Ucar Bau GmbHLiquidiert

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 21489 HB
Eingetragen
16.6.2005
Branche
Herstellung von Gipserzeugnissen für den BauBau von Gebäuden (ohne Fertigteilbau)Sonstige spezialisierte Bautätigkeiten im Hochbau a. n. g.
Gegenstand
Der Betrieb eines Bauunternehmens, Ausführung von Beton- und Maurerarbeiten, insbesondere Estricharbeiten, Außen- und Innenputzarbeiten, Fliesen- und Trockenbauarbeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Emrullah Ucar
seit 16.6.2005
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

mit-uns GmbH Personaldienstleistungen

Baesweiler

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2019 bis zum 30.06.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2020

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Gegenstand des Unternehmens/ Geschäftsfelder

Die Tätigkeit des Unternehmens ist die gewerbsmäßige Überlassung und Vermittlung von kaufmännischen, gewerblichen und technischen Arbeitskräften. Daneben werden noch OnSite-Management und Personalvermittlung angeboten. Dies geschieht an aktuell 10 Standorten. Neben der Hauptgeschäftsstelle, in Ingolstadt bestehen weitere Betriebsstätten in Regensburg, Nürnberg, Dresden, Schkeuditz, Erfurt, Kronach, Würzburg, Ingolstadt und Furth im Wald. Sitz der Gesellschaft ist seit Januar 2017 in Baesweiler. Die operative Verwaltung befindet sich in Ingolstadt und Erfurt.

Wir wenden den IGZ/ DGB Tarifvertrag für die Zeitarbeit an.

Das Unternehmen erklärt die Einhaltung der ISO 9001:2015 durch eine entsprechende Zertifizierung.

Das Unternehmen ist nach SCC/ SCP zertifiziert.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und Bracheneinflüsse

Die deutsche Wirtschaft ist Ende 2019 nicht vom Fleck gekommen. Gedämpft wurde die Konjunkturentwicklung den Angaben zufolge zum Jahresende vom Außenhandel. Deutschland führte weniger aus als im dritten Quartal 2019. Die privaten und die staatlichen Konsumausgaben verloren nach einem guten dritten Quartal zum Jahresende an Dynamik. Der Boom am Bau setzte sich hingegen fort.

Europas größte Volkswirtschaft war nach Jahren des Booms 2019 in eine Schwächephase geraten, bedingt durch internationale Handelskonflikte und Unsicherheiten bei den Unternehmen. Das bekam vor allem die exportorientierte deutsche Industrie zu spüren. Hinzu kommt der Strukturwandel in der Autoindustrie.

Die Automobilindustrie in Deutschland hat aufgrund ihrer Größe und ihrer Verflechtung erhebliche Bedeutung für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Im Jahr 2019 wurden in der Bundesrepublik lediglich rund 4,7 Millionen Pkw gefertigt. Das waren wiederum etwa 500.000 Fahrzeuge weniger als noch im Vorjahr.

Die geringe Produktionszahl für 2019 hat nicht nur die deutschen Automobilhersteller, sondern insbesondere auch die Gewerkschaften beunruhigt, da Konzerne wie Volkswagen, BMW oder Daimler ihre Belegschaften deutlich reduzieren wollen. Die Unternehmen betonen jedoch, die Stellenstreichungen über Vorruhestandsregelungen und freiwillige Programme abbilden zu wollen. Folglich spürten das auch die Arbeitnehmerüberlassungsbetriebe.

Die Arbeitnehmerüberlassung reagiert frühzeitig auf Änderungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen und ist daher ein Frühindikator für die Entwicklung am Arbeitsmarkt.

Im Dezember 2019 lag die Zahl der beschäftigten Leiharbeitnehmer bei 836.000. Im Jahresdurchschnitt 2019 gab es in Deutschland etwa 895.000 Leiharbeitnehmer - 105.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. (BAA)

Der Markt für die Zeitarbeit ist im Jahr 2019 auf 31,1 Milliarden Euro geschrumpft. Im Vorjahr erwirtschafteten die Unternehmen noch 34,4 Milliarden Euro (-9,3%). Unternehmen mit mehrheitlich qualifiziertem Personal verzeichneten mit minus 7,9 Prozent einen geringeren Umsatzverlust als Unternehmen mit mehrheitlich gering qualifizierten Zeitarbeitnehmern (-11,2%). Viele potentielle Aufträge wurden mangels Fachkräften nicht realisiert. Als Hauptursache benennen die Unternehmen unter anderem die schwache Konjunktur in der für die Branche wichtigen Industrie sowie die Höchstüberlassungsdauer. Seit der Wirtschafts- und Finanzkrise sind die Umsätze nicht so stark zurückgegangen wie im Geschäftsjahr 2019. (Lünendonk)

