Apotheke am Marktkauf Inhaber: Anne Groß e.K.
Selbe AdresseEinzelhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dominik Krumbiegel seit 29.4.2022 | Geschäftsführer |
Jörg Krumbiegel seit 2.6.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 99.08% | |
| 0.92% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MK Oschatz GmbHOschatzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023MK Oschatz GmbH, Oschatz1. Grundlagen des Unternehmens Die MK Oschatz GmbH mit Sitz in Oschatz (eingetragen unter der HRB 30420 beim Amtsgericht Leipzig) betreibt in einem Marktkaufhaus am Standort Oschatz den Einzelhandel mit Waren aller Art und erbringt verschiedene mit dem Einzelhandel in Zusammenhang stehende Dienstleistungen für ihre Endkunden. Die Gesellschaft ist angebunden an das Netzwerk der EDEKA-Genossenschaft Nordbayern-Sachsen-Thüringen und bedient sich derer Lieferungen und Dienstleistungen. Das Unternehmen betreibt den Markt als rechtlich selbständige Einheit. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 war stark von den Nachwirkungen der Energiekrise 2022 sowie den globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten geprägt. Die Energiewende und der Umstieg auf erneuerbare Energien waren zentrale Themen, insbesondere in Europa, wo der Energiesektor weiterhin im Umbruch ist. Die durch den Ukraine-Krieg ausgelösten Störungen und die Sanktionen gegen Russland hatten nachhaltige Auswirkungen auf die Energieversorgung und -preise. Im Jahr 2023 verzeichnete die Europäische Union eine moderate wirtschaftliche Erholung. Die Anstrengungen, alternative Energiequellen zu erschließen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren, zeigten erste positive Effekte, führten aber auch zu erhöhten Investitionskosten. Trotz dieser Herausforderungen stabilisierte sich der Energiemarkt allmählich, und die Preise für Gas und Strom begannen zu sinken. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihre restriktive Geldpolitik fort, um die Inflation zu bekämpfen. Der Leitzins wurde im Laufe des Jahres weiter angehoben und erreichte bis Ende 2023 4,5%. Diese Maßnahmen führten zu einer Verringerung der Inflationsrate, was jedoch auch die Kreditkosten erhöhte und Investitionen in einigen Branchen hemmte. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands im Jahr 2023 um 0,3%, was eine Abschwächung im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Die wirtschaftliche Unsicherheit und die hohen Energiekosten waren die Hauptfaktoren für das langsamere Wachstum. Dennoch konnten einige Branchen, insbesondere der Dienstleistungssektor und die Technologieindustrie, ein solides Wachstum verzeichnen. Das Nettonationaleinkommen stieg im Jahr 2023 um 6,2%. Das Arbeitnehmerentgelt erhöhte sich um 6,7%, was teilweise durch Lohnerhöhungen zur Kompensation der gestiegenen Lebenshaltungskosten bedingt war. Die verfügbaren Einkommen der Privathaushalte stiegen um 6,4%, während die Reallöhne nur um 0,5% gestiegen sind, da die Inflationsrate mit 5,9% die Nominallohnsteigerung annähernd kompensiert hat. Die privaten Konsumausgaben sanken um 0,8 %, was auf eine verbesserte Konsumentenstimmung und eine Stabilisierung der Inflation zurückzuführen ist. Laut vorläufigen Schätzungen des Statistischen Bundesamtes stieg der Umsatz im Einzelhandel in Deutschland im Jahr 2023 nominal um etwa 2,3%. Inflationsbereinigt ergab sich ein Rückgang um 3,3% im Vergleich zum Vorjahr, was auf ein zurückhaltendes Konsumverhalten hindeutet. 