Rhomberg Wohnprojekt GmbH
Selbe AdresseBauträger für Wohngebäude
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Weber seit 22.3.2011 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Dr. Wolfgang Behrens-RambergAngell-Demmel Holding GmbH+2 | 27.01% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 27.01% | |
| 16.48% | |
| 13.51% | |
| 13.36% | |
| 2.38% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Angell-Demmel Europe GmbH i.Ins.Lindau (B)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2009 bis zum 31.12.2009Lagebericht1 Darstellung des Geschäftsverlaufs 1.1 Situation, die zur Insolvenz geführt hat Nachdem der inländische Teil der Sellner Gruppe sich zunächst gut in der Finanz- und Wirtschaftskrise behaupten konnte, hat sich im Verlauf des Jahres 2010 durch den Anlauf defizitärer neuer Projekte mit neuen und bestehenden Kunden die Ertragssituation sukzessive verschlechtert, wobei Teile der Gruppe, darunter auch die Angell-Demmel Europe GmbH, in eine nachhaltige Verlustsituation geraten sind. Ursächlich für die Defizite waren dabei nicht ausreichende Reifegrade bei der Industriealisierung neuer Projekte und Kapazitätsfehlplanungen. Diese Entwicklung führte im August 2010 zur Zahlungsunfähigkeit der Angell-Demmel Europe GmbH, Lindau, so dass Insolvenz angemeldet werden musste. Die Insolvenz wurde am 1. November 2010 eröffnet. Im Januar 2011 hat der Insolvenzverwalter das Unternehmen im Ganzen im Wege eines Asset Deals an eine Nachfolgegesellschaft verkauft. Aufgrund dieser Entwicklungen wurde der Jahresabschluss in Abkehr vom Grundsatz der Unternehmensfortführung aufgestellt. 1.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft Gesamtwirtschaftliche Entwicklung (2009) Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (preisbereinigt) ist im Jahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 2,1% gefallen. Die deutsche Wirtschaft hat damit die tiefste Rezession seit dem 2. Weltkrieg getroffen. Finanz- und anschließend Wirtschaftskrise haben tiefe Spuren hinterlassen. Mit einer Abwendung von einer monetaristischen hin zu einer keynesianischen Wirtschaftpolitik hat die Bundesregierung in Teilsektoren massive Subventionspolitik betrieben. Die mittel- und langfristigen Folgen dieser staatlichen Interventionen sind noch nicht absehbar. Die Wirtschaftsleistung wurde im Durchschnitt von 40,17 Millionen Erwerbstätigen erbracht, das waren ca. 50.000 Personen weniger als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Erwerbslosen stieg bis zum Ende des Jahres auf 3,3 Millionen an. Ein höherer Anstieg wurde durch den massiven Einsatz des arbeitsmarktpolitischen Mittels Kurzarbeit verhindert. Die Preisentwicklung des Jahres war von der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung im Jahr geprägt. Der Preisauftrieb kam praktisch zum Erliegen. Mit einer Teuerungsrate von nur 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr liegt der Verbraucherpreisindex auf dem niedrigsten Niveau seit 1990. Wesentliche Rohstoffpreise haben sich sogar rückläufig entwickelt. Auch bei den Energiekosten war ein deutlicher Rückgang zu erkennen. Zum Jahresende begannen die Energiekosten jedoch wieder zu steigen. Bedingt durch moderate Tariflohnabschlüsse, den massiven Einsatz von Kurzarbeit und die Zunahme der Arbeitslosigkeit haben sich die Arbeitseinkommen ebenfalls rückläufig entwickelt. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung (2010) Die deutsche Wirtschaft befreite sich mit dem stärksten Wachstum seit der Wiedervereinigung aus der Krise. Im Gesamtjahr 2010 erhöhte sich das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 3,6 %. Dabei verbreiterte sich die Wachstumsbasis deutlich. Neben dem Außenhandel, der mit 1,1 Prozentpunkten zum Wachstum beitrug, kamen mehr als zwei Drittel der Wachstumsimpulse aus dem Inland. Insgesamt kam die deutsche Volkswirtschaft besser und schneller aus der Krise als andere größere Industrienationen. Die privaten Konsumausgaben lieferten im Jahr 2010 einen spürbaren Beitrag zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum und trugen damit maßgeblich zur Festigung des Aufschwungs bei. Basis der gestiegenen Kaufbereitschaft der Verbraucher sind die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt, das immer noch ruhige Preisklima sowie umfangreiche fiskalische Entlastungen, die den privaten Haushalten eine reale Verbesserung ihrer verfügbaren Einkommen bescherten. Die Ausgaben für den Kauf von Kraftfahrzeugen sind weiter steigend. Die insgesamt positive Perspektive für den privaten Konsum wird auch durch die spürbare Verbesserung des ifo-Geschäftsklimaindex untermauert. Angesichts der weiterhin günstigen Rahmenbedingungen dürfte der private Konsum auch im laufenden Jahr eine wichtige Stütze der Konjunktur bleiben. Die Wirtschaftsleistung wurde im Durchschnitt von 40,37 Millionen Erwerbstätigen erbracht, das waren ca. 195.000 Personen mehr als ein Jahr zuvor. Die Preisentwicklung des Jahres war wesentlich von der politisch induzierten Flutung der Märkte mit Geld geprägt. Mit einer Teuerungsrate von nur 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr liegt der Verbraucherpreisindex deutlich unter dem Stabilitätskriterium der Europäischen Zentralbank. Allerdings beschleunigte sich der Preisauftrieb im Verlauf des Jahres sukzessive, was durchaus als Indikator für inflationäre Tendenzen interpretiert werden kann. 1.2 Entwicklung der Branche Branchenentwicklung (2009) Wegen der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise war Anfang des Jahres für den weltweiten Absatz an Fahrzeugen von einem Einbruch von 15-20 Prozent gegenüber dem Vorjahr auszugehen. Mit staatlichen Konjunkturprogrammen in Form von Steuervergünstigungen und sog. Abwrackprämien im Inland und einigen wichtigen ausländischen Märkten konnte das Neuwagengeschäft stark belebt werden. Damit ist es gelungen den Absatzrückgang für Neufahrzeuge auf 3 Prozent zu begrenzen. Allerdings waren die Entwicklungen in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich. Ein regelrechter Absatzboom mit einem Zuwachs von 47 Prozent fand in China statt, nachdem dort am Jahresanfang die Nachfrage eingebrochen war. In den USA hingegen brach der Absatz von Automobilen um 21 Prozent ein, während er in Deutschland um 23 Prozent zulegte. In Osteuropa brach der Absatz mit einem Rückgang von bis zu 71 Prozent besonders stark ein. In Südamerika ergaben sich wieder Absatzzuwächse von bis zu 13 Prozent. Die deutsche Automobilindustrie war von dieser Entwicklung unterschiedlich betroffen. Konnten die Hersteller von Klein- und Mittelfahrzeugen von der Absatzsteigerung überdurchschnittlich profitieren, kam es bei dem Absatz von Fahrzeugen aus dem Premiumsegment zu erheblichen Absatzeinbrüchen. Nach dem Auslaufen der Abwrackprämien hat sich der Absatz der höherwertigen Fahrzeuge wieder stabilisiert. Diese Entwicklung wird zusätzlich und voraussichtlich auch zukünftig durch den zunehmenden Anlauf neuer Modelle in diesem Bereich unterstützt. Insbesondere bei den Herstellern von Fahrzeugen aus dem Premiumsegment ist derzeit das Auslaufen des arbeitsmarktpolitischen Instrumentes Kurzarbeit zu beobachten. Branchenentwicklung (2010) Das internationale Pkw-Geschäft hat sich in 2010 deutlich schneller