Bayernwerk Gashochdrucknetz Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tobias Dr. Lesinski seit 18.5.2026 | Prokura |
Daniela Dr. Groher seit 21.2.2023 | Vorstandsmitglied |
Albert Zettl seit 17.1.2023 | Vorstandsmitglied |
Johannes Schmidmeier seit 30.11.2021 | Prokura |
Negar Hosan-Aghaie seit 30.11.2021 | Prokura |
Jürgen Gorki seit 21.9.2020 | Prokura |
Egon Leo Dr. Westphal seit 13.9.2011 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
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| 100.00% | |
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Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
![]() Bayernwerk AGRegensburgJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Inhaltsverzeichnis 1. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN 1.1. Geschäftstätigkeit 1.2. Technologie und Innovation 2. WIRTSCHAFTSBERICHT 2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 2.2. Leistungsindikatoren der Gesellschaft 2.3. Geschäftsverlauf 2.4. Tätigkeitsbereiche (Angaben nach § 6b Abs. 7 Satz 4 EnWG) 2.5. Ertragslage 2.6. Beteiligungen 2.7. Finanzlage 2.8. Vermögenslage 3. INVESTITIONEN 4. MITARBEITER 5. KLIMA-, NATUR- UND UMWELTSCHUTZ* 6. RISIKO- UND CHANCENMANAGEMENT 7. PROGNOSEBERICHT, CHANCEN UND RISIKEN 7.1. Wirtschaftliche und energiepolitische Rahmenbedingungen 7.2. Erwartete Ertragslage 7.3. Chancen 7.4. Einzelrisiken 8. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG 1. Geschäft und Rahmenbedingungen 1.1. Geschäftstätigkeit Die Bayernwerk AG, eine 100-prozentige Tochter des E.ON-Konzerns, gehört im Sinne des EnWG zu einer Gruppe von vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen. Sie erbringt energiespezifische Dienstleistungen für ihre Tochterunternehmen und übernimmt die Funktion einer regionalen Klammer für alle Aktivitäten der Unternehmen der Bayernwerk-Gruppe. Hierzu zählt neben der strategischen Weiterentwicklung der Gruppe auch die Steuerung des Beteiligungsportfolios. Die Bayernwerk AG besitzt in Summe 149 direkte und indirekte Beteiligungen in den Geschäftsfeldern Strom- und Gasverteilnetze, Stadtwerksbeteiligungen, Energiedienstleistungen, Energieerzeugung sowie E-Mobility. Im Rahmen der Externen Marktoffensive (eMo), welche von der gesamten Bayernwerk-Gruppe verfolgt wird, werden neue Produkte und Kundenlösungen entwickelt. Besonders zu erwähnen sind hierbei z. B. der Ausbau der Elektromobilität, die Vermittlung von Energiedienstleistungen und Produkten (Speicherlösung, Messsatzbau, Mehrspartenhauseinführung etc.) sowie die Errichtung einschließlich des Services von Trafostationen. Zudem nimmt die Bayernwerk AG die mit dem Messstellenbetriebsgesetz eingeführte Rolle des wettbewerblichen Messstellenbetreibers wahr. Weiterhin betreibt die Bayernwerk AG auch einen Webshop für die Bayernwerk-Gruppe. Die Betreuung des Webshops übernimmt das Tochterunternehmen energielösung GmbH. Das Produktportfolio umfasst Energielösungen, Produkte und Dienstleistungen für Privatkunden, Unternehmen oder Kommunen. Aktuell können Kunden auf der einen Seite Hardwareprodukte wie Ladestationen für Elektroautos, Stromspeicher, Hauseinführungen, Messschränke oder auch Netzbaumaterial online erwerben. Auf der anderen Seite werden über diesen digitalen Vertriebskanal auch Dienstleistungen wie Netzanalyse, Kabelfehlerortung oder Vermietung mobiler Stromerzeugungsanlagen angeboten. Das Produktangebot wird auf Basis der Kundenwünsche kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert. Sitz der Bayernwerk AG ist Regensburg. Als regional verankertes Unternehmen engagiert sich das Unternehmen für soziale, kulturelle und ökologische Themen und übernimmt somit Verantwortung für die Gesellschaft. Die Bayernwerk AG trägt beispielsweise mit der Verleihung des Kulturpreises Bayern zum Erhalt der kulturellen Vielfalt in der Region und mit dem Kinderbibliothekspreis zur Leseförderung bei. 1.2. Technologie und Innovation Innovationen sind ein wichtiger Baustein für die Zukunftsfähigkeit der Bayernwerk-Gruppe. Fokus der Bayernwerk AG ist dabei das Erkennen von zusätzlichen, nicht regulierten Wachstumspotenzialen in wettbewerblichen Geschäften und die anschließende Entwicklung von Produkten für die Tochterunternehmen. Die wichtigsten Forschungs- und Entwicklungsprojekte werden im Folgenden kurz dargestellt: Energieportal Das Bayernwerk hat eine Kundenplattform für Energieservices und -lösungen entwickelt. Der Fokus liegt aktuell auf den Kundengruppen „Kommunen“ und „Gewerbekunden“. Das Energieportal ermöglicht den Nutzern den Zugang zu allen energierelevanten Anwendungen wie z. B. Online-Zählerstandseingabe, zertifiziertes Energiemanagementsystem oder Energiemonitor. Damit unterstützen wir unsere Kunden auf ihrem Weg zur Klimaneutralität, indem sie CO2 -Emissionen, Energieverbräuche und Kosten reduzieren. Das Energieportal wird mittlerweile auch von Avacon AG, HanseWerk AG, Lechwerke AG, Westenergie AG und der enviaM-Gruppe genutzt und wird bis spätestens 2024 als neuer Konzernstandard in den weiteren E.ON Regionalgesellschaften - Süwag Energie AG, VSE AG und E.DIS AG - eingeführt. Internet of Things (IoT) Die Bayernwerk AG entwickelt als Infrastrukturunternehmen zusätzliche Lösungen für seine Kunden im Bereich Internet of Things. Es werden z. B. Sensoren installiert, um Temperatur, Luftfeuchte, Verbrauchs- oder Erzeugungsmengen für verschiedenste Medien auszulesen. Die Messwerte werden ebenfalls im Energieportal des Bayernwerks dargestellt. Hierzu wurden auch in Kombination mit unserem Energiemanagementsystem Kunden (u.a. SK Technology, Einrichtungsverbund Steinhöring, St. Katharinenspitalstiftung) gewonnen und Kooperationsverträge (Bayerischer Brauerbund und Private Brauereien Bayern e.V.) geschlossen. Im nächsten Schritt sollen weitere Lösungen im Bereich Lastspitzenmanagement und optimierter Anlagensteuerung entwickelt werden. Kooperationspartner bei der Umsetzung sind unter anderem die Lechwerke AG mit der Lösung „inno.live“ sowie die Zenner IoT Solutions GmbH. PEEK Sensor Das Bayernwerk hat mit seiner Ausgründung PEEK GmbH eine innovative Lösung aus hochentwickelten Sensoren und App entwickelt, welche die Annäherung an spannungsführende Bauteile detektiert. Die Einhaltung der fünf Sicherheitsregeln machen elektrotechnische Arbeiten sicher. Jedoch zeigt die Statistik, dass bei zwei Drittel der Stromunfälle mindestens eine der 5 Sicherheitsregeln nicht eingehalten wurde. Der neu entwickelte PEEK Sensor wird als Wearable getragen und warnt effektiv und rechtzeitig bei unbeabsichtigter Annäherung, bevor ein Unfall passiert. Neben der Bayernwerk Netz GmbH, die den PEEK Sensor im Service bereits im Einsatz hat, sind bei der Mehrheit der Gesellschaften im E.ON-Konzern die Pilotphasen gestartet. Mit dem Produkt Voltector 2.0 entwickelt die PEEK GmbH eine stationäre einsetzbare Lösung, die fest in Mittelspannungsschaltanlagen montiert wird. Der Voltector 2.0 warnt dort den Mitarbeiter, falls unabsichtlich eine Schaltzelle geöffnet wird, innerhalb derer noch Spannung ansteht. Der Voltector 2.0 basiert auf gemeinsamen Ideen der Westnetz GmbH und der PEEK GmbH und bedient sich hierbei der hochentwickelten Sensorfusion des PEEK Sensors und dessen Algorithmen. Bidirektionales Lademanagement - BDL Im Verbundforschungsprojekt „BDL - Bidirektionales Lademanagement“ hat das Bayernwerk in Kooperation mit mehreren Projektpartnern und der BMW Group als Konsortialführer die Einsatzmöglichkeiten von rückspeisefähigen Elektrofahrzeugen im Bereich von Markt-, Netz- und Systemdienstleistungen untersucht. Das Bayernwerk hat federführend die Einsatzmöglichkeiten des intelligenten Messsystems (iMSys) für kundenrelevante Anwendungsfälle bewertet. Dadurch wurden Möglichkeiten und Einschränkungen aktueller iMSys-Technologien aufgezeigt sowie demonstriert, dass durch geeignete Entwicklungsmaßnahmen die Funktionalität des iMSys in den Bereichen Datenerfassung, Kommunikation und Steuerung sinngebend erweitert werden kann. Der Pilotbetrieb mit 20 Privatkunden im Bayernwerk Netzgebiet trug hierzu bei. Das Projekt wurde im Jahr 2023 erfolgreich abgeschlossen und es wurde ein Folgeprojekt (BDL next) gestartet, in dessen Rahmen die Arbeiten unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen in technischer und gesetzgeberischer Sicht fortgeführt werden. unIT-e2 Das im August 2021 gestartete Forschungsprojekt verfolgt das Ziel in einem