Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 22485
Eingetragen
13.12.2005
Branche
Bearbeitung und Veredlung von KunststoffwarenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenVeredlung von Holzwaren
Gegenstand
Durchführung von galvanischen Oberflächenveredlungen von Kunststoffen und anderen Werkstoffen sowie aller damit im Zusammenhang stehender Serviceleistungen

Historie

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Management

NameRolle
Henrik Greschner
seit 19.1.2021
Geschäftsführer
Julia Keller
seit 11.9.2017
Prokura
Thomas Neumann
seit 11.9.2017
Prokura
Stefan Tilke
seit 22.1.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
Andreas von Feilitzsch
33.33%
33.33%
Ronny Lantzsch
25.33%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
IBG Sachsen GmbH
Germany
750.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

SAXONIA Galvanik GmbH

Halsbrücke

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Lagebericht

A. GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN

1. ALLGEMEIN

Die SAXONIA Galvanik GmbH ist Entwicklungspartner und Lieferant hochwertiger metallischer Beschichtung durch Galvanisieren von dekorativen und funktionellen Oberflächen unterschiedlicher Kunststoffe und Metalle.

Darunter fallen insbesondere anspruchsvolle partielle Beschichtungen von Kunststoffteilen in Großserie sowie komplizierter Kunststoffe wie mineralgefülltes Polyamid und ABS/PC, mit Nickel, Kupfer, Matt- und Glanzchrom. Daneben bietet die Gesellschaft aber auch die klassische vollflächige Beschichtung auf diversen Kunststoffen an. Die wesentlichen Anwendungsbereiche sind Automobilbau (Innen- und Außenteile) und Elektrotechnik/Elektronik. In kleineren Größenordnungen werden auch Sortimente für die Bereiche Sanitär oder Telekommunikation gefertigt.

Die Gesellschaft agiert vorwiegend als Lohnbeschichter. Die Rohteilfertigung bzw. der Rohteilbezug obliegen zum großen Teil nicht der Gesellschaft, sie nimmt i. d. R. die Veredlung als Leistung an den durch die Kunden beigestellten Rohteilen vor. Darüber hinaus kommt sie den Wünschen großer Kunden nach, auch Rohteile sowie deren Galvanisierung als Gesamtprodukt anzubieten. Dabei erfolgt der Bezug von Rohteilen von sorgfältig ausgewählten und spezialisierten Kooperationspartnern. Der Umsatzanteil für die Lieferung solcher Gesamtprodukte beträgt derzeit 23 % (Vorjahr: 24 %). Gleichzeitig tritt die Gesellschaft durch diese Ausrichtung nicht in den Wettbewerb mit ihren Kunden, welche häufig selbst als Kunststoffspritzer agieren. Dieser Ansatz unterscheidet sich von dem vieler anderer Galvanikunternehmen und sichert somit Wettbewerbsvorteile.

Seit Oktober 2015 hat die SAXONIA Galvanik GmbH mit einem neuen Geschäftszweig - der Galvanisierung metallischer Grundkörper - begonnen und dafür eine neue Betriebsstätte in Freiberg errichtet. Auch in diesem Fall erfolgt die Leistung als Lohnbeschichtung. Die Investition an diesem Standort wird weiter fortgesetzt und die Kapazitäten sowie das Angebotsspektrum im Laufe des Jahres 2016 erweitert.

2. MARKTUMFELD

Aufgrund der Kleinteiligkeit des Gesamtmarktes für Kunststoffgalvanik sind Abschätzungen zur Verteilung von Kapazitäten in Europa kaum möglich. Aufgrund der ausgeprägten Automobilfertigung in Deutschland und der langen Expertise größerer deutscher Anbieter dürften die deutschen Anbieter den europäischen Markt jedoch dominieren. Das bestätigen auch die Gespräche mit einer Vielzahl von Kunden des Unternehmens. Neben deutschen Galvaniken ist eine große französische Galvanik direkter Wettbewerber in ähnlichen Sortimenten.

Vereinzelt wird das Unternehmen mittlerweile mit Wettbewerbsangeboten aus Fernost konfrontiert, tw. zu Preisen die auch unter den dortigen Herstellkosten liegen dürften. Hier bleibt abzuwarten, wie nachhaltig diese Politik der ruinösen Preisgestaltung angelegt ist und wie dauerhaft die erforderliche Qualität zu diesen Preisen produziert werden kann. Aufgrund seiner Spezialisierung auf hochkomplexe und anspruchsvolle Bauteile sowie durch seine starke Serviceorientierung gelingt es der SAXONIA Galvanik jedoch nach wie vor große neue Projekte zu gewinnen und die Kapazitätsauslastung weiter auf hohem Niveau zu halten.

Galvaniken aus Nord-/Südamerika stellen derzeit noch keinen für das Unternehmen wahrnehmbaren Wettbewerb dar. Der Aufbau von Kapazitäten in Osteuropa wird aktuell beobachtet.

Dominierendes Marktsegment im Geschäftsjahr 2015 war erneut die Automobilindustrie mit unverändert ca. 91 % des Gesamtumsatzes. Die Anteile am Gesamtumsatz für die übrigen Bereiche betrugen für Elektronik/Telekommunikation 7 % (inkl. Silber) und Sanitär/Haushalt 1 %. Der Umsatzanteil der neuen Betriebsstätte für Metallgalvanik lag aufgrund des Starts im Probebetrieb zum Geschäftsjahresende noch bei unter 1 %.

