Zanders Estate GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gordon Geiser seit 27.6.2018 | Geschäftsführer |
Christian Karl Köhler-Ma seit 27.6.2018 | Geschäftsführer |
Igor Ferlan seit 20.6.2018 | Geschäftsführer |
Lars Lang seit 28.5.2018 | Prokura |
Ulf Jakob Stigson Jonsson seit 4.10.2016 | Prokura |
Markus Kaptain seit 11.3.2015 | Prokura |
Thomas Döring seit 11.3.2015 | Prokura |
Hardy Winter seit 20.12.2012 | Prokura |
Siegbert Kempa seit 23.1.2007 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Zanders GmbH (vormals: Metsä Board Zanders GmbH)Bergisch GladbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015bis 22. Mai 2015: Metsä Board Zanders GmbHLagebericht für das Geschäftsjahr 2015A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahresdurchschnitt 2015 insgesamt als stabil erwiesen: Um 1,7 % war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) höher als im Vorjahr und lag damit über dem Wachstumsdurchschnitt der letzten neun Jahre von 1,2 %. Der deutsche Außenhandel gewann im Jahresdurchschnitt 2015 trotz eines weiterhin schwierigen außenwirtschaftlichen Umfelds etwas an Dynamik: Deutschland exportierte kalender- und saisonbereinigt 6,4 % mehr Waren und Dienstleistungen als im Jahr 2014, während die Importe nur um rd. 4,2 % zulegten. Als Lieferant der Verpackungsindustrie im Bereich der Konsumgüter und Lebensmittel ist die Papierindustrie direkt von Nachfragezyklen der Endverbraucher abhängig. Nach Bewältigung der Euro- und Schuldenkrise im Jahr 2013 war trotz der stabilen Gesamtkonjunktur in den Geschäftsjahren 2014 und 2015 ein nur sehr geringes Wachstum zu beobachten, das eher auf kunden- anstatt länderspezifische Ursachen zurückzuführen ist. Eine allgemeine Zurückhaltung bei der Vergabe von Neuaufträgen ist möglicherweise auf das seit einiger Zeit existierende Deflationsrisiko und damit die antizipierte Kaufzurückhaltung des Endverbrauchers zurückzuführen. 2. Unternehmenssituation und branchenspezifisches Umfeld Zanders GmbH (im Folgenden Zanders) ist einer der weltweit führenden Hersteller gussgestrichener Spezialpapiere und -kartons. Hauptgeschäft von Zanders ist die Produktion von Etiketten- und Verpackungspapieren und -kartons. Wesentlicher Umsatzträger ist hierbei das gussgestrichene Chromolux-Papier, doch gewinnen im Rahmen der Produkterweiterung um hochwertige ungestrichene und gestrichene Papiere andere Produkte an Bedeutung. Neben der eigenen Nutzung der hochmodernen Ausrüstung bietet Zanders freie Kapazitäten in Form der Fremdausrüstung für Faltschachtelkarton u.ä. Papiere oder Kartone an. Für die zusätzliche Auslastungssteigerung im Bereich der Papiererzeugung und -veredelung stellt Zanders im Rahmen der Lohnfertigung für deutsche Papierproduzenten ein- und zweiseitig gestrichene Papiere her. Mit diesem breit aufgestellten Produkt- und Serviceportfolio fokussiert sich die Gesellschaft auf klar abgrenzbare und margenstabile Nischen für Papieranwendungen in und außerhalb der Verpackungsindustrie und konkurriert mit anderen Anbietern von Spezialitätenpapieren. Mit Wirkung zum 20.05.2015, 24:00 Uhr ist die Zanders GmbH von der Metsä Board Deutsche Holding GmbH an den mutares-Konzern veräußert worden. Die mutares AG ist eine mittelständische Beteiligungsholding und konzentriert sich auf die Übernahme von Unternehmen, die sich in Umbruchsituationen z.B. Konzernveräußerungen befinden. Unternehmensziel der mutares AG ist es, seine Beteiligungen durch eine intensive operative Betreuung auf einen stabilen Pfad des profitablen Wachstums zu führen. In den meisten für Zanders relevanten Absatzmärkten zeigte sich eine konstante bis leicht rückläufige Geschäftsentwicklung im Vergleich zu 2014. Dies ist einerseits auf das in Abschnitt 1 schon angesprochene Deflationsrisiko als auch auf eine kundenseitige Unsicherheit bzgl. der Zukunft von Zanders vor der Anteilsveräußerung von der Metsä Board-Gruppe an die mutares AG zurückzuführen. Von einem grundsätzlich rückläufigen Marktpotential für Zanders kann nicht ausgegangen werden, da Verbraucher trotz gesättigter Konsumgütermärkte weiterhin eine steigende Präferenz für Produkte von hoher Qualität äußern, bei denen die Verpackung wesentliches Verkaufsargument ist. Bei einer Mengensteigerung von 1,7 % im Vergleich zu 2014 auf 11,2 Mio. to liegt die deutsche Papierindustrie mit Schwerpunkt Verpackung in 2015 weiterhin auf hohem Absatzniveau und war der Haupttreiber des Gesamtpapierabsatzes mit 22,7 Mio. to (2014: 22,5 Mio. to). Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren (KPIs) der Zanders GmbH sind Umsatzerlöse und Jahresergebnis. Als Umsatzerlöse werden Umsätze nach Abzug aller Ermäßigungen betrachtet. Weitere wichtige KPIs sind Verkaufsvolumen und Netto-Cashflow. 3. Wichtige Verträge, Vereinbarungen sowie Entwicklungen im Geschäftsjahr Im Rahmen der nachhaltigen Sanierung von Zanders wurde zwischen den Tarifvertragsparteien eine vierjährige Standortsicherungsvereinbarung zur Entlastung der Personalkosten abgeschlossen. In diesem Zusammenhang wurde die temporäre Anpassung von tariflichen Entgelten und Sonderzahlungen vereinbart. 4. Produktion Die Produktion von Zanders ist von einem hohen Eigenfertigungsanteil zur Gewährleistung der notwendigen Qualität des Papiers geprägt. Das grundsätzliche Ziel der termingerechten Produktion und Auslieferung der Kundenbestellungen bei gleichzeitig hoher Auslastung der Fertigung im Rahmen des bestehenden Schichtsystems konnte in 2015 bei sukzessiver Verringerung des Personalbestands in produktionsnahen Bereichen realisiert werden. Spitzenbelastungen wurden durch Schichtflexibilisierung und Nutzung der Zeitkonten aufgefangen. 