ASP Sanare GmbH
Selbe AdresseAmbulante Betreuungsdienste für Menschen mit Behinderung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexandra Schollweck seit 5.9.2025 | Geschäftsführer |
Andrew William Bates seit 30.7.2025 | Geschäftsführer |
Volker Büttel seit 30.7.2025 | Geschäftsführer |
Meike Verena Tincani seit 19.3.2025 | Prokura |
Michael Stryszyk seit 17.2.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
iglo GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grundlagen des UnternehmensUnser Geschäftsmodell Die iglo GmbH ist ein traditionsreiches Lebensmittelunternehmen, deren Wurzeln bis ins Jahr 1896 reichen. Die hohe Bekanntheit der Marke resultiert auf den beliebten Markenikonen Käpt'n iglo und dem Blubb. Im Fokus der Unternehmensaktivitäten stehen klassische Alltagsprodukte aus den Bereichen Fisch, Gemüse und Fertiggerichte sowie spezifische Produkte für eine gesündere und bewusste Ernährung unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und Klimarelevanz. Sowohl mit der Transformation des Produktportfolios, einer nachhaltig ausgerichteten Produktion und Beschaffung von Rohstoffen, ressourcenschonenden Verpackungslösungen als auch mit der Vorreiterrolle bei der freiwilligen Einführung der Nährwertkennzeichnung Nutri-Score dokumentiert das Unternehmen den Anspruch, eine klimarelevante Ernährungswende aktiv mitzugestalten und den Konsumenten attraktive Qualitätsprodukte für eine bessere und ausgewogene Ernährung zu offerieren. Dazu gehört ein dynamisch wachsendes Angebot an vegetarischen und veganen Produktalternativen. So werden, neben der "Veggie Love"-Range mit innovativen Gemüsevarianten, unter der Submarke "iglo Green Cuisine" pflanzenbasierte Proteinalternativen zu Fleisch und Fisch angeboten. Sitz der Geschäftsführung sowie insbesondere der Abteilungen Vertrieb, Marketing und Finanzen ist in Hamburg. Das Geschäft umfasst die Herstellung, den dafür vorgelagerten Erwerb entsprechender Rohstoffe, deren Be- und Verarbeitung sowie den Vertrieb von tiefgekühlten Nahrungsmitteln. Als Absatzmarkt dient der iglo GmbH der deutsche Einzelhandel. Die iglo GmbH ist eine Gesellschaft der deutschen iglo Gruppe. Unter der iglo Holding GmbH werden in dieser Gruppe mehrere Gesellschaften zusammengefasst. Maßgeblich sind die operativen Einheiten der iglo GmbH mit Standorten in Hamburg und Reken sowie die Frozen Fish International GmbH in Bremerhaven. Die iglo Holding und ihre Tochtergesellschaften werden als Teilkonzern der Nomad Foods Limited, Ritter House, Wickhams Cay II, Road Town, Tortola, VG1110, British Virgin Islands, UK-Registernummer FC033111 (im Folgenden Nomad Foods Group) geführt. Steuerlicher Sitz des Mutterkonzerns ist Bedfont in Großbritannien. Die Herstellung der Produkte der iglo GmbH erfolgt in den Nomad Foods Group eigenen Produktionsstandorten u. a. in Bremerhaven, Reken, Lowestoft (GB), Cisterna (I), Boulogne Sur Mer (F), Valladolid (E) sowie in sehr kleinem Umfang bei externen Zulieferern im In- und Ausland. Die Schwesterfirmen innerhalb der Nomad Foods Group bedienen die Märkte in West-, Süd- und Südosteuropa. Darunter sind beispielsweise die größten Märkte Großbritannien, Italien, Frankreich, Skandinavien und die Adriaregion. Unsere Forschung und Entwicklung Das Ernährungssegment ist stark getrieben von Themen wie Gesundheit, Tierwohl, Nachhaltigkeit und Klimarelevanz. Zudem erwarten die Konsumenten in den traditionellen Produktbereichen Weiterentwicklungen zu modernen Rezeptvarianten, die den heimischen Esstisch geschmacklich und mit qualitativ hochwertigen Zutaten bereichern. Daraus ergeben sich nicht nur neue Herausforderungen an die kommunikative Kundenansprache, sondern auch für die Entwicklung und Produktion. Daher stehen die Weiterentwicklung und Ergänzung des bestehenden Sortiments unverändert stark im Fokus der Aktivitäten der internationalen Nomad Foods Group. Dies betrifft sowohl neue Lebensmittelprodukte mit besserer Nährwert- und CO 2 e-Bilanz als auch innovativen, nachhaltigeren Verpackungslösungen. Diese werden entsprechend der lokalen Vorgaben kontinuierlich in den Produktionsstätten der Gruppe im In- und Ausland entwickelt, erforscht und umgesetzt. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind im Konzern als standortübergreifende Gruppenfunktionen organisiert. Der finanzielle Aufwand hierfür wird im Konzernabschluss unserer Muttergesellschaft in Großbritannien ausgewiesen. WirtschaftsberichtRAHMENBEDINGUNG IM MARKT UND DER BRANCHE KONJUNKTURELLE SITUATION Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Private und staatliche Konsumausgaben sanken, Rückgang von Import und Export, Abnahme von Bauinvestitionen bei Anstieg der Zinsen und weiterhin hohe Preise dämpften die Konjunktur. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland (Zuwanderung). Die Arbeitslosenquote ist um 0,4% -Punkte auf 5,7% gegenüber 2022 gesunken und betrug somit 2,6 Millionen Arbeitslose in 2023. Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Die Teuerung für das Jahr 2023 wurde, wie im Vorjahr von den Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituation beeinflusst, die die Preisentwicklung auf allen Wirtschaftsstufen prägte. Staatliche Entlastungsmaßnahmen milderten die Teuerung von Energie im Jahresverlauf teilweise ab. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Jahresteuerungsrate 2023 bei +6,0 % gelegen. Im Jahresdurchschnitt 2023 verteuerten sich Nahrungsmittel besonders stark um 12,4 % (2022: +13,4%) und es waren fast alle Nahrungsmittelgruppen betroffen. Besonders stark verteuerten sich beispielsweise Brot und Getreideerzeugnisse (+16,4 %), Molkereiprodukte und Eier sowie Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (jeweils: +15,7 %). Auch andere Nahrungsmittelgruppen wie Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (+14,7 %) oder Gemüse (+13,3 %) wurden 2023 gegenüber 2022 überdurchschnittlich teurer. Im Jahresdurchschnitt 2023 verbilligten sich hingegen Speisefette und Speiseöle (-3,5 %, darunter Butter: -17,8 %). Der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) verzeichnete im Gesamtjahr 2023 ein Umsatzwachstum von +8,3 % für Fast Moving Consumer Goods (FMCG). Dies resultierte aus einer negativen Mengenentwicklung von -1,1 % und Preiseffekten durch Anstieg der bezahlten Preise von +9,4 %. Das Umsatzwachstum ist rein durch die bezahlten Preise getrieben. Der für die iglo GmbH besonders relevante Vertriebskanal des LEH-Vollsortimentshandels war im Berichtsjahr umsatzmäßig bei FMCG mit 6,2 % im Plus. Dennoch verlieren die Vollsortimenter leicht an Marktanteil -0,4 % zu Vorjahr. Grund ist, dass die Shopper / Verbraucher verstärkt zum Discounter gehen, um die günstigeren Produkte mitzunehmen. Die Discounter wachsen mit +10,3 % Umsatz bei FMCG aufgrund gestiegener Einkaufsfrequenz und höherer Bon Summe, während die Bon Summe bei den Vollsortimentern in diesem Jahr stagnierte. Die Vertriebsschiene der SB-Warenhäuser konnte im Vergleich zu Vorjahr um +6,6 % im Umsatz wachsen; bedingt durch höhere Einkaufsfrequenz. Die höheren Kauffrequenzen in den klassischen großen Vertriebsschienen sind dem verstärkten 'Channel-hopping' geschuldet. Auf der Suche nach dem besseren Preis waren die Menschen bereit, mehr Zeit aufzuwenden und in unterschiedlichen Vertriebsschienen einzukaufen, um Geld zu sparen. Bei fast allen Einkaufsstätten entwickeln sich die Handelsmarken stärker als die Herstellermarken. Handelsmarken mit +13,9 % Umsatz und +2,1 % Absatz im Vergleich zu Vorjahr. Bei den Trendthemen, wie zum Beispiel Bio, macht sich die stärkere Mengenentwicklung der Handelsmarken besonders bemerkbar. Zunehmende Relevanz für die FMCG-Käufer nehmen grundsätzlich auch die Online-Handelskanäle ein. Der Online-Handel kommt auf weiterhin sehr niedrigem Niveau zwar voran, aber auch nicht so dynamisch wie in den letzten Jahren. In 2023 steigen die Umsätze der Onlinekäufe um +12,0 % vs. 2022 durch die höchste Zunahme an Käufern mit +7 % vs. Vorjahr. Jedoch stagniert der Internethandel bei einem Marktanteil von 2,9 %. Der Außer Haus Markt wächst um 10 % im Umsatz bei einem Käuferrückgang von -2 % im Vergleich zu Vorjahr. Quelle: BA. Destatis.de, Stat. Bundesamt, GfK, Haushaltspanel, Consumer Index_12_2023 und Kronberg Studie Folie19 DER TIEFKÜHLKOSTMARKT 2023 Innerhalb des Lebensmitteleinzelhandels entwickelte sich der für die iglo GmbH relevante Markt für Tiefkühlkost (TKK) ohne Eiskrem in 2023 mit einer Umsatzveränderung von +14,2 % deutlich stärker als zum Vorjahr (2022: +2,7 %). Die Absatzveränderung zu Vorjahr betrug für TKK Total +0,3 % (2022: -7,9 %) und variierte in den Tiefkühlkategorien. Während Fisch, Gemüse, Snacks, Backwaren und Veg. Alternativen im Absatz rückläufig waren, sind Geflügel, Pizza, Fertiggerichte und Kartoffeln positiv. Das Umsatzwachstum bei gleichzeitigem Absatzrückgang ist in erster Linie preisbedingt, da alle Tiefkühl-Kategorien mit Ausnahme der TK-Früchte die Ladenverkaufspreise in 2023 erhöht haben (Ø +14 % Preis /KG von TKK Total). Die Marktentwicklung der für die iglo GmbH relevanten Produktgruppen ("Category Footprint") verlief im Vergleich zum Vorjahr im Volumen erneut rückläufig, d.h. der Footprint Markt entwickelte sich mit -0,6 % im Absatz, verlief aber im Umsatz mit +13,0 % positiv (2022: -8,3 % Absatz / +1,2 % LVP-Umsatz). Die Kategorie TK Fisch (Absatz: -0,5 %; Umsatz: +12,8 %) als auch TK- Gemüse (Absatz: -1,4 %; Umsatz: +12,5 %) sind mengenmäßig rückläufig; wachsen aber preisbedingt im Umsatz. Die Kategorie der pflanzenbasierten TK-Proteinalternativen (Fleisch-, und Fischalternativen sowie Gemüsesnacks) verzeichnete einen Absatzrückgang von -4,8 % und Umsatzverlust von -1,3 % zu 2022. Der sich abzeichnende Trend im Zusammenhang mit der Ernährungswende stagniert in 2023 durch die allg. Wirtschaftslage und dem daraus resultierendem geänderten Verhalten der Shopper. TK-Fertiggerichte verzeichnete im Umsatz ein Plus von +17,7 % und im Absatz von +1,1 %. Laut den Zahlen des Marktforschungsunternehmens NielsenIQ zeigt die Umsatzverteilung für 2023, dass TK-Pizza mit 19,4 % das umsatzstärkste Segment im TK-Markt ist und somit TK-Fisch auf den 2. Platz verdrängt mit 18,8 %. Es folgen Geflügel und Bratfleisch mit 13,0 %, die TK-Backwaren mit 12,3 % und Gemüse mit 10,5 %. TK-Kartoffeln und Backwaren verzeichneten in 2023 die höchsten Preissteigerungsraten. Auf Basis vom Absatz (Volumen) sind in 2023 weiterhin die TK-Gemüseprodukte mit 18,5 % das größte Segment im Tiefkühlmarkt, gefolgt von Pizza mit 16,9 % und Kartoffelprodukten mit 16,5 %. Weiter hinten liegt TK-Fisch (9,8 %) noch vor den Fertiggerichten (8,4 %). Quelle: NielsenIQ, Handelspanel, Nielsen_Frozen_Value_Volume_Categories_Dez_2023 GESCHÄFTSVERLAUF Umsatz-, Absatz- und Marktanteilsentwicklung Entgegen der negativen Vorjahresentwicklung konnte die iglo GmbH seinen Umsatz in 2023 steigern. Unter Berücksichtigung von Ladenverkaufspreissteigerungen (LVP) Ende 2022, die im Januar 2023 alle im Handel umgesetzt waren, verzeichnet das Unternehmen ein LVP-Umsatzzuwachs von +8,3 % (NielsenIQ). Im Laufe des Jahres stark veränderte