Die Nachfrage nach galvanisierten Kunststoffteilen im Automobilbereich ist ungebrochen. Die Nachfrage überstieg noch einmal das hohe Niveau der Vorjahre und führte zeitweise zu einer Vollauslastung des Unternehmens sowie dem Einsatz von Subunternehmern. Insbesondere die Geschäftsfelder, die die Gesellschaft in ihren Mittelpunkt stellt - Polyamid und Mehrkomponententeile mit höchsten Qualitätsansprüchen - hatten daran einen maßgeblichen Anteil. Zum Jahresende 2015 sind die Kapazitäten aller Anlagen auf Jahressicht gut ausgelastet. Kapazitätsfreiräume bestehen allerdings wieder.

Unsicherheiten in einzelnen Märkten (Russland, China), insbesondere auf den dortigen Automobilmärkten, spiegeln sich in aktuellen Abrufen sowie Vorschauszenarien der Kunden des Unternehmens noch nicht erkennbar wider. Auch etwaige Auswirkungen aus der "VW-Abgasaffäre" lassen sich derzeit nicht erkennen. Wahrnehmbar sind allerdings ein steigender Preisdruck sowie die einsetzende Suche nach Lieferanten für "einfachere" Bauteile in Fernost.

Ein besonderer Schwerpunkt der Gesellschaft liegt auf der selektiven Veredlung von kom-

plexen Mehrkomponententeilen (2-, 3- oder 4 Komponenten mit nur einer Galvanikkomponente). Die Gesellschaft dürfte lt. einer Vielzahl von Kundenaussagen zu den führenden Anbietern in dieser Technologie zählen und fungiert entsprechend häufig bereits als Entwicklungspartner für solche Teile.

Im Bereich der Polyamid-Beschichtung teilt sich die SAXONIA Galvanik GmbH die Marktführerschaft mit einem französischen Unternehmen. Die SAXONIA Galvanik GmbH ist jedoch einziger wesentlicher deutscher Anbieter auf dem Markt. Ein möglicher Aufbau von zusätzlichen Kapazitäten wird aktuell beobachtet.

Im Bereich der Beschichtung diverser Matt-Farbtöne (Glanzgrade) ist das Unternehmen mitbestimmend am Markt.

3. SEGMENTE

3.1 AUTOMOTIVE

Metallbeschichtete Kunststoffe im Bereich Automotive werden derzeit für Türinnengriffe, Blenden, Zierleisten, Innen- und Außenembleme sowie für Teile des Cockpits z. B. Bedienelemente an Klimaanlagen oder Mediageräten genutzt. Die am häufigsten zu beschichtenden Werkstoffe im Automobilbereich sind ABS und ABS-PC, welche überwiegend für dekorative Teile genutzt werden. Polyamid wird als Werkstoff für Türöffnerhebel und andere Konstruktionsteile mit erhöhten Festigkeitsanforderungen verwendet, kommt aber immer häufiger auch in Mehrkomponententeilen zum Einsatz.

Die Nachfrage nach Mehrkomponententeilen, deren Veredlung sehr fehleranfällig und schwierig sein kann, ist nach wie vor sehr hoch. SAXONIA Galvanik GmbH ist aufgrund seiner tiefen Expertise, der hohen Qualität und Erfahrungen aus einer Vielzahl von Projekten in diesem Bereich einer der führenden und stark gefragten Anbieter. Bereits seit mehreren Jahren können in einer sehr hohen Qualität und in sehr großen Losgrößen hochkomplexe Teile mit 2-, 3- oder 4 verschiedenen Komponenten produziert werden, bei der nur eine bestimmte Komponente mit hoher Trenngenauigkeit galvanisiert wird. Allein 2015 wurden mehr als 25 Millionen Stück solcher Mehrkomponenten-Teile produziert.

Auch wenn derzeit keine gesicherten Erkenntnisse zum Marktpotenzial der Kunststoffgalvanisierung im Bereich Automotive vorliegen, gehen wir davon aus, dass die SAXONIA Galvanik GmbH zu den führenden Lohnbeschichtern für Interieurteile in Deutschland zählt. Im Bereich Polyamid gibt es in Deutschland keinen weiteren bekannten Anbieter. Für komplexe Mehrkomponententeile gibt es basierend auf Aussagen der Kunden des Unternehmens nur wenige qualifizierte Anbieter.

Hinsichtlich der allgemeinen Marktentwicklung wird verwiesen auf die Anmerkungen in

2. Marktumfeld, die vollumfänglich für das Segment Automotive zutreffend sind.

3.2 ELEKTROTECHNIK

Das Segment der Elektrotechnik umfasst einerseits die Beschichtung von Kontakten und Computersteckern mit Kupfer/Nickel sowie die funktionale Versilberung von elektronischen Bauteilen.

Die Kunden dieser Sortimente, die zu einem nicht unerheblichen Teil auch nach Fernost liefern, schätzen insbesondere die kontinuierliche Erfüllung der sehr hohen Qualitätsansprüche an die Produkte.

Die Umsätze in diesem Segment entwickelten sich erwartungsgemäß stabil.

3.3 HAUSHALT

Das Segment Haushalt ist der kleinste Geschäftsbereich der Gesellschaft. Nachgefragt wird insbesondere die Veredlung höherwertiger Armaturen und Bedienungs- oder Zierelemente für bspw. Heizkörper, weiterhin einzelne hochwertige Zulieferprodukte für die Kosmetikbranche.

