Großhandel mit Werkzeugmaschinen
Rectus GmbHLiquidiert
Daimlerstraße 7, 71735 Eberdingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rectus GmbHEberdingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2008 bis zum 30.06.2009Lagebericht und Jahresabschluss zum 30. Juni 2009Rectus GmbH, EberdingenVorbemerkungenDie Rectus GmbH hat zum 1. Juli 2008 das Geschäftsjahr, wie üblich in der Parker Gruppe, auf den Zeitraum von Juli bis Juni des Folgejahres umgestellt. Dementsprechend war das Geschäftsjahr zum 30. Juni 2009 das erste komplette Geschäftsjahr nach der neuen Regelung. Eine Vergleichbarkeit mit der Vorperiode ist deshalb nur sehr eingeschränkt möglich. Im Geschäftsjahr 2008/2009 erfolgte ein Gesellschafterwechsel der Rectus GmbH. Mit Abtretungsvertrag vom 8. Juni 2009 hat die bisherige Alleingesellschafterin, die Parker Hannifin GmbH & Co. KG, Bielefeld, alle Anteile an die Parker Hannifin GmbH (vormals: Parker Hannifin Management GmbH), Bielefeld, abgetreten. 1. Geschäft und Rahmenbedingungen Wirtschaftliches Umfeld In den Monaten Juli bis Dezember 2008 konnten wir noch auf ein zufriedenstellendes wirtschaftliches Umfeld schauen. Die sich abzeichnende Wirtschaftskrise war in unserem Markt noch nicht vollständig angekommen, so dass wir zwar keine Wachstumsraten verzeichneten, aber immer noch in etwa das Vorjahresniveau erreichen konnten. Die Situation änderte sich in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres komplett. Wir mussten einen Umsatzrückgang von ca. 33 % im Vergleich zur ersten Hälfte des Geschäftsjahres verzeichnen. Geschäftsentwicklung der Gesellschaft Unverändert zu den Vorjahren ist der Geschäftsgegenstand der Gesellschaft die Herstellung und der Vertrieb von Verbindungselementen. Vergleicht man das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem auf 12 Monate hochgerechneten Rumpfgeschäftsjahr 2008, so verzeichnen wir einen Umsatzrückgang von insgesamt ca. 26 %. Wir erzielten einen Umsatz von TEUR 38.191 (Vorjahr: TEUR 25.802). Das Jahresergebnis ist ebenfalls gesunken und beträgt TEUR 3.893 (Vorjahr: TEUR 4.294). Die Umsatzrückgänge im Inland lagen bei ca. 24 % und im Ausland bei ca. 29 %. Unterschiedliche Entwicklungen durch die Änderungen auf die neue Verkaufsorganisation von Parker sind nicht mehr feststellbar. Beschaffungsmarkt Während des Geschäftsjahres haben sich die Rohstoffpreise zunächst nach unten entwickelt, ab Januar hat sich der Trend wieder umgedreht und am Ende des Geschäftsjahres war das Ausgangsniveau fast wieder erreicht. In Zahlen ausgedrückt bewegte sich der Messingpreis im Laufe der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres von ca. EUR 400,00/t auf ca. EUR 200,00/t. Im Juni 2009 war der Preis aber wieder bei ca. 340,00/t mit steigender Tendenz. Durch unsere Einkaufskontrakte konnten wir das Einkaufspreisniveau leicht senken. Allerdings mussten wir auch unsere Verkaufspreise aufgrund der Marktgegebenheiten nach unten anpassen. Personal- und Sozialbereich Die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter hat sich gegenüber dem Vorjahr verringert um durchschnittlich neun Mitarbeiter auf 241. Die Anzahl der gewerblichen Mitarbeiter ist um acht Mitarbeiter gesunken, die Anzahl der Angestellten um einen Mitarbeiter. Zum 30. Juni 2009 beschäftigte die Rectus GmbH 237 Mitarbeiter, davon 175 Mitarbeiter in Vollzeit, 24 Mitarbeiter in Teilzeit, 24 Heimarbeiter und 14 Auszubildende. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage wurde im März 2009 sowohl für die gewerblichen als auch für die angestellten Mitarbeiter Kurzarbeit eingeführt. 2. Ertragslage Die wesentlichen Kennziffern für die Entwicklung der Ertragslage ergeben sich aus nachstehender Aufstellung. Aus Gründen der Vergleichbarkeit werden bei der Darstellung der Ertragslage die Zahlen des Rumpfgeschäftsjahrs 2008 verdoppelt.
