Savory Stories GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nikolay Mladenov Kolev seit 18.5.2022 | Geschäftsführer |
Stanislas Niox-Chateau seit 17.5.2016 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Doctolib SAS | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Doctolib GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die Doctolib GmbH (im Folgenden die Gesellschaft oder Doctolib) wurde 2016 in Berlin gegründet. Doctolib betreibt die Bereitstellung von Dienstleistungen im Bereich von Online-Terminvergaben für medizinische Fachkräfte und medizinische Einrichtungen. Weiterhin bietet die Gesellschaft eine Plattform für digitale, audio-visuelle Kommunikation zwischen medizinischen Fachkräften und deren Patienten. Die Gesellschaft vermittelt hierbei die Dienstleistungen der Doctolib-Gruppe auf dem deutschen Markt und wird gruppenintern für diese Tätigkeiten vergütet. Doctolib untergliedert seine Kunden zum einen in niedergelassene Gesundheitsdienstleister, welche sich unter anderem in Allgemeinärzte, Zahnärzte, Physiotherapeuten und Ähnliche unterscheiden lassen. Zum anderen untergliedert Doctolib seine Kunden in Key Accounts. Hierunter fallen größere Gesundheitseinrichtungen wie etwa Krankenhäuser oder Radiologien. Die Gesellschaft hat es sich zum Ziel gesetzt, das Gesundheitswesen nachhaltig zu verbessern. Doctolib will medizinisches Fachpersonal dabei unterstützen, sich auf die wesentlichen Aspekte der medizinischen Versorgung zu konzentrieren. Gleichzeitig sollen Patienten bei der Inanspruchnahme medizinischer Versorgung unterstützt werden. 2. Rechtliche Struktur Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Doctolib SAS mit Sitz in Levallois-Perret, Frankreich. Der deutsche Hauptsitz befindet sich in Berlin. Doctolib wird aus seinem deutschen Hauptsitz gesteuert. Neben diesem Hauptsitz betreibt Doctolib Büros in neun weiteren Städten, unter anderem Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, Leipzig, Stuttgart und München. Die Gesellschaft wird durch ihre Geschäftsführer Stanislas Niox-Chateau und Nikolay Kolev vertreten. 3. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft will ihren Kunden stets die beste technische Versorgung zukommen lassen. Vor diesem Hintergrund verbessert und entwickelt Doctolib fortlaufend das technische Angebot an seine Kunden. Regelmäßig werden neue Features und Fortentwicklungen in den angebotenen Applikationen veröffentlicht. Diese dienen der verbesserten Nutzerfreundlichkeit, Reichweite und Sicherheit. Kern der Entwicklungsarbeit der letzten Jahre waren die Bereitstellung eines leistungsfähigen OnlineKalenders für medizinischen Einrichtungen, des Online-Terminbuchungsportals für Patientinnen und Patienten sowie die Entwicklung der Videosprechstunde. Der Fokus lag in 2023 auf der Weiterentwicklung der bereits bestehenden Produkte. So wurde bspw. ein Fokus auf die Verbesserung der vernetzten Gesundheitsversorgung gelegt. So wurde z. B. die Möglichkeit geschaffen, Sofortnachrichten an andere Gesundheitsfachkräfte zu senden, um die gemeinsame Patientenbetreuung zu verbessern. Die Aufwendungen sowie die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter im Bereich F&E sind auch im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut gestiegen. Im Geschäftsjahr 2023 investierte die Gesellschaft ca. 15.169 TEUR (Vorjahr: 13.802 TEUR) in die Bereiche F&E. Für die nächsten Jahre wird weiterhin mit einer Verstärkung der Entwicklungstätigkeit für neue Produkte und Geschäftsansätze gerechnet. B Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Laut Statistischem Bundesamt ist das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 0,3 % gesunken.1 Die Gesundheitsbranche und die damit verbundene IT im Gesundheitswesen mit ihren Dienstleistungen zählen weiterhin zu einem starken Wachstumsmarkt. Das Statistische Bundesamt verzeichnet einen nur geringen Rückgang der Gesundheitsausgaben um 0,6 % gegenüber dem Vorjahr. Das Gesamtvolumen der Gesundheitsausgaben belief sich im Jahr 2023 auf 494,6 Mrd EUR.2 Der vergleichsweise geringe Rückgang ist auf die Reduktion der coronabedingten Ausgaben der öffentlichen Haushalte zurückzuführen. Dieser Rückgang wurde durch den Anstieg der Ausgaben, insbesondere im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), kompensiert. Die anhaltende Nachfrage nach dem Einsatz von IT zur effizienteren und effektiveren Gestaltung von Prozessen wird durch das am 14.12.2023 vom Bundestag beschlossene "Gesetz zur Beschleunigung der Digitalisierung des Gesundheitswesens" weiter bekräftigt.3 Gesetzliche Regularien, wie bspw. die Ausstellung der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ohne zwingende Inaugenscheinnahme durch den Arzt, oder die verpflichtende Einführung des elektronischen Rezepts (E-Rezept) zum 1. Januar 2024 zeigen, dass der Gesetzgeber diesen Wandel aktiv unterstützt. Gleichzeitig ebnete die Bundesregierung den Weg für vermehrte Investitionen in die digitale Infrastruktur medizinischer Einrichtungen. In diesem Zusammenhang verabschiedete der Bundestag im September 2020 das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG). Im Jahr 2023 entfiel der größte Anteil der Gesamtausgaben mit 32,6 % im Sektor der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auf den Krankenhaussektor. Mit Gesamtausgaben in Höhe von 306,4 Mrd EUR stellte die GKV den größten Ausgabenträger im Gesundheitswesen dar.4 1 Vgl. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2112/umfrage/veraenderung-desbruttoinlandprodukts-im-vergleich-zumvorjahr/#:~:text=Ver%C3%A4nderung%20des%20Bruttoinlandsprodukts%20im%20Vergleich%20zum %20Vorjahr%20bis%202023&text=Deutschland%20ist%20im%20letzten%20Jahr,Prozent%20niedrig er%20als%20im%20Vorjahr. 2 Vgl.https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/04/PD24_167_236.html#:~:text=F%C3% BCr%20das%20Jahr%202023%20wird,%2C6%20%25%20weniger%20als%202022. 3 Vgl. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/digitalisierung/digitalisierung-imgesundheitswesen.html. 4 Vgl.https://www.vdek.com/presse/daten/d_versorgung_leistungsausgaben.html#:~:text=2023%20lagen% 20die%20Ausgaben%20der,94%2C0%20Milliarden%20Euro%20aufbringen. 2. Geschäftsverlauf und Lage a. Steuerungsgrößen Die Gesellschaft definiert für sich Umsatz und das operative Ergebnis, als Jahresüberschuss bereinigt um Steuern, Zinsen und Abschreibungen, als wichtige Parameter zur Messung des unternehmerischen Erfolgs. Beide Kennzahlen konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. In Abschnitt 2c wird der Verlauf näher betrachtet. Ein wesentlicher nicht finanzieller Leistungsindikator, den die Gesellschaft zur Bewertung der Kundenzufriedenheit und -loyalität heranzieht, ist der Net Promoter Score (NPS). Der NPS misst die Wahrscheinlichkeit, mit der die Kunden Doctolib und seine Produkte und Dienstleistungen weiterempfehlen würden. Er wird durch eine Kundenbefragung ermittelt, bei der die Kunden auf einer Skala angeben, wie wahrscheinlich es ist, dass sie Doctolib weiterempfehlen. Ein hoher NPS-Wert deutet darauf hin, dass die Kunden mit den Produkten und Dienstleistungen zufrieden sind und bereit sind, Doctolib weiterzuempfehlen, was langfristig zu einem nachhaltigen Wachstum und einer stärkeren Marktposition führt. b. Geschäftsverlauf Die Gesellschaft konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter ihre Kundenbasis sowohl im Bereich der niedergelassenen Ärzte als auch bei den medizinischen Versorgungszentren und Krankenhäusern ausweiten. Doctolib hat außerdem an weiteren Ausschreibungen für die digitale Ausrüstung von Krankenhäusern im Zuge des KHZG teilgenommen und konnte weitere Krankenhäuser als Kunden gewinnen. c. Ertragslage Doctolib hat das Geschäftsjahr 2023 mit einem positiven operativen Ergebnis abgeschlossen. Die Gesellschaft erzielte ein operatives Ergebnis in Höhe von 4.560 TEUR (Vorjahr: 3.353 TEUR). Der Umsatz belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 88.444 TEUR (77.689 TEUR). Die Erlöse stammen aus dem Vertrieb des Online-Kalenders mit Dritten und Erträgen aus Gebühren für die Distribution des Kalenders sowie für die Entwicklung und Weiterentwicklung diverser IT-Leistungen. Beide Erlösquellen sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Umsatz mit Dritten wuchs im Berichtszeitraum um 42,5 %, getrieben durch die Gewinnung weiterer Kunden. Gruppeninterne Umsätze stiegen im Zeitraum leicht um 1,4 %. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr verringert. Diese sanken von 2.105 TEUR um 1.346 TEUR auf 759 TEUR. Der Hauptgrund für diesen Rückgang ist ein im Vorjahr erhaltener Investitionszuschuss von der Investitionsbank Berlin in Höhe von 1.299 TEUR. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen erhöhten sich im Geschäftsjahr um 600 TEUR auf 1.273 TEUR (Vorjahr 673 TEUR). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen bestehen zu 100 % aus Fremdleistungen, die von externen Dienstleistern erbracht werden. Der Anstieg der Fremdleistungen ist durch die gestiegene Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen, die eine Erweiterung der Produktions- und Servicekapazitäten erforderlich machte, zu begründen. Somit stehen die Aufwendungen in direkter Verbindung zu dem Anstieg der Umsatzerlöse. Ebenso sind die Personalaufwendungen im Berichtsjahr um 7.981 TEUR auf 58.407 TEUR (Vorjahr 50.426 TEUR) angestiegen. Der Anstieg resultiert vornehmlich aus dem Ausbau der Mitarbeiterbasis und einen gleichlautenden Anstieg der Aufwendungen für Gehälter und gesetzliche Sozialaufwendungen, sowie die