Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 207258
Vorher
mso jena Mikroschichtoptik GmbH
Eingetragen
14.9.1998
Branche
Herstellung von Glasfasern und Waren darausHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Gipserzeugnissen für den Bau
Gegenstand
Entwicklung, die Produktion und Vertrieb von schichtoptischen Produkten aller Art sowie die Übernahme von Lohnarbeit hinsichtlich der vorgenannten Produkte und die Erbringung von Forschungs- und Entwicklungsleistungen hinsichtlich schichtoptischer Verfahren und Produkte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexandra Helmerich
seit 18.11.2025
Prokura
Felix Badura
seit 18.11.2025
Prokura
Matthias Hübner
seit 18.11.2025
Prokura
Jason Patrick Moore
seit 4.3.2025
Geschäftsführer
Marc Dr. Lappschies
seit 31.5.2016
Prokura
Stefan Dr. Jakobs
seit 26.4.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Materion Netherlands B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Materion Advanced Materials Germany GmbH
Germany
700.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Optics Balzers Jena GmbH

Jena

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht

A. Geschäftsmodell, Marktumfeld und Geschäftsentwicklung

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Optics Balzers Jena GmbH ist Teil der Geschäftseinheit Materion Balzers Optics innerhalb der Materion Corporation. Das Unternehmen, im Folgenden auch bezeichnet als „MBO Jena“, entwickelt und fertigt optische Komponenten auf der Basis von dünnen optischen Schichten. Diese Komponenten werden an Industrieunternehmen im In- und Ausland geliefert. Das Anwendungsspektrum der Produkte reicht von der Bioanalytik über die industrielle Messtechnik bis zur Luft- und Raumfahrt. Materion Balzers Optics zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Dünnschichtkomponenten mit hohen Anforderungen an die spektralen Eigenschaften.

Forschung und Entwicklung

Die MBO Jena zeichnet sich durch eine hohe Innovationskraft und einen hohen Anteil an neu entwickelten Produkten aus. Entwicklungsarbeiten werden im Kundenauftrag und entsprechend eigener Zielsetzungen ausgeführt. Im Mittelpunkt steht dabei die Realisierung von optischen Komponenten mit speziellen spektralen Eigenschaften. Dafür werden modernste Verfahren für die Herstellung dünner optischer Schichten genutzt und weiterentwickelt. Im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt das Unternehmen aktuell 10 Wissenschaftler und Ingenieure. Schwerpunkte waren die Entwicklung von linear variablen optischen Filtern, von hochreflektierenden optischen Schichten für die laserbasierte Datenübertragung und von spektralfotometrischen Messverfahren.

Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2024 war weiterhin von fehlenden Wachstumsimpulsen auf dem überwiegenden Teil der für uns wesentlichen Absatzmärkte im In- und Ausland geprägt. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland sank nach der Schätzung vom Jahresanfang 2025 um 0,2% gegenüber dem Vorjahr und war damit zum zweiten Mal in Folge rückläufig. Die Bruttowertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes ging sogar um 3,0% zurück (Angaben des Statistischen Bundesamts vom Januar 2025).

Diese ungünstigen Rahmenbedingungen belasteten auch das Geschäft in der optischen Industrie. Zum ersten Mal in den vergangenen 10 Jahren ermittelte der Branchenverband Spectaris einen Rückgang des Gesamtumsatzes von ca. 3,0% gegenüber dem Vorjahr. Hierzu trug in erster Linie ein schwacher Absatz im Inland bei (-14%).

Angesichts der schwachen Konjunktur entspannte sich auch die Nachfrage nach Arbeitskräften merklich. Auch im lokalen Umfeld wurden nur noch punktuell Fachkräfte mit branchenspezifischen Fachkenntnissen gesucht. Angesichts der demografischen Entwicklung dürfte dies allerdings eine nur vorübergehende Abschwächung des Arbeitskräftebedarfs sein.

