Stammdaten

Register
Amtsgericht Bielefeld HRB 32764
Eingetragen
30.3.1987
Branche
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit Altmaterialien und Reststoffen
Gegenstand
Großhandel mit Schrott und Altmetallen sowie die Durchführung eines Muldendienstes.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Silvan Berger
seit 30.8.2022
Prokura
Jürgen Berger
seit 24.5.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Spenge
42.500 DM
85.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pallatzky GmbH

Bielefeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Pallatzky GmbH, Stellwerkstraße 16, 33647 Bielefeld

1. Allgemeine Beschreibung

Wir sind ein von der Dekra zertifizierter, moderner und alteingesessener Entsorgungsbetrieb, dessen Hauptbetätigungsfeld der An- und Verkauf von Metallschrott aller Art ist. Er wird geleitet vom langjährigen Gesellschaftergeschäftsführer. Unser Unternehmen ist seit 1987 erfolgreich am Markt positioniert und hat einen guten Ruf auf dem Gebiet der Vermarktung von Recyclingschrott. Die Unternehmen der Schrottwirtschaft erfassen und bereiten Stahlschrott qualitativ so auf, dass diese Sekundärrohstoffe von den Stahlproduzenten wieder eingesetzt werden können. In den Stahlwerken werden sie zu hochwertigen Produkten weiterverarbeitet. Dabei werden das Know-How und die Qualitätssicherung der Schrottwirtschaft immer wichtiger.

Die Anlieferungen von Großmengen erfolgt entweder durch die Betriebe selbst, mittels beauftragter Speditionen oder durch unsere eigenen Muldenfahrzeuge, die die mit Schrott gefüllten Behälter bei den Unternehmen auf Anforderung abholen. Unser Lieferantenkreis befindet sich im Wesentlichen im näheren Umkreis unseres Standortes in Bielefeld und den angrenzenden Städten.

Die Abnehmer des auf unserem Betriebsgelände oder bei Fremdunternehmen nach Schrottarten sortierten und zwischengelagerten Altschrottes sind im Wesentlichen Hüttenwerke, Gießereien, Stahlproduzenten und Zwischenhändler im Inland. In geringerem Umfang beliefern wir auch Kunden im (europäischen) Ausland. Der Transport erfolgt zumeist durch Speditionsunternehmen oder wird von den Abnehmern durch Abholung selbst durchgeführt. Zur Ermittlung der an- oder ausgelieferten Mengen nutzen wir unsere betriebseigene LKW-Waage. Des Weiteren versenden wir die von den Stahlwerken für die Stahlproduktion benötigten Schrottarten auf Anforderung auch per Bahntransport und können dabei auf die Vorteile des eigenen Gleisanschlusses mit Wagonwaage zurückzugreifen. Sortierung sowie Be- und Entladung des Schrottes erfolgt durch unsere verschiedenen Greif- und Magnetbagger.

Die Verwaltung unseres Unternehmens befindet sich direkt am Standort in einem modernen Bürogebäude. Für die Lagerhaltung setzen wir ein professionelles Wirtschaftssystem ein, das es uns ermöglicht, jederzeit die verfügbaren Bestände abzulesen. Unser Lagerplatz ist durch vernetzte Kameras und andere Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugtes Betreten gesichert. Besonders wertvolle Stoffe, wie Kupfer und Messing, werden in verschlossenen Räumen aufbewahrt.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufes

2.1 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die wirtschaftliche Schwächephase hielt auch im Jahr 2023 weiterhin an. Zurückzuführen ist dies insbesondere auf den erheblichen Kaufkraftverlust als Folge des Preisanstieges bei Energie- und Lebenshaltungskosten, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung und der geopolitischen Krisen. Das Bruttoinlandsprodukt ist 2023 um ca. 0,3 % gefallen.(Quelle: Statistisches Bundesamt).

Auch die Stahlproduktion ist 2023 auf ein historisch niedriges Niveau gesunken. Durch schwache Nachfrage in Verbindung mit hohen international nicht wettbewerbsfähigen Strompreisen ist die Rohstahlproduktion auf 35,4 Millionen Tonnen gefallen. Das ist ein Minus von 3,9 % im Gegensatz zum Vorjahr (Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl).

