Kommanditgesellschaft "Jota" Fisser KG & Co.
Selbe AdresseInstitute für Factoring-Geschäfte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Theiss seit 7.4.2014 | Prokura |
James Harris seit 5.8.2013 | Geschäftsführer |
Robert Florens Bichel seit 11.10.2012 | Prokura |
Jens Lutzhöft seit 11.10.2012 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Blohm + Voss Oil Tools GmbH(vormals: Blohm + Voss Repair GmbH)HamburgJahresabschluss zum 30. September 2012Lagebericht1. Geschäft und RahmenbedingungenNach Verkauf der Hamburger zivilen Schiffbauaktivitäten durch die ThyssenKrupp Marine Systems AG zum 31.01.2012 gehört die Blohm + Voss Repair GmbH (BVR) zur britischen Finanzinvestorengruppe STAR Capital Partners. Alle Anteile werden seitdem von der BVR GmbH, Hamburg gehalten. Wesentlicher Geschäftsinhalt der BVR sind die Schiffsreparatur, die Herstellung von Werkzeugen für die Öl- und Gasförderung ("Oil Tools") sowie maritime und industrielle Dienstleistungen inkl. Ersatzhandel ("Service Center"). In diesen Geschäftsbereichen genießt BVR weltweit einen hervorragenden Ruf. Die Schiffsreparatur konnte sich in einem schwierigen Marktumfeld behaupten. In der zweiten Jahreshälfte konnte große langfristige Aufträge gezeichnet werden, die eine gute Auslastung über die nächsten 12 Monate bringen werden. Der Bereich Oil Tools befindet sich vor dem Hintergrund hoher Ölpreise und Förderungsmengen im starken Wachstum. Die maritimen und industriellen Dienstleistungen folgen unterschiedlichen Markttrends; während die maritimen Dienstleistungen vor der Herausforderung der Schifffahrtskrise stehen, sind die Marktbedingungen für die industriellen Dienstleistungen wesentlich besser. Der neue Anteilseigner unterstützt die Geschäftsbereichsstrategien des Managements für nachhaltiges Wachstum im vollen Umfang. Mit Ablauf des 30.09.2012 wurde die Blohm + Voss Repair GmbH in zwei Unternehmen geteilt. Zielsetzung war die rechtliche Separierung des mittlerweile stark gewachsenen Oil Tools Bereiches. 2. Ertrags-, Vermögens- und FinanzlageDer Auftragseingang im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug 221,9 Mio. € (Schiffsreparatur 131,3 Mio. €, Oil Tools 67,9 Mio. €, maritime und industrielle Dienstleistungen 22,7 Mio. €). Im Vorjahr erzielte die Gesellschaft einen Auftragseingang von 148,9 Mio. € (Schiffsreparatur 68,1 Mio. €, Oil Tools 42,6 Mio. €, maritime und industrielle Dienstleistungen 38,2 Mio. €). In dem am 30.09.2012 endenden Geschäftsjahr betrugen die Umsatzerlöse der BVR 142,1 Mio. € (Schiffsreparatur 68,8 Mio. €, Oil Tools 47,9 Mio. €, maritime und industrielle Dienstleistungen 25,4 Mio. €). Im Vorjahr erlöste die Gesellschaft Umsätze von 138,1 Mio. € (Schiffsreparatur 66,0 Mio. €, Oil Tools 34,9 Mio. €, maritime und industrielle Dienstleistungen 37,2 Mio. €). Der Auftragsbestand am 30.09.2012 betrug 108,1 Mio. € (Schiffsreparatur 71,0 Mio. €, Oil Tools 32,7 Mio. €, maritime und industrielle Dienstleistungen 4,4 Mio. €). Im Vorjahr belief sich der Auftragsbestand auf 28,3 Mio. € (Schiffsreparatur 7,9 Mio. €, Oil Tools 13,3 Mio. €, maritime und industrielle Dienstleistungen 7,1 Mio. €). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit fiel mit rd. 14,5 Mio. € (Vorjahr: 13,4 Mio. €) solide aus. Das Ergebnis reflektiert im Wesentlichen eine sehr gute Geschäftsentwicklung im Bereich Oil Tools sowie eine schwierige Marktlage in der Schiffsreparatur während des ersten Halbjahres mit deutlicher positiver Entwicklung im zweiten Halbjahr. Der Finanzmittelbestand betrug zum 30.09.2012 23,2 Mio. €. Die Reduktion gegenüber dem Stand vom 30.09.2011 (26,8 Mio. €) wird durch die Ausschüttung des Jahresgewinnes an ThyssenKrupp AG erklärt. Mit dem Ausscheiden aus dem ThyssenKrupp Konzern sind sowohl die Cash Pool Vereinbarung als auch der Ergebnisabführungsvertrag weggefallen. Die Investitionen betrugen im Geschäftsjahr 1,3 Mio. €. Sie betrafen überwiegend Arbeitsmittel und Maschinen und lagen unter den Abschreibungen von 1,5 Mio. €. Das Eigenkapital lag bei 18,2 Mio. € (24,9 % der Bilanzsumme) und ist um das Ergebnis in Höhe von 10,2 Mio. € erhöht. Im Vorjahr lag das Eigenkapital bei 11,2 Mio. € (13,5 % der Bilanzsumme). Der Unterschied erklärt sich aus der Gewinn- und Rücklagenausschüttungen an die ThyssenKrupp AG sowie dem Jahresüberschuss 2011/2012. Die Gesellschaft beschäftigte zum 30.09.2012 452 Mitarbeiter, davon 20 Auszubildende und Praktikanten. Am 30.9.2011 beschäftigte die Gesellschaft 449 Mitarbeiter. Angesichts der stark gewachsenen Auslastung im zweiten Halbjahr werden wieder vermehrt Facharbeiter und Projektmanager eingestellt. Die Krankenquote lag im Monatsdurchschnitt bei 4,2 %. 