MAGNA BDW technologies GmbHLiquidiert

85570 Markt Schwaben, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 168411
Vorher
AF Aroi GmbHAluCast GmbHBDW technologies GmbH
Eingetragen
9.3.2006
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Herstellung, Bearbeitung, Verbindung, Montage und Vertrieb von Druckgusserzeugnissen, Druckgusswerkzeugen und Bearbeitungsmaschinen aller Art.

Historie

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Management

NameRolle
Manfred Moser
seit 29.2.2012
Geschäftsführer
Albert Trinkberger
seit 29.2.2012
Geschäftsführer

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

BDW technologies GmbH

Markt Schwaben

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009

der BDW technologies GmbH

1. Marktentwicklung

Seit November 2008 macht sich die Weltwirtschaftskrise bemerkbar, gegenüber Plan brachen in Europa bei der PKW Herstellung in Deutschland die Mengen um 40 % im Jahresdurchschnitt ein. Im Dezember 2008 wurden bei der BDW für knapp 40 Mitarbeiter die Leiharbeitsverträge für ein Jahr ausgesetzt. Im ersten Halbjahr 2009 meldete die BDW für die Produktion 50 % Kurzarbeit an.

Ende 2007 wurde ein nennenswerter Auftragsbestand ab 2010 akquiriert, diese Neuaufträge wurden von den technischen Stäben in 45 Formenneuanläufe umgewandelt, so dass die Stäbe keine Kurzarbeit machen konnten. 45 Neuformen mussten auf den 14 Druckgussmaschinen frei gefahren werden, dies konnte aufgrund der Krise und entsprechenden Leerkapazitäten bei Großmaschinen während der Woche erfolgen, so dass im 2. Halbjahr keine Kurzarbeit mehr angemeldet werden musste.

Seit Dezember 2009 sind wieder 40 Leiharbeiter in der Produktion im Haus. Wir stellen ab Januar 2010 mindestens 30 Techniker für die Samstagsproduktion ein. Die BDW hat aufgrund der Wachstumsstrategie ab 2010 keine Mitarbeiter entlassen müssen, im Gegensatz zum europäischen Wettbewerb, welcher je nach Unternehmensgröße zwischen 100 (DGS, DGH), 700 (HONSEL, AE), 400 (BRABANT, KSM) und 2.300 (George Fischer) Mitarbeiter entlassen musste, da im Vergleich zu 2008 mit Marktwachstum in 2010 nicht zu rechnen ist. Der europäische Wettbewerb plant auch in 2010 mit 30 % Leerkapazitäten bei großen Druckgussmaschinen.

Die BDW Serienumsätze lagen in 2009 um mehr als 30 % unter dem Vorjahresniveau. Die überdurchschnittlichen Formenumsätze konnten den Einbruch abfedern, so dass der Bruttoumsatz in 2009 um 10 % unterhalb des Vorjahres 2008 lag. Ende 2009 erhöhten sich die Abrufe für alle Powertrain Teile von VW und AUDI für Down Size Autos. Dieser Trend setzt sich in 2010 fort, so dass die BDW ab März 2010 Serienaufträge für 3 Druckgussmaschinen extern verlagern wird.

Der Einbruch im LKW Bereich von gut 80 % und im Premium PKW Bereich von gut 50 % belastete der Ergebnis in 2009 erheblich. Dieser Trend wird sich auch in 2010 fortsetzen. In Deutschland wird erwartet, das wie in 2009 die Marktmengen um eine weitere Million PKW einbrechen werden. Die Auslandsmärkte in Asien und Amerika werden diesen Trend überkompensieren.

2. Umsatz und Auftragsentwicklung

(1) Umsatz:

Die Bruttoumsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr fielen in Summe um rd. 10 % auf 48,3 Mio. €. Die Ursache für diesen Rückgang ist der Weltwirtschaftskrise geschuldet. Das sich der Rückgang nicht stärker bemerkbar gemacht hat, ist auf das Volumen an verkauften Formen zurückzuführen. Die Teileumsätze sind um 11,3 Mio. € oder 26,1 % gefallen auf nun 32,0 Mio. €:

Strukturteile 12.982 (Vj. 21.493)
Antriebsteile 18.968 (Vj. 21.757)
Formen 15.960 (Vj. 9.335)
Sonstiges 429 (Vj. 1.009)

Der etwas geringere Rückgang der Powertrainumsätze resultiert aus höheren Volumen der Down-Sizing-Motoren.

