Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 28154
Vorher
Charge-ON GmbH
Eingetragen
18.5.2017
Branche
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernHerstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Die Entwicklung, Vermarktung, Installation, Wartung und der Betrieb von Ladeinfrastruktur und zugehörigen Dienstleistungen, Produkten und Produktbündeln sowie die Steuerung von Geschäften im Bereich der (Elektro)-Mobilität im In- und Ausland. Die erstellten und vermarkteten Produkte und Dienstleistungen können dabei auch wesentliche Bestandteile aus anderen Bereichen wie insb. Software oder Lieferung von Energie enthalten, die mit dem Unternehmensgegenstand zusammenhängen oder geeignet sind, diesen direkt oder indirekt zu fördern. Das Unternehmen kann auch Kooperationen zur Bearbeitung dieser Themen eingehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stephan Löhr
seit 7.10.2025
Geschäftsführer
Eckhard Lehmann
seit 23.9.2025
Prokura
Davide Villa
seit 15.9.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

E.ON Beteiligungen GmbH
Germany
500.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

E.ON Drive GmbH (vormals: Charge-ON GmbH)

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz

der E.ON Drive GmbH

in T€ 31.12.2022 31.12.2021
Anlagevermögen 7.439 38
Immaterielle Vermögensgegenstände 65 -
Sachanlagen 5.164 38
Finanzanlagen 2.210 -
Umlaufvermögen 40.004 21.369
Vorräte 22.740 11.815
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 17.264 9.554
Rechnungsabgrenzungsposten 1.501 6
Aktiva 48.944 21.413
Eigenkapital 882 3.593
Gezeichnetes Kapital 500 500
Kapitalrücklage 37.530 26.530
Verlustvortrag -23.437 -19.136
Jahresfehlbetrag -13.711 -4.301
Rückstellungen 16.274 4.933
Verbindlichkeiten 31.764 12.887
Rechnungsabgrenzungsposten 24 -
Passiva 48.944 21.413

Gewinn- und Verlustrechnung

der E.ON Drive GmbH

in T€ 2022 2021
Umsatzerlöse 30.025 20.242
Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 877 1.556
Sonstige betriebliche Erträge 1.450 553
Materialaufwand -24.396 -18.158
Personalaufwand -6.900 -3.249
Abschreibungen -128 -10
Sonstige betriebliche Aufwendungen -14.507 -5.214
Finanzergebnis -132 -21
Ergebnis nach Steuern -13.711 -4.301
Jahresfehlbetrag -13.711 -4.301

Anhang

der E.ON Drive GmbH

Allgemeine Grundlagen

Die E.ON Drive GmbH (vormals Charge-ON GmbH) mit Sitz in Essen wird beim Amtsgericht Essen unter der Nummer HRB 28154 im Handelsregister geführt.

Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in Verbindung mit dem GmbH- Gesetz (GmbHG) aufgestellt.

Die E.ON Drive GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt, die Beträge werden in Tausend Euro (T€) angegeben. Abgerundete Beträge kleiner 1 T€ werden dabei mit 0 T€ und Nullwerte mit - T€ angegeben.

Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, werden einzelne Posten gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die sonstigen Steuern werden im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen.

Gemäß § 291 HGB ist die E.ON Drive GmbH von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht gemäß § 290 HGB aufzustellen, befreit. Die E.ON Drive GmbH und ihre Tochterunternehmen werden in den befreienden Konzernabschluss der E.ON SE, Essen (HRB 28196), einbezogen.

Die E.ON SE ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden nach § 325 HGB im Unternehmensregister bekannt gemacht.

Die E.ON SE stellt den Konzernabschluss entsprechend § 315e HGB nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften auf, wie sie von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der Europäischen Union übernommen wurden (IFRS).

Die E.ON Drive GmbH hat im Rahmen einer konzernweiten Neuausrichtung der Elektromobilität mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. November 2022 alle Vermögensgegenstände des Betriebsteils E.ON eMobility und des Betriebsteils Safety, Product Quality and Standards der E.ON Solutions GmbH, Essen (HRB 27888), im Wege eines Asset Deals erworben.

Die Arbeitsverhältnisse der Beschäftigten dieser beiden Betriebsteile wurden gemäß § 613a BGB auf die E.ON Drive GmbH übergeleitet. E.ON Solutions GmbH hat die bis zum Übertragungsstichtag entstandenen Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen sowie die Rückstellungen im Personalbereich auf die E.ON Drive GmbH übertragen und ausgeglichen.

Darüber hinaus sind Mitarbeitende der übergreifenden Support- und Steuerungsfunktionen, die überwiegend für die übergegangen Betriebsteile tätig waren, einzelvertraglich übergegangen.

Aufgrund dieser Veränderung sind die Zahlen in der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und in der Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 01. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 nicht mit den entsprechenden Vorjahreszahlen vergleichbar.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktiva

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungsbzw. Herstellungskosten aktiviert und bei zeitlich begrenzter Nutzung planmäßig linear abgeschrieben.

Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen enthalten neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen die folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde:

Immaterielle Vermögensgegenstände 2 bis 3 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 19 Jahre

Abnutzbare Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von bis zu 250 € werden im Zugangsjahr voll aufwandswirksam erfasst. Für Anlagenzugänge wird ein Sammelposten gebildet, wenn die Anschaffungskosten für den einzelnen Vermögensgegenstand mehr als 250 € und bis zu 1.000 € betragen. Der jeweilige Sammelposten wird im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Bei Wegfall der Gründe werden Wertaufholungen vorgenommen.

