Endava Berlin GmbHLiquidiert

Platz der Luftbrücke 4, 12101 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 58797
Vorher
Exozet Berlin GmbH
Eingetragen
5.10.2004
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieVerlegen von Computerspielen
Gegenstand
Die Erbringung von Dienstleistungen als Digital Agentur, insbesondere die Beratung, Kozeption, Design und technische Realisierung von Internet-Anwendungen, Mobile-Apps, Computer-Spielen und Video-Lösungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mark Stuart Thurston
seit 15.1.2020
Geschäftsführer
Uwe Hofer
seit 25.6.2012
Prokura
Geschäftsführer

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Endava Berlin GmbH (vormals: Exozet Berlin GmbH)

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 30.06.2020

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. Juni 2020

der Endava Berlin GmbH, Berlin

Grundlagen der Endava Berlin GmbH

Die Exozet Berlin GmbH hat per Ende Juni per notariellen Beschluss und entsprechendem Handelsregistereintrag ihren Namen gewechselt und heißt neu "Endava Berlin GmbH" (im Folgenden: Endava). Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft der Endava GmbH mit Sitz in Frankfurt und führendes Dienstleistungsunternehmen im Bereich Digitale Medien, Digitale Transformation und Softwareentwicklung. Endava beschäftigt ca. 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Berlin und besitzt eine Tochtergesellschaft in Wien (die Endava Austria GmbH, vormals Exozet Wien GmbH).

Die Tochtergesellschaft in Wien dient vor allem als Vertriebsgesellschaft. Die Tochtergesellschaft Exozet Potsdam GmbH wurde per notariellen Beschluss rückwirkend zum 1. Januar 2020 mit der Exozet Berlin GmbH verschmolzen.

Aufgrund der Anteilsübernahme durch die Endava plc Ende 2019 erfolgt die Anpassung des Wirtschaftsjahres an das Wirtschaftsjahr des Konzerns vom 1. Juli eines Jahres bis zum 30. Juni des Folgejahres. Bei dem vorliegenden Abschluss handelt es sich somit um ein Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2020.

Aus den genannten Gründen (Verschmelzung und Rumpfgeschäftsjahr) ist der Vergleich mit dem vorherigen Abschluss zum 31. Dezember 2019 nur eingeschränkt möglich.

Endava war auch im vergangenen halben Jahr wieder für klassische Medienhäuser wie das ZDF, den ORF, die Deutsche Welle, ProSiebenSat1, Heise, 3Sat, den MDR, Deutschlandradio und die BBC tätig, aber zusätzlich auch für Verlage wie die Mitteldeutsche Zeitung und die Publisher Asmodee und USM. Weiterhin lieferte Endava Softwareprodukte erfolgreich an etablierte Marken und Unternehmen wie Audi, Siemens, den Europa-Park (Mack Media), Freenet TV (Media Broadcast), die Deutsche Bahn, Baader Gruppe und die Deutsche Telekom sowie an internetbasierte Unternehmen wie z. B. DAZN, Wooga, ConcertVR, mobile. Endava bediente darüber hinaus ein Portfolio an Kunden in der Finanz- und Versicherungsbranche wie z. B. VW Financial Services, BS Payone, Albis Leasing, Computop und Barmer. Darüber hinaus ist das Kundensegment Automotive überdurchschnittlich stark gewachsen, sowohl im Umsatz als auch im Auftragseingang. Endava hat mehrere neue Automotive-Kunden dazugewonnen, darunter z. B. das Elektroauto-Start-up Byton.

Ein weiteres wichtiges Standbein und ein Alleinstellungsmerkmal von Endava bleibt die hohe Kompetenz bei der Umsetzung und Betreuung von videozentrierten Lösungen (Geschäftsfeld "NewTV & Video"), wie z. B. Videoportalen, Mediatheken, Videoplayern und Smart-TV-Apps, für zahlreiche öffentliche und private Auftraggeber. Endava hat auch frühzeitig auf die Entwicklung von Virtual-Reality- und Augmented-Reality-Lösungen gesetzt. Dieses Geschäftsfeld ist auch im Rumpfgeschäftsjahr 2020 weiter überdurchschnittlich und v. a. profitabel gewachsen. Endava ist einer der Top-Player bei derartigen Applikationen im deutschen Markt. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung von Anwendungen, die sich bei Automobilkonzernen, Automobilzulieferern, Verlagen, Großkonzernen wie Siemens und bei wichtigen Tourismusverbänden bereits erfolgreich in der Praxis bewähren. Endavas Lösungen helfen diesen Organisationen, ihre eigenen Produkte und Dienstleistungen auf eine grundlegend neue Art zu präsentieren oder im Bereich Training und Weiterbildung neue Maßstäbe zu setzen. Positiv entwickelt hat sich das Geschäftsfeld "Games", in dem Endava intensiv an der Weiterentwicklung der Online-Version des Spiels "Siedler von Catan" arbeitet und in Kooperation mit dem führenden französischen Games Publisher "Asmodee" weitere Spiele entwickelt.

Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf

Das weltweite IT Services Marktvolumen betrug in 2019 (laut Statista) ca. 4.460 Mrd. EUR und wuchs mit ca. 5,7% p.a. Der europäische Teil davon umfasste 2018 ca. 683 Mrd. EUR und wuchs deutlich langsamer mit ca. 2,0% p.a.

Der Deutsche IT Markt wurde für 2018 auf ca. 164 Mrd. EUR geschätzt und wuchs ungefähr mit der Geschwindigkeit des EU IT Markts, nämlich mit ca. 2,0% p.a. im Durchschnitt in den letzten Jahren; das Wachstum der Anzahl Angestellten in dieser Branche lag aber mit ca. 5% im Durchschnitt darüber.

Laut iBusiness umfasste der IT Softwaremarkt (von den genannten 164 Mrd. EUR) ca. 45 Mrd. EUR, wovon etwa 33% Internetsoftware inkludiert, also ca. 15 Mrd. EUR.

iBusiness schätzt den Gesamtmarkt der Agenturen in Deutschland auf ca. 2 Mrd. EUR. Endava wuchs in 2019 organisch mit deutlich über 20%, also wesentlich schneller als der Markt.

Laut iBusiness Internet Agentur Ranking wächst der Markt der deutschen Internet Agenturen mit einem Plus von 3,4% (2019 vs. 2018) langsamer als noch in den Vorjahren (plus 8,8% beziehungsweise 13% in den Jahren 2018 und 2017). Die größten Agenturen, meist sind dies Konzerne oder weltweite Netzwerke, wuchsen jedoch stärker (4,6% p.a.) als der Durchschnitt der Agenturen mit den genannten 3,4% p.a.

Marktdaten zu Marktsegmenten, die für Endava relevant sind, waren v.a. im App Market (ca. 18% p.a. Marktwachstum; ca. 200 Mrd. EUR Umsatz weltweit (2018) bzw. 1,4 Mrd. EUR 2018 Marktvolumen in Deutschland, Quelle: BusinessWire) und im VR/AR Market (11 Mrd. EUR Marktvolumen weltweit) erhältlich (Quelle Statista). Das VR Marktwachstum wird mit >30% p.a. (bis 2023) geschätzt.

Der Hosting/Portale Market, der bei Endava rund 10-12% des Umsatzes ausmacht, umfasste in Deutschland laut iBusiness ca. 9 Mrd. EUR in 2017.

Endava behauptete sich im neuesten iBusiness Ranking weiterhin gut auf dem Platz 33 aller Internet Agenturen in Deutschland (Umsatzgröße).

Wirtschaftsbericht - Ertragslage

Die Gesellschaft wurde im ersten Halbjahr 2020, was dem Rumpfgeschäftsjahr der Gesellschaft entspricht, von möglichen Auswirkungen der Corona Pandemie verschont. Die Branche geht davon aus, dass das Geschäft stabil weiterläuft.

Endava Berlin GmbH verzeichnete im Rumpfgeschäftsjahr eine Gesamtleistung von 8,9 Mio. EUR (2019: 14,6 Mio. EUR).

Endava verzeichnete Auftragseingänge von Januar 2020 bis Juni 2020 von 10,5 Mio. EUR (2019: 20,3 Mio. EUR).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Erträge aus der Verschmelzung mit Exozet Potsdam GmbH in Höhe von 0,5 Mio. EUR enthalten.

Die Personalkosten (ohne Sozialabgaben) lagen im Rumpfgeschäftsjahr bei 4,3 Mio. EUR (2019: 6,8 Mio. EUR, korrigiert um die einmalige Auswirkung der virtuellen Stock Options), die Personalkostenquote (vgl. mit der Gesamtleistung) lag mit ca. 48% über der von 2019 (ca. 46%). Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2020 beschäftigt die Gesellschaft 152 Mitarbeiter.

