Springer Nature Management Aktiengesellschaft
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marc Spenlé seit 7.2.2024 | Geschäftsführer |
Thomas Geisselhart seit 7.3.2016 | Prokura |
Pay Dollenmayer seit 26.5.2015 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Springer Nature AG & Co. KGaABerlinKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022HRB 195463B, AG Berlin - Charlottenburg Inhalt Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-Kapitalflussrechnung Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung Anhang zum Konzernabschluss Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Die zugehörigen Erläuterungen im Anhang sind wesentlicher Bestandteil dieses Konzernabschlusses. Konzern-Gesamtergebnisrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Die zugehörigen Erläuterungen im Anhang sind wesentlicher Bestandteil dieses Konzernabschlusses. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Die zugehörigen Erläuterungen im Anhang sind wesentlicher Bestandteil dieses Konzernabschlusses. Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
* Details sind dem Abschnitt "Zugänge" zu
entnehmen.
Die zugehörigen Erläuterungen im Anhang sind wesentlicher Bestandteil dieses Konzernabschlusses. Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Die zugehörigen Erläuterungen im Anhang sind wesentlicher Bestandteil dieses Konzernabschlusses. Anhang zum KonzernabschlussInformationen zur Gesellschaft und zum Konzern Die Springer Nature AG & Co. KGaA, eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA), deren geschäftsführende Komplementärin die Springer Nature Management Aktiengesellschaft ist, ist das Mutterunternehmen der Springer Nature Gruppe. Die Springer Nature AG & Co. KGaA wird als "Gesellschaft" bezeichnet, wenn in diesem Abschluss auf die rechtliche Einheit Bezug genommen wird, und als "Konzern" oder "Springer Nature", wenn auf die Gruppe mit ihren Unternehmen und Tochterunternehmen Bezug genommen wird, die direkt oder indirekt von der Gesellschaft gehalten werden. Die Springer Nature AG & Co. KGaA ist eine Gesellschaft nach deutschem Recht (Eingetragener Sitz: Heidelberger Platz 3, 14197 Berlin, Deutschland). Springer Nature ist ein global tätiger Verlag für Forschungs-, Fach- und Schulliteratur und vereint eine Reihe anerkannter und bekannter Marken, die für Qualitätsinhalte in einem breiten Spektrum innovativer Produkte und Dienstleistungen stehen. Springer Nature ist der weltweit größte akademische Buchverlag, publiziert die einflussreichsten Zeitschriften und ist ein Pionier im Bereich der frei zugänglichen Forschung (Open Research). Der Konzern hat ca. 9.200 Mitarbeiter und ist in nahezu 50 Ländern aktiv. Springer Nature ist im Mai 2015 aus dem Zusammenschluss von Nature Publishing Group, Palgrave Macmillan, Macmillan Education und Springer Science+Business Media entstanden. Der Konzern wird durch sein Mutterunternehmen, die Springer Nature AG & Co. KGaA, beherrscht, an der die Holtzbrinck Publishing Group 53,0% hält und Fonds, die durch BC Partners ("BC Funds") und andere Co-Investoren beraten werden, 47,0% der Anteile halten. Am 2. März 2023 legte der Vorstand der Springer Nature Management Aktiengesellschaft den Konzernabschluss dem Aufsichtsrat vor, der die Aufgabe hat, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er diesen billigt. Allgemeine Grundsätze der Rechnungslegung Der Konzernabschluss der Springer Nature AG & Co. KGaA (der "Springer Nature Konzernabschluss" oder "Konzernabschluss") wurde in Übereinstimmung mit allen verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und International Financial Reporting Interpretations (IFRIC) in der von der Europäischen Union übernommenen Fassung und unter Beachtung der zusätzlichen handelsrechtlichen Anforderungen nach § 315e Abs. 1 HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") aufgestellt. Das Geschäftsjahr umfasste den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022. Der Abschlussstichtag der Gesellschaft und aller Tochterunternehmen, mit Ausnahme der Gesellschaften in Indien, ist der 31. Dezember. Aus rechtlichen Gründen beginnt das Geschäftsjahr der Tochterunternehmen in Indien am 1. April und endet am 31. März. Diese Unternehmen berichten zum 31. Dezember an Springer Nature. Sie legen die IFRS-Rechnungslegungsgrundsätze sowie die für die Konzerngesellschaften anzuwendenden Bewertungs- und Bilanzierungsrichtlinien so aus, als wäre der 31. Dezember das Ende der Berichtsperiode. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge sind, sofern nicht anders angegeben, in Millionen Euro (EUR Mio.) dargestellt. Die Zahlen sind auf eine Kommastelle gerundet, sodass es zu Rundungsdifferenzen kommen kann. Werden Zahlen auf Null gerundet, wird das mit "0,0" dargestellt, liegt kein Wert vor, wird ausgewiesen. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips; davon ausgenommen sind zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Konsolidierungsgrundsätze In den Konzernabschluss sind die Springer Nature AG & Co. KGaA als Konzernobergesellschaft von Springer Nature (kleinster und größter Konsolidierungskreis) sowie alle wesentlichen Unternehmen, die die Springer Nature AG & Co. KGaA mittelbar oder unmittelbar beherrscht, einbezogen. Eine Aufstellung der Tochterunternehmen, einschließlich Sitz und Beteiligungsquote, findet sich in Anhangangabe 39. Der Abschluss der Gesellschaft und die Abschlüsse der Tochterunternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen sind, wurden nach einheitlichen Rechnungslegungsmethoden aufgestellt. Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d. h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, konsolidiert. Die Konsolidierung endet, sobald diese Beherrschung nicht mehr besteht. Die Beherrschung wird erlangt, wenn der Konzern aufgrund seiner Beteiligung an dem Unternehmen oder anderer Rechte variable Rückflüsse erhält oder über diese verfügen kann und die Möglichkeit hat, diese Rückflüsse zu beeinflussen, indem er die Aktivitäten des Beteiligungsunternehmens steuert. Alle Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Gemäß IFRS erfordert die Anwendung der Erwerbsmethode die Identifizierung des Erwerbers, die Bestimmung des Erwerbszeitpunkts und den Ansatz und die Bewertung der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, der übernommenen Verbindlichkeiten sowie aller Anteile ohne beherrschenden Einfluss an dem erworbenen Unternehmen. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss entscheidet das Management im Einzelfall, ob die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens bewertet werden. Eine vom Erwerber zu übertragende als Vermögenswert oder Verbindlichkeit klassifizierte bedingte Gegenleistung wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam erfasst werden. Eine als Eigenkapital klassifizierte bedingte Gegenleistung wird nicht neu bewertet und die spätere Erfüllung wird im Eigenkapital erfasst. Identifizierbare erworbene Vermögenswerte, übernommene Verbindlichkeiten sowie übernommene Eventualverbindlichkeiten werden, unabhängig von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen, mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Ein Überschussbetrag aus der Differenz zwischen der gezahlten Gegenleistung und dem beizulegenden Zeitwert des erworbenen identifizierbaren Reinvermögens wird als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. Übersteigt der beizulegende Zeitwert des erworbenen Reinvermögens die Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs, wird der Unterschiedsbetrag in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallenen Anschaffungsnebenkosten werden ergebniswirksam als sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen. Zeitwertanpassungen, die im Rahmen der Kaufpreisverteilung erfasst werden (z. B. bei Marken, Kundenbeziehungen, Zeitschriften-Portfolios), ergeben sich aus der Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und den in Übereinstimmung mit den IFRS ermittelten Buchwerten jedes dieser Vermögenswerte zum Erwerbszeitpunkt. Alle Gewinne, Verluste, Erlöse, Aufwendungen, Erträge, Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Rückstellungen aus konzerninternen Transaktionen werden eliminiert. Zwischengewinne bei den Vorräten und im Anlagevermögen werden ergebniswirksam eliminiert. Assoziierte Unternehmen, bei denen der Konzern einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik ausüben kann, werden basierend auf den IFRS-Einzelabschlüssen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Der mit dem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen verbundene Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird weder planmäßig abgeschrieben noch einem gesonderten Werthaltigkeitstest unterzogen. Der Abschluss des assoziierten Unternehmens oder Gemeinschaftsunternehmens wird zum gleichen Abschlussstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Konzerns. Soweit erforderlich werden Anpassungen an konzerneinheitliche Rechnungslegungsmethoden vorgenommen. Verluste, die den Beteiligungsbuchwert übersteigen, werden nicht erfasst, sofern keine Nachschusspflicht besteht. Zwischenergebnisse werden anteilig eliminiert. Die fortgeführten Beteiligungsbuchwerte werden hinsichtlich ihrer Werthaltigkeit überprüft und sofern erforderlich auf den niedrigeren erzielbaren Betrag abgeschrieben. Konsolidierungskreis Die folgende Tabelle zeigt die Anzahl der von der Springer Nature AG & Co. KGaA in den Jahren 2022 und 2021 konsolidierten Gesellschaften:
Der Konzern hat von den Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB zur Aufstellung von Einzelabschlüssen der verschiedenen deutschen Gesellschaften Gebrauch gemacht (siehe Anhangangabe 39). Alle deutschen Mutterunternehmen machten von der Befreiungsvorschrift des § 291 Abs. 2 Nr. 4 HGB zur Aufstellung von Teilkonzernabschlüssen Gebrauch. Zugänge 2022 Im Jahr 2022 wirkte sich die folgende Transaktion auf den Konzernabschluss aus. Cureus Inc. Am 2. Dezember 2022 erwarb Springer Nature sämtliche Anteile an der Cureus Inc. (Cureus), die ihren Sitz in San Francisco, USA, hat und 9 Mitarbeiter beschäftigt. Cureus wurde 2009 von zwei Neurochirurgie-Professoren gegründet und ist ein im Silicon Valley ansässiger Open-Access-Verlag, der die Herausforderung der Veröffentlichung von Open-Access-Peer-Review-Artikeln von Medizinern, die keinen Zugang zu Forschungsgeldern haben, bewältigt hat. Cureus hat eine einzigartige, hocheffiziente Veröffentlichungsplattform mit einem innovativen Geschäftsmodell entwickelt, um diesen wichtigen Markt zu unterstützen. Diese Übernahme wird der Gruppe helfen, Barrieren für den Austausch von medizinischem Wissen zu beseitigen und eine medizinische Wissensgemeinschaft der nächsten Generation zu schaffen. Da es am 1. Dezember 2022 keine wesentlichen Transaktionen auf der Ebene des erworbenen Unternehmens gab, wurde der 1. Dezember 2022 auch als Datum der Erstkonsolidierung für Cureus festgelegt. Der Kaufpreis belief sich auf EUR 27,6 Mio. und setzte sich aus einer Barzahlung von EUR 27,6 Mio. und einer bedingten Gegenleistung (Earn-out) zusammen, die zum Erwerbszeitpunkt, basierend auf der aktuellen Mittelfristplanung, mit EUR 0,0 Mio. bewertet wurde. Der Earn-out basiert auf der Erzielung zukünftiger Ergebnisschwellen. Eine Kaufpreisallokation wurde zum 31. Dezember 2022 nicht durchgeführt, da relevante Informationen noch eingeholt und verifiziert werden müssen. Dementsprechend wird die Differenz zwischen dem Kaufpreis und den vorläufigen Buchwerten des Nettovermögens zum Erwerbszeitpunkt in Höhe von EUR 26,0 Mio. in voller Höhe als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Es wird erwartet, dass der größte Teil des Unterschiedsbetrages zwischen dem Kaufpreis und dem erworbenen Nettovermögen dem Geschäfts- oder Firmenwert und nur ein kleinerer Teil den sonstigen immateriellen Vermögenswerten zugewiesen werden wird. Der Geschäfts oder Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig. Als Teil des Segments Health, trug Cureus ab dem Erwerbszeitpunkt EUR 0,3 Mio. zum Konzernumsatz, EUR 0,1 Mio. zum EBITDA und EUR 0,1 Mio. zum Periodenergebnis bei. Wäre das Unternehmen bereits zum 1. Januar 2022 konsolidiert worden, hätte sein Beitrag zu den Konzernumsätzen, dem EBITDA und dem Periodenergebnis des Konzerns EUR 3,3 Mio., EUR 0,8 Mio. bzw. EUR 0,8 Mio. betragen. Im Jahr 2022 wurden Kosten in Höhe von EUR 0,9 Mio., die in direktem Zusammenhang mit dem Erwerb stehen, unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Sonstige Transaktionen Am 18. November 2022 erwarb Springer Nature weitere 41,6% der Anteile an der Research Square Platform LLC (R&D) mit Sitz in Durham, USA, zu einem Kaufpreis von EUR 1,3 Mio. und weitere 40,0% der Anteile an der Research Square AJE LLC (AJE) mit Sitz in Durham, USA, zu einem Kaufpreis von EUR 24,1 Mio. Durch diese Erwerbe stieg der Anteilsbesitz von Springer Nature an R&D und AJE auf jeweils 100,0%. Jede Differenz zwischen dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile und dem beizulegenden Zeitwert der gezahlten Gegenleistung wurde direkt im Eigenkapital erfasst und den Eigentümern des Mutterunternehmens zugerechnet. Andere durchgeführte Transaktionen im Geschäftsjahr hatten keine wesentlichen Auswirkungen. Zugänge 2021 Im Jahr 2021 wirkte sich die folgende Transaktion auf den Konzernabschluss aus. Andere durchgeführte Transaktionen hatten keine wesentlichen Auswirkungen. Atlantis Press Group B.V. Am 9. März 2021 erwarb Springer Nature sämtliche Anteile an der Atlantis Press Group B.V. (Atlantis), die ihren Sitz in Amsterdam, Niederlande, hat und 7 Mitarbeiter beschäftigt. Die Atlantis Press Group B.V. ist ein führender Verlag für Open-Access-Veröffentlichungen. Seit der Gründung im Jahr 2006 wurden mehr als 1.200 Open-Access-Publikationen mit insgesamt mehr als 130.000 Artikeln veröffentlicht, die von internationalen Redaktionen anerkannt sind. Atlantis hat auch ein kleines, aber schnell wachsendes Open-Access-Zeitschriftengeschäft und bietet Publikationsdienste für Forschungsgesellschaften an. Da es zwischen dem 1. Januar 2021 und dem 9. März 2021 keine wesentlichen Transaktionen auf der Ebene des erworbenen Unternehmens gab, wurde der 1. Januar 2021 als Datum der Erstkonsolidierung für Atlantis festgelegt. Der Kaufpreis belief sich auf EUR 8,7 Mio. Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
Der Zeitwert und der Bruttobetrag der erworbenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belief sich jeweils auf EUR 0,2 Mio. Atlantis ging davon aus, alle vertraglichen Forderungen zu erhalten. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 5,0 Mio. reflektiert im Wesentlichen Synergien, nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Mitarbeiter und deren Fachwissen sowie strategische Vorteile aus der Marktposition des erworbenen Unternehmens. Der erfasste Geschäfts- oder Firmenwert ist nicht steuerlich abzugsfähig. Im Jahr 2021 hat Atlantis EUR 1,6 Mio. zu den Umsatzerlösen, EUR 1,2 Mio. zum EBITDA und EUR 0,7 Mio. zum Periodenergebnis des Konzerns beigetragen. Im Jahr 2021 wurden in direktem Zusammenhang mit dem Erwerb Kosten in Höhe von EUR 0,4 Mio. unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Abgänge 2022 Am 14. April 2022 verkaufte Springer Nature die Rendement Uitgeverij B.V. mit Sitz in Rotterdam, Niederlande, Teil des Segments Professional. Der Kaufpreis wurde teilweise in bar beglichen, der Rest wird in den nächsten Jahren durch ein Verkäuferdarlehen getilgt. Diese Transaktion führte zu einem Veräußerungsgewinn von EUR 5,3 Mio. Die Auswirkung der Veräußerung der Rendement Uitgeverij B.V. auf die Finanzlage des Konzerns ist in folgender Tabelle dargestellt:
Abgänge 2021 Im Jahr 2021 gab es keine Verkäufe. Übersicht der wesentlichen Rechnungslegungsmethoden Fremdwährungsumrechnung Für den Konzernabschluss von Springer Nature werden die Einzelabschlüsse der ausländischen Tochterunternehmen gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Da alle Tochterunternehmen ihre finanziellen, wirtschaftlichen und organisatorischen Aktivitäten unabhängig durchführen, entspricht ihre jeweilige lokale Währung ihrer funktionalen Währung. Transaktionen in Fremdwährung werden mit dem Wechselkurs zum Transaktionszeitpunkt in die jeweilige funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste aus der Erfüllung solcher Transaktionen oder aus der Stichtagsbewertung der damit verbundenen monetären Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten werden zum Abschlussstichtag in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Monetäre Vermögenswerte und Schulden werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskurses in die funktionale Währung umgerechnet, nicht-monetäre Vermögenswerte und Schulden werden mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls gültigen Kurs umgerechnet. Für die Darstellung in der Konzernberichtswährung werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten von Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, zum Stichtagskurs und die Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs der Periode umgerechnet. Eigenkapitalkomponenten werden zum historischen Kurs bei Entstehung umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei Veräußerung von Tochterunternehmen werden die damit verbundenen kumulierten Umrechnungsdifferenzen aus dem Eigenkapital in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Der Geschäfts- oder Firmenwert und die Zeitwertanpassungen von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus der Akquisition von Tochterunternehmen werden dem erworbenen Unternehmen zugeordnet und mit dem Stichtagskurs zum Ende der Berichtsperiode in die Berichtswährung des Konzerns umgerechnet. Die folgende Tabelle enthält die Wechselkurse, die für die Umrechnung der wesentlichen Währungen des Konzerns verwendet wurden:
Hochinflationsländer Argentinien und Simbabwe gelten seit dem Jahr 2018 bzw. 2019 als Hochinflationsländer. Die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen des Konzerns, deren funktionale Währung der argentinische Peso bzw. der Simbabwe Dollar ist, wurden in Übereinstimmung mit IAS 29 in der zum Bilanzstichtag geltenden Maßeinheit angepasst. Der für die Anpassung der Jahresabschlüsse der argentinischen Unternehmen verwendete Preisindex ist die ,homogenisierte Indexwährung, die gemäß dem Beschluss JG 539/18' der argentinischen nationalen berufsständischen Rechnungslegungsorganisation zu verwenden ist. Die jährliche Inflationsrate liegt bei 94,8% für 2022 und 48,4% für 2021 (Quelle: OECD Inflationsdaten (VPI)). Der für die Anpassung der Jahresabschlüsse der Unternehmen in Simbabwe verwendete Preisindex ist der von der Reserve Bank of Zimbabwe herausgegebene offizielle "Verbraucherpreisindex". Die jährliche Inflationsrate liegt bei 243,8 % für 2022 und 60,7 % für 2021 (Quelle: Reserve Bank of Zimbabwe). Für die Unternehmen, die ihre Ergebnisse in argentinischem Peso und Simbabwe Dollar ausweisen, werden Ertragslage, Cashflows und Finanzlage zum Kurs des Konzernabschlussstichtags in die Darstellungswährung umgerechnet. Der verwendete Wechselkurs zur Umrechnung inflationsbereinigter ARS-Beträge betrug für das Jahr 2022 ARS 188,7249 gegenüber dem Euro und für das Jahr 2021 ARS 116,3764, der für die ZWL-Beträge für das Jahr 2022 ZWL 707,0454 gegenüber dem Euro und ZWL 122,9611 für das Jahr 2021 . Durch die Hyperinflation bedingte Anpassungen werden für die Unternehmen der betroffenen Länder so lange fortgesetzt, bis die argentinische oder simbabwische Wirtschaft nicht mehr als hochinflationär eingestuft wird. Zu diesem Zeitpunkt werden die Anpassungen bezüglich der Hyperinflation in die Kosten nicht-monetärer Vermögenswerte und Schulden einbezogen. Bemessung des beizulegenden Zeitwerts Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen oder für die Übertragung einer Verbindlichkeit gezahlt würde. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen der Verkauf des Vermögenswerts oder die Übertragung der Verbindlichkeit erfolgt, entweder (a) auf dem Hauptmarkt für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit oder (b) auf dem vorteilhaftesten Markt für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit (sofern kein Hauptmarkt existiert) stattfindet. Der Konzern muss Zugang zum Hauptmarkt oder dem vorteilhaftesten Markt haben. Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit bemisst sich anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung üblicherweise zugrunde legen würden. Es wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts eines nicht-finanziellen Vermögenswerts wird die Fähigkeit des Marktteilnehmers berücksichtigt, durch die höchste und beste Verwendung des Vermögenswerts oder durch dessen Verkauf an einen anderen Marktteilnehmer, der für den Vermögenswert die höchste und beste Verwendung findet, wirtschaftlichen Nutzen zu erzeugen. Der Konzern greift auf Bewertungstechniken zurück, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht und für die ausreichend Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts verfügbar sind. Dabei wird die Verwendung maßgeblicher, beobachtbarer Inputfaktoren möglichst hoch und jener nicht beobachtbaren Inputfaktoren möglichst gering gehalten. Alle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt oder im Abschluss ausgewiesen wird, werden in die nachfolgend beschriebene Bemessungshierarchie eingeordnet. Die Klassifizierung basiert auf dem Inputfaktor der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist.
Bei Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die auf wiederkehrender Basis zum beizulegenden Zeitwert im Abschluss erfasst werden, überprüft der Konzern am Ende jeder Berichtsperiode die Klassifizierung und nimmt gegebenenfalls entsprechende Umgruppierungen vor. Umsatzrealisierung Die Realisierung von Umsatzerlösen erfolgt auf Grundlage von IFRS 15 - Erlöse aus Verträgen mit Kunden. Umsatzerlöse entstehen aus der Bereitstellung von Produkten und der Erbringung von Dienstleistungen im Rahmen von Verträgen mit Kunden. Umsatzerlöse werden in allen Fällen zum Erfüllungszeitpunkt der zugrunde liegenden Leistungsverpflichtung in Höhe der Gegenleistung erfasst, mit der das Unternehmen im Gegenzug für die Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen auf einen Kunden erwartungsgemäß rechnen kann. Sie werden erfasst, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über die Güter oder Dienstleitungen erlangt. Umsatzerlöse werden zum Transaktionspreis erfasst. Dieser sieht Abschläge für erwartete Rabatte und Retouren vor und schließt dem Kunden belastete Umsatzsteuern sowie sonstige im Namen Dritter eingezogene Beträge aus. Sind die im Rahmen eines Vertrags zugesagten Güter oder Dienstleistungen eigenständig abgrenzbar, werden sie als separate Leistungsverpflichtungen identifiziert und gesondert bilanziert. Die wesentlichen Umsatzströme von Springer Nature im Zusammenhang mit Erlösen aus dem Verkauf von Abonnements basieren auf dem regelmäßigen Vertrieb von und dem zeitlich begrenzten Zugang zu Print- und Online-Zeitschriften und eBook-Paketen sowie Datenbankprodukten. Erlöse aus dem Verkauf von Abonnements werden im Allgemeinen im Voraus fakturiert, und die Zahlungen von Kunden gehen hauptsächlich im Voraus ein. Dazu wird in der Konzernbilanz eine Vertragsverbindlichkeit angesetzt, die den noch nicht erfüllten Teil der Leistungsverpflichtung widerspiegelt. Die Umsatzerlöse für diese Produkte werden über einen Zeitraum erfasst, entweder zeitanteilig, wenn die Leistungsverpflichtung gegenüber dem Kunden über einen bestimmten Zeitraum stetig erfüllt wird, oder auf Grundlage des Wertes, den der Kunde erhält, sofern die Erfüllung keinem solchen stetigen Muster folgt. Erlöse aus dem Verkauf von Produkten werden erfasst, wenn die Verfügungsgewalt über die Güter auf den Kunden übergegangen ist, der Verkaufspreis bestimmbar ist und der Erhalt der Zahlung angenommen werden kann. Erlöse aus dem Verkauf von Print-Büchern, Werbeeinnahmen und Umsatzerlöse aus den meisten anderen von Springer Nature erbrachten Dienstleistungen werden erfasst, wenn die Verfügungsgewalt über das Produkt auf den Kunden übergeht, was in der Regel dem Zeitpunkt der Lieferung des physischen Produkts, dem Veröffentlichungsdatum der Werbung bzw. dem Zeitpunkt entspricht, zu dem die Dienstleistung erbracht worden ist. Die Umsatzrealisierung für diese Umsatzströme basiert daher auf dem Konzept der Realisierung zu einem bestimmten Zeitpunkt gemäß IFRS 15. Dazu gehören auch Umsatzerlöse aus der Gewährung von Zugängen zu Archivprodukten und eBook-Paketen, deren Inhalt bereits vollständig veröffentlicht ist. Bei Print-Büchern werden erwartete Retouren berücksichtigt, die auf Retourenquoten aus der Vergangenheit basieren, und die Umsatzerlöse werden entsprechend verringert. Geschäfts- oder Firmenwert Der Geschäfts- oder Firmenwert wird einer oder einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheit/en (ZGE) zugeordnet, die von diesem Unternehmenszusammenschluss voraussichtlich profitieren wird/werden. Der Geschäfts- oder Firmenwert unterliegt keiner planmäßigen Abschreibung, sondern wird bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung, mindestens aber einmal jährlich, auf Werthaltigkeit geprüft. Er wird mit seinen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Ein etwaiger Wertminderungsaufwand wird unmittelbar in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und nachfolgend nicht aufgeholt. Sonstige immaterielle Vermögenswerte Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene immaterielle Vermögenswerte werden in der Konzernbilanz mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Anderweitig erworbene immate-rielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich direkt zurechenbarer Kosten und abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen erfasst. Sofern die Bedingungen gemäß IAS 38 erfüllt sind, werden selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte mit ihren Entwicklungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen erfasst. Die Entwicklungskosten umfassen jegliche in der Entwicklungsphase entstandenen Kosten, die den Vermögenswerten direkt oder indirekt zuzurechnen sind. Die Entwicklungsphase beginnt mit dem Nachweis der technischen Realisierbarkeit und endet bei Fertigstellung des Vermögenswerts. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung überprüft, sofern Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte (auslösendes Ereignis). Konzerneinheitlich werden die folgenden wirtschaftlichen Nutzungsdauern angenommen:
Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens jährlich auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft. Zudem wird einmal jährlich dahingehend geprüft, ob die Einschätzung einer unbegrenzten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist. Sachanlagen Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Instandhaltungsaufwendungen werden aufwandswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Aufwendungen, mit denen die Nutzungsdauer eines Vermögenswerts verlängert oder seine Nutzung wesentlich verbessert wird, werden als nachträgliche Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des Vermögenswerts aktiviert. Soweit Bestandteile einer Sachanlage unterschiedliche Nutzungsdauern besitzen, werden sie als separate Sachanlagen behandelt. Sachanlageposten werden linear über ihre geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Die wirtschaftlichen Nutzungsdauern sind konzerneinheitlich die Folgenden:
