Franz Geiger GmbH
Ernst-Abbe-Straße 26, 89079 Ulm, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Johannes Christoph Mezger seit 29.9.2010 | Geschäftsführer |
Rolf Walter Mezger seit 29.9.2010 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (6)
| Name | Anteil |
|---|---|
E**** M**** M***** | 22.64% |
E*** N*** M***** | 22.64% |
C******** D**** M***** | 22.64% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Franz Geiger GmbHEigenbeteiligung | 0.50% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
7 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 7 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 63.64% | |
| 22.22% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Franz Geiger GmbHUlmKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Franz Geiger GmbH, Ulm1. Grundlagen des Konzerns 1.1. Konzernstruktur In den Konsolidierungskreis werden neben der Franz Geiger GmbH alle wesentlichen Tochtergesellschaften einbezogen, bei denen der Konzern die Beherrschung über die Finanz- und Geschäftspolitik hat. Folgende Gesellschaften wurden konsolidiert:
Konsolidierungsgrundsätze: Bei den Unternehmen wurden die Vermögenswerte und Schulden nach den geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt. Bei der hier vorgenommenen Erstkonsolidierung wurden die Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Die zwischen den konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden eliminiert. Die Vorräte und das Anlagevermögen werden um vorhandene Zwischenergebnisse bereinigt. Konsolidierungsvorgänge mit Ergebniswirksamkeit unterliegen der Bildung latenter Steuern. 1.2. Forschung und Entwicklung Der Konzern fokussiert sich weiterhin auf die kontinuierliche Weiterentwicklung von innovativen Bauverfahren sowie die Optimierung von Anwendungen und Verfahren auf den Baustellen, sowie von Abläufen und Synergien unter den Bereichen und Firmen. Im Geschäftsjahr 2023 haben wir uns sehr stark mit GPS-Software auseinandergesetzt. Innovation Auch im Geschäftsjahr 2023 stellte die Geiger + Schüle Bau GmbH & Co. KG die Weichen für das Herstellen von Glasfaserspleißen inkl. Messung und Dokumentation weiter in den Fokus. Wir sind nun in der Lage unseren Kunden ein gesamtheitliches Angebot zu unterbreiten für die Verlegung von Glasfaser, inkl. Anschluss von Solarparks, deren Erdarbeiten, Kabelverlegung, Stellung der Trafostationen und deren Einzug der Kabel inklusive aller Nebenarbeiten. Dazu haben wir uns u.a. für ein Anbaugerät entschieden, mit welchem man mittels GPS die Planung noch einfacher, genauer und schneller erstellen kann. Im Bereich des Straßen- und Tiefbaus haben wir uns wieder erfolgreich mit unseren Alternativen der Bodenaufbereitung, Verwertung und Wiederverwendung vom Markt abgehoben. Mit den neu gewonnen Mitarbeitern haben wir in 2023 begonnen, die komplexen und baustellenübergreifenden Aufgaben der Baustellenlogistik / Bodenmanagement noch intensiver zu bearbeiten. Dadurch konnte der Einsatz und die Herstellung von Flüssigboden, die Aufbereitung, das Verbessern von Böden mit Bindemitteln, das Absieben von Böden und Aufteilung in verschiedenen Fraktionen optimiert werden, um noch höhere Synergien erreichen zu können. In 2023 haben wir nun die Weichen gestellt und eine Genehmigung für das Lagern, Aufbereiten, Verbessern und Zwischenlagern von Material auf unserem Betriebshof zu erlangen, um hier eine noch höhere Flexibilität erreichen zu können. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung 2.1.1. Wirtschaftliche Entwicklung 2023 Die Bauwirtschaft in Deutschland stand im Jahr 2023 unter dem Einfluss zahlreicher Herausforderungen. Die wirtschaftlichen Folgen aus den Themen Ukraine-Kriegs und die Corona-Nachwirkungen zusammen mit einer hohen Inflation haben zu Abschwächung der Baukonjunktur 2023 geführt und Druck auf das deutsche Baugewerbe gesetzt. Die öffentlichen Bauvorhaben im Jahr 2023 in Deutschland fokussierte sich nicht nur an ihre Größenordnung die Bedeutung für die Infrastrukturentwicklung, sondern auch an ein verstärktes Bewusstsein für ökologische und soziale Aspekte. Die umfangreichen Investitionen in Verkehrswege, Bildungseinrichtungen und Gesundheitsinfrastruktur reflektierten eine intensive Verpflichtung zu einer nachhaltigeren Zukunft. Doch trotz ambitionierter Infrastrukturprojekte und angekündigter Investitionen: Insgesamt hat der Öffentliche Bau 2023 rund 44 Mrd. Euro geschaffen, was einen realen Rückgang um 2 Prozent darstellt. Laut den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozent gesunken. (Quelle: Statistisches Bundesamt; Pressemitteilung Nr. 038 vom 30.01.2024) Die Arbeitslosenquote in Deutschland liegt 2023 bei ca. 5,7 %. Die Zahl zum Vorjahr ist um 0,4 % gestiegen. (Quelle: Statista; Arbeitslosenquote in Deutschland) 2.1.2. Baubranche 2023 Im Jahr 2023 kämpfte die Baubranche in Deutschland mit signifikanten Herausforderungen, die auch als Krise bezeichnet werden können. Die Situation war geprägt von zahlreichen Faktoren, darunter steigende Materialkosten, Lieferengpässe, Arbeitskräftemangel und regulatorische Hürden, deren Folgen in den Umsatzprognosen ablesbar sind. In dieser Situation hat die Bundesregierung verschiedene Maßnahmen eingetroffen, um die Baubranche zu unterstützen. Dazu gehören finanzielle Hilfen und Förderprogramme, dessen Ziel ist, Minderung der finanziellen Belastung der Unternehmen. Obwohl der Jahresumsatz im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum Vorjahr real um 3,3 % sank, konnte er nominal um 3,5 % gesteigert werden. Mit einem neuen Höchststand von 113,8 Milliarden Euro konnte somit ein beachtlicher Erfolg erzielt werden. Trotz des Rückgangs im realen Jahresumsatz zeigt die nominale Steigerung, dass sich die Branche insgesamt positiv entwickelt. (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 068 vom 23. Februar 2024). Schon im Jahresverlauf 2023 hat sich die Preisentwicklung für Leistungen des Bauhauptgewerbes etwas beruhigt. Grund dafür waren vereinzelte Preisrückgänge bei einigen Baumaterialien, der deutliche Nachfrageeinbruch im Wohnungsbau und das insgesamt hohe Preisniveau, heißt es im "Bautelegramm Konjunktur" der Bauindustrie. Danach lagen die durchschnittlichen Preise für Leistungen des Bauhauptgewerbes im Dezember nur noch um 1,9 Prozent über dem Niveau des vergleichbaren Vorjahresmonats. [Quelle: B_I Medien; Baupreise geben leicht nach). Im Jahr 2023 verzeichnete das Bauhauptgewerbe einen kalenderbereinigten Rückgang des realen Auftragseingangs um 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Auftragseingang erreichte ein Volumen von 102,3 Milliarden Euro und lag nominal (nicht preisbereinigt) um 3,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. [Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 068 vom 24. Februar 2024) 2.2. Geschäftsverlauf des Konzerns Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2023 eine Gesamtkonzernleistung von 54.671 TEUR, die um 1,3 % unter dem Vorjahreswert von 55.398 TEUR lag. Das EBIT lag mit dem Ergebnis von 2.607 TEUR deutlich über dem Vorjahresergebnis in Höhe von minus 146 TEUR. Die Gesamtkonzernleistung ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken, was insbesondere auf einen leichten Rückgang von realisierten Projekten zurückzuführen ist. Jedoch tragen diese realisierten Bauvorhaben aufgrund von positiven Ergebnisbeiträgen sowie einer geänderten Kalkulationsstruktur zu einer deutlich positiveren Ertragslage bei. Die im Vorjahr ausgelaufenen Projekte mit negativen Ergebnisbeiträgen belasteten das Geschäftsjahr 2023 nicht mehr. Mit Anpassungen von Kosten im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Verwaltungsbereich haben wir uns gut für die Zukunft aufgestellt. 