Inflationsausgleichsprämien, die in 2023 ausgezahlt wurden. Im Geschäftsjahr verzeichnete die Gesellschaft eine leichte Steigerung der Abschreibungen. Diese erhöhten sich von 1.315 TEUR um 325 TEUR auf 1.640 TEUR. Grund für die gestiegenen Abschreibungen sind die Investitionen in neue Anlagegüter, die im Laufe des Geschäftsjahres angeschafft wurden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Berichtsjahr um 379 TEUR auf 24.963 TEUR (Vorjahr 25.343 TEUR) nur leicht verringert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Marketing- und Mietaufwendungen. Es wurde, wie in den Vorjahren, ein Jahresüberschuss erwirtschaftet. Insgesamt schließt Doctolib das Geschäftsjahr 2023 mit einem Überschuss von 994 TEUR (Vorjahr: 917 TEUR) ab, wobei sich die Steuerbelastung auf 643 TEUR beläuft. d. Vermögenslage Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Doctolib weiterhin Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung, unter anderem der Immobilien am Mehringdamm 51 und Kurfürstendamm 11 in Berlin (386,5 TEUR), vorgenommen. Gegenläufig dazu laufen die Abschreibungen, die die Investitionen überkompensieren und dadurch insgesamt zu einer Verminderung des Anlagevermögens im Berichtszeitraum von 5.146 TEUR auf 3.934 TEUR führen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verzeichnen im Berichtsjahr einen Anstieg um 565 TEUR auf 834 TEUR (Vorjahr 269 TEUR). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einer Erhöhung der Forderungen aus nicht abgerechneten Leistungen um 327 TEUR (Vorjahr 0 EUR). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich auf 1.508 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) erhöht. Im Vorjahr wurde hier kein Wert ausgewiesen, da es sich um eine Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen handelte. Die Forderung besteht gegenüber der Doctolib SAS, die der Doctolib GmbH im Rahmen der erwähnten Rahmenvereinbarung den Zufluss von kurzfristiger Liquidität sicherstellt. Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen 1.661 TEUR (Vorjahr: 1.496 TEUR). Die überwiegende Mehrheit dieser Bilanzposten resultiert aus geleisteten Mietkautionen in Höhe von 1.168 TEUR (Vorjahr: 1.255 TEUR). Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten hat sich im Vergleich zum Vorjahr (506 TEUR) leicht verringert um 43 TEUR und beträgt im Berichtsjahr 463 TEUR. Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag 3.178 TEUR (Vorjahr: 2.184 TEUR). Der Anstieg resultiert aus dem Jahresüberschuss. Es ergibt sich trotz einer erhöhten Bilanzsumme ein Anstieg der Eigenkapitalquote von 21 % auf 24 %, da das Jahresergebnis überproportional gestiegen ist. Die sonstigen Rückstellungen der Gesellschaft belaufen sich auf 6.203 TEUR, was einem Zuwachs von 2.280 TEUR entspricht. Diese Veränderung resultiert primär aus Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Leistungen Dritter (3.315 TEUR) und Rückstellungen für Personal (2.310 TEUR; vornehmlich aus vereinbarten Inflationsboni zahlbar in 2023, Berufsgenossenschaftsbeiträgen und Schwerbehindertenabgaben) sowie Urlaub (693 TEUR). Die Verbindlichkeiten sind im Berichtszeitraum um 986 TEUR auf 2.478 TEUR gegenüber dem Vorjahr gesunken (Vorjahr: 3.464 TEUR). Treiber für den Rückgang sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Hier wurde im Berichtsjahr ein Wert von 0 TEUR ausgewiesen (Vorjahr: 1.624 TEUR), da der zugrunde liegende Sachverhalt im Berichtsjahr als Forderung gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen wird. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Geschäftsjahr um 538 TEUR auf 1.270 TEUR verringert (Vorjahr: 732 TEUR). Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich im Berichtsjahr leicht erhöht auf 1.208 TEUR um 100 TEUR (Vorjahr: 1.108 TEUR) Der passive Rechnungsabgrenzungsposten hat sich im Vergleich zum Vorjahr (162 TEUR) um 162 TEUR erhöht und beträgt im Berichtsjahr 324 TEUR. e. Finanzlage Zum Bilanzstichtag bestehen keine Kredite. Alle Verbindlichkeiten sind als kurzfristig einzustufen. Die Gesellschaft verfügte jederzeit über ausreichende Liquidität. Die Bankguthaben beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 4.829 TEUR (Vorjahr: 3.163 TEUR). Der Cashflow stellt sich für das Geschäftsjahr 2023 wie folgt dar:
Der Cashflow aus operativer Tätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf 6.285 TEUR. Der Investitions-Cashflow resultiert überwiegend aus Anlagenzugängen. Der Finanzierungs-Cashflow zeigt die Rückzahlung von Mitteln an den Gesellschafter, welche als kurzfristige Liquidität bereitgestellt wurden. Die Gesellschaft hat mit der Doctolib SAS eine Rahmenvereinbarung zur stetigen Versorgung mit Liquidität geschlossen. Die Geschäftsführung geht daher und wegen des positiven operativen Cashflow, weiterhin von einer Fortführung und kontinuierlich guten Weiterentwicklung des Unternehmens aus. Im Geschäftsjahr 2023 hat sich die Finanzlage der Doctolib GmbH durch die positive Entwicklung des CashPools weiter stabilisiert. Der CashPool ermöglicht eine effiziente Verwaltung der liquiden Mittel innerhalb der Unternehmensgruppe, wodurch kurzfristige Liquiditätsengpässe vermieden und die finanzielle Flexibilität erhöht werden können. Die wesentlichen finanziellen Verpflichtungen umfassen langfristige Darlehen, Leasingverträge und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Finanzierung dieser Verpflichtungen erfolgt durch die Kombination aus operativem CashFlow und der Rahmenvereinbarung mit der SAS. Durch die sorgfältige Planung und Steuerung der Finanzmittel stellt Doctolib sicher, dass alle Verpflichtungen fristgerecht erfüllt werden können. f. Gesamtaussage Vor dem Hintergrund des Wachstums ist die Geschäftsführung mit der Ertrags- und Vermögenslage sehr zufrieden. Die Finanzlage ist gesichert C Frauenquote Die Gesellschaft legt großen Wert auf Diversität und Chancengleichheit innerhalb des Unternehmens. Im Rahmen von Bemühungen zur Förderung der Geschlechtergerechtigkeit hat Doctolib sich zum Ziel gesetzt, die Chancengleichheit für Frauen weiter zu fördern. Im Geschäftsjahr 2023 betrug der Anteil der Frauen in der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung 33 %. Aufgrund der flachen Hierarchie der Gesellschaft verfügt diese nur über eine Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung. Doctolib hat sich zum Ziel gesetzt, diese Quote bis Ende 2025 auf 42 % zu erhöhen. Der Anteil von Frauen in der Geschäftsführung beträgt 0 %, da sich die derzeitige Geschäftsführung aus Mitgliedern zusammensetzt, die bereits vor der verstärkten Fokussierung auf die Frauenquote in Führungspositionen ernannt wurden. D Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag hat die Doctolib GmbH am 31. Mai 2024 die Übernahmen der Aaron.ai GmbH erfolgreich abgeschlossen. Die vollständige Verschmelzung der Aaron.ai GmbH mit Doctolib ist für das kommende Geschäftsjahr geplant. Diese Akquisition wird voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Die Effekte werden jedoch erst nach der geplanten Verschmelzung im nächsten Geschäftsjahr vollständig sichtbar. Doctolib erweitert mit der Übernahme sein Angebot um einen KI-basierten Telefonassistenten. Mit dem Produkt werden Ärzt:innen und Praxispersonal nun auch bei der Beantwortung von Telefonanrufen entlastet und es bietet Patient:innen rumd um die Uhr telefonischen Zugang zu Arztpraxen. Als führendes europäisches Healthtech-Unternehmen investiert Doctolib strategisch in Künstliche Intelligenz (KI) und Produktinnovationen, um den Bedürfnissen der Praxisteams gerecht zu werden und allen Patient:innen den Zugang zur Gesundheitsversorgung zu erleichtern. Die Übernahme des Unternehmens aus Berlin ist ein Meilenstein für Doctolib in Deutschland und erweitert das Produktangebot in einem seiner wichtigsten Wachstumsmärkte. E Chancen und Risiken Im Allgemeinen können sich Risiken für die Gesellschaft aus dem Nichterreichen von Umsatz- bzw. Ergebniszielen sowie aus gesetzgeberischen Eingriffen in den Markt ergeben. Umgekehrt ergeben sich aus Entwicklungen und Ereignissen, die zu einer positiven Abweichung von diesen Zielen und Prognosen führen, Chancen für die Gesellschaft. 1. Risken Die Darstellung der Chancen und Risiken erfolgt in der Reihenfolge ihrer Bedeutung für die geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft, beginnend mit der höchsten Bedeutung für das Unternehmen. a. Operationelle und marktbedingte Risiken Technischer Fortschritt birgt auch das Risiko für missbräuchliche Eingriffe in das Netz der Gesellschaft. Hierbei besteht die Gefahr des unberechtigten Zugriffs und Kopierens von Nutzer(-)Daten unserer Kunden bzw. deren Patienten. Doctolib überwacht und evaluiert diese Risiken stetig in Kooperation mit der Doctolib SAS. Durch geeignete Maßnahmen und Kontrollsysteme wird versucht, Gefahren auf ein Minimum zu reduzieren. Die Gesellschaft bietet hohe Sicherheitsstandards, und durch die genutzte End-to-End-Verschlüsselung ist ein Eingriff in hochsensible oder persönliche Daten erschwert. Die kontinuierliche Anpassung an veränderte technische Rahmenbedingungen stellt einen Kernpunkt unserer Bemühungen dar. Eingetretene Risiken durch technischen Missbrauch können sich in allen wirtschaftlichen Bereichen, bspw. durch reduzierte Nachfrage oder Strafzahlungen, niederschlagen und somit Umsatzerlöse, operativen CashFlow als auch Betriebsergebnis belasten. Aufgrund der andauernden Bemühungen und verstärkten Investitionen des Gesamtkonzerns stuft die Gesellschaft die wirtschaftlichen Risiken, resultierend aus technischem Missbrauch, als gering ein. Den demographischen Wandel in Verbindung mit einem verkürzten Angebot von Fachkräften sieht die Gesellschaft herausfordernd. Gleichwohl wurden durch effiziente und weltweite Personalbeschaffungsmaßnahmen auch in der Vergangenheit die ambitionierten Planzahlen für neue Mitarbeiter weitestgehend erreicht. Der Verzug in der Gewinnung relevanter Fachkräfte, bspw. im Vertrieb, kann die Erreichung der gesetzten Umsatzziele gefährden. Ein umfassendes Risiko aus der Nichtbesetzung von freien Stellen im Unternehmen ist jedoch nicht erkennbar. Die Gesellschaft stuft daher strategische Risiken aus der Nichtbesetzung offener Positionen als gering ein. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine befeuerte eine bereits hohe weltweite Inflation weiter. Die Zentralbanken ergriffen geldpolitische Maßnahmen, um die Inflation zu begrenzen. Die Erhöhung der Zinsen kann zu einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums führen. Aufgrund der Position der Gesellschaft im Gesundheitssektor sieht Doctolib keine Auswirkungen auf der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage. b. Finanzielle Risiken Aufgrund der geringen verzinslichen Verbindlichkeiten lässt sich für Doctolib nur ein sehr geringes Zinsrisiko erkennen. Durch die vornehmliche Beschaffung aller relevanten Betriebsmittel innerhalb der Europäischen Union, in Verbindung mit der Kapitalzusammenstellung, sind keine Wechselkursrisiken erkennbar. Liquiditätsrisiken sind im gesamten Planzeitraum nicht erkennbar. Forderungsausfallrisiken werden durch ein effizientes Mahnwesen begrenzt. Doctolib rechnet auch im kommenden Geschäftsjahr mit keinen wesentlichen Forderungsausfällen. Die Gesellschaft gewährleistet durch monatliche Budgetkontrollen und Ist-Zahlen-Analyse ein aktives Risikomanagement. Hierdurch wird ein zeitnahes Erkennen wirtschaftlicher Risiken ermöglicht. Zusätzlich bieten diese Analysen Frühindikatoren in der Umsatz- und Kostenentwicklung. Daneben werden auch entsprechende Chancen identifiziert. Durch Kontrollsysteme gewährleistet die Gesellschaft Schutz vor ungewollten Eingriffen in die Finanzsysteme von Doctolib. Interne Kontrollvorgänge werden regelmäßig durch Mitarbeiter aus unserem Bereich für interne Kontrollen durchgeführt. Durch die gezielte Allokation unternehmerischer Ressourcen in den Bereich der internen Kontrollen sollen potenzielle Risiken zeitnah erkannt und Prozesse bestmöglich angepasst werden. Die Gesellschaft stuft die angesprochenen finanziellen Risiken als gering ein. c. Gesetzgeberische Eingriffe in den Markt Der Gesetzgeber kann die gesetzlichen Rahmenbedingungen, in denen sich die Gesellschaft bewegt, ändern. Hierdurch können sich Einschränkungen in der Nutzung der Dienstleistung der Gesellschaft ergeben. Doctolib steht im engen Austausch mit den gesetzgebenden Organen und wird von diesen als wichtiger Partner in der Digitalisierung des Medizinwesens wahrgenommen. Die Gesellschaft stuft die Risiken durch veränderte Gesetze als gering ein. 2. Chancen Durch das Inkrafttreten des KHZG im Oktober 2020 und die damit verbundenen staatlichen Anforderungen und Unterstützungen zur Digitalisierung der Krankenhäuser in Deutschland sind zunehmende Investitionen der Krankenhäuser zu erwarten. Aufgrund der durch die Gesellschaft angebotenen Dienstleistungen geht Doctolib in diesem Zusammenhang von der Möglichkeit der Steigerung der Umsatzerlöse aus. Neben den staatlich geförderten Investitionen aufgrund des KHZG wird der weitere gesellschaftliche Wandel hin zur Digitalisierung vorangetrieben. Die Corona-Pandemie intensivierte die allgemeine Wahrnehmung für die Notwendigkeit des Ausbaus der digitalen Angebote. Diese Entwicklung beinhaltet die Möglichkeit der Ausweitung der Erlöse der Gesellschaft. Der Gesetzgeber hat neben dem KHZG weitere Grundlagen für eine Verbesserung der digitalgestützten Gesundheitsversorgung geschaffen. Unter anderem wird das digitale Arztgespräch als Unterstützung zur physischen Konsultation besser durch die Krankenkassen gewürdigt. Die Charité hat in diesem Zusammenhang Doctolib im Juli 2024 mit den digitalen Patientenservices beauftragt. Die Gesellschaft hat mit dem Gewinn dieser Ausschreibung die bisher größte Ausschreibung im Zuge des KHZG gewonnen. Die Umsatzerlöse mit Dritten durch den Verkauf der Doctolib Kalenderlösung sind im Vergleich zum Vorjahr weiter gestiegen. Durch eine zunehmende Markenbekanntheit und Marktdurchdringung verspricht sich die Gesellschaft zukünftig effizientere Verkaufszyklen. Durch den Unternehmensverbund innerhalb der Doctolib-Gruppe können sich durch Synergieeffekte sowie Marketing- und Vertriebsmaßnahmen zusätzliche Wachstumschancen ergeben. So ist z.B. durch die grenzüberschreitende Markenbekanntheit in Europa (DE, FR, IT) eine gemeinsame Einflussnahme auf europäische Gesetzgebung denkbar. F Prognosebericht Die Bundesregierung geht in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2024 von einem Wirtschaftswachstum von 0,3 % für 2024 für die Bundesrepublik Deutschland aus5. 