2.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Sowohl die Schrotteinkäufe als auch die Verkaufsmengen sind im Jahr 2023 merklich weniger geworden. Die hohe Inflationsrate und eine schleppende Investitionstätigkeit wirken sich negativ in der gesamten Wirtschaft aus und treiben viele Produktionsbetriebe in den Ruin. Im Jahr 2023 lag die Anzahl der beantragten Insolvenzen um 23,5 % höher als im Vergleichsjahr 2022 (Quelle: Creditreform).

Der Jahresumsatz 2023 in unserem Unternehmen beläuft sich auf ca. 43 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr (54 Mio. Euro) ergibt sich somit eine Verminderung von ca. 19,5 %. Damit haben wir im zweiten Jahr in Folge an Umsatz verloren.

2.3 Investitionen

Im Jahr 2023 wurden im Wesentlichen ein PKW, zwei LKW mit Abrollkipper, ein Anhänger und mehrere Mulden angeschafft.

2.4 Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Wie auch in den Vorjahren wurden alle Investitionen im Jahr 2023 mit Eigenmitteln ohne den Einsatz von Fremdmitteln getätigt. Dies wird auch für alle Vorhaben in 2024 der Fall sein.

2.5 Personal- und Sozialbereich

Zum Ende des Geschäftsjahrs gehörten 39 Mitarbeiter zur Belegschaft. Davon waren 6 Mitarbeiter im kaufmännischen und 30 Mitarbeiter sowie 3 Auszubildende im gewerblichen Bereich tätig.

Im Geschäftsjahr 2023 ereigneten sich keine nennenswerten Arbeitsunfälle.

3. Darstellung der Lage

3.1 Vermögenslage

31.12.2023 31.12.2022
TEUR % TEUR %
Langfristiges Vermögen 3.163 6,1 3.332 5,8
Mittel- und kurzfristiges Vermögen 48.452 93,9 54.226 94,2
Gesamtvermögen 51.615 100,0 57.558 100,0
Eigenkapital 47.950 92,9 47.000 81,7
Langfristiges Fremdkapital 74 0,1 77 0,1
Mittel- und kurzfristiges Fremdkapital 3.591 7,0 10.481 18,2
Gesamtkapital 51.615 100,0 57.558 100,0

Unsere Vermögenslage ist weiterhin gut. Bei der Kapitalstruktur zum 31. Dezember 2023 beträgt das Eigenkapital 92,9% der Bilanzsumme. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden stets innerhalb der Zahlungsfristen beglichen. Der Wert des Lagerbestandes ist gegenüber dem Vorjahr um ca. 23,7 % gestiegen.

3.2 Ertragslage

2023
TEUR
2022
TEUR
Umsatz 43.293 53.762
Materialaufwand -37.229 -41.782
Rohgewinn 6.064 11.980
Betriebsaufwand -5.098 -4.373
Betriebsergebnis 966 7.607
Finanzergebnis 396 284
Ergebnis vor Steuern 1.362 7.891
Steuern -412 -2.571
Jahresergebnis 950 5.320

Unsere Ertragslage ist, wie auch in den Vorjahren, vor allem abhängig von der Entwicklung der börsenabhängigen Marktpreise auf dem nationalen und internationalen Schrottmarkt. Angebot und Nachfrage sowohl im Binnen- als auch im Weltmarkt sowie konjunkturelle, politische und wirtschaftliche Situationen haben Einfluss auf die Preisgestaltung und Preisentwicklung.

Das für 2023 erwartete Ergebnis haben wir erreicht. Es ist naturgemäß in Folge des gegenüber den Vorjahren aus den beschriebenen Gründen erheblich geringeren Rohertrages mit den Gewinnen 2021 und 2022 nicht vergleichbar. Dies ist mit Unsicherheiten und Risiken auf den Beschaffungs- / Absatzmärkten und der damit verbundenen geringeren Nachfrage nach Schrott sowie der kostengünstigeren Produktion fernöstlicher Konkurrenz zu begründen. Das gute Finanzergebnis (inklusive Veräußerungsgewinne von Wertpapieren) hatte großen Anteil am noch guten Gesamtergebnis.

3.3 Finanzlage

2023
TEUR
2022
TEUR
Jahres-Cashflow 601 5.905
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -9.351 4.685
Cashflow aus Investitionstätigkeit 8.058 -3.339
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 0 0
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.950 3.243

Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war in 2023 stets stabil, so dass zu keiner Zeit ein Kontokorrentkredit in Anspruch genommen wurde. Wir rechnen auch künftig damit, unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit und soweit möglich unter Ausnutzung von Skontoabzügen erfüllen zu können.