3. Kontrollsystem und RisikenDie Gesellschaft verfügt über Planungs- und Kontrollsysteme, die geeignet sind, frühzeitig Risiken zu erkennen. Dies betrifft z.B. Marktbeobachtung, Vertrags-management, mitlaufende Kalkulation, Qualitäts- und Terminsicherheit sowie die Personal- und Kapazitätsplanung. Wesentliche oder gar bestandsgefährdende Risiken sind zur Zeit nicht erkennbar. 4. NachtragsberichtNach dem 30.09.2012 wurde die Blohm + Voss Repair GmbH in zwei Unternehmen geteilt. Zielsetzung war die rechtliche Separierung des mittlerweile stark gewachsenen Oil Tools Bereiches. Die Geschäftsbereiche Schiffsreparatur und Service Center wurden in eine neue Gesellschaft transferiert. Diese Gesellschaft ist am 09. August 2012 als Blitz H12-469 GmbH gegründet und mit Eintragung vom 21.08.2012 in New Blohm + Voss Repair GmbH sowie mit Eintragung vom 23.10.2012 in Blohm + Voss Repair GmbH umfirmiert worden. Der Geschäftsbereich Oil Tools ist in der ehemaligen Blohm + Voss Repair GmbH verblieben. Die ehemalige Blohm + Voss Repair GmbH wurde mit Eintragung vom 17.10.2012 in Blohm + Voss Oil Tools GmbH umfirmiert. Die jetzige Blohm + Voss Repair GmbH führt das operative Geschäft der vormaligen Blohm + Voss Repair GmbH außerhalb des Bereiches Oil Tools fort. Diese Gesellschaft hat mit Kaufvertrag vom 28.09.2012 und Ergänzungen vom 31.10.2012 sowie vom 10.12.2012 die zur Erfüllung ihres Unternehmensgegenstandes erforderlichen Vermögensgegenstände mit Wirkung zum 01.10.2012 von der Blohm + Voss Oil Tools GmbH erworben. Durch die Trennung verbleiben 66 Mitarbeiter im Bereich Oil Tools; die übrigen 386 Mitarbeiter wechselten in die neue Gesellschaft. Durch den mit dem Ausscheiden aus dem ThyssenKrupp Konzern entfallenen Ergebnisabführungsvertrag entrichtet die Gesellschaft die Steuern nun direkt. 5. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren Chancen und RisikenAufgrund der unter Punkt 4 dargestellten Unternehmensteilung ist die zukünftige Entwicklung mit Ihren Chancen und Risiken nur für den Bereich Oil Tools zu darzustellen. Angesichts des anhaltend hohen Öl- und Gaspreises besteht weiterhin eine hohe und steigende Nachfrage nach Oil Tools Produkten. Dementsprechend positiv sind die Zukunftsaussichten für die Auslastung und die Geschäftsentwicklung in dem Bereich Oil Tools. Durch Kapazitätsmaßnahmen wurde die Leistungsfähigkeit gestärkt und eine solide Basis für weiteres Wachstum geschaffen. Für das kommende Geschäftsjahr rechnet die Geschäftsführung aufgrund der hohen Nachfrage und der guten Marktposition mit einem Umsatzwachstum von rd. 9%. Im darauffolgenden Jahr wird ein weiteres Umsatzwachstum von rd. 8% sowie ein gleichbleibende Umsatzrendite erwartet. Angesichts des Auftragsbestandes und der weiteren hohen Nachfrage rechnet die Geschäftsleitung mit einer sehr hohen Auslastung in dem Bereich. Aufgrund der flexiblen Produktionskapazitäten entstehen dadurch im Falle einer Marktabkühlung keine finanziellen Risiken. Durch den voranschreitenden Ausbau erneuerbarer Energien entsteht kein wesentliches Geschäftsrisiko, da der weltweite Energiebedarf weiterhin hauptsächlich fossil gedeckt wird. Risiken aus Wechselkursänderungen wird durch Abschluss von Fremdwährungssicherungsgeschäften begegnet. Liquiditäts- und Ergebnisentwicklung Das Oil Tool Business startete die Geschäftstätigkeit zum 01.10.2012 mit liquiden Mitteln von 1,3 Mio. €. Der Gesellschaft wurde ein Darlehensrahmen in Höhe von 7,0 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 30.09.2013 von der Blohm + Voss Repair GmbH zur Verfügung gestellt.