Die im Inland erzielten Nettoumsatzerlöse reduzierten sich auf rund 36,7 Mio. € (Vj. 46,1 Mio. €), die Exporte erhöhten sich von 6,1 Mio. € auf 10,2 Mio. €. Die Erhöhung ist auf den Neuanlauf des Mercedes SLS von Magna-Steyr zurückzuführen.

(2) Auftragsentwicklung:

Im Jahre 2009 wurden neue Projekte im Wert von 160 Mio. € akquiriert.

3. Produktion

In 2009 setzten sich die Verbesserungen in Produktivität durch Automatisierung fort. Wichtige Fortschritte wurden darin erreicht, Druckguss als rentable Lösung für Fahrwerksteile als Konkurrenztechnologie zu geschmiedeten Teilen und zu Kokillengussverfahren zu positionieren. Vorbereitungen wurden getroffen, bedeutende Prozesse zurück ins Haus zu verlagern. Eine kalt aushärtende Legierung - AURAL 5 - wurde dem Markt mit einer Dehnung von 10 % vorgestellt. Ölwannen aus einer solchen Legierung verbeulen bei Steinschlag, zerbrechen nicht mehr wie bisher, VW reagierte mit einem ersten Ölwannenauftrag, der Ende 2009 in Serie ging.

4. Forschung und Entwicklung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr blieben die Forschungs- und Entwicklungskosten mit 0,6 Mio. € auf der Höhe des Vorjahres 2008.

Die BDW bietet dem Markt Prozesse für den Alu-Druckguss an, die Schmelze wird im eigenen Haus hergestellt. Gegossen wird mit Kalt- oder Warmbehandlung, alles aus einer Hand.

Um den CO 2Gehalt je kg Aluminium zu reduzieren hat die BDW eine Schrottlegierung für Strukturteile entwickelt, wo der Materialpreis um 10 % unter einer Primärlegierung liegt und die Festigkeits- und Dehnwerte 90 % des Primärlegierungsniveaus erreichen. Schrottlegierungen enthalten 90 % weniger CO 2 je kg als Primärlegierungen.

Alternativ zum 1,5 Stunden Lösungsglühen bei 460 OC im Durchlaufofen glüht die BDW zukünftig innerhalb der Druckgusszelle direkt nach der Gießmaschine nur 2 Minuten prozesskonform das Strukturteil in einem kleinen Turboerhitzer vor der Wasserabschreckung. Dies führt zu Energie- und Zeiteinsparungen.

5. Investitionen

Das Investitionsvolumen ist von 4,3 Mio. € in 2008 auf rd. 1,7 Mio. € in 2009 gesunken. Die Investitionen betreffen im Wesentlichen Formen und Vorrichtungen.

Der schriftliche Auftragsbestand lässt auf eine Verdoppelung des Umsatzes ab 2012 schließen. Die zukünftigen Investitionen in Gießmaschinen und Bearbeitungszentren werden zur Hälfte aus dem eigenen Cash Flow finanziert.

6. Personal- und Sozialwesen

Im 2007 setzten der Betriebsrat und die Geschäftsleitung den Entgeltrahmentarifvertrag des Industrieverbandes mit der IG Metall (ERA) in Kraft. Ab 2008 werden alle tariflichen Mitarbeiter der BDW nach den ERA-Vereinbarungen entlohnt.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl blieb im Jahr 2009 mit 319 Mitarbeitern (ohne Befristete und Leiharbeiter, einschließlich Auszubildende) nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr (323). Zum Jahresende wurden 322 gegenüber 331 Mitarbeitern im Vorjahr beschäftigt.

7. Umweltschutz / Arbeitssicherheit

Die BDW beteiligt sich seit Januar 1997 am EG-System über das Umweltmanagement und der Umweltbetriebsprüfung. Im Mai 2003 wurde dieses System nach der neuen EG-VO Nr. 761/2001 revalidiert. Alle Überwachungsaudits zu ISO 14001 wurden seit der Erstzertifizierung im Februar 2000 bestanden.

Im Jahre 2003 wurde die BDW nach OHSAS 18001 zertifiziert. In diesem Zusammenhang wurde ein Integriertes Managementsystem aufgebaut, das bis heute ständig verbessert wird.

Das Unternehmen beteiligt sich weiterhin aktiv am Umweltpakt Bayern. Der Sitz im Umweltausschuss der IHK für München und Oberbayern, den Alcan BDW seit Dezember 2001 erhalten hat, zeugt von der Anerkennung der Umweltleistungen im Unternehmen.

8. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

(1) Ergebnisanalyse:

Das Jahresergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) verschlechterte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von 4,4 Mio. € auf 1,5 Mio. €. Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) und vor Firmenwertabschreibung reduzierte sich von 2,1 Mio. € im Vorjahr auf - 0,6 Mio. €. Das negative Jahresergebnis von rd. - 2 Mio. € wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages durch die Muttergesellschaft BDW Leichtmetall Holding GmbH ausgeglichen.

Der Verschlechterung des Ergebnisses liegt insbesondere die deutlich um rd. 21 % gesunkene Gesamtleistung (Umsatzerlöse plus Bestandsveränderung) zugrunde, deren Auswirkungen durch Kostensenkungen nicht aufgefangen werden konnte. Darüber hinaus konnten Fixkosten nicht in dem erforderlichen Maße zurückgefahren werden, da an der Wachstumsstrategie im Grundsatz festgehalten wird.

Das Personalkostenverhältnis zur Gesamtleistung (2009: 33,0 %, 2008: 26,3 %, 2007: 27,5 %) hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht, während sich das Verhältnis des Materialaufwands zur Gesamtleistung (2009: 50,7 % 2008: 53,6 %, 2007: 48,4 %) im Wesentlichen aufgrund von gesunkenen Rohstoffpreisen gegenüber dem Vorjahr reduziert hat.

(2) Vermögens- und Finanzlage:

Mit Wirkung zum 31. März 2006 veräußerte die Alcan Holdings Germany GmbH sämtliche Anteile an der BDW technologies GmbH & Co. KG (vormals Alcan BDW GmbH & Co. KG) an die AluCast GmbH mit Sitz in Düsseldorf. Zuvor wurden Forderungen der Alcan-Gruppe gegen die BDW in Höhe von 32,4 Mio. € an die zum gleichen Firmenverbund gehörende AluFinance GmbH, Düsseldorf, und die Grundstücke und Bauten der BDW an die ebenfalls zum gleichen Firmenverbund gehörende AluReal Ltd. & Co KG, Düsseldorf, veräußert. Der Name der Firma wurde im Juni 2006 in BDW technologies GmbH & Co. KG geändert.

Die AluCast GmbH führte das Unternehmen zunächst in der geänderten gesellschaftsrechtlichen Struktur und unter Berücksichtigung von weiteren notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen, aber ansonsten unverändert fort. Das Grundvermögen wurde seit dem 1. April 2006 aufgrund eines langfristigen Mietvertrags von der AluReal Ltd. & Co. KG angemietet. Die Verbindlichkeiten in Höhe von 32,4 Mio. € gegenüber der AluFinance GmbH wurden mit Vertrag vom 29. Mai 2006 langfristig als partiarisches Darlehen an die BDW gewährt und sind mit einem Rangrücktritt versehen. Damit können die insolvenzrechtlichen Konsequenzen der bilanziellen Überschuldung vermieden werden.

Der Interimsgesellschafter der BDW-Gruppe, Herr Dr. Rüdiger Terhorst, übertrug am 1. Juli 2007 das operative Geschäft sowie das Grundvermögen und das partiarische Darlehen an den Mittelstandsunternehmer und Geschäftsführer, Herrn Dirk E.O. Westerheide. Herr Westerheide gründete die BDW Leichtmetall Holding GmbH, welche in Form einer Betriebsaufspaltung das operative Geschäft innerhalb der BDW technologies GmbH & Co. KG (ab 1. Januar 2008: BDW technologies GmbH) und die Immobilien sowie das 32,4 Mio. € Darlehen innerhalb der BDW Immobilien und Finanzierung GmbH hält.

Zum 1. Januar 2008 wuchsen die operativen Gesellschaften der BDW in die BDW technologies GmbH an. Innerhalb der Handelsbilanz wurde ein Firmenwert von gut 14 Mio. € aktiviert, so dass die historische Unterbilanz aus der Alcan Zeit überkompensiert werden konnte. Die BDW Leichtmetall Holding GmbH vereinbarte mit der BDW Immobilien und Finanzierung GmbH einen im Handelregister eingetragenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Ab dem 1. Januar 2008 vereinbarte die BDW Leichtmetall Holding GmbH ebenfalls einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der BDW technologies GmbH.