Aufgrund der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft auf Galvanisierung komplexer Produkte oder von Teilen mit Alleinstellungsmerkmal (Mehrkomponententeile, Polyamid), aber auch aufgrund des hohen Produktionsdruckes aus der Automotive-Industrie wurde dieser Geschäftsbereich nicht weiter ausgebaut und spielt derzeit nur noch eine stark untergeordnete Rolle.

Unter dem Bereich Haushalt werden auch die wenigen verbliebenen Sortimente des Bereiches Telekommunikation geführt.

4. RESSOURCEN/INVESTITIONEN

Die größte Einzelinvestition des Jahres 2015 betraf den Aufbau der Betriebsstätte Freiberg mit der Errichtung einer neuen Produktionshalle sowie einer Fertigungsanlage für die Metallgalvanik. Sowohl Halle als auch Anlage wurden bis Jahresende 2015 abgenommen, nachdem die Produktion über 2,5 Monate vorwiegend im 7-Tage-Betrieb auf qualitativ und quantitativ höchstem Niveau ohne wesentliche Störungen erfolgen konnte. Die Investitionsphase soll voraussichtlich bereits in 2016 mit der Investition in weitere Anlagen (Polier-/Sortieranlagen) fortgesetzt werden, um die Fertigungstiefe bzw. das Angebotsspektrum dieser Betriebsstätte weiter auszubauen. Das Investitionsvolumen 2015 betrug 4.521 TEUR, für 2016 sind weitere Investitionen in Größenordnung von bis zu 1.500 TEUR geplant.

Die Kunststoff-Beschichtung in Halsbrücke erfolgte auf vier Produktionslinien. Auch im Jahr 2015 wurden an diesen Anlagen erfolgreich diverse Optimierungen vorgenommen. Auf eine Angabe der Produktionskapazität in m 2 wird verzichtet, da die galvanisierten (und gemessenen) Flächen bei Mehrkomponententeilen oft nur noch einen Bruchteil der Gesamtfläche der Produkte ausmachen. Insgesamt war es durch die hohe Auslastung und die Investitionen in die Anlagen möglich, die Gesamtkapazität verglichen zum Vorjahr um weitere 2,5 % zu steigern.

Der Standort in Hainichen für Teilbereiche der Sichtung war zeitweise voll ausgelastet und hat sich auf sehr hohem Niveau (qualitativ/quantitativ) gefestigt. In 2015 erfolgten eine Erweiterung der Lagerkapazitäten des Standortes und ein Ausbau der Sichtungsflächen. Ein Sublieferant im Teilbereich der Sichtung sowie einfacher Montage- bzw. Vorbehandlungsschritte ist über die Integration in das unternehmensinterne Warenwirtschaftssystem eng in die Abläufe einbezogen.

Im Jahr 2015 erfolgten weitere Investitionen in Energiemanagement-/Energiesparmaßnahmen sowie Kontroll- und Analysetechnik. Letztgenannte Investitionen werden die Fehlerursachenfindung weiter erleichtern und einen deutlichen Beitrag daran haben, unsere Kunden bei der Produktoptimierung bereits in der Entwicklungsphase aktiv zu unterstützen.

5. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die Gesellschaft verfügt über eigene Forschungs- und Entwicklungsressourcen sowie Labortechnik auf neuestem Stand. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten sind im Bereich Verfahrensentwicklung gebündelt und verfolgen vorrangig die Entwicklung neuer oder die Optimierung bestehender Beschichtungsverfahren für verschiedene Grundwerkstoffe und Endoberflächen. Hierbei wird intensiv mit den Verfahrenslieferanten, aber auch immer verstärkter mit den Kunden zu Beginn von Projekten zusammengearbeitet.

6. UMWELTSCHUTZ & BRANDSCHUTZ

Die SAXONIA Galvanik GmbH erfüllt alle Bedingungen für den sicheren Betrieb von großen Galvanoanlagen. Es werden alle gesetzlichen Auflagen für alle Bereiche vollumfänglich erfüllt.

Darüber hinaus wird ein enger und guter Kontakt zu allen relevanten Behörden gepflegt.

7. ZERTIFIZIERUNG

Qualität und Sicherheit sind die zentralen Anliegen der Gesellschaft, für die ein strenges Kontrollsystem eingerichtet wurde.

Als Nachweis der Einhaltung von Qualitätsstandards wurde das Qualitätssystem nach

DIN ISO 9001:2008 zertifiziert. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen nach den

Standards: Umweltmanagement DIN EN ISO 14001:2005; Anlagensicherheitsmanage-

ment 12 BlmSchV; OHSAS 18001 : 1999.

Darüber hinaus hält das Unternehmen ein Energiemanagement-System aufrecht und ist gemäß ISO 50001 zertifiziert.

Für über 80 % aller Aufträge werden 100 % Sichtkontrollen vorgenommen, um zu gewährleisten, dass die produzierten Teile stets den geforderten Qualitätsstandards entsprechen. Zudem werden regelmäßig Risikopotenziale überprüft und notwendige Maßnahmen ergriffen.

8. PREISENTWICKLUNG EINKAUF

Die wesentlichen Rohstoffe zum metallischen Beschichten sind die Metalle Nickel und Kupfer. Diese Metalle werden an der Börse gehandelt, deren Beschaffungspreise sich an der jeweiligen Tagesnotierung der Londoner Metal Exchange (LME) orientieren.

