1.411.940
C. Rechnungsabgrenzungsposten   177.494 182.260
    10.237.144 10.075.116

PASSIVA

     
  (Anhang) 31.03.2012 31.03.2011
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   220.571 220.571
II. Kapitalrücklage   7.297.800 7.297.800
III. Gewinnrücklage   46.748 46.748
Eigenkapital (10) 7.565.119 7.565.119
B. Sonderposten mit Rücklageanteil (11) 2.472 4.148
C. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen   83.145 86.332
2. Sonstige Rückstellungen   1.188.709 1.277.447
Rückstellungen (12) 1.271.854 1.363.779
D. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   620.367 558.426
2. Übrige Verbindlichkeiten   612.915 434.085
Verbindlichkeiten (13) 1.233.282 992.511
E. Rechnungsabgrenzungsposten   164.417 149.559
    10.237.144 10.075.116

Entwicklung des Anlagevermögens

(in Tausend Euro)
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Vortrag 01.04.2011 Zugang ehem ESP Umbuchungen Zugänge Abgänge
Immaterielle Vermögensgegenstände          
- entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.703.571 17 12.717 31.040 26.796
- Geleistete Anzahlungen 13.630 0 -12.744 0 0
- Geschäfts- oder Firmenwert 684.032 0 0 0 0
  12.401.233 17 -27 31.040 26.796
Sachanlagen          
- Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 148.071 0 10 421 0
- Technische Anlagen und Maschinen 9.589.627 0 81.472 472.877 270.565
- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 470.722 0 35.671 54.414 53.249
- Anlagen im Bau 158.941 0 -117.126 67.016 4.385
  10.367.361 0 27 594.728 328.199
Finanzanlagen          
- Anteile an verbundenen Unternehmen 78.830 0 0 25 25
- Beteiligungen 566 0 0 0 0
- Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0
- Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
  79.396 0 0 25 25
Summe Anlagevermögen 22.847.990 17 0 625.793 355.020
kumulierte Abschreibungen davon Zugang ehem . ESP Buchwerte 31.03.2012 Buchwerte 31.03.2011 Abschreibungen lfd. Jahr
Immaterielle Vermögensgegenstände          
- entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.473.509 8 5.247.040 5.902.830 698.683
- Geleistete Anzahlungen 0 0 886 13.630 0
- Geschäfts- oder Firmenwert 410.419 0 273.613 410.419 136.806
  6.883.928 8 5.521.539 6.326.879 835.489
Sachanlagen          
- Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 52.422 0 96.080 100.485 4.836
- Technische Anlagen und Maschinen 8.029.390 0 1.844.021 1.785.262 498.673
- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 399.474 0 108.084 93.724 46.453
- Anlagen im Bau 0 0 104.446 158.938 0
  8.481.286 0 2.152.631 2.138.409 549.962
Finanzanlagen          
- Anteile an verbundenen Unternehmen 63.768 0 15.062 15.062 0
- Beteiligungen 0 0 566 566 0
- Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0
- Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
  63.768 0 15.628 15.628 0
Summe Anlagevermögen 15.428.982 8 7.689.798 8.480.916 1.385.451

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss der Gesellschaft bezieht sich auf das Geschäftsjahr vom 1. April 2011 bis 31. März 2012.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt gemäß dem Stetigkeitsgrundsatz nach den von der Vodafone D2 GmbH (Vodafone D2) angewandten Grundsätzen für große Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB sowie unter Berücksichtigung der Regelungen des GmbH-Gesetzes. Im Geschäftsjahr ist die ehemalige ESP Services GmbH (ESP) auf die Vodafone D2 verschmolzen worden. Die ESP, mit Sitz in Düsseldorf, wurde bis zu der Eintragung der Verschmelzung am 2. Dezember 2011 beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Handelsregisternummer HRB 52204 geführt. Die Vodafone D2 hat die Gesellschaft mit Wirkung zum 1. April 2011 zu Buchwerten aufgenommen. Die Vorjahresvergleichszahlen entsprechen den Werten der Vodafone D2. Da die Effekte aus der Übernahme der Vermögensgegenstände und Schulden der ehemaligen ESP vor Konsolidierungseffekten keine wesentliche Bedeutung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Vodafone D2 haben, wird auf weitere Erläuterungen im Anhang verzichtet. Daneben ist im Geschäftsjahr die Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation GmbH, Düsseldorf, zum 2. August 2011 gegründet worden. Die Gesellschaft wird unter der Handelsregisternummer HRB 66570 geführt und hat im Wesentlichen die Entwicklung von Mobilfunkdienstleistungen zur Forschungsförderung und Lösung gesellschaftlicher Problemstellungen zum Gegenstand.

