Casa Futura GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Schöllhammer seit 4.9.2024 | Prokura |
Philipp Schülein seit 8.1.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
REHART GmbHEhingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell Die REHART GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen, das in den Bereichen hochwertiger Verschleiß- schutz und Ersatzteile, Maschinen für die Grob- und Feinkeramik, Produkten für die Abwassertechnik und kompletten Anlagen für erneuerbare Energie aus Wasserkraft tätig ist. Der Name REHART leitet sich ab aus RE-generieren und HART-plattieren und macht die Kernkompetenzen des Unternehmens sichtbar. Von Beginn an konzentrierte sich das Unternehmen auf den Verschleißschutz insbesondere bei Maschinen, die im Bereich der grob- und feinkeramischen Industrie zum Einsatz kommen. Dabei war und ist das Ziel, Maschinen und Anlagen für ein langes, anspruchsvolles Maschinenleben fit zu machen. Mittlerweile gehören neben dem Verschleißschutz auch die Bereiche Maschinenbau, Abwassertechnik und Klärwerkssanierung zum Produktportfolio. Außerdem konstruiert und baut die REHART GmbH seit über 20 Jahren Wasserkraftanlagen mit Wasserkraftschnecken. Das Portfolio der REHART-Power-Anlagen umfasst drei Baureihen, für die unterschiedlichsten Anforderungen. Die REHART GmbH verfügt über 40 Jahre Erfahrung mit etwa 126 Mitarbeiter an drei Standorten. Die REHART GmbH ist Teil der REHART-Group - ein stabiler, zukunftsfähiger und inhabergeführter Firmenverbund. 1.2 Zweigniederlassung Es besteht eine Niederlassung für Abwassertechnik in Langenhagen bei Hannover. Dort wird nicht produziert, sondern es erfolgt hier die Konstruktion, die Verwaltung und der Service der Aufträge für Abwassertechnik. Des Weiteren besteht eine zweite Niederlassung in Netphen, welche den Bereich des keramischen Maschinenbaus vollständig abbildet. 1.3 Forschung und Entwicklung Der Schwerpunkt unserer Entwicklungstätigkeiten ist die Weiterentwicklung unserer Technologien und die laufende Anpassung an die technischen Herausforderungen des Marktes und der Kunden. Im Fokus liegen hierbei die Bereiche der erneuerbaren Energien. Dabei bauen wir auf die Erfahrung und Innovationskraft unseres qualifizierten und motivierten Mitarbeiterteams. Die Marktsituation und der Wettbewerb machen es notwendig, unser hohes innovatives Niveau weiter auszubauen. Durch den starken Wandel der Branchen, befasst sich die REHART GmbH gezielt mit Lösungen in verschiedensten Bereichen, um den Zielen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung gerecht zu werden. Forschungstätigkeiten unterhält die REHART GmbH nicht. Auch bei der Fertigung unserer Bauteile streben wir nach ständiger Verbesserung und Automation. Hierbei steht besonders im Fokus durch Automation die Qualität zu verbessern und die Kapazitäten zu erhöhen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft stand im Jahr 2023 weiter im Zeichen der geopolitischen Spannungen. Der russische Angriffskrieg und der Israel-Konflikt nahmen weiter Einfluss auf die Weltwirtschaft. Dies machte sich durch weiter hohe Zinsen und Investitionszurückhaltungen bemerkbar. Die Inflationsrate blieb hoch, obwohl diese sich zum Vorjahresvergleich von 6,9% auf 5,9% reduzierte. Zusätzlich belasteten knappe Logistikkapazitäten und weiter hohe Energiekosten die Verkaufspreise. Um der Inflation entgegenzuwirken, erhöhten die Zentralbanken die Leitzinsen im Euroraum schrittweise auf 4,5 %. Dies verteuerte die Kreditaufnahme und die Konsumdynamik wurde weiter gebremst. Die technologische Entwicklung schritt rasant voran, wobei Bereiche wie künstliche Intelligenz, erneuerbare Energien und digitale Wirtschaftszweige weiterwuchsen und die Wirtschaft beeinflussten. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 sank lt. dem Statistischen Bundesamt um 0,3% zum Vorjahr. Die gestiegenen Zinsen für Kredite und hohe Kosten für Baumaterial dämpfte die Konjunktur in der Baubranche stark ein. Nach dem kurzen Aufschwung in 2022 rutschte die Baubranche und vor allem die Ziegelindustrie in die Krise. Durch die reduzierte Nachfrage im Bereich der privaten und öffentlichen Bauvorhaben, blieben die Hersteller auf den bereits produzierten Materialien sitzen. Die Läger sind voll und größtenteils mussten die Produktionen eingestellt werden. Zusätzliche Belastungen sind immer noch die hohen Energiekosten und der Fachkräftemangel. Die Anzahl der Baugenehmigungen ging in 2023 auf 260.100 Wohnungen zurück. Das sind im Vorjahresvergleich 26,6 % weniger. Noch höher waren die Rückgänge im Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser um 39,1 % und 48,3 %. Die Wasserkraftbranche profitierte vom verstärkten Fokus auf erneuerbare Energien, gerade auch im Ausland. Trotz ihres geringen Anteils von 4 % zur gesamten Bruttostromerzeugung bleibt die Wasserkraft eine stabile und zuverlässige Technologie zur Stromerzeugung in Deutschland. Aufgrund der ökologischen und regulatorischen Rahmenbedingungen ist die inländische Nachfrage gering. Lt. dem Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke (BDW) e.V. bietet die Wasserkraft bis zum Jahr 2030 weiteres Stromproduktionspotential und die Stromproduktion aus Wasserkraft kann bis zum Jahr 2030 maßgeblich gesteigert werden, einerseits mit Hilfe von Modernisierungsmaßnahmen und Reaktivierung bereits bestehender Anlagen und andererseits durch den Neubau von Anlagen. 2.2 Geschäftsverlauf Wir halten an unserer risikobewussten Strategie zur Unternehmensfinanzierung mit einer soliden Finanzstruktur fest. Hierzu streben wir eine solide Eigenkapitalquote, eine ausreichend hohe kurzfristige Liquidität und einen positiven operativen Cash-Flow an, um auch in wirtschaftlich anspruchsvollen Marktphasen erfolgreich sein zu können. 2.3 Ertragslage
Der im Vorjahresabschluss prognostizierte Rückgang beim Rohertrag i. H. v. 15 % ist nahezu eingetreten. Dennoch konnte anstatt der Prognose eines ausgeglichenen Ergebnisses, ein positive Jahresergebnis erzielt werden. Dies ist auf die ebenfalls rückläufigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen zurückzuführen. Der geringere Rohertrag im Vergleich zum Vorjahr ist mit dem Auftragsrückgang in der Baubranche und weniger Großprojekten zu begründen. Das Rohergebnis liegt auf dem der Jahre 2020 und 2021. Die Personalkosten haben sich auf 7.572 T€ aufgrund von Personaleinstellungen und Entgeltanpassungen erhöht. Die Ertragslage der REHART kann als stabil bezeichnet werden. Kosteneinsparungen in den Bereichen Werbung und Messekosten sowie geringere Gewährleistungsaufwendungen führten zu einer Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Vertriebsprovisionszahlungen i. H. v. 176 TEUR, welche den Jahresüberschluss des Berichtsjahres außerordentlich beeinflusst haben. Diese betreffen zwei Aufträge, die bereits im Jahr 2022 vollständig abgeschlossen worden sind.
Die betriebswirtschaftliche Kennzahl EBITDA gibt ein verzerrungsfreies Betriebsergebnis an und bildet somit den operativen Gewinn ab. Die Kennzahl soll Auskunft über die Ertragskraft und Effizienz eines Unternehmens geben und lag in 2023 bei 1.215 T€ und somit um 2.004 T€ unter dem Wert des Vorjahres. Dies lässt sich damit begründen, dass im Jahr 2023 weniger Großprojekte abschlossen wurden.
Die Umsatzrendite lag im Jahr 2023 bei rund 3 % und damit geringer als im Vorjahr. Aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Situation gehen wir davon aus, dass sich die Umsatzrendite in den folgenden Jahren auf dem Niveau stabilisieren wird. Analog verhält es sich mit der EBITDA-Marge:
Insgesamt lässt sich festhalten, dass das Jahr 2022 durch Großprojekte überproportional beeinflusst wurde, was sich in den nächsten Jahren wahrscheinlich nicht fortführen lässt. Die Kennzahlen des Jahres 2023 liegen auf dem Niveau der Jahre 2020 und 2021. 2.4 Vermögenslage Die aus der Bilanz zum 31.12.2023 abgeleitete Darstellung der Vermögenslage der Gesellschaft lässt sich im Vergleich zum vorherigen Bilanzstichtag folgendermaßen darstellen:
Die Anlagendeckung ist eine Kennziffer zur Beurteilung der finanziellen Verhältnisse eines Unternehmens. Im Sinne der goldenen Bilanzregel sollten die langfristig gebundenen Aktiva des Anlagevermögens vollständig durch Eigenkapital finanziert werden, was der REHART GmbH auch im Berichtsjahr 2023 gelungen ist. Die finanzielle Situation des Unternehmens kann deshalb als stabil bezeichnet werden.
