AQVC Management GmbHLiquidiert

Monumentenstraße 20, 10965 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 231614
Vorher
Quentum GmbHQuentum Management GmbH
Eingetragen
19.7.2021
Branche
Wagniskapital-BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Die Gesellschaft ist eine externe AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft im Sinne des § 1 Abs. 16 i.V.m. § 17 Abs. 2 Nr. 1 Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB). Gegenstand des Unternehmens ist ausschließlich die kollektive Vermögensverwaltung von inländischen Spezial-AIF als registrierte Kapitalverwaltungsgesellschaft im Sinne von § 2 Abs. 4 i.V.m. § 44 KAGB. Sie darf ferner mit der Verwaltung von inländischen Spezial-AIF verbundene Ergänzungsund Hilfsgeschäfte tätigen, soweit es sich dabei nicht um Tätigkeiten im Sinne des § 20 Abs. 3 KAGB handelt.

Finanzübersicht

Historie

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Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AQVC Management GmbH (vormals: Quentum Management GmbH)

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 28.06.2021 bis zum 31.12.2021

BILANZ zum 31.12.2021

AQVC Management GmbH

Berlin

AKTIVA

Geschäftsjahr Eröffnungsbilanz
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.647,00 0,00
II. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 25.000,00 0,00
Summe Anlagevermögen 28.647,00 0,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.211,56 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 155,00 0,00
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.882.800,00 0,00
4. eingeforderte, noch ausstehende Kapitaleinlagen 0,00 25.000,00
5. sonstige Vermögensgegenstände 1.024.254,82 0,00
2.916.421,38 25.000,00
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 658.609,17 0,00
Summe Umlaufvermögen 3.575.030,55 25.000,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.275,67 0,00
3.605.953,22 25.000,00

PASSIVA

Geschäftsjahr Eröffnungsbilanz
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 31.351,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 4.058.289,00 0,00
III. Jahresfehlbetrag 578.669,99 0,00
Summe Eigenkapital 3.510.970,01 25.000,00
B. Rückstellungen
1. sonstige Rückstellungen 41.500,00 0,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 200,16 0,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 53.283,05 0,00
53.483,21 0,00
3.605.953,22 25.000,00

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 28.06.2021 bis 31.12.2021

AQVC Management GmbH

Berlin

EUR
1. sonstige betriebliche Erträge
a) übrige sonstige betriebliche Erträge 3.425,29
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 127.461,60
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 13.287,33
140.748,93
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 730,51
4. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Reparaturen und Instandhaltungen 3.854,59
b) Werbe- und Reisekosten 81.058,93
c) verschiedene betriebliche Kosten 348.619,09
433.532,61
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 156,90
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 5.100,00
- davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen EUR 5.100,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.140,13
8. Ergebnis nach Steuern 578.669,99-
9. Jahresfehlbetrag 578.669,99

ANHANG zum 31.12.2021

AQVC Management GmbH

Berlin

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für kleine Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen nach § 267 i.V.m. §§ 266 Abs. 1, 274a, 276 und 288 Abs. 1 HGB zumindest teilweise Gebrauch gemacht.

Darüber hinaus wurden Offenlegungserleichterungen nach § 326 Abs. 1 HGB in Anspruch genommen.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: AQVC Management GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Berlin
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Berlin (Charlottenburg)
Register-Nr.: HRB 231614

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Die Bewertung erfolgte gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 1.882.800,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 1.014.112,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 4,5.

 

Berlin, 23.09.2022

Marcus Börner

Oliver Oster

Marius Weber

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr 2021

Grundlagen der Gesellschaft

Die AQVC Management GmbH ist eine externe AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft im Sinne des § 1 Abs. 16 i.V.m. § 17 Abs. 2 Nr. 1 Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB). Gegenstand des Unternehmens ist ausschließlich die kollektive Vermögensverwaltung von inländischen Spezial-AIF als registrierte Kapitalverwaltungsgesellschaft im Sinne von § 2 Abs. 4 i.V.m. § 44 KAGB.

Dazu gehören neben der Ausführung von allgemeinen Verwaltungstätigkeiten insbesondere die Portfolioverwaltung und das Risikomanagement für das verwaltete Investmentvermögen sowie der Vertrieb von Anteilen an dem von ihr verwalteten Investmentvermögen. Dabei richten sich die Geschäftsaktivitäten auf die Auflage und Verwaltung von einem VC-Dachfonds als Investmentvermögen.