Vorräte werden zu Anschaffungskosten erfasst und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Bewertung von Waren erfolgt im Einklang mit § 240 Abs. 4 HGB mittels des Durchschnittskostenverfahrens. Die Herstellungskosten unfertiger Leistungen enthalten neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wird berücksichtigt. Allen erkennbaren Lagerrisiken wird durch ausreichend bemessene Wertkorrekturen Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nennbeträgen abzüglich angemessener Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt. Das allgemeine Ausfallrisiko wird durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Forderungen für noch nicht in Rechnung gestellte Lieferungen und Leistungen werden mittels anerkannter Schätzverfahren zum Bilanzstichtag abgegrenzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen gebildet. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von aktuell 32,98 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt ein - nicht bilanzierter- aktiver Überhang latenter Steuern. Aktive latente Steuern resultieren aus steuerlichen Verlustvorträgen sowie aus abweichenden steuerlichen Behandlungen der Pensions- und Gewährleistungsverpflichtungen. Passive latente Steuern resultieren aus unterschiedlicher Bewertung des Anlagevermögens.

Passiva

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken im Rahmen der handelsrechtlichen Vorschriften ausreichend Rechnung und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer originären Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Die Bewertung der Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft unter Berücksichtigung eines Gehalts-/Karrieretrends und einer Rentendynamik. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen, die Altersversorgungscharakter haben, wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf 135 T €.

Die Bewertung der vergleichbar langfristig fälligen sonstigen Rückstellungen erfolgt ebenfalls nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode) unter Berücksichtigung eines Gehalts-/Karrieretrends. Zur Diskontierung der Jubiläumsverpflichtungen sowie für Sterbegeldverpflichtungen wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzins der vergangenen sieben Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt.

Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2018 G von K. Heubeck zugrunde. Als Bewertungsendalter werden grundsätzlich die frühestmöglichen Altersgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung unter Berücksichtigung der Regelungen des RV- Altersgrenzenanpassungsgesetzes vom 20. April 2007 herangezogen. Des Weiteren werden branchenübliche Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet.

Der Rückstellungsbewertung liegen folgende Annahmen zugrunde:

31.12.2022 31.12.2021
Gehalts-/Karrieretrend 2,75 % p.a. 2,35 % p.a.
Rentendynamik - andere Anspruchsberechtigte, die nicht einer vereinbarten Garantieanpassung unterliegen 2,00 % p.a. 1,60 % p.a.
Rechnungszins Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1,78 % p.a. 1,87 % p.a.
Rechnungszins Jubiläums- und Sterbegeldverpflichtungen 1,44 % p.a. 1,35 % p.a.

Zur Abzinsung der sonstigen Rückstellungen werden den Restlaufzeiten entsprechende durchschnittliche Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre zugrunde gelegt.

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten für noch nicht in Rechnung gestellte Lieferungen und Leistungen werden mittels anerkannter Schätzverfahren zum Bilanzstichtag abgegrenzt.

Erläuterung zur Bilanz

Anlagevermögen

Die in der Bilanz zusammengefasst ausgewiesenen Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr werden in einer gesonderten Aufstellung - Entwicklung des Anlagevermögens - dargestellt. Sie ist integraler Bestandteil des Anhangs.

Die Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen betreffen im Wesentlichen Zugänge für gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen aus dem Asset Deal (47 T€).

Die Zugänge zu den Sachanlagen betreffen vor allem im Bau befindliche Anlagen für ein Testlabor (3.632 T€) sowie Zugänge aus dem Asset Deal (1.488 T€) im Zusammenhang mit dem Testlabor.

Der Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

Gesellschaft Anteil Eigenkapital per 31.12.2021 Ergebnis 2021
%
E.ON Drive France SAS, Levallois-Perret 1 100,00 -224.741 -26.085
Qualitas-AMS GmbH, Siegen 1 100,00 -215.767 132.251

1) Ergebnis zum 31.12.2021

Umlaufvermögen

Vorräte

in T€ 31.12.2022 31.12.2021
Unfertige Leistungen 2.734 1.856
Waren 20.006 9.959
22.740 11.815

Im Rahmen des Asset Deals wurden Waren in Höhe von 1.064 T € erworben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in T€ 31.12.2022 31.12.2021
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.290 5.995
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.424 2.308
davon gegen die Gesellschafterin - 867
davon aus Lieferungen und Leistungen - 841
davon gegen übrige verbundene Unternehmen 4.424 1.440
davon aus Lieferungen und Leistungen 2.950 1.440
Sonstige Vermögensgegenstände 1.550 1.251
17.264 9.554

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen noch nicht abziehbare Vorsteueransprüche.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen Ausgaben für Fremdleistungen.

Eigenkapital

Das Stammkapital ist voll eingezahlt und wird vollständig von der E.ON Beteiligungen GmbH, München (HRB 209327), gehalten.

Die Kapitalrücklage hat sich gegenüber dem Vorjahr um 11.000 T€ erhöht und beträgt 37.530 T€. Es handelt sich bei der Kapitalrücklage um andere Zuzahlungen, die die Gesellschafterin in das Eigenkapital der E.ON Drive GmbH gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB geleistet hat.

Der Verlustvortrag enthält die kumulierten Jahresergebnisse der Vorjahre. Aufgrund von im Geschäftsjahr nicht vorhandenen Ausschüttungsbeträgen kommt die Ausschüttungssperre nicht zur Anwendung.

Rückstellungen

in T€ 31.12.2022 31.12.2021
Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen 1.090 1
Sonstige Rückstellungen 15.184 4.932
16.274 4.933

Die Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber noch tätigen Mitarbeitern ab. Die Finanzierung erfolgt im Rahmen von Gehaltsumwandlungen durch die Arbeitnehmer sowie teilweise durch den Arbeitgeber.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen für ausstehende Rechnungen sowie Rückstellungen im Personalbereich und Gewährleistung.

Im Zusammenhang mit dem Mitarbeiterübergang im Rahmen des Asset Deals wurden Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen in Höhe von 685 T€ sowie sonstige Personalrückstellungen in Höhe von 747 T€ von der E.ON Solutions GmbH auf die E.ON Drive GmbH übertragen.

Verbindlichkeiten

in T€ 31.12.2022 31.12.2021
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.488 5.928
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 30.012 6.883
davon gegenüber der Gesellschafterin - 4.984
davon aus Lieferungen und Leistungen - 4.984
davon gegenüber übrigen verbundenen Unternehmen 30.012 1.899
davon aus Lieferungen und Leistungen 10.802 1.076
davon aus Verrechnungs- und Finanzverkehr 18.362 823
Sonstige Verbindlichkeiten 264 76
davon aus Steuern 186 76
31.764 12.887

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit 18.362 T€ (Vorjahr 823 T€) das konzerninterne Cash-Pooling mit der E.ON SE.

Alle Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind ungesichert.

Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen zur Förderung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen ausgewiesen.

Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Dieser Posten enthält vor allem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Gutschriften aus den Vorjahren.

Materialaufwand

in T€ 2022 2021
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 14.782 12.050
Aufwendungen für bezogene Leistungen 9.614 6.108
24.396 18.158

Personalaufwand

in T€ 2022 2021
Löhne und Gehälter 5.599 2.812
Soziale Abgaben 1.301 437
davon für Altersversorgung 392 1
6.900 3.249

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum vorangegangenen Jahr u. a. durch den Übergang von 42 Personen im Rahmen des Asset Deals angestiegen.

Abschreibungen

Die Abschreibungen entfallen ausschließlich auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Fremdlieferungen und -leistungen (13.054 T €), Prüfungs- und Beratungskosten (462 T €) sowie Mieten und Pachten (302 T €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten 2 T€ (Vorjahr 2 T€) sonstige Steuern.

Finanzergebnis

in T€ 2022 2021
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2 -19
davon aus verbundenen Unternehmen - -19
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen 2 -
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -134 -2
davon an verbundene Unternehmen -101 -2
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen -33 0
-132 -21

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Beschäftigungszahl

Die E.ON Drive GmbH beschäftigte im Berichtszeitraum durchschnittlich 78 Personen, davon waren 3 leitende Angestellte und 75 Angestellte.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2022 liegen nicht vor.

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der E.ON Drive GmbH setzt sich wie folgt zusammen:

Davide Villa, seit 15. Juli 2023

Chief Executive Officer E.ON eMobility

E.ON Energia S.p.A., Italien

Mathias Wiecher

Chief Commercial Officer E.ON eMobility

E.ON Solutions GmbH

Jens Pfeiffer, seit 15. Juli 2023

Senior HR Business Partner

E.ON Business Solutions GmbH

Dr. Christoph Ebert, bis 14. Juli 2023

Market Director B2B Germany and Austria

Jonas Prudlo, bis 14. Juli 2023

Chief Transformation Officer E.ON eMobility

E.ON Solutions GmbH

Lars Niemeyer, bis 12. August 2022

Head of Deployment Germany

Bezüge der Geschäftsführung

Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286. Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers sind in der Gesamtangabe im Konzernabschluss der E.ON SE enthalten.

Vorschlag über die Verwendung des Ergebnisses

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den aus dem Geschäftsjahr resultierenden Jahresfehlbetrag von 13.710.964,02 € vollständig auf neue Rechnung vorzutragen.

Entwicklung des Anlagevermögens

in T€ Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten - 69 - 69
Immaterielle Vermögensgegenstände - 69 - 69
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 64 1.618 -1 1.681
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - 3.632 - 3.632
Sachanlagen 64 5.250 -1 5.313
Anteile an verbundenen Unternehmen - 2.210 - 2.210
Finanzanlagen - 2.210 - 2.210
Anlagevermögen 64 7.529 -1 7.592
in T€ Kumulierte Abschreibungen
01.01.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten - -4 - -4
Immaterielle Vermögensgegenstände - -4 - -4
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -25 -124 1 -148
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - -
Sachanlagen -25 -124 1 -148
Anteile an verbundenen Unternehmen - - - -
Finanzanlagen - - - -
Anlagevermögen -25 -128 1 -152
in T€ Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 65 -
Immaterielle Vermögensgegenstände 65 -
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.532 38
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.632 -
Sachanlagen 5.164 38
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.210 -
Finanzanlagen 2.210 -
Anlagevermögen 7.439 38

 

Essen, den 23. August 2023

E.ON Drive GmbH

Die Geschäftsführung

Davide Villa

Mathias Wiecher

Jens Pfeiffer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Inhalt

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1. Geschäftstätigkeit

1.2. Strategie

1.3. Nachhaltigkeit

1.4. Technologie und Innovation

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.2. Branchensituation

2.3. Ertragslage

2.4. Vermögens- und Finanzlage

2.5. Finanzielle Leistungsindikatoren

3. Prognosebericht

3.1. Gesamtwirtschaftliche Situation

3.2. EDRIVE

4. Risikobericht

4.1. Risiken & Chancenmanagement

4.2. Risikolage

5. Chancenbericht

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1. Geschäftstätigkeit

Die E.ON Drive GmbH (EDRIVE) ist eine 100% Tochtergesellschaft der E.ON Beteiligungen GmbH und bündelt das europaweite e-Mobility-Geschäft im E.ON-Konzern.

EDRIVE ist auf der einen Seite operativ im Verkauf, der Installation und dem Betrieb von Ladeinfrastruktur im deutschsprachigen Raum aktiv, und übernimmt auf der anderen Seite europaweite Querschnitts- und Steuerungsfunktionen. Die Geschäftstätigkeiten verteilen sich auf Geschäftskunden, Privatkunden sowie über Kooperationen und Partnerschaften auf Kunden und Mitarbeiter anderer Unternehmen.

Der Verkauf umfasst die Beratung und den physischen Verkauf von Alternating Current (AC)- und Direct Current(DC)-Ladeinfrastruktur, Dienstleistungen sowie die kundenspezifische Entwicklung komplexer Gesamtlösungen, die z.B. statisches oder dynamisches Lastmanagement inkludieren. EDRIVE bietet einen deutschlandweiten Installations- bzw. Montageservice entweder über die eigene Tochtergesellschaft Qualitas-AMS GmbH oder Drittdienstleister an. Dabei kann die spezifische Ladeinfrastruktur optional an die EDRIVE-Backends angeschlossen werden. Weiterhin bietet EDRIVE den operativen Betrieb der Ladeinfrastruktur an und kann die Rolle des Charge Point Operators übernehmen. So ermöglicht sie den Endkunden anderer E-Mobility Service Provider das Laden an durch EDRIVE betriebenen, öffentlich zugänglichen Ladesäulen. In einer weiteren Rolle agiert die EDRIVE selbst als E-Mobility Service Provider sowohl für Privat- als auch für Geschäftskunden, die an öffentlichen Ladestationen laden wollen. Dazu gehören App-Bereitstellung, Abrechnung von Ladevorgängen und Kommunikation mit anderen Charge Point Operators.

1.2. Strategie

Das Ziel ist Nachhaltigkeit, die eingesetzten Mittel sind smarte Strategien, umsetzbare Lösungen und hervorragende Produkte. Die Strategie der EDRIVE einschließlich der lokalen operativen Einheiten ist dabei die kontinuierliche technologische Weiterentwicklung der Kundenlösungen, die Optimierung der Geschäftsprozesse durch Harmonisierung und Bündelung sowie die Digitalisierung u.a. der vertrieblichen Prozesse.

Wir wollen die Energie- und Mobilitätswende realisiert sehen. An jedem Punkt der Umstellung auf elektrisches Fahren haben wir entweder eigene Lösungen im Haus oder eingespielte Partner an der Seite. Daher geht von der Beratung über die Installation bis zur Ökostrom-Lieferung und Laden unterwegs alles nahtlos ineinander über.

1.3. Nachhaltigkeit

Das Geschäftsfeld der e-Mobility trägt zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele der E.ON-Gruppe bei.

1.4. Technologie und Innovation

EDRIVE vereinfacht das Laden der Elektrofahrzeuge seiner Kunden zu Hause, unterwegs und am Arbeitsplatz. Hierzu nutzt EDRIVE moderne Technologien in der Ladeinfrastruktur, Apps und IT- Backends und treibt auf dieser Basis die Entwicklung innovativer Ladeservices für seine Kunden voran. Darunter fallen unter anderem Abrechnungsservices für das Laden zu Hause für Dienstwagennutzer, Lastmanagement-Angebote für Unternehmen und Haushalte sowie kontaktlose Authentifizierung des Ladevorgangs an öffentlichen und privaten Ladesäulen über App und perspektivisch Plug-and-Charge. EDRIVE treibt zusätzlich die Integration der Elektromobilität in das Stromnetz voran.

Neben der Vermarktung und Weiterentwicklung von innovativen Produkten zur Ladeoptimierung daheim ist EDRIVE unter anderem bei Forschungsprojekten wie dem bidirektionalen Laden (BDL) ein aktiver Partner. Sämtliche Technologien werden im E.ON-eigenen Prüflabor intensiven Tests unterzogen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Weltwirtschaftswachstum entwickelte sich vor dem Hintergrund der angespannten Lage im vergangenen Jahr nur langsam. Das Bruttoinlandsprodukt ist gemäß der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD mit 3,1 Prozent nur etwa halb so stark gewachsen wie im Jahr 2021.

Mit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine veränderten sich die zunächst positiven wirtschaftlichen Vorzeichen für die gesamte EU schlagartig. Zwar wird aktuell aufgrund des starken Wachstums in der ersten Jahreshälfte ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts für 2022 von 3,3 Prozent prognostiziert - mehr als zuletzt angenommen (2,7 Prozent). Doch die Aussichten für 2023 sind mit einem erwarteten Plus von 0,3 Prozent deutlich schwächer und die Inflation mit 7,0 Prozent höher als in der Zwischenvorhersage der Europäischen Kommission vom Sommer 2022 (1,5 Prozent BIP-Wachstum und 4 Prozent Inflation). Wegen der über das Jahr hinweg anhaltend hohen Inflation im gesamten Euroraum hat die Europäische Zentralbank (EZB) im Sommer 2022 eine Kehrtwende in ihrer Geldpolitik vollzogen: Nachdem sie im Juli erstmals seit 16 Jahren den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte anhob und im September den nächsten Zinsschritt um 0,75 Punkte folgen ließ - was die stärkste Anhebung seit Einführung der Gemeinschaftswährung war - folgten Ende Oktober und Mitte Dezember weitere Anstiege um 0,75 und 0,5 Punkte. Ziel der EZB mit der Zinserhöhung ist, Kredite zu verteuern, die Nachfrage zu dämpfen und so hohen Teuerungsraten entgegenzuwirken, um die Inflation mittelfristig wieder auf ihren Zielwert von 2 Prozent zu führen. Kurzfristig dürfte die nunmehr vollzogene Zinswende, die bereits auf breiter Front zu einem Anstieg der Zinssätze bei Banken geführt hat, das Wirtschaftswachstum in Europa weiter dämpfen.

Wichtige Einflussfaktoren für die Wirtschaft im Euroraum waren und sind zudem die Russland- Sanktionen der internationalen Gemeinschaft. Als Folge der hohen Energieabhängigkeit Europas von Russland haben diese die Rohstoffpreise stark steigen lassen. Daraus folgte eine allgemeine Verunsicherung der Märkte, die auch die Konjunktur beeinträchtigte und gemeinsam mit den historisch hohen Inflationsraten in der EU und in den USA die konjunkturellen Aussichten merklich verschlechtert hat. Über allem spannte sich zusätzlich der Bogen einer drohenden europäischen Energiekrise, deren Wirkung nicht nur in Deutschland, sondern auch in den anderen EU- Mitgliedstaaten spürbar war und die Konjunktur in Europa insgesamt deutlich verschlechterte. Verschärft wurde die angespannte Energieversorgungs-Situation durch den russischen Gas- Lieferstopp.

Die Konjunkturprognosen für Deutschland 2022 zeichneten im Herbst 2021 für das Berichtsjahr ein zunächst optimistisches Gesamtbild. Der russische Überfall auf die Ukraine am 24. Februar hat die Wachstumshoffnungen jedoch zunichte gemacht. Trotz aller stützenden Maßnahmen durch die Politik in Folge der geopolitischen Verwerfungen, die ihre Wirkung erst allmählich entfalten können, wurde die Wirtschaft in erheblichem Maße von den Entwicklungen an den Energiemärkten und den sonstigen Rohstoffmärkten, an denen sich ähnlich massive Preissteigerungen ergaben, getroffen. Das preisbereinigte Bruttoinlandprodukt für das Geschäftsjahr 2022 ist gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Prozent angestiegen.

Über das ganze Berichtsjahr hinweg für Wirtschaft und Bürger spürbar war die rasant steigende Teuerung. Die Bundesregierung ging in ihrer Herbstprojektion von Mitte Oktober für den Jahresdurchschnitt 2022 von einer Inflationsrate von 8,0 Prozent und für 2023 von 7 Prozent aus. Der Sachverständigenrat kam in seiner Novemberprognose für 2022 auf denselben Wert und geht für 2023 von einer Teuerung von 7,4 Prozent aus. Eine Hauptursache für die hohe Inflation ist die Energiepreisentwicklung.

Eine weiterhin wichtige Einflussgröße für die deutsche Wirtschaft blieb auch im Berichtsjahr die Corona-Pandemie. Auch wenn das deutsche Bruttoinlandsprodukt im 3. Quartal 2022 erstmals wieder oberhalb des Vorkrisenniveaus lag (+0,2 Prozent im Vergleich zum 4. Quartal 2019), beeinträchtigte die Pandemie, wie in den beiden Vorjahren, das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben. Insbesondere die Lieferketten waren weltweit weiterhin stark gestört und verzögerten so eine schnellere wirtschaftliche Erholung.

2.2. Branchensituation

Die Fragen, mit welchen Mitteln und wie schnell der Klimawandel gebremst werden müsse, prägte auch im Jahr 2022 weltweit die energiepolitische Debatte.

Der Energiesektor befindet sich in einer Phase grundlegender Veränderungen. Durch die Dekarbonisierung der Volkswirtschaften steht die Energiewirtschaft vor einer Schlüsseldekade des Wachstums. Denn mit Themen wie Erneuerbare Energien, E-Mobilität und Wasserstoff im Zuge der weltweiten Dekarbonisierung ist die Energiebranche zum wichtigen Problemlöser für die größte Herausforderung der Menschheit im 21. Jahrhundert geworden. In diesem Kontext werden die Energiesysteme zunehmend von digitalen und vernetzten Anwendungen und Lösungen geprägt. Netze, Produkte und Kundenschnittstellen, aber auch interne Prozesse in den Energieunternehmen werden digitalisiert.

Die EU hat Ende Oktober beschlossen, ab 2035 nur noch emissionsfreie Fahrzeuge in Europa zuzulassen. Zwar soll die Entscheidung 2026 überprüft werden und auch will sich die EU-Kommission den Einsatz von sogenannten e-Fuels genauer anschauen, dies ändert jedoch nichts daran, dass die grundsätzliche Entscheidung den Trend zum Elektrofahrzeug weiter beschleunigen und damit auch den Ausbau der Ladeinfrastruktur in den Mittelpunkt rücken wird.

In Deutschland soll der Masterplan Ladeinfrastruktur II einen weiteren Schub zur Dekarbonisierung des Straßenverkehrs bringen. Mit 68 im Masterplan aufgeführten Maßnahmen will die Bundesregierung unter Federführung des Bundesverkehrsministeriums das Laden von Millionen zusätzlichen Elektrofahrzeugen sicherstellen. Bis zum Jahr 2025 will der Bund den Ausbau mit 6,3 Mrd. € fördern.

Privat-, Geschäfts- und Industriekunden sowie Kommunen fragen immer stärker Elektromobilitäts-Lösungen für ihre Dekarbonisierungs-Strategien nach. Das Geschäftsfeld e-Mobility zeigt daher ein kontinuierliches europaweites Wachstum. Wesentlicher Treiber ist der gesellschaftliche und politische Wille zum Klimaschutz. Unsere Aktivitäten tragen im erheblichen Maß zur CO 2 Reduzierung bei.

Die Nachfrage nach unseren Produkten wird unter anderem von staatlichen Anreizsystemen bestimmt.

2.3. Ertragslage

Allgemeines

Das Geschäftsfeld e-Mobility im E.ON-Konzern wird in der EDRIVE gebündelt und gesteuert. Dabei betreibt die EDRIVE sowohl eigenes operatives Geschäft, im Wesentlichen auf dem deutschen Markt, fungiert aber auch als Steuerungseinheit für das gesamteuropäische e-Mobility-Geschäft von E.ON.

Die EDRIVE hat im Rahmen einer konzernweiten Neuausrichtung der Elektromobilität mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. November 2022 alle Vermögensgegenstände des Betriebsteils e- Mobility und des Betriebsteils Safety, Product Quality and Standards der E.ON Solutions GmbH im Wege eines Asset Deals erworben. Dabei wurden auch die Arbeitsverhältnisse der Beschäftigten dieser beiden Betriebsteile auf die EDRIVE übergeleitet. In diesem Zuge hat die E.ON Solutions GmbH die bis zum Übertragungsstichtag entstandenen Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen sowie die Rückstellungen im Personalbereich auf die EDRIVE übertragen und ausgeglichen. Darüber hinaus sind Mitarbeitende der übergreifenden Support- und Steuerungsfunktionen, die überwiegend für die übergegangen Betriebsteile tätig waren, einzelvertraglich übergegangen.

Der Geschäftsverlauf und die Entwicklung der Ertragslage ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:

in T€ 2022 2021
Umsatzerlöse 30.025 20.242
Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 877 1.556
Sonstige betriebliche Erträge 1.450 553
Materialaufwand -24.396 -18.158
Personalaufwand -6.900 -3.249
Abschreibungen -128 -10
Sonstige betriebliche Aufwendungen -14.507 -5.214
Finanzergebnis -132 -21
Ergebnis nach Steuern -13.711 -4.301
Jahresfehlbetrag -13.711 -4.301

Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen durch Erlöse aus dem Aufbau und Betrieb der Kundenladeinfrastruktur erzielt. Gegenüber dem Vorjahr sind die Umsatzerlöse um ca. 50% gestiegen infolge des Marktwachstums und der damit einhergehenden erhöhten Kundennachfrage.

Der Materialaufwand beinhaltet Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, bezogene Waren und für bezogene Leistungen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der wachstumsbedingten Ausweitung des Geschäftsvolumens.

Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Grund hierfür ist zum einen der Personalaufbau infolge des Marktwachstums, aber auch der Übergang von 42 Personen aus dem Asset Deal mit der E.ON Solutions GmbH.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Diese beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Fremdlieferungen und -leistungen (13.054 T€), Prüfungs- und Beratungskosten (462 T€) sowie Mieten und Pachten (302 T€). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert insbesondere aus dem Anstieg der Fremd- und Dienstleistungen (8.584 T€) und dem Anstieg bei den Prüfungs- und Beratungskosten (433 T€).

2.4. Vermögens- und Finanzlage

Die Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage kann der folgenden Tabelle entnommen werden:

in T€ 31.12.2022 31.12.2021
Anlagevermögen 7.439 38
Immaterielle Vermögensgegenstände 65 -
Sachanlagen 5.164 38
Finanzanlagen 2.210 -
Umlaufvermögen 40.004 21.369
Vorräte 22.740 11.815
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 17.264 9.554
Rechnungsabgrenzungsposten 1.501 6
Aktiva 48.944 21.413
Eigenkapital 882 3.593
Gezeichnetes Kapital 500 500
Kapitalrücklage 37.530 26.530
Verlustvortrag -23.437 -19.136
Jahresfehlbetrag -13.711 -4.301
Rückstellungen 16.274 4.933
Verbindlichkeiten 31.764 12.887
Rechnungsabgrenzungsposten 24 -
Passiva 48.944 21.413

Die Erhöhung des Anlagevermögens rührt im Wesentlichen aus Zugängen bei Sach- und Finanzanlagen und steht in Zusammenhang mit der Neuausrichtung der EDRIVE. Die Zugänge zu den Sachanlagen betreffen vor allem in Bau befindliche Anlagen für ein Testlabor (3.632 T€) sowie Zugänge aus dem Asset Deal (1.488 T€) im Zusammenhang mit dem Testlabor. Die Zugänge bei Finanzanlagen resultieren aus der Übernahme von 100% der Anteile an den Gesellschaften E.ON Drive France SAS, Levallois-Perret und Qualitas-AMS GmbH, Siegen.

Das höhere Umlaufvermögen resultiert im Wesentlichen aus einem höheren Warenbestand zum Stichtag, der aufgrund der hohen Wachstumsdynamik im Markt erworben wurde.

Die Kapitalrücklage hat sich durch eine Einlage der Gesellschafterin in Höhe von um 11.000 T€ gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Die Rückstellungen sind im Vorjahresvergleich gestiegen. Zum einen wurden im Zusammenhang mit dem Mitarbeiterübergang im Rahmen des Asset Deals Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie sonstige Personalrückstellungen von der E.ON Solutions GmbH auf die EDRIVE übertragen. Zum anderen sind infolge der Geschäftsausweitung die Verpflichtungen für ausstehende Rechnungen sowie Rückstellungen für Gewährleistung gestiegen.

Die Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr erhöht, im Wesentlichen durch eine höhere Inanspruchnahme von Finanzmitteln über das konzerninterne Cash-Pooling mit der E.ON SE in Höhe von 18.362 T€ (Vorjahr 823 T€).

Die Gesellschaft finanziert sich derzeit nahezu ausschließlich über Einzahlungen in die Kapitalrücklage seitens ihrer Gesellschafterin E.ON Beteiligungen GmbH, Essen, (kurz: EOB) bzw. das interne Cash- Pooling. Darüber hinaus hat die Gesellschaft mit ihrer Muttergesellschaft EOB mit Wirkung ab 4. Januar 2023 einen Beherrschungsvertrag geschlossen, der in § 2 eine Verlustübernahme durch die EOB in entsprechender Anwendung von § 302 AktG vorsieht. Zur Finanzierung der Gesellschaft wurde seitens der EOB beschlossen, im Verlauf des Jahres 2023 weitere Einzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 30.000 T€ zu tätigen, so dass die Gesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen im Prognosezeitraum nachkommen kann.

2.5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die EDRIVE wird in den Konzernverbund der E.ON SE einbezogen, welche ihre Gesellschaften auf Segmentebene nach Kennzahlen auf Basis der International Financial Reporting Standards (IFRS) steuert. Zur internen Steuerung und als Indikator für die nachhaltige Ertragskraft verwendet der E.ON- Konzern ein um außergewöhnliche Effekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (EBITDA), welches auf Basis der IFRS-Rechnungslegung ermittelt wird. Das bereinigte EBITDA nach IFRS ist der zentrale Leistungsindikator für die EDRIVE.

Das bereinigte EBITDA der EDRIVE beträgt für 2022 -7.513 T€ und liegt deutlich unter dem Vorjahreswert von -2.834 T€. Grund ist hierfür die Übernahme und Bündelung von Zentralfunktionen aus der E.ON Solutions GmbH zur Steuerung des europaweiten e-Mobility-Geschäftes.

Abweichungen zum Ergebnis nach Steuern gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches ergeben sich abgesehen vom Zinsergebnis (-132 T€). Weitere Abweichungen ergeben sich aufgrund unterschiedlicher Ansatz- und Bewertungsmethoden (6.066 T€) der Rechnungslegungswerke. Letztere sind insbesondere auf die nach IFRS erfolgte Aktivierung von Entwicklungskosten für selbsterstellte IT- Lösungen sowie die unterschiedliche Ermittlung der Höhe der ergebniswirksamen Zuführung zu den Personalrückstellungen, insbesondere Pensionen, zurückzuführen. Das EBITDA nach HGB beträgt - 13.451 T€ (im Vorjahr 4.271 T€).

3. Prognosebericht

3.1. Gesamtwirtschaftliche Situation

Angesichts der aktuell großen Herausforderungen hat die Weltwirtschaft an Dynamik verloren. Die anhaltend hohe Inflation, hat sich über Länder und Produkte hinweg ausgebreitet und Engpässe in der Energieversorgung könnten die Preise weiter in die Höhe treiben. Zinserhöhungen, die notwendig sind, um die Inflation einzudämmen, erhöhen die finanzielle Anfälligkeit. Russlands Krieg in der Ukraine erhöht das Risiko einer Schuldenkrise in Ländern mit niedrigem Einkommen und Ernährungsunsicherheit. In ihrem Wirtschaftsausblick vom November 2022 geht die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) davon aus, dass fast drei Viertel des globalen Wachstums im kommenden Jahr auf die großen asiatischen Schwellenländer entfallen wird, während der Aufschwung in den USA und in Europa an Tempo verliert. Für das Jahr 2023 wird ein Wachstum von nur 2,2 Prozent und für das Jahr 2024 von 2,7 Prozent prognostiziert.

Die Berechnungen des European Economic Forecast der Europäischen Union gehen in diesem Umfeld in ihrer Herbstprognose davon aus, dass das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2023 sowohl in der EU als auch in der Eurozone voraussichtlich insgesamt 0,3 Prozent erreichen wird und bis 2024 das Wirtschaftswachstum voraussichtlich allmählich wieder an Fahrt gewinnen und im Durchschnitt 1,6 Prozent in der EU und 1,5 Prozent im Euroraum betragen wird.

Noch im Frühjahr 2022 hatte der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland von 3,6 Prozent im Jahr 2023 gerechnet. Im Jahresgutachten, das im Herbst publiziert wurde, wird ein Rückgang für das reale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2023 um 0,2 Prozent erwartet. Auch die Bundesbank geht in ihrem Monatsbericht von Dezember unter den gegebenen Bedingungen von einem Schrumpfen der deutschen Wirtschaft von sogar 0,5 Prozent aus, das aber keinen schwerwiegenden Einbruch zur Folge habe, weil in der 2. Jahreshälfte mit einer Erholung zu rechnen sei. Für 2024 wird mit einem Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent gerechnet.

Es mehren sich die Anzeichen dafür, dass die wirtschaftliche Abschwächung im Winterhalbjahr milder ausfällt als bislang erwartet worden ist. Dennoch dürften die zunehmend bei den Verbrauchern ankommenden hohen Preissteigerungen die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland zu Jahresbeginn 2023 noch belasten. Außerdem sorgen Unsicherheiten über die wirtschaftlichen Perspektiven aktuell noch für Investitionszurückhaltung.

Aber die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich gemäß den ifo Umfragen im Dezember spürbar aufgehellt. Fast alle Wirtschaftsbereiche waren zuversichtlicher als zuvor. Das ist ein weiteres Indiz dafür, dass eine Rezession im Winterhalbjahr 2022/23 ausbleiben könnte.

3.2. EDRIVE

Für das Geschäftsjahr 2023 wird ein Fortführen des bisherigen Wachstumskurs mit weiter deutlichem Umsatzwachstum erwartet.

Das bereinigte EBITDA der EDRIVE wird im Geschäftsjahr 2023 voraussichtlich deutlich unter dem Vorjahreswert liegen. Ausschlaggebend sind geplante Kostensteigerungen im Zusammenhang mit der Implementierung der Wachstumsstrategie.

4. Risikobericht

4.1. Risiken & Chancenmanagement

Die EDRIVE ist in das konzernweite Risikomanagementsystem (ERM) eingebunden. Das Risikomanagementsystem beinhaltet im Wesentlichen Regelungen über einheitliche Planungs- und Controlling-Prozesse, Richtlinien und Berichtssysteme sowie die Risikoberichterstattung. Darüber hinaus ist das konzernweite Kreditrisikomanagement ein fester Bestandteil des Risikomanagementsystems. Ziel des Risikomanagementsystems ist, die Unternehmensleitung in die Lage zu versetzen, frühzeitig Risiken zu erkennen und rechtzeitig gegensteuern zu können. Die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems wird durch unabhängige Prüfungen überwacht.

Gemäß den Bestimmungen des ERM zur Einrichtung eines Überwachungs- und Risikofrüherkennungssystems hat EDRIVE eine Risiko-Governance-Struktur mit entsprechenden Richtlinien und Prozessen eingerichtet, die eine geeignete Risikoüberwachung, -aufdeckung und - verringerung gewährleisten. Die Geschäftsführung stellt die Umsetzung und Einhaltung der beschlossenen Risikostrategie im Geschäfts- und Kreditrisikobereich sicher und entwickelt diese weiter.

4.2. Risikolage

Im Zuge ihrer geschäftlichen Aktivitäten ist die EDRIVE einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit ihrem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Für EDRIVE bestehen im Wesentlichen folgende Risiken. Die Risiken werden abnehmend in der Reihenfolge ihrer Bedeutung vorgestellt:

Externe Risiken im Zusammenhang mit den politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen (z.B. Änderung der regulatorischen Vorgaben, insbesondere geänderte Voraussetzungen für die Inanspruchnahme von Förderprogrammen)

Strategische Risiken und Markt- bzw. Marktpreisänderungsrisiken (z.B. Beschaffungsrisiken, IT/Cyber-Risiken),

Die Gesellschaft ergreift unter anderem die folgenden Maßnahmen, um diesen Risiken zu begegnen:

Verfolgung von Gesetzgebung und Rechtsprechung und Vorgabe detaillierter Geschäfts- und Verfahrensanweisungen,

Effizientes Projekt- und Kreditrisikomanagement und Aufbau von technologischen Sicherungsmaßnahmen, auch mittels des Einsatzes von IT- und Cyber-Sicherheits-Experten.

Die aktuelle Energiekrise mit stark gestiegenen Energie- und Strompreisen kann für Privat- oder Geschäftskunden ausschlaggebend sein, sich für einen späteren Einstieg in die Elektromobilität oder sogar komplett gegen die Elektromobilität zu entscheiden. Ein Risikofaktor, der die EDRIVE analog anderer Marktteilnehmer betrifft, ist die Verfügbarkeit von Hardware und Servicekapazitäten. In der Vergangenheit haben sich z.B. die Halbleiterkrise auf die Verfügbarkeit elektrischer Hardware negativ ausgewirkt und die allgemeine Knappheit an Handwerks- und Dienstleisterkapazitäten verzögern die zeitnahe Realisierung von Projekten. Aktuell ist die EDRIVE durch Kooperationen sowohl mit Hardware- Herstellern als auch Dienstleistern gut aufgestellt.

Es wurden keine wahrscheinlichen Risiken identifiziert, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

5. Chancenbericht

Die wesentlichen Chancen und Risiken der EDRIVE sind primär marktgetrieben. Die Elektromobilität ist seit Jahren ein Wachstumsmarkt, in dem sich viele verschiedene Player versuchen zu positionieren. Der umkämpfte Markt bietet hohe Chancen, birgt aber auch gewisse Risiken, die die EDRIVE anerkennt.

Die treibende Chance für die EDRIVE ist der weitere Hochlauf des Absatzes für Elektrofahrzeuge. Die Strategie der Automobilhersteller fokussiert sich auf Elektromobilität. Die schneller werdende Transformation weg vom Verbrennungsmotor kann die Nachfrage für Elektromobilität im Allgemeinen und Ladeinfrastruktur im Speziellen vorantreiben. Darüber hinaus haben sich in der Vergangenheit politischer Wille und finanzielle Subventionen als ein wesentlicher Aspekt und Treiber herauskristallisiert. Eine positive Entwicklung der politischen Rahmenbedingungen z.B. mit einem neuen Schnellladegesetz sowie EU-Verordnungen bietet für die EDRIVE eine große Chance, auch in den kommenden Jahren das starke Umsatzwachstum fortzuführen.

 

Essen, den 23. August 2023

E.ON Drive GmbH

Die Geschäftsführung

Davide Villa

Mathias Wiecher

Jens Pfeiffer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die E.ON Drive GmbH (bis 2. August 2022: Charge-ON GmbH), Essen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der E.ON Drive GmbH (bis 2. August 2022: Charge-ON GmbH), Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der E.ON Drive GmbH (bis 2. August 2022: Charge- ON GmbH) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Saarbrücken, den 30. November 2023

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Jeromin, Wirtschaftsprüfer

Yvonne Nobis, Wirtschaftsprüferin

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