Stammdaten

Register
Amtsgericht Amberg HRB 3267
Vorher
Rohrwerk Maxhütte GmbH
Eingetragen
16.12.2002
Branche
Herstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus StahlHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Präzisionsstahlrohren
Gegenstand
die Herstellung und der Verkauf von Röhren und anderen Metallprodukten.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Callista AG München, Turnaround 13 GmbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Max Aicher GmbH & Co. KG
Germany
22.500 €
90.00%
Max Aicher Stiftung
Germany
2.500 €
10.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Rohrwerk Maxhütte GmbH

Sulzbach-Rosenberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Bilanz zum 31. Dezember 2015

AKTIVA

Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Patente,        
2. Lizenzen und Software 559.049,92     38
Geleistete Anzahlungen -,-- 559.049,92   392
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.259.745,95     4.340
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.973.663,57     7.977
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 917.015,12     907
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 255.098,96 12.405.523,60   216
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.656,52     4
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.522.236,97 2.525.893,49 15.490.467,01 2.240
B. Umlaufvermögen        
I. Vorräte        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.413.978,37     6.790
2. Unfertige Erzeugnisse 5.907.467,34     5.913
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 6.704.099,97 18.025.545,68   7.805
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 260.543,91     1.173
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.242.098,42     1.590
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.743.823,71 4.246.466,04   2.187
III. Kassenbestand. Guthaben bei Kreditinstituten   1.542.109,29 23.814.121,01 2.337
C. Rechnungsabgrenzungsposten        
Andere Abgrenzungsposten     141.435,70 105
      39.446.023,72 44.014

Passiva

       
    Vorjahr
T€
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital   25.000,--   25
II. Kapitalrücklage   10.855.148,46   10.855
III. Gewinnvortrag   6.484.429,33   11.095
IV. Jahresfehlbetrag   ./. 11.946.855,60 5.417.722,19 ./. 4.611
B. Rückstellungen        
1. Rückstellungen für Pensionen   2.430.634,--   2.252
2. Sonstige Rückstellungen   5.908.651,54 8.339.285,54 3.237
C. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   10.464.775,49   9.965
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 10.464.775,49 (i.Vj. T€ 9.965)        
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen   171.568,21   127
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 171.568,21 (i.Vj. T€ 127)        
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   1.900.846,--   10.384
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 1.900.846,-- (i.Vj. T€ 10.384)        
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   12.922.914,71   76
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 383.147,35 (i.Vj. T€ 76)        
5. Sonstige Verbindlichkeiten   228.911,58 25.689.015,99 609
davon aus Steuern: € 204.408,40 (i.Vj. T€ 584)        
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 3.425,28 (i.Vj. T€ 4)        
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 228.911,58 (i.Vj. T€ 609)        
      39.446.023,72 44.014

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2015

Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse   90.817.144,02 105.801
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   1.106.579,62 786
Aktivierte Eigenleistungen   -,-- 20
3. Sonstige betriebliche Erträge   1.690.433,85 1.204
davon aus Währungsumrechnung: € 7.110,25 (i.Vj. T€ 2)      
4. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 48.888.918,64   57.497
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 12.633.998,10 61.522.916,74 13.896
5. Rohertrag   29.878.081,51 34.846
6. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 21.229.102,47   21.390
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.710.499,37 25.939.601,84 4.912
davon für Altersversorgung: € 339.606,14 (i.Vj. T€ 422)      
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   1.459.874,-- 1.329
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen   9.746.737,38 10.502
davon aus Währungsumrechung: € 9.893,23 (i.Vj. T€ 16)      
9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen   28.935,02 -
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   15.455,24 22
davon aus verbundenen Unternehmen: € 15.430,91 (i.Vj. T€ 14)      
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen   371.503,84 407
Aufwendungen aus Verlustübernahme   -,-- 116
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   910.985,39 741
davon aus Aufzinsung: € 125.588,-- (i.Vj. T€ 123)      
davon an verbundene Unternehmen: € 168.499,78 (i.Vj. T€ -)      
13. Fehlbetrag aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   ./. 8.506.230,68 ./. 4.529
14. Außerordentliche Aufwendungen   3.332.354,01 -
15. Erstattete Steuern vom Einkommen   14.999,21 -
16. Sonstige Steuern   123.270,12 82
17. Jahresfehlbetrag   ./. 11.946.855,60 ./. 4.611

Anhang des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2015

I. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeine Hinweise

Die Rohrwerk Maxhütte GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt entsprechend den Vorschriften der §§ 266 und 275 (Gesamtkostenverfahren) HGB sowie den ergänzendenVorschriften des GmbHG.

Aufgrund eines mittelbaren Gesellschafterwechsels ist die Rohrwerk Maxhütte GmbH ab dem Geschäftsjahr 2015 ein Unternehmen der Max Aicher Unternehmensgruppe und mittelbar im Eigentum der Max Aicher Stiftung. Zur Anpassung an die gruppeneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften wurden, abweichend gegenüber dem Vorjahr, die Aufwendungen für Leiharbeiter (TEUR 3.060; i.Vj. TEUR 3.795) unter der Position" Aufwendungen für bezogene Leistungen" (i.Vj. "Sonstige betriebliche Aufwendungen") ausgewiesen; die Vorjahreszahlen in der Gewinn- und Verlustrechnung wurden entsprechend angepasst.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss der Rohrwerk Maxhütte GmbH wurde unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt, obwohl für die Rückführung der bis zum 31. Dezember 2018 gestundeten Lieferantenverbindlichkeiten (€ 12,5 Mio.) bisher keine abschließende Regelung gefunden wurde. Es wird davon ausgegangen, dass das verbundene Unternehmen LSW aufgrund des Konzerninteresses bis zum Fälligkeitstag eine einvernehmliche Lösung herbeiführt.

Die Bewertungsgrundsätze für Aktiva und Passiva werden im Folgenden dargestellt:

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibungen oder dem niedrigeren beizulegenden Wert aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden planmäßig nach der linearen Abschreibungsmethode entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Für Werksgeräte (TEUR 1.800) und Reserveteile (TEUR 588; Wert kleiner als TEUR 10) werden Festwerte ausgewiesen. Die mit 45 % der Anschaffungskosten bewerteten Gegenstände in den Festwerten wurden zuletzt zum 31. Dezember 2015 körperlich aufgenommen. Aufgrund veränderter Ersatzbeschaffungen für die in Vorjahren in Festwerten erfassten Walzgerüste und Dornstangen (bisher Bewertung mit 45 % der Anschaffungskosten) wird deren Bestand ab dem Geschäftsjahr 2015 linear über die voraussichtliche Restnutzungsdauer (2 Jahre bzw. 7 Jahre) abgeschrieben; im Geschäftsjahr 2015 waren infolge der Verwendungsbeschränkung außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.132 vorzunehmen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2a Einkommensteuergesetz (EStG) werden als jährlicher Sammelposten erfasst und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind mit Anschaffungskosten angesetzt. Falls es besondere Umstände erforderlich machten, wurden Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Die zum Zwecke der Insolvenzsicherung abgeschlossene Rückdeckungsversicherung wird mit dem von der Versicherungsgesellschaft ermittelten Zeitwert (TEUR 801) angesetzt und gem. § 246 Abs. 2 HGB mit den korrespondierenden Verpflichtungen verrechnet; der Erfüllungsbetrag der korrespondieren Altersteilzeitverpflichtungen beträgt TEUR 822. Die Erträge aus Rückdeckungsversicherungen werden mit den dazugehörigen Aufwendungen verrechnet.