Die Forderungslaufzeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr (21 Tage) auf 27 Tage verlängert, was dem Rückgang der Anzahlungsquote geschuldet war. Nachdem die Finanzierung während der Laufzeit der Projekte zu einem geringen Anteil über Anzahlungen erfolgte, erhöhte sich der Forderungsbestand bei gleichzeitig rückläufigen Umsatzerlösen.
Die Eigenkapitalquote stieg aufgrund des restriktiven Ausschüttungsverhaltens auf 59%. Die Vermögenslage der REHART kann als ausgeglichen bezeichnet werden. 2.5 Finanzlage und Liquidität Über die Zahlungsströme in der Kapitalflussrechnung (DRS 21) werden Informationen getrennt nach den Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit, aus der Investitionstätigkeit (einschließlich Desinvestitionen) und aus der Finanzierungstätigkeit vermittelt, wobei die Summe der Cashflows aus diesen drei Tätigkeitsbereichen der Veränderung des Finanzmittelfonds in der Berichtsperiode entspricht.
Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist vereinbarungsgemäß zu begleichen und Forderungen innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele zu vereinnahmen. Im Berichtsjahr war die finanzielle Ausstattung der REHART GmbH ausreichend, um die durch Gesetz und Gesellschaftsvertrag vorgegebenen Aufgaben zu erfüllen. Die Finanzlage der REHART GmbH kann als stabil bezeichnet werden. In den Verbindlichkeiten sind erhaltene Anzahlungen von Kunden mit 1.098 T€ enthalten, im Vorjahr waren dies 1.753 T€. Somit erfolgte eine Minderung von 655 T€. Unsere Großprojekte laufen je nach Größe 1 bis 2 Jahre lang. Aufgrund der von Kunden geleisteten Anzahlungen, können wir auftragsbezogen beschaffen und somit bessere Preise beim Einkauf erzielen. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Für 2024 ist aufgrund der erhöhten Baukosten und den erhöhten Zinsaufwendungen mit weiteren Rückgängen in der Baubranche zu planen. Die Nachfrage im Bereich Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser wird unter den aktuellen konjunkturellen Bedingungen niedrig bleiben. Die Ziegelindustrie hatte sich bis zuletzt als verlässlicher Partner der Bauindustrie bewiesen. Die angespannte Lage spiegelte sich im rückläufigen Auftragsbestand wider. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einem Ergebnis, das etwa 30 % unter dem Niveau des Geschäftsjahre 2023 liegt. Die im Koalitionsvertrag fixierten Klimaziele - zentral die Klimaneutralität bis 2045 - werden auch Auswirkungen auf unsere Kunden in der Ziegelindustrie haben. Zusammen mit unseren Kunden versuchen wir durch die stetige Weiterentwicklung und Optimierung von Produkten und Prozessen eine Reduzierung fertigungsbedingter CO2 -Emissionen zu erreichen und die Erzeugung alternativer Energien zu forcieren. Lt. Koalitionsvertrag sollen bis 2030 80% des Stromes aus erneuerbaren Energien stammen. Deutschland hat sich im Klimaschutzgesetz verpflichtet, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 65 %, im Vergleich zu 1990, zu reduzieren, um die Klimaneutralität zu erreichen. Die aktuellen Prognosen liegen bei über 60 %. Inwieweit Wasserkraft hier eine Rolle spielen kann, bleibt abzuwarten, denn kostspielige und langwierige Genehmigungsverfahren inkl. Bürgerbeteiligung und die gesetzlichen Hürden widersprechen der Prognose des Bundesverbandes Deutscher Wasserkraftwerke auf Ausweitung des Wasserkraftstroms auf bis zu 30TWh pro Jahr. Selbst wenn diese ambitionierten Ziele umgesetzt werden können, würde das aufgrund der relativ langen Auftragsdauer im Bereich Wasserkraft im Jahr 2024 noch nicht spürbar sein. Wir erwarten in diesem Bereich zwar steigende Auftragszahlen, aber nachdem die Laufzeiten der Aufträge mitunter bis zu zwei Jahre betragen können, rechnen wir im Bereich der Wasserkraft im Jahr 2024 nicht mit vermehrten Auftragseingängen. In unserem Kernbereich als Zulieferer der Ziegelindustrie rechnen wir aufgrund der aktuellen Auftragslage und des Auftragsbestands mit rückläufigen Umsätzen. Der Wachstumsbereich Abwassertechnik ist ein Stabilisator für den Auftragseingang und den Umsatz. Da diese nicht den konjunkturellen Schwankungen unterliegt und hier einiges an Sanierungsbedarf in den nächsten Jahren ansteht. Hier hat sich die REHART GmbH vor allem auf das Thema Hebeschnecken und Räumerbrücken spezialisiert. Diese Entscheidung trägt entscheiden dazu bei, um eine gute und klare Positionierung am Markt zu gewährleisten. Die Prozess Optimierung durch Digitalisierung und Automatisierung, um eine schnellere und bessere Abwicklung von Aufgaben und Aufträgen möglich zu machen, ist für uns ein sehr wichtiges Ziel. Daran arbeiten wir beständig und mit großem Engagement. Wir gehen davon aus, dass mit dem erwarteten Umsatz, unsere finanziellen Verpflichtungen sach- und termingerecht bedient werden können. 