Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 17634
Eingetragen
2.2.2000
Branche
BeteiligungsgesellschaftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Erwerb und Halten von Beteiligungen an anderen Unternehmen beliebiger Rechtsform. Unternehmens-/ EDV-Beratung und allgemeine Verwaltung sowie Handel mit Soft- und Hardwareprodukten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jürgen Moll
seit 9.1.2025
Prokura
Michael Seele
seit 5.4.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
30.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

seele group GmbH

Gersthofen

Konzernabschluss zum 31.03.2022

Konzernbilanz zum 31. März 2022

AKTIVA

31.03.2022
TEUR
31.03.2021
TEUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte   686 895
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   3.256 620
3. geleistete Anzahlungen   0 204
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken   51.254 52.660
2. technische Anlagen und Maschinen   19.170 23.191
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   4.212 4.137
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau   1.770 123
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an assoziierten Unternehmen   0 1.108
    80.348 82.938
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe   4.138 3.279
2. unfertige Leistungen   90.461 143.226
3. geleistete Anzahlungen   1.167 498
    95.766 147.003
abzüglich      
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen   -85.984 -147.003
    9.782 0
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   22.479 21.944
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht   6.533 3.221
3. sonstige Vermögensgegenstände   8.401 10.596
III. flüssige Mittel   118.260 118.548
    165.455 154.309
C. Rechnungsabgrenzungsposten   1.696 1.676
D. Aktive latente Steuern   3.924 5.291
    251.423 244.214

PASSIVA

     
TEUR 31.03.2022
TEUR
31.03.2021
TEUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   1.000 1.000
II. Kapitalrücklage   12.628 50.959
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung   -940 -1.904
IV. Gewinnvortrag   156.059 156.876
V. Konzernjahresüberschuss 12.598    
anderen Gesellschaftern zuzurechnendes Ergebnis 281    
den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnendes Konzernjahresergebnis 12.879 12.879 -748
VI. Nicht beherrschende Anteile   36.247 1.079
    217.873 207.262
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen   1.131 1.112
2. Steuerrückstellungen   2.568 3.320
3. sonstige Rückstellungen   13.035 12.498
    16.734 16.930
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   1.824 1.386
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen   0 1.216
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   10.152 9.738
4. sonstige Verbindlichkeiten   4.806 7.625
    16.782 19.965
D. Rechnungsabgrenzungsposten   34 57
    251.423 244.214

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. April 2021 bis 31. März 2022

2021/2022
TEUR
2020/2021
TEUR
1. Umsatzerlöse 235.072 177.179
2. Verminderung des Bestandes an unfertigen und fertigen Erzeugnissen -54.039 -6.664
3. andere aktivierte Eigenleistungen 108 391
4. sonstige betriebliche Erträge 3.301 6.253
5. Gesamtleistung 184.442 177.159
6. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -36.245 -39.418
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -29.046 -36.277
7. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -46.568 -48.444
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -12.178 -12.875
davon für Altersversorgung TEUR 105 (Vj. TEUR 43)    
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -8.817 -8.879
9. sonstige betriebliche Aufwendungen -32.131 -29.478
10. Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -1.108 0
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 81 200
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -405 -625
13. Ergebnis vor Ertragsteuern 18.025 1.363
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5.427 -4.242
15. Ergebnis nach Steuern / Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 12.598 -2.879
16. Nicht beherrschenden Anteilen zustehender Anteil am Ergebnis 281 2.131
17. Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnender Konzernjahresüberschuss / Konzernjahresfehlbetrag 12.879 -748

Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. März 2022

Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr 2020/2021 bzw. 2021/2022 Festkapital Kommanditist
TEUR
Gezeichnetes Kapital
TEUR
Kapitalrücklage nach §272 (2) Nr. 4 HGB
TEUR
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
TEUR
Stand am 01. April 2020 0 1.000 53.283 -2.005
Einstellung in Gewinnvortrag 0 0 -2.324 0
Entnahmen / Ausschüttungen aus Gewinnvortrag 0 0 0 0
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 0 0 0 101
sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzernjahresfehlbetrag 0 0 0 0
Stand 31. März 2021 0 1.000 50.959 -1.904
Stand am 01. April 2021 0 1.000 50.959 -1.904
Einstellung in Gewinnvortrag 0 0 -38.331 0
Entnahmen / Ausschüttungen aus Gewinnvortrag 0 0 0 0
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 0 0 0 964
sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 0
Stand 31. März 2022 0 1.000 12.628 -940
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr 2020/2021 bzw. 2021/2022 Gewinnvortrag
TEUR
Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
TEUR
Stand am 01. April 2020 154.895 3.527
Einstellung in Gewinnvortrag 5.851 -3.527
Entnahmen / Ausschüttungen aus Gewinnvortrag -2.383 0
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -46 0
sonstige Veränderungen -1.441 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0
Konzernjahresfehlbetrag 0 -748
Stand 31. März 2021 156.876 -748
Stand am 01. April 2021 156.876 -748
Einstellung in Gewinnvortrag 37.583 748
Entnahmen / Ausschüttungen aus Gewinnvortrag -38.397 0
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 0 0
sonstige Veränderungen -3 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 12.879
Stand 31. März 2022 156.059 12.879
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr 2020/2021 bzw. 2021/2022 Summe Eigenkapital des Mutterunternehmens
TEUR
Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis
TEUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne
TEUR
Summe Nicht beherrschende Anteile
TEUR
Summe Konzerneigenkapital
TEUR
Stand am 01. April 2020 210.700 3.580 -989 2.591 213.291
Einstellung in Gewinnvortrag 0 -989 989 0 0
Entnahmen / Ausschüttungen aus Gewinnvortrag -2.383 -68 0 -68 -2.451
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 55 0 0 0 55
        0  
sonstige Veränderungen -1.441 1.440 0 1.440 -1
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 -753 0 -753 -753
Konzernjahresfehlbetrag -748 0 -2.131 -2.131 -2.879
Stand 31. März 2021 206.183 3.210 -2.131 1.079 207.262
Stand am 01. April 2021 206.183 3.210 -2.131 1.079 207.262
Einstellung in Gewinnvortrag 0 -2.131 2.131 0 0
Entnahmen / Ausschüttungen aus Gewinnvortrag -38.397 0 0 0 -38.397
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 964 0 0 0 964
sonstige Veränderungen -3 0 0 0 -3
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 35.449 0 35.449 35.449
Konzernjahresüberschuss 12.879 0 -281 -281 12.598
Stand 31. März 2022 181.626 36.528 -281 36.247 217.873

Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 01. April 2021 bis 31. März 2022

2021/2022
TEUR
2020/2021
TEUR
1. +/- Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern 12.598 -2.879
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 8.817 8.879
3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 556 -3.133
4. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -13.979 11.159
5. -/+ Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -3.032 -19.591
6. +/- Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 74 -2.148
7. +/- Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 1.108 0
8. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 324 425
9. +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 5.427 4.242
10. - Ertragsteuerzahlungen -2.739 98
11. = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 9.154 -2.948
12. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0 2.550
13. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -3.006 -942
14. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 306 773
15. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -4.370 -3.557
16. + Erhaltene Zinsen 81 200
17. = Cashflow aus Investitionstätigkeit -6.989 -976
18. - Auszahlungen an Unternehmenseigner -2.997 -2.383
19. - Auszahlungen an Minderheitsgesellschafter 0 -68
20. + Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 640 1.065
21. - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und Krediten -202 -175
22. - Gezahlte Zinsen -360 -625
23. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -2.919 -2.186
24. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands (11.+17.+23.) -754 -6.110
25. +/- Wechselkurs-, konsolidierungskreis- u. bewertungsbedingte Änderungen 466 6.655
26. + Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 118.548 118.003
27. = Finanzmittelbestand am Ende der Periode 118.260 118.548
(bestehend aus liquiden Mitteln)    

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021/2022

A. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernabschluss-Stichtag

Die seele group GmbH, Gersthofen, eingetragen im Handelsregister Augsburg HRB 31662, hat zum 31. März 2022 als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss nach den Konzernrechnungslegungsvorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Soweit notwendig und sinnvoll, wurden die Gliederung und Bezeichnung einzelner Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 265 Abs. 6 i.V.m. § 298 Abs. 1 HGB abgeändert. Der Konzernabschluss wurde auf den Abschlussstichtag der seele group GmbH, Gersthofen, aufgestellt.

B. Angaben zum Konsolidierungskreis einschließlich Anteilsbesitz

Der Konsolidierungskreis besteht neben der seele group GmbH, Gersthofen, aus folgenden Unternehmen:

Name des Tochterunternehmens Sitz Konzernanteil
in %
seele holding GmbH Gersthofen 100,00
sedak holding GmbH Gersthofen 100,00
seele product verwaltungs GmbH Gersthofen 100,00
seele invest GmbH Gersthofen 100,00
seele GmbH Gersthofen 100,00
iconic skin GmbH Gersthofen 100,00
se commerce GmbH Gersthofen 100,00
sedak GmbH & Co. KG Gersthofen 100,00
sedak verwaltungs GmbH (Komplementär) Gersthofen 100,00
se project GmbH Gersthofen 70,00
s + k projekt GmbH Gersthofen 100,00
Facto-Bau GmbH & Co. KG Gersthofen 100,00
Facto Verwaltungs GmbH (Komplementär) Gersthofen 100,00
S+G Capital GmbH & Co. KG Gersthofen 51,00
se cover GmbH Obing 100,00
seele pilsen s.r.o. Pilsen, Tschechien 80,00
seele, Inc. New York, USA 100,00
sedak, Inc. Jersey City, USA 100,00
seele canada Inc. Moncton, Kanada 100,00
seele france SAS Strasbourg, Frankreich 100,00
se-austria GmbH & Co. KG Schörfling, Österreich 100,00
se-austria GmbH (Komplementär) Schörfling, Österreich 100,00
beteiligungs GmbH Linz, Österreich 100,00
sedak S.r.l. Bozen, Italien 100,00
seele (UK) Ltd. Sunningdale, Großbritannien 100,00
seele middle east FZE Dubai, Vereinigte 100,00
  Arabische Emirate  
seele hongkong Ltd. Hongkong, China 100,00
sedak hongkong Ltd. Hongkong, China 100,00
seele (S) Pte. Ltd. Singapore 100,00
se-project holding (Thailand) Ltd. Bangkok, Thailand 49,00 *
se-project services (Thailand) Ltd. Bangkok, Thailand 73,99
se project (Malaysia) Sdn. Bhd. Kuala Lumpur, Malaysia 100,00
ooo seele rus Moskau, Russland 100,00

