NORDTEAM Verwaltung GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Karl-Uwe Wehrend seit 3.9.2024 | Prokura |
Hanspeter Gerhard Tiede seit 11.1.2016 | Geschäftsführer |
Matthias Bartholl seit 15.2.2005 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
1 von 4 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lother GmbH (vormals: Hermann Lother & Co. Mineralölhandelsgesellschaft mbH)HamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Informationen zum Unternehmen Seit der Unternehmensgründung im Jahr 1938 betreibt die Lother GmbH (vormals: Hermann Lother & Co. Mineralölhandelsgesellschaft mbH) als mittelständisches Unternehmen in Familienbesitz den Verkauf von Mineralölprodukten sowie die Vermietung von Immobilien vom Handelsplatz Hamburg aus. Der traditionelle Schwerpunkt der unternehmerischen Tätigkeit besteht in dem Bau und dem Betrieb eigener Tankstellen sowie der Vermietung von Wohn- und Gewerbeimmobilien. Mit über 100 Tankstellen ist das Unternehmen eines der 20 größten Tankstellenunternehmen in Deutschland. Der geografische Mittelpunkt der Handelstätigkeit ist Norddeutschland. Die vermieteten oder verpachteten Immobilien befinden sich überwiegend in Hamburg und Lübeck. Aktuell baut das Unternehmen ein zusätzliches Standbein mit dem Schwerpunkt nachhaltige Energie auf. Die Geschäftsbereiche Solar, Nachhaltigkeit (z.B. E-Ladesäulen) und die zahlreichen Aktivitäten im Bereich synthetische Treibstoffe (u.a. eFuels) haben eine starke Wachstumsperspektive und werden von der Geschäftsleitung als notwendige strategische Ergänzung für die Zukunft der Unternehmensgruppe gesehen. Vor diesem Hintergrund wurde die Firma im Berichtsjahr in Lother GmbH umbenannt, der Gesellschaftsvertrag entsprechend angepasst und der Gegenstand des Unternehmens um die neuen Geschäftsbereiche, Produkte und Dienstleistungen erweitert. Die Änderungen wurden am 21. August 2023 ins Handelsregister eingetragen. Die Gesellschaftsanteile am Stammkapital der GmbH befinden weiterhin sich zu 100% in Familienbesitz. Eigentümer sind die vier Enkelkinder des Unternehmensgründers Walter Mendt. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen In einem weiterhin vom russischen Einmarsch in die Ukraine geprägten wirtschaftlichen Umfeld mit einer sehr hohen Inflationsrate befand sich die Gesamtwirtschaft in einer Rezession. So schrumpfte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Berichtsjahr laut dem Statistischen Bundesamt um 0,3% gegenüber dem Vorjahr. Auch der Tankstellenmarkt musste einen leichten Rückgang von knapp 1% verzeichnen. Dabei haben sich die Absatzmengen laut der amtlichen Mineralölstatistik vom März 2024 für die unterschiedlichen Produktgruppen uneinheitlich entwickelt: Während der Absatz von Vergaserkraftstoffen um 2,5% gestiegen ist, hat der Absatz von Dieselkraftstoffen im selben Zeitraum einen Rückgang von 3,6% zu verzeichnen. Dabei haben Autofahrer 2023 deutlich weniger pro Liter Kraftstoff bezahlt als noch im Vorjahr. Der Liter Super E5 kostete 2023 im Jahresdurchschnitt 1,843 €. Das waren 6 Cent weniger als 2022. Für den Liter Super E10 zahlten die Kunden durchschnittlich 1,785 €. Das sind 7 Cent weniger als im Jahr zuvor. Besonders stark gaben die Preise für Diesel nach. Der Preis pro Liter sank im Jahresverlauf von 1,940 € auf 