erholt als erwartet und insbesondere zum Jahresende noch einmal kräftig an Fahrt gewonnen. Nachdem in 2009 der Absatz von Neuwagen in vielen Ländern aufgrund der Finanzkrise stark rückläufig war, zogen in den vergangenen zwölf Monaten mit zunehmender konjunktureller Erholung die Automobilverkäufe wieder spürbar an. Insgesamt wurden 2010 weltweit mehr als 61,7 Mio. Pkw verkauft - ein Plus von 12 Prozent. Wachstumstreiber im internationalen Pkw-Geschäft waren dabei vor allem die vier BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China sowie der US-Markt. Die exportstarken deutschen Automobilhersteller profitieren mit ihren CO2-effizienten und attraktiven Modellen besonders vom Aufschwung der Weltwirtschaft. In vielen wichtigen Regionen konnten sie ihren Marktanteil steigern. Weltweit zählt rund jeder fünfte Neuwagen zu einer deutschen Konzernmarke. In Deutschland ist im Jahr 2010 der Pkw-Export um 24 Prozent auf 4,2 Mio. Einheiten gestiegen. Im laufenden Jahr erwartet die Branche bei der Ausfuhr ein weiteres Wachstum auf über 4,4 Mio. Fahrzeuge. Auch die Inlandsproduktion, die 2010 um 12 Prozent auf über 5,5 Mio. Pkw gestiegen war, wird weiter zulegen. Hier wird 2011 mit einem Plus von über 6 Prozent auf 3,1 Mio. Neuzulassungen gerechnet. 1.3 Geschäftsverlauf Das Rumpfgeschäftsjahr war geprägt durch die Weiterentwicklung der operativen Tätigkeit des zweiten Produktionsstandorts in Kennelbach/Österreich und die Anpassungen an die veränderte Marktsituation. 1.4 Beschaffung Im Bereich Beschaffung wurden weitere Lieferanten nominiert. Zusammen mit schriftlich fixierten Mindestbeständen bei allen Lieferanten konnte damit eine stabile Versorgung garantiert werden. 1.5 Forschung und Entwicklung Im Berichtsjahr konnte das Unternehmen bei Entwicklungskooperationen und Entwicklungsaufträgen seine Kompetenz unter Beweis stellen. Mit dem Fokus, die Technologieführerschaft in der Dekoration und Verformung von Metall weiter zu festigen, wurden neue zukunftssichernde Themen verfolgt. Mit der Umsetzung wesentlicher Entwicklungsergebnisse in Serienprojekten wurde 2010 begonnen. Das Unternehmen ist nach ISO TS 16949 zertifiziert. 1.6 Personal- und Sozialbereich Ausbildungsstand und Qualifikation der Mitarbeiter entspricht dem hohen Anforderungsniveau der Produkte. Regelmäßige Fortbildungsmaßnahmen und die Möglichkeit, eigene Ideen in den Unternehmensprozess einzubringen halten die Motivation der Mitarbeiter auf hohem Niveau. Das durchweg als gut bewertete Betriebsklima findet Ausdruck in einer geringen Fluktuation. Zur Förderung der Motivation besteht eine leistungsorientierte Bonusregelung. 1.7 Informationen über Umweltbelange Gerade aufgrund der exponierten Lage war die Bestrebung, aktiven Umweltschutz zu betreiben. Sämtliche Anlagen sind von den Umweltbehörden abgenommen und unter der Prämisse möglichst geringer Emissionen entwickelt worden. Die Maßnahmen zur Entlastung des direkten Unternehmensumfelds sind durchweg positiv aufgenommen worden. 2 Darstellung der Lage Das Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahrs liegt deutlich hinter den Erwartungen zurück. Wir mussten uns den besonderen Herausforderungen durch Anlaufkosten und Investitionen für den zweiten Standort und anschließendem starken Einbruch des Marktes stellen. Trotz schneller und bedachter Anpassungen waren negative Auswirkungen dieser signifikanten Ereignisse nicht zu vermeiden. Nach einem Jahresfehlbetrag von T€ -561 im Geschäftsjahr 2008/2009 hat die Gesellschaft im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr einen Jahresfehlbetrag von T€ -6.446 erlitten. 2.1 Vermögenslage
