Stammdaten

Register
Amtsgericht Königstein HRB 4657
Eingetragen
16.12.2003
Branche
Großhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikGroßhandel mit elektronischen Bauteilen und TelekommunikationsgerätenGroßhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Import, Export, Vertrieb und Vertretung von elektronischen Geräten, Teilen und Bauelementen sowie von ähnlichen Waren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Han Suk Seo
seit 24.2.2026
Geschäftsführer
Yon Ho Choi
seit 24.2.2026
Prokura
Kiryong Moon
seit 10.11.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Samsung Electronics Co., Ltd.KOR
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Samsung Electronics Holding GmbH
Germany
45.250.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Samsung Electronics GmbH

Schwalbach am Taunus

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 194.927 304.048
2. Entgeltlich erworbene Lizenzen 175.681 370.608 283.061 587.109
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.039.605 1.809.040
1.410.213 2.396.149
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 97.825.687 74.883.301
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.039.030.360 1.114.328.405
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 261.535.857 205.726.882
3. Sonstige Vermögensgegenstände 33.437.209 24.610.462
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 1.339.872 (i. Vj. EUR 32.137) -
1.334.003.426 1.344.665.749
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 75.854 4.284
1.431.904.967 1.419.553.334
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.154.947 845.401
1.434.470.127 1.422.794.884

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 45.250.000 45.250.000
45.250.000 45.250.000
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.017.119.434 1.107.670.238
1.017.119.434 1.107.670.238
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.495.664 4.681.898
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 30.591.388 32.985.276
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 247.743.648 149.412.141
4. Sonstige Verbindlichkeiten 80.186.521 74.639.397
- davon aus Steuern EUR 76.926.043 (i. Vj. EUR 66.697.038) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 110.954 (i. Vj. EUR 126.124) -
366.017.221 261.718.712
D. Rechnungsabgrenzungsposten 6.083.472 8.155.934
1.434.470.127 1.422.794.884

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 4.541.133.322 4.721.954.160
2. Sonstige betriebliche Erträge 121.988.727 275.380.338
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren -3.673.585.230 -3.972.634.445
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -115.546.690 -108.028.145
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -13.177.138 -128.723.828 -12.357.836 -120.385.981
- davon für Altersversorgung EUR 27.506,49 (i. Vj. EUR 139.022,67) -
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.212.170 -1.463.687
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -765.837.856 -795.944.326
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.620.388 240.839
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 9.111.055 (i. Vj. EUR 234.614) -
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.584.809 -396
- davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00) -
9. Ergebnis nach Steuern 111.798.544 107.146.502
10. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn -111.798.544 -107.146.502
11. Jahresüberschuss 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Samsung Electronics GmbH hat ihren Sitz in Schwalbach am Taunus und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Königstein (HRB Reg. Nr. 4657).

Die Samsung Electronics GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Folgenden werden die im Jahresabschluss der Samsung Electronics GmbH angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dargestellt. Gegenüber dem Vorjahr wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert angewendet.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer für immaterielle Vermögensgegenstände liegt zwischen drei und fünf Jahren für Software, bei Lizenzen orientiert sich die Abschreibung an der vertraglichen Laufzeit. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Abschreibungsdauer der Sachanlagen für andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung, liegt zwischen drei und fünf Jahren.

Vorräte

Der Bestand an Waren wurde zu Anschaffungskosten, die nach der Durchschnittsmethode ermittelt wurden, bewertet. Erforderliche Abschläge im Rahmen der verlustfreien Bewertung und wegen Ungängigkeit, wurden in Höhe von T€ 2.376 (Vorjahr T€ 3.575) berücksichtigt. Zur Ermittlung niedrigerer Verkaufspreise im Rahmen der verlustfreien Bewertung, wurden als Betrachtungszeitraum generell die letzten drei Monate des Geschäftsjahres 2022 zugrunde gelegt. Die Reichweitenabschläge wurden nach folgendem Verfahren ermittelt:

10 % auf Bestände der Altersstruktur 61 bis 120 Tage,

30 % auf Bestände der Altersstruktur über 120 Tage.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zu Anschaffungskosten abzüglich angemessener Einzelabwertungen (T€ 1.065; Vorjahr T€ 692) angesetzt. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalabwertung (T€ 1.442; Vorjahr T€ 2.288) wie folgt vorgenommen:

10 % auf Forderungen überfällig 31 bis 90 Tage,

25 % auf Forderungen überfällig über 90 Tage.

Einzelabgewertete Forderungen sowie Umsatzsteuer wurden bei der Berechnung gekürzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten gegen/gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden zum Nennbetrag bzw. zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag vom Wahlrecht, bei Vorliegen einer Aufrechnungslage gemäß der §§ 387 ff. BGB Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zu saldieren, keinen Gebrauch gemacht. Somit ergibt sich ein Bruttoausweis der Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Sonstige Vermögensgegenstände sowie flüssige Mittel

Die Bilanzierung erfolgt zu Nennwerten.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag bilanziert.

Sonstige Rückstellungen

Bei der Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden, mit dem von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen Zinssatz entsprechend der Laufzeit diskontiert.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von maximal einem Jahr und sind unbesichert.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Währungsumrechnung

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf ausländische Währung lauten, werden mit dem Devisenkassakurs umgerechnet.

Latente Steuern

Für die Ermittlung der latenten Steuern wird das Temporary Konzept angewendet. Die Differenzen zwischen den handelsbilanziellen Wertansätzen und den steuerbilanziellen Wertansätzen werden aufgrund der körperschafts- und gewerbesteuerlichen Organschaft mit der Samsung Electronics Holding GmbH (SEHG) beim Organträger ausgewiesen. Auf Ebene der Gesellschaft in Ihrer Eigenschaft als Organgesellschaft erfolgt daher keine Erfassung latenter Steuern.