Die Bestände des Vormaterials sowie der unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zum Bilanzstichtag des Berichtsjahres unverändert mittels Gruppenbewertung zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Abschreibungen auf Fertigungsanlagen einbezogen. Das Niederstwertprinzip wird berücksichtigt.

Bei den übrigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des gleitenden Durchschnitts sowie des Niederstwertprinzips. Für nicht wesentliche Betriebsstoffe (TEUR 136; Zink) wird ein Festwert ausgewiesen, der durch körperliche Aufnahme - zuletzt zum 31. Dezember 2014 - nachgewiesen und angepasst wurde.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen Einzelwertberichtigungen sowie eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % des um einzelwertberichtigte Forderungen geminderten Nettoforderungsbestands. Auf die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie im Bereich der sonstigen Vermögensgegenstände wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben angesetzt, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Die Pensionsrückstellungen wurden nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sogenannten "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) unter Zugrundelegung der Heubeck Richttafeln 2005 G bewertet. Der Ermittlung liegt ein Zinssatz von 3,89 % p.a. (i.Vj. 4,53 %) sowie ein Rententrend von 1,5 % p.a. (i.Vj. 1,5 % p.a.) zugrunde. Die Fluktuation wurde erstmalig im Geschäftsjahr 2015 mit 2,0 % p.a. berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene oder frühere Geschäftsjahre betreffen. Sie bemessen sich mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz oder pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre angesetzt. Der Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen liegt ein Zinssatz von 2,34 % p.a. (i.Vj. 3,07 %) sowie ein Gehaltstrend von 3,0 % p.a. (i.Vj. 3,0 % p.a.) zugrunde. Die Bewertung der Rückstellungen für Sterbegeldzahlungen erfolgte nach der PUC-Methode unter Zugrundelegung der Heubeck Richttafeln 2005 G sowie eines Zinssatzes von 3,89 % p.a. (i.Vj. 4,53 %) und einem Gehaltstrend von 3,0 % p.a. (i.Vj. 3,0 % p.a.); die Fluktuation wurde erstmalig im Geschäftsjahr 2015 mit 2,0 % p.a. berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Bei Vermögensgegenständen und Schulden in fremder Währung und mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr erfolgt die Umrechnung gemäß § 256a Satz 2 HGB ohne Beachtung des Anschaffungskosten- bzw. Realisations- und Imparitätsprinzips.

Latente Steuern wurden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die latenten Steuern wurden auf Basis eines Steuersatzes von rd. 30 % berechnet. Aktive und passive latente Steuern werden verrechnet. Im Falle einer aktiven Steuerabgrenzung wird entsprechend dem Aktivierungswahlrecht auf den Ansatz verzichtet.

II. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie der Abschreibungen sind aus Blatt 11 ersichtlich.

Umlaufvermögen

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ungewisse Verpflichtungen aus dem Lohn- und Gehaltsbereich (TEUR 2.446), Gutschriften (TEUR 355), Sanierungsmaßnahmen wegen öffentlich-rechtlicher Verpflichtungen (TEUR 232), Prozesskosten und - risiken (TEUR 218), Gewährleistungen (TEUR 172) sowie Restrukturierungsaufwendungen (TEUR 2.200).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und Sicherheiten der Verbindlichkeiten betragen:

davon Restlaufzeit
Summe
unter 1 Jahr
über 5 Jahre
davon gesichert
Art der Sicherung
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.464.775,49 10.464.775,49 -,-- 10.464.775,49 Sicherungsübereignung Warenlager
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 171.568,21 171.568,21 -,-- -,-- -
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.900.846,-- 1.900.846,-- -,-- -,-- -
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.922.914,71 383.147,35 -,-- 10.152.756,12 Grundschulden
5. Sonstige Verbindlichkeiten 228.911,58 228.911,58 -,-- -,-- -
  25.689.015,99 13.148.888,63 -,-- 20.617.531,61  

2. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich nach Tätigkeitsbereichen und geographischen Regionen wie folgt:

Ausland
Inland
TEUR
EU
TEUR
Drittland
TEUR
Gesamt
TEUR
Vorjahr
TEUR
Rohrverkauf 38.172 41.952 5.485 85.609 98.891
Lohnarbeiten 196 318 - 514 680
Schrotterlöse 4.697 - - 4.697 6.109
Sonstige Erlöse 139 87 181 407 207
  43.204 42.357 5.666 91.227 105.887
Erlösschmälerungen/Gutschriften       - 410 - 86
        90.817 105.801

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

In den Erträgen und Aufwendungen sind folgende wesentliche periodenfremde Beträge enthalten:

TEUR
Erträge:  
Buchgewinne aus der Veräußerung von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens 362
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 141
Kostenerstattungen sowie Rückvergütungen und Gutschriften Vorjahre 317
  820
Aufwendungen:  
Aufwendungen für frühere Geschäftsjahre -162
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und Sonstige Steuern:  
Ertragsteuererstattungen Vorjahre 15
Grundsteuernachzahlungen Vorjahre -35
  -20

Außerordentliche Erträge und Aufwendungen

Das außerordentliche Ergebnis ermittelt sich aus außerordentlichen Aufwendungen für die Bildung der Rückstellung für Restrukturierung (TEUR 2.200) und außerplanmäßigen Abschreibungen auf Anlagengegenstände (TEUR 1.132; eingeschränkte Verwendbarkeit).

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Ergebnisauswirkungen aus latenten Steuern sind im Steueraufwand aufgrund der Inanspruchnahme des Bilanzierungswahlrechts für aktive latente Steuern nicht enthalten. Die sich insgesamt ergebenden aktiven latenten Steuern betreffen im Wesentlichen latente Steuern auf Anlage- und Vorratsvermögen, Rückstellungen und Verlustvorträge.

