Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 20687
Eingetragen
11.6.2003
Branche
Bearbeitung und Veredlung von KunststoffwarenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung, Entwicklung und Veredelung von Kunststoffprodukten und Zubehör aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Carola Dietzsch
seit 7.10.2024
Prokura
Uwe Frank
seit 7.10.2024
Prokura
Henning Vocke
seit 13.4.2021
Prokura
Jürgen Bayreuther
seit 13.4.2021
Prokura
Timo Sascha Piwonski
seit 25.8.2003
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

INNOTECT GmbH

Crimmitschau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. UNTERNEHMENSSTRUKTUR UND GRUNDLAGEN DER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Die INNOTECT GmbH (folgend auch: Innotect) ist Entwicklungs- und Produktionspartner der Internationalen Automobil- und Fahrzeugbauindustrie sowie deren Zulieferer. Wir produzieren und verarbeiten Gewebebänder, Hitzeschutzschläuche, Hitzeschutzmatten und Gewebeschrumpfschläuche. Fertigungstechnisch greifen wir auf ein Baukastensystem zurück, bei dem wir unterschiedliche Materialien sowie Fertigungs- bzw. Prozessschritte und deren Kombination anwenden. Dabei verarbeiten wir regelmäßig Chemiefasern, die zu Schlauch- bzw. Bandgeweben verarbeitet, ausgerüstet, beschichtet, thermisch verformt oder konfektioniert werden. Außerdem bieten wir kundenspezifisch, maßgeschneidert entwickelte Produktlösungen sowie nach Kundenanforderungen konfektionierte Produkte aus unserem umfangreichen Portfolio.

B. ALLGEMEINE WIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENENTWICKLUNG

Die globalwirtschaftliche Entwicklung verlief 2023 insgesamt gedämpft, war dabei aber von erheblichen regionalen Unterschieden gekennzeichnet. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat sich 2023 im Vergleich zum Vorjahr um rund 4,1 Billionen US-Dollar auf insgesamt rund 104,8 Billionen US-Dollar erhöht. Relativ stellte dies einen Anstieg um 3,1 % dar blieb somit geringfügig hinter dem Vorjahreswert von 3,5 % zurück.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Damit setzte sich die bereits Ende 2022 angesichts des Kriegs in der Ukraine eingetretene wirtschaftliche Schwächephase fort.

Der Gesamtumsatz der deutschen Textil- und Modeindustrie (bezogen auf Unternehmen mit 50 und mehr Beschäftigten) lag 2023 bei 17,7 Milliarden Euro. Gemäß dem Konjunkturbericht des Gesamtverbands textil+mode verzeichnete die Industrie somit eine Umsatzsteigerung von 2,7 % (Vorjahr 11,7 %). Insgesamt war es für die Textil- und Modebranche kein zufriedenstellendes Geschäftsjahr. Insbesondere die technischen Textilien verzeichneten einen Umsatzrückgang von 11,2 % gegenüber 2022.

C. GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DES UNTERNEHMENS

1. Geschäftsverlauf

In einem volatilen Marktumfeld verringerte sich unser Jahresergebnis um 454,3 TEuro, d. h. 37,8 %.

Aus einem Rohergebnis in Höhe von 7.953,4 TEuro (Vorjahr 8.066,5 TEuro) wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 747,4 TEuro (Vorjahr 1.201,7 TEuro) erzielt. Unser Ziel, ein Jahresergebnis auf dem Niveau von 2022 zu erwirtschaften, konnte aufgrund gestiegener Personal-, Materialkosten und sonstiger betrieblicher Aufwendungen, die nicht an Kunden weiterberechnet werden konnten, nicht erreicht werden.

Der Exportanteil ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken und beträgt 69,0 % (Vorjahr 72,0 %).

2. Ertragslage

Das Rohergebnis beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf 7.953,4 TEuro (Vorjahr 8.066,5 TEuro). Trotz gestiegener Gesamtleistung haben jedoch noch stärker gewachsene Material- und Energiekosten sowie Warenbezugskosten aufgrund von Produktionsverlagerungen zu der Minderung des Rohergebnisses geführt.

Der Materialeinsatz im Verhältnis zu den Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen stieg um 5,4 Prozentpunkte auf 50,1 % (Vorjahr 44,8 %).

Die Personalkosten erhöhten sich auf 4.708,5 TEuro (Vorjahr 4.402,6 TEuro). Ursächlich hierfür waren entsprechende Lohn- und Gehaltsanpassungen im Personalbereich.

Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen verminderten sich auf 530,9 TEuro (Vorjahr 683,5 TEuro); die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 1.274,9 TEuro auf 1.588,5 TEuro, was im Wesentlichen durch gestiegene Umlagekosten innerhalb der Gruppe verursacht ist.