Durch das Anwachsen der BDW technologies GmbH & Co. KG mit der Alucast und der Umfirmierung in BDW technologies GmbH wies die BDW technologies GmbH zunächst ein Eigenkapital von 1,0 Mio. € aus. Im Geschäftsjahr 2009 wurde darüber hinaus ein Teilbetrag des partiarischen Darlehens in Höhe von 2 Mio. € in Eigenkapital umgewandelt, so dass zum 31.12.2009 nunmehr ein bilanzielles Eigenkapital von rd. 3 Mio. € ausgewiesen wird. Unter Hinzurechnung des verbliebenen eigenkapitalähnlichen partiarischen Darlehens von 30,4 Mio. € ergibt sich ein wirtschaftliches Eigenkapital in Höhe von rd. 33,4 Mio. €.

Die Bilanzsumme erhöhte sich von 44,1 Mio. € auf 48,1 Mio. €. Als Folge hiervon sank die Anlagenintensität an der Bilanzsumme (ohne immaterielle Vermögensgegenstände) von 23,9 % auf 21,1 %. Der Anteil des Umlaufvermögens (ohne Guthaben bei Kreditinstituten) an der Bilanzsumme erhöhte sich von 44,6 % auf 52,7 %. Hauptgrund hierfür ist der höhere Bestand an Forderungen gegen Gesellschafter, der durch die Verlustübernahme 2009 sowie die Finanzierung des Unternehmenserwerbs im Jahr 2007 verursacht ist.

Die finanzielle Ausstattung unseres Unternehmens nach der gesellschaftsrechtlichen Reorganisation ist kurz- und mittelfristig durch Kreditlinien und sonstige finanzwirtschaftliche Maßnahmen gewährleistet.

9. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

(1) Risiken:

Wir weisen darauf hin, dass geschäfts- und/oder produktionsbedingt unerwartete Umstände grundsätzlich zu höheren als den geplanten Produktionskosten und somit auch zu negativen Deckungsbeiträgen und zu Verlusten führen könnten. Nach sorgfältigen Analysen und Planungen der künftigen Entwicklung der Ausschussraten sowie der anderen Produktionskosten bei allen unseren Projekten sehen wir jedoch keine Notwendigkeit für die Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste im Berichtsjahr. Um den produktionsbezogenen Risiken vorzubeugen, haben wir im Allgemeinen folgende Maßnahmen ergriffen: ständige Weiterbildung und Förderung der Mitarbeiter; hohe Investitionen in Prozesssicherung und -verbesserung; projektbezogene Aufbauorganisation.

Ein weiteres Geschäftsrisiko sehen wir in dem eingangs erwähnten Konkurrenz- bzw. Preiskampf auf dem Markt. Dieser könnte ein Niveau erreichen, mit dem wir nicht mehr gewinnbringend konkurrieren können. Um diese Risiken zu minimieren haben wir folgende Maßnahmen ergriffen: enge Zusammenarbeit mit Kunden, um spezifische Lösungen zu erzielen, die Marktvorteile beinhalten; Schwerpunkt auf hohe Produkt- und Prozessqualität.

Ein weiteres Risiko sehen wir in der Entwicklung der Technologien, einschließlich der bereits erwähnten Risiken aus der Substitution durch andere Materialien. Um auf dem neuesten produkt- und produktionsbezogenen technologischen Stand zu bleiben, sind kontinuierliche Investitionen in Forschung und Entwicklung, Produktionsprozesse sowie Produktionsanlagen erforderlich, die große finanzielle Ressourcen in Anspruch nehmen. Ohne diese Ressourcen können solche erforderlichen Investitionen nicht oder nicht in einem erforderlichen Maße realisiert werden. Um die daraus resultierenden Risiken im Griff zu behalten, haben wir folgende Maßnahmen ergriffen: detaillierte Mittel- und Langfristplanung der Auftragsszenarien, sowie Analyse der Marktentwicklung, um kritische Investitionsentscheidungen zu planen.

Zur Vermeidung von Zinsrisiken aus einem künftig steigenden Zinsniveau im Zusammenhang mit der bevorstehenden Wachstumsfinanzierung der BDW wurden langfristige Zinsswapgeschäfte abgeschlossen. Aufgrund des am Bilanzstichtag bestehenden sehr niedrigen Zinsniveaus waren die Marktwerte der abgeschlossenen Zinsswapgeschäfte negativ. Eine Drohverlustrückstellung wurde nicht gebildet, da wir mit einem wieder ansteigendem Zinsniveau rechnen.

(2) Chancen:

Unsere Chancen sehen wir sowohl in dem allgemeinen Wachstum des Aluminiummarktes, vor allem in der Automobilindustrie, als auch in dem sich stetig steigernden Einsatz von Aluminium als Strukturteillösung im Automobilmarkt. Die Gesellschaft hat, bedingt durch eine intensive Erfahrung mit der Entwicklung dieser Marktnische und konsequente Investitionen darin, eine vom Markt anerkannte Kernkompetenz erlangt.

