Stammdaten

Register
Amtsgericht Wiesbaden HRB 10268
Eingetragen
10.2.1997
Branche
Institute für Factoring-GeschäfteBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Der Ankauf von Forderungen im Wege des Factoring-Geschäftes und die Übernahme des Debitorenmanagements und die Unternehmensberatung in den vorgenannten Geschäftsfeldern sowie die Übernahme von Beteiligungen an anderen Gesellschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sabrina Dackermann
seit 11.9.2023
Prokura
Dennis Ritz
seit 18.1.2022
Prokura
Prokura
Prokura
Markus Dieter Wolf
seit 6.5.2011
Prokura
Thorsten Klindworth
seit 29.3.2011
Vorsitzender des Vorstands
Helmut Karrer
seit 29.3.2011
Vorstandsmitglied
Prokura
Armin Kurt Freisler
seit 2.2.2006
Prokura

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

A.B.S. Global Factoring AG

Wiesbaden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 2.544,47 6.183,29
2.544,47 6.183,29
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 1.151.738,29 854.163,98
1.151.738,29 854.163,98
3. Forderungen an Kunden 50.211.903,71 48.627.497,26
4. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 200.000,00 200.000,00
5. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.309.460,25 8.893.298,75
darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten EUR 1.000.995,50 (Vorjahr: EUR 1.000.995,50)
6. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 276.191,46 179.994,62
b) geleistete Anzahlungen 650.048,09 328.447,96
7. Sachanlagen 1.324.464,42 890.285,72
8. Sonstige Vermögensgegenstände 18.889.068,21 19.394.457,82
9. Rechnungsabgrenzungsposten 135.511,74 107.159,37
82.150.930,64 79.481.488,77

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 12.657.379,60 22.573.867,15
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 11.108.980,48 12.002.626,64
23.766.360,08 34.576.493,79
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
darunter: gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
a) andere Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig 25.622.031,88 23.357.736,49
25.622.031,88 23.357.736,49
25.622.031,88 23.357.736,49
3. Sonstige Verbindlichkeiten 13.456.561,20 4.110.472,04
4. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 352.853,74 172.843,74
b) andere Rückstellungen 1.716.080,00 1.339.042,00
2.068.933,74 1.511.885,74
5. Nachrangige Verbindlichkeiten 7.539.363,20 7.307.490,74
6. Eigenkapital
a) Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital 6.000.000,00 6.000.000,00
6.000.000,00 6.000.000,00
b) Gewinnrücklagen
ba) gesetzliche Rücklage 600.000,00 600.000,00
bb) andere Gewinnrücklagen 1.515.000,00 965.000,00
2.115.000,00 1.565.000,00
c) Bilanzgewinn 1.582.680,54 1.052.409,97
9.697.680,54 8.617.409,97
82.150.930,64 79.481.488,77
Eventualverbindlichkeiten:
a) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und aus Gewährleistungsverträgen 31.12.2023: EUR 0,00 31.12.2022: EUR 86.943.243,72

Gewinn und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

EUR EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 10.426.977,88 6.189.030,13
10.426.977,88 6.189.030,13
2. Zinsaufwendungen 7.998.218,56 3.634.897,22
3. Laufende Erträge aus
a) Anteilen an verbundenen Unternehmen 669.978,40 350.000,00
669.978,40 350.000,00
4. Provisionserträge 11.191.123,62 9.978.382,83
5. Provisionsaufwendungen 2.378.858,73 2.565.057,96
8.812.264,89 7.413.324,87
6. Sonstige betriebliche Erträge 991.411,13 785.465,20
7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 4.807.830,78 4.407.417,25
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 618.485,48 555.672,51
darunter: für Altersversorgung EUR 381,75 (Vj: EUR 354,97)
5.426.316,26 4.963.089,76
b) andere Verwaltungsaufwendungen 3.357.751,51 3.531.381,62
8.784.067,77 8.494.471,38
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen
a) auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 309.774,50 188.756,28
309.774,50 188.756,28
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 2.299.484,98 1.159.900,98
10. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 560.152,96 338.781,03
11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 2.069.239,45 1.598.575,37
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 483.430,88 476.268,09
13. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten ausgewiesen 5.538,00 2.863,00
14. Jahresüberschuss 1.580.270,57 1.119.444,28
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.409,97 2.965,69
16. Einstellungen in Gewinnrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 0,00 70.000,00
0,00 70.000,00
17. Bilanzgewinn 1.582.680,54 1.052.409,97

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die A.B.S. Global Factoring AG, Wiesbaden wird beim Registergericht Wiesbaden unter der Registernummer HRB 10268 geführt.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Gesellschaft ist gem. Nr. 9 (Factoring) in § 1 Abs. 1a Satz 2 KWG ein Finanzdienstleistungsinstitut. Damit fallen Factoringunternehmen unter die Finanzdienstleistungsinstitute und somit in den Anwendungsbereich der §§ 340 ff. HGB und der RechKredV.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss der A.B.S. Global Factoring AG für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und des Aktiengesetzes sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr beibehalten.

Barreserve und Forderungen an Kreditinstitute werden zum Nennwert angesetzt.

Forderungen an Kunden werden mit den realisierbaren Werten bilanziert. Für alle erkennbaren und latenten Risiken wurden Einzelwertberichtigungen bzw. Rückstellungen in Höhe der zu erwartenden Ausfälle gebildet. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch die Bildung einer angemessenen Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Erworbene immaterielle Anlagewerte sowie Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer i.d.R. zwischen 3 und 10 Jahren angesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden im Jahr der Anschaffung bis zu einem Betrag i.H. von € 800,00 voll abgeschrieben. Ab € 801,00 wird die Abschreibung planmäßig auf ihre Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten aktiviert.

Sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verpflichtungen und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

IV. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Anlage 3, Seite 10) dargestellt. Die Sachanlagen enthalten Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Einbauten auf fremden Grundstücken in Höhe von T€ 1.324.

Es besteht eine 100%ige Beteiligung an der A.B.S. Factoring AG, Pfäffikon in der Schweiz, die ein Eigenkapital von T€ 1.499 (TCHF 1.389) aufweist. Der Jahresüberschuss 2023 beträgt rd. T€ 617 (ca. TCHF 600), wovon T€ 270 (TCHF 250) an die deutsche Muttergesellschaft auszuschütten sind.

Weiterhin besteht eine 100%ige Beteiligung an der A.B.S. Global Factoring AB, Stockholm in Schweden. Hier beträgt das Eigenkapital T€ 395. (TSEK 4.377). Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von T€ 3 (TSEK 33) erwirtschaftet.

Des Weiteren besteht eine unmittelbare 100%ige Beteiligung an der A.B.S. Factoring AG, Salzburg in Österreich (ehemals VBF Factoring Bank AG). Das Eigenkapital beträgt T€ 11.284. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss i.H. von T€ 695 erzielt, wovon T€ 400 an die deutsche Muttergesellschaft auszuschütten sind.

Es besteht eine mittelbare 100 %ige Beteiligung an der Eurincasso Gesellschaft m. b. H., Salzburg in Österreich. Das Eigenkapital beträgt T€ 56. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der A.B.S. Factoring AG, Salzburg. Die Gesellschaft wird im Teilkonzern Österreich konsolidiert.

Es besteht eine 100%ige Beteiligung an der A.B.S. Factoring d.o.o., Ljubljana, Slowenien. Das Eigenkapital beträgt T€ 476. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr beläuft sich auf T€ 148.