Nach § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB sind einige Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen, um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern. Gemäß § 265 Abs. 5 HGB wurde die Gewinn- und Verlustrechnung weiter untergliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses wurde nach § 290 HGB in Verbindung mit § 296 HGB verzichtet, weil die Bilanzsumme sowie die Umsatzerlöse und die Jahresergebnisse der verbundenen Unternehmen und Beteiligungen für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind sowie erhebliche und andauernde Beschränkungen die Ausübung der Rechte der Vodafone D2 in Bezug auf das Vermögen und die Geschäftsführung der Vodafone Stiftung Deutschland gGmbH nachhaltig beeinträchtigen.

Die Umsatzerlöse betreffen Erlöse aus den unternehmenstypischen Waren und Dienstleistungen nach Abzug der Erlösschmälerungen. Die Bewertung erfolgt unter Beachtung des Grundsatzes der periodengerechten Gewinnermittlung ohne Berücksichtigung der Umsatzsteuer.

Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen werden auf Vollkostenbasis ermittelt und betreffen im Wesentlichen Handelswaren, Kosten für den Netzbetrieb und Netzaufbau sowie Personalkosten.

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet, die um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert sind. Die im Jahr 2000 erworbenen UMTS-Lizenzen werden über eine Nutzungsdauer von 20,4 Jahren, die im Jahr 2010 erworbenen UMTS-Lizenzen über 15,5 Jahre abgeschrieben. Die LTE-Lizenzen werden in Abhängigkeit des jeweiligen Zuteilungsbescheides bis zum Ende des Jahres 2025 linear abgeschrieben. Geschäfts- und Firmenwerte werden über fünf Jahre linear abgeschrieben. Aktivierte Kundenstämme werden überwiegend über eine Nutzungsdauer von sechs Jahren abgeschrieben. Die Zugänge der übrigen Immateriellen Vermögensgegenstände werden über Nutzungsdauern von drei bis acht Jahren abgeschrieben.

Das durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) eingeführte Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener, immaterieller Vermögensgegenstände nach § 248 Abs. 2 HGB wird nicht ausgeübt.

Das Sachanlagevermögen ist gem. § 255 HGB mit Anschaffungskosten oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen über Nutzungsdauern von 3 bis 25 Jahren bewertet. Zinsen für Fremdkapital werden dabei nicht in die Herstellungskosten einbezogen. In den Herstellungskosten sind die gesetzlich vorgeschriebenen Einzel- und Gemeinkosten enthalten. Mit Inkrafttreten des BilMoG dürfen Abschreibungen, die allein steuerrechtlich zulässig sind, im handelsrechtlichen Jahresabschluss grundsätzlich nicht mehr vorgenommen werden. Die Vodafone D2 übt das Wahlrecht der Beibehaltung der bisherigen Wertansätze gemäß Art. 67 Abs. 4 S. 1 EGHGB aus. Geringwertige Vermögensgegenstände entsprechend § 6 Abs. 2a EStG werden als Sammelposten über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Das steuerliche Verfahren wird aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewendet.

Die Unterschiede aus steuerlich zulässigen erhöhten Absetzungen oder Sonderabschreibungen und den planmäßigen linearen Abschreibungen sind als Sonderposten mit Rücklageanteil passiviert. Diese Sonderposten werden während der Nutzungsdauer der Anlagegüter aufgelöst. Die Vodafone D2 übt das Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB zur Beibehaltung dieser Sonderposten aus.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bzw. zu fortgeführten Buchwerten bilanziert.

Umlaufvermögen

Ersatzteile, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind zu gewachsenen Lagerbuchdurchschnittspreisen bzw. zu niedrigeren Tagespreisen bewertet. Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Tagespreisen ohne Berücksichtigung der Kosten für allgemeine Verwaltung sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebes, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung bewertet. Die Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer, der geminderten Verwendbarkeit und weiteren Faktoren ergeben, sind durch Abwertungen berücksichtigt.

Der Ansatz der Forderungen, Sonstigen Vermögensgegenstände und Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert. Erkennbaren Risiken ist durch angemessene Abwertungen, unter Beachtung des Niederstwertprinzips, Rechnung getragen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen bzw. Ausgaben ausgewiesen, die Erträge bzw. Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Gezeichnetes Kapital

Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Gewinnrücklage

In den Gewinnrücklagen werden die erfolgsneutralen Effekte aus der Erstanwendung des BilMoG ausgewiesen.

Rückstellungen

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode). Dabei werden bei der versicherungsmathematischen Berechnung der Pensionsrückstellungen künftig erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,8 % per annum, Rentensteigerungen von 1,8 % per annum, sowie die erwartete Mitarbeiterentwicklung (Fluktuation) berücksichtigt. Für die Berücksichtigung der Fluktuation werden alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten angesetzt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden modifizierte "Richttafeln 2005 G" von Klaus Heubeck verwendet. Als Rechnungszins wird der von der Deutschen Bundesbank zum 29. Februar 2012 veröffentlichte Rechnungszins (Durchschnittsverzinsung der letzten 7 Jahre) von 5,13 % verwendet. Dabei wird, unter Ausübung des Wahlrechts gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB, eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Zum Stichtag liegt der Zinssatz bei 5,12 % und wurde aufgrund der geringen Abweichung nicht angepasst.