Von zunehmender Bedeutung sind Anforderungen an ein nachhaltiges Wirtschaften der Unternehmen. Dies wird sowohl durch die Vorbereitung regulatorischer Maßnahmen und damit einhergehenden Forderungen von der Kundenseite ausgelöst als auch durch die seit 2022 gestiegenen Energiepreise und die vielfältigen Auswirkungen des Klimawandels auf lokaler und globaler Ebene.

Geschäftsverlauf

Aufgrund der insgesamt verhaltenen Nachfragesituation war die Fertigungskapazität des Unternehmens im gesamten Jahresverlauf nicht vollständig ausgelastet. Positiv wirkte sich dies auf die Liefertreue aus, die durchgängig zwischen 90% und 95% lag.

Der Umsatz blieb gegenüber dem Vorjahr annähernd konstant (-0,5%). Da gleichzeitig das intensivierte Kostenmanagement Wirkung zeigte, fiel der Jahresüberschuss mit 1.582 TEUR höher aus als im Vorjahr (+10%).

Positiv trug zur Umsatzentwicklung in erster Linie das Geschäft mit optischen Komponenten für die Raumfahrt bei. Dagegen war das Geschäft mit dem überwiegenden Teil von Serienprodukten für die Märkte Halbleiter, Industrie und Life Science rückläufig. Dies konnte allerdings durch die auch im schwierigen Marktumfeld erfolgreiche Akquise von Neugeschäft weitgehend ausgeglichen werden. Der Auslandsanteil am Umsatz betrug unverändert 50%.

Die Auftragseingänge lagen im gesamten Jahresverlauf leicht unterhalb des Umsatzniveaus. Der Auftragsbestand verringerte sich gegenüber dem Jahresanfang um ca. 20%, war damit aber weiterhin auf einem noch befriedigenden Niveau.

Die Fertigungskapazität blieb im Geschäftsjahr weitgehend unverändert. Eine Beschichtungsanlage wurde umfassend modernisiert. Weitere Investitionen erfolgten in der IT-Infrastruktur.

Der Personalbestand verringerte sich im Jahresverlauf leicht um 5 Beschäftigte. Dies spiegelt die nachlassende Auslastung der Fertigungsressourcen wieder.

B. Erläuterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Im Vorjahresvergleich stellt sich die Vermögenslage wie folgt dar:

Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um 818 T€ gesunken. Der Rückgang resultiert bei Abschreibungen in Höhe von 1.101 T€ und Abgängen in Höhe von 19 T€ aus den Investitionen in Höhe von 302 T€.

Das Umlaufvermögen ist im Vorjahresvergleich um rd. 7 % gestiegen. Bei gestiegenen liquiden Mitteln (+1.011 T€) ist ein Rückgang des Vorratsvermögen (-415 T€) und der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (-186 T€) zu verzeichnen. Der Rückgang des Vorratsvermögens resultiert insbesondere aus den im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen unfertigen Erzeugnissen. Der Rückgang der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände resultiert insbesondere aus der Rückzahlung des kurzfristigen Darlehens an die Muttergesellschaft in Höhe von 30 T€ zum 31.12.2024 (Vj.: 145 T€).

Das Eigenkapital beträgt 7.692 T€ (Vj.: 7.692 T€). Die Eigenkapitalquote beträgt 55,9 % (Vj.: 54,3 %).

Die Kapitalrücklage beträgt T€ 478 (Vj.: T€ 478) und steht im Zusammenhang mit der Verschmelzung der Optics Balzers GmbH, Eschborn (übertragender Rechtsträger), auf die Optics Balzers Jena GmbH, Jena (übernehmender Rechtsträger). Die Verschmelzung erfolgte mit Verschmelzungsvertrag vom 25.08.2023 mit Wirkung zum 01.11.2023 (Eintragung im Handelsregister) zu Buchwerten. Das übertragende Reinvermögen (Aktiva abzgl. Passiva) beträgt T€ 478 und wurde als andere Zuzahlung gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in die Kapitalrücklage eingestellt.

