Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 178756
Vorher
Weilchensee 606. V V GmbH
Eingetragen
7.4.2009
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenBearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb technischer Erzeugnisse aus verschiedenen Materialien für verschiedene Anwendungsbereiche, insbesondere Kunststofferzeugnisse.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Timo Rau
seit 5.11.2025
Prokura
Tina Weinaug
seit 29.8.2024
Prokura
Prokura
Eric Peter Reutersten
seit 10.7.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Sanoh Industrial Co. Ltd.JPN
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

H.T.P. Investments B.V.
Netherlands
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Geiger Automotive GmbH

Murnau a.Staffelsee

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Bilanz zum 31. Dezember 2023

2. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Anlagenspiegel

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftsmodell

Die Geiger Automotive GmbH gehört zum Konzernverbund der japanischen Firma Sanoh Industrial Co., Ltd., Tokio, Japan.

Sanoh Industrial Co., Ltd. ist ein weltweit agierender Hersteller von Bauteilen für die Automobilindustrie mit 83 Produktionsstätten in 19 Ländern. Der Konzern ist spezialisiert auf die Herstellung und den Vertrieb von vorwiegend metallischen Produkten sowie die Erzeugung von aus Kunststoff gefertigten Teilen für die Automobilindustrie und das Transportgewerbe.

Geiger Automotive GmbH ist zu 100 % auf die Automobilindustrie ausgerichtet und ist ein weltweit tätiger Systemlieferant im Bereich Thermomanagement für sämtliche Mobilitätsbereiche. Die Gesellschaft fertigt Produkte zur Speicherung und Führung von Flüssigkeiten und Gasen (Cooling Modules), Luftregelsysteme (Air Kinematics & Aerodynamics) sowie Batteriekonsolen (e-Mobility) für namhafte Automobilhersteller und rüstet weltweit bekannte Marken damit aus. Die Produktionsstandorte der Gesellschaft liegen in Tambach-Dietharz, Murnau und Ziemetshausen.

1.2 Ziele und Strategien

Die enge Zusammenarbeit mit den Automobilherstellern erleichtert es, weitere Produktsegmente in die Strategie aufzunehmen und umzusetzen. Im Bereich der Elektromobilität bietet Geiger die Möglichkeit Batteriekühlungen, sowie weitere Produkte für neue Antriebskonzepte zu entwickeln und zu fertigen.

Geiger ist wie der gesamte Wettbewerb in der Automotive-Branche weiterhin einem hohen Preis- und Margendruck ausgesetzt. Um diesem zu begegnen und eine nachhaltige Ergebnisqualität zu gewährleisten, ist ein ausgewogener Mix von Alt- und Neuprojekten notwendig.

Um nicht nur den nationalen Kundenbedarf zu decken, werden weiterhin die internationalen Fertigungsstätten von Geiger in China, Mexiko und USA unterstützt. Gleichzeitig wird der Weg zur Selbstständigkeit der internationalen Einheiten verfolgt. Die in der Vergangenheit umfangreichen Materiallieferungen von Geiger Automotive GmbH an die verbundenen Unternehmen werden umgestellt auf eigene, unabhängige Beschaffung vor Ort. Zentral in Deutschland verbleiben jedoch Kernfunktionen wie Vertrieb, Einkauf und Entwicklung.

1.3 Steuerungsgrößen der Gesellschaft

Zur operativen Steuerung der Gesellschaft verwendet die Gesellschaft die Umsatzerlöse, das Betriebsergebnis und das Jahresergebnis als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren.

Das Betriebsergebnis wird definiert als ein um nicht operative Effekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (bereinigtes EBIT). Das Management von Geiger Automotive ist überzeugt, dass das bereinigte EBIT die geeignete Kennzahl für die Bestimmung des Erfolgs eines Geschäftes ist, da diese Kennzahl den operativen Ertrag einzelner Geschäfte unabhängig von nicht operativen Einflüssen sowie Zinsen und Steuern darstellt. Zu den Bereinigungen zählen unter anderem Erträge und Aufwendungen aus Zinsen, Währungseffekte, Steuern, periodenfremde Erträge und Aufwendungen und Wertberichtigungen.

Überleitung des Betriebsergebnisses 2023

in €
Jahresfehlbetrag -1.796.572,66
Sonstige Steuern 21.248,17
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00
Zinserträge und -aufwendungen 1.027.412,24
Währungskurserträge und aufwendungen -15.711,48
Periodenfremde Erträge und Aufwendungen -460.747,14
Restrukturierungskosten 1.187.564,26
Wertberichtigungen 146.503,60
Sonstiges nicht operatives Ergebnis 7.978,82
Betriebsergebnis (bereinigtes EBIT) 117.675,81

Für die Steuerung der Gesellschaft werden keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren herangezogen.

1.4 Forschung und Entwicklung

Die Geiger Automotive GmbH ist ein Partner namhafter Automobilhersteller und Systemlieferanten im Bereich Forschung und Entwicklung. In enger Zusammenarbeit mit dem Kunden werden Produkte und Prozesse entwickelt, in den Werken von Geiger Automotive implementiert und zur Serienreife gebracht.

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten umfassten Materialprüfungen im Bereich der Kunststoffgranulate, Benchmark-Analysen, Forschung und Produktentwicklung an Schäumprozessen von Luftführungen in der Produktion, Reverse-Engineering und Festigkeitsprüfungen von Bauteilen.