deutschlandweiten Feldversuch flexible Verbraucher netz- und marktdienlich in das Verteilnetz zu integrieren. Am Projekt beteiligt sind führende Unternehmen der Automobilbranche wie BMW, Mercedes, Ford und Volkswagen sowie große Netzbetreiber wie das Bayernwerk, EWE und TenneT. Mit der weiteren Teilnahme von Partnern aus der Industrie wie Consolinno, Kostal oder PPC wird die gesamte Stakeholder-Kette abgebildet. Innerhalb des ersten Projektjahres konnten bereits wichtige Ergebnisse zu den Anforderungen von Steuerungsalgorithmen am Netzanschlusspunkt erzielt werden. Hierbei wurden sowohl Interessen des Marktes als auch die physikalische Begrenzung des Netzes berücksichtigt. Die Umsetzung der entwickelten Strategien stellt ein wichtiges Fundament für die Ausgestaltung der Feldtests dar. Sowohl das Mess- als auch das Datenverarbeitungskonzept wurden daraufhin für den vom Bayernwerk koordinierten Realtestbetrieb entwickelt. Im speziellen Fokus steht die Erprobung eines einhüllenden Signals, mit Bezugs- und Einspeiselimit, im Rahmen dessen börsennotierte Handelsgeschäfte als auch Systemdienstleistungen durchgeführt werden. Wettbewerblicher Messstellenbetrieb Durch das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende wurde eine neue Marktrolle definiert: der wettbewerbliche Messstellenbetreiber (wMSB). Diese Rolle nimmt die Bayernwerk AG wahr, während der grundzuständige Messstellenbetreiber (gMSB) in der Bayernwerk Netz GmbH angesiedelt ist. Der gesetzlich verpflichtende Rollout durch den gMSB ist bereits im Jahr 2020 gestartet. Mit der Novellierung des Messstellenbetriebsgesetzes im Jahr 2023 ändern sich die Anforderungen an den gMSB, so dass die Abgrenzung zwischen dem wMSB und dem gMSB zunehmend verschwimmt, während der Aufwand für die Systeme des wMSB durch neue Anforderungen steigen. Es wurde daher entschieden, die wMSB-Aktivitäten im ersten Halbjahr 2024 einzustellen und die erforderlichen Schritte für die Abwicklung dieses Geschäftsfeldes wurden in die Wege geleitet. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Zinserhöhungen der Notenbanken belasteten die Weltwirtschaft im Berichtsjahr, was sich in den Prognosen für das Wachstum der Bruttoinlandsprodukte (BIP) widerspiegelt. Gemäß OECD soll das globale BIP für das Jahr 2023 ein Wachstum von 2,9 % erreicht haben und läge damit hinter dem Wachstum des Jahres 2022 mit 3,3 % zurück. Die Konjunkturprognose des OECD für Deutschland hatte im Juni 2023 für das Berichtsjahr eine Stagnation für möglich gehalten. Mittlerweile wird mit einem leichten Wachstum des BIP der deutschen Wirtschaft von 0,3 % gerechnet. Ein wesentlicher Grund hierfür sind die Zinserhöhungen, um der Inflation entgegenzusteuern. Das höhere Zinsniveau hat zur Folge, dass die Wirtschaftsaktivität gebremst wird, was sich unter anderem in der Baubranche zeigt. Im gesamten Jahresverlauf war für Wirtschaft und Haushalte die Inflation spürbar, die gemäß OECD im Jahr 2023 im Schnitt bei 6,6 % lag. 2.2. Leistungsindikatoren der Gesellschaft Hauptsteuerungsgröße für die Bayernwerk AG ist das Ergebnis der Geschäftstätigkeit. Dieses entspricht dem handelsrechtlichen Jahresergebnis vor Steuerumlagen und vor Gewinnabführung. Die Entwicklung des Leistungsindikators und seine Prognose stellt sich wie folgt dar: scroll
Eine Erläuterung folgt in den Kapiteln 2.5 Ertragslage sowie 7. Prognosebericht. 2.3. Geschäftsverlauf Die Bayernwerk AG bildet die Klammer für alle Aktivitäten der Unternehmen der Bayernwerk-Gruppe und erbringt Dienstleistungen für ihre Tochterunternehmen. Insbesondere für die Bayernwerk Netz GmbH übernimmt die Bayernwerk AG diverse Tätigkeiten und Aufgaben u. a. in den Bereichen Unternehmensentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit, Personal, HSSE (Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz) und Konzessionsmanagement. Zudem betreibt die Bayernwerk AG stellvertretend für die Bayernwerk-Gruppe einen Webshop. Der Webshop stellt einen zusätzlichen, digitalen Vertriebskanal dar und unterstützt das wettbewerbliche Geschäft. Im Beteiligungsportfolio haben sich im Jahr 2023 folgende Änderungen ergeben: Die Bayernwerk AG beteiligte sich mit 4,63 % an der MW Storage NOB GmbH. Außerdem wurde die Bayernwerk Akademie GmbH gegründet. 2.4. Tätigkeitsbereiche (Angaben nach § 6b Abs. 7 Satz 4 EnWG) Im Rahmen der Berichterstattung über die Tätigkeitsbereiche nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG sind nachfolgend für die Elektrizitäts- und Gasverteilung einige Kennzahlen angeführt: scroll
Die Bayernwerk AG führt gemäß § 6b Abs. 3 und 4 EnWG für die weiteren Tätigkeiten getrennte Konten. 2.5. Ertragslage Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit beträgt im Jahr 2023 373 Mio. € und liegt somit unter dem Ergebnis von 427 Mio. €, welches für das Geschäftsjahr 2023 prognostiziert wurde. Dies ist im Wesentlichen auf die geringere Ergebnisabführung der Bayernwerk Netz GmbH zurückzuführen, welche wiederum aus Aufwendungen aufgrund von Rückstellungs-Zuführungen resultiert. Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar: scroll
Der Rückgang der Umsatzerlöse um 1,5 Mio. € im Berichtsjahr kann insbesondere durch geringere aperiodische Erträge gegenüber dem Vorjahr begründet werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge sinken gegenüber dem Vorjahr um 3,9 Mio. €. Hintergrund hierfür sind insbesondere geringere Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen (2,8 Mio. €). Der Personalaufwand verringert sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um rd. 1,2 Mio. €. Dies beruht im Wesentlichen auf der reduzierten Rückstellungszuführung für die Altersvorsorge und Rückstellungszuführungen aus Personalgutachten. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist ein Anstieg von insgesamt 9,3 Mio. € zu verzeichnen. Dies resultiert v.a. aus vertraglichen Verlustübernahmen von 6,5 Mio. € von Beteiligungen sowie Rückstellungen aus Freistromverpflichtungen (3,9 Mio. €). Aus dem laufenden operativen Geschäft, d. h. dem Ergebnis der Geschäftstätigkeit ohne Berücksichtigung des Finanzergebnisses (Beteiligungsergebnis), erzielt die Bayernwerk AG ein negatives Ergebnis von 13,0 Mio. €. Das Finanzergebnis verbessert sich gegenüber dem Vorjahr um 281,0 Mio. €. Im Wesentlichen ist der Anstieg auf höhere Gewinnabführungen zurückzuführen. Die Gewinnabführung (inkl. Steuerumlage) der Bayernwerk Netz GmbH ist um 287,0 Mio. € gestiegen. Ausgehend vom Ergebnis der Geschäftstätigkeit in Höhe von 372,7 Mio. € ergibt sich nach Abzug der Ertragsteuern von 138,3 Mio. € ein positives Ergebnis von 234,4 Mio. €, welches auf Basis des Ergebnisabführungsvertrages an die E.ON Beteiligungen GmbH (EOB) abgeführt wird. 2.6. Beteiligungen Die Bayernwerk AG besitzt in Summe 149 direkte und indirekte Beteiligungen in den Geschäftsfeldern Strom- und Gasverteilnetze, Stadtwerksbeteiligungen, Energiedienstleistungen, Energieerzeugung sowie E-Mobility. ![]() Wesentliche Beteiligungen der einzelnen Geschäftsfelder werden im Folgenden näher erläutert. Strom- und Gasverteilnetze Im Bereich der Strom- und Gasverteilnetze werden Beteiligungen gehalten, die nach § 6b Abs. 7 Satz 4 EnWG den Tätigkeiten der Elektrizitätsverteilung bzw. Gasverteilung nachgehen. Die wesentliche Beteiligung der Bayernwerk AG stellt diesbezüglich die Bayernwerk Netz GmbH dar. In der Bayernwerk Netz GmbH einschließlich deren Beteiligungen werden die Aktivitäten der Strom- und Gasverteilung in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz, Nieder- und Oberbayern gebündelt. Mit einem Stromnetz von rund 157.000 Kilometern Länge und dem über 6.000 Kilometer langen Erdgasnetz ist das Unternehmen der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern. Das Unternehmen bietet zudem Dienstleistungen im Bereich des Netzbetriebs an, betreibt ein Straßenbeleuchtungsnetz mit rund 660.000 Brennstellen und hält eigene Beteiligungen an weiteren Netzgesellschaften. Stadtwerksbeteiligungen Stadtwerke stellen einen wesentlichen Anteil des Beteiligungsportfolios der Bayernwerk AG dar. Die wertmäßig größten Beteiligungen in diesem Geschäftsfeld sind die REWAG REGENSBURGER ENERGIE- UND WASSERVERSORGUNG AG & CO KG sowie die infra fürth gmbh. Energiedienstleistungen Energiedienstleistungen sind für die Bayernwerk AG ein wachsendes Geschäftsfeld. Durch die Beteiligungen erbrachte Dienstleistungen sind hierbei u. a. Baudienstleistungen, Kundenabrechnungen, Energiedatenmanagement