2.2.1. Ertragslage Die Gesamtkonzernleistung des Konzerns zum 31.12.2023 reduzierte sich leicht um 727 TEUR auf insgesamt 54.671 TEUR. Das EBIT (Konzernjahresüberschuss vor Ertragssteuern, Zinsaufwendungen und Zinserträgen) erhöhte sich von minus 146 TEUR um 2.753 TEUR auf nunmehr 2.607 TEUR. Das Jahresergebnis erhöhte sich im Geschäftsjahr um 1.475 TEUR von 1 TEUR auf nunmehr 1.476 TEUR. Der Materialaufwand ist im Berichtsjahr um 6,9 Prozentpunkte von 30.238 TEUR auf 26.062 TEUR gesunken. Wesentlich hierfür war ein geringerer Anteil Nachunternehmerleistungen an den realisierten Bauprojekten. Der Personalaufwand hat sich leicht von 18.986 TEUR um 154 TEUR auf 18.832 TEUR verringert. Interne Strukturen in der Verwaltung wurden überprüft und teilweise ausscheidende Mitarbeiter nicht nachbesetzt. Als Personalbestand in der Unternehmensgruppe weisen wir zum Stichtag 31.12.2023 insgesamt 242 Mitarbeiter im gewerblichen Bereich und 69 Mitarbeiter im kaufmännischen Bereich aus und richten uns konsequent auf die betrieblichen Erfordernisse aus. Zum Stichtag beschäftigte Geiger + Schüle 17 gewerbliche Auszubildende und 7 kaufmännische Auszubildende. Die Auszubildendenquote bezogen auf die Gesamtmitarbeiteranzahl beträgt 7,2 %. Der Altersdurchschnitt unserer Mitarbeiter liegt bei ca. 41 Jahren. Als finanzielle Leistungsindikatoren messen wir den EBIT (2023: 2.607 TEUR; 2022: minus 146 TEUR). Weitere wesentliche Kennzahlen sind vor allem die Gesamtleistung (2023: 54.671 TEUR; 2022: 55.398 TEUR), die Materialquote (2023: 47,7 %; 2022: 54,6 %), die betrieblichen Aufwendungen bestehend aus Personalaufwand, Abschreibungen auf Vermögensgegenstände und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (2023: 26.363 TEUR; 2022: 28.145 TEUR) sowie die Umsatzrentabilität (2023: 2,7 %; 2022: 0 %). Die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren, insbesondere die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit, werden durch regelmäßige Umfragen und Gespräche mit Kunden und Mitarbeitern überwacht. Im Rahmen eines umfassenden Berichtswesen werden für den Konzern auch nicht finanzielle Kennzahlen ermittelt, die jedoch einzeln für die interne Steuerung und darüber hinaus keine wesentliche Bedeutung haben. Die Berichterstattung über die Entwicklung dieser Kennzahlen dient vorwiegend der Vermittlung eines umfassenden Eindrucks über die Tätigkeiten der Gesellschaften der Unternehmensgruppe. Die einbezogenen Kennzahlen stammen u.a. aus dem Personalwesen, wie die Anzahl der Mitarbeiter, produktive Arbeitszeiten sowie Abwesenheitsgründe. Weiterhin werden Fort- und Weiterbildungskennzahlen berichtet. Außerdem messen wir die Anzahl der gewerblichen Mitarbeiter. 2.2.2. Finanzlage Die Eigenkapitalquote hat sich um 12,7 Prozentpunkte von 39,0 % auf 51,7 % erhöht und ist weiterhin für unsere Branche überdurchschnittlich hoch. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden sehr stark von 8.783 TEUR um 4.040 TEUR auf jetzt nur noch 4.743 TEUR verringert. Abgenommene Bauprojekte mit deutlich erhöhtem Ergebnisbeiträgen sowie weitere Erfolge im Forderungsmanagement konnten die Liquiditätsströme deutlich verbessern. Die sonstigen Rückstellungen bewegen sich auf Vorjahresniveau und erhöhten sich leicht um 89 TEUR von 2.615 TEUR auf nunmehr 2.704 TEUR. Ein erhöhter Finanzierungsbedarf zu Beginn des Wirtschaftsjahres 2023 wurde durch eine Erhöhung der Kreditlinie unserer Hausbanken dargestellt. Zum Geschäftsjahresende waren die Kreditlinien in Höhe von 1.733 TEUR in Anspruch genommen. Die verfügbare Kreditlinien per 31.12.2023 betrugen 10.050 TEUR und sind zu 17,2% in Anspruch genommen worden. Die Konzern-Finanzlage ist als geordnet anzusehen. Die Gesellschaften waren stets in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nach Art, Höhe und Fristigkeit nachzukommen. Der Cashflow wurde auf die Notwendigkeiten der langfristigen Projekte angepasst und bietet die entsprechenden finanztechnischen Möglichkeiten für notwendige Investitionen. Der Cashflow aus dem laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr + 3,3 Mio. EUR. 2.2.3. Vermögenslage Im Geschäftsjahr 2023 wurden 7 TEUR Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände getätigt. Investitionen in Sachanlagen wurden in Höhe von 2.057,4 TEUR durchgeführt. Die unfertigen Bauleistungen (nach Verrechnung mit Anzahlungen) haben sich gegenüber dem Vorjahr von 2.565 TEUR um 2.044 TEUR auf 4.609 TEUR erhöht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich von 12.175 TEUR um 2.932 TEUR auf 9.243 TEUR. 2.2.4. Gesamtaussage Das Geschäftsjahr 2023 wurde erwartungsgemäß mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Der Konzernjahresüberschuss erhöhte sich im Geschäftsjahr um 1.475 TEUR von 1 TEUR auf nunmehr 1.476 TEUR. Die Ertragslage der Geiger + Schüle Unternehmensgruppe hat sich im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr verbessert. Wir gehen von einer leichten moderaten Steigerung der Ertragslage im Geschäftsjahr 2024 aus. 3. Chancen und Risikobericht Durch unsere geschäftlichen Aktivitäten sind wir Risiken ausgesetzt, die mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Ereignisse, die nicht planbar sind, können Risiken als auch Chancen mit sich bringen. Das Risikomanagement bei der Geiger + Schüle Unternehmensgruppe hat als Ziel die Absicherung unserer Unternehmensziele sowie das Einleiten von Aktionen, als auch die Reduzierung von Kosten des Risikos. Wir gehen davon aus, dass sich unser Geschäftsmodell bei den gegebenen Rahmenbedingungen auch in Zukunft als robust darstellen wird. Bei unseren Planungen haben wir alle Chancen und Risiken bewertet und dabei auch negative Szenarien berücksichtigt. Allerdings weisen wir darauf hin, dass unser Tiefbaugeschäft in einem viel höheren Konkurrenzkampf steht, wie die anderen Bereiche. Dies liegt hauptsächlich daran das die Zulassungen und Qualifikationen in diesem Bereich sehr niedrig sind und diese Arbeiten dann auch von kleineren Betrieben ausgeführt werden. Daher sind wir immer bestrebt in diesem Bereich nicht nur normale Projekte auszuführen, sondern komplexe Arbeiten, welche mit verschieden Gewerken und Schwierigkeitsgraden versehen sind. Diese bürgt jedoch auch Risiken da in diesen Projekten viele Abhängigkeiten existieren vom Ablauf bis hin zur Koordination der richtigen Nachunternehmer. Daraus ergeben sich Möglichkeiten zusätzlicher Gewinne, aber auch Verluste zu erwirtschaften. Da wir unser Risikoverhalten weiter verbessern, arbeiten wir sehr intensiv an einer Optimierung unserer Angebots- und Ausführungsprozesse und an der Auswahl unsere Nachunternehmer sowie an unserer Struktur der Ablaufprozesse innerhalb der Maßnahmen. Außerdem ist zu beachten, dass unser Tiefbaugeschäft einem höheren Risiko als andere Unternehmen ausgesetzt ist, nämlich der Baugrund bzw. Boden. Wir können trotz aller Analysen nicht ausschließen, dass Faktoren auftreten, die man nicht erkennen konnte. Das kann bei der Bauausführung zu umfangreichen Störungen führen und im Einzelfall auch zu Verlustbaustellen. 