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Diese Vermögenswerte werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt und als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen klassifiziert. Derartige Vermögenswerte werden nicht mehr abgeschrieben. Wertminderungen für derartige Vermögenswerte werden erfasst, wenn der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten niedriger ist als der Buchwert. Leasingverhältnisse Der Konzern beurteilt gemäß IFRS 16, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Diese Beurteilung beinhaltet die Ermessensentscheidungen, ob der Vertrag von einem bestimmten Vermögenswert abhängt, ob im Wesentlichen der gesamte wirtschaftliche Nutzen aus der Nutzung des Vermögenswerts auf den Konzern übergeht und ob der Konzern berechtigt ist, über die Nutzung des Vermögenswerts zu entscheiden. Zu Beginn des Leasingverhältnisses erfasst der Konzern einen Vermögenswert für das Nutzungsrecht am Leasinggegenstand sowie eine Leasingverbindlichkeit. Das Nutzungsrecht am Leasinggegenstand wird beim erstmaligen Ansatz unter Zugrundelegung des Barwerts der Leasingzahlungen, zuzüglich anfänglicher direkter Kosten und Kosten für Verpflichtungen zur Aufarbeitung des Vermögenswertes und abzüglich aller etwaigen erhaltenen Leasinganreize, bewertet. Dabei entspricht der Abschreibungszeitraum des Nutzungsrechts am Leasinggegenstand entweder der Laufzeit des Leasingverhältnisses oder der Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswerts, wobei der jeweils kürzere Zeitraum maßgeblich ist. In der Anhangangabe 15 wird die Entwicklung der aktivierten Nutzungsreche in der Berichtsperiode und Vorperiode näher erläutert. Das Nutzungsrecht am Leasinggegenstand wird auf Werthaltigkeit geprüft, wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt. Leasingzahlungen beinhalten im Allgemeinen feste und variable Zahlungen, die an einen Index gekoppelt sind (z. B. einen Inflationsindex). Beinhaltet das Leasingverhältnis eine Verlängerungs- oder Kaufoption, deren Ausübung der Konzern als hinreichend sicher einstuft, werden die zusätzlichen Leasingzahlungen (Verlängerungsoption) oder Kaufpreiszahlungen (Kaufoption) in die Leasingzahlungen einbezogen. Der Konzern hat beschlossen, Nutzungsrechte am Leasinggegenstand und Leasingverbindlichkeiten für Leasingverhältnisse über sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung mit einer Gesamtlaufzeit von bis zu zwölf Monaten oder über geringwertige Leasingvermögenswerte nicht zu erfassen. Zahlungen für derartige Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst, wie in Anhangangabe 15 gezeigt. Der Konzern optiert auf eine Trennung von Leasing- und Nichtleasingkomponenten bei Fahrzeug-Leasingverträgen zu verzichten. Bei Büro - und Gebäude- Leasing hingegen werden die Leasing- und Nichtleasingkomponenten stets separiert. Wertminderung nicht-finanzieller Vermögenswerte Springer Nature prüft für immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer zu jedem Abschlussstichtag oder bei entsprechenden Anzeichen, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer und Sachanlagen werden lediglich im Fall eines auslösenden Ereignisses auf eine mögliche Wertminderung überprüft. Sofern solche Anhaltspunkte vorliegen, wird der erzielbare Betrag für diesen Vermögenswert ermittelt. Falls es nicht möglich ist, den erzielbaren Betrag für einen einzelnen Vermögenswert zu ermitteln, wird der erzielbare Betrag für die zahlungsmittelgenerierende Einheit (ZGE) ermittelt, der dieser Vermögenswert zugeordnet ist. Der erzielbare Betrag wird für den Vermögenswert oder die ZGE als der höhere Betrag (erzielbare Betrag) aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert bestimmt. Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, wenn der Buchwert der ZGE eines Vermögenswerts den erzielbaren Betrag übersteigt. Dabei wird der Wertminderungsaufwand in folgender Reihenfolge aufgeteilt, um den Buchwert der Vermögenswerte der Einheit (Gruppe von Einheiten) zu vermindern: (a) zuerst den Buchwert jeglichen Geschäfts- oder Firmenwerts, der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Gruppe von Einheiten) zugeordnet ist, und (b) danach anteilig die anderen Vermögenswerte der Einheit (Gruppe von Einheiten) auf Basis der Buchwerte jedes einzelnen Vermögenswerts der Einheit (Gruppe von Einheiten). Bei der Zuordnung eines Wertminderungsaufwands wird der Buchwert eines Vermögenswerts nicht unter den höheren der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und Nutzungswert vermindert. Wenn der Grund für einen zuvor erfassten Wertminderungsaufwand nicht mehr besteht, wird der Wertminderungsaufwand bis zur Höhe der jeweiligen fortgeführten Anschaffungskosten aufgeholt; davon ausgenommen ist der Geschäfts- oder Firmenwert. In den Jahren 2022 und 2021 wurden keine Wertaufholungen zuvor bilanzierter Wertminderungen erfasst. In den Geschäftsjahren 2022 und 2021 wurde für zahlungsmittelgenerierende Einheiten, denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, der Nutzungswert als der erzielbare Betrag, ermittelt anhand der Discounted Cashflow-Methode, festgelegt. Der Nutzungswert wurde. Für die Bestimmung des Nutzungswerts der jeweiligen ZGE trifft das Management unter anderem Annahmen zu den zukünftigen Cashflows sowie zu den risikobereinigten Kapitalkosten. Diese Annahmen basieren teilweise auf internen Annahmen, die sich auf Planungen des Managements stützten, und teilweise auf Marktdaten und externen Schätzungen. Die Annahmen unterliegen Änderungen und können sich somit auf die Nutzungswerte auswirken. Für jede der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde unter Zugrundelegung aktueller Marktdaten individuell ein angemessener Diskontierungssatz ermittelt. Weitere Angaben zur Wertminderung nicht-finanzieller Vermögenswerte finden sich in den folgenden Anhangangaben: "Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen" und Anhangangabe 13 "Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte". Finanzielle Vermögenswerte Erstmalige Erfassung und Bewertung Finanzielle Vermögenswerte werden im Rahmen der Folgebewertung als zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC), als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FVTOCI) oder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewertet klassifiziert. Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz fest. Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte bei der erstmaligen Erfassung hängt von den Eigenschaften der vertraglichen Cashflows der finanziellen Vermögenswerte und vom Geschäftsmodell des Konzerns zur Steuerung seiner finanziellen Vermögenswerte ab. Mit Ausnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die keine signifikante Finanzierungskomponente enthalten oder für die der Konzern den praktischen Behelf angewandt hat, bewertet der Konzern einen finanziellen Vermögenswert zu seinem beizulegenden Zeitwert und zuzüglich der Transaktionskosten für solche finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die keine signifikante Finanzierungskomponente enthalten oder für die der Konzern den praktischen Behelf angewandt hat, werden mit dem gemäß IFRS 15 ermittelten Transaktionspreis bewertet. Damit ein finanzieller Vermögenswert zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet und klassifiziert werden kann, dürfen die Cashflows ausschließlich aus Tilgungs- und Zinszahlungen (solely payments of principal and interest-SPPI) auf den ausstehenden Kapitalbetrag bestehen. Diese Beurteilung wird als SPPI-Test bezeichnet und auf der Ebene des einzelnen Finanzinstruments durchgeführt. Folgebewertung Finanzielle Vermögenswerte gelten als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (Schuldinstrumente), wenn (a) der finanzielle Vermögenswert im Rahmen eines Geschäftsmodells mit dem Ziel, vertragliche Zahlungsströme zu vereinnahmen, gehalten wird, und (b) wenn sich gemäß den vertraglichen Bedingungen Zahlungsströme zu festgelegten Zeitpunkten ergeben, die ausschließlich aus Tilgungs- und Zinszahlungen aus den ausstehenden Rückzahlungsbeträgen bestehen. Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte werden in Folgeperioden unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet und sind auf mögliche Wertminderungen zu überprüfen. Gewinne bzw. Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn der Vermögenswert ausgebucht, modifiziert oder wertgemindert wird oder es zu einer Änderung der Cashflow-Prognosen kommt. Die als Gruppe erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte beinhalten die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte, finanzielle Vermögenswerte, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft werden, oder finanzielle Vermögenswerte, die zwingend zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung oder des Rückkaufs in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate, einschließlich getrennt erfasster eingebetteter Derivate, werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme von Derivaten, die als Sicherungsinstrumente designiert wurden und als solche effektiv sind. Finanzielle Vermögenswerte mit Cashflows, die nicht ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen darstellen, werden unabhängig vom Geschäftsmodell als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert und entsprechend bewertet. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte werden in der Konzernbilanz zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wobei die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts saldiert in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Ausbuchung Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist: Die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert sind erloschen; oder Der Konzern hat seine vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert an Dritte übertragen oder eine vertragliche Verpflichtung zur sofortigen Zahlung des gesamten Cashflows an eine dritte Partei im Rahmen einer "Durchleitungsvereinbarung" übernommen und dabei entweder (a) im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, übertragen oder (b) zwar im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, weder übertragen noch zurückbehalten, jedoch die Verfügungsgewalt über den Vermögenswert übertragen. Wertminderung finanzieller Vermögenswerte Der Konzern erfasst bei allen Schuldinstrumenten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, eine Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste (expected credit losses - ECL). Erwartete Kreditverluste werden in zwei Schritten erfasst. Für Finanzinstrumente, deren Ausfallrisiko sich seit dem erstmaligen Ansatz nicht signifikant erhöht hat, wird eine Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Kreditverluste erfasst, die auf einem Ausfallereignis innerhalb der nächsten zwölf Monate beruhen. Für Finanzinstrumente, deren Ausfallrisiko sich seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat, hat ein Unternehmen eine Risikovorsorge in Höhe der über die Restlaufzeit erwarteten Kreditverluste zu erfassen, unabhängig davon, wann das Ausfallereignis eintritt. Wenn ein Kunde zahlungsunfähig wurde oder andere Umstände auf einen Zahlungsausfall hindeuteten, wurden die entsprechenden Forderungen sofort in voller Höhe abgeschrieben. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wendet Springer Nature eine vereinfachte Methode zur Berechnung der erwarteten Kreditverluste an und erfasst zu jedem Abschlussstichtag eine Wertberichtigung auf Grundlage der über die Gesamtlaufzeit erwarteten Kreditausfälle. Der Konzern hat eine Wertberichtigungsmatrix erstellt, die auf seiner bisherigen Kreditausfallerfahrung basiert und um zukunftsgerichtete, schuldnerspezifische Faktoren wie branchenspezifische Marktentwicklungen und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angepasst wurde. Finanzielle Verbindlichkeiten Erstmalige Erfassung und Bewertung Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung als finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen oder als Verbindlichkeiten klassifiziert. Alle finanziellen Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet, im Fall von Darlehen und Verbindlichkeiten abzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten. Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten, Kontokorrentkredite, Darlehen und derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert sind. Folgebewertung Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten umfassen die finanziellen Verbindlichkeiten, die bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert werden. Sie umfassen derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert sind. Gewinne oder Verluste aus der Folgebewertung werden erfolgswirksam erfasst. Nach der erstmaligen Erfassung werden verzinsliche Darlehen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Verbindlichkeiten ausgebucht werden, außerdem im Rahmen von Amortisationen mittels der Effektivzinsmethode. Ausbuchtung Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen ist. Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell anderen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, so wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird erfolgswirksam erfasst. Saldierung von Finanzinstrumenten Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden saldiert und der Nettobetrag in der Konzernbilanz ausgewiesen, wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Rechtsanspruch besteht, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen, und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung des betreffenden Vermögenswerts die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen. Derivative Finanzinstrumente Sämtliche derivative Finanzinstrumente werden in der Konzernbilanz mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst. Zum Zeitpunkt des Abschlusses des dem derivativen Finanzinstrument zugrunde liegenden Vertrags wird bestimmt, ob beabsichtigt ist, das derivative Finanzinstrument als Sicherungsgeschäft zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts oder zur Absicherung von Cashflows einzusetzen. Die derivativen Finanzinstrumente von Springer Nature erfüllten nicht die formalen Voraussetzungen für eine Bilanzierung als Sicherungsgeschäfte, obwohl dies ihr wirtschaftlicher Zweck ist. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden daher in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und nicht im Eigenkapital erfasst. In Basisverträge eingebettete Derivate werden separat bilanziert und zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn ihre wirtschaftlichen Merkmale und Risiken nicht eng mit denen der Basisverträge verbunden sind und die Basisverträge nicht zu Handelszwecken gehalten oder nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designiert werden. Diese eingebetteten Derivate werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam erfasst werden. Vorräte Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellkosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Herstellkosten umfassen sowohl direkt als auch indirekt zurechenbare Kosten. Bei den indirekt zurechenbaren Kosten handelt es sich im Wesentlichen um Kosten für die Generierung und Aufbereitung der Inhalte (Pre-Publishing Kosten) sowie den Druck und die Bindung. Ähnliche Vorräte werden entweder nach der First-in-first-out-Methode (FIFO) oder nach der Methode der gewichteten Durchschnittskosten bewertet. Vorräte von konzerninternen Zulieferern werden um konzerninterne Gewinne bereinigt und zu den Herstellkosten des Konzerns angesetzt. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Bankguthaben mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten, Schecks sowie den Kassenbestand. Beträge in Fremdwährung werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Steuern vom Einkommen und Ertrag Steuern vom Einkommen und Ertrag umfassen tatsächliche und latente Steuern. Sie werden im Gewinn oder Verlust erfasst, ausgenommen in dem Umfang, in dem sie aus einem Geschäftsvorfall oder Ereignis herrühren, die im sonstigen Ergebnis, direkt im Eigenkapital oder im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses angesetzt werden. Der Konzern hat festgelegt, dass Zinsen und Säumniszuschläge in Verbindung mit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag nicht der Definition von Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entsprechen, und sie daher gemäß IAS 37 bilanziert. Die tatsächlichen Steuern sind der erwartete Betrag der geschuldeten oder erstattungsfähigen Steuern auf das zu versteuernde Einkommen oder den steuerlichen Verlust des Geschäftsjahres unter Berücksichtigung von Anpassungen der geschuldeten oder erstattungsfähigen Steuern aus früheren Geschäftsjahren. Sie werden auf Grundlage der am Abschlussstichtag geltenden oder gesetzlich angekündigten Steuersätze ermittelt. Der Betrag der erwarteten Steuerschuld oder Steuerforderung ist die beste Schätzung der erwarteten Steuerzahlung oder Steuererstattung unter Berücksichtigung gegebenenfalls vorhandener steuerlicher Unsicherheiten. Tatsächliche Steueransprüche und -schulden können nur bei Erfüllung bestimmter Kriterien verrechnet werden. Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen zwischen dem Buchwert eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der IFRS-Konzernbilanz und dessen Steuerbilanzwert erfasst. Latente Steuern werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode voraussichtlich Gültigkeit erlangen, in der ein latenter Steueranspruch realisiert oder eine latente Steuerschuld erfüllt wird. Dabei werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die zum Abschlussstichtag gelten oder gesetzlich angekündigt sind. Latente Steuern werden nicht abgezinst. Latente Steuern werden nicht gebildet auf:
Latente Steueransprüche werden für nicht genutzte steuerliche Verluste, nicht genutzte Steuergutschriften und abzugsfähige temporäre Differenzen in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das sie verwendet werden können. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird zu jedem Abschlussstichtag erneut beurteilt und in dem Maße reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, um den latenten Steueranspruch ganz oder teilweise zu nutzen. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden zu jedem Abschlussstichtag neu bewertet und in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglichen wird. Bei der Bilanzierung der latenten Steuern auf Leasingverhältnisse weist die Gruppe einen separaten latenten Steueranspruch und eine latente Steuerschuld aus. Latente Steueransprüche und -schulden werden nur saldiert, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind. Die OECD/G20 haben als Hauptbestandteil ihres BEPS-Projekts zur Bewältigung der steuerlichen Herausforderungen, die sich aus der Digitalisierung der Wirtschaft ergeben, die Globalen Anti-Base-Erosion-Regeln (GloBE) entwickelt. Die Regeln stellen sicher, dass große multinationale Unternehmen ein Mindestmaß an Steuern auf das Einkommen zahlen, das in jedem der Länder entsteht, in denen sie tätig sind. Entsprechend dem Inclusive Framework der OECD sowie der korrespondierenden EU- Richtlinie vom 14. Dezember 2022 wird Springer Nature ab dem 01. Januar 2024 den neuen GloBE-Regeln unterliegen. Diese sind in den Ländern, in denen Springer Nature tätig ist, jedoch noch nicht (substantiell) in Kraft getreten. Springer Nature wird die regulatorischen Entwicklungen beobachten, um sicherzustellen, dass der Konzern auf die Umsetzung der neuen Regeln vorbereitet ist, sobald sie wirksam werden. Rückstellungen Mit Ausnahme der Rückstellungen für Pensionen und andere langfristig fällige Leistungen für Arbeitnehmer, die gemäß IAS 19 berechnet werden, werden die Rückstellungen gemäß IAS 37 erfasst. Eine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn der Konzern eine gegenwärtige Verpflichtung aufgrund eines Ereignisses in der Vergangenheit gegenüber Dritten hat, der Abfluss von Ressourcen wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Die Höhe der Rückstellung entspricht dem erwarteten Erfüllungsbetrag. Langfristige Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr werden unter Zugrundelegung des entsprechenden Marktzinssatzes auf den Barwert der erwarteten Ausgaben abgezinst, die zur Erfüllung der Verpflichtung zum Abschlussstichtag erforderlich sind. Rückstellungen für Pensionen und andere langfristig fällige Leistungen für Arbeitnehmer Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen sowie andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer werden in der Konzernbilanz mit dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum Abschlussstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des zurechenbaren Planvermögens angesetzt. Die leistungsorientierte Verpflichtung wird von unabhängigen Versicherungsmathematikern unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit Method) berechnet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur Verpflichtungen aus bekannten unverfallbaren Leistungen zum Abschlussstichtag erfasst, sondern auch zukünftige Erhöhungen von Pensionen und Gehältern berücksichtigt. Dabei werden verschiedene Faktoren berücksichtigt. Diese Faktoren basieren auf Annahmen und Schätzungen in Bezug auf die künftige Gehaltsentwicklung, relevante biometrische Faktoren, Zinssätze und die allgemeine Sterblichkeit. Die Bestimmung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen erfolgt durch die Abzinsung der geschätzten künftigen Mittelabflüsse mittels der Renditen erstrangiger, festverzinslicher Unternehmensanleihen, die auf dieselbe Währung wie die Leistungsauszahlungen lauten und deren Laufzeit der Fälligkeit der entsprechenden Pensionsverpflichtungen nahekommt. Neubewertungen, einschließlich versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste, die Auswirkungen der Vermögenswertobergrenze (Asset Ceiling) (ohne Berücksichtigung von Beträgen, die in den Nettozinsen auf die Nettoschuld aus leistungsorientierten Pensionsplänen enthalten sind), und der Erträge aus Planvermögen (ohne Berücksichtigung von Beträgen, die in den Nettozinsen auf die Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen enthalten sind), werden sofort in der Konzernbilanz erfasst und in der Periode, in der sie anfallen, über das sonstige Ergebnis in die Gewinnrücklagen (debitorisch oder kreditorisch) eingestellt. Neubewertungen werden in Folgeperioden nicht in die Konzern-Gewinn- oder Verlustrechnung umgegliedert. Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen Bei der Erstellung des Konzernabschlusses gemäß IFRS werden vom Management bestimmte Annahmen und Schätzungen getroffen, die sich auf die Höhe des Buchwerts der Vermögenswerte, Rückstellungen und Verbindlichkeiten sowie auf die erfassten Erträge und Aufwendungen auswirken. Die Schätzungen und die damit zusammenhängenden Annahmen beruhen auf Vergangenheitswerten und verschiedenen anderen Faktoren, die unter den jeweiligen Umständen als angemessen erachtet werden. Alle Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden laufend überprüft. Die tatsächlichen Beträge können von den Schätzungen und Managementbeurteilungen abweichen. Bei der Aktualisierung der bilanziellen Schätzungen und Managementbeurteilungen wurden verfügbare Informationen über die erwarteten wirtschaftlichen Entwicklungen einbezogen. Aufgrund der anhaltenden Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sowie der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und der Unvorhersehbarkeit, wie sich diese entwickeln und somit die Weltwirtschaft weiterhin beeinflussen werden, sind die Schätzungen und Beurteilungen des Managements mit erhöhter Unsicherheit behaftet. Anpassungen rechnungslegungsbezogener Schätzungen werden in der Periode berücksichtigt, in der die Änderung festgestellt wird, sofern die Änderung ausschließlich diese und spätere Perioden betrifft. Annahmen und Schätzungen, die vom Management in Anwendung der IFRS vorgenommen werden und wesentliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss haben, und Schätzungen, die das Risiko möglicher Anpassungen in den folgenden Jahren bergen, werden in den entsprechenden Anhangangaben erläutert. Die zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen beziehen sich auf den Ansatz und die Bewertung von Pensionen und anderen langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer, die Bewertung von selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten, die Ermittlung von Wertminderungsaufwendungen auf immaterielle Vermögenswerte einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwerts, Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Nutzbarkeit von steuerlichen Verlustvorträgen, die Bewertung von Finanzinstrumenten, die Bestimmung von Rückstellungen und die Klassifizierung von Leasingverhältnissen. Des Weiteren wurden bei der Kaufpreisverteilung Annahmen in Bezug auf die Bewertung von immateriellen Vermögenswerten getroffen. Informationen zu Buchwerten, die mithilfe von Schätzungen bestimmt werden, finden sich in den Erläuterungen zu den jeweiligen Einzelposten. Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen und sonstige Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten zum Abschlussstichtag, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass eine wesentliche Anpassung der Buchwerte der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns erforderlich sein wird, beziehen sich auf die leistungsorientierten Pensionspläne (Anhangangabe 25), die Wertminderung nicht-finanzieller Vermögenswerte (Anhangangabe 13) und die Bewertung finanzieller Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert (Anhangangabe 34). Eine Beschreibung der relevanten Input-Parameter, die Schätzungen/Annahmen beinhalten, wird zusammen mit den jeweiligen Sensitivitätsanalysen in den zugehörigen Anhangangaben zur Verfügung gestellt. Anwendung neuer und überarbeiteter Standards Im aktuellen Geschäftsjahr anzuwendende neue und überarbeitete IFRS-Standards Die nachfolgende Tabelle enthält die Änderungen der Standards, die verpflichtend für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2022 beginnen, anzuwenden waren, sowie ihre Auswirkungen auf den Konzernabschluss:
Veröffentlichte, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwendende neue und überarbeitete IFRS-Standards Das International Accounting Standards Board (IASB) und das IFRS Interpretations Committee haben Verlautbarungen veröffentlicht, die noch nicht in Kraft getreten sind und von Springer Nature noch nicht angewandt wurden. Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Konzernabschlusses veröffentlichte, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwendende neue und geänderte Standards und Interpretationen, die Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben könnten, werden nachfolgend aufgelistet. Der Konzern erwartet keine wesentlichen Auswirkungen durch die Anwendung dieser Standards und beabsichtigt, diese neuen und geänderten Standards und Interpretationen ab dem Zeitpunkt ihres Inkrafttretens anzuwenden.
1. Umsatzerlöse
Der Posten "Zeitschriften" beinhaltete hauptsächlich Umsatzerlöse aus Online- und Print- Abonnements sowie Gebühren für die Veröffentlichung von Open-Access-Artikeln (APC - Article Processing Charges). Der Posten "Bücher" umfasste die Erlöse aus dem Verkauf von Büchern im Print- und eBook-Format. Der Posten "Sonstige" enthielt Erlöse aus Werbung, Beratungsleistungen, Kongressen/Seminaren, Autorenleistungen und Custom Publishing. Auf Grund der Änderungen in der Organisation des Konzerns und damit in der Segmentstruktur im Jahr 2022 wurde die Aufteilung der Umsätze für das Jahr 2021 entsprechend geändert, wobei die Umsätze von den Segmenten Research und Professional in das neu geschaffene Segment Health verschoben wurden und einige Umgliederungen von den sonstigen Umsätzen und Büchern zu den Zeitschriften vorgenommen wurden. 2. Sonstige betriebliche Erträge
Der Posten "Fremdwährungsgewinne" umfasste realisierte Fremdwährungsgewinne aus unterjährigen Transaktionen sowie Gewinne aus der zum Jahresende erfolgten Bewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von allen konsolidierten Unternehmen, die auf eine andere Währung als die funktionale Währung lauten. Der Posten "Übrige betriebliche Erträge" enthielt im Wesentlichen Erträge im Zusammenhang mit der Auflösung von Wertberichtigungen auf uneinbringliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 29,4 Mio. (2021: EUR 18,2 Mio.) sowie Mieteinnahmen und Dienstleistungserträge. 3. Aktivierte Eigenleistungen Die Position "Aktivierte Eigenleistungen" umfasste die aktivierten Kosten für selbsterstellte Software sowie die internen Kosten für die Erstellung von Inhalten. 4. Materialaufwand
Der Posten "Bezogene Leistungen" enthielt im Wesentlichen Kosten für Druck und Bindung sowie Vorstufen-/ Satzkosten (Pre-Publishing-Kosten). 5. Honorar- und Lizenzaufwand Der Honorar- und Lizenzaufwand setzte sich zusammen aus festen und umsatzabhängigen Honoraren für erworbene und lizenzierte Inhalte. Dieser umfasste Zahlungen an Autoren von Büchern und Zeitschriftenartikeln sowie Zahlungen für Zeitschriften wissenschaftlicher Gesellschaften. 6. Personalaufwand
Am 31.12.2022 betrug die absolute Zahl der Mitarbeiter (FTE) 9.202 (31.12.2021: 8.728). Im Jahr 2022 belief sich die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente - FTE) auf 8.996 (2021: 8.907). Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter pro Segment des Konzerns. Auf Grund der Änderung in der Segmentstruktur im Jahr 2022 wurde die Übersicht der durchschnittlichen Zahl der Mitarbeiter pro Segment für das Jahr 2021 angepasst, um mit dem Jahr 2022 vergleichbar zu sein. Dabei kam es zu einer Verschiebung von Mitarbeitern aus den Segmenten Research und Professional in das neugeschaffene Segment Health.
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Der Posten "Verwaltungskosten und Gebühren" umfasste im Wesentlichen Aufwendungen für Informationstechnologie, Beratungshonorare, Reisekosten und Kommunikationskosten. Der Posten "Fremdwährungsverluste" umfasste realisierte Fremdwährungsverluste aus unterjährigen Transaktionen sowie Verluste aus der zum Jahresende erfolgten Bewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von allen konsolidierten Unternehmen, die auf eine andere Währung als die funktionale Währung lauten. "Übrige Aufwendungen" setzten sich vor allem aus Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen in Höhe von EUR 37,7 Mio. (2021: EUR 34,4 Mio.), Kosten für Zeitarbeitskräfte und bezogene Dienstleistungen sowie aus sonstigen Steuern zusammen. Für die Abschlussprüfung und sonstige Dienstleistungen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young wurden folgende Honorare erfasst:
Honorare für Abschlussprüfungsleistungen beinhalteten die Prüfung der Tochterunternehmen sowie die Prüfung des Konzernabschlusses. Steuerberatungsleistungen umfassten die Unterstützung bei steuerlichen Einzelfragen. Sonstige Bestätigungsleistungen umfassten u. a. die Prüfung der Einhaltung bestimmter vertraglicher Vereinbarungen. 8. Gewinne/Verluste aus dem Kauf/Verkauf von Unternehmen/Beteiligungen
Der Posten "Gewinne/Verluste aus Verkäufen" beinhaltete im Wesentlichen den Nettogewinn aus dem Verkauf von zwei Liegenschaften in Deutschland und dem Verkauf von Rendement Uitgeverij B.V. (siehe auch Abschnitt "Abgänge"). Im Jahr 2021 bezog sich der Nettogewinn im Posten "Gewinne/Verluste aus Verkäufen" hauptsächlich auf den Verkauf unseres Higher Education Geschäfts. 9. Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte an Leasinggegenständen
Der Posten "Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte" enthielt Abschreibungen für selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von EUR 91,1 Mio. (2021: EUR 88,2 Mio.). In Verbindung mit Zeitwertanpassungen, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erfasst wurden, wurden Abschreibungsaufwendungen für immaterielle Vermögenswerte in Höhe von EUR 102,2 Mio. (2021: EUR 100,1 Mio.) sowie für Sachanlagen in Höhe von EUR 0,7 Mio. (2021: EUR 0,7 Mio.) ausgewiesen. Es wurden Wertminderungen von EUR 1,6 Mio. für sonstige immaterielle Vermögensgegenstände (2021: EUR 11,9 Mio.), aufgedeckt im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen, in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Jahr 2021 enthielt der Posten "Abschreibungen und Wertminderungen auf Nutzungsrechte an Leasinggegenständen" eine Wertminderung auf Nutzungsrechte in Höhe von EUR 17,5 Mio. aufgrund einer Neueinschätzung des Immobilienmarktes für einen größeren leerstehenden Bürostandort. Abschreibungen auf Vermögenswerte aus Content wurden wie folgt erfasst:
10. Finanzaufwendungen und -erträge
Der Posten "Zinsaufwendungen" setzte sich im Wesentlichen aus Zinsaufwand aus finanziellen Verbindlichkeiten, Zinsaufwand aus Zinssicherungsgeschäften, Zinsaufwand aus der Anwendung der Effektivzinsmethode sowie Nettozinsaufwand aus Pensionsverpflichtungen zusammen. Der Posten "Sonstige Finanzaufwendungen" setzte sich wie folgt zusammen:
"Verluste aus der zum Jahresende erfolgten Bewertung konzerninterner Salden" beziehen sich auf die Bewertung der konzerninternen finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten von Tochterunternehmen zum Jahresende, die auf eine andere Währung als die funktionale Währung lauten.
Der Posten "Zinserträge" umfasste hauptsächlich Zinserträge aus der Anlage liquider Mittel, Erträge aus Darlehensforderungen, Erträge aus Zinsswaps und sonstige Zinserträge. Der Posten "Sonstige Finanzerträge" umfasste folgende Positionen:
Der Posten "Gewinne aus der zum Jahresende erfolgten Bewertung konzerninterner Salden" bezieht sich auf die Bewertung der konzerninternen finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten von Tochterunternehmen zum Jahresende, die auf eine andere Währung als die funktionale Währung lauten. Der Posten "Gewinne aus der Marktbewertung der Finanzderivate des Konzerns" setzte sich hauptsächlich aus der Bewertung der Zinsswaps in Höhe von EUR 71,2 Mio. (2021: EUR 27,8 Mio.), beeinflusst durch den raschen Anstiegs der EUR- und USD-Zinsen im Jahr 2022, sowie aus der Bewertung der Zinsfloors in Höhe von EUR 36,7 Mio. (2021: EUR 2,5 Mio.) zusammen. Das veränderte Zinsumfeld wirkte sich auf die in die Senior- Darlehen B17 und B18 eingebetteten Zinsfloors aus. Der innere Wert dieser Optionen ist auf Null gesunken, und die Wahrscheinlichkeit, dass die Ausübungssätze kurz- und mittelfristig erreicht werden, hat sich deutlich verringert. Daher wurden die negativen Marktwerte dieser Instrumente nahezu eliminiert, was zu weiteren Bewertungsgewinnen führte. Während im Jahr 2021 der Posten "Gewinne aus der Marktbewertung der Finanzderivate des Konzerns" einen Verlust von EUR 25,0 Mio. enthielt, der den Gesamtgewinn aufgrund der geänderten Annahme bezüglich der erwarteten Laufzeit des Floor-Instruments von Mitte des Jahres 2022 bis Ende des Jahres 2023 reduzierte, verbuchte die Gruppe im Jahr 2022 einen Gewinn von EUR 0,7 Mio. in diesem Posten aufgrund der geänderten Annahme bezüglich der erwarteten Laufzeit des Floor-Instruments von Ende des Jahres 2023 bis Ende des Jahres 2024. Die "Änderungsgewinne" im Jahr 2022 resultierten aus der Änderung des angenommenen Rückzahlungszeitpunktes für die Senior-Darlehen von Ende des Jahres 2023 auf Ende des Jahres 2024. Im Jahr 2021 waren Änderungsgewinne durch die Änderung des angenommenen Rückzahlungszeitpunktes von Mitte des Jahres 2022 auf Ende des Jahres 2023 enthalten. Im Jahr 2022 kaufte die Gruppe nominal EUR 220,0 Mio. ihres Senior- Darlehens der EUR Tranche B17 zu einem Preis von EUR 208,8 Mio. zurück. Dies führte zu sonstigen Finanzerträgen in Höhe von EUR 11,2 Mio., die im Posten "Sonstiges" ausgewiesen wurden. 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, unterteilt in laufende und latente Steuern, setzten sich wie folgt zusammen:
Die latenten Steuern beinhalteten Erträge von EUR 29,3 Mio. (2021: EUR 24,4 Mio.) im Zusammenhang mit latenten Steuerverbindlichkeiten, die aus den Anpassungen der beizulegenden Werte im Rahmen der Kaufpreisallokationen nach dem Erwerb von Springer 2013 und der Gründung von Springer Nature in 2015, identifiziert wurden. In 2021 wurde der Betrag erheblich von den Steuersatzänderungen im Vereinigten Königreich und in den Niederlanden beeinflusst. In der folgenden Tabelle wird die Überleitung zwischen den tatsächlich erfassten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und den erwarteten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, errechnet durch die Multiplikation des Ergebnisses vor Steuern mit dem maßgeblichen Steuersatz, dargestellt. Für den maßgeblichen Steuersatz wurde - wie im Vorjahr - der zusammengefasste deutsche Ertragsteuersatz in Höhe von 30,2% (bestehend aus 15,8% für Körperschaftsteuer und 14,4% für Gewerbesteuer) zugrunde gelegt.