2.2 Lage der Gesellschaft Im Jahr 2022 wurden für das Geschäftsjahr 2023 um T€ 1.058 höhere Umsatzerlöse mit einem Gesamtvolumen von T€ 30.553 prognostiziert. Die erzielten Umsatzerlöse in Höhe von T€ 29.824 in 2023 übersteigen die Umsatzerlöse aus 2022 um T€ 329. Die Prognose wurde um T€ 729 bzw. 2,44 % verfehlt. Die Abweichung zur Prognose erklärt sich im Wesentlichen als Folge der streikbedingten Lieferengpässe des Großhandels, was zu Einschränkungen bei den Warenverfügbarkeiten führte sowie darüber hinaus durch den Rückgang der Inflationsraten im Vergleich zum Vorjahr (2023: 5,9%; 2022: 7,9%). Der im Vorjahr im Vergleich zu 2022 prognostizierte niedrigere Jahresüberschuss in Höhe von T€ 576 wurde um einen Betrag von T€ 311 übertroffen. Diese Entwicklung ist insbesondere auf einen gegenüber der Prognose niedriger ausgefallenen Wareneinsatz sowie leicht niedrigeren Personalaufwendungen zurückzuführen. Der Geschäftsverlauf war trotz allgemeiner wirtschaftlicher Risiken positiv zu bewerten. Ertragslage Die Ertragslage der Gesellschaft zeigt im Vergleich zu den beiden Vorjahren folgendes Bild:
Im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete die MK Oschatz GmbH im Vorjahresvergleich eine Steigerung der Umsatzerlöse aus dem Warengeschäft von 1,29%. Die Gesellschaft erwirtschaftete im Berichtsjahr Umsatzerlöse aus dem Warengeschäft in Höhe von T€ 29.824 (Vj.: T€ 29.252). Die leichte Steigerung ist vor allem an das angepasste Einkaufverhalten der Kunden zurückzuführen. Es hat sich eine Normalisierung eingestellt, da sich die Kunden an die Preiserhöhungen gewöhnt haben und die sich abschwächenden Inflationsraten registriert wurden. Die neben den Umsatzerlösen aus dem Warengeschäft erzielten sonstigen Erlöse verminderten sich um T€ 49 auf T€ 194 (Vj.: T€ 243). Der leichten Steigerung des Umsatzes aus dem Warengeschäft steht korrespondierend ein leicht schwächerer Anstieg des Materialaufwandes um T€ 181 auf T€ 21.872 gegenüber. Die Materialaufwandsquote bezogen auf den Umsatz aus dem Warengeschäft ist im Geschäftsjahr 2023 um 0,34% auf 73,81% (Vj.: 74,15%) gesunken. Sie hat sich damit im Vorjahresvergleich leicht verbessert, was im Wesentlichen auf den Rückgang der Einkaufpreise zurückzuführen ist. Die Personalaufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf T€ 4.036 (Vj.: T€ 4.099). Der durchschnittliche Personalaufwand je Mitarbeiter ist mit T€ 26 (Vj.: T€ 30) um T€ 4 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Im Berichtsjahr beschäftigte die MK Oschatz durchschnittlich 153 Mitarbeiter (Vj.: 136 Mitarbeiter). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 2.749 (Vj.: T€ 2.852) sind gegenüber dem Vorjahr um 3,61 % gefallen. Hier sind im Wesentlichen Aufwendungen für Geschäftsräume in Höhe von T€ 1.747 (Vj.: T€ 1.643), Leasing- und Instandhaltungsaufwendungen für Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von T€ 72 (Vj.: T€ 154), Werbeaufwendungen in Höhe von T€ 269 (Vj.: T€ 369) sowie Verwaltungsaufwendungen in Höhe von T€ 296 (Vj.: T€ 286) maßgebend. Das Betriebsergebnis ist in 2023 um T€ 455 auf T€ 1.211 gestiegen. Die Aufwendungen aus dem Zinsergebnis resultieren aus Abzinsungen im Rückstellungsbereich. Das Zinsergebnis verbesserte sich aufgrund von Zinserträgen aus gewährten Darlehen. Das Steuerergebnis ergibt sich aus dem positiven Jahresergebnis. Der Jahresüberschuss liegt aufgrund der gestiegenen Umsätze sowie einer Verbesserung der Rohgewinnspanne sowie gesunkener Personalaufwendungen über der erstellten Prognose des Jahres 2023. Ebenso sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen leicht gesunken. Der Jahresüberschuss wird zur Stärkung des Eigenkapitals und zur weiteren Verbesserung der Liquidität auf neue Rechnung vorgetragen. Vermögenslage und Kapitalstruktur Das Anlagevermögen der MK Oschatz GmbH erhöht sich aufgrund der getätigten Investitionen, welche die Abschreibungen des Berichtsjahres überschreiten. Der wesentliche Anstieg des Anlagevermögens ist auf Investitionen in den Bereichen Fuhrpark und Büro- und Geschäftsausstattung zurückzuführen. Die Vorräte erhöhten sich stichtagsbedingt um T€ 110 auf T€ 1.527. Am Bilanzstichtag 2023 verfügt die MK Oschatz GmbH über liquide Mittel ( Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände) in Höhe von T€ 1.268 (Vj.: T€ 1.612). Aufgrund des Gewinns im Berichtsjahr 2023 erhöht sich das Eigenkapital auf T€ 5.180. Die Rückstellungen vermindern sich um T€ 145 auf T€ 407 (Vj.: T€ 