Einzelhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Sparkasse Nienburg
Nienburg/WeserStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Wolfgang Wilke seit 14.12.2015 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sparkasse NienburgNienburg/WeserJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023TestatsexemplarJahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Sparkasse NienburgPrüfungsstelle des Niedersächsischen Sparkassen- und Giroverbandeszum 31. Dezember 2023
Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023Aktivseite
Passivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
AnhangAllgemeine Angaben
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
AktivaForderungen an Kreditinstitute und Kunden (Aktiva Posten 3 und 4)
Wertpapiere (Aktiva Posten 5 und 6)
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen (Aktiva Posten 7 und 8)
Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagevermögen (Aktiva Posten 11 und 12)
Sonstige Vermögensgegenstände (Aktiva Posten 13)
PassivaVerbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden (Passiva Posten 1 und 2)
Rückstellungen (Passiva Posten 7)
Gewinn- und Verlustrechnung
Angaben zu Derivaten und zur Fremdwährungsumrechnung
Erläuterung der Bilanzposten
AktivaPosten 3: Forderungen an Kreditinstitute
Posten 4: Forderungen an Kunden
Posten 5: Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Posten 6: Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
Posten 7: Beteiligungen
Posten 8: Anteile an verbundenen Unternehmen
Posten 9: Treuhandvermögen
Posten 12: Sachanlagen
Posten 14: Rechnungsabgrenzungsposten
Anlagenspiegel
PassivaPosten 1: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Posten 2: Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Posten 3: Verbriefte Verbindlichkeiten
Posten 4: Treuhandverbindlichkeiten
Posten 6: Rechnungsabgrenzungsposten
Posten 7a: Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Posten 9: Nachrangige Verbindlichkeiten
Eventualverbindlichkeiten
Andere Verpflichtungen
Erläuterung der GuV-PostenPosten 5: Provisionserträge
Posten 8: Sonstige betriebliche Erträge
Posten 29: Bilanzgewinn
Sonstige AngabenTermingeschäfte
Steuerlatenzen
Organe der SparkasseVerwaltungsrat:Vorsitzender:
Mitglieder:
Beschäftigtenvertreter:
Nienburg, den 29. April 2024 SPARKASSE NIENBURG
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| Wilke | Thiele |
Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023 ("Länderspezifische Berichterstattung")
Die Sparkasse Nienburg hat keine Niederlassungen im
Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich
ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit
als regional tätige Sparkasse in der Bundesrepublik
Deutschland. Die Tätigkeit der Sparkasse Nienburg
besteht im Wesentlichen darin, Einlagen oder andere
rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden
entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu
gewähren.
Die Sparkasse Nienburg definiert den Umsatz als Saldo
aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und
Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge,
Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc.,
Erträge aus Gewinngemeinschaften etc.,
Provisionserträge, Provisionsaufwendungen,
Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands (Erträge und
Aufwendungen saldiert) und sonstige betriebliche
Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 62.127 TEUR.
Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in
Vollzeitäquivalenten beträgt im
Jahresdurchschnitt 262.
Der Gewinn vor Steuern beträgt 9.322 TEUR.
Die Steuern auf den Gewinn betragen 6.792 TEUR. Die
Steuern betreffen laufende Steuern.
Die Sparkasse Nienburg hat im Geschäftsjahr
keine öffentlichen Beihilfen erhalten.
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Sparkasse Nienburg, Nienburg
Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Sparkasse Nienburg,
- bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem
Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sparkasse
Nienburg für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023
bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Sparkasse zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr.
537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von der Sparkasse
unabhängig in Übereinstimmung mit den
europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere
sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung
mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus
erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2
Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. § 340k Abs. 3 HGB, dass
alle von uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis
der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen
Nichtprüfungsleistungen gemäß Artikel 5
Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung,
dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind
solche Sachverhalte, die nach unserem
pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in
unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit
unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und
bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu
berücksichtigt; wir geben kein gesondertes
Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht
besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
1. Bewertung der Forderungen an Kunden
2. Bewertung von Schuldverschreibungen und anderen
festverzinslichen Wertpapieren sowie Aktien und anderen
nicht festverzinslichen Wertpapieren
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen
Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt aufgebaut:
a) Sachverhalt und Problemstellung
b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
c) Verweis auf weitergehende Informationen
1. Bewertung der Forderungen an Kunden
a) Sachverhalt und Problemstellung
Für die Sparkasse stellen die Forderungen an
Kunden ein maßgebliches Geschäftsfeld dar. Durch
Wertberichtigungen im Kundenkreditgeschäft können
sich wesentliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss,
insbesondere auf die Ertragslage der Sparkasse, ergeben.
Bei der Bewertung einzelner Kundenforderungen ist das
Adressenausfallrisiko des Kreditnehmers, d. h. vor allem
die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Kreditnehmer seinen
vertraglichen Leistungsverpflichtungen nicht mehr
nachkommen kann (Ausfallwahrscheinlichkeit),
maßgeblich. Dies gilt insbesondere für die von
den wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Krise und des
Krieges in der Ukraine betroffenen Kreditengagements. Die
Sparkasse bewertet ihre Kundenforderungen mit den in der
S-Finanzgruppe entwickelten Rating- und Scoringsystemen.
Zur Bestimmung des Kreditrisikos werden die Kreditnehmer
entsprechend ihrer individuellen Ausfallwahrscheinlichkeit
einzelnen Ratingklassen zugeordnet. Bei der Beurteilung der
Ausfallwahrscheinlichkeit bestehen allerdings
Ermessensspielräume. Daneben ist die Bewertung der
Sicherheiten von besonderer Bedeutung. Dabei haben einzelne
Bewertungsparameter bedeutsame Auswirkungen auf den Ansatz
der Sicherheiten und damit ggf. auf die Wertberichtigungen
und die Höhe der Forderungen.
b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
Wir haben im Rahmen unserer vorgezogenen Prüfung
die von der Sparkasse eingerichteten Prozesse zur Bewertung
der Kundenforderungen nachvollzogen. Die relevanten
Kreditprozesse sowie die Ausgestaltung und Angemessenheit
des Internen Kontrollsystems haben wir auf Basis der
Organisationsrichtlinien beurteilt. Daneben haben wir
Prüfungshandlungen zur Wirksamkeit dieser Prozesse
vorgenommen. Bei einer risikoorientierten
Einzelfallprüfung von Kundenkreditengagements haben
wir anhand der vorliegenden Unterlagen die von der
Sparkasse vorgenommene Beurteilung des
kreditnehmerbezogenen Adressenausfallrisikos sowie die
Bewertung von Kreditsicherheiten und der dabei zugrunde
gelegten Bewertungsparameter gewürdigt. Im Rahmen der
Prüfung des Jahresabschlusses haben wir insbesondere
untersucht, ob der Kreditbestand Forderungen enthält,
bei denen sich Ausfallrisiken abzeichnen oder bereits
eingetreten sind.
c) Verweis auf weitergehende Informationen
Informationen zur Bewertung der Forderungen an Kunden
sind im Anhang zum Jahresabschluss in den
Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden enthalten. Darüber hinaus verweisen
wir auf die Darstellung im Lagebericht (Abschnitt
Darstellung, Analyse und Beurteilung der Lage;
Ertragslage).
2. Bewertung von Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren
a) Sachverhalt und Problemstellung
Für die Sparkasse stellt das
Wertpapiereigengeschäft aufgrund seines Umfangs ein
bedeutendes Geschäftsfeld dar. Durch die
marktpreisorientierte Bewertung der Wertpapiere können
sich wesentliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss der
Sparkasse, insbesondere auf die Ertragslage, ergeben. Die
Sparkasse hat Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere sowie Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere im Portfolio, die sie sowohl
der Liquiditätsreserve als auch dem
Anlagevermögen zuordnet. Für Zwecke der Bewertung
gemäß §§ 340e Abs. 1 Satz 2, 253 Abs.
1, 3 und 4 HGB wird der beizulegende Wert herangezogen.
Dieser wird grundsätzlich durch den an einem aktiven
Markt festgestellten Preis des Finanzinstruments bestimmt.
Sofern anhand definierter Kriterien für
Finanzinstrumente kein aktiver Markt festgestellt wurde,
hat die Sparkasse den beizulegenden Wert auf der Grundlage,
von einem Dienstleister theoretisch berechneter Kurse
abgeleitet, denen unter Verwendung laufzeit- und
risikoadäquater Zinssätze ein
Discounted-Cashflow-Modell zugrunde liegt. Für die
Bewertung der Anteile an Investmentvermögen ist -
soweit diese nicht an einer Börse gehandelt werden -
der nach investmentrechtlichen Grundsätzen bestimmte
Rücknahmepreis maßgeblich.
b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die
Angemessenheit und Wirksamkeit des Internen
Kontrollsystems, insbesondere die Prozesse zur Bewertung
der Wertpapiere, beurteilt. Darüber hinaus haben wir
risikoorientiert die Bewertung ausgewählter
Einzelfälle im Hinblick auf erhöhte
Bewertungsunsicherheiten nachvollzogen. Dabei beurteilten
wir die Angemessenheit der vom Vorstand der Sparkasse
angewandten Bewertungsmethoden und -annahmen sowie die
Vertretbarkeit der angesetzten beizulegenden Werte.
c) Verweis auf weitergehende Informationen
Informationen zur Bewertung der Schuldverschreibungen
und anderen festverzinslichen Wertpapiere sowie der Aktien
und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere sind im
Anhang zum Jahresabschluss in den Erläuterungen zu den
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und zu den
Bilanzposten Aktiva 5 und 6 enthalten. Darüber hinaus
verweisen wir auf die Darstellung im Lagebericht (Abschnitt
Darstellung, Analyse und Beurteilung der Lage;
Ertragslage).
Sonstige Informationen
Der Vorstand bzw. der Verwaltungsrat sind für
die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen
Informationen umfassen
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den Bericht des Verwaltungsrats, |
| ― |
alle übrigen Teile des uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung zu stellenden Geschäftsberichts, |
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aber nicht den Jahresabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. |
Der Verwaltungsrat ist für den Bericht des
Verwaltungsrats verantwortlich. Im Übrigen ist der
Vorstand für die sonstigen Informationen
verantwortlich.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und
zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen
Informationen und dementsprechend geben wir weder ein
Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von
Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir
die Verantwortung, die oben genannten sonstigen
Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die
sonstigen Informationen
| ― |
wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― |
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung des Vorstands und des Verwaltungsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Der Vorstand ist verantwortlich für die
Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt. Ferner
ist der Vorstand verantwortlich für die internen
Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von do-losen Handlungen (d. h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der
Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der
Sparkasse zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat
er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem ist der Vorstand verantwortlich
für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt
ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt
sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für
die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als
notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen,
und um ausreichende geeignete Nachweise für die
Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der
Sparkasse zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Sparkasse abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Sparkasse ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt. |
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beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Sparkasse. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit dem Verwaltungsrat unter
anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der
Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber dem Verwaltungsrat eine
Erklärung ab, dass wir die relevanten
Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und
erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen
Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen
werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit
auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung
von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen
Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem
Verwaltungsrat erörtert haben, diejenigen
Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses
für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten
waren und daher die besonders wichtigen
Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese
Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn,
Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die
öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir sind gemäß § 23 Abs. 2 Satz 1 des
Niedersächsischen Sparkassengesetzes i. V. m. §
340k Abs. 3 Satz 1 HGB gesetzlicher Abschlussprüfer
der Sparkasse.
Wir erklären, dass die in diesem
Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile
mit dem Prüfungsbericht gemäß Artikel 11
EU-APrVO im Einklang stehen.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche
Wirtschaftsprüfer ist Herr Axel Brockmann.
Hannover, den 24. Mai 2024
Prüfungsstelle des Niedersächsischen
Sparkassen- und Giroverbandes
Brockmann Wirtschaftsprüfer
Lagebericht
Grundlagen der Sparkasse
Die Sparkasse Nienburg ist gemäß § 3
NSpG eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Sie ist
Mitglied des Sparkassenverbands Niedersachsen (SVN),
Hannover, und über diesen dem Deutschen Sparkassen-
und Giroverband e.V. (DSGV), Berlin, angeschlossen. Sie ist
beim Amtsgericht Walsrode unter der Nummer A 21724 im
Handelsregister eingetragen.
Träger der Sparkasse Nienburg ist der
Sparkassenzweckverband Nienburg, dem der Landkreis
Nienburg/Weser, die Stadt Nienburg/Weser sowie die
Gemeinden Landesbergen, Leese, Pennigsehl, Raddestorf,
Stadt Rehburg-Loccum, Flecken Steyerberg, Stolzenau,
Wiedensahl, Flecken Diepenau, Flecken Uchte und Warmsen als
Verbandsmitglieder angehören. Der
Sparkassenzweckverband ist eine Körperschaft des
öffentlichen Rechts mit Sitz in Nienburg/Weser und ist
ebenfalls Mitglied des Sparkassenverbands Niedersachsen.
Ausleihbezirk der Sparkasse Nienburg ist das Gebiet des
Landkreises Nienburg, die Ortsteile Mardorf und Schneeren
der Stadt Neustadt a. Rbge., die Stadt Petershagen, der
Amtsgerichtsbezirk Stadthagen und der ehemalige
Amtsgerichtsbezirk Uchte. Organe der Sparkasse sind der
Vorstand und der Verwaltungsrat.
Die Sparkasse ist als Mitglied im Sparkassenverband
Niedersachsen und über dessen Sparkassen-Teilfonds dem
Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe angeschlossen.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
(BaFin) hat das institutsbezogene Sicherungssystem der
Sparkassen-Finanzgruppe als Einlagensicherungssystem nach
dem Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) amtlich anerkannt.
Das Sicherungssystem stellt im Entschädigungsfall
sicher, dass den Kunden der Sparkassen der gesetzliche
Anspruch auf Auszahlung ihrer Einlagen gemäß dem
EinSiG erfüllt werden kann ("gesetzliche
Einlagensicherung"). Darüber hinaus ist es das Ziel
des Sicherungssystems, einen Entschädigungsfall zu
vermeiden und die Sparkasse selbst zu schützen,
insbesondere deren Liquidität und Solvenz zu
gewährleisten ("freiwillige Institutssicherung").
