Stammdaten

Register
Amtsgericht Kleve HRB 16565
Vorher
Huntsman International Trading Deutschland GmbH
Eingetragen
13.1.1989
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Schädlingsbekämpfungs-, Pflanzenschutz- und Desinfektionsmitteln
Gegenstand
Die Einfuhr, die Herstellung und der Vertrieb chemischer Produkte sowie die Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Douglas Ellerbusch
seit 11.5.2023
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Huntsman Investments (Netherlands) B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
300.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Huntsman Products GmbH

Moers

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Handelsregister-Nummer: HRB 16565, Amtsgericht Kleve

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1. Rechtliche Umstrukturierung - Verschmelzung und Anwachsung

Mit Gesellschafterbeschluss vom 19. Februar 2020 erfolgte die Verschmelzung der Huntsman International Trading Deutschland GmbH, Hamburg, (heute Huntsman Products GmbH, Moers) als übernehmender Rechtsträger mit der 100%igen Tochterunternehmung Huntsman Products Verwaltungs GmbH, Moers, rückwirkend zum 1. Januar 2020. Von Rechts wegen erfolgte die Anwachsung der Huntsman Products GmbH & Co. KG, Moers (HRA 2112, Amtsgericht Kleve), mit Eintragung im Handelsregister am 30. März 2020.

In der gleichen Gesellschafterversammlung wurde zudem die Sitzverlegung von Hamburg nach Moers sowie die Umfirmierung der Huntsman International Trading Deutschland GmbH in die Huntsman Products GmbH beschlossen.

1.2. Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit

Die Gesellschaft nimmt aus Sicht des Huntsman-Konzerns die Funktion einer Produktionsgesellschaft wahr und produziert Maleinsäureanhydrid (MSA) primär für Kunden des Konzerns in der Weltregion EMEA.

Anteilseigner der Gesellschaft ist die Huntsman Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der obersten Muttergesellschaft Huntsman International LLC, Woodlands, Houston/USA, einbezogen.

Die Huntsman LLC ist ein globaler Hersteller von differenzierten organischen und anorganischen chemischen Erzeugnissen. Die Tätigkeiten sind in vier Geschäftssegmente gegliedert: Polyurethanes, Performance Products, Advanced Materials sowie Textile Effects. Die Geschäftssegmente stellen differenzierte organische chemische Erzeugnisse her. Die Produkte werden an Endverbraucher und Industriekunden weltweit vertrieben. Die Gesellschaft ist als Produzent von MSA Bestandteil der Division Performance Products. Die Produktion erfolgt am Standort in Moers unter Verwendung von Butan als Hauptrohstoff.

Nach der erfolgreichen Registrierung von MSA im Jahr 2010 hat das Unternehmen Ende 2014 von der Europäischen Kommission die Autorisierung für die Nutzung einer Substanz im MSA-Prozess erhalten. In Abhängigkeit von den definierten Mengenbändern sah die REACH-Verordnung weiterhin schrittweise die Registrierung weiterer chemischer Substanzen zum Jahr 2018 vor.

1.3. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist im Gegensatz zum Vorjahr nicht mehr von der Corona-Pandemie, dafür aber von der Ukraine-Krise gekennzeichnet. Eine vollständige Normalisierung ist kurzfristig nicht zu erwarten. Außerdem behindern Lieferengpässe das verarbeitende Gewerbe. Gemäß der Prognose des ifo-Instituts (Stand: 18. April 2023) stagniert das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0 % und wachst im Jahr 2024 um 1,2 %. 1

1 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/37363/umfrage/prognose-zur-entwicklung-des-bipimk/#:~:text=Laut%20dem%20Institut%20f%C3%BCr%20Makro%C3%B6konomie,von%20rund%201%2C2%20Prozent. Zugriff am 25.05.2023.

Ukraine-Krise

Laut Bericht des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln hat der russische Kriegsüberfall in der Ukraine neben dem menschlichen Leid auch erhebliche Folgen für die Weltwirtschaft insgesamt und die damit verbundene Lebensqualität in vielen Ländern. Er erzeugt zusätzliche Produktionsschocks für viele Unternehmen rund um den Globus. Denn zu den pandemiebedingten Zuliefer- und Produktionsstörungen kommen seit dem Frühjahr 2022 erhebliche Unsicherheiten hinsichtlich der Energieversorgung in denjenigen Volkswirtschaften, die nicht auf eine eigene und ausreichende Ausstattung mit Energierohstoffen zurückgreifen können. Die Energiekrise betrifft nicht nur einzelne Unternehmen, sondern komplexe Zuliefergeflechte.