Die Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen werden mit dem vorhandenen zweckgebundenen Vermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 S. 2 HGB saldiert. Gemäß den Treuhandvereinbarungen erfolgt dabei die Saldierung vorrangig mit den Altersteilzeitverpflichtungen. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind an den Vodafone Pension Trust e.V., Düsseldorf, übertragen.

Die übrigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages wird eine Kostensteigerung von 3,0 % berücksichtigt. Die übrigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Für die Abzinsung wird der zum 29. Februar 2012 veröffentlichte Rechnungszins verwendet, der für das Geschäftsjahr 2011/12 je nach Restlaufzeit zwischen 3,82 % und 5,20 % lag. Eine Anpassung des Zinssatzes zum Stichtag wurde aufgrund der geringen Abweichung nicht vorgenommen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die erhaltenen Anzahlungen stellen im Rahmen von Prepaid-Tarifen im Vorhinein vereinnahmte Mobilfunkgebühren von Service Providern, Händlern und Mobilfunkkunden dar. Der Posten wird entsprechend der Inanspruchnahme der Mobilfunkleistung durch die Mobilfunkkunden aufgelöst.

Währungsumrechnung

Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden gemäß § 256 a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Latente Steuern

Zwischen der Organgesellschaft Vodafone D2 und dem Organträger Vodafone Holding GmbH (Vodafone Holding) besteht eine körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft. Insoweit werden unter Hinweis auf DRS 18 Tz. 32 und Tz. 35 keine latenten Steuern im Abschluss der Organgesellschaft ausgewiesen. Teile des grundsätzlich frei verfügbaren Eigenkapitals stehen unter der Abführungssperre des § 301 AktG i. V. m. § 268 Abs. 8 HGB.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:

Telefonverkehr (Mobilfunk) 6.686.240 Tausend Euro
Telefonverkehr (Festnetz) 2.222.238 Tausend Euro
Telefongeräte, Sonstiges 634.016 Tausend Euro
  9.542.494 Tausend Euro

Verteilung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten:

Bundesrepublik Deutschland 9.353.992 Tausend Euro
Übrige Länder 188.502 Tausend Euro
  9.542.494 Tausend Euro

Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen betrugen 5.426.339 Tausend Euro. Darin enthalten waren außerplanmäßige Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens in Höhe von 317 Tausend Euro.

(2) Sonstige betriebliche Erträge

Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus Untervermietung und Erträge aus Geldeingängen auf ausgebuchte Forderungen. Die periodenfremden Erträge in Höhe von 132.322 Tausend Euro beinhalten überwiegend Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus Geldeingängen auf ausgebuchte Forderungen und Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 1.507 Tausend Euro Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten.

(3) Sonstige betriebliche Aufwendungen

In diesem Posten werden alle betrieblichen Aufwendungen erfasst, die den Funktionsbereichen nicht zuzuordnen sind. Diese beinhalten wie im Vorjahr im Wesentlichen Weiterbelastungen innerhalb des Vodafone-Konzerns, Forderungsverluste sowie Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens. Die periodenfremden Aufwendungen in Höhe von 13.040 Tausend Euro enthalten Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind 1.851 Tausend Euro aus der Währungsumrechnung enthalten.

(4) Zinsergebnis (in Tausend Euro)

01.04.2011 - 31.03.2012 01.04.2010 - 31.03.2011
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.434 42.449
(davon aus verbundenen Unternehmen) (9.487) (3.009)
(davon aus Abzinsung) (1.058) (1.045)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -19.679 -27.855
(davon an verbundene Unternehmen) (-139) (-1.923)
(davon aus Aufzinsung) (-14.799) (-22.101)
  755 14.594

(5) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten eine Körperschaftsteuerumlage inkl. Solidaritätszuschlag an die Vodafone Holding in Höhe von 237.756 Tausend Euro sowie eine Gewerbeertragsteuerumlage in Höhe von 232.199 Tausend Euro.

(6) Gewinnabführung

Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von 920.479 Tausend Euro wurde gemäß dem bestehenden Gewinnabführungsvertrag mit der Vodafone Holding in voller Höhe an diese abgeführt.

Sonstige Steuern

Die Sonstigen Steuern betragen im Geschäftsjahr 3.979 Tausend Euro (Vorjahr 3.609 Tausend Euro) und sind in den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen, den Vertriebskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten enthalten.