Die Corona-Pandemie trifft die deutsche Wirtschaft stark. Obwohl die Ausbreitung des Coronavirus die Wirtschaftsleistung im Januar und Februar 2020 nicht wesentlich beeinträchtigte, sind die Auswirkungen der Pandemie bereits für das 1. Quartal 2020 gravierend: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist gegenüber dem 4. Quartal 2019 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 2,2 % gesunken. Das war der stärkste Rückgang seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 und der zweitstärkste Rückgang seit der deutschen Vereinigung.

Im 2. Quartal 2020 ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem 1. Quartal 2020 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 10,1 % gesunken. Das war der stärkste Rückgang seit Beginn der vierteljährlichen BIP-Berechnungen für Deutschland im Jahr 1970. Er fiel noch deutlich stärker aus als während der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise (-4,7 % im 1. Quartal 2009).

Unter anderem durfte die Branche Zeitarbeit erstmals für ihre Mitarbeiter Kurzarbeitergeld beantragen.

Vor Beginn der Kurzarbeit müssen Betriebe Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall erstatten. Nach aktuellen Daten zu geprüften Anzeigen wurde vom 1. bis einschließlich 25. Juni 2020 für 342.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt, nach 1,14 Millionen im Mai und zusammen 10,66 Millionen im März und April.

Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis April zur Verfügung. So wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten der Bundesagentur für Arbeit im April für 6,83 Millionen Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt, nach 2,49 Millionen im März. Die Inanspruchnahme von Kurzarbeit lag damit weit über den Werten zur Zeit der Großen Rezession 2008/2009.

Die Zahl der Zeitarbeitnehmer in Deutschland ist in der Corona-Krise nochmals drastisch um mehr als 120.000 gesunken. Das geht aus Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor. Demnach waren im Mai 2020 nur noch 624.900 Menschen in der Zeitarbeitsbranche beschäftigt.

Als Ursachen für diese Entwicklung gelten:

Die Auswirkung der AÜG-Reform mit Equal Pay nach 9 Monaten Einsatzdauer sowie die Überlassungshöchstdauer von 18 Monaten

Die leergefegten regionalen Arbeitsmärkte bzw. Bewerbermangel und

Die schwache Konjunktur ab dem 1. Quartal 2019 in der Automobilbranche

Die Corona Pandemie ab März 2020

Nach einer Tariferhöhung um 1,74 % am 01.10.2019 erfolgte ab 01.04.2020 eine erneute Tariferhöhung um 1,91 % des Tarifvertrages der Zeitarbeit iGZ-DGB Tarifgemeinschaft.

2.2 Geschäftsverlauf

Für das Management stellen die Kennziffern Umsatzerlöse und Ergebnis vor Ergebnisabführung die wesentliche finanziellen Leistungsindikatoren dar.

Die Gesellschaft konnte aufgrund der schwierigen Umstände im Geschäftsjahr 2019/2020 lediglich einen Umsatz von 18.501.475,36 Euro (Vorjahr: 23.809.455,50 Euro) und ein Jahresergebnis von -348.353,02 Euro (Vorjahr: +263.847,58 Euro) erzielen.

Durchschnittlich waren bei der mit-uns GmbH im Geschäftsjahr 2019/2020 680 externe Mitarbeiter und 18 Angestellte beschäftigt, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 839 externe Mitarbeiter und 56 Angestellte.

2.3 Vermögenslage

BILANZ

AKTIVA

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 96.205,00 132.282,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 84.022,00 118.312,00
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 269.573,70
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.618.777,38 4.175.717,93
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 349.677,44 0,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 191.626,96 221.237,55
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.260.943,19 213.197,93
4.601.251,97 5.130.321,11

PASSIVA

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
nicht eingeforderte ausstehende Einlagen -11.750,00 -11.750,00
eingefordertes Kapital 13.250,00 13.250,00
II. Gewinnvortrag 296.771,87 296.771,87
III. Jahresüberschuss 0,00 0,00
B. Rückstellungen
1. sonstige Rückstellungen 781.508,84 1.172.253,84
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 131,67 79,81
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 313.598,93 46.312,81
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.329.972,56 2.447.092,35
4. sonstige Verbindlichkeiten 866.018,10 1.154.560,43
4.601.251,97 5.130.321,11

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen gegen die Dynamik Personal GmbH wurden aufgrund der Beendigung von deren Geschäftstätigkeit in voller Höhe abgeschrieben.

Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist auf die infolge der Corona-Pandemie gesunkenen Umsätze zurückzuführen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten in Höhe von 348 TEuro Erträge aus der Verlustübernahme aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der mit-uns Holding GmbH.

Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen und der sonstigen Verbindlichkeiten ist auf die während der Corona-Pandemie gesunkene Mitarbeiterzahl zurückzuführen.

2.4 Ertragslage

Gewinn- und Verlustrechnung

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse 18.501.475,36 23.809.455,50
2. sonstige betriebliche Erträge 639.461,11 188.940,10
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 3.279,64 4.932,29
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.909,82 86.723,27
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 13.556.331,68 16.982.439,01
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.008.934,93 3.487.391,31
5. Abschreibungen a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 71.227,73 78.083,78
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 5.641,92 8.775,21
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.831.916,50 3.062.843,54
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.136,15 4.991,11
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.314,42 21.644,34
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -2.331,62
10. Ergebnis nach Steuern -340.484,02 272.885,58
11. sonstige Steuern 7.869,00 9.038,00
12. Erträge aus Verlustübernahme 348.353,02 0,00
13. auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 0,00 263.847,58
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Der Umsatzrückgang ist auf die Nachfragereduzierung im Bereich Automotive sowie auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurückzuführen. Korrespondierend hierzu waren die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie die Personalaufwendungen rückläufig. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten erstmalig die Erstattungen für das Kurzarbeitergeld seitens der Bundesagentur für Arbeit.

Das Jahresergebnis der Gesellschaft ist insbesondere zusätzlich zu der Corona-Pandemie durch die Abschreibung auf die Ausleihungen gegen die Dynamik Personal GmbH in Höhe von 360 T€ belastet.

Die mit-uns GmbH Personaldienstleistungen hat mit der Gesellschafterin mit-uns Holding GmbH einen Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden aufgrund dessen von der mit-uns Holding als oberste Organträgerin getragen.

2.5 Finanzlage

Die kurzfristigen Forderungen und die liquiden Mittel übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, sie finanziert sich ausschließlich aus Eigenmitteln und Verbunddarlehen/Verrechnungskonten der Quip AG. Zum Bilanzstichtag bestehen Kreditlinien bei der Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte eG über € 100.000,00 und der Commerzbank AG über € 57.000,00. Diese Kreditlinien wurden zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. Die bei der Quip AG zur Verfügung stehende Kreditlinie in Höhe von TEUR 2.400 wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr, mit Ausnahme der Anrechnung von Bankavalen in Höhe von TEUR 794, nicht in Anspruch genommen.

2.6 Gesamtaussage zu Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das Umsatzziel für das Geschäftsjahr 2019/20 von 24,3 Mio. Euro wurde bei einem Istwert von 18,5 Mio. Euro nicht erreicht. Beim Ergebnis ergab sich eine negative Abweichung. So wurden anstatt des erwarteten Ergebnisses vor Ergebnisabführung von 792 TEuro ein negatives Ergebnis in Höhe von 348 TEuro erreicht.

Die starke Verfehlung im Umsatz- und Ergebnisplan liegt hauptsächlich an der Covid-19-Pandemie und dem starken Einbruch in der Automobilindustrie sowie die damit verbundene Kurzarbeit.

Den Geschäftsverlauf und die Ertragssituation 2019/2020 beurteilen wir vor diesem Hintergrund als nicht zufriedenstellend.

2.7 Erklärungen zur Unternehmensführung

Mit dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen wurde die gesetzliche Regelung eingeführt, dass eine Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat, in der Geschäftsführung und den beiden Ebenen unterhalb der Geschäftsführung festzulegen ist. Liegt der Frauenanteil zur Zeit dieser Festlegung unter 30%, so darf die Zielgröße den bereits erreichten Anteil nicht mehr unterschreiten. Gleichzeitig ist eine Frist zur Erreichung der Zielgrößen zu bestimmen. Die Frauenquote in Führungspositionen liegt bei der Gesellschaft bei 84%.

Bei der mit-uns GmbH Personaldienstleistungen besteht kein Aufsichtsrat. Die Gesellschafterversammlung der mit-uns GmbH hat demnach für den Aufsichtsrat keine Zielgröße und keine Frist in Bezug auf den Frauenanteil festgelegt und auch für die Geschäftsführung nicht. Des Weiteren wurden durch die Geschäftsführung noch keine Zielgröße und keine Frist für die beiden darunterliegenden Ebenen festgelegt.