Die Veränderung in der Bilanzstruktur ergibt sich im Wesentlichen aus der Umgliederung des Anlagevermögens (T€ 12.379 vor außerplanmäßiger Abschreibung) in das Umlaufvermögen wegen der geplanten Veräußerung im Rahmen der Insolvenz sowie aus der insolvenzbedingten Umgliederung der mittel- bis langfristigen Verbindlichkeiten in kurzfristige Verbindlichkeiten. Zudem wurde das umgegliederte Anlagevermögen auf Basis des Asset Deals erheblich (T€ 4.875) abgewertet. Für den starken Anstieg des Umlaufvermögens ist neben der Umgliederung des Anlagevermögens (T€ 7.504 nach außerplanmäßiger Abschreibung) insbesondere die Erhöhung der Werkzeuge und Konstruktionskosten für Werkzeuge um insgesamt T€ 7.519 verantwortlich. Zudem haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 2.374 sowie die Forderungen gegen Gesellschafter um T€ 2.310 erhöht. Die Liquiden Mittel sind um T€ 1.088 zurückgegangen. Das negative Ergebnis (T€ - 6.446) ist für den Rückgang des Eigenkapitals verantwortlich. Die sonstigen Rückstellungen sind stark angestiegen. Zuführungen waren insbesondere erforderlich für die Wertberichtigung der Forderungen gegen Angell-Demmel Asien (T€ 2.366), für drohende Verluste aus Fertigungsaufträgen (T€ 614) und aus Zinsswaps (T€ 632) sowie für ausstehende Rechnungen (T€ 3.738). Der Verschuldungsgrad der Gesellschaft hat infolge der Verlustsituation und der Erhöhung der Vermögenspositionen zugenommen. Die Verschuldung stieg um T€ 8.638. Insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stieg um T€ 4.804. Die Vermögenslage hat sich erheblich verschlechtert. Die Eigenkapitalquote ist von 29,1% auf 11,6% zurückgegangen. 2.2 Finanzlage Ziel des betrieblichen Finanzmanagements ist die Gewährleistung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft. Kapitalflussrechnung
Die Finanzlage zum Bilanzstichtag hat sich dramatisch verschlechtert, die Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen war nicht mehr sichergestellt. 2.3 Ertragslage
In obiger Übersicht ist zu beachten, dass die Vorjahreszahlen nicht mit den Zahlen des Rumpfgeschäftsjahres vergleichbar sind. Die Ertragslage ist sehr schlecht. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist bereits negativ. 3 Risikomanagement Der Risikovorsorge wird in unserem Unternehmen in allen Bereichen Rechnung getragen. Die unternehmerischen Chancen und Risiken aus dem operativen Geschäft werden in einem mehrstufigen Planungs-, Informations- und Kontrollprozess erfasst. Die Geschäftsprozesse werden an beiden Standorten mit dem integrierten System infor.com abgewickelt. Das bestehende Chancen- und Risikomanagementsystem wird laufend auf Vollständigkeit, Effizienz und Transparenz überprüft und die Mitarbeiter über die Bedeutung des Chancen- und Risikomanagements unterrichtet. Versicherungen zur Abdeckung erkennbarer und allgemeiner Risiken sind in dem für unsere Branche gängigen Umfang abgeschlossen. Die Ausfallsicherheit unserer gesamten elektronischen Datenverarbeitung wird über interne und externe Maßnahmen und Vereinbarungen erreicht. Darüber hinaus erfolgt eine regelmäßige Datensicherung. 4 Künftigen Entwicklung und Risiken der künftigen Entwicklung Am 02.09.2010 wurde das vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen der Gesellschaft angeordnet. Die Gesellschaft wurde nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 01.11.2010 nur noch bis zum Stichtag der Übertragung des Geschäftsbetriebes auf die Nachfolgegesellschaft (Asset Deal) durch den Insolvenzverwalter fortgeführt. Seither wird die Gesellschaft nur noch insolvenzrechtlich abgewickelt. In 2010 und 2011 ist mit weiteren Verlusten zu rechnen.