Im Dezember 2017 wurde die Eurincasso GmbH, Wiesbaden (vormals Prien) gegründet. Die A.B.S. Global Factoring AG hält eine 100%ige Beteiligung. Das negative Eigenkapital der Eurincasso GmbH beträgt T€ 496. Der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr beläuft sich auf T€ 15.

Es besteht eine 100 % Beteiligung an der dgpar Deutsche Gesellschaft für privatärztliche Abrechnung GmbH, Wiesbaden. Im Berichtsjahr erhöhten sich die Geschäftsanteile von 82,2 % auf 100 %. Das Eigenkapital zum 31.12.2023 beträgt T€ 144. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 beläuft sich auf T€ 603.

Im August 2021 wurde die A.B.S. Factoring S.A ., Katowice, in Polen gegründet. Die A.B.S. Global Factoring AG hält 75,0% der Anteile. Das negative Eigenkapital zum 31.12.2023 beträgt - T€ 186 (-TPLZ 808). Der Jahresfehlbetrag für das Jahr 2023 beläuft sich auf -T€ 312 (-TPLZ 1.418).

Im Jahr 2023 wurde die A.B.S. Invoice Service d.o.o., Zagreb, in Kroatien gegründet. Die A.B.S. Global Factoring AG hält 100% der Anteile. Das Eigenkapital beträgt € 50.000,00. Die operative Tätigkeit der Gesellschaft wurde erst in 2024 aufgenommen.

Angabe der Währungsposten

Gesamtbetrag der Vermögensgegenstände, die auf Währung lauten: T€ 52.568
Gesamtbetrag aller Schulden, die auf Währung lauten: T€ 52.546

Die Gliederung nach § 9 RechKredV von ausgewählten Posten der Bilanz nach Restlaufzeiten ist auf Seite 10 (Anlage 3) dargestellt.

Zur Absicherung von Kontokorrentverbindlichkeiten im laufenden Jahr wurden Zessionsverträge über die Forderungen an Kunden der Gesellschaft geschlossen. Daneben wurden die Schadenersatzansprüche aus der Warenkreditversicherung für die abgetretenen Forderungen ebenfalls abgetreten.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind mit T€ 15.210 (i. Vj. T€ 15.268) Forderungen an Refinanzierungsinstitute aus Forderungsverkäufen enthalten. Darüber hinaus enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Darlehen und Verrechnungskonten in Höhe von T€ 3.284 i. Vj. T€ 3.854).

In Höhe von T€ 38 (i. Vj. T€ 38) wurden Forderungen an die Kreditversicherungen bilanziert, bei denen naturgemäß zum Teil noch nicht alle Formalitäten erfüllt sind, die für den Eintritt des Versicherungsfalles im Sinne der Kreditversicherung erforderlich sind, so dass sie teilweise erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für Personal, Versicherungsprämien und Ausfallgarantien, Archivierungskosten, Jahresabschluss- und Prüfungskosten sowie ausstehende Rechnungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 5.306 (i.Vj. T€ 3.439).

Das Grundkapital beträgt € 6.000.000 und besteht aus 12.000 Namensaktien zu einem Nennwert pro Stück von € 500.

Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:

Bilanzgewinn 31.12.2022 1.052.409,97 €
Ausschüttung in 2023 - 500.000,00 €
Einstellung Gewinnrücklagen 2023 - 550.000,00 €
Gewinnvortrag 2.409,97 €
Jahresüberschuss 2023 1.580.270,57 €

Der Vorstand wird der Hauptversammlung die folgende Gewinnverwendung des Bilanzergebnisses 2023 vorschlagen:

Bilanzgewinn 2023 1.582.680,54 €
Ausschüttung in 2024 - 680.000,00 €
Einstellung Gewinnrücklagen 2024 - 885.000,00 €
Gewinnvortrag 17.680,54 €

Die Verbindlichkeiten aus nachrangigen Darlehen belaufen sich auf € 7.539.363,20 (i.Vj. € 7.307.490,74).

Für alle Darlehen wurde ein wirksamer Rangrücktritt erklärt. Zinsen für nachrangige Darlehen sind in Höhe von T€ 385 (i.Vj. T€ 367) angefallen. Die Detailübersicht befindet sich auf Seite 10 (Anlage 3) des Anhangs.

Haftungsverhältnisse

Im Geschäftsjahr wurden Garantien i. H. v. insgesamt T€ 87.578 gewährt. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

Garantie gegenüber A.B.S. Factoring AG, Schweiz an Commerzbank AG i. H. v. T€ 825 für die Inanspruchnahme einer Kreditlinie

Garantie gegenüber A.B.S. Factoring AG, Österreich für Smart Fact S.A. i.H. T€ 2.735 (Sicherstellung der Großmillionenkreditgrenze in Bezug auf den Sperreinbehalt)

Garantie gegenüber A.B.S. Factoring AG, Österreich für Silvertower (Global Finance Inc.) max. € 15 Mio.

Garantie gegenüber A.B.S. Factoring AG, Österreich an Commerzbank AG i. H. v. € 5 Mio.

Garantie gegenüber A.B.S. Factoring AG, Österreich/A.B.S. Global Factoring AB für Smart Fact S.A, Schweden max. € 54,8 Mio.

Patronatserklärung gegenüber der A.B.S. Factoring d.o.o., Slowenien an Raiffeisenlandesbank Kärnten € 3 Mio.

Patronatserklärung gegenüber der A.B.S. Factoring AG, Österreich: Übernahme der uneingeschränkten Verpflichtung, die A.B.S. Factoring d.o.o., Slowenien, so zu leiten und finanziell auszustatten, dass diese stets in der Lage ist, allen ihren Verpflichtungen aus dem Factoring-Vertrag fristgerecht nachzukommen.

Garantie gegenüber dgpar GmbH an Commerzbank AG i. H. v. € 5 Mio.

Garantie gegenüber dgpar GmbH an Nord LB i. H. v. € 5 Mio.

Bei den abgegebenen Garantieerklärungen handelt es sich um Eventualverpflichtungen, die zugunsten von Tochtergesellschaften bzw. deren Refinanzierungspartnern abgegeben wurden. Die Garantieerklärungen dienen der Absicherung der Refinanzierung des Forderungsankaufes. Es handelt sich somit bei dieser Art der Forderungsrefinanzierung um keine gewöhnliche Kreditfinanzierung zur allgemeinen Finanzierung des Geschäftsbetriebes, sondern ausschließlich um zweckgebundene Refinanzierungen angekaufter Forderungen. Das bedeutet auch, dass diesen Forderungsrefinanzierungen die jeweiligen angekauften Forderungen als unterliegende Sicherheiten dienen. Die Risikoeinbehalte (Sperrguthaben) sowie Warenkreditversicherungen dienen als zusätzliche Sicherheiten. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus obigen Haftungsverhältnissen wird aufgrund der soliden Vermögens- Finanz- und Ertragslage bzw. aufgrund der positiven Planungen der betreffenden Tochterunternehmen sowie der Nichtausnutzung von Kreditlinien als gering eingestuft.

Weiterhin wurden gegenüber den Tochterunternehmen die folgenden Garantien, die unabhängig von der Refinanzierung dieser Gesellschaften sind, abgegeben:

Garantie gegenüber Eurincasso GmbH, Wiesbaden an Siemens Finance & Leasing GmbH i. H. v. € 18.038.