10. Ausblick

In 2010 wird sich die Weltwirtschaftskrise in Deutschland im Automotivebereich allgemein fortsetzen. Durch seit 2007 akquirierte Neuprojekte und die steigenden Bedarfsabrufe von VW und AUDI, welche gerade zur Krisenzeit die besten Down Size Motoren der Welt dem Markt anbieten können, entwickelt sich das angestrebte Wachstum für die BDW besser als beim Wettbewerb.

Aufgrund vermehrter Neuanläufe in 2010 liegen auch die Werkzeugumsätze über Plan und überkompensieren teilweise den Ergebnisrückgang im Powertrain Seriengeschäft. Erst die steigenden Strukturteileumsätze ab 2011 werden das Erlösniveau der BDW nachhaltiger verbessern. Insbesondere DAIMLER beginnt ab 2014 nennenswert Strukturteile in die SL-, S-, E- und C-Klassen einzubauen. AUDI gießt den eigenen Bedarf im VW Gießereiwerk in Kassel.

In 2010 ist mit einer Zunahme der Insolvenzwelle gegenüber 2009 zu rechnen. Firmen, die seit Jahren operative Verluste fahren oder deren Fremdfinanzierung in Umsatzhöhe liegt, werden durch Insolvenzen erheblich verkleinert und mittels neuer Gesellschafterstrukturen zu reduzierten Kosten zurückkehren. Die BDW rechnet nicht mit Umlagerungsaufträgen aufgrund von Insolvenzen.

In 2008, 2009 und 2010 finden jährlich trotz der aktuellen Krise mehr als 30 Neuanläufe statt. Diese führen voraussichtlich ab 2013 zu einer Verdoppelung des Umsatzes auf ca. 100 Mio. € am Standort in Markt Schwaben. Trotz der allgemeinen Krise in 2009 und 2010 wird in den nächsten Jahren sehr massiv in die Automatisierung des Standortes investiert, die Verdoppelung des Umsatzes wird eine Mitarbeitersteigerung von ca. 300 auf ca. 500 nach sich ziehen.

Der Umsatz in 2010 wird für die BDW durch die gestiegene Nachfrage von Down Size Motoren und durch viele seit 2007 akquirierte Neuanläufe über dem Niveau von 2008 und 2009 liegen. Erst ab 2011 werden wieder vermehrt Strukturteile gegossen, damit verbessert sich das Ertragsniveau der Jahre 2009/2010. Das gießen von kleineren Powertrain Teilen ist sehr mitarbeiterintensiv und wird die Ertragskraft in 2010 im Vergleich zu Strukturteilen trotz guter Auslastung verschlechtern.

Den Marktentwicklungsprognosen - dem Wachstum im Aluminium-Druckgusssegment der Strukturteile wird außer in den beiden Krisenjahren 2009 und 2010 ein Anstieg in Teilbereichen bis zu + 15 % p.a. zu Grunde gelegt - steht das potentielle Risiko der Substitution durch andere Materialien (neue hochfeste Stahlsorten, aber auch Kunststoff oder Kohlefasern) gegenüber. Somit sind zu optimistische Prognosen von AUDI und DAIMLER ab 2014 mit Vorsicht zu genießen. Der allgemeine Wachstumspfad für leichtere Materialien wurde durch die Krise in 2009 unterbrochen und wird sich erst für die BDW ab 2010 wieder für VW - und AUDI - Motoren fortsetzen. Während mit einem langsamen Anstieg der Weltwirtschaft ab 2010 zu rechnen ist, wächst die BDW ab 2010 durch viele Neuanläufe trotz Krise mehr als der europäische Wettbewerb.

 

Markt Schwaben, 5. Februar 2010

Dirk E.O. Westerheide, Dipl.-Ing., M.A. HSG, Geschäftsführender Gesellschafter

Bilanz zum 31. Dezember 2009

AKTIVA

31.12.2009
31.12.2008
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 238.894,15 320.837,15
2. Geschäfts- oder Firmenwert 12.379.934,27 13.332.236,91
12.618.828,42 13.653.074,06
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 1.433.362,00 651.638,00
2. technische Anlagen und Maschinen 5.614.177,78 5.515.532,35
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.137.796,11 1.249.300,11
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.945.649,90 3.125.476,77
10.130.985,79 10.541.947,23
22.749.814,21 24.195.021,29
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.807.717,38 2.176.770,59
2. unfertige Erzeugnisse 6.816.798,95 9.606.891,30
3. fertige Erzeugnisse 2.702.147,51 2.692.642,23
12.326.663,84 14.476.304,12
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.685.147,02 3.463.830,66
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 99.400,69 0,00
3. Forderungen gegen Gesellschafter 5.862.932,45 1.216.645,50
4. sonstige Vermögensgegenstände 223.426,51 362.003,36
12.870.906,67 5.042.479,52
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 9.258,93 204.345,30
25.206.829,44 19.723.128,94
C. Rechnungsabgrenzungsposten 133.881,52 180.032,56
48.090.525,17 44.098.182,79