Ferner ist die Gesellschaft legitimiert, die Verwaltung von inländischen Spezial-AIF verbundene Ergänzungs- und Hilfsgeschäfte zu tätigen, soweit es sich dabei nicht um Tätigkeiten im Sinne des § 20 Abs. 3 KAGB handelt.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach dem starken Einbruch der Weltwirtschaft in 2020 infolge der Coronavirus-Pandemie zeigen die Zahlen des Internationale Währungsfonds (IWF) im Rahmen seines letzten Konjunkturausblicks (World Economic Outlook, Update Januar 2022) wieder wirtschaftliches Wachstum in 2021, das letztendlich höher ausfiel, als noch zu Jahresbeginn erwartet.

Konkret hat der IWF nach vorläufigen Berechnungen für 2021 ein Plus von 5,9 % für die Weltwirtschaft ausgewiesen. Das Wachstum lag damit deutlich über dem Vorjahresniveau (-3,1 %) und gleichzeitig 0,4 Prozentpunkte über der ursprünglichen IWF-Prognose vom Januar 2021 (5,5 %).

Im Jahr 2021 hat die Weltwirtschaft nach Angaben des Kieler Weltwirtschaftsinstituts um 5,8 Prozent zugelegt, das Welthandelsvolumen wuchs sogar um 10,4 Prozent. Hohe Wachstumsraten verzeichneten China (+8,1%), Indien (+8,1%), das Vereinigte Königreich (+7,5%), die USA (+5,7%) und der Euroraum (+5,3%, davon Deutschland nur +2,6%), während Japan das Bruttoinlandsprodukt nur um 1,7% steigerte. Während das Institut für Weltwirtschaft noch im Dezember 2021 für 2022 ein weltweites Wachstum des Bruttoinlandsprodukts erwartet hat, haben die Risiken für die Weltwirtschaft in jüngster Zeit stark zugenommen. Dafür sorgen neue Virusvarianten, die Eskalation im Russland-Ukraine-Konflikt, Störungen der globalen Lieferketten und die in vielen Wirtschaftsräumen anziehenden Verbraucherpreise. Rechneten führende Volkswirte noch mit einer weiteren Aufwärtsentwicklung im Euro-Raum, sind diese Prognosen nach der jüngsten Eskalation im Russland-Ukraine-Konflikt mit zusätzlichen Unsicherheiten behaftet. Der Welthandel dürfte im Februar um 5,6 Prozent zurückgegangen sein. Das ergibt ein Update des Kiel Trade Indicators des Instituts für Weltwirtschaft vom 7. März 2022. Obwohl der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine erst in der letzten Februarwoche eskalierte, scheinen Unsicherheit, Sanktionen und vermehrte Warenkontrollen zur Einhaltung der Sanktionen den Handel jetzt schon nachhaltig zu beeinträchtigen. Bereits Mitte Februar zeichnete sich ein schwächerer Monat ab, die Sanktionen gegen Russland verstärken diesen Trend. Das Institut für Weltwirtschaft hat inzwischen das prognostizierte Wirtschaftswachstum von rund 4 Prozent auf 2,1 Prozent nahezu halbiert. Der Ukraine-Krieg belastet dabei die Konjunktur, über höhere Unsicherheit, neuen Stress in den Lieferketten und nochmals verteuerte Rohstoffpreise, insbesondere für Öl und Gas. Im Jahresdurchschnitt wird die Inflation mit voraussichtlich 5,8 Prozent so hoch sein wie noch nie im wiedervereinigten Deutschland. Die steigenden Risiken wirken sich jedoch auf die Nachfrage nach Unternehmenskrediten aus. So ist im Euro-Raum die Nachfrage nach Krediten im vierten Quartal 2021 bereits angestiegen, auch in Deutschland rechnet der Bundesverband deutscher Banken mit einem erhöhten Finanzierungsbedarf von Unternehmen. Während Großunternehmen den Zugang zu Krediten als gut bezeichnen, berichten dagegen kleinere Unternehmen - insbesondere aus dem Dienstleistungssektor, verarbeitenden Gewerbe und Einzelhandel - von größeren Einschränkungen.

Die AQVC Management GmbH rechnet mit einem deutlichen Inflationsschub aufgrund erheblich gestiegener Energiepreise und einer unsicheren Versorgungslage. Zugleich führen fortgesetzte Lieferengpässe zu einer erhöhten Nachfrage und zur Aufstockung der Lager aufgrund wachsender Planungsunsicherheit. Der Bedarf an flexiblen Finanzierungen, die diesen Anforderungen gerecht werden, wird vor diesem Hintergrund voraussichtlich spürbar zunehmen. Auf der Kapitalseite sind die Auswirkungen der Geldpolitik ebenfalls spürbar. Der Fondsbranche ist nach Aussage des Bundesverbandes Investment und Asset Management e.V. (BVI) ein Neugeschäft von 256 Milliarden Euro zugeflossen. Die Fondsgesellschaften verwalten mit 4.334 Milliarden Euro ein Rekordvermögen. Gründe für den Absatzrekord sind die anziehende Inflationsrate sowie das Niedrigzinsumfeld.