3.1. Chancen 3.1.1. Projektchancen Der Konzern wird den Ausbau zum Generalanbieter weiter vorantreiben, damit wir die am Markt geforderte Komplettleistung anbieten können. Im Rahmen des Ausbaus der Sparten von der Planung, ob Gleis-, Straßen-, Hof-, Glasfaser-, Netz- oder Verkehrsplanung bis einschließlich deren Ausführung können wir das inzwischen abbilden und durchführen. Bei den weiterreichenden Bereichen wie Ingenieur-, Brücken-, Hoch- oder Spezialtiefbau, bauen wir nach wie vor auf unsere Partner, mit welchen wir seit Jahren zusammenarbeiten und auch im Einzelfall ARGEN bilden, um auch diesen ganzen Markt in Zukunft abdecken zu können. In der Region Ulm ist auch für die nächsten Jahre mit einem großen Bau- Soll zu rechnen, da hier die Vorbereitungen zur Landesgartenschau 2030 inzwischen anlaufen sind und auch wir hier schon mit in der Vorplanung und in den Vorabmaßnahmen involviert sind. Weiter wird nach wie vor die Infrastruktur in der Region weiter saniert und ausgebaut in allen Ver- und Entsorgungsbereichen, welche wir nahezu alle im eigenen Haus abbilden. Über den weiteren Ausbau des Bereiches im Gleisbau gelingt es uns auch in weiteren Projekten unseren Tiefbau weiter auszulasten durch übergreifendes Arbeiten in noch nicht erschlossenen Regionen. 3.1.2. Personal Im Jahr 2023 hat der Konzern weiterhin in die Schulung sowie Ausbildung der Mitarbeiter investiert. Hierzu zählen neben Sprachkursen für ausländische Mitarbeiter auch die spezielle Schulung von identifizierten Potentialträgern zu Fachkräften wie zum Beispiel 2-Wege-Bagggerführer. Mit der Einführung des betrieblichen Eingliederungsmanagement im Jahr 2022 konnten wir den hohen Krankenstand reduzieren. Der Konzern hat erkannt, dass die Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entscheidend für den langfristigen Erfolg des Unternehmens ist. Deshalb wurden gezielte Maßnahmen eingeführt, um den Betroffenen bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz zu unterstützen und ihre Integration zu erleichtern. Ein wichtiger Bestandteil dieses Konzepts sind regelmäßige Gespräche zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Personalmanagement, um individuelle Lösungen zu finden und Bedenken auszuräumen. Durch diese Maßnahmen sollen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder in ein produktives und gesundes Arbeitsumfeld integriert werden. In den Bereich Arbeitsschutz hat die Geiger + Schüle Unternehmensgruppe auf den Baustellen intensive interne Kontrollen im Hinblick auf die Arbeitssicherheit durchgeführt. Hierbei wurden erkannte Mängel umgehend behoben. Der Bedarf an gut ausgebildeten Mitarbeitern ist außerdem bei den Gesellschaften Scheffler GmbH & Co. KG sowie bei Bühler Logistik + Entsorgung GmbH & Co. KG und VVO GmbH & Co. KG hoch. Geiger + Schüle GmbH & Co. KG wird deshalb für seine Gesellschaften im neuen Geschäftsjahr erneut eine Recruiting-Offensive starten und gezielt nach benötigtem Personal suchen. Wir werden in neuen Kooperationen mit der Bundesagentur für Arbeit, speziellen Messen für Absolventen sowie Werbung an Hochschulen aktiv sein und die Bemühungen weiter intensivieren. Weiterhin werden wir in den Medien vertreten sein. Im letzten Quartal des Geschäftsjahr 2023 hat der Konzern mit der Einführung einer digitalen Zeiterfassung für die gewerblichen Mitarbeiter des Bauhauptgewerbes begonnen welche wir zum 01.04.2024 eingeführt haben. Somit können Erfassungen zukünftig reibungsloser und effektiver erfolgen und somit einen kontinuierlichen Geschäftsbetrieb sicherstellen. 3.1.3. Umweltschutz Im Jahr 2023 setzte die Geiger + Schüle Unternehmensgruppe ihr Engagement für Umwelt- und Klimaschutz sowie Energieeffizienz und Energiesparen konsequent fort. Eine nach wie vor bedeutende Maßnahme war die Fortführung der Aufrüstung neu angeschaffter technischer Anlagen mit dem neuen Rußpartikelfilter. Darüber hinaus wurden weitere ältere Maschinen durch effizientere Modelle ersetzt, um den Betrieb kontinuierlich zu verbessern. 2023 hat die Firmengruppe aktiv an Umweltschutzmaßnahmen teilgenommen und ihr Engagement weiter ausgebaut. Ein bedeutendes Projekt, an dem wir beteiligt waren, ist das KliConn-Projekt (Reallabor Klima Connect Industriegebiet Donautal), insbesondere im Teilprojekt zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen (THG). Dieses Projekt zielt darauf ab, innovative Lösungen zur Verringerung der Umweltauswirkungen in Industriegebieten (Donautal) zu entwickeln und umzusetzen. Die Firmengruppe hat ihre Bemühungen zur Verbesserung der Energieeffizienz ihrer Gebäude verstärkt. Neben der Installation energieeffizienter Heizungs- und Kühlungssysteme beim Um- und Ausbau des Verwaltungsgebäudes sowie der Optimierung der Gebäudeisolierung wurden Sensibilisierungsmaßnahmen für Mitarbeiter durchgeführt. Diese umfassten eine Art Workshop zum umweltbewussten Umgang mit Dienstfahrten und Kolonnenfahrten, um den Treibstoffverbrauch zu reduzieren. Zusätzlich wurde die Belegschaft zur Ressourcenschonung und zum Stromsparen sensibilisiert, wie beispielsweise das Ausschalten von elektrischen Geräten im Büro, wenn diese nicht in Benutzung sind. Diese ganzheitlichen Ansätze tragen dazu bei, den Energieverbrauch zu minimieren und einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen zu fördern. Die Firmengruppe hat im Geschäftsjahr 2023 ein Programm für mobiles Arbeiten eingeführt, um ihren Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, flexiblere Arbeitsmodelle zu nutzen und gleichzeitig einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Durch die Möglichkeit des Homeoffice oder des Remote-Arbeitens reduzieren die Mitarbeiter ihre täglichen Pendelwege und tragen damit zur Verringerung von Verkehrsemissionen und des CO 2 -Fußabdrucks bei. Dieses Programm wurde mit Sensibilisierungen der Mitarbeiter zur effektiven Nutzung digitaler Arbeitsmittel sowie mit technischer Unterstützung für eine reibungslose Umsetzung des mobilen Arbeitens ergänzt. Die Einführung dieses Programms zeigt das Engagement der Firmengruppe für umweltfreundliche Arbeitspraktiken und ermöglicht es den Mitarbeitern, ihren Beitrag zum Umweltschutz auch außerhalb des Arbeitsplatzes zu leisten. Darüber hinaus haben wir als Firmengruppe uns intensiv mit der Umsetzung eines Umweltmanagementsystems nach DIN EN 14001:2015 auseinandergesetzt. Diese Überlegungen wurden in Form einer Bachelorarbeit konzeptionell dargestellt, wodurch ein detaillierter Plan für die Implementierung dieses Systems erstellt wurde. Durch diese Maßnahmen stärken wir unser Engagement für Umweltschutz und Nachhaltigkeit und tragen aktiv zur Reduzierung bei. Die Suche nach alternativen Antrieben wurde ebenfalls fortgesetzt. Ende 2022 wurde ein rein elektrisch betriebener Transporter bestellt, der im ersten Quartal 2023 in Betrieb genommen wurde. Zusätzlich wurden auf dem Betriebsgelände weitere Stromzapfsäulen installiert. Eine erwähnenswerte Neuinstallation ist ebenfalls eine große Schnellladestation, um eine direkte und schnelle Aufladung der Flotte zu ermöglichen. Die Siebanlage bleibt weiterhin ein zentraler Bestandteil des Ressourcen- und Kostenmanagements. Durch ihre intensive Nutzung spart die Geiger + Schüle Bau GmbH & Co. KG Ressourcen, Material, CO 2 und Transportkosten. Dies ermöglichte auch die Akquise zusätzlicher Projekte. Ein Weiterer Erfolg war es, einen Neuen Prozess zu implementieren, welcher das Thema Stoffstrommanagement in der Firmengruppe vorantreiben und Kosten einsparen soll. Die Strategien zur Ressourcenschonung und Energieeffizienz umfassen eine hohe Verwertungsquote von Baumaterialien sowie den Einsatz energieeffizienter Beleuchtung auf Baustellen. Innovative Technologien und die Vernetzung aller Beteiligten spielen dabei eine wichtige Rolle. Die Maßnahmen auf den Baustellen werden je nach Projekt und individuellen Gegebenheiten angepasst. Dabei wird nicht nur der eigentliche Bauprozess betrachtet, sondern auch die gesamte Lieferkette