1.5 Personalbereich

Die Arbeitsverträge und -bedingungen sind geprägt durch die von den Regionalorganisationen des Arbeitgeber-Verbandes der KVI und der IG BCE ausgehandelten Tarifvereinbarungen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogen Rahmenbedingungen

Im Verlauf dieses Jahres haben die Inflationsrate nachgelassen und sich der Anstieg der Lohneinkommen im Vergleich zum Vorjahr beschleunigt. Allerdings blieb die Erholung beim privaten Konsum bislang aus, auch weil ein Teil des Kaufkraftplus gespart wurde. Vom globalen Warenhandel und der globalen Industrieproduktion kamen auch keine Impulse. Notenbanken dämpften vielerorts die Konjunktur zur Bekämpfung der Inflation, und im Zuge der Erholung von der Coronakrise waren weltweit vor allem Dienstleistungen im Aufwind. Daher setzten die deutschen Exporte ihre Talfahrt bis zuletzt fort. Kräftige expansive Impulse kamen lediglich von den staatlichen Investitionen. Insgesamt kühlte sich damit die Konjunktur seit Jahresbeginn spürbar ab und die Erholung, die ursprünglich für die zweite Jahreshälfte erwartet wurde, blieb aus. 1

Im Jahr 2023 wurden rund 3,7 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen. Dies entsprach einer Zunahme um +5,5 Prozent. 2.844.609 Personenkraftwagen (Pkw) wiesen gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg von +7,3 Prozent auf. Knapp die Hälfte aller Pkw (1.379.260/48,5 %) waren mit einem alternativen Antrieb ausgestattet. Batterieelektrische Pkw (BEV) nahmen um +11,4 Prozent zu, Plug-in-Hybride waren mit -51,5 Prozent rückläufig. 2

Pkw mit einem CO 2 -Ausstoß von 121 bis 160 g CO 2 pro km erreichten einen Anteil von 43,5 Prozent (2022: 38,3 %). Hier wurden 1.237.203 Pkw neu zugelassen. Dies entsprach einem Anstieg von +21,7 Prozent. Der durchschnittliche CO 2 -Ausstoß stieg um +4,9 Prozent auf 114,9 g/km (2022: 109,6 g/km). 3

Fast jeder Dritte neu zugelassene Pkw (30,1 %) war dem Segment der SUVs zuzuordnen. Rund 1,9 Millionen Pkw (67,1 %) wurden gewerblich zugelassen. 4

1 https://www.ifo.de/fakten/2023-12-14/ifo-konjunkturprognose-winter-2023-konjunkturerholung-verzoegertsich
2 Kraftfahrt-Bundesamt - Jahresbilanz (kba.de)
3 Kraftfahrt-Bundesamt - Jahresbilanz (kba.de)
4 Kraftfahrt-Bundesamt - Jahresbilanz (kba.de)

2.2 Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 war für die Geiger Automotive GmbH geprägt durch die geringeren Kundenbedarfe, die unter dem Niveau der Jahre vor der Pandemie lagen. Dies wurde teilweise kompensiert durch Preiserhöhungen, begründet durch externe Kostenerhöhungen, sowie unterschrittene Kundenbedarfe. Des Weiteren wurden interne Kosteneinsparungen und -anpassungen vorgenommen. Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren sind die Umsatzlöse, das Betriebsergebnis und das Jahresergebnis.

Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr 2023 um EUR 3,0 Millionen bzw. 3,1% auf EUR 99,2 Millionen. Der Fertigteileumsatz war rückläufig (EUR 83,6 Millionen gegenüber EUR 85,3 Millionen im Vorjahr), der Projektumsatz hingegen stieg um 78,2% von EUR 5,4 Millionen auf EUR 9,7 Millionen an.

Das Betriebsergebnis 2023 lag bei EUR 0,1 Millionen im Vergleich zu EUR - 1,3 Millionen im Geschäftsjahr 2022.

Insgesamt schließt die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresfehlbetrag von EUR 1,8 Millionen (Vorjahr Jahresfehlbetrag EUR 4,2 Millionen) ab.

Die Ist-Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 lagen unter der Prognose von EUR 107,2 Millionen. Das prognostizierte Betriebsergebnis in Höhe von EUR 5,8 Millionen wurde um EUR 5,7 Millionen verfehlt.

Bei den Umsatzerlösen waren Teilepreiserhöhungen aufgrund von signifikanten erwarteten Materialpreiserhöhungen budgetiert. Da aber die Rohmaterialpreise sich eher reduziert haben, ist es nicht zu Teilpreiserhöhungen gekommen. Eine wesentliche Abweichung beim Betriebsergebnis war der geplante Verkauf des Werks Ziemetshausen, welcher 2023 nicht umgesetzt wurde. Weitere Gründe für das Verfehlen der Ergebnisziele waren das Verfehlen der sehr ambitionierten Einsparungen im Bereich der Personalkosten. Im Geschäftsjahr 2023 war der hohe Einsatz von Leiharbeitskräften, insbesondere im Werk Tambach, ein nicht geplanter Kostenfaktor. Insgesamt höhere Krankenquoten in allen Werken und nicht umgesetzte Prozessverbesserungen trugen außerdem zu den höheren Personalkosten bei. Des Weiteren konnten auch die Aufwendungen im Bereich Instandhaltung und Reparaturen nicht auf Zielniveau umgesetzt werden. Zahlreiche unerwartete Maschinenausfälle prägten den Kostenverlauf. Durch Personalwechsel entstanden ungeplante Kosten für Interimsmanagern, sowie höhere Recruiting-Kosten. Eine positive Entwicklung zeigte sich bei den Rohmaterialkosten, die sich gegenüber 2022 im Bereich der Granulate um durchschnittlich 9,7% reduziert hatten.

2.3 Ertragslage

Die Umsatzerlöse aus der Serienproduktion (Fertigteileumsatz) reduzierten sich um 1,6 % auf EUR 83,6 Millionen. Insbesondere in den letzten Monaten des Jahres zeigten die erfolgreich mit den Kunden verhandelten Preiserhöhungen ihre Wirkung, wenngleich nicht in der Ausprägung wie 2022. Diese sind begründet durch die gestiegenen externen Kosten als auch Abrufreduktionen seitens der Kunden und erfolgten teilweise als Einmalzahlungen und teilweise als Teilepreiseerhöhungen, die eine dauerhafte Wirkung haben.

Die Umsatzerlöse aus der Vorserie (inkl. Werkzeuge) wuchsen um 78,2 % auf EUR 9,7 Millionen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass einige Projektabrechnungen vom Vorjahr in das Jahr 2023 verschoben wurden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Intercompany Geschäften (TEUR 333 TEUR; Vorjahr TEUR 581) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 561; Vorjahr TEUR 332).

Die Materialaufwendungen sind um EUR 0,7 Millionen bzw. - 1,4 % auf EUR 48,1 Millionen gesunken. Die Materialaufwandsquote (Verhältnis Materialaufwand zu Gesamtleistung) hat sich von 50,7 % im Vorjahr auf 48,5 % reduziert. Die Gesamtleistung wird definiert als Umsatzerlöse einschließlich Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie andere aktivierte Eigenleistungen. Diese Verbesserung ist im Wesentlichen auf die fallenden Rohmaterialpreise zurückzuführen.