Garantie gegenüber der Altgesellschafter der Compass GmbH, Gevelsberg, Herrn Hans- Otto Krasniewicz-Siegel und Frau Patricia Wilke, aus dem am 17.08.2022 notariell geschlossenen Verschmelzungsvertrag auf die dgpar GmbH bis zu einem Höchstbetrag i. H. v. € 1 Mio. Die aktuelle Verpflichtung beträgt T€ 233.

Patronatserklärung gegenüber der A.B.S. Factoring SA, Polen, wonach die A.B.S. Global Factoring AG Sorge dafür tragen wird, dass die Gesellschaft so gestellt wird, dass sie ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen können wird.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt für die Jahre 2024 bis 2030 insgesamt netto T€ 1.432. Davon entfallen T€ 1.208 auf Büromiete (bis einschließlich 2026) und T€ 224 auf Kfz-Leasing (bis einschließlich 2026). Im Jahr 2024 sind hiervon insgesamt netto T€ 484 fällig.

Die Absicherung von Währungskursen erfolgte durch den Abschluss diverser Devisenswaps. Zum Ende des Geschäftsjahres bestanden Geschäfte über insgesamt:

CHF 10,9 Mio.
SEK 16,4 Mio.
USD 4,5 Mio.
NOK 3 Mio.
GBP 0,65 Mio.

Die Devisen-Swaps mit Ausübung im Januar 2024 wurden, sofern ein negativer Zeitwert besteht, mit ihrem Zeitwert von insgesamt € 404.480 unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfasst. Devisen-Swaps mit einem positiven Zeitwert von insgesamt T€ 4 wurden als schwebendes Geschäft nicht angesetzt. Die Zeitwerte wurden durch Gegenüberstellung der mit dem Stichtagskurs bewerteten Fremdwährungen und dem Rückkaufwert gem. Swap-Vereinbarung ermittelt.

Fremdwährungspositionen wurden zum Jahresende mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet.

V. Angaben zur GuV

Die Provisionserträge enthalten im Wesentlichen Factoring/Inkasso-Gebühren in Höhe von T€ 10.826 (VJ T€ 9.790)

Die sonstigen betrieblichen Erträge i. H. v. T€ 991 (i.Vj. T€ 785) gliedern sich im Wesentlichen auf in:

T€ 7 (i.Vj. T€ 33) Auflösung von Rückstellungen

T€ 98 (i.Vj. T€ 84) Sachbezüge

T€ 231 (i.Vj. T€ 168) Mieteinnahmen aus der Vermietung von Büroräumen

T€ 0,7 (i.Vj. T€ 3) Erträge aus Anlageverkäufen

T€ 344 (i.Vj. T€ 466) Weiterbelastungen von Kosten

T€ 299 (i. Vj. T€ 0) Erlöse aus Garantien

Im Vorjahr waren die Erlöse aus Garantien in Höhe von T€ 234 unter den Zinserträgen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften ausgewiesen.

In den anderen Verwaltungsaufwendungen sind Währungsgewinne und -verluste im Saldo von -T€ 81 (i.Vj. T€ 101) enthalten.

VI. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 60 Angestellte (davon weiblich: 38) als Mitarbeiter beschäftigt. Darunter entfallen 8 Arbeitsplätze auf Leitende Angestellte im Sinne des Betriebsverfassungsgesetzes.

Leitungsorgane

Vorstandsvorsitzender im Berichtsjahr war Herr Dipl.-Kfm. Thorsten Klindworth, Taunusstein, hauptamtlicher Vorstandsvorsitzender.

Weiteres Vorstandsmitglied ist Herr Dipl.-Kfm. Helmut Karrer, Dreieich, hauptamtlicher Vorstand.

Die Gesellschaft wendet die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB hinsichtlich der Vorstandsbezüge an.

Im gesamten Berichtsjahr waren Frau Silvia Kilian-Heller, Herr Armin Freisler, Frau Daniela Zorn, Herr Markus Wolf, Frau Eva Sartorius, Herr Dennis Ritz und Herr Marcus Feick zu Prokuristen bestellt. Allen wurde Gesamtprokura erteilt: Sie vertreten entweder zusammen oder mit einem Vorstand.

Der Aufsichtsrat bestand im Geschäftsjahr 2023 aus folgenden Personen:

 

Graf Wolfgang zu Castell-Castell (Vors.), Bankkaufmann

 

Markus Hankammer (Stv. Vors.), Dipl. Betriebswirt

 

Hans Volker Mayer, Bankkaufmann (ausgeschieden zum März 2023)

 

Stephan Ziegler, Dipl. Betriebswirt BA

 

Dr. Holger Bingmann, Dipl. Kaufmann

Die Bezüge des Aufsichtsrates betrugen insgesamt T€ 42.

Für Abschlussprüfungsleistungen wurden gegenüber dem Wirtschaftsprüfer Kosten in Höhe von insgesamt T€ 98 (i.Vj. T€ 103) erfasst. Diese entfallen vollständig auf Prüfungsleistungen.

Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende von T€ 680 auszuschütten und T€ 885 in die Freien Gewinnrücklagen einzustellen. Der verbleibende Betrag in Höhe von € 17.680,54 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Nachtragsbericht

Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vor, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind.

 

Wiesbaden, den 21. März 2024

Dipl.-Kfm. Thorsten Klindworth, Vorstandsvorsitzender

Dipl.-Kfm. Helmut Karrer, Vorstand

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Umgliederungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
Anteile an verbundenen Unternehmen 8.893.298,75 416.161,50 0,00 0,00 9.309.460,25
8.893.298,75 416.161,50 0,00 0,00 9.309.460,25
II. Immaterielle Anlagewerte
1. Immaterielle Anlagewerte 1.564.343,27 142.495,03 0,00 0,00 1.706.838,30
2. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Anlagewerte 328.447,96 321.600,13 0,00 0,00 650.048,09
1.892.791,23 464.095,16 0,00 0,00 2.356.886,39
III. Sachanlagen
1. Unbebautes Grundstück 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.582.917,11 697.764,67 170.827,00 -3.100,00 2.448.408,78
3. Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen 170.827,00 0,00 -170.827,00 0,00 0,00
1.753.744,11 697.764,67 0,00 -3.100,00 2.448.408,78
12.539.834,09 1.578.021,33 0,00 -3.100,00 14.114.755,42
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
II. Immaterielle Anlagewerte
1. Immaterielle Anlagewerte 1.384.348,65 46.298,19 0,00 1.430.646,84
2. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Anlagewerte 0,00 0,00 0,00 0,00
1.384.348,65 46.298,19 0,00 1.430.646,84
III. Sachanlagen
1. Unbebautes Grundstück 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 863.458,39 263.476,31 -2.990,34 1.123.944,36
3. Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
863.458,39 263.476,31 -2.990,34 1.123.944,36
2.247.807,04 309.774,50 -2.990,34 2.554.591,20
Buchwert
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.309.460,25 8.893.298,75
9.309.460,25 8.893.298,75
II. Immaterielle Anlagewerte
1. Immaterielle Anlagewerte 276.191,46 179.994,62
2. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Anlagewerte 650.048,09 328.447,96
926.239,55 508.442,58
III. Sachanlagen
1. Unbebautes Grundstück 0,00 0,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.324.464,42 719.458,72
3. Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen 0,00 170.827,00
1.324.464,42 890.285,72
11.560.164,22 10.292.027,05