Aufgrund der hohen Unsicherheiten an den Finanzmärkten und in den Märkten sowie der Abhängigkeit von metallischen Rohstoffen bzw. Rohstoffpreisen erfolgte für die Industriemetalle Kupfer und Nickel eine Absicherung sowohl physisch als auch bezogen auf die Börsenkurse. Die Absicherung erfasste auch das Jahr 2015. Für die Folgejahre wurden weitere Preissicherungskontrakte abgeschlossen.

Aufgrund der gesicherten Metallpreise war es leider nicht möglich, 2015 vom starken Preisverfall an den Rohstoffmärkten zu profitieren. Aufgrund der Kalkulation, basierend auf Kurs- sicherungsniveau, gab es allerdings auch keine entsprechenden Verluste.

Deutliche Kostensteigerungen waren in vielen anderen Bereichen zu verzeichnen, insbesondere die Personalkosten stiegen im Zusammenhang mit der Einführung des Mindestlohnes überproportional. Für das Jahr 2016 erwarten wir keine wesentlichen Änderungen in den Produktionskosten. Erst ab 2017 ist wieder von steigenden Kosten auszugehen, basierend auf einer Erhöhung des Mindestlohnes in zum aktuellen Zeitpunkt noch unbekanntem Umfang.

9. FREMDWÄHRUNG

Die Gesellschaft fakturiert ausschließlich in der Währung EUR. Währungsrisiken bestehen somit nicht.

B. VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

1. VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Das Anlagevermögen setzt sich aus immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen in Höhe von TEUR 11.082 zusammen.

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und in das Sachanlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 4.704, dem stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 965 gegenüber.

Das Vorratsvermögen setzt sich vorwiegend einerseits aus den Metallvorräten und den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zusammen, andererseits aus Beständen aus fertigen und unfertigen Erzeugnissen. Aufgrund zusätzlicher Betriebsstoffe in der neuen Betriebsstätte für Metallgalvanik, einem zur Risikominimierung neu eingeführten Sicherheitsbestand an Verfahrenschemie, sowie eines höheren Bestandes an fertigen/unfertigen Erzeugnissen (aufgrund des höheren Durchsatzes) lag das Vorratsvermögen zum Jahresende 2015 mit TEUR 1.868 oberhalb des Vorjahresniveaus (1.331 TEUR).

Stichtagsbedingt und absatzbedingt beträgt der Saldo der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 696 und liegt damit über Vorjahresniveau. Darüber hinaus waren zum Stichtag Forderungen in Höhe von TEUR 3.210 an die Factoringbank verkauft und abgetreten und somit deutlich mehr als zum 31.12. des Vorjahres. Hintergrund sind die deutlich höheren Umsätze verglichen zum Vorjahresquartal sowie die zusätzlichen Aktivitäten im Geschäftsbereich der Metallgalvanik.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen für Recycling von metallhaltigen Abfällen, den 10%igen Sicherheitseinbehalt der Factoringbank auf die durch sie angekauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, einzelne Nachberechnungen, die das Jahr 2015 betreffen sowie Ansprüche aus der Stromsteuerrückerstattung. Des Weiteren sind einredebehaftete Forderungen in signifikanter Größenordnung enthalten, für die ein Gerichtsentscheid zum 31.12.2015 noch nicht rechtskräftig war und insofern ein Ausweis unter Sonderkaufpreiseinbehalt erfolgte. Die entsprechende Delkrederezahlung für diesen Posten ist im Februar 2016 erfolgt.

Die liquiden Mittel betragen zum Bilanzstichtag TEUR 2.460.

Die Finanz- und Liquiditätslage war zu jedem Zeitpunkt des Jahres sehr gut. Bestehende Kreditlinien mussten insofern nicht genutzt werden. Dank einer guten Eigenkapitalquote, einer konservativen Liquiditätspolitik sowie eines wirtschaftlich genutzten Factorings hatte das Unternehmen jederzeit genügend freie Mittel, um Lieferanten unter Einhaltung der Skontofrist bzw. innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele zu bezahlen. Diese Finanzpolitik soll auch 2016 so fortgesetzt werden.

Das Stammkapital beträgt unverändert TEUR 750. Die Eigenkapitalquote beträgt 37,7 %. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote, welche neben dem buchmäßigen Eigenkapital auch 70 % des Sonderpostens für Investitionszuschüsse als Eigenkapital berücksichtigt, beträgt 43,1 %.

Die zum Jahresbeginn 2015 bestehenden Darlehen wurden während des Geschäftsjahres planmäßig in Höhe von TEUR 568 getilgt. Für die Errichtung der neuen Betriebsstätte wurde ein neues Darlehen überTEUR 3.100 aufgenommen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen leicht oberhalb des Vorjahresniveaus, die sonstigen Rückstellungen liegen etwas darunter.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten hauptsächlich die Verpflichtungen aus Umsatzsteuern gegenüber dem Finanzamt, Verbindlichkeiten aus einem Mietkaufvertrag für einen Stapler, sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltszahlungen des Monats Dezember 2015.

2. ERTRAGSLAGE

Das Ergebnis der Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr noch einmal gesteigert werden. Dazu beigetragen haben u. a. auch Einmaleffekte. Des Weiteren war es möglich einen Teil der deutlich gestiegenen Personalkosten durch Anpassungen der Preise zu kompensieren. Die Steigerung der Kapazität, eine optimierte Auslastung sowie eine nochmals verbesserte Qualitätslage trugen ebenfalls zu dem positiven Ergebnis bei.