III. Sonstige Angaben und Erläuterungen

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für ein Darlehen, das von der Baden-Württembergische Bank, Stuttgart an die Parn Beteiligungs-Verwaltungsgesellschaft mbH, Österreich ausgereicht und 2014 als neuer Hauptschuldner von der Industriegrund Max Aicher GmbH & Co. KG, Freilassing, übernommen wurde, hat die Rohrwerk Maxhütte GmbH gegenüber der Baden-Württembergische Bank eine gesamtschuldnerische Haftung übernommen mit Stand der Restschuld zum 31.12.2015 in Höhe von TEUR 1.950 (Vorjahr TEUR 2.250).

Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus diesem Haftungsverhältnis wird derzeit aufgrund der gegenwärtigen Bonität sowie der erwarteten zukünftigen Ertragsentwicklung des Hauptschuldners als gering eingeschätzt. Zudem wird das Darlehen durch eine Grundschuldeintragung der Industriegrund Max Aicher GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 3.000 besichert.

Die zukünftigen Mittelabflüsse aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen belaufen sich für 2016 auf TEUR 1.673 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen: TEUR 49), für 2017 auf TEUR 568 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen: TEUR 49) und für Folgejahre auf TEUR 506 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen: TEUR 9).

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte zum Zweck der Auslagerung von Ausfallrisiken und zur Liquiditätssicherung (Factoring) sowie für Zwecke der Finanzierung (Leasing) vorgenommen. Der sofortige Mittelzufluss nach Rechnungsstellung bei Factoring und die Vermeidung von Mittelabflüssen zum Investitionszeitpunkt durch Leasing haben liquiditätsschonende Effekte. Dem stehen höhere Aufwendungen für Finanzierungskosten sowie das Risiko künftiger, fester Zahlungsverpflichtungen in Form der Leasingraten gegenüber. Zum Bilanzstichtag waren Forderungen in Höhe von TEUR 7.183 an den Factor verkauft.

Organe

Im Geschäftsjahr bestand der Beirat ohne Veränderungen aus folgenden Personen:

Schwimbersky Walter (Vorsitzender; Vorstand der Max Aicher Stahl AG)

Max Aicher (Dipl.-Ing.; Stiftungsvorstand der Max Aicher Stiftung)

Aicher Evelyne (stellvertretende Vorsitzende des Beirats; Unternehmerin)

Harste Dr. Klaus (Geschäftsführer der Max Aicher GmbH & Co. KG)

Riegert Ralf (Geschäftsführer der Parn Beteiligungs-Verwaltungsgesellschaft m.b.H.) Weichenhain Gerhard (CFO der Max Aicher-Unternehmensgruppe)

Die Aufwendungen für Beiratsvergütungen betragen insgesamt im Geschäftsjahr 2015 TEUR 46 (davon TEUR 23 für Vorjahre).

Geschäftsführung

Folgende Geschäftsführer der Rohrwerk Maxhütte GmbH waren ohne Veränderungen im Geschäftsjahr 2015 bestellt: Herr Siegfried Gierl (Dipl.-Ing.) und Herr Harry Nimmerjahn (Dipl.-Betriebswirt).

Der Vorsitzende Herr Dirk Mahnke (Kaufmann) wurde mit Wirkung zum 03.07.2015 abberufen (Eintrag HR vom 07.08.2015). Mit Wirkung ab 18.12.2015 wurde Herr Dr. Stefan Weniger (Dipl.-Kfm.; Jurist) als Geschäftsführer bestellt (Eintrag HR vom 27.01.2016); mit Wirkung zum 31.05.2016 wurde Herr Dr. Stefan Weniger als Geschäftsführer abberufen.

Die Bezüge der Geschäftsführer werden unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HBG nicht genannt.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer und Auszubildende):

Gruppen Jahr
Gewerbliche Mitarbeiter 347
Angestellte 111
  458

Angaben zum Anteilsbesitz

Im Folgenden werden die Angaben der letzten Jahresabschlüsse der Unternehmen zusammengefasst, an denen die Rohrwerk Maxhütte GmbH zum 31. Dezember 2015 unmittelbare Anteile von größer/gleich 20 % hält; die Umrechnung der Jahresabschlüsse in Fremdwährung erfolgt mit dem Devisenkassakurs zum Bilanzstichtag (4,24 PLN für 1,-- EUR; 7,64 HRK für 1,-- EUR).

Name und Sitz Höhe des Anteils am Kapital
%
Eigenkapital zum 31.12.2015
TEUR
Jahresergebnis 2015
TEUR
Rohrwerk Maxhütte Polska sp.z.o.o., Sosnowiec/PL 100 398 ./. 15
Rohrwerk Maxhütte Sisak d.o.o. za, Zagreb/HR 100 ./. 1.145 ./. 100
Sportpark GmbH, Sulzbach-Rosenberg *) 100 ./. 174 -

*) Ergebnisabführungsvertrag mit der Rohrwerk Maxhütte GmbH

Abschlussprüferhonorar

TEUR TEUR
Honorar für Abschlussprüfungsleistungen   81
- davon für das Vorjahr 12  
- davon lfd. Jahr 69  
Andere Bestätigungsleistungen   21
- davon für das Vorjahr 10  
Steuerberatungsleistungen   12
Sonstige Leistungen   1
    115

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den sich durch den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 11.947 ergebenden Bilanzverlust in Höhe von TEUR 5.462 auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernverhältnisse und Mutterunternehmen

Zum 31. Dezember 2015 wird durch das Mutterunternehmen Parn Beteiligungsverwaltungsgesellschaft m.b.H. mit Sitz in Elsbethen/Österreich für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2015 ein Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufgestellt und von einem zugelassenen Abschlussprüfer geprüft.

Dieser Konzernabschluss gilt für die Konzernrechnungslegungspflicht der Rohrwerk Maxhütte GmbH nach § 291 HGB als befreiend. Die Offenlegung des befreienden Konzernabschlusses erfolgt im Bundesanzeiger.

Von deutschem Recht abweichend angewandte Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden im befreienden Konzernabschluss ergeben sich voraussichtlich wie folgt:

Die Bewertung der Fremdwährungsforderungen erfolgt mit ihrem Entstehungskurs oder dem niedrigeren Devisengeldkurs zum Bilanzstichtag

Bei Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, erfolgt keine Saldierung mit den dazugehörigen Schulden.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Betrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit den Anschaffungskosten oder dem höheren Devisenbriefkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Sowohl aktive als auch passive latente Steuern werden nach dem Timing-Konzept bewertet.

Der Ausweis der Erfüllungsrückstände aus Verpflichtungen für Altersteilzeit erfolgt gem. Erlass des Bundesministeriums für Finanzen vom 06. Juni 2005 unter den Verbindlichkeiten.