Rohstoffpreise haben zu erneuten unterjährigen Preisverhandlungen und resultierenden Preissenkungen (im Bereich Fisch) und Preiserhöhungen (im Bereich Gemüse) geführt, welches die Volumennachfrage teilweise stabilisiert hat. Insbesondere der kurzfristig niedrigere Rohwarenpreis auf Private Label Fisch-Produkten verursachte Preisdruck für Regal- und Aktionspreise für die gesamte Fischkategorie (mit Alaska Pollock als Rohware), welche aufgrund unserer mittel- bis langfristigen Deckung zur Sicherung der Verfügbarkeit und Qualität zu schwierigen Verhandlungen mit den Kunden führte. Das Absatzvolumen der iglo GmbH sank im Jahr 2023 um -5,0 % (NielsenIQ). Das geänderte Verhalten der Verbraucher infolge der Krisen, der Preiserhöhungen / Inflation führte zu einem generellen Nachfragerückgang; dies bestätigen die Verluste der Sales per Shop Absätze der iglo Artikel. Ein großer negativer Effekt waren die andauernden Preisverhandlungen bei Kaufland beginnend im Juli 2023. Die Verluste durch Kaufland konnten durch andere Kunden nicht aufgefangen werden, da starke iglo Aktionsumsätze bei Kaufland im 2. Halbjahr fehlten. Einen übergeordneten Einfluss auf iglo hat im Jahr 2023 die Zunahme der Bedeutung aller Handelsmarken. Die Handelsmarken wachsen in 2023 überproportional und bauen Ihren Marktanteil deutlich aus (+2,1 % - Punkte auf 53,9 % MA Umsatz). Das inflationsbedingte Sparverhalten der Konsumenten führte dazu, dass diese verstärkt zu Handelsmarken gegriffen haben. Bedeutsame Finanzielle Leistungsindikatoren Das EBIT nach IFRS lässt sich für das Berichts- und Vorjahr wie folgt auf das Ergebnis nach HGB überleiten:
Die "Group Charges" beinhalten im Wesentlichen "Royalties", Lizenzgebühren für die Verwendung des iglo Markennamens an die Gruppe, sowie außergewöhnliche, i.d.R. nicht wiederkehrende Geschäftsvorfälle (Non-Recurring Items). Innerhalb der Position "Bewertungsunterschiede (HGB vs. IFRS)" werden des Weiteren abweichende Wertansätze zwischen IFRS und HGB zusammengefasst. Hierbei handelt es sich u. a. um abweichende Wertansätze in der Darstellung von Anlagevermögen, Pensions- und Jubiläumsleistungen, Transferpreisen, Kreditoren und Debitoren sowie Fremdwährungsabsicherungsgeschäften. Die Entwicklung der Leistungsindikatoren im Vergleich zum Vorjahr ist der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:
Die im Vorjahr für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierten Werte der Leistungsindikatoren und deren Erreichung im Geschäftsjahr sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:
Entsprechend der Prognose sind Volumen leicht gesunken und Umsatz leicht gestiegen. Das abgelaufene Jahr war weiterhin geprägt durch Inflation im Bereich der Rohwaren und Herstellkosten sowie daraus resultierender Preisverhandlungen, mit direkten Auswirkungen auf die Verbraucher Nachfragesituation und somit sinkendem Absatz. Um Marktanteile, Volumen und Umsatz zu stabilisieren und aufgrund der sinkenden Inflation wurden nicht alle Kostensteigerungen weitergegeben und das EBIT schrumpfte. Marktstellung Im Lebensmitteleinzelhandel inklusive Discounter stieg der LVP-Umsatz (Ladenverkaufspreis) der iglo GmbH um +8,3 % auf 655,3 Mio. € (2022: 604,4 Mio. €). Der wertmäßige Marktanteil der iglo GmbH im TK-Markt lag mit 7,9 % (2022: 8,4 %) dennoch unter dem Vorjahr. Somit lag die iglo GmbH LVP-umsatzmäßig im Tiefkühlkost-Markt hinter der Marke Dr. Oetker mit 8,4 % (2022: 8,8 %). Auf Basis Absatz hat die iglo GmbH mit 6,3 % Marktanteil hinter Dr. Oetker mit 6,4 % das Jahr 2023 beendet. In den für die iglo GmbH strategisch relevanten Segmenten TK-Fisch und TK-Gemüse sowie pflanzenbasierten TK-Alternativen bestätigte die iglo GmbH die Marktführerposition, d.h. die Produkte sind weiterhin die Nr. 1 in der Nachfrage der Konsumenten und liegen deutlich vor allen anderen Herstellermarken. Im Tiefkühl Veg. Alternativ Markt liegt die iglo GmbH mit 64,0 % Marktanteil (LVP-Umsatz) und 68,5 % im Absatz weit vorn und dominiert weiterhin den Markt. Im Tiefkühl Fertiggerichte Markt belegt die Marke iglo einen 3. Platz und bei Geflügel Platz 2 innerhalb der Markenhersteller. Im Berichtsjahr verzeichnete die iglo GmbH im 1. Halbjahr ein LVP-Umsatzplus von 13,5 % u.a. durch die höheren Ladenverkaufspreise und Promotionpreise für alle iglo Fisch Segmente. Demgegenüber stand ein gebremstes Wachstum im 2. Halbjahr mit +2,9 % im LVP-Umsatz, welches sich durch Senkung der Ladenverkaufspreise insbesondere bei iglo Fisch ab September 2023 und fehlendes Geschäft mit Kaufland auszeichnete. Die iglo GmbH verzeichnete im 1. Halbjahr 2023 deutlich höhere Promotionumsätze als in 2022 (+37 %) und somit wuchsen die Aktionsumsätze im Gesamtjahr um 22,0 %, während das Basisgeschäft mit 0,2 % stagnierte. Der Rückgang im Basisgeschäft sowie die Absatzverluste von -5,0 % der iglo GmbH liegen an der nachlassenden Verbrauchernachfrage an TK-Fisch und TK-Gemüse infolge der Preissteigerungen in den letzten beiden Jahren, während die Verbraucher auch in 2023 stärker zu Pizza und Fertiggerichten tendierten (hier u.a. auch preisbedingt günstigere Produkte im absoluten Preis pro Packung und kaum spürbare Preiserhöhungen). Im deutschen Markt ist der größte Wettbewerber der Marke iglo die Gruppe der verschiedenen Handelsmarken. Im Gesamtmarkt vereinten die Handelsmarken mit 53,9 % einen LVP-Umsatzanteil von rund der Hälfte am TK-Gesamtmarkt (2022: 51,6 %), ihr Anteil am Absatz betrug in 2023 62,4 % (2022: 61,5%). Im Berichtsjahr zeigte sich die Stärke der Handelsmarken sowohl im klassischen LEH als auch im