* Einbeziehung aufgrund Stimmrechtsmehrheit

Es wurden sämtliche Tochterunternehmen nach der Methode der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

Darüber hinaus bestehen Beteiligungen an folgenden Unternehmen:

IMPULS - Immobilien GmbH & Co. Objekt Gersthofen KG, Passau

Höhe des Anteils am Kapital: 100 %

Stimmrechtsanteil: 19 %

Bilanzstichtag: 31.12.2021

Eigenkapital: TEUR -55 (i. Vj. TEUR -53)

Ergebnis des Geschäftsjahres: TEUR -2 (i. Vj. TEUR 197)

sunglass industry s.r.l., Villafranca Padovana, Italien (assoziiertes Unternehmen)

Anteil am Stammkapital: 48,57 %

Bilanzstichtag: 31.03.2021

Eigenkapital *: TEUR 3.187

Jahresfehlbetrag *: TEUR -1.189

*) Betrag des letzten verfügbaren Jahresabschlusses; das vorläufige Eigenkapital zum 31.3.2022 beträgt TEUR -348, der vorläufige Jahresfehlbetrag zum 31.3.2022 beträgt TEUR -3.586

Die sunglass industry s.r.l. wird gemäß § 312 HGB nach der Equity-Methode einbezogen. Der Unterschiedsbetrag des Buchwerts in der Konzernbilanz zum anteiligen Eigenkapital im lokalen Jahresabschluss der sunglass industry s.r.l. per 31.03.2021, der nicht an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angepasst wurde, beträgt TEUR -1.548, hierin ist ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 145 enthalten. Der negative Equity-Wert im Konzernabschluss beträgt TEUR -241.

C. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden

Bei der Kapitalkonsolidierung wird die Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB) angewandt. Dabei erfolgt die Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem Eigenkapital auf der Grundlage der Zeitwerte zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Für in den Konzernabschluss zu übernehmende Vermögensgegenstände, die ganz oder teilweise auf Lieferungen oder Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, wurden die Zwischenergebnisse gemäß § 304 Abs. 1 HGB eliminiert.

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse, aktivierten Eigenleistungen und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Zinserträge und ähnliche Erträge wurden ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. In gleicher Weise wurde mit konzerninternen Ergebnisausschüttungen und Beteiligungserträgen verfahren. Latente Steuern aus Konsolidierungsvorgängen wurden abgegrenzt. Werden nach Erlangung des beherrschenden Einflusses weitere Anteile an einem Tochterunternehmen erworben oder veräußert, ohne dass der Status als Tochterunternehmen verloren geht, werden diese Transaktionen als Kapitalvorgang abgebildet. Die Anschaffungskosten der weiteren Anteile bzw. der Verkaufspreis der Anteile werden mit dem hierauf entfallenden Anteil anderer Gesellschafter am Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. der Veräußerung dieser Anteile verrechnet. Sofern sich nach dieser Verrechnung ein Unterschiedsbetrag ergibt, wird dieser erfolgsneutral mit dem Konzerneigenkapital verrechnet. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden TEUR 0 (i. Vj. TEUR 1.440) mit dem Gewinnvortrag verrechnet.

D. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gesellschaft beachtet bei der Aufstellung des Konzernabschlusses hinsichtlich der Bilanzierung und Bewertung die Vorschriften des Handelsgesetzbuches.

Die gesetzlich geforderte Einheitlichkeit der Bilanzierung und Bewertung wurde beachtet. Abweichungen zu den jeweiligen Einzelabschlüssen wurden durch Überleitungsrechnungen in der sogenannten HB II berücksichtigt. Dabei wurden einheitlich die Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften beachtet.

Transaktionen zwischen Gesellschaften des Konzerns erfolgen zu marktüblichen Konditionen und werden bei der Erstellung des Konzernabschlusses vollständig eliminiert. Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen außerhalb des Konsolidierungskreises bestehen lediglich in geringem Umfang und werden ebenfalls zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.

Im Einzelnen werden im Konzern folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet und über einen Zeitraum von maximal 5 Jahren abgeschrieben. Der bilanzierte Geschäfts- und Firmenwert wird gemäß § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB über zehn Jahre abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Soweit die Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden planmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Abschreibungen werden grundsätzlich auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern, die sich an den steuerlichen Abschreibungstabellen orientieren, nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu EUR 250,00 werden im Zugangsjahr sofort in den Aufwand gebucht. Wirtschaftsgüter mit einem Einzelanschaffungspreis zwischen EUR 250,01 und EUR 800,00 werden im Zugangsjahr sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlicher dauerhafter Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der at-Equity-Methode bewertet.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die unfertigen Leistungen werden zu Konzernherstellungskosten bewertet, die sich aus Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessenen Teilen der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist, zusammensetzen. Die Bestände an unfertigen Leistungen wurden der verlustfreien Bewertung unterzogen.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 i.V.m. § 298 Abs. 1 HGB von den Vorräten offen abgesetzt. Soweit die erhaltenen Anzahlungen das Vorratsvermögen ihrem Betrag nach übersteigen, werden diese unter den Verbindlichkeiten gesondert ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die übrigen Posten des Umlaufvermögens sind mit ihrem Nennwert aktiviert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Beträge, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Latente Steuern wurden nach der bilanzorientierten Methode ermittelt. Soweit Konsolidierungsmaßnahmen zu Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen führen und sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen, wurde eine sich insgesamt ergebende aktive bzw. passive latente Steuer in der Konzernbilanz angesetzt. Latente Steuern auf Verlustvorträge wurden aktiviert. Aktive und passive latente Steuern wurden verrechnet. Die individuell verwendeten Steuersätze betragen zwischen 8,25 % und 30,17 % (i. Vj. zwischen 0 % und 33,52 %).

Die nicht beherrschenden Anteile entfallen in Höhe von TEUR 35.448 auf Altgesellschafter der seele group GmbH.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der versicherungsmathematischen "Projected-Unit-Credit-Methode" gebildet.

Die Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken wurden projektbezogen Devisentermingeschäfte ( Derivative Finanzinstrumente) abgeschlossen. Die zum Konzernbilanzstichtag laufenden Termingeschäfte für Devisenverkäufe betragen GBP 28,8 Mio. (i. Vj. GBP 43,2 Mio.), USD 21,5 Mio. (i. Vj. USD 16,0 Mio.), AUD 9,1 Mio. (i. Vj. AUD 12,1 Mio.), CAD 10,1 Mio. (i. Vj. CAD 0,5 Mio.) sowie MYR 37,8 Mio. (i. Vj. MYR 0,0 Mio.). Insgesamt ergibt sich bei einem beizulegenden Wert von EUR 74,0 Mio. (i. Vj. EUR 72,3 Mio.) ein negativer Zeitwert von EUR 3,0 Mio. (i. Vj. negativer Zeitwert EUR 2,9 Mio.).

Der Zeitwert wurde als Marktwert auf Basis der jeweiligen Sicherungskurse und dem Bewertungskurs zum Bilanzstichtag errechnet. Der negative Zeitwert enthält überwiegend Devisentermingeschäfte, für die Bewertungseinheiten (Mikro-Hedge) gebildet wurden, basierend auf in vergleichbarem Umfang abgeschlossenen Grundgeschäften.

Analog des Vorjahres erfolgte die Verbuchung von währungsgesicherten Anzahlungen und Umsatzerlösen bei Projekten mit Bewertungseinheiten nach der Einfrierungsmethode unter Anwendung des bei Vertragsabschluss gesicherten Wechselkurses. Der Zeitraum, in dem sich gegenläufige Kursentwicklungen aus der Bildung von Bewertungseinheiten ausgleichen, ist abhängig von den Projektlaufzeiten. Nach derzeitiger Planung erfolgt der Ausgleich überwiegend im Wirtschaftsjahr 2022/2023 und vollständig in 2024/2025.

Forderungen außerhalb gebildeter Bewertungseinheiten und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Euro-Referenzkurs der Europäischen Zentralbank im Zugangszeitpunkt bewertet. Für die Folgebewertung gilt der Euro-Referenzkurs am Abschlussstichtag. Beträgt die Restlaufzeit am Abschlussstichtag ein Jahr oder weniger, erfolgt die Bewertung ohne Berücksichtigung des Anschaffungskostenprinzips sowie des Realisationsprinzips. Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Differenzen werden gesondert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gezeigt.

Im Konzernabschluss werden mit Ausnahme des Eigenkapitals die Bilanzen der einbezogenen Unternehmen mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Die Posten des Eigenkapitals (ohne das jeweilige Jahresergebnis) werden mit dem historischen Kurs umgerechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Erträge und Aufwendungen mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet und in die Bilanz übertragen. Die sich aus der Währungsumrechnung im Eigenkapital insgesamt ergebenden Differenzen sind erfolgsneutral berücksichtigt. Konzernleitwährung ist der Euro.

E. Angaben zur Konzernbilanz

Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Positionen des Konzern-Anlagevermögens ist in einem Anlagespiegel auf Blatt 8 dargestellt.

Es bestehen sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 253 (i. Vj. TEUR 95) mit einer Restlaufzeit von über einem bis fünf Jahre und TEUR 0 (i. Vj. TEUR 58) mit einer Laufzeit von über 5 Jahren. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen zwischen 1 und 5 Jahren in Höhe von TEUR 53 (i. Vj. TEUR 0). Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten aufgrund des abweichenden Wirtschaftsjahres Steuerforderungen, die als antizipative Posten i.S.d. § 268 Abs. 4 Satz 2 HGB anzusehen sind. Die flüssigen Mittel enthalten Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände.

Für die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden folgende Annahmen berücksichtigt:

Durchschnittlicher Marktzins von 1,81 % (i. Vj. 2,19 %) für eine Laufzeit von 10 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde

Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0 %

Biometrische Annahmen: Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck

Die Pensionsrückstellung wurde mit dem Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 1.131 (i. Vj. TEUR 1.112) bewertet.

Der Unterschiedsbetrag zwischen der Rückstellung mit dem 10-Jahresdurchschnittszins und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz beträgt TEUR 64 (i. Vj. TEUR 95), der mit einer Ausschüttungssperre verbunden ist.