Ergänzend zu den bestehenden Sicherungsmitteln wird ab
2025 ein zusätzlicher Fonds zum institutsbezogenen
Sicherungssystem von den Instituten befüllt.
Die Sparkasse bietet als selbstständiges
regionales Wirtschaftsunternehmen zusammen mit ihren
Partnern aus der Sparkassen-Finanzgruppe Privatkunden,
Unternehmen und Kommunen Finanzdienstleistungen und
-produkte an, soweit das Sparkassengesetz keine
Einschränkungen vorsieht. Der im Sparkassengesetz
verankerte öffentliche Auftrag verpflichtet die
Sparkasse, mit ihrer Geschäftstätigkeit in ihrem
Geschäftsgebiet den Wettbewerb zu stärken und die
angemessene und ausreichende Versorgung aller
Bevölkerungskreise der Wirtschaft, insbesondere des
Mittelstands und der öffentlichen Hand, mit
Bankdienstleistungen sicherzustellen.
Die Gesamtanzahl der Beschäftigten hat sich zum
31.12.2023 gegenüber dem Vorjahr auf 335
Beschäftigte erhöht (Vorjahr 332), von denen 158
vollzeitbeschäftigt, 151 teilzeitbeschäftigt
sowie 26 in der Ausbildung sind. Die Erhöhung ist auf
den Anstieg bei der Zahl der Auszubildenden
zurückzuführen.
Wirtschaftsbericht
Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung
… in der Welt
Das Jahr 2023 war weltweit nach 2022 erneut von hoher
Inflation geprägt. Im zweiten Kriegsjahr nach dem
russischen Angriff auf die Ukraine waren die
Preissteigerungsraten zwar in den meisten Ländern
nicht mehr ganz so hoch wie zu ihren Spitzenständen im
Herbst 2022. Doch die Kaufkraft der Einkommen war weiterhin
stark belastet. Das schwächte den Konsum. Zudem
bremsten die in fast allen Währungsräumen
fortgesetzten Zinssteigerungen die Konsumgüter- sowie
insbesondere die Investitionsgüternachfrage.
Der Internationale Währungsfonds beziffert das
Wachstum der Weltwirtschaft 2023 auf insgesamt 3,0 Prozent
beziehungsweise auf 1,5 Prozent für die Gruppe der
fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Diese Werte
entsprechen zwar annähernd den langjährigen
Durchschnitten, doch für die Spätphase der
weitgehend überwundenen Corona-Pandemie war eine
stärkere Erholung von den gedrückten
Wertschöpfungsniveaus aus erwartet worden. Der
avisierte Aufholprozess blieb jedoch tatsächlich im
Angesicht der hohen Inflation stecken.
… im Euroraum
Der Euroraum, der sich 2022 noch sehr gut erholt
hatte, verlor 2023 dagegen stärker an
Wachstumsdynamik. Er erreichte gemäß der
Schätzung des IWF nur noch 0,7 Prozent realen Zuwachs.
Dabei überzeichnen die Jahresraten für den
Euroraum insgesamt und für die meisten seiner
Länder sogar noch die Entwicklung innerhalb des
Jahres. Denn das im Jahresdurchschnitt ausgewiesene
Wachstum stammt fast vollständig aus dem statistischen
Überhang vom guten Jahresende 2022. Danach stagnierte
das Euro-Währungsgebiet im Jahresverlauf 2023
weitgehend - mit einigen Ausnahmen wie etwa dem
Wachstumsstar der letzten Jahre, Spanien, das auch zuletzt
bei seinem Bruttoinlandsprodukt (BIP) weiter zulegen
konnte.
... im Bundesgebiet
Deutschland ist am anderen Ende des europäischen
Länderfeldes einzuordnen. Hierzulande ist die
Stagnation schon länger offenkundig. Die deutsche
Jahreswachstumsrate profitierte 2023, anders als der
Euroraum insgesamt, nicht von einem Überhang aus dem
Vorjahr. Im Gegenteil: Das Schlussquartal 2022 lieferte in
Deutschland bereits eine sehr schlechte Ausgangsbasis.
Damals waren die Energiepreise auf ihren
Höchstständen und es herrschte die Angst vor
einem Gasmangel mit Rationierungen im Winter 2022/2023 vor.
Als sich Anfang 2023 zeigte, dass die Mangellage
nicht eintreten werden würde und dass Deutschland
aufgrund von getroffenen Maßnahmen zur Einsparung und
zu neuen Bezugsquellen, aber auch aufgrund einer warmen
Witterung recht gut durch den Winter kommen würde,
verflog diese Angst. Es keimte Anfang 2023 die Zuversicht,
dass der lang ersehnte Post-Corona-Aufschwung nun kraftvoll
einsetzten würde. Diese Hoffnung erfüllte sich
dann allerdings nicht.
Die bis weit in das Jahr 2023 hinein auf hohem Niveau
bleibende Inflation kostete Kaufkraft. In Folge der hohen
Inflation zeigte die Nominaleinkommensentwicklung einen
steigenden Verlauf, jedoch mit einer zeitlichen
Verzögerung. In Deutschland war im Jahresdurchschnitt
die Entwicklung der Verfügbaren Einkommen mit 5,9
Prozent nominalem Zuwachs genauso hoch wie der Anstieg der
Verbraucherpreise. Aber das zeitliche Profil der
Kompensation, die Verteilung der Einkommens- und
Preisanstiege über die Einkommensklassen und über
die Güterkategorien und nicht zuletzt die
psychologische Präsenz des Themas Inflation
dämpften die Kauflust und die
Konsummöglichkeiten. Mit -0,8 Prozent schrumpfte der
private Verbrauch 2023 stärker als das BIP. Die
Sparquote stieg leicht um 0,2 Prozentpunkte auf 11,3
Prozent.
Noch stärker rückläufig als der
private Verbrauch war der staatliche Konsum. Er schrumpfte
2023 preisbereinigt um 1,7 Prozent. Hier spiegelt sich die
Normalisierung nach der Pandemie wider. Die Staatsquote als
Anteil der Staatsausgaben aller staatlichen Ebenen (Bund,
Länder, Gemeinden, Sozialversicherungen) am
Bruttoinlandsprodukt ging 2023 auf 48,2 Prozent
zurück. In den Pandemiejahren 2020 und 2021 hatte
diese Kennzahl vorübergehend die
Fünfzig-Prozent-Marke überschritten.
Trotz der wegen steigender Zinssätze wieder
etwas höherer Zinsausgaben in Höhe von 36,3 Mrd.
Euro fiel das gesamtwirtschaftliche Finanzierungsdefizit
mit 82,7 Mrd. Euro oder 2,0 Prozent des BIP etwas geringer
aus als im Vorjahr. Die noch nicht endgültig exakt
bezifferte Staatschuldenquote dürfte auf die
Größenordnung von 65 Prozent des BIP leicht
zurückgegangen sein.
Die Investitionen wurden stark von dem Zinsanstieg
geprägt. Die restriktive Geldpolitik war in fast allen
großen Währungen in diesem Ausmaß und in
dieser Geschwindigkeit ohne Beispiel. Im Euroraum wurden
die Leitzinsen aus dem noch bis Mitte 2022 herrschenden
Negativzins heraus in nur gut einem Jahr bis zum Herbst
2023 um 450 Basispunkte erhöht.
Die Bautätigkeit in Deutschland wurde durch das
einstweilen erhöhte Zinsniveau stark gebremst.
Zunächst wurde noch der recht gute Auftragsbestand bei
begonnenen Projekten abgearbeitet. Doch das Angehen neuer
Projekte kam praktisch völlig zum Erliegen, was dann
2023 zunehmend auch in der laufenden Bau-Wertschöpfung
sichtbar wurde. Die Bauinvestitionen sanken im dritten Jahr
in Folge, 2023 noch einmal preisbereinigt um 2,1 Prozent.
Am stärksten war der Rückgang im Wohnungsbau.
Auch der Außenhandel leistete zwar einen
positiven Wachstumsbeitrag, doch das ist der rechnerisch
saldierten Konstellation geschuldet. Die Exporte selbst
sanken 2023 real um 1,8 Prozent. Die deutschen Importe, die
als eine Art Vorleistung für die deutsche
Volkswirtschaft mit negativem Vorzeichen in die
BIP-Berechnung eingehen, sanken sogar um 3,0 Prozent und
somit noch stärker als die Exporte.
Am Arbeitsmarkt fühlt sich die Lage weiterhin
ohnehin überhaupt nicht an wie eine Rezession. Trotz
recht hoher Nettozuwanderung und stagnierender Produktion
hat sich die Arbeitslosenquote in der Abgrenzung der
Bundesagentur für Arbeit 2023 nur moderat um 0,4
Prozentpunkte auf 5,7 Prozent erhöht.
Der Fachkräftemangel ist in vielen Branchen mit
Händen zu greifen. Er ist zu einer angebotsseitigen
Beschränkung der Wirtschaftsentwicklung geworden. Die
Zahl der Erwerbstätigen konnte dennoch auch in dem
schwierigen Jahr 2023 weiter gesteigert werden um
jahresdurchschnittlich 333 Tausend Personen auf einen neuen
Rekordstand von 44,9 Mio. Noch nie waren in Deutschland so
viele Menschen erwerbstätig wie 2023.
... im Geschäftsgebiet
Der Wirtschaftsraum Mittelweser ist vielfältig.
Vom international agierenden Unternehmen bis hin zum
kleinen oder mittelständischen Handwerksbetrieb finden
sich in unserem Landkreis Unternehmen aller Art. Die Region
punktet seit Jahrzehnten mit international bedeutsamen
Unternehmen der Glas-, Papier- und Chemieindustrie.
Mittelständische Firmen, vom Automobilzulieferer
über die Lebensmittelherstellung bis hin zum
Anlagenbau und der Logistikbranche verstärken diese
Wirtschaftskraft. Hinzu kommen traditionsreiche, innovative
Handwerks- und Landwirtschaftsbetriebe, die seit
Generationen von Familien geführt werden.
Die Wirtschaftslage in der Region Mittelweser war zu
Beginn des Jahres nach der Corona-Pandemie von einer eher
verhaltenen Grundstimmung bei unseren Kunden geprägt.
Die überregionale wirtschaftliche Entwicklung
führte somit auch in unserem Geschäftsgebiet zu
einer Eintrübung der Konjunktur. Eine Vielzahl unserer
gewerblichen Kunden konnten, trotz der widrigen
Umfeldbedingungen, auch in 2023 noch ausreichende
wirtschaftliche Ergebnisse auf einem auskömmlichen
Niveau erzielen. Das kommende Jahr 2024 stellt mit den
anzunehmenden, pessimistischen Wirtschaftsentwicklungen
eine große Herausforderung dar.
Branchenübergreifend konnten viele Unternehmen
aufgrund ihrer guten Eigenkapitalausstattung von einem
Risikopuffer für sich verschlechternde
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in 2023 profitieren.
Die Baubranche lief Anfang 2022 noch als Motor der
heimischen Wirtschaft. Der Schwerpunkt lag auf dem Neubau
von Einfamilienhäusern wie auch Eigentumswohnungen und
Spezialimmobilien aus dem Altenpflegebereich. Diese
Auftragslage hat sich in 2023 abgekühlt. Viele
Bauvorhaben wurden aufgrund der Marktentwicklungen sowie
der Streichung der Förderung durch die Bundesregierung
vorerst gestoppt oder storniert. Der Bau von
Einfamilienhäusern ist fast komplett zum Erliegen
gekommen, erste Insolvenzen von Bauunternehmen zeigen ein
deutlich negatives Wirtschaftsbild in der Baubranche.
Nach wie vor spielt das Transportgewerbe im Landkreis
Nienburg eine große Rolle. Durch eine fortschreitende
Spezialisierung und zusätzliche Dienstleistungen
versuchen die Akteure in dieser Branche, einseitige
Abhängigkeiten von Auftraggebern zu vermeiden. In
vielen Fällen sind die festgelegten Preise an die
Dieselpreisentwicklung gekoppelt, so dass sich hier
negative Entwicklungen nicht auf die Erträge
auswirken. Auch hier spielen politische Entscheidungen eine
wesentliche Rolle. Die Einführung / Erhöhung der
Maut zum 01.12.2023 führt hier letztendlich zu einer
Erhöhung der Endverbraucherpreise, da die
zusätzlichen Kosten für die Speditionen umgelegt
werden müssen, um nicht selbst das eigene Ergebnis zu
gefährden. Zusätzlich haben die Betriebe vor Ort
auch das Problem der Fahrerbeschaffung zumeist individuell
für sich gelöst.
Die Branche Landwirtschaft blickt auf ein
erfolgreiches Geschäftsjahr 2022/2023 zurück.
Laut dem aktuellen Situationsbericht des Deutschen
Bauernverbandes haben sich die Ergebnisse in der
Landwirtschaft im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2022/23
weiter deutlich verbessert. Im Durchschnitt lag das
Unternehmensergebnis der Haupterwerbsbetriebe bei 115.400
Euro je Betrieb. Nach vielen schwachen Jahren hat sich die
wirtschaftliche Situation der Betriebe in den letzten
beiden Jahren erheblich verbessert. Trotzdem sehen sich die
Schweinehalter in unserer Region, trotz einer
Preiserholung, mit stark gestiegenen Betriebs- und
Futterkosten, zunehmenden Auflagen und einer nachlassenden
Nachfrage konfrontiert. Die landwirtschaftlichen Betriebe
in diesem Produktionssegment reagieren hierauf mit einem
Abbau der Tierbestände und vermehrten
Betriebsaufgaben, sodass die Zahl der Tierhalter im
Landkreis weiter abnimmt.