Das Finanzergebnis beläuft sich auf 5,3 TEuro (Vorjahr 17,6 TEuro).

Ertragsteuern in Höhe von 362,2 TEuro (Vorjahr 505,6 TEuro) belasten das Ergebnis.

Der Jahresüberschuss (nach Steuern) verringerte sich auf 747,4 TEuro (Vorjahr 1.201,7 TEuro).

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt -149,4 TEuro (Vorjahr 1.085,9 TEuro).

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich um 766,1 TEuro, d. h. um ca. 4,7 % (Vorjahr 8,4 %), auf 17.095,0 TEuro (Vorjahr 16.328,9 TEuro) erhöht.

Die abgeschlossenen Investitionen (inkl. Anzahlungen) des Geschäftsjahres beliefen sich auf 77,3 TEuro, investiert wurde hauptsächlich in die Bereiche: Technische Anlagen und Maschinen (55,0 TEuro) sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung (22,3 TEuro).

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen betrugen insgesamt 530,9 TEuro (Vorjahr 683,5 TEuro). Aufgrund der gegenüber den Abschreibungen niedrigeren Investitionen, hat sich das Anlagevermögen von 4.748,5 TEuro auf 4.292,6 TEuro vermindert.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt 41,8 TEuro (Vorjahr -465,3 TEuro).

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 25,1 % (Vorjahr 29,1 %).

Das Umlaufvermögen inkl. der aktiven Abgrenzungen erhöhte sich um 1.221,9 TEuro. Dabei stiegen die Vorräte aufgrund höherer Einsatzpreise und folgend einer höheren Bevorratung vor allem bei den Fertigwaren auf 2.324,2 TEuro im Vergleich zum Vorjahr (2.166,1 TEuro) an. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich aufgrund der höheren Verkaufspreise und besserer Auftragslage (3.816,8 TEuro zu 3.025,4 TEuro im Vorjahr).

Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen von 6.347,9 TEuro auf 6.638,9 TEuro an. Zurückzuführen ist dies insbesondere auf Darlehensausreichungen an Gesellschafter.

Die liquiden Mittel verminderten sich von 31,5 TEuro auf 17,3 TEuro.

4. Finanzlage

Weiterhin stellen die Anteilseigner unsere größten Kapitalgeber dar. Das Eigenkapital per 31.12.2023 ist um 747,4 TEuro auf 12.375,9 TEuro (Vorjahr 11.628,5 TEuro) gestiegen. Dies entspricht einer Eigenkapital-Quote von 72,4 % (Vorjahr 71,2 %).

Das Fremdkapital ist absolut von 4.700,5 TEuro um 18,6 TEuro auf 4.719,1 TEuro gestiegen und hat sich somit kaum verändert. Dabei entwickelten sich die entsprechenden Posten unterschiedlich: Die Rückstellungen erhöhten sich um 210,1 TEuro, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 194,6 TEuro, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen um 497,2 TEuro ab. Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 111,1 TEuro.

Die Finanzlage der INNOTECT GmbH zum Bilanzstichtag wird positiv beurteilt. Die Gesellschaft verfügt über ausreichend liquide Mittel. Kreditlinien der Banken sind ausreichend vorhanden.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt 318,8 TEuro (Vorjahr -622,9 TEuro).

In Hinblick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung beurteilen wir die Geschäftsentwicklung 2023 als insgesamt zufriedenstellend.

5. Forschung- und Entwicklung

Innotect beabsichtigt das Leistungsportfolio um Anwendungen aus dem Bereich der gewebten Bänder zu erweitern. Fertigungstechnisch soll damit das vorhandene Baukastensystem um die Bereiche Kunststoff- und Metalltechnik erweitert werden.

Derzeit werden diverse Forschungs- und Entwicklungsprojekte durch die Innotect GmbH sowie ihrer Schwestergesellschaft Iprotex GmbH & Co. KG verfolgt, die sowohl neue Produkte als auch neue Produktionsverfahren betreffen. Mit entsprecheden Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten wurde in 2023 begonnen:

Insbesondere gewinnen Sicherheitsaspekte immer mehr an Bedeutung. Im Zuge der Elektrifizierung der Mobilität aber auch der Erweiterung des Stromnetzes werden technische Textilien, die eine hohe Schlagfestigkeit haben, hitzebeständig bzw. -resistent sind und elektrische und magnetische Felder abschirmen, immer wichtiger. Dahingehend haben wir unsere Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten intensiviert.

Des Weiteren wollen wir ein neues Verfahren entwickeln, um ein elastisches Breitgewebe mit erhöhter Festigkeit herzustellen, das in der Sportbekleidungsindustrie eingesetzt werden kann.

Als Gewebeschlauchhersteller sind wir daran interessiert, unsere derzeitigen Verfahren zu optimieren, um die bestehenden Kosten zu senken. Die Entwicklung einer neuen Schussnadel könnte zu Materialeinsparungen bei der Gewebeschlauchherstellung führen.

