Lindlau Handelsgesellschaft mbH

Braudenstraße 3, 01796 Pirna, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 33239
Eingetragen
14.4.2014
Branche
Großhandel mit AnstrichmittelnGroßhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehörGroßhandel mit Werkzeugmaschinen
Gegenstand
Großhandel in Artikeln der Fahrzeugbranche sowie verwandter Branchen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marcel Petzold
seit 24.7.2018
Prokura
Susanne Lindlau
seit 14.4.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

01824 Rosenthal-Bielatal
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lindlau Handelsgesellschaft mbH

Pirna

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Lindlau Handelsgesellschaft mbH beschäftigt sich mit dem Vertrieb von Fahrradersatzteilen und Zubehör.

Zu den Kunden zählen hauptsächlich Fahrrad-Einzelhandelskunden. Hier ist die Lindlau Handelsgesellschaft mbH breit aufgestellt. Der Firma liegt ein partnerschaftlicher Umgang mit ihren Kunden am Herzen, so dass immer wieder Folgeaufträge von den Kunden erwartet werden können. Dies führte in den letzten Jahren zu stetigem Wachstum.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenausblick

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor kriegsgeprägten Umfeld ins Stocken. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2023 um 0,3% gesunken.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3% gesunken", 15.01.2024

Entgegen den Erwartungen und dem allgemeinen negativen Konsumklima haben 2023 sowohl die Fahrradproduktion wie auch die Fahrradverkäufe abermals ein sehr hohes Niveau erreicht - vergleichbar mit dem coronabedingten Fahrrad-Boomjahr 2020. Insgesamt ist der Fahrrad- bzw. E-Bike-Bestand in Deutschland 2023, wie in den vergangenen Jahren, weiter gewachsen - auf 84 Millionen (2022: 82,8 Millionen), mit einem Anteil von ca. 11 Millionen E-Bikes. Der Trend geht dabei neben dem Neukauf vermehrt auch zur Anschaffung von Zweit- oder Dritträdern - zum Beispiel für die Freizeit, den Sport oder den Transport.

Das E-Bike ist der Motor der Fahrradbranche und das in fast allen Produktsegmenten. 2023 wurden in Deutschland mit 53 % (2022 48 %) erstmals mehr E-Bikes als klassische Fahrräder (47 %) verkauft. 1,9 Millionen abgesetzte Fahrräder (47 %) stehen 2023 2,1 Millionen E-Bikes gegenüber. Herausragend ist dabei der hohe Fachhandelsanteil, der 2023 um einen Prozentpunkt auf 77 % gestiegen ist, während SB-Warenhäuser, Baumärkte und Discounter mit einem Marktanteil von 1 % (minus 1 Prozentpunkt) weiter an Bedeutung verloren.

Auf hohem Niveau stabil waren 2023 auch die Umsätze der Fahrradbranche: Der Wert der im Jahr 2023 in Deutschland verkauften Fahrräder und E-Bikes betrug 7,06 Milliarden Euro (2022: 7,36 Mrd. €, 2021: 6,56 Mrd. €, 2019: 4 Mrd. €). Die Werthaltigkeit der Produkte spiegelt sich dabei auch in den Verkaufspreisen. Über alle Verkaufskanäle hinweg (Fachhandel, Online, SB-Märkte etc.) verzeichnet die Branche 2023 einen Brutto-Durchschnittspreis bei Fahrrädern von 470 € (2022: 500 €) und bei E-Bikes von 2.950 € (2022: 2.800 €). Zu berücksichtigen ist dabei der zunehmende Anteil von naturgemäß deutlich höherpreisigen Lastenrädern, der die Durchschnittspreise anhebt.

Zu einem wichtigen Markttreiber hat sich zudem das Fahrradleasing über den Arbeitgeber entwickelt. Experten schätzen, dass heute rund jedes vierte Rad über das Leasing, das für Arbeitnehmer viele Vorteile vereint, zu den Kunden kommt. Von dieser Entwicklung profitiert insbesondere der stationäre Fachhandel stark.

Die steigenden Kosten für Mobilität, Energie, Mieten und Lebenshaltung sowie ein zunehmendes Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein sind Rahmenbedingungen, die die Beliebtheit von Fahrrädern und E-Bikes aktuell und sicher auch in Zukunft steigern werden.

Quelle: ZIV Marktdaten 2023

2. Geschäftsverlauf

Im Berichtsjahr ist der Umsatz auf ca. 29,561 Mio. € um 13% gesunken.