II. Erläuterungen zur Bilanz

Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den separat in der Anlage zum Anhang dargestellten Anlagenspiegel verwiesen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus:

31.12.2023 31.12.2022
€ Mio. € Mio.
Lieferungs- und Leistungsverkehr 6,7 41,3
davon gegen Gesellschafter 0,0 0,0
Cash-Pooling 225,4 12,0
davon gegen Gesellschafter 0,0 0,0
Steuerliche Organschaft 29,4 152,4
davon gegen Gesellschafter 29,4 152,4
Summe 261,5 205,7

Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von maximal einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

Von den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von € 33.437.209 haben € 1.339.473 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr: € 1.339.473).

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert € 45.250.000. Die Samsung Electronics Holding GmbH, Schwalbach am Taunus, (SEHG) ist alleinige Gesellschafterin.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ungewisse Verbindlichkeiten aus Kundenboni (€ 605,4 Mio.; Vorjahr: € 724,1 Mio.), Werbekostenzuschüsse (€ 99,6 Mio.; Vorjahr: € 84,8 Mio.), ausstehende Rechnungen (€ 189,5 Mio.; Vorjahr: € 173,2 Mio.), Garantieverpflichtungen (€ 57,6 Mio.; Vorjahr: € 51,6 Mio.), Verpflichtungen gemäß § 54 UrhG (€ 26,1 Mio.; Vorjahr: € 34,2 Mio.), sowie Skonti (€ 4,0 Mio.; Vorjahr: € 5,5 Mio.) gebildet.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus:

31.12.2023 31.12.2022
€ Mio. € Mio.
Lieferungs- und Leistungsverkehr 135,9 42,3
davon gegenüber Gesellschafter 1,2 1,1
Gewinnabführung 111,8 107,1
davon gegenüber Gesellschafter 111,8 107,1
Summe 247,7 149,4

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung nach Produktbereichen:

Die Zuordnung der einzelnen Sparten zu den Geschäftsbereichen blieb im Geschäftsjahr 2023 unverändert.

2023 202
T€ T€
MX
Mobile 3.112.914 3.365.552
IT Storage 128.051 106.270
Note-PC 74.312 64.583
3.315.278 3.536.406
CE
Unterhaltungselektronik 726.070 688.233
Haushaltsgeräte 264.472 258.351
Display 181.237 188.632
Medizintechnik 25.792 25.208
1.197.571 1.160.424
Service 28.284 25.124
Gesamtumsatz 4.541.133 4.721.954

Absatzgebiet ist die Bundesrepublik Deutschland mit rd. 100 % (2022: rd. 100%) sowie das europäische Ausland mit weniger als 0,5% (2022: < 0,5%) der Umsatzerlöse.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 2.556 (Vorjahr: T€ 5.373).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 2.217 (Vorjahr: T€ 4.369).

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

2023 2022
T€ T€
sonstige betriebl. Erträge
Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen 112.990 262.319
Ertrag aus der Auflösung von Wertberichtigungen 290 1.017
Ertrag aus Steuerrückerstattungen 751 340
114.031 263.676
sonst. betriebl. Aufwendungen 0 0
Saldo periodenfremde Erträge und Aufwendungen 114.031 263.676

Finanzergebnis

Die Zinserträge resultieren aus der Intercompany Cashpoolvereinbarung sowie aus geänderten Umsatzsteuerbescheiden für Vorjahre. Ebenso resultieren die Zinsaufwendungen aus geänderten Umsatzsteuerbescheiden für Vorjahre. Die Erträge und Aufwendungen aus diesen Bescheiden wurden von der SEHG, als Organträgerin, an die SEG weitergeleitet.

IV. Sonstige Angaben

Zahl der Beschäftigten

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 941 Arbeitnehmer (Vorjahr: 849) beschäftigt. Es handelte sich um 14 leitende Angestellte (Vorjahr: 14) sowie um 927 sonstige Angestellte (Vorjahr: 835).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen betragen insgesamt T€ 23.340 (Vorjahr: T€ 5.653). Davon betragen die Verpflichtungen aus Leasingverträgen T€ 3.331 (Vorjahr: T€ 2.919) Die Miet- und Leasingverträge betreffen im Wesentlichen Verwaltungsgebäude in Schwalbach und den Fuhrpark. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease- Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden mit nahestehenden Personen folgende Geschäfte getätigt:

Art des Geschäfts Verkäufe Einkäufe erstattete Aufwendungen erhaltene Dienstleistungen
€ Mio. € Mio. € Mio. € Mio.
Art der Beziehung
Oberste Konzerngesellschaft (SEC) 2 2,545 24 7
Muttergesellschaft (SEHG) 0 0 0 8
sonstige verbundene Unternehmen 2 1,222 11 162
Summe 4 3,767 36 177

SEC = Samsung Electronics Co. Ltd.

SEHG = Samsung Electronics Holding GmbH

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Samsung Electronics Holding GmbH, Schwalbach am Taunus, nach den Vorschriften des HGB zur Vollkonsolidierung einbezogen (kleinster Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss ist im Unternehmensregister erhältlich. Die Gesellschaft wird ebenfalls in den Konzernabschluss der Samsung Electronics Co. Ltd., Seoul/Korea (SEC), einbezogen (größter Konsolidierungskreis), der unter folgender Internetadresse erhältlich ist: https://www.samsung.com/global/ir/. Als verbundene Unternehmen werden alle direkten und indirekten Mehrheitsbeteiligungen der SEC angesehen.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe des für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars wurde im Hinblick auf § 285 Nr. 17 letzter Halbsatz HGB verzichtet, da die Angaben im Konzernabschluss der Muttergesellschaft SEHG enthalten sind.

Geschäftsführung

Die Gesellschaft wurde durch

Herrn Man Young, Kim, Sulzbach (Taunus), Kaufmann vertreten.

Herr Man Young Kim ist einzelvertretungsberechtigt. Die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Wesentliche Vorgänge nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Ende des Geschäftsjahres und der Beendigung der Aufstellung des Jahresabschlusses sind keine wesentlichen Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt geworden, die zu einer veränderten Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des abgelaufenen Geschäftsjahres führen würden und für die zukünftige Geschäftsentwicklung der Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung sind.