3.2 Chancen- und Risikobericht 3.2.1 Risiken Gerade im Bereich Wasserkraft besteht immer wieder ein gewisses Risiko durch Anpassungen in den gesetzlichen Vorgaben oder durch neue Normen. Die aufwändigen Genehmigungsverfahren führen oft zu einem enormen zeitlichen und finanziellen Mehraufwand. Bereits jetzt ist eine Zurückhaltung der privaten Investoren im Bereich Wasserkraft zu spüren. In der Keramikbranche kommen zu den strengeren Umweltauflagen und regulatorischen Anforderungen, die Streichung von Fördermitteln und das Ausbleiben der Investitionen in dringend benötigtem Wohnraum als große Herausforderungen hinzu. Technologische Entwicklungen und Nachhaltigkeitsthemen verstärken den Druck. Risiken der künftigen Entwicklungen sehen wir v.a. in der aktuellen politischen Strategie bezüglich Wohnraum und Baustoffauswahl. Risiken im finanzwirtschaftlichen Bereich könnten sich aus Kundeninsolvenzen oder schlechterem Zahlungsverhalten der Kunden ergeben. Unser konsequentes Forderungsmanagement und die ausschließliche Finanzierung mit Hilfe von Eigenmitteln schützt uns weiterhin und hilft finanzielle Risiken zu minimieren. Aktuell zeichnet sich eine steigende Insolvenzgefahr für unsere Kunden im Bausektor ab, was sich negativ auf die Risikolage auswirkt. Der andauernde und sich zukünftig noch verschärfende Fachkräftemangel birgt auch für uns ein mittleres Risiko. Deshalb setzen wir auf die Ausbildung eigener Fachkräfte sowohl in den technischen als auch in kaufmännischen Bereichen. Als attraktiver Arbeitgeber konnten wir uns auch bei jungen Fachkräften profilieren. Unser wirtschaftlicher Erfolg ist maßgeblich abhängig von der Entwicklung der Baubranche und Entscheidungen, die auf politischer Ebene z.B. im Bereich Umweltschutz und erneuerbare Energien getroffen werden. Diesen Herausforderungen versuchen wir durch Diversifizierung unserer Produktpalette zu begegnen. Dennoch erachten wir die rückläufige Entwicklung im Bausektor als ein wesentliches Risiko für unsere Unternehmensentwicklung. Eine Gefährdung des Fortbestands sehen wir in den nächsten Jahren aber auch unter aktuellen Rahmenbedingungen (Inflation, Klimakrise, Kriege) nicht. Den oben dargestellten Risiken begegnen wir mit umfangreichen Maßnahmen. Durch die umfassende Analyse von Kennzahlen, welche monatlich geprüft werden, bildet REHART ein aktives Risikomanagement ab, das rechtzeitig notwendige Maßnahmen definiert und die nötigen Weiterentwicklungen sicherstellt. An diesen Kennzahlen wird die aktuelle Geschäfts-, Finanz- sowie Vertriebssituation sichtbar. Auch Auftragsaufkommen und Umsatz werden in diesem Rahmen beständig überwacht und überprüft. Die bestehenden Controlling- und Qualitätssicherungssysteme liefern aktuelle und sehr wichtige Informationen, die für das Firmenmanagement unerlässlich sind. Ergänzt wird das Risikomanagement durch ein sinnvolles Versicherungswesen, sowie Verträge und Vereinbarungen mit Geschäftspartnern. Risiken und Schadensfälle sind damit abgesichert und werden in einem berechenbaren Maß gehalten. 3.2.2 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im wesentlichen die Forderungen, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten inkl. erhaltener Anzahlungen. Forderungen bestehen grundsätzlich gegenüber einem solventen Kundenstamm, welche wir mit einer Kreditversicherung absichern. Zahlungsausfälle reduzieren wir durch restriktive Zahlungsbedingungen, die Vereinbarung von Abschlagszahlungen und einem konsequenten Forderungsmanagement. Kreditlinien mussten nicht in Anspruch genommen werden. Preisänderungsrisiken sowie Zahlungsstromschwankungen begegnen wir mit entsprechenden Planungsinstrumenten sowie Risikobeurteilungen. Verbindlichkeiten werden fristgerecht bezahlt, Skontierungsmöglichkeiten werden, wann immer möglich, in Anspruch genommen. Mit Hilfe