Darüber hinaus befinden wir uns in der Entwicklung eines biologisch abbaubaren Produkts, das zur Wiederaufforstung geschädigter Baumbestände verwendet werden kann.

6. Beteiligungen/Auslandsstandorte

Innotect hat in 2019 die Iprotex de Mexico S. d. R. L. d. C. V. gegründet und hält 99,0 % an dieser Beteiligung. Am Standort Querétaro wird für den amerikanischen Markt produziert und direkt von dort aus an unsere Kunden verkauft.

Des Weiteren wurden im Januar 2020 100,0 % der Anteile an der Iprotex dooel in Skopje, Mazedonien erworben. An dem Standort soll, um Lieferantenabhängigkeiten zu vermeiden und Kosteneinsparungen zu generieren, künftig unter anderem eine eigene Monofilextrusion (Garnherstellung) betrieben werden. In 2022 wurde das Eigenkapital der Tochtergesellschaft nochmals gestärkt.

D. RISIKOBERICHT

Innotect verfügt über ein Risikomanagement, welches integraler Bestandteil der Unternehmensführung ist und die Unternehmensleitung in die Lage versetzt, Risiken frühzeitig zu identifizieren und zu bewerten, so dass entsprechende Gegenmaßnahmen beschlossen und umgesetzt werden können. Das Controlling sorgt dafür, dass bei unternehmerischen Entscheidungen Chancen und Risiken in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen und dargestellt werden. Das Planungs- und Informationssystem sowie ein IT-gestütztes Controllingsystem (bestehend aus betriebswirtschaftlichen Auswertungen, Soll-Ist-Vergleichen, Liquiditätsplänen, Marktanalysen und -beobachtungen, Besprechungen mit Kunden, Lieferanten und Branchenkennern) gewährleisten dem Management ein adäquates und rechtzeitiges Frühwarnsystem über die Marktrisiken auf der Absatz- und Beschaffungsseite. Dieses System wird permanent optimiert und ggf. an sich verändernde Anforderungen angepasst.

1. Gesamtrisiko

Die kurzfristige, künftige Entwicklung der Innotect wird nicht zuletzt von der gesamtwirtschaftlichen, der textilen und der automobilen Konjunktur geprägt, wenngleich der historische Verlauf der Innotect stets deutlich positiver war als die medianen Branchenwerte.

Die Corona-Pandemie, der Ukrainekonflikt sowie dem Halbleitermangel und die steigenden Rohstoff- Energie- und Transportkosten haben auch wesentliche negative Effekte auf die Welt-, Automobil- und Textilwirtschaft zum Beispiel durch die Unterbrechung internationaler Wertschöpfungsketten, Produktionsstilllegungen sowie gestiegener Refinanzierungskosten zu verzeichnen.

2. Wesentliche Einzelrisiken

Die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft sowie die branchenspezifische Entwicklung der Automobil- und Fahrzeugbauindustrie als unser Hauptabnehmer, wirken sich auf die Auftragslage unserer Kunden und damit auf unsere Absatzsituation sowie auf unsere Beschaffungs- und Absatzpreise aus. Die Tendenz zu einer Verlagerung der Wertschöpfung in Niedriglohnländer schreitet fort und gerade die Textilindustrie verzeichnete dahingehend eine massive Abwanderung der Produktion. Die Risiken für die deutsche Wirtschaft kommen vor allem aus dem Ausland.

Darüber hinaus stellt die Digitalisierung die Branche vor große Herausforderungen. Das neue Arbeits- und Selbstverständnis der Generation Z spielt ebenso eine Rolle bei der Neuausrichtung der Branche wie die sich schnell wandelnden und hohen qualifikatorischen Anforderungen an eine alternde Belegschaft. Durch Besuch von Messen sowie Fortbildungen und ständigen Kontakt zu Maschinenherstellern sind uns neue technische Entwicklungen im Textilbereich schnell zugänglich. Dem demographischen Wandel im Unternehmen versuchen wir durch erhöhte regionale Präsenz zu begegnen - ohne jedoch auf ältere, erfahrene bzw. qualifizierte Mitarbeiter verzichten zu wollen.

Marktrisiken resultieren im Wesentlichen aus Schwankungen bei unterstellten Stückzahlen und Preisen, Produktqualität, Internationalisierung von Projekten, Anlaufverschiebungen bei Neuprojekten sowie dem Auslauf von Produkten. Diesen Risiken begegnen wir durch Kunden- und Marktbeobachtung, permanente Optimierung der Prozesse und Produkte sowie durch hohe Flexibilität der Organisation. Das Risiko daraus verteilt sich auf verschiedene Einzelprojekte mit Individualverträgen, unterschiedlichen Laufzeiten und Volumina.