1,725 € und war damit sogar rund 22 Cent günstiger. Die Absatzstatistik des Heizölmarktes zeigt für 2023 einen Rückgang von 5,3 % gegenüber dem Vorjahr, während hingegen im Vorjahr noch ein deutlicher Zuwachs von 8,2 % ermittelt wurde. Der Preisverfall beim Heizöl zeigt sich dabei noch stärker als bei den Kraftstoffen mit 1,324 €/Ltr. im Vorjahr auf 1,034 €/Ltr. Damit war der Heizölpreis allerdings immer noch etwa 50 % höher als im Durchschnitt der 10 Jahre vor der Covid-Pandemie und dem russischen Angriffskrieg (Durchschnitt 2010 bis 2020: 0,69 €/Ltr.). 2. Geschäftsverlauf 2.1 Ertragslage Das Geschäftsumfeld war im Vorjahreszeitraum 2022 noch durch große Unsicherheiten hinsichtlich der Beschaffungsoptionen aus Russland sowie insbesondere hohe Logistikkosten geprägt, was zunächst zu steigenden Absatzpreisen für Mineralölprodukte geführt hat. Seit dem vierten Quartal 2022 hat sich die Beschaffungssituation hingegen entspannt, was zu sinkenden Preisen im Berichtsjahr 2023 geführt hat. Insgesamt hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 auf eigene Rechnung Mineralölprodukte im Wert von rund 375,5 Mio. € (Vj.: 402,4 Mio. €) verkauft. Der Rückgang ist maßgeblich auf gegenüber dem Vorjahr jahresdurchschnittlich deutlich gefallene Marktpreise zurückzuführen. So waren die Umsätze im Jahr 2023 über den Vertrieb des Tankstellennetzes preisbedingt um 5,0 % von 353,0 Mio. € im Vorjahr auf 335,2 Mio. € gefallen. Der größte Geschäftsbereich Tankstellen konnte jedoch im Laufe des Jahres 2023 durch die gegenüber dem Vorjahr um 3,4% gesteigerten Absatzmengen und weiterhin auskömmlichen Margen profitieren. Der Rohertrag im Tankstellenbereich liegt bei 14,8 Mio. € und damit mit -3,6% nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres (Vj.: 15,3 Mio. €). Im Rahmen des Agenturgeschäfts verkauft Shell über das Tankstellennetz der Lother GmbH in eigenem Namen und für eigene Rechnung an den Endkunden Treibstoffe gegen eine Provision. Aus diesem Geschäftszweig werden weiterhin Provisionsumsätze aus dem Verkauf von nicht-eigenem Treibstoff erzielt. Die Gesellschaft erzielte in diesem Bereich ein Umsatzwachstum um 18,8 % auf 10,5 Mio. € (Vj.: 8,8 Mio. €). Der Handelsbereich für Kraftstoffe konnte erwartungsgemäß nicht an das außergewöhnlich gute Jahr 2022 anknüpfen, hat jedoch ein Ergebnis auf weiterhin gutem Niveau erzielen können. So ist der Rohertrag im Handelsgeschäft moderat von 1,0 Mio. € im Vorjahr auf 0,7 Mio. € zurückgegangen. Die Betriebssparte Heizöl konnte ihr gutes Vorjahresergebnis nicht halten. Sowohl die Corona-Pandemie als auch der Kriegsbeginn in der Ukraine führten zu einer stark erhöhten Nachfrage nach Heizöl, die zu außergewöhnlichen Margen führte. Die Umsätze sind aufgrund stark gefallener Preise deutlich von 18,9 Mio. € auf 14,3 Mio. € gesunken. Der Rohertrag aus diesem Bereich war dementsprechend rückläufig (1,0 Mio. €; Vj.: 1,9 Mio. €). Die Immobilienwirtschaft des Hauses läuft unverändert erfolgreich und liefert weiterhin einen sehr erfreulichen Beitrag zum Unternehmensergebnis. Durch erhebliche Investitionen in die bestehenden Immobilien wurde der Unternehmensbereich weiter gestärkt. Die Umsätze liegen leicht über dem Niveau des Vorjahres (3,7 Mio. €; Vj.: 3,5 Mio. €). Der Rohertrag der Sparte beläuft sich zum Geschäftsjahresende