Ergebnisverwendung

Seit 1. Januar 1994 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft Samsung Electronics Holding GmbH, Schwalbach am Taunus (SEHG). In Ausführung der Bestimmungen dieses Vertrages wird das gesamte positive Jahresergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von € 111.798.544 an diese Gesellschaft abgeführt bzw. ein negatives Jahresergebnis von dieser ausgeglichen.

 

Schwalbach am Taunus, den 27. August 2024

Man Young Kim, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 2.838.868 0 0 2.838.868
2. Entgeltlich erworbene Lizenzen 1.863.217 0 0 1.863.217
4.702.085 0 0 4.702.085
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.073.266 476.252 1.135.446 10.414.072
15.775.351 476.252 1.135.446 15.116.157
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 2.534.820 109.120 0 2.643.940
2. Entgeltlich erworbene Lizenzen 1.580.156 107.381 0 1.687.537
4.114.976 216.501 0 4.331.477
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.264.226 995.669 885.428 9.374.467
13.379.202 1.212.170 885.428 13.705.944
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 194.928 304.048
2. Entgeltlich erworbene Lizenzen 175.680 283.061
370.608 587.109
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.039.605 1.809.040
1.410.213 2.396.149

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

(1) Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Der Gegenstand unseres Unternehmens (im folgenden "SEG" genannt) ist der Import, Export, Vertrieb und die Vertretung von elektronischen Geräten, Teilen und Bauelementen sowie von ähnlichen Waren. Der Hauptabsatzmarkt ist Deutschland. Unsere Gesellschaft gehört zum Konzern der Samsung Electronics Co. Ltd., Seoul ("SEC"), die indirekt über die Samsung Electronics Holding GmbH ("SEHG") sämtliche Anteile am Kapital unserer Gesellschaft hält. Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der SEC (größter Konsolidierungskreis) und der SEHG (kleinster Konsolidierungskreis) einbezogen.

Als wesentliche finanzielle Steuerungsgröße des Unternehmens wird der Umsatz der einzelnen Sparten MX (Mobile eXperience) und CE (Consumer Electronics inklusive Display) herangezogen.

Darüber hinaus sind vor allem Marktanteile ein wichtiger Anhaltspunkt für den Erfolg und die Marktposition von Samsung und werden regelmäßig von der Geschäftsleitung überwacht.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt 2023 waren 941 Mitarbeiter (Vorjahr 849) im Unternehmen beschäftigt. Die SEG bietet den Mitarbeitern ein umfangreiches Weiterbildungsprogramm, welches als Unterstützungsmaßnahme zur bedarfsgerechten Personalentwicklung dient.

Forschung & Entwicklung

Gegenstand der Geschäftsaktivitäten der SEG ist die Vermarktung und der Service von Produkten des vorgenannten Spektrums. Sämtliche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden von der Konzernmuttergesellschaft in Korea wahrgenommen. In Stuttgart befindet sich ein Research & Development (R&D) Center für Weiße Ware, ebenfalls unter der Leitung der Muttergesellschaft.

(2) Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nachdem das preisbereinigte BIP in Deutschland im Jahr 2022 noch um 1,8% gewachsen war, verlor die deutsche Wirtschaft in 2023 deutlich an Dynamik und entwickelte sich nach dem Pandemiejahr 2020 erneut rückläufig. Insgesamt lag das Ergebnis mit minus 0,3% aber im Rahmen der Prognosen zu Beginn des Jahres 2023.

Hohe Energiepreise und anhaltende geopolitische Spannungen hatten negative Auswirkungen auf Produzenten, Investoren und Verbraucher. Steigende Zinsen belasteten insbesondere die Bauindustrie, die in den Vorjahren von günstigen Finanzierungsbedingungen profitierte. Obwohl die Inflationsrate im Jahresverlauf zunehmend zurückging, belastete das hohe Preisniveau die gesamte Konjunktur. 1

Demzufolge war die Entwicklung der Bruttowertschöpfung in vielen Wirtschaftsbereichen rückläufig bzw. konnte durch niedrige Wachstumsimpulse in einigen wenigen Segmenten nicht kompensiert werden. Eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung führte zu einem Rückgang von 2% im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe). Zwar gab es positive Impulse aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau, die Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie sank jedoch erneut, so dass das verarbeitende Gewerbe insgesamt mit einem Minus (-0,4%) abschloss. Das Baugewerbe litt neben den hohen Baukosten und dem anhaltenden Fachkräftemangel zunehmend unter den schlechteren Finanzierungsbedingungen. Insgesamt wurde ein Plus von 0,2% erzielt. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten auch in 2023 ausweiten. Während der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit um 1% und die Unternehmensdienstleister um 0,3% zulegten, verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit 2,6% das beste Ergebnis gegenüber dem Vorjahr. Der Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe erwirtschaftete ein Minus von 1% nach einem Plus von 2,8% im vergangenen Jahr.

Waren die privaten Konsumausgaben noch im Vorjahr eine wichtige Wachstumsstütze, so musste in 2023, vor allem wegen der hohen Verbraucherpreise, ein Minus von 0,8% verzeichnet werden. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Einrichtungsgegenstände und Haushaltgeräte (-6,2%). Durch den Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen reduzierten sich auch die Konsumausgaben des Staates um 1,7%.

Zu dem Investitionsplus in Ausrüstung (3%), trug vor allem der Anstieg der gewerblichen PKW-Neuzulassungen bei, welcher von den bis August 2023 geltenden Umweltboni für Elektroautos profitierte. Bauinvestitionen sanken demgegenüber preisbereinigt um 2,1%.

Im Vergleich zu den Exporten (-1,8%) sanken die Importe mit minus 3,0% stärker und führten so zu einem positiven Außenbeitrag von 0,6% bei.

