Raiffeisenbank Mittenwald eG
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Johannes Neuner seit 10.4.2025 | Prokura |
Michael Hilmer seit 1.4.2021 | Vorstandsmitglied |
Georg Hornsteiner seit 20.6.2013 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Raiffeisenbank Mittenwald eGMittenwaldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen der GeschäftstätigkeitDie Raiffeisenbank Mittenwald eG ist eine eingetragene Genossenschaft, die der amtlich anerkannten BVR Institutssicherung GmbH und der zusätzlichen freiwilligen Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. angeschlossen ist. Zweck der Genossenschaft ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder. Wir betreiben grundsätzlich alle banküblichen Geschäfte sowie das Dienstleistungsgeschäft. Die Bank hat als zentrale Geschäftsfelder das Privat- und das Firmenkundengeschäft sowie als Ergänzung zum Kundengeschäft und zur Liquiditäts-, Ertrags- und Risikosteuerung das Eigengeschäft definiert. Das Institut nutzt darüber hinaus das Leistungsangebot innerhalb der genossenschaftlichen Finanzgruppe. Organe sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Generalversammlung. Im Bankgeschäft haben wir derzeit 20 Beschäftigte. Die Zahl der Mitglieder beträgt zum Jahresende 1.833. Wir unterhalten eine Hauptgeschäftsstelle in Mittenwald (vgl. Abschnitt VI. Zweigniederlassungen). II. WirtschaftsberichtII.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der bayerischen Kreditgenossenschaften Die für das Verständnis der Analyse unseres Geschäftsverlaufs und unserer wirtschaftlichen Lage maßgeblichen gesamtwirtschaftlichen, regionalen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr haben sich wie folgt entwickelt: Die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands im Jahr 2023 war geprägt von weiterhin hohen Teuerungsraten und schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Hohe Energiepreise und leere Auftragsbücher sorgten in Deutschland bereits zu Beginn des Jahres für eine Stagnation der konjunkturellen Entwicklung. Auch zum Jahresende hin blieben konjunkturbelebende Impulse aus. Trotz der Zunahme der Kaufkraft durch die gestiegenen Einkommen rutschte die deutsche Wirtschaft zuletzt in die Rezession. Der Arbeitsmarkt zeigte sich trotz allem weiterhin robust. Das globale Wachstum verlangsamte sich nur noch ein wenig. Nachdem die deutsche Wirtschaft 2022 noch vom Abbau der Auftragsrückstellungen sowie den Nachholeffekten im Dienstleistungssektor nach der Corona-Pandemie profitiert hatte, überwogen im vergangenen Jahr wachstumsdämpfende Faktoren. Im Vergleich zum Vorjahr schrumpfte das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) in 2023 preisbereinigt um -0,3 %. Besonders stark betroffen war dabei die deutsche Industrie, die ihre Produktion um -2,0 % zurückgefahren hat und damit einem anhaltenden Abwärtstrend gefolgt ist. Das verarbeitende Gewerbe, geprägt von energieintensiven Sparten, litt besonders unter der Teuerung der Energie. Zusätzlich wirkten sich eine schwache Konsumlaune der privaten Haushalte sowie eine verhaltene Auftragsentwicklung belastend aus. Die Neuaufträge gingen gegenüber dem Vorjahr um -5,9 % zurück. Diese Entwicklung zeigte sich auch bei den Auftragsbeständen, die zuletzt -3,2 % unter ihrem Vorjahresniveau notierten. Die allgemeine Reichweite der Auftragsbücher verkürzte sich um ca. -8,0 % auf durchschnittlich 7,2 Monate. Schwach positive Impulse sendeten unterdessen das Baugewerbe sowie die Dienstleistungsbereiche. Ausgehend von einem 10-Jahres-Tiefstand konnte die Bruttowertschöpfung im Baugewerbe preisbereinigt leicht um rund 0,2 % gesteigert werden. Die Bruttowertschöpfung im Dienstleistungssektor nahm um 1,0 % zu. Besonders positiv entwickelte sich dabei der Informations- und Kommunikationssektor mit einem Plus von 2,6 %. Bremsend wirkte vor allem das Handels- und Gastgewerbe mit einem Rückgang um -1,0 %. Die Materialknappheit in der deutschen Industrie nahm zuletzt deutlich ab und näherte sich dem Vorkrisenniveau an. Die deutsche Handelsbilanz hat sich 2023 gegenüber dem Vorjahr verbessert. Mit einem Exportüberschuss (Exporte abzüglich Importe) von 209,4 Mrd. Euro war der Außenhandelssaldo mehr als doppelt so groß wie im Vorjahr, verfehlte aber noch immer sein Vorkrisenniveau. Die Importe beliefen sich im Jahr 2023 auf Waren im Wert von 1.352,6 Mrd. Euro. Das Exportvolumen stieg auf 1.562,0 Mrd. Euro. Mit über 45,8 Millionen Personen erreichte die Zahl der Erwerbstätigen 2023 im Durchschnitt einen neuen Höchststand. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einer Zunahme von 0,7 %. Zurückzuführen ist der anhaltende Wachstumstrend auf eine gesteigerte Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung vor allem im Teilzeitbereich sowie auf die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte. Den stärksten Zuwachs verzeichneten die Dienstleistungsbereiche mit 0,9 %. Im verarbeitenden Gewerbe stieg die Beschäftigungszahl zwar ebenfalls leicht um 0,1 %, verfehlte jedoch ihr Vorkrisenniveau weiter deutlich. Insgesamt zeigt der Arbeitsmarkt trotz steigender Erwerbstätigenzahlen erste Anzeichen der geschwächten Konjunktur. So ist die Arbeitslosenquote 2023 im Jahresmittel von 5,3 % auf 5,7 % etwas gestiegen. Ein ähnlicher Trend auf deutlich niedrigerem Niveau zeigt sich für den Freistaat Bayern: Hier stieg die Arbeitslosenquote im Jahresmittel auf 3,4 %, wobei sie 2022 noch 0,3 Prozentpunkte niedriger notierte. Damit hat Bayern aber weiterhin die niedrigste Arbeitslosenquote im bundesweiten Vergleich. Die Sparquote überstieg 2023 mit 11,3 % ihr Vorjahresniveau leicht, nachdem sie 2022 deutlich gefallen war. Haupttreiber dieser Entwicklung waren trotz anhaltender Preissteigerungen die gestiegenen Zinsen sowie die positive Entwicklung an den Aktienmärkten. Hier preisen Anleger bereits erste Senkungen der Leitzinsen für das Jahr 2024 ein. Die Inflation, gemessen durch den Verbraucherpreisindex, betrug in der Gesamtjahresbetrachtung 2023 noch immer 5,9 %. Das sind 1,0 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2022. Die Teuerung nahm im Jahresverlauf graduell ab, um im Dezember abermals einen leichten Aufwärtsschritt zu erfahren. Die Ursache war dabei eine staatliche Energiepreissenkung im Dezember 2022 durch die Bezuschussung von Gas- und Wärmerechnungen. Haupttreiber der anhaltenden Teuerung waren nach wie vor Energie und Lebensmittel mit einer jährlichen Preissteigerung von jeweils rund 13,0 %. Die Nettokaltmieten stiegen 2023 um 2,1 %. Die Staatsquote, die die Staatsausgaben im Verhältnis zum BIP misst, fiel 2023 leicht von 49,5 % im Jahr 2022 auf 48,2 % im Jahr 2023. Gleichzeitig fiel auch der Finanzierungssaldo (Ausgaben abzüglich Einnahmen) des Staates von 96,9 Mrd. Euro in 2022 auf 82,7 Mrd. Euro in 2023. Nicht berücksichtigt sind hierbei die Finanzierungssalden auf Länder- beziehungsweise kommunaler Ebene. Insgesamt dürfte der Finanzierungssaldo des öffentlichen Gesamthaushaltes etwas gestiegen sein. Auch das Jahr 2023 war geprägt von geopolitischen Krisen. Zusätzlich zum Krieg zwischen der Ukraine und Russland kam im Nahen Osten ein weiterer Konflikt hinzu, der Unsicherheit an den Finanzmärkten schürte. Die weiterhin hohen Inflationsraten veranlassten die Zentralbanken zudem, ihren geldpolitischen Straffungskurs konsequent fortzusetzen. Die US-Notenbank FED erhöhte ihren Leitzins bis in den Sommer hinein in vier Schritten auf einen Zielwert von 5,25 % bis 5,5 %. Durch den schnellen Zinsanstieg gerieten im Frühjahr mehrere mittelgroße US-Banken in Schieflage, was wiederum für Unruhe auf den Finanzmärkten sorgte. Auch die Europäische Zentralbank erhöhte ihren Leitzins kräftig. Sie vollzog insgesamt sechs Zinsschritte von 2,5 % auf 4,5 %. Die Zinsschritte der Notenbanken spiegelten sich in den Geldmarktsätzen wider. Der dreimonatige Euribor stieg im Jahresverlauf von knapp 2,2 % Anfang Januar auf 3,9 % Ende Dezember an. Der Rentenmarkt zeichnete 2023 ein weniger eindeutiges Bild. Ausgehend von rund 2,5 % zu Jahresbeginn stieg die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihen bis in den Herbst auf über 3,0 % Anfang Oktober an. Dieser Trend kehrte sich jedoch zum Jahresende um. Per Ende Dezember notierte die Rendite der Wertpapiere noch bei 2,0 %. Die Zinsstrukturkurve, die das Zinsniveau in Abhängigkeit von der Laufzeit zum Beispiel einer Staatsanleihe beschreibt, bleibt auch im Jahr 2023 tendenziell invers. Das bedeutet, dass Anleihen mit kurzer Laufzeit eine höhere Verzinsung haben als länger laufende Ausleihungen. Die Bundeswertpapiere folgten dem Trend am US-Markt. Insbesondere die steigende Unsicherheit über die künftige Zinsentwicklung ließ die Investoren bis in den Herbst vergangenen Jahres immer höhere Risikoprämien verlangen. Die Rendite der zehnjährigen US-Treasury Bonds stieg von 3,9 % Anfang Januar bis auf 5,0 % Mitte Oktober an. Nach den letzten Zinssitzungen der US-Notenbank FED überwiegt bei den Investoren jedoch der Glaube an die Zinswende in 2024, was zu einem Renditerückgang auf 3,9 % Ende Dezember führte. Der deutsche Aktienmarkt verzeichnete bis in den Sommer hinein einen positiven Trend. Nach einer Schwächephase im Herbst folgte eine ausgeprägte Jahresendrally. Unterm Strich legte der DAX von knapp 14.000 Punkten Anfang 2023 auf rund 16.800 Punkte zu. Das entspricht einem Kursgewinn von etwa 20 %. Insbesondere die Erwartung einer baldigen Zinssenkung in den USA ließ die Aktienkurse in den letzten Wochen des Jahres 2023 steigen. Der europäische Index EuroStoxx stieg im Jahresverlauf ebenfalls an. Von rund 3.800 Punkten zu Beginn des Jahres kletterte das europäische Börsenbarometer auf etwa 4.520 Punkte. Der US-amerikanische S&P 500 schloss das Jahr mit knapp 4.770 Punkten ab. Gegenüber 3.850 Punkten zum Jahresanfang ist dies ein Plus von rund 24 %. Auf dem Devisenmarkt schwankte der Euro/Dollar-Wechselkurs in 2023 in einem vergleichsweise engen Band. Nach einem Jahreshoch von knapp 1,13 Dollar/Euro im Juli 2023 ließen gedämpfte Wachstumsaussichten im Euroraum sowie die Erwartung höherer Fiskaldefizite in den USA die Gemeinschaftswährung im Oktober 2023 zeitweise auf unter 1,05 US-Dollar fallen. Unterm Strich wertete der Euro im Jahresverlauf gegenüber dem Dollar leicht auf. Erhielt man zu Beginn des Jahres für einen Euro 1,07 US-Dollar, waren es Ende Dezember 1,10 US-Dollar. Eine entgegengesetzte Entwicklung war beim britischen Pfund zu beobachten. War ein Euro Anfang des Jahres noch 0,89 Pfund Sterling wert, sind es zum Jahresende noch 0,87 Pfund Sterling. Das entspricht einer leichten Abwertung des Euro gegenüber dem Pfund von 2 %. Zu Jahresbeginn kostete ein Barrel Rohöl der Referenzsorte Brent rund 80 Euro. Förderkürzungen insbesondere Saudi-Arabiens und Russlands ließen den Ölpreis Ende September bis auf 92 Euro ansteigen. Der Krieg im Nahen Osten ab Anfang Oktober beeinflusste den