und der Betrieb der Bauwerke. Die Scheffler GmbH & Co. KG setzt weiterhin auf die Verlegung von Fernwärmeleitungen zur Wärmeversorgung von Gebäuden mittels Kraftwärme-Kopplung, was zu einer erheblichen CO 2 -Vermeidung führt. Die Zusammenarbeit mit der Geiger + Schüle Unternehmensgruppe im Bereich der Verlegung von Gasleitungen bietet Synergiepotenziale in der Firmengruppe. Die Bühler Logistik + Entsorgung GmbH & Co. KG hat im Geschäftsjahr 2023 ihr Baustellenentsorgungskonzept weiter optimiert, um einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Dies umfasste eine verbesserte Routenplanung, Schulungen der Fahrer in dieselsparender Fahrweise sowie eine optimierte Sortierung und Zuführung der Wertstoffe in den Recyclingprozess. Im Jahr 2023 hat die VVO GmbH & Co. KG bereits eine Reihe von nachhaltigen Praktiken umgesetzt, um ihre Betriebsabläufe effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten. Dazu gehört die Einführung von Elektrofahrzeugen als Teil ihrer Flotte, um die Luftverschmutzung und Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor zu reduzieren. Zusätzlich hat das Unternehmen begonnen, einen Teil seines Strombedarfs, wie auch die gesamte Firmengruppe auf dem Betriebshof selbst zu produzieren, was zu Kosteneinsparungen und zur Nutzung erneuerbarer Energien beiträgt. Des Weiteren wurden Maßnahmen ergriffen, um die Verkehrsplanungsprozesse zu optimieren und den Material- und Ressourcenverbrauch zu reduzieren. Durch diese Initiativen konnte die VVO GmbH & Co. KG ihren ökologischen Fußabdruck verringern und einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Für die kommenden Jahre plant die VVO GmbH & Co. KG, ihre Nachhaltigkeitsbemühungen weiter zu intensivieren. Dazu gehören die Ausweitung des Einsatzes von Elektrofahrzeugen in der Flotte sowie die Erhöhung des Anteils an selbst produziertem Strom auf dem Betriebshof. Zudem sollen weitere Maßnahmen zur Optimierung der Verkehrsplanung und zur Ressourcenschonung umgesetzt werden. Darüber hinaus strebt die VVO GmbH & Co. KG sowie die Firmengruppe im gesamten an, sich weiterhin aktiv an Forschungs- und Entwicklungsprojekten zu beteiligen, um innovative Technologien und Lösungen für eine nachhaltige Verkehrssicherung und -planung voranzutreiben. Durch diese geplanten Maßnahmen positioniert sich das Unternehmen als Vorreiter im Bereich nachhaltiger Verkehrssysteme und trägt dazu bei, die Verkehrssicherheit und -effizienz langfristig zu verbessern. 3.1.4. Qualitätsmanagement Auditwesen: Wir betrachten es als bedeutenden Erfolg, dass wir im Geschäftsjahr 2023 das 1. Überwachungsaudit zur DIN EN ISO 9001 erfolgreich bestanden haben. Dies unterstreicht die Richtung, in die wir mit unserem Qualitätsmanagementsystem streben. Im externen Überwachungsaudit wurden kontinuierliche Verbesserungspotenziale sowie Projekte diesbezüglich überprüft. Stichprobenartig wurden Unternehmensprozesse wie Gleisbau, Straßenbau oder der Werkstattprozess daraufhin geprüft, ob sie den Vorgaben entsprechen und die Normforderungen sowie die Anforderungen der Kunden und interessierten Parteien erfüllen. Parallel führten wir interne Prozessaudits durch, um die Prozesskonformität sicherzustellen und Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Die Ergebnisse dieser Audits werden in einem Maßnahmenkatalog festgehalten, der vor dem nächsten internen und externen Audit abgearbeitet wird. Ein wesentlicher Punkt, welcher bis zum nächsten externen Audit abgearbeitet wird, ist das "Gefahrstoffverzeichnis". Hier wurden bereits zahlreiche Aktivitäten gestartet, um die Aufgabenstellung hieraus schnellstmöglich anzugehen. Die Planung der internen und externen Audits erfolgt im Rahmen eines 3-Jahresauditplans. Dieser wird jedes Geschäftsjahr von einer Grobplanung in eine Feinplanung überführt, um eine finale Fassung zu erstellen. Prozess- und Dokumentationswesen: Zur Neuausrichtung des Managementsystems und den damit verbundenen "integrierten Managementsystemen" gehört eine klare Zuteilung der Prozesse. Wir haben dies erfolgreich mit einer Prozesslandschaft gelöst, welche die Kernprozesse, Unterstützungsprozesse und Führungsprozesse widerspiegelt und greifbarer macht. Die einzelnen Prozesse und ihre Nummern sind in den Einzeldokumenten der Managementsysteme festgehalten. Die Berichterstattung wurde ebenso optimiert. Hierzu zählt z.B. das Managementreview, welches die jährliche Bewertung des Qualitätsmanagementsystem widerspiegelt. Sicherheitsmanagement: Auditwesen: Durch das Eisenbahnbundesamt wurde im Geschäftsjahr 2023 ein externes Prozessaudit durchgeführt, wo vordefinierte Schwerpunktthemen einer Stichprobenprüfung unterstellt worden sind. Diese Prozesse waren z.B. unterteilt in Risikomanagementprozesse, interne Auditierung, Verwaltung von Dokumenten, Beförderungen von Gefahrgut, Fahrzeugüberwachung, technischer Arbeitsschutz sowie die operative Arbeit im Gleisumfeld. Mit dem Ergebnisschreiben zum durchgeführten Audit am 08.11.2023, bekamen wir die offenen Hinweise zugesandt. Ebenso gab es für das bestandene Audit eine Reifegradbewertung vom 06.02.24, welche unsere Stärken und Schwächen widerspiegeln. Offene Punkte hieraus werden dann spätestens bis zum nächsten externen Audit abgearbeitet. Parallel zum externen Audit haben wir ebenso ein internes Audit geplant und durchgeführt, um die eingeführten Prozesse aus den Vorjahren zu überwachen und zu überprüfen. Der hieraus entstandene Auditbericht wurde an die auditierte Abteilung "Werkstatt/ECM" zugestellt und die Verbesserungspotenziale als auch Hinweise besprochen. Diese werden bis zum nächsten externen Audit abgestellt und an das Qualitätsmanagement kommuniziert, welches diese dann kontrolliert. Prozess- und Dokumentationswesen: Aus Operativer Sicht haben wir einige Dokumente angepasst, welche über das Jahr hinweg, durch Poliere, Bauleiter und Facharbeiter im Gleisumfeld bemängelt oder eigenständig optimiert wurden. Hierzu wurden dann Prozesse wie z.B. VA_SMS_7-42-01_Instandhaltungsmaßnahmen durchführen; VA_SMS_9.3-37-02_Internes_Audit; VA_SMS_7.5-02-03_Prozess_Kontrollverfahren uvm. sowie Formblätter/Checklisten, wie z.B.: FB_SMS_7.5-113-01_Nachweis_der_Instandhaltungsmaßnahmen_Revision_Anhänger; FB_SMS_7-96-02_Nachweis_der_örtlichen_Einweisung; FB_SMS_7-74-02_Überwachung_am_Arbeitsplatz uvm. optimiert. Ein weiterer sehr wichtiger Punkt ist die Mitarbeitereinbindung, welche wir intensivieren konnten. Diese Vorgehensweise vereinfacht die Dokumentationsgestaltung, da proaktiv Verbesserungsvorschläge von den Facharbeitern im Gleisumfeld gemeldet werden, was die Dokumentation dann auch besser Umsetzbar macht. Arbeitssicherheitsmanagement: Begehungen und Gefährdungsbeurteilungen: Um die Gefahrenquellen zu identifizieren und bestmöglich zu eliminieren, haben wir regelmäßige Begehungen durchgeführt. Die hieraus entstandenen Maßnahmen wurden zur weiteren Bearbeitung an den jeweiligen Bauleiter der Baustelle und die zuständigen Fachabteilungen, in einem hierfür vorgesehenen Dokument, kommuniziert und durch unsere externe Sicherheitsfachkraft überwacht. Wir haben, um die Sicherheit auf den Baustellen zu erhöhen, nachweislich 27 Gefährdungsbeurteilungen in verschiedensten Bereichen wie z.B. Gleisbau, Straßenbau, Tiefbau, Netzbau o.