Die Anzahl der Mitarbeiter reduzierte sich von 602 im Vorjahr auf 537 im Jahr 2023. Demnach ist der Personalbestand um 10,8 % gesunken. Die Personalaufwendungen sind um EUR 2,1 Millionen auf EUR 34,2 Millionen gesunken.

Im Vorjahresvergleich ergibt sich eine Reduzierung der Abschreibungen um TEUR 491,2 bzw. 10,9 %.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Vorjahresvergleich um TEUR 945 auf EUR 12,9 Millionen.

Insgesamt schließt die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresfehlbetrag von EUR 1,8 Millionen (Vj.: Jahresfehlbetrag EUR 4,2 Millionen) ab.

2.4 Vermögenslage

Im Geschäftsjahr 2023 wurden weniger Investitionen getätigt, da die Investitionen im Vorjahr durch die vorzeitige Übernahme von Maschinen aus Leasingverträgen überhöht waren. Der Buchwert des Sachanlagevermögens reduzierte sich jedoch abschreibungsbedingt um EUR 0,3 Millionen auf EUR 15,1 Millionen.

Die Bestandswerte für fertige und unfertige Erzeugnisse liegen bei EUR 4,6 Millionen und damit fast auf der Hälfte des Vorjahresniveaus in Höhe von EUR 7,0 Millionen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 3,9 Millionen auf EUR 29,8 Millionen gestiegen. Dies ist einerseits durch den Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen, um EUR 4,1 Millionen auf EUR 19,1 Millionen zu erklären. Andererseits sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 0,3 Millionen auf EUR 10,2 Millionen angestiegen. Sonstige Vermögensgegenstände erfuhren eine Reduktion von EUR 0,5 Millionen. Aus diesen Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Geschäftsjahr Zinserträge von TEUR 853 (Vj.: TEUR 280) angefallen.

Die flüssigen Mittel sanken von EUR 11,8 Millionen auf EUR 4,1 Millionen.

Auf der Passivseite reduzierte sich das Eigenkapital aufgrund des Jahresfehlbetrags von EUR 12,3 Millionen auf EUR 10,5 Millionen.

Die sonstigen Rückstellungen reduzierten sich um EUR 0,8 Millionen auf EUR 4,3 Millionen. Die wesentlichen Veränderungen erfolgten durch einen geringeren Rückstellungsbedarf bei Abfindungen in Höhe von TEUR 909 und der Rückstellungsauflösung, für Bleibeprämie für das Werk in Ziemetshausen in Höhe von TEUR 410. Die Rückstellung für Drohverluste aus Projekten erhöhten sich um TEUR 765 auf TEUR 1.302.

Die Summe der Verbindlichkeiten sank um EUR 2,0 Millionen auf EUR 46,3 Millionen. Die größte Veränderung erfolgte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die sich um EUR 1,6 Millionen auf EUR 4,5 Millionen reduzierten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind nahezu unverändert bei EUR 41,2 Millionen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen fielen um TEUR 226 auf TEUR 206. Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich ebenfalls um TEUR 305 auf TEUR 422.

2.5 Finanzlage

Die Finanzierung der Geiger Automotive GmbH erfolgt im Wesentlichen durch die Aufnahme von kurzfristigen Bankdarlehen, sowie mittlerweile geringen Umfang durch Leasing. Zur Finanzierung von Neuprojekten im In- und Ausland wurden im Geschäftsjahr 2023 keine weiteren Finanzmittel aus kurzfristigen Darlehen der Konzernmutter in Anspruch genommen. Die Konzernmutter Sanoh Industrial Co., Ltd., Tokio, Japan, hat sich gegenüber Geiger Automotive GmbH in einer harten und betragsmäßig nicht begrenzten Patronatserklärung dazu verpflichtet, die Gesellschaft stets in die Lage zu versetzen, alle fälligen Verbindlichkeiten gegenüber ihren Gläubigern erfüllen zu können. Die Patronatserklärung ist bis zum 31. Dezember 2025 befristet.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Sachanlagen in Höhe von EUR 3,6 Millionen getätigt. Neue Finanzierungen über Mietkauf fanden im Jahr 2023 nicht statt. Die Investitionen entfallen im Wesentlichen auf die Bereiche technische Anlagen und Maschinen sowie Anlagen im Bau. Die Neubeschaffungen konzentrierten sich auf Investitionen im Zusammenhang von Neuprojekten und Investitionen zur Erfüllung von Sicherheitsbestimmungen.

2.6 Gesamtaussage

Insgesamt hat sich die Finanz- und Ertragslage in 2023 verbessert. Auf der Finanzseite ist die jederzeitige Zahlungsfähigkeit positiv zu erwähnen, obwohl in 2023 fällige Intercompany-Darlehen verlängert wurden.

3. Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance-Bericht sowie Zielgrößen und Fristen zur Erhöhung des Frauenanteils in den Führungsebenen

Für Geiger Automotive GmbH ist die Beachtung der Regeln ordnungsgemäßer Corporate Governance von großer Bedeutung und Grundlage für den Erfolg des Unternehmens. Nach § 289f Abs. 4 des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) ist die Gesellschaft verpflichtet, eine auf die dort genannten Sachverhalte beschränkte Erklärung zur Unternehmensführung abzugeben.

Aufgrund § 1 Drittelbeteiligungsgesetz ist Geiger Automotive GmbH verpflichtet, einen Aufsichtsrat einzurichten. Dem hat die Gesellschaft bisher keine Folge geleistet.

Da Geiger Automotive GmbH keinen Aufsichtsrat gebildet hat, gibt es keine Zielgröße für eine Geschlechterquote in diesem Gremium. Am 31. Dezember 2023 betrug der Frauenanteil in der ersten und zweiten Führungsebene insgesamt 12,8 % (Vj.: 9,4 %). Der Anstieg ist darauf zurückzuführen, dass freiwerdende Führungspositionen entweder durch weibliche Führungskräfte besetzt werden konnten oder neu besetzt wurden. Ein höherer Frauenanteil wäre wünschenswert, ist aufgrund des geringen Anteils weiblicher Studienabgänger in den bei einem Automobilzulieferer überwiegend im Management vertretenen Studiengängen allerdings kaum realisierbar. Die Geschäftsleitung hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil weiblicher Führungskräfte in den beiden obersten Führungsebenen des Unternehmens in den nächsten fünf Jahren auf mindestens 15 % zu erhöhen. Aktuell ist dies darüber hinaus schwer umsetzbar, da aufgrund der geplanten Verschlankung der Führungsstruktur im Fall von Fluktuation nur in Ausnahmefällen ein Ersatz gesucht wird.