Die betrieblichen Aufwände des Rumpfgeschäftsjahres betrugen 1,0 Mio. EUR (2019: 1,9 Mio. EUR, die Sachkostenquote (11%) lag sogar leicht unter der von 2019 (13%). Aufgrund zielgenauer Margenkontrollen in den 16 Profit Centern konnten die Ertragsmargen der monatlichen Abschlüsse mehrheitlich im zweistelligen Bereich gehalten werden; die monatlichen Schwankungen der Marge haben sich spürbar verringert. Durch die Einbindung in den Endava Konzern konnten im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr erstmals Synergien bei der Nutzung von konzerninternen Personalkapazitäten genutzt und so die Kosten für Freelancer nochmals reduziert werden.

Die steigenden Personalkosten durch Neueinstellungen werden durch die anhaltend wachsenden Auftragseingänge und die damit folgenden Umsatz- und Margensteigerungen ausgeglichen.

Der "nicht abgearbeitete Auftragsbestand" Ende Juni 2020 liegt bei rund 11,7 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 8,6 Mio. EUR).

Das Geschäftsjahr war, neben dem erfolgreichen bearbeiten der Bestandskunden, und dem Gewinnen von spannenden Neukunden (wie Olympiapark, Baader, Kulturprojekte, u.v.a) geprägt durch eine Vielzahl von umfassenden Integrationsaktivitäten mit den Endava Gesellschaften. Die Verkaufsmannschaft, das HR Team, Finance & Controlling und weitere Abteilungen etc. wurden erfolgreich in die entspr. Abteilungen der Endava Gruppe integriert. Die Integration der IT Systeme in das ERP System ist weit fortgeschritten, die Programmierung/Customization hat bereits begonnen, die Prozesse sind angeglichen. Die wesentlichen Änderungen in der Organisation sind, dass die produktiven Mitarbeiter in AGU (account group units - sales-side Verkaufseinheiten) und mehrere DUs (delivery units - developer bzw. Produktionseinheiten) aufgeteilt wurden; das Reporting, Controlling forecasting wurde bereits weitgehend entsprechend angepasst und integriert. Weiterhin sind die Legal/ Compliance Prozesse angeglichen, bzw. wurde eine Legal/Compliance Abteilung für die deutschen Tochtergesellschaften aufgebaut. Diese Abteilung ist v.a. für Vertragsmanagement und notarielle Angelegenheiten verantwortlich. Ebenso hat das Management ein Re-branding durchgeführt. Die Fluktuation der Mitarbeiter ist weiterhin sehr gering und die Integration bzw. die Kommunikation dazu ist offenbar bei den Mitarbeitern gut aufgenommen werden. Insgesamt geht die Integration überaus schnell voran.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist von 7,6 Mio. EUR zum 31. Dezember 2019 auf 7,1 Mio. EUR zum 30. Juni 2020 gesunken. Der Rückgang der Bilanzsumme resultiert überwiegend aus dem Abgang der Beteiligung aufgrund der Verschmelzung sowie der Beendigung des Factorings (Minderung der Verbindlichkeiten und der Sonstigen Vermögensgegenstände). Gegenläufig entwickelten sich, bedingt durch die Verschmelzung, die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Steuerrückstellungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die Bilanzstruktur stellt sich im Vergleich zum Vorjahr dabei wie folgt dar:

30. Juni 2020
Mio. EUR
31. Dezember 2019
Mio. EUR
Anlagevermögen 1.711 2.094
Umlaufvermögen 5.404 5.552
Summe Aktiva 7.115 7.646
Eigenkapital 4.223 3.132
Fremdkapital 2.892 4.514
Summe Passiva 7.115 7.646

Das Anlagevermögen besteht zum Bilanzstichtag 30. Juni 2020 in Höhe von 1.496 TEUR (31. Dezember 2019: 1.141 TEUR) aus immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagevermögen in Höhe von 160 TEUR (31. Dezember 2019: 151 TEUR) sowie Finanzanlagen in Höhe von 55 TEUR (31. Dezember 2019: 803 TEUR). Die Veränderungen resultieren im Wesentlichen aus der Verschmelzung mit einem Tochterunternehmen.Das Umlaufvermögen beinhaltet zum Bilanzstichtag 30. Juni 2020 im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3.742 TEUR (31. Dezember 2019: 3.009 TEUR), Vorräte aus unfertigen Leistungen in Höhe von 540 TEUR (31. Dezember 2019: 588 TEUR) sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 184 TEUR (31. Dezember 2019: 826 TEUR).