Die Aufwendungen aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung inklusive Abzinsung betragen TEUR 19 (i. Vj. TEUR 26).

Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Gewährleistungen, Personalaufwendungen, Verpflichtungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Prozesskosten.

Die Verbindlichkeiten sind in einem Verbindlichkeitenspiegel auf Blatt 9 dargestellt.

Aufgrund der Differenz zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen und latenten Steuern auf Verlustvorträge ergeben sich saldiert aktive latente Steuern von TEUR 3.924 (i. Vj. TEUR 5.291). Aktive latente Steuern ergeben sich im Wesentlichen im Anlagevermögen (TEUR 113), bei den Vorräten (TEUR 682), bei den Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen (TEUR 152), bei den Rückstellungen (TEUR 843) sowie auf Verlustvorträge (TEUR 2.482). Passive latente Steuern ergeben sich bei den erhaltenen Anzahlungen (TEUR 56) sowie bei den Verbindlichkeiten (TEUR 292). Im Berichtsjahr ergibt sich eine nicht repräsentative rechnerische Ertragsteuerquote von 30,1 %.

ENTWICKLUNG DES KONZERNANLAGEVERMÖGENS - ANLAGESPIEGEL

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.04.2021
TEUR
Währungsumrechnung
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
Stand 31.03.2022
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.198 0 0 1.666 0 1.532
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.660 29 3.006 322 204 9.577
3. Geschäfts- oder Firmenwert 9.885 0 0 273 0 9.612
4. geleistete Anzahlungen 204 0 0 0 -204 0
  19.947 29 3.006 2.261 0 20.721
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 73.129 336 374 91 86 73.834
2. technische Anlagen und Maschinen 66.139 387 351 365 178 66.690
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.288 122 1.717 1.237 23 20.913
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 123 6 1.928 0 -287 1.770
  159.679 851 4.370 1.693 0 163.207
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.108 0 0 1.108 0 0
  1.108 0 0 1.108 0 0
  180.734 880 7.376 5.062 0 183.928
Abschreibungen
Stand 01.04.2021
TEUR
Währungsumrechnung
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
Stand 31.03.2022
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.303 0 209 1.666 0 846
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.040 27 574 320 0 6.321
3. Geschäfts- oder Firmenwert 9.885 0 0 273 0 9.612
4. geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
  18.228 27 783 2.259 0 16.779
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.469 210 1.910 9 0 22.580
2. technische Anlagen und Maschinen 42.948 359 4.562 349 0 47.520
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.151 93 1.562 1.105 0 16.701
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
  79.568 662 8.034 1.463 0 86.801
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0 0 0
  0 0 0 0 0 0
  97.796 689 8.817 3.722 0 103.580
Buchwerte
Stand 31.03.2022
TEUR
Stand 31.03.2021
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 686 895
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.256 620
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
4. geleistete Anzahlungen 0 204
  3.942 1.719
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 51.254 52.660
2. technische Anlagen und Maschinen 19.170 23.191
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.212 4.137
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.770 123
  76.406 80.111
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 1.108
  0 1.108
  80.348 82.938

KONZERN-VERBINDLICHKEITENSPIEGEL

Restlaufzeit
Stand 31.03.2022 bis zu 1 Jahr
TEUR
mehr als ein Jahr
TEUR
mehr als 5 Jahre
TEUR
31.03.2022
TEUR
davon besichert
TEUR
Art der Sicherheiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 167 1.657 0 1.824 1.184 Grundpfandrechte
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 0 0    
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.064 17 71 10.152    
4. sonstige Verbindlichkeiten 4.659 147 0 4.806    
(davon aus Steuern) (2.100) (0) (0) (2.100)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (430) (0) (0) (430)    
  14.890 1.821 71 16.782 1.184  
Restlaufzeit
Stand 31.03.2021 bis zu 1 Jahr
TEUR
mehr als ein Jahr
TEUR
mehr als 5 Jahre
TEUR
31.03.2021
TEUR
davon besichert
TEUR
Art der Sicherheiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 202 1.184 0 1.386 1.345 Grundpfandrechte
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.216 0 0 1.216    
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.614 49 75 9.738    
4. sonstige Verbindlichkeiten 7.599 26 0 7.625    
(davon aus Steuern) (5.160) (0) (0) (5.160)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (476) (0) (0) (476)    
  18.631 1.259 75 19.965 1.345  

F. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse teilen sich im Geschäftsjahr wie folgt auf:

Umsatzerlöse 2021/2022
TEUR
2020/2021
TEUR
Aufgliederung nach geographischen Märkten    
- Inland 63.547 16.473
- Ausland 171.525 160.706
  235.072 177.179

Die Umsatzerlöse resultieren überwiegend aus dem Projektgeschäft des Glasfassadenbaus sowie aus dem Liefergeschäft von selbst produziertem Spezialglas.

Die Bestandsveränderung enthält regelmäßig Währungsdifferenzen aus mehrjährigen Bauprojekten. Die rechnerische Differenz zwischen dem Bilanzansatz der unfertigen Leistungen des laufenden Jahres und dem Vorjahreswert entspricht deshalb nicht dem in der GuV ausgewiesenen Wert der Bestandsveränderung.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende wesentliche periodenfremde Erträge enthalten:

Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen TEUR 780 (i. Vj. TEUR 1.916)

Erträge aus Versicherungsentschädigungen / Schadenersatz TEUR 0 (i. Vj. TEUR 14)

Erträge aufgrund eines Vergleichs TEUR 177 (i. Vj. TEUR 7)

Buchgewinne aus Anlagenabgängen TEUR 39 (i. Vj. TEUR 2.148)

Differenzen aus Währungsumrechnungen und Währungssicherungen sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 903) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.228 (i. Vj. TEUR 1.464) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist eine Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrates in Höhe von TEUR 21 (i. Vj. TEUR 19) sowie sonstige Steuern in Höhe von TEUR 269 (i. Vj. TEUR 112) enthalten. Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen von TEUR -1.108 resultiert aus der Herabsetzung des nach der Equity-Methode berechneten Beteiligungsansatzes der sunglass industry s.r.l.

In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.528 (i. Vj. Erträge TEUR 1.248) enthalten.

Im Geschäftsjahr sind auftragsbezogene Forschungs- und Entwicklungskosten bei der Planung und Realisierung innovativer Fassadenkonstruktionen angefallen, deren Aufwendungen sich nicht exakt bestimmen lassen. Es wurden rein produktbezogene Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 0 (i. Vj TEUR 345) aktiviert.

G. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für das nächste Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 1.488 (i. Vj. TEUR 1.718) und für Folgejahre TEUR 936 (i. Vj. TEUR 1.316). Darüber hinaus besteht aus einer Sale and Lease Back-Vereinbarung mit Rückkaufsrecht eine jährliche Verpflichtung in Höhe von TEUR 935 (i. Vj. TEUR 965) bei einer Restmietdauer von 1,75 Jahren (i. Vj. 2,75 Jahr) sowie ein jährlicher Pachtzins in Höhe von TEUR 33 mit einer Restlaufzeit von 16 Jahren.

Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt wurden im Konzern insgesamt 867 (i. Vj. 978) Mitarbeiter beschäftigt, davon 498 (i. Vj. 538) Angestellte und 369 (i. Vj. 440) gewerbliche Arbeitnehmer.

Offenlegung

Für die sedak GmbH & Co. KG, die Facto-Bau GmbH & Co. KG, die S+G Capital GmbH & Co. KG und die se commerce GmbH wird durch das Vorliegen der Voraussetzungen der § 264b HGB bzw. § 264 Abs. 3 HGB eine Befreiung von der Anwendung der Vorschriften der §§ 264 ff. HGB in Anspruch genommen.

Honorar der Abschlussprüfer

Das im Geschäftsjahr für den Konzernabschlussprüfer als Aufwand erfasste Honorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 89 (i. Vj. TEUR 76).

Mitglieder der Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Gerhard Seele, Glasermeister, Neusäß geführt.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Dr. Peter Berndsen, Wirtschaftsprüfer

Christoph Unmann, Diplom Ökonom

Tina Seele, Kinderpflegerin

Georg Bauer, Steuerberater

Siegfried Goßner, Technischer Zeichner

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem 31.03.2022

Seit dem Bilanzstichtag am 31. März 2022 sind keine wesentlichen Ereignisse aufgetreten, die sich nach den Erwartungen der Geschäftsführung auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des seele Konzerns auswirken könnten.

 

Gersthofen, den 25. August 2022

Gerhard Seele, Geschäftsführer

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022

(erstellt nach den Regelungen des HGB)

Dieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf realistische Planungen und Einschätzungen aus jetziger Sicht beruhen. Insbesondere das Projektgeschäft unterliegt einer Reihe von Risiken und Ungewissheiten, die getroffene Annahmen im weiteren Zeitablauf durchaus ändern können. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der seele group GmbH und ihrer Tochtergesellschaften liegen, können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse und Ereignisse - sowohl positiv als auch negativ - von denen abweichen, wie sie hier als erwartet angesehen werden.

1. Grundlagen der seele group GmbH

1.1. Geschäftsmodell

Die seele Unternehmensgruppe mit Stammsitz im bayerischen Gersthofen, nördlich der Landeshauptstadt München, wurde im Jahre 1984 gegründet und entwickelte sich durch eine frühzeitig internationale Ausrichtung und gezielt nachhaltigem Wachstum zu einem weltweit führenden Fassadenbauunternehmen und Premiumhersteller großformatiger Isolier- und Sicherheitsgläser. Rund 900 Mitarbeiter (w/m/d) realisieren weltweit innovative Fassaden- und Dachlösungen aus Glas, Stahl, Aluminium, Membranen und anderen Hightech-Materialien. Das Leistungsspektrum der Unternehmensgruppe umfasst über die individuelle Beratung von Bauherren und Architekten in der Konzeptionsphase, die Planung, Fertigung, Montage und Realisierung der Projekte mit einem professionellen Projektmanagement und mit Unterstützung einer eigenen Abteilung für Engineering & Development.

1.2. Organisationsstruktur und Segmente

Die seele group GmbH mit Sitz in Gersthofen, Deutschland ist das Mutterunternehmen der seele Gruppe und teilt die Geschäftsbereiche auf zwei Holdinggesellschaften mit Sitz in Gersthofen auf. Die seele holding GmbH führt das nationale und internationale Projektgeschäft und die sedak holding GmbH das weltweite Liefergeschäft. Zur seele Gruppe zählen am Bilanzstichtag insgesamt 34 Einzelgesellschaften im In- und Ausland.