Preis bislang kaum. Zum Jahresende notierte ein Barrel Rohöl bei 70 Euro. Gold als sichere Anlage in Krisenzeiten wurde auch in 2023 verstärkt nachgefragt. Anfang 2023 kostete die Feinunze rund 1.710 Euro, Ende 2023 waren es rund 1.870 Euro. Das entspricht einem Anstieg von mehr als 9 %. In einem herausfordernden Umfeld haben die 184 Volksbanken und Raiffeisenbanken in Bayern das Jahr 2023 mit einem soliden Ergebnis abgeschlossen. Die Genossenschaftsinstitute erzielten im vergangenen Jahr ein Gesamtbetriebsergebnis in Höhe von rund 2,1 Milliarden Euro und übertrafen damit das Vorjahresergebnis um 14,9 %. Die Bilanzsumme der Institute sank aufgrund der durch die EZB gekürzten Refinanzierungsgeschäfte um -0,5 % auf jetzt 207,6 Milliarden Euro. Bei der Kreditvergabe legten die Volks- und Raiffeisenbanken um 2,7 %, beziehungsweise 3,7 Milliarden Euro auf einen Bestand von nun 140,5 Milliarden Euro zu. Kredite an Firmenkunden stiegen um 2,5 Milliarden Euro (plus 3,4 %) auf 75,3 Milliarden Euro. Kredite an Privatkunden umfassen 61,3 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 1,0 Milliarden Euro (plus 1,7 %) entspricht. Das private Wohnbaukreditgeschäft nahm im ersten vollen Jahr seit der Zinswende mit einem Plus von 1,6 % auf 56 Milliarden Euro nur leicht zu. Das Neugeschäft im Wohnbausegment lag mit 11,3 Mrd. Euro deutlich unter den 19,6 Mrd. Euro des Vorjahres. Folglich diversifizierten die bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken ihr Kreditportfolio weiter. Die zweitstärkste Gruppe bei der Darlehensausgabe ist der Bereich IT und Datenverarbeitung mit einem Kreditbestand in Höhe von 8,2 Milliarden Euro. Das entspricht einer Zunahme von fast 7 % im Vergleich zum Vorjahr. Die bilanziellen Einlagen wuchsen um 0,6 Milliarden Euro auf nun 158,5 Milliarden Euro - ein leichtes Plus von 0,4 %. Dabei stiegen vor allem die von Firmenkunden bei den bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken angelegten Gelder auf 44,8 Milliarden Euro im abgelaufenen Jahr. Das entspricht einem Zuwachs von 1,1 %, beziehungsweise 0,5 Milliarden Euro. Die Einlagen privater Haushalte blieben mit knapp 102 Milliarden Euro fast unverändert. Die Kunden der bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken nahmen tendenziell längerfristige Anlagemöglichkeiten wahr und schichteten stark in Termineinlagen und Anlagen an den Kapitalmärkten um. So vergrößerte sich die Summe der in Termineinlagen angelegten Gelder auf 29,6 Milliarden Euro, mehr als das Dreifache im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Wertpapiere blieben wie schon in den vergangenen Jahren eine attraktive Anlageform. Das außerbilanzielle Kundenanlagevolumen stieg im Jahr 2023 kräftig an auf 116,1 Milliarden Euro. Absolut nahm das Volumen um 10,7 Milliarden Euro zu - ein Wachstum von über 10 %. Das ist neben Wertzuwächsen in den Bestandsdepots im Wertpapier- und Fondsgeschäft auch auf reines Neugeschäft zurückzuführen. So stieg der Nettoabsatz um 2,8 Mrd. Euro auf insgesamt 8,2 Mrd. Euro. Im Rahmen dessen wurden im vergangenen Jahr fast 110.000 neue Depots bei einem genossenschaftlichen Verbundpartner im Wertpapier- und Fondsgeschäft eröffnet. Auch die Zahl der Ansparpläne blieb auf hohem Niveau. Mit 848.582 Stück hat sich der Bestand seit 2020 um 16 % erhöht. Das operative Ergebnis kletterte 2023 auf 2,1 Milliarden Euro und entspricht damit 1,01 % der durchschnittlichen Bilanzsumme. Zu dem Plus trug insbesondere die Zinswende bei, durch die der Zinsüberschuss der bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken um insgesamt 14,0 % auf 3,6 Milliarden Euro gestiegen ist. Das Provisionsgeschäft blieb konstant bei 1,4 Milliarden Euro. Zudem konnten die Abschreibungen auf Wertpapiere aus dem Jahr 2022 durch gegenläufige Effekte im Geschäftsjahr vollständig revidiert werden. Das Bewertungsergebnis für Wertpapiere war im vergangenen Jahr positiv mit einem Plus von 330 Millionen Euro. Im Kreditbereich müssen die bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken allerdings der allgemein schlechteren Wirtschaftslage sowie den eingetrübten Konjunkturaussichten Rechnung tragen. Daher erhöhten sie ihre Risikovorsorge um 247 Millionen Euro, nach 82 Millionen Euro im Vorjahr. Kostenseitig ist es den Instituten gelungen, die Aufwendungen nahezu konstant zu halten: Die Betriebskosten stiegen nur leicht um 152 Mio. Euro auf 2,9 Milliarden Euro. Ursachen sind vor allem die Aufwendungen für die Digitalisierung sowie ein leichter Anstieg der Personalkosten. Zusammengenommen verbesserte sich die Aufwand-Ertrags-Relation (CIR) um 1,4 Prozentpunkte auf 59,8 %. Das harte Kernkapital betrug zum 31.12.2023 19,9 Mrd. Euro und ist damit im Vergleich zum Vorjahr spürbar gestiegen. Die Zunahme gegenüber dem Jahr 2022 beträgt 0,5 Milliarden Euro bzw. 2,6 %. Die harte Kernkapitalquote lag zuletzt bei 16,3 % und konnte damit ebenfalls sichtlich gesteigert werden. II.2 Leistungsindikatoren Definition unserer bedeutsamsten Leistungsindikatoren Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen: Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank wird die Relation des Betriebsergebnisses vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme (nachfolgend: "BE vor Bewertung/dBS") festgelegt. Die Kennzahl BE vor Bewertung/dBS misst die Ertragskraft der Bank in Relation zum Geschäftsvolumen, gemessen als durchschnittliche Bilanzsumme. Betriebswirtschaftlich neutrale Erfolgsfaktoren und Ertragsteuern bleiben unberücksichtigt. Die Leistungskennzahl unterscheidet sich insofern von der Gewinn- und Verlustrechnung. Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit/Effizienz oder Produktivität unseres Instituts wurde die Cost Income Ratio (nachfolgend: "CIR") bestimmt. Sie stellt das Verhältnis von Aufwendungen zu den Erträgen dar. In die Erträge fließen die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen saldiert ein. Betriebswirtschaftlich neutrale Erfolgsfaktoren und Ertragsteuern bleiben unberücksichtigt.Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dient die harte Kernkapitalquote nach Art. 92 Abs. 2 CRR (hartes Kernkapital des Instituts in Prozent des Gesamtrisikobetrags). Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) als Liquiditätskennzahl nach den Verordnungen (EU) 2015/61 und 575/2013 (Bestand an liquiden Aktiva / Nettoabflüsse in den nächsten 30 Tagen) dient als ein Indikator für die Liquiditätslage der Bank. Strategisch wird eine Zielgröße von 110 % angestrebt. Gleiches gilt für die strukturelle Liquiditätskennzahl Net Stable Funding Ratio (NSFR). Entwicklung unserer bedeutsamsten Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar: Unser Betriebsergebnis vor Bewertung ist im Vergleich zum Vorjahr gewachsen bei ebenfalls gestiegenem Geschäftsvolumen. Die Rentabilitätskennzahl BE vor Bewertung/dBS erhöhte sich im Vorjahresvergleich von 0,81 % auf 1,17 %. Die CIR lag im Geschäftsjahr bei 59,9 % (Vorjahr: 67,4 %). Die (harte) Kernkapitalquote belief sich auf 25,1 %; ein Rückgang von 0,9 %-Punkten gegenüber dem Vorjahr. Die LCR beträgt zum Ultimo des Geschäftsjahres 380,0 %, wobei die aufsichtsrechtliche Anforderung unterjährig jederzeit eingehalten wurde. Die NSFR beträgt zum Stichtag 126,9 % und die Anforderung wurde ebenso jederzeit eingehalten. Die in der Vorperiode berichteten Prognosen zur Entwicklung der bedeutsamsten Leistungsindikatoren wurden hinsichtlich LCR und NSFR erreicht. Die Prognosen zum Betriebsergebnis vor Bewertung und zur CIR wurden übertroffen. Bei der Kernkapitalquote wurde die Prognose nicht gänzlich erreicht. Wesentliche Abweichungen zu den im Vorjahr getroffenen Prognosen ergaben sich durch eine Verbesserung des Betriebsergebnisses, einhergehend mit einer günstigeren CIR. Das Zins- sowie das Provisionsergebnis konnten über die geplanten Werte hinaus gesteigert werden. Das Ergebnis hat sich dadurch insgesamt besser als geplant entwickelt. Im Zuge einer Zunahme in den risikogewichteten Aktiva (RWA) im Kundenkreditgeschäft war die Kernkapitalquote leicht rückläufig bei erwarteter leichter Steigerung. Bei der Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs und der Lage sowie im Rahmen des Prognoseberichts wird auf die Entwicklung der Leistungsindikatoren eingegangen. Im Einzelnen stellt sich der Geschäftsverlauf wie folgt dar: II.3 Geschäftsverlauf der Raiffeisenbank Mittenwald eG
Die Bilanzsumme erhöhte sich um 4,2 % auf 131.712 TEUR. Maßgeblich hierfür waren insbesondere das Wachstum im Bereich der Kundeneinlagen auf der Passivseite, welches hauptsächlich auf einen Großanleger entfällt, und die Zunahme an täglich fälligen Forderungen gegenüber Kreditinstituten auf der Aktivseite. Die außerbilanziellen Geschäfte, die sich aus Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 849 TEUR sowie aus anderen Verpflichtungen in Höhe von 4.832 TEUR zusammensetzen, liegen unter Vorjahresniveau, da die anderen Verpflichtungen, vor allem in Form von unwiderruflichen Kreditzusagen, rückläufig waren.
Die Entwicklung des Aktivgeschäfts entsprach im Wesentlichen den in der Vorperiode berichteten Prognosen. Die geplanten Ziele wurden weitgehend erreicht. Das marginale Kreditwachstum übertraf die Planung mit Nullwachstum leicht. Die Konstanz in den Wertpapieranlagen entsprach der Prognose. Die Forderungen an Kreditinstitute notierten aufgrund der signifikanten Zunahme der täglich fälligen Forderungen deutlich höher als geplant. In der Struktur der Aktivseite sind im Berichtsjahr wesentliche Veränderungen zu verzeichnen, die insbesondere auf den signifikanten Anstieg der Forderungen an Kreditinstitute zurückzuführen sind. Im Berichtsjahr konnte das Kreditvolumen auf Grund von Kreditvalutierungen aus gewährten Krediten der Vorperiode bei reduzierter Kreditnachfrage marginal ausgebaut werden. Das Wachstum der Kundenforderungen fiel schwächer aus als der Anstieg der Bilanzsumme, wodurch sich ein geringfügig reduzierter Strukturanteil von ca. 67 % (Vorjahr 70 %) ergibt. Der Schwerpunkt unseres Kreditgeschäftes liegt im Bereich der Privatkunden, die rund 67 % ausmachen. Der überwiegende Teil entfällt hier auf private Immobilienfinanzierungen. Die Kreditvergabe an Firmenkunden betraf hauptsächlich Selbständige, regionale Gewerbetreibende und einzelne Projektfinanzierungen. Größte Branche ist das Grundstücks- und Wohnungswesen, gefolgt vom Baugewerbe und Gastgewerbe. 57 % der von uns gewährten Kredite bewegen sich in den Größenklassen bis 500 TEUR, 30 % in der Größenklasse zwischen 500 TEUR und 1.500 TEUR. Die Wertpapieranlagen sind durch Wiederanlagen von Fälligkeiten konstant geblieben. Der Anteil an der Bilanzsumme beträgt wie im Vorjahr 17 %. Die Forderungen an Kreditinstitute beinhalten hauptsächlich Guthaben bei der DZ Bank AG. Diese haben sich im Berichtsjahr nochmals deutlich erhöht. Der Anteil an der Bilanzsumme ist von 8 % auf etwa 14 % signifikant angestiegen.