5. Absatz Auf Grund des leicht rückläufigen Absatzes von Chromolux-Produkten um 2% (39,5 kto in 2014 und 38,6 kto in 2015) und eines damit einhergehenden Umsatzrückgangs von EUR 81,8 Mio. auf EUR 81,3 Mio. wurden frühzeitige Anpassungen in der Vertriebsorganisation umgesetzt, um den Neuproduktabsatz zu stärken (der erwartete Chromolux-Absatz i.H.v. 41 kto konnte nicht realisiert werden). Diese eindeutige Umsetzung der Produktdifferenzierungsstrategie resultiert in einer erfreulichen Volumensteigerung neuer Produkte von noch rd. 2,9 kto in 2014 auf rd. 11,6 kto in 2015. Insbesondere der Absatz der noch jungen Produkte Rx nature bzw. Zanlabel konnten in 2015 von 0,4 kto auf 1,4 kto bzw. von 2,5 kto auf 7,6 kto erhöht werden. Somit konnte der prognostizierte Absatz von Zanlabel mit 8 kto nahezu erreicht werden. Das insgesamt abgesetzte Volumen eigener Produkte stieg um rd. 12 % von rd. 45 kto auf 50,5 kto im Vergleichszeitraum und die Umsatzerlöse von EUR 86 Mio. auf EUR 92,4 Mio. Unter Berücksichtigung eines geringeren Volumens an Fremdausrüstung in 2015 konnten die Bruttoumsatzerlöse von EUR 102,1 Mio. in 2014 auf EUR 105,3 Mio. gesteigert werden. 6. Beschaffung Der Materialeinsatz, der sich aus dem Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie dem Aufwand für bezogene Leistungen errechnet, lag in 2015 bei EUR 59 Mio. bzw. 60,8 % der Gesamtleistung (im Vergleich zu 55,4 % in 2014). Die Gesamtleistung errechnet sich aus den Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen, anderen aktivierten Eigenleistungen und sonstigen betrieblichen Erträgen. Die Gesamtleistung 2014 ist für Vergleichszwecke um Zuschreibungen auf das Anlagevermögen i.H.v. EUR 7,7 Mio. zu bereinigen und betrug damit EUR 96,5 Mio. Trotz eines bedeutenden Bestandsabbaus in 2015 erhöhte sich die Gesamtleistung auf EUR 97,1 Mio. Die Beschaffung war hauptsächlich geprägt von steigenden Zellstoffpreisen und einer Abwertung des Euro-Wechselkurses ggü. der US‑Dollarwährung. 7. Personal Der Personalbestand war im Berichtsjahr leicht steigend: Per 31. Dezember 2015 wurden 501 Vollzeitkräfte bei Zanders beschäftigt (31.12.2014: 488). Zusätzlich benötigte Ressourcen wurden mittels Zeitarbeitskräften bereitgestellt. Der Personalkostenanteil gemessen an der Gesamtleistung stieg infolge von Restrukturierungsrückstellungen und Effekten aus der Rückführung von Sanierungsbeiträgen der Mitarbeiter im Vergleich zu 2014 von 31 % auf 36 % an. Infolge von einem geringeren Personalbestand in 2016 sowie der Personalkosteneffekte aus der abgeschlossenen Standortsicherungsvereinbarung ist von einer bedeutenden Verbesserung der Personalkostenquote für 2016 auszugehen. Die Gesellschaft plant, bis zum Abschluss sämtlicher gesellschaftsrechtlicher Anpassungsmaßnahmen den Anteil von Frauen im Aufsichtsrat, in der Geschäftsführung sowie in den beiden Führungsebenen darunter von derzeit 0% nicht zu verändern und nach Abschluss der vorgenannten Maßnahmen neue Ziele festzulegen. 8. Forschung und Entwicklung Arbeitsschwerpunkt unserer Abteilung Forschung und Entwicklung war 2015 die Entwicklung neuer und die Optimierung kürzlich eingeführter Produkte. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Berichtsjahr EUR 0,5 Mio. B. Ertragslage Das Jahresergebnis (für 2014 um Zuschreibungen zum Anlagevermögen bereinigt) sank trotz der höheren Gesamtleistung infolge höherer Zellstoffpreise, Einmaleffekten im Rahmen des IT-Carve Out Projektes von Metsä Board sowie infolge von einmaligen Sanierungsaufwendungen von EUR -31,3 Mio. in 2014 auf EUR ‑37,4 Mio. im Berichtsjahr. Die ursprünglich abgegebene Prognose einer nur leichten Verschlechterung des Jahresergebnisses konnte somit nicht erfüllt werden. Die Fremdausrüstung für den ehemaligen Eigentümer Metsä Board wurde nach der Anteilstransaktion sukzessive zurückgefahren und wurde ab Januar 2016 mit Neukunden wiederaufgenommen. Der Nettoumsatz stieg um 4,1 % auf EUR 99,7 Mio. Diesem standen um EUR 1,3 Mio. höhere Materialaufwendungen und um EUR 4,9 Mio. höhere Personalaufwendungen gegenüber (nach Restrukturierungsrückstellungen). Abschreibungen auf das Anlagevermögen reduzierten sich um rd. EUR 2,0 Mio. auf EUR 4,8 Mio. in 2015, da in 2014 außerplanmäßige Abschreibungen i.H.v. EUR 1,8 Mio. vorgenommen worden waren. Auf Grund von Intercompany-Beziehungen mit Metsä Board in 2014 wurde ein Zinsertrag i.H.v. EUR 0,7 Mio. verbucht, der sich in 2015 auf EUR 0,1 Mio. reduzierte. Die Aufzinsung aus Pensionsrückstellungen betrug in 2014 EUR 5,2 Mio. und stieg in 2015 auf EUR 7,5 Mio., so dass das Finanzergebnis in Summe von EUR -5,8 Mio. auf EUR -7,5 Mio. sank. C. Vermögens- und Finanzlage sowie Liquidität Die immateriellen Vermögensgegenstände stiegen im Geschäftsjahr 2015 um rd. EUR 0,5 Mio. auf EUR 1,4 Mio. infolge der Aktivierung von Umstellungskosten auf ein eigenes IT-System. Die materiellen Vermögengestände sanken von EUR 39,3 Mio. in 2014 auf EUR 35,7 Mio. in 2015 und reflektieren eine Abschreibung i.H.v. EUR 4,2 Mio. sowie Investitionen i.H.v. EUR 0,6 Mio. Im Kontext der Konsolidierung der gesellschaftsrechtlichen Struktur wurde der 50%-Anteil an der ungarischen Gesellschaft Z-P Formular Nyomdaipari veräußert. Die Vorräte sanken um EUR 8,7 Mio. auf EUR 21,5 Mio. infolge einer bedarfsgerechteren Produktion als im Vorjahr sowie auf Grund von Lagerbereinigung und -neubewertung i.H.v. EUR 1,5 Mio. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen infolge einer Veränderung des stichtagsbezogenen Kundenmixes sowie infolge von kreditorischen Debitoren im Vergleich zum Vorjahr (EUR 10,9 Mio.) auf einen Stand i.H.v. EUR 12,3 Mio. Die Vorratsreichweite sank deutlich von 115 Tagen in 2014 auf 79 Tage ab, während die durchschnittliche Forderungslaufzeit infolge eines geänderten Produkt- und Kundenmixes von 42 Tagen leicht auf 48 Tage stieg. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken von EUR 7,3 Mio. auf EUR 5,9 Mio., womit sich ebenso die durchschnittliche Verbindlichkeitenlaufzeit von 32 Tagen in 2014 auf 28 Tage in 2015 reduzierte. Insgesamt konnte das Working Capital (Summe aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie des Vorratsvermögens abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) um rd. 17 % reduziert werden. In 2014 waren durchschnittlich 35 % der Umsatzerlöse im Working Capital gebunden, während dieses Verhältnis in 2015 auf 28 % reduziert werden konnte. Die Kapitalbindung des Working Capital sank hauptsächlich infolge der geringeren Vorratsreichweite von 125 Tagen in 2014 auf 99 Tage in 2015. Im Rahmen der Anteilsübernahme durch die mutares Holding-20 AG und die LACO Consulting GmbH wurde die Kapitalrücklage der Gesellschaft gestärkt, mit der Gewinnrücklage und den bisherigen Verlustvorträgen saldiert sowie abschließend mit dem Verlustvortrag zum 31.12.2015 verrechnet. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Stichtag EUR 17,4 Mio. bzw. 19 % der Bilanzsumme (Vorjahr EUR 23,8 Mio. bzw. 24 %), während sich der Liquiditätsbestand von EUR 0,2 Mio. in 2014 auf rd. EUR 17 Mio. erhöht hat. Die Gesellschaft besitzt keine Bankverbindlichkeiten oder ähnliche Verpflichtungen. Pensionsverpflichtungen von Zanders belaufen sich per Stichtag auf rd. EUR 55,2 Mio. Zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung wurde das Wahlrecht zur Ausdehnung des Zeitraums für die Durchschnittsbildung des Rechnungszinses von sieben auf zehn Jahre nicht ausgeübt. Die Vermögenslage der Gesellschaft ist in 2015 vom Eigentümerwechsel stark beeinflusst und b.a.w. als stabil zu beurteilen. Die Kapitalbindung konnte zur Liquiditätsgenerierung reduziert werden, während das Eigenkapital sich auf Grund der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen um rd. EUR 6 Mio. reduzierte. D. Risiko- und Chancenbericht Die Fokussierung von Zanders auf die Erweiterung des Produktprogramms sowie die Senkung der Fixkosten bildeten den operativen Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2015. Eine proaktive Kundenansprache zur Kommunikation der Neupositionierung von Zanders als Qualitätsführer für Spezialpapiere in klar abgrenzbaren Nischen bildete die Basis für eine weiterhin starke Reputation und werthaltigen Auftragseingang. Bis zum Erwerb der Gesellschaft durch die mutares-Gruppe war das Risikomanagementsystem fester Bestandteil der Prozesse der Metsä Board-Gruppe. Mit Datum des Vollzugs (20. Mai 2015) erfolgt die Einbindung in das Risikomanagementsystem der mutares-Gruppe, welches auf Grund des Geschäftsmodells und der Nicht-Vergleichbarkeit der einzelnen Beteiligungen hauptsächlich auf finanzielle Indikatoren abzielt. Diese werden sukzessive um gesellschaftsspezifische Risikoindikatoren wie z.B. Arbeitssicherheit und Umweltschutz ergänzt. Risiken · Risiko der Unternehmensfortführung Auf Grund der nachhaltigen Verluste der Vergangenheit sowie der Kostenstrukturen ist der Bestand des Unternehmens gefährdet und insbesondere von der erfolgreichen Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen abhängig. Die Geschäftsführung geht aufgrund der Unternehmens- und Liquiditätsplanung für die Geschäftsjahre 2016 und 2017 davon aus, dass die Gesellschaft vorbehaltlich des Erfolgs der umgesetzten Sanierungsmaßnahmen alle wirtschaftlichen Aktivitäten unter Einhaltung der externen Zahlungsverpflichtungen fortführen kann und somit keine Überschuldung bzw. Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft im insolvenzrechtlichen Sinne droht. Die kurzfristig verfügbare Liquidität wird im Rahmen entsprechender Planungsmodelle hinreichend genau überprüft. Hierdurch ist die Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus Sicht der Geschäftsführung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben und dementsprechend wurde der Jahresabschluss unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. · Kreditrisiken Es bestehen grundsätzlich Ausfallrisiken im Hinblick auf alle in der Bilanz zum 31. Dezember 2015 aktivierten Forderungen oder sonstigen Vermögensgegenstände. Das maximale Ausfallrisiko wird bestimmt durch den Buchwert dieser Forderungen. Soweit Einzelrisiken ersichtlich sind, wird diesen Risiken durch bilanziell erfasste Wertminderungen Rechnung getragen. · Marktrisiken (Risiken der Rohstoffbeschaffung und auf der Absatzseite) Ein möglicher weiterer Anstieg der Preise an den Rohstoffmärkten, insbesondere für Zellstoff, ist als Marktrisiko zu benennen, das durch Weitergabe an die Kunden oder Bündelung von Einkaufsvolumina mit Kooperationspartnern kompensiert werden muss. Dieses Risiko ist zumindest in den ersten Monaten des Jahres 2016 nicht zu erkennen. Preisschwankungen im Bereich der Chemikalien wird versucht durch Zertifizierung mehrerer Lieferanten und entsprechender Substitutionsmöglichkeiten zu begegnen. Zanders fällt als energieintensives Unternehmen unter die Härtefallvorschrift des EEG. Sofern Veränderungen gegenüber der jetzigen Rechtslage vorgenommen werden, ist Zanders dadurch betroffen. Eine produktionsbedingte Unterdeckung im Kontext der bis 2020 zugeteilten CO 2-Emissionsrechte wird durch Zukauf entsprechender Zertifikate an den Terminbörsen ausgeglichen. Bei Annahme von Aufträgen, die über die budgetierten hinausgehen, ist zudem infolge der Vorfinanzierung der Materialien über Formen der Außenfinanzierung zu entscheiden. Des Weiteren ist im Rahmen des Bestandsgeschäfts bei Folgeaufträgen darauf hinzuwirken, dass die kundenseitig geforderten jährlichen Preisnachlässe nicht in negativen Deckungsbeiträgen