Discountbereich. So stieg der Markt-/Umsatzanteil der Handelsmarken im klassischen LEH o. Aldi um +1,5 %-Punkte und der Absatz um +0,3 %-Punkte im Vergleich zu Vorjahr. Auch die Eigenmarken der Discountgruppe Aldi können in 2023 Marktanteile gewinnen (Umsatz MA +0,6 % - Punkte/ Absatz MA +0,4 % - Punkte. Quelle: NielsenIQ, Handelspanel, Nielsen_Frozen_Value_Volume_Categories_Dez_2023 Quelle: NielsenIQ, Handelspanel, Umsatzranking_TK_Hersteller_2023 Produktion, Produkte, Produkt- und Sortimentsentwicklung Am Produktionsstandort Reken im westfälischen Münsterland produziert das Unternehmen neben den saisonalen Gemüseprodukten wie Spinat, Grünkohl, Rotkohl, sowie Lauch und Kräuter und den Gemüse- und Fertiggerichte-Produkten, auch ein erweitertes Portfolio von Lebensmittelprodukten, vor allem für Skandinavien. Insgesamt bedient die Rekener Produktion vor allem den deutschen Markt, die benachbarten Länder Niederlande sowie Belgien und Skandinavien. Die iglo GmbH überzeugt mit ihren Markenprodukten und verzeichnete preisbedingt einen LVP-Umsatzgewinn von +8,3 % auf 655 Mio. € jedoch einen Absatzrückgang von -5 % im Jahr 2023. Der wertmäßige Marktanteil von iglo fiel um -0,4 % - Punkte auf 7,9 % zu Gunsten der Handelsmarken. Quelle: Nielsen, Handelspanel, Nielsen_Frozen_Value_Volume_Categories_Dezember_2023 Personal Im Berichtsjahr hat die iglo GmbH durchschnittlich ca. 624 Mitarbeiter*innen (Vorjahr: ca. 672) beschäftigt. Dies bedeutet einen Rückgang um 48 Personen oder 7,14 % gegenüber dem Vorjahr. Der Rückgang bezieht sich auf beide Standorte der iglo GmbH und auch auf nahezu alle Fachbereiche. In Hamburg war der Personalrückgang getrieben durch eine Zentralisierung des Finanzbereichs und damit zusammenhängende Umstrukturierungen. In Reken gab es im Rahmen eines Restrukturierungsprogramms diverse Austritte in den Vorruhestand. Die Anzahl der gewerblichen Mitarbeiter*innen betrug durchschnittlich 409, die Anzahl der Angestellten durchschnittlich 215. Die allgemeine Personalfluktuation der iglo GmbH war auch im Jahr 2023 gering. Für die Sicherstellung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens und der Talentförderung investiert das Unternehmen auf unterschiedliche Weise in die Entwicklung der Fähigkeiten der Mitarbeiter*innen. Im Jahr 2023 wurden eine Vielzahl von Fortbildungs- und Förderungsmaßnahmen zur Weiterentwicklung und Qualifizierung der Mitarbeiter durchgeführt. Ergänzt werden diese Maßnahmen vom Mutterkonzern, beispielsweise hinsichtlich besonderer Projekte zur Förderung der Karrieren von Frauen, spezifische individuelle Coaching-Angebote etc. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB Die iglo GmbH und Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind darauf bedacht, den Anteil an Frauen innerhalb der Gesellschaft ausgeglichener zu gestalten und es werden sich aus diesem Grund, für verschiedene Gremien und Ebenen, Ziele zur Erreichung einer höheren Frauenquote innerhalb des Unternehmens gesetzt. Für den Aufsichtsrat, der aus 6 Arbeitgeber- sowie 3 Arbeitnehmervertreterinnen und Vertretern besteht bedeutet dies, dass die iglo GmbH eine Frauenquote von 33,3 % anstrebt. Diese Quote wird dabei sowohl durch die wählende Belegschaft, als auch durch die Gesellschafter der iglo GmbH beeinflusst und die aktuelle Quote liegt bei 44,4 %. Da auf Ebene der aus zwei Personen bestehenden Geschäftsführung weder ein Wechsel noch eine Vergrößerung geplant ist, beträgt die Zielgröße hier 0,0 %. Für den Frauenanteil in den beiden Ebenen unterhalb der Geschäftsführung hatte die iglo GmbH einen Zielwert von 40,0 % festgelegt, welcher nach aktuellem Stand zum 31.12.2023 mit 42,9 % eingehalten wird. Der Frauenanteil in der gesamten Belegschaft der iglo GmbH beläuft sich mit Blick auf das Jahresende 2023 auf 30,6 %. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageErtragslage Ergänzend zu den obigen Angaben im Bereich Geschäftsverlauf belief sich der Materialaufwand für 2023 auf 297,5 Mio. € und lag somit 22,4 Mio. € über dem Vorjahreswert von 275,1 Mio. €. Die Steigerung resultiert maßgeblich aus dem Anstieg der Rohwarenpreise. Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um etwa 2,4 Mio. € auf 52,2 Mio. € erhöht. Bei gesunkenem Personalstand ist dies getrieben durch Gehaltssteigerungen und hauptsächlich durch erhöhte Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (ohne Währungsumrechnungseffekt) fallen in 2023 mit 87,9 Mio. € niedriger aus als im Vorjahr (90,6 Mio. €). Im Wesentlichen ist dies durch die gesunkenen Logistik- und Lizenzkosten getrieben. Das Zinsergebnis konnte aufgrund der gestiegenen Zinsen auf den Cashpoolbestand um 1,3 Mio. € verbessert werden und lag am Ende des Geschäftsjahres bei 2,1 Mio. €. Das Ergebnis nach Steuern sank für das Gesamtjahr 2023 um 5,6 Mio. € auf 40,0 Mio. € nach 45,6 Mio. € im Vorjahr. Segmentberichterstattung Die iglo GmbH unterscheidet die Verkäufe von wichtigen Kernsegmenten, den Must-Win-Battles (MWB), und von unterstützenden Produktsegmenten, den Non-Must-Win Battles (Non-MWB). Zum Segment MWB gehören die Produktkategorien Fischstäbchen, Schlemmer Filets, rezeptierte Fischprodukte, Spinat, Rohgemüse und Gemüsezubereitung sowie die pflanzenbasierten TK-Alternativen mit vegetarischen und veganen Fleisch-/Fischalternativen oder Gemüsesnacks. Zum Segment Non-Must-Win-Battle gehören die Produktkategorien Geflügel, traditionelle Fertiggerichte und Kräuter. Die wichtigsten Kennzahlen der Segmente, zum Absatz im LEH, können den folgenden Tabellen entnommen werden (Quelle: NielsenIQ).