Der demografische Wandel zeigt sich auch in unserer
Region nicht nur durch die sinkende Zahl von
Schulabgängern und Bewerbern für
Ausbildungsstellen. Bei den Betrieben zeichnet sich zurzeit
weiterhin der Fachkräftemangel als begrenzender Faktor
für ansonsten mögliches Wachstum ab. Hier
müssen die Anstrengungen fortgesetzt werden,
Digitalisierung und Automatisierung voranzutreiben, aber
auch externe qualifizierte Mitarbeiter für
interessante Stellen in der Region zu gewinnen.
Entwicklung der Kreditwirtschaft
Das Drei-Säulensystem der deutschen
Kreditwirtschaft - bestehend aus Sparkassen,
Genossenschafts- und Privatbanken - hat in den vergangenen
Jahrzehnten dazu beigetragen, dass sich alle
Kreditinstitute den Anforderungen eines wachsenden
Wettbewerbs permanent anpassen mussten.
Die Sparkassen stellen gemeinsam mit den
Verbundpartnern innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe ein
flächendeckendes kreditwirtschaftliches Angebot
für alle Teile der Bevölkerung in ihrer
jeweiligen Region sicher.
Entwicklung des Zinsniveaus
Nachdem die EZB bereits im Vorjahr auf die
gestiegenen Inflationsraten mit mehreren Erhöhungen
ihrer Leitzinsen reagierte, setzte sie diese
Maßnahmen mit weiteren Zinserhöhungsschritten im
Geschäftsjahr fort. Der Zins auf
Einlagefazilitäten von Geschäftsbanken liegt nach
den Erhöhungen zum Jahresende bei 4,0 % und damit auf
einem neuen Rekordstand seit Einführung des Euro zum
1. Januar 1999. Die Kapitalmarktzinsen schlossen am
Jahresende leicht unterhalb der Jahresanfangswerte,
während die Geldmarktzinsen infolge der
Leitzinserhöhungen deutlich höher schlossen. Mit
dieser Entwicklung hat sich im letzten Quartal des Jahres
eine merklich inverse Zinsstruktur gebildet.
Veränderung der rechtlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2023
Im Jahr 2023 wurden verschiedenste
aufsichtsrechtliche Regelungen veröffentlicht oder in
Kraft gesetzt, die vor allem durch die nationale Umsetzung
des EU-Bankenpakets bestimmt wurden und entsprechende
Umsetzungsmaßnahmen erforderten. Unter anderem
handelt es sich um folgende Neuregelungen:
Mit der im Januar 2023 in Kraft getretenen
DORA-Richtlinie (Digital Operational Resilience Act) hat
die EU länderübergreifende Vorgaben für den
Schutz der Finanz-IT-Landschaft geschaffen um das
bestehende europäische und nationale Regelwerk zu
vervollständigen. Alle Finanzdienstleister müssen
nachweisen, dass ihre Organisation über alle Ebenen
und Bereiche unterschiedlichsten IKT-Krisen (Informations-
und Kommunikationstechnologie) gewachsen ist und die
Betriebsstabilität digitaler Systeme jederzeit
sichergestellt ist.
Ende Juni 2023 hat die BaFin auf ihrer Internetseite
eine novellierte Fassung ihres Rundschreibens
"Mindestanforderungen an das Risikomanagement"
veröffentlicht. Vorrangiges Ziel dieser siebten
MaRisk-Novelle ist es, die Leitlinien der Europäischen
Bankenaufsichtsbehörde (EBA) für die
Kreditvergabe und -überwachung umzusetzen. Sie
betreffen u. a. die Prozesse im Kreditgeschäft und die
Risikomanagementmodelle der Institute. Darüber hinaus
hat die BaFin folgende wesentliche Aspekte angepasst oder
neu in die MaRisk integriert:
| ― |
Anforderungen an den Umgang des Risikomanagements der Institute mit eigenen Immobilien, |
| ― |
Erleichterungen zum Wertpapierhandel im Homeoffice, |
| ― |
Vorgaben zum Thema Nachhaltigkeit. |
Nach der Taxonomie-VO (Verordnung (EU 2020/852) und
der hierzu im Juni 2021 veröffentlichten
Ergänzung (EU 2021/2139) müssen in den
Anwendungsbereich der Non Financial Directive (NFRD)
fallende Unternehmen in ihrer nichtfinanziellen
Berichterstattung Angaben darüber aufnehmen, wie und
in welchem Umfang die Tätigkeiten des Unternehmens mit
Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind, die als
ökologisch nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten
gemäß der Taxonomie-VO einzustufen sind. Mitte
Dezember 2023 wurden die ersten zwölf Standards zur
Nachhaltigkeitsberichterstattung im EU-Amtsblatt
veröffentlicht.
Die Umsetzung der Neuregelungen erfordert in der
Kreditwirtschaft einen hohen Aufwand und bindet
Mitarbeiterkapazitäten.
Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren
Die Kennziffern Betriebsergebnis vor Bewertung
1, Gesamtkapitalquote nach CRR
2 und die Liquiditätsdeckungsquote (LCR)
3, die der internen Steuerung dienen und in die
Berichtserstattung einfließen, wurden als bedeutsame
finanzielle Leistungsindikatoren definiert.
1 Zins- und Provisionsüberschuss
zuzüglich der sonstigen ordentlichen Erträge und
Aufwendungen und abzüglich der Verwaltungsaufwendungen
gemäß Abgrenzung des Betriebsvergleichs der
Sparkassenorganisation (bereinigt um neutrale und
aperiodische Positionen)
2 Verhältnis der angerechneten Eigenmittel
bezogen auf die risikobezogenen Positionswerte
(Adressenausfall-, operationelle, Markt- und CVA-Risiken)
3 Verhältnis der hochliquiden Aktiva und
den kurzfristigen Nettozahlungsmittelabflüssen
Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs
| Bestand | Veränderung | Anteil in % des
Geschäftsvolumens |
|||
| 2023 | 2022 | ||||
| Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | % | % | |
| Geschäftsvolumen 4 | 2.197,3 | 2.247,8 | -50,5 | -2,2 | -- |
| Durchschnittliche Bilanzsumme (DBS) | 2.141,3 | 2.212,7 | -71,4 | -3,2 | -- |
| Bilanzsumme | 2.154,0 | 2.198,6 | -44,6 | -2,0 | -- |
| Kundenkreditvolumen | 1.622,1 | 1.587,7 | +34,4 | +2,2 | 73,8 |
| Darunter: | |||||
| - Forderungen an Kunden | 1.573,5 | 1.532,5 | +41,0 | +2,7 | 71,6 |
| - Treuhandkredite | 5,3 | 5,9 | -0,6 | -10,2 | 0,2 |
| - Avalkredite | 43,3 | 49,3 | -6,0 | -12,2 | 2,0 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 118,6 | 124,3 | -5,7 | -4,6 | 5,4 |
| Wertpapiervermögen | 394,2 | 385,8 | +8,4 | +2,2 | 17,9 |
| Anlagevermögen | 25,3 | 26,5 | -1,2 | -4,5 | 1,2 |
| Sonstige Vermögenswerte | 37,1 | 123,5 | -86,4 | -70,0 | 1,7 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 169,0 | 169,2 | -0,2 | -0,1 | 7,7 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 1.711,4 | 1.778,5 | -67,1 | -3,8 | 77,9 |
| Sonstige Passivposten (einschl. Eventualverbindlichkeiten und Rückstellungen) | 113,4 | 119,1 | -5,7 | -4,8 | 5,2 |
| Eigene Mittel | 203,5 | 181,0 | +22,5 | +12,4 | 9,3 |
4 Bilanzsumme zuzüglich
Eventualverbindlichkeiten
Bilanzsumme und Geschäftsvolumen
Das Geschäftsvolumen (Bilanzsumme zuzüglich
Avalkredite) hat sich von 2.247,8 Mio. EUR um 50,5 Mio. EUR
vermindert. Die Bilanzsumme ist von 2.198,6 Mio. EUR um
44,6 Mio. EUR zurückgegangen.
Ursächlich für den Rückgang von
Geschäftsvolumen und Bilanzsumme waren die
verringerten Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, so
dass der prognostizierte Anstieg der Bilanzsumme nicht
erreicht wurde. Entgegen unserer Erwartung eines nur
geringfügigen Abbaus wiesen die von Kunden gehaltenen
Einlagen höhere Abflüsse auf. Im
Kundenkreditgeschäft kam es weiterhin zu Wachstum, der
aber unter dem erwarteten Anstieg lag.
Aktivgeschäft
Kundenkreditvolumen
Das Kundenkreditvolumen erhöhte sich um 34,4
Mio. EUR auf 1.622,1 Mio. EUR. Die Erhöhung des
Gesamtkreditvolumens lag unter dem Niveau des Vorjahres und
ist auf das bilanzielle Kundenkreditvolumen
zurückzuführen. Die Prognose zu Beginn des
Berichtsjahres ging von einer leicht höheren
Wachstumsrate aus, die Erwartungen wurden somit
geringfügig unterschritten. Das Wachstum vollzog sich
überwiegend im Bereich der langfristigen Forderungen
und entfiel überwiegend auf Unternehmen und
Selbständige. Aufgrund des veränderten
Zinsumfeldes reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr die
Darlehenszusagen bei Privatkunden deutlich, während
sich die Nachfrage bei den gewerblichen Kreditkunden nur
geringfügig verringerte.
Forderungen an Kreditinstitute
Die Forderungen an Kreditinstitute reduzierten sich
vor allem aufgrund der Abflüsse von Kundeneinlagen
leicht um 5,7 Mio. EUR auf 118,6 Mio. EUR. Der Bestand
setzt sich hauptsächlich aus bei Kreditinstituten
unterhaltenen Liquiditätsreserven und Schuldscheinen
zusammen. Stichtagsbedingt wurden bei der Landesbank
unterhaltene Verrechnungsguthaben teilweise
zurückgeführt.
Wertpapiervermögen
Das Wertpapiervermögen ist vorwiegend der
Liquiditätsreserve zugeordnet und setzt sich
hauptsächlich aus Anlagen in Investment-Spezialfonds
zusammen. Der Bestand an Wertpapiereigenanlagen
erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt
8,4 Mio. EUR auf 394,2 Mio. EUR.
Während sich der Bestand an
Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen
Wertpapieren gegenüber dem Vorjahr aufgrund von
Fälligkeiten verringerte, erhöhte sich der
Bestand von nicht festverzinslichen Wertpapieren aufgrund
von Wertaufholungen sowie der Wiederanlage von
Fondsausschüttungen.
Anlagevermögen
Der Anteilsbesitz der Sparkasse per 31.12.2023 von
13,6 Mio. EUR entfiel mit 5,9 Mio. EUR auf die Beteiligung
am Sparkassenverband Niedersachsen (SVN) und mit 6,1 Mio.
EUR auf die NEW Immobilien GmbH & Co. KG. Die
Veränderungen gegenüber dem Vorjahr in Höhe
von 0,1 Mio. EUR sind auf eine geringfügige
Zuschreibung an der NEW Immobilien GmbH & Co KG
zurückzuführen.
Abschreibungen auf Beteiligungen waren, entgegen
unserer Erwartungen, nicht erforderlich.
Die Veränderung der Sachanlagen in Höhe von
1,4 Mio. EUR ist im Wesentlichen auf die
planmäßigen Abschreibungen
zurückzuführen.
Passivgeschäft
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
reduzierten sich geringfügig von 169,2 Mio. EUR auf
169,0 Mio. EUR. Es handelt sich dabei überwiegend um
Mittel, die der Finanzierung des langfristigen
Kreditgeschäfts dienen.
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Vor dem Hintergrund der Zinsentwicklung nahmen die
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden entgegen unserer
Erwartungen stärker ab. Die Sichteinlagen
verzeichneten mit 153,2 Mio. EUR sowie verzinsliche
Geldmarktkonten mit 47,5 Mio. EUR merkliche Abflüsse,
während sich die Termingelder um 121,2 Mio. EUR und
die Spareinlagen um 12,3 Mio. EUR erhöhten. In der
Summe gingen die Kundenverbindlichkeiten um 67,1 Mio. EUR
zurück. Im niedersächsischen Verbandsvergleich
fiel der Rückgang überdurchschnittlich aus.
Dienstleistungen und außerbilanzielle Geschäfte
Dienstleistungen
Im Geschäftsjahr 2023 konnte im Bereich der
Dienstleistungen das finanzielle Vorjahresergebnis
entsprechend unserer Erwartungen gehalten werden. Die
Entwicklung war in nahezu allen Bereichen von einer
nachlassenden Nachfrage infolge der unsicheren
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und des veränderten
Zinsniveaus geprägt.
Die Marktentwicklung an den Aktien- und
Rentenmärkten führte zu einem merklich steigendem
Wertpapierumsatz, der unsere Erwartungen deutlich
übertraf. Der Anstieg wirkte sich insbesondere bei den
festverzinslichen Wertpapieren aus, während die
Umsätze in Fondsanteilen auf dem Vorjahresniveau
verharrten und die Aktienumsätze merklich
rückläufig waren. Das Provisionsergebnis des
Vorjahres konnte aufgrund der höheren Umsätze
übertroffen werden.
Aus dem Vermittlungsgeschäft von
Konsumentenkrediten wurden im Vergleich zum Vorjahr
aufgrund von geringeren Zusagevolumen um 10,4 % niedrigere
Erträge erzielt.
Im Versicherungsgeschäft konnte das
Abschlussvolumen des Vorjahres deutlich übertroffen
werden. Trotz des auf 12,1 Mio. Euro gestiegenen Umsatzes
im Versicherungsgeschäft wurde der Planwert nicht ganz
erreicht.
Die Umsätze aus der Vermittlung von Immobilien
reduzierten sich um 18,5 % und betrugen 14,5 Mio. Euro. Es
wurden insgesamt 83 Objekte vermittelt. Die
Provisionserträge reduzierten sich als Folge der
gesunkenen Durchschnittsverkaufspreise und des damit
gesunkenen Gesamtumsatzes um 16,8 %.
