Stammdaten

Register
Amtsgericht Walsrode GnR 120014
Eingetragen
19.6.1906
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenKreditinstitute des Genossenschaftssektors
Gegenstand
Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere - die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Einlagen; - die Gewährung von Krediten aller Art; - die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; - die Durchführung des Zahlungsverkehrs; - die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; - die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; - der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; - die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen, Reisen und Immobilien; - der Erwerb, die Entwicklung, die Erschließung, die Bebauung, die Verwaltung, die An- und Vermietung bzw. die Pachtung und Verpachtung, die Belastung und die Veräußerung von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten sowie von wohnwirtschaftlich oder gewerblich genutzten Objekten; - die mittelbare und unmittelbare Beteiligung an Unternehmen, welche den Erwerb, die Entwicklung, Erschließung, Bebauung, Verwaltung, An- und Vermietung bzw. Pachtung und Verpachtung, Belastung und Veräußerung von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten sowie von wohnwirtschaftlich oder gewerblich genutzten Objekten zum Gegenstand haben; - Erbringung und Vermittlung sonstiger Dienstleistungen und der Verkauf von Ware; - der Erwerb, die Errichtung, An- und Vermietung bzw. Pachtung und Verpachtung, Unterhaltung und Veräußerung von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien sowie der Absatz und die Eigennutzung der gewonnenen Energie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefanie Kase
seit 3.2.2025
Vorstandsmitglied
Björn Wahls
seit 18.1.2023
Prokura
Timo Höge
seit 18.1.2023
Prokura
Prokura
Michael Kersting
seit 1.12.2021
Vorstandsmitglied
Christoph Völkner
seit 29.4.2021
Prokura
Sven Häbel
seit 20.5.2019
Prokura
Thomas Hiller
seit 20.10.2016
Prokura
Werner Kaliebe
seit 20.10.2016
Prokura
Jan Mackenberg
seit 29.4.2008
Vorstandsmitglied
Thomas Wegner
seit 6.9.2006
Prokura

Beteiligungen
Beta

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Volksbank eG

Osterholz-Scharmbeck

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Volksbank eG, Osterholz-Scharmbeck Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Gliederung des Lageberichts

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

C. Risiko- und Chancenbericht

D. Prognosebericht

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Die Volksbank eG, mit Sitz in Osterholz Scharmbeck, ist als eingetragene Genossenschaft ein Kreditinstitut im Sinne des Kreditwesengesetzes mit einer Bilanzsumme von 1,7 Mrd. EUR. Der Geschäftsbetrieb umfasst Bankgeschäfte und Finanzdienstleistungen auf Grundlage der Erlaubnis nach § 32 KWG.

Der Anteil unseres bilanziellen Kundenkreditgeschäfts beträgt nach Abzug von Einzel- und Pauschalwert-berichtigungen sowie der Vorsorgereserven gem. § 340f HGB 1.149.687 TEUR bzw. 66,8 % der Bilanzsumme. Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 258 Mitarbeiter beschäftigt. Zusätzlich wurden durchschnittlich 22 Auszubildende beschäftigt. Im Vorjahr waren es durchschnittlich 263 Mitarbeiter bzw. 25 Auszubildende.

Als Genossenschaftsbank besteht unsere Kernaufgabe darin, die wirtschaftliche Entwicklung unserer Mitglieder und Kunden zu fördern. Darin gründet auch die enge regionale Bindung an das Geschäftsgebiet, das Weser-Elbe-Dreieck, in dem wir mit 11 Geschäftsstellen und 8 SB-Geschäftsstellen vertreten sind.

Unser Geschäftsmodell fokussiert sich auf das Privat- und das Firmenkundengeschäft sowie als Ergänzung zum Kundengeschäft und zur Liquiditäts-, Ertrags- und Risikosteuerung auf das Eigengeschäft. Wir nutzen darüber hinaus das Leistungsangebot innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe.

Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i.V.m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG gehört die Bank der BVR Institutssicherung (BVR ISG Sicherungssystem) an. Das BVR ISG Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt.

Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Die BVR SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz parallel zum BVR ISG Sicherungssystem tätig.

Der für unsere Genossenschaft zuständige Prüfungsverband ist der Genoverband e.V. mit Sitz in Hannover.

Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit unterhalten wir keine Zweigniederlassungen.

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Folgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (1,8 %). Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % 2023. Der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch.

Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene wirtschaftliche Schwächephase dauerte im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 an. Dabei überlagerten sich die dämpfenden Einflüsse vielfach. Die bis ins Frühjahr bestehenden Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung erfüllten sich nicht. Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und den wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland nach dem "Haushaltsurteil" des Bundesverfassungsgerichts im November. In Reaktion auf das Urteil musste die Bundesregierung zum Jahresende in ihrer Finanzplanung deutliche Kürzungen und Einsparungen vornehmen.

Nach einem durch die Erholung von der Coronakrise getriebenen kräftigen Zuwachs im Vorjahr um 3,9 % gingen die privaten Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,7 % zurück. Hauptgrund war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte deutlich dämpfte. Vor allem in Bereichen, in denen die Preise auf dem hohen Stand des Vorjahres verharrten oder sogar weiter zulegten, kam es zu rückläufigen Ausgaben. Die Privathaushalte gaben insbesondere für Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,3 %) sowie Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren (-4,5 %) erheblich weniger aus, trotz der vielfach deutlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen und der insgesamt robusten Arbeitsmarktlage. Der Staatskonsum, der 2022 noch um 1,6 % gestiegen war, sank um deutliche 1,5 %. Insgesamt trugen die Konsumausgaben mit einem Beitrag von -0,7 %-Punkten wesentlich zum Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts bei.

Ähnlich wie bereits im Vorjahr zeigte sich die Investitionskonjunktur gespalten. Einerseits legten die Investitionen in Ausrüstungen wie Fahrzeuge und Maschinen erneut zu, wenn auch schwächer als 2022 (3,0 % nach 4,0 %). Hier stützen die abnehmenden Lieferengpässe die Entwicklung, die eine sukzessive Abarbeitung der aufgestauten Auftragsbestände ermöglichten. Andererseits gaben die Bauinvestitionen, die im Vorjahr um 1,8 % gesunken waren, abermals nach. Sie wurden noch stärker als die Ausrüstungsinvestitionen durch die rasant steigenden Leitzinsen ausgebremst und verminderten sich, trotz eines witterungsbedingt günstigen Jahresauftakts, um 2,7 %. Neben dem zinsbedingten Nachfragerückgang, von dem der Wohnungsbau noch stärker als der Gewerbebau betroffen war, belastete die nur langsam nachlassende Baupreisdynamik das Investitionsgeschehen. Alles in allem gingen von den Bruttoanlageinvestitionen ein leicht negativer Impuls (-0,1 %-Punkte) für das preisbereinigte Wirtschaftswachstum aus.

Der grenzüberschreitende Handel der deutschen Wirtschaft konnte 2023 nicht an die deutlichen Zuwächse während der Erholung von der Coronakrise im Jahr 2022 anknüpfen. Sowohl die Exporte als auch die Importe sanken um 2,2 % beziehungsweise 3,4 %, nachdem sie im Vorjahr noch um 3,3 % und 6,6 % gestiegen waren. Maßgeblich für den Rückgang des Exportgeschäfts war die im Jahresverlauf schwächer werdende weltwirtschaftliche Gangart. Zudem belasteten die hohen inländischen Energiekosten die deutschen Exportunternehmen, insbesondere in den energieintensiven Produktionsbereichen wie der chemischen Industrie. Dämpfend auf die Importe wirkte wiederum die schwache inländische Produktions- und Konsum-entwicklung. Da die Importe jedoch stärker sanken als die Exporte, wirkte der Außenhandel als Ganzes rechnerisch mit einem Wachstumsbeitrag von 0,6 %-Punkten dem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts entgegen.

Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Zwar stieg die Arbeitslosenzahl in der Statistik, auch wegen der verstärkten Erfassung Geflüchteter, von 2,4 Mio. Menschen im Vorjahr auf 2,6 Mio. Menschen. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 % aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (5,3 %). Zudem hielt der Beschäftigungsaufbau an. Die Erwerbstätigenzahl kletterte im Vorjahresvergleich um gut 300.000 auf einen neuen Rekordwert von rund 45,9 Mio. Menschen.

Im Jahresdurchschnitt lag die Inflationsrate bei 5,9 %, wobei die Monatswerte einen klar rückläufigen Trend zeigten. So ist die Inflationsrate in 2023 ausgehend von den im Januar und Februar mit jeweils 8,7 % markierten Maximalwerten bis November und Dezember auf Jahrestiefstände von 3,2 % und 3,7 % gefallen. Generell haben sich die Triebkräfte der Inflation verschoben, weg von den Importpreisen hin zur Binnenteuerung. Verantwortlich für den Rückgang der Gesamtteuerung war in erster Linie der nachlassende Preisanstieg bei Energie. Angesichts staatlicher Entlastungsmaßnahmen und rückläufiger Notierungen für Energieträger verteuerten sich Energieprodukte 2023 um unterdurchschnittliche 5,3 %, nach einem enormen Anstieg um 29,7 % im Vorjahr. Bei Nahrungsmitteln hielt hingegen der hohe Preisauftrieb nahezu ungebremst an. Sie verteuerten sich in 2023 um 12,4 %, nach einer Erhöhung um 13,4 % im Vorjahr.

Im verarbeitenden Gewerbe belasteten die trotz der nachlassenden Preisdynamik insgesamt noch immer sehr hohen Energiepreise, die nur langsam schwindenden Materialengpässe und die globale Nachfrageschwäche die Lage. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Wirtschaftsbereichs gab daher nochmals leicht nach. Sie sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3 % und damit in gleichem Umfang wie 2022 (-0,3 %). Ungeachtet des neuerlichen Wertschöpfungsrückgangs legte die Erwerbstätigenzahl im verarbeitenden Gewerbe etwas zu, um 0,2 % auf fast 7,5 Mio. Menschen.

Die Baukonjunktur präsentierte sich abermals schwach. Nach einem deutlichen Rückgang im Vorjahr (-3,3 %) verminderte sich die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Baugewerbes 2023 nochmals, wenngleich mit einer Veränderungsrate von -0,2 % weniger stark als zuvor. Hemmend auf die Aktivitäten des Wirtschaftsbereichs wirkten vor allem die weiterhin hohen Baukosten, der anhaltende Mangel an Arbeitskräften und die, wegen der gestiegenen Zinsen, verschlechterten Finanzierungsbedingungen. Trotz der allgemeinen Schwäche hielt der Stellenaufbau im Baugewerbe an. Die Erwerbstätigenzahl kletterte um 0,5 % auf reichlich 2,6 Mio. Personen.

Im Einzelhandel haben die im Vorjahresvergleich nur wenig verminderten Preisanstiege merkliche Spuren hinterlassen. Wegen der Kaufkraft zehrenden Inflation hielten sich die Verbraucher mit ihren Ausgaben zurück. Zusätzlich dämpften die hohen wirtschaftlichen Unsicherheiten die Anschaffungsneigung. Vor diesem Hintergrund sank der preisbereinigte Einzelhandelsumsatz um deutliche 3,3 %, nachdem er bereits 2022 um 0,7 % nachgegeben hatte.

Die ökonomischen Auswirkungen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine blieben für die landwirtschaftlichen Betriebe 2023 ein wichtiges Thema. Angesichts der kriegsbedingt engen Versorgungslage an den globalen Nahrungsmittel- und Rohstoffmärkten kam es kurzfristig in einigen Bereichen zu enormen Preissteigerungen. Darüber hinaus wurde die Landwirtschaft durch strukturelle Veränderungen in der Tier- und hier vor allem in der Schweinehaltung beeinflusst, die zu einer geringeren Erzeugung von tierischen Lebensmitteln führten. Da jedoch die Erzeugerpreise allgemein stärker stiegen als die Betriebsmittelpreise, konnten viele Betriebe wieder zur wirtschaftlichen Profitabilität zurückfinden.

Das langsame, noch andauernde Abklingen des Inflationsschocks des Jahres 2022 dominierte das vergangene Jahr 2023 an den Finanzmärkten. Die Notenbanken setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten ihre Leitzinsen weiter. Die größten westlichen Notenbanken, die Europäische Zentralbank (EZB) und die Federal Reserve der USA (Fed), erreichten damit 2023 und binnen unter 18 Monaten Erhöhungsphase die höchsten Leitzinsniveaus seit der globalen Finanzkrise von 2008; im Falle der EZB die höchsten seit Einführung des Euro. Im Zuge dieser Zinspolitik sanken die konjunkturellen Aussichten der Weltwirtschaft aufgrund der steigenden Finanzierungskosten. Auch die Entwicklung in China trug zur einsetzenden Konjunkturbremsung bei, da das dortige Wachstum durch eine Immobilienkrise und Nachwirkungen der strengen Nullcovidpolitik geschwächt wurde. Geopolitische Unsicherheiten wie der andauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der durch den Terrorangriff der Hamas auf Israel intensivierte Nahostkonflikt oder die Rivalität zwischen China und den USA belasteten die Konjunkturaussichten ebenfalls.