 

Sulzbach-Rosenberg, den 25. Juli 2016

gez. Siegfried Gierl

gez. Harry Nimmerjahn

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 wurde in der Gesellschafterversammlung am 25. Juli 2016 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Zugänge Abgänge
Stand 01.01.2015
Z) Zuschreibungen
U) Umgliederungen
Stand 31.12.2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
Entgeltlich erworbene Patente, Lizenzen und Software 1.816.445,75   255.734,42     2.464.018,67
    U) 391.838,50      
Geleistete Anzahlungen 391.838,50   -,-- U) 391.838,50 -,--
  2.208.284,25   255.734,42   -,-- 2.464.018,67
    U) 391.838,50 U) 391.838,50  
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.050.930,53   76.677,63     10.139.058,32
    U) 11.450,16      
2. Technische Anlagen und Maschinen 24.230.035,33   787.492,24   757.594,19 24.475.288,40
    U) 155.845,22      
    Z) 59.509,80      
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.609.729,33   300.391,01   227.423,42 3.682.696,92
             
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 386.455,04   206.098,96     425.258,62
        U) 167.295,38  
  38.277.150,23   1.370.659,84   985.017,61 38.722.302,26
    U) 167.295,38 U) 167.295,38  
    Z) 59.509,80      
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.235.562,66   371.503,84   99.009,90 1.508.056,60
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.413.731,98   282.630,94   -,-- 2.696.362,92
  3.649.294,64   654.134,78   99.009,90 4.204.419,52
  44.134.729,12   2.280.529,04   1.084.027,51 45.390.740,45
    U) 559.133,88 U) 559.133,88  
    Z) 59.509,80      
Abschreibungen
Zugänge
Stand 01.01.2015
A) Außerplanmäßig
Abgänge
Stand 31.12.2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Patente, Lizenzen und Software 1.777.978,75   126.990,--   1.904.968,75
           
Geleistete Anzahlungen -,--   -,-- -,-- -,--
  1.777.978,75   126.990,-- -,-- 1.904.968,75
           
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.710.614,37   168.698,--   5.879.312,37
           
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.252.693,01   874.172,-- 757.594,19 17.501.624,83
    A) 1.132.354,01    
           
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.703.091,22   290.014,-- 227.423,42 2.765.681,80
  170.159,66       170.159,66
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 24.836.558,26   1.332.884,-- 985.017,61 26.316.778,66
    A) 1.132.354,01    
           
           
           
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.231.905,14   371.503,84 99.008,90 1.504.400,08
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 174.125,95   -,-- -,-- 174.125,95
  1.406.031,09   371.503,84 99.008,90 1.678.526,03
  28.020.568,10   1.831.377,84 1.084.026,51 29.900.273,44
    A) 1.132.354,01    
           
Buchwerte
Stand 31.12.2014
Stand 31.12.2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Patente, Lizenzen und Software 38.467,-- 559.049,92
     
Geleistete Anzahlungen 391.838,50 -,--
  430.305,50 559.049,92
     
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.340.316,16 4.259.745,95
     
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.977.342,32 6.973.663,57
     
     
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 906.638,11 917.015,12
     
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 216.295,38 255.098,96
     
  13.440.591,97 12.405.523,60
     
     
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.657,52 3.656,52
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.239.606,03 2.522.236,97
  2.243.263,55 2.525.893,49
  16.114.161,02 15.490.467,01
     
     

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

I. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die Entwicklung der Weltwirtschaft verlief im Jahr 2015 gedämpft. Der IWF geht von einem weltweiten Wirtschaftswachstum in Höhe von 3,1 % für 2015 aus. Während in den Industrieländern moderate Wachstumsraten zu verzeichnen waren, vollzog sich der kontinuierliche Rückgang des Wachstums in den Schwellenländern auch 2015. Insbesondere in China fiel die Abkühlung deutlicher aus als erwartet.

Die Auswirkungen auf die Rohstoffmärkte waren spürbar: Die Preise für Öl, Gas, Eisenerz oder Kokskohle waren rückläufig oder haben sich auf niedrigem Niveau stabilisiert. Die Erzeugung an Rohstahl war in 2015 sowohl in Deutschland und der EU als auch weltweit insgesamt leicht rückläufig.

Die weltweite Produktion an Stahlrohren wird für 2015 bei ca. 168 Mio. t erwartet. Außer in China, wo die Stahlrohrproduktion nochmals um rd. 11 % zunahm, wurden in allen anderen wesentlichen Regionen weniger Stahlrohre hergestellt als im Vorjahr. Die Abnahme fiel in einigen Regionen und bei einigen Rohrsorten wesentlich deutlicher aus. Insbesondere bei den nahtlosen Stahlrohren war ein Einbruch der Produktion um 16 % weltweit auf ca. 41 Mio. t spürbar. Noch deutlicher war der Rückgang bei den nahtlosen Warmrohren in dem Abmessungsbereich bis 168,3 mm: Hier meldeten die deutschen Hersteller einen Absatzrückgang um nahezu 25%.

Als Treiber für diese Entwicklung wurden neben den konjunkturellen Einflüssen insbesondere die Investitionszurückhaltung im Energiesektor (Öl und Gas) aufgrund des massiven und anhaltenden Rückgangs bei den Rohölpreisen und weiterhin ausbleibende Impulse im konventionellen Kraftwerksbau identifiziert.

2. Geschäftsverlauf

Bedingt durch die Marktentwicklung bei den nahtlosen Stahlrohren wurden die Geschäftserwartungen und Planvorgaben deutlich verfehlt. Das Geschäftsjahr 2015 war geprägt von einem unnachgiebigen Wettbewerb, welcher zu deutlichen Mengeneinbußen und einem weiteren Preisverfall führte.

3. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Absatzmenge verringerte sich von 78.620 t im Jahr 2014 auf 70.264 t im Jahr 2015 (-10,6 %). Der Auftragseingang verschlechterte sich noch deutlicher von 72.421 t auf 61.575 t (-15,0 %), vor allem aufgrund der extrem schwachen Nachfrage im 2. Halbjahr.

Der Bruttoumsatz aus Rohrlieferungen sank entsprechend von 99,3 Mio. € auf 85,8 Mio. € (-13,5 %). Neben der Mengenreduzierung war hierfür auch der gesunkene Durchschnittserlös von 1.262 €/t auf 1.221 €/t verantwortlich.

Der Rückgang bei Handelsrohren (Siede- und Gewinderohre) war mit 17.972 t in 2015 im Vergleich zu 23.823 t im Vorjahr überproportional hoch (-24,6 %). Hier machte sich der zunehmende Wettbewerb aus Osteuropa wie z.B. der Ukraine besonders bemerkbar. Bei Kesselrohren sank der Absatz auf 27.222 t (Vorjahr 30.131 t, -9,7 %). Lediglich die Luppenlieferungen stiegen deutlich um 19,6 % auf 8.423 t (Vorjahr 7.045 t).