552). Der Rückgang begründet sich in der Verminderung der sonstigen Rückstellungen auf T€ 349 (Vj.: T€ 552). Die Steuerrückstellungen sind um T€ 58 auf T€ 58 (Vj.: T€ 0) gestiegen. Die Verringerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von T€ 1.090 auf T€ 941 ist im Wesentlichen stichtagsbedingt. Die sonstigen Verbindlichkeiten von T€ 359 sind gegenüber dem Vorjahr (T€ 638) gesunken. Zurückzuführen ist die Entwicklung im Wesentlichen auf verringerte Ertragsteuer-Verbindlichkeiten T€ 0 (Vj.: T€ 414). Andere sonstige Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt T€ 145 (Vj.: T€ 11), Umsatzsteuerverbindlichkeiten T€ 110 (Vj.: T€ 108) sowie Verbindlichkeiten aus Sozialabgaben von T€ 69 (Vj.: T€ 74). Die Fälligkeitsstruktur der Verbindlichkeiten hat sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:
Finanzlage Die MK Oschatz GmbH verfügt am Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von T€ 1.268 (Vj.: T€ 1.612). Der Rückgang ist auf eine höhere Finanzmittelbindung im Warenbestand, ausgegebener Darlehen sowie einem geminderten Verbindlichkeiten-Bestand zurückzuführen. Das bilanzierte Anlagevermögen ist in vollem Umfang durch das vorhandene Eigenkapital finanziert. Die Vermögens- und Finanzstruktur der Gesellschaft ist geordnet. Die Gesellschaft verfügt über ausreichend Liquidität, um jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Freie Kreditlinien bestehen aktuell nicht. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 75,02% nach 65,10% im Vorjahr. 2.3 Arbeitnehmer Am Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2023 beschäftigt die MK Oschatz 148 Arbeitnehmer als Vollbeschäftigte und Teilzeitkräfte (ohne Auszubildende und Geschäftsführer). Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf 153 Mitarbeiter (ohne Auszubildende und Geschäftsführer) (Vj.: 136 Mitarbeiter). 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 plant die Geschäftsführung mit einem gegenüber 2023 niedrigeren Umsatz von T€ 29.850 sowie mit einem niedrigeren Jahresüberschuss in Höhe von T€ 606. Erreicht werden soll dies durch die konsequente Weiterentwicklung der Strategie Landwarenkaufhaus mit attraktiver und regionaler Sortimentsgestaltung und ein effektiveres Warenmanagement. Im Fokus der Strategie steht dabei, vermehrt Artikel mit nachvollziehbaren Lieferwegen zu integrieren und somit eine hohe Kundenbindung zu erhalten. Ergänzt werden soll die Strategie durch einen verstärkten regionalen Ansatz in der Produktauswahl und -präsentation. Durch die national eingeschlagene geopolitische Richtung sind keine positiven Impulse zu erwarten, weshalb die Geschäftsführung mit einem deutlich schwächeren Geschäftsverlauf rechnet. Insbesondere ist die Verfügbarkeit einiger Artikel eingeschränkt, was die Geschäftsführung durch eine Ausweitung der regionalen Zusammenarbeit mit Produzenten und Lieferanten versucht zu kompensieren. Des Weiteren wird angestrebt bestehende Netzwerke intensiver zu nutzen und weiter auszubauen. Ziel ist es vor allem, sich unabhängiger von internationalen Lieferketten aufzustellen, deren Anfälligkeit sich in den vergangenen Jahren deutlich gezeigt hat. Daneben wird seitens der Geschäftsführung angestrebt, den Einkaufsprozess der Kunden so angenehm wie möglich zu gestalten und die Produkte und Dienstleistungen näher am Kunden auszurichten. 3.2. Risikomanagementsystem Die Gesellschaft setzt zur Risikoüberwachungen und zur Unternehmenssteuerung adäquate, der Unternehmensgröße und -komplexität angemessene betriebswirtschaftliche Instrumente ein. Risikomanagement ist die gezielte Sicherung bestehender und zukünftiger Erfolgspotenziale. Durch kontrollierten Umgang mit Risiken wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der MK Oschatz GmbH gesichert und das Management in die Lage versetzt, ungünstige Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls gegensteuernde Maßnahmen zu ergreifen. Zur Überwachung der in der strategischen Planung gesetzten Ziele besteht in