Materialaufwand (in Tausend Euro)

01.04.2011 - 31.03.2012 01.04.2010 - 31.03.2011
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.506.124 1.249.193
Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.454.546 2.467.110
  3.960.670 3.716.303

Personalaufwand (in Tausend Euro)

01.04.2011 - 31.03.2012 01.04.2010 - 31.03.2011
Gehälter 809.711 775.231
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 121.397 131.008
(davon für Altersversorgung) (12.352) (15.027)
  931.108 906.239

Bilanzerläuterungen

(7) Anlagevermögen (in Tausend Euro)

Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist auf Seite 20 dargestellt. Die ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen setzen sich wie folgt zusammen:

Eigenkapital Anteil
in %
Ergebnis des letzten GJ
Vodafone Stiftung Deutschland gGmbH *1 313 100 -224
Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation GmbH *1*2 25 100 -342
MNP Deutschland GbR *3 - 17 -
Arcor-Beteiligungs-GmbH *2*4 16.099 100 -42
Netcom Kassel Gesellschaft für Telekommunikation mbH *5 9.916 74,8 1.518

*1 Der Sitz der Gesellschaft ist Düsseldorf.
*2 Ausgewiesen ist das Ergebnis vor Ergebnisabführung bzw. Verlustübernahme.
*3 Der Sitz der Gesellschaft ist Köln. Auf die Angabe des Eigenkapitals und des Jahresergebnis wird gemäß § 286 Abs. 3 S. 2 HGB verzichtet.
*4 Der Sitz der Gesellschaft ist Eschborn. Der Ergebnisabführungsvertrag der Arcor-Beteiligungs-GmbH, Eschborn, als Tochterunternehmen der Vodafone D2 GmbH besteht direkt mit der Vodafone Holding GmbH, Düsseldorf.
*5 Der Sitz der Gesellschaft ist Kassel.

(8) Vorräte (in Tausend Euro)

31.03.2012 31.03.2011
Ersatzteile, Hilfs- und Betriebsstoffe 14.433 15.572
Unfertige Leistungen 4.569 3.169
Handelswaren 97.722 67.284
  116.724 86.025

(9) Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände (in Tausend Euro)

31.03.2012 31.03.2011
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.125.056 1.036.490
(davon mit einer Restlaufzeit größer ein Jahr) (19.728) (0)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.017.320 167.910
(davon gegen Gesellschafter) (993.824) (155.128)
(davon mit einer Restlaufzeit größer ein Jahr) (0) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 96.348 112.530
(davon mit einer Restlaufzeit größer ein Jahr) (47.383) (47.821)
  2.238.724 1.316.930

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von 23.496 Tausend Euro (Vorjahr: 11.737 Tausend Euro) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 993.824 Tausend Euro (Vorjahr: 156.173 Tausend Euro) Sonstige Vermögensgegenstände.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Zahlungen im Zusammenhang mit der Finanzierung des neuen Unternehmensgebäudes in Höhe von 33.645 Tausend Euro. Daneben besteht eine Forderung aus Körperschaftsteuerguthaben in Höhe des Barwerts von 16.334 Tausend Euro (Vorjahr: 18.313 Tausend Euro). Der zugrunde liegende Zinssatz beträgt 1,9 %.

(10) Eigenkapital

Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag 7.565.119 Tausend Euro. Es setzt sich aus dem Gezeichneten Kapital in Höhe von 220.571 Tausend Euro, den Kapitalrücklagen in Höhe von 7.297.800 Tausend Euro sowie den aus der Erstanwendung des BilMoG resultierenden Gewinnrücklagen in Höhe von 46.748 Tausend Euro zusammen. Es ist zu beachten, dass Teile des grundsätzlich frei verfügbaren Eigenkapitals unter der Ausschüttungssperre des § 268 Abs. 8 HGB stehen. Ausschüttungsgesperrt sind zum 31. März 2012 die im Rahmen der Zeitwertbewertung aufgedeckten stillen Reserven des Deckungsvermögens in Höhe von 20.463 Tausend Euro. Das verbleibende frei verfügbare Eigenkapital beträgt 7.324.085 Tausend Euro.

(11) Sonderposten mit Rücklageanteil

Der Sonderposten mit Rücklageanteil enthält steuerliche Sonderabschreibungen für Anlagevermögen gemäß § 4 Fördergebietsgesetz.

(12) Rückstellungen (in Tausend Euro)

31.03.2012 31.03.2011
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 83.145 86.332
Steuerrückstellungen 61.545 75.425
Sonstige Rückstellungen 1.127.164 1.202.022
  1.271.854 1.363.779

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersversorgungen existieren Vermögensgegenstände die beim Vodafone Pension Trust e.V. im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements treuhänderisch angelegt sind. Der Zeitwert beläuft sich am Abschlussstichtag auf 134.100 Tausend Euro. Damit liegt der Zeitwert des Deckungsvermögens mit 20.463 Tausend Euro über den Anschaffungskosten von 113.637 Tausend Euro. Das Deckungsvermögen wurde mit den Altersteilzeit- und Pensionsverpflichtungen saldiert. Dabei wurde der Zeitwert des Deckungsvermögens mit dem Erfüllungsbetrag der Altersteilzeit- und Pensionsverpflichtungen in Höhe von 26.938 Tausend Euro bzw. 190.307 Tausend Euro verrechnet. Die Verrechnung erfolgte dabei gemäß den Treuhandvereinbarungen vorrangig mit der Altersteilzeitverpflichtung. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Er setzt sich aus dem Marktwert der einzelnen Asset-Klassen zusammen.