Die Zahl der Erwerbstätigen stieg leicht um 0,7% auf 45,9 Millionen Erwerbstätige. 2

Die Auswirkungen von Inflation, Finanzkrisen und anhaltenden geopolitischen Krisen hatten in 2023 unterschiedliche Auswirkungen auf die großen Volkwirtschaften. Die Wirtschaftswachstumsprognosen der Weltbank von Januar 2024 betragen für das Jahr 2023 für die Eurozone 0,5% (Vorjahr 3,4%); für China 5,2% (Vorjahr 3,0%) und für die USA 2,5% (Vorjahr 1,9%). 3

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gemäß dem Home Electronic Market-Index, welcher quartalsweise von der gfu Consumer & Home Electronics GmbH veröffentlicht wird, konnte der Bereich Home Electronics im Jahr 2023 keine positiven Zuwachsraten erzielen. Nach einem leichten Umsatzplus von 0,1% in 2022, fiel die Umsatzentwicklung für den Gesamtmarkt im Zeitraum Januar bis September 2023 mit minus 6,1% deutlich ungünstiger aus. In Zahlen ausgedrückt entspricht dies einem Umsatz in Höhe von 31,798 Mio. Euro nach 33.860 Mio. Euro im Jahr 2022.

Das geringere Absatzvolumen konnte, abgesehen von wenigen Ausnahmen, trotz gestiegener Durchschnittspreise nicht kompensiert werden. Der Bereich privat genutzte Telekommunikation führt mit einem Umsatz von 9.893 Mio. Euro die Tabelle weiterhin an. Im Vorjahresvergleich ergibt sich jedoch ein Minus von 6,4%. Der Umsatz für Informationstechnologie verzeichnete mit 4.645 Mio. Euro ein Minus von 13,9%, nach minus 10,5% im Vorjahreszeitraum. Bei den Produkten der Unterhaltungselektronik konnte die negative Entwicklung aus dem Vorjahr gebremst werden. Nach 5.393 Mio. Euro bzw. minus 7,7% in 2022, wurde ein leichtes Plus von 0,6% auf 5.423 Mio. Euro erzielt. Grund hierfür war vor allem eine deutliche Umsatzsteigerung bei den Videogames Konsolen von 378 Mio. Euro in 2022 auf 652 Mio. Euro in 2023. Während bei den Elektrogroßgeräten das Umsatzminus von 8,2% (7.115 Mio. Euro ggü. 7.751 mio. Euro in 2022) recht ausgeprägt war, führte die Entwicklung bei den Kleingeräten mit minus 0,6% zu einem geringeren Umsatzverlust (4.722 Mio. Euro im Vergleich zu 4.752 Mio. Euro).

Wie im Vorjahr wurde im Bereich Telekommunikation durch die sogenannten Core Wearables (hierzu gehören vor allem Smart Watches ohne SIM-Karte und sogenannte Fitness Tracker) ein Umsatzanstieg erzielt. Ein Anstieg der Durchschnittspreise von 24,4% führte in diesem Segment zu einem Wachstum von 2,0%. Erstmals konnte bei den Smartphones trotz gestiegener Durchschnittspreise von 10,4% (679 Euro ggü. 616 Euro in 2022) der Absatzrückgang von 15,9% nicht kompensiert werden. Insgesamt ergab sich hier ein Umsatzrückgang um 7,2% auf 8.764 Mio. Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Plus von 14% bzw. 9.441 Mio. Euro verbucht werden konnte.

Der Bereich TV-Display verzeichnete, trotz eines moderat gestiegenen Durchschnittspreises von 686 Euro (Vorjahr 682 Euro), erneut einen Absatzrückgang von 11,3% (Minus 17,7% in 2022) und damit einen Umsatz von 1.957 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum 2.191 Mio. Euro). Im Segment Audio/Video-Zubehör konnte ein weiteres Mal durch Zuwächse bei Kopfhörern und Stereo Mobilfunk Headsets (hierzu gehören u.a. auch Earables) ein Wachstum von 4,3% bzw. 1.176 Mio. Euro (1.128 Mio. Euro 2022) erzielt werden.

Der Bereich Home Audio musste vor allem durch einen starken Rückgang bei den Lautsprecher Boxen einen Umsatzrückgang von 6,7% auf 516 Mio. Euro hinnehmen. Im Vergleichszeitraum 2022 konnten noch 553 Mio. Euro zum Ergebnis beigetragen werden. 4

1 Statistisches Bundesamt, Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" am 15. Jan. 2024
2 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 v. 15. Jan. 2024
3 World Bank, GLOBAL ECONOMIC PROSPECTS | JANUARY 2024; S.6 v. Jan. 2024

4 Home Electronic Market Index (HEMIX) Quartal 1-3/2022 und Quartal 1-3/2023

Geschäftsverlauf

Umsatzentwicklung & Marktpositionierung

Trotz einer rückläufigen Umsatzentwicklung im Mobile- und Display-Business konnten wir in allen anderen Geschäftsbereichen Umsatzzuwächse erzielen. In einem schwierigen Marktumfeld konnten wir uns damit ein weiteres Mal gut behaupten. Die Ausrichtung auf innovative, leistungsstarke und technisch hochwertige Premiumprodukte haben wesentlich zu diesem Ergebnis beigetragen.

Der Gesamtumsatz der Gesellschaft lag mit 4.541 Mio. Euro 3,8% unterhalb dem Vorjahreswert von 4.722 Mio. Euro. Die positive Entwicklung im Geschäftsbereich CE und hier insbesondere bei der Unterhaltungselektronik und Haushaltgeräte konnte die Umsatzverluste im Geschäftsbereich MX - und hier Mobile - nicht ausgleichen.

Die Bereiche Mobile und Unterhaltungselektronik trugen mit 3.112,9 Mio. Euro (3.365,6 Mio. Euro 2022) bzw. 726,1 Mio. Euro (688,2 Mio. Euro im Vorjahr) wieder am stärksten zum Ergebnis bei.

Bei den Haushaltgeräten liegen wir mit einem Umsatz von 264,5 Mio. Euro etwas über dem Ergebnis aus dem Jahr 2022 (258,4 Mio. Euro).