auf 2,5 Mio. € (Vj.: 2,5 Mio. €). Die Umsatzerlöse des Unternehmens über alle Sparten sind der Hauptsparte Tankstelle folgend leicht um 5,8% von 418,8 Mio. € auf 394,6 Mio. € gesunken. Der Deckungsbeitrag ist mit 33,4 Mio. € (Vj.: 32,0 Mio. €) mit +4,5% aufgrund von höheren Absatzmengen und einer guten Margenentwicklung über dem Vorjahresniveau. Im Bereich der Kosten ist der Personalaufwand durch den Aufbau der neuen Unternehmensbereiche Solar, eFuels, Nachhaltigkeit und Haustechnik und dem damit einhergehenden höheren Mitarbeiterbestand deutlich angestiegen (6,8 Mio. €; Vj.: 5,4 Mio. €). Das Schmierstoffgeschäft wurde im Jahr 2021 auf eine 50%ige Tochtergesellschaft, die NORDTEAM GmbH & Co. KG (kurz: NORDTEAM), ausgegliedert. Im Berichtsjahr wurde die Beteiligung aufgrund der anhaltenden Verluste vollständig in Höhe von 0,5 Mio. € abgeschrieben. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind mit 4,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (3,9 Mio. €) hauptsächlich aufgrund des Sondereffektes erhöht. Die Entwicklung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (12,9 Mio. €; Vj.: 11,5 Mio. €) ist über alle Kostenbereiche von den inflationsbedingt höheren Beschaffungspreisen sowie - ebenfalls - durch den Aufbau neuer Unternehmensbereiche (+ 143,3 T€) gekennzeichnet. Hervorzuheben sind auch gestiegene Aufwendungen aufgrund von zahlreichen Umbauten und Modernisierungen im Tankstellenbereich (+ 385,9 T€) sowie Werbekosten und Vertriebsförderungen (+ 296,5 T€). Mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 7,1 Mio. € konnte die Gesellschaft - auch aufgrund von Sonder- und Einmaleffekten - das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte in Höhe von 8,4 Mio. € im Vorjahr nicht erneut übertreffen. Die vorsichtige Prognose im Lagebericht 2022 aus dem März 2023 ging von einem Betriebsergebnis von rund 7,0 Mio. € für das Geschäftsjahr 2023 aus. Diese Prognose konnte hingegen durch das erwirtschaftete Betriebsergebnis von 9,0 Mio. € erfreulicherweise deutlich übertroffen werden. Zwar hat sich die außerordentliche Ergebnissituation dem Niveau vor der Corona-Pandemie wie erwartet angenähert, jedoch haben sich die nur schwer zu schätzenden Risiken aufgrund der kriegsbedingten Kosten- und Versorgungssituation der Mineralölbranche nicht in dem Maße realisiert, so dass sich die Ergebnisse letztendlich über dem prognostizierten Niveau eingependelt haben. 2.2 Vermögenslage Im Geschäftsjahr 2023 tätigte die Gesellschaft Investitionen in das Sachanlagevermögen von insgesamt 7,2 Mio. €. Damit wurden die Vorjahresinvestitionen in Höhe von 6,3 Mio. € noch einmal übertroffen. Die wesentlichen Investitionen in 2023 betreffen das Tankstellennetz, insbesondere für die Tankstellen in Schwarzenbek und Boostedt. Weitere Investitionen betreffen wie im Vorjahr den weiteren Aus- und Umbau der eigenen Büros neuer Betriebsabteilungen, neue Tanklastwagen unseres Fuhrparks sowie Anzahlungen auf E-Ladesäulen an diversen Stationen. Das Sachanlagevermögen hat sich aufgrund der hohen Investitionen insgesamt von 45,5 Mio. € auf 48,5 Mio. € erhöht. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen von insgesamt 4,8 Mio. € (Vj.: 3,9 Mio. €) entfallen mit 4,2 Mio. € überwiegend auf das Sachanlagevermögen sowie mit 0,5 Mio. € auf eine außerplanmäßige Abschreibung der anhaltend verlustreichen Beteiligung an der NORDTEAM. Neben der abgeschriebenen Beteiligung an der NORDTEAM bestehen wesentliche Anteile an verbundenen Unternehmen in der 100%igen Tochtergesellschaft NORDOEL Mineralölhandelsgesellschaft mbH (kurz: NORDOEL) sowie ein Beteiligungsverhältnis mit der Lüneburger Treib- und Brennstoff-Gesellschaft mbH & Co. KG (kurz: LTG). Beide erwirtschaften regelmäßig positive Jahresüberschüsse. Beteiligungen bestehen weiterhin an der eFuel GmbH sowie in kleinerem Umfang an der BAT Buckautal GmbH & Co. KG und der BAT Buckautal Verwaltungs-GmbH. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Berichtsjahr von 13,0 Mio. € um 2,4 Mio. € auf 15,4 Mio. € angestiegen und haben damit den stichtagsbedingt geringeren Bestand an Liquiden Mitteln mitbeeinflusst (11,4 Mio. €; Vj.: 14,3 Mio. €). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Leistungsbeziehungen. Eine Darlehensforderung gegen ein Gruppenunternehmen in Höhe von 1,5 Mio. € wurde im Berichtsjahr vollständig getilgt. Im Bereich der Verbindlichkeiten haben sich die langfristigen Darlehen gegenüber Kreditinstituten durch planmäßige Tilgungen von 4,8 Mio. € auf 3,9 Mio. € weiter reduziert. Unserem Unternehmen stehen unverändert ausreichende Kreditlinien zur Verfügung, um geplante Investitionen durchzuführen. Erhaltene Darlehen sind durch eine Verbandsgrundschuld und durch Buchgrundschulden besichert. Kurzfristige Giroverbindlichkeiten bestehen normalerweise nicht oder nur in geringem Umfang (<10 Tsd. €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich von 32,9 Mio. € im Vorjahr um 2,1 Mio. € auf 30,8 Mio. € reduziert. Der Effekt ist zum einen in den niedrigeren Produktpreisen zum Jahresende im Vergleich zum Vorjahr begründet und zum anderen durch wochentags-spezifischen Zahlungsmodalitäten, die zu jährlichen Schwankungen führen. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen (11,0 Mio. €; Vj.: 10,5 Mio. €) und resultieren im Wesentlichen aus dem Shell-Agentur-Geschäft. Die Bilanzsumme des Unternehmens hat sich gegenüber dem Vorjahr von 93,7 Mio. € auf 94,3 Mio. € erhöht. Die Eigenkapitalquote des Unternehmens steigt durch das Periodenergebnis leicht auf 49,7% (von 46,8% im Vorjahr) bei einem um 3,0 Mio. € höheren Eigenkapital von jetzt 46,9 Mio. €. 2.3 Finanzlage Die Liquiditätssituation zum Jahresende ist sehr stark stichtagsabhängig geprägt, da relevante Zahlungen für Mineralölprodukte wöchentlich, jeweils am selben Wochentag, stattfinden. So weist die Cashflow-Rechnung für den 31. Dezember 2023 mit 11,4 Mio. € (Vj.: 14,3 Mio. €) einen gegenüber dem Vorjahr um 2,9 Mio. € geringeren Finanzmittelfonds aus. Dabei haben den Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2023 (7,8 Mio. €; Vj.: 16,5 Mio. €) neben dem Jahresüberschuss (7,1 Mio. €; Vj.: 8,4 Mio. €) im Wesentlichen gegenüber dem Vorjahr gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+2,4 Mio. €) sowie niedrigere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-2,1 Mio. €) mit negativem Effekt auf den Cashflow beeinflusst. Der Vorratsbestand ist gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Mio. € niedriger mit entsprechend positivem Effekt auf den Cashflow. Die gegenüber dem Vorjahr deutlich höheren Investitionen in das