4. Hinweise auf die künftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

4.1. Risikobericht

Wir sind verpflichtet, auf wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung, die bestandsgefährdend sein können oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, hinzuweisen.

Im Rahmen unserer geschäftlichen Tätigkeit sind wir verschiedenen Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Durch regelmäßiges Controlling und die enge Einbindung der Geschäftsleitung in das operative Geschäft können die meisten Risiken aber minimiert werden.

Unser wirtschaftlicher Erfolg ist stark abhängig von der Entwicklung der Volatilität der Schrottpreise in der gesamten Welt. Hieraus und aus der starken Konkurrenzsituation resultieren unsere wesentlichen Chancen und Risiken am Markt.

Umweltschutz wird in unserer Branche immer ein Problem sein und bleiben, vor allen Dingen dann, wenn es sich um Schrotte mit Ölanhaftung handelt. Der laufenden Überwachung und Einhaltung aktueller Umweltvorschriften kommt bei uns eine besondere Bedeutung zu. Strenge Vorschriften und Umweltauflagen können ggf. dazu führen, dass zusätzlich zu den in den Vorjahren bereits durchgeführten Maßnahmen weitere Investitionen notwendig werden.

Als Entsorgungsfachbetrieb sind wir außerdem verpflichtet, eine entsprechende Umwelthaftpflichtversicherung abzuschließen. Wettbewerbsnachteile durch hohe Umweltauflagen zählen mit zu den beunruhigendsten Entwicklungen.

Auch starke Preisschwankungen durch weltwirtschaftliche Veränderungen können Auswirkung auf die Liquidität haben.

4.2. Prognosebericht

Die deutsche Wirtschaft startet mit wenig optimistischen Erwartungen in das Jahr 2024. Die Rahmenbedingungen bleiben schlecht. Die aktuelle Wirtschaftskrise verschärft die Lage und stürzt Deutschland möglicherweise in ein Rezessionsjahr.

Nach einem BIP-Rückgang von 0,3% im Jahr 2023 geht die neue Konjunkturprognose des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) für 2024 von einem weiteren Rückgang von 0,5-1,0% aus.

Besonders der Streit um den Bundeshaushalt verunsichert die Unternehmen, demnach fallen Staatseinnahmen in Höhe von über 20 Milliarden Euro weg. Die finanzpolitische Unsicherheit und die schwer einschätzbare Entwicklung der Energiepreise belasten die Unternehmen. Viele stellen ihre Investitionsentscheidungen erst einmal zurück.

Auch die geopolitische Lage ist im neuen Jahr weiterhin unsicher. Das Kriegsgeschehen in der Ukraine und im Nahen Osten und die bevorstehende Präsidentschaftswahl in den USA bergen hohe Risiken für die gesamte Weltkonjunktur.

Trotz der augenblicklichen Widrigkeiten sind wir zuversichtlich, dass unser Unternehmen weiterhin gut auf dem Markt vertreten sein wird. Wir arbeiten kontinuierlich daran, neue Lieferanten und Kunden an unser Unternehmen zu binden.

Prognose für das Jahr 2024 ist aufgrund der schnell wechselnden Einflussfaktoren schwierig. Die hohen Preise, eine sich verschärfende Energiekrise und die nicht absehbaren Folgen des Ukrainekrieges und der Nahostkrisen sowie der Drohungen Russlands lasten auf Unternehmen wie Verbrauchern und machen sich auf dem Arbeitsmarkt bereits bemerkbar. Es herrscht weiterhin eine große Verunsicherung. Die Belastung durch erhebliche Preissteigerungen wird die Konsumbereitschaft der Haushalte noch weiter zurückgehen lassen, was wiederum die gesamte Wirtschaft ausbremsen könnte.

Wir erwarten für 2024 ein Ergebnis, das ungefähr dem des Vorjahres nahekommt und hoffen, dass wir auch 2024 gut durch die aktuellen Krisen kommen werden. Unser Unternehmen hat gute Reserven gebildet und wir sind zuversichtlich, dass wir weiterhin am Markt bestehen können.