Das Geschäftsjahr schloss mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 7.189 ab.

C. NACHTRAGSBERICHT

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Abschluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und Auswirkungen auf den Jahresabschluss 2015 haben oder sich bestandsgefährdend auf die Lage des Unternehmens auswirken, liegen nicht vor.

D. CHANCEN UND RISIKOBERICHT

Chancen sieht das Unternehmen in dem ungebrochenen Nachfragetrend nach hochwertigen Chrom-Interieur-Teilen im Automotive-Sektor. Neue Designoptionen für verchromte Bauteile und neue potenzielle Einsatzgebiete in und an Fahrzeugen können dazu beitragen, Rückgänge durch lokale Produktion in Fernost bzw. Amerika zu kompensieren.

Risiken bestehen insbesondere in den deutlich steigenden Kosten für Personal sowie einer Kalkulationsunsicherheit für diese Kosten (politische Anpassung der Personalkosten im Turnus von 2 Jahren). Diese Kostensteigerungen können im Rahmen lang laufender Projekte nur schwer an Kunden weiter gegeben werden. Gleichzeitig ist bei Neuprojekten wieder ein verstärkter Preisdruck auch auf bestehende Projekte wahrzunehmen. Es wird damit gerechnet, dass dieser Druck auch 2016 bestehen bleibt.

Risiken im Hauptgeschäftsfeld der Automobilindustrie durch Verlagerungen nach Fernost oder Amerika sind aktuell nicht abschätzbar, auch wenn in 2015 einzelne Projekte verlagert wurden bzw. die Verlagerung vorbereitet wurde. Die gute Auftragslage sowie zahlreiche Projektneuanfragen lassen das Unternehmen aber positiv auf das Jahr 2016 schauen.

Risiken bestehen ebenfalls durch ein gemäß EU-Verordnung vom April 2013 eingeführtes Verbot für Chrom VI, gültig ab September 2017, das bislang noch unverzichtbar in der Galvanobranche ist. Diesbezüglich gibt es bereits verstärkte Aktivitäten der Galvanobranche auf internationaler Ebene für Ausnahmegenehmigungen (das Unternehmen ist einem entsprechenden Konsortium beigetreten) bzw. Klagen gegen das gesetzliche Verbot. Die SAXONIA Galvanik GmbH beteiligt sich parallel an zwei Zulassungsanträgen (für beantragte weitere 7 bzw. 12 Jahre) für die Weiternutzung o. g. Chemikalie. Beide Anträge wurden 2015 bzw. Anfang 2016 eingereicht und befinden sich in der Bearbeitung durch die Europäische Chemikalienagentur. Mit Bescheiden wird noch im Jahr 2016 gerechnet. Ohne eine entsprechende Zulassung wäre nach derzeitigem Stand der Technik ab September 2017 keine am Markt akzeptierte Kunststoffbeschichtung mehr möglich. Die Erfolgsaussichten für eine entsprechende Verlängerung des Einsatzes in der gesamten Lieferkette werden durch die Geschäftsführung als hoch eingeschätzt. Parallel arbeiten Prozesslieferanten an der teilweisen Substituierung bzw. Reduzierung Chrom VI haltiger Stoffe.

Die potenziellen Risiken durch Kündigung des Mietvertrages am Firmenhauptsitz sollen durch Kauf der Immobilie ausgeschlossen werden.

Potenzielle Risiken aus Produkthaftung werden regelmäßig geprüft und bewertet und Abstellmaßnahmen bzw. Risikoreduzierungsoptionen entsprechend implementiert.

E. PROGNOSE

Im dominierenden Sektor Automotive sowie dem kleinsten Umsatzbereich Haushalt werden für 2016 keine wesentlichen Änderungen in Bezug auf angefragte Volumen erwartet, die Umsätze der Elektrik-/Elektronik-Sparte werden in 2016 aber voraussichtlich zurückgehen. Hintergrund ist ein Nachfragerückgang bei der Versilberung von Kontakten.

Für den Markt der Metallgalvanisierung blickt die Gesellschaft verhalten optimistisch in das Jahr 2016. Ziel ist es, die gewerblichen Endkunden von der hohen Qualität der Galvanik als neuem Marktteilnehmer sowie neuen verfügbaren Kapazitäten zu überzeugen. Zur Erreichung dieser Ziele kooperiert das Unternehmen deshalb sehr eng mit dem Hauptkunden (als Lieferant der gewerblichen Endkunden) in diesem Segment. Dabei ist es nicht unrealistisch, dass die Produktionsmengen des ersten vollen Produktionsjahres noch nicht ausreichen werden, um ein positives Geschäftsergebnis in diesem neuen Geschäftszweig zu erzielen.

Für das Jahr 2016 plant das Unternehmen den Erwerb der derzeit angemieteten Immobilie am Firmenhauptsitz. Diese Maßnahme kann einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die potenziellen Risiken aus einem Mietvertrag zu eliminieren und erlaubt gleichzeitig die Erschließung weiterer Flächen zur internen Nutzung.

Die Geschäftsleitung schätzt die Entwicklung für das folgende Geschäftsjahr insgesamt als positiv ein und geht von der Erwirtschaftung eines guten operativen Jahresergebnisses aus.