In einem gesamtwirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld konnten die 697 Volksbanken und Raiffeisenbanken, PSD Banken, Sparda-Banken sowie die sonstigen Genossenschaftsbanken ihr Kredit- und Einlagengeschäft mit ihren über 30 Mio. Privat- und Firmenkunden im Geschäftsjahr 2023 teilweise leicht ausweiten. Im Vergleich zu den Vorjahren verlor das bilanzielle Kundengeschäft insgesamt jedoch an Dynamik. Dennoch konnten die deutschen Genossenschaftsbanken in einem dämpfenden Wirtschaftsumfeld ihre Kreditvergabe leicht steigern. So erhöhten sich die bilanziellen Kundenforderungen der Genossenschaftsbanken im Vorjahresvergleich um 20 Mrd. EUR auf 777 Mrd. EUR (2,6 %).

Die Entwicklung der Kundeneinlagen blieb weitgehend stabil. Das gestiegene Zinsniveau eröffnete den Kunden erstmals seit der Negativ- und Nullzinsphase attraktive Anlagemöglichkeiten in klassischen Fest- und Termingeldern oder Sparbriefen.

Die addierte Bilanzsumme aller Genossenschaftsbanken blieb im Vergleich zum Vorjahr mit 1.175 Mrd. EUR konstant.

Die regionale Entwicklung in Niedersachsen war ausweislich des Auftragseingangs im verarbeitenden Gewerbe (-4,3 %) und im Baugewerbe (8,0 %) im Geschäftsjahr uneinheitlich. Die Umsätze konnten jedoch um 2,8 % bzw. 5,0 % gesteigert werden. Die Beschäftigtenzahl im verarbeitenden Gewerbe stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,6 %, im Baugewerbe um 4,8 %. Der preisbereinigte Umsatz im niedersächsischen Einzelhandel sank um 3,2 %, während im Großhandel ein Anstieg um 1,1 % und im Gastgewerbe um 8,8 % zu verzeichnen war.

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Über unsere strategische mehrjährige Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Institutes auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen:

Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank wird die Relation des Betriebsergebnisses vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme (nachfolgend: "BE vor Bewertung/dBS") festgelegt. Die Kennzahl BE vor Bewertung/dBS misst die Ertragskraft der Bank in Relation zum Geschäftsvolumen, gemessen als durchschnittliche Bilanzsumme.

Als Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit/Effizienz oder Produktivität unseres Instituts wurde die Cost Income Ratio (nachfolgend: "CIR") bestimmt. Sie stellt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zum Zins- und Provisionsergebnis sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen dar.

Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dient die aufsichtsrechtlich festgelegte Gesamtkapitalquote.

Die Darstellung, Analyse und Beurteilung der einzelnen finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt in den nächsten Abschnitten.

Daneben habe wir die Mitarbeiterzufriedenheit aus den jährlichen Mitarbeiterdialogen als bedeutsamen nichtfinanziellen Leistungsindikator definiert, der die Entwicklung unserer Bank maßgeblich beeinflusst. Dieser wird auf einer Skala von 1 bis 10 als Durchschnitt über alle durchgeführten Mitarbeiterdialoge berechnet.

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

Die Entwicklung, der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023, stellt sich wie folgt dar:

Unser Betriebsergebnis vor Bewertung verbesserte sich von 15.700 TEUR bzw. 0,91 % der dBS in 2022 auf 19.972 TEUR bzw. 1,16 % der dBS. Das Betriebsergebnis vor Bewertung übersteigt damit in beiden Jahren den Zielwert von 0,75 % der dBS. Das erwartete Betriebsergebnis vor Bewertung in Höhe von 14.301 TEUR bzw. 0,80 % der dBS wurde in 2023 somit deutlich übertroffen.

Die CIR lag im Geschäftsjahr 2023 bei 59,1 % (Vorjahr: 76,2 %) und damit unterhalb unseres Zielwertes von 67,5 %. Ursächlich für die Entwicklung gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere die erfreuliche Entwicklung des Zinsüberschusses, die mit einer leichten Verminderung der Verwaltungsaufwendungen einher ging. Die im Vorjahr für 2023 erwartete Verbesserung auf 66,1 % wurde somit deutlich übertroffen.

Die Gesamtkapitalquote belief sich auf 14,1 %, ein Rückgang von 0,2 %-Punkten gegenüber dem Vorjahr. Die Gesamtkapitalquote hat den Zielwert von 14,5 % nicht erreicht, weil der Anstieg, der mit Eigenmitteln zu unterlegenden Risikopositionen, das Wachstum der Eigenmittel übertraf. Der Prognosewert von 14,2 % für die Gesamtkapitalquote ist somit nahezu eingetreten.

Der nicht finanzielle Leistungsindikator hat sich mit 7,0 gegenüber dem Vorjahr (6,7) weiter verbessert. Der Zielwert von größer 8,0 konnte entgegen den Erwartungen noch nicht erreicht werden.

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Bilanzsumme 1.719.808 1.728.183 -8.375 -0,5
Außerbilanzielle Geschäfte *) 229.818 179.281 50.537 28,2

*)  Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte.

Die Bilanzsumme änderte sich trotz großer, nachstehend beschriebener Binneneffekte nicht wesentlich.

Die außerbilanziellen Geschäfte nahmen insbesondere aufgrund neu abgeschlossener derivativer Zinssicherungsgeschäfte zu.

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Kundenforderungen 1.149.687 1.130.349 19.338 1,7
Wertpapieranlagen 225.440 223.543 1.897 0,8
Forderungen an Kreditinstitute 272.167 299.992 -27.825 -9,3

Im Geschäftsjahr konnte das Kundenkreditgeschäft mit 1,7 % leicht ausgebaut werden. Das erwartete Wachstum um 2,0 % wurde somit nicht ganz erreicht.

Im Firmenkundenkreditgeschäft werden die höchsten Risikovolumina an die Branche Grundstücks- und Wohnungswesen vergeben, die damit die im Vorjahr stärkste Branche Land- und Forstwirtschaft abgelöst hat.

60,6 % (Vorjahr 54,1 %) der von uns ausgereichten Kredite (bezogen auf das Risikovolumen) bewegen sich in den Größenklassen unter 500 TEUR. Auf die Größenklasse von 500 TEUR bis unter 2.500 TEUR entfallen 24,0 % (Vorjahr 25,5 %), die restlichen 15,4 % (Vorjahr 20,4 %) auf die Größenklasse ab 2.500 TEUR.

Die Grundpfandrechte stellen mit 53,4 % (Vorjahr 53,5 %) des Risikovolumens weiter die dominierende Kreditsicherheit dar, auch wenn dieser Wert um 0,1 %-Punkte gesunken ist. Die Summe der Sicherheiten ist nach 61,7 % im Vorjahr auf nunmehr 61,9 % des Risikovolumens, also um 0,2 %-Punkte gestiegen.

Der Wertpapierbestand hat sich durch Zugänge von 84.470 TEUR, Einlösungen von 12.000 TEUR und Verkäufe von 72.648 TEUR insgesamt um 1.897 TEUR erhöht. Ein Großteil der Verkäufe und Zugänge resultieren aus Einlieferung von Direktbeständen in einen rein zur Liquiditätssteuerung neu aufgelegten Spezialfonds. Mit den Einlösungen und Verkäufen gingen saldierte Kursgewinne von 1.237 TEUR einher. Am Bilanzstichtag waren per Saldo Kurswertzuschreibungen von 1.091 TEUR zu berücksichtigen.

Die Forderungen an Kreditinstitute sind gegenüber dem Vorjahr um 27.825 TEUR bzw. 9,3 % gesunken, insbesondere wurden weniger Termingelder bei der Zentralbank angelegt. Dies resultiert aus einem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, bei einem gleichzeitigen Anstieg der Forderungen an Kunden.

Passivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 241.393 238.938 2.455 1,0
Spareinlagen 328.181 474.330 -146.149 -30,8
andere Einlagen 957.485 839.106 118.380 14,1
Nachrangige Verbindlichkeiten 10.868 10.868 0 -0,0

In der Struktur des Passivgeschäfts waren leichte Rückgänge bei den Kundengeldern (27.769 TEUR bzw. 2,1 %) zu verzeichnen, die Zuwächse bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten waren mit 2.455 TEUR und 1,0 % gering. Nachrangige Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten machte sich bemerkbar, dass die Absicherung des Kundengeschäftswachstums nicht in gleichem Maße über zusätzliche Refinanzierungsmittelaufnahmen erfolgte. Die Vorjahresannahme von 1,5 % Wachstum der Kundeneinlagen wurde somit nicht erreicht.

Die an Kunden abgeflossene Liquidität wirkte sich inbesondere bei den Spareinlagen (-146.149 TEUR bzw. -30,8 %) und den täglich fälligen Einlagen (-79.980 TEUR bzw. -10,2 %) aus. Dagegen konnten Einlagen mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (198.360 TEUR bzw. 373,5 %) sich einer deutlichen Nachfragebelebung erfreuen.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 506 439 66 15,1
Vermittlungserträge 5.110 5.613 -503 -9,0
Erträge aus Zahlungsverkehr 6.903 6.401 501 7,8

Die Erträge aus dem Dienstleistungsgeschäft entwickelten sich insgesamt positiv. Dazu trugen insbesondere die um 501 TEUR bzw. 7,8 % gestiegenen Zahlungsverkehrserträge bei. Dagegen sanken die Vermittlungserträge um 503 TEUR bzw. 9,0 %, insbesondere bei Kreditvermittlungen. Die Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften (66 TEUR bzw. 15,1 %) konnten sich gegenüber dem Vorjahr wieder erholen.

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 1) 35.392 28.953 6.439 22,2
Provisionsüberschuss 2) 12.315 12.256 60 0,5
Verwaltungsaufwendungen 26.473 26.529 -56 -0,2
a) Personalaufwendungen 17.178 17.495 -316 -1,8
b) andere Verwaltungsaufwendungen 9.295 9.034 261 2,9
Betriebsergebnis vor Bewertung 3) 19.972 15.700 4.272 27,2
Bewertungsergebnis 4) 1.786 -8.222 10.008 -121,7
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 21.758 7.478 14.280 191,0
Steueraufwand 4.347 2.389 1.958 82,0
Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 14.800 3.200 11.600 362,5
Jahresüberschuss 2.610 1.889 721 38,2

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12

4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16

Unser Ergebnis hat sich insgesamt wie oben ersichtlich entwickelt.

Unser Zinsergebnis hat sich um 6.439 TEUR bzw. 22,2 % erhöht, weil die deutlich gestiegenen Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften (15.552 TEUR bzw. 59,9 %) und leicht gesunkenen Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen (-24 TEUR bzw. -3,2 %) die deutlich gestiegenen Zinsaufwendungen (5.252 TEUR bzw. 157,9 %) überkompensiert haben. Außerdem entfiel im Geschäftsjahr der Sondereffekt aus einer im Vorjahr vorgenommen Ausschüttung aus verbundenen Unternehmen im Umfang von 3,8 Mio. EUR. Die weiteren laufenden Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren (-26 TEUR bzw. -2,1 %) sowie Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften (-12 TEUR bzw. -2,2 %) entwickelten sich rückläufig. Negative Zinsen wurden in 2023 weder von Kunden vereinnahmt (Vorjahr 238 TEUR) noch an Dritte gezahlt (Vorjahr 350 TEUR). Der im Vorjahr erwartete weitere Anstieg der Leitzinsen in 2023 ist eingetreten und hat sich auch in unserem Zinsergebnis entsprechend ausgewirkt.

Das Provisionsergebnis war unverändert geprägt von den Erträgen aus dem Zahlungsverkehr (6.903 TEUR nach 6.401 TEUR im Vorjahr) und von den Erträgen aus dem Vermittlungsgeschäft (5.110 TEUR nach 5.613 TEUR im Vorjahr). Da der leichte Zuwachs des Provisionsergebnisses auf einen leichten Rückgang der Bilanzsumme traf, ist die Annahme prozentual etwa gleichbleibender Provisionsüberschüsse übertroffen worden.

Der Sachaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 261 TEUR oder 2,9 % auf 9.295 TEUR erhöht und entsprach damit sowohl absolut als auch prozentual nahezu den auf Basis der Budgets prognostizierten Werten.