ä. nach Vorgaben des AMS durchgeführt. In diesen sogenannten "Gefährdungsbeurteilungen" wurden unter anderem: Arbeitsplätze, Baustellen, Prozesse und Maschinen, hinsichtlich möglicher Gefahren untersucht. Die Ergebnisse aus diesen Begehungen wurden dokumentiert und gemeinsam mit den Sifas und dem externen Sicherheitsbeauftragten Maßnahmen definiert, um potenzielle Gefahrenquellen zu beseitigen bzw. zu minimieren. Hierdurch konnten wir die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz unserer Mitarbeiter weiter verbessern. Schulungen und Sensibilisierungen: Um die Mitarbeiter bestmöglich abzusichern, fanden zahlreiche Sicherheitsschulungen und Informationsveranstaltungen u.a. Betriebsversammlung statt. Jeder neu angefangene Mitarbeiter wird bevor dieser seiner Tätigkeit nachgehen kann, durch unsere internen Sicherheitsfachkräfte (Sifas) in Punkto "Sicherheitsunterweisung" geschult. Dokumentation und Auditwesen: Ein externes Prozessaudit findet im 4. Quartal 2024 statt. Dieses Rezertifizierungsaudit durch die BG-Bau ist unter anderem eingeplant, um den Bereich erneut vor Ablauf des Zertifikats zu zertifizieren. Prognose für das kommende Geschäftsjahr Qualitätsmanagement: Im kommenden Geschäftsjahr setzen wir den erfolgreichen Kurs unseres Qualitätsmanagementsystems fort und streben an, kontinuierliche Verbesserungspotenziale zu identifizieren und umzusetzen. Externe und interne Audits werden intensiviert, um sicherzustellen, dass alle Prozesse den Normforderungen sowie den Anforderungen unserer Kunden und interessierten Parteien entsprechen. Die Planung der Audits erfolgt weiterhin im Rahmen eines 3-Jahresauditplans, der von einer Grobplanung in eine Feinplanung überführt wird. Im Prozess- und Dokumentationswesen werden unsere integrierten Managementsysteme kontinuierlich weiterentwickelt und immer mehr ineinandergefügt. Die Prozesslandschaft wird regelmäßig überprüft und angepasst, um Kern-, Unterstützungs- und Führungsprozesse effizient und transparent abzubilden. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf der Optimierung der Berichterstattung liegen, um die Transparenz und Nachvollziehbarkeit zu erhöhen sowie der Gesamtanpassung auf die bevorstehende Revisionsänderung der ISO 9001:2015. Sicherheitsmanagement: Die Ergebnisse des externen Prozessaudits im Jahr 2023 haben wichtige Hinweise gegeben, die systematisch abgearbeitet werden. Unsere internen Prozesse wie Risikomanagement, interne Auditierung, Dokumentenverwaltung, Fahrzeugüberwachung, Instandhaltung und technischer Arbeitsschutz werden weiter optimiert. Die Rückmeldungen von Polierern, Bauleitern und Facharbeitern werden genutzt, um praktische Verbesserungen umzusetzen. Arbeitssicherheitsmanagement: Die Arbeitssicherheit wird durch regelmäßige Begehungen und Gefährdungsbeurteilungen weiter erhöht. Maßnahmen aus diesen Begehungen werden an die Bauleiter und zuständigen Fachabteilungen weiterhin kommuniziert und von unserer externen Sicherheitsfachkraft überwacht. Die Anzahl der Gefährdungsbeurteilungen wird weiter erhöht, um die Sicherheit auf den Baustellen zu verbessern. Zahlreiche Sicherheitsschulungen und Informationsveranstaltungen werden weiterhin durchgeführt, um die Sensibilisierung unserer Mitarbeiter zu erhöhen. Ein externes Prozessaudit durch die Berufsgenossenschaft Bau ist für das 4. Quartal 2024 geplant, um den Bereich vor Ablauf des Zertifikats erneut zu Rezertifizieren. Ebenso ist es geplant, das System auf die QMS und SMS-Umgebung und Struktur anzupassen - damit verbunden, Dokumentationsanpassungen und Layout-Änderungen. VVO Bau GmbH & Co. KG Qualitätsmanagement Die VVO GmbH & Co. KG, ist durch die erfolgreiche Zertifizierung der IVSt "Industrieverband Straßenausstattung e.V." seit dem 2. Quartal Mitglied des Industrieverbandes Straßenausstattung e.V. Fachabteilung Verkehrssicherheit. Da die Gesellschaft die letzten Jahre gesund wuchs, wurde das Organigramm der VVO ausgiebig neugestaltet und an die aktuellen Gegebenheiten angepasst. Eine vordefinierte Struktur für die ISO 9001 Zertifizierung wurde ebenso umgesetzt. Im 4. Quartal 2023 konnten wir uns ebenso als "Fachbetrieb für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen" durch die "Straus-Zert", mit der Zertifikatsnummer "0913 - IVSt - 2023/01" zertifizieren - sowie das Recht zum Führen des Autorisierungssiegels der Güteschutzgemeinschaft Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen e.V. mit der Kennziffer J14 für die folgende Ausführungsart der retroreflektierenden Grundfolie: R22:
Marketing und Webauftritt Die Neugestaltung der Homepage VVO GmbH & Co. KG wurde als Projekt im 4. Quartal 2023 gestartet, um die Sichtbarkeit und Attraktivität der Gesellschaft zu verstärken. Fertigstellung ist in 2024 geplant. Bühler Logistik & Entsorgung GmbH & Co. KG Qualitätsmanagement Die Bühler Logistik & Entsorgung GmbH & Co. KG hat im Jahr 2023 ihr Konzept für die Baustellenentsorgung weiterentwickelt, um den Umweltschutz zu fördern. Dazu gehörten eine effizientere Routenplanung, Synergieeffekte aus der Firmengruppe zu nutzen, Schulungen und Sensibilisierungen der Fahrer in kraftstoffsparendem Fahren sowie verbesserte Verfahren zur Sortierung und Wiederverwertung von Wertstoffen. Durch den Einsatz moderner Technologien zur Überwachung und Analyse der Entsorgungsprozesse konnte die Effizienz gesteigert und der ökologische Fußabdruck verringert werden. Diese Maßnahmen führten zu einer deutlichen Reduzierung der CO 2 -Emissionen und einer höheren Recyclingquote, was das nachhaltige Engagement des Unternehmens unterstreicht. Ebenso wurde ein neuer Prozess definiert "VA_Entsorgungsablauf-Kette_Firmengruppe", welches die Vorgehensweise und Optimierung des Ablaufs für die Entsorgung und Analyse von Bodenaushubmaterialien mit dem primären Ziel, Umweltauswirkungen zu minimieren und gleichzeitig die Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften sicherzustellen als auch Synergieeffekte in der Firmengruppe zu nutzen, beschreibt. 3.2. Risiken 3.2.1. Risikomanagement Geiger und Schüle Bau GmbH & Co. KG bekennt sich zu einem umfassenden Risiko - und Chancenmanagementsystem als integrierter Bestandteil und Kernkompetenz der Unternehmensführung und Organisation. Im Rahmen der Unternehmenspolitik geht Geiger + Schüle unternehmerische Risiken dann ein, wenn die damit verbundenen Ertragschancen eine Steigerung des Unternehmenswertes erwarten lassen. Chancen, welche im Zuge der Risikobewertung erkannt werden, sollen bestmöglich im Zuge er Unternehmenstätigkeit genutzt werden. Das Risiko- und Chancenmanagement findet in allen Bereichen der Organisation statt. Jeder Mitarbeiter stellt dabei ein wichtiges Fundament für einen verantwortungsvollen Umgang mit Chancen und Risiken in der Organisation dar. Die Gesellschaften Scheffler GmbH & Co. KG, Bühler Logistik + Entsorgung GmbH & Co. KG, VVO GmbH & Co. KG und Geiger + Schüle Projektentwicklung GmbH wurden ebenfalls im Risikomanagement-Prozess eingebunden. Der Prozessablauf der Bewertung der teilfertigen Leistungen wurde im ERP - System Navision weiter optimiert, um die daraus eintretenden Risiken auf Betriebsergebnis und Liquidität weiter zu minimieren. Zur weiteren Know-How-Verbesserung und Qualitätssteigerung wurde eine technische Controllerin weiter geschult und entwickelt. Gleichzeitig stieg der interne Schulungsaufwand der technischen Entscheidungsträger an, um das Risikopotential weiter zu minimieren. Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung wurde erstmals eine IT-Prüfung seitens der Wirtschaftsprüfer durchgeführt. Hieraus ergaben sich keine wesentlichen Beanstandungen. Auch im Geschäftsjahr 2023 wurden betriebliche Versicherungsverträge angepasst, sodass der Großteil der Risiken abgedeckt ist. Zur professionellen Abwicklung der IT-gestützten Geschäftsprozesse mit Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern finden regelmäßige Überprüfungen und Anpassungen der eingesetzten Informationstechnologien statt. Dabei wird die bereits vorhandene Informationssicherheit laufend fortentwickelt, um die mit den IT-Prozessen verbundenen Risiken zu beseitigen oder zumindest auf ein Minimum zu begrenzen. Der Identifizierung - und Bewertungsprozess der latenten Risiken erfolgt mindestens viermal jährlich im Rahmen von Interviews mit dem jeweiligen Entscheidungsträger. Dieser Prozess stellt sicher das potenzielle neue und bekannte Risiken sowie Chancen auf Management-Ebene zur Diskussion gestellt werden. Nach der strukturierten Risikoidentifikation erfolgt die Bewertung der Risiken anhand einer zum Vorjahr unveränderten Gewichtung. 3.2.2. Rechtliche und wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotentiale Aus der Risikoanalyse ergaben sich keine klaren Anhaltspunkte darüber, dass die Fortführung der Unternehmenstätigkeit gefährdet sein könnte. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Anhängige Gerichts- oder Aufsichtsverfahren gegen die Gesellschaft, die zu Ansprüchen führen könnten oder die wahrscheinlich nicht erfüllbar sind, bestehen nicht. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar. 3.2.3. Branchenrisiken Die gesamte Bauwirtschaft ist, abhängig von Märkten und Sparten, verschiedenen Schwankungen unterworfen. Wechselnde Rahmenbedingungen bieten jedoch auch Chancen, die die Unternehmensgruppe in der Vergangenheit durch die flexible Organisation oft nutzen konnte. Die Bau-Krise hat unsere Gruppe in 2023 nicht erreicht und wird diese auch nicht in 2024 erreichen, da wir uns in Feldern bewegen, in denen nach wie vor investiert wird. Der gesamte Bereich der Infrastruktur, in der wir uns bewegen, ist nach wie vor unter hohem Druck die Grundlagen zu bauen, um ein ordentliches Netz auszubauen. Konjunkturelle Auswirkungen in der Bauwirtschaft führen ebenso bei unserem Tochterunternehmen Scheffler GmbH & Co. KG zu Beeinträchtigungen in Umsatz- und Ergebnis. Das Kerngeschäft unseres Logistikunternehmens Bühler Logistik + Entsorgung GmbH & Co. KG würde durch die enge Verzahnung automatisch auch zu negativen Umsatz- und Ergebnisauswirkungen führen. Die mittlerweile im Markt etablierte Gesellschaft im Bereich Verkehrssicherung /-Planung, die VVO GmbH & Co. KG ist weiter gewachsen bzgl. Umsatz, Ergebnis und Mitarbeiter. 3.2.4. Projektrisiken Die Überwachung des Projektrisikos erstreckt sich über alle operativen Einheiten und kann hinsichtlich des Kalkulations- und Ausführungsrisikos qualifiziert werden. Alle Projekte werden von der Angebotsbearbeitung bis hin zum Vertragsabschluss auf spezifische technische, kaufmännische und rechtliche Risiken geprüft. Während der Projektabwicklung unterliegen alle Projekte einem laufenden Soll-Ist-Abgleich. Sobald sich ein Projekt außerhalb der Soll-Parameter bewegt, werden entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet und im Hinblick auf ihre Wirksamkeit überprüft. Ständige technische Schulung der Mitarbeiter im Kalkulations- /Angebotsbereich hat dazu geführt, dass das Risiko einer unterdeckten Kalkulation weiter zu reduziert wurde. Weiter verlässt kein Angebot ohne ein vier Augenprinzip das Haus, was unser Risiko der Unterdeckung von Angeboten fast ausschließt. Die Auftragsabwicklung von neuen Projekten wird vom speziell geschulten Baustellen-Team vor Ort gesteuert. Die Arbeitskalkulation wird durch die vom Controlling-Bereich zur Verfügung gestellten Nachkalkulations-Informationen laufend an die neuesten Erkenntnisse angepasst. Der Bauablauf wird darüber hinaus durch den monatlichen Soll-Ist-Vergleich überwacht, um bei Abweichungen rechtzeitig gegensteuern zu können. Die Auslastung im Logistikbereich wird regelmäßig überwacht und optimiert. 3.2.5. Partnerrisiken Wir stehen für unsere Geschäftstätigkeit mit einer großen Zahl von Partnern in vielfältigen vertraglichen Beziehungen. Diese sind im Wesentlichen unsere Kunden, Partner in Arbeitsgemeinschaften, Subunternehmer, Lieferanten, Dienstleister und Kreditinstitute. Kommen diese Vertragspartner ihren Leistungs- beziehungsweise Zahlungspflichten nicht nach, leisten sie schlecht, verspätet oder gar nicht, können uns daraus Schwierigkeiten für unsere eigene Leistungsfähigkeit sowie auch finanzielle Einbußen erwachsen. Wir begegnen diesen Risiken durch eine sorgfältige und diversifizierte Auswahl unserer Partner hinsichtlich Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit und - wenn erforderlich - durch eine Besicherung ihrer vertraglichen Verpflichtungen. Darüber hinaus analysieren wir die Finanzdaten unserer größten Lieferanten, um Risiken gegensteuern zu können. 3.2.6. Liquiditätsrisiken Ein sorgsames Liquiditätsmanagement, eine breit aufgestellte Finanzierungsbasis sowie konsequente Absicherung von finanziellen Risiken sichern unseren Fortbestand auch in turbulenten Zeiten. Unsere Liquidität ist branchentypischen Anzahlungen von zumeist öffentlichen Auftraggebern ausgesetzt, die sich sowohl verstärkend als auch abschwächend auf den Finanzmittelbestand auswirken können. Die dadurch verbundenen Schwankungen werden durch eine sorgfältige Liquiditätsplanung rechtzeitig erkannt und ausgeglichen. Mit steigender Inflation hat sich auch das Zinsumfeld grundlegend geändert, was sich bei Inanspruchnahme von Kreditlinien negativ auswirkt. 3.2.7. Spartenrisiko Der Tiefbau innerhalb der Baubranche bleibt kurz- bis mittelfristig der Wachstumstreiber der Bauwirtschaft. Die kontinuierliche Nachfrage im Infrastrukturbereich führt zu einer Steigerung der Bautätigkeit im Tiefbau. Der Wohnungsbau steht demgegenüber aufgrund des aktuellen Zinsniveaus sowie dem strengen Finanzierungsumfeld weiterhin unter Druck. Auch in der Zukunft wird die Baubranche sicher in den ein oder anderen Bereichen in starken Preisdruck geraten. Diese ist bedingt durch die hohe Zinslast und die stark angestiegenen Verteuerungen von Arbeitskraft, Material, sowie der Rohstoffe. Für unsere Bereiche, in denen wir uns bewegen, wie Gleisbau, Straßenbau, Netzbau und Leitungsbau wird trotz aller Teuerungen die Nachfrage sehr hoch sein, da hier schon sehr viele Geldmittel vom Bund und Ländern bereitgestellt worden sind für Sanierung und Neubau / Ausbau. Weiter ist die Infrastruktur in Deutschland nach unserer Einschätzung inzwischen so angeschlagen, dass es unerlässlich ist, dass hier massiv investiert werden muss. In dem Bereich des Leitungsbaus werden für die alternativen Energien immer mehr neue Trassen benötigt, welche ausgebaut und neu gebaut werden müssen. Alles in allem sehen wir uns in einer nach wie vor starken Branche, welche auf die nächsten Jahre weiterhin viel Wachstum verspricht. Es werden auch in der Zukunft im Bereich der Schienentechnik weitere Chancen kommen, wie zum Beispiel durch die Digitalisierung der Bahn und der Elektrifizierung. 3.2.8. Personal Wir begegnen dem weiter anhaltenden Fachkräftemangel weiterhin mit verstärkten Schulungs- und Ausbildungsprogrammen. Wir setzen uns weiterhin intensiv mit diesen Herausforderungen auseinander und suchen kontinuierlich nach Lösungen, um den Prozess für alle Beteiligten so reibungslos wie möglich zu gestalten. Weiterhin haben wir innovative Mitarbeiterbindungsprogramme entwickelt. Zur Schaffung eines attraktiven Arbeitsklimas und Hebung einer Work Life Balance und um uns von den Mitbewerbern abzuheben um dadurch noch attraktiver für zukünftige Mitarbeiter zu werden setzen wir verstärkt auf Mobiles Arbeiten in den Bereichen der Verwaltung. 