Darüber hinaus schaffen die vor allem kriegsbedingten Versorgungsprobleme mit Energie und Rohstoffen hohe Kostenschocks auf der Produktionsebene. Die in vielen Ländern erheblich höheren Erzeugerpreise treiben die Verbraucherpreise in die Höhe. Die hohen Inflationsraten zehren an der Kaufkraft der privaten Haushalte und belasten unmittelbar die Nachfrage nach Konsumgütern - und somit das Versorgungsniveau. Angesichts der unsicheren Wirtschaftsperspektiven, steigender Finanzierungskosten (infolge des weltweit ansteigenden Zinsniveaus) und der Verteuerung von Investitionsgütern halten sich die Unternehmen rund um den Globus mit ihren Investitionen zurück. Die Weltwirtschaft verliert nach den Corona-Belastungen erneut an Schwung und dies setzt dem Welthandel zu. Zum Teil wirkten diese Belastungen insbesondere im vergangenen Jahr die Nachholeffekte infolge der zurückgefahrenen Corona-Beschränkungen in vielen Ländern entgegen. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften konnten zudem teils großvolumige Konjunkturprogramme aufgelegt werden, um vor allem den kriegsbedingten Preisschocks entgegenzuwirken. 2

Gemäß der IW-Schätzung dürfte die weltweite Wirtschaftsleistung im Gesamtjahr 2022 um deutlich über 1.600 Milliarden US-Dollar niedriger ausgefallen sein als im kontrafaktischen Fall ohne Krieg. Es wird hier mit preisbereinigten Werten und nicht mit kaufkraftbereinigten Werten gearbeitet, da es unmittelbar um die produktionsseitigen Auswirkungen und nicht direkt um die damit einhergehenden Wohlstandseffekte geht. Rund zwei Drittel dieser Produktionseinbußen waren im vergangenen Jahr in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften (Advanced economies) zu verzeichnen und ein Drittel in den aufstrebenden Volkswirtschaften (Emerging market and developing economies). China zählt zur letzteren Gruppe. Im Jahr 2023 können sich die weltweiten Produktionsausfälle gemäß den bestehenden Rahmenbedingungen auf nochmals rund 1.000 Milliarden US-Dollar belaufen. Die absoluten Einbußen dürften nach gegenwärtiger Sachlage geringer ausfallen als im Jahr 2022, weil von einer Entspannung an den globalen Rohstoff- und Energiemärkten ausgegangen wird. Damit dürfte auch die Inflation zurückgehen und die damit einhergehenden Belastungen. Mit Blick auf das Jahr 2023 fallen die Einbußen in den aufstrebenden Volkswirtschaften und den Entwicklungsländern mit rund 40 Prozent des weltweiten Produktionsrückgangs relativ gesehen höher aus als im Jahr 2022. Insgesamt wird mit dieser Rechnung deutlich, dass der Krieg von weltwirtschaftlicher Bedeutung ist und auch die aufstrebenden Volkswirtschaften und die Entwicklungsländer stark von wirtschaftlichen Ausfällen betroffen sind. 3

2 Grömling, Michael, 2023, Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf die Weltwirtschaft - IW-Schätzung der Größenordnungen, IW-Kurzbericht, Nr. 12, Köln. Zugriff am 25.05.2023
3 Grömling, Michael, 2023, Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf die Weltwirtschaft - IW-Schätzung der Größenordnungen, IW-Kurzbericht, Nr. 12, Köln. Zugriff am 25.05.2023

Konjunktur

Gemäß des statistischen Bundesamtes betrug das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 Deutschlands rund 3,87 Billionen Euro. Preisbereinigt wuchs das deutsche Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, die steigenden Energiepreise und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 jedoch geringer aus. 4

1.4. Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie

Die Steuerung der Geschäftstätigkeit erfolgt durch das Europäische Leadership Team (ELT) im Wesentlichen über folgenden Kennzahlen: Umsatzerlöse, EBITDA (Jahresergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen, Abschreibung und Gewinnabführung) und das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung. Dabei sind die Vorgaben der Konzernmutter hinsichtlich Zielen und Strategie maßgeblich.

Nichtfinanzielle Ziele werden zur Unternehmenssteuerung nur unwesentlich herangezogen.

1.5. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug zum Bilanzstichtag 11 Personen (Vorjahr: 11). INEOS Solvents Germany GmbH, Moers (im folgenden INEOS), wird als Service Provider im Produktionsprozess eingesetzt. Die gesetzlichen Auflagen hinsichtlich Arbeitssicherheit und Unfallschutz werden durch den Service Provider INEOS sichergestellt, durch Huntsman (Manufacturing und EHS) stetig überwacht und mit hoher Priorität behandelt. Weiterhin werden laufend Ausbildungen und Schulungen im Bereich Gesundheit, Umwelt und Sicherheit durch INEOS umgesetzt, um die von Huntsman vorgegebenen Sicherheits- und Produktionsanforderungen zu erreichen und zu halten.

2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse i. H. v. TEUR 180.930 (Vorjahr: TEUR 147.161) sind im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt TEUR 33.769 gestiegen. Die Umsatzerlöse aus der Produktion erhöhten sich, trotz des durch geminderte Nachfrage geringeren Produktionsvolumens um TEUR 1.571, im Wesentlichen bedingt durch höhere Verkaufspreise.

Die Dampferlöse erhöhten sich im Zusammenhang mit dem angestiegenen Gaspreis um TEUR 27.295, da der Dampfpreis dem Gaspreis folgt. Darüber hinaus haben einmalige Erlöse aus konzerninternen Transaktionen in Höhe von TEUR 4.902 die Ertragslage positiv beeinflusst.

Die Umsatzentwicklung lag unter der, für das Geschäftsjahr aufgestellten, Prognose von TEUR 200.000. Die Produktionsauslastung lag bei etwa 56,4 % % (Vorjahr: 69,7 %). Die Absatzmenge der Gesellschaft lag für das Geschäftsjahr bei 64.882 t (Vorjahr: 82.584 t) und sank damit um etwa 27 %. Die Umsatzrentabilität ((Ergebnis vor Ertragsteuern + Zinsaufwand) /Umsatzerlöse) beträgt 24,2 % (Vorjahr: 30 %). Der wesentliche Grund für die Nichterreichung der Umsatzprognose sind die ab dem 3. Quartal durch geminderte Nachfrage gesunkenen Produktions- und Verkaufsmengen.