3. Risikobericht

Mit verschiedenen Verfahren und Überwachungsmethoden werden die vorhandenen Unternehmensrisiken überwacht, analysiert und reduziert. Diese Risiken sind im Folgend dargestellt:

Branchenrisiken

Negative Konjunkturverläufe wirken sich unmittelbar auf den Arbeitsmarkt und folglich sehr schnell auf die Zeitarbeitsbranche aus, Personal wird bei Kundenbetrieben ausgestellt und bei Personaldienstleistern abgemeldet. Ein derartiger nachhaltiger Personalabbau würde bei der Zeitarbeitsbranche ebenfalls die Reduzierung des internen und externen Personals zur Folge haben und so die Umsätze der Branche schwer belasten.

Die Zeitarbeit agiert in einem stark regulierten und politisch sowie gesellschaftlich stark im Fokus stehenden Umfeld. Die Regulierungseingriffe der Bundesregierung in die Zeitarbeit hinsichtlich der gesetzlichen und tariflichen Regelungen, die eingeführt wurden, führten zu einer Verteuerung der Arbeitnehmerüberlassung und zu einem hohen administrativen Aufwand für die Zeitarbeitsunternehmen. Die permanenten Tarifanpassungen wie auch die gesetzlichen Regelungen verteuern die Arbeitnehmerüberlassung in dem Maße, dass kleinere Unternehmen mit der Preisgestaltung nicht mehr einverstanden sind und für sie die Zeitarbeit finanziell uninteressant ist bzw. geworden ist.

Eventuelle Auswirkungen weiterer zukünftiger Änderungen auf die Branche können nicht beurteilt werden, da diese von der konkreten Ausgestaltung abhängig sind.

Risiken aus der Corona-Pandemie

Die Coronakrise trifft die Zeitarbeitsbranche hart. Im Durchschnitt melden die Unternehmen einen Umsatzrückgang um fast die Hälfte (49,5 Prozent), wie der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) in einer Umfrage unter 257 Mitgliedsunternehmen ermittelt hat. Die Zeitarbeit zählt zu den Branchen, die besonders sensibel auf Krisen reagieren. Ihre Beschäftigten haben ein höheres Risiko, arbeitslos zu werden, als in anderen Wirtschaftszweigen. Die Große Koalition hat deshalb befristet das Instrument der Kurzarbeit auch für die Personaldienstleister geöffnet, um Entlassungen zu vermeiden. Wie die BAP-Umfrage zeigt, haben bereits knapp drei von vier der befragten Unternehmen (73,5 Prozent) das Instrument genutzt. Die Coronakrise trifft aber nicht nur die Zeitarbeitsbranche, sondern den Arbeitsmarkt insgesamt. Wie der Personaldienstleister Manpower unter Berufung auf eine im April 2020 durchgeführte Umfrage unter weltweit 34.000 Arbeitgebern mitteilte, planen neun Prozent der Unternehmen für das dritte Quartal mit weniger Personal. Unmittelbar vor der Krise im Vorquartal wie auch im dritten Quartal vergangenen Jahres waren es lediglich drei Prozent der Firmen.

Für die mit-uns Personaldienstleistungen GmbH bedeutet dies konkret das Risiko, künftig geringere Umsatzerlöse zu erzielen und einen höheren Finanzierungsbedarf zu haben. Dieser wird durch die verfügbare Kreditlinie sowie durch die finanzielle Unterstützung seitens der Quip AG abgedeckt.

Personalrisiken

Die Ausdrücke "Fachkräftemangel" und "Personalknappheit" sind immer häufiger zu lesen und zu hören und spiegeln ein Risikobild enger Arbeitsmärkte wider, die nicht die erforderlichen Bewerber für die offenen Stellen zur Verfügung haben. Es handelt sich um sog. Arbeitnehmermärkte, die oftmals zu erhöhter Personalfluktuation führen und den Unternehmen das natürliche Wachstum begrenzen. Hier ist es wichtig, die Rekrutierungsaktivitäten zu verstärken vor allem die allgemeinen und monetären Rahmenbedingungen dem regionalen Niveau oder der speziellen Branche anzupassen und dies nachhaltig sicher zu stellen. Weiterhin führt die Kurzarbeit zu einem enormen "Einfrieren" der Kapazitäten auf dem Bewerbermarkt.

Finanzrisiken

Die Gesellschaft ist den gleichen Ausfallrisiken wie der Gesamtmarkt ausgesetzt. Eine mögliche Erhöhung der Insolvenzanträge infolge der Covid-19-Pandemie auf Kundenseite kann nicht beurteilt werden, bleibt jedoch kritisch zu beobachten. Dieses Risiko wird durch Bonitätsabfragen und Kreditausfallversicherungen reduziert.