Die gesamte LVP-Umsatzentwicklung von iglo MWB und Non-MWB im LEH lag 2023 im Vergleich zum Vorjahr bei +8,3 %; wobei MWB mit +9,2 % im LVP-Umsatz stärker wuchs als Non-MWB mit +1,9 %. In 2022 waren sowohl MWB und Non MWB in der Umsatzentwicklung negativ. Quelle: NielsenIQ, Handelspanel, Handelspanel iglo TKK 2023/ MWB_versus_NonMWB_2023.xlsx Finanzlage Kapitalstruktur Die iglo GmbH wird im Wesentlichen durch die Bereitstellung von Gruppendarlehen finanziert, die von der Iglo Holding GmbH gehalten werden. Alle vom Bankenkonsortium geforderten Messgrößen wurden im Jahr 2023 von der iglo GmbH und der Nomad Foods Group eingehalten (sog. "Covenants"). Liquidität Die Veränderung des Finanzmittelbestands ist der nachstehenden Kapitalflussrechnung zu entnehmen:
Der Cashflow aus Gruppenaktivitäten beinhaltet die Intercompany Verrechnungskonten, d.h. Zahlungen von und an Schwesterfirmen und die Konzernmutter, die Gewinnabführung an die iglo Holding GmbH, sowie das konzerninterne Cash-Pooling-Verfahren. Sowohl die iglo GmbH als auch die gesamte Gruppe konnten ihren Zahlungsverpflichtungen im Berichtszeitraum uneingeschränkt und jederzeit vollständig nachkommen. Investitionen Im Jahr 2023 wurden im deutschen Werk in Reken insgesamt Investitionen in Höhe von 6,2 Mio. € getätigt. Die Investitionen dienten Kapazitätserhöhungen und Effizienzsteigerungen im Produktionsbereich, sowie Maßnahmen im Bereich der allgemeinen Infrastruktur und der Logistik. Vermögenslage Die Eigenkapitalquote für die iglo GmbH ist im Jahr 2023 um 1,1 pp auf 18,1 % gesunken. Die Reduzierung der Eigenkapitalquote resultiert aus der von 270,1 Mio. € auf 285,7 Mio. € gestiegenen Bilanzsumme. Der Anstieg der Bilanzsumme resultiert im Wesentlichen aus dem stark gestiegenen Cashpooling-Bestand auf der Aktivseite sowie aus den Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen und gegenüber verbundenen Unternehmen auf der Passivseite, welche jeweils mit den gestiegenen Umsätzen aufgrund der Preissteigerungen in 2023 zusammenhängen. Außerdem führt der Anstieg der Pensionsrückstellungen zu einer höheren Bilanzsumme der Passiva. Durch den beschriebenen Verlauf des Geschäftsjahres 2023 und dem damit verbundenen, gesunkenen Ergebnis nach Steuern reduzierte sich die Eigenkapitalrendite um 10,7 Prozentpunkte auf 77,3 %. Bedingt durch die im Geschäftsjahr getätigten Investitionen abzüglich der jährlichen Abschreibung reduzierte sich das Anlagevermögen um 2,1 Mio. € auf nun 46,7 Mio. €. Die Vorräte sind im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 um 3,9 Mio. € gestiegen. Bei einem Rückgang der unfertigen Erzeugnisse um 1,1 Mio. € und beruht dieser Anstieg hauptsächlich auf dem Anstieg der Fertigwaren um 5,4 Mio. € getrieben durch den gestiegenen Warenwert der einzelnen Artikel der Lagerbestände und einem strategischen Bestandsaufbau. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und der Lage des Unternehmens Die EBIT- und Umsatzentwicklung für 2023 ist trotz rückläufiger Volumen-Absatzentwicklung als positiv in einem sehr herausfordernden Marktumfeld anzusehen. Sämtliche Aktivitäten und Pläne konnten erreichen, die deutlichen Steigerungen in den Rohwaren- und Herstellkosten und daraus resultierende negative Effekte auf die Gewinnmarge abzuschwächen. Herausfordernde Marktsituationen mit hohem Preisdruck wurden in kurzer Zeit gelöst. Auch die besonders schwierigen Verhandlungen mit Kaufland wurden positiv abgeschlossen. So ist die iglo GmbH weiterhin ein profitables Unternehmen mit dem Ziel, auf allen Segmenten nicht nur im Umsatz, sondern auch im Volumen, wieder zu wachsen. Entsprechend unterstützt werden diese mit einem Set von strategischen Marketing-Aktivitäten. So werden die gelernten und beliebten Werbeikonen Käpt'n Iglo und die Gemüse Range weiter neu inszeniert und aktiv eingesetzt - sowohl im klassischen TV als auch in den digitalen Kanälen. Parallel werden die neuen Produkte wie iglo Green Cuisine auf eine frische und innovative Art in Szene gesetzt und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Zukunftsausrichtung der Marke. Der Fortbestand der Gesellschaft wird als unverändert positiv beurteilt. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtChancenbericht Mit der Lovebrand iglo hat das Unternehmen eine enorme Markenbekanntheit, die die Konsumenten mit Vertrauen in die Produktqualität, einfache Zubereitung und Freude am Essen verbinden. Durch den Fokus auf und die kontinuierliche Weiterentwicklung der starken, bestehenden Kernsegmente im Bereich Fisch und Gemüse sowie dem Ausbau des vegetarischen und veganen Ernährungsangebots, kombiniert mit einer erfolgreichen Marktbearbeitung, ergeben sich auch in Zukunft gute Chancen für die iglo GmbH das Marktwachstum maßgeblich voranzutreiben und auch stärker als der gesamte Tiefkühlmarkt zu wachsen. Hinzu kommen viele relevante Makrothemen, die die Vorteile der Kategorie Tiefkühlkost per se adressieren und somit einen Mehrwert für die Konsumenten liefern. Besonders hervorzuheben wären hier die Reduzierung der Lebensmittelverschwendung durch längere Haltbarkeit und Portionierbarkeit. Eine geringere oder gleichwertige CO 2e Bilanz, im Vergleich zu vielen alternativen Produkten, sowie ein hoher Grad an Convenience, der ideal zu umgestellten Lebensgewohnheiten, Familiensituationen und einer agileren Arbeitswelt passt, spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Im Zuge weiterer Optimierungen für eine Effizienzverbesserung in der internationalen Zusammenarbeit der Unternehmensgruppe wurden einige Aufgaben im Finanzbereich aus Deutschland in das Nomad Foods Shared Finance Centre in London überführt. Dies betrifft die Verantwortung für Buchhaltung, Reporting