Im Geschäftsjahr 2023 wurden
Bausparverträge mit einem Volumen von insgesamt 50,1
Mio. Euro abgeschlossen. Das Ergebnis übertrifft
leicht den Planwert. Das sehr gute Vorjahresergebnis konnte
nicht erreicht werden.
Insgesamt entsprach das Dienstleistungsergebnis
unseren Erwartungen.
Derivate
Derivative Finanzinstrumente dienten der Sicherung
eigener Positionen zur Risikosteuerung und nicht
spekulativen Zwecken. Art und Umfang der Kontrakte sind dem
Anhang zum Jahresabschluss zu entnehmen.
Investitionen / Wesentliche Baumaßnahmen
Schwerpunkt unserer Baumaßnahmen war die
Umsetzung des neuen Vertriebskonzeptes in unseren
Beratungs-Center Hoya und Rehburg, so dass auch an diesen
Standorten die Beratung und der Selbstbedienungsbereich
baulich getrennt sind und über getrennte
Eingangsbereiche verfügen.
Darüber hinaus wurden die Planungen für die
Umgestaltung der Hauptstelle und des Beratungs-Centers
Uchte intensiviert.
Darstellung, Analyse und Beurteilung der Lage
Vermögenslage
Aufgrund des Wachstums des Kundenkreditvolumens um
2,2 % hat sich dessen Anteil am Geschäftsvolumen von
70,6 % auf 73,8 % merklich erhöht. Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden weisen mit 77,9 % (im Vorjahr: 79,1
%) hingegen einen rückläufigen Anteil aus.
Die Vermögensgegenstände und
Rückstellungen wurden vorsichtig bewertet,
Einzelheiten sind dem Anhang zum Jahresabschluss, Abschnitt
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, zu entnehmen. Wir
haben gemäß § 340f HGB zur Sicherung gegen
die besonderen Risiken des Geschäftszweigs der
Kreditinstitute zusätzlich Vorsorge getroffen. Stille
Lasten bestehen bei Schuldverschreibungen und anderen
festverzinslichen Wertpapieren in der im Anhang angegebenen
Höhe.
Nach der durch den Verwaltungsrat noch zu
beschließenden Verwendung des Bilanzgewinns wird die
Sicherheitsrücklage 129,0 Mio. Euro betragen. Neben
der Sicherheitsrücklage verfügt die Sparkasse
über weitere aufsichtliche Eigenkapitalbestandteile.
So wurde der Fonds für allgemeine Bankrisiken nach
§ 340g HGB durch eine Zuführung von 20,0 Mio. EUR
auf 59,5 Mio. EUR erhöht. Im Ergebnis erhöhen
sich die eigenen Mittel um 12,4 % gegenüber dem
Vorjahr. Die Vermögenslage der Sparkasse ist geordnet.
Die Eigenkapitalanforderungen der CRR wurden
jederzeit eingehalten. Die Gesamtkapitalquote nach CRR
(Verhältnis der anrechenbaren Eigenmittel bezogen auf
die risikobezogenen Positionswerte (Adressenausfall-,
operationelle, Markt- und CVA-Risiken) übertrifft am
31. Dezember 2023 mit 15,21 % (im Vorjahr 15,86 %) den
vorgeschriebenen Mindestwert von 8,0 % gemäß CRR
zuzüglich Kapitalerhaltungspuffer, Antizyklischen
Kapitalpuffer, SREP-Zuschlag und zusätzlicher
Eigenmittelanforderungen in Form von individuellen
Kapitalzuschlägen. Zum 1. Februar 2022 erhöhte
sich der antizyklische Kapitalpuffer von null auf 0,75 %
der risikogewichteten Positionswerte. Zudem wurde ein
Systemrisikopuffer von 2,00 % für den
Wohnimmobiliensektor eingeführt. Die Quoten sind seit
dem 1. Februar 2023 zu beachten. Die anrechnungspflichtigen
Positionen zum 31. Dezember 2023 betragen 1.260,1 Mio. EUR
und die aufsichtlich anerkannten Eigenmittel 191,7 Mio.
EUR.
Auch die harte Kernkapitalquote und die
Kernkapitalquote übersteigen die aufsichtlich
vorgeschriebenen Werte.
Der für 2023 prognostizierte Wert für die
Gesamtkapitalquote wurde zum Jahresultimo um 0,26 % infolge
des überplanmäßigen Anstiegs der
anrechnungspflichtigen Positionen leicht unterschritten.
Die Verschuldungsquote (Verhältnis des
Kernkapitals zur Summe der bilanziellen und
außerbilanziellen Positionen) beträgt am 31
Dezember 2023 7,49 % und liegt damit über der
aufsichtlichen Mindestanforderung von 3,0 %.
Zum Bilanzstichtag verfügt die Sparkasse
über eine solide Eigenmittelbasis. Auf Grundlage unser
Kapitalplanung ist für die gemäß
Geschäftsstrategie bis zum 31.12.2026 geplante
zukünftige Geschäftsausweitung eine Kapitalbasis
vorhanden, die bei Eintritt der konservativen Annahmen noch
zu verstärken sein wird.
Finanzlage
Die Zahlungsbereitschaft sowie -fähigkeit der
Sparkasse war im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund
einer angemessenen Liquiditätsvorsorge jederzeit
gegeben. Die Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity
Coverage Ratio - LCR) lag mit 143,21 % bis 228,36 %
oberhalb des Mindestwerts von 100 %. Die LCR-Quote lag zum
31. Dezember 2023 bei 211,62 %, was über dem
prognostizierten Wert von 175,44 % liegt. Die strukturelle
Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio - NSFR) lag
innerhalb einer Bandbreite von 128,68 % bis 132,41 %, damit
wurde die aufsichtliche Mindestquote von 100 % jederzeit
eingehalten.
Zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften
wurden Guthaben bei der Deutschen Bundesbank geführt.
Die eingeräumten Kredit- und Dispositionslinien bei
der Norddeutschen Landesbank wurden nicht in Anspruch
genommen. Die Sparkasse nahm 2023 am elektronischen
Verfahren "MACCs (Mobilisation and Administration of Credit
Claims)" der Deutschen Bundesbank zur Nutzung von
Kreditforderungen als notenbankfähige Sicherheiten
teil.
Die Zahlungsbereitschaft ist nach unserer
Finanzplanung auch für die absehbare Zukunft
gesichert. Daher beurteilen wir die Finanzlage als gut.
Ertragslage
Die Analyse zur Ertragslage folgt dem in der
Sparkassenorganisation geltenden Schema für
überbetriebliche Vergleiche der Sparkassen
(Betriebsvergleich der Sparkassen). Dem Betriebsvergleich
liegt eine betriebswirtschaftliche Betrachtung der Erfolge
aus dem Sparkassengeschäft zugrunde, die Grundlage der
Planung und Berichterstattung sowie der internen Steuerung
ist. In dieser betriebswirtschaftlichen Sichtweise werden
Erfolge des laufenden Jahres dem Ergebnis der laufenden
Geschäftstätigkeit zugeordnet, wenn diese keinen
periodenfremden oder einmaligen Charakter haben. Liegen
periodenfremde oder einmalige Erfolgswirkungen vor, werden
diese im Betriebsvergleich dem sogenannten neutralen
Ergebnis zugeordnet. Die handelsrechtlich vorgeschriebene
Gliederung der Aufwands- und Ertragspositionen weicht daher
teilweise von dieser Betrachtung ab. In der nachstehenden
Tabelle ist eine Überleitung der handelsrechtlich
vorgeschriebenen Werte auf die betriebswirtschaftliche
Darstellung des Betriebsvergleiches vorgenommen.
| Überleitungsrechnung | |||||
| Gewinn- und Verlustrechnung | GV-Posten | 2023 | Überleitung | 2023 | Betriebsvergleich |
| Mio.
EUR |
Mio.
EUR |
Mio.
EUR |
|||
| Zinsüberschuss (einschl. laufender Ertrag) | 1 bis 4 | 42,7 | 0,1 | 42,8 | Zinsüberschuss |
| Provisionsüberschuss | 5, 6 | 17,2 | 0,1 | 17,3 | Provisionsüberschuss |
| Sonstige betriebliche Erträge | 8 | 2,2 | -1,9 | 0,3 | Sonstige ordentlichen Erträge |
| Verwaltungsaufwendungen | 35,5 | 1,0 | 36,5 | Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | |
| - davon Personalaufwand | 10aa + 10ab | 22,7 | -0,5 | 22,2 | Davon Personalaufwand |
| - davon anderer Verwaltungsaufwand | 10b | 12,8 | 1,5 | 14,3 | davon andere Verwaltungsaufwendungen |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 11, 12, 17 | 2,8 | -2,7 | 0,1 | Sonstige ordentlichen Aufwendungen |
| Ergebnis vor Bewertung und Risikovorsorge | 23,8 | 0,0 | 23,8 | Betriebsergebnis I (vor Bewertung) | |
| Aufwand aus Bewertung und Risikovorsorge | 13 bis 16
und 18 |
-14,5 | 0,0 | -14,5 | Bewertungsergebnis 5 |
| Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 19 | 9,3 | 0,0 | 9,3 | Betriebsergebnis II (nach Bewertung) |
| Außerordentliches Ergebnis | 20, 21 | 0,0 | -0,1 | -0,1 | Neutrales Ergebnis |
| Ergebnis vor Steuern | 9,3 | -0,1 | 9,2 | Ergebnis vor Steuern | |
| Steuern | 23, 24 | -6,9 | 0,1 | -6,8 | Gewinnabhängige Steuern |
| Jahresüberschuss | 25 | 2,4 | 0,0 | 2,4 | Jahresüberschuss |
Die wesentlichen Gründe für die Abweichung
sind nachfolgend dargestellt.
In der Gewinn- und Verlustrechnung sind im
Zinsüberschuss Erfolge aus vorzeitigen
Darlehensrückzahlungen enthalten, die im
Betriebsvergleich dem neutralen Ergebnis zuzuweisen sind.
Darüber hinaus sind Umsetzungen aus dem
Zinsüberschuss in den Provisionsüberschuss
vorzunehmen.
Die Umsetzungen bei den sonstigen Erträgen
entfallen hauptsächlich auf Auflösungen von
Rückstellung und Versicherungsentschädigungen,
die im Betriebsvergleich als neutraler Ertrag definiert
werden.
Die Überleitungen bei den Personalaufwendungen
betreffen Zuführungen zu laufenden
Pensionsrückstellungen. In der Darstellung nach dem
Betriebsvergleich werden diese Aufwendungen als Teil des
neutralen Ergebnisses dargestellt.
Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen
betreffen die Umsetzungen Grundstücksaufwendungen und
planmäßige Abschreibungen, die im
Betriebsvergleich als andere Verwaltungsaufwendungen
enthalten sind.
Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Gewinn- und
Verlustrechnung, gegliedert nach dem bundeseinheitlichen
Betriebsvergleich der Sparkassenorganisation, sind in der
nachfolgenden Tabelle aufgeführt.
| Berichtsjahr | Vorjahr | Veränderung | ||
| Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | % | |
| Zinsüberschuss | 42,8 | 31,1 | 11,7 | 37,6 |
| Provisionsüberschuss | 17,3 | 17,3 | 0,0 | 0,0 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 0,3 | 0,3 | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtertrag | 60,4 | 48,7 | 11,7 | 24,0 |
| Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | 36,5 | 34,6 | 1,9 | 5,5 |
| - Personalaufwand | 22,2 | 20,8 | 1,4 | 6,7 |
| - davon andere Verwaltungsaufwendungen | 14,3 | 13,8 | 0,5 | 3,6 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 0,1 | 0,1 | 0,0 | 0,0 |
| Betriebsergebnis I (vor Bewertung) | 23,8 | 14,0 | 9,8 | 70,0 |
| Bewertungsergebnis | -14,5 | -13,7 | -0,8 | 5,8 |
| Betriebsergebnis II (nach Bewertung) | 9,3 | 0,3 | 9,0 | 3.000,0 |
| Neutrales Ergebnis | -0,1 | 4,4 | -4,5 | -102,3 |
| Ergebnis vor Steuern | 9,2 | 4,8 | 4,4 | 91,7 |
| Gewinnabhängige Steuern | -6,8 | -3,4 | -3,4 | -100,0 |
| Jahresüberschuss | 2,4 | 1,4 | 1,0 | 71,4 |
Auf Basis von Betriebsvergleichswerten beträgt
das als bedeutsamer Leistungsindikator definierte
Betriebsergebnis vor Bewertung 23,8 Mio. Euro
beziehungsweise 1,11 % (Vorjahr 0,63 %) der
durchschnittlichen Bilanzsumme des Jahres 2023 und lag
damit unter dem Durchschnitt der niedersächsischen
Sparkassen. Das Ergebnis vor Bewertung liegt bei einer
absoluten Betrachtung deutlich über dem Wert des
Vorjahres. Unsere Planung sah hingegen nur einen
geringfügigen Anstieg vor.
Nach dem bundeseinheitlichen Betriebsvergleich der
Sparkassenorganisation hat sich die Ertragslage der
Sparkasse wie folgt entwickelt:
Der im Geschäftsjahr um 11,7 Mio. Euro auf 42,8
Mio. Euro gestiegene Zinsüberschuss ist weiterhin die
bedeutendste Ertragsquelle unseres Geschäfts. Unsere
Planung ging von einem geringeren Anstieg aus.
Durch die Zinsentwicklung im Jahresverlauf sind
sowohl die Zinsaufwendungen als auch die Zinserträge
gegenüber dem Vorjahr höher ausgefallen. Die
Erhöhung des Zinsüberschusses ging auf einen
deutlich stärkeren Anstieg der Zinserträge
zurück, zu dem auch höhere Neuausleihungen
beitrugen. Daneben trug eine merkliche Verbesserung des
Ergebnisses aus Zinsswapgeschäften zu der Steigerung
des Zinsüberschusses bei.
Der unveränderte Provisionsüberschuss
entspricht mit 17,3 Mio. EUR unserer Planung.