Die Rechnungstellung erfolgt bislang zu 99 % im Euroraum. Die Finanzierung erfolgt aus Eigenmitteln, sowie aus Konzernmitteln. Die Bonität der Gesellschaft wurde aktuell laut Kreditauskunftei Creditreform mit "gut" beurteilt.

IT Risiken

Im Grund existieren nur geringe Risiken im IT-Bereich. Es wird auf Hosting-Ebene gearbeitet. Durch den diesbezüglich genutzten Anbieter, ist programmtechnisch regelmäßig alles auf dem neuesten Stand. Es wird auf drei Servern gearbeitet, wobei gleichzeitig die Spiegelung dieser Server auf ebenfalls drei weiteren Servern erfolgt. Im Falle eines Angriffes auf die Unternehmensdaten wäre somit lediglich ein Datenverlust der vergangenen fünfzehn Minuten zu verzeichnen. Der Mailverkehr erfolgt ebenfalls über eine Hosting-Ebene bei einem weiteren Anbieter. So werden mögliche Angriffe deutlich minimiert und können mitunter explizit auf Mails zurückgeführt werden. An den Bildschirmarbeitsplätzen erfolgt keine lokale Anwendung, da dies firmenintern untersagt ist. Die Digitalisierung der Daten (bspw. Rechnungen, Personalakten) erfolgt nicht in einer Cloud, sondern wiederrum bei einem weiteren Hosting-Anbieter auf Servern, so dass auch hier im Falle eines Angriffes aufgrund der durchgeführten Datenspiegelung ein Datenverlust minimiert werden kann. Die Firmenzentrale und die einzelnen Geschäftsstellen sind durch das Hosting miteinander verbunden, wonach durch die Remote Desktopverbindung nachhaltig Ausfallrisiken minimiert werden können. Für die Leitungsredundanz und die Stromversorgung wurden Fall-Back-Lösungen eingerichtet, um die Ausfallrisiken nachhaltig zur reduzieren, da die Zentrale und die Geschäftsstellen in einem EDV Netzwerk mit einander verbunden sind. Sämtliche Abläufe sind EDV gestützt.

4. Chancenbericht

Anhand der anhaltenden Personalübernahmequoten, die im Branchendurchschnitt zwischenzeitlich über 30 % pro Jahr liegen, erkennt man die Wichtigkeit der Personaldienstleister als Rekruteur für seine Kundenunternehmen, speziell in einem Markt, in dem Fachkräfte und qualifiziertes Personal teilweise gar nicht mehr verfügbar sind. In Anbetracht unserer Marktpräsenz und der Vorteile die sich aus der Zusammenarbeit mit der QUIP Gruppe ergeben (Nutzung bereits bestehender Geschäftsverbindungen in unserer Region) und der allgemeinen regionalen Arbeitsmarktsituation ist zu erwarten, dass der Geschäftsverlauf weiterhin auf gleichem Niveau sein wird.

Festzuhalten bleibt auch, dass die Zeitarbeit nach jeder Wirtschaftsflaute gestärkt hervorgegangen ist. Viele Unternehmen haben aufgrund des Wirtschaftseinbruches durch die Corona-Pandemie und der Planungsunsicherheit befristete Stammmitarbeiter nicht verlängert. Wir sind der festen Überzeugung, dass die Kundenunternehmen zum Zeitpunkt des Aufschwungs verstärkt Zeitpersonal ordern werden.

5. Prognosebericht

Der Geschäftsverlauf der Gesellschaft wird im Wesentlichen von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflusst und folglich Ihr Wachstum davon abhängig sein.

Die Bundesregierung hat für die Jahre 2020 und 2021 ein insgesamt 130 Milliarden Euro schweres Konjunkturpaket aufgelegt. Unter anderem wurde die Mehrwertsteuer vom 1. Juli an für ein halbes Jahr gesenkt: von 19 auf 16 Prozent beziehungsweise sieben auf fünf Prozent. Das soll den Konsum als wichtige Stütze der Konjunktur ankurbeln.

Nach Auffassung der GfK-Konsumforscher zeigen sich bereits erste Effekte. "Die Anschaffungsneigung ist sehr stark angestiegen", sagte Konsumforscher Rolf Bürkl bei der Vorstellung der Konsumklima-Studie für Juli 2020. "Die Verbraucher beabsichtigen offenbar, geplante größere Anschaffungen vorzuziehen, was dem Konsum in diesem Jahr hilft."