und Controlling in den Bereichen Procure to Pay, Order to Cash, Record to Report und Financial Planning & Analysis. Aus diesen Komponenten sowie der Markenstärke der Marke iglo ergeben sich Wettbewerbsvorteile, die insbesondere in ökonomisch und gesellschaftlich unsicheren Zeiten das Unternehmen sowohl bei den Konsumenten als auch bei den Handelspartnern als einen verlässlichen Partner darstellt. Auf Basis der Strahlkraft der Markenikonen, dem attraktiven Produktangebot und den zukunftsorientierten Wachstumssegmenten ist die iglo GmbH stark aufgestellt, um mit der erfolgreichen Umsetzung der Strategie im Tiefkühlmarkt weiter zu wachsen. Risikobericht Die iglo GmbH ist im Rahmen ihrer operativen Geschäftstätigkeit naturgemäß Risiken ausgesetzt, diese werden im Folgenden absteigend hinsichtlich ihrer Bedeutung für das Unternehmen dargestellt. Im Allgemeinen unterliegt die iglo GmbH nach wie vor den Risiken, die sich aus der hohen Konzentration in der deutschen Handelsstruktur ergeben, die auch weiterhin einen entsprechenden Druck auf die Nettoerlöse mit sich bringt. Einkaufskooperationen wie Epic (EDEKA) und Coopernic (REWE), internationale Einkaufsgesellschaften wie Eurelec (REWE) und Everest (EDEKA) sowie die noch stärkere Internationalisierung der Discounter (Aldi/Lidl) werden zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen. Die kontinuierliche Zusammenarbeit mit allen Lebensmittelhändlern in Deutschland sowie die Erschließung neuer, digitaler Vertriebskanäle haben zum Ziel, das Kundenrisiko zu reduzieren. Die Rohstoffverfügbarkeit und -sicherheit sind grundlegende Parameter für die Geschäftstätigkeit. So stellen beispielsweise Ernterisiken in der Gemüseproduktion die Organisation insbesondere durch die größeren Schwankungen der allgemeinen Wettereinflüsse zunehmend vor Herausforderungen. Ähnliches gilt für die Versorgung mit Fisch. In diesem Bereich gilt es, die stärkere Nachfrage am Weltmarkt nach MSC zertifiziertem Fisch und die damit einhergehende langfristige Verknappung von qualitativ hochwertiger Rohware zu managen. Der Einkauf von jeweils mehreren Lieferanten auch aus geografisch unterschiedlichen Regionen mindert das lokale Ernterisiko bei Gemüseprodukten, ebenso wie ein weltweiter Einkauf von Fischrohware sowie eine größere Varianz der gewählten Fischarten. Lebensmittel, insbesondere mit einem hohen emotionalen Faktor, stehen im Blickpunkt einer breiten Öffentlichkeit. So besteht auch für die iglo GmbH stets das Risiko von Lebensmittelbewertungen oder negativen äußeren Einflüssen, beispielsweise Lebensmittelskandalen, betroffen zu sein. Ein konsequentes Qualitätsmanagement, Trainings, regelmäßige Lieferantenaudits, Transparenz und wertorientierte Kommunikation mit der Öffentlichkeit sind nur einige Dinge, mit denen dieses Risiko minimiert wird. In der nachstehenden Tabelle werden die Eintrittswahrscheinlichkeiten und die möglichen finanziellen Auswirkungen der Risiken dargestellt: Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird dabei in drei Kategorien beurteilt, die wie folgt definiert sind:
Die potenziellen finanziellen Auswirkungen folgen einer Beurteilung in drei Kategorien, die sowohl den monetären Schaden als auch den Reputationsschaden berücksichtigen. Die Risiken werden in der Form dargestellt und beurteilt, wie sie nach der Umsetzung oben genannter Risikobegrenzungsmaßnahmen verbleiben (Nettobetrachtung).
Abschließend nehmen wir Stellung zu den möglichen Risiken, die aus den Ereignissen der gegenwärtigen weltpolitischen Lage ausgehen könnten: Neben dem Ukraine-Konflikt kam im Berichtsjahr der Konflikt im Nahen Osten dazu. Darüber hinaus ergeben sich Unsicherheiten aus dem Verhalten der politischen Akteure in China und in den USA. Zunächst haben diese Faktoren nur einen mittelbaren Einfluss auf das Unternehmen. Allerdings führen diese Ereignisse sowohl in der deutschen Wirtschaftspolitik als auch bei den Konsumenten zu Verhaltensänderungen, die auch unmittelbar Risiken beinhalten können. Betroffen sind beispielsweise die Preisentwicklungen für Energie, Logistik oder relevante Rohstoffe. Eine mögliche Weiterentwicklung der allgemeinen Inflation könnte die Konsumentennachfrage nach Eigenmarkenangeboten weiter ansteigen lassen. Zudem bezieht das Unternehmen Rohmaterial Fisch aus allen Weltmeeren, also auch aus russischen Gewässern. Potenzielle Einfuhrembargos und damit eingeschränkte Lieferketten bleiben ebenfalls Unsicherheitsfaktoren. Aufgrund der volatilen Lage lässt sich jedoch zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine Quantifizierung dieser Risiken nicht durchführen und es wird auf eine derartige Stellungnahme verzichtet. Um zukünftige, mögliche Risiken zu minimieren, arbeitet das Unternehmen auch parallel an alternativen Beschaffungs- bzw. Lieferszenarien. Zusammenfassende Beurteilung der Risikolage des Unternehmens Für die iglo GmbH sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Dies ergibt sich sowohl aus der stabilen Geschäftsentwicklung sowie aus der Finanzierung über die Nomad Gruppe. Prognoseberichterstattung Im Gesamtmarkt für Tiefkühlkost geht die Geschäftsführung bei der Absatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr insgesamt von einer Stagnation aus. Für die iglo GmbH erwartet das Unternehmen aufgrund der abflachenden Inflation und den in 2023 vorgenommenen Preisanpassungen im Bereich Fisch sowie eines starken Innovations- und Aktivitätenplans für 2024 leicht steigende Volumen sowie moderat steigende Umsatzerlöse und ein leicht steigendes EBIT. Die strategische Ausrichtung für 2024 und auch für die folgenden Jahre ist weiterhin auf eine kontinuierliche Umsatz- und Ergebnisverbesserung ausgerichtet.