Der Rückgang des Personalaufwands im Geschäftsjahr resultiert insbesondere aus dem weggefallenen Einmaleffekt 2022 bei sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung aus der Parameteranpassung für die Pensionsrückstellungen. Die diesbezügliche Aufwandsminderung überstieg die bei den Gehältern erkennbaren tariflichen Anpassungen, die zu Mehraufwand in 2023 führten. Der Bestand der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter hat sich nur leicht ermäßigt. Damit sind die prognostizierten Entwicklungen von 3,2 % tariflicher Gehaltssteigerung bei nahezu unveränderten Mitarbeiterkapazitäten in etwa eingetreten.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung stieg aufgrund der vorstehend genannten Entwicklungen um 4.272 TEUR bzw. 27,2 % an. Das prognostizierte Betriebsergebnis vor Bewertung von 14.301 TEUR bzw. 0,8 % der dBS wurde daher um 5.671 TEUR bzw. 0,35 %-Punkte übertroffen; der erwartete Rückgang ist somit nicht eingetroffen.

Die CIR wurde mit 66,1 % erwartet und ist mit 59,1 % deutlich günstiger eingetreten.

Das Bewertungsergebnis konnte nach Einmalbelastungen aus den Marktbewertungen im Zinsumfeld des Vorjahres und der erstmaligen Anwendung neuer Bewertungsregeln für Pauschalwertberichtigungen wieder einen positiven Ergebnisbeitrag leisten, weil Zuschreibungen und realisierte Kursgewinne vorherige zinsinduzierte Kurswertabschreibungen im Vorjahr ausglichen. Zudem wurde im Geschäftsjahr das Verfahren zur Bewertung von Adressrisiken angepasst, was positive Auswirkungen auf die Berechnung der Pauschalwertberichtigungen hatte. Negativ auf das Bewertungsergebnis wirkten die im Vergleich zum Vorjahr höheren Zuführungen zu Einzelrisikovorsorgen bei zurückgegangenen Auflösungen von Einzelrisikovorsorgen im Kreditgeschäft.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit übersteigt den Vorjahreswert somit um 14.280 TEUR bzw. 191,0 %.

Der Steueraufwand entwickelte sich weniger stark als das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit, weil steuerlich nicht wirksame Erträge oder Minderaufwendungen die steuerlich nicht wirksamen Aufwendungen oder Mindererträge überstiegen, z.B. aus den vorstehend beschriebenen Sonder- und Einmaleffekten.

Die gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigerten Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken zur Stärkung der Vermögenslage ermöglichten gleichwohl noch einen erfreulichen Anstieg des Jahresüberschusses.

b) Finanzlage

Kapitalstruktur

Das bilanzielle Eigenkapital der Bank hat sich im Berichtsjahr erhöht und beträgt insgesamt 163.506 TEUR. Es setzt sich aus dem Eigenkapital gemäß Passivposten 12 (77.838 TEUR), dem Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß Passivposten 11 (74.800 TEUR) und den nachrangigen Verbindlichkeiten gemäß Passivposten 9 (10.868 TEUR) zusammen. Während das gezeichnete Kapital um 209 TEUR gestiegen ist, wurden den Ergebnisrücklagen 1.040 TEUR aus dem Jahresergebnis 2022 zugeführt und 600 TEUR aus dem Jahresergebnis 2023. Zur Stärkung des Eigenkapitals erfolgte eine Zuführung in den Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB aus dem laufenden Ergebnis. Insgesamt konnte das bilanzielle Eigenkapital um 17.275 TEUR gesteigert werden.

Die nachrangigen Verbindlichkeiten wurden in den Laufzeitbändern 5 Jahre, 7 Jahre und 10 Jahre ausgegeben. Auf die Ursprungslaufzeit von 5 Jahren entfallen 5.705 TEUR, auf die Ursprungslaufzeit von 7 Jahren 1.520 TEUR und auf die Ursprungslaufzeit von 10 Jahren entfallen 3.643 TEUR. Eine vorzeitige Rückzahlung ist ausgeschlossen.

Die aufsichtsrechlichen Eigenmittel sind im Vergleich zum Vorjahr um 2.690 TEUR auf 151.187 TEUR gestiegen. Die aufsichtsrechtliche Gesamtkapitalquote belief sich am Berichtsstichtag auf 14,10 %. Die Eigenkapitalausstattung erfüllte im Berichtsjahr die aufsichtsrechtlichen Vorschriften und ist angemessen.

Im Berichtszeitraum wurden keine neuen globalen Refinanzierungen über die DZ BANK vorgenommen. Auch an den gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäften der EZB ("GLRG") hat sich die Bank nicht beteiligt. Veränderungen an den Kreditlinien gegenüber der DZ BANK wurden nicht vorgenommen. Innerhalb der Verbindlichkeiten gegenüber Banken ist es zu einer Verschiebung bei den Programmkrediten verschiedener Refinanzierungsgeber gekommen.

Die außerbilanziellen Geschäfte sind geprägt von Zinsswaps zur Reduzierung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos.

Investitionen

Im Berichtsjahr beliefen sich die Investitionen in Sachanlagen auf 1.698 TEUR, davon entfallen 1.047 TEUR auf Grundstücke und Gebäude und 651 TEUR auf Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Investitionen in Grundstücke und Gebäude wurden dominiert von dem Kauf eines Gebäudes inkl. Abriss in Osterholz-Scharmbeck (421 TEUR) und der Rückübertragung von bankgenutzten Teilflächen aus unserer Tochtergesellschaft (403 TEUR). Innerhalb der Betriebs- und Geschäftsausstattung machten Ersatzinvestitionen in EDV-Geräte mit 206 TEUR einen wesentlichen Posten aus. Außerdem erfolgten Investitionen im Zuge der Inbetriebnahme der neuen Geschäftsstelle Geestequelle, die insbesondere in den Zugängen für Einbauten in fremde Gebäude (218 TEUR) und Büromöbel (176 TEUR) sowie geringwertige Wirtschaftsgüter (44 TEUR) enthalten sind.

Liquidität

Die Geschäfts- und Refinanzierungsstruktur der Bank ist maßgeblich geprägt durch das Kundengeschäft als Basis der Liquiditätsausstattung.

Die Zahlungsfähigkeit unseres Instituts war im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Art, Höhe und Fristigkeit gegeben. Die monatlichen Meldungen der Liquidity Coverage Ratio (LCR) wiesen im Berichtszeitraum 2023 einen Wert von mindestens 135,1 % aus. Zum Bilanzstichtag lag die Stresskennzahl bei 159,9 %.

Bei Liquiditätsschwankungen kann die Bank auf ausreichende Liquiditätsreserven auch in Form von Bankguthaben zurückgreifen. Durch die Einbindung in die Genossenschaftliche FinanzGruppe und die Refinanzierungsfazilitäten der EZB bestehen weitere Refinanzierungsmöglichkeiten.

Vor diesem Hintergrund ist die Fähigkeit der Kreditgenossenschaft zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit gesichert.

Liquiditätsbelastungen aus außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich nicht ergeben.

Die Mindestreserveverpflichtungen wurden im Berichtszeitraum eingehalten.

c) Vermögenslage

Die Eigenkapitalstruktur der Bank ist geprägt von Geschäftsguthaben der Mitglieder und erwirtschafteten Rücklagen. Im Geschäftsjahr wurde das Eigenkapital durch Wachstum der Geschäftsguthaben, Zuführung zu den Rücklagen und zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gestärkt. Das bilanzielle Eigenkapital hat sich von 146.231 TEUR auf 163.506 TEUR erhöht.

Die in unserem Institut getroffenen Vorkehrungen zur ordnungsgemäßen Ermittlung des Kernkapitals und des Ergänzungskapitals im Rahmen der bankaufsichtlichen Meldungen sind angemessen. Nach den vertraglichen sowie satzungsmäßigen Regelungen erfüllen die angesetzten Kapitalinstrumente die Anforderungen der CRR zur Anrechnung als aufsichtsrechtlich anerkanntes Kern- und Ergänzungskapital.

Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG beläuft sich auf 0,15 % nach 0,11 % im Vorjahr.

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 1) 163.506 146.231 17.276 11,8
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 151.187 148.497 2.690 1,8
Harte Kernkapitalquote 12,5 % 12,5 %
Kernkapitalquote 12,5 % 12,5 %
Gesamtkapitalquote 14,1 % 14,3 %

1) Hierzu rechnen die Passivposten 9 (Nachrangige Verbindlichkeiten), 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft entwickelten sich wie folgt:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 168.038 175.436 -7.398 -4,2
Liquiditätsreserve 57.402 48.108 9.295 19,3

Von den Wertpapieranlagen entfällt ein Anteil von 7,1 % auf Schuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 5) bzw. von 92,9 % auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 6).

Die im Bestand befindlichen Wertpapiere im Aktivposten 5 wurden überwiegend dem Anlagevermögen und zu einem kleineren Teil der Liquiditätsreserve zugeordnet, aber insgesamt nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Im Wertpapierbestand sind zu 76,5 % festverzinsliche und zu 23,5 % variabel verzinsliche Wertpapiere (jeweils ohne Berücksichtigung der Zinsabgrenzung) enthalten. Davon entfallen 14.926 TEUR auf Kreditinstitute und 988 TEUR auf Nichtbanken. Alle Wertpapiere lauten auf Euro und wurden von inländischen oder europäischen Emittenten aufgelegt. Wesentliche Veränderungen in der Struktur sowie Bonitätseinstufung bei den Wertpapieranlagen haben sich aus der Verlagerung von Bestandspapieren in Spezialfonds ergeben, der in Aktiva 6 enthalten ist, ansonsten bei Bestandspapieren im Vergleich zum Vorjahr nicht. Zum Bilanzstichtag sind in der Aktivposition 5 Wertpapiere in Höhe von 988 TEUR außerhalb des Investmentgrades vorhanden.

Darüber hinaus wurden Wertpapiere mit Nachrangklausel dem Anlagevermögen zugeordnet.

Der Aktivposten 6 beinhaltet Anteile an Investmentfonds in Höhe von 209.472 TEUR, darin enthalten sind Immobilienfonds in Höhe von 12.363 TEUR. Vom Gesamtposten sind 24,6 % der Liquiditätsreserve und 75,4 % dem Anlagevermögen zugeordnet. Der dominierende Bestandteil der Investmentfonds ist unser bankeigener Spezialfonds mit einem Volumen von 134.834 TEUR.

In Anbetracht des unverändert als niedrig eingeschätzten Zinsniveaus wurde bei den Anlagen auf eine Ausgewogenheit zwischen Bonität, Rentabilität und Liquidität geachtet.

Vom gesamten Wertpapierbestand wurde ein Teilbetrag in Höhe von 134.834 TEUR wie Anlagevermögen bewertet.

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses im Vergleich zum Vorjahr als gut, weil die Ertragslage eine ergebnisseitige Stärkung der Kapitalausstattung ermöglichte. Das Wachstum des für die Bank wichtigsten Geschäftsbereichs, dem Geschäft mit Kunden überwiegend aus der Region, setzte sich im Kreditgeschäft fort. Dort wurden die Erwartungen aus der Eckwertplanung nahezu erreicht. Im Einlagengeschäft war leider nicht das erwartete moderate Wachstum zu verzeichnen, sondern die geänderten Kundenpräferenzen führten zu deutlichen Umschichtungen und insgesamt zu einem Einlagenrückgang.

Die Vermögenslage der Bank zeichnet sich unverändert durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung aus, da die aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowohl im Vorjahr als auch im Geschäftsjahr eingehalten wurden. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Abzug von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden. Zusätzlich bestehen Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB. Für erkennbare und latente Risiken in den Kundenforderungen wurden Einzelwertberichtigungen bzw. Einzelrückstellungen gebildet.

Finanzlage und Liquiditätsausstattung entsprechen den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen.

Vor dem Hintergrund der Steigerung des Betriebsergebnisses vor Bewertung und des gegenüber dem Vorjahr deutlich günstigeren Bewertungsergebnisses hat sich unsere Ertragslage deutlich verbessert.

C. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagementsystem und -prozess

Unsere im Risikohandbuch dokumentierte Geschäfts- und Risikostrategie basiert auf einem Strategieprozess und ist ausgerichtet auf das Kundengeschäft mit Mitgliedern und Kunden aus unserer Region. Wesentliche Bestandteile der Geschäftsstrategie sind die aus der Risikotragfähigkeit der Bank abgeleiteten wesentlichen Geschäftsaktivitäten Vertrieb und Handelsgeschäfte.

Konsistent zu unserer Geschäfts- und Risikostrategie wurde eine Unternehmensplanung entwickelt, die eine langfristige und umfassende Begleitung unserer Mitglieder und Kunden im Hinblick auf Finanzierungswünsche, Vermögensanlagen und Dienstleistungen rund um den Zahlungsverkehr sicherstellt.