Die Erweiterung des Kunden- und Produktportfolios wird planmäßig vorangetrieben. Die Marktrisiken beinhalten auch produktrelevante Änderungen des Umfelds. Durch Erweiterung der Produktpalette - insbesondere im Nichtautomotive-Bereich - versuchen wir, Unabhängigkeit von der zur Zeit schwächelnden PKW-Industrie zu erlangen.

Leistungsrisiken werden durch Grundsatz- und Verfahrensvorgaben zu Projekt- und Qualitätsmanagement begrenzt. Im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses stellen wir sicher, dass sich Verfahren, Techniken und Abläufe auf einem aktuellen Stand der Entwicklung befinden.

Beschaffungsrisiken hinsichtlich Liefertreue, Kosten bei Rohstoffen und Waren sowie der Inanspruchnahme von Leistungen begegnen wir durch eine kontinuierliche Beobachtung der entsprechenden Märkte, eine proaktive Steuerung unseres Lieferanten-Portfolios sowie ein entsprechendes Vertragsmanagement, aber auch durch zukünftige Erweiterung unserer Wertschöpfungskette in unserer Unternehmensgruppe.

Prozessbegleitende Überprüfungen begrenzen Arbeitssicherheits-, Umwelt- und Unterbrechungsrisiken bei Produktions- und Logistikaktivitäten. Durch gezielte Förderprogramme und Weiterbildungsmaßnahmen entwickeln wir unsere Mitarbeiter kontinuierlich fort.

Zins- und Liquiditätsrisiken unterliegen einem aktiven Finanz-Management. Sie werden zentral gesteuert und gesichert. Derivative Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Sicherung operativer Grundgeschäfte und betriebsnotwendiger Finanztransaktionen. Ein detailliertes Monitoring unserer Kundenbeziehungen, ein effizientes Forderungsmanagement und eine bestehende Kreditversicherung wirken Risiken durch Forderungsausfälle entgegen. Zur Absicherung von Liquiditätsrisiken und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit besteht eine permanente Liquiditätsüberwachung im Unternehmen sowie eine gesellschaftsinterne Liquiditätssteuerung.

Rechtliche Risiken bestehen insbesondere in den Bereichen Produkthaftung, Wettbewerbsrecht, Steuerrecht, dem Umweltschutz und der vertragskonformen Erfüllung der bestehenden Liefer- bzw. Abnahmeverträge. Es wird versucht, die daraus resultierenden Risiken durch Versicherungsleistungen abzudecken, darüber hinaus können entsprechende Kosten oder zumindest Rückstellungen anfallen.

Unser Versicherungskonzept sichert die Deckung von wesentlichen Großschäden ab. Zur Schadensvorsorge sind umfangreiche Maßnahmen getroffen (z. B. Feuer-, Haftpflicht-, Gebäude- bzw. Betriebsunterbrechungsversicherung). Haftungssummen der Versicherungen werden rollierend überprüft und angepasst. Damit ist eine ausreichende Deckung im Schadenfall sichergestellt.

Zur Gewährleistung der IT-Sicherheit sind im Unternehmen angemessene Vorkehrungen getroffen. In diesem Bereich erfolgen regelmäßig weitere Investitionen.

3. Zusammenfassung

Die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft sowie die branchenspezifische Entwicklung der Automobil- und Fahrzeugbauindustrie als unser Hauptabnehmer, wirken sich auf die Auftragslage unserer Kunden und damit auf unsere Absatzsituation sowie auf unsere Beschaffungs- und Absatzpreise aus. Die Tendenz zu einer Verlagerung der Wertschöpfung in Niedriglohnländer schreitet fort und gerade die Textilindustrie verzeichnete dahingehend eine massive Abwanderung der Produktion. Die Risiken für die deutsche Wirtschaft kommen vor allem aus dem Ausland.

Nach unserer heutigen Einschätzung sind für die Innotect keine Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage zu erkennen. Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Vorsorge oder Versicherungen ausreichend abgedeckt. Bestandsgefährdende Risiken lassen sich derzeit nicht erkennen.

Das Gesamtbild der Risikolage, welches sich aus der Zusammenfassung der beschriebenen Risiken anhand von Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit ergibt, führt zu unserer Einschätzung, dass weder einzelne Risiken noch die Risiken in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter haben. Wir sind überzeugt, die sich aus den oben genannten Risiken ergebenden Herausforderungen auch in den kommenden Jahren erfolgreich zu meistern.

E. PROGNOSE- UND CHANCENBERICHT

Wir arbeiten in einem Umfeld, in dem sich immer wieder neue Marktchancen eröffnen. Diese systematisch zu erkennen und effizient zu nutzen ist für uns eine wesentliche Voraussetzung, um nachhaltig profitabel agieren zu können. Übergeordnetes Ziel ist, unternehmerische Chancen bei jederzeit kontrollierten Risiken umfassend zu nutzen.