Im Wesentlichen bedingt durch einen etwas schwächeren Absatz bei einem Großkunden sank auch die Menge der gelieferten Kugellagerrohre auf 13.943 t in 2015 zu 15.217 t im Vorjahr (-8,4 %). Zu einem kleineren Teil konnte dies mit einer etwas höheren Menge bei Präzisrohren kompensiert werden. Hier stieg der Absatz auf 2.705 t von 2.404 t in 2014 (+12,6 %).

4. Geschäftsergebnis

Die rückläufige Mengen- und Preisentwicklung führte im Vergleich zum Vorjahr zu einem um 15,0 Mio. € oder 14,2 % auf 90,8 Mio. € (Vorjahr 105,8 Mio. €) gesunkenen Umsatz. Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte war ein deutlicher Rückgang bei den Absatzmengen um 21,8 % gegenüber dem ersten Halbjahr zu verzeichnen. Die Bestandsminderung fiel mit 1,1 Mio. € etwas höher aus als im Vorjahr (-0,8 Mio. €).

Demgegenüber fiel der Materialaufwand um 9,9 Mio. € auf 61,5 Mio. € (-13,8 %) gegenüber dem Vorjahr, größtenteils im Bereich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Der Umsatzrückgang schlug auf den Rohertrag durch; dieser verminderte sich um 5,0 Mio. € deutlich. Die Rohertragsquote sank leicht von 32,8 % auf 32,7 %.

Die Personalaufwendungen reduzierten sich leicht um 0,4 Mio. € bzw. um 1,4 % auf 25,9 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 0,8 Mio. € bzw. um 7,2 %. Der Minderumsatz konnte durch den gesunkenen Materialeinsatz und den gesunkenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen nicht vollständig kompensiert werden. Das EBIT verschlechterte sich um 4,0 Mio. € und betrug -7,3 Mio. €.

Das Finanzergebnis wurde zusätzlich um 0,4 Mio. € durch Abschreibungen auf Finanzanlagen belastet und belief sich auf -1,3 Mio. € (-0,3 %). Das außerordentliche Ergebnis war geprägt von erheblichen Aufwendungen, i.e. Rückstellungen für die voraussichtlichen Restrukturierungskosten des folgenden Geschäftsjahres sowie eine außerplanmäßige Abschreibung auf Teile der Werksgeräte; es betrug -3,3 Mio. €. Nach einem Verlust im vorangegangenen Jahr in Höhe von 4,6 Mio. € musste im Geschäftsjahr 2015 ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 11,9 Mio. € verzeichnet werden.

5. Produktion

Im Geschäftsjahr 2015 konnte eine Jahresproduktion in Höhe von 70.106 t in das Fertiglager abgeliefert werden (2014: 78.814 t).

Die Arbeitsweise im Bereich Warmbetrieb musste auslastungsbedingt im Juli von 15 auf 13 Schichten pro Woche zurückgenommen werden. Zusätzlich musste in den Monaten Februar und August bis Dezember Kurzarbeit verfahren werden. Ebenso musste im Bereich Warmrohradjustage die Arbeitsweise im Juli um 2 Schichten auf 13 Schichten pro Woche reduziert werden. Fehlende Auslastung wurde zusätzlich durch den Abbau von Zeitguthaben aus den Arbeitszeitkonten kompensiert.

In der Kaltrohrfertigung wurde bereits im März die reguläre Arbeitsweise von 21 auf 15 Schichten pro Woche reduziert. Jährliche Revisionsarbeiten an zwei Kaltpilgermaschinen führten darüber hinaus im November zu einem jeweils 1-wöchigen Stillstand dieser Anlagen.

Die durchschnittliche Schichtleistung entwickelte sich im Geschäftsjahr 2015 leicht rückläufig: Im Warmbetrieb betrug die Schichtleistung 138,4 t (gegenüber 138,9 t im Vorjahr); die Schichtleistung des Gesamtbetriebs (Gesamtproduktion im Verhältnis zu den Schichten des Warmbetriebs) verringerte sich von 129,6 t in 2014 auf 128,8 t. Während des Geschäftsjahres 2015 kam es zu keiner nennenswerten Störung.

6. Beschaffung

Die Beschaffung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen in erforderlichem Umfang und Qualität war im Geschäftsjahr 2015 zu jedem Zeitpunkt gesichert und trug zur Produktionssicherheit bei. Wie in den vergangenen Jahren garantierte die Zusammenarbeit mit dem Hauptlieferanten, der Lech-Stahlwerke GmbH, die flexible und bedarfsorientierte Belieferung mit dem Hauptrohstoff Stahl.

Hohen Stellenwert genießt die langfristige und jederzeit zuverlässige Zusammenarbeit mit den Lieferanten der Rohrwerk Maxhütte GmbH. Gleichzeitig wurde darauf geachtet, das Risiko einseitiger Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten einzuschätzen und ggf. zu vermeiden oder zu verringern.

7. Investitionen

Die Investitionen in das Anlagevermögen beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf insgesamt 2,3 Mio. € (Vorjahr: 2,8 Mio. €). Der Anteil der Investitionen für immaterielle Vermögensgegenstände und für das Sachanlagevermögen betrug 1,6 Mio. €; in erster Linie handelte es sich um Aktivierungen im Zusammenhang mit dem neu installierten ERP-System Microsoft Dynamics NAV und um einen nennenswerten Umbau der 50-t-Ziehbank.

Die Investitionen in das Finanzanlagevermögen betrugen 0,7 Mio. €. Dabei handelte es sich um Ausleihungen an die kroatische Tochtergesellschaft Rohrwerk Maxhütte Sisak d.o.o. und eine Kapitalerhöhung bei der polnischen Tochtergesellschaft Rohrwerk Maxhütte Polska sp.z.o.o. (vormals Buczek HB ZPR sp.z.o.o) in Form einer Sacheinlage ehemals vermieteter Produktionsanlagen, die zum Jahresende abgeschrieben werden musste.

8. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Die Finanzierung der Betriebsmittel erfolgte im Geschäftsjahr 2015 durch die variable Borrowing-Base-Kreditlinie, durch Factoring und in Form nicht eingeforderter Lieferantenverbindlichkeiten.

Die Borrowing-Base-Kreditlinie der Commerzbank AG wurde im September 2015 erneut prolongiert und für ein weiteres Jahr bis Ende September 2016 mit max. 10,5 Mio. € zur Verfügung gestellt. Die im Kreditvertrag enthaltenen Covenants zu Verschuldungsgrad und Eigenkapitalquote konnten nicht eingehalten werden; die Commerzbank verzichtete diesbezüglich auf Maßnahmen. Die Factoringlinie wurde von der Coface Finanz GmbH in Höhe von max. 14,0 Mio. € bereitgestellt.