Mit Hilfe einer strategischen Eckwert- und Kapitalplanung für einen Zeitraum von 5 Jahren steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Die Annahmen für die Markt- und Volumenentwicklungen erfolgen hierbei durch Experten auf Basis von Marktprognosen. Die abgeleiteten Ertrags- und Vermögenswirkungen werden anhand von Simulationsrechnungen mit Unterstützung der Steuerungssoftware VR-Control ermittelt.

Die Geschäfts- und Risikostrategie wird im Rahmen des von uns festgelegten Strategieprozesses regelmäßig und ggf. anlassbezogen überprüft. Das von der Bank verwendete Strategiemodell zeigt den organisatorischen Rahmen für die Strategie(über)prüfung und für die Vernetzung der strategischen und operativen Gesamtbanksteuerung auf.

Zur Erfüllung der unternehmerischen Ziele sowie der selbständigen Existenz unseres Hauses ist es unumgänglich Risiken einzugehen. Oberstes Ziel der Risikostrategie ist es, die Risiken so zu begrenzen, dass die Fortführung sowie die Risikotragfähigkeit der Volksbank eG zu keiner Zeit gefährdet sind. Neben unserer Risikostrategie haben wir Geschäftsgrundsätze für die Bereiche Beteiligungen, Auslagerungen, Personal und Kosten/Prozesse/IT definiert.

Unsere Entscheidungsträger werden durch das interne Berichtsystem über die Geschäfts- und Risikoentwicklung frühzeitig informiert, um Maßnahmen zur Gegensteuerung ergreifen zu können.

Ziel des Risikomanagements unserer Bank ist es, Risiken, die den Erfolg wesentlich beeinflussen oder gar den Fortbestand gefährden können, frühzeitig zu erkennen sowie umfassend zu messen, zu überwachen und zu steuern. Integraler Bestandteil ist dabei die fortlaufende Sicherstellung der Risikotragfähigkeit. Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgt auf Basis der Risiko- und Liquiditätstragfähigkeit der Bank unter Berücksichtigung der Geschäfts- und Risikostrategie.

Wir haben ein System zur Früherkennung von Risiken implementiert. Vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft sehen wir dies als eine zentrale Aufgabe an. Die zuständigen Organisationseinheiten berichten unmittelbar an den Vorstand. In diesem Rahmen ist ein Risikocontrolling- und Managementsystem mit entsprechenden Instrumenten eingerichtet, um bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einleiten zu können.

Zur Bestimmung unserer Risikotragfähigkeit haben wir zum 1. Januar 2023 auf die normative und ökonomische Perspektive als komplementäre, sich ergänzende Ansätze umgestellt. Unsere zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen somit das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive), als auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive).

Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere die Kapitalgrößen wie Kapitalanforderungen sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals wie beispielsweise die Höchstverschuldungsquote und die Großkreditgrenzen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden.

Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von 5 Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen wie Bonitätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft in einem adversen Szenario berücksichtigt.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertig ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Die Bewertung des Risikodeckungspotenzials erfolgt unabhängig von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen.

Ausgangspunkt bei der barwertigen Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist der Barwert (Marktwert) sämtlicher Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Dabei werden auch außerbilanzielle Größen berücksichtigt.

Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen.

Die Risikomessung für die in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit berücksichtigten Risikoklassen erfolgt mithilfe geeigneter Value-at-Risk (VaR)-Modelle mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % und einem Risikobetrachtungshorizont von einem Jahr. Bei den Risikoklassen, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell verwendet wird, erfolgt eine expertenbasierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9 %-Quantil entspricht. Die Risikoaggregation erfolgt ohne Berücksichtigung von Korrelationen zwischen den einzelnen Risikoarten additiv.

Die Ermittlung der Liquiditätstragfähigkeit erfolgt ebenfalls in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive anhand von aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen sowie einer Überwachung des Überlebenshorizonts.

In der normativen Perspektive wird das Ziel verfolgt, kurzfristig und in unserer mehrjährigen Geschäftsplanung die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen einzuhalten. Dazu werden hochliquide Vermögenswerte den aufsichtsrechtlichen Nettomittelabflüssen gegenübergestellt. Für die Steuerung der normativen Liquiditätstragfähigkeit verwenden wir die aufsichtsrechtlich vorgegebene Kennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR).

Das bankintern festgelegte Mindestniveau der LCR beträgt 105 %. Die LCR betrug zum Berichtsstichtag 159,9 %.

Zusätzlich wird die Net Stable Funding Ratio (NSFR) als normative Mindestgröße in der Banksteuerung berücksichtigt. Diese zeigt das Verhältnis von verfügbarer zur erforderlichen stabilen Refinanzierung auf.

Die NSFR betrug zum Berichtsstichtag 117,7 %.

In der ökonomischen Perspektive werden neben der Plan-Liquiditätsablaufbilanz auch Stress-Liquiditätsablaufbilanzen monatlich erstellt. Diese berücksichtigen die Liquiditätsauswirkungen von institutseigenen und marktweiten Ursachen sowie eine Kombination daraus. Wir haben einen Mindest-Überlebenshorizont von 4 Monaten für die Plan-Liquiditätsablaufbilanz sowie für die Stress-Liquiditätsablaufbilanzen definiert, dieser wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten.

Die eingerichteten Systeme und Verfahren des Risikomanagements sind dem Profil und der Geschäfts- und Risikostrategie der Bank sowie ihrer Größe angemessen und entsprechen den Anforderungen der MaRisk.

Risiken

Als Risiko definieren wir die negative Abweichung vom erwarteten Ergebnis bzw. Planwert aufgrund von Unsicherheit. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit von möglichen Risiken verschafft sich unsere Geschäftsleitung, einmal im Jahr im Rahmen der Risikoinventur sowie anlassbezogen, einen Überblick über die Risiken unserer Bank auf Gesamtinstitutsebene. Dabei werden auch übergreifende Risiken wie das Modell-, Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiko sowie Risikokonzentrationen in der Wesentlichkeitsbewertung der einzelnen Risikoklassen berücksichtigt.

Zum Abschlussstichtag werden das Kreditrisiko, das Marktrisiko, das Liquiditätsrisiko, das operationelle Risiko, das Beteiligungsrisiko sowie das Immobilienrisiko als wesentliche Risiken bewertet.

Für unsere Risikobeurteilung zum Abschlussstichtag legen wir konsistent zum Prognosezeitraum einen Zeitraum von einem Jahr zu Grunde, in dem auch das Vorliegen von bestandsgefährdenden Risiken beurteilt wird.

Bestandsgefährdende Risiken liegen für den hier zugrunde gelegten Beurteilungszeitraum von einem Jahr nicht vor.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko bezeichnet die Gefahr einer negativen Abweichung des Kreditrisikoprämienbarwerts von der erwarteten bzw. geplanten Größe aufgrund von idiosynkratischen und nicht-idiosynkratischen Änderungen, z.B. durch Migrations-, Ausfall-, Spread-, Länder- und Kontrahentenrisiken. Es umfasst das Kreditrisiko im Kundengeschäft sowie im Eigengeschäft (einschließlich des Fondbuchs).

Das Kreditrisiko aus dem Kunden- und Eigengeschäft stufen wir als wesentlich ein. Auf Grundlage der Risikoinventur unseres Instituts kann das Risiko eintreten und hat ein die Wesentlichkeitsschwelle übersteigendes Schadenspotenzial mit Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Zur Steuerung des Kreditrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein (im wesentlichen VR-Rating). Zur Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeiten verwendet die Bank vorrangig die Verfahren der Genossenschaftlichen FinanzGruppe. Um die Spezifika der einzelnen Kundensegmente abbilden zu können, sind für unterschiedliche Kundensegmente separate Ratingverfahren im Einsatz.

Für Kunden mit erkennbaren Ausfallrisiken werden in Höhe des vorsichtig ermittelten Blankoanteils Einzelwertberichtigungen und in Höhe offener Kreditzusagen Einzelrückstellungen gebildet. Erkennbare Ausfallrisiken liegen zwingend vor, wenn die nachhaltige Kapitaldienstfähigkeit nicht mehr gegeben ist und die ganzheitlich betrachtete Vermögenslage auf Basis vorsichtig geschätzter Liquidationswerte negativ ist und der Kapitaldienst nicht mehr erbracht wird. Daneben erfolgen pauschale Wertberichtigungen für Kredite ohne erkennbare Ausfallrisiken, um latente Kreditrisiken auf Basis kalkulierter erwarteter Verluste abzudecken; dies bezieht Inanspruchnahmen und offene Kreditzusagen mit ein.

Bei den Eigenanlagen nutzen wir für Wertpapiere die Ratinginformationen der DZ BANK AG auf Basis externer Ratingagenturen und bei den Fonds die Risikoinformationen der Fondsgesellschaft Union Investment. Auch hier werden die Risikoentwicklungen im Rahmen von VR-Control über ein Portfoliomodell überwacht. Turbulenzen an den Finanzmärkten begegnen wir durch eine breite Streuung der Eigenanlagen, Diversifikation in viele Anlageklassen und Beschränkung auf gute Bonitäten.

Wir ermitteln monatlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Kundengeschäfte (KPM-KG) barwertig unter VR-Control einen unerwarteten Verlust (Credit-Value-at-Risk) aus dem Kundenkreditgeschäft. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Kreditrisikoprämien in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die modellierten Verluste auf Basis des LGD-Modells als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Sektorparameter zugrunde liegen.

Auf dieser Basis ergibt sich zum 31. Dezember 2023 ein Credit-Value-at-Risk (CVaR) für die nächsten 12 Monate in Höhe von 7,6 Mio. EUR. Das entspricht einer Limitauslastung von 60,6 %.

Das Kreditrisiko bei Eigenanlagen (ohne Fondsbuch) wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitskonzeption der Bank monatlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Eigengeschäfte (KPM-EG) ermittelt. Grundlage der Berechnungen sind verschiedene Marktpartnersegmente, die differenzierte Spread- und Ratingmigrationen, Spreadverteilungen sowie Migrationsmatrizen aufweisen. Die Ermittlung des in der Risikomessung angesetzten unerwarteten Verlustes (Risikoszenario) basiert auf einer Haltedauer von 250 Tagen.

Für das Eigengeschäft (ohne Fondsbuch) ergibt sich auf dieser Basis zum 31. Dezember 2023 ein CVaR für die nächsten 12 Monate in Höhe von 3,6 Mio. EUR. Dies entspricht einer Limitauslastung von 71,1 %.

Adressenausfallrisiken aus Fonds werden mittels einer von der Kapitalanlagegesellschaft ermittelten Ex-ante-Value-at-Risk-Kennziffer berücksichtigt, die nur das Adressenausfallrisiko abbildet. Das Marktpreisrisiko des Fonds berücksichtigen wir mittels einer separaten Ex-ante-Value-at-Risk-Kennziffer.

Für das Eigengeschäft im Fondsbuch ergibt sich auf dieser Basis zum 31. Dezember 2023 ein CVaR für die nächsten 12 Monate in Höhe von 8,5 Mio. EUR. Dies entspricht einer Limitauslastung von 67,8 %.

Marktpreisrisiken

Das Marktrisiko beschreibt die Gefahr, dass aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern Verluste entstehen können. Marktrisiken umfassen Zins-, Aktien- und Währungsrisiken sowie sonstige Marktrisiken.

Das Marktrisiko stuft die Bank anhand der Risikoinventur als wesentlich ein. Es kann sich mit einer die Wesentlichkeitsgrenze übersteigenden hohen potenziellen Schadenshöhe negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

Im Rahmen der ökonomischen Risikomessung des Zinsrisikos berechnen wir monatlich einen Value-at-Risk, der auf einem historischen Zeitraum basiert. Als Szenariotechnik verwenden wir eine Skalierung über eintägige Verbarwertungen mittels Resampling zuzüglich eines Aufschlags. Die Ermittlung erfolgt mit Hilfe des Moduls ZINSMANAGEMENT unter VR-Control.

Für das Marktpreisrisiko aus dem Zinsbuch (ohne Fondsbuch) ergibt sich auf dieser Basis zum 31. Dezember 2023 ein CVaR für die nächsten 12 Monate in Höhe von 11,4 Mio. EUR. Dies entspricht einer Limitauslastung von 69,2 %.

Aktienrisiken ergeben sich ausschließlich aus Fondsbeständen und werden mittels einer von der Kapitalanlagegesellschaft ermittelten Ex-ante-Value-at-Risk-Kennziffer berücksichtigt.

Währungsrisiken ergeben sich insbesondere aus Fondsbeständen und werden mittels einer von der Kapitalanlagegesellschaft ermittelten Ex-ante-Value-at-Risk-Kennziffer berücksichtigt.

Für das Marktpreisrisiko aus dem Fondsbuch ergibt sich auf dieser Basis zum 31. Dezember 2023 ein CVaR für die nächsten 12 Monate in Höhe von 14,7 Mio. EUR. Dies entspricht einer Limitauslastung von 65,4 %.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken können grundsätzlich in der Form des Zahlungsunfähigkeitsrisikos, des Refinanzierungskostenrisikos und des Marktliquiditätsrisikos auftreten.