Es wurde im Unternehmen insgesamt eine Frauenquote von 26 % erreicht.

(Abschnitt 3 ist nicht geprüft).

4. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

4.1 Prognosebericht

In der im Januar 2024 veröffentlichten Prognose des HRI (Handelsblatt Research Institut) wird für das Jahr 2024 ein Wachstum der Wirtschaftsleistung von 0,3 Prozent prognostiziert.

Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regenerierung im Jahr 2022 jedoch geringer aus, 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession. 5

Die Geschäftsführung plant für das Geschäftsjahr 2024 mit Umsatzerlösen von EUR 89,7 Millionen, einem Betriebsergebnis von EUR 1,9 Millionen und einen Jahresüberschuss von EUR 0,4 Millionen.

In diesem Plan sind Verbesserungen in den Produktionsprozessen, Reduktion von Qualitätskosten und Personalkosten sowie Preisnachverhandlungen mit den Kunden einkalkuliert. Wesentlicher Bestandteil dieser Verhandlungen bildet die Verkaufspreiserhöhung verlustbringender Produkte, deren Prozessoptimierungen und Kosteneinsparungen seitens Geiger ausgeschöpft sind.

Die wesentlichen zugrundeliegenden Annahmen sind die Berücksichtigung von:

Ist-Zahlen aus 2023

der Abrufmengen der Kunden, sowie weiterer Umsatzprognosen

Der Entwicklung der Rohmaterial- und Zukaufpreise

der Wirkung von Verbesserungsmaßnahmen (siehe oben)

4.2 Risikomanagementsystem

Die Gesellschaft ist gesamtwirtschaftlichen, branchen- und unternehmensspezifischen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken können dazu führen, dass die Gesellschaft ihre gesetzten operativen und finanziellen Ziele nicht erreichen kann. Ziel des Risikomanagements ist es daher, diese Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und entgegenzusteuern. Dazu werden in unserem Planungs- und Controllingsystem monatlich Abweichungen der tatsächlichen und geplanten geschäftlichen Entwicklung identifiziert und analysiert. Hierdurch sollen Risiken zeitnah erkannt werden.

Das Risikomanagement orientiert sich an der Unternehmensstrategie nach nachhaltigem und ertragreichem Wachstum, wobei die Gesellschaft versucht, unangemessene Risiken weitestgehend zu vermeiden bzw. entgegenzusteuern. Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Planung und Ausführung der Geschäftsstrategie.

Risiken und Chancen werden hinsichtlich ihrer Bedeutung in die Kategorien hoch, mittel und niedrig eingestuft. Die Bedeutung ermittelt sich aus der Eintrittswahrscheinlichkeit und die mögliche Auswirkung auf die Erreichung der Prognose bzw. der angestrebten Ziele.

4.3 Risiken der künftigen Entwicklung

Konjunktur- und Marktrisiken

Die Konjunktur- und Marktrisiken stehen in engem Zusammenhang mit der weltweiten politischen Lage, dem weiteren Verlauf des Ukraine-Krieges, sowie die regionale Auswirkung in Europa, USA und Asien. Dabei sind auch die nationale wirtschaftspolitische Ausrichtung und Rückwirkung auf die Industrie einzubeziehen. Es betrifft nicht nur die Absatzmärkte, sondern auch die Zulieferketten für die Produktion bei Geiger Automotive.

5 Prognosen zur Entwicklung des deutschen BIP 2022-2023 | Statista

Geiger Automotive hat nach Einschätzung der Geschäftsführung in den letzten Jahren bewiesen, dass die Gesellschaft schnell reagiert in Krisenzeiten und alle verfügbaren Kräfte nutzt, die negativen Auswirkungen gering zu halten. Die Bedeutung dieses Risikos wird als hoch eingestuft.

Produktrisiken

Risiken aus dem Bereich Entwicklung werden durch einen klar strukturierten Produktentstehungsprozess bewertet. Dazu gehören ein detailliertes Projektcontrolling auf SAP-Basis sowie die kontinuierliche Zwischenbewertung anhand von Meilensteinen. Sowohl technische als auch kostenseitige Abweichungen werden so frühzeitig erkannt und Maßnahmen zur Gegensteuerung getroffen. Die Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden dabei miterfasst. Die Bedeutung dieses Risikos wird als gering eingestuft.

Wechselkurse

Es bestehen Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen, insbesondere in US-Dollar, Mexikanischen Pesos und Chinesischen Renminbi. Geiger Automotive GmbH ist daher von Schwankungen der EUR/USD-, EUR/MXN- und EUR/RMB-Wechselkurse betroffen. Als Maßnahme zur Risikoabsicherung führt die Gesellschaft eine natürliche Sicherung dieser Aktivitäten durch Minimierung der entstehenden Nettozahlungsströme in jeder Fremdwährung fort. Es wurden keine derivativen Finanzierungsinstrumente eingesetzt. Devisentermingeschäfte oder Devisenoptionen bestehen nicht. Die Bedeutung dieses Risikos wird als gering eingestuft.

Kreditrisiko

Dem Forderungsausfallrisiko wird durch eine regelmäßige Bonitätsüberwachung, das Mahnwesen sowie durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Risiken aus Elementarschäden sind über eine betriebliche Allgefahren-Sach- und Betriebsunterbrechungs-Versicherung ausreichend abgedeckt. Gleichzeitig wird durch ein zertifiziertes Qualitätssystem und umfangreiche Maßnahmen zur Prozesssicherheit und Qualitätssicherung die Wahrscheinlichkeit des Auftretens der genannten Risiken minimiert sowie die Schadenshöhe im Falle eines Risikoeintritts begrenzt. Die Bedeutung dieses Risikos wird als gering eingestuft.

Liquiditätsrisiken/Entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen

Die Geiger Automotive GmbH hat zum 31. Dezember 2023 EUR 41,0 Millionen kurzfristige Bankdarlehensverbindlichkeiten.