4 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1251/umfrage/entwicklung-des-bruttoinlandsprodukts-seitdem-jahr-1991/. Zugriff am 25.05.2023

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um TEUR 7.960 auf TEUR 15.212 (Vorjahr: TEUR 7.252). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erlöse aus konzerninternen Weiterbelastungen von Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 375 enthalten (Vorjahr: TEUR 314). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge ist im Wesentlichen auf den Verkauf von unentgeltlich erworbenen CO 2 -Zertifikaten zurückzuführen (TEUR 14.551, Vorjahr: TEUR 6.255).

Die Betriebsleistung (Umsatzerlöse abzgl. Bestandsveränderungen und sonstige betriebliche Erlöse) betrug in 2022 TEUR 196.768 (Vorjahr: TEUR 154.080). Die Erhöhung resultiert aus höheren Verkaufspreisen.

Der Materialaufwand (bereinigt um Bestandsveränderungen) betrug TEUR 137.118 (Vorjahr: TEUR 97.858) und erhöhte sich somit um TEUR 39.260. Die Erhöhung resultiert aus höheren Rohstoffpreisen (+22 % zum Vorjahr), gestiegenen Dampfpreisen (+310 % zum Vorjahr) sowie Aufwendungen für einen Katalysator-Wechsel in Höhe TEUR 4.669, diese wurden auf Konzernebene weiterbelastet, sowie TEUR 6.625 für ausstehende Rechnungen im Zusammenhang mit dem Produktionsprozess.

Der Personalaufwand ohne soziale Abgaben und Aufwendungen betrug TEUR 2.245 und ist um TEUR 722 (Vorjahr: TEUR 1.523) gestiegen. Dafür ursächlich sind Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von TEUR 903, gegenläufig wurden diesjährig erstmals TEUR 1.649 (Vorjahr: TEUR 801) aus der konzerngesteuerten Weiterbelastung von Personalaufwendungen in die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umgegliedert. Das Vorjahr wurde angepasst.

Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 3.439 sind auf gleichem Niveau wie im Vorjahr. Wesentliche Anlagenzugänge gab es nicht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 9.568 erhöhten sich um TEUR 2.110 (Vorjahr: TEUR 7.480). Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus erhöhten Aufwendungen für Versicherungen in Höhe von TEUR 347, Aufwendungen für Reinigung in Höhe von TEUR 221, gestiegenen Aufwendungen für Frachten (TEUR 691) sowie für potenzielle Rechtsstreitigkeiten (TEUR 483). Darüber hinaus wurden erstmals TEUR 1.649 (Vorjahr TEUR 801) aus der konzerngesteuerten Weiterbelastung von Personalaufwendungen in die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umgegliedert. Das Vorjahr wurde geändert.

Die Steuern vor Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 1 betreffen allesamt vororganschaftschaftliche Zeiträume (Vorjahr: TEUR 854 aus der Betriebsprüfung für die Jahre 2015 bis 2017 sowie Steuern aus den geänderten Steuererklärungen für die Jahre 2018 bis 2019).

Das EBITDA (Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen, Steuern und Gewinnabführung) für das Geschäftsjahr 2022 beträgt TEUR 47.051 (Vorjahr: TEUR 47.411) und liegt damit unter dem im Vorjahr prognostizierten EBITDA in Höhe von TEUR 53.300. Das Jahresergebnis lag mit TEUR 6.597 unter der Prognose des Vorjahres (TEUR 45.000). Die Prognose des Jahresergebnisses wurde im Wesentlichen wegen allgemein höherer Beschaffungspreise und wegen höherer Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 6.625 verfehlt.

Für das Finanzergebnis ausschlaggebend ist das vorhandene Darlehen aus dem Anteilzukauf aus 2019. Das Finanzergebnis betrug TEUR -5.208 (Vorjahr: TEUR -4.156).

Als Jahresergebnis vor Gewinnabführung ergibt sich für 2022 TEUR 38.403 (Vorjahr: TEUR 38.961).

Der Gewinn in Höhe von TEUR 38.403 wird im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags an die Huntsman Verwaltung GmbH, Hamburg, ausgeschüttet (Vorjahr: TEUR 38.961).

2.2. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2022 hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um TEUR 1.823 (1,11 %) erhöht.

Die Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstande in Höhe von TEUR 71.850 (Vorjahr: TEUR 75.287) minderten sich um TEUR 3.439 durch Abschreibungen.

Die Vorräte erhöhten sich um TEUR 610. Der Anstieg resultiert zum Großteil aus gestiegenen Rohstoffkosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (TEUR 2.719). Gegenläufig wurden die in 2020 über die Kaufpreisallokation entgeltlich erworbenen CO 2 -Emissionsrechte (Vorjahr: TEUR 2.735) vollständig aufgebraucht, unentgeltlich erworbene CO 2 -Emissionsrechte werden nicht bilanziert.

Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um TEUR 2.314 auf TEUR 5.304 (Vorjahr: TEUR 2.990). Enthalten sind Forderungen aus der Stromsteuererstattung in Höhe von TEUR 1.057 (Vorjahr: 1.431), Forderungen aus Steuererstattungen in Höhe von TEUR 1.309 (Vorjahr: TEUR 857) sowie sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 1.990.