Die Aufwendungen aus der Auf- und Abzinsung der Pensionsrückstellung werden unter dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen. Sie teilen sich auf in Zinsaufwand in Höhe von 8.931 Tausend Euro und Zinsertrag in Höhe von 5.335 Tausend Euro. Der Zinsänderungseffekt der Verpflichtungsbewertung sowie die Zeitwertänderungen und laufende Erträge des Deckungsvermögens werden unter dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen.

Die Sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Eingangsrechnungen, Provisionsaufwendungen, Rückbauverpflichtungen, Verpflichtungen für Mitarbeiteraktien, Sondervergütungen und Tantiemen, Zinsvorsorge, Altersteilzeit, belegschaftsbezogene Restrukturierungsaufwendungen sowie Werbekostenzuschüsse.

(13) Verbindlichkeiten (in Tausend Euro)

31.03.2012 31.03.2011
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 24 862
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr) (24) (862)
Erhaltene Anzahlungen 117.613 711
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr) (117.613) (711)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 620.367 558.426
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr) (620.018) (558.002)
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren) (271) (293)
(davon durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 426.000 305.449
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr) (426.000) (305.449)
(davon gegenüber Gesellschaftern) (142.283) (142.797)
Sonstige Verbindlichkeiten 69.278 127.063
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr) (62.127) (126.760)
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren) (0) (0)
(davon aus Steuern) (14.120) (13.174)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (176) (326)
Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten 1.233.282 992.511
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr) (1.225.782) (991.784)
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren) (271) (293)

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden erstmalig sämtliche Verpflichtungen aus noch nicht abtelefonierten Prepaidguthaben in Höhe von 116.930 Tausend Euro (Vorjahr: 114.495 Tausend Euro) unter den Erhaltenen Anzahlungen ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 267.213 Tausend Euro (Vorjahr: 153.141 Tausend Euro) und Sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 158.787 Tausend Euro (Vorjahr: 152.308 Tausend Euro).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Der Gesamtbetrag der Sonstigen finanziellen Verpflichtungen und der nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte beläuft sich am 31. März 2012 auf 2.630.754 Tausend Euro. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Abnahmeverpflichtungen von Endgeräten, Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie das Obligo aus Investitionsvorhaben. Davon entfallen 284.379 Tausend Euro auf verbundene Unternehmen.

Im Rahmen des Erwerbs eines Grundstücks und der Errichtung eines neuen Gebäudes soll der Mietgegenstand Fondsobjekt eines geschlossenen Immobilienfonds werden. In diesem Zusammenhang gewährleistet die Vodafone D2 im Sinne eines selbständigen Garantieversprechens die Zeichnung eines Kapitalanteils an dem noch aufzulegenden Fonds.

Haftungsverhältnisse

Die Vodafone D2 haftet als Gesellschafterin der MNP Deutschland GbR gegenüber den Gesellschaftsgläubigern unbeschränkt. Mit einer Inanspruchnahme angesichts der derzeitigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der MNP Deutschland GbR wird nicht gerechnet.

Mitarbeiteraktien

Im Rahmen ihrer Aktienoptionspläne Global Employee Share Options (GEM Share Options), Global Long Term Incentive Plan Share Options (GLTI Share Options) und Executive Share Options hat die Vodafone Group Plc Mitarbeitern der Vodafone D2 im Juli 2001, Juli 2002, Dezember 2002, Juli 2003, Juli 2004, Juli 2005, Juli 2006, Juli 2007 und Februar 2008 Bezugsrechte für Vodafone-Aktien angeboten. Ausgeübt werden darf sieben Jahre lang, grundsätzlich nach Ablauf einer dreijährigen Sperrfrist. Die Ausübung der Bezugsrechte ist darüber hinaus teilweise nur möglich, sofern bzw. sobald weitere Erfolgsbedingungen erfüllt sind. Die bis einschließlich Juli 2003 gewährten Bezugsrechte dürfen erstmals ausgeübt werden, nachdem die Adjusted Earnings per Share in den vorangegangenen drei Jahren im Durchschnitt jährlich den UK Retail Prices Index um eine definierte Anzahl an Prozentpunkten übertroffen haben; sollte diese Bedingung nach Ablauf der dreijährigen Sperrfrist nicht erfüllt sein, wird sie nochmals nach Ablauf des vierten bzw. fünften der Ausgabe der Bezugsrechte folgenden Jahres überprüft. Die Ausübung der ab Juli 2004 gewährten Bezugsrechte ist nur möglich, wenn nach Ablauf der dreijährigen Sperrfrist der Anstieg der Adjusted Earnings per Share im Durchschnitt einen definierten Prozentsatz mindestens erreicht. Die im Juli 2006 und im Juli 2007 gewährten Bezugsrechte unterliegen teilweise keinen Wertentwicklungsbedingungen.