Das Fremdkapital beinhaltet zum Bilanzstichtag 30. Juni 2020 im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.094 TEUR (31. Dezember 2019: 0 TEUR), Rückstellungen in Höhe von 538 TEUR (31. Dezember 2019: 502 TEUR), passive latenten Steuern in Höhe von 458 TEUR (31. Dezember 2019: 344 TEUR) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 377 TEUR (31. Dezember 2019: 387 TEUR) und Rückstellungen für Steuern in Höhe von 198 TEUR (31. Dezember 2019: 0 TEUR).

Finanzlage

Der Bestand an liquiden Mitteln des Konzerns hat sich in der Stichtagsbetrachtung im Vergleich zum 31.12.2019 von 881 TEUR um 16 TEUR auf 897 TEUR erhöht.

Aufgeteilt in Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit hat sich die Finanzlage wie folgt entwickelt:

01.01. bis 30.06.2020
TEUR
01.01. bis 31.12.2019
TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 873 2.864
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -143 -380
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.189 -1.606
Zugang zum Finanzmittelfonds aus der Verschmelzung 475 0
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 16 878
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 881 3
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 897 881

Der positive Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit resultiert in erster Linie aus dem Jahresüberschuss und einem Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Gesellschaft war während der Berichtsperiode stets in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Wirtschaftsbericht - Finanzielle Leistungsindikatoren

Endava stellt zur Überwachung des unternehmerischen Erfolges im Wesentlichen auf die Entwicklung der Gesamtleistung und dem EBIT/EBIT-Marge ab. Die Budget- und Zielvorgaben für den Umsatz wurden - aufgrund der detaillierten Margenkontrollen in den 16 Profit Centers, die ihre eigenen Budget-Margenziele verfolgen und über ständig aktualisierte, rollierende Forecasts gesteuert werden - übertroffen. Dieses lokale Reporting hat sich sehr bewährt und wird weiterhin fortgesetzt. Zusätzlich berichtet Endava Berlin in den oben genannten 3 AGUs die Umsatz- und Kosten Forecasts der nächsten 3-9 Monate an die Gruppe und liefert dazu Abweichungsanalysen.

Forschungs- und Entwicklungsbericht

Die Endava aktiviert selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände. Es handelt sich dabei um die Entwicklung von Softwareplattformen, die bei diversen Kundenprojekten zum Einsatz kommen können. Die Entwicklung erfolgt dabei durch die eigenen Mitarbeiter. Im Rumpfgeschäftsjahr wurden Entwicklungskosten in Höhe von 128 TEUR aktiviert. Aufgrund der Verschmelzung mit einem Tochterunternehmen wurden dessen selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in die Bilanz der Endava übernommen. Insgesamt werden 1.496 TEUR an in Entwicklung befindlichen und fertig entwickelten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen bilanziert. Im Rumpfgeschäftsjahr wurden Abschreibungen von 320 TEUR vorgenommen.

Prognosebericht

Das Management ist zuversichtlich, dass im Geschäftsjahr 2020/2021 Synergieeffekte mit der neuen Muttergesellschaft Endava im Bereich Sales und im Sourcing von Software-Development-Ressourcen erzielt werden können. Endava erwartet aufgrund der Auftragseingänge von Januar - Juni 2020 sowie einem erfreulichen Bestand an bereits vorhandenen Aufträgen für das kommende Geschäftsjahr 2020/2021 - verglichen mit dem letzten vollen Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 - deutlich steigende Umsatzerlöse und ein steigendes EBIT.

Zu den Auswirkungen von Corona verweisen wir auf den Risikobericht.