Fristengliederung nach § 9 RechKredV

bis drei Monate mehr als drei Monate bis ein Jahr mehr als ein Jahr bis fünf Jahre mehr als fünf Jahre Gesamt
Aktiva
3. Forderungen an Kreditinstitute 854.183,98 0,00 0,00 0,00 854.183,98
4. Forderungen an Kunden 47.691.768,52 935.728,74 0,00 0,00 48.627.497,26
Passiva
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -32.649.074,19 -222.918,71 -1.330.893,10 -373.607,79 -34.576.493,79
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden -23.357.736,49 0,00 0,00 0,00 -23.357.736,49

Erläuterungen nach § 35 RechKredV

nachrangige Darlehen Darlehensvaluta Währung Zinssatz p.a. Fälligkeit Vorzeitige Rückzahlbarkeit
3401 651.403,92 € Euro 4,5% keine Vereinbarung nein
3403 181.362,71 € Euro 4,5% keine Vereinbarung nein
3420 8.805,62 € Euro 4,5% keine Vereinbarung nein
3431 2.250.000,00 € Euro 5,0% 31.12.2024 nein
3432 2.250.000,00 € Euro 5,0% 31.12.2024 nein
3405 1.000.000,00 € Euro 5,5% 31.12.2024 nein
3407 800.000,00 € Euro 5,5% 31.03.2024 nein
3410 165.000,00 € Euro 6,0% keine Vereinbarung 3 Monate Kündigungsfrist
3409 232.790,95 € USD 6,5% keine Vereinbarung 3 Monate Kündigungsfrist

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Darstellung der wirtschaftlichen Verhältnisse und des Geschäftsergebnisses

A.I. Allgemeine Situation

Das Jahr 2023 stand in ganz Europa im Zeichen einer wirtschaftlichen Schwächephase. Insbesondere in Deutschland führten die vielen negativen Umfeldbedingungen zu einer spürbaren Rezession: das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr 1. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort und verharrt weiter unterhalb des Vorkrisenniveau.

Geopolitische Spannungen und deren Folgen verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumenten. Der Welthandel verlor weiter an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft.

Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine signifikant gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Auch die im Jahresverlauf nachlassenden Lieferengpässe konnten die negativen Effekte nicht ausgleichen, so dass die Bruttowertschöpfung im produzierenden Gewerbe ohne Bau um 2% gegenüber dem Vorjahr einbrach.

Die anziehende Inflation, welche im Jahresdurchschnitt bei 5,9% lag, dämpfte den Konsum und wirkte sich lähmend auf das gesamte Wirtschaftsgeschehen aus. Zweitrundeneffekte durch tarifliche Lohnsteigerungen blieben nicht aus. Trotzdem sanken die privaten Konsumausgaben in Deutschland um 1,1%. Besonders von der steigenden Kaufzurückhaltung betroffen waren Wirtschaftsgüter im Non-Food-Bereich sowie Einrichtungsgegenstände, Hausgeräte, Schuhe und Textilien.

Die demzufolge steigenden Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen, was besonders die Bauwirtschaft sowie die Nachfrage nach Investitionsgütern bremste.

1 Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

All diese Faktoren bildeten ein toxisches Gemisch an Umfeldfaktoren, welches letztlich die deutsche Wirtschaft in 2023 ins Minus drückte und Auswirkungen auf das restliche Europa hatte. So blieb nicht aus, dass ab dem 2. Halbjahr die Unternehmensinsolvenzen sprunghaft anstiegen. 2023 stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen deutlich um 23,5 Prozent auf 18.100 Fälle (2022: 14.660 Fälle) 2.

Die Nachfrage nach alternativen Finanzierungsinstrumenten wie Factoring ist in 2023 weiter angestiegen, was sich auch in der Entwicklung unseres Portfolios zeigt, gleichwohl die Umsetzungsrate bedingt durch eine schwächere Bonität der Unternehmen, rückläufig ist.

A.II. Lage des Unternehmens

Trotz der äußerst widrigen Umfeldbedingungen war 2023 einer der erfolgreichsten Geschäftsjahre sowohl aus Sicht der deutschen Gesellschaft als auch auf Konzernebene. Obwohl wir beim Risikoaufwand den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen Tribut zollen müssen, lag die Ertragskraft der AG nochmals über dem bereits erfreulichen Vorjahr auf einem sehr bemerkenswerten Niveau. Insofern sind wir mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr mehr als zufrieden.

Zuwächse bei den Umsätzen unserer Bestandskunden sowie ein sehr erfolgreiches Neugeschäftsvolumen führte zu einem gegenüber Vorjahr erneut deutlich verbesserten Forderungsumsatz. Mit 321 Anschlusskunden (Vorjahr 312) wickelten wir ein Forderungsvolumen von € 2.084.067.543,93 (Vorjahr: € 1.978.314.964,69) ab. Das entspricht einem Zuwachs um 5,35% und einer Planüberschreitung von 1,66%. Auf den größten Anschlusskunden entfielen dabei 4,27% (Vorjahr: 5,12%).

Hinsichtlich der wichtigsten Kennzahlen, auf deren Grundlage die finanzielle Entwicklung der Gesellschaft laufend von der Geschäftsleitung überwacht wird, ergab sich im abgelaufenen Geschäftsjahr das nachfolgende Bild:

2 Quelle: Creditreform

Finanzielle KPI 2023 2022 Veränderung
Forderungsvolumen in TEUR 2.084.068 1.978.315 5,35%
operative Erlöse in TEUR 21.618 16.167 33,72%
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Risikokosten in TEUR 3.808 2.420 57,36%
CIR (Verhältnis Verwaltungskosten zu operativen Erlösen) 40,63% 52,51% -22,63%

Die gegenüber Vorjahr um 33,72% höheren Erlöse resultierten vornehmlich aus den höheren Zinserlösen aufgrund gestiegener Zinsen. Die Cost-Income-Ratio hat sich um 22,63% verbessert und insgesamt führte dies zu einer Gewinnsteigerung vor Steuern auf € 2.069.239,45 (Vorjahr: € 1.598.575,37).

Der durchschnittliche Forderungsbestand je Debitor lag bei € 23.696 (Vorjahr: € 23.092) und die Anzahl der Forderungsankäufe betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 760.799 (Vorjahr: 791.578), entsprechend einer durchschnittlichen Rechnungsgröße von € 2.739,31 (Vorjahr: € 2.499).

Mit einer Bilanzsumme der A.B.S. Global Factoring AG von € 82.150.930,64 (Vorjahr: € 79.481.451,32) errechnet sich eine Eigenkapitalquote von 11,80% (Vorjahr: 10,84%). Unter Berücksichtigung der Darlehen mit Rangrücktritt sowie der stillen Reserven in Form der Rücklage für allgemeine Bankrisiken und der pauschalen Wertberichtigung erhöht sich die wirtschaftliche Eigenkapitalquote aufgrund der guten Ertragslage auf 22,49% (Vorjahr 21,60%). Bei der Beurteilung der Eigenkapitalquote ist stets zu berücksichtigen, dass die Bilanz größtenteils aus angekauften Forderungen besteht, denen weiteres Haftungskapital in Form von Deckungsgarantien der Kreditversicherer gegenübersteht.