Die Entwicklung des Passivgeschäfts übertraf die in der Vorperiode berichteten Prognosen, da der Anstieg der anderen Kundeneinlagen deutlich höher ausfiel als prognostiziert und die Ausweitung des Kreditvolumens übertraf. In der Struktur der Passivseite sind im Berichtsjahr wesentliche Veränderungen bei der Zusammensetzung der Kundengelder zu verzeichnen. Die fortgesetzte Zinswende auf den Geld- und Kapitalmärkten wurde im Geschäftsjahr in der Konditionierung träge verarbeitet. Die Volumenausweitungen sind insbesondere auf den weiteren Zufluss von Kundeneinlagen zurückzuführen. Der Anteil der Spareinlagen an der Bilanzsumme ist gesunken zu Gunsten der anderen Kundeneinlagen (Sichteinlagen und befristete Einlagen), welche nun einen Strukturanteil von 77 % (Vorjahr 74 %) ausmachen. Der Anteil an Termineinlagen hat im Berichtsjahr signifikant zugenommen. Trotz der vermehrten Nutzung von Vermittlungsprodukten durch die Kunden in den Bereichen Versicherungen, Einlagen- und Wertpapiergeschäft sowie dem Konditionswettbewerb im Einlagengeschäft wurde ein deutliches Einlagenwachstum verzeichnet. Dies war zum Teil auf Großeinlagen zurückzuführen. Insgesamt stellt sich die Einlagenstruktur tendenziell als kleinteilig dar. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten ausschließlich die Refinanzierung von Fördermitteldarlehen. Diese haben sich im Berichtsjahr analog dem Vorjahr durch Rückzahlungen verringert. Weitere Refinanzierungen gegenüber Kreditinstituten wurden im Berichtsjahr nicht verbucht.
Entgegen unserer Prognose des Vorjahres konnte das Dienstleistungsgeschäft erhöht werden. Alle geplanten Ziele wurden übertroffen und die Ergebnisse fielen größtenteils höher aus als die des Vorjahres. Die Erträge aus dem Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäft stiegen mit 23,1 % am deutlichsten. Dies ist maßgeblich auf die Entwicklungen der Zinsmärkte zurückzuführen, durch welche in den verzinslichen Produkten deutliche Zuwächse erreicht wurden. Ebenso sind die anderen Vermittlungserträge insbesondere aufgrund von Vermittlungen im Bauspar- und Versicherungsgeschäft leicht gestiegen. Bei den Erträgen aus dem Zahlungsverkehr konnte das Vorjahresniveau übertroffen werden. Immobiliengeschäft Unser Haus ist in Wohn- und Geschäftsimmobilien zur Erzielung von Mieterträgen investiert. Diese bewegten sich im Geschäftsjahr auf einem stabilen Niveau. Beteiligungen Darüber hinaus ist die Bank vorwiegend in strategischen Verbundbeteiligungen investiert. Investitionen Im Berichtsjahr wurden im Wesentlichen moderate Ersatzinvestitionen im Bereich der IT-Ausstattung der Arbeitsplätze, der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie der Instandhaltung im Immobilienbestand getätigt. In den kommenden Jahren ist mit einer Fortführung der Ersatzinvestitionen für die IT und Sicherheitstechnik zu rechnen. Zusätzlich werden weitere Instandhaltungsmaßnahmen in der Geschäftsstelle sowie im Immobilienbestand geplant. Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr Das Geschäftsjahr war durch keine außergewöhnlichen Vorgänge gekennzeichnet. II.4 Lage der Raiffeisenbank Mittenwald eG II.4.1 Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten unserer Bank haben sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:
1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV - Posten 2.
Die Entwicklung der Ertragslage hat die in der Vorperiode berichtete Prognose im Gesamten erneut übertroffen, auch wenn die Prognosen einzelner Ergebnisbestandteile nur teilweise zutrafen. Im Berichtsjahr war eine erneute Ausweitung des Zinsüberschusses zu verzeichnen. Die Veränderung begründet sich hauptsächlich durch die Zinsstruktur auf den Geld- und Kapitalmärkten. Nach einem erneuten Anstieg der Marktzinsen in den ersten drei Quartalen im Jahr 2023 reduzierten sich die mittel- bis langfristigen Zinsniveaus im letzten Quartal des Berichtsjahres etwas und verstärkten die inverse Zinsstruktur. Aufgrund der Fristigkeit und Zinsbindung des Aktivgeschäftes fließen die höheren Marktzinsen sukzessive erst im Laufe der kommenden Jahre über Neuvereinbarungen ein. In Kombination mit der Produktstrategie der Bank im Passivgeschäft ergab sich im Geschäftsjahr eine deutliche Verbesserung im Zinsüberschuss. Das Kreditwachstum insbesondere im langfristigen Bereich beförderte die Ausweitung des Zinsüberschusses zusätzlich. Zudem ist die Durchschnittsverzinsung in den Eigenanlagen gestiegen. Diese Effekte bedingen eine Ausweitung der Zinsspanne, welche sich stärker als in den Planerwartungen darstellt. Die Veränderungen des Provisionsüberschusses sind zurückzuführen auf einen Ausbau der Erträge im Dienstleistungsgeschäft. Haupttreiber sind hier die Erträge im Wertpapier- und Depotgeschäft. Diese übertrafen die Prognosen. In Bezug auf den Anteil am Provisionsertrag liegt der Schwerpunkt bei Erträgen aus dem Zahlungsverkehr und Kontoführung, welche im Berichtsjahr wieder ausgebaut werden konnten. Das sonstige betriebliche Ergebnis ist entgegen der Prognose des Vorjahres nahezu konstant geblieben. Haupteinflussfaktoren auf die Veränderung des sonstigen betrieblichen Ergebnisses sind Vermietungserträge sowie Veränderungen bei Zuführungen zu Rückstellungen bzw. Erträgen aus freigewordenen Rückstellungen. Die Erhöhung der Verwaltungsaufwendungen ist zurückzuführen auf belastende Effekte sowohl in den Personal- als auch in den Sachaufwendungen. In den Personalaufwendungen stehen Einmaleffekte zu Buche, die nicht der Planung entsprachen. Hier ist die inflationsbedingte Erhöhung der Pensionsrückstellung ursächlich. Der Personalstand wurde im Geschäftsjahr nicht wesentlich verändert. In den Sachaufwendungen sind erhöhte laufende Dienstleisterkosten, Prüfungs- und Schulungsaufwendungen zu nennen. Höherer Aufwand für die Kartenausstattung und Instandhaltungsaufwendungen stellen im Berichtsjahr Einmaleffekte dar. Nachdem die Anstiege im Zinsüberschuss und Provisionsüberschuss die Kostensteigerungen überkompensieren, hat sich unser Betriebsergebnis vor Bewertung (vgl. Definition im Abschnitt II.2) als Rentabilitätskennzahl ausgeweitet. Die Belastungen im Bewertungsergebnis haben sich gegenüber dem Vorjahr um 208 TEUR verringert. Im Bewertungsergebnis aus dem Kreditgeschäft ergab sich ein höherer Bewertungsbedarf gegenüber dem Vorjahr. Die Entwicklung entspricht hier in etwa der Prognose. Im Wertpapier- und Beteiligungsbereich notierte das Ergebnis im Vorjahresvergleich verbessert. Die Entwicklung stellt sich hier etwas positiver als in der Prognose dar. Durch die Anwendung des gemilderten Niederstwertprinzips im Anlagevermögen analog dem Vorjahr wurden Abschreibungen infolge nicht dauerhafter zinsbedingter Wertminderungen vermieden. Bei der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs bestehen infolge des geänderten Marktzinsumfelds ausreichende Nettoreserven, sodass die im Vorjahr gebildete Drohverlustrückstellung im Berichtsjahr vollständig aufgelöst werden konnte. Hierdurch wurde das Bewertungsergebnis maßgeblich positiv und ungeplant beeinflusst. Die Aufwands-/Ertragsrelation CIR (vgl. Definition im Abschnitt II.2) verringerte sich von 67,4 % im Vorjahr auf ca. 59,9 % im Geschäftsjahr. Dies übertrifft den Prognosewert positiv. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit hat sich im Vorjahresvergleich stark erhöht. Ursachen hierfür liegen in der oben beschriebenen Ausweitung des Betriebsergebnisses vor Bewertung bei gleichzeitiger Entlastung im Bewertungsergebnis. Der Steueraufwand fällt im Vergleich zum Vorjahr deutlich höher aus. Der Jahresüberschuss ist insgesamt deutlich angestiegen. Vom Jahresüberschuss wurden 193 TEUR den Rücklagen zugeführt. Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn in Höhe von 204 TEUR einen Teilbetrag von 163 TEUR den Rücklagen zuzuweisen und den Rest zur Ausschüttung an die Mitglieder bereitzustellen. II.4.2 Finanz- und Liquiditätslage Die Entwicklung der Finanzlage hat unsere in der Vorperiode berichteten Prognosen übertroffen. Die vorhandenen liquiden Mittel reichten im Geschäftsjahr aus, um die aufsichtsrechtlichen Anforderungen (Mindestreservebestimmungen und Bestimmungen der CRR) zu erfüllen. Den Zahlungsverpflichtungen nach Art, Höhe und Fristigkeit konnte im Berichtsjahr stets nachgekommen werden. Die monatlichen Meldungen der Liquidity Coverage Ratio (LCR) wiesen im Berichtszeitraum 2023 einen Wert von mindestens 179 % aus. Zum Bilanzstichtag lag die Stresskennzahl bei 380 %. Die Net Stable Funding Ratio (NSFR) wies im Berichtszeitraum 2023 einen Wert von mindestens 127 % aus. Zum Bilanzstichtag lag die Kennzahl bei 127 %. Die liquiden Mittel haben sich insgesamt im Vergleich zum Vorjahr stark erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf erhöhte täglich fällige Guthaben bei Kreditinstituten zurückzuführen. Die Barreserve fällt deutlich geringer aus als im Vorjahr. Unsere Anlagen in Wertpapiere haben wir konstant gehalten. Infolge der Umwidmung von Wertpapieren ins Anlagevermögen im Vorjahr ist nur ein geringer Teil der Liquiditätsreserve zugeordnet. Eine Einschränkung der Finanz- und Liquiditätslage unserer Bank hierdurch können wir nicht feststellen. Bezogen auf den Nennwert sind ca. 47 % aller Wertpapiere - mit Ausnahme der Fonds - notenbankfähig und können somit bei der Bundesbank zum Erhalt liquider Mittel hinterlegt werden. Neben den dargestellten liquiden Mitteln stehen uns kurzfristig verfügbare Kreditlinien bei unserer genossenschaftlichen Zentralbank (DZ BANK AG) und die Refinanzierungsfazilitäten der EZB zur Verfügung. Das Angebot der Deutschen Bundesbank, Refinanzierungsgeschäfte in Form von Offenmarktgeschäften (Hauptrefinanzierungsgeschäfte) abzuschließen, wurde nicht genutzt. Übernachtkredite (Spitzenrefinanzierungsfazilität) wurden nicht in Anspruch genommen. Die eingeräumten Kreditlinien der DZ BANK AG haben wir im Jahresverlauf nur dispositionsbedingt in Anspruch genommen. Unsere Refinanzierungsstruktur ist weitgehend unabhängig von den Interbanken- und Kapitalmärkten und überwiegend durch Geschäftsbeziehungen mit den Privat- und Firmenkunden geprägt. Liquiditätsbelastungen aus außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich nicht ergeben. Mit einer Beeinträchtigung der Liquiditätslage ist auch in den folgenden Jahren aufgrund der vorhandenen Liquiditätsreserven sowie der Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund nicht zu rechnen. Bis zur Erstellung des Lageberichts liegen keine Anhaltspunkte für Umstände vor, die die Liquiditätslage der Bank nachteilig verändern könnten. Weitere Ausführungen finden sich unter III.4 Liquiditätsrisiken. II.4.3 Vermögenslage Die Entwicklung der Vermögenslage entsprach im Wesentlichen unserer in der Vorperiode berichteten Prognose. Eigenkapital Das bilanzielle Eigenkapital stellt sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:
Wesentliche Veränderungen beim Eigenkapital ergaben sich durch Gewinnthesaurierung. Die Geschäftsguthaben unserer Mitglieder halten sich auf einem stabilen Niveau bei marginalem Wachstum. Daneben besteht ein Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB in Höhe von 5.400 TEUR. Der Anteil der bilanziellen Eigenmittel an der Bilanzsumme hat sich aufgrund der Ergebnisthesaurierung bei gleichzeitig gestiegener Bilanzsumme von 15,12 % auf 15,09 % nur leicht verändert. Die harte Kernkapitalquote sowie die Kernkapitalquote belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 25,08 % und fallen niedriger aus als im Vorjahr (25,96 %). Die wesentliche Ursache hierfür liegt bei einem höheren Gesamtrisikobetrag für die Eigenmittelanforderungen. Die aufsichtsrechtlich geforderten Mindestgrößen wurden jederzeit erfüllt. Die Gesamtkapitalquote beläuft sich auf 26,23 % und konnte ebenso durch den höheren Gesamtrisikobetrag nicht erhöht werden (Vorjahr 27,10 %). Die aufsichtsrechtlich geforderte Mindestgröße wurde jederzeit erfüllt. Eine weitere Stärkung der Eigenmittelausstattung ist weiterhin vorrangiges Ziel der Geschäftspolitik. Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG (Quotient aus Nettogewinn (Nettogewinn = Jahresüberschuss nach Steuern) und Bilanzsumme) beläuft sich auf 0,30 %. Dies entspricht einer moderaten Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (0,27 %), welche durch die Ergebnissteigerung bedingt ist. Unter Berücksichtigung der Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken würde sich eine deutlich gesteigerte Kapitalrendite von 0,61 % ergeben. Kundenforderungen Der Anteil der Kundenforderungen an der Bilanzsumme beträgt 67 % und ist im Vergleich zum Vorjahr in etwa konstant (Vorjahreswert bei 70 %). Vom Bruttokundenkreditvolumen (Kundenforderungen und unwiderrufliche Kreditzusagen) entfällt der überwiegende Teil auf die Privatkunden. Der Rest entfällt auf Firmenkunden. Kommunen bzw. öffentliche Betriebe machen nur einen unwesentlichen Anteil aus. Branchenschwerpunkte im Kreditbestand bei den Firmenkunden verteilen sich bedingt durch die örtliche Kundenstruktur und unsere geschäftspolitische Ausrichtung auf das Grundstücks- und Wohnungswesen, das Baugewerbe, das Gastgewerbe sowie den Groß- und Einzelhandel. Der stärkste Zuwachs durch größere Neugeschäfte erfolgte im Immobiliengewerbe. Bei den Privatkunden liegt der Schwerpunkt bei Arbeitnehmern. Konzentrationen in den einzelnen Branchen sind nicht vorhanden. Hinsichtlich der identifizierten Risikokonzentrationen verweisen wir auf Abschnitt III.3. Der Schwerpunkt der Kundenfinanzierungen liegt in den mittleren Größenklassen bis zu 750 TEUR. Von den Kundenfinanzierungen entfallen 22,89 % des Risikovolumens auf die Größenklasse ab 750 TEUR (Vorjahr 26,39 %). Die Größenklassengliederung ist trotz signifikanter Anteile in Klassen mit höheren Volumina ausgewogen. Die Risiken im Kreditgeschäft sind in voller Höhe durch Einzelwertberichtigungen, Einzelrückstellungen, Pauschalwertberichtigungen, Pauschalrückstellungen und Vorsorgereserven abgeschirmt. Die aufsichtsrechtlichen Kreditgrenzen sowie die festgelegten Kreditbeschränkungen nach § 49 GenG wurden im Berichtszeitraum stets eingehalten. Wertpapiere Die Wertpapieranlagen unserer Bank setzen sich wie folgt zusammen:
Die eigenen Wertpapieranlagen haben insgesamt einen Anteil von 17 % an der Bilanzsumme, welcher im Vergleich zum Vorjahr unverändert ist. Hiervon entfällt ein Anteil von 15 %-Punkten auf Schuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 5) bzw. von 2 %-Punkten auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 6). Das Anlagevermögen nimmt infolge der Umwidmung des Vorjahres einen Anteil von 95 %, die Liquiditätsreserve einen Anteil von 5 % am Wertpapierbestand ein. Bei den festverzinslichen Wertpapieren handelt es sich ausschließlich um EUR-Anleihen. Der Schwerpunkt liegt hier auf deutschen Emittenten mit einem Nominalvolumen von 48 % der festverzinslichen Wertpapiere. Bei den ausländischen Emittenten handelt es sich vorwiegend um Emittenten aus dem EWR. Die Wertpapiere der Liquiditätsreserve sowie die dem Anlagevermögen zugeordneten Fonds sind nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Die Wertpapiere im Anlagevermögen wurden (mit Ausnahme der Fonds) nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Vom gesamten Wertpapierbestand wurde ein Teilbetrag in Höhe von 16.232 TEUR wie Anlagevermögen bewertet. Dieser Bestand fällt infolge der zinsbedingten Kurserholungen geringer aus als im Vorjahr. Dadurch wurden Abschreibungen in Höhe von 1.026 TEUR vermieden (Vorjahr 1.546 TEUR), die insofern nicht als zukünftige Ertragspotenziale zur Verfügung stehen. Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei den Wertpapieren, die sich bereits vor den Umwidmungen des Vorjahres im Anlagevermögen befanden, wurden Anschaffungskosten über pari durch sofortige Abschreibung des Agios im Jahr der Anschaffung an den niedrigeren Einlösungskurs angepasst. Es befinden sich lediglich einfach strukturierte Finanzinstrumente in unserem Bestand. Weitere wesentliche Aktiv- und Passivstrukturen Die Beteiligungen blieben nahezu konstant auf Vorjahresniveau. Das Sachanlagevermögen wurde ordentlich abgeschrieben. Zugänge fanden in Form von geringfügigen Ersatzinvestitionen in der Betriebs- und Geschäftsausstattung statt. Insgesamt ist die Bilanzposition leicht gesunken. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind im Geschäftsjahr signifikant gesunken, hauptsächlich aufgrund der zum Vorjahr umfassenderen Vermögensverrechnung von Rückdeckungsversicherungen (Aktivposition 13), die die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 HGB bezüglich Deckungsvermögen erfüllen, mit den korrespondierenden Verpflichtungen. Analog dazu haben sich die sonstigen Passiva aufgrund der oben genannten Verrechnungen mit Deckungsvermögen sowie verringerter Verpflichtungen in den Rückstellungen (Passivposition 7) deutlich reduziert. Aufgrund der Entwicklung der Zinsstrukturkurve war die Drohverlustrückstellung i. V. m. der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs aufzulösen. Derivategeschäfte Es wurden keine derivativen Instrumente getätigt. II.5 Zusammenfassende Beurteilung des Geschäftsverlaufs und der Lage Die Geschäftsentwicklung zeigt ein gestiegenes betreutes Kundenvolumen. Im Kreditgeschäft wurden die Erwartungen aus der Eckwertplanung leicht, im Einlagengeschäft deutlicher übertroffen. Die Ertragslage der Bank ist gut, weil das Ergebnis die notwendige sowie präventive Erhöhung der Risikovorsorge erlaubt und gleichzeitig eine adäquate Stärkung der Eigenmittelausstattung ermöglicht. Die in der Vorperiode berichteten Prognosen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung insgesamt übertroffen. Die Vermögenslage ist gut, weil die Bank durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung die aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowohl im Vorjahr als auch im Geschäftsjahr deutlich übererfüllt hat. Die Erhöhungen der Risikoaktiva wurden ausreichend mit Kapital unterlegt. Für erkennbare und latente Risiken in den Kundenforderungen sind Wertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Abzug von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden. Die Finanzlage und Liquiditätsausstattung sind gut, da sie den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen entsprechen. Die in der Vorperiode berichteten Prognosen wurden erreicht. Daher beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses im Vergleich zum Vorjahr sowie zur ursprünglichen Planung unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen und geldpolitischen Entwicklung insgesamt als günstig. Der Vergleich zu anderen ähnlich großen Kreditgenossenschaften verdeutlicht die vorgenannte Einschätzung. Das Ergebnis stellt eine auskömmliche Ertragslage dar und erlaubt eine angemessene Stärkung der Eigenmittelausstattung. III. Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht)III.1 Risikomanagementsystem Die Ausgestaltung unseres Risikomanagements ist bestimmt durch unsere Geschäfts- und Risikostrategien, die hieraus abgeleiteten operativen Zielgrößen/Plandaten sowie die Risikotragfähigkeit der Bank. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur identifizieren, quantifizieren, beurteilen und dokumentieren wir unsere Risiken. Wir legen die für uns wesentlichen Risiken fest und entwickeln entsprechende Risikostrategien. Unsere zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive), als auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive). Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere die Kapitalgrößen wie Kapitalanforderungen sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals wie beispielsweise die Höchstverschuldungsquote und die Großkreditgrenzen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden. Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von 5 Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen wie Bonitätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft in einem adversen Szenario berücksichtigt. Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertig ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Die Bewertung des Risikodeckungspotenzials erfolgt unabhängig von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen. Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen. Im Rahmen einer regelmäßigen Risikoberichterstattung bzw. Ad-hoc-Berichterstattung werden Vorstand und Aufsichtsrat informiert. Die Funktionsfähigkeit und Angemessenheit aller Risikocontrolling- und Risikomanagement-Aktivitäten werden durch die Interne Revision geprüft. Die Steuerung unserer Risiken erfolgt insbesondere im Rahmen der ökomischen Risikotragfähigkeit. Aus dem Risikodeckungspotenzial leiten wir unser Gesamtbankrisikolimit ab, welches wir in festgelegte Teilrisikolimite für die wesentlichen Risiken untergliedern. Nachfolgend stellen wir die Risikotragfähigkeit zum Bilanzstichtag dar:
Unser Stresstestkonzept umfasst die beiden Steuerungsperspektiven der Bank (ökonomische und normative Perspektive) und fokussiert hierbei jeweils die Adäquanz der Kapital- und Liquiditätsausstattung der Bank. Im Rahmen des Stresstestkonzept ermitteln wir regelmäßig und anlassbezogen die Auswirkungen von Stresstests, adversen Szenarien und Sensitivitätsanalysen. Die Reflexion und kritische Würdigung dieser Auswirkungen ist ein zentrales Element unseres Risikomanagements. Im Folgenden erläutern wir das Risikomanagement unserer wesentlichen Risiken. III.2 Marktpreisrisiken Zinsänderungsrisiken Die Zinsrisiken messen wir vierteljährlich mit dem Software Modul VR-Control Zinsmanagement, wobei ein Konfidenzniveau von 99,9 % zur Anwendung kommt. Die gemessenen Risiken werden in einem Limitsystem dem entsprechenden Teilrisikolimit gegenübergestellt, dessen Überschreiten die Anwendung bestimmter Maßnahmen auslöst. Im Geschäftsjahr bewegte sich das Zinsrisiko innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Teilrisikolimits Zur Ermittlung der Auswirkungen von Zinsänderungen hat die Bank für die wesentlichen variablen Positionen Ablauffiktionen auf der Grundlage gleitender Durchschnitte und Elastizitäten ermittelt. Neben der Risikoermittlung im Rahmen der Risikotragfähigkeit werden die Zinsrisiken auch im Kontext des Zinsrisikokoeffizienten sowie des barwertigen Ausreißertests ermittelt. Aufgrund des von uns eingegangenen Zinsänderungsrisikos ist ein Rückgang des Zinsbuchbarwertes nur bei steigenden Zinssätzen zu erwarten. Mittelfristig führen die Abflachung, der Anstieg im kurzfristigen Bereich und der Rückgang der Zinsstrukturkurve zu einem niedrigeren Zinsergebnis. Das Zinsänderungsrisiko wirkte sich auch in der Drohverlustrückstellung i.V.m. der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs aus. Sonstige Marktpreisrisiken Sonstige Marktpreisrisiken (Aktienrisiko, Währungsrisiko, Rohstoffrisiko) spielen eine untergeordnete Rolle. Zur Abbildung und Messung von Risiken aus Fonds erfolgt eine vollständige Fondsdurchschau und die Zuordnung der Teilrisiken zur jeweiligen Risikoklasse. III.3 Adressenausfallrisiken Forderungen an Kunden Die Kreditrisiken im Kundengeschäft messen wir mittels des Kreditportfoliomodells Kundengeschäft aus dem Software-Modul VR-Control KRM mit einem Konfidenzniveau von 99,9 %. Der Risikoausweis umfasst den unerwarteten Verlust, welcher als barwertig ermittelter Credit Value at Risk (CVaR) ermittelt wird. Die Überwachung und Steuerung des Kreditgeschäfts erfolgen auf der Basis von Limitierungen, dem Risikofrüherkennungssystem sowie der Steuerung der NPL-Quote. Unsere Auswertungen geben Auskunft über die Verteilung des Kreditvolumens nach Branchen, Größenklassen, Sicherheiten und Risikoklassen. Risikokonzentrationen im Kundengeschäft bestehen in der Sicherheitenstruktur (Anteil der grundpfandrechtlichen Sicherheiten) sowie einer einzeladressenbezogenen Konzentration. Risikovorsorge wird auf Basis der handelsrechtlichen Vorschriften gebildet. Das Kreditrisiko bewegte sich im Geschäftsjahr innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Limitsystems. Im Übrigen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Rahmen der Darstellung von Geschäftsverlauf und Lage. Eigenanlagen Für die Identifizierung, Beurteilung und Überwachung der Risiken greifen wir auf die Ratingergebnisse von Ratingagenturen, Research-Einschätzungen der DZ Bank, eigene Analysen von Berichten, Veröffentlichungen und Beobachtungen der Spreadentwicklungen der Emittenten zurück. Die Messung der Kreditrisiken bei den Eigenanlagen erfolgt durch das Kreditportfoliomodell für Eigengeschäfte, indem das zukünftige Verhalten definierter Risikoparameter auf Basis von Zufallszahlen in einer Monte-Carlo-Simulation abgebildet wird (Konfidenzniveau 99,9 %). Der Risikoausweis umfasst den unerwarteten Verlust, welcher als barwertig ermittelter Credit Value at Risk (CVaR) ermittelt wird. Diesen Risiken begegnen wir dadurch, dass wir hauptsächlich Eigenanlagen über Kontrahenten der genossenschaftlichen Finanzgruppe beziehen und keine Wertpapiere von Emittenten bzw. aus Emissionen erwerben, deren Rating von einer anerkannten Ratingagentur mit schlechter als "Investment Grade" beurteilt wurde. Das Kreditrisiko inländischer und ausländischer Emittenten begrenzen wir durch ein System interner Strukturlimite und Einzellimite. Risikokonzentrationen im Eigengeschäft wurden in der Assetklasse (Segment Banken), der Bonitätsstruktur sowie im Migrationsrisiko als Hauptrisikoanteil ermittelt. Das Kreditrisiko bewegte sich im Geschäftsjahr innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Limitsystems. Für weitere Ausführungen zu den Eigenanlagen verweisen wir auf unsere Darstellungen im Rahmen der Darstellung von Geschäftsverlauf und Lage. Länderrisiken