Entgegen dem allgemeinen Trend konnten wir im TV-Bereich mit 688,6 Mio. Euro unser Ergebnis aus dem Vorjahr (672,6 Mio. Euro) verbessern. Auch gegenüber dem Wettbewerb konnten wir unsere Position verbessern. So erzielten wir bei den Marktanteilen am Absatz 27,9% im Vergleich zu 26,8% im Vorjahr. Die Marktanteile am Umsatz verbesserten sich von 29,5% in 2022 auf 32,0% in 2023. 5

Bei den Smartphones erzielte die Gesellschaft einen Marktanteil am Absatz in Höhe von 36,5% (37,9% 2022) und 29,5% Marktanteil am Umsatz (30,1% 2022). 6

5 Gfk Panelmarket PTV/Flat Germany January 2019 - December 2023
6 GfK Panelmarket Smartphones Germany January 2020 - December 2023

Die Bereiche Notebook und IT-Storage entwickelten sich mit zweistelligen Zuwachsraten überaus positiv und konnten sich somit von der allgemeinen Marktentwicklung deutlich abgrenzen. IT-Storage erreichte mit 128,1 Mio. Euro ein Plus von 20,5% gegenüber 2022 (106,3 Mio. Euro). Der Bereich Notebook erzielte mit 74,3 Mio. Euro ein Plus von 15,1% (64,6 Mio. Euro).

Der Geschäftsbereich Display blieb mit 181,2 Mio. Euro und damit einem Minus von 3,9% hinter dem Vorjahresergebnis von 188,6 Mio. Euro zurück.

Der Bereich Medizintechnik stieg um 2,3% auf 25,8 Mio. Euro (Vorjahr 25,2 Mio. Euro).

Berichterstattung über einzelne Sparten

a) MX

a1) Mobile

Das Gesamtergebnis für dieses Segment liegt mit einem Umsatz von 3.112,9 Mio. Euro unter dem Vorjahr von 3.365,6 Mio. Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 7,5%.

Bei den Smartphones ging das Markvolumen insgesamt um 11,2% zurück. Dennoch konnten wir in den Premiumsegmenten der Preiskategorie 600 bis 800 Euro und über 800 Euro unsere Marktanteile auf 39,8% bzw. 33,2% verbessern (Vorjahr 22,0% bzw. 21,3%). Auch in der Preisklasse 200 bis 400 Euro konnten wir das Vorjahresergebnis von 64,2% auf 68,7% steigern. Durch Rückgänge in den übrigen Kategorien war es jedoch nicht möglich, diese Zuwächse auszugleichen, so dass wir insgesamt einen Absatzanteil von 36,5% erzielen konnten, nach 37,9% im Vorjahr. 7

Die Umsätze für Wearables und Tablets lagen mit 158,1 Mio. Euro bzw. 397,3 Mio. Euro hinter dem jeweiligen Vorjahresergebnis von 232,9 Mio. Euro bzw. 430,0 Mio. Euro zurück.

7 GfK Panelmarket Smartphones Germany January 2020 - December 2023

a2) Note-PC

Trotz einer allgemein rückläufigen Marktentwicklung konnten wir unser Vorjahresergebnis von 64,6 Mio. Euro auf 74,3 Mio. Euro deutlich verbessern. Nach dem Bericht des Home Electronics Market Index betrug der Rückgang im Zeitraum Januar bis September 18,1% gegenüber 7,5 % im Vergleichszeitraum 2022.

a3) IT-Storage

Insgesamt war in 2023 wieder eine stärkere Nachfrage bei den SSD Karten spürbar, während der Absatz an Speicherkarten erneut rückläufig war. Insgesamt entwickelte sich jedoch der Geschäftsbereich IT-Storage mit einem Umsatzanstieg von 20,5% bzw. 128,1 Mio. Euro (106,3 Mio. Euro im Vorjahr) besser als der Gesamtmarkt. Bei beiden Produktkategorien konnten wir Anteile am Marktvolumen hinzugewinnen. Für das Jahr 2023 erzielten wir 38,3% bei den SSD Karten und 10,6% bei den Speicherkarten (Vorjahr 35,4% bzw. 6,5%). 8

b) CE (Consumer Electronics)

b1) Unterhaltungselektronik

Entgegen einer weiterhin rückläufigen Marktentwicklung bei der Unterhaltungselektronik konnten wir den Gesamtumsatz in diesem Bereich im Geschäftsjahr 2023 um 5,5% bzw. auf 726,1 Mio. Euro steigern (Vorjahr 688,2 Mio. Euro). Positiv entwickelte sich auch unsere Marktposition. So konnten wir bei den Marktanteilen vom Umsatz einen Zuwachs von 29,5% auf 32,0% verzeichnen. Der Marktanteil vom Absatz erhöhte sich ebenfalls von 26,8% in 2022 auf 27,9% im laufenden Jahr. 9

b2) Haushaltsgeräte

Auch bei den Haushaltgeräten konnten wir in einem schwierigen Marktumfeld ein Umsatzwachstum von 2,4% auf 264,5 Mio. Euro erreichen (Vorjahr 258,4 Mio. Euro) Vor allem in der Kategorie Kühlen konnten wir Umsatz und Marktposition ausbauen. Hier waren es vor allem Premiumprodukte in der Preiskategorie 1.500 bis 2.500 Euro und über 2.500 Euro, die zu einer Verbesserung der Marktanteile vom Umsatz von 15,7% auf 17,4% beitrugen. Im Bereich Waschen erzielten wir beim Anteil am Umsatz 7,3% nach 8,3% im Vorjahr. Der Absatzanteil betrug im laufenden Jahr ebenfalls 7,3%, nach 8,5% im Jahr 2022. 10

b3) Display

Nach einem deutlichen Wachstum im Vorjahr entwickelte sich der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 mit 181,2 Mio. Euro leicht rückläufig. Bei einem insgesamt rückläufigen Markt lag der Marktanteil vom Umsatz mit 11,6% nur geringfügig unter dem Vorjahresergebnis von 11.7%. 11

b4) Medizintechnik

Mit einem Umsatz in Höhe von 25,8 Mio. Euro konnte das Vorjahresergebnis von 25,2 Mio. Euro um 2,3% verbessert werden.