Hamburg, den 10. Dezember 2012 Blohm + Voss Oil Tools GmbH Die Geschäftsführung Lutzhöft Lucius BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangDie Blohm + Voss Oil Tools GmbH, Hamburg, (vormals Blohm + Voss Repair GmbH, Hamburg) ist ein Tochterunternehmen der BVR GmbH, Hamburg. Mit Wirkung zum Ablauf des 31. Januar 2012 wurden 100 % der Gesellschafts-anteile der ThyssenKrupp Marine Systems AG an der Blohm + Voss Repair GmbH durch BVR GmbH, Hamburg erworben. Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen ThyssenKrupp Marine Systems AG und Blohm + Voss Repair GmbH wurde mit Wirkung zum Ablauf des 31. Januar 2012 im gegenseitigem Einvernehmen aufgehoben. Damit ist die Blohm + Voss Repair GmbH, Hamburg, aus dem ThyssenKrupp Konzern ausgeschieden. Mit Kaufvertrag vom 28.09.2012 und Ergänzung vom 31.10.2012 hat die Gesellschaft mit Wirkung zum 01.10.2012 alle zum Repair Business gehörenden Sachanlagen, immateriellen Vermögensgegenstände, Vorräte, Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen an die New Blohm + Voss Repair GmbH verkauft bzw. übertragen. Die nach der Übertragung verbleibenden Buchwerte sind in der Bilanz auf Seite 18 dargestellt. Mit Gesellschafterbeschluss vom 4.10.2012 ist die Umfirmierung der Gesellschaft in Blohm + Voss Oil Tools GmbH beschlossen worden. (1) Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs in der Fassung des am 29. Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) (HGB n.F.) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bilanziert. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten für selbsterstellte Anlagen enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Abnutzbare Gegenstände werden planmäßig abgeschrieben. Für planmäßige Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Gebäude 20 - 33 Jahre, Grundstückseinrichtungen 5 - 20 Jahre, Betriebsvorrichtungen 10 - 25 Jahre, technische Anlagen und Maschinen 4 - 15 Jahre, andere Anlagen 3 - 25 Jahre sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre. Die planmäßigen Abschreibungen des abnutzbaren beweglichen Sachanlagevermögens werden nach der linearen Methode vorgenommen. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Geringwertige Anlagegüter, das sind Gegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich 150 €, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Für Anlagenzugänge eines Geschäftsjahres, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Anlagengut mehr als 150 €, aber nicht mehr als 1.000 € betragen, wird ein Sammelposten gebildet. Der jeweilige Sammelposten wird im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel ergebniswirksam aufgelöst. In den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten gleichartiger Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit Durchschnittswerten angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit Herstellungskosten bewertet, die neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen enthalten. Darüber hinaus werden in die Bewertung der Vorräte auch angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungs- und Sozialkosten sowie den Erzeugnissen direkt zurechenbare Fremdkapitalzinsen einbezogen. Ist der voraussichtliche Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten niedriger, wird dieser Wert angesetzt. Handelswaren sind mit den Anschaffungskosten bilanziert. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten gleichartiger Vorräte werden mit Durchschnittswerten angesetzt. Vertriebsrisiken und Risiken aus eingeschränkter Verwertbarkeit sind angemessen berücksichtigt. Die erhaltenen Anzahlungen werden von den Vorräten offen abgesetzt. Übersteigen die erhaltenen Anzahlungen den Wert der Vorräte, wird der Saldo in den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Bei den Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen sind die erkennbaren Risiken durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt; dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen werden auf den Barwert abgezinst, ansonsten werden sie zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden in Höhe des nach vernünftigen kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Pensionsrückstellungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Pensionsrückstellungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Juli 2012 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz in Höhe von 5,09% p.a. der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei der Ermittlung der Pensionsrückstellung wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % und ein Rententrend von jährlich 1,5% bzw. 1,0 % zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potentielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Die Jubiläumsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der "Projected Unit Credit Method" (PUC-Methode) nach den Vorschriften des BilMoG gebildet worden. Als biometrische Rechungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2005 G" von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Für die Abzinsung wurde der von der Deutschen Bundesbank im Monat Juli 2012 veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren in Höhe von 5,09% p.a. berücksichtigt. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5% p.a. berücksichtigt. Für weitere Risiken oder Verpflichtungen im Personalbereich, wie beispielsweise für Restrukturierung, Sonderzahlungen und Urlaubsansprüche, werden Rückstellungen nach handelsrechtlichen Grundsätzen gebildet. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen werden nach dem Stand der jeweiligen Hauptschuld bewertet. In Ausübung des Wahlrechtes des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB werden aktive latente Steuern nicht aktiviert. Diese ergeben sich aus zukünftig abzugsfähigen temporären Differenzen aus unterschiedlichen handels- und steuerlichen Wertansätzen in den Rückstellungen. Zum 30. September 2012 bestehen saldiert Differenzen in Höhe von T€ 3.460. Dies führt bei einem Steuersatz von 32,275% zu aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 1.117. (2) WährungsumrechungFremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von 1 Jahr oder weniger werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Die aus Fremdwährungsgeschäften resultierenden Erträge und Aufwendungen werden zum Tageskurs im Zeitpunkt ihrer Entstehung umgerechnet. (3) Immaterielle Vermögensgegenstände und SachanlagenDie Entwicklung der Immateriellen Vermögensgegenstände Sach- und Finanzanlagen ist im Einzelnen in dem auf Seite 8 wiedergegebenen Anlagespiegel dargestellt. Entwicklung des Anlagevermögens
(4) Vorräte
(5) Forderungen und Sonstige VermögensgegenständeSämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten ausschließlich mit T€ 1.127 (i.Vj. 790 T€) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. (6) EigenkapitalMit Gesellschafterbeschluss vom 21.12.2011 wurde eine Auflösung der Kapitalrücklage in Höhe von 1.278.229,70 € sowie eine Teilauflösung der Gewinnrücklage in Höhe von 1.875.240,11 € beschlossen. Die Beträge wurden an die ThyssenKrupp Marine Systems AG abgeführt. (7) RückstellungenDen Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.015 T€ (i. Vj. 785 T€) ergebniswirksam zugeführt. Sonstige Rückstellungen bestehen für nachlaufende Herstellungskosten für abgerechnete Aufträge, Personalrestrukturierungsmaßnahmen, Gewährleistungs-verpflichtungen und für alle übrigen erkennbaren Risiken unter anderem für Verpflichtungen aus dem Personalbereich, insbesondere Jubiläumszuwendungen, Stundenkontenabgrenzungen sowie Urlaubsansprüche. (8) Verbindlichkeiten
Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Zu den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gehören auch Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.646 (i. Vj. T€ 297). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 91 (i. Vj. T€ 13.120). Von den Sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf Steuern T€ 444 (i. Vj. T€ 387), weitere T€ 10 (i. Vj. T€ 20) betreffen die soziale Sicherheit. (9) HaftungsverhältnisseDie Haftungsverhältnisse der Gesellschaft resultieren aus mit Dritten geschlossenen Gewährleistungsverträgen in Höhe von T€ 9.252 (Vorjahr: T€ 1.434.), für die keine Rückstellungen gebildet wurden. Bei den nicht passivierten Gewährleistungsvereinbarungen geht die Gesellschaft aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit nicht von einer Inanspruchnahme aus. (10) Angabe zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, soweit dies für die Beurteilung der Finanzlage notwendig istZum 30. September 2012 bestanden für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft bedeutsame Geschäfte, die in der Bilanz der Gesellschaft nicht enthalten waren. Die Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen das im Untermietverhältnis zur Blohm + Voss Shipyards GmbH gepachtete Betriebsgelände der Freien und Hansestadt Hamburg. Mögliche Risiken ergeben sich aus einer möglichen Unterauslastung der gemieteten Objekte. Die sich aus den bestehenden Mietverträgen ergebenen Verpflichtungen betragen insgesamt T€ 23.476 und werden in den folgenden Geschäftsjahren fällig.