dieser Maßnahmen sichern wir den Fortbestand des Unternehmens gegen finanzielle Risiken ab. 3.2.3 Chancen Durch eine breite Produktpalette in den unterschiedlichsten Branchen und Bereichen bieten sich REHART große Chancen am Markt. Mit Wasserkraftschnecken aus dem REHART-Portfolio leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Erzeugung von „grünem Strom“. Neue Produkte im Bereich Recycling tragen zu einer guten Auftragslage bei und spiegeln neben der Wasserkraft das große Engagement von REHART beim Thema Nachhaltigkeit. Lange bevor das Schlagwort „Nachhaltigkeit“ in aller Munde war, haben das Regenerieren und Panzern vorhandener Anlagen unsere Kernkompetenzen ausgemacht. In Zeiten des Klimawandels und einem stärkeren Umwelt- und Kostenbewusstsein der Kunden, können wir uns hierdurch gegenüber den Mitbewerbern profilieren und sehen hierin einen eindeutigen Wettbewerbsvorteil. Rohstoffe schonen, Energie sparen und damit die Umwelt schützen - so sieht gelebte Nachhaltigkeit bei REHART aus. Das Unternehmen ist am Markt gut etabliert. Durch Kombination unserer jahrzehntelangen Erfahrung mit einem hohen Maß an Innovationskraft konnten wir unsere Marktposition stetig ausbauen und das Produktportfolio erfolgreich erweitern. Die REHART GmbH verfügt über langjährige, erfahrene Mitarbeiter in allen wesentlichen Unternehmensbereichen. Die Unternehmensführung wurde auf Langfristigkeit ausgerichtet. Gleichzeitig setzen wir auch auf junge, flexible Mitarbeiter. So können wir mit unserem heterogenen Team Erfahrung, Neugierde und Innovationsfreudigkeit miteinander vereinen und sehen uns für die Zukunft gut gerüstet.
Ehingen, den 10.09.2024 Philipp Schülein BilanzAktiva
Angaben unter der Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes sowie des Gesellschaftsvertrages beachtet. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Größenabhängige Erleichterungsvorschriften gemäß § 288 HGB für den Anhang wurden in Anspruch genommen. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutz- ung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. - Ausleihungen zum Nennwert - sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten Die Finanzanlagen enthalten Finanzinstrumente, deren Zeitwert unter den Anschaffungskosten liegt, dennoch wurde auf eine außerplanmäßige Abschreibung verzichtet und vom Bewertungswahlrecht des § 253 Abs. 3 S. 6 HGB Gebrauch gemacht. Die Gründe für das Unterlassen einer Abschreibung sind: Die Wertpapiere wurde langfristig angelegt, zum einem auf 2 Jahre und zum anderen auf 5 bis 10 Jahre mit dem Ziel langfristig Rendite zu erzielen. Es wurden verschiedenen Fonds gewählt, die sehr breit aufgestellt sind, damit das Risiko überschaubar ist und bleibt. Geplant ist die überschüssige Liquidität zu behalten und nicht von der Inflation auffressen zu lassen. Einige Fonds liegen deshalb auf einem festverzinslichen Depot. Hierdurch wird das Risiko minimiert. Die Wertminderung der Finanzinstrumente ist nicht von Dauer. Im Einzelnen sind folgende Finanzinstrumente betroffen:
Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Soweit ein Marktpreis nicht feststellbar war, wurden sie auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken oder niedrigere beizulegende Werte wurden durch Einzelwertberichtigung berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit den Nennwerten bilanziert. Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Ansatz erfolgte gemäß § 250 Absatz 1 HGB. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert und entspricht dem Gesellschaftsvertrag. Das Stammkapital ist in voller Höhe eingezahlt. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 362.800,00 EUR. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gemäß § 253 Absatz 1 Satz 2 HGB angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt, abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Bewertung von Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt unter Beachtung des §256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des AnlagevermögensDie Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abschreibung ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält somit diese Beträge. Der Betrag der in den kumulierten Abschreibungsbeträgen enthaltenen Sofortabschreibungen beläuft sich auf: 33.288,29 €.
Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert Der in 2014 entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert der Firma Schreiber wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden 15 Jahre festgelegt. Maßgeblich für die Festlegung der Nutzungsdauer ist der Zeitraum der Verwendbarkeit des Know-hows. Angaben zu Ausleihungen gegenüber Gesellschaftern Der Wert der Ausleihungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 28.125,00 EUR (Vorjahr: 65.625,00 EUR). Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 0,00 EUR (Vorjahr: 5,97 EUR). Pensionsrückstellungen Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der PUC-Methode unter Verwendung der „Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Gehaltssteigerungen sowie eine Fluktuation waren wie nicht zu berücksichtigen. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 10.719,00 EUR. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen:
Angabe zu Restlaufzeitvermerken
Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Verbindlichkeiten aus Bürgschaften die nicht in der Bilanz ausgewiesen sind, bestehen in Höhe von 433.730,87 EUR. Hierbei handelt es sich um Avalkredite für Gewährleistungs- Vertragserfüllungs- und Mietbürgschaften. Die vorstehenden Haftungsverhältnisse werden aus folgenden Gründen nicht bilanziert: Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen. Bei den Vertragserfüllungsbürgschaften sind die Aufträge inzwischen abgeschlossen oder befinden sich noch in Ausführung. Für die Gewährleistungsbürgschaften wurden von den Kunden keine Mängelansprüche geltend gemacht und das Mietobjekt in langenhagen wird weiterhin angemietet. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 292.913,91 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Des Weiteren besteht ein unbefristeter Mietvertrag für die Gebäude und Grundstücksfläche in Netphen. Die monatlichen Mietzahlungen betragen 4.800,00 €. Das Mietverhältnis kann von beiden Seiten innerhalb von 3 Monaten gekündigt werden. Es bestand für die Gebäude und Grundstücksfläche in Ehingen bis August 2023 ein befristeter Mietvertrag, welcher ab 24.08.2023 in einen unbefristeten Mietvertrag umgewandelt wurde. Die monatlichen Mietzahlungen betragen 25.102,85 €. Das Mietverhältnis kann von beiden Seiten innerhalb einer Frist von 2 Jahren zum jeweiligen Jahresende gekündigt werden. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Vertriebsprovisionszahlungen über 176 TEUR enthalten. Sonstige Steuern In der Gewinn- u. Verlustrechnung unter den sonstigen Steuern sind Umsatzsteuernachzahlungen für Vorjahre aus der Lohnsteueraußenprüfung i. H. v. 20.081,21 € enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Im Vorjahr enthielten die Steuern vom Einkommen und Ertrag Steuerrückstellungen für die Jahre 2017 - 2020 i. H. v. 86.798,52 € aus einer Betriebsprüfung. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Gesamtbezüge der aktiven und früheren Organmitglieder Für die Angabepflicht nach § 285 Nr. 9a und 9b HGB wird die Befreiung nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt 575.906,79 EUR. Es ergibt sich einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags und abzüglich des ausschüttungsgesperrten Unterschiedsbetrages ein Betrag von 7.595.717,03 EUR, der verwendet werden kann. Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresüberschuss zusammen mit dem Gewinnvortrag i. H. v. 7.606.436,03 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Ehingen, den 10. September 2024 Unterschrift sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 10.09.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die REHART GmbH, Ehingen: Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der REHART GmbH, Ehingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der REHART GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und Lageberichtes" meines Bestätigungsvermerkes weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss im Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichtes getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerkes erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt insgesamt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Ansbach, 10. Oktober 2024 Ute Santin, Wirtschaftsprüferin |
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