Die liquiden Mittel reduzierten sich um TEUR 3.985. Dieser Effekt ist stichtagsbedingt.

Auf der Passivseite erhöhten sich die Rückstellungen auf TEUR 15.356 (Vorjahr: TEUR 10.867). Die Erhöhung von TEUR 4.489 bezieht sich mit TEUR 6.625 zum Großteil aus ausstehenden Rechnungen. Gegenläufig wurden die im Jahr 2020 entgeltlich erworbenen CO 2 -Emissionsrechte (Vorjahr: TEUR 2.735) inzwischen vollständig aufgebraucht und unentgeltlich erworbene CO 2 -Emissionsrechte nicht bilanziert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 9.508 (Vorjahr: TEUR 11.053). Die Minderung ist stichtagsbedingt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 130.910 (Vorjahr: TEUR 132.118). Der Rückgang in Höhe von TEUR 1.208 resultiert im Wesentlichen aus der Tilgung eines Konzerndarlehens in Höhe von TEUR 1.092. Weitere Elemente sind Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung für das Geschäftsjahr 2022 mit TEUR 38.403 (Vorjahr: TEUR 38.961) und ein unbefristetes Darlehen von TEUR 92.000, das auch im Vorjahr bestand.

Die Gesellschaft unterhält einen Cash-Pool-Vertrag mit der Vantico International SARL, Luxemburg, die für den Huntsman-Konzern in Europa die Liquidität sicherstellt. Zum Stichtag beträgt der Finanzmittelfonds TEUR 69.827 bestehend aus Bankguthaben und Cash-Pool-Guthaben. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten ein langfristiges Darlehen in Höhe von TEUR 92.000. Das Darlehen hat eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Über den Cash-Pool hat die Huntsman Products GmbH jederzeit einfachen Zugriff auf Liquide Mittel.

Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt 5,4 % und ist gegenüber dem Vorjahr (5,5 %) aufgrund der höheren Bilanzsumme gesunken.

3. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Gesellschaft nimmt aus Sicht des Huntsman-Konzerns die Funktion einer Produktionsgesellschaft wahr. Oberste Muttergesellschaft ist die Huntsman International LLC, Woodlands, Houston/USA. Risiken werden zentral überwacht und mit Hilfe der vorgesehenen Unternehmensinstrumente mitigiert.

Die Herstellung von chemischen Zwischenprodukten ist Schwankungen ausgesetzt, die sich vor allem aus der Abhängigkeit vom Rohöl, der wirtschaftlich-energetischen Verflechtung am Chemiestandort Moers und den marktbedingten Nachfrageschwankungen des Downstream Business ergeben. Nach Richtlinien des Huntsman-Konzerns führen wir eine Evaluierung der Risiken durch.

Branchenrisiko

Die MSA-Industrie ist als Bestandteil der chemischen Industrie abhängig vom Wirtschaftsverlauf und direkt betroffen vom komplizierten wirtschaftlichen Umfeld.

Als Produktionsbetrieb in der chemischen Industrie unterliegt das Unternehmen aufgrund der REACH-Verordnung (EEC Nr. 1907/2006) naturgemäß gewissen Risiken. Sie werden auf Basis langfristiger Vereinbarungen mit Hilfe maßgeblicher Dritter mitigiert. Auf der Beschaffungsseite sind indes alle relevanten Stoffe durch mehrjährige Liefervereinbarungen mit entsprechenden Registrierungen abgesichert. Die Gesellschaft geht davon aus, dass auch in Zukunft die erforderlichen Registrierungen und Autorisierungen erteilt werden. Es wird nicht erwartet, dass hieraus resultierende Aufwendungen langfristige Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit des Geschäfts haben werden. Weitere Risiken bestehen für die Branche aus den zunehmenden gesetzlichen Regelungen der Energiebesteuerung, des Emissionshandels und der erneuerbaren Energien.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Geschäft ist Währungs- und Preisrisiken ausgesetzt. Sämtliche finanzwirtschaftlichen Risiken werden zentral im Konzern überwacht und mit Hilfe der vorgesehenen Unternehmensinstrumente mitigiert.

Beschaffungsmarktrisiken

Aus heutiger Sicht sind keine nachhaltigen Risiken hinsichtlich der Verfügbarkeit von Rohstoffen, Energien, Vor- und Zwischenprodukten oder Service-Dienstleistungen erkennbar. Die Abhängigkeit von der Rohöl- und Energiepreisentwicklung, den am Standort von Dritten erbrachten Service-Dienstleistungen sowie den zum Standort führenden Wasser- und Schienenwegen stellen sehr wohl potenzielle Risiken für Energiepreise sowie pünktliche Rohstoffbelieferung dar. Sämtliche Beschaffungsrisiken werden über den europäischen Zentraleinkauf der Huntsman-Gruppe mitigiert.