Unabhängig von der kritischen Gesamtwirtschaftlichen Lage hat die Venture Capital Anlageklasse und mithin VC-Fonds in den vergangenen Jahren als Anlageform an Bedeutung gewonnen.

Insgesamt war 2021 daher ein hervorragendes Jahr für den globalen VC-Markt, mit Rekordwerten bei den Gesamtinvestitionen, dem Wert und der Zahl der erfolgreichen VC-Deals, der globalen CVC-Investitionen und der Anzahl der CVC-Deals, die Anzahl der Exits und den Gesamtwert der Exits sowie den Fundraising-Wert. Obwohl die Omicron-Variante von COVID-19 zu neuen Herausforderungen bei der Reiseplanung und lokalen Beschränkungen in der zweiten Jahreshälfte beitrugen, blieben die VC-Investitionen Q4'21 weiterhin hoch, angetrieben durch robuste Investitionen in Nord- und Südamerika und Europa. Während die gesamten VC-Investitionen in Asien von dem in Q3'21 erreichten Rekordhoch zurückgingen, blieben sie relativ robust im Vergleich zu historischen Trends. Megadeals dominierten weiterhin den VC-Markt: Neun Unternehmen haben allein in Q4'21 Finanzierungsrunden in Höhe von über 1 Mrd. $ abschlossen.

Eine Kapitalerhöhung von 900 Millionen Dollar durch das deutsche Unternehmen N26 war die größte Transaktion des Jahres in Deutschland. Zahlreiche Branchen und Marktsegmente stießen auf großes Interesse bei VC-Investoren, einschließlich Finanztechnologie, B2B-Dienstleistungen, Gesundheitstechnologie, Cybersicherheit und fortschrittliche Fertigung. Auch das Interesse an ESG steigt weiter an Bedeutung. Bis zum Jahr 2022 dürften die VC-Investitionen weltweit angesichts der Fülle des auf dem Markt verfügbaren "Dry-Powders", des anhaltenden Engagements nicht-traditioneller Investoren und der laufenden Entwicklung der VC-Märkte in weniger entwickelten Ländern, einschließlich Südamerika und Afrika, konstant bleiben. Es wird erwartet, dass sich die IPO-Aktivität gegenüber dem frenetischen Tempo des Jahres 2021 verlangsamen wird, sowie M&A Aktivitäten durch die Gesamtwirtschaftliche Lage auf das letzte Halbjahr des Jahres 2022 verschoben werden.

Die Anlageklasse Venture Capital ist im Gegensatz zu anderen Anlageklassen jedoch weiterhin in den Portfolien der Investoren unterrepräsentiert. Dies liegt teilweise an der erhöhten Risikoklasse der Anlageklasse und andererseits am erschwerten Zugang zu Investitionsmöglichkeiten. Aus diesem Grund ist das Fondsprodukt "AQVC Flagship" ein geeignetes Instrument, um Anleger zu weiteren Investitionen in die Anlageklasse Venture Capital zu bewegen. AQVC Flagship bietet ein risikodiversifiziertes Portfolio an diversen Venture Capital Fonds, welche meist über mehrere Generationen hinweg eine solide Performance leisteten und oftmals schwer zugänglich für Anleger sind. Damit verschafft sich der AQVC Flagship Fonds eine gute Wettbewerbssituation.

Geschäftsverlauf unserer Gesellschaft

Die AQVC Management GmbH ist unter der Firmierung Quentum GmbH (umbenannt zum 08.12.2021) am 19.07.2021 in das Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg eingetragen worden. Am 12.10.2021 ist die Registrierung als AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft gemäß § 2 Abs. 4 i.V.m. § 44 KAGB durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht bestätigt worden.

Im Rumpfgeschäftsjahr 2021 hat die AQVC Management GmbH bisher EUR 1.882.800,00 Investmentvermögen verwaltet. Das verwaltete Investmentvermögen ergibt sich aus einem am 29.12.2021 geschlossenen Darlehensvertrag zwischen der AQVC Management als Darlehensgeber und der AlphaQ I GmbH & Co. KG als Darlehensnehmer zur Vorfinanzierung einer Beteiligung an einem VC-Fonds.

Aufgrund der anfänglichen Investitionskosten innerhalb des Rumpfgeschäftsjahres ergab sich ein Jahresfehlbetrag.

Lage der Gesellschaft

Vermögenslage

Die wesentlichen Vermögenspositionen der Gesellschaft bestehen unverändert aus kurzfristigen Umlaufvermögen. Den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 2.916 stehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 58 gegenüber. Das Eigenkapital der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag TEUR 3.511. Die Gesellschaft hat Finanzanlagen in die Gesellschaften AQVC Verwaltungs GmbH in Höhe von TEUR 25, AlphaQ I GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 5 und AQVC Carry GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 0.1 getätigt. Des Weiteren stiegen die Forderungen aus gegen verbundene Unternehmen auf TEUR 1.883 aufgrund eines Darlehensvertrags zwischen der Gesellschaft und der AlphaQ I GmbH & Co. KG.