Sachanlagevermögen (7,2 Mio. €; Vj.: 6,3 Mio. €) konnten aus dem Jahresüberschuss (7,1 Mio. €) und den Abschreibungen (4,8 Mio. €) gedeckt werden. Erhaltene Zinsen (0,3 Mio. €) und Dividenden der 100%igen Tochtergesellschaft NORDOEL (0,8 Mio. €) haben den Cashflow aus der Investitionstätigkeit -5,9 Mio. € (Vj.: -6,0 Mio. €) positiv beeinflusst. Finanzmittelabflüsse resultieren hingegen aus der Rückzahlung von Bankdarlehen (0,9 Mio. €) und einer Gewinnausschüttung an Gesellschafter (4,0 Mio. €). Zusammen ermittelt sich ein negativer Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von -4,9 Mio. € (Vj.: -5,1 Mio. €). III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Für den derzeit wirtschaftlich wichtigsten Bereich des Unternehmens, den Tankstellen-Bereich, befindet sich die Branche im Umbruch, das zeigt u.a. der Verkauf des Tankstellennetzes von TotalEnergies an Circle K und der aktuell geplante Verkauf der Jet-Tankstellen. Die Gesamtzahl der Tankstellen ist allerdings seit vielen Jahren stabil und es ist derzeit auch keine große Veränderung zu erkennen. Trotz der erhöhten CO 2 Abgabe geht der ADAC für 2024 von einem "etwas entspannteren Niveau" der Spritpreise aus. Der Bestand an PKWs erreicht mit über 49 Millionen einen neuen Rekord. Der Anteil an rein batteriebetriebenen PKWs steigt, ist aber mit etwa 1,4 Millionen (3%) immer noch gering. Für das laufende Geschäftsjahr 2024 plant die Geschäftsführung vorsichtig optimistisch auf der Basis leicht weiter steigender Absatzmengen (+1%) im Tankstellensegment und erwartet ein Betriebsergebnis auf gleichbleibendem Niveau bei rund 9,0 Mio. € vor Steuern, Zinsen und Beteiligungserträgen. Bis einschließlich Mai 2024 konnten die Absatzmengen um 1,5% im Vergleich zur Vorjahresperiode gesteigert werden. Durch die leicht steigenden Mengen und etwas moderateren Preise geht die Geschäftsleitung von stabilen Umsatzerlösen aus. Das Unternehmen konnte während der ersten Monate 2024 bereits gute und im Vergleich zum Geschäftsverlauf im Jahr 2023 verbesserte Ergebnisse erzielen. Umsätze und Margen sind durch die anhaltende Verunsicherung im Markt sowie durch die hohe Inflation und die sich kriegsbedingt verschiebenden Versorgungssituationen nach wie vor schwer einzuschätzen. Auch die Entwicklung der Kosten birgt nach wie vor Risiken in sich. Vergleichsweise hohe Kostensteigerungen bleiben in 2024 das wahrscheinliche Szenario. Im ersten Quartal 2023 wurde der Umbau und die Erweiterung des Bürogebäudes in Hamburg begonnen. Bis zum Jahresende 2023 sind hier 14 neue Arbeitsplätze entstanden und der Eingangs- und Empfangsbereich ist einladend modernisiert worden. Damit sind die wesentlichen Kosten des Ausbaus und der Modernisierung im Geschäftsergebnis 2023 berücksichtigt worden. Hieraus resultiert keine vergleichbare Belastung der Gewinn- und Verlustrechnung mehr im Geschäftsjahr 2024. Zudem werden in 2024 voraussichtlich keine außerplanmäßigen Abschreibungen in der Größenordnung wie im Geschäftsjahr 2023 anfallen. Strukturelle Veränderungen wird es durch die für 2024 geplante Verschmelzung der 100%igen Tochtergesellschaft NORDOEL Mineralölhandelsgesellschaft mbH auf die Lother GmbH geben. Durch das Zusammenführen beider Handelsbereiche wird ein größeres und dadurch stärkeres Vertriebsteam geschaffen, welches zukünftig