 

Bielefeld, 19. Juni 2024

gez. Jürgen Berger, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.162.887,00 3.332.236,00
I. Sachanlagen 3.159.687,00 3.329.036,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.335.434,00 1.428.479,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.824.253,00 1.900.557,00
II. Finanzanlagen 3.200,00 3.200,00
1. Genossenschaftsanteile 3.200,00 3.200,00
B. Umlaufvermögen 48.450.476,50 54.224.472,59
I. Vorräte 10.823.113,40 8.748.802,17
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.295,00 8.081,00
2. fertige Erzeugnisse und Waren 10.814.818,40 8.740.721,17
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.936.097,71 5.398.402,22
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.149.528,65 4.491.344,20
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.786.569,06 907.058,02
III. Wertpapiere 28.791.532,22 36.833.676,27
1. sonstige Wertpapiere 28.791.532,22 36.833.676,27
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.899.733,17 3.243.591,93
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.920,00 1.776,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 51.615.283,50 57.558.484,59

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 47.950.235,31 47.000.419,06
I. gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnvortrag 46.974.854,47 41.654.833,17
III. Jahresüberschuss 949.816,25 5.320.021,30
B. Rückstellungen 218.130,00 7.334.987,00
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 73.933,00 77.434,00
2. Steuerrückstellungen 73.300,00 7.180.655,00
3. sonstige Rückstellungen 70.897,00 76.898,00
C. Verbindlichkeiten 3.446.918,19 3.223.078,53
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.208.939,76 2.977.443,96
2. sonstige Verbindlichkeiten 237.978,43 245.634,57
davon aus Steuern 19.272,01 22.285,41
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 9.378,63
Bilanzsumme, Summe Passiva 51.615.283,50 57.558.484,59

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 43.292.919,00 53.762.239,03
2. sonstige betriebliche Erträge 1.286.878,35 1.635.867,10
3. Materialaufwand 37.229.364,09 41.781.558,59
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 37.115.431,35 41.738.996,22
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 113.932,74 42.562,37
4. Personalaufwand 2.028.996,39 1.913.338,99
a) Löhne und Gehälter 1.602.375,32 1.510.932,53
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 426.621,07 402.406,46
davon für Altersversorgung 23.539,46 23.297,52
5. Abschreibungen 604.665,43 590.242,43
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 604.665,43 590.242,43
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.726.537,04 3.481.633,62
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 49.444,48
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 397.170,20 236.645,24
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.188,00 1.801,00
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 412.483,99 2.571.420,16
11. Ergebnis nach Steuern 973.732,61 5.344.201,06
12. sonstige Steuern 23.916,36 24.179,76
Jahresüberschuss 949.816,25 5.320.021,30

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Pallatzky GmbH, Stellwerkstraße 16, 33647 Bielefeld

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Pallatzky GmbH, Bielefeld, wurde auf der Grundlage der gesetzlichen Vorschriften aufgestellt. Darüber hinaus sind die rechnungslegungsrelevanten Vorschriften des GmbH-Gesetzes beachtet worden.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 S. 2, 266 ff. HGB).

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gegliedert worden.

II. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Pallatzky GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Bielefeld
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Bielefeld
Register-Nr.: HRB 32764

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare bzw. degressive Abschreibungen vermindert, die auf der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Wirtschaftgüter beruhen.

Die als Finanzanlagen ausgewiesenen Genossenschaftsanteile wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet.

Bei den Vorräten handelt es sich im Wesentlichen um Schrottbestände sowie um Hilfs- und Betriebsstoffe. Die Bewertung erfolgte zu Einstandspreisen. Abwertungen wurden nicht vorgenommen.

Forderungen sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Für das allgemeine Risiko besteht eine Pauschalwertberichtigung. Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zu Anschaffungskosten bewertet.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen EUR 73.933,00 (Vorjahr: EUR 77.434,00).

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss wurden die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres im Wesentlichen übernommen.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

IV. Angaben zur Bilanz

Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel.

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
davon FK-Zinsen
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.450.396,78 0,00 0,00 0,00 0,00 2.450.396,78
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.768.987,30 435.325,43 0,00 225.300,65 0,00 4.979.012,08
Summe Sachanlagen 7.219.384,08 435.325,43 0,00 225.300,65 0,00 7.429.408,86
Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 3.200,00 0,00 0,00 0,00 0,00 3.200,00
Summe Finanzanlagen 3.200,00 0,00 0,00 0,00 0,00 3.200,00
Summe Anlagevermögen 7.222.584,08 435.325,43 0,00 225.300,65 0,00 7.432.608,86
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.021.917,78 93.045,00 0,00 0,00 0,00 1.114.962,78
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.868.430,30 511.620,43 0,00 225.291,65 0,00 3.154.759,08
Summe Sachanlagen 3.890.348,08 604.665,43 0,00 225.291,65 0,00 4.269.721,86
Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 3.890.348,08 604.665,43 0,00 225.291,65 0,00 4.269.721,86
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.335.434,00 1.428.479,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.824.253,00 1.900.557,00
Summe Sachanlagen 0,00 3.159.687,00 3.329.036,00
Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 3.200,00 3.200,00
Summe Finanzanlagen 0,00 3.200,00 3.200,00
Summe Anlagevermögen 0,00 3.162.887,00 3.332.236,00