Hamburg, den 31. Mai 2024 Die Geschäftsführung Philipp Kluck Markus Mischko Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn - und Verlustrechnung vom 01.01. bis 31.12. 2023
Anhang zum Jahresabschluss 2023Allgemeine Hinweise Die iglo GmbH hat ihren Sitz in Hamburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Registergericht Hamburg (Reg.Nr. HRB 97 746). Sie ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. 1. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) in T€ aufgestellt. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig und entsprechend den von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen. Sich im Bau befindliche Anlagen werden zum Stichtag mit ihren, bis dahin verursachten Anschaffungskosten ausgewiesen. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2008 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 250 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als € 250 und bis zu € 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten ausgewiesen. Eine Bilanzierung zum niedrigeren beizulegenden Wert war nicht erforderlich. Die Gesellschaft besitzt Kapitalanteile an Unternehmen, bei denen der Anteilsbesitz der Herstellung einer dauernden Verbindung dient. Die Gesellschaft hält eine Beteiligung in Höhe von 100 % an der FFT Frozen Food Trading GmbH mit Sitz in Hamburg. Das Eigenkapital der Tochtergesellschaft beträgt am 31.12.2023 T€ 22, das Jahresergebnis 2023 beträgt T€ (0). Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt für die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe nach der gleitenden Durchschnittsmethode. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Standardkosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten Zuschläge für Fertigungsgemeinkosten sowie anteilige Beträge für Abschreibungen auf Produktionsanlagen einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Falls erforderlich werden entsprechende Pauschalwertberichtigungen zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos gebildet. Die Flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert, entspricht dem Stammkapital laut Gesellschaftsvertrag sowie der Handelsregistereintragung und ist voll eingezahlt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung für den Monat Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,83%. Effekte aus Zinssatzänderungen werden im Zinsaufwand erfasst. Gemäß Art. 75 Abs. 6 EGHGB n.F. ist § 253 HGB anzuwenden. Daraus ergeben sich zum 31. Dezember 2023 Rückstellungen für Pensionen in Höhe von T€ 59.880. Diese liegen um T€ 982 (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2023 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte. Bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Gehaltssteigerungen von 3,0% für die dynamischen Zusagen und Rentensteigerungen von jährlich 2,2%, 1,0% für Zusagen nach 2001, zugrunde gelegt. Für die Mitarbeiter im Alter von 20 bis 60 Jahren wurde eine durchschnittliche Fluktuationsrate in Höhe von 4,7% p.a. unterstellt. Zur Fortschreibung der Verpflichtungsseite im Geschäftsjahrjahr 2023 wurden Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 6.658 vorgenommen, die nach reinen Personalaufwendungen (T€ 5.701) und Zinsaufwendungen (T€ 957) getrennt in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen sind. Darüber hinaus wurden Versorgungsleistungen in Höhe von T€ 469 ausgezahlt. Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), zu verrechnen. Saldierungsfähiges Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB besteht zum Bilanzstichtag nicht. Bei der Bewertung der künftigen Jubiläumszuwendungen wird den einzelnen Dienstjahren der Barwert des jeweils erdienten ratierlichen Teilanspruchs auf Jubiläumsleistungen zugeordnet. Bei den Berechnungen wurde unter Anwendung der Pauschalregelung gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB ein Rechnungszins in Höhe von 1,75% berücksichtigt. Zur Fortschreibung der Verpflichtungsseite im Geschäftsjahr 2023 wurden Zuführungen zur Jubiläumsrückstellung in Höhe von T€ 96 vorgenommen, wobei der Zinseffekt sich auf T€ 36 beläuft. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Auf Grund der steuerlichen Organschaft mit der iglo Holding GmbH, Bremerhaven, ist alleinige Steuerschuldnerin die Organträgerin. Dementsprechend werden die temporären Differenzen der Gesellschaft in dem Abschluss der Organträgerin erfasst. 2. Erläuterungen zur Bilanz und der Gewinn- und VerlustrechnungErläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens in 2023 ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen gegen Gesellschafter Die offenen Forderungen gegen Gesellschafter betragen zum Abschlussstichtag T€ 0 (Vorjahr T€ 14). Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (T€ 10.524; Vorjahr T€ 14.029). Des Weiteren sind Forderungen aus Cash-Pooling enthalten, die gemäß § 387 BGB aus der Verrechnung von gleichartigen Forderungen und Verbindlichkeiten entstanden sind. Das Geschäftsjahr 2023 schließt hier mit Forderungen in Höhe von T€ 123.314 ab. Dem gegenüber stehen, nach Anpassung der Darstellungsweise an dieses Verrechnungsverfahren, Forderungen in Höhe von T€ 92.009 für das Geschäftsjahr 2022. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten im Wesentlichen die Risiken der steuerlichen Außenprüfung zur Prüfung der Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und sonstiger gesonderter Feststellungen sowie der Prüfung von Abzugssteuern. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen die Rückstellungen für Rückvergütungen an Kunden (Jahresbonus) und sonstige Verpflichtungen aus betrieblich oder tariflich vereinbarten Leistungen an Mitarbeiter und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für berechnete Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten Die Aufteilung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (T€ 28.779; Vorjahr T€ 18.146). Die Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling sind gemäß § 387 BGB mit den gleichartigen Forderungen aus Cash-Pooling verrechnet worden und in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen und resultieren im Wesentlichen aus der Ergebnisabführung. Eine Besicherung der Verbindlichkeiten durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte besteht nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag für zukünftige, nicht passivierte finanzielle Verpflichtungen beträgt 3,8 Mio. Euro. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen. Für die sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergeben sich folgende Fristen:
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge
3. Sonstige AngabenDurchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer
Gesamthonorar des Abschlussprüfers Es wurden Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von 221 T€ und Steuerberatungsleistungen in Höhe von 115 T€ in Anspruch genommen. Mitglieder des Aufsichtsrats Vorsitzende: Angelika Backhausen - Finance & HR Director (iglo Austria Holding GmbH) Dipl. Kauffrau, Wien, Österreich Stellvertreter: Thomas Eiling - Betriebsratsvorsitzender (iglo GmbH in Reken) Technischer Angestellter, Heiden Michael Gertz - Fachkoordinator Mechanik (iglo GmbH in Reken) Technischer Meister, Reken Hanife Klein - Senior Category Manager (iglo GmbH in Hamburg) Dipl.-Kauffrau, Hamburg Markus Fahrnberger-Schweizer - General Manager Austria (iglo Austria GmbH) Magister der Betriebswirtschaft, Wien, Österreich Bis 31.08.2023 Spring, Oliver - Group Sustainability Manager (iglo GmbH in Reken) Diplom Kaufmann, Reken Ab 01.09.2023 Francis Nicholas - Group Digital Director (Nomad Foods Europe Ltd.) Dipl. Betriebswirt, Bedfont Lakes, UK Bis 31.03.2023 Weber Stephan - Cluster Head of Legal DACH & Compliance Officer (Nomad Foods Europe Ltd.) Diplom Kaufmann, Bedfont Lakes, UK Ab 01.04.2023 Rebecca Nascimento - Marketing Director (iglo Nederland BV) Treasurer, Niederlande Bis 31.08.2023 Boermans, Hendrik - Country Manager (iglo Belgium) Diplom-Kaufmann - Drogenbos, Belgien Ab 01.09.2023 Michel Acda - General Manager Netherlands (iglo Nederland BV) Diplom-Kaufmann, Niederlande Bis 28.02.2023 Franke, Ines - Country Manager (iglo Austria) Diplom-Kauffrau - Drogenbos, Belgien Ab 01.03.2023 Virginie Habermacher - Marketing Director Switzerland (Findus Switzerland AG) Kauffrau, Vincennes, Frankreich Gesamtbezüge des Aufsichtsrats
Mitglieder der Geschäftsführung Philipp Kluck - General Manager (iglo GmbH, Hamburg) Dipl. Kaufmann, Hamburg Markus Mischko - Sales Director (iglo GmbH, Hamburg) Dipl. Kaufmann, Hamburg Gesamtbezüge der Geschäftsführung
Stand der Pensionsrückstellungen für frühere Mitglieder der Geschäftsführung bzw. ihrer Hinterbliebenen
Angaben zum Mutterunternehmen Der Kreis der verbundenen Unternehmen unserer Gesellschaft umfasst das oberste Mutterunternehmen, die Nomad Foods Limited, Ritter House, Wickhams Cay II, Road Town, Tortola, VG1110, British Virgin Islands (Registration number: 1818482), und sämtliche Tochterunternehmen dieses Mutterunternehmens. Da unsere Gesellschaft, ihr Tochterunternehmen (kleinster Kreis von Unternehmen) und unser Mutterunternehmen (iglo Holding GmbH, Bremerhaven, Handelsregister beim Amtsgericht Bremen, HRB 5136 Bremerhaven) in den Konzernabschluss der Nomad Foods Limited (größter Kreis von Unternehmen) einbezogen werden, hat sowohl unsere Gesellschaft, als auch unsere Muttergesellschaft darauf verzichtet, einen Teilkonzernabschluss aufzustellen. Der befreiende Konzernabschluss der Nomad Foods Limited wird nach den Grundsätzen der "International Financial Reporting Standards" (IFRS) aufgestellt. Der befreiende Konzernabschluss und der befreiende Konzernlagebericht der Nomad Foods Limited sind einem nach § 291 Abs. 2 Nr. 1 HGB aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht gleichwertig und der befreiende Konzernabschluss wird geprüft. Der Konzernabschluss der Nomad Foods Limited, Ritter House, Wickhams Cay II, Road Town, Tortola, VG1110, British Virgin Islands, ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich, wird unter der Registernummer FC033111 in Großbritannien veröffentlicht und wird von der iglo Holding GmbH im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft haftet für fremde Verbindlichkeiten in Form von Pfandrechten für einen Darlehensvertrag der Nomad Foods Limited. Die Pfandrechte bestehen in der Verpfändung von Bankguthaben (zum Bilanzstichtag 2023 T€ 4 / Vorjahr: T€ 40). Das Risiko der Inanspruchnahme aus diesen fremden Verbindlichkeiten wird als sehr gering eingestuft, da der originäre Darlehensnehmer seinen vertraglichen Verpflichtungen bislang fristgerecht nachgekommen ist. Die Gesellschaft hat zusammen mit anderen (mittelbaren) Tochtergesellschaften der Nomad Foods Europe MidCo Limited und der Nomad Foods Limited eine Garantie zugunsten der Finanzierungsparteien unter dem Konsortialdarlehensvertrag abgegeben, wonach sich jeder Garantiegeber unter anderem unwiderruflich und bedingungslos verpflichtet, auf Verlangen unverzüglich jeden Betrag zu zahlen, den die unter dem Konsortialdarlehensvertrag Verpflichteten bei Fälligkeit unter oder in Verbindung mit einem Finanzierungsdokument nicht zahlen, und jede Finanzierungspartei auf Verlangen unverzüglich von allen Kosten, Verlusten oder Verbindlichkeiten freizustellen, die dieser Finanzierungspartei entstehen, wenn eine von ihr garantierte Verpflichtung nicht durchsetzbar, ungültig oder rechtswidrig ist oder wird. Die Haftung der Gesellschaft im Rahmen dieser Garantie ist unter eine Limitation Language vertraglich in marktüblicher Weise beschränkt, um den Kapitalerhaltungsvorschriften der §§ 30, 31 GmbH zu entsprechen. Die Garantiehöhe beläuft sich auf € 2.094,1 Mio zum 31.12.2023 (Vorjahr € 2.140,2 Mio). Gewinnverwendung Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die iglo Holding GmbH, Bremerhaven, abgeführt. Eine entsprechende Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. Gesellschafter ist erfasst. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor. Zu aktuellen Geschehnissen, aus denen sich sowohl Chancen, als auch Risiken für das Unternehmen ergeben können, wie zum Beispiel dem Ukraine / Russland Konflikt, wird auf den Lagebericht zum Jahresabschluss 2023 verwiesen.
Hamburg, den 31. Mai 2024 Die Geschäftsführung Philipp Kluck Markus Mischko ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS zum 31. Dezember 2023
VERBINDLICHKEITENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die iglo GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der iglo GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der iglo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 5. Juni 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Dr. Andreas Focke, Wirtschaftsprüfer ppa. Elin Astrid Lüdemann, Wirtschaftsprüferin Bericht des Aufsichtsratsiglo GmbH, HamburgDie Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat während des Berichtszeitraums laufend über die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft informiert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben 3 Aufsichtsratssitzungen stattgefunden. An ihnen hat auch die Geschäftsführung teilgenommen. In den jeweiligen Sitzungen hat die Geschäftsführung dem Aufsichtsrat ausführlich den Geschäftsverlauf des Unternehmens und die vorgelegten Berichte erläutert. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die Jahresplanungen der Gesellschaft analysiert und verabschiedet. Im Dezember 2023 wurden die arbeitnehmerseitigen Aufsichtsräte von der Belegschaft neu gewählt, so dass eine 4. Aufsichtsratssitzung des noch amtierenden Aufsichtsrates für die Billigung des Jahresabschlusses 2023 im Juni 2024 stattgefunden hat. Der Jahresabschluss und der Lagebericht der iglo GmbH über das Geschäftsjahr 2023 wurden durch den Abschlussprüfer, PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Dem Ergebnis dieser Prüfung stimmt der Aufsichtsrat nach eigenen Feststellungen sowie nach eingehender Prüfung und Befragung des Abschlussprüfers zu. Der Aufsichtsrat erhebt nach abschließender Prüfung keine Einwendungen und billigt den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss. Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 12.06.2024 festgestellt.
Der Aufsichtsrat Stephan Weber |
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