Die Struktur der Aktiva wird hauptsächlich durch die von uns erworbenen Forderungen geprägt. Die Forderungen sind zinsvariabel und nahezu vollständig innerhalb von 3 Monaten fällig. Die Refinanzierung erfolgt durch Ankaufsfazilitäten, klassische Kontokorrentkredite und nachrangige Darlehen.

Die A.B.S. verfügte während des gesamten Betrachtungszeitraums über ausreichende Finanzmittel. Die Zahlungsfähigkeit war zu jeder Zeit gegeben. Es standen stets ausreichende Refinanzierungsmöglichkeiten mit entsprechenden Planungs- und Wachstumsreserven zur Verfügung.

Unverändert stand auch im Geschäftsjahr 2023 das aktive Risikomanagement im Fokus, um möglichen Risiken proaktiv zu begegnen. Neben der weiteren Zentralisierung von Risikoprozessen haben wir auch das Risikomanagement personell verstärkt.

Entscheidend im Neukundengeschäft waren in einem wettbewerbsintensiven Markt, die schnellen Entscheidungswege und die Expertise in Spezialsituationen der Unternehmen. Wir agieren als Manufaktur mit automatisierten Prozessen. Damit begegnen wir dem Kunden auf Augenhöhe und überzeugen durch professionelle Abwicklung.

Zentrales Thema war erneut das stringente Projektmanagement zur Einführung unserer neuen Factoringsoftware. In einem ersten Schritt wurde 2023 die Anwendung für das schwedische Portfolio eingeführt. Die Umsetzung für das schweizerische Portfolio und im Anschluss das deutsche Factoringgeschäft folgt in 2024.

Ende des Jahres 2023 wurde die Refinanzierung um ein weiteres Ankaufsprogramm erweitert. Dabei ist es gelungen, einen neuen Investorenkreis unabhängig von bestehenden Bankpartnern zu erschließen und somit die Position als bankenunabhängiger Anbieter zu untermauern. Gleichzeitig reduziert sich durch die weitere Diversifizierung die Abhängigkeit von bestehenden Refinanzierungspartnern.

Durch die Veränderungen im Marktumfeld und das Ausscheiden von Wettbewerbern wird nicht nur im deutschen Markt eine steigende Nachfrage nach Einkaufsfinanzierungslösungen erwartet. Dieser Trend bietet für quickpaid Wachstumspotenziale, die durch die Weiterentwicklung des Produkts, genutzt werden können. Ergänzend zu dem bisherigen Angebot, das primär auf den Nutzer als Kunde ausgerichtet war, wird zukünftig mit quickpaid Enterprise auch ein digitales Angebot als Absatzfinanzierung für Lieferanten unterbreitet. quickpaid wird neben den bisherigen Märkten (Deutschland, Schweiz, Slowenien) künftig auch im skandinavischen Markt sowie UK verfügbar sein.

Neben den genannten Leistungsindikatoren ermittelt und überwacht die Gesellschaft weitere finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren. So wird auf einen risikoadäquaten Portfoliomix geachtet und die Ausfallquoten eng überwacht. Daneben sind Kundenzufriedenheit und -orientierung wichtige Leistungsindikatoren. Seit 2023 werden seitens der Gesellschaft auch verstärkt ESG-Risiken berücksichtigt und überwacht.

Die Servicequalität wird durch ein besonders ausgeprägtes Expertenwissen und die Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiter garantiert. In die Weiterentwicklung und Fortbildung unserer Mitarbeiter investieren wir regelmäßig. Während der vergangenen Geschäftsjahre gab es keine erhöhte Fluktuation und es konnte zusätzliches qualifiziertes Personal gewonnen werden.

Die Ertragslage der Tochtergesellschaften insgesamt hat sich nochmals gegenüber Vorjahr verbessert. Bis auf die Eurincasso Deutschland GmbH und die A.B.S. Factoring S.A., Polen, weisen alle Beteiligungen positive Ergebnisse aus.

Unsere Schweizer Tochtergesellschaft, die A.B.S. Factoring AG, erzielte im vergangenen Jahr ein Forderungsvolumen von rd. € 325 Mio. (Vorjahr: rd. € 282 Mio. / + 15%), welches erneut deutlich über Vorjahr, aber auch über Plan (+8,33%) liegt. Somit konnte auch ein positives Ergebnis vor Steuern von rd. T€ 647 (Vorjahr: T€ 439) erwirtschaftet werden. Maßgeblich hierfür sind Erfolge in der Neukundengewinnung sowie die positive Entwicklung der Bestandskunden. Die zwischenzeitlich sehr gute Marktposition der Schweizer Tochtergesellschaft sowie der überschaubare Wettbewerb ist die Basis für weiteres profitables Wachstum. Dennoch fällt die Planung für 2024 mit Blick auf das gesamtwirtschaftliche Umfeld verhaltener aus. Es wird ein Forderungsumsatz von € 330 Mio. mit einer nochmaligen Steigerung des Ergebnisses erwartet.

Bei unserer österreichischen Tochter, A.B.S. Factoring AG, konnte der Wegfall coronabedingten Mehrumsatzes bei einigen Kunden nicht komplett aufgefangen werden. Somit fiel der Factoringumsatz mit € 1.013.443.508 € (Vorjahr: € 1.175.441.806) um 13,78% geringer aus. Der Umsatz verteilt sich auf 149 Kunden (Vorjahr: 159) mit einem durchschnittlichen Kundenumsatz von T€ 6.802 (Vorjahr: T€ 7.393). Das Ergebnis vor Steuern von T€ 988 (Vorjahr: T€ 1.050) hat sich um 5,96% gegenüber Vorjahr leicht verschlechtert. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass eine Rückstellung für allgemeine Risiken gemäß § 57(1) BWG über € 200.000 dotiert wurde. Trotz des erwarteten Neugeschäfts für 2024 liegt der geplante Factoringumsatz für das Geschäftsjahr 2024 mit € 1 Mrd. aufgrund der Insolvenz eines Großkunden in 2023 leicht unter Vorjahr. Aufgrund einer verbesserten Cost-Income-Ratio sowie verbesserten Margen im Neugeschäft liegt die Ergebniserwartung leicht über Vorjahresniveau.

Die slowenische Tochtergesellschaft A.B.S. Factoring d.o.o. hat sich im Geschäftsjahr 2023 weiter positiv entwickelt. Trotz eines unter Vorjahr und Plan liegenden Factoringumsatzes von € 102.392.925 (Vorjahr: € 111.808.918,17 / Plan: € 121 Mio.) konnte das Ergebnis vor Steuern auf T€ 179 (Vorjahr: T€ 103) deutlich gesteigert werden. Für das Jahr 2024 ist eine Steigerung des Forderungsumsatzes auf € 116 Mio. sowie eine erneute Verbesserung des Ergebnisses geplant.

Die schwedische Tochtergesellschaft, A.B.S. Global Factoring AB, weist für das Geschäftsjahr 2023 einen Forderungsumsatz von rd. € 40 Mio. (Vorjahr: rd. € 55 Mio.) sowie ein positives Ergebnis vor Steuern in Höhe von T€ 2 (Vorjahr: T€ 50) aus. Im Geschäftsjahr 2024 werden wir die Aktivitäten der schwedischen Gesellschaft ausschließlich auf die Einführung von quickpaid in Skandinavien ausrichten. Der geplante Forderungsumsatz liegt bei € 38 Mio.