Zu den Hauptaufgaben der seele group GmbH zählen die Konzernberichterstattung mit Kontakt zu Aufsichtsräten und Gesellschaftern sowie die Beratung der beiden unmittelbaren Tochtergesellschaften in der Optimierung des Teilkonzern-Controllings. Die operativen Hauptgesellschaften werden durch lokale Managementteams selbstständig geführt.

seele GmbH mit Sitz in Gersthofen, Deutschland, ist Ursprung der global tätigen seele Unternehmensgruppe und verfügt über ein sehr gut ausgestattetes Konstruktionsbüro mit hoch spezialisierten Mitarbeitern (w/m/d) sowie der bestens ausgestatteten zentralen Fertigung. Sie setzt Entwürfe renommierter Architekten in technisch wegweisende, hoch funktionale und ästhetische High-Tech-Fassaden um. Zudem befinden sich am Stammsitz auch die große Forschungs- und Entwicklungsabteilung sowie das zentrale Test- und Prüfzentrum. Zur seele GmbH gehören Tochtergesellschaften in London, Straßburg, New York, Toronto und Hongkong.

s + k projekt GmbH mit Sitz in Gersthofen realisiert Fassadenbauprojekte in Deutschland mit Fokus auf Berlin.

se-austria GmbH & Co. KG mit Sitz in Schörfling, Österreich verantwortet rund um den Globus die Umsetzung von Fassaden-Projekten. Die Mitarbeiter (w/m/d) entwerfen, planen und realisieren weltweit komplexe Stahl-Glas-Architektur oder Gebäudehüllen aus Aluminium, Holz und Membranen. Das Unternehmen hat Tochterunternehmen in London, Dubai, Abu Dhabi, Moskau (ruhend), Singapur, Bangkok und Kuala Lumpur.

se cover GmbH mit Sitz in Obing, Deutschland, ist Spezialist für Membranbau und realisiert leichte Flächentragwerke sowie neuartige Dach- und Fassadenlösungen aus ETFE-Folien und Geweben.

seele pilsen s.r.o. mit Sitz in Pilsen, Tschechien ist das Zentrum für innovativen Stahlbau. Präziser Stahlbau von den Experten aus Pilsen bildet den Kernbestandteil vieler Fassadenbau-Projekte weltweit.

sedak GmbH & Co. KG mit Sitz in Gersthofen, Deutschland, ist weltweit bekannt als Technologie- und Innovationsführer für großformatige Isolier- und Sicherheitsgläser von höchster Qualität. sedak liefert Monogläser, Sicherheitsgläser und Isoliergläser in Formaten bis 3,6m x 20m - bearbeitet, vorgespannt, laminiert, bedruckt, beschichtet, laminations- und thermisch gebogen. Das Unternehmen hat Tochtergesellschaften in Jersey City, USA und Hongkong sowie eine maßgebliche Beteiligung an der sunglass industry s.r.l. in Villafranca Padovana, Italien.

1.3. Standorte und Absatzmärkte

Die seele Gruppe ist in 14 Ländern vertreten und verfügt über insgesamt 4 Produktionsstätten in Deutschland sowie einem Fertigungsstandort in Tschechien. Mit eigenen Vertriebsgesellschaften in den bedeutendsten Metropolen der Welt sucht die seele Gruppe die Nähe zu den wichtigsten Kundengruppen, die sich durch einen besonderen ästhetischen und qualitativen Anspruch auszeichnen. Zu den regional bedeutsamsten Absatzmärkten zählen Europa, insbesondere die Länder Deutschland und Großbritannien, sowie die Regionen Mittlerer Osten, Süd- und Nordamerika, Australien und Asien.

1.4. Produkte, Marken und Geschäftsprozesse

Die seele Gruppe steuert ihre operativen Unternehmensaktivitäten durch einen eigenständigen Auftritt der beiden starken Marken seele (=Projektgeschäft) und sedak (=Liefergeschäft / Glasveredelung).

1.5. Externe Einflussfaktoren

Die bedeutendsten externen Einflussfaktoren für die wirtschaftliche Entwicklung der seele Gruppe sind die konjunkturelle Entwicklung im Allgemeinen und die damit in engem Zusammenhang stehende Nachfrage nach architektonisch anspruchsvollen Gebäudehüllen im Besonderen sowie politische Risiken, die sich auf den freien Handel einzelner Wirtschaftsregionen auswirken können. Während sich die Weltwirtschaft von den Auswirkungen durch die Corona-Krise langsam erholt, treibt der Ukraine-Krieg die Rohstoff- und Energiepreise in die Höhe. Wie lange die Wirtschaftsentwicklung dadurch negativ beeinflusst wird, bleibt abzuwarten, jedenfalls besteht die Gefahr einer zeitversetzten negativen Auswirkung auf die Investitionsbereitschaft von Bauherren im Bereich Handel, Industrie und der öffentlichen Hand. Nähere Informationen zu den einzelnen Auswirkungen enthält die zusammengefasste Darstellung unter Abschnitt "3. Chancen- und Risikobericht".

1.6. Forschung und Entwicklung

Die seele Gruppe betreibt ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (F&E-Aktivitäten) mit dem Ziel, bisher bestehende Grenzen in der Architektur durch innovative technologische Lösungen und Produktionsverfahren zu verschieben und neue Standards für die Ausführung von Gebäudehüllen zu definieren. Ziel ist die Sicherung der Marktführerschaft durch technologischen Vorsprung.

Engineering & Development

In der direkt der Geschäftsleitung unterstellten Abteilung "Engineering & Development" werden Fachkompetenzen gebündelt und das Zusammenfließen von Wissen und Erfahrung an zentraler Stelle gesichert. Die einzelnen Fachleute arbeiten überwiegend projektbezogen und unterstützen die technischen Projektteams bei der Entwicklung von innovativen Sonderkonstruktionen durch Untersuchung von bauphysikalische Zusammenhängen und konstruktiven Abhängigkeiten. Vielfach erfolgt der Bau von Mock-ups in Originalgröße auf dem eigenen Test- und Prüfcenter am Standort Gersthofen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen und Tests können so zeitnah in laufende Ausführungsprozesse einfließen.

Aus der projektbezogenen Entwicklungstätigkeit ergeben sich regelmäßig allgemeine Entwicklungsprojekte zur Verbesserung von Fassadensystemen bzw. Fertigungsverfahren unterschiedlichster Materialien. Mehrfach konnten hieraus erfolgreich Patente und Gebrauchsmuster angemeldet werden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Rahmenbedingungen

Die Entwicklung der Weltwirtschaft ist nach Angabe von ifo Konjunkturprognose Winter 2021 weiterhin maßgeblich von der Corona-Pandemie bestimmt. Nach dem starken Einbruch im Vorjahr erreichte das Bruttoinlandsprodukt der fortgeschrittenen Volkswirtschaften im dritten Quartal 2021 erstmals wieder das Vorkrisenniveau. Insbesondere in Europa wuchs die Wirtschaft im Sommerhalbjahr 2021 rasch und erholte sich von der pandemiebedingten Stagnation im vorangegangenen Winter. In den USA hingegen war die Konjunktur im Winter 2020/21 kaum von der Pandemie beeinträchtigt, schwächte sich aber im dritten Quartal 2021 aufgrund eines Anstiegs des Infektionsgeschehens ab. Auch in Japan stellten Infektionsausbrüche im Sommer eine Wachstumsbremse dar. Die Schwellenländer hatten das Vorkrisenniveau des Bruttoinlandsproduktes bereits ein Jahr früher überschritten, vor allem aufgrund der raschen Erholung Chinas. Dort führten lokale Ausbrüche zwar immer wieder zu teils drastischen behördlichen Maßnahmen. Die Konjunkturschwäche Chinas im dritten Quartal 2021 ist aber vor allem auf den Abschwung im Immobiliensektor und den Rückgang der Bauinvestitionen zurückzuführen, die mit der Verschärfung von Finanzierungsvorschriften für Immobilienunternehmen in Zusammenhang stehen. Insgesamt stieg das weltweite reale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2021 um +6,0 % gegenüber einer Verringerung im Vorjahr von -3,0 %. Bei den "Fortgeschrittenen Volkswirtschaften" beträgt die Steigerung in 2021 +4,9 % (Vorjahr -4,7 %) und bei den "Schwellenländern" +7,3 % (Vorjahr -0,4 %).

Im deutschen Bauhauptgewerbe ist der Umsatz nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) im Jahr 2021 um 1,0 % gegenüber dem Jahr 2020 gestiegen. Wie Destatis nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, stieg die Zahl der Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr um 1,4 %. Die größten Umsatzsteigerungen innerhalb des gesamten Bauhauptgewerbes konnten die Wirtschaftszweige Zimmerei mit +6,4 % und "Sonstige spezialisierte Bautätigkeiten anderweitig nicht genannt", zu denen unter anderem Betonarbeiten zählen, mit +9,1 % verzeichnen. Der Rohrleitungstiefbau und Kläranlagenbau verbuchte dagegen mit -5,7 % einen Umsatzrückgang.

Die britische Baubranche erholt sich laut GTAI von Corona und insbesondere der Infrastrukturbau profitiert von massiven staatlichen Investitionen, vor allem in der Schieneninfrastruktur. Neben dem boomenden Infrastrukturbau lohnt sich aber auch der Blick auf die wachsenden Segmente des Industrie- und Wohnungsbaus. Beide Segmente holen ihren zweistelligen Einbruch in der Coronakrise wieder auf, allerdings muss innerhalb der Kategorien differenziert werden. Im Industriebau sind es laut Prognose der Construction Products Association vor allem Lager- und Logistikgebäude, die für den Anstieg sorgen. Zwar sollte sich der Fabrikbau bis Ende 2022 wieder vom Coronaschock erholt haben, noch fehlen aber laut dem Verband Großprojekte in der Breite.