Im Geschäftsjahr 2008/2009 war die Gesamtleistung wesentlich geringer als im Vergleich zum angepassten Vorjahr (-25,2 %). Hier spiegelt sich der starke Umsatzrückgang (TEUR -13.413) wider. Der Rohertrag blieb im Verhältnis zur Gesamtleistung auf Vorjahresniveau (59,4 % im Geschäftsjahr 2009; 59,0 % im Vorjahr). Die betrieblichen Aufwendungen haben sich mit TEUR 7.466 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um TEUR 394 verringert (angepasstes Vorjahr: TEUR 7.860). Der Jahresüberschuss von TEUR 3.893 (angepasstes Vorjahr: TEUR 8.588) ist aufgrund des schlechten Umsatzes deutlich zurückgegangen. Prozentual liegt das Jahresergebnis bei 10,1 % (Vorjahr: 16,7 %) der Gesamtleistung. Das Zinsergebnis resultiert im Wesentlichen aus der Verzinsung des laufenden Cash-Pool-Guthabens sowie Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 24.711 und TEUR 9.713 gegenüber der Gesellschafterin, der Parker Hannifin GmbH (vormals: Parker Hannifin Management GmbH), Bielefeld, bzw. der Parker Hannifin GmbH & Co. KG, Bielefeld. Beide Darlehen wurden zum Stichtag mit einem Zinssatz von 0,25 % p.a. verzinst. 3. Finanzlage Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist auf TEUR 3.654 gesunken. Wesentliche Einflussgrößen sind neben dem Jahresergebnis einerseits die Verminderung der Steuerrückstellungen (TEUR 1.087) und andererseits die Vereinbarung eines Darlehens in Höhe von TEUR 4.418 gegenüber der Gesellschafterin infolge der Vorabgewinnausschüttung. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr auf insgesamt TEUR -2.269 (Vorjahr: TEUR 140). Von dem gesamten Investitionsvolumen entfielen TEUR 2.135 auf die vollständige Übernahme der immateriellen Vermögensgegenstände im Rahmen des Asset Deals mit der Firma Talkob ApS in Dänemark. Die Vorabgewinnausschüttung in Höhe von TEUR 6.000 wurde zum Stichtag nicht ausgezahlt, sondern durch ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 4.418 ersetzt. Lediglich die Zahlung der entstandenen Kapitalertragsteuer führte zu einer Auszahlung an Unternehmenseigner in Höhe von TEUR 1.582. Die Gesellschaft verfügte über einen hohen Liquiditätsbestand. Zum Jahresende verfügte die Gesellschaft über finanzielle Mittel, unter Berücksichtigung der Cash-Pool Forderungen (TEUR 27.430; Vorjahr: TEUR 27.581), in Höhe von TEUR 27.445 (Vorjahr: TEUR 27.642). Innerhalb der Parker-Gruppe ist der Zugriff auf ausreichende liquide Mittel gesichert. 4. Vermögenslage Die Veränderungen der Vermögens- und Kapitalstruktur im Vergleich zum Vorjahr zeigt die folgende Übersicht:
Die Vermögenslage ist durch einen Anstieg des Anlagevermögens um TEUR 1.678 gekennzeichnet. Dies ist vor allem auf die Übernahme des Goodwills und der Patente im Rahmen des Asset Deals mit der Firma Talkob ApS zurückzuführen. Die Bilanzsumme von TEUR 81.741 ist dadurch gegenüber dem Vorjahr (TEUR 79.506) um 2,8 % gestiegen. Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr um TEUR 2.107 bzw. um 2,8 % verringert. Die Reduzierung des Eigenkapitals ist auf die Vorab Gewinnausschüttung in Höhe von TEUR 6.000 zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote ist von 93,1 % auf 87,9 % gesunken. Damit verfügt die Gesellschaft unverändert über eine überdurchschnittliche Eigenkapitalausstattung. 5. Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 wurde an folgenden zukunftsweisenden Entwicklungsprojekten gearbeitet: Multikupplungen für Trucks: Entwicklung einer Multikupplung, um Hydraulikleitungen einzelner Motor-/Pumpeneinheiten eines Schwerlastfahrzeugs mit den Antriebseinheiten zu verbinden. Self Venting Coupling: Entwicklung einer Schnellverschlusskupplung in kompakter Ausführung mit hohem Durchfluss. Multikupplungen für die Aluminiumherstellung: Entwicklung einer Multikupplung mit Pneumatik- und Elektroverbindern für die Steuerung eines Pneumatikzylinders im Hochtemperaturbereich von Aluminiumschmelztiegeln. 6. Nachtragsbericht Es sind der Geschäftsführung keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres bekannt. 7. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die Gesellschaft verfügt über ein permanentes Risikomanagementsystem, das die regelmäßige Identifikation, Analyse und Bewertung der wesentlichen Risiken in den Bereichen Einkauf, Vertrieb, Logistik, Konstruktion und Qualitätssicherung sowie der Informationstechnologie und Verwaltung sicherstellt. Im Rahmen der Risikosteuerung und -bewältigung ergreift die Unternehmensleitung die notwendigen Maßnahmen, um die Risiken zu minimieren und somit den Bestand des Unternehmens nicht nur zu sichern, sondern eine positive Geschäftsentwicklung zu ermöglichen. Dem Risiko durch Preisschwankungen auf dem Beschaffungsmarkt, insbesondere im Messingbereich, begegnen wir durch den Abschluss langfristiger Einkaufsverträge. Gleichzeitig versuchen wir, durch Verkaufspreisanpassungen die Einkaufspreisschwankungen auszugleichen. Dem Risiko der Auslieferung fehlerhafter Produkte begegnen wir durch den Abschluss von Qualitätssicherungsvereinbarungen mit ausgesuchten, zuverlässigen Lieferanten und eine fortlaufende Überprüfung der Lagerbestände durch die Qualitätssicherung. Dem Risiko durch Forderungsausfälle begegnen wir durch unser Mahnsystem im Rahmen des Forderungsmanagement. 8. Prognosebericht Aufgrund der schlechten Konjunkturprognosen sind unsere Erwartungen für das Geschäftsjahr 2009/2010 nicht sehr optimistisch. Wir haben ein Null-Umsatzwachstum und ähnliches Jahresergebnis wie im abgelaufenen Geschäftsjahr geplant. Für die Folgeperioden gehen wir von einer eher langsamen Erholung der gesamtwirtschaftlichen Situation und somit lediglich von einem leicht verbesserten Umsatz- und Ergebnisniveau im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr aus.