Lindau, den 16.01.2012 Geschäftsführung BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Das Wirtschaftsjahr wurde auf das Kalenderjahr (bisher 1.4. bis 31.03.) umgestellt. Daraus ergibt sich ein Rumpfgeschäftsjahr vom 1.4. bis 31.12.2009. Aufgrund der Umstellung sind die Rumpfgeschäftsjahreszahlen nicht mit den Vorjahreszahlen vergleichbar. 1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei der Bewertung wird gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB nicht mehr von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Insoweit ist die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen erheblich eingeschränkt. Zum derzeitigen Stand ist bekannt, dass die Gesellschaft im Rahmen eines Insolvenzverfahrens abgewickelt wird. Bei der Bewertung des Anlagevermögens wird bereits berücksichtigt, dass es im Rahmen des Insolvenzverfahrens zu einem Verkauf des gesamten Geschäftsbetriebes (Asset Deal) kommt. Bewertungsmaßstab ist der Kaufpreis für die übertragenen Wirtschaftsgüter, maximal jedoch die fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Das gesamte Anlagevermögen wurde zudem aufgrund des Verkaufs in das Umlaufvermögen umgegliedert. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Die Ermittlung der Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt auf der Basis gewogener Durchschnittswerte. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Soweit die Herstellungskosten bei fertigen Erzeugnissen durch die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse nicht gedeckt sind, werden besondere Abschläge zur verlustfreien Bewertung vorgenommen. Die Konstruktionskosten für Werkzeuge sowie Werkzeuge werden zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Soweit die Herstellungskosten für die Werkzeuge durch die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse nicht gedeckt sind, werden besondere Abschläge zur verlustfreien Bewertung vorgenommen. In der Position Werkzeuge sind aus Vereinfachungsgründen - abweichend zum Vorjahr - geleistete Anzahlungen erfasst. Im Vorjahr wurden die geleisteten Anzahlungen unter eigener Position ausgewiesen. Insoweit ist die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen eingeschränkt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Einzelwertberichtigungen und wegen des allgemeinen Zins- und Kreditrisikos Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Bei der Bemessung der Wertberichtungen wurde berücksichtigt, dass die Forderungen teilweise durch eine Ausfallversicherung gesichert sind. Liquide Mittel werden zum Nennwert/Stichtagskurs angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse beruht auf R 34 II EStR. Die Auflösung wird entsprechend der jährlich vorgenommenen Abschreibungen in Höhe der Förderquote vorgenommen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. 2. Währungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Verluste aus Kursänderungen werden durch Neubewertung am Bilanzstichtag berücksichtigt. Bei den Guthaben bei Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Fremdwährung erfolgt, soweit es das Niederstwertprinzip erfordert, die Umrechnung zum Geld- bzw. Briefkurs des Stichtages. B. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Rumpfgeschäftsjahr ist auf der folgenden Seite dargestellt. Die Abschreibung des Rumpfgeschäftsjahres beträgt T€ 2.373. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 3.038. Die Forderungen gegen Gesellschafter beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 545. 3. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen vor allem Gewährleistungs- und Wartungsverpflichtungen (T€ 1.174), den Personalbereich (T€ 995), Währungsverpflichtungen (T€ 161), Rückstellungen für Preisdifferenzen (T€ 176) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ 3.747), Verluste aus Forderungsausfällen gegenüber Angell-Demmel Asien (T€ 2.366), drohende Verluste aus Zinsswaps (T€ 632) sowie Drohverlustrückstellungen aus Fertigungsaufträgen (T€ 614). 4. Verbindlichkeiten Verbindlichkeitsspiegel zum 31.12.2009