Des Weiteren ist der Personalaufwand auf 22,2 Mio.
EUR deutlich gestiegen. Die Personalaufwendungen
erhöhten sich insbesondere infolge der Belastung aus
der Tariferhöhung. Die Planungen sahen einen
geringeren Anstieg vor.
Die Sachaufwendungen erhöhten sich auf 14,3 Mio.
EUR. Der höhere Planwert wurde unterschritten, da
geplante Investitionsmaßnahmen am Standort der
Hauptstelle noch nicht begonnen wurden.
Nach Verrechnung mit Abschreibungen und
Wertberichtigungen wurden Erträge (Bewertung und
Risikovorsorge) in Höhe von 5,5 Mio. EUR erzielt. Aus
dem Kreditgeschäft ergab sich erneut ein negatives
Bewertungsergebnis, das jedoch geringfügig unter dem
Vorjahreswert lag. Dagegen weist das Bewertungsergebnis aus
Wertpapieranlagen im aktuellen Berichtsjahr aufgrund der
Realisation von Kursgewinnen und von Wertaufholungen einen
hohen positiven Bewertungsbetrag auf. Die Wertaufholungen
sind auf den deutlichen Zinsrückgang zum Ende des
Jahres zurückzuführen. Die sonstigen
Bewertungsmaßnahmen sind von untergeordneter
Bedeutung, sie entfielen im Wesentlichen auf Zuschreibungen
auf Beteiligungen. Unsere Prognosen zu Beginn des
Geschäftsjahres gingen von deutlich höheren
Bewertungsaufwendungen im Kreditgeschäft sowie einem
geringfügig positiven Bewertungsergebnis aus
Wertpapieranlagen aus.
Der Fonds für allgemeine Bankrisiken konnte im
aktuellen Berichtsjahr deutlich um 20,0 Mio. EUR
aufgestockt werden.
Nach Vornahme aller Bewertungsmaßnahmen weisen
wir im Vergleich zum Vorjahr ein in erheblichem Maße
höheres Betriebsergebnis nach Bewertung aus.
Vor dem Hintergrund des intensiven Wettbewerbs und
des im Geschäftsjahr gestiegenen Zinsniveaus ist die
Sparkasse mit der Entwicklung der Ertragslage im Jahr 2023
zufrieden. Die Prognosen hinsichtlich der
Erfolgsspannenrechnung wurden übertroffen. Unter
Berücksichtigung der wirtschaftlichen Bedingungen wird
die Ertragslage als positiv beurteilt.
Die gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG
offenzulegende Kapitalrendite, berechnet als Quotient aus
Jahresüberschuss und Bilanzsumme, beträgt 0,11 %.
Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage
Vor dem Hintergrund der volkswirtschaftlichen
Rahmenbedingungen bewerten wir die
Geschäftsentwicklung als gut. Mit der Entwicklung des
Jahres 2023 konnten wir an das zufriedenstellende
Betriebsergebnis vor Bewertung des Vorjahres
anknüpfen. Weiterhin konnten wir durch verschiedene
Maßnahmen zur Steigerung des Zinsüberschusses
unsere Prognose des Betriebsergebnisses vor Bewertung
übertreffen.
Ursächlich für die negative Entwicklung des
Geschäftsvolumens bzw. der Bilanzsumme war in erster
Linie der Rückgang der Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden. Das Kundenkreditvolumen stieg
hingegen weiter an. Vor dem Hintergrund des Zinsanstiegs
ermöglichte dies eine Stärkung unseres
wirtschaftlichen Eigenkapitals. Die steuerungsrelevanten
Kennzahlen zur Eigenkapitalausstattung und zur
Liquidität wurden eingehalten.
Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem
Schluss des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2023
haben sich nicht ergeben.
Risikobericht
Risikomanagementsystem
Zur Sicherstellung der langfristigen Fortführung
der Unternehmenstätigkeit auf Basis der eigenen
Substanz und Ertragskraft sowie zum Schutz der
Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht
setzt die Sparkasse ein Risikotragfähigkeitskonzept
mit einer regelmäßigen Berechnung der
Risikotragfähigkeit (ökonomische Perspektive) und
einer Kapitalplanung (normative Perspektive) ein. Die
Risikotragfähigkeit wird ergänzt um Stresstests,
und es erfolgt eine prozessuale Verknüpfung mit den
Strategien, der Risikoinventur und der
Risikoberichterstattung. Erstmals zum 31. März 2023
wurden damit fristgerecht die Anforderungen der am 24. Mai
2018 veröffentlichten aufsichtlichen Leitlinien an
bankinterne Risikotragfähigkeitskonzepte umgesetzt.
In der Geschäftsstrategie werden die Ziele des
Instituts für jede wesentliche
Geschäftstätigkeit sowie die Maßnahmen zur
Erreichung dieser Ziele dargestellt. Die Risikostrategie
umfasst die Ziele der Risikosteuerung der wesentlichen
Geschäftsaktivitäten sowie die Maßnahmen
zur Erreichung dieser Ziele.
Ziel der Risikoinventur ist es, mindestens
jährlich systematisch Risiken zu identifizieren, um
deren Wesentlichkeit beurteilen zu können. Zudem
werden regelmäßig quantitative und qualitative
Analysen zur Bestimmung von Risiko- und
Ertragskonzentrationen vorgenommen. Auf der Grundlage der
zuletzt durchgeführten Risikoinventur wurden folgende
Risiken in der ökonomischen und der normativen
Perspektive als wesentlich eingestuft:
| Risikoart | Risikokategorie |
| Adressenrisiko | Kundengeschäft |
| Eigengeschäft | |
| Marktpreisrisiko | Zinsänderungsrisiko |
| Spreadrisiko | |
| Aktienrisiko | |
| Immobilienrisiko | |
| Beteiligungsrisiko | |
| Liquiditätsrisiko | Refinanzierungskostenrisiko |
| Operationelles Risiko |
Darüber hinaus sind das
Zahlungsunfähigkeitsrisiko als Teil des
Liquiditätsrisikos und das Planungsrisiko Ordentlicher
Ertrag (Provisionsrisiko) in der normativen Perspektive
wesentlich.
Für die frühzeitige Identifizierung von
wesentlichen Risiken sowie von
risikoartenübergreifenden Effekten wurden Indikatoren
abgeleitet, die auf quantitativen oder qualitativen
Merkmalen basieren.
Ziel der Ermittlung der Risikotragfähigkeit in
der ökonomischen Perspektive ist die
Gewährleistung des Gläubigerschutzes. Die
Sparkasse ermittelte zum 31. Dezember 2023 ein
ökonomisches Risikodeckungspotenzial von 203,9 Mio.
EUR. Das daraus abgeleitete Risikotragfähigkeitslimit
von 151,5 Mio. EUR wurde auf die wesentlichen Risiken
verteilt und so bemessen, dass eine angemessene Steuerung
der Risiken ermöglicht wird. Darüber hinaus
besteht ein freier Risikopuffer in Höhe von 3,0 Mio.
EUR. Die wesentlichen Risiken werden vierteljährlich
ermittelt und den Limiten gegenübergestellt. Im
Berichtszeitraum wurde das Limit für Operationelle
Risiken zum Stichtag 31. März 2023 überschritten.
Als Reaktion hierauf wurde eine Risikoanalyse vorgenommen
und der Limitbetrag angepasst.
Zur Berechnung des gesamtinstitutsbezogenen Risikos
wurden für alle wesentlichen Risiken das
Konfidenzniveau von 99,9 % und der
Risikobetrachtungszeitraum auf ein Jahr rollierend
festgelegt. Risikokategorieübergreifende und damit
risikomindernde Diversifikationseffekte werden nicht
berücksichtigt.
Das auf Grundlage des Gesamtlimits eingerichtete
Limitsystem stellt sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt
dar:
| Risikoart | Risikokategorie | Limit | Limitauslastung | |
| TEUR | TEUR | % | ||
| Adressenrisiko | 24.500 | 18.917 | 77,2 | |
| Kundengeschäft | 21.500 | 17.535 | 81,6 | |
| Eigengeschäft | 3.000 | 1.382 | 46,1 | |
| Marktpreisrisiko | 72.500 | 65.687 | 90,6 | |
| Zinsänderungsrisiko | 42.500 | 44.925 | 105,7 | |
| Spreadrisiko | 13.500 | 10.857 | 80,4 | |
| Aktienrisiko | 3.500 | 1.057 | 30,2 | |
| Immobilienrisiko | 13.000 | 8.849 | 68,1 | |
| Beteiligungsrisiko | 2.500 | 1.816 | 72,6 | |
| Liquiditätsrisiko | Refinanzierungskostenrisiko | 25.000 | 15.882 | 63,5 |
| Operationelles Risiko | 27.000 | 21.688 | 80,3 | |
| Risikotragfähigkeits-Limit | 151.500 | 123.990 | 81,8 | |
| Freier Risikopuffer | 3.000 | |||
| Risikoappetit | 154.500 | 123.990 | 80,3 | |
Die Limite für die Risikokategorien des
Marktpreisrisikos sind als Key-Risk-Indicator
(Warnschwellen) ausgestaltet, während für die
Risikokategorien der Adressenausfallrisiken und für
die Risikoarten harte Limite definiert sind.
Die zuständigen Stellen steuern die Risiken im
Rahmen der bestehenden organisatorischen Regelungen und der
Limitvorgaben des Vorstands.
Ziel der Ermittlung der Risikotragfähigkeit in
der normativen Perspektive ist die Fortführung der
Sparkasse. Hierzu besteht ein zukunftsgerichteter
Kapitalplanungsprozess bis zum Jahr 2028. Um einen
Kapitalbedarf rechtzeitig identifizieren zu können,
wurden Annahmen über die künftige
Ergebnisentwicklung für das Planszenario sowie
für mehrere adverse Szenarien getroffen.
Für den im Rahmen der Kapitalplanung
betrachteten Zeitraum können die aufsichtlichen
Anforderungen an die Eigenmittelausstattung für das
Planszenario eingehalten werden. Bei den ad-versen
Entwicklungen ist die Erfüllung der
Mindestanforderungen unter Berücksichtigung einer
eingeengten Risikotragfähigkeit gegeben. Zur
Verbesserung der aufsichtlichen Gesamtkennziffer planen
wir, durch Stärkung der Eigenmittelausstattung eine
Verbesserung der Eigenkapitalquote zu erreichen.
Darüber hinaus sind im Bedarfsfall weitere
Maßnahmen zur Eigenkapitalstärkung vorgesehen.
Die in der Risikotragfähigkeit zu Grunde
liegenden Annahmen sowie die Angemessenheit der Methoden
und Verfahren werden jährlich überprüft und
bei Bedarf angepasst (Validierung).
Die Sparkasse setzt zur Steuerung der
Zinsänderungsrisiken derivative Finanzinstrumente
(Zinsswaps) ein. Sie wurden in die verlustfreie Bewertung
des Bankbuches einbezogen. Daneben ist die Sparkasse an
fünf Kreditbasket-Transaktionen der
Sparkassen-Finanzgruppe beteiligt. Die hieraus
resultierenden Kreditderivate werden sowohl in der Position
des Sicherungsnehmers als auch als Sicherungsgeber
gehalten. Dabei handelt es sich um in emittierte Credit
Linked Notes eingebettete Credit Default Swaps.
Stresstests werden ergänzend zur
Risikotragfähigkeitsrechnung durchgeführt. Ziel
ist die Abbildung außergewöhnlicher aber
plausibel möglicher Ereignisse über Szenario- und
Sensitivitätsanalysen. Als Ergebnis dieser Simulation
ist festzuhalten, dass auch bei einem Verlust durch
außergewöhnliche Ereignisse die
Risikotragfähigkeit gegeben ist.
Die turnusmäßige Risikoberichterstattung
an den Vorstand umfasst den Gesamtrisikobericht und
ergänzende Berichte zu den wesentlichen Risikoarten.
Die Berichte enthalten neben quantitativen Informationen
auch eine qualitative Beurteilung zu wesentlichen
Positionen und Risiken. Auf besondere Risiken für die
Geschäftsentwicklung und dafür geplante
Maßnahmen wird gesondert eingegangen. Der
Verwaltungsrat wird vierteljährlich über die
Geschäfts- und Risikosituation informiert. Neben der
turnusmäßigen Berichterstattung ist auch
geregelt, in welchen Fällen eine
Ad-hoc-Berichterstattung zu erfolgen hat.
Der Sicherung der Funktionsfähigkeit und
Wirksamkeit von Steuerungs- und Überwachungssystemen
(Interne Kontrollverfahren) dienen neben eingerichteten
Funktionstrennungen bei Zuständigkeiten und
Arbeitsprozessen auch die Tätigkeiten der
Risikocontrolling-Funktion, der Compliance-Funktion und der
Internen Revision.
Die Risikocontrolling-Funktion, die
aufbauorganisatorisch von Bereichen, die Geschäfte
initiieren oder abschließen, getrennt ist, hat die
Aufgabe, die wesentlichen Risiken zu identifizieren, zu
beurteilen, zu überwachen und darüber zu
berichten. Der Risikocontrolling-Funktion obliegt die
Methodenauswahl und die Überprüfung der
Angemessenheit der eingesetzten Methoden und Verfahren
sowie die Errichtung und Weiterentwicklung der
Risikosteuerungs- und controllingprozesse. Zusätzlich
verantwortet die Risikocontrolling-Funktion die Umsetzung
der aufsichtsrechtlichen und gesetzlichen Anforderungen,
die Erstellung der Risikotragfähigkeitsberechnung und
die laufende Überwachung der Einhaltung von Limiten.
Sie unterstützt den Vorstand in allen
risikopolitischen Fragen und ist an der Erstellung und
Umsetzung der Risikostrategie maßgeblich beteiligt.
Die Risikocontrolling-Funktion wird im Wesentlichen durch
die Mitarbeitenden der Gesamtbanksteuerung wahrgenommen.