Mit ihren Aktienplänen Global Long Term Incentive Performance Shares (GLTI Performance Shares), Global Long Term Incentive Shares (GLTI Shares), Global Long Term Retention Shares (GLTR Shares) und AllShares hat die Vodafone Group Plc Mitarbeitern der Vodafone D2 mit Wirkung ab Juli und November 2008, Juni und November 2009, Februar, Juli und November 2010 sowie Februar und Juli 2011 Gratisbezugsrechte für Vodafone-Aktien gewährt. Die Anzahl der gewährten Bezugsrechte der GLTI Performance Shares, der GLTI Shares und der GLTR Shares je Teilnehmer ist variabel. Das Anrecht auf den Bezug von GLTI Performance Shares ist davon abhängig, ob die Vodafone Group Plc die Zielvorgabe der Group Performance Condition während des jeweils dreijährigen Performance-Zeitraumes erfüllt. Messgröße ist hierbei der Anstieg der Adjusted Earnings per Share. Für die GLTI Shares und GLTR Shares ab 2008 besteht keine Zielvorgabe. Die Anzahl der gewährten Bezugsrechte bei den AllShares beträgt je Teilnehmer 340 Aktien (Ausgabe 2009). Die Übertragung dieser Aktien erfolgt nach einer zweijährigen Sperrfrist bei fortgeführter Beschäftigung und unterliegt keinen Wertentwicklungsbedingungen.

Im Rahmen des Co-Investment Plans (CIP) wurde bestimmten Mitgliedern der Geschäftsführung im Juli 2009, Juli 2010 und Juli 2011 angeboten, bis zum Zweifachen des jährlichen Grundgehaltes in Aktien umzuwandeln. Bei fortgeführter Beschäftigung und unterlassener Veräußerung dieser Aktien werden nach Ablauf eines Zeitraumes von drei Jahren weitere Aktien gewährt, sofern die zugrunde liegenden Erfolgsbedingungen erfüllt sind. Die für diese Mitarbeiter zugeteilten GLTR/GLTI Shares unterliegen derselben Erfolgsbedingung wie der CIP.

Die Mitarbeiter der Vodafone D2 halten zum Ende des Geschäftsjahres 34.589.702 Aktien und 14.418.498 nicht übertragbare Aktienoptionen, die zum Erwerb je einer Aktie der Vodafone Group Plc berechtigen. Der als gewichteter Durchschnitt ermittelte Bezugspreis (Basispreis) der Aktienoptionen beträgt 95,47 Pence. Der innere Wert der Aktien und der Aktienoptionen zum Abschlussstichtag beträgt 84.700 Tausend Euro.

Sonstige Angaben

Aufgliederung der Mitarbeiterzahl nach Gruppen

Durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter: 11.873
davon Angestellte 11.348
davon Auszubildende/Praktikanten 525

Gesamtbezüge der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats

Die Bezüge der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2011/12 betragen 10.604 Tausend Euro
Die Bezüge der ehemaligen Geschäftsführer und ihrer Hinterbliebenen für das Geschäftsjahr 2011/12 betragen 722 Tausend Euro
Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Geschäftsführern und ihrer Hinterbliebenen (ohne Verrechnung des zugehörigen Deckungsvermögens) zum 31. März 2012 betragen 16.312 Tausend Euro
Die Vergütung an den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2011/12 beträgt 111 Tausend Euro

Die Geschäftsführung der Vodafone D2 hält zum Ende des Geschäftsjahres 14.002.589 Aktien und 604.525 nicht übertragbare Aktienoptionen, die zum Erwerb je einer Aktie der Vodafone Group Plc berechtigen. Der als gewichteter Durchschnitt ermittelte Bezugspreis (Basispreis) der Aktienoptionen beträgt 139,82 Pence. Der innere Wert der Aktien und der Aktienoptionen zum Abschlussstichtag beträgt 29.150 Tausend Euro.

Die Bezugsrechte stammen aus den Programmen der GEM Share Options, der GLTI Share Options, der GLTI Performance Shares, der GLTI Shares, der GLTR Shares sowie der Executive Share Options, der AllShares und des CIP.

Abschlussprüferhonorar

Im abgelaufenen Geschäftsjahr beträgt das Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen 0,7 Mio. Euro. Für andere Bestätigungsleistungen des Abschlussprüfers wurden 74 Tausend Euro aufgewendet.