Während der Corona-Jahre boomte die Fahrradbranche. Hersteller und Händler schraubten Produktions- und Ordervolumina infolge der hohen Nachfrage nach oben. Die Hoffnungen auf einen dauerhaften Boom wurden jedoch nicht erfüllt. Die Ordermengen hatten sich entlang der Lieferketten aufgestaut und die bestellten Mengen überschritten plötzlich den eigentlichen Bedarf. Russlands Krieg gegen die Ukraine, steigende Energiepreise und die hohe Inflation taten ihr Übriges, das Konsumklima zu trüben. Die Folge davon waren volle Lager, welche längerfristig finanziert werden mussten. Viele Fahrradhersteller sowie Händler traf dieser Einbruch hart, es wurden übermäßig viele Insolvenzen beantragt.

Der Jahresüberschuss 2023 beträgt 1,244 Mio. Euro nach Steuern.

Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor sehr gut. Für das Jahr 2024 muss allerdings mit sinkenden Umsätzen gerechnet werden. Dies resultiert dadurch, dass nach der Corona Pandemie die extrem hohe Nachfrage nach Fahrrädern und Ersatzteilen wieder auf ein weiterhin hohes, aber "normales" Niveau sinkt.

Die Kosten für Material und Personal sind in 2023 leicht gestiegen und konnten teilweise an unsere Auftraggeber weitergegeben werden. Dies ist auch in 2024 zu erwarten. Für das Geschäftsjahr 2024 können wir wieder mit einem Jahresüberschuss rechnen.

Die Finanzlage des Unternehmens ist als sehr stabil einzuschätzen. Das Finanzmanagement ist darauf gerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist unter Ausnutzung von Skonti zu begleichen. Bei den Forderungen wird darauf geachtet, dass diese innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele vereinnahmt werden. Die sehr gute Kapitalstruktur hat einen wesentlichen Anteil an den erwirtschafteten Ergebnissen.

Die Liquiditätsstruktur des Unternehmens ist unverändert solide. Das Unternehmen ist jederzeit in der Lage, seinen Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Seit diesem Jahr bestehen keine Kreditverbindlichkeiten mehr für das Unternehmen.

III. Prognosebericht

Aufgrund der unsicheren Marktsituation ist eine Umsatz- und Ergebnisprognose zwischen dem "normalen" Jahr 2019 und den Ausnahmejahren 2020 bis 2022 zu erwarten.

Das Jahr 2024 bleibt für Fahrradbranche sicherlich schwierig, da die sehr hohen Lagerbestände in der gesamten Lieferkette erst abgebaut werden müssen. Die Konsumlaune ist aufgrund von Unsicherheiten wie die hohe Inflation, schwache Konjunktur und politischen Verwerfungen weiterhin getrübt. Oberste Priorität hat die Sicherstellung der Liquidität, etwa durch den Abbau von Lagerbeständen und Fixkosten sowie die Optimierung des Working Capital. Ebenso wichtig ist aber auch der Aufbau von professionellen Prozessen, um auf Marktveränderungen schneller und flexibler reagieren zu können.

Eine weitere wesentliche Veränderung in der Geschäftspolitik ist nicht geplant.

 

Pirna, den 06.02.2025

gez. Lindlau

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 37.973,00 44.423,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 37.967,00 44.304,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 37.967,00 44.304,00
II. Sachanlagen 6,00 119,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6,00 119,00
B. Umlaufvermögen 9.046.933,30 9.257.725,00
I. Vorräte 6.490.251,24 7.888.698,41
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.645.288,55 862.865,24
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 911.393,51 506.161,35
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.682,28 3.460,51
Summe Aktiva 9.088.588,58 9.305.608,51

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.953.248,74 6.709.289,35
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 7.928.248,74 6.684.289,35
B. Rückstellungen 179.045,00 544.819,00
C. Verbindlichkeiten 956.294,84 2.051.500,16
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 422.744,83
2. sonstige Verbindlichkeiten 956.294,84 1.628.755,33
Summe Passiva 9.088.588,58 9.305.608,51

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 4.961.134,66 6.648.132,26
2. Personalaufwand 273.770,21 271.119,42
a) Löhne und Gehälter 226.200,22 223.533,69
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 47.569,99 47.585,73
davon für Altersversorgung 21.196,80 21.049,68
3. Abschreibungen 6.450,00 6.463,00
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.450,00 6.463,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.883.181,51 3.860.035,46
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.200,54 1.061,84
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 27.570,53 8.546,60
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 529.071,56 747.185,68
8. Ergebnis nach Steuern 1.244.291,39 1.755.843,94
9. sonstige Steuern 332,00 353,00
10. Jahresüberschuss 1.243.959,39 1.755.490,94

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Soweit für Pflichtangaben Wahlrechte bestehen, diese in Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang darzustellen, sind diese aus Gründen der Übersichtlichkeit im Anhang dargestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Lindlau Handelsgesellschaft mbH
Firmensitz laut Registergericht: Pirna
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Dresden
Register-Nr.: 33239

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Ausweis- und Bewertungsstetigkeit wurde gewahrt.