Auch in den Unternehmen hat sich die Stimmung aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Juli den dritten Monat in Folge.

Für den Rest des Jahres erwarten wir jetzt eine Aufholjagd. Wie kräftig die wird, hängt weniger von der Wirtschaftspolitik ab. Vielmehr gilt es, die weitere Entwicklung der Infektionszahlen zu verfolgen.

Die Bundesregierung rechnet trotz der erwarteten Erholung im Gesamtjahr mit der schwersten Rezession seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Sie ging zuletzt von einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 6,3 Prozent aus. Ähnlich düster sind andere Vorhersagen. In der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise 2009 war das deutsche BIP um 5,7 Prozent geschrumpft.

Die jüngste Wirtschaftsprognose des Ifo-Instituts vom 22.09.2020 wird die Wirtschaft danach 2020 um 5,2 Prozent schrumpfen und nicht von Forschern vorhergesagt um 6,7 Prozent. Die Prognose für 2021 fällt hingegen etwas schlechter aus. Das Wachstum der Wirtschaftsleistung wird im kommenden Jahr laut ifo-Institut 5,1 Prozent betragen. Für 2022 wird ein Wachstum von plus 1,7 Prozent prognostiziert. Die Zahl der Arbeitslosen soll um 600.000 auf maximal 2,9 Millionen zunehmen, was einer Quote von 5,9 Prozent entspricht. 2021 wird diese Quote nach Annahmen des Instituts auf 5,7 Prozent und 2022 auf 5,5 Prozent sinken. Das niedrige Vorkrisenniveau (2,3 Millionen gleich 5,0 Prozent) wird wohl also auch bis Ende 2022 nicht mehr erreicht.

Die Unsicherheit bei den Prognosen ist sehr groß, weil niemand weiß, wie die Corona Pandemie weiter verläuft. Ein zweiter Shutdown hätte zudem das Potential für eine zweite Rezession.

Die Gesellschaft erwartet für das Geschäftsjahr 2020/2021 bei vorsichtiger Planung unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Situation insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltenden Corona-Pandemie einen Umsatz von 18,6 Mio. Euro und ein Ergebnis vor Ergebnisabführung von ca. -213 TEuro.

 

Baesweiler, 22. Oktober 2020

Maik Degenhart, Geschäftsführer

Wolfgang Haller, Geschäftsführer

Alexandra Auer, Geschäftsführerin

Bilanz

Aktiva

30.6.2020
EUR
30.6.2019
EUR
A. Anlagevermögen 180.227,00 520.167,70
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 96.205,00 132.282,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 96.205,00 132.282,00
II. Sachanlagen 84.022,00 118.312,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 84.022,00 118.312,00
III. Finanzanlagen 0,00 269.573,70
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 269.573,70
B. Umlaufvermögen 4.421.024,97 4.610.153,41
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.160.081,78 4.396.955,48
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 349.677,44 0,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.810.404,34 4.396.955,48
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.260.943,19 213.197,93
Bilanzsumme, Summe Aktiva 4.601.251,97 5.130.321,11

Passiva

30.6.2020
EUR
30.6.2019
EUR
A. Eigenkapital 310.021,87 310.021,87
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
1. nicht eingeforderte ausstehende Einlagen -11.750,00 -11.750,00
2. eingefordertes Kapital 13.250,00 13.250,00
II. Gewinnvortrag 296.771,87 296.771,87
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 781.508,84 1.172.253,84
C. Verbindlichkeiten 3.509.721,26 3.648.045,40
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 131,67 79,81
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.329.972,56 2.447.092,35
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.179.617,03 1.200.873,24
Bilanzsumme, Summe Passiva 4.601.251,97 5.130.321,11

Gewinn- und Verlustrechnung

1.7.2019 - 30.6.2020
EUR
1.7.2018 - 30.6.2019
EUR
1. Rohergebnis 19.134.747,01 23.906.740,04
2. Personalaufwand 16.565.266,61 20.469.830,32
a) Löhne und Gehälter 13.556.331,68 16.982.439,01
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.008.934,93 3.487.391,31
davon für Altersversorgung 9.155,42 14.434,54
3. Abschreibungen 76.869,65 86.858,99
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 71.227,73 78.083,78
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 5.641,92 8.775,21
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.471.602,36 3.062.843,54
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.136,15 4.991,11
davon aus verbundenen Unternehmen 9.934,54 4.882,28
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 360.314,14 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.314,42 21.644,34
davon an verbundene Unternehmen 11.262,00 21.152,36
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 0,00 -2.331,62
9. Ergebnis nach Steuern -340.484,02 272.885,58
10. sonstige Steuern 7.869,00 9.038,00
11. Erträge aus Verlustübernahme 348.353,02 0,00
12. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 0,00 263.847,58
13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2020

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: mit-uns GmbH Personaldienstleistungen

Firmensitz laut Registergericht: Baesweiler

Registereintrag: Handelsregister

Registergericht: Aachen

Register-Nr.: HRB 21489

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB.