Zusammenarbeit mit der EDEKA Handelsgesellschaft Nordbayern-Sachsen-Thüringen mbH, Rottendorf, bei der MK Oschatz GmbH ein umfangreiches Steuerungsinstrumentarium von täglichen Umsatzmeldungen und -analysen, monatlichen Erfolgsrechnungen und Kostenanalysen. Diese werden im Rahmen des eingerichteten Management-Informations-Systems der Geschäftsleitung regelmäßig von der beauftragten EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen Verwaltungsgesellschaft mbH, Rottendorf, zur Verfügung gestellt. Zudem wurde ein sogenanntes Loss-Prevention-System eingeführt, mit dessen Hilfe ungewöhnliche Geschäftsvorfälle identifiziert werden können. Erkannte Geschäftsvorfälle werden von der Geschäftsleitung analysiert und ausgewertet. Somit können durch die Geschäftsführung Risikobereiche identifiziert und ohne großen Zeitverlust Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Ergänzend werden detaillierte Planungen in den Bereichen Umsatz, Investitionen, Finanzströme, Standortentwicklung auf Mehrjahres-Basis im Rahmen des jeweiligen Jahres-Budget erstellt. Auf Grundlage der Planungen erfolgt monatlich ein Soll-Ist-Abgleich. Mithin können Planabweichung zeitnah erkannt und die Ursachen hierfür analysiert werden. Alle wichtigen Entscheidungen und Ergebnisse über den jeweiligen Geschäftsverlauf werden in regelmäßigen Geschäftsleistungsbesprechungen diskutiert, analysiert und aufgearbeitet. 3.3. Risiken und Chancen Die MK Oschatz ist als Einzelhandelsunternehmen den allgemein bestehenden Unternehmens- und Geschäftsrisiken ausgesetzt. Im Lebensmitteleinzelhandel besteht aufgrund der Preisorientierung der Verbraucher ein erheblicher Wettbewerbsdruck, dem die Gesellschaft ausgesetzt ist. Am Standort Oschatz ist der Konkurrenzdruck durch die Discount-Märkte erheblich. Als einziger Vollsortimenter in Oschatz mit erheblichem Kundenbindungspotenzial sieht die Gesellschaft jedoch gute Chancen, den steigenden Wettbewerbsdruck zu kompensieren. Insbesondere durch das Eigenmarkenprogramm "Gut und Günstig" der EDEKA sieht sich das Unternehmen im Kampf gegen die Discounter gestärkt, da immer mehr Artikel zu Discountpreisen - bei guter Qualität - angeboten werden können. Nach der Modernisierung des Marktes und der kontinuierlichen Sortimentserweiterung verfügt das betriebene Objekt über ein modernes Erscheinungsbild als Landwarenkaufhaus und nutzt seine Stellung als Nischenmarkt, um den Wettbewerbsdruck zu minimieren. Dabei wird die Nachfrage der Kunden nach regionalen Produkten direkt angesprochen. Neben den Discount-Märkten wird das Onlinegeschäft zu einem immer stärker werdenden Bereich. Neben den klassischen Non-Food Artikeln, welche bereits seit langem online verfügbar sind, nimmt der Versandhandel mit Nahrungsmitteln einen immer größer werdenden Raum ein. Neben Amazon ist auch Rewe stark in diesem Markt präsent. Diese Entwicklung hat die Geschäftsleitung erkannt und bietet entsprechend auch die Lieferung in Oschatz an. Für eventuelle Schadensfälle und Haftungsrisiken sind Versicherungen abgeschlossen, um sicherzustellen, dass Schadensfälle keine wesentlichen Auswirkungen auf Liquiditäts-, Finanz- und Ertragslage der MK Oschatz GmbH haben. Mit dem Ausbruch des Ukraine-Krieges und die damit einhergehende Verknappung von Energieressourcen und die ansteigende Inflation erhöhen sich die Risiken, insbesondere aus der Energiebeschaffung, massiv. Sowohl die Elektrizitäts- als auch Heizkosten werden stark steigen. Aktuell kann das Risiko nicht quantifiziert werden, da zum einen die tatsächlichen Kosten nicht kalkuliert werden können und zum anderen nicht absehbar ist ob und wie schnell staatliche Maßnahmen greifen, die dieser Entwicklung entgegenwirken sollen. Daneben verstärkt sich durch die hohen Inflationsraten das Risiko einer Kundenabwanderung zu den Discount-Anbietern. Unter Zugrundelegung der bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen sind derzeit keine Bestandsgefährdungspotenziale für die Gesellschaft absehbar.