In den USA hat der Wohnungsbau 2021 gemäß Veröffentlichung der GTAI sein hohes Wachstumstempo fortgesetzt, wogegen der Bau von Büro- und Gewerbeflächen schrumpft - pandemiebedingt haben sich hier große Leerstände angehäuft. Mithilfe des Infrastrukturpakets im Umfang von 1,2 Billionen US-Dollar wird im 4. Quartal 2021 der Infrastrukturbau massiv angekurbelt. Zu den Zielbranchen der staatlichen Fiskalmaßnahmen gehören praktisch alle Transportsysteme, die Wasserwirtschaft, der Ausbau der Breitbandnetze und die Digitalisierung der Wirtschaft. Schon im zeitlichen Vorfeld waren die Hersteller von Bautechnik und Baustoffen gut mit Aufträgen ausgestattet.

Die kanadische Baubranche zeigt laut Angaben der GTAI eine stabile Konjunktur. Im Bausektor, der 2021 maßgeblich von hohen Investitionen in den privaten Wohnungsbau profitierte, besteht große Hoffnung, dass auch 2022 ein erfolgreiches Jahr wird. Vor allem öffentliche Investitionen in grüne Energieträger, energetische Sanierung und Energieeffizienz in Gebäuden werden zukünftig stärker zunehmen. Auch der Infrastrukturfonds "National Trade Corridors Fund" erhält eine Finanzspritze von 1,5 Milliarden US-Dollar. In diesem Rahmen wird Kapital für Straßenbauprojekte, Schienenverkehr sowie Luftfracht und Schifffahrtsrouten bereitgestellt.

In Hongkong besteht gemäß Veröffentlichung von GTAI seit Jahrzehnten das Problem der Wohnungsnot, doch hat die Regierung bislang wenig daran geändert. Aber der Wind hat sich gedreht. Die politische Führung aus Beijing gibt in der Hongkonger Politik nun stärker die Richtung vor und drängt auf eine Lösung des Wohnungsproblems, um die hohe soziale Unzufriedenheit zu verringern. Anfang Oktober 2021 kündigte die Regierungschefin der Sonderverwaltungsregion (SVR), Carrie Lam, in ihrer jährlichen Regierungsansprache überraschend ein Großprojekt an: In den dünner besiedelten New Territories an der Grenze zu dem auf dem chinesischen Festland liegenden Shenzhen soll die sogenannte Northern Metropolis entstehen. Der Raum zwischen den bereits bestehenden Stadtteilen und Siedlungen soll aufgefüllt werden. Die Gesamtmetropole könnte künftig Platz für bis zu 2,5 Millionen Einwohner und 600.000 Gewerbetreibende bieten.

2.2. Geschäftsverlauf

Im Wirtschaftsjahr 2021/2022 konnten im Bereich des Projektgeschäfts internationale Bauprojekte, die sich teilweise coronabedingt im Vorjahr bauseitig verzögerten, erfolgreich fertiggestellt werden. Das Liefergeschäft hat sich weitestgehend stabilisiert, wobei die Umsatzziele aufgrund verzögerter Kundenabrufe und Auftragserteilungen nicht ganz erreicht werden konnten. Insgesamt bleiben Gesamtleistung und Ergebnis der seele Gruppe unterhalb der Prognosen des Vorjahres auf einem guten Niveau. Aufgrund der Bilanzierung nach HGB erfolgt die Gewinnrealisierung eines Bauprojekts einschließlich der Deckungsbeiträge für Verwaltung und Vertrieb sowie Zwischengewinnen aus konzerninternen Leistungsbeziehungen im Konzernabschluss grundsätzlich erst nach kompletter Fertigstellung und Übergabe an den Kunden.

Durch die Fertigstellung mehrjähriger Großprojekte weist die GuV eine Bestandsminderung von EUR -54 Mio. (Vorjahr: EUR -7 Mio.) aus. In Summe ergibt sich mit dem Vorjahr eine Bestandsdifferenz innerhalb der GuV von EUR 47 Mio., verbunden mit Kennzahlen, die mit dem Vorjahr nicht vergleichbar sind. Die Gesamtleistung beträgt für das Wirtschaftsjahr 2021/2022 im Gesamtkonzern EUR 184 Mio. und liegt damit geringfügig unter dem Planwert des Vorjahresberichts von EUR 200 Mio. Das Jahresergebnis vor Ertragsteuern für das Geschäftsjahr 2021/2022 fällt mit EUR 18,0 Mio. erwartungsgemäß gut aus, liegt aber unter den Prognosen des Vorjahres.

Die Projekttätigkeit im abgelaufenen Wirtschaftsjahr konzentrierte sich zum einen auf die Fertigstellung mehrjähriger Großprojekte und zum anderen auf die Planung, Konstruktion und Design von technologisch und organisatorisch anspruchsvollen Neuprojekten, die im letzten Geschäftsjahr erfolgreich akquiriert werden konnten. Während im Vorjahr temporäre pandemiebedingte Baustellenschließungen und damit verbundene Unterauslastungen durch Kurzarbeit teils kompensiert werden mussten, waren die Ressourcen ab dem zweiten Quartal des abgelaufenen Wirtschaftsjahres weitestgehend ausgelastet.

Das Liefergeschäft im Premiumsegment von übergroßen Isolier- und Sicherheitsgläsern sowie thermisch gebogenen Gläsern hat sich im Laufe des letzten Geschäftsjahres wieder stabilisiert und es konnten Großaufträge mit großen Serien gewonnen werden, die voraussichtlich eine Vollauslastung der Produktionskapazitäten im nächsten Wirtschaftsjahr sichern werden. Die hohen Auftragseingänge sind maßgeblich auf den Ausbau des Geschäftsfeldes "Gebogenes Glas" zurückzuführen.

Investitionen

Das Volumen der im Berichtsjahr in der seele Gruppe getätigten Investitionen, insbesondere für Produktionsanlagen und Technologien, lag bei TEUR 7.376 (Vorjahr: TEUR 4.499). Davon entfielen TEUR 4.370 (Vorjahr: TEUR 3.557) auf Sachanlagen und TEUR 3.006 (Vorjahr: TEUR 942) auf immaterielle Vermögensgegenstände. Damit liegen die Investitionen unter den vorgenommenen Abschreibungen in Höhe von TEUR 8.817 (Vorjahr: TEUR 8.879), was aufgrund der hohen Investitionstätigkeit in den Vorjahren, verbunden mit dem aktuellen Stand der technischen Anlagen sinnvoll erscheint.

2.3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.3.1. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2021/2022 erzielte die seele Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 235.072 gegenüber TEUR 177.179 im Vorjahr. Die Umsatzerhöhung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der Fertigstellung mehrjähriger Großprojekte und einem damit verbundenen Bestandsabbau sowie einer geringfügigen Steigerung des Lieferumsatzes. Die Umsätze entfallen zu 73,0 % (Vorjahr: 90,7 %) auf das Ausland und zu 27,0 % (Vorjahr: 9,3 %) auf das Inland. Der Abbau des Bestandes an unfertigen und fertigen Erzeugnissen beträgt im Berichtsjahr TEUR 54.039 (Vorjahr: TEUR 6.664). Die anderen aktivierten Eigenleistungen verringern sich von TEUR 391 auf TEUR 108. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringern sich von TEUR 6.253 auf TEUR 3.301. Diese enthalten Erträge aus Versicherungsentschädigungen / Schadenersatz in Höhe von TEUR 2.109 (Vorjahr: TEUR 459), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 645 (Vorjahr: TEUR 1.375), Erträge aus Währungsumrechnungen und Währungssicherungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: EUR 903) und Sonstige Erträge in Höhe von TEUR 547 (Vorjahr: TEUR 3.516).

Die Entwicklung der Umsatzerlöse ist im stark von längerfristigen Großprojekten geprägten Geschäft des seele Konzerns zur Einschätzung des Geschäftsverlaufs nur bedingt aussagekräftig. Ein besseres Bild vermittelt die Gesamtleistung unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen sowie der regelmäßig anfallenden sonstigen betrieblichen Erträge. Im Geschäftsjahr 2021/2022 erhöhte sich die Gesamtleistung um TEUR 7.283 von TEUR 177.159 auf TEUR 184.442

Entwicklung der Gesamtleistung in Mio. Euro

Der noch nicht abgearbeitete Auftragsbestand konnte aufgrund der erfolgreichen Akquise prestigeträchtiger Projekte, insbesondere in den Märkten der Bundesrepublik Deutschland, Großbritannien, USA sowie Hongkong und Australien weiter ausgebaut werden und erreicht zum 30. Juni 2022 gruppenweit einen ausgezeichneten Wert von TEUR 378.000. Damit liegt der Auftragsbestand wieder deutlich über dem angestrebten gruppenweiten Umsatzziel von mindestens TEUR 200.000 und kann sowohl im Bereich Projektgeschäft als auch im Bereich Liefergeschäft mit sehr gut bewertet werden. Der internationale Vertrieb und die ausgezeichnete Wertschätzung von seele als Technologieführer im konstruktiven Glasbau und der Herstellung von Premium-Glas bieten auch in Zukunft beste Vertriebschancen.

Der Materialaufwand verringerte sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 75.695 auf TEUR 65.291 durch Realisierung von Umsätzen mit höheren Deckungsbeiträgen und einem Bestandsabbau im Bau befindlicher Projekte. Die Personalaufwendungen verringerten sich im Berichtsjahr aufgrund der Entkonsolidierung der sunglass industry s.r.l. im vorangegangenen Geschäftsjahr um TEUR 2.573 auf TEUR 58.746. Davon entfielen TEUR 46.568 auf Löhne und Gehälter (Vorjahr: TEUR 48.444) und TEUR 12.178 auf soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung (Vorjahr: TEUR 12.875). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Betriebsaufwendungen inklusive sonstige Kosten in Höhe von TEUR 20.442, Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen von TEUR 10.461 sowie Aufwendungen aus Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 1.228. Insgesamt stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 9,0 % auf TEUR 32.131 (Vorjahr: TEUR 29.478).

Das Finanzergebnis (Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge abzüglich Zinsen und ähnliche Aufwendungen und abzüglich Ergebnis aus assoziierten Unternehmen) weist einen Negativwert in Höhe von TEUR -1.432 aus und hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR -1.007 verschlechtert (Vorjahr: TEUR -425). Im Wesentlichen resultiert die Veränderung aus dem negativen Ergebnis aus assoziierten Unternehmen von TEUR -1.108 aufgrund der Herabsetzung des nach der Equity-Methode berechneten Beteiligungsansatzes der sunglass industry s.r.l. Die Aufwendungen für Zinsen einschließlich der unter dieser Position auszuweisenden Avalgebühren verringerten sich um TEUR 220 auf TEUR 405 (Vorjahr: TEUR 625). Die Zinserträge, die überwiegend aus einlagengesicherten Geldanlagen Deutschlands und Österreichs stammen, verringerten sich trotz hoher Liquidität aufgrund des niedrigen Zinsniveaus auf TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 200).