des Auftrags resultieren. · Sonstige Liquiditätsrisiken Es bestehen Ausfallrisiken im Hinblick auf alle in der Bilanz zum 31. Dezember 2015 aktivierten Forderungen. Zanders reduziert dieses Risiko durch Prüfung der Bonität des zukünftigen Kunden sowie durch ein strenges Forderungsmanagement. Bei zweifelhaften Kunden wird grundsätzlich Vorkasse verlangt. Vorausgesetzt, dass diese Praxis beibehalten wird, ist das Finanz- und Liquiditätsrisiko als normal einzustufen. Währungsrisiken werden nicht speziell abgesichert. Der Anteil der Fremdwährungsforderungen am Forderungsbestand beträgt am 31. Dezember 2015 rd. 38 % (31. Dezember 2014: 27 %). Die zur Sicherstellung der Belieferung und zur Absicherung von Preisrisiken abgeschlossenen Stromterminkontrakte unterliegen einer regelmäßigen Überwachung durch die Einkaufsabteilung. · Produktions- und Technologierisiken Die hohen Anforderungen an einen effizienten Produktionsprozess mit hoher Maschinenauslastung erfordern einen intakten Maschinenpark. Investitionen zur Erhöhung der Kapazitäten und Produktivitätssteigerung u.a. durch Automatisierung und verbesserte Stillstandsplanung wurden umgesetzt sowie neue Projekte befinden sich in der Planungsphase. Präventive Instandhaltungsmaßnahmen sind budgetiert. Insgesamt ist daher davon auszugehen, dass die Risiken im Produktionsbereich als normal zu betrachten sind. Chancen Als wichtigstes Auswahlkriterium der Kunden bei der Beauftragung von Zanders erwiesen sich stets die sehr hohe Qualität der Produkte bei wettbewerbsfähigen Preisen sowie die kurzfristige bzw. flexible Bearbeitung bzw. Lieferung von Aufträgen. Die Nutzung dieser existierenden und effizient gestalteten Prozesse wird im Zusammenhang mit der Einführung diverser neuer Produkte sowie der Erschließung neuer Märkte intensiviert. Hierbei kann durch eine Verbesserung der Abstimmung zwischen Vertrieb, Produktionsplanung und Papiererzeugung/-veredelung eine produktions- und bestandeffiziente Prozessführung realisiert werden. Ein Aufbau von Personalressourcen in den Bereichen Vertrieb und Technologie führte bereits und wird weiter zur fokussierten Verbreiterung der potentiellen Kundenbasis führen. Ergänzende Marketing-Maßnahmen im Bereich des Online- und Messemarketings werden zusätzlich zu einer erhöhten Visibilität von Zanders im Kontext seiner Neupositionierung im relevanten Marktumfeld führen. Infolge einer Steigerung der technologischen Aspekte entlang der Wertschöpfungskette wird ein weiterer Fokus die Steigerung der Qualität existierender Produkte z.B. Chromolux und dessen effizientere Herstellung sein. Hierzu werden zusätzlich zu eigenen auch externe Technologie-Kapazitäten eingesetzt. Insgesamt betrachtet ergibt sich die Chance, durch die fokussierten Vertriebsaktivitäten und produktionsseitigen Optimierungsmaßnahmen die budgetierte Ergebnisverbesserung überzuerfüllen. E. Wichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Der Auftragseingang der ersten Monate in 2016 ist als zufriedenstellend zu beurteilen. Die Prognosegenauigkeit zukünftiger Umsätze wird durch die häufiger kundenseitig auftretenden Anpassungen von Abrufen erschwert. In Summe entsprechenden die Ergebnisse für das 1. Quartal 2016 den budgetierten Werten. F. Prognosebericht · Konjunkturentwicklung Die Eurozone ist seit Ende 2013 wieder auf den gesamtwirtschaftlichen Wachstumspfad zurückgekehrt. Hierbei haben jedoch fiskalpolitische Entscheidungen der jüngeren Vergangenheit der Europäischen Zentralbank wie z.B. die kontinuierliche Absenkung des Leitzinses kaum Einfluss auf die Realwirtschaft der großen Volkswirtschaften gezeigt. Das mit dem geringen Zinsniveau verbundene Deflationsrisiko wird durch entsprechende finanzpolitische Maßnahmen korrigiert werden, um ein positives Konsumklima des Endverbrauchers als realwirtschaftlichen Wachstumstreiber zu induzieren. Anzeichen für gegenteilige Entwicklungen sind bisher nicht erkennbar, können jedoch auf Grund der wesentlich geringeren Inkubationszeit von Krisen des Finanzsektors in den realwirtschaftlichen Bereich und bedeutenderen Auswirkungen nur schwer prognostiziert werden. Trotz hohen Schuldenstands einiger Volkswirtschaften befinden sich die meisten Länder der Eurozone auf Wachstumspfad. Ebenso kann für Deutschland weiterhin von einem stabilen, ggf. leicht wachsenden Niveau ausgegangen werden. · Branchenspezifische Entwicklung Das stabile Niveau der Gesamtwirtschaft wird auch im Bereich des Konsumgütermarktes und damit der Verpackungs-/Papierindustrie erwartet - zumindest in Deutschland. So wird gemäß diverser Indizes zur Messung des Konsumklimas mittelfristig nicht von einer rückläufigen, jedoch eher stagnierenden Entwicklung ausgegangen. Verlässliche Aussagen zu anderen europäischen Ländern können nur schwer getroffen werden, da die Markttransparenz in den einzelnen für Zanders relevanten Nischen mit steigender geographischer Entfernung sukzessive abnimmt. · Entwicklung der Gesellschaft Infolge der fokussierten Neuprodukteinführung, der geographischen Expansion sowie der Produktivitätsmaßnahmen in der Papiererzeugung und -veredelung wird für das laufende Geschäftsjahr 2016 eine Erhöhung der Umsatzerlöse auf rd. EUR 110 Mio. erwartet. Neben der Steigerung der Umsatzerlöse soll durch Senkung der Material- und Personalquote eine deutliche Ergebnisverbesserung aus dem operativen Geschäft erzielt werden. Ziel ist in diesem Zusammenhang ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit innerhalb der nächsten zwei Jahre. Hierfür sind detaillierte Maßnahmenpakete im Rahmen des Sanierungskonzeptes definiert und befinden sich in Umsetzung. Die tatsächlichen Ergebnisse können dennoch wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen.