Finanzlage

Die Liquidität der Gesellschaft ist durch die am 08.09.2021 erfolgte Kapitalerhöhung sichergestellt. Das gezeichnete Kapital wurde von 25.000 auf 31.351 Geschäftsanteilen an der Gesellschaft erhöht. In die Kapitalrücklage flossen insgesamt TEUR 4.058, welche zur freien Verfügung der Gesellschaft stehen. In Zukunft wird die Liquidität zusätzlich durch die Vereinnahmung von Verwaltungsgebühren sichergestellt. Saisonalitäten sind nicht vorhanden. Zwar wird der Geschäftsbetrieb der KVG noch nicht unmittelbar aus den monatlichen Verwaltungsgebühren finanziert, jedoch ist dies in der Zukunft der Fall. Am Bilanzstichtag verfügt die Gesellschaft über eine Liquidität von TEUR 3.611. Die Liquidität der Gesellschaft ist gesichert.

Ertragslage

Der wesentliche Ertragsbeitrag besteht aus den Erträgen aus der Auflage und Verwaltung von Investmentvermögen. Diese teilen sich auf in Erträge aus Verwaltungsgebühren und Errichtungsgebühren. Die Verwaltungsgebühr orientiert sich an der Entwicklung der Fondsvolumina. Die zukünftige Entwicklung der Fondsvolumina wirkt sich daher wesentlich auf die Ertragslage der Gesellschaft aus. Das Fondsvolumen hängt im Wesentlichen vom Absatzerfolg und dem Anlageerfolg ab. Die sonstigen betrieblichen Aufwände während des Rumpfgeschäftsjahres stehen dem als wesentliche Kostenposition gegenüber. Im Jahr 2021 lagen die sonstigen betrieblichen Aufwände bei TEUR 434. Diese setzten sich im Wesentlichen aus Beratungshonoraren für Rechts- und Steuerberatung im Rahmen der Gründung und Registrierung der Gesellschaft und Marketingmaßnahmen zusammen. In den Folgejahren werden die Personalkosten die wesentlichen Aufwendungen darstellen. Im Jahr 2021 lagen die Personalkosten inkl. Abgaben bei TEUR 141. Der Jahresfehlbetrag liegt bei TEUR 579. Die Gesellschaft hat aufgrund der Kapitalerhöhung eine Liquidität von TEUR 3.611. Die zugesicherte Auftragslage für die Verwaltung von Investmentvermögen sowie der Kapitalzusagen von Anlegern kombiniert mit dem langfristigen Vertragsverhältnis als Zusicherung durch die KVG verwalteten AIFs für die Verwaltung des Investmentvermögens ermöglichen eine zuverlässige Ergebnisplanung für die Zukunft.

Finanzielle und Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft definiert als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren das verwaltete Investmentvermögen sowie das Betriebsergebnis (Ergebnis vor Zinsen und Steuern). Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden nicht für die Steuerung der Gesellschaft herangezogen.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage

Das Jahr 2021 war durch die Neugründung der Gesellschaft von einer Aufbauphase geprägt Die Registrierung bei der Bundesanstalt für Finanzaufsicht sowie die Aufsetzung der rechtlichen- und steuerlichen Struktur des Investmentvermögens waren wesentliche Meilensteine der Gesellschaft. Die Gesellschaft hat sich durch die Kapitalerhöhung im September 2021 mit finanzieller Liquidität gestärkt, um den Geschäftsbetrieb voranzutreiben. Gleichzeitig ist durch die Finanzanlage in die AlphaQ I GmbH & Co. KG ein weiterer Meilenstein für die Gesellschaft erreicht worden. Das verbundene Unternehmen konnte sich ein Investment in White Star Capital III Europe S.L.P., einem international erfolgreichen VC-Fonds, sichern. Insgesamt ist die Registrierung bei der BaFin, die Aufsetzung des Investmentvermögens sowie die erste Finanzanlage als sehr erfolgreich einzustufen. Die Liquidität der Gesellschaft ist gesichert und die Vermögens- und Finanzlage ist geordnet.