5 Vgl. https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Dossier/konjunktur-undwachstum.html#:~:text=In%20der%20aktuellen%20Fr%C3%BChjahrsprojektion%20rechnet,2024%20 k%C3%B6nnen%20Sie%20hier%20einsehen Doctolib geht weiter davon aus, auch in den kommenden Jahren schneller als der Markt zu wachsen und dabei Produkt- und Markenbekanntheit deutschlandweit weiter auszubauen. Die fortschreitende Digitalisierung im Berufs- und Privatleben ist hierbei ein starker Treiber für einen zunehmenden gesellschaftlichen Wandel. Die Gesellschaft sieht in diesem Wandel nachhaltige Geschäftschancen. Die steigende Nachfrage nach sicheren und hochwertigen digitalen Lösungen im medizinischen Umfeld kann Doctolib mit seinen Lösungen bedienen. Im Zuge der Strategie der Doctolib-Gruppe, bestmögliche Sicherheit der eigenen Daten zu gewährleisten, akquirierte die Doctolib SAS im Februar 2023 das IT-Unternehmen Siilo. Siilo ist ein europäischer Anbieter im Bereich der verschlüsselten, digitalen Kommunikation im Gesundheitssektor. Die Doctolib-Gruppe erweitert ihr Servicepaket mit dieser Akquisition weiter. Die Gesellschaft erwartet eine positive Entwicklung der Ertragslage und der Kunden, sowohl im Bereich der niedergelassenen Ärzte als auch der Key Accounts. Der Gesetzgeber treibt durch weitere Initiativen die Digitalisierung im Gesundheitswesen voran. In den kommenden Jahren werden Produkte wie die elektronische Patientenakte, die digitale Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und die Kommunikation der medizinischen Einrichtungen und niedergelassenen Ärzte durch KIM (Kommunikation im Medizinwesen) weiter den Einzug in die Mitte der Gesellschaft erleben. Die Gewinnung von Neukunden wie auch die stetige Unterstützung von Bestandskunden steht auch im Jahr 2024 im Mittelpunkt unserer Geschäftsprozesse. Wir erwarten eine noch stärkere Zunahme an Neukunden. Im ersten Halbjahr 2024 konnten 2,8 Millionen neue Patienten (1. Halbjahr 2023: 2,4 Millionen) gewonnen werden. Die Gesellschaft rechnet damit, dass sich dieser positive Trend fortsetzt und der Kundenzuwachs weiter ansteigt. Im gleichen Zeitraum wurden 2.200 neue Kunden gewonnen. Der Bundestag hat durch die Verabschiedung des KHZG die Weichen für eine noch schnellere Digitalisierung im Gesundheitswesen gestellt. Die im KHZG verankerten Anforderungen an die Veränderungen in der digitalen Ausstattung der Krankenhäuser sieht Doctolib positiv. Die Gesellschaft sieht sich in ihrem Vorhaben, der Verbesserung der digitalen Infrastruktur im Gesundheitswesen und dem damit verbundenen erleichterten Zugang zu medizinischer Versorgung, bestätigt. Doctolib ist sich sicher, der richtige Partner für Krankenhäuser, niedergelassene Ärzte und weiteres medizinisches Fachpersonal und Einrichtungen zu sein, um diese beim Wandel hin zu einer digitalen Organisation zu unterstützen. Die Gesellschaft sieht hier Potenzial zur Ausweitung der Kundenbasis. Doctolib geht davon aus, dass sich durch das KHZG langfristige Kooperationen zwischen großen Gesundheitseinrichtungen und der Gesellschaft ergeben können. Die Gesellschaft erwartet für das Geschäftsjahr 2024 einen Anstieg des operativen Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr. Getrieben durch Effizienzsteigerungen geht die Gesellschaft davon aus, dass sich der Anstieg des operativen Ergebnis in der Spanne von 20 % und 50 % bewegen wird. Zur Deckung weiterer Investitionen können bei Bedarf Gesellschafterdarlehen aufgenommen werden. Bei den Umsatzerlösen erwartet die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 weiterhin ein starkes Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Die Gesellschaft rechnet damit, dass der Anstieg der Umsatzerlöse aufgrund der allgemeinen Marktentwicklung zwischen 30 % und 50 % im Vergleich zum Vorjahr liegen dürfte. Die Gesellschaft plant für die Dauer des Prognosezeitraums mit einer ausgeglichenen Liquiditätslage. Dies setzt allerdings voraus, dass ein mit einer Frist von drei Monaten kündbarer Vertriebsvertrag der Gesellschaft mit der Doctolib SAS, Levallois-Perret, Frankreich, auch künftig aufrechterhalten wird. Ohne den Vertriebsvertrag entfiele die Grundlage der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Daher garantiert die Doctolib SAS der Gesellschaft für den Fall der Änderung oder Kündigung des Vertriebsvertrages, diese bis zum 31. Dezember 2025 so zu stellen, wie sie bei unveränderter Beibehaltung des Vertriebsvertrages stünde. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt. Der Lagebericht enthält Aussagen zur zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft. Diese Aussagen sind ausschließlich Erwartungen, die auf heutigen Annahmen und Einschätzungen beruhen. Auch wenn die Geschäftsführung davon überzeugt ist, dass die getroffenen Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die tatsächliche Entwicklung und die tatsächlichen Ergebnisse in der Zukunft aufgrund einer Vielzahl von internen und externen Faktoren hiervon abweichen Der Lagebericht enthält Aussagen zur zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft. Diese Aussagen sind ausschließlich Erwartungen, die auf heutigen Annahmen und Einschätzungen beruhen. Auch wenn die Geschäftsführung davon überzeugt ist, dass die getroffenen Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die tatsächliche Entwicklung und die tatsächlichen Ergebnisse in der Zukunft aufgrund einer Vielzahl von internen und externen Faktoren hiervon abweichen.
Berlin, den 20. Dezember 2024 gez. Stanislas Niox-Chateau gez. Nikolay Kolev BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Doctolib GmbH hat ihren Sitz in Berlin. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Berlin (Charlottenburg) unter 175963 B eingetragen. Die Doctolib GmbH wird in den Konzernabschluss der Doctolib S.A.S. mit Sitz in Levallois-Perret, Frankreich, einbezogen. Dies stellt den größten und den kleinsten Konsolidierungskreis dar. Der Konzernabschluss wird nicht komme Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Bezüglich der wesentlichen Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt, verweisen wir auf die Ausführungen im Prognosebericht innerhalb des Lageberichts im Abschnitt D II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Doctolib GmbH wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten vermindert um die planmäßige lineare Abschreibung unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer, welche nicht wesentlich von den steuerlichen Abschreibungstabellen abweicht, abgeschrieben. Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach § 248 II HGB wird nicht in Anspruch genommen. Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer, welche nicht wesentlich von den steuerlichen Abschreibungstabellen abweicht, angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne von § 6 Abs. 2 EStG werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bzw. soweit erforderlich zum niedrigen beizulegenden Wert bewertet. Das Forderungsausfallrisiko im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch die Bildung von ausreichenden Wertberichtigungen berücksichtigt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden nur solche vor dem Bilanzstichtag geleisteten Ausgaben aktiviert, die Aufwand für eine kalendermäßig bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Ungewisse Verbindlichkeiten und Risiken für drohende Verluste wurden in angemessener Höhe berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten wurden zum Bilanzstichtag mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden nur solche vor dem Bilanzstichtag realisierte Einnahmen passiviert, die Ertrag für eine kalendermäßig bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so wird eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuer in der Bilanz angesetzt. Eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerentlastung wird entsprechend dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 nicht als aktive latente Steuer in der Bilanz angesetzt. IV. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist im folgenden Anlagenspiegel dargestellt:
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von Euro 1.507.848,21 (im Vorjahr: Euro 0,00) betreffen im Wesentlichen sonstige Forderungen. Es handelt sich in Höhe von Euro 1.507.848,21 um Forderungen gegen Gesellschafter. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: Euro 1.167.507,57 (im Vorjahr: Euro 1.254.936,51). 3. Eigenkapital Der Gewinnvortrag beträgt Euro 2.159.201,85 (im Vorjahr: Euro 1.242.679,10) 4. Rückstellungen
Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen bestehen im Wesentlichen aus ausstehenden Rechnungen (Euro 3.315.126,67) und Rückbauverpflichtungen (Euro 468.490,94). 5. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthielten im Vorjahr Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von Euro 1.624.493,76. Es handelte sich um sonstige Verbindlichkeiten, im aktuellen Jahr bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von Euro 1.138.300,93 (im Vorjahr: Euro 1.068.439,41) sowie Verbindlichkeiten aus Sozialversicherungsbeiträgen in Höhe von Euro 63.414,02 (im Vorjahr: Euro 39.232,42) enthalten. 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von Euro 11.591.689,00 setzt sich aus den folgenden Verpflichtungen zusammen:
V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Umsätze werden ausschließlich innerhalb der EU und auf Euro lautend erwirtschaftet. Die erzielten Umsatzerlöse unterteilen sich vorwiegend auf Vertriebstätigkeiten (TEUR 73.275) und Softwareentwicklung (TEUR 15.169). Die geografischen Märkte unterscheiden sich hierbei nicht erheblich. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von Euro 2.117,70 (im Vorjahr: Euro 152,38) enthalten. Der GuV-Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthält wie im Vorjahr keine Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Am 27. Dezember 2023 wurde das Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz - MinStG) im Bundessteuerblatt veröffentlicht. Ziel dieses Gesetztes ist es, eine effektive Mindestbesteuerung von Unternehmensgewinnen in Höhe von 15 Prozent sicherzustellen, unabhängig davon, in welchen Ländern diese Gewinne angefallen sind. Wird diese effektive Steuerlast nicht bereits durch die Anwendung der weiterhin gültigen nationalen steuerlichen Vorschriften (in Deutschland z. B. des Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuergesetzes) erreicht, wird eine Ergänzungssteuer erhoben. Die Doctolib GmbH ist in Ländern aktiv, in denen der effektive Steuersatz und der Mindeststeuersatz über 15 Prozent liegen. Das das MinStG nicht für das am 1. Januar 2023 begonnene Geschäftsjahr anwendbar war, hat die Doctolib GmbH kein damit verbundenes laufendes Steuerrisiko. Es entstehen keine quantitativen Auswirkungen auf den Jahresabschluss 2023. Mögliche Auswirkungen auf zukünftige Jahresabschlüsse können zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht quantifiziert werden VI. Nachtragsbericht Im Mai des Folgejahres erwirbt die Gesellschaft die Aaron.ai GmbH. Doctolib erweitert damit sein Angebot um einen KI-basierten Telefonassistenten. Mit der neuen Funktion entlastet Doctolib Ärzt:innen und Praxispersonal nun auch bei der Beantwortung von Telefonanrufen und bietet Patient:innen rund um die Uhr telefonischen Zugang zu Arztpraxen VII. Sonstige Pflichtangaben Angabe der beschäftigten Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt
Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers teilt sich wie folgt auf:
Mitglieder der Geschäftsführung Stanislas Niox-Chateau; Directeur Général Nikolay Kolev; CEO Deutschland Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Anwendung des § 288 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von Euro 993.733,30 mit dem Gewinnvortrag in Höhe von Euro 2.159.201,85 auf neue Rechnung vorzutragen. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag hat die Doctolib GmbH am 31. Mai 2024 die Übernahmen der Aaron.ai GmbH erfolgreich abgeschlossen. Die vollständige Verschmelzung der Aaron.ai GmbH mit Doctolib ist für das kommende Geschäftsjahr geplant. Diese Akquisition wird voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Die Effekte werden jedoch erst nach der geplanten Verschmelzung im nächsten Geschäftsjahr vollständig sichtbar.
Berlin, 20. Dezember 2024 gez. Stanislas Niox-Chateau gez. Nikolay Kolev sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 30.12.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Doctolib GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Doctolib GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Doctolib GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt C des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf Angabe "I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "F Prognosebericht" des Lageberichts. Dort beschreibt die Gesellschaft, dass sie für die Dauer des Prognosezeitraums mit einer ausgeglichenen Liquiditätslage plant. Dies setzt allerdings voraus, dass ein mit einer Frist von drei Monaten kündbarer Vertriebsvertrag der Gesellschaft mit der Doctolib SAS, Levallois-Perret, Frankreich, auch künftig aufrechterhalten wird. Ohne den Vertriebsvertrag entfiele die Grundlage der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Daher garantiert die Doctolib SAS der Gesellschaft für den Fall der Änderung oder Kündigung des Vertriebsvertrages, diese bis zum 31. Dezember 2025 so zu stellen, wie sie bei unveränderter Beibehaltung des Vertriebsvertrages stünde. Wie in Angabe "I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen" und Abschnitt "F Prognosebericht" dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifizier. Sonstige Informationen Die Geschäftsführung ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt "C Frauenquote" des Lageberichts enthalten ist. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen • wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Jena, den 20. Dezember 2024 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gez. Burkhard Lauer, Wirtschaftsprüfer gez. Mariana Wächter, Wirtschaftsprüferin |
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