3.2.9. Preisdruck Nach wie vor kann der Ukraine-Konflikt zu möglichen Versorgungsengpässen in der Lieferkette führen. Um die Versorgungssicherheit trotz der Beeinträchtigungen zu gewährleisten, wurde der Fokus auf die regionale Beschaffungsstruktur verstärkt. Bei Nachunternehmern wird eine Auswahl der Lieferanten getroffen sowie durch langzeitige, partnerschaftliche Projektarbeit Rahmenverträge Preis- und Qualitätssicherheit erlangt. Zudem ist der Einkauf bestrebt eine größtmögliche Risikominimierung zu erreichen. Die komplexe Lieferkette im Baubereich kann zu Intransparenz betreffend die Einhaltung von gesetzlichen oder firmeninternen Vorgaben führen. Die Lieferantenbewertung, das Lieferanten-Audit, das Lieferantenmanagementsystem fungieren als Überwachungsinstrumente. Das Niveau im Ausbau von Infrastruktur der Schiene, Straße und des Breitbandausbaus, sowie der Ausbau der Stromversorgung in unserer Region ist nach wie vor hoch, ebenso die Nachfrage. Durch unsere Kernkompetenz und Know-How in diesen Bereichen der Infrastruktur, sehen wir uns am Markt nach wie vor für die Zukunft gerüstet und gut aufgestellt. Nachdem der Ausbau von Infrastruktur der Schiene, Straße und des Breitbandausbaus, sowie der Ausbau der Stromversorgung in unserer Region nach wie vor auf hohem Niveau liegt, ist auch die Nachfrage derzeit weiter sehr hoch. Durch unsere Kernkompetenz und Know-How in diesen Bereichen der Infrastruktur, welche immer mehr benötigt und ausgebaut werden müssen, sehen wir uns am Markt nach wie vor für die Zukunft gerüstet und gut aufgestellt. 3.2.10. Absatz Zusätzlich zur Sparte Straßen/-Tiefbau haben wir in 2023 die Sparte Gleisbau weiter ausgebaut und wollen hier einen weiteren Schwerpunkt für die Zukunft setzen. Weiter haben wir in 2023 einen weiteren Bereich angestoßen, welcher sich mit dem Stahlbau beschäftigt. Hier sehen wir erhebliche Chancen, nicht nur weil die gesamte Gruppe viele Aufträge im Stahlbau an Nachunternehmer vergibt und hierbei große Synergien erlangt werden könnte. Auch der Markt hat sehr großen Bedarf am Stahlbau. Die Tochtergesellschaften stehen weiterhin in sehr positiven Verhandlungen mit den Auftraggebern, sodass die Auftragslage als sehr stabil angesehen wird. 3.2.11. Finanzierung Die derzeitige Unternehmensfinanzierung ist an den Bedürfnissen der aktuellen Auftragslage im Projektgeschäft angepasst. Wie in der Vergangenheit stehen wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Banken. 3.2.12. Finanzinstrumente Zu den bestehenden Finanzinstrumenten in der Gesellschaft zählen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Weiterhin besteht die Möglichkeit der Finanzierung über kurzfristige Darlehen der Muttergesellschaft. Die Gesellschaften verfügen über solvente öffentliche Kunden, mit denen eine langjährige Zusammenarbeit besteht. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung neuer Geschäftsbeziehungen stets über die Bonität unserer potenziellen Kunden. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldausgänge und -eingänge vermittelt. 3.2.13. Gesamtrisiko Auf Basis der aktuell vorhandenen Informationen ist festzustellen, dass sowohl heute als auch in absehbarer Zukunft keine wesentlichen Risiken bestehen, die einzeln oder kumulativ den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Das derzeit vorhandene Risikomanagementsystem macht alle bestehenden Risiken im erforderlichen Umfang transparent und beherrschbar. 4. Prognosebericht Der IWF hat für Deutschland einen stärkeren Wirtschaftsabschwung prognostiziert als noch im Juli. Im laufenden Jahr ist nun mit einer um 0,5 % geringeren Wirtschaftsleistung zu rechnen als im Vorjahr, wie die Organisation am Dienstag bei ihrer Jahrestagung mit der Weltbank im marokkanischen Marrakesch mitteilte. Im Sommer war noch ein Minus von 0,3 Prozent erwartet worden. Deutschland wäre damit weiterhin der einzige G7-Staat, dessen BIP sich negativ entwickelt. Für das kommende Jahr senkte der IWF seine Prognose für die deutsche Wirtschaft sogar um 0,4 Prozentpunkte ab und rechnet nun mit einem geringen Wachstum um 0,9 %. 2024 läge Deutschland damit deutlich unter dem G7-Durschnitt, aber knapp vor Italien und Großbritannien. Die wirtschaftlichen Aussichten Deutschlands haben sich damit das Jahr über Schritt für Schritt eingetrübt. Im April war der IWF noch von einem minimalen Wirtschaftsrückgang um 0,1 % ausgegangen. Die aktuelle Korrektur nach unten begründeten die Experten mit der "Schwäche der zinssensiblen Sektoren und der geringeren Nachfrage der Handelspartner" der Bundesrepublik. Die Prognose für die Weltwirtschaft für das laufende Jahr ließ der IWF unverändert bei 3,0 % Wachstum. Für das kommende Jahr reduzierte sich das erwartete Wachstum im Vergleich zur Juli-Prognose um 0,1 Prozentpunkte auf nunmehr 2,9 %. (Quelle: Tagesspiegel; IWF senkt Prognose für 2023) Der internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das Jahr 2024 mit einem globalen Wirtschaftswachstum von 5,0 %. Der IWF sieht die Zukunft der deutschen Wirtschaft für das Jahr 2024 in seinem aktuellen Word Economic Outlook (WEO) vom April 2024 negativer als noch im letzten Gutachten aus dem Januar 2024. Demnach könnte das BIP in diesem Jahr lediglich um 2,0 % wachsen. Im Januar hatte der IWF für 2024 ein Wachsen der Wirtschaftsleistung um 0,5 % vorausgesagt und die aktuelle Prognose damit um 0,3 Prozentpunkte nach unten revidiert. Deutschland bleibt auch mit dieser neuen Prognose weiterhin das Schlusslicht in der Reihe der stärksten Volkswirtschaften der Welt. Deutschland leide als Exportnation laut IWF stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel als andere Länder. Zudem habe die Industrie mit den hohen Energiepreisen zu kämpfen. Beide Faktoren sorgen dem IWF zufolge für ein schwaches Wachstum der Wirtschaftsleistung gegenüber dem vorangegangenen Jahr. Die weltweite Wirtschaftsleistung bewertet der IWF nahezu gleich - die aktuelle Prognose liegt lediglich unter 0,1 Prozentpunkte höher als im WEO vom April 2024. Laut IWF liegt die Widerstandsfähigkeit der Vereinigten Staaten und mehrerer großer Schwellen- und Entwicklungsländer weiterhin über den Erwartungen der Experten. Auch die öffentlichen Finanzen vieler Länder hätten sich stabiler als angenommen erwiesen. (Quelle: Statista; IWF-Prognose: Deutschland bleibt Konjunktur-Schlusslicht) Kurz- bis mittelfristig wird der Tiefbau der Wachstumstreiber der Bauwirtschaft sein. Basierend auf einem Auftragsbestand in Höhe von 63,3 Mio. EUR rechnet die Geschäftsführung mit einer moderaten Leistungssteigerung. Gleichzeitig erwarten wir für 2024 eine moderate Steigerung des EBITs. Wir gehen davon aus, dass sich die Anzahl der gewerblichen Mitarbeiter auf Vorjahresniveau bewegen wird. Die Einschätzung des weiteren Geschäftsverlaufs orientiert sich an den Zielen in den einzelnen Bereichen sowie an den Chancen und Risiken die sich in den jeweiligen Geschäftsfeldern ergeben. Eine negative Beeinträchtigung der Geopolitischen Situation könnte negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeiten haben. Eine Beurteilung der wirtschaftlichen Entwicklung ist daher mit Prognoserisiken verbunden. Das Ende des Geschäftsjahres 2022 eingeleitete Anpassung mit der Aufteilung auf Besitzgesellschaft und operativen Gesellschaften mit einer verbundenen Erweiterung der techn. Geschäftsführung hat zu einer stärkeren Fokussierung auf das operative Kerngeschäft geführt und wird es auch weiter positiv beeinflussen. Verlust-Baustellen aus der vergangenen Zeit wurden realisiert und belasten nicht mehr das Ergebnis. Kosteneinsparungen sowie Anpassungen an Kalkulationsansätze führen zu einer Verbesserung der Ergebnissituation.