Risiko- und Chancenbericht

Wesentliche Elemente des Risikomanagementsystems

Als registrierte Kapitalverwaltungsgesellschaft im Sinne von § 2 Abs. 4 i.V.m. § 44 KAGB ist die Gesellschaft bestrebt, alle geltenden gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und anderen externen Anforderungen sowie vertragliche Vereinbarungen zu erfüllen. Hierzu hat die Gesellschaft ein operatives internes Team eingesetzt, welches bereits Erfahrung mit BaFin-registrierten Gesellschaften hat. Die Geschäftsführer der Gesellschaft sind Rechtsanwälte und erfahrene Verwalter von Investmentvermögen. Des Weiteren ist die Gesellschaft Verpflichtete gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 9 GWG. Zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen hat sie eine geschulte Geldwäschebeauftragte sowie einen Stellvertreter berufen. Die Gesellschaft wird darüber hinaus von renommierten externen Rechts- und Steuerexperten beraten. Diese unterstützen bei der Erfüllung der regulatorischen Verpflichtungen. Die externe Anwaltskanzlei überwacht, informiert und aktualisiert auf Basis relevanter rechtlicher und regulatorischer Entwicklungen.

Das geplante Investmentvermögen und ihre Anlageprodukte werden ausschließlich an Semi-Professionelle und professionelle Anleger vertrieben. Zur Sicherstellung hat die beratende Anwaltskanzlei der Gesellschaft Prüfungsunterlagen zur Verfügung gestellt. Die Prüfungsunterlagen werden im 4-Augen-Prinzip von der Gesellschaft überprüft.

Des Weiteren hat die Gesellschaft eine umfangreiche Richtlinie in Bezug auf das Management von Risiken innerhalb des Unternehmens implementiert. Für ein effektives Risikomanagement ist es wichtig, über ein umfassendes Rahmenwerk für das Risikomanagement zu verfügen, das eine geeignete Methode zur Identifizierung, Bewertung, Abmilderung und Überwachung von Risiken festlegt. Dies wird auf Unternehmens- und Abteilungsebene angewandt. Die Gesellschaft stellt sicher, dass das Risikomanagement zu einem integralen Bestandteil des Tagesgeschäfts wird und die Strukturen und Verantwortlichkeiten klar definiert sind.

Das Risikomanagement der Gesellschaft verfolgt die folgenden Ziele:

Förderung einer Risikomanagement-Kultur, die das Engagement aller Mitarbeiter zur Unterstützung dieser Initiative anstrebt, diese Initiative zu unterstützen.

Förderung eines Umfelds, in dem jeder Einzelne ermutigt wird, (unbekannte) Risiken zu erkennen und diese unverzüglich zu melden.

Identifizierung und Bewertung von Risiken, die sich aus der Verfolgung der Unternehmensstrategie und den Geschäftsaktivitäten ergeben und zu bewerten und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um ein akzeptables Risikoniveau zum Schutz des Unternehmens zu schützen.

Eingetretene Verluste unverzüglich zu analysieren, abzumildern und zu erfassen, um sie in Zukunft zu vermeiden (Ad-hoc-Risikomanagementprozess).

Diese Risikomanagementpolitik wird durch das interne Kontrollsystem ergänzt. Der Rahmen für das interne Kontrollsystem beschreibt insbesondere das Management von operationellen Risiken. Die Risikomanagementpolitik beschreibt den Risikobewertungsrahmen, der für die Bewertung der operationellen Risiken innerhalb des internen Kontrollsystems der Gesellschaft verwendet wird. Daher ist das Risikomanagementsystem als ein fortlaufender Prozess eingerichtet, der die Gesamtheit aller organisatorischen Maßnahmen und Regelungen zur Identifizierung, Bewertung, Überwachung sowie Steuerung und Kommunikation mit der Verwaltung von Investmentvermögen verbundener Risiken umfasst. Die Mitarbeiterinnen des Risikomanagements haben alle notwendigen Befugnisse und einen uneingeschränkten Zugang zu allen Informationen, die für die Erfüllung ihrer Aufgaben erforderlich sind. Die Geschäftsführung lässt sich regelmäßig über die Risikolage berichten und erörtert diese im Rahmen ihrer Sitzungen.

Externe Faktoren wie die Entwicklungen der Kapital- und Welthandelsmärkte sowie das Anlageverhalten von Investoren haben einen eingeschränkten Einfluss auf die Gesellschaft. Als Kapitalverwaltungsgesellschaft verfolgt die Gesellschaft eine nachhaltige Unternehmenspolitik und handelt im Interesse der Anleger. Die Verfolgung langfristiger Ziele steht im Mittelpunkt der Geschäftsstrategie. Die Entwicklung des verwalteten Fondsvolumens gilt es durch eine nachhaltige Balance zwischen Rendite und Risiko zu steigern. Die Anlagestrategie des Investmentvermögens basiert auf einer risikodiversifizierten Mischung von etablierten und aufkommenden VC-Fonds, welche als Alternative Anlageklasse vom Aktienmarkt unabhängig sind. Die Gesellschaft erhält aufgrund ihres Netzwerks Zugang zu etablierten VC-Fonds, die zugleich meist über mehrere Jahrgänge hinweg in der Performance im Top-Quartil liegen. Die Selektion der aufkommenden VC-Fonds, welche oftmals ein besseres Renditeprofil als die etablierten haben, erfolgt auf Basis einer eingehenden Prüfung des Anlageobjekts. Daher ist die Abhängigkeit zu den weltweiten Kapital- und Welthandelsmärkten beschränkt.