Sämtliche Verbindlichkeiten werden als kurzfristig eingestuft, da bekannt ist, dass diese in 2010 insolvenzbedingt fällig gestellt wurden. Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen zum Bilanzstichtag folgende Sicherheiten: · Sicherungsübereignung des Vorratsvermögens · Globalzession sämtlicher Forderungen aus Lieferungen und Leistungen · Sicherungsübereignung von finanziertem Anlagevermögen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten in vollem Umfang Verbindlichkeiten aus Lieferungen aus Leistungen. Es wurden zwei Zins-Swap-Darlehen in Anspruch genommen (T€ 4.000 bzw. T€ 1.056 / TCHF 1.600 zum 31.03.2009). Die getroffenen Zins-Swap-Vereinbarungen stellen derivative Finanzinstrumente nach § 285 S. 1 Nr. 18 HGB dar. Der beizulegende Zeitwert beträgt T€ - 407. Die Berechnung erfolgt anhand von geeigneten Modellen der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank AG. Zusätzlich wurden noch zwei Zins-Swap-Vereinbarungen von der BW-Bank in Anspruch genommen (T€ 1.000 bzw. T€ 3.000 zum 31.03.2009). Der beizulegende Zeitwert beträgt T€ - 225. Die Berechnung der Bewertung erfolgt unter Verwendung marktüblicher Bewertungsmethoden. C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen Von den Umsatzerlösen entfielen 6 % auf Handelswaren, 23 % auf Werkzeuge und 71 % auf Eigenfertigung von Aluminium-Zierteilen. Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographischen Märkten Von den Umsatzerlösen wurden 80 % mit dem Inland erzielt, 16 % mit Ländern der EU und 4 % mit übrigen Ländern. Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind T€ 15 aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse ausgewiesen. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 110. Sonstige betriebliche Aufwendungen Der Posten beinhaltet periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 139. D. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Nach § 251 und 268 Abs. 7 HGB waren folgende Haftungen zu vermerken:
An sonstigen finanziellen Verpflichtungen von Bedeutung sind zu nennen: Verpflichtungen aus Leasing-, Miet-, Wartungs- und Dienstleistungen
2. Abschlussprüferhonorar Die Abschlussprüferhonorare beliefen sich auf T€ 56. 3. Geschäftsführung Geschäftsführer Herr Hermann Eberhardt (seit 12.07.2010 bis 17.08.2010) Herr Axel Frisch (bis 23.04.2010) Herr Stefan Hantke (seit 24.11.2009 bis 23.04.2010) Herr Thomas Härle (seit 24.11.2009 bis 07.10.2010) Herr Rolf Tämmerich (bis 16.12.2009) Herr Thomas Weber (seit 21.02.2011) Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt. Die Geschäftsführer erhielten im Berichtszeitraum Vergütungen in Höhe von T€ 157. Insolvenzverwalter Herr Dr. Marco Liebler (seit 01.11.2010) 4. Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 439 Mitarbeiter beschäftigt, davon waren 109 Angestellte, 327 gewerbliche Arbeitnehmer und 3 Aushilfen. 5. Name und Sitz des Mutterunternehmens 100 % des Stammkapitals der Gesellschaft werden von der Angell-Demmel Holding GmbH, Lindau, gehalten. Damit ist die Gesellschaft verbundenes Unternehmen zu der Angell-Demmel Holding GmbH, Lindau, welche 66 %ige Tochtergesellschaft der Sellner Holding GmbH, Neuendettelsau, ist. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Sellner Holding GmbH, Neuendettelsau, einbezogen, den diese für den größten Kreis von Unternehmen erstellt und beim Handelsregister Ansbach hinterlegt.
Lindau, den 16.01.2012 Die Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Angell-Demmel Europe GmbH, Lindau, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April 2009 bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, verweisen wir auf die Ausführungen in den Abschnitten "Situation, die zur Insolvenz geführt hat" und "Künftige Entwicklung und Risiken der künftigen Entwicklung" des Lageberichts. Darin führt die Geschäftsleitung aus, welche Ereignisse zur Zahlungsunfähigkeit der Angel-Demmel Europe GmbH und zum Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens im August 2010 geführt haben. Die Geschäftsleitung erklärt weiter, dass die Gesellschaft nur noch bis zum Stichtag der Übertragung des Geschäftsbetriebes auf die Nachfolgegesellschaft (Asset Deal) durch den Insolvenzverwalter operativ fortgeführt wurde. Seither wird die Gesellschaft nur noch insolvenzrechtlich abgewickelt. Im Anhang im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und im Lagebericht im Abschnitt "Situation, die zur Insolvenz geführt hat" wird erläutert, dass der Jahresabschluss nicht mehr unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt wurde.
Nürnberg, den 17. Januar 2012 Rödl
& Partner GmbH
Dr. Bömelburg, Wirtschaftsprüfer Steinle, Wirtschaftsprüfer |
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