Römhild Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniel Römhild seit 6.9.2021 | Prokura |
Siegmar Bernd Römhild seit 6.9.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 49.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bio Plastics Holding GmbHBreitungen/WerraJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023LageberichtI: Grundlagen des Konzerns Die Bio Plastics Holding GmbH ist die Holding Gesellschaft der Bio Kunststoff Gruppe mit den Unternehmen WIS Kunststoffe GmbH und der Bio Plastics Recycling GmbH & Co. KG. 1.) Geschäftsmodell des Konzerns Die WIS Kunststoffe GmbH hat Ihren Schwerpunkt in der Distribution und dem Handel von Kunststoffen für technische Anwendungen sowie im Polyolefinbereich. Das Vertriebsgebiet bezieht sich in der Hauptsache auf die Absatzmärkte Deutschland, Österreich, Schweiz und Osteuropa. Der Einkauf der Kunststoffgranulate erfolgt weltweit. Die WIS Kunststoffe GmbH verfügt über mehrere Verkaufsbüros in Deutschland und ein Vertriebsnetz in Österreich, Schweiz und Osteuropa. Eine eigene Logistikabteilung mit mehreren Fahrzeugen und eine große Lagerbevorratung an drei Standorten erweitern den Service. Das Kerngeschäft der Bio Plastics Recycling GmbH & Co. KG konzentriert sich auf das hochwertige Kunststoffrecycling an unserem Standort in Breitungen, in Verbindung mit einer Kunststoffvermahlung mit anschließender Compoundierung. Zusätzlich werden Produkte nach eigenen Rezepturen entwickelt und in Lohnarbeit compoundiert. 2.) Forschung und Entwicklung Keine der Gesellschaften betreibt Grundlagenforschung. 2.) Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns Die Bio Plastics Gruppe liefert in Ihrem Kerngeschäft Kunststoffgranulat an die kunststoffverarbeitende Industrie. Der größte Teil der Kunden sind Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, die aus Rohstoff Halbzeuge und Fertigteile aus Kunststoff produzieren. Die Kunden gehören verschiedenen Branchen an, wie zum Beispiel Verpackung, Elektronik, Haushaltwaren, Automobile, Bau, Haushalt und Medizinprodukte. Die Geschäftsentwicklung verlief im Geschäftsjahr 2022/2023 sehr diskontinuierlich. Während im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres noch an die guten Ergebnisse des Vorjahres angeknüpft werden konnte, wurden im zweiten Halbjahr ca. 12 % weniger Umsatz und 20 % weniger Rohertrag erzielt. In einem Marktumfeld, das von rapiden Preisreduzierungen, einem Materialüberangebot und schwacher Nachfrage geprägt war, konnten die Ergebnisse des Vorjahres nicht erreicht werden. Der Umsatz ist von 82.696,2 T Euro auf 68.091,9 T Euro gesunken. a) Ertragslage
Es konnte ein EBIT von TEuro 3.388 erzielt werden. Das negative Finanzergebnis hat sich absolut erhöht. Hier wirken sich die ungünstigen Zinsrahmen Bedingungen aus. Nach Abzug aller Steuern konnte im Geschäftsjahr 2022/2023 ein Konzernjahresüberschuss von 2.061.029,09 Euro erzielt werden, was die Geschäftsführung als sehr gut beurteilt. b) Finanzlage Durch das gute Konzernergebnis erhöhte sich die Eigenkapitalquote auf 45 %. Die Finanzverbindlichkeiten haben einen Stand von 8.174,5 TEUR. Finanziert wird der Fremdkapitalbedarf aus multilateralen Banklinien. Deren Höhe um 3 Mio. Euro im Jahr 2022 erhöht wurden, sowie anderen Finanzierungsinstrumenten, wie um eines zu nennen Factoring, dessen Höhe auf 10 Mio. Euro zugenommen hat. Die Liquidität ist auf Grund langfristiger Verträge gewährleistet und die Unternehmen des Konzerns können ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen. Der Cashflow beträgt rund Mio. 2,5 EUR, was von der Geschäftsleitung ebenfalls als gut beurteilt wird. c) Vermögenslage Das Anlagevermögen hat ein unverändertes Niveau. Das Umlaufvermögen ist vordergründig auf den hohen Lagerbestand zurück zu führen. Ertragslage, Vermögenslage und Finanzlage werden als gut bewertet. III: Chancen - und Risikobericht 3.1. Risiken und Maßnahmen Ein großes Risiko ist das hohe Zinsniveau. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung hat bereits eine deutliche Anhebung Leitzinssatzes stattgefunden. Die Planzahlen 2023/2024 wurden bereits auf das zu erwartende Zinsniveau angepasst und zeigen, dass für das laufende Geschäftsjahr auch unter hohen Zinsen ein robustes Jahresergebnis erwartet werden kann. Finanz und Liquiditätsrisiken stufen wir auf Grund der ausreichenden Kreditlinien bei unseren Banken und der Eigenfinanzierung als sehr gering ein. Ausfallrisiken wirken wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Mittel (Factoring , Warenkreditversicherung) entgegen, wobei hier Kreditversicherungslinien als auch die Nutzung von Akkreditivlinien angeführt werden. Risiken die aus politischen Entscheidungen heraus zu Einschränkungen des Kunststoffverbrauches führen, stufen wir für das laufende Geschäftsjahr als gering ein. Unsere Stärke liegt in der flexiblen, schnellen, qualitativ sehr guten und kompetenten Reaktion auf Wünsche unserer Kunden. Durch die Erweiterung des Lieferanten - und Kundenportfolios als auch des Produktportfolios konnte die Firmengruppe weiter diversifizieren um Abhängigkeiten zu bestimmten Branchen weiter zu verringern. Um diesen Anforderungen auch verwaltungstechnisch gerecht werden zu können, findet eine stetige Personalrekrutierung in den gesamten Verwaltungsbereichen statt um auch dem Generationswechsel gewachsen zu sein und erworbenes Wissen weitergeben zu können. II: Wirtschaftsbericht 1.) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Lage Gemäß der aktuellsten Auswertungen des IWF ist die Weltwirtschaft in 2022 um 3,5 % gestiegen, der Zuwachs im Euroraum betrug 3,3 % . Die globalen Wachstumsaussichten haben sich zum Ende des Jahres 2022 weiter eingetrübt, die Risiken haben zugenommen. Der russische Krieg gegen die Ukraine dämpft in allen Regionen das Wachstum, treibt die Inflation an und verstärkt die Knappheit in Einzelmärkten. Von den höheren Energiepreisen ist Europa besonders betroffen. In ganz Europa kommen ein schwaches Verbrauchervertrauen und eine verlangsamte Dynamik im Verarbeitenden Gewerbe hinzu. Auf Grund dieser schwierigen Bedingungen sieht der IWF die konjunkturellen Abwärtsrisiken als hoch an und die Bewältigung der Lebenshaltungskosten Krise als akute Herausforderung. In Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken, nachdem es im Jahr 2022 um 1,8 % gestiegen war. Der Branchenumsatz der deutschen Kunststoffverarbeitung ist im Jahr 2022 um 0,9 % auf 70,01 Mrd. Euro gestiegen. Insgesamt wurden in Deutschland 13,9 Mio. t (- 7,3 %) Kunststoff verarbeitet. Hierbei entfallen rund 4,2 Mio. t auf Verpackungsmaterialien (-11, 6 %), 5,1 Mio. t im Bausektor (- 7,3 %), 2,9 Mio. t auf technische Komponenten (-9,4 %) und 1,4 Mio. t auf Kunststoffe im Konsumbereich. Bezogen auf die verarbeitete Kunststoffmenge in Deutschland 2022 hatten Kunststoffrecyclate einen Anteil von ca. 18 %, was einer Menge von 2,5 Mio. t entspricht. Gegenüber dem Vorjahr ist der Recyclateanteil um 12 % gestiegen. Die Gesamtmenge ist von 15 Mio. t 2021 auf 13,9 Mio. t 2022 nach unten gegangen. Im Jahr 2022 ist der Umsatz von 69,4 auf 70,01 Mrd. Euro gestiegen. Ein Teil der Steigerung war dabei auf Preissteigerungen und somit auf Kostensteigerungen zurück zu führen, allen voran bei den Energiekosten. 3.2. Chancen und Maßnahmen In dem derzeit sich stark verändernden Markt, sehen wir unsere primäre Aufgabe unseren Kunden ein sehr gut aufgestelltes Produktportfolio stetig bieten zu können, verbunden mit einer attraktiven Preisgestaltung. Durch gezielte Neukundenakquise in den richtigen Marktsegmenten mit Produktspezialitäten wie neue hochwertige, zertifizierte Regranulate unseren Marktanteil weiter auszubauen. Durch den Aufbau von eigenen Produktionskapazitäten soll die weitere Entwicklung von nachhaltigen Produkten im Regranulatbereich gesichert werden. Die Zusammenarbeit mit der technischen Universität Chemnitz wird weiter ausgebaut. Im hauseigenen Technikum, welches eine Spritzgussmaschine sowie ein Laborextruder beinhaltet, können Kunststoff spezifische Prüfroutinen durchgeführt werden. Ziel ist es, auf Kundenanforderungen flexibel reagieren zu können. Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt damit in unserem Haus zunehmend an Bedeutung. ISO 9001:2015 sowie EuCertPlast, welche als Grundlage für das Nachhaltigkeitszeichen des "blauen Engel" für unsere Kunden gilt, ist für uns ein Garant in diesen doch sehr instabilen Zeiten mit Qualität neue Märkte aufzutun. Die Risiken in naher Zukunft liegen in vielfältigen Bereichen und Branchen und sind auf Grund des anhaltenden Krieges in der Ukraine, der noch immer hohen Inflation, der hohen Energiepreise und des deutlich gesunkenen Bedarfes an Kunststoffgranulaten nur sehr schwer einzuschätzen. 3.3 Prognosebericht Vor dem Hintergrund der oben beschriebenen Chancen und Risiken, sowie der angespannten Marktsituation erwartet die Geschäftsleitung für das laufende Geschäftsjahr einen deutlichen Umsatzrückgang bei stabilen bzw. leicht steigenden Absatzmengen und einem ähnlichen Ergebnis wie 2021/2022. Wir erwarten insgesamt eine positive Entwicklung der Vermögens -, Finanz und Ertragslage für das Geschäftsjahr 2023/2024. Risiken die den Bestand des Unternehmens gefährden, liegen weder vor noch werden diese in der Zukunft erwartet.