Im Geschäftsjahr 2023 setzte sich der Wachstumskurs bei der dgpar Deutsche Gesellschaft für privatärztliche Abrechnung mbH weiter erfolgreich fort. Neben dem Ausbau von Vertriebskooperationen zeigen auch die Investitionen in die Digitalisierung des Geschäftsmodells die gewünschten Effekte in der Profitabilität des Unternehmens.

Das abgerechnete Forderungsvolumen erhöhte sich auf € 207.752.701,15 (Vorjahr: € 147.382.108,19). Das Ergebnis vor Steuern liegt mit T€ 592 deutlich über dem Vorjahr (T€ 329). Trotz geplanter Investitionen im Geschäftsjahr 2024 in den Ausbau des Vertriebs sowie die weitere Digitalisierung rechnen wir mit einem weiteren Wachstum beim Forderungsvolumen auf € 241 Mio. bei weiterhin nachhaltig guter Profitabilität leicht unter Vorjahr.

Die Eurincasso GmbH (Deutschland) hat den Break-even mit einem negativen Ergebnis von T€ 12 (Vorjahr: - T€58) knapp verfehlt. Derzeit wird die neue Strategie für das Inkassogeschäft der Gruppe erarbeitet. Darauf basierend ist für das Geschäftsjahr 2024 der Turnaround geplant.

Die A.B.S. Factoring S.A. in Polen befindet sich nach interner Restrukturierung mit neuem Management weiterhin im Aufbau. Mit ersten Kunden wurde ein Factoringumsatz von rd. T€ 737 erzielt. Die weiteren Anlaufverluste beliefen sich auf rd T€ 296 (Vorjahr T€ 290). Für das Geschäftsjahr 2024 wird erwartet, dass die Marktaktivitäten zu einer positiven Entwicklung der Gesellschaft beitragen und im zweiten Halbjahr positive Ergebnisse erwirtschaftet werden.

B. Risikobericht

Das Risikomanagement der A.B.S.-Gruppe orientiert sich an den Erfordernissen des bestehenden Geschäftsmodells des offenen Fullservice-Factorings. Aus dem Factoring-Geschäft ergeben sich verschiedene Risiken, die die A.B.S.-Gruppe durch systematische Prüfung, Begrenzung der Einzelrisiken, Branchenbeobachtung und fortlaufende Überwachung im Tagesgeschäft mit einer Vielzahl von Einzelmaßnahmen begrenzt.

Allgemeine und geschäftspolitische Risiken können durch Kontrollen und risikominimierende Maßnahmen naturgemäß nie vollständig ausgeschlossen werden. Das Risikoüberwachungssystem ist daher primär darauf ausgerichtet, Risiken rechtzeitig zu identifizieren, um bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten und die Risiken quantitativ zu minimieren. Die zu diesem Zweck getroffenen Regelungen sind schriftlich festgelegt und werden regelmäßig aktualisiert. Somit tragen wir veränderten Rahmenbedingungen zeitnah Rechnung und optimieren unser Risikomanagement stetig.

Von den wesentlichen Risikoarten Adressausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationelles Risiko kommt dem Adressausfallrisiko die mit Abstand größte Bedeutung im Factoring-Geschäft zu. Zur Risikominderung in Bezug auf das Adressausfallrisiko der Debitoren hat die A.B.S. Global Factoring AG eigene Warenkreditversicherungen abgeschlossen. Sofern der Kunde bereits über ein eigenes bestehendes Warenkreditversicherungsverhältnis verfügt, kann dieses über das dafür vorgesehene Zwei-Vertragswerk einbezogen werden. Weiterhin besteht zur Minderung der Adressausfallrisiken bei Anschlusskunden eine Vertrauensschadenversicherung, die Schäden durch unerlaubte Handlungen in bestimmtem Umfang abfängt. Über die Vertrauensschadenversicherung werden gruppenweit, insbesondere die für das jeweilige Konzernunternehmen, substanz- und existenzgefährdenden Betrugsfälle versichert. Dabei decken die maximalen Entschädigungsleistungen je Schadensfall signifikante Risiken ab. Operationelle Risiken werden - soweit möglich - durch verschiedene Versicherungspolicen versichert.

Folgende Risikoarten bestehen:

Adressausfallrisiko

Factoring ist der fortlaufende Ankauf und die Bevorschussung von Forderungen aus abgeschlossenen Lieferungen und Leistungen, die beim Factoring-Kunden entstehen. Aufgrund der gegenüber den Debitoren angezeigten Abtretung der Forderungen sind diese zur Zahlung der Gegenwerte an den Factor verpflichtet. Im Adressausfallrisiko besteht die Gefahr, dass teilweise oder vollständig zugesagte Leistungen seitens der einzelnen Vertragspartner (Kunde und Debitor) ausfallen. Die A.B.S.-Gruppe untergliedert die Risikoart des Adressausfallrisikos nach Debitoren- und Kundenrisiko.

Kundenrisiko (Veritätsrisiko)

Das Kundenrisiko besteht darin, dass angekaufte Forderungen nicht oder nicht vollständig existieren oder mit Mängeln oder Gegenansprüchen Dritter behaftet sind. In diesem Fall fehlt der verkauften Forderung die teilweise oder vollständige Bestandskraft (Verität). In einem solchen Fall hat der Forderungsverkäufer (Factoring-Kunde) gem. dem abgeschlossenen Factoring-Vertrag die Verpflichtung, den Mangel zu beseitigen oder den Kaufpreis zu erstatten (Bestands- oder Veritätsgarantie). Das Risiko wird dann schlagend, wenn eine Mangelbeseitigung oder Rückzession mangels Leistungsfähigkeit des Anschlusskunden nicht mehr möglich ist, z.B. durch seine Insolvenz.

Bei der A.B.S. Global Factoring AG eingesetzte Maßnahmen zur Risikoreduzierung sind u.a. wie folgt (nicht abschließende Aufzählung):

Auswahl unserer Kunden durch eine entsprechende und gruppenweit einheitliche Bonitätsanalyse, u.a. durch Einsatz eines Ratingsystems des Volksbankensektors,

Laufende Überwachung durch die Hereinnahme und Auswertung von Bonitätsunterlagen,

Sicherheitseinbehalt (Sperrkonto) von der Kaufpreiszahlung (Bevorschussung) sowie ggf. individuell höhere Einbehalte,

Einholung von Negativerklärungen der Hausbanken des jeweiligen Kunden,

Vereinbarung von maximalen Kaufrahmen,

Vorlage von Sonderverträgen mit Debitoren,

Veritätskontrollen durch stichprobenweise Prüfung von Lieferdokumenten und Einholung von Saldenbestätigungen und/oder telefonische Kontrollen,

Garantierklärungen der Geschäftsführer/Gesellschafter.

Debitorenrisiko (Delkredererisiko)

Das Debitorenrisiko besteht in der mangelnden Zahlungsfähigkeit eines Debitors, gegen den Forderungen im Rahmen des Factoring-Verfahrens angekauft wurden.

Die A.B.S. Global Factoring AG prüft für jeden Debitor auf Antrag bzw. bei Faktureneinreichung des Kunden ein Warenkreditlimit (Debitorenlimit). Hierbei wird eine Bonitätsprüfung je Debitor durchgeführt, die hinsichtlich ihrer Art von der beantragten Limithöhe abhängt. Ab einer bestimmten Limitgrenze wird i.d.R. die Rückversicherung der entstehenden Forderungen durch eine Warenkreditversicherungspolice sichergestellt (Ausnahmen: z.B. mündelsichere Forderungen, Bundesdeckungen). In einem solchen Fall findet die Bonitätsprüfung des Debitors auch unter Mithilfe des Warenkreditversicherers statt.