Oschatz, 05.09.2024 gez. Jörg Krumbiegel gez. Dominik Krumbiegel BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023MK Oschatz GmbH, Oschatz, eingetragen im Handelsregister Amtsgericht Leipzig unter HBR 304201. Allgemeine ErläuterungenDer vorliegende Jahresabschluss wurde nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gliederung der Bilanz wurde entsprechend § 266 Abs. 2 und 3 HGB, die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend § 275 Abs. 2 HGB vorgenommen. Die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz anzubringenden Vermerke bezüglich der Restlaufzeiten von Forderungen und Verbindlichkeiten werden im Anhang gemacht. Die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB werden in Anspruch genommen. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten und soweit abnutzbar, abzüglich planmäßiger linearer sowie notwendiger außerplanmäßiger Abschreibungen auf den dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert, bewertet. Erhaltene Investitionskostenerstattungen werden von den Anschaffungskosten gekürzt. Grundlage der planmäßigen linearen Abschreibung ist die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Betriebs- und Geschäftsausstattungen betragen für: - PKW/LKW 5 bis 9 Jahre, - Sonstige Transportmittel 11 Jahre - Betriebsausstattung 3 bis 20 Jahre - Einbauten 7 bis 15 Jahre Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von € 250,00 bis € 800,00 werden handelsrechtlich im Erwerbsjahr voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang gezeigt. Die in den Finanzanlagen ausgewiesenen Ausleihungen sowie Genossenschaftsanteile werden mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit einem Festwert (§ 240 Abs. 3 HGB) angesetzt. Die Bewertung der fertige Erzeugnisse und Waren erfolgt zu den Anschaffungskosten (gleitende Durchschnittspreise) unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Der niedrigere beizulegende Wert wurde je Artikel sowohl für den Beschaffungs- als auch für den Absatzmarkt ermittelt. Darüber hinaus wurden artikelgenau ermittelte, pauschalierte Reichweitenabschläge sowie ein pauschaler Abschlag für verdeckte Mängel von 0,25% (Vorjahr: 0,25%) und für nachträgliche Anschaffungskostenminderungen von 0,38% (Vorjahr: 0,78%) abgeschrieben. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden nicht vorgenommen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert (zu Anschaffungskosten) ausgewiesen. In dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden anteilige Ausgaben aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Von dem Wahlrecht nach § 274 HGB, eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuern in der Bilanz anzusetzen wird, kein Gebrauch gemacht. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt, zukünftige Preissteigerungen werden bei langfristigen Rückstellungen mit 2 % berücksichtigt. Ferner werden langfristige Rückstellungen entsprechend § 253 Abs. 2 S. 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahren abgezinst, wobei unterstellt wird, dass die Änderung des Abzinsungssatzes zum Ende der Periode eintritt. Der Zinsänderungseffekt wird im Zinsaufwand ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Jubiläumsrückstellungen werden unter Anwendung der "Projected-Unit-Credit"-Methode berechnet. Als Rechnungsgrundlage dienen die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck. Für die Abzinsung wird unter Anwendung der Pauschalregelung von § 253 Abs. 2 S. 