Die Entwicklung unserer Gesellschaft hängt zwangsläufig auch von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ab. Bedeutsame ökonomische Risiken ergeben sich aus den Auswirkungen des völkerrechtswidrigen russischen Angriffskriegs auf die Ukraine sowie weiterer Konflikte in Nahost sowie in Südostasien, aber auch aus dem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Aus diesem Grund ist es schwierig, valide Prognosen für 2024 abzugeben.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für 2024 ein globales Wirtschaftswachstum von 3,1 % und liegt damit unter dem historischen Durchschnitt von 3,8 % (2000-2019). Die Prognose für die globale Inflation im Jahr 2024 liegt bei 5,8 % und sinkt somit schneller als ursprünglich erwartet. Diese Einschätzungen berücksichtigen die gestiegenen Leitzinsen, welche sich hilfreich als fiskalpolitische Maßnahme zur Inflationsbekämpfung erwiesen, aber ein weiterhin gedämpftes Investitions- und Konsumverhalten befürchten lassen. Lt. ifo-Institut dürfte die gesamtwirtschaftliche Produktion der Welt in den Jahren 2024 und 2025 um jeweils 2,5 % zulegen. Der Welthandel, der in 2023 zurückgegangen war, dürfte im laufenden Jahr um etwa 1,5 % und in 2025 um knapp 3,0 % steigen.

In der Frühjahrsprojektion geht die Bundesregierung davon aus, dass sich die deutsche Wirtschaft im Jahresverlauf 2024 im Zuge niedrigerer Inflationsraten, geldpolitischer Lockerungen, steigender Löhne und Einkommen, einer anhaltend stabilen Arbeitsmarktentwicklung und zunehmender Impulse von der Außenwirtschaft allmählich erholt und wieder an Dynamik gewinnt. Insgesamt wird in der Frühjahrsprojektion für dieses Jahr eine Steigerung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,3 % erwartet; im kommenden Jahr dürfte sich das Wachstums auf + 1,0 % verstärken.

Umfragen des Gesamtverbandes der deutschen Textil- und Modeindustrie e.V. zeigten seit nunmehr zwei Jahren einen kontinuierlichen Abwärtstrend des Konjunkturklimas in der Branche. Die Lageeinschätzungen und Erwartungshaltungen im Textil- und Bekleidungssegment verschlechterten sich dabei im Jahresvergleich wiederholt merklich.

Mit technischen Textilien ist der deutschen Textilindustrie in den letzten Jahrzehnten eine beeindruckende Transformation gelungen. Deutsche Hersteller liefern in viele verschiedene Anwendungsbereiche und entwickeln ständig neue Verfahren und Produkte. Deutschland, als Land der Ingenieure, ist bei technischen Textilien derzeit weltweit führend. Technische Textilien sind schon heute ein hoch innovativer Werkstoff in vielen Anwendungsgebieten. Mit technischen Textilien sind auf die Themen, die die Gesellschaft von heute bewegt, wie Digitalisierung, E-Mobilität, Umweltschutz, Gebäude und Straßen von morgen und Gesundheit einer alternden Bevölkerung, Antworten gefunden worden. Ein besonderes Zukunftspotential steckt im textilen Leichtbau. Bauen geht damit schneller, CO 2 -sparender und verbraucht weniger Beton. Immer mehr Architekten entdecken die Gestaltungsmöglichkeiten des textilen Leichtbaus.

Die Internationalisierung der Textilproduktion bedeutet für uns nicht nur, dass wir unsere Materialien, Personal oder Technologien weltweit beschaffen, sondern auch eine Präsenz in neuen Märkten, Schaffung neuer Vertriebswege, d.h. eine globale Ausrichtung unserer Unternehmensstrategie und die Herausbildung globaler Netzwerke. Die Konsequenzen der Internationalisierung der Produktion für unseren Standort sind jedoch differenziert zu betrachten: Während eine strategische Ausrichtung nach Kostensenkungspotentialen eine Abwanderung der Produktion mit dementsprechend negativen Folgen für den heimischen Standort bedeutet, erkennen wir auch eine Markterweiterungs- oder Markterschließungsstrategie, die sich als wachstumsfördernd für die heimischen Standorte erweisen kann.

Gemäß Destatis wird die Wertschöpfung im Markt Textilien im Jahr 2024 voraussichtlich 133,2 Mrd. Euro betragen, die durchschnittliche Wachstumsrate 1,97 % (CARG 2024 - 2028).