Eberdingen, den 15. Januar 2010 Rectus GmbH Die Geschäftsführung Thomas Ottawa Hans-Peter Arnold Steffen Buck 1. Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2008 bis 30. Juni 2009Rectus GmbH, EberdingenAufgrund der Umstellung des Geschäftsjahres und der damit einhergehenden unterschiedlich langen Betrachtungszeiträume (Berichtsjahr: 1. Juli 2008 bis 30. Juni 2009; Vorjahr: 1. Januar bis 30. Juni 2008) sind die Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung nur eingeschränkt vergleichbar. I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften und des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 3 HGB. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden orientieren sich neben den handelsrechtlichen Vorschriften grundsätzlich auch an den steuerlichen Vorschriften. Die dem Jahresabschluss 2008 zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden beibehalten. Erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Geschäftswerte werden über einen Zeitraum von 15 Jahren im Einklang mit den steuerrechtlichen Vorschriften abgeschrieben. Bei sonstigen immateriellen Vermögensgegenständen wird eine regelmäßige Nutzungsdauer von drei bis vier Jahren zugrunde gelegt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten die direkten Material- und Fertigungskosten. Die Abschreibungen werden bei Gebäuden degressiv über eine Nutzungsdauer von maximal 25 Jahren, beim beweglichen Anlagevermögen bis einschließlich 2007 überwiegend zunächst degressiv und später linear vorgenommen; der Übergang erfolgt, sobald die lineare Abschreibungsmethode zu höheren Abschreibungsbeträgen führt als die degressive. Ab 2008 wird die lineare Abschreibung aller neu angeschafften Wirtschaftsgüter vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen drei bis 15 Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis zehn Jahre. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Anschaffungswert von EUR 150,00 werden im Anschaffungsjahr voll als Aufwand erfasst. Für Anlagegüter bis zu einem Anschaffungswert von EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet und über eine Dauer von fünf Jahren gleichmäßig abgeschrieben. Die Gesellschaft wendet für Werkzeuge zum Teil das Festwertverfahren an. Die letzte körperliche Bestandsaufnahme fand im Geschäftsjahr 2008/2009 statt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Das Wertpapierdepot bei der DekaBank, Frankfurt, ist zugunsten von vier Arbeitnehmern im Rahmen einer Altersteilzeitvereinbarung verpfändet worden. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren (gleitender Durchschnitt) oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Fremdkapitalzinsen und Verwaltungskosten sind nicht enthalten. Sofern die Verwertbarkeit einzelner Produkte nicht mehr gegeben oder zweifelhaft ist, werden entsprechende Abschläge auf die Anschaffungs- und Herstellungskosten vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert bilanziert, aktivierte Körperschaftsteuerguthaben werden mit ihrem Barwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 2,31 % (Vorjahr: 1,93 %) zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausreichend Rechnung getragen. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet. Die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen basieren auf einem versicherungsmathematischen Gutachten. Sie dienen der Abdeckung von Verpflichtungen für künftige Dienstjubiläen von Betriebsangehörigen. Bei der Berechnung der Rückstellung wurde von Sachzuwendungen sowie von einem Jubiläumsgeld entsprechend der betrieblichen Vereinbarung unter Berücksichtigung eines Fluktuationsabschlages von 15 % ausgegangen. Die Berechnung erfolgte nach dem Teilwertverfahren unter Berücksichtigung eines Rechnungszinssatzes von 5,5 %. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle weiteren erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe der wahrscheinlichen Inanspruchnahme bewertet. Die Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungsbetrag am Bilanzstichtag bilanziert. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden berücksichtigt. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen Posten, die ursprünglich auf ausländische Währungen lauteten, sind grundsätzlich zum Wechselkurs am Entstehungstag bewertet. Bankguthaben in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Bankverbindlichkeiten sind zum Geldkurs bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden berücksichtigt. II. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung1. BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Darlehen in Höhe von TEUR 34.464 (Vorjahr: TEUR 32.839), Cash-Pool-Forderungen in Höhe von TEUR 27.430 (Vorjahr: TEUR 27.581) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 753 (Vorjahr: TEUR 816). Daneben sind in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 24.711 (Vorjahr: TEUR 61.236) enthalten. Von den sonstigen Vermögensgegenständen weist ein Betrag von TEUR 1.367 (Vorjahr: TEUR 1.518) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Darin enthalten ist die Aktivierung des Körperschaftsteuerguthabens aufgrund der Änderung des Körperschaftsteuergesetzes vom 6. Dezember 2006 (§ 37 KStG). Das Guthaben wird seit dem 30. September 2008 in zehn Jahresraten ausbezahlt. Dementsprechend wurde der Guthabenbetrag mit 4 % abgezinst. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr auf. Eigenkapital Zum 30. Juni 2009 beträgt das Stammkapital unverändert EUR 2.500.000,00. Der Gewinnvortrag hat sich wie folgt entwickelt:
Sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 4.418 aus der Vorab-Gewinnausschüttung zugunsten der Gesellschafterin, in Höhe von TEUR 2.201 aus dem Talkob ApS Asset Deal und aus Lieferungen und Leistungen. Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 217 (Vorjahr: TEUR 368). Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (Vorjahr: TEUR 73) bestehen nicht zum Stichtag. Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. 2. Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographischen Märkten wie folgt:
III. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Wesentliche Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und ähnlichen Dauerschuldverhältnissen, die nach § 285 Nr. 3 HGB für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, werden anhand der folgenden Übersicht dargestellt:
Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch im Rahmen des Cash-Pool-Agreements zusammen mit der Parker Hannifin GmbH & Co. KG, Bielefeld, für auf dem Hauptkonto bestehende Sollsalden bzw. Kreditinanspruchnahmen einschließlich Zinsen und etwaiger Kosten. Zum 30. Juni 2009 weist das Cash-Pool-Konto einen Sollsaldo von EUR 1.113.753,61 aus. Die Parker Hannifin GmbH & Co. KG, Bielefeld, verfügt zum 30. Juni 2009 über ausreichende liquide Mittel, um diesen Verbindlichkeiten nachkommen zu können. Geschäftsführung Herr Patrick Colin, Perrignier/Frankreich, Vertrieb + Marketing (bis 31. August 2008) Herr Thomas Ottawa, Verl, Vertrieb + Marketing (ab 1. September 2008) Herr Hans-Peter Arnold, Brackenheim, Verwaltung und Rechnungswesen Herr Steffen Buck, Ludwigsburg, Materialwirtschaft, Logistik und Produktion Ein Geschäftsführer ist nicht Angestellter der Gesellschaft. Die Gesellschaft hat einen oder mehrere Geschäftsführer. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft jeweils durch zwei Geschäftsführer gemeinschaftlich oder durch einen Geschäftsführer gemeinschaftlich mit einem Prokuristen vertreten. Die Gesamtbezüge aller Geschäftsführer beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 391. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr wurden im Durchschnitt 241 Arbeitnehmer in folgenden Gruppen beschäftigt:
Von den gewerblichen Arbeitnehmern entfallen 24 Personen auf Heimarbeiter. Teilzeitkräfte sind in der Gruppe der gewerblichen Arbeitnehmer mit 14 und in der Gruppe der Angestellten mit zehn enthalten. Insgesamt beinhaltet die Anzahl der Arbeitnehmer vierzehn Auszubildende, davon sieben im Bereich der gewerblichen Arbeitnehmer und sieben im Bereich der Angestellten. Konzernabschluss, Mutterunternehmen Die Rectus GmbH ist ein Tochterunternehmen der Parker Hannifin GmbH (vormals: Parker Hannifin Management GmbH), Bielefeld. Diese ist ein verbundenes Unternehmen der Parker Hannifin International Corporation, Cleveland, Ohio/USA. Die Parker Hannifin Corporation, Cleveland, Ohio/USA, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und zugleich größten Kreis von Unternehmen auf. Dieser Konzernabschluss ist in den Geschäftsräumen der Parker Hannifin International Corporation, Cleveland, Ohio/USA, einsehbar bzw. kann von ihr angefordert werden.
Eberdingen, den 15. Januar 2010 Rectus GmbH Die Geschäftsführung Thomas Ottawa Hans-Peter Arnold Steffen Buck Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Rectus GmbH, Eberdingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2008 bis 30. Juni 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Rectus GmbH, Eberdingen, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 15. Januar 2010 Deloitte
& Touche GmbH
gez. Feldhoff, Wirtschaftsprüfer gez. Bennewitz, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 30. Juni 2009Rectus GmbH, EberdingenAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2008 bis 30. Juni 2009Rectus GmbH, Eberdingen
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2008/2009Rectus GmbH, Eberdingen
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