Ulm, den 26.06.2024 Die Geschäftsführung gez. Rolf Mezger gez. Johannes Mezger Konzernbilanz zum 31.12.2023Franz Geiger GmbH, UlmAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023Franz Geiger GmbH, Ulm
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023Franz Geiger GmbH, UlmA. Allgemeine Angaben Die Franz Geiger GmbH, Ulm, als oberstes Mutterunternehmen, hat ihren Sitz in Ulm und ist beim Amtsgericht Ulm unter der Registernummer HRB 725613 eingetragen. Der Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB in Verbindung mit rechtsformspezifischen Sondervorschriften des GmbHG aufgestellt. Die zur Erläuterung der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind, soweit gesetzlich zulässig, in den Konzernanhang übernommen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren unter Beachtung der §§ 298 Abs. 1, 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. B. Konsolidierungskreis 1. Tochterunternehmen mit Vollkonsolidierung Der Konsolidierungskreis der Franz Geiger GmbH, Ulm, setzt sich einschließlich des Mutterunternehmens aus 8 inländischen Konzerngesellschaften zusammen. Folgende Tochterunternehmen wurden in den Konzernabschluss einbezogen:
2. Assoziierte Unternehmen
Von der Ausnahmeregelung des § 311 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht, da die Beteiligungen für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz und Ertragslage des Konzerns einzeln und in Summe von untergeordneter Bedeutung sind. 3. Minderheitsbeteiligungen
C. Konsolidierungsgrundsätze Der Abschlussstichtag der einbezogenen Tochterunternehmen entspricht durchgehend dem Stichtag des Konzernabschlusses. Für Konsolidierungszwecke wurde der letzte Jahresabschluss zugrunde gelegt. Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung erfolgt die Bilanzierung von Unternehmenserwerben nach der Erwerbsmethode in Form der Neubewertungsmethode. Die Erstkonsolidierungen wurden sämtlich mit Ausnahme der Geiger + Schüle Holding GmbH auf den Zeitpunkt der Erstkonsolidierung zum 01.01.2019 vorgenommen. Die Geiger + Schüle Holding GmbH wurde zum Erwerbszeitpunkt 22.12.2022 erstkonsolidiert. Unterschiedsbeträge, werden nach Aufdeckung sämtlicher stiller Reserven und stiller Lasten als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert, als passivischer Unterschiedbetrag ausgewiesen oder sind innerhalb der Gewinnrücklage berücksichtigt. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Aufrechnung der Forderungen mit den entsprechenden Rückstellungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen. Die Zwischenergebniseliminierung erfolgt nach § 304 Abs. 1 HGB durch Eliminierung von Zwischenerfolgen, die bei Lieferungen und Leistungen oder bei der Veräußerung von Anlagevermögen im Konzernkreis realisiert werden. Aus der Zwischenergebniseliminierung ergab sich ein Aufwand von T€ 411. Die hierauf vorgenommene Steuerabgrenzung nach § 306 HGB führte zu einem Aufwand aus der Anpassung latenter Steuern von T€ 117. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und anderen Erträge aus Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung ergaben sich Ergebniseffekte aus der Eliminierung von Beteiligungserträgen in Höhe von T€ 1.104. D. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse des Mutterunternehmens sowie der einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben bzw. auf die Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge verteilt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Zugänge zum Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die beweglichen Anlagen werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt 1 bis 20 Jahre. Die Zugänge des Geschäftsjahres wurden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pro rata temporis abgeschrieben. Zugänge mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren, am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen sind mit dem Deckungskapital zzgl. Gewinnguthaben mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Soweit die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen zugunsten der pensionsberechtigten Personen verpfändet sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen mit den betreffenden Schulden verrechnet. Bei den Vorräten werden die Roh-, Bau-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Gruppen zusammengefasst und mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren Werten zum Bilanzstichtag bewertet. Der Ansatz der unfertigen Bauleistungen erfolgt mit den Herstellungskosten. Zinsen für Fremdkapital werden angesetzt. Soweit die Wertansätze den niedrigeren beizulegenden Wert übersteigen, werden Abschreibungen auf den niedrigeren Wert zum Bilanzstichtag vorgenommen. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung werden beachtet. Bei der Bewertung der unfertigen Bauleistungen wurden leistungsbezogene Verwaltungskosten in die Herstellungskosten einbezogen, damit unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt wird. Die erhaltenen/geleisteten Anzahlungen werden zu Nettowerten (ohne Umsatzsteuer) bilanziert. Erhaltene Anzahlungen werden nicht auftragsbezogen offen von den Vorräten abgesetzt, soweit sie diese nicht übersteigen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert unter Berücksichtigung angemessener Einzelwertberichtigungen für erkennbare Risiken und - bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - durch Abzug einer Pauschalwertberichtigung ausgewiesen. Die Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt. Die in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthaltenen Disagien werden linear über den Zeitraum der Zinsbindung der entsprechenden Darlehen abgeschrieben. Latente Steuern nach § 274 HGB werden auf temporäre Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie auf steuerliche Verlustvorträge gebildet. Die sich danach ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern werden verrechnet angesetzt. Latente Steuern nach § 306 HGB aufgrund von Konsolidierungsvorgängen werden unverrechnet angesetzt. Die sich ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern werden unverrechnet angesetzt. Die sich danach ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern werden verrechnet angesetzt, soweit sich ein Passivüberhang ergibt. Die Rückstellungen für Pensionen sowie die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem modifizierten Teilwertverfahren unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck ermittelt. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen werden Rentensteigerungen von jährlich 2% unterstellt. Die Pensionsrückstellungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Zinssatz beträgt 1,82% (Vorjahr: 1,78%). Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. E. Erläuterungen zur Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist in Abschnitt G. dargestellt. Die unter der Position immaterielle Vermögensgegenstände ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte setzen sich wie folgt zusammen:
Die Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt über 10 Jahre. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen haben sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 3. Latente Steuern Temporäre Differenzen Aktive latente Steuern gemäß § 274 HGB resultieren aus temporären Differenzen, die sich im Wesentlichen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen bei den Rückstellungen für Pensionen und den sonstigen Rückstellungen ergeben. Des Weiteren wurden aktive latente Steuern auf die Zwischenergebniseliminierung gemäß § 304 HGB gebildet. Nach Verrechnung mit den passiven Steuerlatenzen bestehen keine aktiven Steuerlatenzen nach § 274 HGB. Passive latente Steuern nach § 306 HGB resultieren aus temporären Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen inbesondere bei den teilfertigen Leistungen und den Grundstücken. Bewertung und Ausweis von Steuerlatenzen Die latenten Steuern werden auf Basis von einem Gewerbesteuersatz von 12,60% sowie eines Körperschaftsteuersatzes inklusive Solidaritätszuschlag in Höhe von 15,825% ermittelt. Die sich ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern nach § 274 HGB werden miteinander verrechnet. Der danach verbleibende Aktiv- bzw. Passivüberhang wird in der Bilanz ausgewiesen. Entwicklung der latenten Steuersalden
4. Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals ergibt sich aus dem Konzern-Eigenkapitalspiegel (Anlage 5). Die Darstellung erfolgt entsprechend dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 22 (DRS 22), wobei nicht zutreffende Gliederungspunkte ausgelassen werden. 5. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Der Unterschiedsbetrag resultiert aus den aufgedeckten stillen Reserven im Rahmen der Neubewertungsmethode. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung zum 01.01.2019
Entwicklung des Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung
6. Rückstellungen für Pensionen Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt zum 31.12.2023 T€ 893. Die hiermit verrechneten Vermögensgegenstände beinhalten Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen, die mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von T€ 155 bewertet sind. Der beizulegende Zeitwert wird als geschäftsplanmäßiges Deckungskapital zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragserstattungen als Kurswert zum Bilanzstichtag ermittelt. Die Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherungen betragen T€ 155. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beläuft sich zum 31.12.2023 auf T€ 6 (Vorjahr: T€ 30). 7. sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Resturlaubsverpflichtungen, Verpflichtungen aus Gewährleistungen und Überstundenverpflichtungen. 8. Verbindlichkeiten Eine Aufgliederung der Verbindlichkeiten ist in Abschnitt H. dargestellt. 9. sonstige finanzielle Verpflichtungen
F. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Es handelt sich ganz überwiegend um inländische Umsätze. 2. Gesamtbezüge der Geschäftsführer Bezüglich der Angabe der Geschäftsführerbezüge wird von der Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB iVm. § 314 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. 3. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Für Leistungen des Konzernabschlussprüfers i.S.v. § 319 Abs. 1 HGB wurden im Geschäftsjahr folgende Honorare als Aufwand erfasst:
G. Entwicklung des Anlagevermögens
H. Aufgliederung der Verbindlichkeiten
I. Sonstige Angaben 1. Arbeitnehmer
2. Gewinnvortrag In dem zum 31.12.2023 ausgewiesenen Bilanzgewinn von T€ 6.815 wurde ein Gewinnvortrag in Höhe von T€ 5.617 einbezogen. 3. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens auf neue Rechnungen vorzutragen. Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Der Finanzmittelbestand umfasst die Posten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sowie als Liquiditätsreserve gehaltene Wertpapiere des Umlaufvermögens abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes sowie seine Veränderung ergibt sich dabei wie folgt:
Die Zu- und Abflüsse aus der Finanzierungstätigkeit der Gesellschaft über Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind in den Mittelveränderungen aus laufender Geschäftstätigkeit (Pos. 1) enthalten. Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023 Franz Geiger GmbH, Ulm
Ulm, 26.06.2024 gez. Rolf Mezger gez. Johannes Mezger Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Franz Geiger GmbH, Ulm Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Franz Geiger GmbH, Ulm, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Franz Geiger GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigung) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen order Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Stuttgart, 26.06.2024 PKF
WULF & PARTNER
gez. Julian Wenninger, Wirtschaftsprüfer Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses und/oder des Konzernlageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen. Angaben zur Billigung nach § 328 Abs. 1a HGB Der Konzernabschluss der Franz Geiger GmbH zum 31.12.2023 wurde am 27.06.2024 durch den Beschluss der Gesellschafterversammlung gebilligt. |
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