8 GfK Panelmarket Consumer SSD und Memory Cards January 2019 - December 2023
9 Gfk Panelmarket PTV/Flat Germany January 2019 - December 2023
10 GfK Panelmarket Washingmachines; Freestanding - January 2019 - December 2023
11 GfK Panelmarket Monitors January 2019 - December 2023

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage:

Im Lagebericht 2022 hatten wir für das Jahr 2023 einen Gesamterlös von circa 5,3 Mrd. Euro prognostiziert. Aufgrund der insgesamt rückläufigen Marksituation liegen wir mit einem Gesamtumsatz in Höhe von 4,5 Mrd. Euro deutlich unter unseren Erwartungen und unter unserem Vorjahresergebnis (4,7 Mrd. Euro). Den Umsatzrückgang im Geschäftsbereich MX konnten wir mit steigenden Umsatzanteilen im Geschäftsbereich CE nicht kompensieren.

Das Jahresergebnis vor Gewinnabführung betrug 2023 111,8 Mio. Euro nach 107,1 Mio. Euro im Jahr 2022. Die Bruttomarge verbesserte sich um 3,2 Prozentpunkte auf 19,1% (Vorjahr 15,9%). Der Rohertrag verzeichnete mit 867,5 Mio. Euro nach 749,3 Mio. Euro im Vorjahr einen Zuwachs von 118,2 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen in diesem Jahr 122,0 Mio. Euro nach 275,4 Mio. Euro im Vorjahr. Grund hierfür war vor allem ein Rückgang bei der Auflösung von Rückstellungen für Erlösschmälerungen im Jahr 2023. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich die Marketingaufwendungen um 67,4 Mio. Euro. Trotz der Zunahme von Service- und Gewährleistungsaufwendungen (plus 26,0 Mio. Euro); Prüfungs- und Beratungskosten (plus 5,5 Mio. Euro) sowie Lager- und Verpackungsaufwendungen (plus 4,3 Mio. Euro) verblieb insgesamt ein Rückgang von 30,1 Mio. Euro auf 765,8 Mio. Euro (Vorjahr: 795,9 Mio. Euro). Der Personalaufwand stieg um 8,3 Mio. Euro auf nunmehr 128,7 Mio. Euro.

Vermögenslage:

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt 1.434,5 Mio. Euro (Vorjahr: 1.422,8 Mio. Euro), dies entspricht einem Zuwachs von 11,7 Mio. Euro.

Wesentlicher Grund für die Entwicklung auf der Aktivseite ist ein Anstieg des Umlaufvermögens. Einer Erhöhung der Warenbestände (22,9 Mio. Euro), der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (55,8 Mio. Euro) sowie der sonstigen Vermögensgegenstände (8,8 Mio. Euro) standen eine Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (75,3 Mio. Euro) gegenüber.

Die Erhöhung der Passivseite ist mit einem Rückgang der Rückstellungen (90,6 Mio. Euro) verbunden mit einem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (98,3 Mio. Euro) und der sonstigen Verbindlichkeiten (5,5 Mio. Euro) begründet. Die Zunahme bei den erhaltenen Anzahlungen (2,8 Mio. Euro) wird durch die Verminderung bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (2,4 Mio. Euro) teilweise ausgeglichen. Die Rechnungsabgrenzungsposten reduzierten sich um 2,1 Mio. Euro.

Das Eigenkapital ist unverändert zum Vorjahr und beträgt 45,3 Mio. Euro. Aufgrund der geringen Veränderung der Bilanzsumme, beträgt die Eigenkapitalquote abermals 3,2%.

Niedrigere Rückstellungen für Kundenboni (605,4 Mio. Euro, Vorjahr 724,1 Mio. Euro) und Verpflichtungen gemäß § 54 UrhG (€ 26,1 Mio.; Vorjahr: € 34,2 Mio.), wurden durch einen Anstieg für Werbekostenzuschüsse (99,6 Mio. Euro; Vorjahr: 84,8 Mio. Euro), ausstehende Lieferantenrechnungen (189,5 Mio. Euro, Vorjahr 173,2 Mio. Euro) und Gewährleistung (57,6 Mio. Euro, Vorjahr 51,6 Mio. Euro) teilweise ausgeglichen. Insgesamt reduzierten sich die sonstigen Rückstellungen um insgesamt 90,6 Mio. Euro.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um 2,4 Mio. Euro auf 30,6 Mio. Euro. Erhaltene Anzahlungen erhöhten sich um 2,8 Mio. Euro und weisen einen Saldo in Höhe von 7,5 Mio. Euro aus.

Bei den passiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Rückgang von 2,1 Mio. Euro zu verzeichnen.

Finanzlage:

Aus der operativen Tätigkeit resultierte im Geschäftsjahr 2023 ein vereinfacht ermittelter Mittelzufluss in Höhe von 316,9 Mio. Euro (Vorjahr: Abfluss 191,5 Mio. Euro). Der vereinfacht ermittelte Cashflow aus der operativen Tätigkeit ermittelt sich anhand des Ergebnisses vor Ergebnisabführung zzgl. Abschreibung, der Veränderung der Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Rückstellungen, sonstigen Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten sowie Rechnungsabgrenzungsposten.

Die Entwicklung ist insgesamt sowohl durch eine Erhöhung der Aktivseite (Vorräte 22,9 Mio. Euro und sonstige Vermögensgegenständen 8,8 Mio. Euro) als auch mit einer Verminderung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 75,3 Mio. Euro und Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 157,6 Mio. Euro (ohne Cashpool) verbunden. Auf der Passivseite werden höhere Intercompany-Verbindlichkeiten von insgesamt 93,6 Mio. Euro durch einen geringeren Saldo für Rückstellungen (-90,6 Mio. Euro) ausgeglichen.

Bei den Forderungen werden die Veränderungen des Cash-Pool-Bestandes (2023 plus 213,4 Mio. Euro) als zahlungsmittelähnlicher Posten und die Veränderung der Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung herausgerechnet. Die Finanzierung der SEG erfolgt bei Bedarf über das Cash-Pooling des Konzerns bzw. kurzfristige Warenkredite von Konzerngesellschaften.