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bilanziert und enthalten im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche und Zuschüsse.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Sonstige Wertpapiere

Das Wertpapierportfolio besteht aus diversen Aktien-, Renten- und Fondspapieren, die durch entsprechende Konto- und Depotauszüge zum Bilanzstichtag nachgewiesen wurden und mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt sind.

Stammkapital

Das Stammkapital beträgt DM 50.000,00 / Euro 25.564,59.

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung für Rentner wurde das Teilwertverfahren angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,83 % (Vorjahr 1,79%)
Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00 %
Zugrunde gelegte Sterbetafel Richttafel 2018 G Heubeck-Richttafeln GmbH

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von EUR 312,00 (Vorjahr: EUR 1.488,00). In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden, nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten: Verpflichtungen aus rückständigem Urlaub, Tantiemen, Kosten für Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen sowie für Jahresabschlusserstellung und -prüfung.

Betrag der Verbindlichkeiten mit Angabe der Restlaufzeiten und der Sicherungsrechte

Verbindlichkeitenspiegel

Art der Verbindlichkeit zum Gesamt- davon mit einer Restlaufzeit davon
31.12.2023 betrag
TEUR
< 1 Jahr
TEUR
> 1 Jahr
TEUR
> 5 Jahre
TEUR
gesichert
TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 3.208,9 3.208,9 0,0 0,0 0,0
(Vorjahr) (2.977,4) (2.977,4) (0,0) (0,0) (0,0)
Sonstige Verbindlichkeiten 238,0 238,0 0,0 0,0 0,0
(Vorjahr) (245,6) (245,6) (0,0) (0,0) (0,0)
Summe 3.446,9 3.446,9 0,0 0,0 0,0
(Vorjahr) (3.223,0) (3.223,0) (0,0) (0,0) (0,0)

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse aus Schrottverkäufen von Euro 43.292.919,00 ergeben sich aus Euro Mio. 41,0 Inlandsumsätzen, Euro Mio 1,9 steuerfreien (Auslands-)Umsätzen und Euro Mio 0,4 sonstigen Erlösen.

Sonstige betriebliche Erträge

Die Sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Wertpapierverkäufen/Kursgewinnen, aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und aus Zuschüssen.

Zinsaufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Beträge aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 1.188,00 (Vorjahr: EUR 1.801,00) ausgewiesen.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern betreffen ausschließlich die aufgrund des Ergebnisses 2023 zu erwartenden Ertragsteuern.

VI. Sonstige Angaben

Name des Geschäftsführers

Geschäftsführer: Jürgen Berger, Borgholzhausen, ausgeübter Beruf: Kaufmann

Auf die Angabe des Geschäftsführergehaltes wurde gemäß der Befreiungsvorschrift des § 286 (4) HGB verzichtet.

Hinterbliebenenbezüge/Pensionsrückstellung

Für die Hinterbliebene des ehemaligen Geschäftsführers besteht eine Pensionsrückstellung in Höhe von EUR 73.933,00 (Vorjahr: EUR 77.434,00). Sie erhält eine Rente in Höhe von EUR 9.864,00.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppe Zahl
Arbeiter 32
Angestellte 6

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 38 (Vorjahr: 39).

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt EUR 10.000,00

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die aufgrund der bestehenden langfristigen Verträge im Folgejahr fällige Miete beträgt unverändert rd. EUR 294.000,00.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt EUR 949.816,25, dieser wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Bielefeld, 19. Juni 2024

gez. Jürgen Berger, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 16.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Pallatzky GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pallatzky GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pallatzky GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, 4. Dezember 2024

HRP GmbH
Wirschaftsprüfungsgesellschaft
Bielefeld

gez. Moch, Wirtschaftsprüfer

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