 

Halsbrücke, 18. April 2016

Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2015
EUR
31.12.2014
EUR
A. Anlagevermögen 11.081.758,49 7.353.180,40
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 97.251,00 99.106,00
II. Sachanlagen 10.984.257,49 7.253.824,40
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.616.719,64 1.704.615,64
2. technische Anlagen und Maschinen 6.256.840,85 4.439.116,91
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.110.697,00 1.039.604,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 70.487,85
III. Finanzanlagen 250,00 250,00
B. Umlaufvermögen 6.087.364,92 7.321.729,49
I. Vorräte 1.867.537,76 1.331.047,54
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.760.091,44 2.262.729,49
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 216.709,13 185.631,60
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.459.735,72 3.727.952,46
C. Rechnungsabgrenzungsposten 95.668,84 24.467,06
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 51.540,00 99.752,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 17.316.332,25 14.799.128,95

Passiva

   
  31.12.2015
EUR
31.12.2014
EUR
A. Eigenkapital 6.524.620,57 7.235.523,62
I. gezeichnetes Kapital 750.000,00 750.000,00
II. Gewinnrücklagen 2.750.000,00 2.750.000,00
III. Bilanzgewinn 3.024.620,57 3.735.523,62
B. Sonderposten für Zuschüsse 1.347.478,36 810.773,57
C. Rückstellungen 2.049.661,83 2.088.690,48
D. Verbindlichkeiten 7.365.463,67 4.633.584,95
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.362.000,00 2.830.166,61
davon mit Restlaufzeit bis 1 Jahr 2.823.023,67 2.360.744,07
E. Rechnungsabgrenzungsposten 29.107,82 30.556,33
Bilanzsumme, Summe Passiva 17.316.332,25 14.799.128,95

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2015 - 31.12.2015
EUR
1.1.2014 - 31.12.2014
EUR
1. Rohergebnis 24.995.573,46 21.506.660,03
2. Personalaufwand 11.114.346,77 9.905.091,32
a) Löhne und Gehälter 9.293.075,44 8.263.863,41
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.821.271,33 1.641.227,91
davon für Altersversorgung 182.019,37 133.480,73
3. Abschreibungen 829.129,14 760.578,14
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 964.824,35 891.953,54
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.669.137,18 3.447.312,45
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.177,08 6.083,80
davon aus Abzinsung 4.167,30 4.070,57
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 153.840,84 159.575,82
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 10.233.296,61 7.240.186,10
8. außerordentliche Erträge 0,00 1.085.400,00
9. außerordentliches Ergebnis 0,00 1.085.400,00
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 3.037.386,60 2.145.929,93
11. sonstige Steuern 6.813,06 5.485,79
12. Jahresüberschuss 7.189.096,95 6.174.170,38

Anhang

(offenzulegende Fassung)

A. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt worden.

Die Gesellschaft wendet bereits für das Geschäftsjahr 2015 die neuen Regelungen der §§ 267 und 277 HGB in der Fassung des BilRUG (Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz) an.

Die Gesellschaft erfüllt die nach BilRUG gültigen Größenmerkmale gemäß § 267 Abs. 2 HGB und ist damit eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss ist in EURO aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten und soweit abnutzbar abzüglich nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibungen sind die voraussichtlichen Nutzungsdauern der jeweiligen Vermögensgegenstände. Die Abschreibung erfolgt linear. Für die Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- und Herstellungskosten zwischen EUR 150 und EUR 1.000 wurde aus Vereinfachungsgründen ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre einheitlich mit 20 % abgeschrieben wird.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten zzgl. Nebenkosten und soweit erforderlich zu einem niedrigeren Wert, der am Abschlussstichtag beizulegen ist.

Vorräte werden grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Marktpreisen zum Abschlussstichtag bewertet.

Die Bewertung der Vorräte an Metallrohstoffen Nickel und Kupfer erfolgt nach der Verbrauchsfolgefiktion LIFO unter Beachtung der niedrigeren Marktpreise zum Bilanzstichtag.

In die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten und Sondereinzelkosten der Fertigung auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wurde durch Bildung von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten lagen am Abschlussstichtag nicht vor.

Ausgaben, die Aufwendungen für Perioden nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Erhaltene Investitionszuschüsse für Investitionen in Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens wurden in einen Sonderposten für Zuschüsse eingestellt und werden entsprechend der Nutzungsdauer der betreffenden Anlagegüter linear aufgelöst.

Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Unter Berücksichtigung von zu verrechnenden Ansprüchen ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Die gebildeten Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden entsprechend ihrer Laufzeit abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Einnahmen, die Erträge für Perioden nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden als passive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

C. ERLÄUTERUNGEN ZU POSTEN DER BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Nachfolgend werden die einzelnen Posten hinsichtlich ihres Inhaltes, ihrer Zusammensetzung und ihrer Entwicklung, soweit es für die Beurteilung der Bilanz von Bedeutung ist, näher erläutert.

I. BILANZ

1. ANLAGEVERMÖGEN

Die Veränderung des Anlagevermögens (Zugänge und Abgänge sowie die vorgenommenen Abschreibungen) ist im Einzelnen aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Gesellschaft hat am Standort Freiberg eine weitere Betriebsstätte errichtet, die den Fokus auf das neue Geschäftsfeld der Galvanisierung metallischer Grundkörper legt. Das Investitionsvolumen bis zum 31.12.2015 belief sich dabei auf 4.521 TEUR. Die Investitionsphase ist noch nicht abgeschlossen.