Die Chance für steigende Erträge birgt im generellen Wachstum des Venture Capital Markts. Die Anlageklasse entwickelt eine zunehmende Professionalität und erfährt dadurch einen größeren Zulauf von Investoren. Das Anlageprodukt bietet für Investoren einen soliden Einstieg in den Venture Capital Markt. Damit besteht die Chance kontinuierlich mit dem Venture Capital Markt mitzuwachsen.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist die Gefahr, anstehenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr uneingeschränkt und fristgerecht nachkommen zu können. Liquiditätsrisiken beinhalten damit stets auch Fristigkeitsrisiken. Liquiditätsrisiken können im Wesentlichen nur entstehen, wenn die Zahlungsverpflichtungen (Verwaltungsgebühr) gegenüber der Gesellschaft durch das verwaltete Investmentvermögen nicht mehr beglichen werden können. Die Gesellschaft hat langfristige Verträge mit den verwalteten Investmentvermögen abgeschlossen und stellt sicher, dass das verwaltete Investmentvermögen ausreichend Liquidität zur Begleichung der Verwaltungsgebühr zur Verfügung hat. Die Gesellschaft hat hierfür eine laufende Liquiditätsplanung der Investmentvermögen erstellt und überprüft diese fortlaufend. Das laufende Liquiditätsmanagement zielt auf die aktive Planung und Steuerung des Investmentvermögens ab, damit die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaften jederzeit sichergestellt ist. Im Berichtszeitraum war die Zahlungsfähigkeit zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Durch die ausreichende Liquidität des Investmentvermögen besteht kein Liquiditätsrisiko für die Gesellschaft. Des Weiteren ist die Gesellschaft ausreichend finanziert durch die Kapitalzusagen der Gesellschafter.

Marktrisiko

Das Marktrisiko ist maßgeblich vom Anlageerfolg des Investmentvermögens und der allgemeinen Wirtschaftslage wie z.B. Inflationsrisiko beeinflusst. Der Anlageerfolg ist entscheidend für den Ertrag der Gesellschaft, da sich die Verwaltungsgebühr auf Basis der Wertentwicklung der Fondsvolumina bemisst.

Um professionelle Investmententscheidungen zu treffen, entwickelt die Gesellschaft regelmäßige Marktanalysen über einzelne Investmentfelder und generelle Marktentwicklungen der allgemeinen Wirtschaft sowie branchenspezifische für die Anlageklasse Venture Capital. Aus diesen Ergebnissen leitet sich die Strategie und Risikosteuerung ab. Im Jahresverlauf 2021 gab es keine Hinweise auf eine unternehmenskritische Situation.

Operationelles Risiko

Das operationelle Risiko ist definiert als die Verluste, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden, einschließlich Rechtsrisiken. Die Auswirkung operationeller Risiken wird durch organisatorische Vorkehrungen vermieden oder gemindert: Für alle wesentlichen Geschäftsvorgänge existieren Richtlinien, in denen Zuständigkeiten und Abläufe beschrieben sind. Die Angemessenheit und Aktualität der Richtlinien unterliegen der regelmäßigen Prüfung durch Risikomanagement und Geschäftsführung. Grundsätzlich besteht das Risiko, dass die IT-Systeme nicht oder nur wesentlich eingeschränkt verfügbar sind bzw. der Dienstleister ausfällt oder nicht verfügbar ist. Zur Sicherstellung des operativen Geschäfts hat die Gesellschaft einen Chief Technology Officer mit entsprechenden IT-Kenntnissen sowie eine Ablauf- und Aufbauorganisation geschaffen, um das Risiko zu minimieren.

Wesentliche Elemente des Risikomanagementsystems

Die eingesetzten Risikomanagementmethoden und -verfahren zur Unterstützung des Steuerungsprozesses wurden entwickelt. Die Details zum Risikomanagementsystem sind im Risikohandbuch, alle Richtlinien und Prozesse im Organisationshandbuch der Gesellschaft dokumentiert.

Der Prozess des Risikomanagements besteht aus verschiedenen wesentlichen Elementen, welche ein in sich geschlossenes Risikomanagementsystem darstellen.