Angaben zum Mutterunternehmen

Die Gesellschaft, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den der Jahresabschluss der Vodafone D2 GmbH einbezogen wird, ist die Vodafone Group Plc, Newbury/GB, Registernummer 1833679, Newbury, Berkshire, RG14 2FN, GB. Deren Konzernabschluss ist dort erhältlich.

Aufsichtsrat

Michel Combes, Paris/F
Vorsitzender
Chief Executive Officer, Europe der Vodafone Group Services Limited

Toni Wolf, Tönisvorst
Stellvertretender Vorsitzender
Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Vodafone D2 GmbH

Haris Broumidis, London/GB
ab 27.03.2012
Regional Commercial Director, Europe der Vodafone Group Services Limited

Siegfried Balduin, Frankfurt/Main
Gewerkschaftssekretär beim Vorstand der Industriegewerkschaft Metall

Oliver Burkhard, Eppertshausen
Bezirksleiter der Industriegewerkschaft Metall, Bezirk Nordrhein-Westfalen

Paul Chesworth, London/GB
bis 21.10.2011
Human Resources Director, Europe der Vodafone Group Services Limited

Karl-Ludwig Dilfer, Wallgau
bis 30.04.2011
Ehem. Mitglied der Geschäftsführung der Vodafone D2 GmbH

Dr. Frank Esser, Vaucresson/F
Ehem. President Directeur Général der SFR Cegetel SA

Helmut Hoffmann, Ratingen
bis 30.04.2011
Ehem. Global Director Networks der Vodafone Group Services GmbH
Ehem. Mitglied der Geschäftsführung der Vodafone Holding GmbH

Jürgen von Kuczkowski, Gauting
ab 01.05.2011
Ehem. Vorsitzender der Geschäftsführung der Vodafone D2 GmbH

Alison Perren, Cranleigh/GB
ab 21.10.2011
Human Resources Director, Europe der Vodafone Group Services Limited

Frank H. Rövekamp, Amsterdam/NL
bis 30.04.2011
Ehem. Chief Marketing Officer der Vodafone Group Plc

Jens Schulte-Bockum, Düsseldorf
vom 01.05.2011 bis 14.03.2012
Ehem. Chief Executive Officer der Vodafone Libertel BV

Liliana Solomon, London/GB
ab 01.05.2011
Director of Operations, Europe der Vodafone Group Services Limited

Harald Stöber, Willich
Ehem. Vorsitzender des Vorstands der Arcor Verwaltungs-AG

John Townsend, Reading/GB
Chief Financial Officer, Europe der Vodafone Group Services Limited

Dieter Vogelhuber, München
Niederlassungsleiter Technik der Niederlassung Süd der Vodafone D2 GmbH

Susanne Vorbau, Hamburg
Vorsitzende des Betriebsrats der Niederlassung Nord, Betrieb Hamburg/Bremen der Vodafone D2 GmbH

Manfred Waczynski, Xanten
Vorsitzender des Betriebsrats der Niederlassung West der Vodafone D2 GmbH

Dirk Wilharm, Bückeburg
Vorsitzender des Betriebsrats der Niederlassung Nord der Vodafone D2 GmbH

Petra Winsmann, Kevelaer
ab 08.06.2011
Mitglied des Betriebsrats der Niederlassung West der Vodafone D2 GmbH

Geschäftsführung *

Friedrich P. Joussen, Duisburg
Vorsitzender

Jens Schulte-Bockum, Düsseldorf
ab 01.04.2012
Chief Operating Officer

Dirk Barnard, Genf
Personal

Sebastian Ebel, Braunschweig
Finanzen

Jan Geldmacher, Essen
Enterprise

Hartmut Kremling, Radebeul
Technik

Frank Rosenberger, Meerbusch
Global Products & Services

Achim Weusthoff, Mülheim/Ruhr
Customer Operations

* Die Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus.

 

Düsseldorf, den 31. Mai 2012

Vodafone D2 GmbH

Die Geschäftsführung

Friedrich P. Joussen

Jens Schulte-Bockum

Dirk Barnard

Sebastian Ebel

Jan Geldmacher

Hartmut Kremling

Frank Rosenberger

Achim Weusthoff

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang ¬unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Vodafone D2 GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2011 bis 31. März 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Vodafone D2 GmbH, Düsseldorf, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, den 6. Juni 2012

Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Lammers, Wirtschaftsprüferin

gez. Frank, Wirtschaftsprüfer

Gesellschafterbeschluss

der Vodafone D2 GmbH, Düsseldorf

Die alleinige Gesellschafterin der Vodafone D2 GmbH, die Vodafone Holding GmbH, Düsseldorf, beschließt:

1. Beschlussfassung über die Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 01. April 2011 bis 31. März 2012

Der Jahresabschluss zum 31. März 2012 (Bilanzsumme: € 10.237.143.589,26, Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung: € 920.478.860,05) wird festgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung weist keinen Jahresüberschuss aus, nachdem dieser auf Grund des zum 31. März 2012 mit der Vodafone Holding GmbH bestehenden Gewinnabführungsvertrags abgeführt worden ist.