Zur Sicherung der Liquidität wurden insbesondere folgende Maßnahmen ergriffen:

Termingerechte Abrechnungen von Vorserienaufwände an die Kunden

Optimierung der Bestände

Forderungsmanagement

Prüfung von weiteren flankierenden Maßnahmen, wie z.B. Factoring

Auch vor dem Hintergrund der hohen, kurzfristigen und bis zur Erstellung dieses Lageberichts stets prolongierten Bankdarlehen wurde die harte Patronatserklärung seitens der Gesellschafterin bis zum 31. Dezember 2025 verlängert, um die Zahlungsfähigkeit und damit den Bestand der Gesellschaft zu sichern.

Der Fortbestand der Gesellschaft ist daher insbesondere von der weiteren finanziellen Unterstützung durch die Gesellschafter abhängig.

Die Unternehmensführung geht auf Basis der aktuellen Geschäftsentwicklung davon aus, dass die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft weiterhin gesichert ist. Sollten die umgesetzten Maßnahmen nicht ausreichen, um aus eigenen Mitteln den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, verpflichtet sich das Mutterunternehmen, Sanoh Industrial Co., Ltd., die Gesellschaft mit ausreichender Liquidität auszustatten. Des Weiteren hängt die langfristige Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft von der Verlängerung der Finanzierung durch Sanoh Industrial Co., Ltd. oder von der Zurverfügungstellung von Mitteln Dritter ab; anderenfalls wäre der Bestand der Gesellschaft gefährdet. Die Bedeutung dieses Risikos wird weiterhin als hoch eingestuft.

Rechtliche, steuerliche und IT/Cyber-Risiken

Rechtliche, steuerliche und IT/Cyber-Risiken ergeben sich aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb, stellen jedoch kein relevantes Risiko dar und werden von ihrer Bedeutung her als gering eingestuft.

Gesamtaussage zum Risikobericht

Von den im Risikobericht beschriebenen Risiken kann potenziell eine Beeinträchtigung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ausgehen. Die Geschäftsführung sieht die bestehenden Risiken als gering und beherrschbar an und passt die Risiken fortlaufend den Veränderungen des Umfeldes und den Erfordernissen des laufenden Geschäfts an.

Nach Einschätzung der Geschäftsführung hat sich die Risikolandschaft der Gesellschaft weder im Berichtszeitraum noch im Wertaufhellungszeitraumwesentlich gegenüber dem Vorjahr verändert. Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken.

Hinsichtlich der Finanzierung/Liquidität besteht ein entwicklungsbeeinträchtigendes Risiko.

4.4 Chancen der künftigen Entwicklung

Das Risikomanagement umfasst die Identifizierung und Bewertung von Chancen. Für die Bewertung von durch die Geschäftsführung identifizierten Chancen wird eine Klassifizierung der Bedeutung in niedrig, mittel und hoch vorgenommen.

Elektromobilität

Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) wurden im letzten Jahr 524.219 Elektroautos (BEV) in Deutschland neu zugelassen, was 18 Prozent aller Neuzulassungen ausmacht - ein Rekord. Dennoch hat sich die rasante Zunahme neu zugelassener Elektroautos im Vergleich zu 2022 verlangsamt.

Hinzu kommt, dass von den insgesamt 48,7 Millionen Fahrzeugen in Deutschland nur 1,5 Millionen Elektroautos sind.

Die Elektroautoindustrie steckt seit einigen Monaten in einer Krise, die auf den ersten Blick nicht aus den Rekordzahlen der Neuzulassungen hervorgeht. Die Verkaufszahlen brachen bereits im September 2023 ein und erholen sich nur langsam, nachdem die Förderung für gewerbliche E-Autos gestrichen wurde. 6 Trotz der aktuellen Beurteilungen bewertet die Geschäftsleitung die Elektromobilität weiterhin als Chance.

Die Bedeutung dieser Chance wird als hoch angesehen.

Wachstum

Die Internationalisierung in Amerika und Asien wird von Kundenseite begrüßt und Geiger ist als etablierter und weltweit agierender Zulieferer verstärkt auch bei internationalen Ausschreibungen neuer Projekte eingebunden. Es ist erklärtes Ziel, die im Inland gewohnte Lieferqualität auf die ausländischen Tochtergesellschaften und Beteiligungen zu übertragen, und dies eröffnet die Chance auf einen deutlichen Wachstumsschub in den kommenden Jahren.

Die Bedeutung dieser Chance wird als hoch angesehen.

Vervollständigung der Digitalisierung und Standardisierung in der Produktion

Um im internationalen Wettbewerb für die Zukunft gerüstet zu sein, ist die Umsetzung von Produktionsinnovationen ein Schlüsselthema. Geiger Automotive fokussiert sich auf die Implementierung und Erweiterung der Digitalisierung und Standardisierung in der Produktion. Mit der Umsetzung und dem flächendeckenden Einsatz von MES (Manufacturing-Execution-System) wir der gesamte Produktionsprozess effektiver gestaltet, transparenter und planbarer. Einsparungen und Vereinfachungen über die gesamte Prozesskette werden in vielerlei Hinsicht realisierbar.

Die Bedeutung dieser Chance wird als hoch angesehen.

Produktionsstandorte in Deutschland

Nutzung von Synergien und Modernisierung der Produktion und nicht zuletzt die mittelfristige Umsatzprognosen münden in eine Neuausrichtung der 3 deutschen Standorte. In Abstimmung mit der Muttergesellschaft Sanoh Industrial Co., Ltd., wird die Produktion von Ersatzteilen von den Standorten Murnau und Tambach transferiert zum Standort Ziemetshausen. Der Standort Ziemetshausen wird zukünftig ausschließlich Ersatzteile produzieren, die Standorte Murnau und Tambach produzieren Serienprodukte. Durch die Bündelung der Teilekategorien werden Synergien gehoben, sowie die Komplexität im Produktionsprozess der jeweiligen Werke reduziert.

Die Bedeutung dieser Chance wird als hoch angesehen.

6 "Auto-Papst" mit bitterer Prognose für Elektroautos - Dudenhöffer spricht von einer "Welle" (fr.de)

Gesamtbild der Chancenlage

Insgesamt wurden die Auswirkungen der Chancen als hoch eingestuft. Nach Einschätzung der Geschäftsführung hat sich die Chancenlage der Gesellschaft im Jahresvergleich nicht wesentlich verändert.