Produktionsrisiken

Die industrielle Herstellung von Grundchemikalien ist komplex und naturgemäß mit Arbeitssicherheits- und Umweltschutzrisiken behaftet. Sämtliche Risiken werden im Rahmen der langfristigen und umfassenden Service-Vereinbarungen mit dem Standortbetreiber INEOS Solvents Germany GmbH mitigiert. Darüber hinaus unterhält die Huntsman-Gruppe ein angemessenes Versicherungspaket, das die Umwelt- und Produktrisiken haftpflichtseitig absichert und welches durch die global agierende Versicherungsabteilung der Huntsman-Gruppe in den USA sichergestellt wird. Die Gesellschaft unterhält ein eigenes Qualitäts- und Managementsystem und ist überdies vollständig eingebunden in das SHE-System (Safety, Health & Environment) des Standortbetreibers, der die technische Betriebsführung der MSA-Anlagen im Auftrag der Gesellschaft sicherstellt. Darüber hinaus wird im Rahmen der Services systematisch vorausschauende Wartung betrieben und Investitionen (Capital Projects) im Konzern überwacht.

Absatzmarktrisiken

Die Absatzmarktlage für MSA entwickelte sich in der Region EMEA abhängig von der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung (BIP). Ein ausgewogenes Kunden-Produkt-Länder-Portfolio der Gesellschaft sowie ein agiles Vertrags- und Preismanagement wirken den Absatz- und Margenrisiken entgegen.

Investitionsrisiko

Investitionen in chemische Anlagen sind mit komplexen Risiken behaftet. Die Vorbereitung, Umsetzung und Kontrolle von Projekten wird konzernzentral überwacht.

Rechtstreitigkeiten

Rechtsstreitigkeiten können dazu führen, dass die Gesellschaft die Zahlung von Schadensersatz, die Erfüllung anderer Ansprüche sowie straf- oder zivilrechtliche Sanktionen, Geldbußen oder Vorteilsabschöpfungen auferlegt werden.

Ukraine-Krise

Der Kriegsüberfall Russlands auf die Ukraine hat spürbare Auswirkungen auf deutsche Unternehmen. Stark gestiegene Energiepreise stellen für eine Mehrheit der Unternehmen eine große oder sehr große Belastung dar. Fehlende Zulieferungen und mögliche Engpässe in der Gasversorgung folgen als weitere Risiken. Als Absatzmarkt und Produktionsstandort sind Russland und die Ukraine kaum bedeutsam.

Die steigenden Energiepreise als Folge des russischen Krieges in der Ukraine beeinflussen die Kaufkraft der Verbraucher und erhöhen die Kosten der Unternehmen.

Die deutsche Wirtschaft ist im August 2022 so stark geschrumpft wie seit Beginn der Corona-Pandemie nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex für Privatwirtschaft und Industrie sank auf den niedrigsten Stand seit Juni 2020.

Chancen

Eine strategische Chance besteht in dem weltweiten Vermarktungsnetz der Huntsman-Gruppe und der Fähigkeit, auf technisch bedingte Produktionsunterbrechungen schnell reagieren und Versorgungsengpässe mit Unterstützung der Schwesterwerke in Übersee überbrücken zu können.

Das Angebot aus europäischen MSA-Anlagen reicht aktuell nicht aus, um die zu erwartende Nachfrage in den kommenden Jahren vollständig abzudecken. Steigende Importzahlen aus Übersee bestätigen diese Annahme. Hinzu kommt das unterschiedliche Rohstoff- und Energiepreisniveau im außereuropäischen Raum, was Importe von MSA aus den USA zusätzlich attraktiver macht. Aufgrund der bekannt schwierigen Logistikkette sowie hoher Nachlaufkosten, wird jedoch erwartet, dass sich das in Deutschland produzierte MSA gegenüber importiertem MSA erneut behaupten wird. Die Gesellschaft geht im Jahr 2023 von einem gleichbleibenden Auslastungsgrad der eigenen Produktionsanlagen aus.

4. Prognosebericht

Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichts rechnet das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) damit, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 stagnieren wird (0 Prozent Veränderung gegenüber dem Vorjahr). Im Jahr 2024 rechnet das IMK mit einem Wachstum der deutschen Wirtschaftsleistung von rund 1,2 Prozent*. 5

Die Huntsman Products GmbH konnte sich im Jahr 2021 und 2022 überdurchschnittlich im Vergleich zur deutschen und zur Weltwirtschaft entwickeln. Jedoch stagnierten in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 durch geminderte Nachfrage die Verkaufsmengen, dies hält voraussichtlich auch in der ersten Hälfte von 2023 an.

Wir prognostizieren für das Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von Mio. EUR 75, ein Ergebnis vor Ergebnisabführung von Mio. EUR 6 und ein EBITDA von Mio. EUR 14,5.

Der deutlich geminderten Prognose liegen die geminderten Erlöserwartungen aus Dampferzeugung, sowie die im 4. Quartal getroffene Entscheidung des Konzerns, die Produktion in Europa temporär zu reduzieren und die bestehende Nachfrage durch konzernintern zugekauftes Fertigprodukt zu decken, zugrunde. Derzeit wird erwartet, dass diese Situation bis ins dritte Quartal 2023 anhält.

Prognostizierte Umsatzerlöse, EBITDA und Ergebnis weichen stark von den überdurchschnittlichen Ergebnissen der Jahre 2021 und 2022 ab. Wie oben ausgeführt sind hierfür im Wesentlichen reduzierte Produktions- und Absatzmengen sowie geringer erwartete Erlöse aus dem Verkauf von Dampf ursächlich.

Die konkreten Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft, aber auch auf die chemische Industrie sind in diesem Lagebericht erläutert.