Insbesondere aufgrund der Verlustsituation stieg der Finanzbedarf an. Zur Wahrung ausreichender Liquidität mussten verlängerte Zahlungsziele und nicht eingeforderte Lieferantenverbindlichkeiten gegenüber dem Vormateriallieferanten in Anspruch genommen werden.

9. Personal- und Sozialbereich

Aufgrund der rückläufigen Auftragssituation konnten die Produktionskapazitäten insbesondere im Bereich der warm gefertigten Rohre nicht ausreichend ausgelastet werden mit entsprechenden Auswirkungen auf die Personalsituation: Die Unterauslastung führte im Produktionsbereich Warmbetrieb im Februar und ab August bis Dezember 2015 erneut zu Kurzarbeit. Darüber hinaus musste die betriebliche Arbeitszeit in den Abteilungen Warmbetrieb, Warmrohradjustage und Verladung ab Juli 2015 auf 13 Wochenschichten, die individuelle Arbeitszeit entsprechend auf 35 Wochenstunden zurückgeführt werden. Die Hilfs- und Nebenbetriebe schlossen sich ab September 2015 an.

Die Personalstärke der im Rohrwerk eingesetzten Zeitarbeitnehmer wurde aufgrund der Auftragssituation von 49 FTE (Stand Jan. 2015) auf 30 FTE (Stand Dez. 2015) zurückgeführt. Im Jahresmittel sank die Personalstärke der AÜG-Kräfte von 56 FTE (2014) auf 48 FTE (2015).

Ungeachtet des hohen Standes von 26 Auszubildenden zum Bilanzstichtag sank die Personalstärke der Stammbelegschaft infolge nicht ersetzter Personalabgänge von 490 (Stand aktiver Mitarbeiter zum 01.01.2015) auf 475 (Stand 31.12.2015). Im Jahresmittel lag die Anzahl bei 482 aktiven Mitarbeitern nach 477 im Vorjahr.

Die demografische Situation im Rohrwerk zeigte sich mit durchschnittlich 45 Jahren gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Der Peak in der Altersgruppe zwischen 50 und 59 Jahren zeigte weiterhin personalwirtschaftlichen Handlungsbedarf, dem durch die Stärkung des betrieblichen Gesundheitsmanagements Rechnung getragen wurde.

10. Umweltschutz, Energiemanagement und Arbeitssicherheit

Nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz war für Anlagen der Rohrwerk Maxhütte GmbH im Warmbetrieb, Oberflächenbehandlung (Beizerei) und in der Verzinkung eine jährliche Anlagenkontrolle durchzuführen. Diese Kontrollen durch das Landratsamt Amberg-Sulzbach führten zu keinen Beanstandungen.

Die Rohrwerk Maxhütte GmbH musste sich mit dem Produktionsbereich Warmbetrieb am CO 2 -Emissionshandel beteiligen. Für das Geschäftsjahr 2015 wurden kostenlose Berechtigungen für 17.847 t CO 2 zugeteilt; die CO 2 -Emission im Warmbetrieb lag bei ca. 15.628 t und ist noch abschließend von einem Sachverständigen zu testieren. Im Gesamtbetrieb wurden 23.319 t CO 2 emittiert.

Das im Jahr 2012 begonnene Arbeitssicherheitsprojekt mit externer Unterstützung wurde auch im Jahr 2015 fortgeführt. Ziel war eine nachhaltige Reduzierung von Arbeitsunfällen. Es konnten in 3 von 5 Produktions- und Instandhaltungsabteilungen die Unfallzahlen nachhaltig reduziert werden.

Die Erstzertifizierung des Umweltmanagementsystems ISO 14001 und die Rezertifizierung des Energiemanagementsystems ISO 50001 verliefen erfolgreich.

11. Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr

Durch die Einbringung der Gesellschaftsanteile an der Muttergesellschaft Parn Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Elsbethen (Österreich), in die Max Aicher Stiftung, Freilassing, wurde die Rohrwerk Maxhütte GmbH zum 01.01.2015 ein Unternehmen der Max Aicher Stiftung.

Die Geschäftsführung der Rohrwerk Maxhütte GmbH lag bis 02.07.2015 bei Herrn Dirk Mahnke (Vorsitzender der Geschäftsführung), Herrn Siegfried Gierl und Herrn Harry Nimmerjahn als gemeinschaftlich vertretungsberechtigte Geschäftsführer. In der Zeit vom 03.07. bis 17.12.2015 lag die Geschäftsführung bei Herrn Siegfried Gierl und Herrn Harry Nimmerjahn. Am 18.12.2015 wurde Herr Dr. Stefan Weniger als zusätzlicher Geschäftsführer für den Bereich Sanierung bestellt.

II. Darstellung der Lage

1. Vermögenslage

Das Sachanlagevermögen reduzierte sich um 1,0 Mio. € auf 12,4 Mio. €; maßgeblich hierfür war eine Neuordnung des bilanziellen Festwertes für Werksgeräte verbunden mit einer außerplanmäßigen Abschreibung auf Teile dieser Werksgeräte. Das immaterielle Anlagevermögen erhöhte sich leicht um 0,1 Mio. € auf 0,5 Mio. €. Aufgrund Aufstockung der Ausleihungen an die kroatische Tochtergesellschaft Rohrwerk Maxhütte Sisak d.o.o. stiegen die Finanzanlagen von 2,2 Mio. € auf 2,5 Mio. €. Der Kapitalzuführung an die polnische Tochtergesellschaft Rohrwerk Maxhütte Polska sp.z.o.o. (vormals Buczek HB ZPR sp.z.o.o) stand die erneute Abwertung der Anteile zum Jahresende gegenüber.

Das Vorratsvermögen nahm um 2,5 Mio. € auf 18,0 Mio. € ab, insbesondere aufgrund des Bestandsabbaus beim Vormaterial und aufgrund der mit dem Rückgang des Schrottpreises verbundenen Niedrigerbewertung der Erzeugnisse. Die Forderungen in Summe sowie die sonstigen Vermögensgegenstände und die flüssigen Mittel gingen insgesamt um 1,6 Mio. € zurück. Das Umlaufvermögen nahm insgesamt um 14,7 % bzw. 4,0 Mio. € auf 24,0 Mio. € ab. Die Bilanzsumme reduzierte sich um 4,6 Mio. € auf 39,4 Mio. €.

Infolge des Jahresfehlbetrages in Höhe von 11,9 Mio. € sank das Eigenkapital auf 5,4 Mio. €. Die Eigenkapitalquote nahm auf 13,8 % ab - ein Rückgang um 25,7 %-Punkte.

Die Rückstellungen nahmen um 2,9 Mio. € zu und erhöhten sich auf 8,3 Mio. €. Maßgeblich hierfür waren insbesondere die Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen. Die Verschuldung nahm in Form gestiegener Verbindlichkeiten um 4,5 Mio. € bzw. 21,4 % zu auf 25,7 Mio. €. Im Wesentlichen ist dies zurückzuführen auf höhere Vormaterialverbindlichkeiten, die - aufgrund des mittelbaren Gesellschafterwechsels zum 01.01.2015 - nunmehr unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen wurden (Vorjahr: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen).