Zahlungsunfähigkeitsrisiken treten ein, wenn Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht oder nicht in ausreichender Höhe erfüllt werden können. Refinanzierungsrisiken entstehen, wenn die Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann oder die Refinanzierungsmittel nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen. Marktliquiditätsrisiken treten ein, wenn Anlagen nicht zum gewünschten Zeitpunkt oder in der geplanten Höhe liquidiert werden können.

Die Bank erachtet das Liquidtätsrisiko insgesamt als wesentlich im Sinne des Aufsichtsrechts. Durch die Höhe des Schadenspotenzials, dass über der Wesentlichkeitsschwelle liegt, sind Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage möglich.

Zur Begrenzung von Abrufrisiken sind Strukturlimite insbesondere für die größten Einleger und offene Kreditzusagen implementiert.

Die Berücksichtigung des Refinanzierungskostenrisikos in der ökonomischen Perspektive erfolgt monatlich unter Berücksichtigung historischer Schwankungen des Refinanzierungsspreads.

Operationelle Risiken

Operationelle Risiken betreffen die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen oder Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein.

Der Vorgabe der MaRisk folgend stufen wir das operationelle Risiko als wesentlich ein.

Die Bank hat eine einheitliche Festlegung und Abgrenzung der operationellen Risiken zu den anderen betrachteten Risikokategorien vorgenommen und diese in den Organisationsrichtlinien fixiert und kommuniziert. Die Abgrenzung umfasst auch den Umgang mit nicht eindeutig zuordenbaren Schadensfällen, Beinaheverlusten und damit zusammenhängenden Ereignissen.

Wesentliche operationelle Risiken werden jährlich identifiziert und analysiert. Hierzu wird auf eine Schadensfalldatenbank zurückgegriffen, in die eingetretene Schäden eingestellt werden.

Das IT-Risiko stellt ein spezielles operationelles Risiko dar. Hier betrachten wir insbesondere die Teilbereiche "Zentrales Rechenzentrum" und "IT-Risiken Bank". Über die IT-Risiken, die das Rechenzentrum betreffen, erhalten wir regelmäßige Berichte vom lT-Dienstleister einschließlich Darstellung der eingeleiteten Maßnahmen bei Problemen. Über die Beseitigung der im Rahmen von Sonderprüfungen durch die Finanzaufsicht ermittelten Mängel beim IT-Dienstleister wurde zeitnah an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Die vereinbarte Meilensteinplanung wurde eingehalten.

Für alle wesentlichen Schadensereignisse in Bezug auf bankinterne IT-Risiken besteht ein umfassender Versicherungsschutz. Betriebliche Notfallplanungen wurden insbesondere auf die Anforderungen aus dem lT-Bereich abgestimmt.

Rechtlichen Risiken begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare und die Inanspruchnahme juristischer Beratung im Fall von Rechtsstreitigkeiten.

Im Rahmen der ökonomischen Perpektive wird für die operationellen Risiken bis zur Einführung von VR-Control ORM hilfsweise der normative Basisindikatoransatz zur Bemessung der operationellen Risiken verwendet.

Das zum 31. Dezember 2023 ermittelte gesamte operationelle Risiko beläuft sich auf 5,4 Mio. EUR (Limitauslastung 83,7 %).

Beteiligungsrisiko

Als Beteiligung wird eine Investition eines Institutes in das Eigenkapital eines anderen Unternehmens verstanden. Das Beteiligungsrisiko liegt hierbei in der nachteiligen Abweichung zwischen einer geplanten bzw. erwarteten Performance der Beteiligung gegenüber einer nachteilig simulierten Größe.

Das Beteiligungsrisiko stufen wir als wesentlich ein. Die potenziellen Schadenshöhen haben einen die Wesentlichkeitsgrenze übersteigende Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Im Rahmen der Risikomesssung betrachten wir einen Wertverfall der Beteiligungen und die daraus resultierenden Abschreibungsbedarfe. Im Zuge der Risikoinventur betrachten wir zusätzlich den möglichen Ausfall der Beteiligungserträge.

Das zum 31. Dezember 2023 ermittelte Beteiligungsrisiko beläuft sich auf 6,1 Mio. EUR (Limitauslastung 80,9 %).

Immobilienrisiko

Das Immobilienrisiko entsteht aus einer nachteiligen Entwicklung des Objektwerts und den Erträgen von Immobilienpositionen (d.h. Direktanlagen, Fonds und eigengenutzte Immobilien) in Bezug zu ihrem Erwartungs- bzw. Planungswert. Das Immobilienrisiko teilt sich in die Komponenten Wertänderungs-, Ertrags- und Mietausfallrisiko auf.

Das Immobilienrisiko stufen wir als wesentlich ein, weil potenzielle Schadenshöhen über der Wesentlichkeitsgrenze liegende Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können.

Im Rahmen der Risikomessung berücksichtigen wir den Value-at-Risk der Marktwerte der Immobilien.

Für das Immobilienrisiko ergibt sich auf dieser Basis zum 31. Dezember 2023 ein CVaR für die nächsten 12 Monate in Höhe von 4,6 Mio. EUR. Dies entspricht einer Limitauslastung von 65,8 %.

Weitere Risiken

Unter dieser Kategorie analysieren wir alle nicht vorstehend bereits aufgeführten Risiken. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir dem Nachhaltigkeits-, dem Reputations- und dem Pensionsrisiko. Die Wesentlichkeit dieser Risiken überprüfen wir regelmäßig und anlassbezogen. Aktuell stufen wir alle sonstigen Risiken als unwesentlich ein.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Im Rahmen einer dynamischen Zinsrisikosteuerung auf Gesamtbankebene (Aktiv-/Passiv-Steuerung) setzen wir verschiedene Zinssicherungsinstrumente ein. Hauptsächlich handelt es sich hierbei um Zinsswaps, in geringem Umfang auch um Optionen auf Zinsswaps.

Mit der Verwendung von Finanzinstrumenten gehen grundsätzlich erhöhte oder verminderte Zinsrisiken einher. Diese Wirkung wird daher mit bei der barwertigen Messung der Zinsrisiken abgebildet.

Mit der Verwendung von Finanzinstrumenten wird in erster Linie die Absicherung von zukünftigen Cash-Flow-Überhängen im Hinblick auf Zinsänderungsrisiken verfolgt.

Gesamtbild der Risikolage

Auf Grundlage unserer Verfahren des Risikomanagements zur Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotenzials ist die Risikotragfähigkeit in beiden Perspektiven (ökonomisch und normativ) unter den von uns definierten Risikoszenarien gegeben. Die internen Simulationen kommen darüber hinaus zum Ergebnis, dass die Liquidität sichergestellt ist und die Eigenmittelanforderungen erfüllt werden.

Zum 31. Dezember 2023 ist das Gesamtrisikolimit der Bank zu 68,7 % ausgelastet, der Anteil des Gesamtrisikos am gesamten Risikodeckungspotenzial beträgt 31,1 %.

Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar. Zusätzlich besteht die Zugehörigkeit zu den kreditgenossenschaftlichen Sicherungseinrichtungen.

Die aktuelle Situation ist durch das anhaltende Kriegsgeschehen in der Ukraine auch weiterhin von geopolitischen Spannungen, die weltweit in die Volkswirtschaften ausstrahlen, geprägt. So haben z.B. die Europäische Union sowie die USA mehrere umfangreiche Sanktionspakete verabschiedet und verhängt, die mittelbar auch auf die Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit vieler Marktteilnehmer Auswirkungen haben. Zu denken ist hierbei insbesondere an die Entwicklung der Inflation, z.B. im Bereich der Energieversorgung, und die damit verbundenen Zinsmaßnahmen der EZB. Es ist nicht auszuschließen, dass auf Ebene der Wirtschafts- und auch Geldpolitik weitere Maßnahmen beschlossen werden, die einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit und somit auch auf die Wirtschaftlichkeit des Handelns der Marktteilnehmer in den betroffenen Wirtschaftsräumen haben können. Ein Ende, dieser durch Ungewissheit geprägten Situation, ist nicht absehbar.

Die Auswirkungen sind derzeit noch nicht vollumfänglich abschätzbar. Die weitere Entwicklung ist aktuell noch ungewiss und muss intensiv beobachtet werden.

Nach dem derzeitigen Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit auch im Berichtszeitraum angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens-/Substanzsituation der Bank gegeben. Die dargestellten Risiken werden die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen.

Insgesamt hat sich die Risikolage wie folgt verändert:

Die Kreditrisiken sanken gegenüber dem Vojahr deutlich. Dazu trugen insbesondere die Kreditrisiken aus dem Kundengeschäft bei. Kreditrisiken aus dem Eigengeschäft (ohne Migrationsrisiken aus Fondsbeständen) sanken ebenfalls deutlich. Durch die Umgliederung der Migrationsrisiken aus Fondsbeständen zum Kreditrisiko (im Vorjahr noch in den Marktpreisrisiken aus Fondsbeständen enthalten) nahm das Kreditrisiko aus Eigengeschäft (einschließlich Fondsbestände) jedoch deutlich zu und kompensierte so etwa die Hälfte des Absinkens der Kreditrisiken aus dem Kundengeschäft.

Die Marktpreisrisiken nahmen (trotz der Umgliederung der Migrationsrisiken aus Fondsbeständen zum Kreditrisiko) gegenüber dem Vorjahr deutlich zu. Dazu trug insbesondere das Fondsbuch bei. Dort stiegen die Risikobeiträge der Risikoklassen Zinsrisiko und Aktienrisiko fast gleichermaßen stark an, was nur durch den berücksichtigten höheren Diversifikationseffekt aus Korrelationen von Risiken abgemildert wurde.

Immobilien- und Beteiligungsrisiken lagen ebenso wie das operationelle Risiko nahezu auf Vorjahresniveau.

Das Absinken der Kreditrisiken überstieg den Anstieg der Marktpreisrisiken, so dass insgesamt gegenüber dem Vorjahr die Risiken geringer ausfielen.

Die verfügbare Risikodeckungsmasse hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich ausgeweitet. Bei unveränderten ausreichend dimensionierten Puffern verblieben nach Abzug der leicht niedrigeren für Risikolimite gebundenen Teile der Risikodeckungsmasse noch ausreichend frei verfügbare Teile, die gegenüber dem Vorjahr deutlich anstiegen.

Die Liquiditätstragfähigkeit ist sowohl ökonomisch (Überlebenshorizont) als auch normativ (aufsichts-rechtliche Kennzahlen und Beobachtungsgrößen) gegeben.

Den dargestellten Risiken stehen folgende Chancen gegenüber:

Die Wachstumsannahmen im Kundenkredit- und -einlagengeschäft führen zu Steigerungen des Zinsergebnisses und bei gegenüber der Marktentwicklung günstigerer Konditionierung zu einem höheren Zinsbuchbarwert. Falls sich gegenüber dem vorherigen Fixing höhere kurzfristige Zinsen ergeben sollten, wird sich die positive Zinsergebniswirkung unserer Zinssicherungsgeschäfte verstärken.

Zudem ergeben sich Chancen aus der Erhöhung der Effizienz und der Wahrnehmung von Marktchancen, die durch sinkende Aufwendungen oder bei gleichbleibenden Aufwendungen höhere Erträge, zum Beispiel aus dem Provisionsbereich, nach sich ziehen könnten. Dies würde sich dann sowohl auf das Jahresergebnis als auch auf Kosten- und Provisionbarwerte auswirken.

Im Jahresergebnis 2022 verarbeitete Bewertungsaufwendungen für Eigenanlagen als ergebniswirksame Ausprägung des Marktpreisrisikos werden durch Fälligkeit der Positionen oder dem Sinken langfristiger Zinssätze wieder ergebniserhöhend wirken. Zudem ergeben sich Chancen auf positive Ergebnisbeiträge aus zukünftig darzustellenden Wertaufholungen.

D. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einer leichten Erholung des Wirtschaftswachstums, verbunden mit einer langsam sinkenden, aber noch über dem Zielwert der EZB liegenden Inflationsrate. Daher erwarten wir für 2024 die ersten Leitzinssenkungen.

Unsere Eckwertplanung basiert auf folgenden wesentlichen Annahmen:

Für das Jahr 2024 wird ein prozentuales Wachstum im Kundenkreditgeschäft von 2,0 % und bei den Kundeneinlagen ein Rückgang um 2,0 % angenommen.

Daneben sehen wir einen prozentual nahezu gleichbleibenden Provisionsüberschuss vor.

Beim Personalaufwand haben wir eine reguläre tarifliche Steigerung der Gehälter um 2,0 % sowie nahezu unveränderte Mitarbeiterkapazitäten berücksichtigt.

