LUHNS GmbHLiquidiert

47055 Duisburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 25792
Eingetragen
18.3.2003
Branche
Großhandel mit Wasch-, Putz- und ReinigungsmittelnGroßhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von Seifen, Wasch-, Reinigungs- und Poliermitteln
Gegenstand
die Herstellung, Verarbeitung und Vertrieb von Waschmitteln, Reinigungsmitteln und Körperpflegeartikeln sowie die Vornahme aller diesem Zweck unmittelbar oder mittelbar dienenen Geschäfte sowie der Handel mit chemischen Erzeugnissen aller Art und deren Import und Export.

Historie

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Management

NameRolle
Bernd Depping
seit 11.7.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
8.000.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

LUHNS GmbH

Wuppertal

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010

Lagebericht 2010

Die Firma LUHNS ist einer der führenden Handelsmarkenhersteller von Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln und Körperpflege-Produkten in Europa. Zu den Kunden zählen Discounter, SB-Warenhäuser, C+C-Märkte sowie Drogeriemärkte. Produziert wird an zwei Standorten in Deutschland. Unternehmenswelt beschäftigt die LUHNS Gruppe 350 Mitarbeiter.

A. Rahmenbedingungen und Marktentwicklung

Deutschland hat die Finanz- und Wirtschaftskrise mit beeindruckender Dynamik hinter sich gelassen. Während das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Krisenjahr 2009 noch um 4,7 Prozent schrumpfte und das Land die schwerste Rezession der Nachkriegszeit durchlebte, schnellte das BIP im Jahr 2010 um 3,7 Prozent nach oben, so stark wie seit der deutschen Wiedervereinigung nicht mehr.

Diese unerwartet positive Wirtschaftsentwicklung in Deutschland hat sich mit einigen Abstrichen auch in den vom Industrieverband Körperpflege und Waschmittel vertretenen Produktbereichen niedergeschlagen.

WPR- und KPF-Markt Deutschland lt. Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel, Endverbraucherpreise in Mio. € zu den von Luhns hergestellten Produkten:

2009 2010 Veränderung zum Vorjahr
%
Anteil Markt Anteil bei Luhns
WPR 4.159 4.304 3,5 % 53 % 89 %
KPF 3.897 3.797 - 2,6 % 47 % 11 %
Total 8.056 8.101 0,6 % 100 % 100 %

WPR: Universalwaschmittel, Spezialwaschmittel, Waschhilfsmittel, Geschirrspülmittel, Haushaltsreinigungsmittel, Autopflegemittel, Lederpflegemittel, Wohnraumpflegemittel und Spezial-Putz-/-Pflegemittel

KPF: Haarpflegemittel und Bade-/Duschzusätze

Bei WPR ist Luhns in allen Marktsegmenten tätig, bei KPF nur in ausgewählten Warengruppen.

Die Entwicklung in den für Luhns relevanten Märkten stellte sich unterschiedlich dar: Während im Gesamtmarkt der Wasch-, Pflege- und Reinigungsmittel sich die Pro-Kopf-Ausgaben um zwei Euro auf 52,78 Euro erhöht haben und der Umsatz zu Endverbraucherpreisen sich um 3,5 % von 4.159 Mio. Euro auf 4.304 Mio. Euro ausweitete, sank der Umsatz im Bereich der Körperpflegemittel in den für Luhns relevanten Warengruppen um 2,6 % von 3.897 Mio. Euro auf 3.797 Mio. Euro, hier erhöhte sich allerdings der Pro-Kopf-Umsatz auf Grund der sinkenden Bevölkerung auf 156,87 Euro (Quelle: IKW).

Bei den Körperpflegemitteln ist das Segment der Haarpflegemittel der größte Einzelmarkt, hier sind die Teilmärkte ins Minus gerutscht, dies liegt zum einen am Launch großvolumiger preisgünstiger Packungen sowie am Umsalzrückgang der Drogeriemarktkette Schlecker. Auch Bade- und Duschzusätze sind leicht rückläufig.

Bei den Wasch-, Pflege- und Reinigungsmitteln ist der größte Teilmarkt, die Universalwaschmittel, um 3,7 % gewachsen, hier dominieren die Flüssigwaschmittel, auch Pulver- und Normalprodukte nehmen zu, Konzentrate und Tabs sind rückläufig. Die Spezialwaschmittel sind leicht rückläufig, der Markt der Waschhilfsmittel ist dagegen um 4 % gewachsen, Weichspüler sind hier der Wachstumstreiber, die anderen Produktkategorien sind stabil geblieben. Positiv haben sich mit einem Wachstum von 2,7 % auch die Geschirrspülmittel entwickelt, die Haushaltsreiniger sind mit einem Plus von 0,9 % ebenso ein Wachstumsbereich bei WPR, hier sind die Allzweckreiniger leicht rückläufig, Spezialreiniger wie z. B. Glas- und Badreiniger zeigen ein Wachstum auf, besonders positiv war die Entwicklung bei den WC-Produkten.

Megatrends im Konsumverhalten, so der IKW, wie mehr In-Home-Consumption sowie Zeitersparnis und Convenience dürften den WPR-Markt auch zukünftig beeinflussen. Weitere Trends sind die zunehmende Zahl von Ein-Personen-Haushalten, der Zusatznutzen bei neuen Produkten sowie die Nachhaltigkeit.

Grundsätzlich ist die Anzahl der Beschäftigten in den vom IKW vertretenen Branchen und Firmen weitgehend stabil und liegt bei 45.000 Mitarbeitern.

Bei den Vertriebskanälen ist zu unterscheiden in Körperpflegemittel - hier liegen die Drogeriemärkte an der Spitze, gefolgt vom Fachhandel, den SB-Warenhäusern und den Discountern - und den Wasch- und Reinigungsmitteln, hier führen die Discounter, gefolgt von den Drogeriemärkten und den SB-Warenhäusern.

Der Handelsmarken-Anteil bei den Wasch- und Reinigungsmitteln liegt bei 32 % bei den Körperpflegeprodukten liegt er bei 21 %.

Laut Erhebungen der GfK stiegen ab Sommer 2010 die Konjunkturerwartungen der Verbraucher steil an. Der Aufschwung wirkte sich sehr positiv auf den Arbeitsmarkt aus, laut der Bundesagentur für Arbeit lag die Zahl der Erwerbslosen im Jahresdurchschnitt bei 3,244 Millionen und sank somit gegenüber dem Vorjahr um 5,2 Prozent. Mit dem Unterschreiten der psychologisch wichtigen Drei-Millionen-Marke im Herbst 2010 lieferte die Arbeitsmarktentwicklung einen entscheidenden Schub für das Vertrauen der Verbraucher in die eigne wirtschaftliche und berufliche Zukunft.

Auch die Einkommenserwartung legte im Jahresverlauf deutlich zu. Gestartet bei 12 Indikatorpunkten im Januar stieg der Wert auf 40 Punkte im Dezember an und erreichte damit fast das Hoch der Jahre 2000 und 2001. Die deutschen Verbraucher erhofften sich vom Aufschwung einen deutlich positiven Effekt bei den Löhnen und die letzten Tarifabschlüsse bestätigen diese Erwartungshaftung. Die positiven Rahmenbedingungen und die steigende Planungssicherheit der Verbraucher zeigten auch bei der Anschaffungsneigung ihre Wirkung, die sich von einem ohnehin hohen Niveau stabil nach oben entwickelte. Im Jahresdurchschnitt 2010 erreichte der Indikator einen Wert von 27 Punkten und stieg damit gegenüber dem bereits sehr erfreulichen Wert des Vorjahres erneut um sechs Zähler. Auch der GfK-Konsumklimaindex zeigte entsprechend einen kontinuierlichen Aufwärtstrend und erreichte zum Jahreswechsel 2010/2011 ein Drei-Jahres-Hoch.

B. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage der Gesellschaft

B.1 Geschäftsverlauf

Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2009 ist eine Umsatzsteigerung im WPR-Bereich um 3 % (5 Mio. €) während im KPF-Bereich der Umsatz leicht zurückgegangen ist (4 Mio. €)

Unsere Absatzmenge im Geschäftsjahr 2010 betrug 223,9 Mio. Einheiten nach 217,1 Mio. Mengeneinheiten im Vorjahr, hierzu beigetragen haben insbesondere der Ausbau weiterer Kunden.

B.2 Vermögens- und Finanzlage

Vermögenslage

Das Anlagevermögen der Luhns GmbH verminderte sich trotz Investitionen von 1,7 Mio. € auf 9,9 Mio. €.

Die Kundenforderungen haben sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich verändert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um 5,9 Mio. €. Dies resultiert aus der Umgliederung von 7,6 Mio. € in die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich bei der Luhns GmbH gegenüber dem Vorjahr ebenfalls kaum verändert. Die Veränderung betrug weniger als 0,1 Mio. €.

Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr 2010 bei der Luhns GmbH um 5,0 Mio. € auf 13,3 Mio. € erhöht. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 25 %.

Finanzlage

Die Luhns GmbH weist zum 31.12.2010 liquide Mittel in Höhe von 1,6 Mio. € aus.

Die Lieferantendarlehen haben sich um 1,8 Mio. € auf 3,0 Mio. € reduziert. Es handelte sich um ein langfristiges Darlehen mit marktüblicher Verzinsung.

Die von der Luhns GmbH für die FLORIN Immobilienverwaltungs GmbH & Co. KG I gewährten Darlehen wurden vereinbarungsgemäß getilgt.

Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung für die Luhns GmbH 2010 stellte sich wie folgt dar:

2010 2009
T€ T€
1. Jahresergebnis vor außerordentlichen Posten Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des 5.174 5.709
2. Anlagevermögens 2.940 3.173
3. Zu-/Abnahme der Rückstellungen 3.061 1.399
4. Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -7.792 0
5. Zu-/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva 8.885 -10.509
6. Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -8.796 735
7. Ein- und Auszahlungen aus außerordentlichen Posten -106 40
8. Mittelzufluss-Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 3.366 547
9. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0 0
10. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.722 -1.698
11. Auszahlungen für Investitionen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens -5 -30
12. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 6
13. Auszahlungen für Investitionen In das Finanzanlagevermögen 0 -900
14. Mittelzufluss-Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -1.727 -2.622
15. Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 0 0
16. Einzahlungen aus Anleihen und Finanzkrediten 6 5
17. Auszahlungen aus Anleihen und Finanzkrediten -1.800 -502
18. Mittelzufluss-Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -1.794 -497
19. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes -155 -2.572
20. Finanzmittelbestand am Anfang des Jahres 1.803 4.375
21. Finanzmittelbestand am Ende des Jahres 1.648 1.803

B.3 Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Luhns GmbH verringerten sich um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr.

Dabei sank der Inlandsumsatz um 2,5 % während der Exportumsatz um 3,3 % gestiegen ist.

Die Materialaufwendungen sind um 4,5 Mio. € (3,8 % zum Vorjahr) gestiegen. Die Materialpreise haben sich dabei deutlich erhöht.

Die sonstigen Aufwendungen sind in 2010 um 3,0 Mio. € gestiegen. Diese Steigerungen sind verursacht durch gestiegene Frachtkosten und zusätzliche Lagermieten von 1,2 Mio. €, außerdem durch Neuanläufe und dadurch verursachte Produktionsverlagerungen innerhalb der Standorte um 1 Mio. €.

Einmalige Erträge resultieren aus dem Verkauf der Marken und Rezepturen in Höhe von 4,8 Mio. € sowie aus dem Verkauf von Geschäftsanteilen über 3,0 Mio. €

All dies führt bei der Luhns GmbH zu einem Jahresüberschuss von 5,0 Mio. € (Vorjahr: Jahresüberschuss von 5,8 Mio. €).

B.4 Produktion und Investitionen

Produktion

Aufgrund von Produktionsverlagerungen in der Gruppe sind die Produktionszahlen in den beiden Standorten Greven und Bopfingen im Vergleich zu 2009 leicht gesunken.

Insgesamt lag das Jahr 2010 damit leicht unter Vorjahresniveau: 215 Mio. Stück in 2009 zu 209,6 Mio. Stück in 2010.

Investitionen

Die Investitionssumme in das Sachanlagevermögen für die Luhns GmbH betrug 1,7 Mio. €. Davon entfielen 0,9 Mio. € auf den Produktionsstandort Greven, 0,8 Mio. € auf den Produktionsstandort Bopfingen und 0,1 Mio. € auf den Standort Wuppertal.

Investiert wurde in Greven und Bopfingen im Wesentlichen in den Flaschen-, Werkzeug- und Formatbau.

Für 2011 sind für die Luhns GmbH Investitionen in Höhe von 4,43 Mio. € geplant. Hierbei handelt es sich schwerpunktmäßig um Flaschenwerkzeuge. Zusätzlich soll in eine neue Linie in Greven investiert werden. Diese Investitionen werden mit dem Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit bestritten.

B.5 Beschaffung

Nachdem im Jahr 2009 die Einkaufspreise rückläufig waren (Überkapazitäten im Markt, Weltwirtschafts-, Finanzkrise) ist das Jahr 2010 extrem geprägt von Preissteigerungen, bedingt durch:

China boomt und hat einen sehr hohen Bedarf,

Europa exportiert nach China, Mengenknappheit in Europa,

Schwacher Euro gegenüber US-Dollar (Schuldenstaatenkrise in Europa),

Spekulanten haben Rohstoffe wieder neu entdeckt.

Die Vormaterialien zur Herstellung von Rohstoffen und Verpackungen (Rohöl, Ethylen, Kunststoff Granulat und Papierpreise) sind extrem im Preis angestiegen.

Für 2011 ist die weitere Entwicklung der Rohstoffpreise nur schwer zu prognostizieren, sie ist abhängig von der weltweiten Konjunktur- und Nachfrage-Situation und den Krisenherden (Libyen und Nordafrika).

Wir gehen davon aus, dass in Fernost, insbesondere in China, die hohe Nachfrage anhält und somit der Bedarf weiterhin steigen wird.

Die hohe Staatsverschuldung in den USA kann sich ebenfalls negativ auf die Weltwirtschaft auswirken, die aktuelle Situation in Japan wird hier auch einen Einfluss haben.

In 2010 hat Luhns gemeinsam mit einem nahestehenden Unternehmen die Möglichkeit genutzt, Rohstoffbedarfe zu bündeln und in Einzelfällen größere Mengen an Rohstoffen auf Vorrat gekauft, wobei die nicht in der eigenen Produktion verbrauchten Rohstoffe zu aktuellen Marktpreisen an Dritte weiterveräußert wurden. Dieses Konzept erscheint auch in der Zukunft bei der Volatilität der Märkte eine sinnvolle Option zu sein.

B.6 Managementsysteme

Managementsysteme und Personalentwicklung basierend auf dem Qualitätsmanagement mit Arbeits- und Gesundheitsschutz- und Umweltmanagementsystemen

In 2010 stellte die Luhns GmbH wie in den Vorjahren die erforderlichen finanziellen, organisatorischen, personellen und zeitlichen Ressourcen für ihr Ganzheitliches Managementsystem (GMS) mit den Bereichen Qualität, Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz bereit.

Die "Unternehmens- und Qualitätspolitik der LUHNS Gruppe" aus Februar 2008 wurde durch die "LUHNS - Unternehmenspolitik ab 2010 /Produkte, Kunden, Prozesse sowie Mitarbeiter, Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz", Februar 2010 aktualisiert.

Die QM-Koordinatoren an den Standorten agierten so, dass orts- und zeitnah Prozess Aktualisierungen erfasst und dokumentiert werden konnten.

Aufgrund neu gestellter Aufgaben wurde bereits Ende 2009 eine Stelle im Bereich Managementsysteme besetzt. Sie diente neben einer qualitativ verbesserten Arbeit mit den Managementsystemen in der LUHNS GmbH dazu, auch im Schwesterunternehmen Waschmittelwerke Genthin GmbH (WWG) die ISO 9001 und die ISO 22716-GMP Kosmetik zu implementieren. Der Direktor Managementsysteme fungierte als Berater beim Implementierungs- und Zertifizierungsgsprozess bei der WWG.

Die Zusammenarbeit mit dem Waschmittelwerk Genthin hat Aufgaben im Bereich Managementsystem und Prozesse wesentlich beeinflusst und mitbestimmt. Die Prozesse zwischen Luhns und WWG wurden aufeinander abgestimmt, Kompatibilitäten hergestellt.

Neue Prozesse und Prozessoptimierungen wurden in diesem Kontext z. B. für

die Fremdfertigung in Genthin,

die neu aufgestellte Qualitätssicherung unter neuer Verantwortung,

die Reklamationserfassung der Kunden und der Endverbraucher,

der Lieferantenbetreuungen und -bewertungen.

entwickelt und durchgeführt.

Darüber hinaus wurden in fast allen Bereichen und Abteilungen der Luhns GmbH Aktualisierungen für eine Vielzahl von Arbeits- und Verfahrensanweisungen, Hygiene- und Methodenvorschriften umgesetzt.

Im Rahmen der Fremdfertigung Genthin und der dortigen Zertifizierungsvorhaben wurden Hilfestellungen in Form einer Auditorenschulung ebenso gegeben, wie auch bei der Erarbeitung des Auditplanes, der 11 interne Audits vorsah. In allen diesen Audits wurde die Leadauditor-Funktion von dem Luhns Managementsystem besetzt.

Neben der im November und Dezember 2010 erfolgreich zertifizierten Normenrevision ISO 9001:2000 auf ISO 9001:2008, wurde im Mai 2010 ein Voraudit für die ISO 14001 (Umweltmanagementsystem) und die OHSAS 18001 Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagement mit der DQS durchgeführt. Aus diesem Audit wurde ein Themen- und Aufgabenplan generiert der bis zum Jahresende sukzessive abgearbeitet und verfolgt wurde und noch wird. Die Planung sieht vor, dass Mitte 2011 die Zertifizierungen vorgenommen werden können.

In den Produktionsstätten wird den Aspekten des Umweltschutzes darüber hinaus auch mit einem in der Entstehung befindlichen und IT-gestützten Wartungsplaner, der Wartungs-, Prüfungs- und Instandhaltungsintervalle erfasst und anzeigt, konkret entsprochen.

Von den 13 geplanten internen Audits wurden 13 realisiert.

Der Auditplan wurde durch Daten

zur Anzahl der Korrekturmaßnahmen

zur Anzahl der Empfehlungen

zum Umsetzungsstand der Maßnahmen

zum Umsetzungstand der Empfehlungen

ergänzt.

QM-Dokumentationen werden in einem eigenen GMS-Laufwerk im Netzwerk gepflegt und genutzt. Das in 2009 im Aufbau befindliche Laufwerk "AGU" (Arbeitssicherheit, den Gesundheits- und Umweltschutz) wurde erweitert und freigegeben.

A.I.S.E-Charter

Die Charter 2005 ist eine Initiative der europäischen Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel-Industrie. Seit Juli 2007 Ist die Luhns-Gruppe freiwilliges A.I.S.E.-Charter-Mitglied. Jährlich werden Daten und Fakten zu Bereichen wie Rohstoffqualitäten und -einsätze, Energie-Verbräuche, Abfallentsorgung, Arbeite- und Umweltschutz, Verbraucher-Service und Produktlenkung dargelegt. Die Vorbereitungen zur Fortsetzung der Mitgliedschaft wurden gelegt, so dass das erste Folgeaudit (vollständige Erfüllung der AISE Charter-Forderungen) absolviert werden kann.

GMP-Kosmetik Richtlinie für Bopfingen

Die Produktion am Standort Bopfingen erfordert die Einhaltung von Qualitätsstandards der Körperpflegeproduktion, die in der MP-Kosmetik Richtlinie des IKWs von 12/1997 festgeschrieben wurden. Bis zum 5.11.2010 war der Standort Boptingen im Besitz der GMP-Konformitätsbescheinigung nach ISO 22716:2007. Eine Aktualisierung fand nicht mehr statt, da aufgrund der Verlagerung der Produktion dies als nicht mehr sinnvoll erachtet wurde. Das Qualitätsniveau auf Normstandard wurde durch ein Intensiveres Monitoring, auch durch einen externen Experten, unterstützt und somit gesichert. Die Anweisungen und Verfahrens- und Qualitätsvorgaben blieben nachweislich bestehen.

Umweltschutz

Das bereits in den vergangenen Jahren beschriebene Prinzip, dass Nachhaltigkeit beruhend auf der Balance von ökologischen und ökonomischen Aspekten im Unternehmen aktiv vorangetrieben wird, wurde konkretisiert.

Die im Februar 2010 aktualisierte Unternehmenspolitik formuliert den Anspruch, dass ein ISO 14001 Umweltmanagementsystem in Verbindung mit der OHSAS 18001 (Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagementsystem) implementiert werden soll. Darüber hinaus wurden Ende 2010 Überlegungen eingebracht, dass LUFINS auch der EMAS beitreten soll. Erste Planungsschritte sind eingeleitet.

Zusätzlich wurde mit dem Carbon Footprint ein neuer Weg beschritten, die Emissionen von Luhns-Produkten rechnerisch und qualitativ auszuweisen.

Umweltschutzrelevantes Engagement in den Produktionsbereichen wurde aktiv betrieben.

Personalentwicklung

In weit über 1850 Maßnahmen wurden Mitarbeiter in der gesamten Luhns GmbH unterwiesen, geschult und qualifiziert.

Einen weiteren speziellen Beitrag hat der Bereich Managementsysteme und Personalentwicklung in der Mitarbeiterqualifizierung geleistet, so wurden

Englisch-Sprachkurse in Greven (ca. 24-25 Teilnehmer) und Wuppertal (ca. 27-29 Teilnehmer) ganzjährig,

Französisch-Sprachkurse in Wuppertal (ca. 14 Teilnehmer) ganzjährig,

mehrtägige Trainingsmaßnahmen für operativ agierende Führungskräfte (mit 16 Grevener und 13 Bopfinger Teilnehmern im April, Juni und Oktober),

IT-Kurse (Word, Excel, Access, Powerpoint, SAP) mit fast 99 Teilnehmern aus den drei Standorten und im Detail mit über 100 Teilnahmen in Wuppertal, 36 in Greven und über 60 in Bopfingen mehrwöchig

geplant, geprüft, organisiert, durchgeführt und bewertet.

B.7 Personal und Sozialbereich

Personalaufwand und Arbeitszeit

Der Personalaufwand belief sich im Berichtsjahr 2010 auf 19,3 Mio. € in der Luhns GmbH gegenüber 164 Mio. € in 2009.

In 2010 gab es aufgrund des Abschlusses des Haustarifvertrags 2009/2010 vom 11.05.2009 zum 1. Januar 2010 eine vereinbarte Tarifentgeltanpassung um 2,3 %. Eine Beschäftigungssicherung wurde mit dem Haustarifvertrag bis 31.12.2010 vereinbart.

Aufgrund der unternehmerischen Entscheidung des Vorstandes der Gesellschafterin der Luhns GmbH, der Hanse Group AG, wurde am 01.12.2010 zur Anpassung an die Marktentwicklung, zum Erhalt der Konkurrenzfähigkeit, insbesondere einer zukünftigen rohstoffnahen, synergetischen Produktion, ein Sozialplan und Interessenausgleich abgeschlossen, in dem Betriebs- und ggf. Personalanpassungsmaßnahmen zur Zukunftssicherung des Unternehmens geregelt sind . Die unternehmerische Entscheidung lautet, den Betrieb in Bopfingen ab dem 01.01.2011 bis 30.06.2011 einzustellen und die dort befindlichen Maschinen und sonstige Produktionsmittel nach Genthin zu verlagern. Für den Grevener Betrieb wurde eine Standortsicherung bis 31.12.2015, sowie ein Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis 31.12.2013 ausgesprochen, soweit die Betriebsbedingtheit von Kündigungen nicht auf die Auftragslage oder eine etwaige Zentralisierung von Verwaltungsaufgaben zurückzuführen ist.

Die Luhns GmbH hat im Durchschnitt im Jahr 2010 348 Mitarbeiter.

Angaben zu betrieblichen Sozialleistungen

An den Standorten Greven und Bopfingen werden eigene Werkskantinen sowie Belegschaftsverkäufe unterhalten.

Angaben zur Aus- und Weiterbildung

Die Gesellschaft bietet Ausbildungsmöglichkeiten an. Per Ende des Geschäftsjahres 2010 nahmen 11 Auszubildende diese Möglichkeit der beruflichen Qualifizierung wahr. Die Ausbildung erfolgte für die Berufsbilder Industriekaufmann, Industriemechaniker und Energieanlagenelektroniker in Greven und Chemikant/in und Kaufmann für Bürokommunikation in Bopfingen.

Die 6-monatige Übernahmegarantie nach Beendigung der Ausbildung wurde auch in 2010 aufrechterhalten.

Angaben zu Gesundheits- und Arbeitsschutz

Im Laufe des Jahres 2010 fanden zur Erfüllung der Forderungen nach § 11 ASIG insgesamt 8 Arbeitsschutzausschusssitzungen statt. Zur Überprüfung der Sicherheit in den Werken wurden regelmäßige Betriebs- und Sicherheitsbegehungen mit den jeweiligen Werkleitern durchgeführt. An externen Arbeitsschutzseminaren nahmen 23 Mitarbeiter teil.

Die absolute Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle im Geschäftsjahr 2010 ist gleichbleibend zum Vorjahr. Die Unfallzahl in Bopfingen belief sich auf 3 Unfälle (3 im Vorjahr) und im Werk Greven verzeichneten wir 5 Unfälle (im Vorjahr 5).

B.8 Forschung und Entwicklung

Die Produkte der Firma Luhns genießen bei den Kunden aufgrund der starken technologischen Ausrichtung der Entwicklungsabteilungen in den vergangenen Jahren ein hohes Qualitätsimage.

Die Ausrichtung der F&E erfolgte auf den Schwerpunkt Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel im Werk Greven (Flüssige Produkte wie Waschmittel, Geschirrspülmittel, Allesreiniger oder Weichspülkonzentrate) und die Kosmetik im Werk Bopfingen. Die Kosmetik beschränkt sich derzeit auf Produkte wie Duschbad/Shampoo und Haarpflegeprodukte sowie Spülungen. Die Anstrengungen, an den ertragsreicheren Produkten der Kosmetik in den Handelsketten stärker partizipieren zu können, waren erfolgreich (Handcreme bei verschiedenen Kunden). Hier werden nun Investitionen in Menschen und Maschinen folgen, um diese Segmente weiter erfolgreich bearbeiten zu können.

Die im Verlauf des Jahres 2010 beschlossene Verlagerung der Kosmetikproduktion von Bopfingen nach Genthin erfordert in erhöhtem Maße Aufwand für die Betreuung des erforderlichen Know-How-Transfers, diesem Umstand wird entsprechend Rechnung getragen.

Darüber hinaus ist vorgesehen, weitere Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungs-Maßnahmen einzuleiten, die uns weitere Perspektiven geben und Basis des erwarteten zusätzlichen Markterfolges sind. Auch aus dem Bereich F&E werden hierzu weiterhin entscheidende Impulse geliefert werden.

Für die Zukunft ist es außerdem besonders wichtig, dass der hohe Kenntnisstand in der F&E erhalten bleibt und den Mitarbeitern eine Perspektive im Unternehmen geboten wird. Die personelle Ausstattung ist angesichts der in der Vergangenheit stark gestiegenen kundenbezogenen Projektarbeit sehr angespannt. Hier ist für das Jahr 2011 vorgesehen, durch entsprechende Optimierungen der Prozessabläufe sowie durch gezielte Einstellungen die quantitative wie auch qualitative Ausstattung dieses Schlüsselbereichs weiter und nachhaltig zu verbessern. Es bleibt ebenfalls zu erwarten, dass die Einbindung von Luhns in den Hansa Konzern Synergiepotenziale bieten wird, die dann konsequent genutzt werden.

C. Chancen- und Risikobericht

Der Industrieverband Körperpflege - und Waschmittel (IKW) gibt für das kommende Jahr 2011 folgenden Ausblick:

Nach einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 4,7 % im vergangenen Jahr geht der Sachverständigenrat In seinem Jüngsten Gutachten vom November für 2010 von einem Wachstum von 3,7 % aus. Zu diesem in der Höhe von niemandem erwarteten Aufwärtstrend haben nach Ansicht der Experten sowohl die Exporte als auch die Binnennachfrage beigetragen.

Um die Chancen für einen stabilen Aufschwung auch im Jahr 2011 zu wahren, empfehlen die Sachverständigen eine nachhaltige Belebung der privaten Binnennachfrage. Die günstige Lage am Arbeitsmarkt sowie höhere Löhne sollten in diesem Sinne positiv wirken. Von dem prognostizierten Wachstum des privaten Konsums von 0,1 % im Jahr 2010 auf 1,6 % im Jahr 2011 sollte auch die Körperpflege und Waschmittel-Industrie profitieren. Hinzu kommt, dass unsere Produkte für Gesundheit. Hygiene und Wohlbefinden unverzichtbar sind.

Wir rechnen allerdings mit einem härteren Wettbewerb in der Industrie selbst sowie im Handel. Unter der Voraussetzung, dass das positive Wirtschaftsklima in Deutschland nicht beeinträchtigt wird, sollte für die Kosmetik wieder ein positives Ergebnis möglich sein, das heißt ein Plus von 0,5 bis 1,5 %. Für den WPR-Bereich wäre das 2010 erreichte Wachstum eine gute Entwicklung.

Laut Nielsen wird es in 2011 in Deutschland wiederum eine gute wirtschaftliche Entwicklung geben, wenn sich die gute Konjunkturentwicklung auch auf den Gehaltsabrechnungen bemerkbar macht, dürfte die Anschaffungsneigung steigen, damit wird dann auch die Verbraucherstimmung insgesamt weiter nach oben gehen.

Allerdings weist Nielsen auch darauf hin, dass die Umsatzentwicklung der Handelsmarken in den ersten drei Quartalen 2010 mit einem Minus von 0,0 Prozent ziemlich genau der des Vorjahres entspricht. Maßgeblicher Treiber der negativen Umsatzentwicklung ist die Discountschiene. Letztlich ist dies übrigens der einzige Vertriebstyp, in dem die Eigenmarken tatsächlich an Umsatz einbüßen, was die Zusatzumsätze aus anderen Vertriebstypen-Kanälen mehr als kompensiert. Und da die Discounter für fast drei Viertel des gesamten Handelsmarkenumsatzes im LEH und den Drogeriemärkten stehen, hat ihre Entwicklung erheblichen Einfluss auf Erfolg und Misserfolg der Handelsmarken insgesamt.

Auch im kommenden Jahr wird sich der Wettbewerb im Handel weiter verschärfen. Er wird aber nicht mehr ausschließlich über den Preis ausgetragen. Themen wie Genuss und Einkaufsqualität rücken wieder stärker in den Vordergrund - wer sich hier profilieren kann, ist im Vorteil. Auch verbraucherpolitische Themen gewinnen an Bedeutung - von der Qualitätssicherung bis hin zur nachhaltigen Sortimentsführung.

Ob die anhaltenden Preissenkungsrunden der gesamten Branche auf Dauer gut tun, ist mehr als fraglich. Es ist darauf zu achten, dass langfristig nicht das Vertrauen der Verbraucher in die hohe Qualität der Produkte erschüttert wird. Generell gilt, dass wir uns künftig stärker denn je in sehr volatilen Rohstoffmärkten bewegen - das kann zu Preisschwankungen nach oben und unten führen. Der intensive Wettbewerb im deutschen Handel wird den Kunden dauerhaft ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis gewährleisten.

Die Anbieter mussten im Jahr 2010 deutlich mehr als die Endabnehmer die Lasten der Erzeugerpreiserhöhungen tragen: sie müssen für Rohstoffe, für Transport- und Produktionsenergie seit Sommer 2010 wieder deutlich mehr bezahlen. Das wäre nicht so schlimm, könnten sie die höheren Kosten einfach an die Verbraucher weitergeben. Aber dabei spielen die bekanntlich nicht so einfach mit. Und so ist die Kluft zwischen Erzeuger- und Verbraucherpreisen zuletzt immer größer geworden. Wie in der Vergangenheit auch haben wir es mit einem Time-lag in der Kostenweitergabe innerhalb der Wertschöpfungskette zu tun.

Hier kommt die GfK im Rahmen des Consumer Scan zu der Schlussfolgerung, dass es dennoch nicht auszuschließen ist, dass die Preise in diesem Jahr weiter steigen, auch wenn das den Verbrauchern nicht gefällt. Denn bei den Anbietern führt die Schere von Kosten und Verkaufspreisen zunehmend zu Wertschöpfungseinbußen - sie müssen handeln.

Die LEH-Vollsortimenter zeigen im Januar 2011 lediglich einen Zuwachs von 1,2 % gegenüber dem Vorjahres-Vergleichszeitraum, hier hatte man mehr erwartet. Die Drogeriemärkte hingegen sind in diesem Zeitraum deutlich gewachsen, hierbei profilierten diese Unternehmen insbesondere von der positiven Entwicklung bei den Körperpflegeprodukten, insbesondere DM hat sich hier hervorgetan, Schlecker ist weiterhin rückläufig. Das Wachstum der Discounter im Januar 2011 war hingegen ausschließlich preisbedingt. Gut schneiden die SB-Warenhäuser ab, in den vergangenen Monaten hatte sich diese Vertriebsschiene lediglich unterdurchschnittlich entwickelt.

Der Verdrängungskampf bei den Handelsmarkenherstellern, der zu Einbußen bei den Margen führt, setzt sich fort, dem muss Luhns mit Innovationen und einem Zusatznutzen bei den Produkten begegnen. Die kontinuierliche Verbesserung der Rezepturen und der Produktionsprozesse, der sparsame Umgang mit Ressourcen und der permanente Wille, die Kostenführerschaft anzustreben, bieten die Möglichkeit, diesem harten Verdrängungswettbewerb zu begegnen.

Das im Jahr 2009 konzipierte Sanierungskonzept, welches sich aus einer Neuausrichtung auf der Beschaffungsseite und der Ausweitung der Kunden-Landschaft zusammensetzt, wurde auch in 2010 fortgeführt und die eingeleiteten Maßnahmen bilden die Basis für die Nachhaltigkeit der wirtschaftlichen Kehrtwende in der Zukunft.

Die Eingliederung in die Hansa Group AG im Mai 2010 führte zu der unternehmerischen Entscheidung, die Produktionsstätte für Körperpflegeprodukte von Bopfingen zu der Schwestergesellschaft Waschmittelwerke Genthin zu verlagern.

Hierzu gehört neben der Verlagerung der Produktionsanlagen aus dem Werk Bopfingen nach Genthin auch ein Lohnherstellungsvertrag zur Produktion der bisher in Bopfingen hergestellten Artikel. Die Bündelung der Produktion in Genthin, die zukünftige direkte Belieferung mit wichtigen Rohstoffen aus der Tensid-Anlage der Schwestergesellschaft, die kostenoptimierte Versorgung mit vor Ort hergestellten Verpackungsmaterialien und die Verbesserung der Logistik-Situation sind die Gründe dieser Verlagerung.

Die volatilen Rohstoffmärkte sind für die Luhns GmbH eine Herausforderung, wie bei den anderen Marktteilnehmern auch ist die Schere zwischen Herstellungskosten und Verkaufspreisen seit dem zweiten Halbjahr 2010 temporär auseinander gegangen und die Branche befindet sich zur Zeit in intensiven Preisgesprächen mit dem Handel. Luhns hat seit dem vierten Quartal 2010 die ersten nachhaltigen Preiserhöhungen durchsetzen können und befindet sich seitdem in weiteren erfolgversprechenden Gesprächen mit den Kunden.

Wie an gleicher Stelle im Abschluss 2009 geschildert hat Luhns im Jahr 2010 bei einem größeren Kunden Mengen verloren, eine Wiedergewinnung erscheint aber möglich. Uns ist es aufgrund intensiver Bemühungen gelungen, diesen Mengenverlust durch Neukunden-Gewinnung auszugleichen und darüber hinaus die anderen Bestandskunden weiter auszubauen.

D. Zukünftige Entwicklung

Luhns hat sich bisher auf wenige große Kunden fokussiert. In den letzen beiden Jahren wurde jedoch das Angebotsspektrum auf weitere Inlands- und Auslandskunden ausgeweitet, diese Strategie wird konsequent fortgesetzt.

In der Discounterszene zeichnet sich eine Blockbildung ab, echte Hard-Discounter wie Aldi und Norma operieren nach klassischen Mustern, Marken-Discounter wie Lidl oder Netto propagieren eine konzeptionelle Nähe zum Supermarkt.

Die anderen Vertriebsschienen im Lebensmitteleinzelhandel werden mit ihren Preiseinstiegsmarken die potenzielle Kundenbasis erweitern, hier gilt es, durch gezielte Vertriebsstrategien die Möglichkeiten einer Kundendiversifizierung zu nutzen.

Bei den Drogeriemärkten verliert Schlecker weiter an Boden, die Umsätze fließen nicht nur zu den direkten Wettbewerbern sondern auch zu den Discountern und den Vollsortimentern.

Die Discounter eröffnen immer neue Preisrunden, die Vollsortimenter müssen zwangsläufig nachziehen. Aber niedrige Preise sind kein Allheilmittel, Studien belegen, dass das entscheidende Kriterium für die Wahl der Einkaufstätte eine Verbindung niedriger Preise mit hoher Qualität ist.

Handelsmarken werden sich weiter stark entwickeln. Marktführer und Premiummarke können sich behaupten. Der Siegeszug der Handelsmarke geht vor allem zulasten der B- und C-Marken. Die Eigenmarke dient dem Handel verstärkt zur Profilierung und Abgrenzung gegenüber dem Wettbewerb.

Die Sparsamkeit der Kunden und zunehmende Fokussierung auf den Preis ermöglicht die ständige Erweiterung der Eigenmarken.

Im Kampf um Marktanteile und Margen werden die Eigenmarken zunehmend zu einem wesentlichen Differenzierungsfaktor und Werttreiber. Zu beobachten ist eine Ausweitung und Professionalisierung der Eigenmarken-Strategie bei den meisten Handelsunternehmen. Die Wahrnehmung der Kunden ist weg vom reinen Preisargument hin zu Produkten mit gutem Preis-/Leistungsverhältnis. Dabei verfügen die Eigenmarken mit Fokussierung auf Zielgruppen und/oder Sortimenten über eine höherer Nutzenstiftung und Kaufbeeinflussung als Preiseinstiegsmarken. Mittelfristig werden reine Preiseinstiegsmarken zunehmend zu bloßen Pflichtmarken, die Jeder Verbraucher vom Handel erwartet. Eigenmarken werden immer häufiger ihren Status als identitätslos verlassen.

Laut einer Studie von Roland Berger wird sich der Anteil der Handelsmarken im Discounterbereich von 75 % auf 85 % ausweiten, im restlichen Bereich des Lebensmitteleinzelhandels hingegen von zur Zeit 20 % auf 40 %.

Neben strategisch unverzichtbaren Preiseinstiegsmarken setzt der LEH bei Handelsmarken zunehmend auf eigene Markenidentität, dies betrifft insbesondere Auftritt und Produktkonzept. Damit sind auch Innovationen gefragt, mit echter Leistungs- und Qualitätsverbesserung für den Kunden (Produkt/ Geschmack/ Anwendung/ Convenience/ Verpackung). Eigenmarken über verschiedene Preisstufen erfordern zwingend eine nachvollziehbare Differenzierung in der Leistung, insbesondere zwischen Preiseinstieg und klassischer Handelsmarke.

Diese bevorstehenden Veränderungen in der Handelslandschaft bieten Luhns Chancen den Absatz auszuweiten. Innovationen in Design und kundenspezifische Rezepturen, differenzierende Qualitätskonzepte, nicht zuletzt durch aktive Entwicklungsarbeit und individuelle Kundenbetreuung, werden die Basis für eine Ausweitung der Aktivitäten bei diesen Kundengruppen sein. Qualitätsbeweise wie bei Stiftung Warentest und Öko-Test sind wettbewerbsentscheidend, die Anforderungen an ein ganzheitliches Managementsystem und deren Nachweise durch relevante Zertifikate steigen.

Auf diese Anforderungen hat sich Luhns systematisch vorbereitet, die Intensivierung der Entwicklungsarbeit und der konsequente und ergebnisorientierte Ausbau der Managementsysteme sind ausgerichtet auf eine Bedienung dieser zukünftigen Kundenwünsche.

Der Handel legt in Zukunft viel Wert auf Produktspezifikationen, Rohstoffentwicklung, Verpackungssysteme und Logistiklösungen, dies sind die strategischen Geschäftsfelder, auf die Luhns sich verstärkt konzentrieren wird. Hier wird die Integration in die Wertschöpfungskette der Hansa Group AG entscheidend zu beitragen.

Die Herstellung von Eigenmarken für den Handel wird zunehmend anspruchsvoller werden, die Differenzierungsstrategie in der Eigenmarke in Bezug auf Rezeptur, Verpackung und die Spezialisierung der einzelnen Produkte erhöhen die Komplexität und führen zu einer Verkleinerung der Losgrößen, die zukünftige Fertigungsstruktur der Lohns wird sich hierauf einzustellen haben.

Erfolgreichen Handelsmarken-Hersteller müssen sich stärker als in der Vergangenheit mit den unterschiedlichen Strategien der Händler auseinandersetzen und ihre Leistungen daran anpassen, dessen sind wir uns bewusst.

Die Unternehmens-Gruppe war nach den erfolgreich eingeleiteten Sanierungsschritten im Jahr 2009 im Jahr 2010 wieder mit deutlich valetieren Rohstoffmärkten konfrontiert, die notwendige Weitergabe der gestiegenen Erzeugerpreise gelang mit einzelnen Kunden erst im vierten Quartal und zur Zeit befinden wir uns in weitergehenden Preisverhandlungen mit den Kunden. Die Vorzeichen für eine Ausweitung der Kundenbasis stehen gut, die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen bringen gerade für das Handelsmarken-Geschäft weitere Wachstumsimpulse.

Die Ergebnissituation im Jahr 2010 war gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Grund hierfür sind die drastisch gestiegenen Rohstoffpreise. Nach den teilweise schon geführten und den noch ausstehenden Preisverhandlungen mit den Kunden erwarten wir für das Jahr 2011 eine Erholung der Margensituation in den einzelnen Warengruppen mit dem Ziel einer Rückkehr zu marktgerechten Preisen. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen weist die Bilanz einen deutlich positiven Jahresüberschuss aus, Grund hierfür sind Erträge durch den Verkauf von Markenrechten und Geschäftsanteilen.

Für das Geschäftsjahr 2011 erwarten wir unter diesen Voraussetzungen ein positives Ergebnis. Diese Entwicklung und die Einbindung in den Hansa-Konzern gewährleisten eine ausreichende Liquiditätsausstattung für die anstehenden und eingeleiteten Schritte zur Verbesserung der Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens in einem sehr wettbewerbsintensiven Markt.

Die Potenziale im Markt, die Qualität der Produkte, die Leistungsfähigkeit und -bereitschaft der Mitarbeiter gepaart mit den strategischen Chancen einer breit aufgestellten Gesellschafterstruktur und die Rückwärtsintegration in der Wertschöpfungskette sind die Grundlagen für den nachhaltigen wirtschaftlichen Umschwung.

 

Wuppertal, den 14. März 2011

Bilanz zum 31. Dezember 2010

Aktiva

31.12.2010 31.12.2009
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 54.768 77.174
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 457.644 487.174
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.472.737 7.846.562
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.077.649 1.847.612
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 681.738 9.689.768 728.600 10.909.948
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0
2. Anteile an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 903.068
4. Sonstige Ausleihungen 175.750 175.750 181.450 1.084.518
9.920.286 12.071.639
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.647.601 4.573.218
2. Unfertige Erzeugnisse 968.924 671.986
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 9.426.040 8.855.638
4. sonstige Bestände 15.042.565 14.100.842
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.420.157 10.420.842
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.100.186 2.447.689
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 511.436
4. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 11.549.228 11.935.374
5. Forderungen gegen Gesellschafter 770 72.172
6. Sonstige Vermögensgegenstände 2.737.354 3.099.818
26.807.695 28.487.330
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.648.271 1.802.896
43.498.531 44.391.068
C. Rechnungsabgrenzungsposten 58.899 72.893
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 74.825
53.552.541 56.535.601
Passiva
31.12.2010 31.12.2009
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 8.000.000 8.000.000
II. Kapitalrücklagen 19.720.059 19.720.059
III. Andere Gewinnrücklagen 7.081.393 7.081.393
IV. Bilanzverlust -21.460.814 -26.528.922
13.340.637 8.272.530
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 2.307.889 2.336.671
2. Steuerrückstellungen 3.098.752 792.617
3. Sonstige Rückstellungen 4.945.138 4.161.185
10.351.779 7.290.473
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 88 4.781
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.376.490 18.314.356
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.523.051 2.238.371
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligung 12.387.706
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 7.589.598
6. Sonstige Verbindlichkeiten 7.370.897 8.027.385
- davon aus Steuern EUR 1.154.352,35 (i. Vj. EUR 609.622,16)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 182.531,20 (i. Vj. EUR 183.132,14)
29.860.124 40.972.598
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0
53.552.541 56.535.601

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar - 31. Dezember 2010

Luhns GmbH, Wuppertal

2010
2009
1. Umsatzerlöse 167.014.355,54 167.274.613,86
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 880.358,33 2.647.817,04
3. Gesamtleistung 167.894.713,87 169.922.430,90
4. Sonstige betriebliche Erträge 14.483.383,08 1.023.189,57
5. Materialaufwand
a. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -116.614.931,98 -112.734.124,42
b. Aufwendungen für bezogene Leistungen -5.253.256,62 -4.629.203,53
6 Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -16.447.085,02 -13.621.284,42
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.897.739,86 -2.811.777,34
davon für Altersversorgung 161.941,21 € (Vj. 276.516,82 €)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.940.665,13 -3.172.964,97
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -29.614.853,89 -26.558.283,07
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 32.200,75 27.084,41
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon an verbundene Unternehmen 0,00 € (Vj. 52.908,29 €) -900.927,34 -787.573,08
-160.153.876,01 -163.264.936,85
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 7.740.837,86 6.657.494,05
12. Außerordentliche Erträge 0,00 106.509,28
13. Außerordentliche Aufwendungen -106.369,00 -65.535,20
14. Außerordentliches Ergebnis -106.369,00 40.974,08
15. Ergebnis vor Steuern 7.634.468,86 6.698.468,13
16. Steuern vorn Einkommen und vorn Ertrag -2.417.165,24 -797.862,42
17. Sonstige Steuern -149.195,73 -150.700,12
18. Jahresüberschuss 5.068.107,89 5.749.905,59

Anhang zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010

der LUHNS GmbH, Wuppertal

A. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff, und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde in EUR aufgestellt.

Die sich aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG ergebenden Bilanzierungs- und Bewertungsänderungen wurden bei den Vorjahreszahlen nicht berücksichtigt (Art. 67 Abs. 8 EGHGB).

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bilanzierung und Bewertung wurde die Fortführung der Gesellschaft unterstellt.

Erworbene immaterielle Vermögengegenstände (Software) sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden auf Basis einer Nutzungsdauer von vier Jahren planmäßig abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände werden vorgenommen, wenn Wertminderungen von voraussichtlich dauernder Wirkung sind.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Folgende Nutzungsdauern werden zu Grunde gelegt:

Bauten auf fremden Grundstücken 5 bis 25 Jahre
Maschinen 4 bis 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 bis 15 Jahre

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden über die steuerrechtliche Regelung abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Ausleihungen sind zum Nennbetrag bewertet.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei teilweiser Anwendung des Durchschnittsverfahrens unter Beachtung des Niederstwertprinzips und des Prinzips der verlustfreien Bewertung. Die Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse beinhalten die für steuerliche Zwecke aktivierungspflichtigen Kosten.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 4 HGB werden vorgenommen.

Forderungen in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs angesetzt, wobei von den zum Entstehungszeitpunkt bzw. zum Jahresende geltenden Kursen der jeweils niedrigere zu Grunde gelegt wird.

Bei den flüssigen Mitteln handelt es sich um Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassen- und Scheckbestände, die zum Nennwert angesetzt sind.

Rechnungsabgrenzungsposten sind nach § 250 Abs. 1 HGB gebildet worden.

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung betrifft den saldierten Ausweis von mittelbaren Pensionsverpflichtungen und der entsprechenden Rückdeckung. Die Rückdeckung ist zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die mittelbaren Pensionsverpflichtungen werden nach dem ratierlichen Anwartschaftsbarwert unter Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2005G, einem Rechnungszins von 5,16 % und einem Rententrend von 2 % bewertet. Die Differenzbeträge zur Bewertung nach altem Recht werden mit 1/15 angesammelt.

Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen werden in zulässiger Höhe ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt nach dem ratierlichen Anwartschaftsverfahren. Den Berechnungen wurden die Heubeck-Richttafeln 2005G zugrunde gelegt. Der Rechnungszins beträgt 5,16 % und der Rententrend 2,0 % p.A. Die Differenzbeträge zur Rückstellung nach altem Recht zum 31.12.2009 werden gem. Art. 67 Abs. 7 EGHGB mit 1/15 angesammelt und sind unter den "außerordentlichen Aufwendungen" ausgewiesen.

In der Rückstellung für Altersteilzeit werden für Mitarbeiter, die in Alterteilzeit sind oder bereits Verträge geschlossen haben, die Aufstockungs- und Abfindungsleistungen in voller Höhe sowie das Arbeitsentgelt in der Freistellungsphase ratierlich zurückgestellt. Die Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch berechnet mit 4,15 %. Dem Einkommenstrend wurden 2,5 % p.a. zugrunde gelegt. Der Differenzbetrag zur Rückstellung nach altem Recht zum 31.12.2009 ist unter dem Posten "außerordentliche Aufwendungen" erfasst. Die Altersteilzeitverpflichtung wurde mit dem Planvermögen (Aktivwert der Rückdeckungsversicherung) saldiert.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle Risiken, ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs bewertet, wobei von den zum Entstehungszeitpunkt bzw. zum Jahresende geltenden Kursen der jeweils höhere zu Grunde gelegt wird.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Immaterielle Vermögensgegenstände

Anschaffungskosten
T€
Aufgelaufene Abschreibungen
T€
Buchwerte
T€
1. Januar 2010 1.279 1.202 77
Zugänge 5 5
Abschreibungen 0 27 27
31. Dezember 2010 1.284 1.229 55

Es handelt sich um Software.

Sachanlagen

Bauten auf fremden Grundstücken
T€
Technische Anlagen und Maschinen
T€
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
T€
Geleistete Anzahlung und Anlagen im Bau
T€
Gesamt
T€
Anschaffungskosten
1. Januar 2010 3.289 53.876 20.909 729 78.803
Zugänge 25 376 647 674 1.722
Umbuchungen 0 207 514 -721 0
Abgänge 0 0 64 0 64
31. Dezember 2010 3.314 54.459 22.006 682 80.461
Aufgelaufene Abschreibungen
1. Januar 2010 2.803 46.030 19.062 0 67.895
Zugänge 54 1.957 902 0 2.913
Abgänge 0 0 36 0 36
31. Dezember 2010 2.857 47.987 19.928 0 70.772
Buchwerte
1. Januar 2010 487 7.847 1.847 729 10.910
31. Dezember 2010 457 6.473 2.078 682 9.690

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen
T€
Anteile an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
T€
Sonstige Ausleihungen
T€
Gesamt
T€
Anschaffungskosten
1. Januar 2010 12.287 3 181 12.471
Zugänge 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0
Abgänge 12.242 3 5 12.250
31. Dezember 2010 45 0 176 221
Aufgelaufene Abschreibungen
1. Januar 2010 11.387 0 0 11.387
Umbuchungen 0 0 0 0
Zugänge 0 0 0 0
Abgänge 11.342 0 0 11.342
31. Dezember 2010 45 0 0 45
Buchwerte
1. Januar 2010 900 3 181 1.084
31. Dezember 2010 0 0 176 176

Anteile an verbundenen Unternehmen

Kapitalanteil
%
Eigenkapital 31.12.2010
T€
Jahresergebnis 2010
T€
LUHNS France S.A.R.L., Sarreguemines/Frankreich 100 414 293

Unter den Forderungen gegen nahestehende Unternehmen sind Beträge in Höhe von 6.017 T€ mit einer Laufzeit von über einem Jahr enthalten.

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung saldiert den Erfüllungsbetrag (569 T€) mit dem Planvermögen (fortgeführte Anschaffungskosten) in Höhe von 644 T€. Die Erhöhung des Planvermögens (71 T€) und die Erhöhung des Erfüllungsbetrages (10 T€) wurden saldiert.

Passiva

Eigenkapitalspiegel

Gezeichnetes Kapital
T€
Kapitalrücklage
T€
Andere Gewinnrücklagen
T€
Bilanzverlust
T€
Gesamt
T€
1. Januar 2010 8.000 19.720 7.081 -26.528 8.273
Jahresergebnis 2010 5.068 5.068
31. Dezember 2010 8.000 19.720 7.081 -21.460 13.341

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Altersteilzeitverpflichtungen (367 T€), Kundenboni (69 T€), ausstehende Kostenrechnungen (586 T€), Personalverpflichtungen (538 T€) und Kosten für den Sanierungsplan (3.100 T€).

Die Altersteilzeitverpflichtung setzt sich zusammen aus dem Erfüllungsbetrag der Verpflichtung (741 T€) und dem Zeitwert (fortgeführte Anschaffungskosten) der verrechneten Vermögensgegenstände (374 T€), Aufwendungen (41 T€) und Erträge (154 T€) wurden saldiert.

Der Betrag der nicht ausgewiesenen Rückstellungen für laufende Pensionen, Anwartschaften auf Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (Art. 67 Abs. 2 EGHGB) beträgt 753 T€.

Steuerrückstellungen

In 2009 erfolgte die Steuerberechnung der Ertragsteuern unter Anrechnung von Verlustvorträgen, da trotz eines Gesellschafterwechsels von der Anwendung des Sanierungsprivilegs gem. § 8c KStG ausgegangen wurde. Hierzu lag ein Sanierungsgutachten sowie eine Stellungnahme des steuerlichen Beraters vor.

Die EU-Kommission hat entschieden, dass die Sanierungsklausel EU-rechtswidrig ist. Bei der Berechnung der Ertragsteuern wurde dieser Sachverhalt, rückwirkend auch für das Geschäftsjahr 2009, berücksichtigt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten stellen sich nach ihrer Fälligkeit wie folgt dar (Vorjahresbeträge in Klammern):

Gesamt 31.12.2010
T€
davon mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr
T€
von einem bis fünf Jahren
T€
von mehr als fünf Jahren
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
(5) (5) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.376 12.376 0 0
(18.314) (18.314) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.523 2.523 0 0
(2.238) (2.238) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0
(703) (703) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 2.164 2.164 0 0
(11.685) (11.685) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 7.590 7.590 0 0
(0) (0) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 5.207 3.957 1.250 0
(8.027) (4.977) (3.050) (0)
29.860 28.610 1.250 0
(40.972) (37.922) (3.050) (0)
davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert
T€
Art und Form der Sicherung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0
(0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.276 Eigentumsvorbehalte
(18.314)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.523
(0)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0
(0)
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 0 Eigentumsvorbehalte
(11.685)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 7.590 Eigentumsvorbehalte
(0)
Sonstige Verbindlichkeiten 3.050 Sicherungsabtretung von Forderungen
(4.850)
Sicherungsabtretung von Produktionsanlagen
25.439
(34.849)

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen ein Lieferantendarlehen (3.050 T€) sowie kreditorische Debitoren (819 T€).

Die Verbindlichkeiten aus verbundenen Unternehmen und gegenüber Gesellschaftern sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Latente Steuern

Es bestehen aktive latente Steuern aus steuerlich nicht zu bildenden Rückstellungen in Höhe von 786 T€. Die aktive latente Steuer ergibt sich bei Anwendung eines Ertragsteuersatzes von 30%.

Haftungsverhältnisse

Im Rahmen eines Safe-and-lease-back-Vertrages wurden Gegenstände des Anlagevermögens an die IKB Deutsche Industriebank AG, Düsseldorf (kurz: IKB), in Höhe von 2.299 T€ zur Sicherheit verpfändet. Darüber hinaus besteht ein Raumsicherungsvertrag für die Gebäude Reckenfelder Str. 60, Greven. Die IKB hält diese Sicherheiten anteilig und gleichrangig für die Sparkasse KölnBonn, Köln.

Es bestehen betragsmäßig beschränkte Bürgschaften gegenüber der Sparkasse KölnBonn, Köln in Höhe von 4.209 T€, sowie gegenüber der IKB in Höhe von 4.247 T€ für Darlehensverbindlichkeiten der FLORIN Immobilienverwaltungs AG & Co. KG I, Wuppertal (kurz: FLORIN I) und der FLORIN Immobilienverwaltungs AG & Co. KG II, Köln (kurz: FLORIN II).

Die Gesellschaften, für die Haftungsverhältnisse eingegangen wurden, sind ertrags- und liquiditätsmäßig so ausgestattet, dass zum Bilanzierungsstichtag nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet wird.

Darüber hinaus bestehen keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der Miet- und Leasingverpflichtungen beträgt gemäß folgender Aufstellung 9.155 T€.

bis 1 Jahr
T€
2 bis 5 Jahre
T€
über 5 Jahre
T€
Gesamt
T€
Mietverpflichtungen 1.709 4.722 2.361 8.792
Geschäfts- und Lagerräume
Leasingverpflichtungen 188 175 0 363
Gesamt 1.897 4.897 2.361 9.155

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2010
T€
2009
T€
Inland 101.260 99.331
Ausland 84.045 88.951
185.305 188.282
Abzüglich Erlösschmälerungen 18.291 21.007
Nettoerlöse 167.014 167.275

Die Bruttoumsatzerlöse setzen sich nach Produkten wie folgt zusammen:

Inland
T€
Ausland
T€
Gesamt
T€
Flüssig 93.586 71.785 165.371
Körperpflege 11.284 8.606 19.890
Sonstiges 31 13 44
104.901 80.404 185.305

Sonstige betriebliche Erträge

Die wesentlichen sonstigen betrieblichen Erträge betreffen:

2010
T€
2009
T€
Auflösung von Rückstellungen 602 34
Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 33 0
Erträge aus Geschäftsbesorgungsverträgen 120 120
Mieterträge 187 169
Erträge Kantine 72 57
Erträge Verkauf Finanzanlage 3.043 0
Erträge Verkauf Marken 4.750 0
Zuschuss Aufwendungen Wegfall steuerliche Verlustvorträge 2.143 0
Zuschuss Aufwendungen Sozialplan 3.100 0
Übrige Erträge 433 643
14.483 1.023

Die übrigen Erträge enthalten im Wesentlichen Erlöse aus Belegschaftsverkäufen von 49 T€, Kursgewinne von 124 T€ und sonstige Erträge von 113 T€.

Materialaufwand

In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind Lizenzgebühren "Der Grüne Punkt erfasst, um dem Charakter dieser Gebühren, die den Kunden über die Umsatzerlöse weiterberechnet werden und insofern durchlaufende Posten darstellen, gerecht zu werden.

Vom Materialaufwand entfallen 11.905 T€ auf Handelswaren.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Frachten, Instandhaltung, Mieten, Pachten, Leasing, Rechts- und Beratungskosten sowie Vertriebskosten.

2010
T€
2009
T€
Frachtkosten 12.308 11.481
Dienstleistungen, Instandhaltungs- und Wartungsaufwendungen 4.716 3.398
Verwaltungskosten 4.966 5.158
Verschiedene Vertriebskosten 2.788 2.554
Miet- und Pachtaufwendungen, Leasingaufwendungen 3.352 2.911
Handling und Picking 1.277 829
Einzelwertberichtigungen zu Forderungen 44 105
Übrige Aufwendungen 164 122
29.615 26.558

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 225 T€.

Außerordentliches Ergebnis

Die außerordentlichen Aufwendungen beinhalten gem. Art. 67 Abs. 7 EGHGB die anteilige Zuführung der sich aus der Umbewertung der Pensionsgutachten ergebenden Differenzbeträge in Höhe von 104 T€.

E. Sonstige Angaben

Konzernabschluss

Die Luhns GmbH ist in den Konzernabschluss der Hansa Group AG, Münster, ab dem 1. Mai 2010 einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 355 Arbeitnehmer exklusive Auszubildende beschäftigt, davon Angestellte 147 und gewerbliche Mitarbeiter 208.

Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar der Abschlussprüfer im Jahr 2010 beträgt 66 T€, davon entfallen auf Leistungen der Abschlussprüfung 53 T€ und andere Beratungsleistungen 13 T€.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Art des Geschäftes/ Art der Beziehung Verkäufe
in Mio. EUR
Käufe
in Mio. EUR
Erbringen von Dienstleistungen
in Mio. EUR
Bezug von Dienstleistungen
in Mio. EUR
Personen in Schlüsselpositionen 0 4,6 14,1 1,6
Verbundene Unternehmen/Gesellschafter 6,5 57,8 0 0

Geschäftsführung

 

Herr Khodayar Alambeigi, Duisburg, Kaufmann bis 31. Dezember 2010

 

Herr Michael Scharff, Wuppertal, Kaufmann vom 22.07. - 31.12.2010

 

Herr Zolfagher Alambeigi, Düsseldorf, Kaufmann ab 01.01.2011

 

Herr Thomas Pfisterer, Ibbenbüren, Kaufmann ab 12.08.2010

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesellschaft macht bezüglich der nach § 285 Nr. 9 HGB verlangten Angaben über die Gesamtbezüge der Organe von der befreienden Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, dass das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorgetragen wird.

 

Wuppertal, im März 2011

Zolfaghar Alambeigi

Thomas Pfisterer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 und dem Lagebericht 2010 haben wir folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

«Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Firma Luhns GmbH, Wuppertal, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.

Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Luhns GmbH. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.»

 

Gronau, den 30.03.2011

Illner Pott Reers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

T. Pott, Wirtschaftsprüfer

S. Illner, Wirtschaftsprüferin

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