gemeinsam den Markt für Treibstoffe und Heizöl in Norddeutschland bearbeitet. Ressourcen der Gesellschaften können gemeinsam genutzt werden. Größere Einkaufsmengen verbessern Konditionen und die Planbarkeit. Die Routenplanung der Auslieferungen kann durch die Zusammenlegung der Handelsbereiche optimiert werden. Verrechnungen zwischen den Gesellschaften sowie bestimmte Verwaltungskosten entfallen für die Zukunft. Für das Verschmelzungsprojekt werden in begrenztem Umfang externe Managementleistungen eingekauft, deren Kosten sich über die Vorteile der Verschmelzung schnell amortisieren werden. Konkrete Planungen für größere Tankstellenzukäufe bestehen zurzeit nicht. Das Unternehmen sucht aber nach wirtschaftlich sinnvollen Möglichkeiten, das Tankstellennetz und den Immobilienbestand auszubauen und zu modernisieren. Hierein wird das Unternehmen auch weiterhin deutlich investieren. Die hohe Eigenkapitalausstattung (etwa 50 % Eigenkapitalquote) und die hervorragende Ergebnissituation der letzten Jahre hat zu einer sehr krisensicheren Gesamtsituation geführt. Wesentliche Risiken für die mittelfristige Unternehmensentwicklung sind derzeit nicht erkennbar. Der Umstieg auf alternative Antriebe geht inzwischen zwar schneller voran, stoppt das erfolgreiche Geschäftsmodell bei klassischen Treibstoffen derzeit aber nicht. Hier sehen wir für die nächsten Jahre noch kein großes Risiko für unser Geschäftsmodell und planen auch für 2024 den umfangreichen Umbau und die Modernisierung von Tankstellen in unserer Unternehmensgruppe. Insbesondere die aktuelle Zulassung des alternativen fossilfreien Treibstoffes HVO100 ist vielversprechend für unser Tankstellen- und Handelsgeschäft und vor allem vielversprechend für eine erfolgreiche Verkehrswende, die gleichzeitig auf alle verfügbaren fossilfreien und klimafreundlichen Lösungen setzt. Das Produkt HVO100 wird seit der Zulassung im April 2024 an drei unserer Tankstellen erfolgreich verkauft. Der neu gegründete Solarbereich hat den Geschäftsbetrieb mit sieben neuen Mitarbeitern aufgenommen und diverse Projekte fertiggestellt. Der ebenfalls neu gegründete Bereich "NORDENERGIE HAUSTECHNIK" hat seine Arbeit mit zehn neuen Mitarbeitern in 2023 begonnen und betreut seither unsere internen und externen Kunden. Dieser Bereich verfolgt u.a. die Installation von klimafreundlichen Wärmepumpen, auch in Kombination mit unseren Solaranlagen und als hybride Lösung mit anderen Energieträgern als zentrales strategisches Ziel. In diesem Bereich sieht das Unternehmen sehr gute Erfolgsaussichten bei geringen unternehmerischen Risiken, da die Nachfrage nach Lösungen im Solarbereich und für neue Heizsysteme sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich erheblich ist und von der Politik intensiv unterstützt wird. Der Handel mit synthetischen Treibstoffen konnte in den letzten Jahren bereits deutlich ausgeweitet werden. Insbesondere viele öffentliche oder teilöffentliche Unternehmen konnten für die synthetischen Produkte GTL und HVO als die sauberen und leiseren Alternativen zum Dieseltreibstoff gewonnen werden. Der nächste Schritt ist die geplante CO 2 -neutrale Produktion von synthetischen Treibstoffen auch als Benzinersatz. Hierfür engagiert sich die Unternehmensgruppe gemeinsam mit anderen mittelständischen Tankstellenbetreibern