2. Finanzlage

Der Cash-Flow im Geschäftsjahr 2015 belief sich auf -6,7 Mio. € (Vorjahr: -1,9 Mio. €). Verantwortlich für den Rückgang war die negative Geschäftsentwicklung. Die Veränderung des working capital (ohne Bankguthaben/-verbindlichkeiten) mit einbezogen errechnet sich ein Mittelabfluss aus der operativen Geschäftstätigkeit in Höhe von 4,3 Mio. € (Vorjahr: Überschuss 1,5 Mio. €).

Für Investitionen in das immaterielle und das Sachanlagevermögen wurden 1,6 Mio. € aufgewendet (Vorjahr 1,9 Mio. €), für die zahlungswirksame Erhöhung der Finanzanlagen 0,3 Mio. €.

Die Finanzierung der Investitionen und des Mittelabflusses aus der operativen Geschäftstätigkeit erfolgte durch die höhere Inanspruchnahme der Bankkreditlinie um 0,5 Mio. € und ansonsten durch die Lieferantenverbindlichkeiten des Vormateriallieferanten (verbundenes Unternehmen).

Die durchschnittliche Inanspruchnahme der Bankkreditlinie über max. 10,5 Mio. € belief sich - gemessen an der jeweiligen Inanspruchnahme zum Monatsultimo auf 10,0 Mio. € (Vorjahr 7,9 Mio. €). Die Höhe der im Rahmen des Factoringvertrages mit der Coface Finanz GmbH vorfinanzierten Forderungen errechnet sich - ebenfalls gemessen an der jeweiligen beanspruchten Brutto-Verfügbarkeit zum Monatsultimo - auf durchschnittlich 9,0 Mio. € (Vorjahr 9,8 Mio. €).

3. Ertragslage

Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2015 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 11,9 Mio. € ist auf erneut gesunkene Erlöse und rückläufige Mengen in Verbindung mit einer noch nicht angepassten Kostenstruktur zurückzuführen und bedingt Restrukturierungsmaßnahmen.

Die schwierigen und sich im Laufe des Geschäftsjahres nochmals verschlechterten Umfeldbedingungen am Röhrenmarkt führten dazu, dass zum einen ein Rückgang in der Versandleistung verzeichnet werden musste: Die Versandtonnage nahm um 8.356 t (-10,6 %) ab auf 70.264 t. Zum anderen entwickelte sich der Durchschnittserlös erneut rückläufig und nahm um 41 €/t auf 1.221 €/t ab. Verbunden mit geringeren Erlösen aus dem Schrottverkauf (-1,4 Mio. €) führte dies zu einer deutlichen Abnahme der Umsatzerlöse um 14,2 % bzw. 15,0 Mio. € auf 90,8 Mio. €.

Ein Abbau der Fertigerzeugnisse sowie die stichtagsbezogene Bewertung der Bestände mit dem niedrigeren beizulegenden Wert führten zu einer Bestandsminderung in Höhe von 1,1 Mio. €. Die Gesamtleistung (inkl. sonstige betriebliche Erträge) belief sich auf 91,4 Mio. € und lag damit um 14,8 Mio. € bzw. 14,0 % unter der Vorjahresleistung.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe verliefen proportional rückläufig und sanken um 8,6 Mio. € bzw. 15,0 % auf 48,9 Mio. €. Maßgeblich war hier insbesondere der Vormaterialeinsatz, der infolge der gesunkenen Produktions- und Versandmenge (93.726 t Vormaterial nach 103.483 t im Vorjahr) und infolge des gesunken Schrottpreises (223,9 €/t nach 271,7 €/t, jeweils im Jahresmittel) abnahm. Die Reduzierung bei den bezogenen Leistungen betrug 1,3 Mio. € auf 12,6 Mio. € und war in erster Linie auf gesunkene Energiekosten, Instandhaltungsleistungen und Kosten für Leiharbeit zurückzuführen.

Die Rohertragsquote reduzierte sich leicht von 32,8 % auf 32,7 %; der Rohertrag sank um 5,0 Mio. € bzw. 14,3 % auf 29,9 Mio. €.

Trotz einer Tariferhöhung um 1,7 % im Juni 2015 und der im Jahresmittel gestiegenen Anzahl an aktiven Mitarbeitern sanken die Personalaufwendungen um 0,4 Mio. € auf 25,9 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen fielen um 0,8 Mio. € auf 9,7 Mio. €.

Das EBIT belief sich auf -7,6 Mio. € (-3,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahr). Das Finanzergebnis wurde neben den Zinsaufwendungen zusätzlich in Form von Abschreibungen auf die Anteile der polnischen Tochtergesellschaft Rohrwerk Maxhütte Polska sp.z.o.o. (vormals Buczek HB ZPR sp.z.o.o.) um 0,4 Mio. € belastet.

In maßgeblicher Höhe war der Jahresfehlbetrag zudem durch außerordentliche Aufwendungen geprägt. Diese beinhalten Rückstellungszuführungen für die im folgenden Geschäftsjahr zu erwartenden Restrukturierungsaufwendungen (2,2 Mio. €) und außerplanmäßige Abschreibungen auf Teile der Werksgeräte (1,1 Mio. €), die bislang unter dem bilanziellen Festwert für Werksgeräte ausgewiesen wurden und im Hinblick auf die zu erwartende geringere Auslastung neu zu bewerten waren.

III. Risiken der künftigen Entwicklung

Zur Analyse und Beurteilung von Unternehmensrisiken wird seit 2002 das unter den Anforderungen des Qualitätsmanagementsystems TS 16949:2009 / ISO 9001:2008 weiterentwickelte Risikomanagementsystem (RMS) angewandt. Es unterscheidet zwischen allgemeinen, leistungswirtschaftlichen und finanzwirtschaftlichen Risiken.

Für die künftige Entwicklung wurden die folgenden Risiken identifiziert und Maßnahmen zu deren Bewältigung eingeleitet:

Dem Marktrisiko - der Entwicklung auf den Absatzmärkten - konnte bislang im Rahmen des strategischen Managements und der daraus entwickelten Gegensteuerungsmaßnahmen nicht ausreichend begegnet werden. In Folge der rückläufigen Absatzentwicklung und der unangepassten Kostenstrukturen ist die Rohrwerk Maxhütte GmbH in einer akuten Ertragskrise. Dies hat zu einer Anspannung der Liquiditätssituation und zu einer weitgehenden Aufzehrung des Eigenkapitals geführt. Bei einem Andauern der Verlustsituation würden die Überschuldung und die Zahlungsunfähigkeit drohen. Die Einleitung geeigneter Gegenmaßnahmen ist für den Fortbestand des Unternehmens essentiell.