Die Leitung der Risikocontrolling-Funktion wird durch den
Leiter Gesamtbanksteuerung wahrgenommen. Unterstellt ist er
dem Marktfolgevorstand.
Die Compliance-Funktion wirkt auf die Implementierung
wirksamer Verfahren zur Einhaltung der für die
Sparkasse wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben
und entsprechender Kontrollen hin. Ferner hat sie den
Vorstand hinsichtlich der Einhaltung dieser rechtlichen
Regelungen und Vorgaben zu unterstützen und zu
beraten.
Die Interne Revision prüft und beurteilt
risikoorientiert und prozessunabhängig die Wirksamkeit
und Angemessenheit des Risikomanagements im Allgemeinen und
des internen Kontrollsystems im Besonderen sowie die
Ordnungsmäßigkeit grundsätzlich aller
Aktivitäten und Prozesse. Sie ist dem Vorstand
unmittelbar unterstellt und ihm gegenüber
berichtspflichtig.
Verfahren zur Aufnahme von
Geschäftsaktivitäten in neuen Produkten oder auf
neuen Märkten (Neu-Produkt-Prozess) sind festgelegt.
Zur Einschätzung der Wesentlichkeit geplanter
Veränderungen in der Aufbau- und Ablauforganisation
sowie den IT-Systemen bestehen Definitionen und Regelungen.
Strukturelle Darstellung der wesentlichen Risiken
Adressenrisiko
Unter dem Adressenausfallrisiko wird ein Verlust in
einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position
verstanden, der durch eine Bonitätsverschlechterung
einschließlich des Ausfalls eines Schuldners bedingt
ist. Dabei wird das Adressenrisiko in das Ausfall- sowie
das Migrationsrisiko eines Schuldners unterteilt.
Das Ausfallrisiko umfasst die Gefahr eines Verlustes,
welcher aus einem drohenden bzw. vorliegenden
Zahlungsausfall eines Schuldners entsteht.
Das Migrationsrisiko bezeichnet die Gefahr eines
Verlustes, der sich dadurch ergibt, dass sich die
Bonitätseinstufung (Rating) des Schuldners
verändert hat.
Das Länderrisiko umfasst neben dem
bonitätsinduzierten Länderrisiko auch das
politische Risiko, z. B. aus einem Transferstopp. Das
Länderrisiko im Sinne eines Ausfalls oder einer
Bonitätsveränderung eines Schuldners ist Teil des
Adressenrisikos im Kunden- und Eigengeschäft. Der
Schuldner kann ein ausländischer öffentlicher
Haushalt oder ein sonstiger Schuldner sein, der seinen Sitz
im Ausland und somit in einem anderen Rechtsraum hat.
Adressenrisiko im Kundengeschäft
Das Adressenrisiko im Kundengeschäft umfasst
einerseits die Gefahr eines Verlustes durch einen drohenden
bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines originären
Kredites sowie von Eventualverbindlichkeiten wie
beispielsweise Avale (Ausfallrisiko). Andererseits umfasst
es auch die Gefahr, dass Sicherheiten teilweise oder ganz
an Wert verlieren und deshalb zur Absicherung der Kredite
nicht ausreichen oder überhaupt nicht beitragen
können (Sicherheitenverwertungs- und
-einbringungsrisiko). Teil des Adressenrisikos im
Kundengeschäft ist auch die Gefahr, dass sich im
Zeitablauf die Bonitätseinstufung (Ratingklasse) des
Kreditnehmers ändert und damit ein möglicherweise
höherer Spread gegenüber der risikolosen
Zinskurve berücksichtigt werden muss
(Migrationsrisiko).
Die Steuerung des Adressenrisikos im
Kundengeschäfts erfolgt entsprechend der festgelegten
Strategie unter besonderer Berücksichtigung der
Größenklassenstruktur, der Bonitäten, der
Branchen, der gestellten Sicherheiten sowie des Risikos der
Engagements.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Trennung zwischen Markt (1.Votum) und Marktfolge (2.Votum) bis in die Geschäftsverteilung des Vorstandes |
| ― |
regelmäßige Bonitätsbeurteilung und Beurteilung der Kapitaldienstfähigkeit auf Basis aktueller Unterlagen |
| ― |
Einsatz standardisierter Risikoklassifizierungsverfahren (Rating- und Scoringverfahren) in Kombination mit bonitätsabhängiger Preisgestaltung und bonitätsabhängigen Kompetenzen |
| ― |
interne, bonitätsabhängige Richtwerte für Kreditobergrenzen, die unterhalb der Großkreditgrenzen des KWG liegen, dienen der Vermeidung von Risikokonzentrationen im Kundenkreditportfolio. Einzelfälle, die diese Obergrenze überschreiten, unterliegen einer verstärkten Beobachtung |
| ― |
regelmäßige Überprüfung von Sicherheiten |
| ― |
Einsatz eines Risikofrüherkennungsverfahrens, das gewährleistet, dass bei Auftreten von signifikanten Bonitätsverschlechterungen frühzeitig risikobegrenzende Maßnahmen eingeleitet werden können |
| ― |
festgelegte Verfahren zur Überleitung von Kreditengagements in die Intensivbetreuung oder Sanierungsbetreuung |
| ― |
Berechnung der Adressenausfallrisiken für die Risikotragfähigkeit mit dem Kreditrisikomodell "Credit Portfolio View" |
| ― |
Einsatz von Sicherungsinstrumenten zur Reduzierung vorhandener Risikokonzentrationen mittels Kredithandelstransaktionen |
| ― |
Kreditportfolioüberwachung auf Gesamthausebene mittels regelmäßigem Reporting |
Zum 31.12.2023 wurden 53,1 % der zum Jahresende
zugesagten Kreditmittel an Unternehmen und wirtschaftlich
selbständige Privatpersonen vergeben, 44,7 % an
wirtschaftlich unselbständige und sonstige
Privatpersonen. Die Kreditvergabe an Öffentliche
Haushalte ist mit 2,2 % von untergeordneter Bedeutung.
Die regionale Wirtschaftsstruktur spiegelt sich auch
im Kreditgeschäft der Sparkasse wider. Den Schwerpunkt
der Verteilung des Kundenkreditvolumens nach Hauptbranchen
bilden mit 11,6 % die Ausleihungen an das Grundstücks-
und Wohnungswesen.
Die Größenklassenstruktur zeigt insgesamt
eine breite Streuung des Kreditgeschäftes. 33,9 % des
Kundenkreditvolumens entfallen auf Kreditengagements mit
einem Kreditvolumen bis 250 Tsd. Euro, 35,6 % des Volumens
betreffen Kreditengagements mit einem Kreditvolumen von
mehr als 250 Tsd. Euro und bis 2,5 Mio. Euro und 30,5 %
entfallen auf Kreditengagements mit einem Kreditvolumen von
mehr als 2,5 Mio. Euro.
Die Risikostrategie ist ausgerichtet auf Kreditnehmer
mit guten Bonitäten bzw. geringeren
Ausfallwahrscheinlichkeiten. Dies wird durch die
Neugeschäftsplanung unterstützt. Zum 31. Dezember
2023 ergibt sich im Kundengeschäft folgende
Ratingklassenstruktur:
| Risikoklasse | Anzahl in % | Volumen in % |
| 1 bis 10 | 94,4 | 94,4 |
| 11 bis 15 | 4,5 | 2,1 |
| 16 bis 18 | 0,8 | 1,6 |
Die zu 100 % fehlende Anteile des gesamten
Bruttokundenkreditvolumens (0,3 % bzw. 1,9 %) sind nicht im
Rating- und Scoringverfahren erfasst.
Das bonitätsinduzierte Länderrisiko ist
für die Sparkasse bezogen auf das
Kundenkreditgeschäft von untergeordneter Bedeutung.
Das an Kreditnehmer mit Sitz im Ausland ausgelegte
Kreditvolumen einschließlich Wertpapiere betrug am
31. Dezember 2023 10,4 % des Gesamtkreditvolumens im Sinne
des § 19 Abs. 1 KWG. Der weit überwiegende Anteil
entfällt auf granulare Wertpapieranlagen in
Spezialfonds.
Konzentrationen bestehen im Kreditportfolio im
Bereich der regionalen, grundpfandrechtlichen Sicherheiten,
die jedoch im Hinblick auf den geschäftspolitischen
Schwerpunkt privater Wohnungsbaudarlehen bewusst
eingegangen werden.
Insgesamt ist unser Portfolio sowohl nach Branchen
und Größenklassen als auch Ratinggruppen gut
diversifiziert.
Zur Absicherung von Adressenausfallrisiken hat die
Sparkasse Nienburg Einzelkreditnehmer in die
Sparkassen-Kreditbaskets (über die Emission von
Originatoren-Credit Linked Notes) eingebracht, das
verbliebene Volumen zum Bilanzstichtag belief sich auf 19,0
Mio. EUR.
Risikovorsorgemaßnahmen sind für alle
Engagements vorgesehen, bei denen nach umfassender
Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse der
Kreditnehmer davon ausgegangen werden kann, dass es
voraussichtlich nicht mehr möglich sein wird, alle
fälligen Zins- und Tilgungszahlungen gemäß
den vertraglichen vereinbarten Kreditbedingungen zu
vereinnahmen. Bei der Bemessung von
Risikovorsorgemaßnahmen werden die voraussichtlichen
Realisationswerte der gestellten Sicherheiten
berücksichtigt. Für latente Risiken im
Forderungsbestand haben wir Pauschalwertberichtigungen
gebildet. Der Vorstand wird vierteljährlich über
die Entwicklung der Strukturmerkmale des Kreditportfolios,
die Einhaltung der Limite und die Entwicklung der
notwendigen Vorsorgemaßnahmen für Einzelrisiken
schriftlich unterrichtet. Eine ad-hoc-Berichtserstattung
ergänzt bei Bedarf das standardisierte Verfahren.
Entwicklung der Risikovorsorge:
| Art der Risikovorsorge | Anfangsbestand
per 01.01.2023 |
Zuführung | Auflösung | Verbrauch | Endbestand
per 31.12.2023 |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Einzelwertberichtigungen | 5.499 | 2.944 | 1.692 | 1.036 | 5.715 |
| Rückstellungen | 1.474 | 310 | 746 | 119 | 919 |
| Pauschalwertberichtigungen | 4.169 | 397 | 136 | - | 4.430 |
| Gesamt | 11.142 | 3.651 | 2.574 | 1.155 | 11.064 |
Das Verfahren für die Bildung der
Pauschalwertberichtigung ist im Anhang erläutert.
Adressenrisiko im Eigengeschäft
Die Adressenausfallrisiken im Eigengeschäft
umfassen die Gefahr eines Verlustes, der aus einem
drohenden bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines
Emittenten oder eines Kontrahenten (Ausfallrisiko)
resultieren kann. Ebenso besteht die Gefahr, dass sich im
Zeitablauf die Bonitätseinstufung (Ratingklasse) des
Schuldners ändert und damit ein möglicherweise
höherer Spread gegenüber der risikolosen
Zinskurve berücksichtigt werden muss
(Migrationsrisiko). Dabei unterteilt sich das
Kontrahentenrisiko in ein Wiedereindeckungsrisiko und ein
Erfüllungsrisiko. Zudem gibt es im Eigengeschäft
das Risiko, dass die tatsächlichen Restwerte der
Emissionen bei Ausfall von den prognostizierten Werten
abweichen. Ferner beinhalten Aktien eine
Adressenrisikokomponente. Diese besteht in der Gefahr einer
negativen Wertveränderung aufgrund von
Bonitätsverschlechterung oder Ausfall des
Aktienemittenten.
Die Steuerung der Adressenausfallrisiken des
Eigengeschäfts erfolgt entsprechend der festgelegten
Strategie unter besonderer Berücksichtigung der
Größenklassenstruktur, der Bonitäten, der
Branchen sowie des Risikos der Engagements.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Festlegung von Limiten je Partner (Emittenten- und Kontrahentenlimite) |
| ― |
Regelmäßige Bonitätsbeurteilung der Vertragspartner anhand von externen Ratingeinstufungen sowie eigenen Analysen |
| ― |
Berechnung des Adressenausfallrisikos für die Risikotragfähigkeit mit dem Kreditrisikomodell "Credit Portfolio View" |
Eigengeschäfte umfassen zum Bilanzstichtag einen
Buchwert von 396,0 Mio. EUR. Wesentliche Positionen sind
dabei die Wertpapierspezialfonds (294,1 Mio. EUR),
Schuldverschreibungen und Anleihen (54,3 Mio. EUR) und
sonstige Investmentfonds (47,6 Mio. EUR).
Die von der Sparkasse gehaltenen Wertpapiere
verfügen über ein DSGV-Rating im Bereich von 1
bis 10.
Konzentrationen bestehen hinsichtlich der
Adressrisikopositionen aus Handelsgeschäften nicht.
Marktpreisrisiko
Das Marktpreisrisiko wird definiert als Verlust in
einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position,
welcher sich aus der Veränderung von Risikofaktoren
ergibt.
Die Steuerung der Marktpreisrisiken erfolgt
entsprechend der festgelegten Strategie unter besonderer
Berücksichtigung der festgelegten Limite und der
vereinbarten Anlagerichtlinien für Spezialfonds.
Zinsänderungsrisiko
Das Zinsänderungsrisiko wird definiert als die
Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder
außerbilanziellen Position, welcher sich aus der
Veränderung der risikolosen Zinskurve ergibt. In einer
periodischen Sicht bzw. in der normativen Perspektive
können sich Veränderungen im Zinsüberschuss,
im Bewertungsergebnis Wertpapiere sowie einer Bildung bzw.