PASSIVA

31.12.2009
31.12.2008
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.025.000,00 1.025.000,00
II. Kapitalrücklage 2.000.000,00 0,00
III. Gewinnvortrag 28.311,58 28.311,58
3.053.311,58 1.053.311,58
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 20.201,00
2. sonstige Rückstellungen 3.997.646,43 4.884.409,49
3.997.646,43 4.904.610,49
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.863.467,77 3.028.478,32
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.540.445,89 2.009.617,24
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 190.472,41
4. Partiarische Darlehen 30.400.000,00 32.400.000,00
5. sonstige Verbindlichkeiten 235.653,50 511.692,75
41.039.567,16 38.140.260,72
48.090.525,17 44.098.182,79

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2009

2009
2008
1. Umsatzerlöse 46.890.282,15 52.141.690,41
2. Erhöhung oder Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen - 2.780.587,07 3.739.786,77
3. sonstige betriebliche Erträge 541.575,87 389.988,12
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe - 12.200.326,68 - 18.250.147,55
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen - 10.160.867,70 - 11.684.764,69
- 22.361.194,38 - 29.934.912,24
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 12.072.168,85 - 12.366.174,15
b) soziale Abgaben - 2.494.890,88 - 2.336.484,49
- 14.567.059,73 - 14.702.658,64
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 2.981.539,42 - 3.233.935,96
7. sonstige betriebliche Aufwendungen - 6.243.799,45 - 7.193.252,49
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 85.390,16 109.182,96
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 613.344,08 - 802.511,74
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - 2.030.275,95 513.377,19
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 39.986,36 8.669,81
12. sonstige Steuern - 22.047,00 - 22.047,00
13. Erträge aus Verlustübernahme 2.012.336,59 0,00
14. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 0,00 - 500.000,00
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2009

der BDW technologies GmbH

I. Vorbemerkungen

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2009 wurden die Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes angewendet. Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag als große Gesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB einzustufen.

Die Gewinn und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Vermerke wurden soweit möglich in den Anhang übernommen.

Posten des Vorjahres, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag ausweisen, werden gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 17. Dezember 2007 wurde die Firma von "AluCast GmbH" in "BDW technologies GmbH" geändert. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 17. Januar 2008. Zum 1. Januar 2008 wurde die Gesellschaft im Rahmen einer sog. Anwachsung nach § 738 BGB mit der "BDW technologies GmbH & Co. KG" verschmolzen.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2008 hat die "BDW technologies GmbH" mit der BDW Leichtmetall Holding GmbH als herrschender Gesellschaft einen Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Die Zustimmung der Gesellschafterversammlung erfolgte am 7. August 2008.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.

Gegenstände des Sachanlagevermögens sind mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und werden, soweit abnutzbar, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Das bewegliche Anlagevermögen wird linear abgeschrieben. Die Druckgussformen werden leistungsbezogen abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftgüter werden entsprechend den steuerlichen Regelungen abgeschrieben. Liegt der beizulegende Wert unter dem Buchwert, so werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert vorgenommen.

Umlaufvermögen

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Soweit notwendig, werden Wertberichtigungen für Lagerrisiken vorgenommen.

Unfertige und fertige Erzeugnisse sind mit den steuerlich mindestens anzusetzenden Herstellungskosten, jedoch nicht höher als mit dem voraussichtlichen Verkaufserlös, abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten, bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen auf Fertigungsanlagen mit eingebunden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bilanziert. Währungsforderungen wurden zum niedrigeren Stichtagskurs angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestand ausreichend Rechnung getragen.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessenem Umfang Rechnung.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Rückzahlungsbeträgen passiviert. Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden zum Transaktionskurs oder höheren Stichtagskurs bewertet.

Andere Posten in fremder Währung lagen zum Bilanzstichtag nicht vor.