Länderrisiken sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung. III.4 Liquiditätsrisiken Da das Zahlungsunfähigkeitsrisiko aufgrund seiner Eigenart nicht sinnvoll mit Risikodeckungspotential begrenzt und somit nicht in die klassische Risikotragfähigkeit integriert werden kann, haben wir diesbezüglich einen weiteren Prozess (Liquiditätstragfähigkeit) in die Risikosteuerungs- und Controllingprozesse aufgenommen. Die Überwachung der Liquiditätstragfähigkeit bzw. die Steuerung des Zahlungsunfähigkeitsrisikos erfolgt mit Hilfe entsprechender Liquiditätsablaufbilanzen (LAB), in welchen wir die szenariospezifischen Zahlungsmittelabflüsse den szenariospezifischen Zahlungsmittelzuflüssen an den jeweiligen Zahlungsmittelzeitpunkten gegenüberstellen. Sofern sich hieraus im Zeitverlauf ein kumulierter Zahlungsmittelbedarf entwickelt, prüfen wir, ob dieser mit dem jeweilig definierten Liquiditätsdeckungspotential (LDP) für einen zuvor definierten Zeitraum (Liquiditätshorizont bzw. Überlebenshorizont) im jeweiligen betrachteten Szenario abgedeckt werden kann. Der Überlebenshorizont von 12 Monaten wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten. Weiter wird zur frühzeitigen Erkennung eines Liquiditätsengpasses die LCR-Kennziffer gemessen und gesteuert. Zum Bilanzstichtag belief sich die Kennziffer auf 380 %. Im Geschäftsjahr lag die LCR-Kennziffer stets über dem geforderten Mindestwert von 100 %. Zusätzlich haben wir eine bankinterne Zielgröße in Höhe von 110 % definiert. Im Zuge der Eckwertplanung erstellt die Bank einen Refinanzierungsplan für den jeweiligen Planungshorizont. Darüber hinaus wird die Liquidität durch Fälligkeitslisten und Cashflow-Ermittlung überwacht. Zur Sicherstellung der mittel- bis langfristigen strukturellen Liquidität beobachten wir regelmäßig die NSFR (Net Stable Funding Ratio). Damit beurteilen wir insbesondere die Abhängigkeit von kurzfristigen Refinanzierungen sowie unsere Stressresistenz insgesamt. Zum Bilanzstichtag lag die NSFR bei 127 % und damit über unserer bankinterne Zielgröße von 110 % und über der Mindestanforderung von 100 %. Das Refinanzierungskostenrisiko berechnen wir regelmäßig auf Basis einer historischen Analyse der Veränderungen des Liquiditätsspreads unseres maßgeblichen Refinanzierungssatzes. Dabei kommt das 99,9 % Quantil der Stützstelle der Refinanzierungskurve zur Anwendung, welches der Duration unseres Zinsbuchs entspricht. Das ermittelte Refinanzierungskostenrisiko wird auf das entsprechende Teilrisikolimit angerechnet. In Hinblick auf unsere Refinanzierungsquellen verweisen wir auf Abschnitt II.4.2 Finanz- und Liquiditätslage. Das Refinanzierungskostenrisiko wurde im Rahmen der Risikoinventur als wesentlich eingestuft. In liquiditätsmäßig engen Märkten sind wir nicht engagiert. Die Gefahr, dass mangels ausreichender Marktliquidität Verkäufe erschwert werden, schätzen wir als gering ein, da die Handelbarkeit bereits bei Kauf von Wertpapieren berücksichtigt wird, der überwiegende Anteil der Eigenanlagen börsennotiert ist und wir dem Liquiditätsverbund der genossenschaftlichen Finanzgruppe angehören. Eine Liquiditätsmanagementfunktion wurde mit dem Ziel der Liquiditätssteuerung eingerichtet, um in Phasen eines sich abzeichnenden Liquiditätsengpasses einschließlich eines Stressfalls die Zahlungsfähigkeit zu sichern und eine Unterschreitung der bankaufsichtlichen LCR-Mindestquote zu verhindern. Zudem wurde für den Fall eines Liquiditätsengpasses ein Notfallplan festgelegt. Im Rahmen der Eigenanlagen- und Liquiditätsstrategie streuten wir die Positionen der Eigenanlagen über Laufzeiten und Emittenten, um ein hohes Maß an Liquidierbarkeit zu erreichen, damit wir jederzeit kurzfristig auf unerwartete Zahlungsstromschwankungen reagieren können. III.5 Operationelle Risiken Wesentliche identifizierte operationelle Risiken werden in einer Schadensfalldatenbank erfasst, analysiert und überwacht. Die operationellen Risiken werden in ihrer Höhe im Rahmen einer Expertenschätzung auf Basis eines Self-Assessments abgeleitet und einem definierten Limit gegenübergestellt. Zudem werden auch Worst-Case-Annahmen im Rahmen von regelmäßigen Stresstests berücksichtigt. Den operationellen Risiken begegnen wir mit unterschiedlichen Maßnahmen. Dazu zählen insbesondere Arbeitsanweisungen, die Einhaltung einer ausreichenden Funktionstrennung, die laufende Optimierung der Arbeitsabläufe, Mitarbeiterschulungen, der Einsatz von Sicherheits-, Compliance-, Datenschutz- und Geldwäschebeauftragten, laufende Investitionen in neue IT-Systeme über die von uns beauftragte Rechenzentrale, Backup-Einrichtungen, Prüfung der Verfahren und Systeme durch die Interne Revision sowie Versicherungen (z.B. Diebstahl- und Betrugsrisiken). Zusätzlich hat unser Haus eine Notfallplanung erstellt. Dem Rechtsrisiko begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare und somit von rechtlich geprüften Vertragsvordrucken. Bei Rechtsstreitigkeiten nehmen wir juristische Hilfe bzw. Rechtsberatung in Anspruch. Zudem werden Rechtsrisiken in der Bankversicherungspolice berücksichtigt. Des Weiteren bestehen bei konkreten Anhaltspunkten Vorsorgen in Form von Rückstellungen. Im Geschäftsjahr sind keine operationellen Risiken mit spürbarer Ertragsauswirkung eingetreten. III.6 Weitere Risiken Wir führen derzeit im Wesentlichen Verbundbeteiligungen und strategische Beteiligungen. Wir beurteilen Beteiligungsrisiken nicht als wesentliche Risikoart. Das ermittelte Beteiligungsrisiko wird im Risikopuffer berücksichtigt. In unserem Immobilienportfolio führen wir derzeit Anteile an Immobilienfonds sowie Direktinvestments in Immobilien. Wir beurteilen Immobilienrisiken als wesentliche Risikoart. Die Risiken aus unserem Immobilienportfolio messen wir mittels eines Segment-spezifischen Pauschalansatzes bzw. VaR-Ansätzen in Relation zum Marktwert, die einem Konfidenzniveau von 99,9 % entsprechen. Das ermittelte Immobilienrisiko wird auf das entsprechende Teilrisikolimit angerechnet. Sonstige Risiken spielen eine untergeordnete Rolle. Das Nachhaltigkeitsrisiko wird jeweils bei den anderen Risikoarten mit betrachtet. III.7 Gesamtbild der Risikolage Zusammenfassend ist die Risikolage insgesamt als geordnet einzustufen, da die Risikotragfähigkeit im Geschäftsjahr 2023 unter den definierten Risikoberechnungen gegeben war. Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen haben wir im Jahr 2023 und zum Bilanzstichtag 31.12.2023 jederzeit eingehalten. Die zu ihrer Deckung vorhandenen Eigenmittel belaufen sich zum 31.12.2023 auf 20,00 Mio. EUR bzw. auf 19,12 Mio. EUR unter Beschränkung auf das (harte) Kernkapital. Wir verweisen hierzu ergänzend auf unsere Ausführungen bei der Vermögenslage. Nach derzeitigem Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit im Berichtszeitraum 2024 angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens-/Substanzsituation der Bank voraussichtlich gegeben. Bestandsgefährdende Risiken sind daher und zusätzlich aufgrund der Zugehörigkeit zur kreditgenossenschaftlichen Sicherungseinrichtung nicht erkennbar. IV. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken (Prognosebericht)Die Prognosen, die sich auf die voraussichtliche Entwicklung der Raiffeisenbank Mittenwald eG für das nächste Geschäftsjahr 2024 beziehen, stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen und Planungsrechnungen getroffen haben. Wir weisen darauf hin, dass sich die Prognosen durch die Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen können. Die Darstellung erwarteter Veränderungen unserer prognostizierten Leistungsindikatoren gegenüber dem entsprechenden Istwert des Berichtsjahres erfolgt auf Basis von qualifiziert-komparativen Prognosen (Richtung und Intensität der Veränderung). Nachfolgend werden folgende Begriffe zur Darstellung der Entwicklungen unserer prognostizierten Leistungsindikatoren genutzt. Unsere Einstufungen sind wie folgt zu interpretieren: - stark / erheblich / deutlich sinken bzw. steigen: Abweichung größer - 15 % / größer + 15 % - geringfügig / leicht / moderat sinken bzw. steigen: Abweichung zwischen - /+ 5 % und - /+ 15 % - konstant bleiben / marginal verändern: Abweichung zwischen - 5 % und + 5 % Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der bayerischen Kreditgenossenschaften Die Prognosen zur Konjunkturentwicklung für das Geschäftsjahr 2024 stehen vor allem zu Jahresbeginn weiter unter dem Vorzeichen hoher Unsicherheit aufgrund der internationalen geopolitischen Umstände und deren Auswirkungen. Hinzu kommt ein gedrücktes Geschäftsklima infolge der Bedenken der deutschen Wirtschaft. Hier sind vorwiegend der Facharbeitermangel, hohe Bürokratieanforderungen, Kostendruck sowie die Sorge um den Wettbewerbsstandort Deutschland zu nennen. Die europäische Konjunktur zeigt analog zur deutschen Konjunktur leicht rezessive Tendenzen, welche sich jedoch im zweiten Halbjahr 2024 in ein geringfügiges Wirtschaftswachstum umkehren dürften. In Deutschland gehen jüngste Prognosen tendenziell von einer Stagnation bis zu einem sehr geringen positiven Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) unter 1 % im Jahr 2024 aus. Dieser langsame Erholungspfad wird gestützt durch einen stabilen Arbeitsmarkt sowie die sich weiter abflachende Inflation. Dies sollte eine fördernde Wirkung auf die Kaufkraft im Konsum entfalten. Die Inflationsprognosen umfassen für das Jahr 2024 in Deutschland eine Spanne von +2,1 % bis +3,5 %. Eine stabile Rückkehr auf den Zielwert der EZB wird tendenziell erst für das Jahr 2025 erwartet. Infolge der kontrollierten Inflation wird von den Notenbanken und somit auch der EZB im Jahr 2024 eine Lockerung ihrer restriktiven Geldpolitik erwartet. Die vorsichtige Senkung des geldpolitischen Zinsniveaus ab frühestens Sommer 2024 ist auf den Zinsmärkten bereits berücksichtigt. Eine drastische Zinswende und Rückkehr zur Nullzinspolitik erscheinen unwahrscheinlich. Mit Einsetzen der Leitzinssenkungen wird sich die Inversion der Zinsstrukturkurve abbauen und die dämpfende Wirkung des höheren Zinsniveaus für die Investitionsneigung sollte etwas abgebaut werden. Infolge der eingeschränkten Haushaltsumstände in Deutschland ist mit einer moderaten expansiven Fiskalpolitik zu rechnen. Der Preisrückgang des Vorjahres auf den Immobilienmärkten setzt sich aufgrund der anhaltenden Knappheit im Wohnraumangebot und der weiterhin gebremsten Bautätigkeiten in Erwartung nicht fort. Den Aktienmärkten wird nach den Hochständen zum Ende des vergangenen Jahres eine weiterhin optimistische Entwicklung zugesprochen. Dies wird mit der prognostizierten leicht aufhellenden Konjunktur sowie den Aussichten auf weiter fallende Inflation und Zinsmärkte in den USA und Europa begründet. Auf den Devisenmärkten wird der Euro gegenüber dem US-Dollar stabil, gegenüber dem CHF etwas schwächer bis stabil und dem GBP stabil erwartet. Als entscheidender Faktor hierfür gilt die Geldpolitik der jeweiligen Währungsräume. Insgesamt bestimmende Treiber im Jahr 2024 können der weitere Verlauf geopolitischer Konflikte mit seinen konjunkturellen Folgen sowie das Spannungsfeld von Inflationsbekämpfung und Wirtschaftsstützung sein. (Quellen: Bundesbank Monatsbericht, ifo Institut, IfW, vbw, DZ Bank Research, Deutsche Bank, BMWK Jahreswirtschaftsbericht, Bundesregierung, Europäische Kommission, Handelsblatt Research Institute, Statista) Das geschäftliche Umfeld und die Entwicklung der bayerischen Kreditgenossenschaften werden in diesem Zusammenhang nach unseren Einschätzungen im kommenden Geschäftsjahr weiterhin von diversen Unsicherheiten geprägt sein. Die erneute Zinswende der EZB ist bezüglich Zeitschiene und Ausmaß noch nicht konkret absehbar und künftige konjunkturelle Risiken sind nicht auszuschließen. Zinssenkungen werden je nach Erwartung auf den Zinsmärkten unmittelbaren Einfluss auf die Bestände im Zinsbuch sowie die verlustfreie Bewertung des Zinsbuchs bei den Banken haben. Infolge der erwarteten verhaltenen Zinsumkehr wird der verstärkte Wettbewerb im Bereich des Einlagengeschäfts und die entsprechende Produktwahl und Produktkonditionierung weiterhin im Fokus stehen. Dies führt in Erwartung zu einer abgeschwächten Einlagenentwicklung und Beeinflussung des Zinsergebnisses. Zudem ist ein weiter schwaches Kreditwachstum mit dem Rückgang in der Kreditnachfrage aufgrund der nach wie vor erhöhten Zinsen und Marktunsicherheit, aber auch einem Rückgang im Kreditangebot aufgrund zunehmender einzuhaltender Vergabestandards verknüpft. Aufgrund der noch laufenden Tarifbindung besteht ein erhöhtes Kostensteigerungspotenzial für den Produktionsfaktor Personal, da die erhöhten Inflationsraten der jüngeren Vergangenheit hier erst noch verarbeitet werden müssen. Auch die weiteren Produktionsfaktoren der Banken bergen Kostenrisiken bei verzögerter Anpassungsmöglichkeit der Erträge. Aufgrund