5 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/37363/umfrage/prognose-zur-entwicklung-des-bip-imk/#:~:text=Laut%20dem%20Institut%20f%C3%BCr%20Makro%C3%B6konomie,von%20rund%201%2C2%20Prozent. Zugriff am 25.05.2023.

5. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Stichtag nicht ereignet.

 

Moers, 30. Juni 2023

Huntsman Products GmbH

Mike Dixon, Geschäftsführer

Douglas Ellerbusch, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 Vorjahr
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.722.204,92 1.809
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 9.664.641,41 10.042
2. Technische Anlagen und Maschinen 60.433.509,55 63.393
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.290,79 43
70.127.441,75 73.478
71.849.646,67 75.287
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.968.364,29 3.984
2. Unfertige Erzeugnisse 318.894,17 347
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.321.524,39 1.668
6.608.782,85 5.999
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.181.719,72 23.444
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 68.417.732,01 50.833
3. Sonstige Vermögensgegenstände 5.303.502,11 2.990
85.902.953,84 77.267
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.427.024,41 5.412
93.938.761,10 88.678
165.788.407,77 163.965

Passiva

31.12.2022 Vorjahr
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 153.387,56 153
II. Kapitalrücklage 8.836.034,71 8.836
8.989.422,27 8.989
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 520.711,95 521
2. Sonstige Rückstellungen 14.834.930,06 10.346
15.355.642,01 10.867
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 54
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.508.112,41 11.053
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 130.909.944,97 132.118
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.025.286,11 884
davon aus Steuern: EUR 672.093,11 (Vorjahr: TEUR 541)
141.443.343,49 144.109
165.788.407,77 163.965

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 Vorjahr
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 180.930.233,13 147.161
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 625.509,76 -333
3. Sonstige betriebliche Erträge 15.211.963,23 7.252
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 121.949.211,44 81.240
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 15.794.745,95 16.285
137.743.957,39 97.525
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.244.669,43 1.523
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 148.071,74 165
2.392.741,17 1.688
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.439.377,07 3.440
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.568.319,07 7.480
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 184.647,38 225
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.392.205,75 4.381
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 853,70 854
11. Ergebnis nach Steuern 38.414.899,35 38.937
12. Sonstige Steuern 12.061,28 -24
13. Aufwand aus Gewinnabführung 38.402.838,07 38.961
14. Jahresüberschuss 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Beachtung des GmbHG aufgestellt worden. Die Handelsregisternummer der Gesellschaft lautet HRB 16565, Amtsgericht Kleve.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 3 HGB auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Abweichend zum Vorjahr wird bei der Ermittlung der Anschaffungs- und Herstellungskosten gleichartiger Vorräte der Bewertungsansatz des gleitenden Durchschnittspreises angewendet (Vorjahr: LiFo-Verfahren). Der Effekt aus der Umstellung beträgt TEUR 952 (Erhöhung). Das Vorjahr wurde nicht angepasst.

Abweichend zum Vorjahr werden Personal-Weiterbelastungen aus dem Konzern in Höhe von TEUR 1.649 nicht mehr im Personalaufwand, sondern in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Das Vorjahr wurde in Höhe von TEUR 801 angepasst.

Verschmelzung und Anwachsung

Mit Gesellschafterbeschluss vom 19. Februar 2020 erfolgte die Verschmelzung der Huntsman International Trading Deutschland GmbH, Hamburg, (heute Huntsman Products GmbH, Moers) als übernehmender Rechtsträger mit der 100%igen Tochterunternehmung Huntsman Products Verwaltungs GmbH, Moers, rückwirkend zum 1. Januar 2020. Mit Eintragung im Handelsregister am 30. März 2020 erfolgte von Rechts wegen der Anwachsung der Huntsman Products GmbH & Co. KG, Moers (HRA 2112, Amtsgericht Kleve).

In der gleichen Gesellschafterversammlung wurde zudem die Sitzverlegung von Hamburg nach Moers sowie die Umfirmierung der Huntsman International Trading Deutschland GmbH, Hamburg, in die Huntsman Products GmbH, Moers, beschlossen.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten (Material- und Fertigungseinzelkosten, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der durch die Fertigung verursachte Werteverzehr des Anlagevermögens), vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Die Abschreibungen werden auf Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode über einen Zeitraum zwischen 3 und 37,5 Jahren vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis EUR 800 werden im Jahr ihres Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Im Rahmen der Zeitwertermittlung und Anschaffungskostenallokation wurden die Nutzungsdauern der übernommenen Vermögensgegenstände in 2020 angepasst.

Die Abschreibungen nach der Anwachsung entsprechen der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Die Nutzungsdauern betragen im Einzelnen:

Abschreibungsmethode Nutzungsdauer
Immaterielle Vermögensgegenstände linear 3 - 37,5 Jahre
Sachanlagen
Bauten auf fremden Grundstücken linear 25 - 37,5 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen:
- MSA-Anlage linear 37,5 Jahre
- Tanks und Verladeeinrichtungen linear 15 - 37,5 Jahre
- Übrige linear/degressiv 4 - 37,5 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung linear 4 - 10 Jahre

Planmäßige Abschreibungen werden linear oder degressiv von den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellkosten abgesetzt.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und seine Aufgliederung in die einzelnen Anlageposten samt den dazugehörigen Abschreibungen sind in dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

In den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Waren sowie die zur Produktion zugeordneten CO 2 -Emmissionsrechte mit den Anschaffungs- oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Für die Abgabeverpflichtung der in der Produktion verbrauchten CO 2 -Emissionsrechte wird eine sonstige Rückstellung gebildet.