Davon gegenüber verbundene Unternehmen
Für die Folgejahre rechnen wir mit jährlichen Belastungen in ähnlicher Höhe wie im Geschäftsjahr 2016/2017. Die Laufzeiten der zugrundeliegenden Verträge sind befristet bis in das Jahr 2024. Das Bestellobligo für Investitionsvorhaben hält sich im üblichen Rahmen. (11) Derivative FinanzinstrumenteAls derivative Finanzinstrumente verwendet die Gesellschaft ausschließlich Devisentermingeschäfte zur Sicherung von Fremdwährungspositionen. Die Devisentermingeschäfte haben einen Umfang von T€ 23.766 und einen beizulegenden Zeitwert von T€ 490. Die derivativen Finanzinstrumente sind mit einem Buchwert von T€ 144 in den Sonstigen Rückstellungen enthalten. Der Marktwert der Devisentermingeschäfte errechnet sich auf Basis der am Bilanzstichtag geltenden Devisen-Kassa-Mittelkurse unter Berücksichtigung der Terminauf- und abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs. (12) UmsatzerlöseUmsatzerlöse nach Absatzgebieten
(13) Sonstige betriebliche ErträgeDie Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere Erlöse aus Versicherungsentschädigungen (T€ 1.000). Aus der Währungsumrechnung ergeben sich Sonstige betriebliche Erträge in Höhe von T€ 1.953 (i. Vj. T€ 1.100). (14) Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen in geringem Umfang Abgänge aus dem Anlagevermögen (T€ 1). Aus der Währungsumrechnung ergeben sich Sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von T€ 1.636 (i. Vj. 607). (15) Zinsergebnis
Aus der Aufzinsung von Rückstellungen sind Aufwendungen in Höhe von T€ 493 in den Sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten. (16) Außerordentliches ErgebnisEs entstanden keine außerordentlichen Aufwendungen (i. Vj. T€ 272). (17) Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen die Körperschafts- und Gewerbesteuer auf das Jahresergebnis. (18) Angaben bei Anwendung des Umsatzkostenverfahrens Materialaufwand des Geschäftsjahres, gegliedert nach § 275 Abs. 2 Nr. 5
(19) Personalaufwand des Geschäftsjahres gegliedert nach § 275 Abs. 2 Nr. 6
(20) Mitarbeiter
(21) Bilanz zum 01.10.2012Im Folgenden werden die nach der Übertragung des Repair Business verbleibenden Vermögensgegenstände und Schulden des Oil Tools Business zum 01.10.2012 dargestellt. BilanzAktiva
22) Angaben zu den Organen der GesellschaftGeschäftsführer Dr. Herbert Aly, Hamburg (Sprecher der Geschäftsführung bis 17.10.2012) Dipl.-Kfm. Dominik I. Lucius, Hamburg (zuständig für das kaufmännische Ressort), Dipl.-Ing. Jan Kees Pilaar Hamburg (zuständig für das technische Ressort und den Vertrieb bis 17.10.2012), Dipl.-Ing. Jens Lutzhöft (Sprecher der Geschäftsführung ab 11.10.12). Ein Geschäftsführer erhält seine Bezüge direkt von der Gesellschaft. (23) Gesamthonorar des AbschlussprüfersDas Honorar unserer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers AG, Hamburg, beträgt für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012 T€ 264. Das Gesamthonorar ist gem. § 285 Nr. 17 a HGB aufgeteilt nach Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von T€ 80, anderen Bestätigungsleistungen in Höhe von T€ 41, Steuerberatungsleistungen in Höhe von T€ 105 und sonstigen Leistungen in Höhe von T€ 38. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Topaz S.à.r.l., Luxembourg einbezogen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Topaz S.à.r.l. wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt und in deutscher Sprache veröffentlicht.
Hamburg, den 10. Dezember 2012 Blohm + Voss Oil Tools GmbH Die Geschäftsführung Jens Lutzhöft Dominik I. Lucius Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Blohm + Voss Oil Tools GmbH, Hamburg für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 14. Dezember 2012 PricewaterhouseCoopers
Richard Müllner, Wirtschaftsprüfer ppa. Eike Andresen, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 01.07.2013 festgestellt. |
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