In Österreich wurde der Körperschaftssteuersatz ab dem 1. Januar 2023 von 25 % auf 23 % gesenkt. Der geänderte Steuersatz wurde beim Ansatz der latenten Steuern berücksichtigt, was zu einem außerordentlichen latenten Steuerertrag im Jahr 2022 führte. Im Jahr 2021 war der außerordentliche latente Steueraufwand in Höhe von EUR 53,7 Mio. auf Steuersatzänderungen im Vereinigten Königreich und in den Niederlanden zurückzuführen. Der Posten "Änderungen im Ansatz latenter Steueransprüche" beinhaltete einen Betrag von EUR 19,6 Mio. (2021: EUR 27,7 Mio.) in Bezug auf Zinsaufwendungen des Jahres, für die keine aktiven latenten Steuern erfasst wurden, da der entsprechende Zinsvortrag im Rahmen der aktuellen (Finanzierungs-) Struktur des Konzerns als nicht nutzbar erachtet wurde. Davon entfallen EUR 13,1 Mio. (2021: EUR 22,8 Mio.) auf Deutschland und EUR 6,5 Mio. (2021: EUR 4,9 Mio.) auf die USA. Die permanenten Differenzen beinhalteten Konsolidierungseffekte, die Auswirkung der Mindestbesteuerung zur Bekämpfung der Gewinnverlagerungen von US-Unternehmen ins Ausland im Rahmen der sogenannten Base-Erosion and Anti-Abuse Tax (BEAT), die Hinzurechnungsbesteuerung von Einkünften ausländischer Tochtergesellschaften beim Gesellschafter sowie gewerbesteuerliche Hinzurechnungen in Deutschland, sonstige nicht steuerlich abziehbare Aufwendungen und ausländische Quellensteuern. Die latenten Steueransprüche und latenten Steuerschulden ergaben sich aus folgenden Positionen:
* FX-Effekte=Währungsumrechnungseffekte
* FX-Effekte=Währungsumrechnungseffekte
Latente Steueransprüche auf temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge wurden lediglich in der Höhe erfasst, in der latente Steuerschulden vorhanden waren, die sich auf dasselbe Steuersubjekt bezogen und von derselben Steuerbehörde erhoben wurden. Der Betrag, um den die latenten Steueransprüche die latenten Steuerschulden überstiegen, wurde nur bilanziert, wenn er mit künftigen zu versteuernden Ergebnissen verrechenbar ist. Dementsprechend wurden weiterhin keine latenten Steueransprüche in Bezug auf die folgenden abzugsfähigen temporären Differenzen, steuerlichen Verlust- und Zinsvorträge erfasst:
Aktive latente Steuern für Zinsvorträge in Höhe von EUR 178,9 Mio. (2021: EUR 165,8 Mio.) und EUR 51,2 Mio. (2021: EUR 42,2 Mio.), die im Jahr 2022 nicht angesetzt wurden, betrafen Gesellschaften in Deutschland und den USA. Eine im sonstigen Ergebnis berücksichtigte Steuerbelastung in Höhe von EUR 6,9 Mio. (2021: EUR 5,1 Mio.) resultierte aus versicherungsmathematischen Gewinnen aus der Bewertung von Pensionsverpflichtungen. 12. Ergebnis pro Aktie Das unverwässerte Ergebnis pro Aktie (EPS) wurde berechnet, indem das den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbare Jahresergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Jahres im Umlauf befindlichen Stammaktien geteilt wurde. Die folgende Tabelle gibt die Ergebnis- und Aktiendaten wieder, die in den Berechnungen des unverwässerten EPS verwendet wurden:
Zwischen dem Berichtsdatum und dem Datum der Genehmigung dieses Jahresabschlusses gab es keine Transaktionen mit Stammaktien. 13. Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte Geschäfts- oder Firmenwert
Der Geschäfts- oder Firmenwert resultierte in erster Linie aus dem Erwerb von Springer im Jahr 2013 und aus dem Zusammenschluss von Nature Publishing Group, Plagrave Macmillan, Macmillan Education und Springer Science+Business Media im Jahr 2015, woraus Springer Nature entstand. Der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts versteht sich abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen in Höhe von EUR 78,6 Mio. zum 31. Dezember 2022 (31.12.2021: EUR 78,6 Mio.). Im Jahr 2022 ergab sich aus dem Kauf von Cureus ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 26,0 Mio. Darüber hinaus führten weitere kleinere Akquisitionen zu einer Erhöhung des Geschäfts-oder Firmenwerts um EUR 0,1 Mio. (2021: EUR 7,6 Mio.) Sonstige immaterielle Vermögenswerte Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Position "Sonstige immaterielle Vermögenswerte":
Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte wurden in erster Linie in Verbindung mit der Kaufpreisverteilung nach dem Erwerb von Springer im Jahr 2013 und dem Zusammenschluss von Springer Nature im Jahr 2015 identifiziert, bewertet und erfasst. Die folgende Tabelle stellt die Brutto- und Buchwerte der sonstigen immateriellen Vermögenswerte dar:
Der Posten "Veröffentlichungsrechte" umfasste Rechte an wissenschaftlichen Zeitschriften und Fachzeitschriften. EUR 77,1 Mio. (31.12.2021: EUR 77,5 Mio.) waren dem Titelrecht an "Nature" mit einer unbestimmten Nutzungsdauer zuzuordnen. Der Posten "Kundenbeziehungen/Abonnements" enthielt gewachsene Kundenbeziehungen im Zeitschriften- und Buchgeschäft. Der Posten "Marken" beinhaltete folgende Marken mit unbestimmter Nutzungsdauer basierend auf einer Bewertung ihrer historischen Langlebigkeit und stabilen Marktposition.
Der Posten "Co-Veröffentlichungsrechte" beinhaltete Veröffentlichungsrechte, die sich aus Exklusivverträgen mit wissenschaftlichen Gesellschaften über die Herausgabe und/oder den Vertrieb von wissenschaftlichen Zeitschriften weltweit, in einem bestimmten Land oder einer Region ergeben. Der Posten "Erstellung von Inhalten" umfasste Vermögenswerte, die sich im Wesentlichen aus Kosten im Zusammenhang mit der Produktion von Inhalten zusammensetzen. Werthaltigkeitstest des Geschäfts- oder Firmenwerts und der sonstigen immateriellen Vermögenswerte Zum 31. Dezember 2022 belief sich die Zahl der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGEs) auf 7 (2021: 6). Mit den Änderungen in der Segmentstruktur des Konzerns wurde eine neue CGU identifiziert. Die Verteilung des Buchwerts des Geschäfts- oder Firmenwerts und der immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer auf die einzelnen ZGEs gestaltet sich wie in den folgenden Tabellen dargestellt:
Es wurden die folgenden wesentlichen Annahmen für den Werthaltigkeitstest der beiden größten ZGEs verwendet:
Springer Nature hat den Werthaltigkeitstest basierend auf der Grundlage des aktuellen Budgets und der Mittelfristplanung des Konzerns durchgeführt. Die erzielbaren Beträge der ZGEs wurden anhand der geschätzten freien Cashflows mit detaillierten Prognosen über einen Zeitraum von fünf Jahren berechnet. Die verwendeten Annahmen für den Werthaltigkeitstest zum 31. Dezember 2022 entsprachen der bestmöglichen Schätzung des Managements. Die Prüfung der Werthaltigkeit ist sensitiv in Bezug auf Änderungen der zugrunde liegenden Annahmen, insbesondere der jährlichen Wachstumsraten des freien Cashflows und der Diskontierungssätze. ZGE Research Publishing Der auf dem Nutzungswert basierende erzielbare Betrag der ZGE Research Publishing belief sich zum 31. Dezember 2022 auf EUR 5.853,5 Mio. (31.12.2021: EUR 5.706,4 Mio.). Der erzielbare Betrag überstieg den Buchwert dieser ZGE um EUR 2.575,2 Mio. (31.12.2021: EUR 2.344,9 Mio.). Der Unterschiedsbetrag erhöhte sich aufgrund des Anstiegs des Nutzungswertes während der Buchwert der ZGE zurückging, im Wesentlichen durch reguläre Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte. Die Berechnung des Nutzungswerts erfolgte auf Grundlage der aktuellen Mittelfristplanung des Konzerns. Für die ZGE Research Publishing beruhte diese auf Annahmen in Übereinstimmung mit allgemeinen Erwartungen an den Markt/die Branche und berücksichtigte die individuelle Position von Springer Nature in den einschlägigen Segmenten des Markts für STM und akademische Verlagsaktivitäten. Angesichts der starken Position in den Bereichen hochwertige/ IF1 Zeitschriften, Open Access Publishing und des wachsenden Segments der Dienstleistungen für Forscher werden die Verlagstätigkeiten von Springer Nature im Bereich Research Publishing voraussichtlich auch weiterhin schneller wachsen als der Markt. Das Wachstum wird sich in erster Linie aus der weiteren Steigerung des Artikel-Outputs, dem steigenden Anteil hochwertiger/stark genutzter Buchveröffentlichungen, der Markteinführung neuer Zeitschriften, moderaten Preiserhöhungen, der Aufrechterhaltung des Marktanteils am wachsenden Open Access-Markt sowie dem zusätzlichen Angebot an Dienstleistungen für Autoren und Forscher ergeben. Der Überschuss zwischen erzielbarem Betrag und Buchwert der ZGE hätte sich bei einer Erhöhung des Diskontierungssatzes um 575 Basispunkte auf null reduziert (2021: 404 Basispunkte). Eine Verringerung der jährlichen mittelfristigen Wachstumsrate des freien Cashflow um 1023 Basispunkte hätte den Überschuss ebenfalls auf null reduziert (2021: 834 Basispunkte). Im Falle einer kombinierten Variation der Bewertungsannahmen hätte sich der Überschuss bei einer Erhöhung des Diskontierungssatzes um 50 Basispunkte und einer gleichzeitigen Reduzierung der jährlichen mittelfristigen Wachstumsrate des freien Cashflow um 926 Basispunkte auf null reduziert (2021: Erhöhung des Diskontierungssatzes um 50 Basispunkte und Reduzierung der jährlichen mittelfristigen Wachstumsrate um 723 Basispunkte). Im Jahr 2022 wurde ein Wertminderungsaufwand in Höhe von EUR 1,6 Mio. (2021: EUR 13,1 Mio.) in der ZGE Research Publishing, Teil des operativen Segments Research, für Veröffentlichungsrechte und Kundenstämme erfasst, da die entsprechenden Zeitschriften eingestellt wurden. ZGE Language Learning & Schools Die ZGE Language Learning & Schools gehört zum Segment Education. Der auf dem Nutzungswert basierende erzielbare Betrag dieser ZGE belief sich zum 31. Dezember 2022 auf EUR 265,2 Mio. (31.12.2021: EUR 231,3 Mio.). Der erzielbare Betrag überstieg den Buchwert dieser ZGE um EUR 128,5 Mio. (31.12.2021: EUR 87,7 Mio.). Die Berechnung des Nutzungswerts erfolgte auf Grundlage der aktuellen Budget- und Mittelfristplanung des Konzerns. Diese ging für die ZGE Language Learning & Schools mittelfristig von einer sukzessiven Erholung der Umsätze und Gewinne auf Vorkrisenniveau aus. Die Prüfung der Werthaltigkeit ist sensitiv in Bezug auf Änderungen der zugrunde liegenden Annahmen, insbesondere der jährlichen Wachstumsraten des freien Cashflows und der Diskontierungssätze. Der Überschuss zwischen erzielbarem Betrag und Buchwert der ZGE hätte sich bei einer Erhöhung des Diskontierungssatzes um 914 Basispunkte auf null reduziert (2021: 444 Basispunkte). Eine Verringerung der jährlichen mittelfristigen Wachstumsrate des freien Cashflows um 816 Basispunkte (2021: 483 Basispunkte) hätte den Überschuss ebenfalls auf null reduziert. 14. Sachanlagen Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Sachanlagen in der Berichtsperiode sowie im Vorjahr:
15. Nutzungsrechte an Leasinggegenständen und Leasingverbindlichkeiten Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Nutzungsrechte an Leasinggegenständen in der Berichtsperiode sowie im Vorjahr:
Die langfristigen und kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten gliedern sich in folgende verschiedene Leasingkategorien:
Die folgenden Tabellen zeigen die zukünftigen Leasingzahlungen zum 31. Dezember 2022 und 2021 nach Fristigkeiten:
Die Finanzaufwendungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung beinhalten Zinsen in Höhe von EUR 6,6 Mio. (2021: EUR 6,7 Mio.) im Zusammenhang mit Leasingverbindlichkeiten. Leasingaufwendungen in Höhe von EUR 0,8 Mio. (2021: EUR 1,2 Mio.) wurden für kurzfristige und geringwertige Leasingverhältnisse im Jahr 2022 erfasst. 16. Anteile an assoziierten Unternehmen Der Konzern hielt Beteiligungen an mehreren assoziierten Unternehmen. Diese Beteiligungen sind für sich genommen jeweils nicht wesentlich und in der Anhangangabe 40 aufgeführt. Die zusammengefassten Finanzinformationen sind in der nachstehenden Tabelle dargestellt und wurden nicht um die entsprechende prozentuale Beteiligungsquote von Springer Nature bereinigt.
Die Position "Anteile an assoziierten Unternehmen" stellte sich wie folgt dar:
Im Jahr 2022 erfasste Springer Nature EUR 1,8 Mio. Erträge aus assoziierten Unternehmen. (2021: EUR 1,2 Mio.). Die kumulierten Erträge und Aufwendungen assoziierter Unternehmen für 12 Monate stellen sich wie folgt dar:
17. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte
18. Vorräte Der Gesamtbuchwert der Vorräte stellte sich wie folgt dar:
19. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die erwarteten Kreditverluste, die sich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergeben:
Wenn ein Kunde zahlungsunfähig wurde oder andere Umstände auf einen Zahlungsausfall hindeuteten, wurden entsprechende Forderungen sofort in voller Höhe abgeschrieben. Die folgende Tabelle zeigt die Veränderung der Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
20. Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte Die Position "Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte" setzte sich wie folgt zusammen:
Der Posten "Derivative Finanzinstrumente" spiegelte den rasanten Anstieg der EUR und USD Zinssätze im Jahr 2022 wieder. Der Posten "Übrige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte" beinhaltete einen Betrag in Höhe von EUR 14,0 Mio. (2021: EUR 10,0 Mio.), der zur Absicherung täglicher Liquiditätsmanagementaktivitäten verpfändet wurde. 21. Sonstige kurzfristige nichtfinanzielle Vermögenswerte Die Position "Sonstige kurzfristige nichtfinanzielle Vermögenswerte" setzte sich wie folgt zusammen:
22. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzten sich aus Kassenbeständen, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen. 23. Zur Veräußerung gehaltene Veräußerungsgruppe Gegen Ende des Jahres 2022 beschloss das Management, das Transportgeschäft zu veräußern, das zum Segment Professional gehört. Die zugehörigen Vermögenswerte und Schulden wurden daher im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 als zur Veräußerung gehaltene Veräußerungsgruppe und Schulden ausgewiesen. Die Bewertung des Unternehmens zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten führte zur Einschätzung, dass keine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts nötig war. Das Management erwartet, dass dieser Verkauf in der ersten Jahreshälfte in 2023 wirksam wird. Die Vermögenswerte und Schulden im Jahr 2021, die als zur Veräußerung gehalten gezeigt wurden, bezogen sich auf den niederländischen Verlag Rendement Uitgeverij B.V., der zum Segment Professional gehörte. Der Verkauf wurde im April 2022 umgesetzt. Die wesentlichen Positionen von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die zum 31. Dezember 2022 und 31. Dezember 2021 als zur Veräußerung gehalten eingestuft wurden, waren wie folgt:
Die im sonstigen Gesamtergebnis erfassten kumulierten Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit der als zur Veräußerung gehalten klassifizierten Veräußerungsgruppe beliefen sich auf EUR 1,8 Mio. 24. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Zum 31. Dezember 2022 belief sich das gezeichnete Kapital auf EUR 190,0 Mio. (31.12.2021: EUR 190,0 Mio.) bestehend aus 190 Millionen Stammaktien mit einem Nennwert von EUR 1 pro Aktie. Kapitalrücklage Zum 31. Dezember 2022 beinhaltete die Kapitalrücklage hauptsächlich Einlagen der Gesellschafter in Höhe von EUR 531,6 Mio. (31.12.2021: EUR 531,6 Mio.). Gewinnrücklagen/kumuliertes übriges Eigenkapital Das kumulierte übrige Eigenkapital enthält versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsverpflichtungen abzüglich der darauf entfallenden latenten Steuern sowie Währungsumrechnungseffekte. Die Währungsumrechnungseffekte wurden hauptsächlich durch die Schwankungen und Änderungen der EUR/GBP- und EUR/USD-Wechselkurse verursacht, die auf den Geschäfts- oder Firmenwert, die sonstigen immateriellen Vermögenswerte, die Sachanlagen sowie auf konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten angewendet wurden. 25. Rückstellungen für Pensionen und andere langfristig fällige Leistungen für Arbeitnehmer Die Position "Rückstellungen für Pensionen und andere langfristig fällige Leistungen für Arbeitnehmer" setzte sich nach den Umgliederungen in die Position "Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltener Veräußerungsgruppen" (siehe Anhangsangabe 23) wie folgt zusammen:
Jubiliäumsrückstellungen in Höhe von EUR 0,1 Mio., die im Vorjahr als umgegliedert in Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltener Veräußerungsgruppe dargestellt wurden, werden im laufenden Jahr unten den Rückstellungen für andere langfristig fällige Leistungen für Arbeitnehmer mitausgewiesen. Pensionen Springer Nature hat verschiedene Arten von Pensionsplänen für derzeitige und ehemalige Mitarbeiter sowie, sofern zutreffend, deren Hinterbliebene aufgelegt. Die Leistungen der Pläne sind von der rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Situation des jeweiligen Landes abhängig. Zu den Pensionsplänen gehören sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pläne. Die leistungsorientierten Pläne werden entweder über externe Fonds oder eine Rückdeckungsversicherung finanziert (beides Planvermögen) oder sind nicht fondsbasiert. Für die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden Rückstellungen gebildet, die im Posten "Rückstellung für Pensionsverpflichtungen" ausgewiesen sind. Die größten leistungsorientierten Pensionspläne von Springer Nature bestanden in Großbritannien, Deutschland und in den USA. Die Zahl der Planteilnehmer entwickelte sich wie folgt:
In Großbritannien bieten verschiedene leistungsorientierte Pensionspläne den Planteilnehmern unterschiedliche Leistungen. Diese für Neueintritte geschlossenen Pensionspläne werden über Planvermögen finanziert. Der Pensionsplan mit den höchsten Verpflichtungen ist ein fondsbasierter Hybridplan, der eine Endgehaltskomponente und eine Durchschnittsgehaltskomponente enthält. Im Rahmen der Endgehaltskomponente werden keine weiteren Ansprüche mehr erworben, mit Ausnahme einer geringen Anzahl von Planteilnehmern, die die Verknüpfung mit ihrem Endgehalt beibehalten. Die Durchschnittsgehaltskomponente wurde 2010 in den Plan aufgenommen und es gibt eine geringe Anzahl aktiver Planteilnehmer, die hierfür noch Ansprüche erwerben. Im Geschäftsjahresverlauf 2013 wurde für den größten Pensionsplan in Großbritannien eine Finanzierungsstruktur vereinbart, die durch eine Immobilie und ein Darlehen gesichert ist. Es bestehen verschiedene leistungsorientierte Pensionspläne in Deutschland, die ebenfalls für Neueintritte geschlossen sind. Die Endgehaltspläne, bei denen die Leistungen auf dem pensionsfähigen Gehalt und der Anzahl der Dienstjahre basieren, und ein beitragsorientierter Plan, bei dem jährliche Beitragszahlungen mithilfe versicherungsmathematischer Faktoren in Leistungen umgewandelt werden, stellen die größten Pläne in Deutschland dar. Die Pensionspläne sind nicht über Planvermögen finanziert und sehen Rentenzahlungen bei Erreichen des Rentenalters, bei Erwerbsunfähigkeit oder im Todesfall vor. Die beiden leistungsorientierten Pläne in den USA sind für Neueintritte geschlossen. Seit 2010 sind beide Pensionspläne eingefroren, und es werden keine Ansprüche mehr erdient. Die Pensionsleistungen werden auf Basis der Dienstjahre und der durchschnittlichen Jahresvergütung berechnet. Bei Plänen, die über Planvermögen finanziert werden, stellt der Konzern sicher, dass die Anlagen so gesteuert werden, dass die langfristigen Kapitalanlagen an den Verpflichtungen aus den Pensionsplänen ausgerichtet sind (Asset-Liability-Matching-Strategie). Ziel ist es, Planvermögen und Leistungsauszahlungen im Hinblick auf Rendite, Fälligkeit und Währung aufeinander abzustimmen. Die Kapitalanlagen werden breit gestreut, damit der etwaige Verlust einer Kapitalanlage keine wesentliche Auswirkung auf das Gesamtvermögen hat. Zum 31. Dezember 2022 und 2021 stellten sich die leistungsorientierten Verpflichtungen, der beizulegende Zeitwert des Planvermögens und die Nettopensionsverpflichtungen nach Ländern wie folgt dar:
Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der leistungsorientierten Verpflichtung für die Jahre 2022 und 2021:
Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Planvermögens für die Jahre 2022 und 2021:
Die Portfoliostruktur des Planvermögens stellte sich zum 31. Dezember 2022 und 2021 wie folgt dar:
Die geschätzten Zahlungen für das Jahr 2023 und die Zahlungen für das Jahr 2022 stellen sich wie folgt dar:
Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung von Springer Nature betrug zum Abschlussstichtag 13 Jahre (31.12.2021: 16 Jahre). Rückstellungen für andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmers Neben Pensionsleistungen bietet Springer Nature auf freiwilliger Basis oder aufgrund von gesetzlichen bzw. vertraglichen Regelungen auch noch bestimmte andere Leistungen für seine Arbeitnehmer in verschiedenen Ländern an. Diese Leistungen an Arbeitnehmer werden unter dem Posten "Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer" zusammengefasst. Abfindungszahlungen werden geleistet, wenn Mitarbeiter aus dem Konzern ausscheiden, und basieren auf gesetzlichen Verpflichtungen. Die Verpflichtungen für Abfindungszahlungen von Springer Nature beziehen sich insbesondere auf Österreich, Frankreich, Italien, Indien und Mexiko. Springer Nature zahlt seinen Mitarbeitern Boni für Dienstjubiläen. Diese Verpflichtungen werden als Jubiläumszahlungen ausgewiesen. Mitarbeiter in Deutschland, die ein Alter von mindestens 55 Jahren erreicht haben und über einen unbefristeten Arbeitsvertrag bei der Gesellschaft verfügen, erfüllen die Voraussetzungen für Altersteilzeit. Die Altersteilzeitphase dauert zwei bis fünf Jahre. Rückstellungen für andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer wurden genauso erfasst wie leistungsorientierte Pläne, jedoch wurden versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste nicht erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis, sondern erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst. Zum 31. Dezember 2022 und 2021 stellten sich die leistungsorientierten Verpflichtungen, der beizulegende Zeitwert des Planvermögens und die Nettoverpflichtungen für die anderen langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer wie folgt dar:
Jubiliäumsrückstellungen in Höhe von EUR 0,1 Mio., die im Vorjahr als umgegliedert in Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltener Veräußerungsgruppe dargestellt wurden, werden im laufenden Jahr unten den Rückstellungen für andere langfristig fällige Leistungen für Arbeitnehmer mitausgewiesen. Versicherungsmathematische Annahmen Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen erfolgte gemäß IAS 19 anhand versicherungsmathematischer Modelle und des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode). Die Höhe der Rückstellungen ist von der Dienstzeit der Mitarbeiter sowie deren pensionsfähigem Gehalt abhängig, während die Modelle künftige Lohn- und Gehalts- sowie Rentensteigerungen, biometrische Parameter und geltende langfristige Kapitalmarktzinssätze berücksichtigen. Der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Zinsaufwand wurde durch Anwendung des gleichen langfristigen Kapitalmarktzinssatzes auf die Nettoverbindlichkeit ermittelt. Die folgenden Tabellen fassen die versicherungsmathematischen Annahmen zusammen, die zur Ermittlung der wesentlichen leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen herangezogen wurden:
Springer Nature hat seinen Berechnungen die folgenden Richttafeln zugrunde gelegt: Bei der Bewertung zum 31.12.2022 verwendete Richttafeln
Bei der Bewertung zum 31.12.2021 verwendete Richttafeln
Sensitivitätsanalyse für Pensionsleistungen Ein Anstieg oder Rückgang einer der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen hätte den Barwert der Pensionsverpflichtung zum 31. Dezember 2022 und 2021 wie folgt geändert:
Bei der Durchführung der oben dargestellten Sensitivitätsanalysen wurde jeweils ein Parameter geändert, während alle anderen Parameter konstant blieben. In der Praxis ist ein solcher Fall unwahrscheinlich, da auch Abhängigkeiten zwischen den Annahmen bestehen können. Bei der Berechnung der Abhängigkeit (Sensitivität) leistungsorientierter Verpflichtungen von wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen wurde dieselbe Methode angewandt wie bei der Berechnung der in der Konzernbilanz erfassten Pensionsverpflichtungen. Beitragsorientierte Pläne und staatliche Pläne Bei den beitragsorientierten Pensionsplänen leistet der Konzern auf gesetzlicher, vertraglicher oder freiwilliger Basis Zahlungen in eine externe Anlage oder eine sonstige Unterstützungskasse. Hat der Konzern die fälligen Beiträge eingezahlt, besteht keine Verpflichtung zu darüber hinausgehenden Leistungen. Aus diesem Grund wurde in der Konzernbilanz keine Rückstellung gebildet. Für beitragsorientierte Pläne ist in der Berichtsperiode ein Aufwand in Höhe von EUR 20,9 Mio. (2021: EUR 19,9 Mio.) angefallen. 26. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und Verzinsliche Darlehen Die Finanzierung des Konzerns besteht aus erstrangig besicherten Darlehen (im Folgenden auch "Senior-Darlehen"), einer Working Capital-Fazilität (im Folgenden auch "revolvierende Kreditlinie" oder "RCF") sowie sonstigen Quellen. Bei den Senior-Darlehen und der revolvierenden Kreditlinie handelt es sich um Konsortialkredite, wobei die Kreditgeber und Springer Nature durch entsprechend ausgestaltete Kredit- und Gläubigervereinbarungen vertraglich gebunden sind. Darlehensgeber sind zum größten Teil institutionelle Investoren. Im Jahr 2022 blieb die Finanzierungsstruktur des Konzerns unverändert. Das Unternehmen reduzierte jedoch die Bruttoverschuldung durch die Rückzahlung eines kurzfristigen Darlehens in Höhe von EUR 80,0 Mio. und den teilweisen Rückkauf des Senior-Darlehens B17 (EUR). In Anbetracht des Umfelds an den Kreditmärkten im Jahr 2022 war der Konzern in der Lage, ein Kreditvolumen von nominal EUR 220,0 Mio. des Senior-Darlehens B17 von bestimmten Gläubigern zu einem Preis von EUR 208,8 Mio. zurückzukaufen. Der entsprechende Teil des Senior-Darlehens B17 wurde gekündigt und kann nicht wieder in Anspruch genommen werden. Die folgende Tabelle zeigt die Nominalwerte der verzinslichen Darlehen, der revolvierenden Kreditlinie sowie die verwendeten Zinssätze zum 31. Dezember 2022:
Im Jahr 2022 lag der Verschuldungsgrad das ganze Jahr über unter 4,0, so dass die Margen der Term Loan-Tranchen auf dem niedrigstmöglichen Niveau von 2,75% bzw. 3,00% blieben. Die durchschnittliche Marge für beide RCF-Tranchen lag bei 2,78%. Die vorrangigen Darlehen, mit Ausnahme der revolvierenden Kreditlinie, unterliegen einem Basiszinssatz von maximal EURIBOR und einer Untergrenze von 0,50% für die Tranche B17 und LIBOR und einer Untergrenze von 0,75% für die Tranche B18. Springer Nature hat ein Wahlrecht hinsichtlich der Zinsperioden, die einen Monat, drei Monate, sechs Monate oder - vorbehaltlich der Zustimmung der Kreditinstitute -12 Monate betragen können. Zinszahlungen finden regelmäßig am Ende der Zinsperiode statt, mindestens jedoch alle drei Monate, und zu jedem Tilgungszeitpunkt im Falle der Senior-Darlehen. Abhängig von der Cashflow-Entwicklung des Unternehmens im vorangegangenen Jahr besteht für einen bestimmten Anteil des überschüssigen Cashflows eine obligatorische Rückzahlungsverpflichtung, die an den Verschuldungsgrad zum Jahresende geknüpft ist. Bei einem Gesamtverschuldungsgrad von weniger als 4,0 ist keine Zahlung für den überschüssigen Cashflow mehr fällig. Neben den Senior-Darlehen finanzierte sich der Konzern auch durch ein im Jahr 2013 von der Springer Science+Business Media Galileo Participation S.à.r.l. ausgegebenes Gesellschafterdarlehen (BCP-Gesellschafterdarlehen). Das BCP-Gesellschafterdarlehen ist nominal mit 10,23% verzinst. Zum 31. Dezember 2022 bestand das Darlehen aus zwei Tranchen in Höhe von EUR 306,7 Mio. (31.12.2021: EUR 306,7 Mio.) und EUR 33,4 Mio. (31.12.2021: EUR 33,4 Mio.), mit einer Laufzeit bis August 2027. Der beizulegende Zeitwert des BCP-Gesellschafterdarlehens wurde unter Anwendung der Discounted Cashflow-Methode ermittelt. Die Bewertung erfordert bestimmte Annahmen des Managements bezüglich der Inputfaktoren des Modells, insbesondere des anzuwendenden Diskontierungssatzes (31.12.2022: 5,7%; 31.12.2021: 6,0%). Die Cashflows leiteten sich aus den vertraglichen Ansprüchen und der Annahme einer voraussichtlichen Laufzeit der Darlehen ab. Zum 31. Dezember 2022 betrug der beizulegende Zeitwert EUR 608,7 Mio. (31.12.2021: EUR 574,0 Mio.). Sofern das Recht zum Umtausch des BCP-Gesellschafterdarlehens gegen Eigenkapitalinstrumente der Gesellschaft ausgeübt wird, ergibt sich für Springer Nature keine Zahlungsverpflichtung aus dem Gesellschafterdarlehen. Darüber hinaus wurden am 5. Mai 2015, im Zuge des Unternehmenszusammenschlusses von Nature Publishing Group, Palgrave Macmillan, Macmillan Education und Springer Science+Business Media, Vorzugsanteile an der vormaligen Springer SBM One GmbH an die GvH Vermögensverwaltungsgesellschaft XXXIII mbH, ein Tochterunternehmen der Holtzbrinck Publishing Group, ausgegeben. Die Verwendung der Vorzugsanteile (im Folgenden: Shareholder Loan Instruments) wurde durch vertragliche Verpflichtungen eingeschränkt, um sie wirtschaftlich äquivalent zum BCP-Gesellschafterdarlehen auszugestalten. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die GvH Vermögensverwaltungsgesellschaft XXXIII mbH die Shareholder Loan Instruments, die von der Springer SBM One GmbH ausgegeben wurden, zum Umtausch gegen Eigenkapitalinstrumente der Gesellschaft andienen. Diese mit diesem Andienungsrecht auf Ebene der Springer Nature AG & Co. KGaA verbundene Verpflichtung ist im Konzernabschluss des Unternehmens als Fremdkapital erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Der beizulegende Zeitwert der Shareholder Loan Instruments wurde unter Anwendung eines Discounted Cashflow-Modells ermittelt. Die Bewertung erfordert bestimmte Annahmen des Managements bezüglich der Inputfaktoren des Modells, insbesondere der Auslegung von vertraglichen Vereinbarungen sowie dem anzuwendenden Diskontierungssatz. Die Cashflows leiten sich aus den vertraglichen Rechten der Shareholder Loan Instruments ab, welche mit dem jeweiligen Marktzins für dieses Instrument diskontiert werden. Der verwendete Diskontierungszinssatz betrug 5,7% (31.12.2021: 6,0%). Zum 31. Dezember 2022 betrug der beizulegende Zeitwert EUR 720,6 Mio. (2021: EUR 679,3 Mio.). Für die Shareholder Loan Instruments besteht keine vertragliche Verpflichtung zum Rückkauf der Instrumente. Ein Anstieg des Diskontierungszinssatzes für Shareholder Loan Instruments und BCP- Gesellschafterdarlehen um zwanzig Basispunkte hätte zum 31. Dezember 2022 zu einem kumulierten Rückgang der finanziellen Verbindlichkeiten von weniger als EUR 5,1 Mio. (31.12.2021: EUR 4,8 Mio.) geführt. Ein Rückgang des Diskontierungszinssatzes um zwanzig Basispunkte hätte zu einer entsprechenden Erhöhung der finanziellen Verbindlichkeiten von weniger als EUR 5,1 Mio. (31.12.2021: EUR 4,8 Mio.) geführt. Bei der Durchführung der Sensitivitätsanalysen wurde jeweils ein Parameter geändert, während alle anderen Parameter konstant blieben. Sämtliche Gesellschafterdarlehen waren gegenüber den Senior-Darlehen nachrangig. Die folgenden Tabellen zeigen die Buchwerte der finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns sowie deren jeweilige vertragliche Fälligkeiten:
Die Buchwerte der Senior- und kurzfristigen Bankendarlehen wurden abzüglich Disagien, Vermittlungsgebühr und finanzierungsbezogener Kosten sowie abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des eingebetteten Derivats, d. h. der Floor-Komponente, unter Anwendung der Effektivzinsmethode dargestellt. Die Berechnung des Effektivzinssatzes erfolgte unter der Annahme, dass die Senior- Darlehen Ende des Jahres 2024 zurückgezahlt werden. Der Posten "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" enthielt aufgelaufene Zinsen, Bankgebühren und Kontokorrentkredite. Die Buchwerte der auf Euro und US-Dollar lautenden Senior-Darlehen stellten sich zum 31. Dezember 2022 und 2021 wie folgt dar:
Die wichtigsten Finanzkennzahlen (Covenants), für die eine Überwachung und Berichterstattung erforderlich ist, sind der Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettoverschuldung zum EBITDA) sowie der Zinsdeckungsgrad (Verhältnis des EBITDA zum Zinsaufwand). Die fortlaufende Einhaltung der jeweiligen für diese Kennzahlen festgelegten Limits ist ein wichtiges Element des Kapital-Managements von Springer Nature, da ein Verstoß gegen die Kredit-Covenants zu einer ungeplanten Tilgungsverpflichtung führen kann. Die fortlaufende Überwachung, Durchführung von Stresstests und Simulation verschiedener Szenarien dienten Springer Nature im Rahmen des Finanzrisikomanagements zur Sicherstellung der künftigen Einhaltung von Kredit-Covenants. Die Einhaltung des Verschuldungsgrades muss jedoch nur sichergestellt werden, wenn zum Ende eines Kalenderquartals mehr als 30,0% des gesamten Volumens der revolvierenden Kreditlinie abgerufen wurden. Der Zinsdeckungsgrad stellt hingegen einen sogenannten Incurrence Covenant dar, das heißt, diese Kennzahl muss nur bei bestimmten Ereignissen, wie z. B. einer weiteren Fremdkapitalaufnahme, eingehalten werden. Weder im Berichtszeitraum noch im Vorjahr ist ein solches Ereignis eingetreten. Zum Abschlussstichtag wurde die revolvierende Kreditlinie nicht in Anspruch genommen (31.12.2021: EUR - ). Der Konzern befand sich damit in Übereinstimmung mit den Vorgaben des Kreditvertrags und geht davon aus, auch in kommenden Perioden ausreichend Spielraum bei den in den Finanzierungsvereinbarungen festgelegten Limits zu haben. Vertragliche wie auch geplante freiwillige Amortisierungszahlungen im Jahr 2023 wurden als kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten in der Konzernbilanz dargestellt. 27. Sonstige langfristige Rückstellungen Die Entwicklung der sonstigen langfristigen Rückstellungen wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
Die sonstigen langfristigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für leerstehende Büroflächen und Rückstellungen für Rückbau- und Renovierungsverpflichtungen im Rahmen bestehender Mietverträge. 28. Rückstellungen Die Zusammensetzung und Entwicklung der kurzfristigen Rückstellungen wird in den nachfolgenden Tabellen dargestellt:
Die Rückstellungen für Remittenden wurden für im Vorjahr und in der laufenden Periode erfolgte Lieferungen gebildet. Bei der Bemessung der Rückstellungshöhe wurden Erfahrungswerte, der Geschäftsverlauf im Jahr 2022 und Annahmen zur künftigen Entwicklung im Buchmarkt zugrunde gelegt. 29. Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten Die Position "Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten" setzte sich wie folgt zusammen:
30. Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten Die Position "Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten" setzte sich wie folgt zusammen:
Der Posten "Übrige Finanzverbindlichkeiten" beinhaltete unter anderem Verbindlichkeiten gegenüber dem Springer Hilfsfonds aus einen Darlehen in Höhe von EUR 3,2 Mio. (2021: EUR 3,2 Mio.) und bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten. 31. Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten Die Position "Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten" setzte sich wie folgt zusammen:
32. Vertragsverbindlichkeiten Eine Vertragsverbindlichkeit ist die Verpflichtung des Konzerns, Güter oder Dienstleistungen auf einen Kunden zu übertragen, für die er von diesem vor der Übertragung der Güter oder Dienstleistungen eine Gegenleistung erhalten (bzw. noch zu erhalten) hat. Vertragsverbindlichkeiten werden als Erlöse erfasst, sobald der Konzern seine vertraglichen Verpflichtungen erfüllt. Der Gesamtwert der Vertragsverbindlichkeiten vom 1. Januar 2022 in Höhe von EUR 368,9 Mio. wurde im Jahr 2022 realisiert und in die Umsatzerlöse einbezogen. Ein Transaktionspreis in Höhe von EUR 564,2 Mio. (31.12.2021: EUR 571,2 Mio.) wurde zum 31. Dezember 2022 den nicht erfüllten oder teilweise nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen zugeordnet. Es wurde erwartet, dass alle innerhalb eines Jahres realisiert werden. Nicht fällige und nicht erfüllte Leistungsverpflichtungen in Höhe von EUR 212,6 Mio. (31.12.2021: EUR 202,3 Mio.), für die bis zum Jahresende keine Zahlungen von Kunden eingingen, wurden zum 31. Dezember 2022 nicht als Vertragsverbindlichkeiten erfasst und führten zu einem Gesamtwert der Vertragsverbindlichkeiten in Höhe EUR 351,6 Mio. 33. Außerbilanzielle Verpflichtungen/Eventualverbindlichkeiten
"Garantien zur Absicherung der täglichen Bankgeschäfte" bezogen sich im Wesentlichen auf Cashpool- Aktivitäten und Kontokorrentkredite. "Sonstige Garantien und Sicherheiten" bezogen sich auf weitere unwesentliche Garantien zur Absicherung von Unternehmenskreditkarten, Geschäftsverträgen und Garantien für Ertragsteuerzahlungen in mehreren Ländern. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Garantien zu zukünftigen Mittelabflüssen führen werden, wird als sehr gering eingeschätzt. Der Konzern hat Vereinbarungen über den Vertrieb von Zeitschrifteninhalten abgeschlossen, die Springer Nature das Recht einräumen, die Inhalte in bestimmten Regionen zu veröffentlichen, zu vertreiben und zu verkaufen. Gemäß dieser Co-Publishing-Verträge muss Springer Nature vertraglich vereinbarte Mindesthonorare entrichten. Die Vertragsrestlaufzeiten liegen zwischen einem und fünf Jahren, und Springer Nature rechnet mit Zahlungsverpflichtungen von EUR 49,8 Mio. im Jahr 2023 und mit leicht steigenden Verpflichtungen im Jahr 2024 und den darauffolgenden Jahren. Es bestanden keine anderen Eventualverbindlichkeiten. 34. Finanzinstrumente und Risikomanagement Springer Nature ist aufgrund seiner internationalen Geschäftsaktivitäten und Finanzierungsvereinbarungen verschiedenen Arten von Finanzrisiken ausgesetzt. Hierzu zählen u. a. Risiken aus Finanzinstrumenten sowie insbesondere aus Wechselkurs- und Zinssatzschwankungen. In den nachfolgenden Tabellen sind die Buchwerte und fortgeführten Anschaffungskosten oder beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente des Konzerns, die in den Anwendungsbereich von IFRS 9 fallen, zum 31. Dezember 2022 und 2021 dargestellt:
Bei Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurden, entsprach der beizulegende Zeitwert den fortgeführten Anschaffungskosten. Die ausgewiesenen beizulegenden Zeitwerte können lediglich als Anhaltspunkte für die Preise betrachtet werden, die bei einem Verkauf dieser Finanzinstrumente am Markt erzielt werden könnten. Es gab keine Umgliederungen zwischen den Bewertungskategorien in 2021 und 2022. Die folgenden Tabellen zeigen die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente nach Bewertungsstufe kategorisiert:
Die im Finanzergebnis erfassten Gewinne oder Verluste (ohne Zinsen und Währungseffekte) stellten sich für die Jahre 2022 und 2021 wie folgt dar:
Die folgende Tabelle zeigt die im Jahr 2022 und 2021 in Verbindung mit Finanzierungsinstrumenten erfassten Zinserträge und -aufwendungen:
Finanzrisikomanagement Springer Nature hat einen Risikomanagementprozess ausgestaltet, mit dem die Risiken, denen Springer Nature als Konzern ausgesetzt ist, identifiziert, quantifiziert und effizient reduziert werden sollen. Er bezieht sich auf die Eintrittswahrscheinlichkeit, die potenziellen finanziellen Auswirkungen sowie die Maßnahmen zur Risikominderung. Unsere Risikomanagementprozesse basieren auf dem "Internal Control-Integrated Framework of the Committee of Sponsoring Organisations of the Treadway Commission" (COSO). Die Prozesse werden von der Abteilung Governance, Risk und Compliance von Springer Nature koordiniert und in einem Risikobeurteilungsbericht zusammengefasst, der dem Vorstand und dem Aufsichtsrat von Springer Nature regelmäßig vorgelegt wird. Springer Nature hat mögliche Risiken folgendermaßen untergliedert:
Springer Nature ist verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt, insbesondere Marktrisiken aufgrund von Wechselkurs- und Zinsschwankungen. Wechselkursrisiko Der Konzern ist Risiken in verschiedenen Währungen ausgesetzt. Das Wechselkursrisiko wird teilweise dadurch ausgeglichen, dass Betriebskosten in den Ländern anfallen, in denen Springer Nature seine Produkte und Dienstleistungen verkauft. Eine weitere zentrale Maßnahme zur Minderung von Wechselkursrisiken besteht darin, dass Springer Nature seine Darlehenstranchen in auf Euro und US-Dollar lautende Untertranchen aufgeteilt hat, die zu Zinszahlungen und laufenden Rückzahlungen in US-Dollar führen. Der Nennwert der Darlehen gewährleistet regelmäßige Zins- und Rückzahlungen, die dem Betrag der operativen Mittelzuflüsse in US-Dollar gegenüberstehen. Das strukturelle Währungsrisiko, das sich aus den Währungsschwankungen der Cashflows ergibt, verringert sich dadurch signifikant. Darüber hinaus hat der Konzern für bestimmte Mittelzuflüsse Devisentermingeschäfte abgeschlossen, um die Risiken von Wechselkursschwankungen zu mindern. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die Nominalbeträge und die beizulegenden Zeitwerte zum 31. Dezember 2022 und 2021 sowie über die Gewinne oder Verluste, die in der jeweiligen Periode für Devisentermingeschäfte erfasst wurden. Die Nominalbeträge werden aus der Summe der zugrunde liegenden Verkaufsbeträge ermittelt.
Ein weiteres Risiko ergibt sich durch Konzerngesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist. Die Erträge und Aufwendungen der Konzerngesellschaften werden mit dem jährlichen Durchschnittskurs, das Vermögen und die Verbindlichkeiten mit dem Stichtagskurs in Euro umgerechnet, um in den Konzernabschluss aufgenommen zu werden. Änderungen der Wechselkurse können sich so zum Beispiel auf die Höhe des Umsatzes und des Jahresergebnisses sowie das Eigenkapital von Springer Nature auswirken. Das Risiko des Konzerns aus Änderungen von beizulegenden Zeitwerten der monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten resultiert hauptsächlich aus Wechselkursschwankungen des US-Dollar gegenüber dem Euro. Bei einer Abwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro um 5,0% unter der Annahme, dass alle anderen Variablen konstant blieben, würde der positive Wechselkurseffekt aus auf US-Dollar lautenden finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten der Tochterunternehmen von Springer Nature auf das Periodenergebnis vor Steuern EUR 29,8 Mio. (2021: EUR 28,4 Mio.) betragen. Aufgrund der natürlichen Sicherungsbeziehung durch die US-Dollar-Finanzierung fällt der Effekt im Cashflow wesentlich geringer aus. Zinsänderungsrisiko Der Konzern ist Zinsänderungsrisiken ausgesetzt, da die finanziellen Verbindlichkeiten von Springer Nature variabel verzinslich sind. Da Springer Nature mit seinen Darlehensgebern eine Zinsuntergrenze von 0,5%/0,75% vereinbart hat, wirken sich Schwankungen der Basiszinssätze in den US-Dollar- und Euro-Märkten oberhalb von 0,75% bzw. 0,5% auf den Zinsaufwand von Springer Nature aus. Aufgrund der Tatsache, dass die Zinsswaps keinen Floor haben, wirken sich auch Zinssätze unter 0,0% negativ auf das Ergebnis des Konzerns aus. Zur Minderung des Risikos aus Zinsschwankungen setzt der Konzern Payer-Swaps (d.h. Springer Nature zahlt einen festen Zinssatz und erhält dafür einen variablen Zinssatz) ein. Zum 31. Dezember 2022 waren 68% der ausstehenden Nominalwerte der Senior-Darlehen (EUR 1.698,1 Mio.; 31.12.2021: EUR 1.781,8 Mio.) mit einem durchschnittlichen festen Zinssatz von 1,07% (2021: 1,00%) abgesichert. Die Sicherungsgeschäfte haben eine Laufzeit bis Juni 2023 bzw. Juni 2024. Die vom Konzern eingesetzten Derivate wurden nicht an einer Börse gehandelt (OTC-Derivate) und wurden ausschließlich mit Banken abgeschlossen, die eine einwandfreie Bonität aufweisen und vom Management genehmigt wurden. Alle derivativen Finanzinstrumente wurden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Finanzderivate wurden nicht zu spekulativen Zwecken eingesetzt. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die Nominalbeträge und beizulegenden Zeitwerte zum Jahresende sowie über die in dem jeweiligen Geschäftsjahr für die Zinsswaps erfassten Gewinne oder Verluste:
Bei Zinsswaps wurden die Nominalbeträge zur Berechnung der festen und variablen Zinszahlungen verwendet. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der unterschiedlichen Zinsswaps erfolgte mittels einer Discounted Cashflow-Berechnung auf der Basis zum Abschlussstichtag verfügbarer Marktdaten, die von der jeweiligen Bank, mit der die Verträge geschlossen wurden, zur Verfügung gestellt wurden. Der beizulegende Zeitwert der in den Senior-Darlehen eingebetteten 0,5%/0,75% Floor-Komponente wurde mithilfe des Black-76-Modells berechnet und stellte sich wie folgt dar:
Die Gewinne aus der Bewertung der Finanzinstrumente mit Floor enthielten im Jahr 2022 einen Gewinn in Höhe von EUR 0,7 Mio. (2021: Verlust von EUR 25,0 Mio.) aufgrund einer geänderten Einschätzung bezüglich der erwarteten Laufzeit des Floor-Finanzinstruments. Springer Nature überwacht die Zinsänderungsrisiken fortlaufend. Zur Einschätzung der Auswirkungen von Zinsschwankungen auf den Zinsaufwand des Konzerns in künftigen Berichtsperioden sowie auf die künftigen beizulegenden Zeitwerte seiner Zinsderivate führt Springer Nature sowohl für Euro- als auch für US-Dollar-Zinsen Szenarioanalysen durch. Zur Prognose künftiger Zinszahlungen und der beizulegenden Zeitwerte werden aktuelle Zinsstrukturkurven bzw. implizite Terminzinssätze verwendet. Für die Szenarioanalysen werden die Terminzinssätze entsprechend dem zu analysierenden Szenario verschoben oder angepasst. Die folgenden Tabellen zeigen Szenarioanalysen von Zinsaufwendungen, die auf parallelen Verschiebungen der Marktzinssätze beruhen. Der zusätzliche Zinsaufwand stellt den Nettoeffekt dar, das heißt, er berücksichtigt die gegenläufigen Effekte der Zinsderivate.
Die nachfolgende Tabelle fasst Änderungen der Marktwerte der Zinsswaps und deren Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung bei einer Parallelverschiebung der Zinskurve zum 31. Dezember zusammen. Das Szenario einer Zinsreduktion von beispielsweise 50 Basispunkten zum 31. Dezember 2022 hätte zu einem zusätzlichen Aufwand von EUR 5,8 Mio. geführt (31.12.2021: EUR 17,0 Mio.).
Ausfallrisiko Das maximale Ausfallrisiko entspricht der Summe der Buchwerte jeder Klasse von finanziellen Vermögenswerten zum Abschlussstichtag. Für Springer Nature umfasst das Ausfallrisiko hauptsächlich den Zahlungsausfall von Kunden, gegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen. Der Konzern steuert seine Ausfallrisiken in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen anhand interner Richtlinien. Beispielsweise existieren für jeden Kunden interne Limits, und Kunden mit hohen ausstehenden oder überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden regelmäßig überwacht. Ein Betrag in Höhe von EUR 318,8 Mio. (31.12.2021: EUR 320,4 Mio.) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Konzerns entfiel vor allem auf die Segmente Research und Education, mit einem Kundenstamm, der größtenteils aus öffentlichen Verwaltungen, Universitäten, Unternehmen, Großhändlern und Agenturen mit guter Bonität besteht. Ein weiterer Bestandteil des Ausfallrisikomanagements ist die fortlaufende Überwachung von Ländern (und dort ansässigen Kunden), in denen politische Instabilität und/oder finanzielle Notlagen herrschen. Dem Management lagen keine Anhaltspunkte für Wertminderungen anderer gewährter Darlehen vor. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko für Springer Nature ist das Risiko, finanzielle Verpflichtungen bei Fälligkeit nicht oder nicht vollständig erfüllen zu können. Die wichtigsten Quellen für Finanzmittel sind das operative Geschäft, Darlehen von Dritten sowie Darlehen von nahestehenden Unternehmen und Personen. Springer Nature steuert seine Liquidität durch die Zusammenführung der Finanzmittel aus Konzerngesellschaften. Kurzfristiger Liquiditätsbedarf wird durch bestehende Zahlungsmittel oder die Inanspruchnahme der revolvierenden Kreditlinie finanziert. Zum 31. Dezember 2022 wurde ein Betrag in Höhe von EUR 14 Mio. verpfändet, um eine für operative Zwecke genutzte Kreditlinie zu sichern. Ferner wurden zwei zusätzliche Kreditlinien in Höhe von insgesamt EUR 30,0 Mio. (31.12.2021: EUR 30,0 Mio.) abgeschlossen, um eine effiziente Zahlungsmitteldisposition zu unterstützen. Diese Kreditlinien können als Kontokorrentkredite, aber auch für andere operative Zwecke wie Garantien eingesetzt werden. Der Konzern setzt unterjährig Devisenswaps ein, um Liquiditätslücken in einzelnen Währungen unter Einsatz der verfügbaren liquiden Mittel effizient zu schließen. Zum 31. Dezember 2022 und 2021 gab es keine ausstehenden Devisenswaps. Im Folgenden sind die Buchwerte und die vertraglichen Cashflows2 der finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente einschließlich erwarteter und implizierter Zinszahlungen dargestellt:
35. Konzern-Kapitalflussrechnung Die Konzern-Kapitalflussrechnung von Springer Nature wurde gemäß IAS 7 erstellt und soll die Adressaten des Konzernabschlusses in die Lage versetzen, die Fähigkeit des Konzerns zur Erwirtschaftung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten beurteilen zu können. Die Cashflows sind untergliedert in den Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit sowie die Cashflows aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Die Konzern-Kapitalflussrechnung berücksichtigt Effekte aus Änderungen der Wechselkurse sowie des Konsolidierungskreises. Die Darstellung des Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Bei dieser Methode wird das Periodenergebnis um nicht zahlungswirksame Vorgänge bereinigt. Die Investitionstätigkeit des Konzerns umfasste den Erwerb langfristiger Vermögenswerte, Zahlungsausgänge und Zahlungseingänge für den Kauf und die Veräußerung von Geschäften (große Akquisitionen sind im Abschnitt "Konsolidierungskreis" beschrieben) sowie Einzahlungen aus der Veräußerung von langfristigen Vermögenswerten. Die Finanzierungstätigkeit umfasste Veränderungen der finanziellen Verbindlichkeiten und Gesellschafterdarlehen wie auch zahlungswirksame Veränderungen des Eigenkapitals. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassten den gesamten Bestand an liquiden Mitteln. Die Überleitung der Schulden aus der Finanzierungstätigkeit gestaltet sich wie folgt:
Die Änderungen aus dem Offset ergaben sich aus der Darstellung des Bruttowertes abzüglich von Disagien, Vermittlungsgebühren und finanzierungsbezogenen Kosten sowie abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des eingebetteten Derivats, d. h. der Floor-Komponente, unter Anwendung der Effektivzinsmethode. 36. Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen sowie Managementvergütung Springer Nature AG & Co. KGaA, Berlin, ist das Mutterunternehmen des Konzerns, an der die GvH Vermögensverwaltungsgesellschaft XXXIII mbH, Stuttgart, einen Anteil von 53,0% und Springer Science+Business Media Galileo Participation S.à.r.l., Luxemburg, einen Anteil von 47,0% der Kommanditaktien hält. Die Springer Nature Management AG, Berlin, ist die Komplementärin. Die GvH Vermögensverwaltungsgesellschaft XXXIII mbH ist eine 100,0%ige Tochtergesellschaft der Holtzbrinck Publishing Group. Die Springer Science+Business Media Galileo Participation S.à.r.l. ist eine Kommanditgesellschaft auf Aktien. Die Anteile an Springer Science+Business Media Galileo Participation S.à.r.l. werden indirekt von Fonds gehalten, die von BC Partners LLP beraten werden sowie von anderen Co-Investoren, einschließlich Unternehmen, an denen das Management von Springer Nature und andere Manager des Konzerns beteiligt sind. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in folgender Tabelle zusammengefasst:
Die folgende Tabelle zeigt die Mitglieder des Vorstands der Springer Nature Management AG, der Komplementärin der Springer Nature AG & Co. KGaA:
Als nahestehende Personen und Unternehmen gelten Personen und Unternehmen, die den Konzern beherrschen, von ihm beherrscht werden oder auf die der Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausübt. Als sonstige nahestehende Unternehmen wurden die Unternehmen identifiziert, die Springer Nature beherrscht, jedoch nicht konsolidiert, da keine wesentlichen Geschäftsbeziehungen zu diesen unterhalten werden und diese für den Konzern in Summe nicht wesentlich sind. Die folgenden Tabellen zeigen die Transaktionen zwischen dem Konzern und Unternehmen, die einen maßgeblichen Einfluss auf den Konzern ausüben und mit assoziierten Unternehmen:
Für Details zu Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern verweisen wir auf die Anhangangabe 26. Für die Nutzung des Markennamens "Macmillan" wurde eine zeitlich unbefristete Lizenzvereinbarung mit der Holtzbrinck Publishing Group geschlossen. Managementbeteiligung Im Zusammenhang mit dem Verkauf der Beteiligung in der Gruppe von Springer Science+Business Media GP Acquisition S.C.A. an Springer Science+Business Media Galileo Participation S.à.r.l. im Jahr 2021 haben die Geschäftsführer von Springer Nature sowie bestimmte Führungskräfte des Konzerns ("Management") ein Management-Beteiligungsprogramm mit Springer Science+Business Media Galileo Participation S.à.r.l. abgeschlossen. Der Erwerb erfolgte zum beizulegenden Zeitwert und dem Management wurden keine Vorteile aus dem Erwerb eingeräumt und daher wurde für diese Transaktion kein Vergütungsaufwand erfasst. Vergütung der Geschäftsführung von Springer Nature und des Aufsichtsrates Im Jahr 2022 wurden Zahlungen für kurzfristige und langfristige Leistungen in Höhe von EUR 5,5 Mio. (2021: EUR 5,2 Mio.), bzw. EUR 0,2 Mio. (2021: EUR 0,1 Mio.) an derzeitige und ehemalige Geschäftsführer von Springer Nature geleistet. Zum Jahresende waren gewährte Darlehen in Höhe von EUR 0,6 Mio. (2021: EUR 0,3 Mio.) ausstehend. Die Bezüge des Aufsichtsrats lagen bei EUR 0,5 Mio. (2021: EUR 0,5 Mio.). 37. Segmentberichterstattung Im Jahr 2022 schuf Springer Nature das Segment Health, in dem drei Geschäftsbereiche zusammengefasst wurden, die im breiteren Gesundheitsmarkt tätig sind, aber zuvor Teil der Segmente Research und Professional waren. Die operativen Geschäftsaktivitäten von Springer Nature werden nun in vier Segmenten ausgewiesen: Research, Health, Education und Professional. In unserem Research Segment konzentrieren wir uns auf die weltweite Veröffentlichung von Inhalten aus den Bereichen Wissenschaft, Technik und Medizin (STM), insbesondere in Form von Zeitschriften (Journals) und Büchern (Books), und bieten darüber hinaus Research Datenbanken und Lösungen (Solutions) an. Im Bereich Journals publizieren wir unter unseren Marken Nature und Springer wissenschaftliche Zeitschriften aus allen Forschungsdisziplinen und verkaufen diese an Forschungsbibliotheken, Bibliotheken von Forschungsinstituten, Bibliotheken staatlicher Institutionen und Unternehmensbibliotheken auf der ganzen Welt. Der Großteil der Inhalte von Nature und Springer wird in Form von Zeitschriften veröffentlicht, die grundsätzlich durch ein abonnementbasiertes Modell sowie - in geringerem Umfang - über den Verkauf einzelner Ausgaben im Einzelhandel bezogen werden können. Zeitschriftenabonnements werden sowohl für Kollektionen von Zeitschriften als auch für einzelne Titel angeboten. Die Abonnementmodelle basieren grundsätzlich auf mehrjährigen Laufzeiten, wobei die Vertragslaufzeit bei Zeitschriften typischerweise zwischen einem und drei Jahren liegt. Obwohl die Inhalte überwiegend online genutzt und gelesen werden, gibt es noch immer einen wesentlichen Kundenstamm für gedruckte Titel und Produkte. Darüber hinaus haben wir begonnen, sogenannte "Transformationsverträge" für unser Springer Zeitschriftenportfolio abzuschließen. Hierbei zahlen akademische Institutionen eine "Publish and Read (PAR)"-Gebühr für die Veröffentlichung einer vereinbarten Anzahl an Open Access-Artikeln in einem definierten Zeitschriftenportfolio und erhalten Zugriff auf ein festgelegtes Portfolio von Springer Abonnementzeitschriften. Zu den Marken unseres Nature Portfolios zählen das Aushängeschild Nature, die Nature Research und Nature Review Zeitschriften. Zu den Marken unseres Springer Portfolios zählen das Journal of Mathematical Science, das Journal of Materials Science und Nano Research. Unser gesamtes Open Access-Angebot (OA) besteht aus einem Portfolio von wissenschaftlichen Zeitschriften, die unter dem so genannten "Gold"-Open-Access-Modell veröffentlicht werden. Sämtliche Aktivitäten in diesem Bereich finden ausschließlich online statt. Während Autoren von Artikeln pro Artikel eine Gebühr für die Veröffentlichung ihrer Arbeit zahlen, ist der Zugriff auf die Artikel für die Nutzer gebührenfrei. Zu den Marken innerhalb dieses Portfolios gehören BioMed Central (BMC), Scientific Reports und Nature Communications. Im Bereich Books bieten wir Bücher im Print- und eBook-Format aus allen wissenschaftlichen Disziplinen und in Bereichen der angewandten Forschung an. Unser Bücherportfolio umfasst ein breites Spektrum an Buchformaten wie beispielsweise Monografien, Lehrbücher, Proceedings, Handbuchreihen, Nachschlagewerke, Kurztexte und vieles mehr. Während Print-Bücher typischerweise als einzelne Exemplare verkauft werden, werden eBooks in auf eine spezifische Forschungsdisziplin bezogenen Paketen, als maßgeschneiderte/flexible eBook Sammlungen und auch als Einzelausgaben verkauft. Verlängerbare Abonnementverträge für eBook-Pakete haben typischerweise eine Laufzeit von einem Jahr und umfassen die Neuerscheinungen eines gesamten Copyright-Jahrgangs. Im Rahmen der Lizenzvereinbarung, insbesondere bei neuen Kundenverträgen, können sie in begrenztem Umfang aber auch Veröffentlichungen aus der Backlist beinhalten. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach der Nutzung von Open Access und des Erfolgs unserer Open Access-Zeitschriften haben wir unser Angebot um Open Access-Bücher erweitert. Hierbei zahlt der Autor eine Gebühr für die Veröffentlichung des Buches, der Zugriff auf die Inhalte ist gebührenfrei. Zu den Marken innerhalb dieses Portfolios gehören Springer und Palgrave Macmillan. Der Bereich Solutions umfasst Tools und Dienstleistungen für wissenschaftliche Autoren, Angebote und Dienstleistungen für wissenschaftliche Entdeckungen und Expertendatenbanken sowie Lösungen, die Organisationen dabei helfen, Talente zu gewinnen, ihre Marke zu fördern und ihren Ruf zu verbessern. Die Dienstleistungen für Autoren konzentrieren sich auf den Bereich des sprachlichen und wissenschaftlichen Editierens, während unsere Autorentools die Zusammenarbeit und die zügige Verbreitung von Forschungsergebnissen erleichtern, wie z.B. unsere Preprint Plattform. Die Discovery- Lösungen umfassen eine Reihe von Datenbanken, die Zugriff auf Inhalte bieten, von Life Science-Protokollen und -Methoden über Materialwissenschaft bis hin zu Pharmakologie und Biomedizin. Das Segment Education von Springer Nature konzentriert sich auf die Erstellung von Schul- und Lernmaterialien für internationale Märkte, die unter der Education-Marke Macmillan sowie unter lokalen Marken und Imprints erscheinen. Die wichtigsten Kunden sind öffentliche und private Schulverbunde, einzelne Schulen in den lokalen Märkten sowie einzelne Lehrer, Studenten und Schüler. Das Education Segment umfasst zwei Bereiche. Im Mittelpunkt des Bereichs Language Learning stehen Inhalte für den englischen Sprachunterricht, die weltweit verkauft werden, wobei die Hauptmärkte in Spanien, Mexiko und Polen liegen. Der Bereich K12 Curriculum produziert Lernmaterialien, die auf die Lehrpläne im primären und sekundären Bildungsbereich ("K12") von Ländern weltweit zugeschnitten sind, mit den Hauptmärkten in Mexiko, Indien und Südafrika. Unser Segment Professional bietet individuell angepasste Informationen und entsprechende Dienstleistungen für verschiedene europäische Fachmärkte und war in drei Geschäftsbereichen organisiert. Zu Professional Transport gehört die Abteilung Road Safety Education, die Workflow-Lösungen in den Bereichen Lehren, Lernen und Verwaltung für Fahrschulen und Ausbildungsinstitute für Berufskraftfahrer anbietet und auch Hardware wie Simulatoren liefert. Der Geschäftsbereich ist in Deutschland, Frankreich, Spanien, Österreich und der Schweiz aktiv. Darüber hinaus bietet der Bereich Transport Fachzeitschriften als Teil von Professional Transport Fachpublikationen und Veranstaltungen für die Logistik-, Transport- und Automobilbranche in Deutschland an. Engineering und Management als zweiter Geschäftsbereich konzentriert sich auf Publikationen und Veranstaltungen für Fachleute aus den Bereichen Automotive, Engineering, Management und Materials in Deutschland. Rendement, der dritte Geschäftsbereich, der eine Vielzahl von rechtsbezogenen Inhalten für kleine und mittlere Unternehmen in den Niederlanden anbietet, wurde im April 2022 verkauft. Unser Segment Gesundheit bietet Fachleuten im Gesundheitswesen verlässliche Informationen, die das medizinische Wissen zum Nutzen einer besseren Diagnostik, Behandlung und Pflege von Patienten erweitern. Mit mehr als 120 Fachzeitschriften und einem breiten Portfolio an Büchern ist es in Deutschland und den Niederlanden marktführend. Es ist auch ein Anbieter zusätzlicher Dienstleistungen für Fachleute im Gesundheitswesen, einschließlich vertrauenswürdiger und hochrelevanter medizinischer Fachinformationen, die in Zusammenarbeit mit mehr als 200 Gesellschaften und medizinischen Vereinigungen bereitgestellt werden. Dazu gehören die neueste wissenschaftliche Forschung, medizinische Fortbildung, Branchennachrichten, Gesundheitspolitik und Praxismanagement. Das Segment Gesundheit liefert auch hochrelevante klinische und wissenschaftliche Inhalte, strategische medizinische Kommunikationslösungen, spezialisierte Schulungsprogramme und medizinische Fortbildungsinitiativen für das gesamte Spektrum der Therapiegebiete. Eine Aufschlüsselung der Vermögenswerte und Schulden nach Geschäftssegment erfolgt nicht, da diese Kennzahlen nicht zur Entscheidungsfindung auf Segmentebene herangezogen werden. Die Verrechnungspreise für Transaktionen zwischen den Geschäftssegmenten basieren auf marktüblichen Konditionen. Tabellen zur Segmentberichterstattung 3 :
"Konzernfunktion" enthält die Effekte aus der Eliminierung konzerninterner Transaktionen sowie Gewinne oder Verluste aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen.