Im Rahmen der Jahrespressekonferenz gab VDA-Chefvolkswirt Dr. Manuel Kallweit die wichtigsten Prognosen des Automobilindustrie für das Jahr 2024 bekannt: "Für den deutschen Markt rechnen wir 2024 mit einem Rückgang von einem Prozent auf weiterhin 2,8 Mio. Einheiten. Das ist etwa ein Viertel weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Dabei gehen wir von einem niedrigeren Absatz von Elektro-Pkw aus (Minus 9 Prozent auf 635.000 Einheiten).

Während der Absatz von Plug-In-Hybriden (PHEV) um 5 Prozent auf 185.000 Einheiten steigen dürfte, gehen wir bei den rein batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) von einem Rückgang von 14 Prozent auf 451.000 Einheiten aus. [...] Bei der Pkw-Inlandsproduktion erwartet der VDA für dieses Jahr eine Seitwärtsbewegung (± 0 Prozent; 4,1 Mio. Einheiten). Grund ist unter anderem die gesamtwirtschaftliche Schwäche.

Die Märkte in Europa (U27, EFTA & UK; +4 Prozent) und den USA (+2 Prozent) dürften 2024 aufgrund des schwachen Vorjahresniveaus etwas stärker wachsen als der chinesische Markt (+1 Prozent). Für den globalen Pkw-Markt erwarten wir einen moderaten Anstieg um 2 Prozent. Damit wäre das Niveau des Jahres 2019 fast wieder erreicht."

Das Verbrenner-Aus ist in der europäischen Union dem Grunde nach beschlossen worden. Die Suche nach alternativen, umweltfreundlichen Antrieben sowie die daraus resultierende Elektromobilitätsoffensive wird die Zukunft des automobilen Fortschritts prägen und stellt die Fahrzeug- und Zulieferindustrie vor eine große Herausforderung. Wir unterstützen unsere Kunden bei der Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen sowohl durch eigene Entwicklungen als auch im Rahmen von Technologiepartnerschaften. Aktuell arbeiten wir an Patent- bzw. Produktneuentwicklungen und bedienen bereits Serienaufträge. Besonders innovativ sind wir weiterhin im Bereich der E-Mobilität mit unseren Hitzeschutzprodukten. Hier steht im Vordergrund, Energieverluste zu minimieren und damit die Akkulaufzeiten signifikant zu erhöhen. Die Produkte zur Elektromobilität werden kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert.

Chancen sehen wir weiterhin im Nichtautomotive-Bereich. Wir werden die Entwicklung bereits bestehender Produkte forcieren und neue Bereiche erschließen.

Aufgrund der aktuellen Auftragslage, gestiegener Personal, Energie- und Materialaufwendungen, gehen wir davon aus, dass wir ein Jahresergebnis 2024 auf dem Niveau von 2023 erreichen werden.

 

Crimmitschau, den 14. August 2024

INNOTECT GmbH

Die Geschäftsführung

Dieser Bericht enthält Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf der Gesellschaft. Diesen Aussagen liegen Annahmen zur wirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere der Automobil- sowie der Textilindustrie zugrunde, die wir auf Basis uns vorliegender und als realistisch empfundener Informationen getroffen haben. Aufgrund dieser, mit Risiken behafteten Einschätzungen, kann die tatsächliche Entwicklung von den Planungen abweichen. Sollte es daher zu unerwarteten Veränderungen kommen, kann das unsere Geschäftsentwicklung entsprechend beeinflussen.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.292.642,28 4.748.537,28
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 30,00 30,00
II. Sachanlagen 2.780.717,04 3.236.612,04
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.622.423,21 1.712.389,21
2. technische Anlagen und Maschinen 484.089,00 714.717,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 409.716,00 533.571,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 264.488,83 275.934,83
III. Finanzanlagen 1.511.895,24 1.511.895,24
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.506.595,24 1.506.595,24
2. Sonstige Finanzanlagen 5.300,00 5.300,00
B. Umlaufvermögen 12.797.123,36 11.570.847,62
I. Vorräte 2.324.157,34 2.166.132,66
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.455.652,98 9.373.253,41
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 17.313,04 31.461,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.211,95 9.540,49
davon Disagio 3.724,60 5.079,00
Aktiva 17.094.977,59 16.328.925,39

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 12.375.871,05 11.628.457,95
I. Gezeichnetes Kapital 32.000,00 32.000,00
II. Kapitalrücklage 900.000,00 900.000,00
III. Gewinnvortrag 10.696.457,95 9.494.723,50
IV. Jahresüberschuss 747.413,10 1.201.734,45
B. Rückstellungen 1.254.099,91 1.043.998,62
C. Verbindlichkeiten 3.465.006,63 3.656.468,82
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.047.147,81 1.852.519,19
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.417.858,82 1.803.949,63
Passiva 17.094.977,59 16.328.925,39

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.953.406,62 8.066.501,91
2. Personalaufwand 4.708.496,47 4.402.580,68
a) Löhne und Gehälter 3.799.959,81 3.574.818,18
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 908.536,66 827.762,50
davon für Altersversorgung 142.641,83 120.080,00
3. Abschreibungen 530.943,48 683.518,71
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 530.943,48 683.518,71
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.588.515,87 1.274.939,62
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 106.513,08 84.504,57
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 101.204,25 66.921,63
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 362.163,63 505.601,77
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 7.000,00
8. Ergebnis nach Steuern 768.596,00 1.217.444,07
9. sonstige Steuern 21.182,90 15.709,62
10. Jahresüberschuss 747.413,10 1.201.734,45

Anhang

ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf.