 

Murnau, den 11. April 2024

Geiger Automotive GmbH

Die Geschäftsführung

Martin Thorbjörnson

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.503,00 77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.035.521,85 1.135
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.775.049,00 11.675
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.611.146,00 1.641
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.684.473,01 984
15.106.189,86 15.434
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 7,17 0
15.116.700,03 15.511
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.784.954,54 4.002
2. Unfertige Erzeugnisse 2.808.663,32 5.219
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.757.118,02 1.825
4. Geleistete Anzahlungen 3.100.469,62 1.685
5. Erhaltene Anzahlungen 0,00 -593
11.451.205,50 12.138
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.163.061,65 9.895
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 19.083.621,43 14.944
3. Sonstige Vermögensgegenstände 524.017,48 1.002
29.770.700,56 25.841
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.058.123,75 11.835
45.280.029,81 49.815
C. Rechnungsabgrenzungsposten 684.307,16 327,50
61.081.037,00 65.654

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Kapitalrücklage 28.746.157,05 28.746
III. Verlustvortrag -16.453.812,14 -12.298
IV. Jahresfehlbetrag -1.796.572,66 -4.155
10.520.772,25 12.317
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 4.279.306,59 5.036
4.279.306,59 5.036
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 41.174.655,55 41.091
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.478.803,06 6.051
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 205.755,08 432
4. Sonstige Verbindlichkeiten 421.744,47 727
davon aus Steuern: EUR 287.447,64 (Vj.: TEUR 592)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 9.776,99 (Vj.: TEUR 9)
46.280.958,16 48.301
61.081.037,00 65.654

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 99.170.267,63 96.189
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.478.724,36 -22
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 110.273,64 68
96.801.816,91 96.235
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.662.310,36 1.621,01
98.464.127,27 97.856
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 35.879.497,22 39.737
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 12.211.023,17 9.016
48.090.520,39 48.753
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 28.434.162,01 30.118
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.782.445,66 6.156
davon für Altersversorgung: EUR 365.118,97 (Vj. TEUR 416)
34.216.607,67 36.274
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.000.471,21 4.492
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 12.900.484,00 11.956
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 853.213,21 299
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 852.791,49 (Vj. TEUR 280)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.880.625,45 814
davon an verbundene Unternehmen: EUR 191.931,27 (Vj. TEUR 259)
11. Ergebnis nach Steuern -1.771.368,24 -4.135
12. Sonstige Steuern 25.204,42 21
13. Jahresfehlbetrag -1.796.572,66 -4.155

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die Geiger Automotive GmbH mit Sitz in Murnau am Staffelsee ist im Handelsregister B des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 178756 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Geiger Automotive GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB).

Zur Klarheit und Übersichtlichkeit werden erforderliche Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz und zu Restlaufzeiten sowie Davon-Vermerke teilweise im Anhang statt in der Bilanz oder der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.

Der Abschluss wird unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

B. Bilanzierung und Bewertung

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu den Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Herstellung veranlasst ist, einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die Abschreibungen werden wie folgt vorgenommen:

Nutzungsdauer Abschreibungsmethode Jahres-AfA in %
Gebäude 30 Jahre linear 3,3
Einbauten in Gebäude 10 Jahre linear 10
Maschinen und maschinelle Anlagen 6 - 10 Jahre linear 10,0 - 16,7
Montagevorrichtungen 6 - 7 Jahre linear 14,3 - 16,7
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 15 Jahre linear 6,7 - 33,3
Fahrzeuge/Transportgeräte 8 - 9 Jahre linear 11,1 - 12,5
Immaterielle Vermögensgegenstände 3 - 15 Jahre linear 6,7 - 33,3

Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) bis zu einem Wert von EUR 250 werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst. Für Anlagegüter zwischen EUR 251 und EUR 1.000 wird ein Sammelposten i. S. v. § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der Sammelposten wird im Geschäftsjahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils zu 1/5 gewinnmindernd aufgelöst.

Abschreibungen auf unterjährig zugegangene Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Sofern der beizulegende Wert von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen zum Bilanzstichtag auf Grund einer dauernden Wertminderung unter dem Buchwert liegt, wird eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen und gegebenenfalls die Restnutzungsdauer angepasst.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten bewertet. Soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung auf den beizulegenden Wert vorgenommen. Das Abschreibungswahlrecht bei vorübergehender Wertminderung wird grundsätzlich nicht in Anspruch genommen. Sofern der Grund für die Abschreibung wegfällt, erfolgt eine Zuschreibung.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Waren sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag bewertet. Im Rahmen der konzerneinheitlichen Bilanzierungsrichtlinie werden die Ersatzteile bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ausgewiesen. Die Bewertung von Ersatzteilen erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens.

Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Des Weiteren werden angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten mit einbezogen. Für Bestandsrisiken werden Bewertungsabschläge basierend auf einer Lagerhüter-Analyse vorgenommen.

Die Bewertung der Projekte erfolgt unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Verkaufspreise sowie der über die Laufzeit vergüteten Teilepreisumlagen auf die produzierten Teile. Abschläge für noch anfallende Kosten oder drohende Verluste aus den Projekten wurden berücksichtigt.

Sofern am Bilanzstichtag ausreichend unfertige Erzeugnisse für die jeweiligen Projekte bilanziert sind, werden für drohende Verluste aus den Projekten Abwertungen auf das Vorratsvermögen vorgenommen; übersteigende Beträge werden auf der Passivseite in den Rückstellungen für drohende Verluste ausgewiesen.

Die erhaltenen Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt und aktivisch von den Vorräten abgesetzt.

Die geleisteten Anzahlungen im Anlagen- und Umlaufvermögen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet, zweifelhafte oder mit erkennbaren Risiken behaftete Forderungen sind einzelwertberichtigt.

Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % (im Vorjahr 1,0 %) des Netto-Rechnungsbetrags angemessen Rechnung getragen.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Umrechnungskurs zum Transaktionszeitpunkt eingebucht und mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (bei Aktivposten) oder höher lagen (bei Passivposten). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsposten in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und im Anhang gesondert ausgewiesen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben für vorausbezahlten Lizenzen, Vergütungen und Wartung vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und den steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes von 28,5 %. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB kein Gebrauch gemacht.