Bergisch Gladbach, den 11.05.2016 Dr. Lennart Schley als Geschäftsführer der Zanders GmbH Bilanz zum 31. Dezember 2015Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
Anhang für das Geschäftsjahr 2015I. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Zanders GmbH (bis 22. Mai 2015: Metsä Board Zanders GmbH) zum 31. Dezember 2015 wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 HGB und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Bis zum 20. Mai 2015 war Alleingesellschafterin der Zanders GmbH die Metsä Board Deutsche Holding GmbH, die sich ihrerseits zu 100 % im Eigentum der Metsä Board Oyj mit Sitz in Espoo, Finnland, befindet. Seitdem gehört die Zanders GmbH zur mutares-Gruppe und ihre Anteile werden von der mutares Holding-20 AG (94,9 %) und der LACO Consulting GmbH (5,1 %) gehalten. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. In der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen, wenn dies die Klarheit der Darstellung fördert. Aus dem gleichen Grund werden die davon-Vermerke zur Bilanz sowie teilweise zur Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang gemacht. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanz ist unter Berücksichtigung des Verwendungsvorschlags des Jahresergebnisses aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Mit Datum vom 30. Dezember 2015 haben die Gesellschafter beschlossen, zum teilweisen Ausgleich des Verlustvortrags aus Vorjahren in Höhe von TEUR 743.290 diesen mit der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 686.755 sowie den Anderen Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 39.778 zu verrechnen. In der Bilanz verblieb danach unterjährig ein Bilanzverlust in Höhe von TEUR 16.757. Im Zusammenhang mit dem Anteilseignerwechsel ist die Gesellschaft mit zusätzlicher Liquidität ausgestattet worden. Die Gesellschaft verfügt zum 31. Dezember 2015 über liquide Mittel von TEUR 16.961. Die Geschäftsführung geht unter Berücksichtigung der Planung sowie der Liquiditätssituation von der Angemessenheit der Annahme der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aus. Die Zanders GmbH liefert Energie an Dritte und ist damit Energieversorgungsunternehmen im Sinne des § 3 Nr. 18 EnWG. Die Gesellschaft ist jedoch kein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen im Sinne des § 3 Nr. 38 EnWG, da sie neben der Funktion des Vertriebs von Elektrizität keine der Funktionen Übertragung oder Verteilung von Elektrizität ausübt, sondern nur eine Kundenanlage im Sinne des § 3 Nr. 24a EnWG betreibt. Damit gelten nur die Vorschriften des § 6b Abs. 1 und 2 EnWG, die Pflichten zur buchhalterischen Entflechtung gemäß § 6b Abs. 3 EnWG gelten jedoch nicht. Die gemäß § 6b Abs. 2 EnWG erforderlichen Angaben zu Geschäften größeren Umfangs mit verbundenen Unternehmen sind in den Erläuterungen zu den Bilanz- und GuV-Positionen erfolgt. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten, die linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (drei bis sieben Jahre) abgeschrieben werden, oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr 2015 planmäßig fortgeführten Abschreibungen oder zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen sind neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Das unbewegliche Sachanlagevermögen wird über eine Nutzungsdauer von 25 bis 50 Jahren linear abgeschrieben. Vor 1990 angeschaffte Gebäude werden weiterhin mit der degressiven AfA abgeschrieben. Soweit erforderlich wurden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerdem außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Zeitwert zum Abschlussstichtag berücksichtigt. Die Abschreibungen auf das bewegliche Sachanlagevermögen erfolgen linear nach Maßgabe der Abschreibungstabelle für die Zellstoff, Holzstoff, Papier und Pappe erzeugende Industrie. Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 150 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben; dabei wird auch der Abgang dieser Wirtschaftsgüter unterstellt. Für Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von EUR 150 bis EUR 1.000 werden jährlich Sammelposten gebildet, die über fünf Jahre abgeschrieben werden. Eine verkaufte Streichmaschine hat die Gesellschaft mit Vertrag vom 30./31. Dezember 2008 für 30 Jahre zurück geleast. Die Maschine wird daher im Anlagevermögen mit fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten sowie Abschreibungen bilanziert. Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Zeitwerten am Abschlussstichtag bilanziert. Bei den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu fortgeschriebenen Einstandspreisen (Anschaffungskosten) oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Abschlussstichtag bilanziert. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten enthielten zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten, aktivierungsfähige Verwaltungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Mit Wirkung zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 erfolgt im Zusammenhang mit dem Gesellschafterwechsel eine dahingehende Anpassung, dass die Herstellungskosten ohne aktivierungsfähige Verwaltungsgemeinkosten bewertet wurden. Dies führte zu einer Abwertung der Bestände um TEUR 1.146. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und eingeschränkter Verwertbarkeit sowie gesunkenen Verkaufspreisen ergeben, wurden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Emissionsrechte werden als immaterielle Rechte im Vorratsvermögen ausgewiesen. Dabei werden gemäß IDW RS HFA 15 entgeltlich erworbene Rechte zu Anschaffungskosten und unentgeltlich zugeteilte Rechte zum Erinnerungswert bewertet. Die Forderungen sind zum Nennwert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken einschließlich der Risiken eines nicht termingerechten Zahlungseingangs sind durch angemessene Einzel- oder Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Die Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt unverändert 3 %. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten ein täglich verfügbares Bankguthaben zur Insolvenzabsicherung der Altersteilzeit gemäß § 8a ATG von insgesamt TEUR 1.200, das an die Commerzbank AG verpfändet ist. Aufgrund der kurzfristigen Verfügbarkeit der Gelder wird das Vermögen unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die liquiden Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) sind zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Der aktive Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 0 (i. Vj. TEUR 12). Er enthielt die Förderung der Erweiterung der Abwasserbehandlungsanlage gemäß § 10 Abs. 3 und 4 des Abwasserabgabengesetzes. Der Sonderposten wurde entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Anlage über zehn Jahre aufgelöst. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Leistungen hängen in der Regel von der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter ab. Die betriebliche Altersversorgung erfolgt auf Basis von Pensionsordnungen sowie individuellen Leistungszusagen. Die Rückstellungen für Pensionen werden durch Anwendung der projizierten Einmalbeitragsmethode ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Bei allen Leistungssystemen sind versicherungsmathematische Berechnungen erforderlich. Der Berechnung des Barwertes der nicht fondsgedeckten Versorgungsansprüche liegen folgende, soweit nicht anders gekennzeichnet zum Vorjahr unveränderte versicherungsmathematische Annahmen zugrunde: ·Sterbetafeln: Richttafeln 2005 G nach Prof. Dr. Klaus Heubeck ·Rechnungszins: 3,89 % p. a. (i. Vj. 4,54 % p. a.) ·Dynamik der anrechenbaren Bezüge 3 % p. a. ·Anpassung der laufenden Renten 2,0 % p. a. Als Zeitraum für die Durchschnittsbildung des Rechnungszinses wurde unverändert der 7‑Jahres-Zeitraum gewählt. Aus der BilMoG-Neubewertung der Pensionsrückstellung zum 1. Januar 2010 gemäß § 253 Abs. 1 und 2 HGB ergab sich (unter Berücksichtigung einer Leibrentenverpflichtung) ein zusätzlicher Gesamtaufwand in Höhe von TEUR 13.403. Entsprechend Artikel 67 Absatz 1 EGHGB wurde 2015 ein Fünfzehntel dieses Betrages (TEUR 894) den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen zugeführt und im außerordentlichen Aufwand ausgewiesen. Die aus der BilMoG-Neubewertung resultierende Unterdeckung zum 31. Dezember 2015 beträgt TEUR 8.042. Im Berichtsjahr bestehen verschiedene Pensionsverpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 55.213. Eine Pensionsrückstellung wurde mit dem hierfür gebildeten saldierungspflichtigen Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Hieraus ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von TEUR 50. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens zum Bilanzstichtag betrug TEUR 266 bei Anschaffungskosten von TEUR 202. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum Marktwert. In Höhe der Differenz zwischen Zeitwert und Anschaffungskosten von TEUR 64 besteht eine Ausschüttungssperre; die Gesellschaft verfügt jedoch ohnehin über kein Ausschüttungspotenzial, da das Eigenkapital kleiner als das gezeichnete Kapital ist. Bei Leibrentenverpflichtungen wurde ein Zinssatz von 3,89 % p. a (i. Vj. 4,54 % p. a.) zugrunde gelegt. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen für geregelte Fälle erfolgt nach IDW RS HFA 3 für die am Abschlussstichtag bestehende Verpflichtung der Gesellschaft aus abgeschlossenen und potenziellen Altersteilzeitverträgen zum Erfüllungsbetrag von TEUR 1.671 (i. Vj. TEUR 1.920). Die Verpflichtungen aus bestehenden Altersteilzeitverträgen werden gemäß der BilMoG-Neuregelung mit dem Erfüllungsbetrag unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 2,34 % p. a. (i. Vj. 3,08 % p. a.) und eines unveränderten Gehaltstrends von 2,5 % p. a. angesetzt. Die Jubiläumsrückstellungen resultieren aus der tarifvertraglichen Verpflichtung zur Gewährung von Urlaubstagen bei Erreichen bestimmter Jahre an Betriebszugehörigkeit unter der Verwendung eines Zinsfußes von 2,00 % p. a. (i. Vj. 2,00 % p. a.). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen ungewissen Schulden, Verluste und Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Daneben sind Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gemäß § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB gebildet worden. Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem hierfür notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Die auf fremde Währung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten sind grundsätzlich zu den jeweiligen Kursen am Entstehungstag bewertet. Auf fremde Währung lautende Bankkonten sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Vorschriften des § 256a HGB wurden entsprechend angewendet. Latente Steuern existieren aufgrund unterschiedlicher Wertansätze zwischen der Steuer- und der Handelsbilanz. Aufgrund des Aktivüberhangs der latenten Steuern, insbesondere aus Verlustvorträgen und sonstigen Rückstellungen, zum Bilanzstichtag verzichtet die Gesellschaft auf die Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB. Es werden keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Passive latente Steuern bestehen nicht. Für die Berechnung wurde ein kombinierter Steuersatz von unverändert 31,93 % angewendet. III. Erläuterungen zur Bilanz Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagespiegel der Gesellschaft in der Anlage zum Anhang dargestellt. Finanzanlagevermögen Die Zanders GmbH hält folgende Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen:
Die Anteile an der Z-P Formular Nyomdaipari wurden mit Vertrag vom 14. Juli 2014 veräußert. Der Verkauf wurde im Geschäftsjahr 2015 vollzogen. Im Rahmen des Verkaufs der Sparte "Premium Paper" im Geschäftsjahr 2012 hat die Käuferin die Option erworben, die Anteile der Zanders an der Zhejiang Minfeng Paper Company Ltd. zu einem festgelegten Kaufpreis zu übernehmen. Die Option wurde bisher noch nicht ausgeübt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten i. W. Forderungen gegen das Finanzamt (TEUR 673), Forderungen aus der Insolvenzabsicherung der Altersteilzeit gegen die Commerzbank (TEUR 1.200), sowie Forderungen gegenüber Mitarbeitern aufgrund des Arbeitszeitkontos (TEUR 228). Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital beträgt EUR 71.596.000. Die Stammeinlage ist voll erbracht. Kapitalrücklage Im Mai 2015 wurden EUR 31.000.000,00 als Einlage in die Kapitalrücklage wie folgt geleistet: Mit Wirkung zum 18. Mai 2015 hat die Metsä Board Oyi, Espoo/Finnland gemäß Vertrag vom selben Tag Verbindlichkeiten der Zanders GmbH gegenüber der Metsä Group Treasury Oy, Espoo/Finnland, übernommen. Der hieraus resultierende Freistellungsanspruch der Zanders GmbH gegenüber der Metsä Group Treasury Oy i. H. v. TEUR 30.000 wurde in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingestellt. Mit Beschluss vom 20. Mai 2015 hat die Metsä Board Deutsche Holding GmbH zusätzlich TEUR 1.000 in die Kapitalrücklage der Zanders GmbH nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingezahlt. Mit Wirkung zum 30. Dezember 2015 hat die Gesellschaft die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 686.755.472,59 zum teilweisen Ausgleich des Verlustvortrags aus dem Jahr 2014 in Höhe von EUR 743.290.324,80 mit diesem verrechnet. Die Kapitalrücklage beträgt demnach zum Bilanzstichtag TEUR 0. Gewinnrücklagen Mit Wirkung zum 30. Dezember 2015 hat die Gesellschaft die Anderen Gewinnrücklagen in Höhe von EUR 39.778.002,81 zum teilweisen Ausgleich des Verlustvortrags aus dem Jahr 2014 in Höhe von EUR 743.290.324,80 mit diesem verrechnet. Die Anderen Gewinnrücklagen betragen demzufolge zum Bilanzstichtag TEUR 0. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen Die Erweiterung der Abwasserbehandlungsanlage wurde gemäß § 10 Abs. 3 und 4 des Abwasserabgabengesetzes mit TEUR 437 gefördert. Die Förderung wurde durch Verrechnung mit den Schmutzwasserabgaben der Jahre 2002 bis 2005 geleistet. Die Bescheide sind in 2006 und 2007 ergangen. Der Sonderposten wurde entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Anlage über zehn Jahre ertragswirksam vereinnahmt (31. Dezember 2015: TEUR 0; i. Vj. TEUR 12). Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden i. W. für Verpflichtungen aus dem Personalbereich i. H. v. TEUR 5.897 (i. Vj. TEUR 5.388), für Kundenboni und -rabatte i. H. v. TEUR 1.962 (i. Vj. TEUR 2.225), für ausstehende Lieferantenrechnungen i. H. v. TEUR 2.485 (i. Vj. TEUR 1.147), für Rechtsberatung und -risiken i. H. v. TEUR 445 (i. Vj. TEUR 1.480) sowie zur vertragsgemäßen Sicherstellung der Zahlungsverpflichtung der BGE Eisenbahn Güterverkehr GmbH i. H. v. TEUR 600 (i. Vj. TEUR 600) gebildet. Die größten Einzelposten im Personalbereich entfallen auf Altersteilzeitrückstellungen TEUR 1.671 (i. Vj. TEUR 1.920), auf Restrukturierungsrückstellungen TEUR 2.651 (i. Vj. TEUR 376) sowie auf Rückstellungen für sonstige Personalverpflichtungen TEUR 1.115 (i. Vj. TEUR 987). Für Verpflichtungen aus Stromterminkontrakten wurde zum 31. Dezember 2015 eine Drohverlustrückstellung von TEUR 787 (i. Vj. TEUR 921) aufgrund des auf TEUR 3.069 gesunkenen beizulegenden Zeitwerts dieser Kontrakte ausgewiesen. Verbindlichkeiten
Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr binnen eines Jahres fällig. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten insbesondere Verbindlichkeiten aus abzuführenden Lohnsteuern. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zanders GmbH vergütet auf der Basis des Logistikvertrags Gohrsmühle der BGE Eisenbahn Güterverkehr GmbH die Anlagen-, Betriebs- und sonstigen Kosten des Logistikzentrums. Die Vergütung erfolgt zunächst auf der Basis monatlicher Abschlagszahlungen. Nach Erstellung der endgültigen Jahresendabrechnung der Logistikzentren kann es zu einer Nachforderung eines Minderbetrags zulasten oder einer Rückerstattung eines Mehrbetrags zugunsten der Zanders GmbH kommen. Soweit mit einer Nutzung dieser Verträge nicht mehr oder nur in ganz geringem Umfang zu rechnen ist, wurde zum 31. Dezember 2015 eine Rückstellung in Höhe von TEUR 600 (i. Vj. TEUR 768) gebildet. Hierin enthalten ist die Verpflichtung gemäß Vertrag zwischen der Zanders GmbH und der BGE vom 19. Dezember 2007. Demnach stellt Zanders sicher, dass die BGE - sofern die zugesagten Frachtmengen in der Zukunft nicht erreicht werden - ihrer Zahlungsverpflichtung in Höhe von maximal TEUR 600 nachkommen kann. Die mittelbaren Versorgungsverpflichtungen gegenüber der "Unterstützungseinrichtung der ZANDERS Feinpapiere AG Bergisch Gladbach e.V." betragen bei Anwendung des BilMoG zum 31. Dezember 2015 TEUR 164 (i. Vj. TEUR 174). Das Kassenvermögen beträgt zum 31. Dezember 2015 TEUR -18 (i. Vj. TEUR 10). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse entfallen mit nahezu 100 % auf den Verkauf von Feinpapieren; sie gliedern sich nach geographisch bestimmten Märkten.
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung (TEUR 856; i. Vj. TEUR 463), Erlöse aus Mieteinnahmen (TEUR 559; i. Vj. TEUR 372), Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen (TEUR 12; i. Vj. TEUR 44), Erträge aus Beihilfen für indirekte CO 2-Kosten (TEUR 157; i. Vj. TEUR 267), sowie periodenfremde Erträge aus dem Verkauf der Anteile an einer Beteiligung (TEUR 838). Daneben sind folgende periodenfremde Erträge enthalten: Erträge aus der Auflösung von übrigen Rückstellungen (TEUR 278; i. Vj. TEUR 20) sowie sonstige periodenfremde Erträge (TEUR 257; i. Vj. TEUR 310). Materialaufwand Der Materialaufwand besteht ausschließlich aus Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (TEUR 59.044; i. Vj. TEUR 57.726). Von verbundenen Unternehmen der Metsä-Gruppe sind auf Basis von Liefer- und Leistungsverträgen in der Zeit vom 1. Januar bis 20. Mai 2015 im Wesentlichen Zellstoffe und andere in die Produktion einfließende Materialaufwendungen in Höhe von TEUR 5.514 (i. Vj. TEUR 10.507) bezogen worden. Personalaufwand/Mitarbeiteranzahl Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung beinhalten Erträge für Altersversorgung in Höhe von TEUR 74 (i. Vj. Erträge in Höhe von TEUR 221). Weitere Aufwendungen in Höhe von TEUR 7.492 (i. Vj. TEUR 5.183) werden im Zinsaufwand als Aufzinsung von Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Während im Vorjahr im Jahresdurchschnitt 507 Mitarbeiter beschäftigt wurden, waren es in 2015 im Durchschnitt 515. Der durchschnittliche Personalbestand gruppiert sich in 369 gewerbliche Arbeitnehmer und 146 Angestellte. Abschreibungen Bei den Abschreibungen des Geschäftsjahres 2015 handelt es sich ausschließlich um planmäßige Abschreibungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen
In 2015 wurden Instandhaltungskosten von TEUR 1.874 unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen, die im Jahr 2014 mit TEUR 1.646 dem Materialaufwand zugeordnet waren. Finanzergebnis