Breitungen, den 15.03.2024 Siegmar Römhild, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss 1.1 Mutterunternehmen Das Mutterunternehmen im Sinne des § 290 HGB, die Bio Plastics Holding GmbH , Breitungen, wurde mit notarieller Urkunde vom 19. Juli 2021 gegründet. Wirtschaftsjahr ist vom 01. Juli bis zum 30. Juni. Es handelt sich um einen gesetzlichen aufgestellten Konzernabschluss. Angaben zur Identifikation des Mutterunternehmens:
2. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss der Bio Plastics Holding GmbH Konzern umfasst den Einzelabschluss des Mutterunternehmens Bio Plastics Holding GmbH, Breitungen, sowie der beiden Tochterunternehmen Bio Plastics Recycling GmbH & Co. KG, Breitungen und WIS Kunststoffe GmbH, Breitungen. Die Beteiligung umfasst 100% der Anteile (Vollkonsolidierung). 3. Konsolidierungsgrundsätze 3.1 Stichtag der Konsolidierung Der Konzernabschluss wurde erstmals im Berichtsjahr aufgestellt, Stichtag war der 30. Juni 2023. Bei allen einbezogenen Gesellschaften ist das Geschäftsjahr vom 01. Juli bis zum 30. Juni. 3.2 Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung wurde gemäß § 301 HGB durchgeführt. Dabei wurde im Berichtsjahr die Ausnahmevorschrift des § 301 Abs. 2 S. 5 HGB in Anspruch genommen und die Vermögensgegenstände des Tochterunternehmens mit den Buchwerten in den Konzernabschluss einbezogen. Dies erfolgte dadurch, dass die Kapitalkonsolidierung fiktiv auf den Zeitpunkt gelegt wurde, zu dem die WIS Kunststoffe GmbH, Breitungen, sowie die Bio Plastics Recycling GmbH & Co. KG Tochterunternehmen i.S.d. 290 HGB geworden sind (19. Juli 2021). Von dieser Rückausnahme wurde deshalb Gebrauch gemacht, da das Mutterunternehmen im Berichtsjahr 2021/2022 erstmals einen Konzernabschluss aufgestellt hat (Beck'scher Bilanzkommentar 13. Auflage § 301 Tz. 137 und 144). Die WIS Kunststoffe GmbH wurde im Rahmen einer gemischten Sachgründung in die Muttergeellschaft eingebracht. Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung enstand ein negativer Unterschiedsbetrag in Höhe von 25.900 Euro, der mit dem Gewinnvortrag verrechnet wurde (DRS 23 Tz. 147). 3.3 Schuldenkonsolidierung Sämtliche Forderungen und Schulden, die die einbezogenen Gesellschaften gegeneinander ausweisen, wurden verrechnet. 3.4 Eliminierung von Aufwendungen und Erträgen Sämtliche Aufwendungen und Erträge der einbezogenen Gesellschaften untereinander wurden eliminiert. 3.5 Zwischengewinneliminierung Auf die Eliminierung von Zwischengewinnen wurde verzichtet, da keine angefallen sind. 4. Inhalt und Gliederung des Konzernabschlusses Der vorliegende Konzernabschluss ist grundsätzlich nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§ 298 Abs. 1 HGB i.V.m. §§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 HGB). Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt (§ 298 Abs. 1 HGB i.V.m. § 275 Abs. 2 HGB). 5. Währungsumrechnung Fremdwährungsposten waren nicht vorhanden. 6. Bilanzierungsmethoden Im Konzernabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind - mit Ausnahme der Saldierungspflicht für bestimmte Aktiva und Passiva - nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden. Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden, die Rechnungsabgrenzungsposten sowie die latenten Steuern wurden in der Konzernbilanz - soweit vorhanden - gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert. Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Haftungsverhältnisse i.S. von § 251 HGB sind ggf. nachfolgend gesondert angegeben. 7. Bewertungsmethoden Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Konzerns ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet, sofern nicht § 254 HGB anzuwenden ist. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Konzernabschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind - mit Ausnahme von evtl. vorhandenen Währungskursgewinnen gem. § 256a Satz 2 HGB - nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Konzernabschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Einzelne Positionen werden wie folgt bewertet: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden linear abgeschrieben. Die Abschreibungszeiträume betragen für immaterielle Vermögensgegenstände zwischen drei und 10 Jahren und für Sachanlagen zwischen zwei und 33 Jahren. Die Sachanlagen sind mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Abschreibungen auf abnutzbare Anlagegegenstände wurden - in Anlehnung an die steuerrechtlichen Vorschriften - linear vorgenommen. Die Abschreibungsdauer liegt bei der Position Grundstücke und Bauten zwischen 10 und 33 Jahren, bei der Position Technische Anlagen und Maschinen zwischen 2 und 15 Jahren und bei der Position Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung zwischen 2 und 33 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter (Anschaffungskosten von EUR 250,01 bis EUR 800,00) wurden im Jahr des Zugangs analog des § 6 Abs. 2 und 2 a EStG sofort abgeschrieben. Die Abschreibung bei beweglichen Wirtschaftsgütern des Sachanlagevermögens erfolgt monatsgenau. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bilanziert. Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgte je nach Fertigungsgrad mit den aktivierungspflichtigen Einzelkosten und den angemessenen Teilen der variablen Gemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit diese durch die Fertigung veranlasst waren oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag. Das Niederstwertprinzip und die Regeln der verlustfreien Bewertung sind beachtet. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht eingerechnet. Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und flüssigen Mittel werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt. Diese beträgt 1,00 %. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Bewertung erfolgt mit dem Nennwert. Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragsteuersatz liegt bei 30 %. Die aktivische Steuerlatenz ergibt sich aus den Pensionsrückstellungen wegen Abzinsung und Trendannahmen. Die Differenz beträgt TEuro 66,8. Zum 30. Juni 2023 bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von insgesamt TEuro 284,7 (§ 285 Nr. 28 HGB). Es entfallen TEuro 17,8 auf 253 VI HGB und TEuro 66,8 auf die Aktivierung latenter Steuern. Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nominalbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr liegen - bis auf die Aufbewahrungsrückstellung und die Rückstellung für Nacharbeiten - nicht vor. Die Pensionsrückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB). Bei der Bemessung der Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Die Höhe der Rückstellungen entspricht den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). 8. Angaben zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 8.1 Einzelangaben zur Konzernbilanz Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Konzernanlagenspiegel (Beilage zu diesem Anhang) ersichtlich; ebenso die Abschreibungen des Geschäftsjahres. Da es sich im wesentlichen um eine Einbringung der Tochtergesellschaft in die Muttergesellschaft handelt, wurden die historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten der WIS Kunststoffe GmbH auch in den Konzernanlagenspiegel übernommen. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten wurden keine Fremdkapitalzinsen berücksichtigt. Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Es bestehen Forderungen gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEuro 329,9. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von höchstens einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Verrechnungskonten gegenüber Gesellschaftern, Sicherheitseinbehalte sowie Versicherungsentschädigungen. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden im wesentlichen Versicherungen in Höhe von TEuro 15,4 ausgewiesen. Die restlichen Abgrenzungsposten wurden in erster Linie für Kreditbeiträge und Kfz-Steuern gebildet. Das eingetragene Stammkapital des Konzerns beträgt TEuro 25,0. Die Gewinnrücklage beträgt TEuro 284,7 Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von TEuro 9.152,5 enthalten. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung beträgt TEuro 614,4. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach der versicherungsmathematischen PUC-Methode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB): - PUC - Methode - durchschnittlicher Marktzins von 1,80 % für eine Laufzeit von 10 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde - keine Lohn- und Gehaltssteigerungen - Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G" Es werden Steuerrückstellungen in Höhe von TEuro 1.875,3 ausgewiesen. In den sonstigen Rückstellungen sind enthalten:
Die Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 10.645,54 gliedern sich wie folgt:
Aufstellung der Sicherheiten: Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten liegen folgende Sicherheiten vor: - Abtretung der Risikoversicherungen - Zession der Warenkreditversicherung - Persönliche Bürgschaften - Forderungsabtretung aller nicht gefactorten Forderungen - Warenbestände (Raum-Sicherungsübereignung des Warenlagers Breitungen) - Eingetragene Grundschuld bei der Römhild GmbH & Co. KG - Sicherungsübereignungen - Negativ- und Gleichbehandlungserklärung der WIS Kunststoffe GmbH - Negativ- und Gleichbehandlungserklärung der Römhild GmbH & Co. KG 8.2 Einzelangaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Konzern-Umsätze entfallen nahezu vollständig auf das Inland. Für das Anlagevermögen wurden im Geschäftsjahr planmäßige Abschreibungen in Höhe von insgesamt TEUR 425,9 vorgenommen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind die folgenden periodenfremden Erträge enthalten: Erträge aus Anlagenabgänge 41.938,23 In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine nennenswerten periodenfremden Aufwendungen enthalten. Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung i.S.v. § 285 Nr. 31 HGB liegen nicht vor. 9. Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds umfasst zum Stichtag den Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten des Konzerns. 10. Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften / Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Firma betreibt ihr Gewerbe auf fremdem Grund und Boden und in gemieteten Räumen. Die Pachtverträge in Breitungen wurden ausschließlich mit der Römhild GmbH & Co. KG geschlossen und haben eine Laufzeit bis mindestens Dezember 2023. Insgesamt resultieren daraus sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEuro 1.142,6. Es besteht eine Warenkreditversicherung mit der Atradius Kreditversicherung, Niederlassung der Atradius Credit Insurance N.V. Es wurden mit verschiedenen Unternehmen Konsignationsverträge über Konsignationsware abgeschlossen. 11. Haftungsverhältnisse Die Muttergesellschaft, Bio Plastics Holding GmbH, haftet für sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute der WIS Kunststoffe GmbH, der Betrag beträgt insgesamt TEuro 8.174,52. 12. Beschäftigte Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Konzern beschäftigten Arbeitnehmer betrug aufgegliedert nach Gruppen:
13. Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für • die Jahresabschlussprüfungen nach HGB der in den Konzern einbezogenen Unternehmen zum 30. Juni 2023, sowie • die Konzernabschlussprüfung nach HGB zum 30. Juni 2023, sowie • die prüferische Durchsicht der Bio Plastics Recycling GmbH & Co. KG zum 30.06.2023 beträgt inkl. Auslagen TEUR 68. 14. Organe des Mutterunternehmens Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Mutterunternehmens durch die folgende Person geführt. • Herr Siegmar Römhild, Breitungen / Werra Der Geschäftsführer hat im Geschäftsjahr folgende Bezüge erhalten: Altersbezüge in Höhe von 30.000€ Herrn Daniel Römhild, Schmalkalden, wurde Einzelprokura erteilt. 15. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Unternehmensspezifische Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. Jedoch wird sowohl die Corona-Krise als auch der Ukraine-Krieg mit seinen Auswirkungen eine Herausforderung darstellen (siehe Lagebericht). 16. Vorschlag zur Ergebnisverwendung des MutterunternehmensDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Breitungen, den 15.03.2024 Siegmar Römhild, Geschäftsführer Anlagespiegel
sonstige Berichtsbestandteile
Breitungen, den 15. Juli 2024 gez. Siegmar Römhild, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 15.07.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Bio Plastics Holding GmbH, Breitungen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Bio Plastics Holding GmbH, Breitungen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2023 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Juli bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Bio Plastics Holding GmbH, Breitungen für das Geschäftsjahr vom 01. Juli bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. Juni 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Juli bis zum 30. Juni 2023 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Neustadt, den 15. April 2024 AWG
Treuhand GmbH & Co. KG
Dr. Wolfgang Müller, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater |
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