Diesem Risiko wurde durch die Geschäftsführung und die Gesellschafterseite begegnet, indem seit Herbst 2015 mit Hilfe eines spezialisierten Beratungsunternehmens ein Sanierungskonzept erarbeitet wurde, das insbesondere die folgenden Maßnahmen ab 2016 vorsieht:

Beschränkung der Produktionskapazität verbunden mit der Einschränkung deckungsbeitragsschwacher Aufträge und der Stabilisierung des Preisniveaus bei warm gefertigten Produkten.

Personalanpassungen um ca. 20 % (durch den Abbau von Leiharbeit und sozialverträgliche Reduzierung der Belegschaft) und Reduzierung der Arbeitskosten in Verhandlungen auf betrieblicher und tariflicher Ebene.

Weitere Fokussierung des Vertriebs auf den Absatz in stabilere Marktsegmente, insbesondere in den Markt der kalt gefertigten Nahtlosstahlrohre, sowie die Identifizierung von Effizienzpotenzialen im Produktionsablauf.

Verpflichtung der Max Aicher GmbH & Co. KG, Freilassing, zur Abdeckung der Liquiditätsunterdeckung im Zeitraum der Umsetzung des Sanierungskonzeptes bis zu einem Höchstbetrag von 7,7 Mio. €.

Stundung der zum 31.12.2015 bestehenden Forderungen des Vormateriallieferanten in Höhe von rund 12,5 Mio. € bis Ende 2018.

Die Erwartungen an das Geschäftsjahr 2016 sind durch die weltweit vorhandenen Überkapazitäten verbunden mit einer sich schwächer entwickelnden Nachfrage nach Stahlrohren weiterhin gedämpft. Weder ein zügiger Abbau der Überkapazitäten noch rasch eintretende nachfragebelebende Entwicklungen werden erwartet. Insbesondere der Markt der warm gewalzten Nahtlosrohre wird nach dem massiven Einbruch bei den Rohölpreisen und aufgrund ausbleibender Investitionen im Energiesektor wie z.B. im konventionellen Kraftwerksbau nochmals schwach erwartet.

In Anbetracht dessen wird bis zur Umsetzung bzw. vollständigen Wirksamkeit der einzelnen Restrukturierungsmaßnahmen für 2016 nochmals ein Verlust erwartet, der das bestehende Eigenkapital weitgehend aufzehren kann.

Der Sicherstellung ausreichender Liquidität kommt ebenfalls zentrale Bedeutung zu. Dabei leistet das tagesgenaue Cash-Management mit rollierendem Forecast einen wesentlichen Beitrag zur Steuerung. Essentiell für die Aufrechterhaltung ausreichender Liquidität ist das Fortbestehen der zentralen Finanzierungsbausteine.

Vor diesem Hintergrund sind neben der erfolgreichen Umsetzung des Sanierungskonzeptes folgende Maßnahmen zur Unternehmenssicherung erforderlich:

Fortführung der Zusammenarbeit mit den bestehenden Finanzpartnern, insbesondere die Prolongation der bis Ende September 2016 befristeten Bankkreditlinie und der bis Ende 2018 gestundeten Kredite der LSW.

Aufrechterhaltung der Factoring-Linien.

Stärkung der Eigenkapitalausstattung; in 2016 wurde bereits ein Ertragszuschuss in Höhe von 1,0 Mio. € geleistet.

Für ein Bankdarlehen der Tochtergesellschaft Rohrwerk Maxhütte Sisak d.o.o. (1,9 Mio. €) bestand weiterhin die Verpflichtung der Mithaftung.

Die internen Risiken auf der leistungs- und finanzwirtschaftlichen Seite sind identifiziert und werden u.a. im Rahmen des Sanierungskonzeptes behandelt. Die Wiederherstellung der Rentabilität und die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit sollen durch die eingeleiteten Maßnahmen erreicht werden.

IV. Chancen der künftigen Entwicklung und Ausblick

Um den hohen und steigenden Wettbewerbsdruck insbesondere bei den warm gefertigten Standardrohren zu begegnen, werden - wie beschrieben - im Rahmen eines Sanierungskonzeptes umfassende Maßnahmen zum Abbau zu hoher Produktionskapazitäten und zur Senkung der Kosten eingeleitet. Zur mittelfristigen Steigerung der Produktivität wurden im Rahmen eines bereichsübergreifenden Lean-Production-Projektes Ansatzpunkte identifiziert und ein erster Maßnahmen- und Investitionskatalog entworfen.

Die Konzentration auf die Marktsegmente Automobil, Industrie und Energie wird weiter verfolgt. Um den Fokus auf diese Geschäftsfelder zu verstärken, wurde Mitte des Geschäftsjahres 2015 die Vertriebsabteilung umorganisiert. Als kritischer Erfolgsfaktor wird die interdisziplinäre Zusammenarbeit betrachtet, die unter Einbeziehung u.a. des Vertriebs-, Produktions- und Qualitätsbereichs verstärkt technisch orientierte Vertriebsansätze verfolgen soll, beginnend bei Produktentwicklung und Kundenberatung. Dies wird als mittelfristig erfolgversprechend angesehen, zumal erste Entwicklungsprojekte im Bereich Automotive bereits begonnen werden konnten.

Die Zielsetzung ist, eine deutliche mengenmäßige Beschränkung mit angepassten Kostenstrukturen umzusetzen und ab dem Geschäftsjahr 2017 wieder leichte Profitabilität zu erreichen.

V. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres

Die im Rahmen des Sanierungskonzeptes geführten Verhandlungen wurden abgeschlossen. Auf betrieblicher Ebene sieht der vereinbarte Interessenausgleich inkl. Sozialplan den Abbau von Arbeitsplätzen in dem angestrebten Umfang vor. Auf tariflicher Ebene wurde mit der IG Metall der Sanierungs-Tarifvertrag im Juli 2016 abgeschlossen. In 2016 wurde ein Ertragszuschuss seitens des mittelbaren Gesellschafters in Höhe von 1,0 Mio. geleistet.

 

Sulzbach-Rosenberg, im Juli 2016

gez. Siegfried Gierl

gez. Harry Nimmerjahn

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Rohrwerk Maxhütte GmbH, Sulzbach-Rosenberg, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht zu den Risiken der Unternehmensentwicklung hin. Danach bedarf die bis 31. Dezember 2018 gestundete Lieferantenverbindlichkeit über € 12,5 Mio. noch einer abschließenden Regelung.

 

München, den 25. Juli 2016

Dr. Zitzelsberger GmbH
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Sebastian Eder, Wirtschaftsprüfer

Florian Haslauer, Wirtschaftsprüfer

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