Das Ergebnis vor Ertragsteuern für den seele Konzern beträgt im Geschäftsjahr 2021/2022 TEUR 18.025 und zeigt, dass die Gruppe den Aufschwung nach zwei mageren Jahren erfolgreich geschafft hat. Unter Berücksichtigung der teilweise durch die Corona Pandemie beeinflussten Vorjahresgewinne aus dem Wirtschaftsjahr 2020/2021 von TEUR 1.363 und dem Wirtschaftsjahr 2019/2020 von TEUR 2.245 errechnet sich ein gutes durchschnittliches 3-Jahresergebnis vor Ertragsteuern von EUR 7,2 Mio.

Das Konzernjahresergebnis wird unter Berücksichtigung der Ertragsteuern von TEUR -5.427 (Vorjahr: TEUR -4.242) in Höhe von TEUR 12.598 ausgewiesen, nach TEUR -2.879 im Vorjahr und TEUR +2.538 im Wirtschaftsjahr 2019/2020.

Ausgewählte Positionen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2021/2022 2020/2021 2019/2020
Gesamtleistung 184,4 Mio. € 177,2 Mio. € 211,2 Mio. €
EBITDA 28,3 Mio. € 10,7 Mio. € 14,7 Mio. €
EBITDA-Marge 15,3 % 6,0 % 6,9 %
EBIT 19,5 Mio. € 1,8 Mio. € 2,5 Mio. €
EBIT-Marge 10,5 % 1,0 % 1,2 %
EBT 18,0 Mio. € 1,4 Mio. € 2,2 Mio. €
EBT-Marge 9,8 % 0,8 % 1,1 %
Jahresergebnis 12,6 Mio. € -2,9 Mio. € 2,5 Mio. €
Netto-Rendite 6,8 % -1,6 % 1,2 %

2.3.2. Finanzlage

Grundlagen des Finanzmanagementsystems

Das Finanzmanagement der seele Gruppe verfolgt das Ziel, die vorhandene hohe Finanzkraft nachhaltig zu bewahren und die finanzielle Unabhängigkeit der operativen Unternehmenseinheiten sowie des Gesamtkonzerns durch Sicherstellung einer ausreichenden Liquidität zu jedem Zeitpunkt zu gewährleisten. Risiken sollen weitgehend vermieden, beziehungsweise durch geeignete Absicherungsmaßnahmen vermindert werden.

Zur Risikobegrenzung besteht die konzernweite Vorgabe, nur einlagengesicherte Geldanlagen in den Ländern Deutschland und Österreich sowie ggf. bei bonitätsstarken Banken in Frankreich zu tätigen. Darüber hinaus wurde die Anlagehöhe pro Bank limitiert, sodass eventuelle Ausfälle auf Bankenseite, verbunden mit einem Versagen der Einlagensicherungssysteme nur geringfügige Auswirkungen auf die Gruppe haben. Gestützt auf Vorgaben der Konzernleitung in Bezug auf Anlageart, Anlagedauer und Sicherheit verantworten die einzelnen Konzerngesellschaften das Finanz- und Cash-Management selbst. Dieser Ansatz ermöglicht eine projektbezogene Liquiditätssteuerung in den operativen Gesellschaften. Währungsrisiken im internationalen operativen Geschäft werden durch derivative Finanzinstrumente abgesichert. Bereits zum Zeitpunkt der Auftragserteilung werden durch projektbezogene Devisentermingeschäfte, für die überwiegend Bewertungseinheiten (Mikro-Hedge) gebildet wurden, soweit wie möglich eliminiert. Während der Projektlaufzeit wird ein möglicher Anpassungsbedarf durch ein regelmäßiges projektbezogenes Währungscontrolling sichergestellt.

Entwicklung des Finanzmittelbestands

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei TEUR +9.154 (Vorjahr: TEUR -2.948). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR -976 auf TEUR -6.989, wovon TEUR -4.370 aus Investitionen in das Sachanlagevermögen (Vorjahr: TEUR -3.557) resultieren und TEUR -3.006 aus Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -2.919 nach TEUR -2.186 im Vorjahr, hiervon Auszahlungen an Unternehmenseigner in Höhe von TEUR -2.997 (Vorjahr: TEUR -2.383). Der Finanzmittelbestand verringerte sich geringfügig und beträgt am Ende der Periode TEUR 118.260 (Vorjahr: TEUR 118.548) und entspricht 47,0 % der Bilanzsumme.

2.3.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der seele Gruppe erhöhte sich um TEUR 7.209 und beträgt TEUR 251.423 (Vorjahr: TEUR 244.214). Auf der Aktivseite verringerte sich das Anlagevermögen um TEUR -2.590 auf TEUR 80.348 (Vorjahr: TEUR 82.938). Die immateriellen Vermögensgegenstände erhöhten sich um TEUR 2.223 während sich die Sachanlagen um TEUR -3.705 und die Finanzanlagen sich um TEUR -1.108 verringerten. Das Umlaufvermögen erhöhte sich um TEUR 11.146 und liegt bei TEUR 165.455 (Vorjahr: TEUR 154.309). Der Bestand an unfertigen Projekten wurde zum 31. März 2022 wie im Vorjahr um die erhaltenen Anzahlungen saldiert. Bereinigt um die offen abgesetzten erhaltenen Anzahlungen verringerten sich die Vorräte um TEUR -51.237 auf TEUR 95.766 (Vorjahr: TEUR 147.003). Der Bestandsabbau resultiert aus der Fertigstellung mehrjähriger Großprojekte. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich stichtagsbezogen um TEUR 535 auf TEUR 22.479 (Vorjahr: TEUR 21.944). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht erhöhten sich um TEUR 3.312 auf TEUR 6.533 (Vorjahr: TEUR 3.221). Die sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich von TEUR 10.596 im Vorjahr auf TEUR 8.401 im abgelaufenen Jahr. Die flüssigen Mittel verringerten sich im Berichtsjahr geringfügig um TEUR -288 auf TEUR 118.260 (Vorjahr: TEUR 118.548).

Ausgewählte Positionen der Aktiv-Seite der Konzernbilanz

in Relation zur Bilanzsumme

31.03.2022 31.03.2021 31.03.2020
Anlagevermögen 32,0 % 34,0 % 37,2 %
darin: Sachanlagen 30,4 % 32,8 % 35,9 %
Umlaufvermögen 65,8 % 63,2 % 59,5 %
darin: Flüssige Mittel 47,0 % 48,5 % 42,6 %

Auf der Passivseite erhöht sich das Eigenkapital um TEUR 10.611 auf einen Wert von TEUR 217.873 (Vorjahr: TEUR 207.262), was einer ausgezeichneten Eigenkapitalquote von 86,7 % entspricht (Vorjahr 84,9 %). Die Rückstellungen verringerten sich zum Bilanzstichtag um TEUR -196 auf TEUR 16.734 (Vorjahr: TEUR 16.930). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich um TEUR 438 auf TEUR 1.824 (Vorjahr: TEUR 1.386). Gemessen an der Bilanzsumme ergibt sich eine außergewöhnlich geringe Kreditfinanzierungsquote von lediglich 0,7 %. Der um die Vorräte saldierte Wert der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen verringerte sich stichtagsbezogen um TEUR -1.216 auf TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.216). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich stichtagsbezogen um TEUR 414 auf TEUR 10.152 (Vorjahr: TEUR 9.738), außerdem verringerten sich die sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR -2.819 auf TEUR 4.806 (Vorjahr: TEUR 7.625).

Ausgewählte Positionen der Passiv-Seite der Konzernbilanz

in Relation zur Bilanzsumme

31.03.2022 31.03.2021 31.03.2020
Eigenkapital 86,7 % 84,9 % 77,0 %
Rückstellungen 6,7 % 6,9 % 6,5 %
Verbindlichkeiten 6,7 % 8,2 % 16,4 %
darin: erhaltene Anzahlungen 0,0 % 0,5 % 4,4 %

2.4. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiterzahl leicht gesunken

Im vergangenen Geschäftsjahr beschäftigte die seele Gruppe insgesamt durchschnittlich 867 Mitarbeiter (w/m/d) (Vorjahr: 978). Der Rückgang der Mitarbeiterzahl ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die Entkonsolidierung der sunglass industry s.r.l. im vorangegangenen Wirtschaftsjahr.

Wissen, Können und vor allem Engagement der eingesetzten Mitarbeiter (w/m/d) sind ein wesentlicher Faktor für die nachhaltig erfolgreiche Unternehmensentwicklung der seele Gruppe. Im Fokus der Personalauswahl stehen hohe Qualität und eine homogene Zusammensetzung der Projektteams und Abteilungen im Unternehmen. Außerdem setzt seele in hohem Maße auf die eigene Ausbildung im kaufmännischen und gewerblichen Bereich. So entstehen künftige Fachkräfte (m/w/d), welche die Philosophie und Werte des Unternehmens von Grund auf vermittelt bekommen und später oftmals auch Schlüsselpositionen im Unternehmen bestens ausfüllen können. Auf diesem Weg lassen sich die Herausforderungen der Zukunft und das hohe Qualitätsversprechen, für das die seele Gruppe steht, meistern.

3. Chancen- und Risikobericht

Die seele Gruppe ist als international agierendes Unternehmen mit Projekt- und Lieferleistungen für die Bauindustrie einer Reihe von Veränderungen und auftragsspezifischen Anforderungen ausgesetzt. Ziel des in die Unternehmensgruppe integrierten Chancen- und Risikomanagementprozesses ist es, die sich daraus ergebenden Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen sowie erforderliche Maßnahmen in den im Einzelnen betroffenen Bereichen rechtzeitig zu ergreifen, um so den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern.