und hat sich mit einer Gesamtsumme von 1,0 Mio. € an der eFuel GmbH beteiligt, die als Ziel die Beteiligung an Produktionsunternehmen von eFuels hat. Weitere Projekte zur Erhöhung der Verfügbarkeit und Bekanntheit von synthetischen Treibstoffen sind geplant und auch schon in der Umsetzung. Die Projekte im Bereich eFuels sieht die Unternehmensführung aufgrund der innovativen Technologien und der komplizierten politischen Rahmenbedingungen eher als Risikokapital. Über unseren Verband UNITI, unsere Mitgliedschaft in der eFuels Alliance und als Shell Markenpartner sind wir eng an den aktuellen politischen, technischen und wirtschaftlichen Entwicklungen angebunden und hinterfragen die langfristige Strategie regelmäßig und testen unterschiedliche Optionen. Die zukünftige Entwicklung ist u. a. von politischen Grundsatzentscheidungen, vom Verkehrsaufkommen, dem Kraftstoffverbrauch, den Produktpreisen sowie den Margen im Kraftstoff- und Handelsgeschäft abhängig. Als Energiehandelsunternehmen mit starker regionaler Einbindung und einer soliden Wohnungswirtschaft sehen wir für die Zukunft gute Chancen. Zusätzlich sehen wir uns durch die neuen Betätigungsfelder wie Solar, Wärmepumpen, eFuels und e-Ladesäulen auch langfristig für die Zeiten der Energiewende gut aufgestellt.
Hamburg, 02.07.2024 Hanspeter Tiede, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang zum Jahresabschluss 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Lother GmbH (vormals: Hermann Lother & Co. Mineralölhandelsgesellschaft mbH) mit Sitz in Hamburg, Carl-Petersen-Str. 70-76 ist unter der Nummer HRB 28 430 im Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. II. Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden In der Bilanz wurden alle Vermögensgegenstände und Schulden im gesetzlich gebotenen Umfange erfasst. Unter dem Anlagevermögen wurden die immateriellen Vermögensgegenstände zu den um lineare Abschreibungen gekürzten Anschaffungskosten bewertet. Der Geschäfts- und Firmenwert aus dem Erwerb des Geschäftsbetrieb der Wickenhäuser GmbH wird über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Die Bemessung der Nutzungsdauer ergibt sich aus der Einschätzung, dass sich in diesem Zeitraum die erworbenen Kundenbeziehungen verflüchtigt haben werden. Das Sachanlagevermögen wurde zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Schätzung der Nutzungsdauer orientierte sich an den steuerlichen AfA-Tabellen. Bei den Geringwertigen Wirtschaftsgütern wurden die Neuzugänge voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Die Beteiligungen wurden, soweit erforderlich, zum niedrigeren beizulegenden Wert, die sonstigen Ausleihungen gekürzt um die planmäßigen sowie außerplanmäßige Tilgungen ausgewiesen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgte zu Einstandspreisen unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips. Die in Arbeit befindlichen Aufträge sind mit ihren Herstellungskosten angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt. Zweifelhafte Forderungen wurden einzelwertberichtigt. Uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Nettoforderungen gebildet. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden mit dem nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in dem nachfolgenden Anlagengitter dargestellt.