Für das Geschäftsjahr ergaben sich insgesamt - nicht bilanzierte - aktive latente Steuern. Aktive latente Steuern ergeben sich im Wesentlichen aus Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen bei der Bewertung der Jubiläumsrückstellung sowie aus der Bewertung der Drohverlustrückstellungen. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden bestehen steuerliche Verlustvorträge, die jedoch bei der Berechnung der aktiven latenten Steuern nur teilweise berücksichtigt wurden. Innerhalb der nächsten fünf Jahre ist nur mit einer teilweisen Verrechnung der steuerlichen Verlustvorträge zu rechnen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Rückstellung für Jubiläen werden nach dem modifizierten Teilwertverfahren unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten ermittelt. Dabei wurde in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB ein Zinssatz von 1,97 % p.a. zugrunde gelegt.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.

C. Erläuterungen zur Bilanz

AKTIVA

Sachanlagevermögen

Die einzelnen Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung während des Geschäftsjahres 2023 sind in einem gesonderten Anlagespiegel in der Anlage zum Anhang dargestellt. Soweit erforderlich wurden im Anlagevermögen erfasste Vermögensgegenstände auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die Zugänge zum Sachanlagevermögen entfallen im Wesentlichen auf Werkzeuge, Vorrichtungen sowie Produktionsmaschinen.

Aus den Abgängen des Sachanlagevermögens resultieren in 2023 keine Buchgewinne (Vorjahr TEUR 4) und Buchverluste von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 57).

Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen entfallen auf:

Anteil am Eigenkapital Eigenkapital Jahresergebnis
% 31.12.2023 2023
Geiger Automotive USA, Inc., Suwanee, USA 1,0 TUSD -34.243 TUSD -787 1
Geiger Automotive (Shenyang) Co. Ltd., Sheyang, China 65,0 TRMB -18.237 TRMB -3.309 2
Geiger Automotive de Mexico s de rl de cv, Querétaro, Mexico 65,0 TMXN 13.298 TMXN -15.662 3

Die Anteile an verbundenen Unternehmen enthalten - unverändert zum Vorjahr - 65 % der Anteile an der Geiger Automotive (Shenyang) Co. Ltd., Shenyang, China, in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0). Der Anteilsbesitz wurde im Geschäftsjahr 2017 wegen einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung abgewertet. Seit 2010 hält Geiger Automotive GmbH ebenfalls einen Anteil von 1% an Geiger Automotive USA in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0).

Außerdem sind in dieser Position 65,0 % (Vorjahr 65,0 %) der Anteile an der Geiger Automotive de Mexico s de rl de cv, Querétaro, Mexiko, in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0). Die Anteile wurden in 2019 wegen einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden insgesamt Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 75 (Vorjahr TEUR 394) gebildet.

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben - wie im Vorjahr - Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 12.833 (Vorjahr TEUR 10.122) und Darlehen an Geiger Automotive USA, Inc. in Höhe von TEUR 4.887 (Vorjahr TEUR 4.822), Geiger Automotive (Shenyang) Co. Ltd. In Höhe von TEUR 460 (Vorjahr TEUR 0) und Geiger Automotive de Mexico s de rl de cv, Querétaro in Höhe von TEUR 880 (Vorjahr TEUR 0). Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen TEUR 0 (Vorjahr TEUR 10) gegen Gesellschafter.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen weisen TEUR 4.410 (Vorjahr TEUR 3.288) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf und TEUR 8.424 (Vorjahr TEUR 6.824) von mehr als einem Jahr.

1 Stand 31.12.2023; Umrechnungskurs 1 USD = 0,78561 EUR
2 Stand 31.12.2023; Umrechnungskurs 1 RMB = 0,12724 EUR
3 Stand 31.12.2023; Umrechnungskurs 1 MXN = 0,05333 EUR

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Bonusforderungen und Forderungen aus Kaution.

Sämtliche sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich im Wesentlichen um Vorauszahlungen für Leasing- und Dienstleistungsverträge für das Geschäftsjahr 2024.

PASSIVA

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) beträgt - unverändert zum Vorjahr - EUR 25.000,00 und die Kapitalrücklage beträgt TEUR 28.746 (Vorjahr TEUR 28.746). Der Verlustvortrag beträgt TEUR 16.454 und der Jahresfehlbetrag TEUR 1.797.

Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen für Rechnungsnachlauf von TEUR 280 (Vorjahr TEUR 235), Vertriebsaufwendungen von TEUR 251 (Vorjahr TEUR 433) sowie für Abfindungen von TEUR 418 (Vorjahr TEUR 1.327), Jubiläen von TEUR 475 (Vorjahr TEUR 521) und Bonuszahlungen an Mitarbeiter von TEUR 430 (Vorjahr TEUR 394). Darüber hinaus sind neben übrigen sonstigen Rückstellungen auch Drohverlustrückstellungen von TEUR 1.302 (Vorjahr TEUR 537) zu nennen.

Verbindlichkeiten

Die Konzernmutter Sanoh Industrial Co., Ltd., Tokio, Japan, hat sich gegenüber Geiger Automotive GmbH in einer harten und betragsmäßig nicht begrenzten Patronatserklärung dazu verpflichtet, die Gesellschaft stets in die Lage zu versetzen, alle fälligen Verbindlichkeiten gegen über ihren Gläubigern erfüllen zu können. Die Patronatserklärung ist bis zum 31. Dezember 2025 befristet.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 47 (Vorjahr TEUR 259) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 159 (Vorjahr TEUR 172) Verbindlichkeiten für ausstehende Zinsabrechnungen.