Der Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff und 264 ff HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Die Gliederung der Bilanz wurde gem. § 265 Abs. 5 i. V. m. § 266 Abs. 2 HGB um den Posten Genossenschaftsanteile ergänzt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: INNOTECT GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Crimmitschau
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Chemnitz
Register-Nr.: HRB 20687

ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Für die Zugänge bei den geringwertigen Anlagegegenständen (geringwertige Wirtschaftsgüter) werden die steuerlichen Vorschriften zur Sofortabschreibung auch in der Handelsbilanz angewendet, da diese Handhabung der tatsächlichen Nutzungsdauer nicht entgegensteht.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert, sofern die Wertminderung von Dauer ist.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug von Einzelwertberichtigungen - bei erkennbaren Einzelrisiken - und Pauschalwertberichtigungen zur Abgeltung des allgemeinen Kreditrisikos angesetzt.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gemäß § 272 HGB unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrags.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

ANGABEN ZUR BILANZ

AKTIVA

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 214.826,63 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 214.826,63 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.452.643,07 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 5.665.725,80 55.000,00 3.109,60
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.774.322,40 22.312,48 31.200,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 275.934,83 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 10.168.626,10 77.312,48 34.309,60
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.507.595,24 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 5.300,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 1.512.895,24 0,00 0,00
11.896.347,97 77.312,48 34.309,60
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 214.826,63
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 214.826,63
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.452.643,07
2. technische Anlagen und Maschinen 11.446,00 5.729.062,20
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.765.434,88
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -11.446,00 264.488,83
Summe Sachanlagen 0,00 10.211.628,98
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1.507.595,24
2. Genossenschaftsanteile 0,00 5.300,00
Summe Finanzanlagen 0,00 1.512.895,24
0,00 11.939.350,85
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 214.796,63 0,00 0,00 0,00 214.796,63
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 214.796,63 0,00 0,00 0,00 214.796,63
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 740.253,86 89.966,00 0,00 0,00 830.219,86
2. technische Anlagen und Maschinen 4.951.008,80 296.110,00 2.145,60 0,00 5.244.973,20
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.240.751,40 144.867,48 29.900,00 0,00 1.355.718,88
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 6.932.014,06 530.943,48 32.045,60 0,00 7.430.911,94
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.000,00 1.000,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 1.000,00 1.000,00
7.147.810,69 530.943,48 32.045,60 0,00 7.646.708,57
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 30,00 30,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 30,00 30,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.622.423,21 1.712.389,21
2. technische Anlagen und Maschinen 484.089,00 714.717,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 409.716,00 533.571,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 264.488,83 275.934,83
Summe Sachanlagen 2.780.717,04 3.236.612,04
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.506.595,24 1.506.595,24
2. Genossenschaftsanteile 5.300,00 5.300,00
Summe Finanzanlagen 1.511.895,24 1.511.895,24
4.292.642,28 4.748.537,28

Angaben zu Forderungen gegen Gesellschafter und verbundenen Unternehmen

Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 587,0 TEuro (Vorjahr 280,9 TEuro). Davon entfallen 57,3 TEuro (Vorjahr 48,2 TEuro) auf Zinsforderungen, die in den Zinserträgen enthalten sind.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 4.447,4 TEuro (Vorjahr 3.917,2 TEuro) und Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1.931,3 TEuro (Vorjahr 1.931,3 TEuro).

Angaben zur Forderungen mit Restlaufzeitvermerke

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 6.378,3 TEuro (Vorjahr 6.238,5 TEuro).