2. Beschlussfassung über die Entlastung der Geschäftsführung

Der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr vom 01. April 2011 bis 31. März 2012 Entlastung erteilt.

3. Beschlussfassung über die Entlastung des Aufsichtsrats

Dem Aufsichtsrat wird für das Geschäftsjahr vom 01. April 2011 bis 31. März 2012 Entlastung erteilt.

4. Beschlussfassung über die Vergütung für den Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat wird für das Geschäftsjahr vom 01. April 2011 bis 31. März 2012 eine Vergütung von insgesamt € 111.478,49 zuzüglich 19 % Umsatzsteuer gezahlt.

5. Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr vom 01. April 2012 bis 31. März 2013

Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr vom 01. April 2012 bis 31. März 2013 wird die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, gewählt.

 

Düsseldorf, den 11. Juli 2012

Vodafone Holding GmbH

Schmidt-Fehrenbacher

Hassel

Bericht des Aufsichtsrats

Die Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat über die Entwicklung des Unternehmens und alle wesentlichen Geschäftsvorfälle regelmäßig mündlich und schriftlich unterrichtet. Anhand der Berichte und der erteilten Auskünfte hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung überwacht. Wichtige geschäftliche Einzelvorgänge wurden im Aufsichtsrat behandelt. Die Geschäftsvorgänge, die auf Grund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmung der Zustimmung des Aufsichtsrats unterliegen, wurden geprüft und mit der Geschäftsführung erörtert.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011/2012 sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch Gesellschafterbeschluss zum Abschlussprüfer gewählten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche GmbH, Düsseldorf, geprüft worden. Sie hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011/2012 geprüft und in der Sitzung am 11.07.2012 in Anwesenheit des Abschlussprüfers ausführlich behandelt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Abschlussprüfung an und erhebt auch nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen. In der Sitzung am 11.07.2012 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr gebilligt.

Herr Hermann Kordes ist mit Wirkung zum 28.02.2011 aus dem Unternehmen und somit auch aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. An seiner Stelle wurde Frau Petra Winsmann durch Beschluss des Amtsgerichts Düsseldorf vom 08.07.2011 zum Mitglied des Aufsichtsrats für die restliche Amtszeit bestellt.

Die Herren Karl-Ludwig Dilfer, Helmut Hoffmann und Frank Rövekamp schieden mit Wirkung zum 30.04.2011 aus dem Aufsichtsrat aus. An ihrer Stelle wurden durch Gesellschafterbeschluss mit Wirkung zum 01.05.2011 die Herren Jürgen von Kuczkowski und Jens Schulte-Bockum sowie Frau Liliana Solomon zu Mitgliedern des Aufsichtsrats für die restliche Amtszeit gewählt.

Mit Wirkung zum 21.10.2011 schied Herr Paul Chesworth aus dem Aufsichtsrat aus. An seiner Stelle wurde Frau Alison Perren durch Gesellschafterbeschluss mit Wirkung zum 21.10.2011 zum Mitglied des Aufsichtsrats für die restliche Amtszeit gewählt.

Mit Wirkung zum 14.03.2012 legte Herr Jens Schulte-Bockum sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats nieder. An seiner Stelle wurde Herr Haris Broumidis durch Gesellschafterschluss mit Wirkung zum 27.03.2012 für die restliche Amtszeit in den Aufsichtsrat gewählt.

In seiner Sitzung am 06.07.2011 bestellte der Aufsichtsrat Herrn Dirk Barnard für die Dauer seiner Amtszeit als Geschäftsführer zum Arbeitsdirektor.

In seiner Sitzung am 11.11.2011 verlängerte der Aufsichtsrat die Bestellung von Herrn Friedrich Joussen zum Vorsitzenden der Geschäftsführung für die Zeit vom 01.11.2012 bis zum 31.10.2015.

In der außerordentlichen Sitzung am 29.03.2012 stimmte der Aufsichtsrat dem Ausscheiden von Herrn Friedrich Joussen aus der Geschäftsführung zum 30.09.2012 zu.

In derselben Sitzung am 29.03.2012 bestellte der Aufsichtsrat Herrn Jens Schulte-Bockum zum Mitglied der Geschäftsführung für die Zeit vom 01.04.2012 bis zum 31.03.2015 und ernannte ihn zum Chief Operating Officer für die Zeit vom 01.04.2012 bis zum 30.09.2012 sowie zum Vorsitzenden der Geschäftsführung mit Wirkung zum 01.10.2012.

Der Aufsichtsrat dankt den ausgeschiedenen Herren und insbesondere Herrn Friedrich Joussen auch an dieser Stelle für ihren Einsatz und ihr verdienstvolles Wirken im Interesse des Unternehmens.

 

Düsseldorf, den 11.07.2012

Der Aufsichtsrat

Michel Combes, Vorsitzender

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