Akquisitionsbezogene Vermögenswerte beziehen sich auf Zeitwertanpassungen im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen. Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach geografischen Märkten erfolgte auf Basis des Landes, in dem der Kunde ansässig ist:
Die Aufteilung der langfristigen Vermögenswerte nach Ländern/Regionen erfolgte nach dem Land/Region, in dem sich der Vermögenswert befindet. Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten andere immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte an Leasinggegenständen.
38. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag waren keine Ereignisse zu verzeichnen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben könnten.
Berlin, 1. März 2023 Springer Nature Management AG, vertreten durch gez. Carolyn Honour gez. Rachel Jacobs gez. Franciscus Vrancken Peeters gez. Harshavardhan Jegadeesan gez. Marc Spenlé gez. Ulrich Vest 39. Wesentliche Tochterunternehmen und Beteiligungen zum 31. Dezember 2022/2021
* Der Konzern hat von den Befreiungsvorschriften
des § 264 Abs. 3 HGB zur Aufstellung von
Einzelabschlüssen der verschiedenen deutschen
Gesellschaften Gebrauch gemacht.
40. Assoziierte Unternehmen zum 31. Dezember 2022/2021
* Verkauft
41. Sonstige Beteiligungen/Anteile zum 31. Dezember 2022/2021
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022Vorbemerkung Der vorliegende Lagebericht bezieht sich auf die Springer Nature AG & Co. KGaA, die nachfolgend als "Gesellschaft" bezeichnet wird, wenn auf die rechtliche Einheit Bezug genommen wird, und als "Konzern" oder "Springer Nature", wenn auf die Gruppe aller Unternehmen und Tochterunternehmen Bezug genommen wird, die direkt oder indirekt von der Gesellschaft gehalten werden. Der vorliegende Lagebericht enthält Aussagen über die wirtschaftliche Lage und den Geschäftsverlauf des Konzerns. 1. Informationen zum Unternehmen Konzernstruktur und Standorte des Konzerns Springer Nature ist ein führender, global tätiger Verlag für Forschungs-, Fach- und Schulliteratur und vereint eine Reihe anerkannter und bekannter Marken, die für Qualitätsinhalte in einem breiten Spektrum innovativer Produkte und Dienstleistungen stehen. Springer Nature ist der weltweit größte akademische Buchverlag 1 , publiziert die weltweit einflussreichsten Zeitschriften 2 und ist ein Vorreiter auf dem Gebiet wissenschaftlicher Open Access-Veröffentlichungen. Der Konzern hat ca. 9.200 Mitarbeiter in nahezu 50 Ländern. Springer Nature ging 2015 aus dem Zusammenschluss wesentlicher Teile der Macmillan Wissenschafts- und Bildungssparte ("MSE") der Holtzbrinck Publishing Group und der Springer Science+Business Media Gruppe ("Springer") hervor. Der Springer Nature Konzern wird durch das Mutterunternehmen, die Springer Nature AG & Co. KGaA mit Sitz in Berlin, beherrscht. Die Geschäftsführung der Gesellschaft obliegt der Springer Nature Management Aktiengesellschaft, Berlin, als Komplementärin. Gesellschafter sowohl der Gesellschaft als auch der Komplementärin sind die Springer Science+Business Media Galileo Participation S.à.r.l., Luxemburg (Springer Participation), und die GvH Vermögensverwaltungsgesellschaft XXXIII mbH, Stuttgart (GvH). Aufgrund vertraglicher Vereinbarungen üben die Anteilseigner gemeinsame Beherrschung über die Gruppe aus. Die Anteile an Springer Science+Business Media Galileo Participation S.à.r.l. werden indirekt von Fonds gehalten, die durch BC Partners LLP sowie von anderen Co-Investoren, einschließlich Gesellschaften, deren Anteile von der Geschäftsführung und bestimmten weiteren Führungskräften von Springer Nature gehalten werden. Die GvH ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Holtzbrinck Publishing Group. Zum 31. Dezember 2022 umfasste der Konzern 122 vollkonsolidierte Gesellschaften, davon 99 Gesellschaften außerhalb Deutschlands. Die konsolidierten Tochterunternehmen des Konzerns sind in Anhangangabe 39 zum Konzernabschluss aufgeführt. Geschäftstätigkeit und Organisationsstruktur des Konzerns Die operative Geschäftstätigkeit von Springer Nature wird in vier Segmente unterteilt: "Research", "Health", "Education" und "Professional".
1 Englischsprachige Bücher 2021 laut
www.puballey.com
In unserem Segment Research konzentrieren wir uns auf die weltweite Veröffentlichung von Science, Technical und Medical Inhalten (STM), insbesondere in Form von Zeitschriften und Büchern, und bieten darüber hinaus Research Datenbanken und Lösungen an. Im Bereich Journals publizieren wir unter unseren Markenfamilien Nature und Springer wissenschaftliche Zeitschriften aus allen Forschungsdisziplinen und verkaufen diese an wissenschaftliche Forschungsbibliotheken, Bibliotheken von Forschungsinstituten, Bibliotheken staatlicher Institutionen und Unternehmensbibliotheken auf der ganzen Welt. Der Großteil der Inhalte von Nature und Springer wird in Form von Zeitschriften veröffentlicht, die grundsätzlich durch ein abonnementbasiertes Modell sowie - in geringerem Umfang - über den Verkauf einzelner Ausgaben im Einzelhandel bezogen werden können. Zeitschriftenabonnements werden sowohl für Kollektionen von Zeitschriften als auch für einzelne Titel angeboten. Die Abonnementmodelle haben grundsätzlich mehrjährige Laufzeiten, wobei die Vertragslaufzeit bei Zeitschriften typischerweise zwischen einem und drei Jahren liegt. Obwohl die Inhalte überwiegend online genutzt und gelesen werden, gibt es noch immer einen immer kleiner werdenden Kundenstamm für Druckerzeugnisse. Darüber hinaus haben wir begonnen, sogenannte "Transformationsverträge" für unser Springer Zeitschriftenportfolio abzuschließen. Hierbei zahlen akademische Institutionen eine "Publish and Read (PAR)"-Gebühr für die Veröffentlichung einer vereinbarten Anzahl an Open Access-Artikeln in einem definierten Zeitschriftenportfolio und erhalten Zugriff auf ein festgelegtes Portfolio von Springer Abonnementzeitschriften. Unser Portfolio von 59 Nature Zeitschriften umfasst mit Nature das Aushängeschild unter den wissenschaftlichen Zeitschriften sowie die Nature Research- und die Nature Reviews-Reihen. Viele Marken unseres Springer Portfolios, das ca. 2.300 Zeitschriften 3 umfasst, nehmen in ihrer Forschungsdisziplin eine führende Position ein. Unser Full Open Access-Angebot (OA) besteht aus einem Portfolio von ca. 600 wissenschaftlichen Zeitschriften, die unter dem Gold-Open-Access-Modell veröffentlicht werden. Sämtliche Aktivitäten in diesem Bereich finden ausschließlich online statt. Während Autoren von Artikeln pro Artikel eine Gebühr für die Veröffentlichung ihrer Arbeit zahlen, ist der Zugriff auf die Artikel für die Nutzer gebührenfrei. Zu den Marken innerhalb dieses Portfolios gehören BioMed Central (BMC), Scientific Reports und Nature Communications. Im Bereich Books bieten wir Bücher im Print- und eBook-Format aus allen Forschungsdisziplinen und in Bereichen der angewandten Forschung an. Unser Bücherportfolio umfasst ein breites Spektrum an Buchformaten wie beispielsweise Monografien, Lehrbücher, Proceedings, Handbuchreihen, Nachschlagewerke, Kurztexte und vieles mehr. Zu den Marken innerhalb dieses Portfolios gehören Springer und Palgrave Macmillan. Während Print-Bücher typischerweise als einzelne Exemplare verkauft werden, werden eBooks in auf eine spezifische Forschungsdisziplin bezogenen Paketen, als Einzelausgaben oder auch im Rahmen flexiblerer und kundenspezifischer Lösungen verkauft, bei denen der Zugriff auch mit zusätzlichen Leistungen kombiniert werden kann. Verlängerbare Abonnementverträge für eBook-Pakete haben typischerweise eine Laufzeit von einem Jahr und umfassen die Neuerscheinungen eines gesamten Copyright-Jahrgangs. Im Rahmen der Lizenzvereinbarung, insbesondere bei neuen Kundenverträgen, können sie in begrenztem Umfang aber auch Veröffentlichungen aus der Backlist beinhalten. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach der Nutzung von Open Access und des Erfolgs unserer Open Access-Zeitschriften haben wir unser Angebot um Open Access-Bücher erweitert. Hierbei zahlt der Autor eine Gebühr für die Veröffentlichung des Buches, der Zugriff auf die Inhalte ist gebührenfrei. Der Bereich Solutions umfasst Tools und Dienstleistungen für wissenschaftliche Autoren, wissenschaftliche Discovery- und Experten-Datenbanklösungen und Dienstleistungen sowie Bestands- und Anzeigengeschäft. Die Dienstleistungen für Autoren konzentrieren sich auf den Bereich des sprachlichen und wissenschaftlichen Editierens, während unsere Autorentools die Zusammenarbeit und die zügige Verbreitung von Forschungsergebnissen erleichtern. Ein Beispiel hierfür ist die Preprint- Plattform "Research Square", auf der Autoren ihre Forschungsergebnisse mit Einreichung bei einer Zeitschrift, d. h. vor Beginn des Peer Review-Prozesses, veröffentlichen und Möglichkeiten zur Stellungnahme bieten können. Die Discovery-Lösungen umfassen eine Reihe von Datenbanken, die Zugriff auf Inhalte bieten, von Life Science-Protokollen und -Methoden über Materialwissenschaft bis hin zu Pharmakologie und Biomedizin.
3 Im Preislistenkatalog 2021 enthaltene
Zeitschriften
Unser Segment Health wurde Anfang des Jahres 2022 gegründet, als Reaktion auf die strategische Entscheidung von Springer Nature, unseren Fokus auf Dienstleistungen im Bereich nichtprimäre forschungsbezogene Information und Kommunikation für Fachkräfte im Gesundheitswesen weltweit zu verbessern. Dieses Segment entstand durch die Zusammenlegung von Geschäftsaktivitäten und Vermögenswerten, die bisher von unseren Segmenten Research oder Professional verwaltet wurden. Das Segment Health umfasst drei Geschäftsbereiche und deren Angebot für den Gesundheitssektor beinhaltet klinische Publikationen und wissenschaftliche Kommunikationsdienstleistungen sowie Trainingsmaterialien für den medizinischen Bereich und Vertriebsmitarbeiter in der Pharmabranche. Die klinischen Publikationen umfassen Hybrid- und Full Open Access-Zeitschriften und -Bücher, insbesondere im Bereich Pharmakotherapie. Darüber hinaus bieten wir Nachdrucke und elektronische Publikationen (E-prints) von Zeitschriften, individualisierte veröffentlichte Inhalte sowie Bildersammlungen an. Wissenschaftliche Kommunikationsdienstleistungen umfassen Dienstleistungen für Pharmaunternehmen auf Konzern- und Landesebene, wie beispielsweise medizinische Weiterbildung, Management von regionalen Veranstaltungen und digitale Produkte. Der Bereich Springer Medizin bietet qualitativ hochwertige Fachinformationen und entsprechende Dienstleistungen für alle Fachkräfte im deutschsprachigen Gesundheitssektor, während BSL Veröffentlichungen, Lernlösungen und Dienstleistungen für Fachkräfte und Studenten im Gesundheitswesen in den Niederlanden bietet. Der Bereich Springer Healthcare bietet Fachkräften im Gesundheitswesen auf der ganzen Welt Inhalte und Dienstleistungen an, die die Aufklärung und Ausbildung rund um die Themen medikamentöse Therapie, Geräte und Diagnostik fördern. Das Segment Education von Springer Nature besteht aus den zwei Bereichen Englischer Sprachunterricht (English Language Teaching, ELT) und K12 Curriculum und konzentriert sich auf die Erstellung von Schul- und Lernmaterialien für internationale Märkte, die unter der Education-Marke Macmillan sowie unter lokalen Marken und Imprints erscheinen (z. B. Estrada, Castillo, Puerto de Palos). Die wichtigsten Kunden sind öffentliche und private Schulverbände, einzelne Schulen in den lokalen Märkten, in denen Springer Nature aktiv ist, sowie einzelne Lehrer, Studenten und Schüler. Im Mittelpunkt des Bereichs Language Learning stehen Inhalte für den englischen Sprachunterricht, daneben werden aber auch Materialien für den spanischen und chinesischen Sprachunterricht für bestimmte Regionen entwickelt. Der Bereich K12 Curriculum produziert Lernmaterialien, die auf die Lehrpläne im primären und sekundären Bildungsbereich ("K12") von Ländern weltweit zugeschnitten sind, mit den Hauptmärkten in Mexiko, Indien und Südafrika. Unser Segment Professional bietet individuell angepasste Informationen und entsprechende Dienstleistungen für verschiedene europäische Fachmärkte und verfügt über drei Geschäftsbereiche. Professional Transport beinhaltet den Bereich Road Safety Education, der Workflow-Lösungen in den Bereichen Lehren/Lernen und Verwaltung für Fahrschulen und Ausbildungseinrichtungen für Berufsfahrer sowie die Lieferung von Hardware wie Simulatoren anbietet. Die Geschäftseinheit ist in Deutschland, Frankreich, Spanien, Österreich und der Schweiz tätig. Darüber hinaus bietet der Bereich Transport Trade Magazines als Teil des Bereichs Professional Transport Fachveröffentlichungen und Veranstaltungen für die Logistik-, Transport- und Automobilbranche in Deutschland an. In der zweiten Geschäftseinheit Engineering and Management liegt der Schwerpunkt auf Veröffentlichungen, Online- Informationsportalen und Veranstaltungen für Fachkräfte im Automobil- und Maschinenbausektor, im Managementbereich und in der Baustoffbranche in Deutschland. Die dritte Geschäftseinheit Rendement, die Inhalte zu verschiedenen Rechtsgebieten für kleine und mittelständische Unternehmen in den Niederlanden anbietet, wurde im April 2022 verkauft. 2. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Entwicklung des Konzerns ist größtenteils von der Wirtschafts- und Finanzkraft seiner Kunden abhängig. Das Research-Geschäft von Springer Nature ist, aufgrund des globalen Charakters der Beschaffung und des Vertriebs wissenschaftlicher Inhalte und damit verbundener Dienstleistungen, mit den makroökonomischen Trends in seinen wichtigsten Märkten verbunden und wird unmittelbar von diesen beeinflusst. Entwickelte Volkswirtschaften und Regionen wie Europa, Nordamerika und Japan machen nach wie vor den Großteil des Research-Geschäfts von Springer Nature aus, doch auch China, Indien und die Pazifik-Region sind mittlerweile wichtige Regionen für Springer Nature. Lateinamerika, Osteuropa und der Nahe und Mittlere Osten haben für Springer Nature in den letzten Jahren ebenfalls an Bedeutung hinzugewonnen. Die wesentlichen Kundengruppen im Research- Bereich von Springer Nature sind wissenschaftliche Bibliotheken, Bibliotheken von privaten oder halbstaatlichen Forschungseinrichtungen, Forschungsförderungseinrichtungen und, zu einem geringeren Anteil, Körperschaften und Unternehmen, die naturwissenschaftliche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten betreiben. Auf einzelne Kunden entfällt lediglich ein kleiner Anteil des Research-Geschäfts von Springer Nature. Die Ausgaben für wissenschaftliche Forschung hängen in erster Linie von der Bereitstellung staatlicher Mittel ab und stehen daher in engem Zusammenhang mit der mittelfristigen Entwicklung öffentlicher Haushalte, wohingegen Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen von privaten Unternehmen direkter von gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen bzw. segment- und branchenspezifischen Trends abhängig sind. Im Jahr 2022 wurde die Weltwirtschaft hauptsächlich von drei Entwicklungen beeinflusst: dem Krieg in der Ukraine, den anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sowie der konjunkturellen Abkühlung der chinesischen Wirtschaft. Die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine auf die Volkswirtschaften machten sich ab dem ersten Quartal 2022 bemerkbar. Insbesondere in der Europäischen Union stiegen die Energiepreise aufgrund der Engpässe in der Energiezufuhr aus Russland. Dies wirkte sich auf energieintensive Branchen und private Haushalte aus und führte zu einem weiteren Anstieg der Lebenshaltungskosten und der Inflation. Da vor dem Krieg sowohl Russland als auch die Ukraine zu den größten Exporteuren von Getreide und Dünger zählten, sind Entwicklungsländer, insbesondere der Nahe und Mittlere Osten, Afrika und die Türkei, durch den Krieg in der Ukraine weiteren Belastungen ausgesetzt. Mit dem Auftreten der hochansteckenden Omikron-Variante wurde Chinas Null-Covid-Politik noch strenger und führte zu weiteren umfangreichen Lockdowns, worunter die Wirtschaftstätigkeit und die globalen Lieferketten litten. Zudem belasteten regulatorische Beschränkungen in einigen wachstumsstarken Branchen und Unternehmen sowie eine Rezession im äußerst bedeutenden Immobiliensektor die Wirtschaft. Die Aufwertung des US-Dollar gegenüber den meisten anderen Währungen verstärkte die Inflation außerhalb der USA und belastete die internationalen Finanzmärkte, insbesondere die einiger Schwellenländer. Die hohen Inflationsraten führten insbesondere in den USA und der Europäischen Union zu einer strafferen Geldpolitik. Die Erhöhung der Zinssätze verstärkte den Druck auf die öffentlichen Haushalte, die aufgrund der COVID-19-Pandemie ohnehin schon knapp waren, noch weiter. Darüber hinaus waren 2022 zunehmende handelspolitische und politische Spannungen zwischen den USA und China sowie eine steigende Tendenz hin zum Überdenken globaler Lieferketten und zum Aufbau von lokaleren/nationalen Versorgungslösungen zu beobachten. Naturkatastrophen wie anhaltende Hitzewellen/Dürren, Überschwemmungen und fortgesetzte bewaffnete Konflikte in bestimmten Regionen trugen ebenfalls zur globalen Instabilität bei und beeinflussten die wirtschaftliche Entwicklung vieler Regionen. Anfang 2023 erwartete der Internationale Währungsfonds (IWF)4 für die Weltwirtschaft ein Wachstum von ca. 3,4% für 2022. Das sind ca. 1,0% weniger als in seiner Anfang des Jahres 2022 abgegebenen Prognose für 2022. Für die entwickelten Volkswirtschaften erwartete der IWF im Jahr 2022 ein Wachstum von 2,7%. Die US-Wirtschaft wird voraussichtlich um 2,0% wachsen, während für den Euroraum ein Wachstum von 3,5% erwartet wird, was das aufgrund der Wiederbelebung der tourismusbezogenen Dienstleistungen stärkere Wachstum in Italien und Spanien widerspiegelt. Der IWF erwartete, dass die britische Wirtschaft um 4,1% wachsen würde. Für die japanische Wirtschaft wird für das Jahr 2022 mit einem Wachstum von 1,4% gerechnet. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer prognostizierte der IWF für das Jahr 2022 ein Wachstum von 3,9%. Für China wird für das Jahr 2022 von einem Wachstum von 3,0%, dem niedrigsten Wert in über vier Jahrzehnten, ausgegangen, während für Indiens Wirtschaft ein Wachstum von 6,8% erwartet wird. Für Lateinamerika und die Karibik rechnete der IWF aufgrund von vorteilhaften Rohstoffpreisen und der Normalisierung in kontaktintensiven Branchen mit einem Wachstum von 3,9%. Im Jahr 2022 wird für den Nahen und Mittleren Osten und Zentralasien aufgrund der milden Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine und der gestiegenen Ölpreise ein Wachstum von 5,3% erwartet, während für die afrikanischen Länder südlich der Sahara aufgrund der erschwerten finanziellen Bedingungen in vielen Volkswirtschaften ein schwächeres Wachstum von 2,6% erwartet wird. Branchenspezifische Rahmenbedingungen Die wesentlichen langfristigen Wachstumsfaktoren im Research-Markt sind: (i) Anstieg der öffentlichen Ausgaben für Primärforschung sowie für postsekundäre und postgraduale Bildung, (ii) steigende Anzahl von Forschungseinrichtungen und dort beschäftigten Wissenschaftlern und (iii) steigende Anzahl von Veröffentlichungen wissenschaftlicher Forschungsergebnisse sowie der von diesen Forschungsergebnissen abgeleiteten Inhalte und Informationen. Alle diese Faktoren verzeichnen seit Jahrzehnten ein stetiges Wachstum. Die Budgets der Hochschulen und wissenschaftlichen Bibliotheken hängen in hohem Maße von den öffentlichen Investitionen in Forschung und Lehre ab und daher vom Wohlstandsniveau und Wachstum im jeweiligen Land sowie vom politischen Willen und den Regularien, von denen diese Investitionen forciert und gesteuert werden. In einigen Regionen und Volkswirtschaften spielen auch private Gelder, wie z. B. Studiengebühren, Stiftungen und Spenden, eine wichtige Rolle. Wir gehen davon aus, dass die Schlüsselmechanismen des Marktes weiterhin intakt sind. Der Krieg in der Ukraine, die Veränderung der Geldpolitik in vielen Ländern sowie die COVID-19-Pandemie wirkten sich auf Volkswirtschaften und die Staatsverschuldung aus und werden dies auch künftig tun. Somit sind davon auch die verfügbaren finanziellen Mittel akademischer Einrichtungen und Forschungsbibliotheken betroffen. Das US-amerikanische Industrial Research Institute (IRI) rechnete für das Jahr 2022 mit einem Anstieg der globalen F&E-Ausgaben von ca. 5,4%. Die Budgets der Universitätsbibliotheken in den meisten entwickelten Volkswirtschaften verzeichneten nur eine moderate Erhöhung, welche die Inflation in den vergangenen Jahren bestenfalls ausgleichen konnte. Aus diesem Grund war auch der Spielraum der Ausgaben für den Erwerb von Inhalten und Informationen begrenzt. Forschungsbibliotheken sind mit der Notwendigkeit konfrontiert, ihre Beschaffungsausgaben sowie ihr Leistungsniveau gegenüber ihren Institutionen ständig im Gleichgewicht zu halten, da das Volumen relevanter Inhalte in den meisten entwickelten Volkswirtschaften stärker wächst als die verfügbaren finanziellen Mittel und sie einer Inflation der Personal- und Infrastrukturkosten gegenüberstehen. Gleichzeitig haben viele Forschungsförderungseinrichtungen ihre Unterstützung für den Bereich Open Access Publishing verstärkt und die Mittel für ihre Forscher zur Finanzierung/Förderung von Veröffentlichungsgebühren deutlich aufgestockt. Die andauernden, infolge der COVID-19-Pandemie in vielen Volkswirtschaften ergriffenen finanzpolitischen Maßnahmen sowie die Auswirkungen der jüngsten makroökonomischen und geopolitischen Entwicklungen belasten viele öffentliche Haushalte (zusätzlich). Sparmaßnahmen und Budgetkürzungen wirkten sich 2022 auf die begrenzten Budgets von Institutionen aus. Insgesamt gehen wir davon aus, dass aufgrund der Auswirkungen der Pandemie und des gesamtwirtschaftlichen Abschwungs eine kurzfristige Zunahme der Budgetbelastungen in diesen Märkten wahrscheinlich ist, was zu vorübergehend niedrigeren Wachstumsprognosen in diesen entwickelten Volkswirtschaften führen kann. Im Gegensatz dazu führten die in der jüngsten Vergangenheit steigenden Investitionen in Bildung und Forschung in den Schwellen- und Entwicklungsländern dort auch direkt zu mehr verfügbaren Mitteln für den Erwerb von Inhalten durch bestehende Bibliotheken und zur Finanzierung neuer Forschungs- und Bildungseinrichtungen. Die steigende Nachfrage nach Inhalten in diesen Ländern wird durch eine wachsende Anzahl an akademischen Einrichtungen und Akademikern sowie durch höhere Immatrikulationszahlen an Hochschulen vorangetrieben. Die COVID-19-Pandemie hatte jedoch besonders starke Auswirkungen auf viele Schwellen- und Entwicklungsländer, wo es bereits zu Budgetkürzungen kam und weniger finanzielle Mittel zur Verfügung standen. Diese Volkswirtschaften und Länder waren besonders verletzlich und die makroökonomische Entwicklung im Jahr 2022 hatte weitere negative Auswirkungen auf sie. Viele Volkswirtschaften werden sich mittelfristig nur allmählich erholen. Erhöhte finanzpolitische Belastungen und Abwertungen ihrer Währung gegenüber dem US-Dollar könnten ihre Kaufkraft und somit die Nachfrage nach unseren Inhalten mittelfristig weiter verringern. Der Geschäftsbereich Healthcare ist auf einem Markt tätig, der vom kontinuierlichen Wachstum weltweiter pharmazeutischer Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten bestimmt wird sowie von einer steigenden Anzahl an Markteinführungen verschreibungspflichtiger Medikamente, die begleitende digitale wissenschaftliche Kommunikations- und Aufklärungsprodukte benötigen. Wir gehen nach wie vor davon aus, dass die COVID-19-Pandemie den zugrunde liegenden Markttrend nur geringfügig beeinflusst hat. Jedoch beeinträchtigten die durch die makroökonomische Situation bedingten zurückhaltenden Ausgaben in einigen Märkten, gepaart mit den anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, den Geschäftsbereich Healthcare im Jahr 2022 weiterhin. Der strukturelle Rückgang der Nachfrage nach verkaufsfördernden Printprodukten (d.h. Nachdrucke) hielt an. Springer Medizin und BSL richten sich in erster Linie an Fachkräfte und Unternehmen im deutschsprachigen Europa und in den Niederlanden, d. h. die Geschäfte sind abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung auf diesen Märkten. Der weltweite Education-Markt ist diversifiziert und durch lokal abweichende demografische Faktoren, unterschiedlich aufgebaute und finanzierte Schulsysteme sowie Lehrpläne mit einer Reihe unterschiedlicher Lehr-, Unterrichts- und Pädagogikansätze in öffentlichen und privaten Bildungssystemen geprägt. Die immer weiter fortschreitende Globalisierung bringt eine größere Mobilität und größere Anforderungen an sprachlicher Vielfalt mit sich und sorgt damit auch für eine anhaltende Nachfrage nach entsprechenden Angeboten im Bildungsbereich. Zu den Kunden im Education-Bereich zählen öffentliche und private Schulen, Regierungen, staatlich und privat geförderte Bildungseinrichtungen, Privathaushalte sowie Unternehmen. Die Entwicklung des Education-Geschäfts ist sowohl von staatlichen als auch privaten Bildungsausgaben abhängig. Aus diesem Grund ist dieser Bereich an makroökonomische Trends gekoppelt, insbesondere in den Hauptmärkten in Lateinamerika, Europa, Indien und im südlichen Afrika. 2022 beobachteten wir auf den meisten Märkten eine Erholung des Segments Education, die auf die Aufhebung eines Großteils der COVID-19- bezogenen Einschränkungen zurückzuführen war. Der Nachholbedarf und eine einmalige öffentliche Beschaffung trugen dazu bei, die Umsatzerlöse beinahe wieder auf das Niveau von vor der Pandemie zu steigern. Diese positive Entwicklung wird jedoch von einigen strukturellen Veränderungen in einigen Märkten, in denen wir aktiv sind, in den Hintergrund gedrängt. Dies liegt an der zunehmenden Tendenz zu staatlichen Interventionen und den Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie, die öffentliche und private Haushalte noch länger als ursprünglich angenommen beeinträchtigen werden. Die Professional/B2B Publishing-Aktivitäten sind stark abhängig von dem Geschäftsumfeld in den Branchen und Marktsegmenten, in denen sie tätig sind. Wichtige Branchen des Professional-Bereichs sind die Automobil-/Transportbranche sowie die Finanzdienstleistungs-, Maschinenbau- und Technologiebranche. Wir sind in erster Linie in Deutschland, Spanien und Frankreich aktiv. Wie in den meisten mitteleuropäischen Ländern sind die Branchen, die wir bedienen, relativ gesättigt und weisen lediglich ein moderates Wachstum auf. Viele dieser Branchen unterliegen jedoch auch regulatorischen Maßnahmen, die häufig einen Bedarf an und die Nachfrage nach Informationen, Training und Qualifikation erzeugen und somit Geschäftschancen für Springer Nature darstellen. Traditionelle Einnahmequellen wie etwa Abonnements, Direktverkäufe von Informationsmedien sowie Werbeeinnahmen stehen segmentübergreifend unter Druck durch günstigere oder kostenfreie webbasierte Informationsangebote und den allgemeinen Rückgang im wahrgenommenen Wert für bezahlte Informationen. Zu Beginn des Jahres 2022 beobachteten wir in vielen Märkten einen Aufschwung, da die meisten COVID-19-bezogenen Einschränkungen aufgehoben wurden. Die Erholung wurde jedoch durch den Krieg in der Ukraine und dessen Auswirkungen auf die Volkswirtschaften unterbrochen, was in einigen Branchen zu einer zurückhaltenden Ausgabenpolitik führte. 3. Ertragslage Springer Nature konzentriert sich vorrangig darauf, organisches Wachstum zu erzielen und die Profitabilität und den langfristigen Wert des Konzerns nachhaltig zu steigern. Die wichtigsten Ziel- und Steuerungsgrößen für die Ertragslage des Konzerns sind die Umsatzerlöse und die operative Profitabilität sowie deren Entwicklung im Zeitverlauf. Springer Nature misst die operative Profitabilität mittels bereinigtem operativen Gewinn und bereinigtem EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen), die für die relevanten Geschäftsbereiche berechnet werden und im internen Planungs- und Kontrollsystem von Springer Nature verankert sind. Das Management ist der Ansicht, dass der bereinigte operative Gewinn eine geeignete Größe darstellt, um die Entwicklung der Ertragslage von Springer Nature zu analysieren. Der bereinigte operative Gewinn, die bereinigte operative Gewinnmarge, das bereinigte EBITDA und die bereinigte EBITDA-Marge enthalten weder Veräußerungsgewinne und -Verluste noch Effekte, die sich außerhalb der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ergeben, oder einmalige Effekte. Solche Effekte können sich aus Gewinnen und Verlusten aus dem Kauf oder Verkauf von Vermögenswerten oder Geschäftsbereichen, aus der Integration von Vermögenswerten oder Geschäftsbereichen, aus der Restrukturierung von Unternehmen oder Geschäftsbereichen sowie aus anderen außerordentlichen oder einmaligen Geschäftsvorfällen oder Ereignissen ergeben (Anpassungen/außerordentliche Posten). Springer Nature berichtet zudem sowohl für die Umsatzerlöse, den bereinigten operativen Gewinn als auch für das bereinigte EBITDA Angaben zum organischen Wachstum/zur organischen Veränderung (underlying growth/change). Organisches Wachstum/organische Veränderung wird definiert als das Wachstum/die Veränderung im Jahresvergleich, ohne Berücksichtigung von Wechselkursänderungen zwischen dem laufenden und dem Vorjahr, ohne Änderungen des zugrunde liegenden Vermögens- /Geschäftsportfolios und Änderungen in der Bilanzierung. Die bereinigte operative Gewinnmarge und die bereinigte EBITDA-Marge werden definiert als das Verhältnis zwischen bereinigtem operativen Gewinn/bereinigtem EBITDA und den Umsatzerlösen. Springer Nature erwirtschaftete 2022 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 1.821,8 Mio., einen bereinigten operativen Gewinn in Höhe von EUR 487,4 Mio. und ein bereinigtes EBITDA in Höhe von EUR 675,5 Mio. Folgende einmalige und außerordentliche Erträge und Aufwendungen in Höhe von EUR 18,8 Mio. bleiben sowohl im bereinigte EBITDA als auch im bereinigten operativen Gewinn unberücksichtigt:
Den in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Finanzzahlen liegt der in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellte Konzernabschluss von Springer Nature für das Geschäftsjahr 2022 zugrunde: Operatives Ergebnis: Umsatzerlöse, betriebliche Aufwendungen, bereinigter operativer Gewinn und bereinigtes EBITDA
5 Abschreibungen und Wertminderungen von
Sachanlagen und Nutzungsrechten ausgenommen Wertminderungen
und Abschreibungen auf Zeitwertanpassungen im Zusammenhang
mit Unternehmenszusammenschlüssen
Umsatzerlöse und Betriebsergebnis Springer Nature verzeichnete im Jahr 2022 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 1.821,8 Mio. (2021: EUR 1.700,9 Mio.) und ein organisches Umsatzwachstum von ca. 6% (2021: ca. 6%). 2022 war insgesamt ein erfolgreiches Jahr für Springer Nature, in dem alle Segmente zum Umsatzwachstum beigetragen haben. Haupttreiber des organischen Umsatzwachstums im Segment Research waren das äußerst starke Wachstum des Nature Zeitschriftenportfolios sowie das gute Wachstum des Geschäftsbereichs Full Open Access. Der Bereich Books trug mit gesteigerten Umsätzen aus dem Verkauf von eBook-Paketen und flexiblen eBook-Sammlungen zum Wachstum bei, während bei Print-Büchern ein leichter Rückgang zu beobachten war. Der Bereich Solutions verzeichnete einen leichten Einbruch der Umsatzerlöse aufgrund geringerer Umsätze mit Leistungen in den Bereichen Editieren und Forscher. Unser Segment Education zeigte 2022 vor allem im Bereich Curriculum in Lateinamerika eine anhaltend starke Erholung. Der Geschäftsbereich Health verzeichnete einen nur geringen Anstieg der Umsatzerlöse. Dies war zurückzuführen auf ungünstige makroökonomische Entwicklungen des Marktes und damit einhergehende geringere Werbeeinnahmen und Buchumsatzerlöse sowie rückläufige Umsätze mit Nachdrucken, die durch die guten Umsätze mit Zeitschriftenabonnements nicht kompensiert werden konnten. Unser Segment Professional verbuchte aufgrund des Verkaufs der Geschäftseinheit Rendement im Jahr 2022 rückläufige Umsätze. Auf Vergleichsbasis verzeichnete das Segment ein starkes Umsatzwachstum über die wichtigsten Umsatzströme hinweg. Insgesamt lagen die Konzernumsatzerlöse über den Erwartungen für 2022, was auf das außergewöhnlich starke Umsatzwachstum im Segment Education sowie auf die positiven Effekte der Wechselkursentwicklungen, insbesondere der Aufwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro, zurückzuführen war. Der ausgewiesene bereinigte operative Gewinn des Konzerns belief sich 2022 auf EUR 487,4 Mio. (2021: EUR 443,4 Mio.), das ausgewiesene organische Wachstum des bereinigten operativen Gewinns auf ca. 6% (2021: ca. 8%). Das ausgewiesene bereinigte EBITDA des Konzerns belief sich 2022 auf EUR 675,5 Mio. (2021: EUR 655,8 Mio.), das organische Wachstum des bereinigte EBITDA belief sich auf ca. -1% (2021: ca. 7%). Der starke Anstieg der Umsatzerlöse schlug sich nicht in einem Wachstum des bereinigten EBITDA nieder, da sich die Betriebsgewinnmarge verringerte. Die meisten Kostenkategorien entwickelten sich aufgrund des makroökonomischen Umfelds mit einer allgemein hohen Inflation, Versorgungsengpässen, insbesondere auf dem Papier-/Druckmarkt, sowie steigenden Energiepreisen ungünstig. Die Marketing- und Reisekosten stiegen 2022 ebenfalls, da die COVID-19-bezogenen Einschränkungen aufgehoben wurden. Im Personalaufwand war 2022 eine einmaliger Lebenshaltungskostenzuschuss in Höhe von ca. EUR 22 Mio. enthalten, der an über 6.000 Mitarbeiter in niedrigeren Einkommenskategorien ausgezahlt wurde, um sie angesichts des drastischen Anstiegs der Lebenshaltungskosten, dem sie ausgesetzt waren, zu unterstützen. Auch die IT-Kosten erhöhten sich, da freie Stellen mit externen Auftragnehmern besetzt wurden, um wesentliche strategische Technologieprojekte voranzutreiben. Wechselkursschwankungen gegenüber dem Euro, die größtenteils auf die Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar zurückzuführen sind, wirkten sich positiv auf die Umsatzerlöse im Segment Research aus. Die Auswirkung der Wechselkurse auf die Umsatzerlöse des Segments Education and Professional war nur gering, wohingegen die Auswirkung auf die operative Profitabilität des Konzerns insbesondere durch die Umrechnung von Bilanzposten positiv beeinflusst wurde. Neben den Wechselkursschwankungen führte das außergewöhnlich starke Umsatzwachstum in Segment Education 2022 zu höheren als erwarteten Umsatzerlösen und einem höher als erwarteten bereinigten operativen Gewinn. Das 2021 für die Segmente Research und Professional ausgewiesene organische Wachstum wurde nicht um die ausgegliederten Bereiche, die im neu gegründeten Segment Health zusammengefasst wurden, bereinigt, da keine Vergleichsdaten für das Jahr 2020 zur Verfügung standen. Das organische Umsatzwachstum des Segments Research lag im Jahr 2022 bei ca. 4% (2021: ca. 6%) und damit unserer Einschätzung nach über dem derzeitigen durchschnittlichen Marktwachstum. Die folgende Tabelle fasst die Umsatzerlöse des Segments Research in den drei Geschäftsbereichen zusammen:
Die Springer Research Zeitschriften verzeichneten gestiegene Umsatzerlöse, wobei die rückläufigen Umsatzerlöse aus Print-Abonnements durch ein gutes Wachstum der Umsatzerlöse aus Transformationsverträgen und leicht erhöhte Umsatzerlöse aus Abonnements für E-Journal-Pakete kompensiert wurden. Die sehr solide Entwicklung der Umsatzerlöse aus E-Journal-Paketen resultierte aus hohen Erneuerungsraten durch Kunden, Preiserhöhungen und neuen Geschäften mit Bestands- und Neukunden. Der Anstieg der Umsatzerlöse aus neuen und bestehenden Transformationsverträgen ist hauptsächlich auf das vorteilhafte Publikationsvolumen für eine Reihe dieser Verträge zurückzuführen. Der Anteil der Umsatzerlöse aus Print-Abonnements an den Umsätzen aus Springer Research Zeitschriften ging von ca. 4% im Jahr 2021 auf ca. 3% im Jahr 2022 zurück. Der Anteil der Umsatzerlöse aus Transformationsverträgen an den Umsätzen aus Springer Research Zeitschriften stieg auf ca. 12% (2021: 11%). Da akademische Einrichtungen ihre Abonnements über das Nature Zeitschriftenportfolio weiterhin ausweiteten, erhöhten sich die Umsatzerlöse aus Abonnements von Nature Research Zeitschriften. Zudem trug 2022 der steigende Anteil an den Umsatzerlösen der vor Kurzem auf dem Markt eingeführten, neuen forschungsdisziplinspezifischen Zeitschriften der Marke Nature zum Umsatzwachstum bei. Dieses Wachstum wurde in allen wesentlichen Regionen/Märkten erzielt und durch das anhaltend starke Wachstum bei der Nutzung von Inhalten aus Nature Zeitschriften sowie deren Einfluss, gemessen anhand von Zitierungen und anderen im Markt für wissenschaftliche Zeitschriften etablierten Messgrößen, gestützt. 2022 haben sich die Umsatzerlöse aus bestehenden und neuen Nature-spezifischen Transformationsverträgen gegenüber 2021 mehr als verdoppelt. Auch die Umsatzerlöse aus APCs verzeichneten eine sehr starke Zunahme, die ebenfalls zum Gesamtwachstum der Einheit Nature Research Zeitschriften beitrug. Der Bereich Full Open Access-Zeitschriften verbuchte im Jahr 2022 ein sehr starkes Umsatzwachstum. Dazu trugen Nature Communications sowie Zeitschriften aus dem Bereich Medicine & Life Science bei. Auf die größte Zeitschrift Scientific Reports entfielen ca. 21% (2021: ca. 22%) des insgesamt veröffentlichten Full Open Access-Artikelvolumens. Darüber hinaus stützten gezielte Preisstrategien das Wachstum über das gesamte Portfolio von Full Open Access-Zeitschriften von Springer Nature hinweg. Im Bereich Research Books erhöhten sich die Gesamtumsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr. Der Anstieg wurde durch das starke Umsatzwachstum bei Angeboten von eBook-Paketen und flexiblen/individuellen eBooks für Institute angetrieben. Umsatzerlöse aus Full Open Access-Büchern trugen ebenfalls zum Wachstum bei. Umsatzerlöse aus Print-Büchern waren im Jahr 2022 infolge der anhaltenden Migration zu elektronischen Formaten und der zurückhaltenden Ausgaben der Privatkunden rückläufig. Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Bucharchiven erhöhten sich im Jahr 2022 leicht und trugen ca. 2% (2021: ca. 1%) zu den Buchumsatzerlösen bei. Im Bereich Research Books stieg der Anteil der digitalen Umsatzerlöse im Jahr 2022 auf ca. 68% (2021: ca. 66%). Die Anzahl der Neuerscheinungen stieg mit ca. 13.300 im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahresniveau und, wie bei den Zeitschriften, verzeichnete auch die Nutzung der Buchinhalte von Springer Nature im Jahr 2022 ein äußerst starkes Wachstum. Der Bereich Solutions im Segment Research umfasst die Geschäftstätigkeit von Springer Nature in den Bereichen institutionelle, Autoren- und Discovery-Dienstleistungen und -Tools sowie in Geschäftsbereichen, die sich auf Verkäufe von Einzelinhalten/-abonnements und Werbeumsätze, die aufgrund der Reichweite der Zeitschriften- und Buchinhalte des Segments Research von Springer Nature innerhalb der jeweiligen Nutzer- und Zielgruppen generiert werden, konzentrieren. Innerhalb der institutionellen, Autoren- und Discovery-Dienstleistungen verbuchte der Bereich Schreiben/Editieren im Jahr 2022 stabile Umsatzerlöse, da die Zunahme der Aufträge aus China im Bereich Editieren die rückläufige Nachfrage im Rest der Welt kompensierte. Die Umsatzerlöse aus Konferenzen, Autorenschulungen und Custom Publishing stiegen zwar, waren aber noch immer durch die pandemiebedingten Einschränkungen beeinträchtigt. Bereinigt um die Umsatzerlöse aus dem verkauften Geschäftsbereich ADIS Pharmacovigilance und dem aufgegebenen Nano-Geschäft, auf die 2021 EUR 2,7 Mio. bzw. EUR 1,1 Mio. der Umsatzerlöse entfielen, entwickelte sich das Wachstum unserer themenspezifischen Inhalt-Datenbanken im Jahr 2022 stabil. Im Segment Research wurde ein organischer Rückgang des bereinigten EBITDA von ca. -1% (2021: organisches Wachstum von ca. 4%) erfasst, was eine Verringerung der organischen bereinigten EBITDA-Marge gegenüber 2021 darstellt. Trotz eines günstigeren Umsatzmixes schmälerten gestiegene Kosten in fast allen Kostenkategorien, insbesondere Ausgaben für Druck, Bindung, Vertrieb, Energie und Personal, die Marge. Die umsichtige Bildung von Rückstellungen auf zweifelhafte Forderungen angesichts der vielen durch die COVID-19-Pandemie und die aktuelle herausfordernde wirtschaftliche Situation belasteten Budgets trug zu dem Kostenanstieg bei. Zusätzliche Investitionen in wichtige Projekte zum Ersetzen der derzeitigen Workflow- und ERP-Lösungen sowie in Maßnahmen für die Cybersicherheit verursachten ebenfalls höhere Kosten. Nach der Aufhebung der COVID-19- bezogenen Einschränkungen in fast allen Märkten stiegen die Marketingausgaben aufgrund einer verstärkten Präsenz in Werbebeilagen und nahmen die Reisekosten ebenfalls zu. Im Jahr 2022 verzeichnete der bereinigte operative Gewinn ein organisches Wachstum von ca. 7% (2021: ca. 3%). Im Jahr 2021 erfassten wir erfolgswirksam eine Wertminderung auf Nutzungsrechte in Höhe von EUR 21,4 Mio. aufgrund einer Neueinschätzung des Immobilienmarktes für einen größeren leerstehenden Bürostandort. 2022 erwarben wir zwei kleinere Verlage, die unser Health-Portfolio in den USA und Österreich ergänzen und unsere Umsatzerlöse um ca. EUR 0,5 Mio. erhöhen. Auf organischer Basis entwickelten sich die Umsatzerlöse stabil (2022: 0%). Die Umsatzerlöse im Segment Healthcare International gingen zurück, da sich der strukturelle Rückgang der Umsätze mit Nachdrucken fortsetzte und die Umsätze mit medizinischer Kommunikation und Schulungen sowohl von COVID-19 als auch von der aktuellen makroökonomischen Situation beeinträchtigt waren, was zurückhaltende Ausgaben in diesen Märkten zur Folge hatte. Der auf höhere Umsatzerlöse aus Abonnements und Unternehmenspublikationen zurückzuführende starke Umsatzanstieg im Bereich Springer Medizin und höhere Umsatzerlöse aus Veranstaltungen und Kongressen trugen zur Kompensation der rückläufigen Buchumsatzerlöse bei, insbesondere bei BSL. Die Werbeumsätze im Bereich Springer Medizin blieben in einem schwierigen Marktumfeld mit insgesamt rückläufigen Verkäufen von Printmedien annähernd stabil. Ein günstiger Umsatzmix trug dazu bei, dass die direkten Kosten unverändert blieben, aber höhere Ausgaben für Personal und Büroflächen sowie gestiegene Reisekosten führten zu einer Schmälerung der Betriebsgewinnmarge. Die organische Änderung des bereinigten EBITDA und des bereinigten operativen Gewinns betrug -8% bzw. -7%. Da für 2020 keine Vergleichsinformationen zur Verfügung standen, konnte das organische Wachstum/die organische Änderung für 2021 nicht ermittelt werden. Im Segment Education werden Umsatzerlöse in erster Linie mit Lernlösungen in den Bereichen Curriculum und Englischer Sprachunterricht erwirtschaftet. Unsere Lernlösungen beinhalten Schulbücher, digitale Lernplattformen und sonstige Lehrmaterialien für den primären und sekundären Bildungsbereich. Die Produkte werden international in Lateinamerika, EMEA, APAC und im südlichen Afrika verkauft. 2022 wurden erstmalig Umsatzerlöse aus unserem Geschäft in Simbabwe für das gesamte Geschäftsjahr in Höhe von EUR 7,4 Mio. ausgewiesen. Dieses wurde zum 31. Dezember 2021 vollkonsolidiert und bisher nach der Equity-Methode bilanziert. 2021 waren in den Umsatzerlösen noch EUR 8,1 Mio. aus dem Bereich Higher Education enthalten, der Mitte des Jahres verkauft wurde. 2022 lag das außergewöhnlich starke organische Umsatzwachstum des Segments Education bei ca. 22% (2021: ca. 11%). Das Wachstum wurde begünstigt durch die gute Erholung auf den von COVID-19 beeinträchtigten Märkten sowie durch umfangreiche Beschaffungen von Lernmaterialien für den primären und sekundären Bildungsbereich durch Regierungen auf einigen Märkten in Lateinamerika. Das Segment K12 Curriculum verzeichnete auf allen Märkten, insbesondere Argentinien, Umsatzsteigerungen. Diese waren auf steigende Umsatzerlöse auf dem freien Markt, aber auch auf eine Zunahme der Beschaffungsaktivitäten durch Regierungen zurückzuführen. Der Bereich Englischer Sprachunterricht verbuchte aufgrund des Aufschwungs in den freien Märkten einen Anstieg der Umsatzerlöse, wobei das Wachstum in Mexiko besonders ausgeprägt war. Neben den Umsatzerlösen auf dem freien Markt waren in Mexiko auch die staatlichen Umsätze außergewöhnlich gut. Kostenmanagementmaßnahmen trugen zur Kompensation eines Teils des Anstiegs der direkten Kosten bei. Dieser resultierte aus einer weltweiten Papierknappheit, gestiegenen Logistikkosten und einem allgemein höheren Inflationsniveau. Die Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen wurden gegenüber dem Vorjahr aufgrund verstärkter Inkasso-Aktivitäten verringert. Insgesamt musste der Bereich Education angesichts der beispiellosen Kostensteigerungen jedoch eine Schmälerung der Bruttogewinnmarge verzeichnen. Im Hinblick auf indirekte Kosten waren vor allem Auswirkungen durch das hohe Inflationsniveau zu beobachten. Zudem bot Springer Nature seinen Mitarbeitern zusätzliche Unterstützung, um den Anstieg der Lebenshaltungskosten abzufedern. Daraus resultierte ein organisches Wachstum des bereinigten EBITDA von ca. 11% (2021: ca. 93%) und ein organisches Wachstum des bereinigten operativen Gewinns von über 100% (2021: ca. 98%). Die für das Segment Education wesentlichen Währungen erfuhren 2022 gegenüber dem Euro eine leichte Aufwertung. Da der argentinische Peso, wie im Vorjahr, und der Simbabwe Dollar 2022 als Hyperinflationswährung eingestuft wurden, wurde IAS 29 angewandt, was gegenüber der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen der argentinischen und simbabwischen Einheiten gemäß IAS 21 zu einem Anstieg der Umsatzerlöse, des EBITDA und des Ergebnisses um EUR 7,1 Mio. (2021: EUR 1,2 Mio.), EUR 1,1 Mio. (2021: EUR 0,4 Mio.) bzw. EUR 0,8 Mio. (2021: EUR 0,4 Mio.) führte. Das organische Umsatzwachstum des Segments Professional lag bei ca. 4% (2021: ca. 8%). Im Laufe des Jahres 2022 wurde die niederländische Geschäftseinheit Rendement verkauft, die in Höhe von EUR 3,9 Mio., EUR 1,7 Mio. bzw. EUR 1,8 Mio. zu den Umsatzerlösen, dem bereinigten EBITDA und dem bereinigten operativen Gewinn zum Ergebnis 2022 beitrug. Die meisten Geschäftsbereiche im Segment Professional trugen 2022 zwar zum Wachstum bei, aber das Veranstaltungs- und Kongressgeschäft litt noch immer unter den COVID-19-bezogenen Einschränkungen. Zudem bremste die aufgrund der makroökonomischen Situation zurückhaltende Ausgabenpolitik in einigen Branchen den Aufschwung. Das Umsatzwachstum im Bereich Driving Schools (Road Safety Education/Transport Trade Magazines) war hauptsächlich auf den starken Absatz von Fahrsimulatoren sowie erfolgreich durchgesetzte Preiserhöhungen in vielen Produktkategorien zurückzuführen. Der Bereich B2B Media umfasst Informationsprodukte in den Bereichen Business/Maschinenbau/ Recht und machte im Jahr 2022 ca. 13% (2021: ca. 13%) der Umsatzerlöse des Segments aus. Die Umsatzerlöse in diesem Geschäftsbereich verzeichneten 2022 ein gutes Wachstum aufgrund höherer Umsatzerlöse aus Abonnements. Insgesamt erhöhte sich der Anteil der digitalen Umsatzerlöse an den Gesamtumsätzen unseres Segments Professional im Jahr 2022 weiter auf ca. 60% (2021: ca. 58%). Der Anteil der Umsatzerlöse mit Display-Werbung stieg im Jahr 2022 leicht an auf ca. 12% (2021: ca. 11%). Umfangreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Kostenstruktur konnten auch im Segment Professional den Anstieg der direkten Kosten, insbesondere bedingt durch höhere Papier-, Logistik- und Vertriebskosten, nicht kompensieren. Die indirekten Kosten erhöhten sich in erster Linie aufgrund des höheren Personalaufwands (einschließlich der einmaligen Zahlung eines Lebenshaltungskostenzuschusses) und höherer Bürokosten sowie gestiegener Reisekosten. Dies führte zu einem niedrigeren Wert bei bereinigter EBITDA-Marge und organischem Wachstum des bereinigten EBITDA und bei dem bereinigten operativen Gewinn von ca. -6% (2021: ca. 14%) bzw. ca. -10% (2021: ca. 23%). Betriebliche Aufwendungen Der Gesamtaufwand von Springer Nature betrug EUR 1.409,3 Mio. (2021: EUR 1.200,0 Mio.) und beinhaltete Materialaufwand (EUR 200,9 Mio., 2021: EUR 155,1 Mio.), Honorar- und Lizenzaufwand (EUR 133,0 Mio.; 2021: EUR 122,1 Mio.), Personalaufwand (EUR 645,5 Mio.; 2021: EUR 584,1 Mio.) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen (EUR 429,9 Mio.; 2021: EUR 339,6 Mio.). Der Materialaufwand umfasste hauptsächlich bezogene Leistungen, wie z. B. Vorstufen-/Satzkosten (Pre-Publishing) sowie Kosten für Druck und Bindung von physischen Produkten, für den Einkauf von Handelsware und durch externe Redaktionsbüros erbrachte Leistungen. In der Berichtsperiode belief sich die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter (in Vollzeitäquivalenten (VZÄ) gemessen) auf 8.996 (2021: 8.907), während die absolute Zahl der Mitarbeiter zum Jahresende 9.202 VZÄ (2021: 8.728 VZÄ) betrug. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzten sich vor allem aus Verwaltungskosten sowie Aufwendungen für Marketing und Vertrieb zusammen. Die Verwaltungskosten umfassten im Wesentlichen Reisekosten sowie IT- und Beratungskosten. Periodenergebnis: nach Abschreibungen/Wertminderungen, Finanzergebnis und Steuern
Die Abschreibungen der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen enthielten einen Abschreibungsaufwand von EUR 102,2 Mio. (2021: EUR 101,1 Mio.) bzw. EUR 0,7 Mio. (2021: EUR 0,7 Mio.), der in Verbindung mit Anpassungen der beizulegenden Zeitwerte der sonstigen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen stand, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen bilanziert wurden. Darüber hinaus wurden im Jahr 2022 Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 2,7 Mio. (2021: EUR 24,1 Mio.) erfasst (siehe Anhangangabe 9 zum Konzernabschluss). Im Jahr 2022 erzielte Springer Nature ein negatives Finanzergebnis in Höhe von EUR 83,8 Mio. (2021: EUR 194,0 Mio.). Die Zinserträge betrugen EUR 10,4 Mio. (2021: EUR 2,7 Mio.), während sich die Zinsaufwendungen auf EUR 198,7 Mio. (2021: EUR 226,8 Mio.) beliefen. Die Zinsaufwendungen entfielen vor allem auf die von Springer Nature aufgenommenen Darlehen. Davon entstanden zahlungswirksame Zinsaufwendungen in Höhe von EUR 107 Mio. (2021: EUR 116,6 Mio.) und Effektivzinsaufwendungen in Höhe von EUR 80,9 Mio. (2021: EUR 90,5 Mio.) für die Senior-Darlehen. Die sonstigen Finanzaufwendungen in Höhe von EUR 200,0 Mio. (2021: EUR 168,9 Mio.) umfassten im Wesentlichen Verluste aus der Bewertung von zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumenten (EUR 76,0 Mio.; 2021: EUR 75,8 Mio.), aus der Marktbewertung der Finanzderivate (EUR 7,3 Mio.; 2021: EUR 12,2 Mio.) sowie aus der zum Jahresende erfolgten Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten und Forderungen und Verbindlichkeiten aus der konzerninternen Finanzierung der Tochterunternehmen, die auf eine andere Währung als die funktionale Währung lauten (EUR 114,0 Mio.; 2021: EUR 72,2 Mio.). Die sonstigen Finanzerträge in Höhe von EUR 304,5 Mio. (2021: EUR 199,0 Mio.) umfassten Änderungsgewinne in Höhe von EUR 57,8 Mio. (2021: EUR 114,8 Mio.), da das angenommene Tilgungsdatum der externen Finanzierung von Mitte 2022 auf Ende 2023 geändert wurde, Erträge in Höhe von EUR 125,2 Mio. (2021: EUR 48,1 Mio.) aus der zum Jahresende erfolgten Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus der konzerninternen Finanzierung von Tochterunternehmen, die auf eine andere Währung als die funktionale Währung lauten, Gewinne aus der Marktbewertung der Finanzderivate in Höhe von EUR 108,3 Mio. (2021: EUR 36,0 Mio.) sowie realisierte Fremdwährungsgewinne aus Finanzierungstransaktionen in Höhe von EUR 2,0 Mio. (2021: EUR 0,1 Mio.) (siehe hierzu auch Anhangangabe 10 zum Konzernabschluss). Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme von Springer Nature setzte sich im Wesentlichen aus dem Geschäfts- oder Firmenwert und sonstigen immateriellen Vermögenswerten zusammen, die zum großen Teil durch verzinsliche Darlehen von Banken, institutionellen Investoren und nahestehenden Unternehmen und Personen, Eigenkapital sowie Nettoumlaufvermögen finanziert wurden. Die folgende Tabelle zeigt die verkürzte Bilanz des Konzerns zum 31. Dezember 2022 und 2021:
Die langfristigen Vermögenswerte in Höhe von EUR 4.633,0 Mio. (2021: EUR 4.764,9 Mio.) beinhalteten vor allem Geschäfts- oder Firmenwert sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 1.313,1 Mio. (2021: EUR 1.282,2 Mio.) resultierte fast ausschließlich aus dem Erwerb der Springer-Gruppe 2013 und reflektiert den Wert für erwartete Umsätze aus dem Neukundengeschäft, steigende Umsätze aus bestehenden Geschäftsbeziehungen durch zusätzlich verkaufte Dienstleistungen und Produkte, neue Erlösquellen durch die Entwicklung neuer Produkte basierend auf den bestehenden Inhalte-Datenbanken sowie nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie die Mitarbeiter und deren Fachwissen. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb des MSE-Geschäfts (EUR 34,8 Mio.) beinhaltete erwartete Synergieeffekte aus dem Unternehmenszusammenschluss. Immaterielle Vermögenswerte, die größtenteils im Rahmen des Erwerbs von Springer sowie im Zuge des Erwerbs von MSE zugegangen sind, entfielen im Wesentlichen auf Marken, redaktionelle Inhalte und Veröffentlichungsrechte, Vermögenswerte aus Verträgen und Kundenbeziehungen. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte umfassten unter anderem den Buchwert der erworbenen Marken (EUR 916,9 Mio.; 2021: EUR 968,4 Mio.), der zum größten Teil auf die Dachmarken "Nature" und "Springer" entfällt. Des Weiteren waren Veröffentlichungsrechte, die erworbene Titelrechte an wissenschaftlichen Zeitschriften und Fachzeitschriften repräsentieren, in Höhe von EUR 1.067,1 Mio. (2021: EUR 1.099,2 Mio.), Kundenbeziehungen in Höhe von EUR 876,1 Mio. (2021: EUR 918,5 Mio.), Co-Publishing-Rechte aus Exklusivverträgen mit wissenschaftlichen Gesellschaften über die Herausgabe oder den Vertrieb von wissenschaftlichen Zeitschriften weltweit oder in bestimmten Ländern oder Regionen in Höhe von EUR 17,7 Mio. (2021: EUR 32,4 Mio.) sowie das exklusive weltweite Nutzungsrecht der Marke "Macmillan" in Höhe von EUR 45,1 Mio. (2021: EUR 45,1 Mio.) enthalten. Die kurzfristigen Vermögenswerte umfassten zum 31. Dezember 2022 hauptsächlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR 343,7 Mio.; 2021: EUR 367,0 Mio.) sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (EUR 345,6 Mio.; 2021: EUR 410,4 Mio.). Vermögenswerte in Zusammenhang mit dem Bereich Transport in Höhe von EUR 83,8 Mio. wurden als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen. Das negative Eigenkapital des Konzerns verringerte sich 2022 aufgrund des positiven Periodenergebnisses, das durch im sonstigen Ergebnis erfasste Verluste aus der Währungsumrechnung nur teilweise kompensiert wurde. Das auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss entfallende Gesamteigenkapital erhöhte sich auf EUR 3,3 Mio. (2021: EUR 3,1 Mio.). Die langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten (EUR 4.537,0 Mio.; 2021: EUR 4.787,2 Mio.) beinhalteten vor allem verzinsliche Darlehen von Banken, institutionellen Investoren und nahestehenden Unternehmen und Personen (EUR 3.473,2 Mio.; 2021: EUR 3.634,3 Mio.), Rückstellungen für Pensionen und andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer (EUR 152,3 Mio.; 2021: EUR 208,8 Mio.) sowie latente Steuerschulden (EUR 796,9 Mio.; 2021: EUR 807,8 Mio.). Nähere Informationen zu den Darlehen sind im Abschnitt "Finanzierung und Finanzmanagement" enthalten. Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 1.019,1 Mio. (2021: EUR 1.076,3 Mio.) umfassten in erster Linie den kurzfristigen Anteil der verzinslichen Darlehen (EUR 202,1 Mio.; 2021: EUR 202,9 Mio.), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (EUR 143,7 Mio.; 2021: EUR 113,5 Mio.), die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten (EUR 244,7 Mio.; 2021: EUR 291,1 Mio.) sowie Vertragsverbindlichkeiten (EUR 351,6 Mio.; 2021: EUR 368,9 Mio.). Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten umfassten im Wesentlichen den Marktwert der Finanzderivate des Konzerns (EUR 12,5 Mio.; 2021: EUR 69,2 Mio.), Honorarverbindlichkeiten (EUR 86,2 Mio.; 2021: EUR 82,1 Mio.) und personalbezogene Verbindlichkeiten (EUR 81,4 Mio.; 2021: EUR 71,3 Mio.). Verbindlichkeiten in Zusammenhang mit dem Bereich Transport in Höhe von EUR 56,9 Mio. wurden als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen. Investitionen Forschung und Entwicklung Die Hauptertragsquellen von Springer Nature stehen in Zusammenhang mit und werden geschaffen durch die Identifizierung, Akquisition, Produktion/Herstellung, Herausgabe und Verbreitung von geistigem Eigentum und Inhalten. Im Research-Bereich von Springer Nature, der für den Großteil der Umsatzerlöse und des operativen Gewinns von Springer Nature steht, bestehen dieses geistige Eigentum und diese Inhalte weitgehend aus primären Forschungsergebnissen, wissenschaftlichen Büchern und Datenbanken sowie damit zusammenhängenden Informationsprodukten und -dienstleistungen. Entscheidend für die Wertwahrnehmung durch die Kunden von Springer Nature sind die Bedeutung und der Einfluss der Veröffentlichungen von Springer Nature in ihrem jeweiligen Fachgebiet/Bereich sowie die globale Verbreitung und Nutzung der veröffentlichten Inhalte. Die Forschung, die Springer Nature selbst betreibt, richtet sich deshalb in erster Linie auf Innovationen und Effizienzsteigerungen im gesamten Prozess rund um die Gewinnung, Erstellung, Kuratierung und Verbreitung wissenschaftlicher und forschungsbezogener Informationen mit dem Ziel, die Qualität dieser Inhalte und die Zugänglichkeit zu diesen Inhalten zu verbessern und deren Nutzung, Einfluss und Anerkennung zu steigern. Bei allen Geschäftsaktivitäten von Springer Nature gewinnen auch Technologien im Zusammenhang mit elektronischen und digitalen Lern- und Bildungsangeboten an Bedeutung. Daher beobachtet und betreibt Springer Nature auch Forschungs- und Entwicklungsprojekte in diesem Segment. Als Reaktion auf den starken Anstieg der Online-Nutzung und der Nachfrage nach elektronischen Verlagsprodukten und Dienstleistungen baut Springer Nature das Angebot in diesem Bereich kontinuierlich aus. Dafür wird in die Entwicklung von digitalen Archivierungs-, Content-Hosting- und Vertriebsplattformen, in Suchalgorithmen, eigene Softwarelösungen für den Produktions- und Vertriebsbereich sowie in digitale Verlagsprodukte investiert. Ein wichtiges Element dieser auf Nutzer/Autoren ausgerichteten Lösungen ist die Benutzerfreundlichkeit. In diesem Kontext untersucht Springer Nature auch, wie sich die Nutzung der Medien verändert und berücksichtigt dies bei der Weiterentwicklung seiner Produkte und Plattformen. Diese werden ständig, entsprechend der sich ändernden Anforderungen des Marktes und der rasant zunehmenden technischen Möglichkeiten, weiter entwickelt. Hierbei stehen sowohl der Nutzer der veröffentlichten Inhalte als auch die Autoren und Forscher als Ersteller wissenschaftlicher Inhalte sowie deren Institutionen und Fördermittelgeber im Vordergrund. Der Konzern ist bestrebt, ein erstklassiges Nutzererlebnis für alle Nutzer und Ersteller, d. h. Autoren, Herausgeber und Peer-Reviewer, zu schaffen. Deshalb entwickelt Springer Nature auch neue und innovative Tools und Systeme für den Workflow von der Einreichung bis zur Veröffentlichung, um z. B. den Einreichungsprozess zu vereinfachen und zu beschleunigen, das Peer-Review-Verfahren besser zu unterstützen und den Prozess von der Erstellung über die Einreichung bis zur Veröffentlichung von wissenschaftlichen Inhalten (z. B. Zeitschriftenartikel, Bücher, Daten) zu beschleunigen. Der Konzern treibt ferner die Entwicklung und Einbindung neuer oder besserer Autorendienstleistungen im Rahmen des Veröffentlichungsworkflow voran und tätigt wesentliche Investitionen in Autoren- /Nutzerschnittstellen und automatisierte Peer-Reviews, die laufende Updates des Autors über den Status der Veröffentlichung ermöglichen. Insbesondere wird Springer Nature seine Investitionen steigern, um zentrale Kapazitäten und Kompetenzen in den Bereichen Datenmanagement/-analyse und Technologien im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz (KI) auszubauen, da dies den Impact Factor der Produkte und Workflow-Lösungen, die derzeit entwickelt werden, verbessern wird. Investitionen im Geschäftsjahr 2022 Ein wesentlicher Anteil der Investitionen in immaterielle Vermögenswerte in der Berichtsperiode entfiel auf Projekte zur Verbesserung der Effizienz und Transparenz der Workflow-Systeme für Autoren, zum Peer Review und zur Manuskriptbearbeitung, um Manuskripttransfers zu vereinfachen und zu beschleunigen, die aktuelle ERP-Plattform zu ersetzen sowie um elektronische Produkte weiterzuentwickeln und unsere Online-Content-Hosting/Vertriebsplattformen weiter zu integrieren, um das Nutzererlebnis und die Erkenntnisse zu Nutzerverhalten und -profilen zu verbessern. Springer Nature investierte zudem in die Verbesserung seiner Cybersicherheitsmaßnahmen und implementierte unter anderem zusätzliche Sicherheitsschichten. Die Investitionen in Sachanlagen konzentrierten sich im Jahr 2022 erneut auf Maßnahmen zur Anpassung der Büro- und Standortlayouts, um insbesondere angesichts des "New Normal" neue Arbeitsplatzkonzepte umzusetzen, sowie auf die IT, d. h. neue Hardware. Im Zusammenhang mit bestimmten Verträgen über die Veröffentlichung und den Vertrieb von Zeitschrifteninhalten (Co-Publishing), die Springer Nature das Recht einräumen, die Inhalte in vertraglich vereinbarten Regionen zu vertreiben und zu verkaufen, ist Springer Nature verpflichtet, vereinbarte feste Mindesthonorare zu entrichten. Im Jahr 2022 entrichtete der Konzern für diese Rechte Zahlungen in Höhe von EUR 53,0 Mio. (2021: EUR 53,7 Mio.). Im Jahr 2022 investierte Springer Nature EUR 44,2 Mio. in den Ausbau seiner eBook-Datenbank im Segment Research und EUR 14,9 Mio. in die Entwicklung von Inhalten im Segment Education (2021: Investitionen in Höhe von EUR 45,3 Mio. im Segment Research und EUR 14,9 Mio. im Segment Education). Für den Erwerb und die Erstellung neuer Inhalte für Datenbank- und sonstige Produkte im Segment Research wurden im Jahr 2022 EUR 2,1 Mio. (2021: EUR 4,7 Mio.) ausgegeben. Die Summe der Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Investitionen in Inhalte belief sich 2022 auf EUR 153,2 Mio. und lag damit unter dem Vorjahresniveau (2021: EUR 160,8 Mio.). Geringere Investitionen in selbsterstellte Software wurden teilweise ausgeglichen durch höhere Investitionen in die weitere Anpassung der Büroflächen an die Anforderungen der neuen Normalität. Liquidität Finanzierung und Finanzmanagement Der Konzern hat die Steuerung seiner Finanzrisiken in einer zentralen Treasury-Abteilung organisiert. Die Konzern-Treasury-Abteilung hat unter anderem die Aufgabe, die Finanzrisiken aus Wechselkurs- und Zinsschwankungen, denen der Konzern ausgesetzt ist, zu identifizieren und diese sowie den Liquiditätsbedarf des Konzerns zu steuern. Die wichtigsten Quellen für Finanzmittel sind das operative Geschäft sowie Darlehen von Banken, institutionellen Investoren und von nahestehenden Unternehmen und Personen. Kurzfristiger Liquiditätsbedarf wird durch bestehende Zahlungsmittel oder die Inanspruchnahme der revolvierenden Kreditlinie (RCF) von Springer Nature finanziert. Darlehensgeber von Springer Nature sind zum größten Teil institutionelle Investoren. Bei den Senior-Darlehen und der revolvierenden Kreditlinie handelt es sich um Konsortialkredite, in deren Rahmen die Kreditgeber und Springer Nature durch entsprechend ausgestaltete Kredit- und Gläubigervereinbarungen gebunden sind. Zum 31. Dezember 2022 betrug der Buchwert der Senior-Darlehen EUR 2.343,8 Mio. (2021: EUR 2.499,9 Mio.). Zum 31. Dezember 2022 und zum 31. Dezember 2021 war die revolvierende Kreditlinie nicht in Anspruch genommen worden. Die Finanzierungsstruktur des Konzerns blieb 2022 unverändert. Die Gesellschaft verringerte ihre Bruttoschulden durch die Rückzahlung eines kurzfristigen Darlehens in Höhe von EUR 80,0 Mio. Darüber hinaus konnte Springer Nature dank der günstigen Kreditmarktbedingungen einen Teil der Tranche B17 des Senior-Darlehens mit einem Nominalvolumen von EUR 220,0 Mio. zu einem Preis von EUR 208,8 Mio. von bestimmten Kreditoren zurückkaufen. Der entsprechende Teil der Tranche B17 des Senior-Darlehens wurde annulliert und kann nicht wieder in Anspruch genommen werden. Im Zuge des Unternehmenszusammenschlusses der ehemals separaten Unternehmen Springer und MSE im Jahr 2015 fungierten die Gesellschafter von Springer Nature als weitere Darlehensgeber für den Konzern. Sämtliche Gesellschafterdarlehen sind gegenüber den Senior-Darlehen nachrangig. Springer Galileo reichte ein im August 2027 fälliges Gesellschafterdarlehen aus (BCP-Gesellschafterdarlehen), das aus zwei Tranchen besteht und dessen Nominalbetrag sich zum 31. Dezember 2022 auf insgesamt EUR 340,1 Mio. (2021: EUR 340,1 Mio.) belief. Der beizulegende Zeitwert des BCP-Gesellschafterdarlehens wurde mithilfe der Discounted Cashflow-Methode mit EUR 608,7 Mio. (2021: EUR 574,0 Mio.) angesetzt (siehe Anhangangabe 26 zum Konzernabschluss). Im Zuge des Unternehmenszusammenschlusses im Jahr 2015 wurden Vorzugsanteile an der Springer SBM One GmbH an die GvH Vermögensverwaltungsgesellschaft XXXIII mbH, ein Tochterunternehmen der Holtzbrinck Publishing Group, ausgegeben. Die Verwendung der Vorzugsanteile ist durch vertragliche Verpflichtungen eingeschränkt, um sie wirtschaftlich äquivalent zum BCP-Gesellschafterdarlehen auszugestalten (im Folgenden: Shareholder Loan Instruments). Der beizulegende Zeitwert dieses Instruments betrug zum 31. Dezember 2022 EUR 720,6 Mio. (2021: EUR 679,3 Mio.). Nähere Informationen zu den Darlehen, wie die Fälligkeiten, laufenden Zinskosten, Zinszahlungen sowie die Absicherung der variabel verzinslichen Darlehen und die Ausgestaltung und Einhaltung von Kreditverpflichtungen (Covenants), sind in den Anhangangaben 26 sowie 35 zum Konzernabschluss enthalten. Springer Nature steuert seine Liquidität durch die Zusammenführung der liquiden Mittel in einem zentralen Cash Pool, durch den sichergestellt wird, dass alle verfügbaren liquiden Mittel des Konzerns genutzt werden können, um die Konzerngesellschaften von Springer Nature zu jeder Zeit ausreichend mit Liquidität zu versorgen. Konzern-Kapitalflussrechnung
Die Netto-Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit sanken im Vergleich zum Vorjahr, in erster Linie infolge geringerer Mittelzuflüsse aus dem Nettoumlaufvermögen und höherer Steuerzahlungen. Die Netto-Cashflows aus der Investitionstätigkeit in Höhe von EUR 126,9 Mio. resultierten in erster Linie aus Mittelabflüssen in Investitionen in Inhalte (EUR 116,9 Mio.; 2021: EUR 118,6 Mio.), immaterielle Vermögenswerte (EUR 23,0 Mio.; 2021: EUR 32,8 Mio.) und Sachanlagen (EUR 13,3 Mio.; 2021: EUR 8,5 Mio.) sowie Kaufpreiszahlungen für erworbene Unternehmen (EUR 27,4 Mio.; 2021: EUR 29,3 Mio.). Diesen standen Mittelzuflüsse aus dem Verkauf von Geschäften und langfristigen Vermögenswerten (EUR 54,6 Mio.; 2021: EUR 5,7 Mio.) gegenüber. Die Investitionen werden im Abschnitt "Investitionen im Geschäftsjahr 2022" näher erläutert. Die Netto-Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit (EUR 451,2 Mio.) setzten sich im Wesentlichen aus Nettozahlungen für Zinsen und finanzierungsbezogene Kosten (EUR 105,2 Mio.; 2021: EUR 136,7 Mio.), Tilgungen von Leasingverbindlichkeiten (EUR 28,7; 2021: EUR 29,3 Mio.), der Rückzahlung des kurzfristigen Bankdarlehens (EUR 80 Mio.), dem Rückkauf der Tranchen des Senior-Darlehens für einen Kaufpreis von EUR 208,8 Mio. (2021: EUR 252,5 Mio. wurden vorzeitig zurückgezahlt) sowie dem Kaufpreis für den Erwerb der Anteile ohne beherrschenden Einfluss an AJE/RSQ in Höhe von EUR 25,9 Mio. zusammen. Bezüglich der Informationen zur Finanzierung wird auf Anhangangabe 26 zum Konzernabschluss verwiesen. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Neben den finanziellen Steuerungsgrößen sind die nachfolgenden, nicht-finanziellen Leistungsindikatoren relevant für den Konzern, auch wenn er nicht danach gesteuert wird. Mitarbeiter Zum Jahresende 2022 betrug die Zahl der Mitarbeiter von Springer Nature 9.202 VZÄ (2021: 8.728 VZÄ). Die Mitarbeiter von Springer Nature sind ein wichtiger Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns. Daher sind Fortbildung und Entwicklung von Führungskräften und Mitarbeitern wichtige Bestandteile der Unternehmenspolitik von Springer Nature, durch die gewährleistet wird, dass sich die Gesellschaft im gegenwärtigen und künftigen wirtschaftlichen Umfeld auf nationaler und internationaler Ebene mit Erfolg behaupten kann. Springer Nature hat verschiedene Arten von Pensionsplänen für derzeitige und ehemalige Mitarbeiter sowie deren Hinterbliebene aufgelegt. Die Konditionen der Pläne sind von der rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Situation des jeweiligen Landes abhängig. Zu den Pensionsplänen gehören sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pläne. An den leistungsorientierten Pensionsplänen nahmen zum 31. Dezember 2022 insgesamt 2.979 Planbegünstigte teil (2021: 3.307). Die größten leistungsorientierten Pensionspläne von Springer Nature wurden in Großbritannien, Deutschland und den USA aufgelegt und bieten ein übliches Spektrum an Leistungen. Die Nettoverpflichtungen aus den leistungsorientierten Plänen beliefen sich zum 31. Dezember 2022 auf EUR 132,2 Mio. (2021: EUR 189,8 Mio.). Bei den beitragsorientierten Pensionsplänen leistet der Konzern auf gesetzlicher, vertraglicher oder freiwilliger Basis Zahlungen in eine externe Anlage oder eine sonstige Unterstützungskasse. Hat der Konzern die fälligen Beiträge eingezahlt, besteht keine Verpflichtung zu darüber hinaus gehenden Leistungen. Aus diesem Grund wurde keine Rückstellung in der Konzernbilanz gebildet. Für beitragsorientierte Pläne wurde im Berichtsjahr ein Aufwand in Höhe von EUR 20,9 Mio. (2021: EUR 19,9 Mio.) ausgewiesen. Neben Pensionsleistungen bietet Springer Nature in einigen Ländern seinen Arbeitnehmern, entweder auf freiwilliger Basis oder aufgrund gesetzlicher bzw. vertraglicher Bestimmungen, noch bestimmte andere Leistungen an Arbeitnehmer an. Dazu gehören z. B. Jubiläumszahlungen sowie Altersteilzeitprogramme. Die Nettoverpflichtungen aus diesen und anderen langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer beliefen sich zum 31. Dezember 2022 auf EUR 17,0 Mio. (2021: EUR 19,0 Mio.). Sonstige Leistungskennzahlen Springer Nature verwendet weitere Leistungskennzahlen, um Bedeutung und Qualität der Inhalte, Effizienz, Produktivität, Reichweite sowie Kundenzufriedenheit in den Bereichen Erwerb von Inhalten, Produktion/Herstellung und um die Prozesse vor und nach Publikation zu bewerten und zu überwachen. Die Bedeutung und Qualität von Zeitschriftinhalten wird anhand der Anzahl an Zeitschriften mit Impact Factor und der Entwicklung des Impact Factor je Zeitschrift innerhalb des Portfolios gemessen. Die Produktivität wird anhand der jährlich veröffentlichten Bücher und im Zeitschriftengeschäft anhand der Anzahl der eingereichten und veröffentlichten Artikel dargestellt, während die Effektivität in der durchschnittlichen Durchlaufzeit zwischen Einreichung und Entscheidung für eine Veröffentlichung und für angenommene Manuskripte zwischen Annahme und Veröffentlichung angegeben wird. Die Reichweite und Verbreitung von Inhalten wird in Nutzung und Zitierungen dargestellt. Die Kunden- und Autorenzufriedenheit wird regelmäßig im Rahmen von Kundenumfragen ermittelt. Allgemeine Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch das Management von Springer Nature 2022 war ein erfolgreiches Jahr für Springer Nature. Trotz der anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und der allgemeinen makroökonomischen Entwicklung haben wir ein starkes organisches Umsatzwachstum verzeichnet. Eine steile Inflationskurve, kontinuierliche Unterbrechungen der Lieferkette und erhebliche einmalige Aufwendungen resultierten in einer geringeren Betriebsgewinnmarge, die zu einem leichten Rückgang der organischen Änderung des bereinigten EBITDA 2022 führte. Unser Geschäftsbereich Research verzeichnete 2022 ein äußerst starkes Umsatzwachstum und wuchs nach unserer Einschätzung erneut schneller als unsere wichtigsten Peers im Markt. Folgende Faktoren waren die Haupttreiber dieser Entwicklung:
2022 ging die Betriebsgewinnmarge in unserem Segment Research leicht zurück. Der positive Effekt aus einem günstigeren Umsatzmix wurde von höheren direkten Kosten, insbesondere aufgrund der Knappheit auf dem globalen Papiermarkt und der gestiegenen Logistikkosten, mehr als ausgeglichen. Der Anstieg der indirekten Kosten war bedingt durch die hohe Inflation, die Besetzung freier Stellen, erneut erhöhte Investitionen in wichtige Projekte, die Zunahme von Reise- und Marketingkosten sowie die einmaligen Aufwendungen in Zusammenhang mit Zahlungen zur Unterstützung von Mitarbeitern, die von deutlich gestiegenen Lebenshaltungskosten betroffen waren. Unser Segment Education zeigte 2022 eine anhaltend starke Erholung der in den Vorjahren von COVID-19 beeinträchtigten Märkte. Im Bereich Curriculum fiel das Wachstum besonders stark aus, auch aufgrund umfangreicher Beschaffungen durch Regierungen in einigen lateinamerikanischen Märkten. In unserem Bereich ELT verzeichneten die meisten regionalen Märkte ein solides, durch den Nachholbedarf begünstigtes Wachstum, während einige Regionen durch verlängerte COVID-19- bezogene Maßnahmen und nachteilige wirtschaftliche Entwicklungen immer noch ausgebremst wurden. Die Betriebsgewinnmarge ging 2022 zurück, da Kostenmanagementmaßnahmen nur zum Teil zur Kompensation des durch Unterbrechungen der Lieferkette, Inflation und einmalige Aufwendungen zur Unterstützung von Mitarbeitern, die von deutlich gestiegenen Lebenshaltungskosten betroffen waren, bedingten Kostenanstiegs beitrugen. Die Unternehmen in unserem Segment Health waren 2022 in einem schwierigen Umfeld tätig, das noch immer durch die anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und aufgrund der makroökonomischen Situation aufgeschobenen Investitionen und geringeren Ausgaben von Schlüsselbranchen und wichtigen Kundengruppen beeinträchtigt war. Nichtsdestotrotz blieben die Umsatzerlöse im Segment Health stabil, aber Kostenmanagement und eine zurückhaltende Einstellungspolitik konnten den allgemeinen Anstieg der Kosten und den höheren Personalaufwand zur Unterstützung von Mitarbeitern, die von deutlich gestiegenen Lebenshaltungskosten betroffen waren, nicht kompensieren. Bereinigt um den Verkauf von Rendement im zweiten Quartal 2022, verzeichnete unser Segment Professional 2022 ein starkes Umsatzwachstum, da in unseren Hauptmärkten die meisten COVID-19-bezogenen Maßnahmen aufgehoben wurden. Im Bereich Road Safety Education/Transport Trade Magazines trugen besonders hohe Verkaufszahlen bei Materialien für Fahrschulen und Lehrsystemen in wesentlichem Umfang zu diesem Umsatzwachstum bei und kompensierten die verhaltenen Verkäufe an Kunden in einigen Schlüsselbranchen, die aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds ausgebremst wurden. 2022 sank auch die Betriebsgewinnmarge im Segment Professional, da Kostenmanagementmaßnahmen den durch die Inflation und die einmaligen Aufwendungen zur Unterstützung von Mitarbeitern, die von deutlich gestiegenen Lebenshaltungskosten betroffen waren, bedingten Kostenanstieg nicht ausgleichen konnten. Der freie Cashflow war 2022 geringer als 2021, was hauptsächlich daran lag, dass ein erhöhtes Zinsniveau bei institutionellen Kunden zu unterschiedlichem Zahlungsverhalten führte. Zudem entstanden durch die beschleunigte Abwicklung der Verlängerungen von Abonnements und Vorauszahlungen, die in Vorjahren zu deutlichen positiven Veränderungen des Nettoumlaufvermögens beitrugen, 2022 nur wenige zusätzliche Vorteile, da diese weitgehend abgeschlossen waren. Zudem wirkten sich erhöhte Vorratsbestände infolge der Erholung unseres Education-Bereichs, höhere Steuerzahlungen und die wesentlichen einmaligen Aufwendungen für den Lebenshaltungskostenzuschuss 2022 negativ auf den freien Cashflow aus. Wir konnten unsere Fremdkapitalquote weiter senken, unsere Fremdfinanzierungskosten reduzieren, verfügten über angemessene Schuldfälligkeiten und kurzfristige Darlehensfazilitäten und hielten geeignete Maßnahmen im Bereich Finanzrisikomanagement aufrecht. 4. Chancen- und Risikobericht Risikobericht Risikomanagementsystem Springer Nature verfügt über ein Risikomanagementsystem, das auf dem vom Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission ("COSO") veröffentlichten Internal Control-Integrated Framework basiert. Es ist darauf ausgerichtet, potenzielle Ereignisse und Entwicklungen zu identifizieren, die möglicherweise zu einer Abweichung von der erwarteten Geschäftsentwicklung führen, und diese zu steuern, indem:
Diese Prozesse werden von der Abteilung Governance, Risk und Compliance von Springer Nature koordiniert. Der Vorstand ist gemeinsam für die Festlegung der Risikobereitschaft von Springer Nature verantwortlich, und der Aufsichtsrat überwacht (durch seinen Prüfungsausschuss) die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems. Die Risikosteuerung erfolgt bei Springer Nature über das "Three Lines of Defence Model" (Modell der drei Verteidigungslinien). Springer Nature definiert Risiken als unsichere Entwicklungen, Ereignisse oder Gefahren, die sich negativ auf den Fortbestand, die Entwicklung und die finanzielle Leistungsfähigkeit der zum Konzern gehörenden Unternehmen auswirken können. Risiken werden gesammelt und in Risikobereichen zusammengefasst. Die Klassifizierung erfolgt anschließend anhand einer in Absprache und Zusammenarbeit mit den betreffenden Abteilungen erfolgenden Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit und der potenziellen Auswirkungen. Bei der Analyse der Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen der identifizierten Risiken werden Abweichungen von den geplanten Erträgen oder erhöhte Plankosten sowie nicht-monetäre Faktoren wie Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit, den Ruf oder die Strategie berücksichtigt, die durch diese identifizierten Risiken hervorgerufen werden könnten. Im Rahmen der Analyse werden auch Wechselwirkungen zwischen Risikobereichen ermittelt und bewertet. Bei der Risikoquantifizierung versuchen wir, die Auswirkung des realistischen ungünstigsten Falls zu ermitteln, anstatt die Folgen des möglichen ungünstigsten Falls (dessen Eintritt höchst unwahrscheinlich ist) zu schätzen. Die im Rahmen dieses Prozesses identifizierten Risiken werden den Verantwortlichen der einzelnen Geschäftsbereiche zugeordnet und von den Risikoverantwortlichen überwacht und minimiert. Weitere Risiken, die derzeit nicht bekannt sind oder als unwesentlich eingestuft werden und deshalb nicht beim Risikomanagement berücksichtigt werden, könnten auftreten und die Unternehmensentwicklung von Springer Nature beeinträchtigen. Zudem können die Maßnahmen, die zur Minderung der identifizierten Risiken umgesetzt werden, keine absolute Sicherheit bieten, dass ein Risiko nicht eintreten wird und/oder unsere Geschäftstätigkeit oder Ertragslage nicht nachteilig beeinflussen wird. Die Schwellenwerte für den Einbezug in die Berichterstattung an den Vorstand sind unten blau dargestellt. Die Risikokategorie "Hoch" betrifft derzeit Risiken mit potenziellen finanziellen Auswirkungen zwischen EUR 1,0 Mio. und EUR 5,0 Mio. (oder gleichwertige nicht-finanzielle oder Reputationsrisiken). Die Risikokategorie "Erheblich" betrifft Risiken mit potenziellen finanziellen Auswirkungen von > EUR 5,0 Mio. (oder gleichwertige nicht-finanzielle oder Reputationsrisiken).