Die Höhe der Sachaufwendungen soll im Jahr 2024 auf Basis detaillierter Budgets mit 9.664 TEUR um 4,0 % ansteigen.

Aus der Kapitalplanung für die Jahre 2024 bis 2028 ergeben sich für das geplante Wachstum im Kreditgeschäft unter der Prämisse von Rücklagenzuführungen und der Einwerbung von Geschäftsguthaben sowie gleichbleibenden nachrangigen Kundeneinlagen derzeit keine Erkenntnisse für zusätzlichen Kapitalbedarf. Dabei wurde angenommen, dass die aktuellen aufsichtsrechtlichen Anforderungen auch im Jahr 2024 gültig bleiben. Änderungen aus der CRR III sind voraussichtlich erstmalig ab 2025 anzuwenden; die Änderungen sind noch nicht in der Kapitalplanung enthalten. Die Bank hat Maßnahmen ergriffen, um den prognostizierten Eigenkapitalbedarf zu kompensieren. In unseren Mehrjahresplanungen gehen wir von steigenden Eigenkapitalquoten aus. 

Der anhaltende Ukraine-Krieg und die aktuelle Entwicklung an den Finanzmärkten (vgl. auch Abschnitt Risikobericht) hat weiterhin auch Auswirkungen auf die Finanzmärkte sowie wirtschaftliche Auswirkungen auf Unternehmen und Privatpersonen. Dies kann dazu führen, dass sich die Annahmen, die unserer Prognoseberechnung zu Grunde liegen, nicht als zutreffend erweisen, da die Prognosen auf unseren aktuellen Einschätzungen beruhen. Im Zusammenhang mit der weiter bestehenden Ausnahmesituation sind die Prognosen mit erheblichen Unwägbarkeiten behaftet. Dabei sind die konkreten Auswirkungen derzeit noch nicht abschätzbar. Wir analysieren laufend mögliche Auswirkungen auf die Bank und werden unsere Prognosen anpassen, soweit dies erforderlich ist. Der Ukraine-Krieg kann bedingt durch notwendige Risikoabschirmungen wie Abschreibungen und Wertberichtigung auf Forderungen und Wertpapiere sowie Rückstellungen im Geschäftsjahr 2024 zu erheblichen negativen Auswirkungen auf unsere Ertragslage führen. Die weitere Entwicklung bleibt ungewiss und muss intensiv beobachtet werden. In welchem Umfang sich die Auswirkungen explizit auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Bank niederschlagen werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer abzuschätzen. Es ist zu erwarten, dass die negativen Folgen für die Bank umso stärker sind, je länger der Ukraine-Krieg anhält.

Vorgänge von besonderer Bedeutung im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB sind nach dem Schluss des Berichtszeitraums nicht eingetreten.

Für das Jahr 2024 erwarten wir ein BE vor Bewertung, unseren bedeutsamsten Leistungsindikator, in Höhe von 17.077 TEUR bzw. 0,97 % der dBS, somit eine Ermäßigung um TEUR 2.895 TEUR bzw. 0,19 %-Punkte zum Vorjahr.

Für den bedeutsamen Leistungsindikator CIR prognostizieren wir konservativ eine gering verschlechterterte Entwicklung von 59,1 % auf 63,5 %.

Die für 2024 geplante Gesamtkapitalquote soll um 0,8 %-Punkte im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 auf 14,9 % steigen.

Für den nichtfinanziellen Leistungsindikator der Mitarbeiterzufriedenheit erwarten wir als Zielwert für 2024 eine > 8,0 aus den jährlichen Mitarbeiterdialogen.

Abschließend möchten wir darauf hinweisen, dass soweit wir vorstehende Prognosen oder Erwartungen geäußert haben oder unsere Aussagen die Zukunft betreffen, tatsächliche Ergebnisse und Entwicklungen hiervon abweichen können.

Osterholz-Scharmbeck, 10. April 2024 Volksbank eG

Der Vorstand:

 (Jan Mackenberg)  (Michael Kersting)

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023
Volksbank eG, Osterholz-Scharmbeck Genossenschaftsregisternummer 120014 beim Amtsgericht Walsrode

Aktivseite

    Geschäftsjahr  Vorjahr 
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 9.248.853,05 9.920
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 3.991.940,00 2.402
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 3.991.940,00 (2.402)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 13.240.793,05 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)
b) Wechsel 0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 107.974.478,25 112.617
b) andere Forderungen 164.192.857,15 272.167.335,40 187.375
4. Forderungen an Kunden 1.149.687.245,08 1.130.349
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 254.696.412,62 (274.937)
Kommunalkredite 25.441.509,56 (18.022)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 0,00 26.024
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (26.024)
bb) von anderen Emittenten 15.967.604,27 15.967.604,27 66.828
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 6.425.028,69 (35.113)
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 15.967.604,27 0
Nennbetrag 0,00 (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 209.472.259,01 130.691
6a. Handelsbestand 0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 22.470.567,67 22.503
darunter:
an Kreditinstituten 3.103.513,25 (3.104)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 2.080.610,00 24.551.177,67 2.081
darunter:
bei Kreditgenossenschaften 2.000.180,00 (2.000)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
bei Wertpapierinstituten 0,00 (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.174.492,27 2.509
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
9. Treuhandvermögen 2.800.387,37 4.627
darunter: Treuhandkredite 2.800.387,37 (4.627)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36.804,00 31
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 36.804,00 0
12. Sachanlagen 23.162.265,93 23.850
13. Sonstige Vermögensgegenstände 6.537.175,07 6.372
14. Rechnungsabgrenzungsposten 10.027,89 5
Summe der Aktiva 1.719.807.567,01 1.728.183

Passivseite

    Geschäftsjahr  Vorjahr 
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 2.123.260,27 12
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 239.270.055,79 241.393.316,06 238.926
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 327.880.437,96 473.790
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 300.602,32 328.181.040,28 540
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 706.013.161,86 785.994
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 251.472.263,19 957.485.425,05 1.285.666.465,33 53.112
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 (0)
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 2.800.387,37 4.627
darunter: Treuhandkredite 2.800.387,37 (4.627)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.426.849,01 1.017
6. Rechnungsabgrenzungsposten 250,04 3
6a. Passive latente Steuern 0,00 0
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 18.874.946,00 19.014
b) Steuerrückstellungen 1.547.638,00 0
c) andere Rückstellungen 4.591.261,62 25.013.845,62 4.917
8. [gestrichen] 0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 10.868.000,00 10.868
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 74.800.000,00 60.000
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00 (0)
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 21.179.758,61 20.971
b) Kapitalrücklage 4.042.478,13 4.042
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 19.800.000,00 19.250
cb) andere Ergebnisrücklagen 30.800.000,00 50.600.000,00 29.710
d) Bilanzgewinn 2.016.216,84 77.838.453,58 1.390
Summe der Passiva 1.719.807.567,01 1.728.183
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weiter-
gegebenen abgerechneten Wechseln
0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 23.871.234,86 22.836
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 23.871.234,86 0
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 64.446.838,93 64.446.838,93 81.444
darunter: Lieferverpflichtungen
aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

    Geschäftsjahr  Vorjahr 
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 41.507.083,70 25.955
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 732.619,07 42.239.702,77 757
darunter: in a) und b)
angefallene negative Zinsen
0,00 (350)
2. Zinsaufwendungen 8.577.560,02 33.662.142,75 3.326
darunter: erhaltene
negative Zinsen
0,00 (238)
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 1.170.953,62 1.197
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 558.467,91 571
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 1.729.421,53 3.800
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs-
oder Teilgewinnabführungsverträgen
0,00 0
5. Provisionserträge 13.513.142,04 13.443
6. Provisionsaufwendungen 1.197.701,60 12.315.440,44 1.187
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands 0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 1.306.765,50 3.759
9. [gestrichen] 0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 13.813.271,69 12.945
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.364.946,57 17.178.218,26 4.550
darunter: für Altersversorgung 753.185,46 (2.279)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 9.294.761,61 26.472.979,87 9.034
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
2.080.947,49 2.029
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 488.262,73 710
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen
zu Rückstellungen im Kreditgeschäft
0,00 1.692
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung
von Rückstellungen im Kreditgeschäft
455.315,23 455.315,23 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen,
Anteile an verbundenen Unternehmen und wie
Anlagevermögen behandelte Wertpapiere
0,00 6.530
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an
verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen
behandelten Wertpapieren
1.330.619,92 1.330.619,92 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18. [gestrichen] 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 21.757.515,28 7.478
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.239.876,96 2.338
darunter: latente Steuern 0,00 (0)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 107.347,50 4.347.224,46 51
24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 14.800.000,00 3.200
25. Jahresüberschuss 2.610.290,82 1.889
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.926,02 0
2.616.216,84 1.889
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
2.616.216,84 1.889
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 300.000,00 250
b) in andere Ergebnisrücklagen 300.000,00 600.000,00 250
29. Bilanzgewinn 2.016.216,84 1.390

Volksbank eG, Osterholz-Scharmbeck 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Volksbank eG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

In der Gliederung der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich keine Veränderungen.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Gemäß Art. 67 Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) wird die (nachstehende) im Jahresabschluss 2010 angewandte Übergangsvorschrift des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) (hier: Beibehaltungs- und Fortführungswahlrechte für bestimmte Bilanzposten und Wertansätze) entsprechend der Rechtslage vor Inkrafttreten des BilMoG wie folgt fortgeführt:

- Beibehaltung der steuerrechtlichen Abschreibungen (§ 279 Abs. 2 i. V. m. § 254 Satz 1 HGB a. F.) nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden angewandt.

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeitanteilig, aufgelöst.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen abgedeckt.

Den latenten Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung erfolgt zum 31. Dezember 2023 über ein Expected-Credit-Loss-Modell, bei dem ein erwarteter Verlust über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien ermittelt wird. Die Berechnung des erwarteten Verlusts erfolgt unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt für alle unter der Bilanzposition Forderungen an Kunden ausgewiesenen Geschäfte sowie für unter der Bilanz auszuweisende Eventualverpflichtungen und anderen Verpflichtungen (einschließlich widerruflicher und unwiderruflicher Kreditzusagen). Im Hinblick auf widerruflicher und unwiderruflicher Kreditzusagen sowie Eventualverpflichtungen erfolgt die bilanzielle Erfassung in Form einer Rückstellung.

Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.

Wertpapiere

Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen.

Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden bis auf den UIN-Fonds Nr. 564, nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Bei den AT1-Anleihen der DZ BANK AG (Nominalvolumen EUR 4.000.000) wurde mangels Börsen- oder Marktpreis der Kurswert von der DZ BANK AG anhand eines anerkannten Bewertungsmodells ermittelt. Dabei wurden die künftigen Zins- und Tilgungszahlungen prognostiziert und mit risiko- und laufzeitadäquaten Zinssätzen auf ihren derzeitigen Barwert abgezinst (Discounted Cashflow-Verfahren).

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente (Swap-, Termin-, Optionsgeschäfte) im Nichthandelsbestand wurden - sofern sie nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen der Aktiv/Passiv-Steuerung dienen - nach den Grundsätzen des Imparitäts- und Realisationsprinzips einzeln mit ihrem Marktpreis bewertet.

Bei veräußerten Swap-Optionen wird die erhaltene Prämie grundsätzlich bis zur Fälligkeit gehalten und erst am Ende der Laufzeit ergebniswirksam gebucht.

Bei Zinsbegrenzungsvereinbarungen wurde die gezahlte Prämie über die Laufzeit verteilt, sofern diese der Absicherung von Zinsänderungsrisiken dienen. Dazu wird bei Fälligkeit der einzelnen Teiloptionen der auf diese entfallende Prämienanteil erfolgswirksam ausgebucht. Ausgleichszahlungen aus Zinsbegrenzungsvereinbarungen zur Absicherung von zinstragenden Geschäften werden zeitanteilig abgegrenzt.

Strukturierte Finanzinstrumente, die keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, wurden als einheitlicher Vermögensgegenstand nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs einschließlich der zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert im Kundenkreditgeschäft sowie Eigengeschäft und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird.

Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.

Strukturierte Finanzinstrumente, die nach dem strengen Niederstwertprinzip auf Basis einer Notierung auf einem aktiven Markt bewertet werden, wurden als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert, auch wenn sie durch das eingebettete Derivat wesentlich erhöhte oder zusätzliche (andersartige) Risiken und Chancen aufweisen, weil die besonderen Risiken des strukturierten Finanzinstruments durch eine objektivierte Bewertung zutreffend dargestellt werden.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wurden sie mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Treuhandvermögen

Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientiert, bei Gebäuden linear bzw. mit fallenden Staffelsätzen und beim beweglichen Sachanlagevermögen linear und degressiv mit dem Zweieinhalbfachen der linearen Abschreibung vorgenommen. Bei Mietereinbauten wurde als Nutzungsdauer die Vertragslaufzeit angesetzt, soweit diese kürzer als die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer ist.

Aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderungen wurde bei Grundstücken und Gebäuden eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von EUR 290.000 vorgenommen.

Erhöhte Absetzungen für Abnutzung und Abschreibungen gemäß § 6b EStG für vor dem 1. Januar 2010 angeschaffte Sachanlagen wurden weitergeführt.

Die angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 250 wurden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über EUR 250, aber nicht über EUR 800 lagen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach dem strengen Niederstwertprinzip.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungsbetrag und dem niedrigeren Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten wurden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Die Unterschiedsbeträge wurden planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt.

Aktive latente Steuern

Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasi-permanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen.

Passive Steuerlatenzen bestehen in der Position Sachanlagen, denen aktive latente Steuern insbesondere in den Positionen Forderungen an Kunden und Rückstellungen gegenüberstehen.

Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde.

Der Aktivüberhang beruht im Wesentlichen auf Vorsorgereserven nach § 340f HGB.

Der Berechnung der Steuerlatenzen wurde ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Vermögensgegenstände, die die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllen, wurden mit den Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen verrechnet. Das Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von EUR 340.154 (Anschaffungskosten in Höhe von EUR 340.154) wurde mit dem Erfüllungsbetrag der Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von EUR 340.154 saldiert.

Eine Verrechnung von Aufwendungen und Erträgen wurde nicht vorgenommen, da aus dem Deckungsvermögen keine Erträge erzielt wurden.

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Treuhandverbindlichkeiten

Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge enthalten, die bei Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden. Die Unterschiedsbeträge werden planmäßig auf die Laufzeit der Forderungen verteilt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften wurden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert bilanziert.

Für die Pensionsrückstellungen wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,25 % (Vorjahr 2,25 %) und bei Pensionszusagen, die auf Basis der Satzung der Versorgungslastenausgleichskasse des Genoverbandes e.V., Hannover, erteilt wurden, in Höhe von 2,75 % (Vorjahr 2,75 %) zugrunde gelegt. Bis auf zwei Ausnahmen, mit einer Rentendynamik in Höhe von 2,75 % (Vorjahr 2,75 %), wurde ein Rententrend von 8,479 % (Vorjahr 8,479 %) im dreijährigen Turnus berücksichtigt.

Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 1,82 % wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (im Vorjahr 1,78 %) auf Basis des von der Deutschen Bundesbank per 31. Dezember 2023 ermittelten Zinssatzes festgelegt, dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV).

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 194.

Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Den Rückstellungen für Altersteilzeit liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Die Altersteilzeitrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels Anwartschaftsbarwertverfahren mit einem Zinssatz von 0,99 % bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelt.

Den Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Diese Rückstellungen wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregelung nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren, in Höhe von 1,74 % abgezinst.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Die erstmalige Einbuchung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgte mit dem abgezinsten Betrag (Nettomethode).

Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungssatzes im Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen werden analog zum Ab-/Aufzinsungseffekt im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet.

Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Soweit die Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr betrug oder die Anforderungen an eine besondere Deckung vorlagen, wurden Erträge aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt.

Als besonders gedeckt wurden gegenläufige Fremdwährungspositionen angesehen, soweit sie sich betragsmäßig und hinsichtlich ihrer Fristigkeit entsprechen.

Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen

Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen in Abzug gebracht. Der Umfang negativer Zinsen bei den Zinserträgen und Zinsaufwendungen wird in Form von Darunter-Vermerken in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben.

Verwendung des Jahresergebnisses

Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Abweichungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Von den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden des Vorjahres wurde nicht abgewichen.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- / Zugänge (a) Umbuchungen (a) Anschaffungs- /
Herstellungskosten zu Zuschreibungen (b) Abgänge (b) Herstellungskosten
Beginn des am Ende des
Geschäftsjahres im Geschäftsjahr Geschäftsjahres
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene 0 0 (a) 0 (a) 0
gewerbliche 0 (b) 0 (b)
Schutzrechte und ähnliche Rechte
b) entgeltlich erwor- 368.514 17.817 (a) 0 (a) 359.306
bene Konzessio- 0 (b) 27.025 (b)
nen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
c) Geschäfts- oder 0 0 (a) 0 (a) 0
Firmenwert 0 (b) 0 (b)
d) geleistete 0 0 (a) 0 (a) 0
Anzahlungen 0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und 44.988.133 1.046.538 (a) 0 (a) 44.276.537
Gebäude 0 (b) 1.758.134 (b)
b) Betriebs- und 10.323.198 651.285 (a) 0 (a) 10.075.069
Geschäftsausstattung 0 (b) 899.414 (b)
Summe a 55.679.845 1.715.640 (a) 0 (a) 54.710.912
0 (b) 2.684.573 (b)
Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit
Abschreibungen zu Abschreibungen Zugängen (a) Umbuchungen (a) Abschreibungen am Buchwerte
Beginn des Geschäftsjahr (a) Zuschreibungen (b) Abgängen (b)
Ende des Bilanzstichtag
Geschäftsjahres (gesamt) Zuschreibungen Geschäftsjahr (b)
Geschäftsjahres (gesamt)
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
gewerbliche 0 (b) 0 (b) 0 (b)
Schutzrechte und ähnliche Rechte
b) entgeltlich erwor- 337.726 11.801 (a) 0 (a) 0 (a) 322.502 36.804
bene Konzessio- 0 (b) 0 (b) 27.025 (b)
nen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
c) Geschäfts- oder 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
Firmenwert 0 (b) 0 (b) 0 (b)
d) geleistete 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
Anzahlungen 0 (b) 0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und 22.457.772 1.576.795 (a) 0 (a) 0 (a) 22.570.908 21.705.629
Gebäude 0 (b) 0 (b) 1.463.659 (b)
b) Betriebs- und 9.003.964 492.351 (a) 0 (a) 0 (a) 8.618.432 1.456.637
Geschäftsausstattung 0 (b) 0 (b) 877.883 (b)
Summe a 31.799.462 2.080.947 (a) 0 (a) 0 (a) 31.511.842 23.199.070
0 (b) 0 (b) 2.368.567 (b)
Buchwerte zu Beginn des Geschäftsjahres
Veränderungen (saldiert)

Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR EUR EUR
Wertpapiere des 175.235.586 -7.223.851 168.011.735
Anlagevermögens
Beteiligungen und 24.583.133 -31.955 24.551.178
Geschäftsguthaben
bei Genossenschaften
Anteile an 2.508.665 -334.173 2.174.492
verbundenen Unter-
nehmen
Summe b 202.327.384 -7.589.979 194.737.405
Summe a und b 258.007.229 217.936.475

D. Erläuterungen zur Bilanz

Barreserve

Bei der Barreserve (A 1) sind Fremdwährungen im Gegenwert von EUR 12.082 enthalten.

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 271.319.378 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Forderungen an Kunden

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 43.679.438 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 987.500 fällig.

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig
davon:
börsennotiert
nicht börsennotiert
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR EUR EUR EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 15.967.604 12.232.246 3.735.358 0
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) 9.029.448 0 9.029.448 134.833.816

Im Wertpapierjournal sind die nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens besonders gekennzeichnet.

Zu den Finanzanlagen gehörende Finanzinstrumente, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, bestehen nicht (§ 285 Nr. 18 HGB).

Der im Anlagevermögen befindliche Spezialfonds UIN Nr. 564 ist unverändert zum Buchwert bilanziert. Es bestehen zum Stichtag stille Reserven in Höhe von EUR 3.296.715.

Der Buchwert der betreffenden Wertpapiere beträgt EUR 134.833.816, der beizulegende Zeitwert beläuft sich auf EUR 138.130.531.

Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den Forderungen, Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:

Forderungen an
verbundene Unternehmen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3) 0 0 272.041.151 299.853.680
Forderungen an Kunden (A 4) 0 0 1.631.331 1.827.533
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 0 0 8.548.026 33.497.034

Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10 %

Im Bilanzposten "Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere" (A 6) sind folgende Anteile an Sondervermögen im Sinn des § 1 Abs. 10 KAGB oder Anlageaktien an Investmentaktiengesellschaften mit veränderlichem Kapital im Sinn der §§ 108 bis 123 KAGB oder vergleichbaren EU- bzw. sonstigen ausländischen Investmentvermögen mit Anteilsquoten von mehr als 10 % enthalten:

Anlageziel
Wert der Anteile (Zeitwert)

EUR
Differenz
zum
Buchwert
(Reserve)
EUR
Erfolgte
Ausschüttung
für das
Geschäftsjahr
EUR
1. Streuung von Risiken im Eigengeschäft 138.130.531 3.296.715 747.300
2. Streuung hochliquider Aktiva 53.327.577 1.732.445 0

Beschränkungen in der täglichen Rückgabemöglichkeit bestehen grundsätzlich nicht. Die Vertragsbedingungen enthalten ausschließlich eine Beschränkung nach § 99 Abs. 2 Satz 1 KAGB.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung bestehen zum 31. Dezember 2023 wie folgt:



Anteil am Gesellschafts- Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
Name und Sitz kapital % Jahr TEUR Jahr TEUR
a) Kommunale Wohnungsbau- und Entwicklungsgesell-schaft Lilienthal mbH, Lilienthal 25,00 2022 4.123 2022 0
b) Stadtentwicklungs-gesellschaft Osterholz-Scharmbeck mbH, Osterholz-Scharmbeck 25,00 2022 2.849 2022 -53
c) VBI - Volksbanken Immobilien GmbH, Bremervörde 100,00 2023 971 2023 207
d) VB Verwaltungsge-sellschaft mbH, Osterholz-Scharmbeck 100,00 2023 21 2023 -4
e) VB Beteiligungen GmbH & Co. KG, Osterholz-Scharmbeck 100,00 2022 2.345 2022 19
f) VB Lebenswelten GmbH & Co. KG, Osterholz-Scharmbeck 100,00 2022 6.095 2022 0
g) DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschafts-bank, Frankfurt am Main 0,02 2022 10.638.000 2022 380.000
h) NGB AG &Co. KG, Hannover 0,85 2023 1.750.733 2023 37.901
i) R+V Versicherung AG, Wiesbaden 0,01 2022 2.397.253 2022 0
j) Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, Schwäbisch Hall 0,01 2022 1.812.302 2022 0
k) Union Asset Management Holding AG, Frankfurt am Main 0,01 2021 1.722.827 2021 730.949
l) GAD Beteiligungs GmbH & Co. KG, Münster 0,53 2023 119.597 2023 3.016

Das unter Buchstabe a) genannte Unternehmen hat einen Ergebnisabführungsvertrag mit der WBL-Wirtschaftsbetriebe Lilienthal GmbH- geschlossen. Mit den unter Buchstabe c) - f) genannten Unternehmen besteht ein Konzernverhältnis. Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, weil aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 296 Abs. 2 HGB) auf die Aufstellung verzichtet werden konnte. Bei dem unter Buchstabe g) genannten Unternehmen erfolgten die Angaben zum Eigenkapital der Gesellschaft und zum Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses in dessen Jahresabschluss in Mio. EUR. Für die unter Buchstabe i) und j) genannten Unternehmen besteht jeweils ein Ergebnisabführungsvertag mit der DZ BANK AG.

Darüber hinaus bestehen weitere Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, auf deren Angabe jedoch aufgrund der insgesamt untergeordneten Bedeutung verzichtet wurde.

Bei den Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften bestehen keine Einzahlungsverpflichtungen.

Treuhandvermögen

Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. Bei diesen Treuhandforderungen handelt es sich um Forderungen an Kunden (A 4).

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 21.151.124 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 1.456.637 enthalten.

Sonstige Vermögensgegenstände

In dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" (A 13) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2023
EUR
Vorabausschüttung der VB Beteiligungen GmbH & Co. KG 3.800.000
Provisionsforderungen gegenüber der Union Investment 1.384.033
Erschließungskosten Baugebiet Hambergen 845.912
Gewerbesteuererstattungsbeträge 379.657

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (A 14) sind Unterschiedsbeträge zwischen dem Ausgabebetrag und dem höheren Erfüllungsbetrag von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 9 (Vorjahr EUR 13) enthalten. 

Nachrangige Vermögensgegenstände

In dem folgenden Posten sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:

Posten/Unterposten Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
5 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 3.735.358 3.010.273

Fremdwährungsposten

In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 2.390.701 enthalten.

Restlaufzeitenspiegel für Forderungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:


bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) 46.000.000 95.000.000 20.000.000 0
Forderungen an Kunden (A 4) 44.613.405 93.214.525 357.863.208 610.207.352

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:


bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 3.652.216 11.840.651 71.967.910 150.515.347
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2a ab) 0 265.888 34.396 0
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) 111.659.173 132.039.967 5.651.651 515.985

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 162.864.729 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Treuhandverbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich Refinanzierungsmittel für Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. Bei diesen Treuhandverbindlichkeiten handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1).