Aufgrund des mit der Muttergesellschaft bestehenden Gewinnabführungsvertrages wurde das Eigenkapital nicht durch das Jahresergebnis beeinflusst.

Finanzlage

Die Finanzlage 2024 zeigt einen positiven Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (+3.212 T€). Unter Berücksichtigung des negativen Cash Flow aus der Investitionstätigkeit (-302 T€) sowie des negativen Cash Flows aus der Finanzierungstätigkeit (-1.899 T€) ergibt sich eine Veränderung des Finanzmittelbestandes von +1.011 T€.

Der Finanzmittelfonds beträgt zum 31. Dezember 2024 1.723 T€ (Vj.: 712 T€).

Durch die insgesamt ausreichende Liquiditätsausstattung konnte die Geschäftstätigkeit erfolgreich bewältigt werden. Die Gesellschaft war zu jeder Zeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und Lieferantenrechnungen zu begleichen.

Ertragslage

Die Ertragslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

Die Ertragslage zeigt einen Rückgang des Rohergebnisses um 381 T€ auf 10.751 T€ (Vj.: 11.132 T€). Der Betriebsaufwand ist um 548 T€ gesunken und beträgt 9.100 T€ (Vj.: 9.648 T€) und setzt sich zusammen aus Personalaufwendungen (6.238 T€), Abschreibungen (1.101 €) und sonstigen betrieblichen Aufwendungen (1.761 €).

Insgesamt sehen wir die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als geordnet an.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung unseres Unternehmens werden als finanzielle Leistungsindikatoren das Rohergebnis sowie der Jahresüberschuss verwendet. Diese haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

2024 Ist
TEUR
2024 Plan
TEUR
Abweichung Ist zu Plan
TEUR
Rohergebnis 10.751 11.500 -749
Jahresüberschuss (vor Gewinnabführung) 1.582 2.500 -918

Rohergebnis und Jahresüberschuss erreichten nicht die zu Jahresbeginn angestrebten und geplanten Werte. Die Ursache liegt in erster Linie im Ausbleiben einer konjunkturellen Erholung der Gesamtwirtschaft im Jahresverlauf.

Gesamtaussage

In einem schwierigen Marktumfeld gelang es dem Unternehmen weiterhin, Rückgänge im Seriengeschäft weitgehend durch die Gewinnung von Neugeschäft auszugleichen. Ertragslage und Cash-Flow waren stabil. Das geplante Wachstum konnte in 2024 nicht realisiert werden.

C. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die vom Unternehmen bedienten Anwendungsfelder in den Märkten Life Science, Industry, Space und Semiconductor weisen langfristig überdurchschnittliche Wachstumspotenziale auf. Die Vertriebsorganisation der Materion Balzers Optics ermöglicht einen weltweiten Marktzugang und generiert mit Unterstützung durch die Produktspezialisten am Standort kontinuierlich neues Geschäft. Die technologische Weiterentwicklung von Fertigungsprozessen und Effizienzsteigerungen infolge der Digitalisierung von Verfahrensschritten sichern die gute Wettbewerbsposition der MBO Jena.

Die anhaltende konjunkturelle Schwäche in Deutschland, wo 50% der Umsätze des Unternehmens erzielt werden, wirkt sich dämpfend auf die Geschäftsentwicklung aus. Auf die anhaltende unterplanmäßige Umsatzentwicklung wurde im Jahresverlauf mit kostenreduzierenden Maßnahmen reagiert.

Risikomindernd würde sich eine weitere Diversifizierung der regionalen Absatzmärkte auswirken. Die Vertriebsstruktur des Konzerns bietet dazu Möglichkeiten, die künftig noch besser genutzt werden sollen. Gleichzeitig entstehen durch die Umsätze in den USA (ca. 20% des Gesamtumsatzes) neue Risiken im Zuge der veränderten wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen.