Aktive latente Steuern werden nicht bilanziert.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2009 wird in dem nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt:

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände bis auf das ATZ-Guthaben in Höhe von T€ 167 (Vj: T€ 168) sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Gesellschafter betreffen in voller Höhe sonstige Forderungen.

Die Forderungen gegen Gesellschafter resultieren im Wesentlichen aus einem gewährten Darlehen und aus dem Verkauf einer Darlehensforderung in 2009.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen eine Darlehensforderung.

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Nachlaufkosten für Formen im Bau (T€ 2.375; Vorjahr T€ 3.371), für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (T€ 898; Vorjahr T€ 1.079), u.a. für noch nicht genommenes Urlaubs- und Gleitzeitguthaben, Altersteilzeit und Abfindungen sowie für ausstehende Rechnungen (T€ 678, Vorjahr T€ 393).

4. Verbindlichkeiten

Nach Restlaufzeiten gliedern sich die Verbindlichkeiten wie folgt:

davon mit einer Restlaufzeit von
Verbindlichkeiten insgesamt 31.12.2009 < 1 Jahr
T€
1 -5 Jahre
T€
> 5 Jahre
T€
gegenüber Kreditinstituten 6.863 6.863 0 0
aus Lieferungen und Leistungen 3.540 3.540 0 0
partiarische Darlehen 30.400 0 30.400 0
sonstige 236 236 0 0
insgesamt 41.039 10.639 30.400 0
Vorjahr 38.140 5.740 32.400 0

Bei den partiarischen Darlehen handelt es sich um ein Darlehen in Höhe von € 30.400.000 der BDW Immobilien und Finanzierung GmbH. Das Darlehen wird mit einem Satz von 10 %-Punkten über dem Zinssatz für längerfristige Hauptrefinanzierungsgeschäfte verzinst. Die Zinslast fällt aber erst an, wenn der Mindestgewinn in den Jahren bis 2009 einen Betrag von € 500.000 nach Zinsen und Steuern übersteigt. In den Folgejahren liegt die Mindestgewinnschwelle bei € 1.000.000. Das Darlehen ist befristet bis 31.12.2013, verlängert sich aber automatisch um zwei Jahre, wenn es nicht bis 12 Monate vor Ablauf von einer der beiden Parteien gekündigt wurde. Das partiarische Darlehen ist mit einem Rangrücktritt versehen. Damit können die insolvenzrechtlichen Konsequenzen der bilanziellen Überschuldung vermieden werden.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus abzuführender Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von T€ 159 (Vorjahr T€ 169) und Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt aus Umsatzsteuer in Höhe von T€ 43 (Vorjahr T€ 268) enthalten.

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen zum Abschlussstichtag nicht.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach den geographischen Gesichtspunkten wie folgt:

2009
T€
2008
T€
Erlöse Inland 36.508 46.028
Erlöse Binnenmarkt (EU) 10.104 5.522
Erlöse Übrige 278 592
Gesamt 46.890 52.142

Es handelt sich hierbei um die Nettoumsatzerlöse. Die Bruttoerlöse betragen T€ 48.338 (Vorjahr T€ 53.594). Es sind Erlösschmälerungen in Höhe von T€ 1.448 (Vorjahr T€ 1.452) angefallen. Die Bruttoumsatzerlöse beinhalten Antriebsteile in Höhe von T€ 18.968 (Vorjahr T€ 21.757), Strukturteile T€ 12.982 (Vorjahr T€ 21.493), Formen T€ 15.960 (Vorjahr T€ 9.335) und sonstige T€ 428 (Vorjahr T€ 1.009).

2. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

In den Abschreibungen sind in 2009 keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten.

3. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinsen von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 81 (Vj: T€ 100) enthalten.

4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 0 (Vj.: T€ 570).

V. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführung

Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2009:

 

Dirk E. O. Westerheide, Dipl. -Ing., lic. oec. HSG, Versmold.

Die Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung werden gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

2. Anzahl der Mitarbeiterzahl

Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt:

2009 2008
Angestellte 81 82
Gewerbliche 222 225
Auszubildende 16 16
319 323

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Zum Bilanzstichtag bestanden die folgenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen:

insgesamt
T€
< 1 Jahr
T€
1 - 5 Jahre
T€
> 5 Jahre
T€
Mieten und Leasing 11.733 1.984 8.493 1.256
Bestellobligo für Anlagevermögen 9.564 9.564 0 0
Bestellobligo für Dienstleistungen 2.759 2.759 0 0
Gesamt 24.056 14.307 8.493 1.256

Die Miet- und Leasinggeschäfte ermöglichen die liquiditätsschonende Nutzung von Wirtschaftsgütern für das Unternehmen. Die Risiken dieser Geschäfte bestehen in längerfristigen Zahlungsverpflichtungen und sind in der oben stehenden Tabelle beziffert.