Die Investitionen des Geschäftsjahres betreffen im Wesentlichen die Erweiterung von Betriebs- und Geschäftsausstattung.

(3) Erklärung zur Unternehmensführung

Im Geschäftsjahr 2023 lag die Frauenquote auf Ebene der Geschäftsführung weiterhin bei 0% und den beiden obersten Führungsebenen bei 11%. Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 30. November 2021 wurde eine Frauenquote auf Ebene der Geschäftsführung von 0% bis zum 31.12.2025 festgelegt, da die Gesellschaft nur durch einen Geschäftsführer vertreten ist und die Festschreibung einer Zielgröße nicht zweckdienlich ist.

Für die beiden obersten Führungsebenen wurde ebenfalls am 30. November 2021 eine Zielgröße von mindestens 8% mit einer Umsetzungsfrist bis zum Jahresende 2024 beschlossen. Mit einer Quote von 11% wurde dieses Ziel bereits im Jahr 2022 erreicht.

(4) Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die Beobachtung der Umsatzentwicklung hat damit bei der Beurteilung der Steuerungsgrößen des Unternehmens die höchste Priorität. Ergänzend zur Umsatzentwicklung werden der Forderungsbestand und die Umschlagshäufigkeit der Warenbestände als Kennzahlen herangezogen. 2023 betrugen die Days Sales Outstanding (DSO) durchschnittlich 60,4 Tage im Vergleich zu 61,6 Tagen im Geschäftsjahr 2022. Die Umschlagshäufigkeit der Warenbestände betrug im Jahr 2023 durchschnittlich 8,3 Tage (6,4 Tage in 2022).

Als nicht finanzielle Leistungsindikatoren dient unter anderem die regelmäßige Untersuchung der Kundenzufriedenheit. Wir messen beispielsweise den Net Promoter Score in den Kategorien Smartphones und TV bezogen auf den gesamten Lebenszyklus. Weiterhin führen wir Befragungen bezüglich der Kundenzufriedenheit unserer Service-Dienstleistungen durch.

(5) Risikobericht

Die Risiken wurden zu Kategorien zusammengefasst, innerhalb derer die von der Geschäftsführung identifizierten Risiken im Folgenden in absteigender Bedeutung für die Gesellschaft beschrieben werden:

Branchenspezifische Risiken

Marktrisiken: Hierzu gehören Nachfragerückgänge aufgrund konjunktureller Einflüsse sowie technologische Veränderungen durch neue Produktkategorien oder durch Konkurrenzprodukte von Wettbewerbern. Die positive Wahrnehmung und das Vertrauen der Konsumenten in die Marke Samsung setzt zudem ein hohes Qualitätsniveau unserer Produkte und Services voraus. Ein permanentes Beobachten aller wichtigen Marktteilnehmer, aber auch die Auswertung aller kritischen Kennzahlen in Vertrieb und Administration, sichern dem Management eine breite wie auch tiefe Kenntnis der Marktsituation. Das Marktrisiko hat aufgrund der zunehmenden Komplexität der Vertriebskanäle und der Vielfalt der Einflüsse auf das Konsumentenverhalten für das Unternehmen die größte Bedeutung.

Urheberrechtsabgaben: Seit dem 1. Januar 2008 ist ein neues Urheberrecht in Kraft getreten. Mit Einführung des neuen Gesetzes entstanden zunächst große Unsicherheiten. Diese konnten aber in den letzten Jahren durch die geschlossenen Gesamtverträge weitestgehend beseitigt werden. Anfang 2016 ist die Gesellschaft dem Gesamtvertrag zur Regelung der urheberrechtlichen Vergütungspflicht gemäß §§ 54 ff. UrhG für Mobiltelefone zwischen ZPÜ, VG Wort und VG Bild-Kunst einerseits und Bitkom andererseits für die Zeit ab dem 01.01.2008 beigetreten. Dadurch wurde die bestehende Rechtsunsicherheit im Bereich Mobile für den Zeitraum 2008-2018 beseitigt. 2018 ist die Gesellschaft dem Gesamtvertrag für Festplatten für die Zeit ab dem 01.01.2008 beigetreten und 2019 dem Gesamtvertrag für Produkte der Unterhaltungselektronik ebenfalls ab 01.01.2008. Damit wurde 2019 für einen Großteil der bestehenden Produkte Rechtssicherheit in Bezug auf die Urheberrechtsabgaben erzielt.

Patentstreitigkeiten: Risiken aus Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Patenten bestehen für die Gesellschaft nicht, da die Muttergesellschaft SEC mögliche Risiken abdeckt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Wechselkursrisiken:

Einkäufe von unserer Muttergesellschaft SEC werden fast ausschließlich in Euro abgewickelt. Sonstigen bestehenden Währungsrisiken wird durch den Einsatz von Kassageschäften begegnet.

Forderungsausfallrisiken:

Forderungsausfallrisiken werden durch Delkredere-Vereinbarungen und laufende Überwachung der Kundenbonität weitgehend ausgeschlossen.

Klumpenrisiko: 39% (Vorjahr: 39%) des Gesamtumsatzes werden mit drei Großkunden getätigt.

Liquiditätsrisiken:

Durch die Einbindung der SEG in das Liquiditäts- und Finanzmanagement des Konzerns, ist eine jederzeitige Liquiditätsbedarfsdeckung gegeben.

Russland/Ukraine-Konflikt

Durch den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine kam es bereits kurze Zeit nach Ausbruch des Kriegs im Februar 2022 zu einem Anstieg der Energie- und Treibstoff-kosten. Zwar reduzierte sich der Anstieg der Verbraucherpreise im Jahr 2023 auf durchschnittlich 5,9%, nach 6,9% in 2022 12 , eine anhaltend hohe Inflation und dadurch verbundene potentielle Verunsicherung bei den Verbrauchern in Bezug auf die künftige Entwicklung kann jedoch zu einem Rückgang bei den Konsumausgaben führen. Aufgrund unseres breiten Produktportfolios können wir uns schnell auf sich ändernde Marktsituationen anpassen.