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre über eine Laufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren zugrunde gelegt. Die Gehaltsdynamik wird unverändert in Höhe von 2,5 % p. a., der Trend der Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenze wird in Höhe von 2,0 % p. a. angenommen. Die Möglichkeit der Fluktuation wird unter Anwendung der Standardfluktuation der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. In dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden anteilige Einnahmen aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 3. Erläuterungen zur Bilanz a) AnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 1.400 stellen zugleich Ausleihungen an Gesellschafter dar (Vorjahr: T€ 0). Die sonstigen Ausleihungen enthalten in Höhe von T€ 69 Ausleihungen an Gesellschafter (Vorjahr: T€ 74). b) Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten antizipative Posten in Form von noch nicht abziehbarer Vorsteuer in Höhe von T€ 16 (Vorjahr: T€ 18). c) Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus dem Personalbereich für Jubiläen, Tantiemeansprüche und Urlaubsansprüche von Mitarbeitern. Der Bewertung der Jubiläumsrückstellung liegt ein Zinssatz von 1,76 % p. a. (Vorjahr: 1,45 % p. a.) zugrunde. d) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte gesichert. 4. Sonstige Angaben und Erläuterungen a) Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen hauptsächlich bestehende Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Diese setzen sich am Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2023 wie folgt zusammen: finanzielle Verpflichtungen
b) ArbeitnehmerDie durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer setzt sich gemäß § 267 Abs. 5 HGB wie folgt zusammen:
c) Organe der Gesellschaft GeschäftsführungJörg Krumbiegel; Mittweida; Betriebswirtschaft Dominik Krumbiegel; Mittweida OT Lauenhain; Warengeschäft c.1.) Geschäftsführerbezüge Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. c.2.) Gewährte Kredite an die Geschäftsführung Mit Darlehensvertrag vom 12./18. November 2018 wurde einem Geschäftsführer ein Darlehen in Höhe von ursprünglich T€ 60 mit einer Laufzeit von 15 Jahren gewährt. Das Darlehen wird mit 1,5 % p.a. verzinst. Die monatlichen Raten belaufen sich auf € 388,88. Zum 31.12.2023 valutiert das Darlehen mit T€ 44. Die im Geschäftsjahr 2023 zurückgezahlten Betrage betragen T€ 4. Das Darlehen ist unbesichert. Des Weiteren wurde mit Darlehensvertrag vom 14. März 2020 einem Geschäftsführer ein Darlehen in Höhe von ursprünglich T€ 30 mit einer Laufzeit von 20 Jahren gewährt. Das Darlehen wird mit 1,35 % p.a. verzinst. Die monatlichen Raten belaufen sich auf € 142,70. Zum 31.12.2023 valutiert das Darlehen mit T€ 25. Die im Geschäftsjahr 2023 zurückgezahlten Beträge betragen T€ 1. Das Darlehen ist unbesichert. d) Geschäfte mit nahestehenden PersonenFür die unbesicherten Ausleihungen an Gesellschafter in Höhe von insgesamt T€ 1.400 beläuft sich der Zinsertrag im Geschäftsjahr auf T€ 17. Für die unbesicherten Ausleihungen an geschäftsführende Gesellschafter in Höhe von insgesamt T€ 69 beläuft sich der Zinsertrag im Geschäftsjahr auf T€ 1. e) Vorschlag ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresabschluss in der vorgelegten Form zu genehmigen und das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Oschatz, den 05.09.2024 gez. Jörg Krumbiegel, Gechäftsführer gez. Dominik Krumbiegel, Geschäftsführer sonstige Berichtsbestandteile
Oschatz, 05.09.2024 gez. Jörg Krumbiegel gze. Dominik Krumbiegel Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 28.11.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MK Oschatz GmbH, Oschatz Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MK Oschatz GmbH, Oschatz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MK Oschatz GmbH, Oschatz, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen und Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 06. November 2024 UNIVERSA
Prüfungs- und
Hübotter, Wirtschaftsprüfer ppa. Lipka, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde Anwendung der Erleichterungsvorschrift des § 276 S.1 HGB aufgestellt. Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. |
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