Risikobericht

Die Endava ist ein Technologie-Unternehmen und damit naturgemäß technologischen Risiken ausgesetzt. Dies bedeutet für Endava v. a., dass technologische Trends teilweise schwer vorhersehbar sind. Insbesondere ist der Zeitpunkt, zu welchem die Nachfrage nach bestimmten Technologielösungen stark wächst und/oder zurückgeht, schwer prognostizierbar. So kann es sein, dass Endava technologische oder personelle Ressourcen aufbaut bzw. diese auf Programmiersprachen, Tools oder Plattformen ausrichtet, die zu einem späteren Zeitpunkt durch die Verwendung anderer Technologien hinfällig werden. Hinzu kommt die Gefahr, dass bei der Auftragsannahme Festpreise für Leistungen vereinbart werden, deren Herstellungskosten zu niedrig einkalkuliert wurden, da sie mehr interne und/oder externe Ressourcen verbrauchen als geplant. Bei Endava (ebenso wie bei allen vergleichbaren Technologiefirmen) besteht in Bezug auf Virenbefall oder Datenlecks ein inhärentes Risiko, durch welches bei Endava selbst Vermögensschäden entstehen können. Andererseits können aus denselben Gründen auch innerhalb der für Kunden programmierten Software Fehler entstehen, die zu einem Schaden beim jeweiligen Kunden führen und damit Gewährleistungspflichten hervorrufen können. Um das erstgenannte Risiko zu verringern, diversifiziert sich Endava über verschiedene Teams, Branchen, Kunden und Technologien und fördert unterschiedliche Technologien, sei es bei der Entwicklung neuer Produkte, im Vertrieb oder in der Ausbildung von Entwicklern.

In der Endava wird der überwiegende Umsatzanteil mit Bestandskunden generiert. Die Umsätze mit Bestandskunden tendieren dazu, über ein Kalenderjahr hinweg weniger volatil bzw. besser prognostizierbar zu sein als die Umsätze mit Neukunden. Für weiteres Wachstum scheint es notwendig, dass die Endava den Neukundenumsatz signifikant steigert.

Es bestehen IT Risiken bei der Einführung von neuen IT System bzw. der Integration in das Endava ERP System. Weiterhin bestehen insgesamt Integrationsrisiken, wie z.B. Fluktuation von Mitarbeitern oder zu geringe Synergien mit der Sales Organisation von Endava Gruppe.

Des Weiteren kann die Corona Pandemie ein Risiko für die Gesellschaft darstellen. Wir nehmen die Situation um Corona sehr ernst und haben unsere Anstrengungen verschärft, täglich die Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis neu zu bewerten und zu verstehen. Unsere Prognose berücksichtigt explizit keine Auswirkungen von Corona. Wir haben einen sehr wesentlichen Teil der Umsätze bis Dezember 2020 in unserer Umsatzvorschau vertraglich abgesichert. Sollte sich die Situation um Corona noch länger hinausdehnen bzw. sollten deutlich weniger neue Auftragseingänge, wie zurzeit geplant eintreten, müssen wir mit zusätzlichen finanziellen Auswirkungen rechnen. Eine genauere Aussage ist unter den gegebenen Umständen nicht möglich.

Chancenbericht

Die größten Chancen sehen wir bei den Sales Synergien mit der Muttergesellschaft und den Möglichkeiten, kostengünstig und flexibel auf hochqualifizierte Programmierer in osteuropäischen Ländern zurückgreifen zu können. Damit sind weitere Margensteigerungsmöglichkeiten realistisch bzw. budgetiert.

Endava ist nicht von wenigen Großkunden abhängig und hat ein tiefes Verständnis für Digitale Medien, insbesondere des Online-Geschäftes einschließlich mobiler Anwendungen. Besondere Chancen liegen insbesondere in einer weiteren Steigerung von Umsatz, Gewinn und somit dem Unternehmenswert. Es ist beabsichtigt, weiter in Produktentwicklung zu investieren. Für das Geschäftsjahr 2020/2021 und mittelfristig stehen folgende Wachstumsthemen im Vordergrund: Web & Platforms, NewTV & Video, Brand & Strategy, Mobile App, VR/AR und Games. Als technologische Basis im Wachstumsbereich VR hat Endava über viele Jahre Erfahrung in 3D-Programmierung gesammelt, zum Beispiel mit der Unity3D-Engine. Im Rumpfgeschäftsjahr Januar bis Juni 2020 konnten im Bereich VR/AR weitere Projekte u.a. im Automotive-Sektor und bei anderen Großkonzernen akquiriert und umgesetzt werden. Endava nimmt auch bei videozentrierten Lösungen ("NewTV & Video") eine starke Stellung ein und verfügt hierbei über neuartige technische Lösungen, welche die Chance zum weiteren Ausbau dieses Geschäfts bieten. Daneben beabsichtigt Endava, sein Consulting Team weiter auszubauen; dieses Team erarbeitet Strategien und Business Pläne für die digitale Produktentwicklung und im Bereich "Rapid Protoyping" / "Google Sprints". Dieser Bereich übergibt derartige Beratungsprojekte nahtlos an Endava-interne Umsetzungsteams. Endava wird weiter auf ihre Branchenexpertise im Automobilbereich wie auch bei Versicherungen, Telekommunikation, Medienhäusern, Tourismus- und Unterhaltungsbranche und bei Fernsehsendern setzen. Daneben nimmt Endava im Geschäftsjahr 2020/2021 aktiv weitere Geschäftszweige und Unternehmen ins Visier, die sich mit der Digitalen Transformation auseinandersetzen.