Auf dem Gebiet der Raumfahrtanwendungen ergeben sich neue, kommerzielle Anwendungsfelder mit hohem Wachstumspotenzial. Hier ist das Unternehmen bestrebt seine starke Wettbewerbsposition bei Projekten für institutionelle Auftraggeber (ESA) auf das Geschäft mit privaten Unternehmen auszudehnen.

Das Unternehmen ist bestrebt, die traditionell starke Mitarbeiterbindung auch unter den aktuell schwierigen Rahmenbedingungen aufrecht zu erhalten. Im Erhalt des hochqualifizierten Mitarbeiterstamms liegt eine wesentliche Voraussetzung für die Aufrechterhaltung der aktuellen Wettbewerbsposition.

Auch im Jahr 2024 ist es dem Unternehmen gelungen den spezifischen Energieverbrauch und damit die Abhängigkeit von Energiepreisen weiter zu reduzieren. Das Energiemanagement zur weiteren planmäßigen Erschließung von Einsparpotenzialen wird fortgesetzt.

D. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den von uns verwendeten Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Bankguthaben. Unser Kundenstamm zeichnet sich durch ein geringes Risiko von Zahlungsausfällen aus. Bei Neukunden wird gegebenenfalls ein Gutachten zur Bonität eingeholt oder es werden Vorauszahlungen vereinbart. Ein erhebliches Wechselkursrisiko besteht nicht, da wir einen sehr hohen Anteil unseres Umsatzes in EUR abrechnen. Der Zahlungseingang von unseren Debitoren wird regelmäßig überwacht und Mahnverfahren sind etabliert.

Unsere Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und Banken erfüllen wir jederzeit fristgerecht und unter Ausnutzung eingeräumter Skontofristen. Bei Guthaben bei Kreditinstituten handelt es sich ausnahmslos um konservative Anlageformen wie Tagesgeld- und Girokonten.

E. Prognosebericht

Für das Jahr 2025 plant MBO Jena mit einem Umsatzwachstum von ca. 5%. Ausgangspunkt ist dabei die Annahme, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage spätestens in der zweiten Jahreshälfte nachhaltig verbessert. Zum Berichtszeitpunkt lag die Umsatzentwicklung weiterhin unterhalb der Erwartungen, jedoch gab es im 2. Quartal 2025 positive Anzeichen im Auftragseingang.

Für das Gesamtjahr 2025 rechnen wir mit einem Rohergebnis in einer Bandbreite zwischen 10.000 T€ und 11.500 T€ und einem Jahresüberschuss in einer Bandbreite zwischen 1.000 T€ und 2.000 T€.

Im Rahmen unserer mittelfristigen Finanzplanung rechnen wir auch für die Geschäftsjahre 2026-2028 bei einem durchschnittlich um 8% wachsendem Umsatz mit einem positiven Jahresergebnis im Bereich von 2.000 T€.

 

Jena, den 08.August 2025

gez. Jason Patrik Moore, Geschäftsführer

gez. Dr. Stefan Jakobs, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 7.601.324,11 8.418.704,58
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.950,00 8.962,00
II. Sachanlagen 7.596.374,11 8.409.742,58
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.672.274,16 3.913.089,16
2. technische Anlagen und Maschinen 3.136.670,99 3.635.458,99
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 723.959,50 849.046,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 63.469,46 12.148,43
B. Umlaufvermögen 6.116.657,08 5.733.077,64
I. Vorräte 1.460.321,59 3.449.014,65
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.932.733,24 1.572.224,93
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 33.586,46 144.502,58
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.899.146,78 1.427.722,35
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.723.602,25 711.838,06
C. Rechnungsabgrenzungsposten 46.288,40 20.156,29
Summe Aktiva 13.764.269,59 14.171.938,51

Passiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Eigenkapital 7.692.635,43 7.692.635,43
I. Gezeichnetes Kapital 700.000,00 700.000,00
II. Kapitalrücklage 478.152,90 478.152,90
III. Gewinnvortrag 6.514.482,53 6.514.482,53
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. andere Sonderposten 998.124,36 1.132.520,71
C. Rückstellungen 520.114,14 493.551,45
D. Verbindlichkeiten 4.553.395,66 4.853.230,92
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.036.054,42 1.353.362,46
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.036.054,42 1.353.362,46
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.814.955,50 2.432.726,80
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.814.955,50 2.432.726,80
3. sonstige Verbindlichkeiten 702.385,74 1.067.141,66
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 363.587,07 636.833,51
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 338.798,67 430.308,15
Summe Passiva 13.764.269,59 14.171.938,51

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2024 - 31.12.2024
EUR
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1. Rohergebnis 10.757.771,91 11.132.127,66
2. Personalaufwand 6.243.094,54 6.489.347,97
a) Löhne und Gehälter 4.895.151,01 5.168.381,83
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.347.943,53 1.320.966,14
davon für Altersversorgung 125.080,11 130.124,63
3. Abschreibungen 1.100.893,34 1.475.204,48
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.100.893,34 1.475.204,48
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.733.778,86 1.687.868,65
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 21.699,45 32.042,32
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.017,57 42.817,65
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 70.400,44 79.676,13
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.114,31 551,84
8. Ergebnis nach Steuern 1.615.507,99 1.442.296,24
9. sonstige Steuern 33.816,51 493,00
10. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 1.581.691,48 1.441.803,24
11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

Allgemeine Hinweise

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 HGB auf.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden hinsichtlich der Bewertung und des Ausweises die Vorschriften des HGB und des GmbH-Gesetzes beachtet.

Die Gliederung und die Bewertung der Posten der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und des Anhangs bleiben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss ist in EUR aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind einzeln bewertet. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste wurden berücksichtigt. Ebenso wurden Risiken berücksichtigt, die zwischen dem Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt wurden. Dem Realisationsprinzip folgend sind nur Gewinne, die bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden, berücksichtigt.

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer überwiegend linear abgeschrieben. Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von bis zu € 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr Abgang erfolgt im Jahr der Verschrottung bzw. Verkaufs. Die Abschreibung auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich zeitanteilig.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die in den Vorräten enthaltenen fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Die in den Vorräten enthaltenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Zur Berücksichtigung des niedrigeren beizulegenden Wertes von selten verwendeten Substraten wird ein pauschaler Abschlag von den Anschaffungskosten vorgenommen.

Die Forderungen werden zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Für das allgemeine Ausfallrisiko wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände und die liquiden Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln werden, soweit sie für Investitionen im Sachanlagevermögen gewährt wurden, wie in den Vorjahren in einen Sonderposten mit Rücklageanteil eingestellt, dessen Auflösung proportional zur jeweils für die bezuschussten Vermögensgegenstände in Anspruch genommenen Abschreibung erfolgt. Dies gilt jedoch nicht für die aufgrund des Investitionszulagengesetzes vom Finanzamt gewährte Investitionszulage.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden solche Auszahlungen bzw. Einzahlungen abgegrenzt, die erst in Folgeperioden aufwands- bzw. ertragswirksam zu erfassen sind.

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt, lautet auf T€ 700 und ist voll eingezahlt.

Die Kapitalrücklage beträgt T€ 478 (Vj.:T€ 478) und steht im Zusammenhang mit der Verschmelzung der Optics Balzers GmbH, Eschborn (übertragender Rechtsträger), auf die Optics Balzers Jena GmbH, Jena (übernehmender Rechtsträger). Die Verschmelzung erfolgte mit Verschmelzungsvertrag vom 25.08.2023 mit Wirkung zum 01.11.2023 (Eintragung im Handelsregister) zu Buchwerten. Das übertragende Reinvermögen (Aktiva abzgl. Passiva) beträgt T€ 478 und wurde als andere Zuzahlung gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in die Kapitalrücklage eingestellt.