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet, die neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den durch die Fertigung verursachten Werteverzehr des Anlagevermögens enthalten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Ist der voraussichtliche Verkaufserlös abzgl. der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten niedriger, wird dieser Wert angesetzt.

Bei der Ermittlung der Anschaffungs- und Herstellungskosten gleichartiger Vorräte wird das Bewertungsverfahren des gleitenden Durchschnittspreises angewendet.

Staatlich unentgeltlich zugeteilte CO 2 -Emmissionsrechte werden lediglich mit einem Erinnerungswert angesetzt.

Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Das mit den einzelnen Forderungen verbundene Risiko wird, soweit erforderlich, durch Abschläge vom Nominalbetrag berücksichtigt. Im Hinblick auf die Bonität der Kunden sowie auf gegebene Erfahrungswerte hinsichtlich des Forderungsausfallrisikos wurden bisher keine Pauschalwertberichtigungen gebildet. Forderungen in Fremdwährung werden bei ihrer Entstehung mit dem Transaktionskurs umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit unter einem Jahr beträgt, mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet.

Die liquiden Mittel sind zum Nennbetrag bewertet worden. Liquide Mittel in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet.

Die sonstigen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Sie decken alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten ab. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind.

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden bei ihrer Entstehung mit dem Transaktionskurs umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit unter einem Jahr beträgt, mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet.

III. Angaben zur Bilanz

Die Vorräte beinhalten mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2.735) CO 2 -Zertifikate. In 2021 wurde der Bestand der entgeltlich erworbenen Zertifikate vollständig verbraucht.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen gegen die Vantico International SARL, Luxemburg, aus Cash-Pooling von TEUR 68.379 (Vorjahr: TEUR 49.526) sowie übrige sonstige Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 150). Im Vorjahr bestanden Forderungen gegen die Gesellschafterin Huntsman Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg, von aus der Verlustübername für das Geschäftsjahr 2020 von TEUR 1.157.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 5.304 (Vorjahr: TEUR 2.990). Enthalten sind u.a. Forderungen aus der Stromsteuererstattung in Höhe von TEUR 1.057 (Vorjahr: TEUR 1.431), sowie Forderungen aus Steuererstattungen in Höhe von TEUR 1.309 (Vorjahr: TEUR 857).

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt DM 300.000,00 (EUR 153.387,56) und ist voll eingezahlt.

Die Steuerrückstellung in Höhe von TEUR 521 für das Geschäftsjahr 2022 betrifft unverändert vororganschaftliche Verpflichtungen. Mit der Huntsman Verwaltungs GmbH, Hamburg, besteht eine einkommensteuerliche Organschaft.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 14.835 betreffen mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2.735) Rückstellungen für die Abgabe von verbrauchten CO 2 -Zertifikaten, TEUR 4.330 (Vorjahr: TEUR 4.330) für die EEG-Umlage 2020 und 2021, TEUR 6.625 (Vorjahr: TEUR 0) für ausstehende Rechnungen sowie TEUR 1.950 (Vorjahr TEUR 1.847) aus einer Rückbauverpflichtung. Die Rückbauverpflichtung umfasst Auflagen in direktem Zusammenhang mit einer Anlagenerweiterung.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen besitzen sämtlich eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 92.000 (Vorjahr: TEUR 92.000) Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Vantico GROUP SARL, Luxemburg, mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.092) Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Huntsman Petrochemical LLC, USA, mit TEUR 507 (Vorjahr: TEUR 65) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber anderen Intercompany-Gesellschaften und mit TEUR 38.403 (Vorjahr: TEUR 38.961) Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung an den Gesellschafter Huntsman Verwaltungs GmbH, Hamburg.

Die Verbindlichkeiten aus Darlehen haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Posten Bilanzwert Restlaufzeit bis 1 jahr Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
1) Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00
2) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.508.112,41 9.508.112,41
3) Verbindlichkeiten ggü Verbundene Unternehmen 130.909.944,97 38.909.944,97 92.000.000,00
4) sonstige Verbindlichkeiten 1.025.286,11 1.025.286,11
Summe 141.443.343,49 49.443.343,49 92.000.000,00
Vorjahr Vorjahr Vorjahr
Posten Bilanzwert Restlaufzeit bis 1 jahr Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
1) Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 54.443,62 54.443,62
2) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.052.593,93 11.052.593,93
3) Verbindlichkeiten ggü Verbundene Unternehmen 132.118.140,70 39.025.920,15 93.092.220,55
4) sonstige Verbindlichkeiten 883.649,10 883.649,10
Summe 144.108.827,35 51.016.606,80 93.092.220,55

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse aus Produktverkäufen gliedern sich nach geographischen Märkten wie folgt auf:

Huntsman Products GmbH 01.01.2022 - 31.12.2022 Huntsman Products GmbH 01.01.2021 - 31.12.2021
TEUR TEUR
Deutschland 23.379 17,98% Deutschland 24.928 19,41%
Nordische Länder 14.678 11,29% Nordische Länder 16.848 13,12%
Europa 76.706 59,01% Europa 80.448 62,64%
Andere 15.229 11,72% Andere 6.197 4,83%
129.992 100,00% 128.421 100,00%

Die übrigen Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen Energielieferungen und entfallen wie im Vorjahr vollständig auf Deutschland.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 15.212 (Vorjahr: TEUR 7.252) beinhalten im Wesentlichen Gewinne aus dem Verkauf von CO 2 -Zertifikaten in Höhe von TEUR 14.551 (Vorjahr: TEUR 6.255) und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 28 (Vorjahr: TEUR 70).