Dazu setzt die seele Gruppe ein mehrstufiges Risikomanagement ein, welches sich im Wesentlichen auf ein internationales Überwachungs- und Kontrollsystem, ein lokales Qualitätsmanagementsystem (DIN EN ISO 9001 für Qualität, DIN EN ISO 14001 für Umwelt, DIN EN ISO 50001 für Energie) sowie umfangreiche Vorgaben zur Arbeitssicherheit, die sowohl in den Unternehmen, als auch auf den Baustellen vor Ort, aktiv gelebt werden, stützt. Ein gruppenweit einheitliches Konzernberichtswesen und Konzerncontrolling ermöglicht die regelmäßige Überwachung von GuV- und Projektergebnissen auf höchstem Niveau.

Chancen und Risiken aus gesamtwirtschaftlichen Faktoren

In der Regel beeinflussen makroökonomische und branchenspezifische Rahmenbedingungen maßgeblich die Investitionsbereitschaft von Kunden der Bauwirtschaft. Dass es unverhofft auch anderes kommen kann und die Weltwirtschaft für eine kurze Zeit den Atem anhielt, zeigte die Ausbreitung der Covid-19 Pandemie. Nach dem starken Einbruch der Weltwirtschaft erfolgte ein deutlicher Aufschwung, der jetzt durch die Ukraine-Krise wieder abgeschwächt wird. Aufgrund der nicht vorhersehbaren Entwicklung der aktuellen Krisen muss wohl auch in näherer Zukunft mit großen Auf- und Abwärtsbewegungen der globalen Wirtschaftstätigkeit gerechnet werden. Durch die starke Internationalisierung und die hohe Finanzkraft der seele Gruppe sowie dem weltweiten Renommee von seele als Fassaden- und Glasspezialist erster Güte ergeben sich besonders in Krisen-Zeiten gute Chancen für die weltweite Akquise von attraktiven Neuprojekten, was durch den aktuell hohen Auftragsbestand bei seele bestätigt wird.

Chancen und Risiken aus der Unternehmensstrategie

Die seele Gruppe ist als weltweit anerkannter Technologieführer für innovative Fassadentechnik in allen wichtigen globalen Märkten fest verankert. Die enge Zusammenarbeit mit Architekten, Bauherren und Fachverbänden sowie der Blick auf die Wettbewerber vermindern das Risiko einer Fehleinschätzung künftiger Marktentwicklungen. Der strategische Ansatz von seele, Kunden bereits im Vorfeld konkreter Projekte zu beraten und interne Ressourcen für notwendige Entwicklungsschritte einzusetzen, erhöht die Chancen auf die Projektvergabe und fördert gleichzeitig die technologische Weiterentwicklung des Unternehmens.

Chancen und Risiken aus dem Produktionsprozess

Mit dem Produktionsprozess im High-End-Bereich des Glas- und Fassadenbaus verbundene Risiken können insbesondere rund um die Themenkomplexe Gewährleistung, termingerechte Erfüllung sowie Schadenersatzansprüche aus Personen- und Sachschäden entstehen. Basis für eine Verminderung dieser Risiken ist die außerordentlich hohe Produktqualität, für die die seele Gruppe am Markt bekannt ist. Um diese stets zu gewährleisten, ist ein ISO-zertifiziertes Qualitätsmanagement fest im Produktions- und Montageprozess verankert. Darüber hinaus stärken kontinuierliche Unterweisungen und Schulungen der Mitarbeiter (w/m/d) durch Vorgesetzte, Bauleiter und insbesondere auf Auslandsbaustellen durch professionelle Dienstleister die Arbeitssicherheit. Sollten trotz dieser Maßnahmen Risiken eintreten, so besteht durch die Bildung von Rückstellungen und einer konzernweit einheitlichen Versicherungsdeckung eine adäquate Vorsorge und Absicherung. Das hohe Qualitätsverständnis an die Produkte und Dienstleistungen wird durch die kontinuierliche Einbeziehung der F&E-Kompetenz gestärkt. Hieraus ergeben sich zusätzliche Chancen, da die Qualitätsansprüche der Kunden insbesondere bei innovativen Gebäudehüllen immens groß und hohe Qualität im Zusammenspiel mit Innovation und Zuverlässigkeit entscheidend für die Auftragsvergabe sind.

Chancen und Risiken aus dem Personalbereich

Die seele Gruppe ist auf qualifizierte und motivierte Beschäftigte angewiesen. Demografischer Wandel sowie Fluktuation von Mitarbeitern kann dazu führen, dass die Zahl verfügbarer Kräfte abnimmt. Die seele Gruppe minimiert dieses Risiko mit zielgerichteten Maßnahmen, die die Beschäftigten möglichst langfristig an das Unternehmen binden sollen. Durch regelmäßige Scrum-Teamsitzungen, Personalgespräche, individuelle Weiterbildungsprogramme und nicht zuletzt einer leistungsgerechten Vergütung soll die Motivation und Entwicklung der Mitarbeiter (w/m/d) gefördert werden. Die regelmäßige Kontaktpflege mit Hoch- und Technikerfachschulen in Verbindung mit vielfältigen Nachwuchskräfteprogrammen und die Beschäftigung eigener Auszubildenden unterstützt den Aufbau von qualifizierten Nachwuchskräften. Durch die starke Marktposition und dem Bekanntheitsgrad von seele in Verbindung mit einem attraktiven Endprodukt ergeben sich auch künftig gute Chancen qualifiziertes Fachpersonal für die Firma zu gewinnen.

Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken

Als global tätige Unternehmensgruppe ist die seele Gruppe zwangsläufig finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Im Wesentlichen ergeben sich diese aus der Schwankung von Wechselkursen sowie dem Ausfall von Forderungen. Eine konsequente Absicherung von bestehenden oder geplanten Aufträgen, die nicht in Euro abgerechnet werden, erfolgt durch projektbezogene Devisentermingeschäfte. Die kontinuierliche Überwachung der Liquiditäts- und Soliditätssituation der Vertragspartner sowie die in der Regel vertraglich vereinbarte Verpflichtung, Abschlagszahlungen kongruent zum Baufortschritt zu leisten, mindern das Ausfallrisiko.

Darüber hinaus achtet die seele Gruppe, insbesondere im internationalen Projektgeschäft, auf eine ausgewogene Vertragsgestaltung sowie Sicherheitenstellung.

Übersicht Unternehmensrisiken Mögliche Auswirkungen Eintrittswahrscheinlichkeit
Risiken aus gesamtwirtschaftlichen Faktoren Mittel Mittel
Risiken aus der Unternehmensstrategie Mittel Niedrig
Risiken aus dem Produktionsprozess Hoch Mittel
Risiken aus dem Personalbereich Niedrig Niedrig
Finanzwirtschaftliche Risiken Mittel Niedrig

Gesamtaussage der Geschäftsführung zur Risikosituation

Die Beurteilung der Gesamtrisikosituation des Konzerns erfolgt unter Berücksichtigung der zuvor dargestellten Einzelrisiken. Die Chancen- und Risikosituation im Vergleich zur Berichterstattung des Vorjahres hat sich dahingehend verändert, dass bei den Auswirkungen der Corona-Pandemie langsam Entspannung eintritt, jedoch die Ukraine-Krise den Aufschwung der Weltwirtschaft wieder abbremst. Besonders für bonitätsstarke Unternehmen wie seele, ergeben sich hieraus aber auch gewisse Chancen in der Akquise bei risikobewussten Bauherren. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Einflussfaktoren, die der Geschäftsführung derzeit nicht bekannt sind oder als nicht wesentlich eingeschätzt werden, in Zukunft die seele Gruppe negativ beeinflussen können. Aus dem eingesetzten Risikomanagementsystem, wie auch nach Einschätzung der Geschäftsführung, waren im aktuellen Prognosezeitraum keine Risiken absehbar, die eigenständig oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Konzerns gefährden.

4. Prognosebericht

Rahmenbedingungen

Über den Winter hatten sich nach Angaben des ifo Schnelldienstes die Industrieproduktion und der Welthandel ausgehend von China beschleunigt, seither verlangsamten sie sich aber wieder und die Weltwirtschaft expandierte im ersten Quartal 2022 nur noch wenig. Pandemiebedingte Einschränkungen sowie angebotsseitige Produktionshemmnisse und die daraus folgenden Preissteigerungen führten zu der Konjunkturabschwächung, die sowohl die fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch die Schwellenländer erfasste. Während das Konsumentenvertrauen im Euroraum seit dem Kriegsausbruch in der Ukraine sprunghaft abgenommen hat, blieb die Stimmung im Dienstleistungsbereich anhaltend optimistisch. Die Dynamik dort ist maßgeblich von Erholungseffekten nach den pandemiebedingten Schließungen getrieben und erweist sich als Stütze der Konjunktur.

Die Herstellung von Waren hingegen leidet nach Angaben des ifo Schnelldienstes immer deutlicher unter den eklatanten Preissteigerungen und anhaltenden Lieferkettenschwierigkeiten. Die Produktionserwartungen sind bereits im März 2022 schlagartig gesunken, offenbar - ähnlich dem Konsumentenvertrauen - als direkte Folge des Kriegsausbruchs in Osteuropa. Im Mai 2022 ließ aber auch die Lagebeurteilung der Industriebetriebe erstmals spürbar nach; mit einer vorübergehenden Abschwächung der Industriekonjunktur ist daher wohl zu rechnen. Insgesamt dürfte das Bruttoinlandsprodukt im Euroraum im Jahr 2022 um 3,3% wachsen und im Jahr 2023 um 2,8%.

Wie auf der nachfolgenden Tabelle ersichtlich, wird in den Regionen, die für die seele Gruppe von Bedeutung sind, ein Anstieg des Bruttoinlandsproduktes prognostiziert.