des stabilen Arbeitsmarktes, der vorsichtig positiven Wirtschaftsaussichten sowie Aussichten auf moderate Zinssenkungen ist nicht mit wesentlichen Anstiegen bei den Kreditausfällen zu rechnen. Im regulatorischen Umfeld verstetigen sich die wachsenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen und eine Entlastung der Ressourcen der Banken ist nicht in Sicht. Der Effizienzdruck sowie die Wettbewerbsdichte werden auch im kommenden Jahr zu Konsolidierungen und Fusionen führen. Voraussichtlicher Geschäftsverlauf und voraussichtliche Lage Unsere Eckwert- und Kapitalplanung basiert auf folgenden wesentlichen Annahmen: In Erwartung einer stagnierenden konjunkturellen Wirtschaftsentwicklung in Verbindung mit größeren erwarteten Rückzahlungen im Bestandsgeschäft gehen wir für das nächste Geschäftsjahr von einem konstanten Kundenkreditgeschäft aus. Diese Prognose basiert zudem auf der Prämisse eines im Vorjahr angestiegenen Zinsniveaus, das erste Zinssenkungen durch die EZB im kommenden Jahr bereits eingepreist hat. Bei den Wertpapieranlagen ergeben sich durch Wiederanlagen fälliger Volumina planmäßig konstante Bestände. Bei den Forderungen an Kreditinstituten sind die Bestände sehr stichtagsabhängig. Durch Abflüsse bei Kundeneinlagen erwarten wir hier einen deutlichen Rückgang. Im Einlagengeschäft auf der Passivseite gehen wir aufgrund des zinsbedingten Konditionenwettbewerbs von einem ausbleibenden Wachstum aus. Die Verbindlichkeiten an Kreditinstituten sind wie die Forderungen sehr stichtagsabhängig und richten sich wie in den Vorjahren nach der Liquiditätsdisposition der Bank. Wir erwarten hier keine wesentlichen Änderungen. Im Dienstleistungsgeschäft erwarten wir eine moderat rückläufige Entwicklung. Im Immobiliengeschäft erwarten wir keine wesentlichen Änderungen. Wesentliche Investitionen sind neben Ersatzinvestitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung im Folgejahr nicht vorgesehen. Nach unserer Ergebnisvorschaurechnung ist auch im kommenden Jahr die Entwicklung der Zinsspanne von entscheidender Bedeutung. Die Ertragslage wird nach unseren Erwartungen demnach insbesondere von den geldpolitischen Beschlüssen, den Marktreaktionen sowie den Auswirkungen auf die Refinanzierung geprägt werden. Wir rechnen auf der Grundlage unserer Zinsprognose, die im kommenden Jahr von einem unverändertem Zinsniveau bei leichtem Abbau der Inversion der Zinsstruktur ausgeht, mit einem marginal sinkendem Zinsüberschuss. Durch den hohen Wettbewerbsdruck durch etablierte und neue Marktteilnehmer im gestiegenen Zinsumfeld gehen wir davon aus, dass im nächsten Jahr die Zinsaufwendungen deutlich ansteigen werden. Dies wirkt den Steigerungen der Zinserträge im Zinsergebnis insgesamt entgegen. Nach dem Ergebnis unserer Berechnungen erwarten wir unter der Annahme eines konstanten Zinsniveaus keinen Verlustüberhang in Verbindung mit der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs in Form der Gegenüberstellung der zinsinduzierten Barwerte mit den Buchwerten unter Berücksichtigung der Risiko- und Bestandsverwaltungskosten. Mit den Fälligkeiten zum Teil niedrigverzinslicher, aber auch höher verzinslicher Wertpapiere sind Wiederanlagen geplant. Hierdurch wird sich unsere Zinsspanne nicht wesentlich verändern. Die Durchschnittsverzinsung des Depot A wird dadurch ebenso konstant bleiben. Mögliche Wiederanlagen werden jedoch maßgeblich durch die Liquiditätssituation bei Fälligkeit beeinflusst werden. Das Provisionsergebnis fällt in der Planung moderat. Dies ist auf die Provisionen aus Vermittlungsgeschäften zurückzuführen. Hierbei ist die Entwicklung der Erträge aus dem Wertpapier- und Depotgeschäft stark abhängig von der Entwicklung der Kurse auf den Finanzmärkten, aber auch von der Zinsentwicklung. Die Personalaufwendungen werden nach unseren Planungen im nächsten Geschäftsjahr leicht fallen, da die Aufwendungen in diesem Geschäftsjahr aufgrund von Einmaleffekten erhöht ausgefallen sind. Bei den Sachaufwendungen rechnen wir vor allem aufgrund von verteuerten Dienstleisterkosten mit einer marginalen Ausweitung der Verwaltungsaufwendungen. Das sonstige betriebliche Ergebnis wird gemäß unserer Planung konstant bleiben. Beim Bewertungsergebnis rechnen wir im kommenden Jahr mit einer deutlich erhöhten Belastung, da aufgrund der Auflösung der Drohverlustrückstellung für das Zinsbuch in 2023 hohe positive Erträge ausgewiesen werden konnten. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wird neben der weiteren unsicheren konjunkturellen Entwicklung auch erheblich durch die regionale Wirtschaftsentwicklung beeinflusst. Daher gehen wir bei der Einzelrisikovorsorge für das Kreditgeschäft von einem deutlichen Anstieg aus, auch weil unser Portfolio derzeit nur einen äußerst geringen NPL-Bestand aufweist. Bei der Pauschalwertberichtigung ist mit keinem nennenswerten Zuführungsbedarf im folgenden Geschäftsjahr zu rechnen. Bei unserem Wertpapierbestand gehen wir aufgrund von signifikanten zinsinduzierten stillen Lasten infolge einer strafferen Geldpolitik in Verbindung mit der Bewertung zum gemilderten Niederstwertprinzip von einem deutlich erhöhten Abschreibungsbedarf im Vergleich zum Vorjahr aus. Erwartete Auswirkungen auf unsere bedeutsamsten Leistungsindikatoren Vor dem Hintergrund der geschilderten Entwicklungen und Annahmen erwarten wir für das nächste Geschäftsjahr die nachfolgend dargestellten Auswirkungen auf unsere bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren (vgl. Definition Abschnitt II.2): Das Betriebsergebnis vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme wird sich in Vorjahresvergleich leicht reduzieren. Das durch Zinsaufwendungen belastete Zinsergebnis sowie geringere Provisionserträge drücken die Rentabilität. Sollte das Zinsniveau ungünstig von unseren Erwartungen abweichen, würde sich unter Berücksichtigung der Ergebnisse unserer Stressszenarien das Betriebsergebnis vor Bewertung erheblich verschlechtern. Die Cost Income Ratio (CIR) wird infolge der Planentwicklung marginal steigen. Sofern operationelle Risiken, Marktpreisrisiken oder strategische und Geschäftsrisiken abweichend von unserer Prognose eintreten, würde sich abgeleitet aus den Stressszenarien eine erheblich schlechtere CIR ergeben. Nach unseren Planungsrechnungen erwarten wir eine weitere Stärkung unserer Eigenmittel durch die voraussichtliche künftige Dotierung der Rücklagen. Wir erwarten für das nächste Geschäftsjahr eine marginal steigende harte Kernkapitalquote, da die Rücklagendotierung aus dem Vorjahr positiv wirkt und keine wesentlich höheren Anforderungen aus Veränderungen der risikogewichteten Aktiva erwartet werden. Wir gehen unter Berücksichtigung von SREP-Zuschlag, Eigenmittelzielkennziffer und weiterer Kapitalpuffer davon aus, dass der aufsichtsrechtlich geforderte Mindestwert eingehalten wird. Falls sich Kreditrisiken oder die Ergebnisthesaurierung anders als prognostiziert entwickeln, würde sich die Kernkapitalquote basierend auf unseren adversen Szenarioberechnungen marginal rückläufig entwickeln. Die LCR wird sich deutlich reduzieren, aber weiterhin signifikant über unserem Ambitionsniveau von 110 % bewegen. Wir gehen davon aus, dass der aufsichtsrechtlich geforderte Mindestwert jederzeit eingehalten wird. Die NSFR wird in etwa konstant und über unserem Ambitionsniveau von 110 % bleiben. Wir gehen davon aus, dass der aufsichtsrechtlich geforderte Mindestwert jederzeit eingehalten wird. Gesamtaussage Insgesamt erwarten wir unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, dass sich Geschäftsverlauf und Lage der Raiffeisenbank Mittenwald eG günstig entwickeln werden, weil eine weitere Stärkung der Eigenkapitalbasis gewährleistet wird und das prognostizierte Gesamtbetriebsergebnis ausreichende Reserven beinhaltet, um Bewertungsergebnisse zu decken sowie Ausschüttungen auf Geschäftsguthaben in Aussicht zu stellen. Wir erwarten die jederzeitige Einhaltung der Anforderungen an das Eigenkapital und die Liquidität. Mit einer Beeinträchtigung der Liquiditätslage ist wegen ausreichend zur Verfügung stehenden Refinanzierungsmöglichkeiten bei der DZ Bank sowie der vom Interbankenmarkt weitgehend unabhängigen Refinanzierungsstruktur auch im nächsten Geschäftsjahr nicht zu rechnen. Die Risikotragfähigkeit der Bank wird voraussichtlich weiterhin gegeben sein. Insgesamt rechnen wir für das nächste Geschäftsjahr mit einem zum Vorjahr moderat fallenden Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, welches maßgeblich von der weiteren Entwicklung auf den Zinsmärkten bestimmt sein wird. Risiken Wesentliche Risiken für die Ertragslage und Finanzlage bestehen im kommenden Jahr bei einer deutlich schlechteren Konjunkturentwicklung als prognostiziert, welche zu einer rückläufigen Geschäftsentwicklung in unserer Region führen könnte. Der konjunkturelle Verlauf reagiert hier sensitiv auf die Entwicklung der internationalen geopolitischen Umstände sowie auf die weitere Wirtschafts- und Finanzpolitik in Deutschland. Weitere wesentliche Belastungen könnten folgen, sofern sich die Eindämmung der Inflation als nicht nachhaltig erweist und unerwartet starke geldpolitische Reaktionen hierauf folgen. Ein erneut deutlich steigendes kurzfristiges Zinsniveau bei einer weiterhin inversen Zinsstruktur stellt ein mögliches Risiko dar. Es käme in der Folge zu weiter verstärktem Wettbewerb um Kundenrefinanzierungen mit einer möglichen Dynamisierung von Abflüssen sowie zu einem negativen Wachstumstrend. Zudem folgen weitere Abwertungen in den verzinslichen Eigenanlagen und Belastungen in der verlustfreien Bewertung des Zinsbuchs. Negative Konsequenzen auf die Quote an notleidenden Forderungen, das Bewertungsergebnis und die Kapitalbasis wären nicht auszuschließen. Schwächere Finanzmärkte könnten in der Folge eine abnehmende Anlage- und Zahlungsbereitschaft der Kunden für provisionierte Produkte zur Folge haben, wodurch wiederum der Provisionsüberschuss der Bank stärker belastet würde. Weitere wesentliche Risiken sehen wir in der stärkeren Bindung von Personalressourcen zur Erfüllung der bestehenden und potenziellen zukünftigen regulatorischen Anforderungen, ohne eine ausreichende Entlastung für kleinere Banken im Sinne des Proportionalitätsgrundsatzes. Dies führt zu Belastungen in der Auslastung von Personalkapazitäten und bindet Ressourcen in den Bereichen Betrieb und Produktion zulasten des Vertriebs. Diese Auswirkung wird verschärft durch Personalknappheit in Kombination mit gestärkten Arbeitnehmerforderungen auf dem Arbeitsmarkt bei gleichzeitig bestehendem Kostendruck in der Bank. Chancen Wesentliche Chancen für die Ertragslage und den voraussichtlichen Geschäftsverlauf bestehen im nächsten Geschäftsjahr insbesondere bei einem deutlich günstigeren Verlauf der Konjunktur und der verbundenen Unsicherheitsfaktoren als prognostiziert. Ebenso befördernd für die Lage wirkt eine beschleunigte Disinflation, verbunden mit einem stabilen Verharren der Inflationsrate auf dem Zielniveau der EZB. In diesem Fall könnten die Währungshüter ihren sehr restriktiven Kurs schneller lockern, was zu einem Abbau der Inversion der Zinsstrukturkurve führen würde. Entlastungen im Liquiditätswettbewerb und somit in der Refinanzierungsbasis der Bank sowie bei zinsgetriebenen Bewertungseffekten könnten folgen. Eine deutlich steilere Zinsstrukturkurve als von uns prognostiziert würde zudem die Nachfrage im Kreditgeschäft stützen sowie mehr Möglichkeiten für Fristentransformation gewähren. Chancen können sich zusätzlich aus einer unerwartet guten Börsenentwicklung in Verbindung mit einem Abbau der Unsicherheiten ergeben, da gute Renditechancen bei Aktien im Verhältnis zum Zinsmarkt die Attraktivität dieser Anlageklasse unterstützen. Dies würde zu höheren Wertpapierumsätzen und Fondsvermittlungen als prognostiziert führen. Weitere wesentliche Chancen sehen wir in einer hohen Bedeutung unserer örtlichen Regionalbank für die regionale Infrastruktur und in der Wahrnehmung der Kunden. Durch die Erhöhung unserer Markenstärke und einem Reputationsgewinn im Verhältnis zu den Wettbewerbern kann die Kundenbindung nochmals gestärkt werden, weitere Marktanteile gewonnen werden und das Geschäftsmodell unserer Bank in der Nachhaltigkeit unterstützt werden. V. ZweigniederlassungenEs bestehen keine Zweigniederlassungen.
Mittenwald, 30.04.2024 Raiffeisenbank Mittenwald eG Der Vorstand gez. Georg Hornsteiner gez. Michael Hilmer Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überwacht. Insbesondere beinhaltete die Überprüfung, dass keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen von Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, erbracht wurden. Bei zulässigen Nichtprüfungsleistungen lagen die erforderlichen Genehmigungen vor. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Der vorliegende Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht wurde vom Genossenschaftsverband Bayern e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Generalversammlung berichtet. Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses entspricht den Vorschriften der Satzung. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Generalversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.