Veränderung einer Drohverlustrückstellung im
Rahmen der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs
gemäß IDW RS BFA 3 n. F. ergeben. Schwankungen
im Zinskonditionsbeitrag sind in der Betrachtung des
Zinsänderungsrisikos in der normativen Perspektive
integriert.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Periodische Steuerung und normative Perspektive: Berechnungen auf Basis verschiedenen Zinsszenarien mittels der IT-Anwendung "Integrierte Zinsbuchsteuerung Plus", Betrachtung des laufenden Geschäftsjahres und der fünf Folgejahre bei der Bestimmung der Auswirkungen auf das handelsrechtlichen Ergebnis |
| ― |
Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der von der SR entwickelten IT-Anwendung "MPR" |
| ― |
Steuerung des wertorientierten Zinsänderungsrisikos auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes. Der VaR wird mit einer Haltedauer von 250 Tagen mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % berechnet. Zur Beurteilung des Zinsänderungsrisikos orientiert sich die Sparkasse an einer definierten Benchmark (angelehnt an die Struktur des gleitenden 10-Jah-resdurchschnitts. Abweichungen zeigen ggf. einen Bedarf an Steuerungsmaßnahmen auf und dienen als zusätzliche Information für zu tätigende Absicherungen (u. a. durch Swapgeschäfte) |
| ― |
Ermittlung des Zinsrisikokoeffizienten und des Frühwarnindikators gemäß § 25a Abs. 2 KWG auf Basis des BaFin-Rundschreibens 6/2019 vom 6. August 2019 |
| ― |
Berücksichtigung von Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip |
Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken werden
derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps
eingesetzt (vgl. Angaben im Anhang zum Jahresabschluss).
Die Auswirkungen eines Zinsschocks um + bzw. - 200
Basispunkte auf den Barwert der zinstragenden
Geschäfte des Anlagebuchs stellen sich zum 31.
Dezember 2023 wie folgt dar:
| Zinsänderungsrisiken | ||
| Barwertveränderung | ||
| + 200 Basispunkte | - 200 Basispunkte | |
| TEUR | -24.729 | +25.001 |
| In % der Eigenmittel | -12,90 | +13,05 |
Konzentrationen bestehen bei den
Zinsänderungsrisiken in folgenden Bereichen:
Cashflow-Aktivüberhänge oberhalb des
definierten Schwellenwertes in zwei Laufzeitbändern.
Die Überschreitungen sind im Wesentlichen auf den
hohen Anteil an Rentenpapieren in den Spezialfonds und den
festverzinslichen Wohnungsbaukrediten
zurückzuführen. Hiermit verbinden wir keine
größeren Risiken.
Weitere starke kurzfristige Zinsanstiege können
zu einem Verpflichtungsüberschuss und damit zur
Bildung einer Drohverlustrückstellung in
künftigen Jahresabschlüssen führen.
Spreadrisiko
Das Spreadrisiko wird allgemein definiert als die
Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder
außerbilanziellen Position, welcher sich aus der
Veränderung von Spreads bei gleichbleibendem Rating
ergibt. Dabei wird unter einem Spread die Rendite-Differenz
zu einer risikolosen Zinskurve verstanden. Der Spread ist
unabhängig von der zu Grunde liegenden Zinskurve zu
sehen, d. h. ein Spread in einer anderen Währung wird
analog einem Spread in Euro behandelt.
Implizit enthalten im Spread ist auch eine
Liquiditätskomponente. Demgegenüber wird eine
Spread-Ausweitung durch Migration in eine schlechtere
Ratingklasse dem Adressenausfallrisiko zugeordnet.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Periodische Steuerung und normative Perspektive: Berechnungen auf Basis verschiedener Spreadszenarien mittels der IT-Anwendung SimCorp Dimension ("SCD") |
| ― |
Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung "MPR" |
| ― |
Berücksichtigung von Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip |
Zum Stichtag bestehen keine Risikokonzentrationen in
den Spreadklassen.
Aktienrisiko
Das Marktpreisrisiko aus Aktien wird definiert als
die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder
außerbilanziellen Position, welcher sich aus der
Veränderung von Aktienkursen ergibt. Neben dem
Marktpreisrisiko beinhalten Aktien auch eine
Adressenrisikokomponente.
In der normativen Perspektive umfasst das
Aktienrisiko darüber hinaus das Risiko, dass
Dividendenerträge nicht in der erwarteten Höhe
erzielt werden könne.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Periodische Steuerung und normative Perspektive: Berechnungen auf Basis verschiedener Szenarien mittels der IT-Anwendung "SCD" |
| ― |
Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung "MPR" |
| ― |
Berücksichtigung von Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip |
Aktien werden zurzeit in einem überschaubaren
Umfang ausschließlich in den Spezialfonds gehalten.
Das Investitionsvolumen wird durch eine definierte
Maximalquote begrenzt. Abhängig von der jeweiligen
Marktphase kann das Investitionsvolumen durch den Einsatz
von Derivaten sowie durch Bestandsreduzierung gesteuert
werden.
Immobilienrisiko
Das Marktpreisrisiko aus Immobilien wird definiert
als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder
außerbilanziellen Position, welcher sich aus der
Veränderung von Marktwerten aus Immobilien ergibt.
Hier werden sowohl eigengenutzte Immobilien als auch
Immobilieninvestitionen (Immobilienfonds, Beteiligungen in
Immobiliengesellschaften) betrachtet.
In der normativen Perspektive umfasst das
Immobilienrisiko darüber hinaus das Mietertragsrisiko
aus eigenen, fremdgenutzten Immobilien.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Periodische Ermittlung und normative Perspektive: Berechnungen auf Basis verschiedener Szenarien mittels der IT-Anwendung "SCD" |
| ― |
Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung "caballito" |
Immobilien im Eigenbestand und Immobilienfonds werden
in einem überschaubaren Umfang gehalten. Besondere
Risiken sind aus den Anlagen derzeit nicht erkennbar. Das
Immobilienrisiko wird daher als vertretbar eingestuft.
Beteiligungsrisiko
Das Risiko aus einer Beteiligung (Beteiligungsrisiko)
umfasst die Gefahr eines Verlustes durch eine negative
Wertänderung einer Beteiligung.
In der normativen Perspektive umfasst das
Beteiligungsrisiko darüber hinaus das Risiko, dass
erwartete Erträge (Ausschüttungen) nicht in der
erwarteten Höhe erzielt werden können.
Je nach Beteiligungsart unterscheidet man nach dem
Risiko aus strategischen Beteiligungen,
Funktionsbeteiligungen und Sonstige Beteiligungen.
Die Steuerung der Beteiligungsrisiken erfolgt
entsprechend der festgelegten Strategie. Der
Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche
Elemente:
| ― |
Rückgriff auf das Beteiligungscontrolling des Sparkassenverbands Niedersachsen für die Verbundbeteiligungen |
| ― |
In der normativen Perspektive wird die Auswirkung auf aufsichtliche Quoten durch Beteiligungen berücksichtigt. |
| ― |
Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis einer Szenarioanalyse |
| ― |
Regelmäßige Auswertung und Beurteilung der Jahresabschlüsse der Beteiligungsunternehmen |
| ― |
Regelmäßige qualitative Beurteilung der Unternehmensentwicklung, der strategischen Ausrichtung sowie der Marktstellung des jeweiligen Beteiligungsunternehmens |
Wertansätze für Beteiligungsinstrumente:
| Buchwert | beizulegender Zeitwert | |
| Gruppe von Beteiligungsinstrumenten | TEUR | TEUR |
| Strategische Beteiligungen | 12.976 | 12.976 |
| Sonstige Beteiligungen | 6.592 | 6.592 |
Das Beteiligungsportfolio besteht vorwiegend aus
strategischen Beteiligungen innerhalb der
Sparkassen-Finanzgruppe. Daneben bestehen weitere
Beteiligungen, die unter Renditegesichtspunkten gehalten
werden.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko setzt sich aus dem
Zahlungsunfähigkeits- und dem
Refinanzierungskostenrisiko zusammen. Das
Liquiditätsrisiko umfasst in beiden Bestandteilen auch
das Marktliquiditätsrisiko. Dieses ist das Risiko, das
aufgrund von Marktstörungen oder unzulänglicher
Markttiefe Finanztitel an den Finanzmärkten nicht zu
einem bestimmten Zeitpunkt und/oder nicht zu fairen Preisen
gehandelt werden können.
Das Zahlungsunfähigkeitsrisiko stellt die Gefahr
dar, Zahlungsverpflichtungen nicht in voller Höhe oder
nicht fristgerecht nachzukommen.
Das Refinanzierungskostenrisiko bildet die Gefahr ab,
dass die Refinanzierungskosten über der in der Planung
angesetzten Höhe liegen. Dies kann auf der Schwankung
institutseigener Spreads sowie aus der unerwarteten
Veränderung der Refinanzierungsstruktur beruhen.
Das Refinanzierungskostenrisiko in der
ökonomischen Perspektive ergibt sich aus der negativen
Veränderung des Liquiditätsbeitrages aufgrund von
marktbedingten Spreadschwankungen.
In der normativen Perspektive wird die GuV-Auswirkung
des Refinanzierungskostenrisikos in Form höherer
Zinsaufwendungen abgebildet. Aufgrund des Einflusses von
Bilanzbeständen und der Zinsentwicklung wird das
Refinanzierungskostenrisiko zusammen mit dem
Zinsänderungsrisiko betrachtet.
Die Steuerung der Liquiditätsrisiken erfolgt
entsprechend der festgelegten Strategie.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Regelmäßige Ermittlung und Überwachung der LCR |
| ― |
Regelmäßige Ermittlung und Überwachung der strukturellen Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio, NSFR) |
| ― |
Regelmäßige Ermittlung der Survival Period und Festlegung einer Risikotoleranz |
| ― |
Diversifikation der Vermögens- und Kapitalstruktur |
| ― |
Regelmäßige Erstellung von Liquiditätsübersichten auf Basis einer hausinternen Liquiditätsplanung, in der die erwarteten Mittelzuflüsse den erwarteten Mittelabflüssen gegenübergestellt werden |
| ― |
Tägliche Disposition der laufenden Konten |
| ― |
Liquiditätsverbund mit Verbundpartnern der Sparkassenorganisation |
| ― |
Definition eines sich abzeichnenden Liquiditätsengpasses sowie eines Notfallplans |
| ― |
Erstellung einer Refinanzierungsplanung |
| ― |
Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der von der SR entwickelten IT-Anwendung "RKR" |
| ― |
Regelmäßige Überwachung der Fundingkonzentration zur Ermittlung und Begrenzung des Anteils einzelner Kontrahenten an der Gesamtrefinanzierung |
Unplanmäßige Entwicklungen, wie z. B.
vorzeitige Kündigungen sowie Zahlungsunfähigkeit
von Geschäftspartnern, werden dadurch
berücksichtigt, dass im Rahmen der Risiko- und
Stressszenarien sowohl ein Abfluss von Kundeneinlagen als
auch eine erhöhte Inanspruchnahme offener Kreditlinien
simuliert wird. An liquiditätsmäßig engen
Märkten ist die Sparkasse im Rahmen ihrer
Eigenanlagendiversifikation über Immobilienfonds
investiert.
Im kombinierten Stressfall beträgt die Survival
Period der Sparkasse zum Bilanzstichtag länger als 5
Monate.
Konzentrationen bestehen bei dem
Liquiditätsrisiko gegenüber drei Gegenparteien.
Bei den Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen
um Weiterleitungsmittel.
Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im
Geschäftsjahr jederzeit gegeben.
Operationelles Risiko
Das operationelle Risiko bedeutet die Gefahr eines
Verlustes durch Schäden, die infolge der
Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren,
Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder in Folge
externer Einflüsse eintreten.
Die Steuerung der operationellen Risiken erfolgt
entsprechend der festgelegten Strategie.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Regelmäßige Schätzung von operationellen Risiken auf Basis der szenariobezogenen Schätzung von risikorelevanten Verlustpotenzialen aus der IT-Anwendung "OpRisk-Szenarien" |
| ― |
Systematische Sammlung und Analyse eingetretener Schadensfälle in einer Schadensfalldatenbank |
| ― |
Periodische Steuerung und normative Perspektive: Abbildung im Plan- und im adversen Szenario auf der Grundlage von bei der Sparkasse sowie überregional eingetretener Schadensfälle sowie szenariobezogener Risiken, sofern diese noch nicht eingetreten sind, mit der IT-Anwendung "OpRisk-Schätzverfahren" |
| ― |
Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis der IT-Anwendung "OpRisk-Schätzverfahren" |
| ― |
Erstellung von Notfallplänen, insbesondere im Bereich der IT |
Aktuell bestehen Konzentrationen auf Grundlage der
szenariobezogenen Schätzung. Aufgrund des
Analyseergebnisses der berücksichtigten Szenarien
hinsichtlich ihrer Eintrittshäufigkeit wird dieser
Konzentration kein erhöhtes Risiko zugemessen.
Sonstige Risiken
In der normativen Perspektive betrachtet die
Sparkasse ergänzend unter den sonstigen Risiken
Planungsrisiken aus den ordentlichen Erträgen
(Provisionsrisiko). Durch pauschalierte Risikoermittlungen
wird das Risiko einer Abweichung von den Planungsannahmen
hinsichtlich des ordentlichen Ertrages berücksichtigt.
Risikokonzentrationen bestehen bei den sonstigen
Risiken im folgenden Bereich:
Provisionserträge aus dem Privatgiroverkehr und
dem Wertpapiergeschäft überschreiten den
definierten Schwellenwert bei den ordentlichen
Erträgen, weshalb ein unerwarteter Rückgang als
Risikokonzentration gesehen wird.
Gesamtbeurteilung der Risikolage
Unser Haus verfügt über ein dem Umfang der
Geschäftstätigkeit entsprechendes System zur
Steuerung, Überwachung und Kontrolle der vorhandenen
Risiken. Durch das Risikomanagement und -controlling der
Sparkasse können frühzeitig die wesentlichen
Risiken identifiziert und gesteuert sowie Informationen an
die zuständigen Entscheidungsträger
weitergeleitet werden.