Die Verbindlichkeiten enthalten:

31.12.2023 31.12.2022
(TEUR) Gesamt bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr mehr als 5 Jahre Gesamt bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 41.175 41.175 0 0 41.091 41.091 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.479 4.479 0 0 6.051 6.051 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 206 206 0 0 432 432 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 422 422 0 0 727 727 0 0
46.281 46.281 0 0 48.301 48.301 0 0

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt auf:

(TEUR) 2023 2022
aus Lieferungen und Leistungen
- Inland 65.588 65.300
- innergemeinschaftliche Lieferungen 26.572 24.903
- verbundene Unternehmen (Drittländer) 3.495 2.870
- Drittländer 4.379 3.688
Erlösschmälerungen -864 -572
99.170 96.189

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Produktgruppen wie folgt:

(TEUR) 2023 2022
Umsatzerlöse Teile 83.638 84.969
Werkzeugumsätze 9.685 5.434
Sonstige Umsätze 6.215 5.871
Umsatzerlöse Handelswaren 496 488
Erlösschmälerungen -864 -572
99.170 96.189

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erstattungen von Sozialversicherungsbeiträgen für Kurzarbeit durch die Bundesagentur für Arbeit (TEUR 0; Vorjahr TEUR 40), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 561; Vorjahr TEUR 332), die periodenfremd sind, Lieferantenreklamation (TEUR 78; Vorjahr TEUR 62), Erträge aus Verkauf der Handelswaren an verbundene Unternehmen (TEUR 333; Vorjahr TEUR 581), Erträge aus Schadenersatz (TEUR 2; Vorjahr TEUR 24) und sonstige periodenfremden Erträge (TEUR 476; Vorjahr TEUR 178).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außerdem realisierte Währungskursgewinne in Höhe von TEUR 91 (Vorjahr TEUR 50) enthalten. In den Währungsgewinnen sind - wie im Vorjahr - keine unrealisierte Währungsgewinne enthalten.

Personalaufwand

Die Erstattungen für Kurzarbeit durch die Bundesagentur für Arbeit (TEUR 91; Vorjahr TEUR 288) stellen einen durchlaufenden Posten dar.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 576 (Vorjahr TEUR 340).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außerdem realisierte Währungsverluste in Höhe von TEUR 75 (Vorjahr TEUR 44) enthalten. In den Währungsverlusten sind - wie im Vorjahr - keine unrealisierte Währungsverluste enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsaufwendungen sind Zinsen aus der Aufzinsung der Jubiläumsrückstellung von TEUR 7 (Vorjahr TEUR 7) enthalten.

E. Sonstige Angaben

Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl nach Gruppen

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter beträgt:

2023 2022
Leitende Angestellte 5 7
Angestellte 214 229
Gewerbliche Arbeitnehmer 317 366
Auszubildende 20 19
Summe (ohne Auszubildende) 537 602

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Miet- und Leasingverpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stammen aus Miet- und Leasingverträgen und verteilen sich nach Fälligkeiten zum Bilanzstichtag wie folgt:

Bis 1 Jahr 2-5 Jahre mehr als 5 Gesamt Gesamt Vorjahr
TEUR TEUR Jahre TEUR TEUR TEUR
Leasing 113 63 0 176 203
Miete 1.775 0 0 1.775 2.323
Gesamt 1.887 63 0 1.950 2.527

Die Leasingverpflichtungen resultieren aus Operating-Lease-Verträgen für Maschinen, Fahrzeuge sowie Büro- und Geschäftsausstattung. Der Abschluss der Leasingverträge dient der Verringerung der Kapitalbindung und verlagert das Verwertungsrisiko auf den Leasinggeber. Die Leasingverträge haben eine Laufzeit bis maximal 2026.

Darüber hinaus sind keine weiteren für die Beurteilung der Finanzlage bedeutsamen nicht in der Bilanz enthaltenen finanziellen Verpflichtungen zu vermerken.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beträgt für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 137.

Geschäftsführung

Martin Thorbjörnson, CEO, (seit 19. August 2019)

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Bezüglich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird die Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

Konzernabschluss

Mutterunternehmen der Gesellschaft, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt und in den der Jahresabschluss der Geiger Automotive GmbH einbezogen wird, ist seit Oktober 2014 die Sanoh Industrial Co. Ltd., Tokio/Japan.

Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird noch auf www.bundesanzeiger.de veröffentlicht.

Die Geiger Automotive GmbH ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts nach § 290 ff. HGB befreit, da sie in den gemäß § 292 HGB befreienden Konzernabschluss der Sanoh Industrial Co., Ltd., Tokio/Japan, einbezogen wurde. Der befreiende Konzernabschluss wird nach japanischen Rechnungslegungsstandards aufgestellt.

Wesentliche Abweichungen der angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden gegenüber den nach deutschem Recht anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen betreffen den Ansatz und die Bewertung latenter Steuern, die Bewertung von Rückstellungen sowie die Bewertung von immateriellen Vermögensgegenständen und des Firmenwertes.

 

Murnau am Staffelsee, den 11. April 2024

Geiger Automotive GmbH

Martin Thorbjörnson, Geschäftsführer

Anlagespiegel für das Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizensen an solchen Rechten und Werten 1.739.528,57 0,00 105.200,47 0,00 1.634.328,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.101.751,76 17.065,00 0,00 2.118.816,76
2. Technische Anlagen und Maschinen 39.031.839,13 832.005,12 606.777,48 568.123,17 39.825.189,94
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.755.179,23 406.898,36 435.807,15 82.249,56 6.808.520,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 983.689,33 2.361.078,21 9.921,80 -650.372,73 2.684.473,01
48.872.459,45 3.617.046,69 1.052.506,43 0,00 51.436.999,71
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.818.943,85 0,00 0,00 0,00 5.818.943,85
56.430.931,87 3.617.046,69 1.157.706,90 0,00 58.890.271,66
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizensen an solchen Rechten und Werten 1.662.293,57 66.707,00 105.175,47 0,00 1.623.825,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 966.644,91 116.650,00 0,00 0,00 1.083.294,91
2. Technische Anlagen und Maschinen 27.357.052,13 3.299.858,29 606.769,48 0,00 30.050.140,94
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.114.513,23 517.255,92 434.395,15 0,00 5.197.374,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
33.438.210,27 3.933.764,21 1.041.164,63 0,00 36.330.809,85
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.818.936,68 0,00 0,00 0,00 5.818.936,68
40.919.440,52 4.000.471,21 1.146.340,10 0,00 43.773.571,63
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizensen an solchen Rechten und Werten 10.503,00 77.235,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.035.521,85 1.135.106,85
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.775.049,00 11.674.787,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.611.146,00 1.640.666,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.684.473,01 983.689,33
15.106.189,86 15.434.249,18
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 7,17 7,17
15.116.700,03 15.511.491,35

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Geiger Automotive GmbH, Murnau am Staffelsee

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Geiger Automotive GmbH, Murnau am Staffelsee, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Geiger Automotive GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 11. April 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Alexander Fiedler, Wirtschaftsprüfer

Jürgen Schumann, Wirtschaftsprüfer

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