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen belaufen sich auf TEUR 15.795 (Vorjahr: TEUR 16.285).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 9.568 (Vorjahr: TEUR 7.458). Hierin enthalten sind Verluste aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 39). Zudem sind mit TEUR 1.649 (Vorjahr: TEUR 800) Weiterbelastungen von Personalaufwendungen aus dem Konzern enthalten, die im Vorjahresabschluss im Personalaufwand ausgewiesen wurden. Der Vorjahresausweis ist entsprechend angepasst worden.

Die Zinserträge belaufen sich auf TEUR 185 (Vorjahr: TEUR 225), davon TEUR 43 Zinsen aus § 352 HGB aufgrund der Verlustübernahme der Huntsman Verwaltungsgesellschaft, Hamburg, für das Jahr 2020.

Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 5.392 (Vorjahr: TEUR 4.381) beinhalten im Wesentlichen Zinsen aus Darlehen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.822 (Vorjahr: TEUR 4.058), Zinsen aus § 352 HGB aufgrund der Verlustübernahme der Huntsman Verwaltungsgesellschaft, Hamburg, TEUR 1.526 sowie aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 23).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen in voller Höhe periodenfremde Aufwendungen für vororganschaftliche Jahre.

V. Sonstige Angaben

Aus Miet-, Pacht- und Dienstleistungsverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen für 2023 in Höhe von TEUR 13.669 (Vorjahr: TEUR 17.627). Diese Verpflichtungen beruhen auf unbefristeten Verträgen, die auf unbestimmte Zeit abgeschlossen wurden. Die Gesellschaft hat keine Kündigungsabsicht. Für 2024 und die Jahre darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 12.212 pro Jahr.

Darüber hinaus bestand zum Stichtag ein Bestellobligo für Waren in Höhe von TEUR 3.472, das in voller Höhe in 2023 fällig war.

Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug 11 (Vorjahr: 11).

Angaben zum Konzernabschluss

Die Huntsman International LLC, Woodlands, Houston/USA, stellt als Muttergesellschaft des internationalen Huntsman-Konzerns für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 auf. Dieser Abschluss ist in englischer Sprache am Sitz der Gesellschaft erhältlich sowie auf der Internetseite der Huntsman International LLC abrufbar. Die Huntsman Products GmbH, Moers, wird in den Konzernabschluss der Huntsman International LLC, Woodlands, Houston/USA, einbezogen.

Gesellschafterin der Huntsman Products GmbH, Moers, ist die Huntsman Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg.

Die Abschlussprüferhonorare nach § 285 Nr. 17 HGB betragen TEUR 78 für Abschlussprüfungsleistungen sowie TEUR 17 für Steuerberatungsleistungen. Das Gesamthonorar beträgt damit TEUR 95.

Für den Fall, dass Geschäfte mit nahestehenden Personen abgeschlossen werden, erfolgt dies zu marktüblichen Konditionen.

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

Herr Michael C. Dixon, Vice President Finance Advanced Materials, Lancastershire/Großbritannien

Herr Douglas Ellerbusch, Vice President President Performance Products EMEA (bestellt am 6. September 2022),

Frau Gwendolien M. Fonck, Vice President Performance Products EAME, Grez-Doiceau/Belgien (abberufen zum 31. Juli 2022),

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung ist nach § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

Ereignisse nach dem Stichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Stichtag nicht ereignet.

 

Moers, 30. Juni 2023

Huntsman Products GmbH

Mike Dixon, Geschäftsführer

Douglas Ellerbusch, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

Bruttobuchwerte
Stand am 1.1.2022 Zugänge lfd. Geschäftsjahr Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.961.104,67 0,00 1.961.104,67
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 10.703.968,82 0,00 10.703.968,82
2. Technische Anlagen und Maschinen 68.572.455,40 0,00 68.572.455,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 67.348,77 1.685,95 69.034,72
79.343.772,99 1.685,95 79.345.458,94
81.304.877,66 1.685,95 81.306.563,61
kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2022 Zugänge lfd. Geschäftsjahr Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 152.163,95 86.735,80 238.899,75
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 661.390,16 377.937,25 1.039.327,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.179.329,17 2.959.616,68 8.138.945,85
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.656,59 15.087,34 39.743,93
5.865.375,92 3.352.641,27 9.218.017,19
6.017.539,87 3.439.377,07 9.456.916,94
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2022 Vorjahr
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.722.204,92 1.809
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 9.664.641,41 10.042
2. Technische Anlagen und Maschinen 60.433.509,55 63.393
0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.290,79 43
70.127.441,75 73.478
71.849.646,67 75.287

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Huntsman Products GmbH, Moers

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Huntsman Products GmbH, Moers - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Huntsman Products GmbH, Moers, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

Entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 30. Juni 2023

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Frank Bertram, Wirtschaftsprüfer

Arfst Lütgens, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

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2 nahegelegene Organisationen

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