Wesentliche weitere Zugänge zum Anlagebestand ergaben sich insbesondere durch die Anschaffung eines Mikroskopsystems (TEUR 42) und eines neuen Elektrostaplers (TEUR 28).

2. VORRÄTE

Das Vorratsvermögen zum Stichtag setzt sich aus Metallrohstoffen (TEUR 290), Hilfs- und Betriebsstoffen (TEUR 316), Rohteilen (TEUR 166), unfertigen Erzeugnissen (TEUR 503) und fertigen Erzeugnissen (TEUR 592) zusammen.

Im Geschäftsjahr 2015 wurde bei den Betriebsstoffen erstmals ein Artikel mit langfristiger Fertigungszeit im Wert von TEUR 125 als Sicherheitsbestand an prozessrelevanten Chemikalien angeschafft.

Die Metallrohstoffe wurden wie im Vorjahr gemäß der Verbrauchsfolgefiktion LIFO unter Beachtung der niedrigeren Marktpreise zum Bilanzstichtag bewertet. Zum 31.12.2015 waren diesbezüglich Abschreibungen in Höhe von TEUR 79 von LIFO auf den niedrigeren Marktpreis zum Bilanzstichtag notwendig.

3. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Abschlussstichtag TEUR 696. Im Geschäftsjahr wurden Pauschalwertberichtigungen in Höhe von TEUR 37 gebildet.

Die im Geschäftsjahr 2014 gebildete Einzelwertberichtigung konnte nach einem gewonnenen Rechtsstreit in 2015 wieder aufgelöst werden.

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Zum Abschlussstichtag waren Forderungen in Höhe von TEUR 3.210 an eine Factoring-Bank verkauft und abgetreten. Der von der Factoring-Bank erhobene Sicherheitseinbehalt in Höhe von 10 % der angekauften Forderungen (TEUR 321) ist unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen, ebenso ein Sonderkaufpreiseinbehalt in Höhe von TEUR 489 für gerichtlich eingeklagte ausstehende Zahlungen offener Forderungen eines Kunden. Der Gerichtsentscheid erfolgt Ende 2015 zugunsten der SAXONIA Galvanik GmbH, Rechtskraft erhielt das Urteil aber erst am 03. Februar 2016. Insofern musste die Forderung zum 31.12.2015 noch als Sonderkaufpreiseinbehalt verbucht werden.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten sonstige Forderungen.

4. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält Disagien in Höhe von TEUR 6. Die Auflösung für das Geschäftsjahr 2015 betrug TEUR 1.

5. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG

Bestehende Pensionsverpflichtungen werden mit dem Zeitwert der Vermögensgegenstände verrechnet, die ausschließlich der Erfüllung der Schulden aus diesen Pensionsverpflichtungen dienen.

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde mit Hilfe der "Richttafeln 2005G" von Dr. Klaus Heubeck berechnet. Die Berechnung wurde nach der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) durchgeführt. Dabei wurde ein Rechnungszins von 4,00 % zum 31. Dezember 2015 angesetzt. Aufgrund betragsmäßig fester Pensionszusagen ist von keinen Lohn- und Gehaltssteigerungen auszugehen. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung beträgt danach TEUR 787. Der beizulegende Zeitwert des mit der Pensionsverpflichtung zu saldierenden Deckungsvermögens beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 839.

6. EIGENKAPITAL

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum Abschlussstichtag unverändert TEUR 750.

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag i. H. v. EUR 735.523,62 enthalten.

7. SONDERPOSTEN FÜR ZUSCHÜSSE

Im Sonderposten für Zuschüsse sind im Geschäftsjahr 2012 und 2015 erhaltene Zuschüsse der SAB Sächsischen Aufbaubank - Förderbank - für Investitionen enthalten. Diese Investitionszuschüsse werden gemäß der Nutzungsdauer der Anlagen auf einen Zeitraum zwischen 1 und 15 Jahren verteilt und jährlich aufgelöst. Die Auflösung des Sonderpostens für das Geschäftsjahr 2015 beträgt TEUR 136.

Die Restlaufzeit des Sonderpostens gliedert sich wie folgt:

in TEUR RLZ bis 1 Jahr RLZ von 1-5 Jahre RLZ mehr als 5 Jahre Summe
Investitionszuschüsse 2012 131 513 35 679
Investitionszuschüsse 2015 52 207 409 668

8. RÜCKSTELLUNGEN

Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 900 beinhalten die erwarteten Ertragsteuern für das Jahresergebnis des Geschäftsjahres sowie noch ausstehende Steuerzahlungen für den Veranlagungszeitraum 2014. Vorauszahlungen wurden im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 2.146 getätigt.

Bestehende Pensionsverpflichtungen werden mit den beizulegenden Zeitwerten der Vermögensgegenstände verrechnet, die ausschließlich der Erfüllung der Schulden aus diesen Pensionsverpflichtungen dienen. Der Ausweis erfolgt nach Verrechnung als "Aktivischer Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz.

9. VERBINDLICHKEITEN

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus Finanzierungsdarlehen. Zu deren Besicherung hat die Gesellschaft vor allem die betreffenden finanzierten Sachanlagen sicherungsübereignet. Es besteht außerdem eine erstrangige Buchgrundschuld auf dem Grundstück in Nossen in Höhe von TEUR 1.150.

Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben i.H.v. TEUR 1.826 eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren.

II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Stromsteuererstattungen, Erstattungen für Mutterschutz/Beschäftigungsverbot und Erträge aus der Auflösung einer Einzelwertberichtigung.

2. ABSCHREIBUNGEN

Das Sachanlagevermögen wurde im Geschäftsjahr ausschließlich linear abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen waren im Geschäftsjahr nicht vorzunehmen.

3. SONSTIGER BETRIEBLICHER AUFWAND

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen i. H. v. TEUR 49.

4. FINANZERGEBNIS

Das Finanzergebnis unter Berücksichtigung von Zinserträgen und Zinsaufwendungen beträgt TEUR -150.

5. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag belasten in voller Höhe das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

III. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Bestehende Verpflichtungen aus Kurssicherungsgeschäften zur Absicherung gegen Metallpreisrisiken betrugen am Abschlussstichtag TEUR 1.282 und haben Laufzeiten bis Ende Dezember 2017 sowie Dezember 2018. Die Sicherungsinstrumente dienen ausschließlich der Absicherung gegen Metallpreisrisiken der börsennotierten Metalle. Der Marktwert der derivativen Sicherungsinstrumente betrug am Abschlussstichtag -382 TEUR.

Sowohl den preislichen als auch physischen Sicherungsgeschäften liegen tatsächliche Bedarfe seitens der Produktion zugrunde.

Verpflichtungen aus den Mietverträgen für die Standorte in Halsbrücke sowie Hainichen mit Mindestrestlaufzeiten zwischen 2 bis 7 Jahren sowie Leasingverträgen betragen zum

31. Dezember 2015 TEUR 1.985 (unter Berücksichtigung jährlicher Mietkostensteigerungen von 1,5 % sowie möglicher anteiliger Weiterberechnungen gemäß einem anderen bis 2021 befristeten Vertrag).

Die Fälligkeit der künftigen Miet- und Leasingverpflichtungen gliedert sich wie folgt:

TEUR
2016 419
2017 407
2018 378
2019 341
2020 und später 624

Die Verpflichtungen aus Wartungs- und Serviceverträgen gliedern sich wie folgt:

TEUR
2016 97
2017 7

Weitere finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus dem zum Bilanzstichtag bestehenden Bestellobligo i. H. v. TEUR 51.

IV. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse gegenüber Dritten.

C. SONSTIGE ANGABEN

1. MITARBEITER

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 304 gewerbliche Mitarbeiter, 37 Angestellte und 3 leitende Angestellte beschäftigt.

2. GESCHÄFTSFÜHRUNG

Geschäftsführer während des Geschäftsjahres waren:

Herr Christian Lantzsch, Großschirma, Diplom-Ingenieur, alleinvertretungsberechtigt

Herr Stefan Tilke, Diera-Zehren, Diplom-Betriebswirt (BA), alleinvertretungsberechtigt

Herr Lars Oelsner, Chemnitz, Diplom-Ingenieur.

3. GESCHÄFTSFÜHRERVERGÜTUNG

Für den Ausweis der Geschäftsführungsvergütung wird von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

 

Halsbrücke, 31. März 2016

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten Abschreibungen
01.01.2015
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
kumulierte 31.12.2015
Anlagevermögen          
Immaterielle Vermögensgegenstände          
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 214.553,78 44.834,03 7.290,00 0,00 154.846,81
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 214.553,78 44.834,03 7.290,00 0,00 154.846,81
Sachanlagen          
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.062.871,46 1.961.367,92 0,00 70.487,85 478.007,59
technische Anlagen und Maschinen 11.366.404,00 2.472.532,86 4.252,50 0,00 7.577.843,51
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.603.825,37 224.886,64 21.264,21 0,00 696.750,80
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 70.487,85 0,00 0,00 -70.487,85 0,00
Summe Sachanlagen 15.103.588,68 4.658.787,42 25.516,71 0,00 8.752.601,90
Finanzanlagen          
Genossenschaftsanteile 250,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 250,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 15.318.392,46 4.703.621,45 32.806,71 0,00 8.907.448,71
Zuschreibungen Buchwert Abschreibungen
Geschäftsjahr
31.12.2015
Geschäftsjahr
Anlagevermögen      
Immaterielle Vermögensgegenstände      
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 97.251,00 46.686,03
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 97.251,00 46.686,03
Sachanlagen      
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 3.616.719,64 119.751,77
technische Anlagen und Maschinen 0,00 6.256.840,85 650.556,42
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.110.697,00 147.830,13
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 10.984.257,49 918.138,32
Finanzanlagen      
Genossenschaftsanteile 0,00 250,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 250,00 0,00
Summe Anlagevermögen 0,00 11.081.758,49 964.824,35

sonstige Berichtsbestandteile

 

Halsbrücke, 31. März 2016

gez. Christian Lantzsch

gez. Stefan Tilke

gez. Lars Oelsner

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25.05.2016 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Für den vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten Jahresabschluss wurden gesetzlich zulässige Offenlegungserleichterungen in Anspruch genommen. Die Allkura Treuhand-GmbH - Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat dem vollständigen Jahresabschluss 2015 und dem Lagebericht 2015 der Saxonia Galvanik GmbH, Halsbrücke, mit dem Bericht vom 22. April 2016 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SAXONIA Galvanik GmbH, Halsbrücke, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Leimen/Dresden, 22. April 2016

ALLKURA Treuhand-GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sperker, Wirtschaftsprüfer

ppa. Kaul, Wirtschaftsprüferin

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