Darüber hinaus ergibt sich ein erhöhtes Risiko aus sog. Cyberangriffen, die negative Auswirkungen auf unsere IT-Infrastruktur haben könnten. Wir begegnen diesem Risiko durch verschärfte IT-Sicherheitsmaßnahmen.

(6) Chancenbericht

Im ersten Quartal 2024 plant das Unternehmen den Absatz von Produkten mit hoher Wertschöpfung zu steigern. Insgesamt soll im Gesamtjahr unternehmensübergreifend die Nutzung von Al-Funktionen in Smartphones und anderen Konsumgütern weiter vorangetrieben werden.

Im Bereich MX plant das Unternehmen, unter anderem mit der neu vorgestellten Galaxy S24- Serie den Verkauf von Flaggschiff-Modellen zu steigern. Dies soll durch die Einführung fortschrittlicher Al-Funktionen in Smartphones und Notebooks gelingen, die die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte ausbauen sollen. Durch die Integration der Galaxy Al Funktionen auch in das Segment faltbarer Smartphones plant das Unternehmen, die Auslieferungen zu steigern und seine Führungsposition im Bereich faltbarer Geräte zu festigen. Im Wearable-Segment plant das Unternehmen das Galaxy Ökosystem-Erlebnis unter anderem durch Health- und Wellness-Funktionen bei Smartwatches und die Integration von Al-Technologien weiter auszubauen.

Im Bereich TV/AV fokussiert sich das Unternehmen auf Premiumprodukte des Neo QLED, OLED-Line-ups sowie großformatiger TV mit einer Größe von über 75 Zoll. Im Zusammenhang mit globalen Sportereignissen wie z.B. der Fußballeuropameisterschaft in Deutschland wird ein erhöhter Bedarf erwartet, welcher den allgemeinen Rückgang der TV-Nachfrage in Teilen abmildert. Das Unternehmen wird zusätzlich neue Premium- und Lifestyleprodukte einführen, um unterschiedlichen Kundenbedürfnissen gerecht zu werden. Zudem sollen weitere Technologien u.a. auf Basis des neu vorgestellten Al-Prozessors und dem Tizen Betriebssystem dabei helfen, das Zeitalter der Kl-Bildschirme maßgeblich mitzugestalten.

Bei den Hausgeräten zielt das Unternehmen darauf ab, seinen Umsatz im Premium-Geschäft weiter zu steigern. Auch hier steht die Nutzung von Al-Funktionen sowie die Vernetzung von Produkten über das Portfolio hinweg im Vordergrund. Zusätzlich fokussiert sich das Unternehmen auf die Stärkung der Marktposition von Bodenpflege-Produkten, dem Wachstum im Segment von Waschmaschinen mit höherer Zuladung sowie Al-unterstützten Premium- Produkten im Bereich Kühlen.

12 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 20, 16. Januar 2024

(7) Prognosebericht

Unter der Annahme einer robusteren wirtschaftlichen Entwicklung in den Vereinigten Staaten sowie einiger sogenannter "large emerging markets" und "developing economies" sowie fiskalpolitischer Unterstützung in China erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) ein globales Wachstum für 2024 von 3,1% bzw. 3,2% für 2025. Diese Schätzung liegt, wie das Ergebnis von 2023 (ebenfalls 3,1%) noch immer unterhalb der Durchschnitts von 3,8% für den Zeitraum 2000 bis 2019.

Nach der Einschätzung des IWF wird für die gesamte Eurozone ein Wachstum von 0,9% und für Deutschland von 0,5% erwartet. Damit verzögert sich eine deutliche Erholung in das Jahr 2025 mit 1,7% für den Euro Raum bzw. 1,6% für die Bundesrepublik. 13 Die Bundesbank erwartet für Deutschland einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 0,4% in 2024 bzw. 1,2% in 2025. 14 Im Januar 2024 hat das Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) aufgrund der mit dem Bundeshaushalt vereinbarten Einsparungsmaßnahmen seine Wachstumsprognose für Deutschland von ursprünglich 0,9% auf 0,7% in 2024 korrigiert. 15

Bei der Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2024 geht die Bundesbank davon aus, dass die Nachfrage auf den Absatzmärkten zu weiter steigenden Ausfuhren der deutschen Exporteure führt und die Konsumausgaben der Privathaushalte aufgrund steigender Realeinkommen ebenfalls wieder zunimmt. Eine geringere Sparquote sollte dem Konsum zusätzlichen Schub verleihen. Die Wohnungsbau- und Unternehmensinvestitionen hingegen werden erst im Jahr 2026 moderat zulegen. 16

Die Bundesregierung prognostiziert im Februar 2024 nur noch eine Wachstumsrate in Höhe von 0,2% für Deutschland. 17

Für das Jahr 2024 erwarten wir einen Umsatz von ca. 4,7 Mrd. Euro. Für den Bereich MX beträgt die Umsatzerwartung ca. 3,5 Mrd. Euro, für den Bereich DX mit Visual Display Business (TV & Display), Digital Appliances Business, Health & Medical Equipment Business ca. 1,2 Mrd. Euro.

 

Schwalbach am Taunus, den 27. August 2024

Die Geschäftsführung

Man Young Kim

13 International Monetary Fund, World Economic Outlook Update, January 2024 S. 6.
14 Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Dezember 2023; S. 17
15 Ifo Institut, Pressemitteilung 24. Januar 2024
16 Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Dezember 2023; S. 17
17 Tagesschau 14.02.2024

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Samsung Electronics GmbH, Schwalbach am Taunus

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Samsung Electronics GmbH, Schwalbach am Taunus, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Samsung Electronics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt (3) des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt (3) Erklärung zur Unternehmensführung des Lageberichts enthalten ist.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 29. August 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jürgen Kunz, Wirtschaftsprüfer

Jörn Büßis, Wirtschaftsprüfer

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