Außerordentliches Ergebnis Im Geschäftsjahr 2010 machte die Gesellschaft von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilte den Aufwand aus der Umstellung der Pensionsverpflichtungen (TEUR 13.403) linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2015 wurden TEUR 894 als außerordentlicher Aufwand erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung bei Pensionsrückstellungen auf TEUR 8.042 (i. Vj. TEUR 8.935 inklusive einer Leibrentenverpflichtung). Steuern Die sonstigen Steuern betreffen im Wesentlichen Grundsteuern. Sonstige Angaben Mehrheitsbeteiligung an der Gesellschaft Bis zum 20. Mai 2015 war Alleingesellschafterin der Zanders GmbH die Metsä Board Deutsche Holding GmbH, die sich ihrerseits zu 100 % im Eigentum der Metsä Board Oyj mit Sitz in Espoo, Finnland, befindet. Seitdem gehört die Zanders GmbH über die mutares Holding-20 AG zur mutares-Gruppe. Die mutares AG erstellt zum 31. Dezember 2015 einen im Sinne des § 291 Abs. 2 HGB befreienden Konzernabschluss nach deutschem Handelsrecht für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Die Offenlegung erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger. Der Konzernabschluss ist unter folgender Adresse erhältlich: mutares AG, Uhlandstraße 3, 80336 München. Honorar des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers für die Gesellschaft ist nicht in der Angabe des Abschlussprüferhonorars im Konzernabschluss der mutares AG enthalten. Es beträgt TEUR 72 und umfasst TEUR 60 für Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 12 für andere Bestätigungsleistungen. Geschäftsführung Geschäftsführer der Zanders GmbH sind bzw. waren: · Andreas Euler Diplom-Ingenieur, Pulheim; bis 28. Februar 2015 · Robert Winkels Rechtsanwalt, Bergisch Gladbach; vom 1. März 2015 bis zum 20. Mai 2015; Sprecher der Geschäftsführung · John Tucker Kaufmann, Kent/Vereinigtes Königreich; vom 1. März 2015 bis zum 31. März 2016 · Dr. Lennart Schley Diplom-Kaufmann, Berlin; seit 20. Mai 2015; Vorsitzender der Geschäftsführung. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Gesamtbezüge für frühere Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder sowie deren Hinterbliebene betrugen TEUR 966. Für ehemalige Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder ist eine Pensionsrückstellung von TEUR 8.488 gebildet worden. Aufsichtsrat Dem Aufsichtsrat der Zanders GmbH gehören bzw. gehörten die folgenden Personen an: · Dr. Ari Kiviranta Senior Vice President, Head of Cartonboard Business Area, Metsä Board Oyj, Espoo/Finnland; bis zum 20. Mai 2015; Aufsichtsratsvorsitzender · Sari Pajari Senior Vice President, Business Services and Development, Metsä Board Oyj, Espoo/Finnland; bis zum 20. Mai 2015 · Frank Eschenauer 5 Betriebsratsvorsitzender Zanders GmbH, Angestellter, Bergisch Gladbach, Deutschland; bis zum 31. März 2016; Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden · Dr. Wolf Cornelius Diplom-Ingenieur, Waldstetten, seit 20. Mai 2015; Aufsichtsratsvorsitzender · Dr. Kristian Schleede Diplom-Ingenieur, Zürich/Schweiz, seit 20. Mai 2015. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr Bezüge in Höhe von TEUR 5 erhalten. Ergebnisverwendung Der Geschäftsführer schlägt vor, den nach der am 30. Dezember 2015 von den Gesellschaftern beschlossenen Verrechnung mit der Kapitalrücklage und den Anderen Gewinnrücklagen verbliebenen Verlustvortrag in Höhe von TEUR 16.757 und den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2015 in Höhe von TEUR 37.416 auf neue Rechnung vorzutragen. 1Die Umrechnung der auf fremde Währung lautenden Beträge wurde zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag vorgenommen. 2 letzter verfügbarer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 3 Rechnungslegung nach einschlägigen lokalen Rechnungslegungsvorschriften. 4Die Restlaufzeit beträgt wie im Vorjahr weniger als ein Jahr. 5 Arbeitnehmervertreter
Bergisch Gladbach, den 11. Mai 2016 Zanders GmbH Dr. Lennart Schley Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz-, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Zanders GmbH, Bergisch Gladbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht der Gesellschaft hin. Dort ist im Abschnitt "Risiko- und Chancenbericht" ausgeführt, dass aufgrund der nachhaltigen Verluste der Vergangenheit sowie der Kostenstrukturen der Bestand des Unternehmens gefährdet und insbesondere von der erfolgreichen Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen abhängig ist.
Düsseldorf, den 11. Mai
2016
KPMG
AG
Kamping, Wirtschaftsprüfer Fuhrländer, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrates an die GesellschafterversammlungDer Aufsichtsrat hat sich über Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik und wesentliche Geschäftsvorfälle in mündlichen und schriftlichen Berichten durch die Geschäftsführung unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat hat auch das regelkonforme Verhalten der Geschäftsleitung und die hinreichende Effizienz der ausgeübten Instrumente zur Sicherstellung der Rechtstreue im Unternehmen geprüft. Mit Geschäftsführungsmaßnahmen, die nach Gesetz oder sonstigen Bestimmungen eine Zustimmung des Aufsichtsrates erfordern, hat sich der Aufsichtsrat eingehend befasst. Der von der Gesellschafterversammlung bestellte Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss zum 31.12.2015 der Zanders GmbH nebst Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschluss und der Lagebericht wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt und diskutiert. Auf die Erläuterungen der Wirtschaftsprüfer hat der Aufsichtsrat verzichtet. Der Aufsichtsrat hat Jahresabschluss und Lagebericht der Zanders GmbH anhand des Berichts des Abschlussprüfers geprüft und keinen Anlass zu Beanstandungen erkannt. Ein Konzernabschluss der ZANDERS-Gruppe wurde im Hinblick auf einen befreienden Konzernabschluss der mutares AG gemäß § 291 HGB nicht aufgestellt. Jahresabschluss und Jahresbericht der Zanders GmbH wurden vom Aufsichtsrat gebilligt. Der Aufsichtsrat teilt die Beurteilung der Geschäftsführung bezüglich der weiteren Entwicklung des Unternehmens. Ebenfalls stimmt der Aufsichtsrat mit der Geschäftsführung in der Bilanzpolitik überein. Der Aufsichtsrat hat 2015 insgesamt viermal getagt.
Dr. Wolf Cornelius, Vorsitzender des Aufsichtsrats Anmerkung zum Beschluss der Gesellschafter über die ErgebnisverwendungDie Gesellschafterversammlung vom 31.08.2016 hat den vom Aufsichtsrat der Gesellschaft gebilligten Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr zum 31.12.2015 festgestellt und beschlossen, den Jahresfehlbetrag dem Ergebnisvortrag zuzuführen und den Bilanzverlust in Höhe von ‑54.172.610,61 € auf neue Rechnung vorzutragen. |
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