Bei der Identifizierung und Dokumentation von Risiken steht die Identifikation im Vordergrund, wo, wann, warum und wie Ereignisse die Geschäftsziele des Unternehmens verhindern, beeinträchtigen oder verzögern könnten. Alle identifizierten operationellen Risiken müssen im Rahmen des RBCSA dokumentiert werden. Alle sonstigen Risiken werden in der Risikomatrix erfasst. Anschließend erfolgt eine Bewertung der Wahrscheinlichkeit und der Auswirkungen jedes identifizierten Risikos. Die Planung und Vorbereitung von Maßnahmen und Kontrollen zur Minderung der Risiken auf das festgelegte akzeptable Niveau ist wesentlich, um das Risikoakzeptanzniveau zu bestimmen. Im Anschluss erfolgt die Umsetzung von Maßnahmen und Kontrollen.

Die Gesellschaft stellt eine regelmäßige Berichterstattung an das Managementteam sicher. Ein Risikobericht wird jährlich erstellt, ebenso wie der Prozess der Risikoermittlung und -bewertung jährlich durchgeführt wird. Dazu gehören auch eine Überprüfung der Risikomanagementpolitik und des Risikomanagementprogramms selbst sowie die Wirksamkeit aller Schritte des Risikomanagementprozesses. Außerdem werden die Instrumente zur Risikoverfolgung und Statusüberwachung wie die Risikomatrix und das RBCSA aktiv in Betracht gezogen und einer regelmäßigen Überprüfung unterzogen. Es geht um die routinemäßige Überwachung und Überprüfung der Risiken sowie die Umsetzung von Maßnahmen zur wirksamen Bewältigung der festgestellten Risiken. Darüber wird kontinuierlich das Bewusstsein für den Umgang mit Risiken in der Gesellschaft geschärft, indem Kommunikation von Richtlinien und Zuweisung von Verantwortlichkeiten erfolgt.

Die Prozessstabilität und damit einhergehende Risikoreduktion wird durch weitere Maßnahmen wie bspw. die Bestellung eines geschulten Geldwäschebeauftragten und eines Stellvertreters mit ausreichender Erfahrung sichergestellt.

Die Funktionstrennung wird bis auf Ebene der Geschäftsführung umgesetzt, eine angemessene technische Infrastruktur ist eingerichtet und die Qualifikation der Mitarbeiter*Innen und Aufbau weiterer Personalressourcen wird weiter intensiviert. Zur Vermeidung von Interessenkonflikten bestehen eine schriftlich dokumentierte Vergütungsrichtlinie sowie eine meldepflichtige Interessenkonfliktrichtlinie. Für bestimmte Risiken, die sich zum Teil auch unserer Steuerung entziehen, werden Versicherungen abgeschlossen. Auf der Grundlage des Gesamtrisikoprofils ist sicherzustellen, dass die wesentlichen Risiken abgedeckt sind und die Risikotragfähigkeit gegeben ist, die auf Basis des Budgets und des Eigenkapitals ermittelt wird.

Die Gesellschaft hat insgesamt ein ganzheitliches Risikomanagement entwickelt und verfügt über ausreichend Planungssicherheit durch ein finanzielles Budget, welches monatlich von der Finanzabteilung aktualisiert wird.

Zusammenfassende Darstellung

Das erste Rumpfgeschäftsjahr der Gesellschaft war geprägt vom Aufbau der Unternehmensorganisation, der Registrierung bei der Bundesanstalt für Finanzaufsicht, der Etablierung von Risikomanagementprozessen sowie der Aufsetzung des Investmentvermögens. Die Gesellschaft hat diese Punkte umgesetzt. Trotz COVID-19-Pandemie konnte die Gesellschaft erste Absatzerfolge aufweisen und die Liquidität der Gesellschaft durch die Kapitalerhöhung sicherstellen. Der Bestand und die Fortführung der Gesellschaft sind mithin nicht gefährdet.