Bei der Bewertung zum 31. Dezember 2023 wurde von der Fortführung des Unternehmens (Going Concern) ausgegangen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten angesetzt. Auf bereits länger lagernde Ware wurde ein Abschlag in Höhe von 5% vorgenommen.

Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nennwert. Dem allgemeinen Kreditrisiko sowie dem interen Zinsverlust wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% des um die zweifelhaften Forderungen bereinigten Nettoforderungsbestandes Rechnung getragen. Zweifelhafte Forderungen wurden einzelwertberichtigt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Summen der Bruttowerte (kumulierte Anschaffungs- / Herstellungskosten) und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposition sowie die Zugänge und Abgänge des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem nachfolgenden Anlagespiegel. Ebenso sind dem Anlagespiegel die Abschreibungen des Geschäftsjahres zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge Abgänge-
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 95.000,00 57.033,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 95.000,00 57.033,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.873,99 8.867,99
Summe Sachanlagen 8.873,99 8.867,99
Summe Anlagevermögen 103.873,99 65.900,99
Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 6.337,00 37.967,00 44.304,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 6.337,00 37.967,00 44.304,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 113,00 6,00 119,00
Summe Sachanlagen 113,00 6,00 119,00
Summe Anlagevermögen 6.450,00 37.973,00 44.423,00

Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert

Der entgeltlich erworbene Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden 15 Jahre festgelegt.

Die Gründe für eine betriebliche Nutzung mit einer geschätzten Nutzungsdauer von 15 sind, dass Zahlungen für den Firmenwert geleistet wurden, um den Organisationsaufbau übernehmen zu können. Zahlungen erfolgten auch für eine langfristig aufgebaute Vertriebsstruktur. Die Abschreibung des Firmenwerts erfolgt über einen Zeitraum von 15 Jahren, weil davon ausgegangen wird, dass dies der Zeitraum ist, in dem sich die Vertriebsstruktur frühestens amortisieren wird.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr bestehen in Höhe von TEUR 14,9 (i.Vj. TEUR 21,5).

Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind Kostenabgrenzungen des Personalbereichs in Höhe von TEUR 101,8 enthalten.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEUR bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
größer 5 Jahre
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 0,0 0,0 0,0 0,0
(Vorjahr) 422,8 422,8 0,0 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 33,0 33,0 0,0 0,0
(Vorjahr) 206,7 206,7 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 923,3 923,3 0,0 0,0
(Vorjahr) 1.422,0 1.422,0 0,0 0,0
- davon gegenüber Gesellschaftern 700,0 700,0 0,0 0,0
(Vorjahr) 700,0 700,0 0,0 0,0
- davon aus Steuern 220,0 220,0 0,0 0,0
(Vorjahr) 117,2 117,2 0,0 0,0
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,0 0,0 0,0 0,0
(Vorjahr) 0,5 0,5 0,0 0,0
Summe 956,3 956,3 0,0 0,0
(Vorjahr) 2.051,5 2.051,5 0,0 0,0

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Es besteht eine selbstschuldnerische Bürgschaft zugunsten der Heinrich Lindlau GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 1.225,0 sowie eine Höchstbetragsbürgschaft zugunsten der Geschäftsführerin, Frau Susanne Lindlau, in Höhe von TEUR 1.170.

Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen, da die Schuldnerinnen finanziell in der Lage sind, ihren Verpflichtungen termingerecht nachzukommen.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 4.

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl Vorjahr Zahl
Angestellte 4,00 4,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Frau Susanne Lindlau, Geschäftsführerin, geführt.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung gem. § 285 Nr. 9a HGB wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung:

Der Jahresüberschuss beträgt EUR 1.243.959,39.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags in Höhe von EUR 6.684.289,35 ergibt sich ein Betrag von in Höhe von EUR 7.928.248,74, der zu verwenden ist.

Auf neue Rechnung werden EUR 7.928.248,74 vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Pirna, den 06. Februar 2025

gez. Susanne Lindlau, Geschäftsführerin

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 10.02.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die Lindlau Handelsgesellschaft mbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Lindlau Handelsgesellschaft mbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Lindlau Handelsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt - Erstprüfung

Der Jahresabschluss der Lindlau Handelsgesellschaft mbH für das vorhergehende Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022, der die Grundlage für die Vergleichsangaben im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 bildet, wurde nicht geprüft. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 ist diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Dresden, 06. Februar 2025

Arndt, Wirtschaftsprüfer

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