Sofern ein Warenkreditlimit erteilt wird, ist das debitorische Ausfallrisiko durch die Limithöhe je Debitor und den geringen Selbstbehalt begrenzt.

Durch konstante Überwachung des Zahlungsverhaltens und einen zügigen Mahnprozess bei Zahlungsverzögerungen können mögliche Ausfallrisiken frühzeitig erkannt und reduziert werden. Der Mahnprozess sieht vor, dass überfällige Forderungen nach einem festgelegten Rhythmus gemahnt werden. Bei Hinweisen auf Ausfallrisiken werden - in enger Abstimmung mit den Fachabteilungen und der Geschäftsführung - geeignete Maßnahmen zur Risikoabwehr und -minimierung beschlossen und durchgeführt.

Operationelles Risiko

Operationelle Risiken sind per Definition Risiken, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder von externen Einflüssen eintreten können. Daher ist sicherzustellen, dass bedeutendes Schadenspotenzial identifiziert und wesentliche operationelle Risiken eliminiert werden.

Die stetige Förderung der gruppenweiten Risikokultur stellt einen wesentlichen Beitrag zur Risikominimierung dar. Der Zugang von Mitarbeitern zu Informations-, Kommunikations- und Bearbeitungssystemen wird durch Berechtigungsstufen festgelegt. Das Gesamtrichtlinienhandbuch legt in diesem Zusammenhang eine Reihe von Arbeitsabläufen, Arbeitsanweisungen sowie Kompetenzregelungen fest, die dazu beitragen, die Risiken einzugrenzen. Im Rahmen der Kompetenzordnung erlangen Mitarbeiter/innen je nach individueller Zuständigkeit umfangreiche Kenntnisse in Bezug auf Risikoerkennung und - steuerung. Als systemtechnisch relevant ist die gesamte IT-Infrastruktur zu nennen, bestehend aus Hard- und Software. Zusätzlich finden an allen Standorten regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter statt.

Das operationelle Risiko umfasst ebenfalls rechtliche Risiken, die entstehen können, wenn Ansprüche gegen Vertragspartner nicht in vollem Umfang oder nicht in geeigneter Weise vertraglich fixiert sind. Zur Abwehr rechtlicher Risiken werden in aller Regel Standardvertragswerke verwendet sowie vertragliche Regelungen vor dem Hintergrund gesetzlicher Regelungen stetig aktualisiert. Um die finanziellen Auswirkungen eines möglichen Schadens gering zu halten, bestehen diverse Versicherungspolicen, die die meisten der hier relevanten Risikoarten weitgehend absichern.

Marktpreisrisiko

Die A.B.S. Global Factoring AG tätigt weder Handelsgeschäfte noch sonstige Geschäfte mit Wertpapieren oder Edelmetallen, so dass keine Marktpreisrisiken bestehen. Daher werden Marktpreisrisiken als das Verlustrisiko aus nicht bzw. nicht vollständig abgesicherten Festzins- oder Währungspositionen bei Veränderungen der Marktpreise (Zinsen, Wechselkurse) aufgefasst. Gleichwohl sind diese von untergeordneter Bedeutung, da keine inkongruenten Zinsbindungen eingegangen, Kursrisiken aus Währungen über den Abschluss von Sicherungsgeschäften abgesichert werden und die A.B.S. Global Factoring AG ausschließlich im Kurzfristbereich engagiert ist.

Refinanzierungs- und Liquiditätsrisiko

Die Liquidität bezeichnet die Fähigkeit, jederzeit Refinanzierungsbedürfnisse befriedigen und Rückzahlungsansprüche erfüllen zu können. Im Rahmen der Steuerung von Liquiditätsrisiken achtet man auf eine ausreichende Diversifizierung der Refinanzierungsquellen. Aufgrund umfangreicher Planungs- und Wachstumsreserven bei der Refinanzierung bestanden im Geschäftsjahr 2023 zu keinem Zeitpunkt Refinanzierung- oder Liquiditätsrisiken, so dass diese Risikoart keinen Niederschlag in der Risikotragfähigkeitskalkulation findet.

Nachhaltigkeitsrisiken

Die A.B.S. Global Factoring AG berücksichtigt Nachhaltigkeitsrisiken ("ESG-Risiken") im Rahmen der Risikoinventur. Die Dokumentation erfolgt in den Unternehmensrichtlinien. Die oben dargestellten Risikoarten Adressausfallrisiko, Marktpreisrisiko, Liquiditätsrisiko und operationelles Risiko wurden im Hinblick auf Nachhaltigkeitsrisiken überarbeitet und ergänzt.

C. Ausblick

Die Bundesregierung hat Anfang des Jahres die Prognose bezogen auf die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts 2024 nach unten angepasst und geht nun nur noch von einem bescheidenen Wachstum von 0,2% aus. Sollte die Prognose zutreffen, wird die in 2023 eingesetzte Rezession in 2024 fortdauern und droht, in eine Stagnation überzugehen. Die Politik setzt bisher kaum Impulse, die geeignet wären, die wirtschaftliche Schwächephase schneller zu überwinden, so dass das Vertrauen der Bevölkerung in die Regierungsarbeit stetig sinkt. Fehlende Investitionen, zurückhaltendes Konsumverhalten sowie rückläufige Nachfrage der Auslandsmärkte schwächen die Wirtschaft. Daher gehen auch wir mit zurückhaltenden Erwartungen in das neue Geschäftsjahr und können eine Besserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aktuell nicht erkennen, zumal sich auch die geopolitische Lage nicht entspannt und Zinsreduzierungen zwar erwartet, aber eher später im Jahr umgesetzt werden.

Es ist von einem weiteren Anstieg der Insolvenzzahlen auszugehen, da zwischenzeitlich Eigenkapitalreserven von Unternehmen zunehmend aufgebraucht sind und Gegenmaßnahmen häufig zu spät eingeleitet werden.

Somit werden auch im Kundenportfolio Insolvenzen nicht zu vermeiden sein. Umso wichtiger sind funktionierende Frühwarnsysteme und eine engmaschige Überwachung des Portfolios, um Risikoaufwendungen zu vermeiden. Mit einer angemessenen Risikovorsorge ist dem schwierigeren Umfeld Rechnung zu tragen.

Gleichzeitig führt das schwierige Marktumfeld zu einer verstärkten Zurückhaltung der Banken bei der Neukreditvergabe. Diese Entwicklung einhergehend mit der zunehmenden Attraktivität alternativer Finanzierungslösungen führt zu einer stetigen Nachfrage von Factoringfinanzierungen.

Vertrieblich ist das Ziel, an die Erfolge im Berichtsjahr anzuknüpfen und einen Forderungsumsatz von € 2.200.000.000 zu erreichen. Trotz zunehmender Risiken im Markt bleibt der Margendruck hoch. Daher sind stabile Kosten bei der Refinanzierung sowie der Absicherung von Ausfallrisiken und die Verbesserung der Cost-Income-Ratio wesentliche Grundlage für eine nachhaltige Profitabilität. Geplante Investitionen in die Weiterentwicklung von quickpaid führen in der Planung für das Geschäftsjahr 2024 zu einem unter dem Berichtsjahr liegenden Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Risikokosten in Höhe von € 3,5 Mio. (- 7,56%).