Prognosebericht

In ihrer Winterprognose vom 15. Dezember 2021 erwarteten die Expert*innen des Kieler Institutes für Weltwirtschaft (ifw Kiel) für das Jahr 2022 einen Anstieg des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 4,5%, nach einem Zuwachs von 5,7% im Jahr 2021. Diese Entwicklung basiert auf der Annahme, dass die Erholung der Weltkonjunktur durch die COVID-19-Pandemie und anhaltende Lieferengpässe vorübergehend gedämpft werden wird. Gleichzeitig gehen die Expert*innen des ifw Kiel davon aus, dass die negativen Auswirkungen im Jahr 2022 an Einfluss verlieren und allmählich überwunden werden könnten. Die Unsicherheit der Auswirkungen der neuen Omikron-Variante auf die Konjunktur ist groß. Jedoch dürften die konjunkturellen Auswirkungen mit der Zeit immer geringer werden, da entweder die Impfquoten hoch sind oder ein hoher Anteil der Bevölkerung bereits in Kontakt mit dem Virus gekommen ist und die gesundheitlichen Folgen dadurch begrenzt sind. Die Lieferengpässe haben sich in den vergangenen Monaten als immer stärkerer Bremsfaktor erwiesen, sie dürften aber im Verlauf des Jahres 2022 mit zunehmender Anpassung der Produktionskapazitäten und der Wertschöpfungsketten allmählich überwunden werden.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass aufgrund von gestiegenen wirtschaftlichen Risiken aus Störungen der globalen Lieferketten und die anziehenden Verbraucherpreise in Folge der andauernden Corona-Pandemie und des Russland-Ukraine Konflikts, eine generelle Zurückhaltung im Aktienmarkt sowie M&A und IPO-Markt bei Investoren bestehen wird. Des Weiteren werden die Investmentkriterien und Prüfungsprozesse von Fondsgesellschaften verschärft. Dies wiederum führt zu einem ausgewogenen Investmentprozess. Dementsprechend geht die Gesellschaft von einer höheren Nachfrage nach alternativen Investmentvermögen aus. Als Dachfonds für VC-Fonds, bietet die Gesellschaft ein risikodiversifiziertes alternatives Investmentvermögen an, welches im derzeitigen Status von günstigeren Einkaufspreisen aufgrund der wirtschaftlichen Situation profitiert. Der Absatzerfolg kann durch die Unabhängigkeit zum volatilen Aktienmarkt gesteigert und ein genereller Zugang zur Venture Capital Anlageklasse für Anleger ermöglicht werden.

Die Prognose für 2022 ist für die Gesellschaft positiv.

Entwicklung des Geschäftsmodells

Im Jahr 2022 wird die Gesellschaft ein weiteres neues Investmentvermögen auflegen und Absatzerfolge für ihr Investmentvermögen verzeichnen. Die gesteigerte Nachfrage durch Professionelle und Semiprofessionelle Anleger wie Family-Office, Institutionelle, Beteiligungsgesellschaften und Privatpersonen führen zum Ausbau der Unternehmensorganisation und weiteren Einstellungen von Mitarbeiterinnen. Des Weiteren werden alternative Vertriebswege über Kooperationspartner verprobt und bei Erfolg weiterverfolgt.

Das verwaltete Investmentvermögen wird darüber hinaus durch ein aktives Management des Portfolios überwacht und optimiert. Die Gesellschaft wird auch hier in den Ausbau des Teams investieren, damit das Investmentvermögen noch erfolgreicher wird.

Innerhalb der Organisation werden begonnene Projekte zum Aufbau und Stärkung der IT-Systeme zur Organisation der Investment- und Verwaltungsprozesse weitergeführt sowie auf Unternehmensentwicklungsseite weiterhin Marktanalysen über den Venture Capital Markt veröffentlicht.

Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung

Die Gesellschaft plant im Jahre 2022 aufgrund der strategischen Ausrichtung, der operativen Ziele und einer soliden Geschäftsbasis, mit moderat, aber kontinuierlich steigenden Fondsvolumina, welche sich aus steigenden Investmentvermögen durch Absatzerfolg und Anlageerfolg ergibt. Trotz der positiven Aussichten und der Umsatzsteigerung, kalkuliert die Gesellschaft mit einem moderat höheren Jahresfehlbetrag für das Jahr 2022. Die Investitionen in die Organisationsstruktur werden höher ausfallen als die Einnahmen durch Verwaltungs- und Errichtungsgebühren von Investmentvermögen. Der geplante Jahresfehlbetrag wird durch die vorhandene Liquidität aus der Kapitalrücklage ausgeglichen. Die geplanten Investitionen werden das Wachstum und die Positionierung der Gesellschaft langfristig stärken. Aus diesem Grund plant die Gesellschaft mit einem negativen Betriebsergebnis.

Die Gesellschaft ist bestrebt, langfristig und nachhaltig einen führenden Vermögensverwalter für die Anlageklasse Venture Capital zu entwickeln. Dieses Ziel ist durch die angestrebten Investitionen angemessen und wirtschaftlich in einem wachsenden Markt für Alternative Anlageklassen verhältnismäßig.

 

8 Dec 2022

Oliver Oster

Marcus Börner

Geschäftsführer AQVC Management GmbH

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AQVC Management GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AQVC Management GmbH (bis 7. Dezember 2021: Quentum Management GmbH), Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 28. Juni bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AQVC Management GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 28. Juni bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 28. Juni bis zum 31 Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 45a Abs. 1 KAGB i. V. m. § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 45a Abs. 1 KAGB i. V. m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 45a Abs. 1 KAGB i. V. m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 19. Januar 2023

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jan-Robert Werner, Wirtschaftsprüfer

Knut-Frederik Thode, Wirtschaftsprüfer

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