Sonstige Verbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Sonstige Verbindlichkeiten" (P 5) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten: 

31.12.2023
EUR
Atruvia AG 253.028
Umsatzsteuer 227.136
Optionsprämie 200.000
Zinsabschlagsteuer 197.336
Lohn- und Kirchensteuer 145.070

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 250 (Vorjahr EUR 352) enthalten.

Nachrangige Verbindlichkeiten

Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten (P 9) in Höhe von EUR 112.320 an.

Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung ist ausgeschlossen. Die Verbindlichkeiten sind im Falle des Insolvenzverfahrens oder der Liquidation der Bank erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückzuzahlen. Eine Umwandlung in andere Eigenkapitalformen ist nicht möglich.

Es bestehen keine Mittelaufnahmen, die 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen.

Die mit den Gläubigern der nachrangigen Verbindlichkeiten getroffenen Nachrangabreden erfüllen die Voraussetzungen für die Anerkennung als Eigenmittel gemäß Art. 63 CRR. Mit den Gläubigern wurden keine Kündigungsfristen vereinbart. Die Restlaufzeit der nachrangigen Verbindlichkeiten liegt zwischen 1 und 8 Jahren. Die nachrangigen Verbindlichkeiten sind mit Zinssätzen von 0,75 % bis 1,50 % ausgestattet.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:

Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 0 0 162.864.729 159.341.359
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) 1.216.528 746.260 2.822.440 3.106.198

Eigenkapital

Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben
a) der verbleibenden Mitglieder 20.428.996
b) der ausscheidenden Mitglieder 524.963
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 225.800
Rückständige fällige Pflichteinzahlungen auf Geschäftsanteile EUR 23.641

Die Kapital- und Ergebnisrücklagen (P 12b) und c)) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Kapitalrücklage Gesetzliche Rücklage andere Ergebnisrücklagen
EUR EUR EUR
Stand 01.01.2023 4.042.478 19.250.000 29.710.000
Einstellungen
- aus Bilanzgewinn des Vorjahres 250.000 790.000
- aus Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 300.000 300.000
Stand 31.12.2023 4.042.478 19.800.000 30.800.000

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.

Akute und latente Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Rückstellungen gedeckt.

Die in den Posten 1b) und 2c) der unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen überwiegend breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für Kunden bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die unwiderruflichen Kreditzusagen sind breit gestreut.

Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die unter Posten 1b) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Beträge zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen wird.

Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 207.976.124

Fremdwährungsposten

In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 2.807.971 enthalten.

Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag bestanden noch nicht abgewickelte Termingeschäfte mit Zinsswaps und einer Swap-Option des Nichthandelsbestands.

Die bestehenden Zinsswaps dienen ausschließlich der Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken. Die Swap-Option dient der Ertragsoptimierung im Rahmen der Gesamtbanksteuerung.

In der nachfolgenden Tabelle sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivatgeschäfte des Nichthandelsbestands, die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelt waren, zusammengefasst (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB). Neben der Gliederung nach Produktgruppen wird die Fälligkeitsstruktur auf Basis der Nominalbeträge dargestellt. Die Adressrisiken sind als risikogewichtete Positionsbeträge entsprechend den aufsichsichtsrechtlichen Eigenmittelvorschriften angegeben. Aufgrund der höheren Qualitätsstandards wurde hinsichtlich des beizulegenden Zeitwertes, anstelle der Bewertungsmethode des Rechenzentrums, nach der Position-.und Bewertungsliste der Zentralbank bewertet.

(Angaben in TEUR):  

Nominalbetrag Restlaufzeit
beizulegender Zeitwert
<= 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Summe negativ positiv
Zinsbezogene Geschäfte
OTC-Produkte
- Zins-Swap (gleiche Währung) 10.000 74.500 52.000 136.500 0 1.320
- Swaption 0 5.000 0 5.000 36 0

Zinsswaps des Nichthandelsbestandes werden anhand der aktuellen Zinsstrukturkurve am Bilanzstichtag nach der Barwertmethode bewertet. Hierbei werden Zahlungsströme (Cashflows) mit dem risiko- und laufzeitadäquaten Marktzins diskontiert.

Für einzeln zu bewertende Swap- und Termingeschäfte des Nichthandelsbestands war die Bildung einer Drohverlustrückstellung nicht erforderlich.

Die für die verkauften Optionen des Nichthandelsbestands erhaltenen Prämien in Höhe von EUR 200.000 wurden unter den sonstigen Verbindlichkeiten (P 5) ausgewiesen. 

Für die Bewertung von Optionen des Nichthandelsbestands wurden Optionspreismodelle (Black-Scholes) eingesetzt.

Zinsderivate in Höhe von TEUR 136.500 wurden ausschließlich als Sicherungsinstrumente im Rahmen der Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos im Bankbuch (Aktiv-/Passiv-Steuerung) abgeschlossen.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge und Zinsaufwendungen

In den Zinserträgen (GuV 1) sind EUR 0 (Vorjahr EUR 355.356) negative Zinsen aus Einlagen bei der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten. 

Die für das Geschäftsjahr ermittelten Aufzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per Saldo um EUR -327 (Vorjahr EUR -471) vermindert. 

Provisionserträge

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für die Verwaltung und Vermittlung, insbesondere für die Vermittlung von Bausparverträgen, Krediten, Versicherungen und Investmentanteilen des Verbundes nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein und machen 0,3 % der durchschnittlichen Bilanzsumme aus.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen (GuV 8) sind folgende nicht unwesentliche Einzelbeträge enthalten: 

Art EUR
Erträge aus Verkauf Grundstücken / Gebäuden 354.418
Erlöse aus EBL-Produkten und EBL-Dienstleistungen 251.450
Auflösung von Rückstellungen 230.097
Erstattung von Personalaufwendungen 211.731

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit EUR 19.183 (Vorjahr EUR 20.940) Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 238.290 (Vorjahr EUR 541.123) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 233.351 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 13.206 enthalten.

Hiervon entfallen auf:

lfd. Posten der GuV - Art
Betrag
Aufwand
EUR
Betrag
Ertrag
EUR
8 - Auflösung von Rückstellungen 0 230.097

F. Sonstige Angaben

Vorstand und Aufsichtsrat

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 85.719.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die früheren Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebenen erhielten EUR 499.710.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31. Dezember 2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 7.225.768. 

Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 311.937 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 4.601.918.

Geschäfte zu marktunüblichen Bedingungen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Mit nahe stehenden Unternehmen und Personen sind keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommen.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 193.745, diesem stehen ausreichend frei verfügbare Rücklagen gegenüber.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 3.950.912.

Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Personalstatistik

Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug: 

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 10 1
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 126 90
Gewerbliche Mitarbeiter 4 28
140 119

Außerdem wurden durchschnittlich 22 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr

Anzahl der
Mitglieder
Anzahl der
Geschäftsanteile
Anfang 2023 29.085 204.834
Zugang 2023 1.188 7.830
Abgang 2023 879 8.166
Ende 2023 29.394 204.498
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermindert um EUR 30.777
Höhe des Geschäftsanteils EUR 100

Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Das vom Prüfungsverband für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar schlüsselt sich in folgende Honorare auf:

- Abschlussprüfungsleistungen EUR 303.050
- Andere Bestätigungsleistungen EUR 33.000
- Steuerberatungsleistungen EUR 10.851

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:


Genoverband e.V.
Karl-Wiechert-Allee 76 a 30625 Hannover 

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf     

Mackenberg, Jan, Bankvorstand, zuständig für die Ressorts Omnikanalvertrieb Individualkunden (Firmenkunden & Private Banking), Omnikanalvertrieb Retailkunden (Regionalvertrieb), Omnikanal-Vertriebsmanagement, Personal - Kultur - New Work (Personalentwicklung und -verwaltung), Vorstandsstab inkl. Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Unternehmensentwicklung (Innovation und Digitalisierung), Beteiligungsmanagement, alternative Investments

Kersting, Michael, Bankvorstand, zuständig für die Ressorts Produktion (Marktfolge Aktiv & Passiv, Zahlungsverkehr), Unternehmensservice (Allgemeine Verwaltung, IT, Organisation), Gesamtbanksteuerung (Controlling, Rechnungswesen, Meldewesen), Interne Revision, Auslagerungmanagement und Beauftragtenwesen, Recht

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf    

Rolf-Pissarczyk, Andreas, - Vorsitzender - , Geschäftsführer der Bäckerei Rolf GmbH
Nehring, Silke, - stellvertretende Vorsitzende - , Steuerberaterin
Gensigk, Jan, Apotheker
Grimm, Bastian, Geschäftsführer der Kolster, Inhaber Bastian Grimm e.K.
Haselbach, Christof, Rechtsanwalt & Notar
Korte, Heinz, Selbständiger Landwirtschaftsmeister
Mattfeld, Cord, Geschäftsführer der Heinz A. Osterloh GmbH & Co. KG
Meyer, Andreas, Geschäftsführender Gesellschafter Eduard Meyer GmbH & Co. KG
Rohde, Wolfgang, Selbständiger Bäckermeister
Warnken, Stephan, Selbständig - Landwirt

Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine neuen Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 2.610.290,82 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 5.926,02 sowie nach den im Jahresabschluss mit EUR 600.000,00 ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen (Bilanzgewinn von EUR 2.016.216,84) - wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 4,00 % 835.221,03
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen
a) Gesetzliche Rücklage 300.000,00
b) Andere Ergebnisrücklagen 880.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 995,81
2.016.216,84
Osterholz-Scharmbeck, 3. April 2024 Volksbank eG

Der Vorstand

(Jan Mackenberg)   (Michael Kersting)

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Volksbank eG, Osterholz-Scharmbeck

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Volksbank eG, Osterholz-Scharmbeck (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar: Bewertung der Kundenforderungen

a) Sachverhalt und Problemstellung

Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 1.149,7 Mio. EUR. Dies entspricht 66,8 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 23,9 Mio. EUR und unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 64,4 Mio. EUR jeweils nach Saldierung mit den dazugehörigen Rückstellungen.

Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwert-berichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualver-bindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen insbesondere im gewerblichen Kreditgeschäft für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung haben wir analytische Prüfungs-handlungen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Genossenschaft in Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden neben den Ratingeinstufungen insbesondere die Höhe der ungesicherten Kreditteile, die Zugehörigkeit zu bestimmten Branchen und die Gesamtzusage berücksichtigt.

Aufbauend auf den vorstehend genannten analytischen Prüfungshandlungen haben wir bewusst bzw. zufällig ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen:

- die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Davon werden uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt:

- die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht:

- Wertpapierdienstleistungs- und Depotprüfung gemäß § 89 Abs. 1 S. 1 und 2 WpHG

- Aufsichtsratsschulung

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Bernd Hellwege.

 

Hannover, 24. April 2024

Genoverband e.V.

Mario Kiesling Bernd Hellwege
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Vertreterversammlung vom 13.06.2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 2.610.290,82 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 5.926,02 - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

Volksbank eG, Osterholz-Scharmbeck Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrates in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.

Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte Ausschüsse eingerichtet.

Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten und Organisationsfragen des Aufsichtsrates tagte im Berichtsjahr 2023 drei Mal. Wesentliche Themen bildeten die Bewertung der Geschäftsführer gemäß § 25d Abs. 11 Nr. 3 und 4 KWG sowie weitere Personal-, Aufsichtsrats- und Vorstandsthemen.

Der Prüfungsausschuss und der Kreditprüfungsausschuss traten im Jahr 2023 zu insgesamt sieben Sitzungen (je drei und eine gemeinsame Sitzung) zusammen. Er erörterte a) Entwicklung von Kreditengagements, b) VR-Rating Firmenkunden, c) Prüfungshandlungen der Internen Revision, d) Themen der Banksteuerung (RWA-Optimierung, Kreditportfoliomodell parcIT), e) IT-Strategie und f) Prüfungsberichte 2022 Teil I und Teil II. Aus den Sitzungen der Ausschüsse ist dem Gesamtaufsichtsrat berichtet worden.

Der vorliegende Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht wird vom Genoverband e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr Herr Jan Gensigk, Herr Christof Haselbach und Herr Heinz Korte aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates ist zulässig.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.

 

Osterholz-Scharmbeck, 24. April 2024

Der Aufsichtsrat

Andreas Rolf-Pissarczyk (Vorsitzender)

Volksbank eG, Osterholz-Scharmbeck Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023 ("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Volksbank eG, Osterholz-Scharmbeck hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Volksbank eG, Osterholz-Scharmbeck besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die Volksbank eG, Osterholz-Scharmbeck definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 49.014.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 215,6. 

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 21.758.

Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 4.240 und betreffen laufende Steuern.

Die Volksbank eG, Osterholz-Scharmbeck hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

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