4. Derivative Finanzinstrumente

Als derivative Finanzinstrumente werden Zinsswapgeschäfte zur Absicherung von Zinsrisiken eingesetzt. Die Kontrakte werden nur über Banken abgewickelt, die über höchste Bonität verfügen.

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzpositionen:

Nominalbetrag 31.12.2009
T€
Marktwerte 31.12.2009
T€
Bilanzposten 31.12.2009
Zinsswapgeschäfte 18.768 - 1.223 -

Das Nominalvolumen ist die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Die Marktwerte ergeben sich aus der Bewertung der ausstehenden Positionen zu Marktpreisen ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Die Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt auf Basis quotierter Marktpreise. Der Marktwert gibt an, wie sich eine Glattstellung am Bilanzstichtag auf das Ergebnis ausgewirkt hätte. Positive Marktwerte stehen für Gewinne, negative Marktwerte stehen für Verluste. Die Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften wurde unterlassen, da mit einem steigenden Zinsniveau und positiven Marktwerten für die Zukunft gerechnet wird.

5. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar für das Geschäftsjahr 2009 beträgt:

T€
Abschlussprüfungsleistungen 38
Steuerberatungsleistungen 6
Sonstige Leistungen 2
46

6. Einbeziehung in den Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der BDW technologies GmbH, Markt Schwaben, wird in den Konzernabschluss der BDW Leichtmetall Holding GmbH, Markt Schwaben (HRB 169597, München) einbezogen.

 

Markt Schwaben, 5. Februar 2010

Dirk E. O. Westerheide, Dipl. -Ing., lic. oec. HSG, Gesellschafter-Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BDW technologies GmbH, Markt Schwaben, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt: In einer Größenordnung von 1,2 Mio. € wurden keine Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften nach § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB gebildet, obwohl die Marktwerte bestehender Zinsswapgeschäfte zum Abschlussstichtag negativ waren.

Mit dieser Einschränkung entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Mit der genannten Einschränkung steht der Lagebericht in Einklang mit einem den gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, 5. Februar 2010

Karl Berg GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Hans Jürgen Eschen, Wirtschaftsprüfer

Michael Hingmann, Wirtschaftsprüfer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2009

Historische Herstellungs- und Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2009
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
Stand am 31.12.2009
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 1.812.722,35 1.298,00 0,00 0,00 1.814.020,35
2. Firmenwert 14.284.539,55 0,00 0,00 0,00 14.284.539,55
16.097.261,90 1.298,00 0,00 0,00 16.098.559,90
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 668.526,52 244.423,73 582.421,32 0,00 1.495.371,57
2. technische Anlagen und Maschinen 52.361.906,91 948.591,47 903.490,14 106.800,00 54.107.188,52
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.891.617,56 62.903,86 78.559,26 0,00 6.033.080,68
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.125.476,77 384.643,85 - 1.564.470,72 0,00 1.945.649,90
62.047.527,76 1.640.562,91 0,00 106.800,00 63.581.290,67
insgesamt 78.144.789,66 1.641.860,91 0,00 106.800,00 79.679.850,57
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2009
Zugänge
Abgänge
Stand am 31.12.2009
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 1.491.885,20 83.241,00 0,00 1.575.126,20
2. Firmenwert 952.302,64 952.302,64 0,00 1.904.605,28
2.444.187,84 1.035.543,64 0,00 3.479.731,48
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 16.888,52 45.121,05 0,00 62.009,57
2. technische Anlagen und Maschinen 46.846.374,56 1.647.907,61 1.271,43 48.493.010,74
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.642.317,45 252.967,12 0,00 4.895.284,57
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
51.505.580,53 1.945.995,78 1.271,43 53.450.304,88
insgesamt 53.949.768,37 2.981.539,42 1.271,43 56.930.036,36
Restbuchwerte
Stand am 31.12.2009
Stand am 31.12.2008
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 238.894,15 320.837,15
2. Firmenwert 12.379.934,27 13.332.236,91
12.618.828,42 13.653.074,06
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 1.433.362,00 651.638,00
2. technische Anlagen und Maschinen 5.614.177,78 5.515.532,35
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.137.796,11 1.249.300,11
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.945.649,90 3.125.476,77
10.130.985,79 10.541.947,23
insgesamt 22.749.814,21 24.195.021,29

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