 

Berlin, den 15. September 2020

Die Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

30.6.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen 1.710.605,95 2.094.356,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.495.719,95 1.141.031,58
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.311.085,00 789.417,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte 184.634,95 351.603,58
3. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 11,00
II. Sachanlagen 160.386,00 150.558,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 160.386,00 150.558,00
III. Finanzanlagen 54.500,00 802.766,42
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 54.500,00 802.766,42
B. Umlaufvermögen 5.372.371,78 5.304.278,74
I. Vorräte 539.705,35 587.780,69
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.935.541,30 3.835.650,77
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.237,39 0,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.925.303,91 3.835.650,77
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 897.125,13 880.847,28
C. Rechnungsabgrenzungsposten 32.065,54 23.427,48
D. Aktive latente Steuern 0,00 223.800,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 7.115.043,27 7.645.862,22

Passiva

30.6.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital 4.223.135,98 3.131.509,04
I. gezeichnetes Kapital 104.710,00 104.710,00
II. Kapitalrücklage 1.677.148,48 1.677.148,48
III. Gewinnrücklagen 542.264,21 542.264,21
IV. Gewinnvortrag 807.386,35 276.573,65
V. Jahresüberschuss 1.091.626,94 530.812,70
B. Rückstellungen 736.278,33 501.783,97
C. Verbindlichkeiten 1.685.805,80 3.668.209,20
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 150,11 455.446,38
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.093.716,49 0,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.065.000,00 0,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 591.939,20 3.212.762,82
D. Rechnungsabgrenzungsposten 11.347,16 0,00
E. Passive latente Steuern 458.476,00 344.360,01
Bilanzsumme, Summe Passiva 7.115.043,27 7.645.862,22

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2020 - 30.6.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1. Rohergebnis 7.766.881,93 11.586.068,01
2. Personalaufwand 5.038.609,36 8.825.867,68
a) Löhne und Gehälter 4.257.289,83 7.538.711,40
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 781.319,53 1.287.156,28
davon für Altersversorgung 37.996,05 56.173,34
3. Abschreibungen 352.225,16 326.573,31
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 352.225,16 326.573,31
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 957.916,83 1.872.811,90
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 7.571,20 10.887,26
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 20.104,73
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 1.336,13
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 30.522,27 116.887,02
davon an verbundene Unternehmen 24.900,00 1.011,10
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 294.790,37 -67.552,87
a) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 164.049,99 -67.552,99
8. Ergebnis nach Steuern 1.092.817,94 531.585,70
9. sonstige Steuern 1.191,00 773,00
10. Jahresüberschuss 1.091.626,94 530.812,70

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Endava Berlin GmbH (seit 25. Juni 2020, vormals Exozet Berlin GmbH)

Firmensitz laut Registergericht: Berlin

Registereintrag: Handelsregister

Registergericht: Berlin (Charlottenburg)

Register-Nr.: 58797

Nach einem Gesellschafterwechsel im Dezember 2019 wurde die Exozet Berlin GmbH im Juni 2020 umbenannt in Endava Berlin GmbH.

Die Gesellschaft hat das Wirtschaftsjahr geändert, es beginnt am 1. Juli und endet am 30. Juni eines Jahres.

Weiterhin wurde zum 1. Januar 2020 die Exozet Potsdam GmbH auf die ehemals Exozet Berlin GmbH verschmolzen.

Abweichend vom Abschluss zum 31. Dezember 2019 wurde das Factoring in 2020 beendet.

Die Vorjahreswerte sind daher nur begrenzt vergleichbar.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden gemäß § 255 Abs. 2 S. 1-3 HGB mit den Entwicklungskosten und einer planmäßigen Nutzungsdauer von 4 bis 5 Jahren angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand - abseits den erwähnten Einschränkungen - nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Vom 1. Januar bis 30. Juni wurden selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von 128 TEUR aktiviert.