Mit der mit-uns Holding GmbH, Aachen, als herrschendem Unternehmen, besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HBG nicht ausdrücklich gefordert wird.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei bis zehn Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum ergibt.

Der aus einem Asset Deal der übernommenen Firma Zimmermann Personalservice GmbH resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird über fünf Jahre linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer von fünf Jahren richtet sich nach der Einschätzung, dass der Firmenname Zimmermann nach dieser Zeit keine Bedeutung mehr am Markt hat und in der Firma mit-uns aufgegangen ist.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt.

Bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt die Nutzungsdauer drei bis zehn Jahre.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden seit 1.1.2018 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Forderungen werden zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände und der Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert.

Das Gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert angesetzt.

Der ausgewiesene Gewinnvortrag stammt aus thesaurierten Gewinnen aus vororganschaftlicher Zeit.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags und Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt.

Sämtliche Rückstellungen mit einer ursprünglichen Laufzeit oder Restlaufzeit von genau einem Jahr oder weniger werden nicht abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bewertet.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Änderungen gegenüber dem Vorjahr in der Ausübung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind nicht zu verzeichnen.

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von € 348.353,02 den sonstigen Vermögensgegenständen und in Höhe von € 1.324,42 den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beläuft sich auf € 25.000,00. Davon sind € 11.750,00 noch nicht eingefordert, so dass das eingeforderte und eingezahlte Kapital € 13.250,00 beträgt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen die folgenden Beträge:

Rückstellungen für: Geschäftsjahr Vorjahr
Resturlaub 355.172,56 € 342.125,44 €
Zeitkonten 221.698,75 € 457.639,83 €
Berufsgenossenschaft 133.806,43 € 157.716,42 €
Aufbewahrungspflicht 31.020,00 € 31.020,00 €
Schwerbehindertenabgabe 28.800,00 € 34.900,00 €
Abschluss und Prüfung 11.011,10 € 18.352,15 €
Provisionen 0,00 € 107.600,00 €
Tantiemen 0,00 € 22.900,00 €
781.508,84 € 1.172.253,84 €

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit zwischen einem und fünf
Jahren
Restlaufzeit von mehr als fünf
Jahren
Gesamtbetrag
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 131,67 € 0,00 € 0,00 € 131,67 €
(im Vorjahr) 79,81 € 0,00 € 0,00 € 79,81 €
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 313.598,93 € 0,00 € 0,00 € 313.598,93 €
(im Vorjahr) 46.312,81 € 0,00 € 0,00 € 46.312,81 €
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.029.842,92 € 300.129,64 € 0,00 € 2.329.972,56 €
(im Vorjahr) 2.147.092,35 € 300.000,00 € 0,00 € 2.447.092,35 €
Sonstige Verbindlichkeiten
866.018,10 € 0,00 € 0,00 € 866.018,10 €
(im Vorjahr) 1.154.560,43 € 0,00 € 0,00 € 1.154.560,43 €
davon aus Steuern 70.912,97 €
(im Vorjahr) 250.896,24 €
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 183.879,64 €
(im Vorjahr) 30.864,00 €
Gesamtsumme Verbindlichkeiten 3.209.591,62 € 300.129,64 € 0,00 € 3.509.721,26 €
(im Vorjahr) 3.348.045,40 € 300.000,00 € 0,00 € 3.648.045,40 €

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen € 246.776,56 (im Vj. € 774.630,14) gegenüber der Gesellschafterin mit-uns Holding GmbH.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind solche aus sonstigen Verbindlichkeiten € 2.329.972,56 (im Vj. € 2.447.092,35).

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse unterbleibt gem. § 288 Abs. 2 Satz 1 HGB.

Sonstige betriebliche Erträge

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge sind keine periodenfremden oder außergewöhnlichen Erträge enthalten. Erträge aus Erstattungen im Zusammenhang mit der Kurzarbeit bzw. Quarantäne werden in Höhe von € 397.538,67 ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von € 78.305,62 aus einer Schuldübernahme von einem verbundenen Unternehmen erfasst.