Die Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital eines Dienstleistungsunternehmens. Die kontinuierliche Personalentwicklung, einhergehend mit der fortlaufenden Verbesserung der Servicequalität stehen im Fokus des Handelns, um die gute Marktpositionierung bei der Zielgruppe der kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) fortlaufend zu verbessern.

Durch die in 2024 anstehende Einführung der neuen Kernsoftware für das schweizerische und deutsche Portfolio wird der Grundstein für nachhaltige Effizienzsteigerungen im operativen Geschäft gelegt.

Ferner werden auch in 2024 die Tochtergesellschaften einen positiven Beitrag zur weiteren erfolgreichen Entwicklung der Gruppe leisten, wodurch weitere Synergien genutzt und die Profitabilität stabil gehalten werden können.

Bei der Refinanzierung konnten neue Wege eingeschlagen werden, die weiteres Wachstum als bankenunabhängiger Finanzdienstleister, ermöglichen. Die permanente Optimierung unserer Refinanzierung in Bezug auf Struktur, Diversifizierung sowie Kosten wird auch in 2024 ein Fokusthema bleiben.

Zusammenfassend bleiben Effizienz- und Profitabilitätssteigerung, Ausbau des Produktportfolios sowie die Stärkung der Marktpositionierung als bankenunabhängiger Factoringanbieter die wesentlichen Ziele für 2024.

 

Wiesbaden, den 21. März 2024

Dipl.-Kfm. Thorsten Klindworth, Vorstandsvorsitzender

Dipl.-Kfm. Helmut Karrer, Vorstand

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die A.B.S. Global Factoring AG:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der A.B.S. Global Factoring AG, Wiesbaden - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie unter Beachtung ergänzender Bestimmungen der Satzung - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der A.B.S. Global Factoring AG, Wiesbaden, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Die Einbeziehung der Buchführung in die Abschlussprüfung nach § 317 Abs. 1 Satz 1 HGB sowie die Prüfung des Lageberichts nach § 317 Abs. 2 HGB stellen zusätzliche gesetzliche Anforderungen dar, die über diejenigen der Internationalen Prüfungsstandards (ISA) hinausgehen.

Unsere nach § 317 HGB durchgeführte Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung Internationaler Prüfungsstandards (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der Internationalen Standards (ISA) durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Als Teil unserer Prüfung in Übereinstimmung mit den ISA üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren uns eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses, einschließlich der Angaben, sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eltville am Rhein, den 27. März 2024

RW GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schmidt-Fuhr, Wirtschaftsprüferin

Günther, Wirtschaftsprüfer

Gewinnverwendungsbeschluss 2023

In der Hauptversammlung der A.B.S. Global Factoring AG am 28.03.2024 wurde folgende Verwendung des Bilanzgewinnes in Höhe von € 1.582.680,54 beschlossen:

Jahresüberschuss nach Steuer: € 1.580.270,57
Einstellung in Gewinnrücklagen: € 0,00
Gewinnvortrag aus 2022: € 2.409,97
= Bilanzgewinn € 1.582.680,54

Ausschüttung auf das zum 31.12.23 stimm- und gewinnbezugsberechtigte Kapital in Höhe von € 680.000:

- Ausschüttung i.H.v. 9 1/6% auf den Nominalwert je Aktie (€ 500,00), entsprechend einer Dividende € 62,33 je Aktie, insgesamt € 680.000,00
= verbleibender Gewinn: € 902.680,54
Einstellung in die Freien Gewinnrücklagen: € 885.000,00
Vortrag auf neue Rechnung: € 17.680,54

Als Termin für die Ausschüttung wird der 08. April 2024 vorgeschlagen.

 

Wiesbaden, den 28.03.2024

T. Klindworth, Vorstandsvorsitzender

H. Karrer, Vorstand

G. Castell, Aufsichtsratsvorsitzender

Bericht des Aufsichtsrats zum Jahresabschluss 2023

der A.B.S. Global Factoring AG

Entsprechend der ihm gemäß Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben hat der Aufsichtsrat der A.B.S. Global Factoring AG die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2023 fortlaufend überwacht und die ihm obliegenden Entscheidungen getroffen.

In vier ordentlichen Sitzungen sowie anhand monatlicher Reportings, Quartalsberichte sowie quartalsweiser Risikoberichterstattung wurde der Aufsichtsrat unmittelbar und umfassend über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Instituts und seiner Risikosituation informiert. Eingehend behandelt wurden wichtige Kennziffern, wie Volumen, Erträgen und Kosten, sowie die wesentlichen institutsinternen Projekte. Diese waren insbesondere die strategische Neuausrichtung der IT-Kernsoftware, die weitere Entwicklung digitaler Produkte, wie z.B. quickpaid, quickpaid ENTERPRISE, die Marketing-Strategie der Gruppe, das CRM- System sowie die Harmonisierung und Verbesserung der Effizienz innerhalb der gesamten Gruppe. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat des Weiteren über die grundsätzlichen Fragen der Unternehmensführung, der Refinanzierungsstrategie und -planung sowie Geschäfte und Ereignisse, die für das Unternehmen von erheblichem Belang waren. Im Geschäftsjahr 2023 wurde der Aufsichtsrat insbesondere über die herausfordernde wirtschaftliche Lage in Deutschland sowie über den Fortgang bei der A.B.S. Polen, der Restrukturierung der beiden Eurincasso-Gesellschaften sowie hinsichtlich der Weiterentwicklung von quickpaid unterrichtet. Bei Entscheidungen grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat stets eingebunden. Der Aufsichtsrat wurde über die in dem im vergangenen Geschäftsjahr durchgeführten Aufsichtsratssitzungen regelmäßig auch über die Gruppenentwicklung informiert.

Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat mit den Berichten der externen Prüfungsgesellschaft, der Internen Revision und den anderen internen Berichten, welche dem Aufsichtsrat regelmäßig zur Kenntnis zu geben sind.

Dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats wurden vom Vorstand zudem wichtige Themen und anstehende Entscheidungen in Einzelgesprächen dargelegt. Zwischen den Aufsichtsratssitzungen erfolgte der Austausch anlassbezogen persönlich oder telefonisch und - sofern erforderlich - ad hoc.

Im Aufsichtsrat der A.B.S. Global Factoring AG gibt es keine Ausschüsse. Stattdessen übernimmt der Gesamtaufsichtsrat die gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurden von der RW GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Eltville, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Prüfungsbericht wurde den Aufsichtsratsmitgliedern ausgehändigt und in der Aufsichtsratssitzung am 28.03.2024, an der auch die Abschlussprüfer teilnahmen, eingehend erörtert. Die Abschlussprüfer berichteten über die wesentlichen Prüfungsergebnisse und standen auch für Fragen zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen und den Jahresabschluss gebilligt, womit dieser gemäß § 172 AktG festgestellt ist. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns an.

Dem Vorstand und allen Mitarbeitern spricht der Aufsichtsrat insbesondere für das Management der herausfordernden wirtschaftlichen Lage seinen Dank für ihre Leistungen aus. Ebenso bedanken sich der Aufsichtsratsvorsitzende und sein Stellvertreter beim gesamten Aufsichtsrat.

 

Wiesbaden, den 28. März 2024

Der Aufsichtsrat

Wolfgang Graf zu Castell-Castell, Vorsitzender

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 28.03.2024.

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