Mittenwald, 06.05.2024 gez. Axel vom Brocke, Vorsitzender des Aufsichtsrats Jahresabschluss der Kreditinstitute in der Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft Bestandteile Jahresabschluss 1. Jahresabschluss (Formblatt 1) 2. Gewinn- und Verlustrechnung (Formblatt 3 - Staffelform) 3. Anhang 1. Jahresbilanz zum 31.12.2023Aktivseite
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023
3. AnhangA. Allgemeine AngabenDie Raiffeisenbank Mittenwald eG, Mittenwald, ist beim Amtsgericht München unter der Genossenschaftsregister-Nummer 2085 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den vorgeschriebenen Formblättern. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank. Die Bilanz wurde unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. In der Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich im Vergleich zum Vorjahr nachstehende Veränderungen aus folgenden Gründen: Der Bilanzposten Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung wurde aufgrund der eingetretenen Verpfändung von Rückdeckungsversicherungsansprüchen neu gebildet. Vgl. hierzu Ausführungen in den Abschnitten Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung und Rückstellungen. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB). Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Einzelnen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt; sofern von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres abgewichen wurde, wird dies bei den entsprechenden Posten sowie zusammengefasst nochmals am Ende des Abschnitts B. unter 'Abweichungen von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden' dargestellt. Barreserve Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag. Forderungen an Kreditinstitute und Kunden Forderungen an Kreditinstitute und Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt. Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigem Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet. Die in den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken haben wir durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen in ausreichender Höhe abgedeckt. Für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierte Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft werden Pauschwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 gebildet. Dies betrifft alle nicht akut ausfallgefährdeten Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sowie die nach §§ 26, 27 RechKredV unter der Bilanz auszuweisenden Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen (einschließlich widerruflicher und unwiderruflicher Kreditzusagen). Die ermittelten Teilbeträge für die Pauschalwertberichtigung werden von den Aktivposten Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden abgesetzt. Die Teilbeträge für das außerbilanzielle Geschäft werden unter den anderen Rückstellungen passiviert und entsprechend von den Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften sowie den unwiderruflichen Kreditzusagen abgesetzt. Die Berechnung der Pauschalwertberichtigung erfolgt auf Grundlage des im Rahmen des internen Risikomanagements ermittelten erwarteten Verlusts über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien (Bewertungsvereinfachungsverfahren). Der erwartete Verlust wird unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt ermittelt. Zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweiges haben wir ferner Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB gebildet. Wertpapiere Die wie Umlaufvermögen behandelten Wertpapiere (Liquiditätsreserve, Aktiva 6) wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Im Geschäftsjahr erfolgten im Gegensatz zum Vorjahr keine Umwidmungen von der Liquiditätsreserve in das Anlagevermögen. Bei den Wertpapieren, die sich bereits vor den Umwidmungen des Vorjahres im Anlagevermögen befanden, wurden Anschaffungskosten über pari durch sofortige Abschreibung des Agios im Jahr der Anschaffung an den niedrigeren Einlösungskurs angepasst. Die wie Anlagevermögen behandelten Fonds wurden wie im Vorjahr nach dem strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis oder dem niedrigeren Zeitwert bewertet. Der Ansatz der Wertpapiere erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten. Als Wertmaßstab im Rahmen der Folgebewertung wird auf den Börsenpreis oder einen ggf. bestehenden Marktpreis zurückgegriffen. Strukturierte Finanzinstrumente Strukturierte Finanzinstrumente werden als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert. Strukturierte Finanzinstrumente, die aufgrund des eingebetteten Derivats im Vergleich zum Basisinstrument wesentlich erhöhte oder zusätzliche (andersartige) Risiken oder Chancen aufweisen, haben wir nicht im Bestand. Eine getrennte Bilanzierung ist daher nicht erforderlich. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden zu Anschaffungskosten und Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bilanziert. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Die Bewertung der Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der linearen bzw. degressiven Methode. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientieren. Soweit hierbei Bandbreiten bestehen, wählen wir in der Regel die kürzest zulässige Nutzungsdauer. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 250 EUR wurden als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sonstige Vermögensgegenstände Sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nennwert oder zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Latente Steuern Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasi-permanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Passive Steuerlatenzen resultieren aus der Verrechnung des Deckungsvermögens, welchen aktive Steuerlatenzen, insbesondere in den Positionen Forderungen an Kunden, Wertpapiere und Rückstellungen gegenüberstehen. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Der Berechnung der Steuerlatenzen wurde ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt. Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung Vermögensgegenstände, die die Voraussetzung des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllen, wurden mit den Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen verrechnet. Das Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 1.156.901,43 EUR (Anschaffungskosten in Höhe von 1.272.554,08 EUR) wurde mit dem Erfüllungsbetrag der Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von 1.063.302,00 EUR saldiert. Die bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der zu verrechnenden Vermögensgegenstände verwendeten Annahmen und Bewertungsparameter entsprechen den Bewertungsprämissen der versicherungsmathematischen Gutachten für die jeweiligen Pensionsverpflichtungen. Ein nach der Saldierung verbleibender Überhang wurde in Höhe von 93.599,43 EUR aktiviert. Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung der Verpflichtungen wurden mit laufenden Erträgen verrechnet. Der Saldo ist unter Sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen. Verbindlichkeiten Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zum jeweiligen Erfüllungsbetrag. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind ausschließlich sonstige Rechnungsabgrenzungsposten enthalten. Rückstellungen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen bzw. drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst. Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2018 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert bilanziert. Als Rententrend werden 2 % angenommen. Die Abzinsung der Pensionsrückstellungen erfolgte unter Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren (Vereinfachungsregel) mit 1,83 % (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre auf Basis einer Prognose des Zinssatzes per Dezember 2023). Im Vergleich zu einer Abzinsung mit einem entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von 6.671 EUR. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungssatzes im Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen werden analog zum Ab-/Aufzinsungseffekt im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen. Bei Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen, die die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllen, haben wir die Verpflichtungen mit den ihnen zuzurechnenden Vermögensgegenständen verrechnet. Die historischen Anschaffungskosten der zu verrechnenden Vermögensgegenstände betrugen 971.869,99 EUR. Der beizulegende Zeitwert der zu verrechnenden Vermögensgegenstände betrug 741.354,08 EUR. Der beizulegende Zeitwert der zu verrechnenden Vermögensgegenstände (Rückdeckungsversicherungen) wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden betrug 1.125.142,00 EUR. Aufzinsungsaufwendungen für Pensionsverpflichtungen wurden mit den aus dem Deckungsvermögen resultierenden Erträgen in Höhe von 17.571,00 EUR verrechnet. Der Saldo ist unter Sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen. Für Pensionsrückstellungen und Ansprüche aus den zu ihrer Finanzierung abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen wurde wie im Vorjahr eine kongruente Bewertung auf Basis eines Deckungskapitalverfahrens vorgenommen. Nach Maßgabe des IDW RH FAB 1.021 werden für die kongruente Bewertung nach dem Primat der Passivseite die Rückdeckungsversicherungsansprüche in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags der korrespondierenden Pensionsrückstellung angesetzt. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und für Zuschläge sowie sonstige, über den Basiszins hinausgehende Vorteile für Einlagen, wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenen Umfang Rechnung getragen. Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert im Kundenkreditgeschäft sowie Eigengeschäft und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Bei den zurechenbaren Gebühren- und Provisionserträgen werden im Wesentlichen Kontoführungsgebühren und Postenentgelte angesetzt. Gemäß einer internen Erhebung bzw. Schätzung wird der Anteil der Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte an den gesamten Verwaltungsaufwendungen ermittelt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Bei der Bemessung der voraussichtlich noch anfallenden Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte werden Overheadkosten anteilig berücksichtigt. Individuelle Refinanzierungsmöglichkeiten werden bei dieser barwertigen Betrachtung berücksichtigt. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war die vorhandene Rückstellung aufzulösen (vgl. Abschnitt D.I - Rückstellungen). Vermerke unter dem Bilanzstrich Im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit übernehmen wir regelmäßig Bürgschaften. Dabei ist es für uns erforderlich, Zahlungen an den Begünstigten zu leisten, wenn ein anderer seinen Verpflichtungen nicht nachkommt oder Leistungen nicht vertragsgemäß erfüllt. Der Umfang der übernommenen Verpflichtungen ist aus den Angaben unter dem Bilanzstrich ersichtlich. Die dargestellten Beträge zeigen nicht die künftig aus diesen Verträgen zu erwartenden Zahlungsströme, da die Mehrzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen. Die unwiderruflichen Kreditzusagen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 4.831.859,42 EUR entfallen auf Zusagen von Buchkrediten an Nichtbanken. Wir gewähren unwiderrufliche Kreditzusagen, um den Finanzierungsbedürfnissen unserer Kunden zu entsprechen. Unwiderrufliche Kreditzusagen umfassen die nicht in Anspruch genommenen Anteile der gewährten Zusagen, welche nicht durch uns widerrufen werden können. Die Kreditzusagen werden mit dem Nominalbetrag gezeigt. Die widerruflichen und unwiderruflichen Kreditzusagen werden bei der Überwachung der Kreditrisiken berücksichtigt. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses wird vor dem verbindlichen Eingehen sowie während der Laufzeit einer Verpflichtung das Risiko aus der Inanspruchnahme für Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen eingeschätzt. Dabei ist im Wesentlichen die Bonität des Auftraggebers bzw. Kreditnehmers ausschlaggebend. Im Falle der Verschlechterung der Bonität, die den Ausgleich der Inanspruchnahme ganz oder teilweise nicht mehr erwarten lässt, werden Rückstellungen gebildet. Den latenten Risiken der Positionen unter dem Bilanzstrich wurde durch die Bildung von Pauschalrückstellungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Zinserträge/Zinsaufwendungen Negative Zinsen aus Passivgeschäften werden im Zinsaufwand erfasst (Reduktion des Zinsaufwands). C. Entwicklung des Anlagevermögens(volle EUR)
D. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und VerlustrechnungI. Bilanz In den Forderungen an Kreditinstitute sind 18.432.974 EUR Forderungen an die zuständige genossenschaftliche Zentralbank enthalten. Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:
In den Forderungen an Kunden sind 2.099.734 EUR Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten. Die Zinsabgrenzung wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet. Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr 4.402.141 EUR fällig. In den Forderungen und Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an Beteiligungsunternehmen sind:
Beteiligungen wurden aufgrund der untergeordneten Bedeutung gem. § 286 Abs. 3 HGB nicht angegeben. In folgenden Posten sind enthalten:
In der Wertpapieraufstellung sind die nicht mit dem Niederstwert bewerteten börsenfähigen Wertpapiere besonders gekennzeichnet. Zu den Finanzanlagen gehörende Finanzinstrumente, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, bestehen in folgendem Umfang (der Buchwert wird im Folgenden mit Stückzinsen dargestellt): Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Buchwert von 16.232.131,07 EUR haben einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert von 15.206.462,18 EUR. Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind deshalb unterblieben, da für die in Aktivposten 5 enthaltenen festverzinslichen Werte eine Durchhalteabsicht besteht und die Rückzahlung zum Nennwert erfolgt. Auf die im Anlagevermögen ausgewiesenen Wertpapiere wurden außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB nicht vorgenommen. Die Wertminderungen werden von uns als voraussichtlich nicht dauerhaft beurteilt, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistung bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind.
In folgenden Posten und Unterposten der Aktivseite sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:
In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von 1.050 EUR enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 1.827.443 EUR Verbindlichkeiten gegenüber der zuständigen genossenschaftlichen Zentralbank enthalten. Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Die Zinsabgrenzung wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet. Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von - EUR (Vorjahr: 71 EUR) enthalten. In den Rückstellungen ist im Gegensatz zum Vorjahr keine Drohverlustrückstellung aus der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs enthalten. Der Ausweis der entsprechenden Erträge aus der Auflösung dieser Drohverlustrückstellung erfolgten unter dem Posten E 14 'Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft'. Die Auflösung der Drohverlustrückstellung in Höhe von 351.538,00 EUR hat den Jahresüberschuss wesentlich beeinflusst. In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen sind:
Die unter dem Passivposten Gezeichnetes Kapital ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:
Die Ergebnisrücklagen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss unter Einbeziehung der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vorwegzuweisungen in die gesetzlichen Rücklagen (92.772,15 EUR) und die anderen Ergebnisrücklagen (100.000,00 EUR) wie folgt zu verwenden:
In den Schulden / und Eventualverbindlichkeiten sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von 37.626 EUR enthalten. Ausschüttungsgesperrte Beträge bestanden zum 31. Dezember 2023
Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag liegt bei 6.671 EUR. Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:
II. Gewinn- und Verlustrechnung In den Zinserträgen sind keine negativen Zinsen (Vorjahr: 923 EUR aus Einlagen bei der genossenschaftlichen Zentralbank) enthalten. Die für das Geschäftsjahr ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinserträgen und den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per Saldo um 423 EUR (Vorjahr 165 EUR) erhöht. Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung, die für die Gesamttätigkeit von wesentlicher Bedeutung sind, resultieren insbesondere aus der Vermittlung von Bausparverträgen und Versicherungsverträgen sowie Dienstleistungserbringung im Wertpapiergeschäft. Wichtige Einzelbeträge, die für die Beurteilung des Jahresabschlusses bzw. der Ertragslage nicht unwesentlich sind, sind enthalten in den Posten:
E. Sonstige AngabenDie früheren Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebene erhielten 151.364,44 EUR. Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen 8.000,00 EUR. Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene bestehen zum 31.12.2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von 2.188.444 EUR. Am Bilanzstichtag betrugen die gewährten Vorschüsse und Kredite sowie die eingegangenen Haftungsverhältnisse für
Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten und nicht als Haftungsverhältnisse anzugeben, jedoch für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. (Garantieverbund) in Höhe von 234.536 EUR. Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen. Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten. Wir beabsichtigen die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und auf unserer Homepage zu veröffentlichen. Die Zahl der im Jahr 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurden durchschnittlich 1,00 Auszubildende beschäftigt.
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes: Genossenschaftsverband Bayern e.V. Türkenstraße 22 - 24 80333 München
Mittenwald, 30. April 2024 Raiffeisenbank Mittenwald eG Der Vorstand gez. Georg Hornsteiner gez. Michael Hilmer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Raiffeisenbank Mittenwald eG, Mittenwald VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Raiffeisenbank Mittenwald eG (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar: 1. Bewertung Kundenforderungen 2. Verlustfreie Bewertung des Bankbuchs Unsere Darstellung der besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert: a) Sachverhalt und Problemstellung b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse c) Verweis auf weitergehende Informationen Bewertung Kundenforderungen a) Sachverhalt und Problemstellung Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 88,4 Mio. EUR. Dies entspricht 67,1 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 4,8 Mio. EUR sowie Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen in Höhe von 0,8 Mio. EUR. Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar. b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse Wir haben zunächst beurteilt, ob die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozesse der Genossenschaft derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird. In Folge haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse überzeugt. Hierbei stellen wir auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Genossenschaft ab. Des Weiteren haben wir umfangreiche analytische Prüfungshandlungen bzw. Datenanalysen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Genossenschaft in Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden u.a. Auswertungen zur Datenqualität bei den Ratings, zu Forbearance-Maßnahmen sowie allgemeinen Auffälligkeiten (z.B. bei den Sicherheiten oder den Konditionen) sowie zu möglicherweise von den wirtschaftlichen Entwicklungen des Geschäftsjahres stark betroffenen Kreditnehmern durchgeführt. Hierauf aufbauend haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen. Bei der Auswahl haben wir insbesondere Kreditengagements berücksichtigt, die von den rückläufigen Konjunkturaussichten, von der die Zinsentwicklung, von der Preisentwicklung (z.B. Energie) und dem damit veränderten Konsumverhalten betroffen sind. c) Verweis auf weitergehende Informationen Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden enthalten. Darüber hinaus enthält der Lagebericht Ausführungen zu den Kreditstrukturen und Verfahren der Risikoerkennung. Verlustfreie Bewertung des Bankbuchs a) Sachverhalt und Problemstellung Mit den Forderungen an Kreditinstitute sowie an Kunden, den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren auf der Aktivseite (insgesamt 128,8 Mio. EUR bzw. 97,8 % der Bilanzsumme) und den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Kunden auf der Passivseite (insgesamt 110,3 Mio. EUR bzw. 83,8 % der Bilanzsumme) gehören wesentliche Teile der Bilanz zu den Finanzinstrumenten des Bankbuchs der Genossenschaft. Die Finanzinstrumente des Bankbuchs sind im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellen Positionen des Bankbuchs nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n.F. von der Genossenschaft verlustfrei zu bewerten. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und vom Differenzbetrag die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang ist eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (Drohverlustrückstellung) zu bilden, die unter den anderen Rückstellungen auszuweisen wäre. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 konnte die im Vorjahr gebildete Drohverlustrückstellung aufgelöst werden. Die Auflösung erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Erträgen aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft. Der Ansatz und die Bewertung von Rückstellungen einschließlich der zugrundeliegenden Annahmen und Parameter sind in einem hohen Ausmaß ermessensbehaftet. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass wesentliche Annahmen und Parameter nicht sachgerecht berücksichtigt werden bzw. Ermessenspielräume nicht sachgerecht genutzt werden. Daher waren diese Sachverhalte für den Jahresabschluss und insbesondere für die Ertragslage von entscheidender Bedeutung sowie aus unserer Sicht für unsere Prüfung von besonderer Bedeutung. b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse Im Rahmen unserer Prüfung der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs haben wir uns unter anderem mit den bei der Bewertung zugrunde gelegten Annahmen und Parametern sowie der Abgrenzung des Bankbuchs auseinandergesetzt. Schwerpunkt war die Würdigung der Annahmen zur Schätzung der direkt aus den zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs resultierenden Provisionserträge, der zugrundeliegenden Kostenannahmen, insbesondere im Bereich der Verwaltungskosten, der Standard-Risikokosten im Eigen- und Kundengeschäft sowie der zugrundeliegenden Annahmen für Geschäfte mit unbestimmter Zins- bzw. Kapitalbindung. Des Weiteren haben wir die zutreffende Ableitung der laufzeitadäquaten Zinssätze aus Marktdaten nachvollzogen und haben uns von der Kongruenz der verwendeten Methoden, Steuerungsinstrumente und Parameter zur internen Risikosteuerung überzeugt. Das Berechnungsschema der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs haben wir anhand der einfließenden wesentlichen Annahmen und Parameter einschließlich der Diskontierung nachvollzogen. Dabei haben wir bestimmte von den gesetzlichen Vertretern angewandte Annahmen und Parameter einer Einzelfallprüfung unterzogen. c) Verweis auf weitergehende Informationen Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen enthalten der Anhang im Abschnitt "B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden" sowie der Lagebericht in den Abschnitten zur Ertragslage, Vermögenslage sowie zu den Marktpreisrisiken. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft. führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht: Prüfung des Depot- und Wertpapierdienstleistungsgeschäfts nach § 89 WpHG VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Walter Friedrich.
München, 6. Mai 2024 Genossenschaftsverband Bayern e.V. gez. Carolin Vogl, Wirtschaftsprüferin gez. Walter Friedrich, Wirtschaftsprüfer Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Generalversammlung am 22. Mai 2024 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen. BaFin - Instituts - Nummer: 102409 Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023("Länderspezifische Berichterstattung")Die Raiffeisenbank Mittenwald eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgenden Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Raiffeisenbank Mittenwald eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren. Die Raiffeisenbank Mittenwald eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 3.923 TEUR. Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten zum Jahresende beträgt 17. Der Gewinn vor Steuern beträgt 1.292 TEUR. Die Steuern auf Gewinn betragen 491 TEUR und betreffen laufende Steuern. Die Raiffeisenbank Mittenwald eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten. |
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