Der Gewinnvortrag beträgt T€ 6.514 (Vj.: 6.514 T€).

Der Sonderposten mit Rücklageanteil beträgt T€ 998 (Vj.: T€ 1.133). Die Auflösung wurde proportional zur jeweils für die bezuschussten Vermögensgegenstände in Anspruch genommenen Abschreibung vorgenommen.

Die sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen für Verpflichtungen im Personalbereich, Abschluss- und Prüfungskosten, Gewährleistungen sowie Archivierungskosten gebildet. Die langfristigen Archivierungsrückstellungen werden wegen Geringfügigkeit nicht nach § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Restlaufzeiten gesamt
bis zu 1 Jahr
T€
von mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahren
T€
von mehr als 5 Jahren
T€
T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 317 719 0 1.036
(317) (988) (48) (1.353)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verbundenen Unternehmen 148 148
(317) (317)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.815 2.815
(2.433) (2.433)
4. sonstige Verbindlichkeiten 308 246 0 554
(411) (339) (750)
gesamt 3.588 965 0 4.553
(3.478) (1.327) (48) (4.853)

(Klammerwerte: Vorjahr)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch die Eintragung einer Grundschuld sowie durch die Sicherungsübereignung einer Beschichtungsanlage besichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in branchenüblichem Umfang durch Eigentumsvorbehalt gesichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind durch Sicherungsübereignung des Sachanlagevermögens, durch Bürgschaften und durch Globalzessionen besichert.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 21 T€ (Vj.: 19 T€) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere Betriebsaufwendungen, Vertriebs- und Versandaufwendungen sowie Verwaltungsaufwendungen enthalten.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2024 durchschnittlich 92 (Vj. 97) Arbeitnehmer.

Bezüge der Geschäftsführung

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleiben nach § 286 Abs. 4 HGB.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es haben sich seit dem 01. Januar 2025 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

1. Geschäftsführer: Dr. Stefan Jakobs, Managing Director, Jena

2. Geschäftsführer: Dr. Ian Stuart Tribick, Managing Director, Groton/USA (bis 25.11.2024)

3. Geschäftsführer: Jason Patrik Moore, Managing Director, Erlenbach/Schweiz (ab 25.11.2024)

Konzernverhältnisse

An der Gesellschaft ist seit dem 31. Dezember 2020 die Materion Advanced Materials Germany GmbH, Alzenau, allein beteiligt. Die Gesellschafterin gehört zum Konzern der Materion Corporation, Ohio, Vereinigte Staaten, die einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach US-amerikanischem Recht für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. In diesen Konzernabschluss wird die Gesellschaft einbezogen. Der Abschluss ist am Sitz der Konzernmuttergesellschaft oder unter https://www.materion.com erhältlich. Die Konzernobergesellschaft ist an der NYSE registriert unter dem Kürzel „NYSE MTRN“.

Ergebnisabführungsvertrag

Mit der Materion Advanced Materials Germany GmbH, mit Sitz in Alzenau (Amtsgericht Aschaffenburg HRB 14683) als beherrschendes Unternehmen ist am 24.11.2021 ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen worden. Diesem haben die Gesellschafterversammlungen der beteiligten Gesellschaften am 24.11.2021 zugestimmt. Die Eintragung in das Handelsregister der Optics Balzers Jena GmbH erfolgte am 13.12.2021.

 

Jena, den 8. August 2025

gez. Jason Patrik Moore, Geschäftsführer

gez. Dr. Stefan Jakobs, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

 

Jena, 08. August 2025

Jason Patrik Moore, Geschäftsführer

Dr.Stefan Jakobs, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.09.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die Optics Balzers Jena GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Optics Balzers Jena GmbH, Jena, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Optics Balzers Jena GmbH, Jena, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Erkelenz, den 08. August 2025

FIDAUDIT GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
- Zweigniederlassung Erkelenz -

gez. Simon Exner, Wirtschaftsprüfer

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