Auf Basis unserer internen Risikoberichte bewegten
sich die Risiken in 2023 nach einer Erhöhung im
zweiten Quartal 2023 innerhalb des vom Vorstand
vorgegebenen Gesamtbanklimits. Eine Limitanpassung ergab
sich zum 30.06.2023 aufgrund einer methodischen Anpassung
sowie von Parameteranpassungen im Bereich der
operationellen Risiken. Das Gesamtbanklimit war am
Bilanzstichtag mit 81,8 % ausgelastet.
Die Mindestanforderungen an die Einhaltung
aufsichtlicher Kenngrößen der normativen
Perspektive der Risikotragfähigkeit wurden sowohl im
Planszenario als auch unter der Berücksichtigung
adverser Entwicklungen erfüllt. Für eine
mögliche Einengung der Risikotragfähigkeit bei
adversen Entwicklungen hat die Sparkasse im Bedarfsfall
Maßnahmen zur Eigenkapitalstärkung vorgesehen.
Demnach war und ist die Risikotragfähigkeit derzeit
gegeben. Die durchgeführten Stresstests zeigen, dass
auch außergewöhnliche Ereignisse durch das
vorhandene Risikodeckungspotenzial abgedeckt werden
können.
Bestandsgefährdende oder
entwicklungsbeeinträchtigende Risiken sind nicht
erkennbar. Risiken der künftigen Entwicklung bestehen
durch die Regulatorik und den Folgen eines weiteren starken
sowie kurzfristigen Zinsanstieges (u. a.
Drohverlustrückstellung gemäß IDW RS BFA 3
n. F.) sowie einer nur begrenzt ausbaufähigen
Risikotragfähigkeit. Wir reagieren hierauf mit einer
Intensivierung der Vertriebsaktivitäten und mit
Preisanpassungen.
Die Sparkasse nimmt am Risikomonitoring des Verbands
teil. Die Erhebung erfolgt dreimal jährlich. Dabei
werden die wichtigsten Risikomesszahlen auf Verbandsebene
ausgewertet und die Entwicklungen beobachtet. Jede
Sparkasse wird insgesamt bewertet und einer von vier
Monitoringstufen zugeordnet. Die Sparkasse ist der besten
Bewertungsstufe "Grün" zugeordnet.
Insgesamt beurteilen wir unsere Risikolage als
ausgewogen.
Chancen- und Prognosebericht
Chancenbericht
Chancen sehen wir vor allem in einer besser als
erwartet laufenden Konjunktur, insbesondere aufgrund der
regen Nachfrage nach Wohnungen, die die Bautätigkeit
stärker als prognostiziert ankurbeln könnte.
Weitere Chancen verbinden wir mit dem Umbau der Wirtschaft
in Richtung Nachhaltigkeit. Dies würde zu einer
stärkeren Kreditnachfrage nach
Transformationsfinanzierungen insbesondere in der
Landwirtschaft und der Energiewirtschaft führen.
Wir erwarten weiterhin positive Impulse aus der
laufenden Optimierung unserer Prozesse und aus der
abgeschlossenen Neuausrichtung unserer Vertriebsstruktur,
mit der wir deutlicher zwischen dem serviceorientierten und
dem beratungsintensiven Geschäft differenzieren.
Chancen wollen wir nutzen, indem wir, neben der
Präsenz mit unseren Beratungs-Centern in der
Fläche und der flächendeckend angebotenen
SB-Technik, die digitalen Vertriebskanäle weiter
ausbauen. Darüber hinaus erwarten wir Chancen aus
unseren Investitionen in zukunftsweisende
Informationstechnologien.
Prognosebericht
Rahmenbedingungen
Die nachfolgenden Einschätzungen haben
Prognosecharakter. Sie stellen unsere Einschätzungen
der wahrscheinlichen künftigen Entwicklung auf Basis
der uns zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur
Verfügung stehenden Informationen dar. Da Prognosen
mit Unsicherheiten behaftete sind bzw. sich durch die
Veränderungen der zugrundeliegenden Annahmen als
unzutreffend erweisen können, ist es möglich,
dass die tatsächlichen künftigen Ereignisse
gegebenenfalls deutlich von den zum Zeitpunkt der
Erstellung des Lageberichtes getroffenen Erwartungen
über die voraussichtlichen Entwicklungen abweichen.
Der Prognosezeitraum umfasst das auf den
Bilanzstichtag folgende Geschäftsjahr.
Als Risiken im Sinne des Prognoseberichts werden
künftige Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu
einer für die Sparkasse negativen Prognose bzw.
Zielabweichung führen können.
Als Chancen im Sinne des Prognoseberichts werden
künftige Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu
einer für die Sparkasse positiven Prognose- bzw.
Zielabweichung führen können.
Die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen und
branchenbezogenen Rahmenbedingungen im Jahr 2024 wird
weiterhin maßgeblich durch den Ukraine-Krieg
geprägt sein. Trotz zahlreicher
Stabilisierungsmaßnahmen durch die Regierungen (u. a.
Liquiditätshilfen, Konjunkturprogramme,
Kurzarbeitergeld) und die Zentralbanken sind die
nachhaltigen wirtschaftlichen Folgen aktuell nicht
verlässlich abschätzbar und hängen
insbesondere vom weiteren Verlauf des Ukraine-Kriegs ab.
Die (weltweiten) Störungen in den Lieferketten und
steigende Rohstoffpreise haben eine dämpfende Wirkung.
Die Expertenschätzungen weisen daher eine große
Spannbreite hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung
auf.
Im Euroraum gehen wir nach einem deutlichen
Rückgang in 2023 von einem schwachen Wachstum des
Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 0,5 %
6 aus. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in
Deutschland wird sich nach den Prognosen bei 0,0 % nach
-0,3 % in 2023 bewegen.
Der Anstieg der Verbraucherpreise wird sich in 2024
unter dem Niveau des Vorjahres bewegen. Er dürfte sich
damit im Euroraum und in Deutschland weiter der Zielmarke
der Europäischen Zentralbank annähern. Bei der
Zahl der Arbeitslosen in Deutschland wird ein leichter
Anstieg prognostiziert, hier wird ein Wert von 5,9 %
6 erwartet.
In 2024 erwarten wir Senkungen des EZB-Leitzinses,
sofern die Inflationsraten sich weiter dem Inflationsziel
der Notenbank annähern.
6 Quelle: Economic Adviser Ausgabe März
2024, Herausgeber: Nord/LB
Das geschäftliche Umfeld der Kreditinstitute
wird durch eine restriktive Geldpolitik und den damit
verbundenen gestiegenen Zinsen, den verstärkten
Wettbewerb zwischen den Instituten und die rasch
fortschreitende technologische Entwicklung bestimmt. Vor
diesem Hintergrund berücksichtigen wir in unseren
Planungen die erfolgte Veränderung des Zinsniveaus.
Margen werden insbesondere im Kreditgeschäft unter
Druck bleiben. Während sich bei den Löhnen,
unterstützt durch den Fachkräftemangel, weiter
hohe Tarifabschlüsse abzeichnen, ist bei den Preisen
ein Nachlassen des Preisauftriebs zu beobachten.
Vor diesem Hintergrund sind Abweichungen in unserer
Geschäftsplanung, insbesondere bei den geplanten
Kreditausfällen, nicht auszuschließen.
Geschäftsentwicklung
Im Kreditgeschäft sieht unsere Planung ein
Bestandswachstum um 5,7 % vor. Die Kreditvergabe an die
heimische Wirtschaft wird sich unserer Einschätzung
nach mit einem prognostizierten Zuwachs von 11,1 %
weiterhin positiv entwickeln, da die betrieblichen
Investitionen sowie erforderlich Maßnahmen zur
Steigerung der Energieeffizienz zu einem höheren
Finanzierungsbedarf führen dürften. Im privaten
Wohnungsbaukreditgeschäft erwarten wir ein über
den vereinbarten Tilgungen liegendes Neugeschäft,
sodass wir in unserer Planung für das
Kreditgeschäft mit Privatkunden von einem
Bestandsanstieg von 2,2 % ausgehen.
Unsere Planung unterstellt für 2024, wesentlich
getrieben von erwarteten Umschichtungen fälliger
Wertpapiere unserer Kunden in bilanzielle Anlagen, einen
deutlichen Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber
Kunden (ohne institutionelle Refinanzierungen).
Bei der Bilanzsumme erwarten wir aufgrund der
vorgenannten Entwicklungen im Kredit- und
Einlagengeschäft für das Folgejahr einen
merklichen Anstieg.
Im Dienstleistungsgeschäft gehen wir für
2024 aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von
einem leicht höheren Absatz wie im Jahr 2023 aus.
Finanzlage
Aufgrund unserer vorausschauenden Finanzplanung gehen
wir davon aus, dass im Prognosezeitraum die
Zahlungsbereitschaft jederzeit gewährleistet ist und
die bankaufsichtlichen Anforderungen eingehalten werden
können.
Für das Jahr 2024 stellt die Umgestaltung des
Beratungs-Centers Goetheplatz und des Parkplatzes am
Standort der Hauptstelle die größte geplante
Investition dar.
Ertragslage
Auf Basis von Betriebsvergleichszahlen rechnen wir
aufgrund der inversen Zinsstrukturkurve in Verbindung mit
dem erhöhten Zinsniveau mit einem weiter deutlich
steigenden Zinsüberschuss.
Beim Provisionsergebnis gehen wir für das Jahr
2024 von einem deutlich steigenden Überschuss aus,
wofür neben einem erhöhten Dienstleistungsabsatz
aufgrund leicht verbesserter konjunkturellen
Rahmenbedingungen Preisanpassungen maßgeblich sind.
Nach unseren Planungen werden die
Verwaltungsaufwendungen ebenfalls leicht steigen. Unter
Berücksichtigung einer gleichbleibenden
Mitarbeiterzahl erwarten wir als Folge tariflicher
Steigerungen moderat höhere Personalkosten. Trotz
eines konsequenten Kostenmanagements planen wir neben den
aus baulichen Maßnahmen zur Umsetzung unserer
Beratungskonzeption resultierenden Mehrkosten auch
künftig Investitionen in zukunftsweisende
Informationstechnologien und Produkte als Voraussetzung
für den Ausbau der Automatisierungs- und
Selbstbedienungsquote. Die Sachkosten werden sich nach
unseren Planungen im Jahr 2024 geringfügig über
dem Vorjahreswert bewegen.
Insgesamt ergibt sich unter Berücksichtigung der
vorstehenden Annahmen für das Jahr 2024 ein deutlich
steigendes Betriebsergebnis vor Bewertung auf 1,30 % der
jahresdurchschnittlichen Bilanzsumme von ca. 2,2 Mrd.
EUR.
Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wird durch
die Konjunktur- sowie die regionale Wirtschaftsentwicklung
erheblich beeinflusst. Wir erwarten basierend auf den
prognostizierten Volumenausweitungen im
Kundenkreditgeschäft und den wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen gegenwärtig für das laufende
Jahr deutlich höhere Aufwendungen.
Auf Basis der zu Beginn des Jahres gestiegenen Zinsen
und unserer Zinsprognose erwarten wir ein im Gegensatz zu
2023 leicht negatives Bewertungsergebnis auf unseren
Bestand an festverzinslichen Wertpapieren und Spezial- und
Immobilienfonds. Bei dieser Prognose sind jedoch
Unsicherheiten hinsichtlich der Entwicklung der
Kapitalmarktzinsen, der Aktien- und Immobilienmärkte
sowie der in den Kursen implizit enthaltenen
Emittentenrisiken zu berücksichtigen.
Auch künftig können weitere Risiken in
unserem Beteiligungsportfolio nicht ausgeschlossen werden.
Die prognostizierte Entwicklung der Ertragslage
ermöglicht eine weitere Stärkung der Eigenmittel.
Die intern festgelegte Mindest-Gesamtkapitalquote in
Höhe von 15,05 %, die über dem aktuell
vorgeschriebenen Mindestwert nach der CRR von 8,0 %
zuzüglich des Kapitalerhaltungspuffers von 2,5
Prozentpunkten, des SREP-Zuschlags sowie weiterer
institutsindividueller Eigenkapitalanforderungen von
insgesamt 3,0 Prozentpunkten, des Kapitalpuffers für
systemische Risiken und des antizyklischen Kapitalpuffers
liegt, wird mit einem Wert von zurzeit 15,15 % (Februar
2024) überschritten.
Ende 2024 erwarten wir eine Gesamtkapitalquote von
15,29 % sowie eine Liquiditätsdeckungsquote von 225,51
%.
Insbesondere bei einer konjunkturellen
Abschwächung könnten sich gleichwohl weitere
Belastungen für die künftige Ergebnis- und
Kapitalentwicklung ergeben.
Des Weiteren können sich aufgrund
regulatorischer Anforderungen (Vereinheitlichung der
Einlagensicherung, Basel III-Regelungen) für die
Finanzwirtschaft weitere Belastungen ergeben, die sich auf
die Ergebnis- und Kapitalentwicklung der Sparkasse negativ
auswirken können.
Gesamtaussage
Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024
lässt insgesamt erkennen, dass die von großer
Unsicherheit geprägte Gesamtsituation auch an der
Sparkasse nicht spurlos vorübergeht.
Bei der prognostizierten Entwicklung der Ertragslage
sollte eine weitere Stärkung der Eigenmittel gesichert
sein.
Unsere Perspektiven für das Geschäftsjahr
2024 beurteilen wir unter Berücksichtigung der von uns
erwarteten Entwicklung der Rahmenbedingungen und unserer
bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren
zusammengefasst als günstig.
Aufgrund unserer vorausschauenden Finanzplanung gehen
wir davon aus, dass auch im Prognosezeitraum die
Risikotragfähigkeit und die Einhaltung aller
bankaufsichtsrechtlichen Kennziffern durchgängig
gewährleistet sind.
Die Auswirkungen aus dem Ukraine-Krieg können
die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung
hinsichtlich des Eintreffens der für die bedeutsamsten
Leistungsindikatoren getroffenen Prognosen ggf. über
das bereits in unserem internen Reporting enthaltene
Ausmaß hinaus negativ beeinflussen.
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