Zum Stichtag bestanden Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen in folgendem Umfang:
Den Angaben liegen, soweit im Folgenden nichts anderes beschrieben ist, jeweils die Jahresabschlüsse zum 31.12.2022 zu Grunde. Bei der BAT Buckautal GmbH & Co. KG sowie der BAT Buckautal GmbH beziehen sich die Angaben auf die Jahresabschlüsse zum 30.09.2023. 2. Umlaufvermögen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind ausnahmslos innerhalb eines Jahres fällig. Das Gleiche gilt für die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die in Höhe von TEuro 4.588 aus Lieferungen und Leistungen entstanden sind (Vj. TEuro 3.240). Unter den sonstigen Vermögensgegenständen ist eine verzinsliche Darlehensforderung gegen Gesellschafter zuzüglich aufgelaufener Zinsen in Höhe von insgesamt TEuro 1.673 (Vj. TEuro 1.662) ausgewiesen. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEuro 1.616 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vj. TEuro 1.616). 3. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen sind für folgende ungewisse Verbindlichkeiten gebildet:
4. Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten sind im nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Buchgrundschulden gesichert. Zugunsten der Lieferanten bestehen die handelsüblichen Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind aus Lieferungen und Leistungen entstanden. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von Euro 400.908,36 (Vorjahr: Euro 105.543,51) enthalten. Aufgrund langfristiger Miet- und Pachtverträge obliegen dem Unternehmen finanzielle Verpflichtungen von rund Euro 11,2 Mio. 5. Passive latente Steuern Der Ausweis von passiven latenten Steuern resultiert - unverändert - aus der Abweichung des handelsrechtlichen Wertansatzes vom steuerlichen Wertansatz eines nicht der Abschreibung unterliegenden Grund- und Bodenanteils eines Tankstellengrundstücks in Damp. Diesbezüglich wurde von der steuerrechtlichen Übertragungsmöglichkeit von stillen Reserven in Höhe von TEuro 95 aus einem Grundstücksverkauf gemäß § 6b EStG Gebrauch gemacht. Zur Bestimmung der passiven latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 32,3 % angenommen. 6. Gewinn- und Verlustrechnung Von den Umsatzerlösen entfallen auf
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus Versicherungsentschädigungen, Fördermitteln und Kostenerstattungen von insgesamt TEuro 565 enthalten. Von den Beteiligungserträgen in Höhe von TEuro 877 (Vorjahr: TEuro 903) entfallen TEuro 775 (Vorjahr: TEuro 814) auf verbundene Unternehmen. In dem Posten Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen i. H. v. Euro 0,00 (Vorjahr: 1.100,00) enthalten. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen beinhalten außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 S. 5 HGB i. H. v. Euro 496.143,83 (Vorjahr: 0,00). In dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen i. H. v. Euro 680,00 (Vorjahr: 0,00) enthalten. Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beläuft sich auf TEuro 40 und entfällt vollständig auf Abschlussprüferleistungen. Die Vergütung der Mitglieder des Beirats betrug im Geschäftsjahr TEuro 60. IV. Sonstige Angaben 1. Personalstand Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 100 Arbeitnehmer beschäftigt, davon: 86 in Hamburg 8 in Lüneburg 6 in Itzehoe. 2. Geschäftsführung Im Geschäftsjahr erfolgte die Geschäftsleitung durch die Geschäftsführer: Herrn Matthias Bartholl, CEO, Herrn Hanspeter Tiede, CFO. Von der Schutzvorschrift gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. 3. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, vom Jahresüberschuss in Höhe von Euro 7.089.484,96 einen Betrag von Euro 3.500.000,00 auszuschütten und den verbleibenden Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Hamburg, den 02. Juli 2024 Matthias Bartholl Hanspeter Tiede Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Lother GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Lother GmbH, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lother GmbH, Hamburg für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 5. Juli 2024 "KOSA"
TREUHAND GmbH
Martin Schneider, Wirtschaftsprüfer ErgebnisverwendungsbeschlussIn der Gesellschafterversammlung vom 17.07.2024 wurde der Jahresabschluss festgestellt und beschlossen, von dem Bilanzgewinn i. H. v. EUR 42.973.040,16 einen Teilbetrag von EUR 443.540,59 einer Rücklage zum Zwecke der Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln zuzuführen und einen Teilbetrag von EUR 3.500.000,00 an die Gesellschafter auszuschütten. Der sich danach ergebende restliche Betrag von EUR 39.029.499,57 wurde auf neue Rechnung vorgetragen. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
11 nahegelegene Organisationen
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Vermittlungstätigkeiten für gastronomische Dienstleistungen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen