m3connect GmbH
Pascalstraße 18, 52076 Aachen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Emilijo Dragas seit 18.7.2012 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (7)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 42.50% | |
M***** S******** | 15.00% |
S***** S******** | 14.88% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 15.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
m3connect GmbHAachenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lageberichtm3connect GmbH, AachenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die m3connect GmbH stellt drahtlose Internetzugänge mit flexiblem Netzwerkdesign zur Verfügung und bietet darüber hinaus auf Basis der eigenen Softwarelösung die Integration von diversen Dienstleistungen an. Hierzu zählen Digital Signage, Guest Infotainment Systeme, Voice over IP, Video on Demand und auch Location Based Services - für Kunden aus Hospitality, Retail, Finance, Residence und Enterprise. Im Geschäftsjahr 2023 baute die m3connect GmbH ihre Markführerschaft als einer der größten Wireless Internet Service Provider in Europa im Bereich Hospitality weiter aus und stärkte mit dem Kauf der TASCAN Systems GmbH das eigene Produktportfolio im Bereich Konferenzlösungen. 2. Standorte Nach dem Umzug in die neuen Büroflächen in der Pascalstraße Ende 2022 wurde der Firmenhauptsitz im Jahr 2023 weiter ausgebaut und modifiziert. So wurden neben einer Vielzahl an Ladesäulen für die E-Firmenwagen auch eine PV-Anlage auf dem Dach installiert. Auflistung aller aktiven Standorte der m3connect GmbH zum Jahresende: m3connect GmbH m3connect GmbH
m3connect GmbH Messeallee 1 76287 Rheinstetten 3. Rechtliche Struktur Hauptsitz der m3connect GmbH als Muttergesellschaft ist Aachen. Die m3connect GmbH hat zum Abschlussstichtag fünf unmittelbare Tochtergesellschaften, die sie von ihrem Firmensitz aus steuert. Neben den Gesellschaften im Ausland, welche stets neu gegründet wurden, kaufte die m3connect GmbH erstmals mit der TASCAN Systems GmbH einen ehemaligen Marktbegleiter.
II. Wirtschaftsbericht 1. Branchenentwicklung Der deutsche ITK-Markt (Unternehmen aus den Bereichen Informationstechnologie und Telekommunikation) wuchs 2023 mit 2% leicht an und umfasste ein Marktvolumen von 215 Mrd. Euro (Vorjahr 210,7 Mrd. Euro). Die Hotellerie, welche das wichtigste Kundensegment der m3connect GmbH darstellt, konnte zusammen mit Pensionen und Gasthöfen im deutschen Heimatmarkt einen Umsatzwachstum von 10,8 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Mit insgesamt 487,2 Millionen Gästeübernachtungen wurden 8,1% mehr Übernachtungen als 2022 gezählt. Damit liegt 2023 nur leicht hinter dem Vorkrisenniveau 2019 (-1,7%), sodass von einer klaren Erholung des Marktes gesprochen werden kann. 2. Geschäftsverlauf Die m3connect GmbH ist im Geschäftsjahr 2023 mit einer Umsatzsteigerung von +24% gegenüber dem Vorjahr weiterhin auf Wachstumskurs und setzt somit den langjährigen Trend fort: Lediglich in 2020 konnte aufgrund der Corona-Pandemie kein Umsatzwachstum über 20% erzielt werden. Ähnlich wie im Vorjahr profitiert die m3connect GmbH auch 2023 von den engen Kundenbeziehungen zu den großen Hotelketten (u.a. Motel One GmbH, B&B Hotels GmbH und Accor Group), welche ihre Wachstumsstrategien mit Hilfe des m3-Netzwerkkonzepts weiter vorantreiben. Als langjähriger Partner partizipiert die m3connect GmbH somit vom Wachstum und der zunehmenden internationalen Expansion ihrer Bestandskundschaft. Mit der Maritim Hotelgesellschaft mbH konnte zum Jahresende aber auch eine weitere renommierte Marke als Neukunde gewonnen werden. Ein weiterer Meilenstein wurde 2023 mit dem Erwerb der TASCAN Systems GmbH erzielt. Der ehemalige Marktbegleiter aus Köln, welcher insbesondere auf Konferenzlösungen spezialisiert war, stellt eine strategisch wichtige Ergänzung des m3-Produktportfolios dar. Als 100% Tochtergesellschaft konnte die TASCAN Systems GmbH sich schnell in die m3-Welt integrieren, sodass die Synergien zeitnah entfaltet werden können. 3. Darstellung der Lage a. Entwicklung der Ertragslage Der herrschende Verdrängungswettbewerb im Hospitality- und Retail-Markt wurde seitens der m3connect GmbH, wie auch im Vorjahr, erfolgreich beherrscht. Mit der kontinuierlichen Umsatzentwicklung der letzten Jahre bestätigt die m3connect GmbH die Marktführerschaft in der DACH-Region und drängt zunehmend auf den europäischen Markt. Die Materialkostenquote bleibt mit 57,2% auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr (56,3%). Dies ist weiterhin auf das stark wachsende, hardware-lastige Projektgeschäft zurückzuführen. Die Personalkostenquote ging ein weiteres Mal zurück auf 23,4% (2022: 26%), was im Wesentlichen aus der stark gestiegenen Gesamtleistung resultiert. Die Personalkosten selbst stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozentpunkte. Im Geschäftsjahr 2023 betrug das EBITDA 4,0 Mio. Euro (Vorjahr 3,4 Mio Euro) und es wurde ein Jahresüberschuss nach Steuern von 690 TEUR erzielt. b. Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme lag zum 31.12.2023 mit 15,6 Mio. Euro wieder unterhalb des Vorjahreswertes (19,5 Mio. Euro). Der kurzfristige Anstieg im Vorjahr ist hauptsächlich auf eingelagerte Hardware zurückzuführen, welche zum Jahresende 2022 für die Hospitality-Großkunden beschafft und bereits angezahlt wurde. Diese großen Hardwaredeals resultierten aus der angespannten Beschaffungslage für Hardware und sicherten die geplanten Projekte der Hotelketten im Jahr 2023 vor möglichen Verzögerungen aufgrund von Lieferengpässen ab. Zwar wurden auch zum Jahresende 2023 weitere Hardwaredeals mit den Kunden abgeschlossen, durch die entspanntere Liefersituation ist eine langfristige Sicherung und Einlagerung jedoch nicht mehr nötig, sodass die Warenbestände zurückgefahren werden. Der Anteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an der Bilanzsumme beträgt zum Stichtag 53% und liegt somit deutlich über dem Vorjahresniveau (32%). Der Bestand an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lag mit 3,9 Mio. Euro ebenfalls umsatzbedingt über dem Vorjahr (2,7 Mio. Euro). Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte sowohl durch den aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erwirtschafteten Cashflow als auch durch Fremdkapital. Der bilanzierte Wert des Sachanlagevermögens stieg 2023 um 235 TEUR an. Die Investitionen sind, wie im vergangenen Jahr, im Bereich der IT-Infrastruktur und -Ausstattung getätigt worden. Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden im Rahmen einer Wertigkeitsanalyse neu bemessen und sanken von 2,5 Mio. Euro im Vorjahr auf 777 TEUR. c. Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. Das Jahr 2023 konnte trotz anhaltender Unsicherheiten wie dem Konflikt in Osteuropa erfolgreich abgeschlossen werden. Mit gefüllten Auftragsbüchern blicken wir auf das kommende Jahr und erwarten auch hier eine Fortsetzung der Trends, sowohl hinsichtlich des Umsatzwachstums also auch der fortschreitenden Internationalisierung. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren. Durch die weiterhin angespannte globale Wirtschaftslage nutzt die m3connect GmbH vermehrt Wirtschaftsauskünfte ihrer Kunden als auch Lieferanten, um bei unerwünschten Ereignissen frühzeitig gegenzulenken. 4. Steuerungsrelevante finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Zur Steuerung des Unternehmens werden die folgenden finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs von Bedeutung sind, herangezogen: • EBITDA: Earnings Before Interest,Taxes, Depreciation and Amortization; Jahresüberschuss + Steuern vom Einkommen und Ertrag + Zinsen und ähnliche Aufwendungen + Abschreibungen • Eigenkapitalquote: Eigenkapital / Bilanzsumme • Cashflow: Jahresüberschuss + Abschreibungen + Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen • Umsatz je EUR Personalaufwand: Umsatzerlöse / Personalaufwand • Anzahl Mitarbeiter: Durchschnitt der Beschäftigtenzahlen zu den Quartalsenden In der nachfolgenden Tabelle sind die Ist-Werte den Vorjahreswerten sowohl absolut als auch prozentual gegenübergestellt.
* Werte in TEUR III. Prognosebericht Auch im Berichtsjahr wurde das Ziel weiterverfolgt, durch eine Produkterweiterung und die Erschließung von neuen Märkten unsere Marktstellung zu festigen. Diese Wachstumsstrategie soll auch die kommenden Jahre fortgesetzt werden. Durch organisatorische Anpassungen und der Optimierung interner Prozesse wird die internationale Ausrichtung und die Schärfung des Produktkatalogs der m3connect GmbH weiter vorangetrieben. Neben der Markführerschaft im Hospitality-Sektor bleibt der Kundenstamm der m3connect GmbH auch weiterhin breit über verschiedene Branchen gefächert, um Abhängigkeiten und marktwirtschaftliche Schwankungen zu minimieren. Starke Nachfrage ist hier von industriellen Betrieben nach 5G-Netzwerklösungen zu verzeichnen, welche die m3connect GmbH in den letzten Jahren durch diverse Forschungsprojekte mit vorangetrieben hat und nun erste Aufträge zur kommerziellen Nutzung für sich gewinnen konnte. Für 2024 prognostiziert die m3connect GmbH eine Fortsetzung der bestehenden Trends hinsichtlich einer weiteren Umsatzsteigerung sowie zunehmender internationaler Projekte. Größter Wachstumstreiber bleibt weiterhin das Projektgeschäft der großen Ketten im Hospitality-Bereich. IV. Chancen & Risiken Für Früherkennung, Bewertung und Management von Risiken hat die Geschäftsführung zusammen mit dem Controlling ein aussagekräftiges Risikomanagementsystem etabliert. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit von Chancen- und Risikobericht zu erhöhen, sind die einzelnen Chancen und Risiken in einer Rangfolge bzw. in Kategorien geordnet, wobei größere Risiken und Chancen vor geringeren Risiken und Chancen eingestuft werden. Die Bedeutung einzelner Chancen und Risiken ermittelt sich aus der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Höhe der möglichen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Prognosen und Ziele. Neben dem hohen Inflationsniveau und dem Fachkräftemangel stellt der Konflikt in Osteuropa weiterhin das höchste Risiko dar. 1. Risiken Risiken werden mit Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswirkungen quantifiziert. Eintrittswahrscheinlichkeiten werden kategorisiert in 5 Stufen von "Selten" (entspricht Stufe 1) bis "Sehr wahrscheinlich" (entspricht Stufe 5). Die Auswirkungen werden ebenfalls in 5 Stufen eingeteilt von "Unbedeutend" (entspricht Stufe 1) bis "Katastrophal" (entspricht Stufe 5) gemessen an der Auswirkung auf das Ergebnis der Geschäftstätigkeit. Die Risiken bewegen sich für 2024 insgesamt auf Stufe 2, sowohl in Bezug auf Wahrscheinlichkeit als auch in Bezug auf Auswirkung. Diese Einschätzung beruht auf den branchenübergreifenden Risiken der geopolitischen Krise in Osteuropa, dem Fachkräftemangel und den Preissteigerungen. Insbesondere die Segmente Hospitality, aber auch die Luftfahrtbranche im Rahmen unseres Inflight Projektes wurden stark von der Pandemie getroffen. Eine vollständige Erholung dieser Märkte trat erst im Laufe der letzten Jahre ein. Die Investitionsbereitschaft könnte jedoch durch ein hohes Zinsniveau und anhaltende Unsicherheiten gehemmt werden. Liquiditätsrisiken, bei der unterjährigen Finanzierung des operativen Geschäfts, bestehen insbesondere, wenn sich der Projektabschluss verzögert. Eine solche Verzögerung wird meist durch externe, nicht von der m3connect GmbH beeinflussbare Faktoren ausgelöst. Zur Minimierung dieser Risiken leisten die Kunden im Voraus Anzahlungen, welche insbesondere die Hardwarekosten decken. Rechtliche Risiken: Alle erkennbaren Risiken werden laufend abgewogen und sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung eingeflossen. Die Geschäftsführung schätzt die Risiken als überschaubar ein und geht derzeit davon aus, dass sie keinen nennenswerten negativen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben werden. Dazu zählen auch Risiken aus noch nicht rechtskräftig abgeschlossenen Vergleichen. 2. Chancen Durch die starke Verflechtung zwischen der m3connect GmbH und ihren wachsenden Großkunden wie Rewe Group, B&B Hotels, Accor, und der Motel One, ist die m3connect GmbH auch bei weiteren Projekten und Expansionen oftmals als IT-Partner gesetzt, sodass auch ohne Neukunden ein organisches Wachstum erreicht wird. Doch die m3connect GmbH ruht sich nicht auf den bestehenden Lösungen aus, sondern entwickelt mit einem cloudbasierten Netzwerkkonzept bereits die Vernetzung von morgen. Diese ermöglicht auf Seiten der Kunden eine starke Skalierbarkeit und Kosteneinsparungen. Eine weitere Chance besteht in der Platzierung von Produkten im Bereich von privaten 5G und LTE Netzen. Mit den nun verfügbaren Mobilfunk-Frequenzen eröffnen sich neue Anwendungsfelder, wie in der Industrieautomatisierung sowie in den Bereichen Automotive, Touristik und Logistik. Bereits ohne eigene Marketing-Kampagnen wird unser Expertenteam von verschiedenen Marktteilnehmern aktiv angefragt. Zuletzt ist noch der Kauf der TASCAN Systems GmbH als Chance hervorzuheben. Mit dem Kauf des schwächelnden Marktbegleiters konnte insbesondere Know-How im Bereich der Konferenzlösung gewonnen werden. Die internen Prozesse wurden bereits zum Großteil an die Standard-m3-Prozesse angepasst, sodass nun mit einer Kostenreduktion und Synergieeffekten zu rechnen ist. Sollte diese erste Integration einer zugekauften Firma erfolgreich beendet werden, könnte zukünftig auch ein stärkeres Wachstum durch M&As erzielt werden. Einschätzung: Die genannten Krisen haben den Umfang und das Gefährdungspotential der Risiken nach Einschätzung der Geschäftsführung gegenüber dem 31. Dezember 2023 verringert. Weitere Unsicherheit bildet die angespannte Situation in Osteuropa, wo eine Vielzahl an qualifizierten IT-Spezialisten sitzt, deren Leistungen auch von der m3connect GmbH in Anspruch genommen wurden. Um sich vor relevanten Risiken besser zu schützen und mehr Planungssicherheit zu gewinnen, werden Effizienzsteigerungspotenziale erarbeitet, die Kostenweitergabe stärker überwacht und sowohl auf der Beschaffungs- als auch Absatzseite langfristige Kontrakte abgeschlossen. Weitere Maßnahmen sind zum Beispiel der Ausbau interner Ressourcen, der stetige Austausch mit den Hausbanken oder die Diversifizierung der Lieferanten. Es bietet sich weiterhin die Chance, aus den Krisen gestärkt hervorzugehen. Zum einen besteht die Möglichkeit einer weiteren Marktbereinigung, d.h kleinere oder nicht gesunde Wettbewerber werden vom Markt verschwinden. Zum anderen sind wir in der Lage durch Kostenanpassungen gegenzusteuern. Hier zahlen sich die in der Vergangenheit getätigten Investitionen aus. V. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Zum Zeitpunkt der Jahresabschluss- und Lageberichtserstellung sind keine nennenswerten Ereignisse eingetreten, welche eine erhebliche Auswirkung auf das Unternehmen haben.
Aachen, den 27. Mai 2024 Emilio Dragas, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Grundlegende Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung I. Registerdaten zum Unternehmen, Gliederung, Vorjahresbeträge Der Jahresabschluss der m3connect GmbH, Aachen (Amtsgericht Aachen, HRB 8773) wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten (gemäß § 255 I bis III HGB) bilanziert. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu fünfzehn Jahren), bewertet. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens liegen nicht vor. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen 2 und 13 Jahren) angesetzt. Die Herstellungskosten der Sachanlagen werden i. H. der handelsrechtlichen Untergrenze bemessen (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst). Einbeziehungswahlrechte werden nicht ausgeübt. Auch Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Steuerlich sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangszeitpunkt sofort vollständig abgeschrieben. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen, bilanziert. Finanzanlagen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienen, liegen nicht vor. Für Rohstoffe werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach der Lifo-Methode, für Hilfs- und Betriebsstoffe überwiegend nach der Durchschnittskostenmethode ermittelt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst) bewertet, sofern nicht nach § 253 IV HGB um noch anfallende Aufwendungen geminderte Verkaufswerte anzusetzen sind. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden i. H. des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen i. H. der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert und Steuerentlastungen aktiviert. Bei der Ermittlung latenter Steuerentlastungen werden ggf. bestehende steuerliche Verlustvorträge i. H. der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. Weitere Angaben zur Bilanz:
I. Angaben zu Finanzanlagen 1. Beteiligungsbesitz
1. Beteiligungen als persönlich haftender Gesellschafter Es liegen keine Beteiligungen als persönlich haftender Gesellschafter vor. 2. Anteile an Investmentvermögen Es liegen keine Anteile an Investmentvermögen vor. Für weitere Angaben nimmt die m3connect GmbH die Schutzklausel nach § 286 III HGB in Anspruch. I. Vorräte Für die nach der Lifo-Methode bewerteten Rohstoffe ergab sich im Vergleich zu einer Bewertung zu Börsen- oder Marktwerten kein Unterschiedsbetrag. Bei den Hilfs- und Betriebsstoffen ergibt sich ebenfalls kein Unterschiedsbetrag zwischen Börsen- oder Marktwerten. II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen größer einem Jahr betragen 213.201,39 € (Vorjahr 144.731,21 €). Forderungen gegen Gesellschafter Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr, beinhalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 21.271,00 € (Vorjahr 25.010,73 €). Es handelt sich hierbei um Forderungen aus einem Darlehen. Forderungen gegen verbundene Gesellschafter Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen gegen verbundene Gesellschafter in Höhe von 937.653,80 € (Vorjahr 779.986,19 €). Es handelt sich hierbei um Forderungen aus Darlehen. Die Restlaufzeit der Darlehen ist größer 1 Jahr. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 828.216,94 Euro (Vorjahr 1.302.192,14 €) setzen sich aus, bis zum Bilanzstichtag, Forderungen aus Darlehen an andere Gesellschaften in Höhe von 546,2 T€, Forderungen aus Steuererstattungen in Höhe von 126,7 T€, Forderungen an Arbeitnehmer in Höhe von 58,7 T€ und aus Kautionszahlungen in Höhe von 78,9 T€ zusammen. Die Forderungen mit einer Restlaufzeit von größer 1 Jahr aus den o.g. Forderungen betragen 513,6 T€. III. Aktive/Passive latente Steuern Die latenten Steuern beruhen auf den Abweichungen der Handelsbilanz zur Steuerbilanz wie folgt: • Bewertung des Anlagevermögens • Bewertung der Aufbewahrungsrückstellung Die Bewertung der latenten Steuern werden ermittelt aufgrund der Körperschaftsteuer, dem Solidaritätszuschlag und der Gewerbesteuer mit insgesamt 32,2037 %. Die aktiven latenten Steuern betragen 256,30 Euro und die passiven latenten Steuern betragen 75.027,46 Euro. IV. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Hierin enthalten sind bereits gezahlte Lizenzen i. H. von 11,2 T€, die für einen bestimmten Zeitraum im Folgejahr bzw. in Folgejahren dienen, und zudem bereits geleistete Gebühren für Fortbildung, Leasingsonderzahlungen, Leasingraten und Mietvorauszahlungen i. H. von 330,4 T€, die ebenfalls für einen bestimmten Zeitraum im Folgejahr bzw. in Folgejahren in Anspruch genommen werden. V. Eigenkapital Im Bilanzgewinn ist der Gewinnvortrag des Vorjahres i. H. von 1.146.549,33 € enthalten. Die gebuchten latenten Steuern führen nicht zu einer Ausschüttungssperre. VI. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Es liegen keine Pensionen und ähnliche Verpflichtungen vor. VII. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen in Höhe von 1.210,7 T€ (Vorjahr 1.156,5 T€) setzten sich zusammen aus Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuerrückstellung aus dem Vorjahr i.H. von 724,6 T€ und aus Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuerrückstellung aus dem laufenden Jahr i.H. von 486,1 T€. VIII. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzten sich zusammen aus Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub i. H. von 251,5 T€ (Vorjahr 209,9 T€), aus Aufbewahrungspflichten i.H.v von 26,7 T€, aus IHK-Beiträge i. H. von 5,2 T€ (Vorjahr 5,2 T€) und aus Abschluss- und Prüfungskosten i. H. von 72,5 T€ (Vorjahr 45,0 T€). IX. Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel
* In Klammern angegebene Werte betreffen Vorjahreszahlen. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen i. H. von 1.514,8 T€ (Vorjahr 1.514,8 T€) und resultieren aus Darlehen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen i. H. von 1.793,9 T€ (Vorjahr 2.373,9 T€), sind besichert und sind bis September 2026 getilgt. Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert. Entwicklung der latenten Steuern
XI. Haftungsverhältnisse Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse gegenüber verbundenen oder/unter assoziierten Unternehmen. XII. Außerbilanzielle Geschäfte Die m3connect GmbH verfügt über einen Fuhrpark, der zum Teil durch Leasingverträge sichergestellt ist. Die Laufzeit der Leasingverträge beträgt durchschnittlich 3 Jahre. Aus den abgeschlossenen Leasingverträgen resultiert eine finanzielle Belastung von 663,0 T€ p. a. Demnach besteht über die noch verbleibende Vertragslaufzeit insgesamt eine Verpflichtung von ca. 1.084,4 T€. Die Leasinggeschäfte verringern insbesondere die Kapitalbindung und verbessern die Eigenkapitalquote, führen jedoch während der Vertragslaufzeit auch zur Bindung an den geleasten Fuhrpark. XIII. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen. C. Weitere Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge sind verrechnete sonstige Sachbezüge i. H. von 378,0 T€ (Vorjahr 358,0 T€), Investitionszuschüsse i.H. von 336,9 T€ (Vorjahr 327,3 T€), periodenfremde Erträge i. H. von 38,0 T€ (Vorjahr 282,4 T€), ein Schadensersatz i. H. von 24,9 T€ (Vorjahr 26,5 T€) und die Erstattung nach Aufwendungsausgleichsgesetz i. H. von 5,6 T€ (Vorjahr 25,9 T€) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen i. H. von 66,1 T€ (Vorjahr 126,4 T€) sowie gemeinnützige Zuwendungen i. H. von 40,3 T€ (Vorjahr 70,3 T€) enthalten. I. Abschreibungen auf Finanzanlagen Es wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf die Finanzanlagen "Transbond GmbH i.L." vorgenommen. Die Gesellschaft befindet sich in Liquidation. D. Sonstige Angaben I. Anzahl der Mitarbeiter Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich beschäftigt:
II. Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung Mitglieder der Geschäftsführung sind: Emilio Dragas, Gesellschafter-Geschäftsführer Es besteht gegenüber dem Gesellschafter-Geschäftsführer eine Forderung aus einem Darlehen, welches sich unter Punkt III Nr. 2 wiederfindet. Das Darlehen wird mit 2 % jährlich verzinst. Im Jahr 2023 wurde das Darlehen mit 3,7 T€ getilgt. Für weitere Angaben nimmt die m3connect GmbH die Schutzklausel nach § 286 IV HGB in Anspruch. Gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung zum Bilanzstichtag bestehen keine Pensionsverpflichtungen III. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe 690.775,64 Euro auf neue Rechnung vorzutragen. Der Gesellschafterbeschluss zur Gewinnausschüttung vom 20.09.2022 bleibt unberührt bestehen. IV. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Die m3connect GmbH beabsichtigt im Jahr 2024 und den folgenden Jahren weiter zu expandieren.
Aachen, den 27.05.2024 Emilio Dragas, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 04.11.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die m3connect GmbH Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der m3connect GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der m3connect GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Nach meiner Beurteilung entspricht der beigefügte Lagebericht den geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Brüggen, 30.07.2024 Jansen, vereidigter Buchprüfer |
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