oder aber auch Vertrieb. Energieerzeugung Die Bayernwerk AG hält zudem Beteiligungen an Unternehmen, die Strom, Biogas und Wärme erzeugen. Der Fokus liegt dabei auf dezentraler Erzeugung aus erneuerbaren Energien. Wesentliche Beteiligung in diesem Geschäftsfeld ist die Bayernwerk Natur GmbH, die als regionales Unternehmen Haushalte sowie Gewerbe- und Industriebetriebe in Bayern mit Wärme und Strom versorgt. Die Gesellschaft ist spezialisiert auf die dezentrale Energiegewinnung aus Erneuerbaren Energien und das Errichten und Betreiben von effizienten Anlagen zur Energieerzeugung und Verteilung. Die Gesellschaft hält zudem eigene Beteiligungen an Unternehmen im Bereich dezentrale Energieerzeugung. E-Mobility Die Bayernwerk AG setzt sich in Zukunft noch mehr für den weiteren Ausbau der Elektromobilität ein und bündelt im Zuge dessen die Kompetenzen. Ganz im Sinne der Vision „Wir machen Bayern e-mobil“ werden dazu die Kernkompetenzen aus den 100 % Tochtergesellschaften energielösung GmbH, der Bayernwerk Netz GmbH und der Bayernwerk Regio Energie GmbH in der Produktmarke Bayernwerk e-mobil als starke Einheit zusammengefasst. Die energielösung GmbH ist als Online-Shop-Betreiber für Ladeinfrastruktur das zentrale Organ bei Bayernwerk e-mobil und bietet Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen passgenaue Lösungen rund um das Thema Elektromobilität aus einer Hand und im Namen des Bayernwerks. Das Leistungsspektrum geht dabei von der persönlichen Beratung, über Planung und Bau von Ladeinfrastruktur, dem Betrieb von Last- und Abrechnungssystemen bis hin zur Lieferung von regionalem Ökostrom. 2.7. Finanzlage Die finanzielle Entwicklung zeigt die folgende Tabelle: scroll
Die Forderungen und Verbindlichkeiten von Gesellschaften der Bayernwerk-Gruppe aus Cash-Pooling wurden bis zum Geschäftsjahr 2022 im Finanzmittelfonds gezeigt. Ab dem Geschäftsjahr 2023 weisen wir die Veränderungen der Forderungen sowie der Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit aus. Zur besseren Vergleichbarkeit der beiden Kennzahlen wurde in diesem Bericht auch die Vorjahreszahl angepasst. Der Finanzmittelfonds hat sich von -91,5 Mio. € auf 0,0 Mio. € entwickelt. Dies ist auf den Wegfall der kurzfristigen Verbindlichkeit aus Termingeldvereinbarung mit der Bayernwerk Netz GmbH nach Aufrechnung mit Steuerumlagen und der Gewinnabführung der Gesellschaft aus dem Vorjahr zurückzuführen. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist mit -0,7 Mio. € negativ. Ausgangswert für die Berechnung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit ist der Jahresüberschuss vor Gewinnabführung in Höhe von 234,4 Mio. €. Nach Bereinigung des Jahresergebnisses um zahlungsunwirksame Effekte, Effekte aus dem Zins- und Beteiligungsergebnis sowie der laufenden Investitionstätigkeit (Abschreibungen, Erträge aus Anlagenabgang, etc.) zeigt sich ein negatives zahlungswirksames Jahresergebnis, das durch positive Effekte aus dem Working Capital nahezu kompensiert wurde. Cashflow aus Investitionstätigkeit Die Veränderungen der Forderungen gegen E.ON SE aus dem Cash-Pooling wurden bis zum Geschäftsjahr 2022 im Cashflow aus der Investitionstätigkeit gezeigt. Ab dem Geschäftsjahr 2023 weisen wir die Veränderungen der Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit aus. Zur besseren Vergleichbarkeit der beiden Kennzahlen wurde in diesem Bericht auch die Vorjahreszahl (88,9 Mio. €) um -16,9 Mio. € angepasst. Im Jahr 2023 wurden Auszahlungen für Investitionen in Höhe von 5,7 Mio. €, vorwiegend in Finanzanlagen, getätigt. Dem stehen Einzahlungen aus Desinvestitionen in Höhe von 1,8 Mio. € insbesondere aus Abgängen von Finanzanlagen gegenüber. Positiv wirken vor allem die erhaltenen Beteiligungserträge in Höhe von 365,8 Mio. €. Gegenläufig wirkt der Anstieg der Finanzforderung gegenüber der Bayernwerk Netz GmbH in Höhe von 12,0 Mio. €. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist im Geschäftsjahr 2023 mit -261,3 Mio. € negativ. Dies ist insbesondere auf den Anstieg der Forderungen aus dem Cash-Pooling mit E.ON SE in Höhe von 163,8 Mio. € sowie die Ergebnisabführung einschließlich Steuerumlage aus dem Vorjahr mit 105,3 Mio. € zurückzuführen. Die Vorjahreszahl (-104,2 Mio. €) wurde insgesamt um -5,2 Mio. € angepasst. 2.8. Vermögenslage Die Bilanzsumme steigt gegenüber dem Vorjahr um 192,7 Mio. € auf 2.097,3 Mio.€. Im Detail stellt sich die Vermögenslage wie folgt dar: scroll
Aktiva Das Anlagevermögen steigt um 5,1 Mio. € auf 1.637,4 Mio. €. Dieser Anstieg ist vor allem auf höhere Ausleihungen an Beteiligungen zurückzuführen. Das Umlaufvermögen erhöht sich um 186,4 Mio. € auf 458,3 Mio. €. Grund hierfür ist im Wesentlichen die Entwicklung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Insbesondere steigen die Forderungen gegen E.ON SE im Rahmen des Cash-Pooling um 163,8 Mio. € an. Passiva Das Eigenkapital hat sich nicht verändert. Die Eigenkapitalquote der Bayernwerk AG beläuft sich auf 78,1 %. Die Rückstellungen erhöhen sich um 11,3 Mio. € auf 59,8 Mio. €. Dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg von Rückstellungen im Beteiligungsbereich zurückzuführen. Die Zunahme der Verbindlichkeiten um 181,4 Mio. € auf 399,8 Mio. € resultiert insbesondere aus höheren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Ausschlaggebend ist im Wesentlichen der Anstieg der Verbindlichkeit aus der Gewinnabführung an die E.ON Beteiligungen GmbH in Höhe von 267,3 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr. Gegenläufig entfällt die Verbindlichkeit aus der kurzfristigen Termingeldanlage der Bayernwerk Netz GmbH bei der Bayernwerk AG in Höhe von 91,5 Mio. € aus dem Vorjahr, da diese zurückgezahlt wurde.Des Weiteren erhöhen sich die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, um 10,9 Mio. € auf 12,5 Mio. €. Dies ist v. a. auf höhere Verbindlichkeiten gegenüber der UP Energiewerke GmbH aus Cash-Pooling zurückzuführen 3. Investitionen Sachanlagen Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betreffen im Wesentlichen Anlagen im Bau sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Weitere Beteiligungen Im Geschäftsjahr 2023 erfolgten Einlagen in die Energie-Wende-Garching GmbH & Co. KG in Höhe von 0,7 Mio. €, der MW Storage NOB GmbH in Höhe von 0,7 Mio. € und der infra fürth gmbh in Höhe von 0,4 Mio. €. Zudem erfolgte eine Ausleihung an die MW Storage NOB GmbH in Höhe von 3,1 Mio. €. 4. Mitarbeiter Zum Jahresende 2023 bestand die Gesamtbelegschaft der Bayernwerk AG aus 98 Mitarbeitenden (ohne ruhende Arbeitsverhältnisse). Diese Zahl umfasst 91 unbefristet Beschäftigte, eine befristet Beschäftigte sowie 6 Praktikanten bzw. Werkstudierende. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Mitarbeitendenzahl um 14 Personen gestiegen. Der Frauenanteil an der Gesamtbelegschaft konnte gegenüber dem Endjahreswert 2022 von 47,8 % auf 50,1 % erhöht werden. Das Durchschnittsalter bei der Bayernwerk AG beträgt zum Jahresende 40 Jahre und die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit liegt bei 11 Jahren. Arbeitssicherheit* Die Bayernwerk-Gruppe legt einen hohen Wert auf die Arbeitssicherheit ihrer Mitarbeitenden und Partnern und leistet entsprechende Präventionsarbeit. Der „TRIF-Combined“ (Total Recordable Injuries Frequency Combined) der Bayernwerk-Gruppe (Bayernwerk AG, Bayernwerk Netz GmbH, Bayernwerk Natur GmbH) lag für das Kalenderjahr 2023 bei 3,2 (Stand November 2023) und damit über der BAG-Steuerungskenngröße von 2,1. Zwar wurde kein schwerer Arbeitsunfall verzeichnet, jedoch sind bedauerlicherweise im Jahr 2023 die Anzahl der Arbeitssicherheitsvorfälle beim Bayernwerk zum Vorjahr angestiegen. So haben sich neben 50 meldepflichtigen Arbeitsunfällen auch 15 Vorfälle mit hohem Potenzial ereignet. Die Bayernwerk-Gruppe hat diese Ereignisse, wie auch alle anderen Vorfälle, sehr gewissenhaft und nach international und konzernintern bewährten Vorgehensweisen zur Analyse der Ursachen („Root-Cause-Analysis“) untersucht. Die Erkenntnisse und Verbesserungsmaßnahmen aus den Unfällen geben wertvolle Impulse für eine weitere Stärkung der Sicherheitsbestrebungen. HSE-Fahrplan Ergänzend wurden weitere Maßnahmen zur langfristigen Verbesserung der HSE-Kultur eingeleitet, die im Programm HSE Fahrplan gebündelt werden. Das Programm gliedert sich in folgende Handlungsfelder:
Erste Ergebnisse wurden bereits umgesetzt, u.a.
In der Erarbeitung waren unterschiedliche Bereiche und Managementebenen involviert. Neben saisonalen Angeboten wie Grippeschutzimpfung und Hautscreening wurden Aktionswochen, u.a. an der Konzern-Gesundheitswoche „Zeit für mich - Gesundheit in allen Lebenslagen“ durch das betriebliche Gesundheitsmanagement durchgeführt. Um die Themen bereits bei den jungen Kolleginnen und Kollegen zu verankern, wurden bei der Azubi-Sport-Olympiade wieder HSE-Stände integriert. Führungskräfteentwicklung* Im Jahr 2015 hat die Bayernwerk-Gruppe den Bayernwerk Führungskompass entwickelt. Dieser gilt als Leitbild für unsere Führungswerte und -verhalten. Ein crossfunktionales Team erarbeitete 2023 die Version „Führungskompass 2.0“ unter Einbindung der neuen Strategie und aktuellen Herausforderungen. Der Führungskompass wird also als neue Version aus dem Kulturleitbild heraus entwickelt und konkretisiert Führungswerte und -handeln. Ebenfalls fließen die Werte vom E.ON-weiten Kompetenzmodell „Grow“ mit ein. Er dient den Führungskräften somit als Orientierung und Reflexionsgrundlage für ihr tägliches Handeln. Aktuell ist der Führungskompass noch in der Feinkonzeption und wird im ersten Halbjahr 2024 ausgerollt. Er bildet zudem die Grundlage der Themen auf dem Führungskräfte-Camp 2024. Das FK-Camp 2023 war auch in diesem Jahr ein Highlight, zu dem rund 330 Führungskräfte des Bayernwerks und einiger Schwestergesellschaften sowie 10 Wildcard-Gewinner in Würzburg zusammenkamen. An eineinhalb Tagen waren die Fokusthemen der anstehende Aufwuchs der Belegschaft sowie das Erleben von Resilienzfaktoren. Auch die Bemühungen rund um HSE und die aktuellen Projekte in der Digitalisierung bekamen ihren Raum. In einem interaktiven Format wurden für die Teilnehmenden an verschiedenen Stationen die Themen Netzwerkorientierung an einer Kletterwand sowie Akzeptanz an einer Lichterwand erlebbar. Der Faktor Zukunftsorientierung wurde an einer Station im persönlichen Austausch, auch mit den Vorständen, konkret. Für das Erleben von Lösungsorientierung wurden in Kleingruppen im Rahmen des “Hand project” Handprothesen für Menschen in Kriegsgebieten gebaut und mit persönlichen Verpackungen sowie individuellen Botschaften der Bayernwerk-Führungskräfte versehen. Statt eines Gastredners standen in diesem Jahr konkrete Antworten auf direkte Fragen im Mittelpunkt: Nachdem in der Mittagspause des ersten Tages Fragen aus dem Plenum zu den Themenfeldern Personal, IT, Digitalisierung und Wachstum eingesammelt worden waren, standen nachmittags die Führungskräfte auf Bereichsleitungs- und Teamleitungsebene Rede und Antwort. Die einhellige Begeisterung für die konkreten Antworten und für die aufgezeigten Wege zeigte sich auch im durchwegs positiven Feedback für die Konzeption des FK-Camp 2023. Mentoring und Coaching sind für die individuelle Entwicklung essenziell. Die Führungskräfte der Bayernwerk-Gruppe bekommen dadurch wichtige Werkzeuge hinsichtlich der eigenen Reflektion an die Hand und können gezielt Lösungen im Austausch mit dem Coach entwickeln. Aufgrund der vermehrten Nachfrage wurde im Jahr 2023 eine automatisierte Plattform für individuelle Entwicklungsmaßnahmen entwickelt. Somit können nach einem zielgerichteten Auftragsklärungsgespräch der passende Coach vermittelt und nach dem Coaching Feedback eingeholt werden um die Qualität der Coaches / Trainer sicherzustellen. Auch in diesem Jahr wurde innerhalb der Bayernwerk-Gruppe wieder zur Selbstnominierung als Führungsnachwuchskraft aufgerufen. Nach intensiven Feedbackrunden wurde der Prozess auch in diesem Jahr weiterentwickelt und durch den sogenannten „Talent-Pitch“ angereichert. Beim Talent-Pitch hat jeder Bewerbende die Möglichkeit, sich persönlich vor einem vorher definierten Auswahlgremium vorzustellen und seine Motivation darzulegen. Die Führungspotentiale in der Bayernwerk-Gruppe sollen gefunden und transparent werden, daher steht auch bei dem optimierten Prozess in diesem Jahr wieder Selbstverantwortung und Selbstreflexion im Fokus. Insgesamt 34 Bewerbungen gingen in diesem Jahr ein. Davon wurden 12 Teilnehmende im E.ON-weiten Netznachwuchsprogramm (NeNa) und 8 Teilnehmende in das interne Programm „Projektleiterqualifizierung“ aufgenommen. Der Prozess ist ein wichtiger Baustein hin zur Talentdemokratisierung und wurde dafür auch mit dem HR Energy Award ausgezeichnet. Im Rahmen der Netzwerkschmiede wurden alle Mitarbeitenden, die in keinem der o.a. Programme aufgenommen wurden, begleitet und dabei unterstützt, sich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln. Hier wurde das Feedback der Teilnehmenden aufgenommen und das neue Format „Entwicklungsnavigator“ konzipiert, welches die Netzwerkschmiede ab 2024 ablösen wird. Ziel des Entwicklungsnavigators ist es, den Mitarbeitenden mehr Rahmen und Leitplanken zur Entwicklung an die Hand zu geben, damit diese ihr Potenzial bestmöglich entfalten können. Ein großer Baustein spielt dabei der Orientierungsworkshop zu den Themen Führung und Selbstreflexion. Durch eine myGenius Lernreise wird ebenfalls das selbstgesteuerte Lernen der Teilnehmenden gefördert und unterstützt. Aufgrund der zunehmenden Führungsspannen wurde in diesem Jahr die Rolle des „Teamkoordinatoren“ definiert. Der Teamkoordinator unterstützt den Teamleiter als fachliche Führung dauerhaft, nicht nur im Vertretungsfall. Diese werden im Laufe des nächsten Jahres offiziell benannt und anschließend über ein Schulungskonzept für ihre neue Rolle vorbereitet. Personalentwicklung* Die individuelle Förderung und Weiterentwicklung der Mitarbeitenden sind der Bayernwerk-Gruppe wichtig. So fanden auch in 2023 eine Vielzahl an internen Schulungen (sowohl im Softskill-Bereich als auch technische Schulungen) und e-Learnings statt. Zur Vermittlung von fachspezifischem Wissen wurden zusätzlich Seminare bei externen Anbietern gebucht. Durch die vielfältigeren Möglichkeiten durch Online-Schulungen gelang es eine breitere Masse der Mitarbeitenden zu erreichen als bisher. Bewährte Formate wie zum Beispiel der Business Lunch fand großen Anklang, da es auch bei der Teilnehmerzahl keine Begrenzungen gab. 5. Klima-, Natur- und Umweltschutz* Nachhaltigkeit ist Kern unseres Geschäftsverständnisses Als eines von fünf Ankerthemen ist Nachhaltigkeit nun zentral in der Bayernwerksstrategie verankert. Die Bayernwerk-Gruppe hat Nachhaltigkeit für sich in den vier Eckpfeilern „Klima- und Umweltschutz“, „Nachhaltige Kundenlösungen“, „Partnerschaften und Kooperationen“ und „Arbeits- und Gesundheitsschutz“ definiert. Gemeinsam mit den Fachbereichen und der crossfunktionalen Freiwilligeninitiative in Form der „Nachhaltigkeitscommunity“ werden sukzessive alle notwendigen Projekte für das Erreichen der Nachhaltigkeitsziele angegangen. Im Eckpfeiler „Klima- und Umweltschutz“ wurde eine Roadmap zur Klimaneutralität bis 2030 erstellt. Ein Meilenstein konnte mit der Implementierung der ESG-Prozesse erreicht werden, wodurch das nichtfinanzielle Reporting systematisch sichergestellt ist. Im Bereich der Biodiversität wurden verschiedene Projekte begonnen, unter anderem erfolgte eine Antragstellung für ein europäisches Förderprojekt zur Renaturierung von Donauauen im HS-Bereich, die einen wertvollen Beitrag zum ökologischen Trassenmanagement liefern kann. Im Zuge des Klimaschutzes hat die Bayernwerk-Gruppe sich dazu entschlossen, im Zeitraum von 2020 bis 2025 den gesamten Fuhrpark des Unternehmens von rund 1.450 Fahrzeugen auf Elektromobilität umzustellen. Aufgrund des aktuellen Mangels an verfügbaren Transportern, musste dieses Ziel jedoch auf 500 Elektrofahrzeuge herabgesetzt werden. Bereits heute sind rund 250 Fahrzeuge rein elektrisch, lautlos und emissionsfrei unterwegs und darüber hinaus noch 40 Hybridfahrzeuge und 2 Wasserstofffahrzeuge.Am Standort Regensburg hat sich die Bayernwerk-Gruppe auch schon auf den neuen Fuhrpark eingestellt. Insgesamt verfügt der Standort nun über 70 Ladesäulen. Darüber hinaus wurden an den 19 Kundencenter insgesamt bereits 300 Ladesäulen installiert. Außerdem wurden an 52 Umspannwerken bis jetzt 63 Ladepunkte geschaffen. 6. Risiko- und Chancenmanagement Die frühzeitige Identifikation sowie die Steuerung von potenziellen Chancen und Risiken sind von zentraler Bedeutung für die nachhaltige erfolgreiche Entwicklung der Bayernwerk AG. Um dies zu gewährleisten, verfügen die Gesellschaft sowie ihre Tochtergesellschaften über ein unternehmensweit etabliertes Risikomanagementsystem. Dieses zeigt einerseits konkrete (Einzel-)Risiken und Ansatzpunkte zur Risikosteuerung auf, stellt andererseits entsprechende Chancen dar und fördert eine wertorientierte Unternehmensführung. Durch regelmäßige Überprüfungen und Anpassungen wird die Wirksamkeit des Risikomanagements gestützt. Strategisches Ziel der Bayernwerk AG ist es, über die Erfüllung der gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus das Risikobewusstsein auf allen Ebenen zu erhöhen, Risikoaspekte systematisch in unternehmerische Entscheidungen einzubeziehen, die Leistungsfähigkeit der internen Kontrollsysteme und des Berichtswesens stetig zu verbessern und damit eine wertorientierte Risikokultur auf allen Ebenen des Unternehmens zu etablieren. Darüber hinaus arbeitet die Bayernwerk-Gruppe kontinuierlich daran, die Instrumente und Methoden der Risikofrüherkennung, -bewertung und -steuerung zu verbessern und an die sich wandelnden Bedingungen im unternehmerischen Umfeld anzupassen. Bei der Bayernwerk AG ist das Risikomanagement mit den Controlling- und Reportingprozessen stark verzahnt. 7. Prognosebericht, Chancen und Risiken Der Prognosebericht enthält Aussagen über die erwartete, künftige Entwicklung der Bayernwerk AG und ihres Unternehmensumfeldes. Insbesondere die gegenwärtigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen bergen Unsicherheiten für die künftige wirtschaftliche Entwicklung. Daraus ergeben sich sowohl Chancen als auch Risiken für die Bayernwerk AG. 7.1. Wirtschaftliche und energiepolitische Rahmenbedingungen Laut dem Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) wird die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr leicht schrumpfen. Kürzungen bei den Staatsausgaben, höhere Abgaben und zusätzliche Unsicherheit über die weitere Förderung von Klimaschutzprojekten dürften den bremsenden Effekt von hohen Zinsen und verhaltener Entwicklung der Weltwirtschaft verstärken. Infolgedessen rechnet das IMK, mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahresdurchschnitt 2024 von 0,3 %. Der Verbraucherpreisindex wird 2024 voraussichtlich um 2,3 Prozentpunkte steigen und somit das Niveau der Rekordjahre 2022 und 2023 deutlich unterschreiten. Für 2024 wird eine Arbeitslosenquote von rund 5,5 % prognostiziert, womit sich diese in etwa auf dem Niveau des Vorjahres bewegt. 7.2. Erwartete Ertragslage Im Geschäftsjahr 2024 rechnet die Bayernwerk AG mit einem Ergebnis der Geschäftstätigkeit von rd. 630 Mio. € und somit mit einem Anstieg um rd. 257 Mio. €. Diese Erhöhung ist im Wesentlichen auf einen erwarteten, höheren Beteiligungsertrag aus der Bayernwerk Netz GmbH zurückzuführen. Dort wiederum lässt sich der erwartete Anstieg vor allem mit einer höheren Erlösobergrenze im Strom- und Gasbereich und geringeren Belastungen aus Rückstellungszuführungen im Vergleich zum Jahr 2023 begründen. Das Ergebnis der Bayernwerk AG hängt im Wesentlichen vom Geschäftsverlauf der Bayernwerk Netz GmbH ab. 7.3. Chancen Durch ein kontinuierliches Innovationsmanagement ergeben sich weitere Chancen. Hieraus entstehen insbesondere neue Produktentwicklungen, die genau auf die Kunden zugeschnitten sind und damit Wachstumschancen außerhalb des Netzgeschäftes generieren. Aktuell werden insbesondere Entwicklungen zum Thema Energieautarkie, z. B. in Verbindung mit Stromspeichern, vorangetrieben. Erste Zielgruppen stellen dabei Landwirte sowie Privathaushalte dar. Damit kann das bestehende Geschäft sinnvoll erweitert und die Ertragslage positiv beeinflusst werden. 7.4. Einzelrisiken Das bedeutsamste Risiko der Gesellschaft besteht in Unternehmensbeteiligungen. Ergänzend zu 7.3 ergeben sich im Vergleich zur Planung hier auch Chancen. Risiken aus Unternehmensbeteiligungen Von besonderer Bedeutung für die Bayernwerk AG ist das Risiko, dass die in der Planung unterstellten Beteiligungserträge der Tochtergesellschaften nicht erzielt werden. Zur Minimierung dieser Risiken gibt es bei der Bayernwerk AG ein etabliertes Beteiligungscontrolling und regelmäßigen Austausch mit den Beteiligungsgesellschaften. Finanzrisiken Risiken aus Zahlungsstromschwankungen und weitere Liquiditätsrisiken reduzieren sich mit der Einbindung der Bayernwerk AG in das Fonds- und Cashmanagement des E.ON-Konzerns. Bewertung der aktuellen Risikosituation Im Berichtszeitraum bestanden insgesamt weder bestandsgefährdende Risiken noch solche mit erheblichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens. Für das folgende Geschäftsjahr sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. 8. Erklärung zur Unternehmensführung Festlegungen zur Förderung der Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen nach § 76 Abs. 4 und § 111 Abs. 5 des Aktiengesetzes: Im Zusammenhang mit dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vom Mai 2015 wurden im Jahr 2022 neue Zielgrößen für den Frauenanteil mit einer Umsetzungsfrist bis zum 30. Juni 2027 beschlossen. Für den Aufsichtsrat der Bayernwerk AG gelten 30 % (Stand 31. Dezember 2023: 35 %) und für den Vorstand 33,3 % (Stand 31. Dezember 2023: 33,3 %). Für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands wurden 30 % (Stand 31. Dezember 2023: 25 %) und für die zweite Führungsebene wurde eine Ziel-Frauenquote von 50 % festgelegt (Stand 31. Dezember 2023: 11 %). Die Bayernwerk-Gruppe hat auch dieses Jahr ihr Ziel erreicht und 50 % der Executive Positionen weiblich besetzt. Gezieltes Suchen und Finden von Frauen in Führungspositionen auch unterhalb Executives ist uns ein Anliegen. Insbesondere im Ressort Technik konnten wir in diesem Jahr auch einige Teamleiterinnen (aus den eigenen Reihen) besetzen. Darüber hinaus zeigt sich eine erfolgreiche Berücksichtigung der Diversity Aspekte im Talentprozess. Durch die Objektivierung (Einführung eines wissenschaftlich fundierten Potentialtests) des Prozesses konnte der Frauenanteil signifikant gesteigert werden.
Regensburg, den 9. Februar 2024 Bayernwerk AG Der Vorstand Dr. Egon Leo Westphal Dr. Daniela Groher Albert Zettl Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Inhaltsverzeichnis Bilanz der Bayernwerk AG Gewinn- und Verlustrechnung der Bayernwerk AG Anhang der Bayernwerk AG Allgemeine Grundlagen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Aktiva Passiva Erläuterung zur Bilanz Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Haftungsverhältnisse Sonstige finanzielle Verpflichtungen Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Finanzergebnis Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn Sonstige Angaben Angaben nach Energiewirtschaftsgesetz Optionen auf Gesellschaftsanteile Durchschnittliche Beschäftigungszahl Nachtragsbericht Organe der Gesellschaft Organbezüge Honorar des Abschlussprüfers Entwicklung des Anlagevermögens Angaben zum Beteiligungsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB Bilanzder Bayernwerk AGscroll
Gewinn- und Verlustrechnungder Bayernwerk AGscroll
Anhangder Bayernwerk AGAllgemeine Grundlagen Die Bayernwerk AG mit Sitz in Regensburg wird beim Amtsgericht Regensburg unter der Nummer HRB 9119 im Handelsregister geführt. Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in Verbindung mit dem Aktiengesetz (AktG) sowie des Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (EnWG) aufgestellt. Die Bayernwerk AG ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt, die Beträge werden in Tausend Euro (T€) angegeben. Abgerundete Beträge kleiner 1 T€ werden dabei mit 0 T€ und Nullwerte mit - T€ angegeben. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, werden einzelne Posten gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die sonstigen Steuern werden im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen. Die Bayernwerk AG erbringt energiespezifische Dienstleistungen innerhalb einer Gruppe verbundener Elektrizitäts- und Gasunternehmen und fällt damit unter § 6b EnWG. Gemäß § 291 HGB ist die Bayernwerk AG von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht gemäß § 290 HGB aufzustellen, befreit. Die Bayernwerk AG und ihre Tochterunternehmen werden in den befreienden Konzernabschluss der E.ON SE, Essen (HRB 28196), einbezogen. Die E.ON SE ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden nach § 325 HGB im Unternehmensregister bekannt gemacht. Die E.ON SE stellt den Konzernabschluss entsprechend § 315e HGB nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften auf, wie sie von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der Europäischen Union übernommen wurden (IFRS). Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Aktiva Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und bei zeitlich begrenzter Nutzung planmäßig linear abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen die folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde: scroll
Abnutzbare Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als 250 € und bis zu 800 € werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Abnutzbare Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten 250 € nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr voll aufwandswirksam berücksichtigt. Davon abweichend werden moderne Messeinrichtungen unabhängig von der Höhe ihrer Anschaffungskosten aktiviert und über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Bei Wegfall der Gründe werden Wertaufholungen vorgenommen. Verzinsliche Ausleihungen werden mit ihren Nennwerten, langfristige unverzinsliche und unterverzinsliche Ausleihungen mit ihren Barwerten bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nennbeträgen abzüglich angemessener Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt. Forderungen für noch nicht in Rechnung gestellte Lieferungen und Leistungen werden mittels anerkannter Schätzverfahren zum Bilanzstichtag abgegrenzt. Flüssige Mittel werden zum Nennwert bilanziert. Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der betrieblichen Altersversorgung der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel in Fondsanteilen angelegt. Die Fondsanteile werden vom E.ON Pension Trust e.V., Essen, treuhänderisch für die Bayernwerk AG verwaltet. Ferner bestehen Ansprüche aus rückgedeckten Pensionsverpflichtungen gegen die Allianz Lebensversicherungs-AG, Berlin. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Das Deckungsvermögen teilt sich auf in am aktiven Markt gelistetes Vermögen (ca. 63,8 %) und nicht am aktiven Markt gelistetes Vermögen (ca. 36,2 %). Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wird, soweit es sich um am aktiven Markt gelistetes Vermögen handelt, durch die beauftragten Verwaltungsgesellschaften unter Zuhilfenahme von Börsenkursen bewertet. Sofern es sich um nicht am aktiven Markt gelistetes Vermögen handelt, werden die Werte mit Hilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden, wie zum Beispiel des Discounted-Cash-Flow-Verfahrens bei Immobilienbewertungen, unter Verwendung branchenspezifischer Annahmen zum Abschlussstichtag abgeleitet. Die jeweilige Verwaltungsgesellschaft respektive die dort beauftragten Gutachter legen die Bewertungsannahmen, wie Zinssätze, fest. Die Rückdeckungsversicherung bei der Allianz Lebensversicherungs-AG wird mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die betreffenden Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Sie sind gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen zu verrechnen. Entsprechend wird mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus Zinseffekten und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren. Der sich ergebende Verpflichtungsüberhang wird unter den Rückstellungen erfasst. Der die Verpflichtungen übersteigende beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wird als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen. Passiva Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken im Rahmen der handelsrechtlichen Vorschriften ausreichend Rechnung und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer originären Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Die Bewertung der Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft unter Berücksichtigung eines Gehalts-/Karrieretrends und einer Rentendynamik. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen sowie der Deputate, die Altersversorgungscharakter haben, wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Die Bewertung der vergleichbar langfristig fälligen sonstigen Rückstellungen erfolgt ebenfalls nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode) unter Berücksichtigung eines Gehalts-/Karrieretrends. Zur Diskontierung der Jubiläums- und Treueurlaubsverpflichtungen sowie für Sterbegeldverpflichtungen wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzins der vergangenen sieben Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Zur Abzinsung der Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen und dem Altersteilzeitpotential, Vorruhestandsvereinbarungen und dem Vorruhestandspotential werden den Restlaufzeiten entsprechende durchschnittliche Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre zugrunde gelegt. Der für diese Durationen maßgebliche Zins wurde mittels linearer Interpolation aus den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen abgeleitet. Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2018 G von K. Heubeck zugrunde. Als Bewertungsendalter werden grundsätzlich die frühestmöglichen Altersgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung unter Berücksichtigung der Regelungen des RV-Altersgrenzenanpassungsgesetzes vom 20. April 2007 herangezogen. Für Mitarbeiter mit abgeschlossenen Altersteilzeit- oder Vorruhestandsvereinbarungen wird das vertraglich vereinbarte Endalter berücksichtigt. Des Weiteren werden branchenübliche Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet. Der Rückstellungsbewertung liegen folgende Annahmen zugrunde: scroll
Aus der Übernahme von Versorgungsverpflichtungen im Rahmen des Mitarbeiterwechsels im E.ON-Konzern bestehen Freistellungsansprüche gegenüber der E.ON SE, Essen. Bis zum 28. August 2023 bestanden diese Freistellungsansprüche gegenüber der MEON Pensions GmbH & Co. KG, Essen (MEON). Das Gesellschaftsvermögen der MEON ist am 28. August 2023 im Rahmen der Gesamtrechtsnachfolge auf die E.ON SE angewachsen. Die Bewertung der Freistellungsforderung erfolgt analog der Bewertung der zugrundeliegenden Versorgungsverpflichtung. Die Freistellungsforderung wird unter den Ausleihungen im Finanzanlagevermögen ausgewiesen. Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erläuterung zur Bilanz Anlagevermögen Die in der Bilanz zusammengefasst ausgewiesenen Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr werden in einer gesonderten Aufstellung - Entwicklung des Anlagevermögens - dargestellt. Sie ist integraler Bestandteil des Anhangs. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der Bayernwerk AG ist in einer gesonderten Aufstellung - Anteilsbesitzliste - ersichtlich, die integraler Bestandteil des Anhangs ist. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände scroll
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit 352.389 T€ (Vorjahr 188.541 T€) das konzerninterne Cash-Pooling mit der E.ON SE sowie Forderungen gegen die Bayernwerk Netz GmbH aus der Gewinnabführung in Höhe von 15.525 T€ (Vorjahr Verbindlichkeit in Höhe von 91.499 T€). Der Wert ergibt sich aus der Aufrechnung einer Termingeldanlage mit der Gewinnabführung und den Steuerumlagen. Die Aufrechnung wurde vereinbarungsgemäß zum 31. Dezember 2023 wirksam. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Aus der Verrechnung des beizulegenden Zeitwerts des Deckungsvermögens im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag, der sich wie folgt zusammensetzt: scroll
Die Anschaffungskosten der Fondsanteile betragen 8.840 T€. Eigenkapital Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag 320.000 T€ und ist eingeteilt in 320.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag). Es ergibt sich ein rechnerischer Wert in Höhe von 1 € pro Stückaktie. Die E.ON Beteiligungen GmbH hat gemäß § 20 AktG mitgeteilt, dass ihr eine Mehrheitsbeteiligung (100 %) an der Bayernwerk AG gehört. Die Kapitalrücklage enthält Beträge gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB (Betrag, der über dem Nennbetrag für Anteile liegt) in Höhe von 301.481 T€. Die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB (Betrag von anderen Zuzahlungen in das Eigenkapital) beträgt 795.192 T€. Die Gewinnrücklagen entfallen vollständig auf andere Gewinnrücklagen. Ein abführungsgesperrter Betrag gemäß § 268 Abs. 8 HGB resultiert zum Bilanzstichtag aus der Bewertung des Deckungsvermögens zum beizulegenden Zeitwert und beläuft sich auf 2.356 T€. Dieser ist durch frei verfügbare Rücklagen gedeckt. Somit kommt die Abführungssperre nicht zur Anwendung. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,82 % p.a.) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 % p.a.) beträgt zum Bilanzstichtag 519 T€. Eine Abführungssperre besteht für diesen Sachverhalt nicht. Rückstellungen scroll
Die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab. Die Finanzierung erfolgt teils durch den Arbeitgeber und im Rahmen von Gehaltsumwandlungen teils durch die Arbeitnehmer. scroll
Die Anschaffungskosten der Fondsanteile betragen 21.635 T€. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen für Vorruhestands-, Altersteilzeitpotential- und sonstige Personalzahlungen sowie diverse sonstige betriebliche Risiken. Bei den Rückstellungen von Altersteilzeitverträgen wurde im Vorjahr der auf den Erfüllungsrückstand entfallende Teil mit den Festgeldanlagen bzw. liquiden Mitteln beim Energie-Sicherungstreuhand e.V., Hannover, wie folgt verrechnet: scroll
Der beizulegende Zeitwert der Festgeldanlagen stimmt mit den Anschaffungskosten überein. Verbindlichkeiten scroll
Alle Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind ungesichert. Haftungsverhältnisse Aus Gewährleistungsverträgen und Bürgschaften resultieren 5.978 T€ Verpflichtungen. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird jeweils als gering eingeschätzt. Diese Einschätzung beruht vor allem auf Bonitätsbeurteilungen der Primärverpflichteten sowie auf Erkenntnissen vergangener Geschäftsjahre. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf 16.283 T€. Hiervon entfallen 15.924 T€ auf verbundene Unternehmen. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Verpflichtungen aus Mietverträgen und Kreditzusagen. Die Gesellschaft verpflichtete sich im Rahmen des Treuhandvertrags Past Service gegenüber dem E.ON Pension Trust e.V. fortlaufend genügend Treuhandvermögen zur Sicherung der Versorgungsverpflichtungen zu übertragen. Sofern keine ausreichende Sicherung vorliegt, hat der E.ON Pension Trust e.V. einen Anspruch auf Übertragung von Treuhandvermögen gegenüber der Gesellschaft. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse scroll
Die Umsätze werden ausschließlich im Inland erzielt. Die Umsatzerlöse enthalten 70 T€ periodenfremde Erlöse. Diese resultieren aus sonstigen Umsatzerlösen. Sonstige betriebliche Erträge scroll
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten 6.814 T€ periodenfremde Erträge. Diese setzen sich vor allem aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträgen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens zusammen. Materialaufwand scroll
Personalaufwand scroll
Abschreibungen Die Abschreibungen entfallen ausschließlich auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen. Sonstige betriebliche Aufwendungen scroll
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Fremdlieferungen und -leistungen, Werbekosten, vertragliche Verlustübernahmen sowie Freistromverpflichtungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten 155 T€ periodenfremde Aufwendungen, davon betreffen 7 T€ die sonstigen Steuern. Finanzergebnis scroll
Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen betreffen die Bayernwerk Netz GmbH. Hier sind Erträge aus Steuerumlagen in Höhe von 138.722 T€ (Vorjahr 27.553 T€) enthalten. In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen ist auch der Nettoertrag (im Vorjahr Nettoaufwand in Höhe von 5.184 T€) aus der Verrechnung der Aufwendungen für die Aufzinsung von Pensions- und langfristigen Personalrückstellungen mit den Aufwendungen und Erträgen aus dem entsprechenden Deckungsvermögen enthalten. Dieser setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Posten enthält die Steuerumlagen von der E.ON Beteiligungen GmbH für Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn Im Rahmen des Gewinnabführungsvertrages werden 234.380 T€ Gewinn an die E.ON Beteiligungen GmbH abgeführt. Sonstige Angaben Angaben nach Energiewirtschaftsgesetz Es bestanden folgende Geschäfte größeren Umfangs gemäß § 6b Abs. 2 EnWG:
Optionen auf Gesellschaftsanteile Die Bayernwerk AG hat vertragliche Vereinbarungen mit Kooperationspartnern im Zuge gemeinsam errichteter Gesellschaften getroffen. Es bestehen Rechte der Partner, zusätzliche Anteile an den Gesellschaften zu einem vertraglich fixierten Ausübungszeitpunkt oder -zeitraum zu erwerben (Kaufoptionen). Insgesamt bestehen zum Stichtag 31. Dezember 2023 vier Kaufoptionen. Des Weiteren hat die Bayernwerk AG Vereinbarungen über eine Put-Option abgeschlossen, welche das Recht einräumt, die jeweilige Beteiligung zu vertraglich fixierten Ausübungszeitpunkten zu veräußern. Die Ausübungspreise der Optionen werden jeweils zum Erwerbszeitpunkt einvernehmlich festgelegt. Sollte dies scheitern, wird gemeinsam eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt, die den Ertragswert verbindlich festsetzt. Eine Ermittlung der einzelnen Optionswerte ist auf Grund fehlender Marktgängigkeit der zugrundeliegenden Anteile nicht möglich. Die Optionen haben zum Stichtag keinen Buchwert. Durchschnittliche Beschäftigungszahl scroll
Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 liegen nicht vor. Organe der Gesellschaft Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat der Bayernwerk AG setzt sich wie folgt zusammen: Harald Heß Vorsitzender des Aufsichtsrats Senior Vice President Energy Networks & Innovation, E.ON SE Horst Heid Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, ab 26. Januar 2023 Vorsitzender des Betriebsrats der Region Unterfranken2) Dr. Günter von Au Selbstständiger Berater Christian Bickel Vorsitzender des Betriebsrats der Region Oberfranken1) Dr. Uwe Brandl Präsident des Bayerischen Gemeindetags Hanjo During, ab 10. Januar 2023 Head of System Technology & Operations, E.ON SE Alexander Gröbner ver.di, Bezirksgeschäftsführer Bezirk Oberpfalz Lothar Haberzeth Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der Region Ostbayern2) Dr. Olaf Heinrich Bezirkstagspräsident von Niederbayern Erster Bürgermeister der Stadt Freyung Tanja Kagerer Stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrats der Region Ostbayern1) Peter Ketterl, ab 2. Januar 2023 Leiter der Region Ostbayern2) Luise Klemens ver.di, Landesbezirksleiterin Bayern Prof. Dr. Andrea Klug Professorin an der Technischen Hochschule Ingolstadt Gertrud Maltz-Schwarzfischer Oberbürgermeisterin der Stadt Regensburg Martin Marcinek Landesfachbereichsleiter Ver- und Entsorgung der Gewerkschaft ver.di in Bayern Kerstin Pankow Bereichsleiterin Kaufmännische Funktionen der E.DIS Netz GmbH Dr. Stefan Richter, ab 6. Juni 2023 Head of Regulatory Management & Grid Economics, E.ON SE Richard Schlamp Vorsitzender des Betriebsrats der Region Oberbayern1) Indra Theisen Senior Manager Corporate Strategy der E.ON SE Sabine Voit, ab 2. Januar 2023 Stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrats der Region Oberbayern1) Ewald Woste, bis 31. März 2023 Unternehmensberater 1) Bayernwerk AG/Bayernwerk Netz GmbH/Bayernwerk Natur GmbH 2) Bayernwerk AG/Bayernwerk Netz GmbH Vorstand Der Vorstand der Bayernwerk AG setzt sich wie folgt zusammen: Dr. Egon Leo Westphal Vorsitzender des Vorstands Ressort Vorstandsvorsitz / Technik Ressort Finanzen, von 1. Januar bis 31. Januar 2023 Dr. Daniela Groher Mitglied des Vorstands, ab 1. Februar 2023 Ressort Finanzen Albert Zettl Mitglied des Vorstands Ressort Markt / Personal Organbezüge Aufsichtsratsbezüge Insgesamt wurden dem Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 263 T€ Bezüge gewährt. Vorstandsbezüge Die Gesamtvergütung des Vorstands der Bayernwerk AG beläuft sich im Jahr 2023 auf insgesamt 1.513 T€. In den Bezügen sind 289 T€ aktienbasierte Vergütungen (beizulegender Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung) enthalten. Diese beinhalten 31.112 Stück eingeräumte virtuelle Aktien aus dem E.ON Performance Plan. Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen betragen im Jahr 2023 352 T€. Für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sind insgesamt 7.160 T€ zurückgestellt. Honorar des Abschlussprüfers Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers sind in der Gesamtangabe im Konzernabschluss der E.ON SE enthalten. Entwicklung des Anlagevermögensscroll
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Angaben zum Beteiligungsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB scroll
1) Neugründung 2023: Jahresabschluss liegt noch nicht vor 2) Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag 3) Ergebnisabführungsvertrag 4) Unternehmen, deren unbeschränkt haftender Gesellschafter Bayernwerk Natur GmbH gem. § 285 Nr. 11a HGB ist 5) Ergebnis 31.12.2021 6) Ergebnis 30.09.2022 7) Verlustübernahme
Regensburg, den 09. Februar 2024 Bayernwerk AG Der Vorstand Dr. Egon Leo Westphal Dr. Daniela Groher Albert Zettl Tätigkeiten gemäß § 6b Abs. 3 EnWG der Bayernwerk AG 2023Bilanz der Bayernwerk AGElektrizitätsverteilung scroll
Gasverteilung scroll
Gewinn- und Verlustrechnung der Bayernwerk AGElektrizitätsverteilung scroll
Gasverteilung scroll
Tätigkeiten gemäß § 6b Abs. 3 EnWG der Bayernwerk AGI Erläuterungen gemäß § 6b Abs. 3 EnWG der Bayernwerk AG für 2023 II Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen der Tätigkeitsbereiche gemäß § 6b Abs. 3 S. 1 und 2 EnWG für das Geschäftsjahr 2023 III Anlagenspiegel zu den erstellten Tätigkeitsabschlüssen für das Geschäftsjahr 2023 I Erläuterungen gemäß § 6b Abs. 3 EnWG der Bayernwerk AG für 2023 1 Grundlage Gemäß § 6b Abs. 3 EnWG haben vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen einschließlich rechtlich selbständiger Unternehmen, die zu einer Gruppe verbundener Elektrizitäts- oder Gasunternehmen gehören und mittelbar oder unmittelbar energiespezifische Dienstleistungen erbringen getrennte Konten für jede ihrer Tätigkeiten in den nachfolgend aufgeführten Bereichen so zu führen, wie dies erforderlich wäre, wenn diese Tätigkeiten von rechtlich selbständigen Unternehmen ausgeführt würden: Katalogtätigkeiten gemäß § 6b Abs. 3 S. 1 und 2 EnWG:
Sonstige Tätigkeiten gemäß § 6b Abs. 3 Satz 3 und 4 EnWG:
Die Gesellschaft hat für die Katalogtätigkeiten gemäß § 6b Abs. 1 S. 1 und 2 EnWG Tätigkeitsabschlüsse (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Erläuterungen) erstellt. Die Systematik zur Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse der Katalogtätigkeiten ist im Folgenden erläutert. Im Anschluss an die Erläuterungen findet sich eine Darstellung der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und der Anlagenspiegel nach Tätigkeitsbereichen. In diesem Dokument werden die Grundsätze zur Zuordnung der GuV-Posten und der Bilanz beschrieben. Die Tätigkeitsabschlüsse werden unter Berücksichtigung der im Anhang der Gesellschaft dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Ausgangspunkt für die Kontentrennung aller Tätigkeiten gemäß § 6b Abs. 3 EnWG und die Erstellung der Tätigkeitsabschlüsse bildet der Jahresabschluss der Bayernwerk AG (BAG). 2 Erläuterungen zur Bilanz Ausgehend von der handelsrechtlichen Bilanz wird die Kontentrennung der Tätigkeiten „Elektrizitäts- und Gasverteilung“ abgebildet. Wenn die direkte Zuordnung der Konten nicht möglich ist, wird anhand eines sachgerechten Schlüssels eine Verteilung des entsprechenden Kontos auf die verschiedenen Tätigkeiten vorgenommen. Dabei kommen insbesondere Personalschlüssel zur Anwendung. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und bei zeitlich begrenzter Nutzung planmäßig linear abgeschrieben. Immaterielles Vermögen sowie technische Anlagen und Maschinen werden direkt dem Sonstigen zugewiesen, während Betriebs- und Geschäftsausstattung anhand einer sachgerechten Schlüsselung auch anteilig der Elektrizitäts- und Gasverteilung zugeordnet wird. Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen enthalten neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen die folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde: scroll
Abnutzbare Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als 250 € und bis zu 800 € werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Abnutzbare Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten 250 € nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr voll aufwandswirksam berücksichtigt. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Bei Wegfall der Gründe werden Wertaufholungen vorgenommen. Verzinsliche Ausleihungen werden mit ihren Nennwerten, langfristige unverzinsliche und unterverzinsliche Ausleihungen mit ihren Barwerten bilanziert. Die in den Finanzanlagen enthaltenen Anteile und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen bzw. Beteiligungen werden nicht den Tätigkeitsbereichen zugewiesen, da diese bei der BAG nicht dem Elektrizitäts- bzw. Gasverteilnetz dienen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nennbeträgen abzüglich angemessener Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt. Forderungen für noch nicht in Rechnung gestellte Lieferungen und Leistungen werden mittels anerkannter Schätzverfahren zum Bilanzstichtag abgegrenzt. Flüssige Mittel werden zum Nennwert bilanziert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände, sowie flüssige Mittel werden nicht dem Elektrizitäts- und Gasverteilnetz zugewiesen, da diese ausschließlich den anderen Aktivitäten zurechenbar sind. Zum Bilanzausgleich sind in den Tätigkeiten „Elektrizitätsverteilung“ und „Gasverteilung“ verzinsliche Finanzforderungen gegenüber verbundenen Unternehmen laut nachfolgender Tabelle zugeordnet. scroll
Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ergibt sich aus der Verrechnung der Deckungsvermögen im Zusammenhang mit Versorgungsverpflichtungen, die durch den Treuhandvertrag Past Service gesichert sind. Die Aufteilung auf die Tätigkeiten erfolgt im Berichtsjahr anhand sachgerechter Schlüsselung. Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage werden den einzelnen Katalogtätigkeiten und sonstigen Tätigkeiten mit festen Beträgen zugeordnet. Die Zuordnung der Rückstellungen zu den Tätigkeiten erfolgt, sofern das betrachtete Konto nicht eindeutig zuordenbar ist, gemäß der Analyse der zugrunde liegenden Einzelsachverhalte. Dabei werden die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die sonstigen Personalrückstellungen im Tätigkeitsabschluss erstmalig nach dem Personalschlüssel „SPG“ verteilt. In den Vorjahren erfolgte eine Verteilung der Personalrückstellungen anhand des Personalschlüssel „SPI“. Diese Anpassung führt zu einer Verschiebung der Zuordnung der Rückstellungen vom Bereich „Sonstiges“ zu „Elektrizitätsverteilung“. Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung werden mit dem Personalschlüssel auf die Tätigkeiten verteilt. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden direkt dem Sonstigen zugewiesen. Die in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen Lohn- und Kirchensteuerverbindlichkeiten werden nach dem Personalschlüssel geschlüsselt. Für weitere Steuerverbindlichkeiten erfolgt so weit wie möglich eine einzelpostengenaue Zuordnung. Auch die übrigen sonstigen betrieblichen Verbindlichkeiten werden - falls möglich - kontengenau direkt zugeordnet. In allen anderen Fällen resultiert die Zuordnung aus einem Personalschlüssel. In den Verbindlichkeiten sind folgende Posten enthalten: scroll
Innerbetriebliche Leistungsverrechnungen gemäß IDW RS EFA 1 Tz 71 liegen nicht vor. 3. Erläuterungen der Kontentrennung zur Gewinn- und Verlustrechnung Grundlage zur Trennung der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung des Gesamtunternehmens auf Tätigkeiten bilden die buchungstechnischen Vorgänge der Finanzbuchhaltung (externes Rechnungswesen). Mit der Buchung der einzelnen Geschäftsvorfälle werden sowohl die handelsrechtlichen Konten der Gewinn- und Verlustrechnung als auch die in der internen Kostenrechnung geführten Kontierungselemente vorgegeben. Die Kontierungselemente stellen eine für das Gesamtunternehmen festgelegte Struktur von Maßnahmen und Organisationseinheiten dar, die entsprechend ihrer inhaltlichen und charakteristischen Funktionalität zu logischen Organisationseinheiten zusammengefasst werden. Die direkt auf den Kontierungselementen gebuchten Kosten und Erlöse werden je Kostenart ermittelt. Dazu erfolgt die Betrachtung der Einzelposten innerhalb der Datengrundlage. Nachdem eine direkte Zuordnung zu den einzelnen Tätigkeitsbereichen bei den meisten Kostenarten nicht möglich ist, erfolgt die Zuordnung der Konten gemäß § 6b Abs. 3 S. 5 durch eine Schlüsselung. Für die angemessene und sachgerechte Zurechnung der GuV werden im Wesentlichen nachfolgende Schlüssel angewendet:
Für Sachverhalte, die auf Basis des Personals geschlüsselt werden, werden die Personalschlüssel „SPI“ und „SPG“ angewendet. Dabei stellt der Personalschlüssel „SPI“ die Aufteilung des Personals auf Basis der Mitarbeiterkapazitäten dar. Der Personalschlüssel „SPG“ enthält darüber hinaus eine monetäre Gewichtung der Personalkosten. Die Abschreibungen auf Sachanlagevermögen werden seit 2022 nicht mehr mit dem Dienstleistungsschlüssel geschlüsselt. Die Zuordnung der Abschreibung erfolgt gemäß der Zuordnung des Sachanlagevermögens in der Bilanz. Die auf Betriebs- und Geschäftsausstattung entfallenden Abschreibungen werden mit Hilfe des Personalschlüssels den Tätigkeiten Strom, Gas und Sonstiges zugeordnet. Die auf die übrigen Anlagen entfallenden Abschreibungen werden wie in der Bilanz der Tätigkeit Sonstiges zugeordnet. Die Steuern werden entsprechend dem Ergebnis vor Steuern auf die Tätigkeiten verteilt. Die Aktivität „Elektrizitätsverteilung“ umfasst alle aufwandsgleichen Kosten und kostenmindernden Erlöse, die direkt oder anteilig (Schlüsselung) durch die Erbringung der Dienstleistung für die Bayernwerk Netz GmbH verursacht werden. Die Aktivität „Elektrizitätsverteilung“ entspricht damit der gleichlautenden Katalogtätigkeit. Gleiches gilt für die Katalogtätigkeit „Gasverteilung“. Anlagespiegel für das Geschäftsjahr 2023Strom scroll
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Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Bayernwerk AG, Regensburg Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Bayernwerk AG, Regensburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bayernwerk AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt „Sonstige Informationen“ unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Der Vorstand ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung und Gasverteilung nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.
Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den IDW Qualitätsmanagementstandard: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Der Vorstand ist verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Der Vorstand ist auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG. Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig erachtet hat, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung des Vorstands für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt „Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht“ hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG. Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Regensburg, den 9. Februar 2024 KPMG AG Querfurth, Wirtschaftsprüfer Woche, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat im Berichtszeitraum die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er ist vom Vorstand regelmäßig schriftlich und mündlich über den Gang der Geschäfte, die beabsichtigte Geschäftspolitik und die relevanten Geschäftsvorfälle informiert worden. Der Aufsichtsrat hat hierüber mit dem Vorstand beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Der Aufsichtsrat hat dabei eng mit dem Vorstand zusammengearbeitet, ihn bei der Geschäftsführung der Gesellschaft regelmäßig beraten und seine Maßnahmen anhand der Berichte des Vorstands überwacht. Im Geschäftsjahr 2023 fand neben den drei ordentlichen Sitzungen des Aufsichtsrats eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats statt. Die außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats fand als Konferenzschaltung über Microsoft Teams statt, die ordentlichen Sitzungen wurden in Präsenz abgehalten. In seinen Beratungen befasste sich der Aufsichtsrat regelmäßig mit der wirtschaftlichen Lage und der Entwicklung der Gesellschaft. Besondere Schwerpunkte bildeten neben dem Jahresabschluss 2022 und der Planung für das Jahr 2024 die Bereiche Netzaus- und -umbau vor dem Hintergrund des weiterhin enormen Anstiegs der Einspeiseanfragen, welche sich im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt verdoppelt hatten. Ebenso im Mittelpunkt standen der Rekord der Photovoltaik-Energie, der erkennen ließ, dass der Ausbau der Erneuerbaren mit enormer Geschwindigkeit voranschreitet, das Regulierungsmanagement, das Konzessionswesen sowie die weitere Erschließung marktorientierter Geschäftsfelder. Ferner beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit dem Kauf der Kraftwerke Haag Netz GmbH (KWH Netz), den Anforderungen des Osterpakets sowie Fragen der Personalentwicklung und der Arbeitssicherheit mit der neu entwickelten HSE-Roadmap. Darüber hinaus spielte das Themenfeld Corporate Governance mit den Aspekten Risikoeinschätzung, Revision und Compliance eine wesentliche Rolle. Das Gremium widmete sich dem Ergebnis der Kostenprüfung Strom für das Ausgangsniveau der 4. Regulierungsperiode sowie den wesentlichen Leistungskennzahlen für die Umsetzung der „entfesselten Energiewende“ für die Jahre 2023 bis 2027. Die Gründung der Bayernwerk Asset- und Projektservice GmbH sowie der erfolgreiche Start von SPACE und iConnect wurden in den Aufsichtsratssitzungen behandelt. Weitere Themen der Beratung des Aufsichtsrats waren die neu geschaffene SOKO Naabtal, die SOKO Personal und das Projekt Digital Recruiting Dashboard sowie das Prinzip der Bayernwerk Akademie. Außerdem waren das Wachstumsprojekt OSKAR, das bag2future-Programm sowie das neue Konzept Bayernwerk Energiebringer Gegenstände der Sitzungen. Das Gremium befasste sich mit den steigenden Netzentgelten und mit neuen Formaten, wie beispielsweise Kommunal.Info oder Bayern.Netzwerken. Der Aufsichtsrat stimmte der unbefristeten Bestellung von Herrn Nick Seeger zum Geschäftsführer der Bayernwerk Natur GmbH, als Nachfolger von Herrn Werner Dehmel, mit Wirkung zum 1. März 2023 zu. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat zwischen den Gremiensitzungen mit dem Vorstand bedeutsame Einzelvorgänge erörtert. Das Präsidium des Aufsichtsrats ist im Geschäftsjahr 2023 zu insgesamt drei Sitzungen zusammengetreten. Es befasste sich dabei im Wesentlichen gemäß den Regelungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsbezüge mit der Höhe der Vorstandsbezüge und dem Vergütungssystem. Außerdem bereitete es Vergütungsentscheidungen des Aufsichtsrats vor und war für sonstige Vorstandsangelegenheiten zuständig. Der Prüfungs-, Bilanz- und Finanzausschuss kam zweimal zu Sitzungen zusammen. Der Ausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG ist nicht tätig geworden. Der Aufsichtsrat hat auf Grundlage eines entsprechenden Beschlusses der Hauptversammlung der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den Auftrag zur Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts erteilt. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass die interne Rechnungslegung im Sinne der energiewirtschaftsrechtlichen Vorschriften ordnungsgemäß erfolgt. Der Bericht des Abschlussprüfers zum Jahresabschluss und Lagebericht ist den Mitgliedern des Aufsichtsrats im Auftrag des Aufsichtsratsvorsitzenden durch den Vorstand der Gesellschaft rechtzeitig vor der Bilanzsitzung ausgehändigt worden, er wurde in die Aussprache und Prüfung des Jahresabschlusses einbezogen. Der Abschlussprüfer hat an der Beratung des Aufsichtsrats über den Jahresabschluss teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und zu weiteren Auskünften zur Verfügung gestanden. Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung durch den Aufsichtsrat sind Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht nicht zu erheben. Demgemäß hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat ferner dem Vorstand seine Zustimmung erteilt, den Jahresabschluss der Bayernwerk Netz GmbH zum 31. Dezember 2023 festzustellen. Ein Mitglied des Aufsichtsrats hatte im Geschäftsjahr 2023 an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Herr Albert Zettl hatte sein Mandat im Aufsichtsrat mit Wirkung zum 31. Dezember 2022 niedergelegt; Herr Wolfgang Krusche ist zum 31. Dezember 2022 in den Ruhestand getreten und in diesem Zuge auch aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Auf diese beiden vakanten Mandate wurden Frau Sabine Voit und Herr Peter Ketterl als Vertreter der Arbeitnehmer am 2. Januar 2023 gerichtlich in den Aufsichtsrat nachbestellt. Nachdem Herr Hartmut Geldmacher sein Mandat im Aufsichtsrat der Bayernwerk AG ebenfalls zum 31. Dezember 2023 niedergelegt hat, wurde Herr Hanjo During als Vertreter der Anteilseigner am 10. Januar 2023 in einer außerordentlichen Hauptversammlung der Bayernwerk AG in den Aufsichtsrat gewählt. Herr Ewald Woste hatte sein Mandat im Aufsichtsrat mit Wirkung zum 31. März 2023 niedergelegt. Mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung am 6. Mai 2023 endete die turnusmäßige Amtszeit des Aufsichtsrates. Die Hauptversammlung der Bayernwerk AG wählte am 6. Mai 2023 als Vertreter der Anteilseigner folgende Personen zu Mitgliedern des Aufsichtsrats: Herr Dr. Günter von Au, Selbstständiger Berater, Herr Dr. Uwe Brandl, Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Präsident des Bayerischen Gemeindetags und ehemals Erster Bürgermeister der Stadt Abensberg Herr Hanjo During, Head of System Technology & Operations der E.ON SE, Herr Dr. Olaf Heinrich, Bezirkstagspräsident von Niederbayern, Erster Bürgermeister der Stadt Freyung, Herr Harald Heß, Senior Vice President Energy Networks Technology & Innovation der E.ON SE, Frau Prof. Dr. Andrea Klug, Professorin an der Technischen Hochschule Ingolstadt, Frau Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Oberbürgermeisterin der Stadt Regensburg, Frau Kerstin Pankow, Bereichsleiterin kfm. Funktionen der E.DIS Netz GmbH, Herr Dr. Stefan Richter, Leiter Regulierungsmanagement und Netzwirtschaft der E.ON SE und Frau Indra Theisen, Leiterin Corporate Strategy / Segment Strategy Customer Solutions der E.ON SE. Die Wahl der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat fand im Zeitraum 25. bis 28 April 2023 statt. Als Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat wurden folgende Personen gewählt: Herr Christian Bickel, Vorsitzender des Betriebsrats der Region Oberfranken der Bayernwerk AG, Herr Alexander Gröbner, ver.di - Bezirksgeschäftsführer des Bezirks Oberpfalz, Herr Lothar Haberzeth, Vorsitzender des Betriebsrats der Region Ostbayern der Bayernwerk AG, Herr Horst Heid, Vorsitzender des Betriebsrats der Region Unterfranken der Bayernwerk AG, Frau Tanja Kagerer, Stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrats der Region Ostbayern der Bayernwerk AG, Herr Peter Ketterl, Vorsitzender des Sprecherausschusses der leitenden Angestellten der Bayernwerk AG, Frau Luise Klemens, ver.di - Landesbezirksleiterin Bayern, Herr Martin Marcinek, ver.di - Landesfachbereichsleiter Finanzdienste, Kommunikation und Technologie, Kultur, Ver- und Entsorgung, Herr Richard Schlamp, Vorsitzender des Betriebsrats der Region Oberbayern der Bayernwerk AG und Frau Sabine Voit, Stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrats der Region Oberbayern der Bayernwerk AG. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Ewald Woste für seinen langjährigen Einsatz zum Wohle des Unternehmens. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeitenden seinen Dank und seine Anerkennung für ihre im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit aus.
Regensburg, 20. März 2024 Harald Heß, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
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