Erwartete konjunkturelle Entwicklung:

Reales BIP-Wachstum gegenüber dem Vorjahr

2022 2021
Welt 2,9 % 6,3 %
Fortgeschrittene Volkswirtschaften gesamt 2,8 % 5,1 %
Euroraum 3,3 % 5,3 %
Deutschland 2,5 % 2,9 %
Vereinigtes Königreich 3,6 % 7,4 %
USA 2,4 % 5,7 %
Kanada 3,6 % 4,5 %
Japan 2,2 % 1,7 %
Schwellenländer gesamt 3,3 % 7,9 %
China 3,8 % 8,5 %
Brasilien 1,8 % 4,9 %

Quelle: ifo Konjunkturprognose Sommer 2022 vom Juni 2022

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) rechnet aufgrund der hohen Auftragsbestände mit einer Umsatzsteigerung im Bauhauptgewerbe auf 151 Milliarden Euro in 2022, gegenüber 143,5 Milliarden Euro in 2021, was einer Steigerung um nominal 5,5 % entspricht. Bei einer veranschlagten Preisentwicklung für Bauleistungen von jahresdurchschnittlich 4 %, bedeutet das einen realen Zuwachs von 1,5 %. Bei den Beschäftigten erwartet die Branche einen weiteren Aufbau um 10.000 auf 915.000 Beschäftigte. Der für die seele Gruppe weniger interessante Wohnungsbau ist auch in den "Corona-Jahren" Stützpfeiler der Baukonjunktur geblieben. Für 2022 wird hier mit einem weiteren Wachstum auf 59,3 Milliarden Euro und damit einer Steigerung um nominal 7 % gerechnet. Die Nachfrage aus der Wirtschaft nach Bauten war im Jahresverlauf 2021 ausgesprochen volatil ausgeprägt und bleibt mit Blick auf die Frühindikatoren Baugenehmigungen und Auftragseingänge ambivalent. Für 2022 erwartet der ZDB im Wirtschaftsbau einen Umsatz von 53,3 Milliarden Euro (+6 % nominal). Dabei geht man davon aus, dass die neue Bundesregierung mit ihrem Ziel der Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene die bisherigen Planungen zu den steigenden Investitionen bei der Bahn beibehalten wird. Dies stützt den Wirtschaftstiefbau. Im öffentlichen Bau wird im Jahre 2022 ein Umsatz von 38,6 Milliarden Euro erwartet (+3 % nominal).

Die britische Bauwirtschaft erwartet laut GTAI, dass die Bauproduktion für das Jahr 2022 real um 2,5 % wachsen wird. Das ist im Vergleich zum Jahresbeginn, als noch 4,3 % prognostiziert wurden, eine deutliche Herabstufung. Wachstumshemmer ist vor allem der private Wohnungsbau. Das hängt mit Unsicherheiten bei den Kreditvergaben der "Help to Buy"-Förderung zusammen, die im März 2023 endet. Hinzu kommen steigende Bau- und Personalkosten und neue Bauvorschriften. Mit einer Zunahme der Bauproduktion rechnet die Construction Products Association (CPA) vor allem im Industriesektor mit einem Plus von 15 % im Jahr 2022. Der Verband sieht besonders beim Bau von Lagern Chancen, da sich der in der Coronakrise gewachsene Onlinehandel weiter gut entwickeln wird und Engpässe in den Lieferketten fortbestehen werden.

In den USA werden nach Angaben der GTAI steigende Hypothekenzinsen und galoppierende Preise auf Baustoffe und -materialien, aber auch anziehende Transport- und Personalkosten die Geschäftsaussichten im Hochbau 2022 dämpfen. Allein schon die Zahl der unbesetzten Stellen in der Bauwirtschaft wird für 2022 mit 650.000 beziffert. In den zwei krisenbehafteten Vorjahren haben sich die Bauunternehmen jedoch als anpassungsfähig und flexibel erwiesen. Die auf Bauwirtschaft spezialisierte Unternehmensberatung und Investmentbank FMI geht für das laufende Jahr von Investitionssteigerungen im Hochbau von nominal 5 % aus. Der Wohnungsbau wird auch 2022 das volumenmäßig wichtigste Investitionsziel innerhalb des Hochbaus bleiben, jedoch ziehen gleichzeitig, das erste Mal nach zwei Jahren, die investiven Ausgaben für den Nichtwohnbau an. Darunter befindet sich der Industrieanlagenbau. Im Bereich Tiefbau hat der US-Kongress ein 550 Milliarden US$ schweres Infrastrukturpaket am 5. November 2021 erfolgreich durch das parlamentarische Verfahren gebracht. Das Gesetz mit der Bezeichnung Infrastructure Investment and Jobs Act (IIJA) konnte damit am 15. November 2021 in Kraft treten. Zusammen mit den regulären Haushaltsausgaben für den Ausbau der Infrastruktur fließen somit im Laufe von fünf Jahren 1,2 Billionen US$ in den Sektor.

Die kanadische Baubranche zeigt gemäß Veröffentlichung von GTAI eine stabile Konjunktur. Im Bausektor, der 2021 maßgeblich von hohen Investitionen in den privaten Wohnungsbau profitierte, besteht große Hoffnung, dass auch 2022 ein erfolgreiches Jahr wird. Vor allem öffentliche Investitionen in grüne Energieträger, energetische Sanierung und Energieeffizienz in Gebäuden werden zukünftig stärker zunehmen. Auch der Infrastrukturfonds "National Trade Corridors Fund" erhält eine Finanzspritze von 1,5 Milliarden US-Dollar. In diesem Rahmen wird Kapital für Straßenbauprojekte, Schienenverkehr sowie Luftfracht und Schifffahrtsrouten bereitgestellt.

Lage des Konzerns und Gesamtaussage

Wer mutige Gebäudehüllen verwirklichen will, baut auf die Expertise von seele

Im Wirtschaftsjahr 2021/2022 erzielt die seele Gruppe ein sehr gutes Jahresergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von TEUR 18.025. Damit wurde erfolgreich ein deutlicher Aufwärtstrend im Vergleich zu den beiden krisengeschüttelten Vorjahren eingeleitet. Der noch abzuarbeitende Auftragsbestand beträgt per 30. Juni 2022 konzernweit ausgezeichnete TEUR 378.000 und sichert mit bereits in Verhandlung befindlichen Verträgen sowie in Aussicht befindlicher Projekte weitestgehend die Auslastung der Gruppe in den nächsten Geschäftsjahren sowie einer Grundauslastung bis in das Wirtschaftsjahr 2025/2026. Nach derzeitiger Planung rechnen wir für das Geschäftsjahr 2022/2023 mit einer im Vergleich zum Vorjahr höheren Gesamtleistung in einer Größenordnung von ca. TEUR 250.000 und einem zum Vorjahr vergleichbar hohen positiven Jahresergebnis, da mehrjährige Großprojekte zum Abschluss kommen werden. Zu beachten ist, dass die kurzfristigen Kennzahlen der seele Gruppe aufgrund der HGB-Bilanzierung schwanken können, da die Umsatz- und Ertragsrealisierung bei Bauprojekten im Jahr der Fertigstellung erfolgt. Insbesondere bei mehrjährigen Großprojekten können überproportionale Ergebniseffekte auftreten. Aus diesem Grund werden Renditekennziffern von seele auf mindestens drei Jahre ausgelegt und geplant.

Die Planung von Gesamtleistung und Ergebnis für das Wirtschaftsjahr 2022/2023 ist weiterhin abhängig vom Verlauf der Covid-19 Pandemie, wobei die letzten zwei Jahre gezeigt haben, dass die Baustellen auch während der Pandemie ohne große Unterbrechungen weitergelaufen sind. Verzögerungen und damit verbundene Minderauslastungen sind eher dadurch eingetreten, dass durch Bauherren und Architekten Vertragsabschlüsse, Planungssicherheit und Baubeginn nach hinten verschoben wurden. Leider hat sich an die langsam abebbende Corona-Krise nahtlos die Ukraine-Krise angeschlossen mit erheblicher Auswirkung auf die Preisstabilität sowie der bereits durch die Pandemie geschwächten Rohstoff- bzw. Materialversorgung. Ungeachtet dessen, laufen die Baufortschrittsplanungen weitestgehend planmäßig und nach derzeitigem Stand ist davon auszugehen, dass die im nächsten Wirtschaftsjahr zum Abschluss anstehenden Projekte umgesetzt werden können.

Der hohe Auftragsbestand mit Aufträgen, die überwiegend in den letzten beiden Corona-Jahren zum Abschluss gekommen sind, bringt zum Ausdruck, dass gerade in Krisenzeiten solide Unternehmen mit Eigenkapitalstärke und hoher Fachkompetenz den Vorzug erhalten. Der enge Kontakt zu Architekten und Bauherren bereits in der frühen Planungsphase von Bauprojekten und das erworbene Renommee bei Kunden mit Referenzobjekten auf der ganzen Welt bieten für die seele Gruppe auch in Zukunft beste Chancen, interessante Aufträge zu erhalten.

Mit dem Start des neuen Geschäftsjahres 2022/2023 wurde der Generationswechsel in der seele Gruppe vollzogen: Gerhard Seele übergab an seinen Sohn Michael Seele die Mehrheitsanteile an der seele group GmbH mit Wirkung zum 30.03.2022. Damit liegt die gesellschaftsrechtliche Verantwortung bei der nächsten Generation. Gerhard Seele wird weiterhin die Geschäftsführung der seele group GmbH innehaben. Siegfried Goßner, Mitgründer der seele Unternehmensgruppe, ist im Aufsichtsrat vertreten und steht dem Unternehmen nach wie vor als technischer Berater zur Verfügung. Dieser Schritt ist ein starkes Signal für die Zukunft, denn das Unternehmen bleibt nach wie vor inhabergeführt, setzt auf sein internationales Netzwerk bei gleichzeitig kurzen Entscheidungswegen. Das Leistungsspektrum ist gut auf die Kundenanforderungen abgestimmt, und die Gruppe reagiert schlagkräftig auf Marktbewegungen. Mit einer gewachsenen und gesunden Unternehmensstruktur ist die seele Unternehmensgruppe auch für ihre Kunden ein Garant für Stabilität.

Auch nach dem Generationswechsel wird der Fokus auf Erhalt und Ausbau von Liquidität und Eigenkapital gesetzt. Bei der Akquisition von Projekten werden auch in Zukunft vor Auftragsannahme Risiken und Chancen abgewogen. Die Aussicht auf schnelle Gewinne unter Eingehung hoher Risiken soll vermieden werden. Nachhaltige Investitionen, insbesondere zur Senkung der Energiekosten sind in Vorbereitung. Aufgrund des hohen Auftragsbestandes mit gut strukturierten Abarbeitungsterminen und dem internationalen Bekanntheitsgrad von seele in der Welt des Fassadenbaus, geht die Geschäftsführung davon aus, auch künftig gute Ergebnisse erzielen zu können.

 

Gersthofen, den 25. August 2022

seele group GmbH, 86368 Gersthofen

Die Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die seele group GmbH, Gersthofen

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der seele group GmbH, Gersthofen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der seele group GmbH, Gersthofen, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß§ 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 25. August 2022

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