Abschreibung auf Finanzanlagen

Die Abschreibungen resultieren aus einem Forderungsverzicht gegenüber einem verbundenen Unternehmen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die ausgewiesenen Steuern des Vorjahres betreffen den vororganschaftlichen Zeitraum.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter, ermittelt zu den Stichtagen 30.9.2019, 31.12.2019, 31.3.2020 und 30.6.2020 setzt sich wie folgt zusammen:

Mitarbeiterzahlen 2019/ 2020 2018/ 2019
Köpfe FTE Köpfe FTE
interne Mitarbeiter 18,00 18,00 56,00 52,00
externe Mitarbeiter 680,00 483,00 839,00 475,00
Gesamt 698,00 501,00 895,00 527,00

FTE = Full Time Equivalent (Hochrechnung von Teilzeit- auf Vollzeitstellen)

Konzernabschluss, Mutterunternehmen

Die Berichtsgesellschaft ist 100%ige Tochter der mit-uns Holding GmbH, Baesweiler, und wird im Rahmen der Vollkonsolidierung, in den Konzernabschluss der Quip Holding GmbH, Baesweiler, einbezogen (zugleich Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der einbezogenen Unternehmen).

Der Konzernabschluss der Quip Holding GmbH wird gemäß § 325 Abs. 3 HGB offengelegt und ist im elektronischen Bundesanzeiger unter http://www.ebanz.de einsehbar.

Ergebnisverwendung

Der Verlust der Berichtsgesellschaft wurde in Höhe von € 348.353,02 entsprechend den Bestimmungen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages von der mit-uns Holding GmbH vollständig übernommen.

Angabe der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Verwaltungskostenverträgen sowie Bestellobligo - unter Berücksichtigung der frühestmöglichen Kündigungsmöglichkeit - beträgt: € 1.130.819,79 davon gegenüber verbundenen Unternehmen € 651.552,55. Von dem Gesamtbetrag entfallen auf den Zeitraum bis ein Jahr € 1.096.587,89 (davon verbundene Unternehmen € 651.552,55) sowie auf den Zeitraum von mehr als einem Jahr € 34.231,90 (davon verbundene Unternehmen € 0,00).

Haftungsverhältnisse

Wechselverbindlichkeiten, Bürgschaften, Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen sowie Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestanden zum Stichtag nicht.

Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer:

Maik Degenhart, operative Geschäftsführung, Ingolstadt

Wolfgang Haller, Vorstand Quip AG, Stolberg

Alexandra Auer, Head of Recruiting, Quip AG, Inning am Ammersee

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird mit Verweis auf § 286 (4) HGB verzichtet.

Liste der Gesellschafter nach dem Stand 30. Juni 2020:

Firma Sitz Stammeinlage
mit-uns Holding GmbH Thomas-Edison-Str. 5-7 52499 Baesweiler 25.000,00 €
25.000,00 €

Von den Stammeinlagen sind € 13.250,00 eingezahlt.

Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen betragen € 11.750,00.

 

Baesweiler, 22. Oktober 2020

Alexandra Auer, Geschäftsführerin

Maik Degenhart, Geschäftsführer

Wolfgang Haller, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.07.2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anschaffungs- Herstellungskosten 30.06.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 180.385,80 180.385,80
Immaterielle Vermögensgegenstände 180.385,80 180.385,80
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
251.431,19 860,73 252.291,92
Sachanlagen 251.431,19 860,73 252.291,92
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 269.573,70 90.740,44 360.314,14
Finanzanlagen 269.573,70 90.740,44 360.314,14
701.390,69 91.601,17 360.314,14 432.677,72
kumulierte Abschreibungen 01.07.2019
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibungen 30.06.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 48.103,80 36.077,00 84.180,80
Immaterielle Vermögensgegenstände 48.103,80 36.077,00 84.180,80
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
133.119,19 35.150,73 168.269,92
Sachanlagen 133.119,19 35.150,73 168.269,92
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
Finanzanlagen
181.222,99 71.227,73 252.450,72
Buchwert 30.06.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 96.205,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 96.205,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
84.022,00
Sachanlagen 84.022,00
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
Finanzanlagen
180.227,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 04.11.2020 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die mit-uns GmbH Personaldienstleistungen, Baesweiler

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der mit-uns GmbH Personaldienstleistungen, Baesweiler, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2019 bis zum 30. Juni 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der mit-uns GmbH Personaldienstleistungen, Baesweiler, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2019 bis zum 30. Juni 2020 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Geschlechterquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2019 bis zum 30. Juni 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns er langten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsur teile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informati onen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Geschlechterquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sons tigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft ab zugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 22. Oktober 2020

Warth & Klein Grant Thornton AG
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