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten betrug im Rumpfgeschäftsjahr 128 TEUR.

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 6 TEUR (31. Dezember 2019: 215 TEUR).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 3.742 TEUR (31. Dezember 2019: 3.009 TEUR) und die sonstigen Vermögensgegenstände 184 TEUR (31. Dezember 2019: 826 TEUR).

Aus den unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von aktivierten Entwicklungskosten resultieren passive latente Steuern. Der Bewertung der latenten Steuern liegt ein Steuersatz von rund 31% zugrunde.

Die zum 31.12.2019 gebildeten aktiven latenten Steuern in Höhe von 224 TEUR wurden durch den Verbrauch der Verlustvorträge ertragswirksam erfasst. Aufgrund des Anstiegs der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erhöhten sich die passiven latenten Steuern um 114 TEUR.

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 1.037 TEUR und entfällt auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personal 435 TEUR (31. Dezember 2019: 299 TEUR) und für ausstehende Rechnungen 77 TEUR (31. Dezember 2019: 187 TEUR).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 1.686 TEUR (31. Dezember 2019: 3.088 TEUR).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0 TEUR (31. Dezember 2019: 580 TEUR).

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen 378 TEUR auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, 208 TEUR auf Verbindlichkeiten aus Steuern und 0,00 Euro auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beläuft sich auf 1.094 TEUR (31. Dezember 2019: 0 TEUR).

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 0 TEUR (31. Dezember 2019: 580 TEUR).

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 2 TEUR enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außerordentliche Erträge aus der Verschmelzung mit der EXOZET Potsdam GmbH in Höhe von 458 TEUR enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 8 TEUR enthalten.

Sonstige Angaben

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von 876 TEUR.

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 158
leitende Angestellte 7
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 165

Während des abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahres waren folgende Geschäftsführer tätig:

Frank Zahn (CEO), Berlin

Peter Skulimma (COO), Kleinmachnow

Mark Thurston, Surray, Vereinigtes Königreich

Rohit Vinyak Boothalingam, London, Vereinigtes Königreich

Die Geschäftsführerbezüge beliefen sich im Geschäftsjahr auf insgesamt 267 TEUR.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Ergebnis 01.01.-30.06.
Euro
Eigenkapital
Euro
Exozet Wien GmbH 100,00% -2.271,63 31.895,29

Das Eigenkapital stellt das Eigenkapital vor Jahresergebnis dar.

Konzernzugehörigkeit

Die Endava Berlin GmbH wird in den Konzernabschluss der Endava plc (kleinster und größter Konsolidierungskreis), London (UK), mit einbezogen. Der Konzernabschluss wird dort veröffentlicht.

Honorar des Abschlussprüfers

Die im Rumpfgeschäftsjahr für Abschlussprüferleistungen als Aufwand erfassten Honorare betrugen 17 TEUR (2019: 19 TEUR).

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Vortrag des Jahresüberschusses auf neue Rechnung sowie eine Ausschüttung in Höhe von 861 TEUR nach Feststellung des Jahresabschlusses.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Berlin, den 15. September 2020

Anlagespiegel

Endava Berlin GmbH

Entwicklung des Anlagenvermögens zum 30. Juni 2020

Anschaffungs- und Herstellungskosten

I. Immaterielle Vermögensgegenstande
1. Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Reche und Werte 2.067.177,94 127.716,72 1.040.556,85 0,00 3.235.451,51
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 45.290,01 0,00 0,00 -45.290,01 0,00
2.112.467,95 127.716,72 1.040.556,85 -45.290,01 3.235451,51
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 616.337,18 38.928,81 47.484,43 -13.345,39 689.405,03
616.337,18 38.928,81 47.484,43 -13.345,39 689.405,03
III. Finanzanlagen
Anteile an verbunden Unternehmen 802.766,42 0,00 0,00 -748.266,42 54.500,00
802.766,42 0,00 0,00 -748.266,42 54.500,00
3.351.571,55 166.645,53 1.088.041,28 -806.901,82 3.979.356,54

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. F. Zahn, GF

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.07.2020 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Endava Berlin GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Endava Berlin GmbH, Berlin, -- bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 30. Juni 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Endava Berlin GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 30. Juni 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 30. Juni 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß $ 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -- beabsichtigten oder unbeabsichtigten -- falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -- beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Berlin, 23. September 2020

Mazars GmbH & Co. KG
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