PASSIVA

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

Personalkosten 168,0 TEuro
Ausstehende Rechnungen 76,0 TEuro
Garantiefälle / Gewährleistungen 118,0 TEuro

Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte und Angaben zu Restlaufzeitvermerken

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten:

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag
TEuro
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
TEuro
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
TEuro
davon Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
TEuro
Sicherung durch Pfandrechte und ähnliche Rechte
TEuro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.047,1 537,8 1.509,3 80,9 2.047,1
Vorjahr 1.852,5 878,3 974,2 43,5 1.852,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 943,7 943,7 0,0 0,0 0,0
Vorjahr 1.440,9 1.440,9 0,0 0,0 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 474,1 474,1 0,0 0,0 0,0
Vorjahr 363,0 363,0 0,0 0,0 0,0
Summe 3.465,0 1.955,6 1.509,3 80,9 2.047,1
Vorjahr 3.656,5 2.682,2 974,2 43,5 1.852,5

Art und Form der Sicherheit

Sicherungsübereignung der Vorräte, Sicherungsübereignung des beweglichen Sachanlagevermögens, Buchgrundschuld

Eigentumsvorbehalte

Eigentumsvorbehalte

Mietkaufverbindlichkeiten werden unter den Verbindlichkeiten aus Kreditinstituten ausgewiesen.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse für Verbindlichkeiten Dritter bestehen wie folgt:

Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch mit einem Schwesterunternehmen für Darlehen und Mietkaufverträge in Höhe von 4.262 TEuro, mit einer Buchgrundschuld in Höhe von 1.800 TEuro (die Darlehen valutieren zum Bilanzstichtag in Höhe von 37 TEuro) und mit Bürgschaften in Höhe von 225 TEuro.

Es besteht eine Mithaft aus einer Bürgschaft mit der Iprotex GmbH & Co. KG, Münchberg, als Gesamtschuldner aus einer Zuwendung in Höhe von 195 TEuro gegenüber der Regierung von Oberfranken.

Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten.

Mit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage obiger Gesellschaften nicht zu rechnen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in folgender Höhe sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Leasingverträge führen zu einem Aufwand von 65,3 TEuro bis zum Ende der Laufzeit.

ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Umlagen für Personalkosten in Höhe von 178,4 TEuro enthalten. Zudem sind anteilige Patentaufwendungen und externe Verwaltungskosten in Höhe von 117,9 TEuro enthalten.

Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 28,5 TEuro (Vorjahr 0,0 TEuro) enthalten. Dies betrifft die Ertragsteuern aus der abgeschlossenen Betriebsprüfung für die Jahre 2015 bis 2018.

Periodenfremde Aufwendungen sind in den sonstigen Steuern in Höhe von 5,8 TEuro (Vorjahr 0,0 TEuro) Nachzahlungen Vorjahre enthalten.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen

Auf Gegenstände des Anlagevermögens wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 0,0 TEuro vorgenommen.

Währungsumrechnung

Im Berichtszeitraum sind keine wesentlichen Aufwendungen und Erträge aus Währungsumrechnungseffekten entstanden.

SONSTIGE ANGABEN

Anteille an anderen Unternehmen

Die INNOTECT GmbH hält folgende Beteiligungen:

Name Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis 31.12.2023
Iprotex de México S. de R. L. de C. V. Querétaro, Mexiko 99 % -8.706.573 MXN 1.232.720 MXN
Iprotex technical textiles dooel Ilinden, Nordmazedonien 100 % 143.167.582 MKD 38.256.634 MKD

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Anzahl
Arbeiter 81
Angestellte 75
Geschäftsführer 1
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer gem. § 285 Nr. 7 HGB beträgt damit 156.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Timo Piwonski ausgeübter Beruf: Fabrikant

Vom Schutzrecht nach § 286 Abs. 4 HGB bezüglich der Vergütungen der Geschäftsführungsorgane wird Gebrauch gemacht.

Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer

Zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet:

Entwicklung im Geschäftsjahr 2023:

Stand 01.01.2023
TEuro
Zugang
TEuro
Rückzahlung
TEuro
Stand 31.12.2023
TEuro
Zugehörige Zinssätze
%
Gesellschafter-Geschäftsführer 3.917,2 544,0 13,8 4.447,4 variabel

Wesentliche Bedingungen der gewährten Zuschüsse und Kredite:

Laufzeit: unbegrenzt

Sicherheiten: keine Rückzahlungsmodalitäten: nicht festgelegt

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Auf neue Rechnung werden 747,4 TEuro vorgetragen.

Nachtragsbericht

Aufgrund des Andauerns und der dynamischen Entwicklung im Russland-Ukrainekonflikt, weiterer politischer Spannungen vor allem im nahen Osten und in Südostasien sowie die durch die Politik generierte Unsicherheit bezüglich der E-Mobilität kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine verlässliche Aussage über die Auswirkungen auf die Branche sowie auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens getroffen werden. Aktuell sind daher Aussagen über die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage nicht abschätzbar. Erkennbar ist jedoch, dass wir vor allem hinsichtlich gestiegener Rohstoff- und Energiepreise betroffen sind.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Crimmitschau, den 14. August 2024

INNOTECT GmbH

gez. Timo Piwonski

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.08.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die INNOTECT GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der INNOTECT GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der INNOTECT GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hof, den 15. August 2024

abts GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Diplom-Kaufmann (Univ.) Matias Dorado Regueiro, Wirtschaftsprüfer

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