Bei der Analyse der Risikolandschaft, denen Springer Nature ausgesetzt ist, und der Einordnung der Treiber dieser potenziellen Risiken hat sich die Unterscheidung zwischen den folgenden Risikobereichen als hilfreich erwiesen:
Externe Risiken Externe Risiken beziehen sich zwar nicht direkt auf die Geschäftstätigkeit von Springer Nature, stellen jedoch Risiken dar, die sich im Zusammenhang mit den Standorten, rechtlichen Rahmenbedingungen oder Ländern ergeben, in denen Springer Nature aktiv oder in sonstiger Form involviert ist. Im Jahr 2022 dominierten drei Faktoren die wirtschaftliche Entwicklung: der Krieg in der Ukraine, die anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sowie die konjunkturelle Abkühlung der Wirtschaft in China. Regierungen implementierten fiskal- und geldpolitische Maßnahmen zur Eindämmung der hohen Inflation, die das Verschuldungsniveau weiter erhöhten. Dieses höhere Verschuldungsniveau birgt Risiken für die Finanzstabilität, insbesondere in vielen Schwellenländern, in denen die öffentlichen Finanzen aufgrund größerer, bereits vor dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie bestehender makroökonomischer Probleme bereits strapaziert worden waren (z. B. Indien, Lateinamerika, Südafrika). Darüber hinaus haben politische Spannungen, insbesondere zwischen den USA und China, zivile Unruhen und bewaffnete Konflikte in bestimmten Regionen sowie politisch motivierte Handelsbeschränkungen und Sanktionen zu der zunehmenden Unsicherheit beigetragen. Diese Faktoren belasten die Weltkonjunktur und insbesondere die wirtschaftliche Entwicklung dieser Länder und Regionen. Als Folge knapper Finanzmittel könnten Staats- und Unternehmensbudgets gekürzt werden. Da die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen neben anderen Faktoren vom politischen Umfeld abhängt, einschließlich des Finanzierungsumfangs von Hochschul und Forschungseinrichtungen sowie Budgets von Unternehmen im privaten Sektor, könnte sich dies nachteilig auf die Ertragslage von Springer Nature auswirken. Springer Nature erfüllt derzeit seine Verpflichtungen im Rahmen von laufenden Verträgen mit russischen Kunden und Distributoren. Unter anderem werden bestehende Rechte zum Zugriff auf Inhalte verlängert und sind Nachbestellungen von Büchern, die Schulen bereits eingeführt haben, möglich. Wir vermarkten oder verkaufen jedoch keine neuen Produkte oder Dienstleistungen an russische Institutionen, gehen keine neuen Verpflichtungen ein und tätigen keine zusätzlichen Verkäufe an Bestandskunden. Wir verfolgen weiterhin aufmerksam die Änderungen in Bezug auf Sanktionen und beobachten den Druck, den Kunden, Autoren oder Finanzierungseinrichtungen ausüben, damit wir unseren Ansatz in Bezug auf Veröffentlichungen von Inhalten russischen Ursprungs oder Zugriff auf Inhalte durch russische Forscher ändern. Bisher sehen wir dazu keinen Anlass. Das könnte sich jedoch ändern und wir könnten unseren Ansatz derart anpassen, dass unser Geschäft dadurch negativ beeinflusst wird. Im Laufe des Jahres 2022 haben wir in vielen Regionen die Lockerung von COVID-19-bezogenen Maßnahmen beobachtet und selbst China hat Ende 2022 Abstand von seiner strengen Null-Covid-Politik genommen. Zu diesem Zeitpunkt ist es jedoch schwer vorherzusagen, wie sich diese Pandemie entwickeln wird und wie Regierungen und Verwaltungen reagieren werden, wenn neue Varianten aufkommen und die Fallzahlen wieder steigen. In einem solchen Fall könnten wir uns mit zunehmenden oder unerwarteten Unterbrechungen in der Liefer- und Wertschöpfungskette oder Schließungen der Standorte, Anlagen oder Bürogebäude unserer Lieferanten, Kunden oder unseres eigenen Geschäftsbetriebs konfrontiert sehen, was somit unsere Fähigkeit, unsere Produkte, Lösungen und Dienstleistungen zu produzieren, zu verkaufen und zu liefern bzw. zu erbringen, beeinträchtigen könnte. Springer Nature, und insbesondere der Research- und der Education-Bereich, ist global organisiert und weltweit über Tochterunternehmen, lokale Büros und Vertretungen tätig, unter anderem in Märkten in Asien (einschließlich Indien), im Nahen und Mittleren Osten, in Lateinamerika und im südlichen Afrika. Dadurch ergeben sich Risiken, die nicht im Einflussbereich von Springer Nature liegen, sondern eher von der wirtschaftlichen und politischen Situation in diesen Ländern und Regionen, von geänderten politischen Rahmenbedingungen oder Gesetzesänderungen, von örtlichen Verwaltungen und Behörden, den rechtlichen Rahmenbedingungen und der Steuergesetzgebung vor Ort abhängig sind. Für Springer Nature sind derzeit jedoch keine externen Risiken erkennbar, die eine wesentliche Gefahr für den Fortbestand des Konzerns darstellen. Springer Nature ist ein weltweit tätiges Unternehmen und daher dem Risiko aus Änderungen der Wechselkurse der Währungen, in denen es Geschäfte abwickelt, gegenüber dem Euro ausgesetzt. Da Verkäufe und Kosten auf abweichende Fremdwährungen lauten und für jede Währung zu Netto-Cashflowpositionen führen, ist Springer Nature Cashflow- und GuV-Effekten ausgesetzt, die sich aus Währungsschwankungen ergeben. Da die Entwicklungen der Wechselkurse von Zinsschwankungen, sonstigen makroökonomischen Trends und der Politik abhängen, besteht das Risiko negativer Wechselkurseffekte aus Transaktionsrisiken (Zahlungsmittel) und Umrechnungsrisiken (Gewinn/Verlust). Um das Risiko für unsere wesentlichen Währungen zu begrenzen, haben wir eine Sicherungsstrategie etabliert. Aufgrund der Umsatz-, Kosten- und Finanzierungsstruktur des Konzerns besteht teilweise eine natürliche Absicherung gegen Wechselkursschwankungen gegenüber dem US-Dollar und dem Britischen Pfund, den für Springer Nature wichtigsten Währungen. Diese Schwankungen hatten bisher keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf uns, könnten sich mittel- bis langfristig aber auf die Kaufkraft institutioneller Kunden auswirken. Diese und weitere potenzielle Effekte können derzeit nicht angemessen beurteilt oder quantifiziert werden. Springer Nature ist der Ansicht, dass die Einhaltung lokaler Vorschriften für die Verbreitung von Inhalten prinzipiell der richtige Ansatz ist, um den Interessen aller Autoren, Institutionen und sonstiger Stakeholder in diesem Zusammenhang Rechnung zu tragen und gleichzeitig unserer Pflicht gegenüber der akademischen Gemeinschaft nachzukommen. In Teilen der Forschungsgemeinschaft können andere Meinungen vorherrschen, wodurch es gelegentlich zu Diskussionen um den von uns verfolgten Ansatz kommen könnte. Bisher hatte keine dieser Diskussionen nachhaltig negative Auswirkungen auf den Ruf oder die wirtschaftlichen Interessen von Springer Nature. Springer Nature unterliegt auch externen Risiken für die Unternehmensfortführung wie etwa Naturkatastrophen oder Terrorismus, die sich entweder auf Springer Nature oder wichtige Lieferanten auswirken können. Springer Nature und seine Tochterunternehmen sind in Ländern tätig, in denen zum Teil restriktive Vorschriften hinsichtlich der Kapitalrückführung gelten, sodass finanzielle Mittel auf Konzernebene kurzfristig nicht verfügbar sein können. In Bezug auf Datenschutz im Allgemeinen und die DSGVO im Besonderen verfolgt Springer Nature einen strategischen Ansatz. Springer Nature hat die DSGVO weltweit umgesetzt und führt ein Internationalisierungsprogramm durch, um neue Datenschutzvorschriften in sein Datenschutzrahmenkonzept zu integrieren und somit die Einhaltung lokaler Anforderungen an und die angemessene Überwachung von Datenübermittlungen sicherzustellen. Die Umsetzung der von externen offiziellen Stellen vorgeschriebenen Anforderungen ist noch im Gange. Grund dafür sind unter anderem technologische Fortschritte, steigende Erwartungen lokaler Aufsichtsbehörden und eine sich weltweit schnell wandelnde Rechtslandschaft, in der viele Länder außerhalb der EU wirkungsvolle Datenschutzrichtlinien herausgeben. Wir haben 2022 keinen Verstoß mit schwerwiegenden Auswirkungen auf eine betroffene Person verzeichnet. Als Reaktion auf die allgemein zunehmende Bedrohung durch Cyberangriffe hat Springer Nature erheblich in die Verbesserung seiner Cybersicherheit investiert. So wurden auf Infrastruktur- und Serverebene Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt und weiterhin Investitionen in die Schulung der Mitarbeiter getätigt. Wir haben beachtliche Schritte unternommen, um unsere Standards zu erhöhen. Es verbleiben jedoch noch Risiken in diesem Bereich. Marktbezogene Risiken Marktrisiken entstehen für Research, dem größten Segment von Springer Nature, aus der finanziellen Situation und Kaufkraft seiner wichtigsten Kunden in den jeweiligen Märkten und Ländern. Zu unseren Kunden zählen Universitäts- und Forschungsbibliotheken, Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen in den klassischen Industrienationen und zunehmend auch in den Schwellenländern im Asien-Pazifik-Raum, im Nahen und Mittleren Osten und in Lateinamerika. Unsere Marken und unser Ruf sind wichtige Vermögenswerte, die zur Unterstützung unserer Marktpositionen erhalten werden müssen. Unser Ruf beruht auf der Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen sowie unserer Position als Bewahrer wissenschaftlicher Inhalte/Daten. Forscher standen in der jüngsten Vergangenheit weiterhin unter zunehmendem Druck, regelmäßig relevante Ergebnisse zu veröffentlichen, um ihre Karriere voranzutreiben oder die Finanzierung zu sichern. Wir gehen nicht davon aus, dass sich dies in absehbarer Zukunft ändern wird. Darüber hinaus war es Netzwerken aus Einzelpersonen durch Entwicklungen im IT-Bereich (z. B. Kollaborationstools, maschinelles Lernen, KI) möglich, zusammenzuarbeiten und fehlerhafte Beiträge bei seriösen Zeitschriften einzureichen. Infolgedessen nahm die Anzahl der Rücknahmen aufgrund von Betrug und Fehlverhalten in den letzten zwei Jahrzehnten stetig zu. Sind wir außerstande, die Stärke unserer Marken aufrechtzuerhalten, könnte sich dies erheblich nachteilig auf unsere Umsatzerlöse und zukünftige Geschäftsentwicklung auswirken. Der Konzern investiert kontinuierlich in seine Organisation und Technologie, um seine Prozesse und Verfahren zu verbessern sowie Lücken darin zu schließen und um Tools zu implementieren, die der Identifizierung verdächtiger Artikel in einer frühen Phase des Veröffentlichungsprozesses dienen. Springer Nature arbeitet in diesem Bereich auch mit anderen Verlagen zusammen, um Informationen auszutauschen und Lösungen in Bezug auf Integritätsbedenken zu entwickeln. Springer Nature publiziert und verkauft, wie die meisten seiner Wettbewerber, einen Großteil seiner wissenschaftlichen Inhalte auf der Basis von bezahlten Abonnements und Lizenzverträgen. Unter Geldgebern und Regulatoren und innerhalb der akademischen Gemeinschaft wird seit einigen Jahren eine Diskussion geführt, ob die Ergebnisse aus durch öffentliche Gelder finanzierter Forschung unentgeltlich zugänglich gemacht werden sollten. Springer Nature verfolgt diese Diskussion über die Einführung von Open Access-Modellen aufmerksam. Springer Nature ist gegenwärtig einer der größten und wirtschaftlich erfolgreichsten Open Access Publisher und konnte bislang keine negativen Auswirkungen auf das klassische Geschäftsmodell mit lizenzierten/abonnierten Inhalten feststellen. Die Migration zu Open Access erfolgt zwar weiterhin schrittweise und eine vollständige Migration auf ein solches Publikationsmodell mit freiem Zugang gilt mittelfristig als sehr unwahrscheinlich, doch könnten sich dadurch wesentliche Auswirkungen auf die künftige Höhe der Umsatzerlöse aus dem Abonnementgeschäft und somit auch auf den Gesamtumsatz von Springer Nature ergeben. Aus dieser Diskussion heraus entstand 2015 ein neues Geschäftsmodell, das Abonnement-/Lizenzmodelle mit einem Kontingent zur Publikation von Artikeln in Open Access-Zeitschriften (sog. "Publish and Read"- Vereinbarungen (PAR) oder Transformationsverträge (TAs)) verknüpft. Der Konzern hat in einigen Märkten bereits solche Verträge abgeschlossen, bisher mit ca. 3.500 Institutionen auf der ganzen Welt. Die Erfahrung über die Laufzeit dieser Verträge zeigt, dass sie sich auf die Fähigkeit von Springer Nature, Umsatzerlöse in diesen Ländern zu erzielen und zu steigern, positiv auswirken können. Dieser Trend hat sich 2022 fortgesetzt. So haben weitere wichtige Länder/Kunden derartige Vereinbarungen unterzeichnet und andere ihr Interesse bekundet, Abonnement- und Veröffentlichungsausgaben in einer Vereinbarung zusammenzufassen, mit der Absicht, den unter dieser Vereinbarung veröffentlichten Inhalt weltweit frei zugänglich zu machen. Springer Nature geht zwar nicht davon aus, dass diese Entwicklung sich grundlegend auf seine Fähigkeit auswirken wird, in diesem Geschäftssegment künftig Umsatzerlöse zu erzielen und diese zu steigern, dennoch ist offensichtlich, dass eine globale Umstellung auf solche "Publish and Read"-Vereinbarungen zu Missverhältnissen bei den Ausgaben von Ländern, Konsortien und einzelnen Kunden führen wird, abhängig von ihrem Status als reiner Produzent oder Konsument von wissenschaftlichen Inhalten. Derartige Situationen sind komplex und schwierig auf wirtschaftliche Weise zu lösen. Daher führen sie während des Umstellungszeitraums möglicherweise zu einer nicht-linearen und weniger vorhersehbaren Umsatzentwicklung. Weltweit gibt es in mehreren Märkten Initiativen zur Förderung von Open Access - wie Plan S, hauptsächlich in Europa, oder das 2022 von der US-Regierung veröffentlichte Public Access Memorandum. Diese verpflichten Wissenschaftler und Forscher, die von staatlich finanzierten Forschungsorganisationen und -einrichtungen unterstützt werden, dazu, ihre Arbeiten in Open Access-Formaten zu veröffentlichen. Plan S ist eine Initiative von cOAlition S, einem Zusammenschluss bedeutender nationaler Forschungsorganisationen und -förderer aus verschiedenen Ländern, darunter zwölf europäische Staaten. Ab 2021 müssen alle wissenschaftlichen Artikel, die aus Forschungsprojekten hervorgehen, welche von Mitgliedern der cOAlition S finanziert werden, ohne Embargo-Frist nach ihrer Veröffentlichung frei zugänglich gemacht werden. Das US-amerikanische Office of Science and Technology Policy (OSTP) verlangt von bundesstaatlichen Behörden, dass sie bis Ende 2025 Richtlinien für einen öffentlichen Zugang erarbeiten und umsetzen, damit geförderte wissenschaftliche Publikationen ohne Embargo öffentlich zugänglich sind. Springer Nature ist aktiv an der Debatte zu diesen Initiativen und ihrer Umsetzung beteiligt. Als Branchenführer und seit Kurzem erster Verlag, der eine Million sofort frei zugängliche Artikel veröffentlicht hat, treibt Springer Nature den Übergang zu Open Access-Publishing, das wirtschaftlich ist und die Qualität und Effizienz im Publikationsprozess wahrt, weiter voran. Bisher teilen die Umsetzungsschritte im Rahmen von Plan S diese Ziele weitgehend. Wenn die Anforderungen einzelner Geldgeber umfangreicher sind, wie Jisc in Großbritannien, führt Springer Nature konstruktive Gespräche, um akzeptable Lösungen zu finden. Die Einzelheiten der Richtlinien der bundesstaatlichen Behörden in den USA stehen zwar noch nicht fest, aber die bisherigen Pläne deuten darauf hin, dass es Forschern wahrscheinlich möglich sein wird, die Kosten für Open Access-Veröffentlichungen mit ihren Fördergeldern zu decken. Wird die Umstellung auf Open Access-Modelle von Regulierungsstellen und/oder Finanzierungseinrichtungen jedoch wider Erwarten zu kurzfristig oder ohne angemessene Finanzierung eingefordert, kann sich dies nachteilig auf die Fähigkeit von Springer Nature auswirken, diese Modelle unter wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen einzuführen, und die Umsatzerlöse und das Ergebnis von Springer Nature negativ beeinflussen. In einigen Fällen werden die Geschäftsbeziehungen von Springer Nature mit Konsortien, Bibliotheken und sonstigen Kunden über Vertriebsagenturen sowie Großhändler/Distributoren geführt. Das Geschäftsvolumen dieser Zwischenhändler hat sich aufgrund der Digitalisierung von Inhalten und der gesunkenen Nachfrage nach physischen Produkten verringert. Da diese Parteien/Agenturen üblicherweise auch die Kundengelder vereinnahmen, kann deren Insolvenz dazu führen, dass die Springer Nature geschuldeten Gelder nicht mehr abgeführt werden und diese ausstehenden Forderungen Springer Nature folglich gar nicht mehr oder nur teilweise durch die Verwertung der Insolvenzmasse zufließen. Sollten Großhändler/Distributoren zahlungsunfähig werden, muss Springer Nature unter Umständen über die üblichen Mengen hinausgehende Retouren in seinen Vorratsbestand aufnehmen. Springer Nature bewertet die wahrscheinlichen Auswirkungen dieser Risiken im Hinblick auf seine Unternehmensfortführung als nicht wesentlich. In bestimmten Märkten, die für unseren Research-Bereich relevant sind, ist eine zunehmende Konzentration sowohl im stationären Buchhandel als auch im Online-Handel zu beobachten. Insbesondere im Online-Handel halten einige wenige Marktteilnehmer wie Amazon oder Apple einen wesentlichen Marktanteil, was sich negativ auf die Profitabilität und die Ergebnisse von Springer Nature auswirken kann, sollte diese Marktmacht missbraucht werden. Zudem wird der Handel mit gebrauchten Büchern und die Einführung von Ausleihmodellen für Bücher durch Online-Plattformen stark gefördert, was sich ebenfalls negativ auf die Umsatzerlöse und das Ergebnis von Springer Nature auswirken kann. Die Ertragskraft von Springer Nature basiert auch darauf, dass mit Dritten zu angemessenen wirtschaftlichen Bedingungen Lizenz- und Co-Publishing-Verträge über die Bereitstellung von Inhalten abgeschlossen werden können. Beschließen diese Parteien, ihre Inhalte nicht mehr zur Verfügung zu stellen, oder werden Verträge nicht zu wirtschaftlich rentablen Bedingungen verlängert, könnte dies die Entwicklung der Umsatzerlöse und des Ergebnisses von Springer Nature kurzfristig negativ beeinflussen. 2022 hat sich die Lage auf dem weltweiten Papiermarkt nicht verbessert und Springer Nature war aufgrund mehrerer Faktoren außerhalb unseres Einflussbereichs erneut mit einer Papierknappheit konfrontiert. Wir konnten zwar alle Verpflichtungen und Kundenbestellungen erfüllen, mussten im Rahmen von bestehenden Verträgen Papier aber zu deutlich höheren Preisen und extern auf dem Terminmarkt einkaufen. Falls sich die Situation nicht verbessert oder gar verschlimmert, rechnen wir mit einer weiteren drastischen Preiserhöhung und sind darüber hinaus möglicherweise nicht in der Lage, unsere Druckerzeugnisse innerhalb der üblichen Fristen zu liefern. In bestimmten Bereichen und Regionen des Education-Geschäfts nimmt die öffentliche Hand immer mehr Einfluss auf die Herstellung und Bereitstellung von Lehr- und Lernmaterialien. Dies stellt in einigen Märkten ein Risiko dar, insbesondere in Lateinamerika, im Nahen und Mittleren Osten sowie in Indien, wo einige Regierungen die Beschaffungsprozesse für Schulbücher und sonstige Bildungsmaterialien bereits stark zentralisiert haben oder sogar dazu übergegangen sind, ihre eigenen Lehr- und Lernmaterialien zu erstellen. Dieses Risiko kann zu einer schwankenden Umsatzentwicklung sowie Umsatzeinbußen führen. Springer Nature ist dem grundlegenden Risiko ausgesetzt, dass seine Geschäftsmodelle, Produkte und Dienstleistungen nicht vollständig durch Urheber- und andere Schutzrechte geschützt sind, dass die Urheberrechte von Springer Nature von Dritten verletzt oder angefochten werden und dass Springer Nature selbst unbeabsichtigt Urheberrechte von Dritten verletzt, woraus Vertragsverletzungsverfahren, Nachverhandlungen von Verträgen und/oder zusätzliche Zahlungen resultieren können. Insbesondere die systematische Verletzung der Urheberrechte von Springer Nature könnte sich negativ auf die Nachfrage nach seinen Produkten und in der Folge auf die Umsatzerlöse auswirken. Obwohl der Konzern regelmäßig seine Autoren- und Herausgeberverträge aktualisiert, können insbesondere aus den eingeführten Geschäftsmodellen für die elektronische Nutzung steigende Risiken resultieren, die zu solchen Ansprüchen führen könnten. Da der Konzern Inhalte über zahlreiche globale Tochterunternehmen erwirbt, ist Springer Nature dem Risiko von Änderungen von Urheberrechtsgesetzen in anderen Ländern ausgesetzt. In einigen Ländern, in denen wir tätig sind, können Urheberrechtsgesetze nicht ausreichend robust sein oder die rechtliche Position von Urheberrechtserstellern und -eigentümern kann weiter geschwächt werden, was unsere Fähigkeit, unsere geschaffenen oder erworbenen Rechte am geistigen Eigentum unserer Produkte zu begründen und zu schützen, einschränken könnte. Diese Änderungen können auch zu veränderten Vergütungsanforderungen für Autoren und/oder Änderungen der Systeme zur Verwertung von Urheberrechten führen, die für Springer Nature von Nachteil sein können. Obwohl Änderungen in anderen Ländern die Finanzlage von Springer Nature nachteilig beeinflussen könnten, schätzen wir dies für den Konzern als Ganzes lediglich als ein moderates Risiko ein. Die Netzwerke zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit (Scientific Collaboration Networks - SCNs) scheinen langsamer zu wachsen. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat unrechtmäßige Netzwerke zur Zusammenarbeit, die auf die unrechtmäßige Speicherung und Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Inhalten ausgerichtet waren, isoliert. Insbesondere Seiten, die aus von Russland kontrollierten Regionen/Ländern betrieben werden, verzeichneten auch infolge der verhängten Sanktionen einen starken Rückgang in Bezug auf die Nutzung und die Zurverfügungstellung von Inhalten. Andere Netzwerke zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit mussten ihre Aktivitäten und ihre Investitionen herunterfahren, da werbe- und dienstleistungsgestützte Geschäftsmodelle unter dem konjunkturellen Abschwung und den Lieferkettenproblemen litten, die durch die COVID-19-Pandemie hervorgerufen und durch die Eskalation der russischen Aggressionen gegen die Ukraine verschärft wurden. Springer Nature arbeitet weiterhin mit sämtlichen SCNs zusammen, die sich an bestehende rechtliche Rahmenbedingungen halten, und ist der Auffassung, dass die Möglichkeit durch die Nutzung der SCNs, Inhalte weiter zu verbreiten und einen größeren Teil der Forschungsgemeinschaft zu erreichen, sowohl für Autoren/Nutzer als auch Verlage von Vorteil ist. Der Konzern wägt derzeit alle Optionen in Bezug auf die unrechtmäßige Nutzung seiner Inhalte in SCNs oder vergleichbaren Seiten ab. Springer Nature ist sich zwar der illegalen Nutzung seiner Inhalte auf einigen dieser Seiten bewusst, konnte jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf seine Fähigkeit, mit seinen Inhalten/Rechten Umsatzerlöse zu generieren, feststellen. Entsprechend unserer allgemeinen Strategie setzen wir unsere Zusammenarbeit mit diesen Parteien fort, um die rechtmäßige Verbreitung und Reichweite unserer Inhalte auch über diese Communities und Seiten zu stärken. Der Impact Factor als Maß für die relative Häufigkeit von Zitierungen in einer wissenschaftlichen Zeitschrift ist hochrelevant für die Entscheidung von Autoren, in welcher Zeitschrift sie veröffentlichen, für die Entscheidung von Forschern, welchen Artikel sie lesen, sowie für Fördereinrichtungen und politische Entscheidungsträger eine wichtige Kennzahl für Zwecke der Forschungsevaluierung. Ein Rückgang des Impact Factor unserer Zeitschriften könnte sich negativ auf die Fähigkeit auswirken, hochwertige Artikel eingereicht zu bekommen, was wiederum zu einem Umsatzrückgang führen könnte. Des Weiteren gibt es keine Sicherheit dafür, dass der Impact Factor nicht durch andere Parameter, wie etwa jene zur Darstellung von Aufrufen oder Erwähnungen in sozialen Medien, als wichtigste Messgröße für wissenschaftliche Publikationen ersetzt wird. Ein solcher Bedeutungsverlust des Impact Factor könnte sich ebenfalls negativ auf unsere Finanzlage auswirken. Springer Nature ist in wettbewerbsintensiven Märkten und Geschäftsfeldern tätig, die in den letzten Jahren wesentlich von der Migration zu elektronischen Produkten und Leistungen, technologischen Innovationen, Gesetzesänderungen und neuen Marktteilnehmern beeinflusst wurden. Werden diese Trends und/oder das geänderte Nachfrageverhalten der Kunden nicht frühzeitig erkannt und aufgegriffen, kann sich dies nachteilig auf die Geschäftsentwicklung von Springer Nature auswirken. Prozessbezogene Risiken Prozessrisiken beziehen sich auf Risiken, die aus der Beteiligung von Springer Nature an Teilen der Wertschöpfungskette in einem Verlag resultieren können, sowie aus den damit verbundenen Workflows, Prozessen, unterstützenden Systemen und Technologien. Wichtige Prozesse für den Research-Bereich beziehen sich auf den Erwerb von Inhalten, die Organisation der internen Auswahl der Inhalte sowie der externen Peer-Review-Prozesse, die Qualitätssicherung, die Erstellung digitaler Inhalte, die Speicherung, die Indexierung, den Vertrieb und die Lizenzierungsprozesse sowie die Organisation des Zugangs und die Steuerung von Zugangsrechten. Unterbrechungen oder Störungen in diesen Prozessen könnten zu Verzögerungen in der Publikation von Inhalten, Korrekturen und Kommunikationsaufwand und somit zu verzögerten oder geringeren Umsatzerlösen, zusätzlichen Kosten sowie zu Reputationsverlust führen. Springer Nature ist ein Digitalunternehmen, bei dem Informationstechnologien in hohem Maße in die Geschäftsprozesse und -modelle integriert sind. Der Konzern ist nicht nur zum Vertrieb und zur Verbreitung seiner Inhalte, sondern auch zum Austausch von Daten mit Kunden und Lieferanten in hohem Maße auf seine elektronischen Datenbanken, seine Content-Hosting- und Vertriebsplattformen, seine Workflow-Tools, seine eigenen oder externen Infrastrukturen zur Datenverarbeitung sowie auf das Internet angewiesen. Intern oder extern verursachte Störungen der Verfügbarkeit dieser IT-Komponenten könnten unsere Geschäftstätigkeit oder Ertragslage beeinträchtigen, unserem Ruf schaden und uns dem Risiko von Geldstrafen und Rechtsstreitigkeiten aussetzen. Wir haben Richtlinien und Verfahren etabliert und investieren fortlaufend in geeignete technische Kontrollen, spezifische Cybersicherheitsmaßnahmen und Datensicherungsverfahren und - systeme, mit dem Ziel, unsere Daten und unsere IT-Infrastruktur zu schützen. Springer Nature hat die Investitionen in den Umfang und das Ausmaß unserer internen Cybersicherheitsmaßnahmen und der damit verbundenen Technologien 2022 deutlich erhöht. Cyberangriffe bleiben jedoch ein zunehmendes Risiko für den Konzern, und unter Umständen können weder mit unseren Cybersicherheitsmaßnahmen noch mit denen unserer Lieferanten sämtliche Versuche, unsere oder deren IT-Infrastruktur und -Systeme zu kompromittieren, erkannt oder verhindert werden. Eine wesentliche Voraussetzung für die Erzielung von Umsatzerlösen und Gewinnen sind die Qualität und Verfügbarkeit der angebotenen Inhalte. Da das Angebot an Inhalten von Springer Nature sehr diversifiziert, aber auch fragmentiert ist und der Beitrag von einzelnen Elementen am Inhalt (Zeitschriften, Buchtitel, Buchreihen) zum Gesamtergebnis von Springer Nature klein ist, stellt die mangelnde Verfügbarkeit einzelner Produkte, z. B. aufgrund von Mängeln, Plagiatsvorwürfen oder technisch bedingten Verzögerungen, kein wesentliches Risiko auf Konzernebene dar. Im Falle, dass Teile von Geschäftsprozessen (z. B. Pre-Publishing-Leistungen, Druck und Vertrieb von physischen Produkten, Wartung von IT-Systemen) ausgelagert wurden, ist der Konzern von Dritten abhängig. Springer Nature arbeitet hauptsächlich mit bekannten und etablierten Dienstleistern zusammen, diversifiziert seinen Lieferantenstamm und hat mit diesem marktübliche Verträge abgeschlossen, die die regelmäßige Überprüfung der Qualität der Prozesse sowie der organisatorischen und wirtschaftlichen Stabilität der wichtigsten Lieferanten ermöglichen. Wo aus wirtschaftlichen und verfahrenstechnischen Gründen eine stärkere Volumenbündelung und eine tiefgreifendere Einbindung von Lieferanten im Hinblick auf Technologie und Workflows erforderlich sind, setzt Springer Nature Verträge auf, die zusätzliche sinnvolle Garantien und Kontrollrechte einräumen, und erhält zur Absicherung Beziehungen zu kleineren Lieferanten aufrecht. Trotz dieser Maßnahmen kann die Umverteilung größerer Dienstleistungsvolumina und der Aufbau von integrierten Prozessen/Workflows mit alternativen Dienstleistern zu Prozessverzögerungen führen und wirtschaftliche Nachteile nach sich ziehen. Springer Nature nutzt regelmäßig Akquisitionen zur Ergänzung seines Portfolios. Trotz der Durchführung detaillierter Analysen im Vorfeld der Akquisitionen, Standard-Due-Diligence-Verfahren durch interne und externe Ressourcen und vordefinierter post-merger Integrationsprozesse besteht das Risiko, dass die Integration erworbener Unternehmen länger dauert als erwartet oder Akquisitionen insgesamt nicht erfolgreich sind. Dies könnte sich nachteilig auf das künftige Finanzergebnis von Springer Nature auswirken. Die erfolgreiche Entwicklung und Umsetzung von Strategien, Geschäftsplänen und Projekten ist, neben anderen Faktoren, auch von der Fähigkeit des Konzerns zur Gewinnung, Förderung und Bindung angemessen qualifizierter Mitarbeiter abhängig. Springer Nature steht unter anderem mit Forschungseinrichtungen und zunehmend mit Unternehmen aus der IT-Branche im Wettbewerb um Mitarbeiter, da der Druck, bestehende Geschäftsmodelle auf digitale Lösungen umzustellen, durch die Pandemie zugenommen hat. Ist Springer Nature in diesem zunehmenden Wettbewerb um knappe Personalressourcen nicht erfolgreich, könnte dies die Geschäftsentwicklung nachteilig beeinflussen. Projektbezogene Risiken Projektrisiken entstehen aufgrund von Managemententscheidungen, die erhebliche Änderungen in der Organisation, den IT-Systemen, den Geschäftsmodellen und/oder dem Produktangebot von Springer Nature bewirken und durch temporäre Maßnahmen (Projekte) umgesetzt werden sollen. Um die mit diesen Projekten verbundenen Risiken zu mindern, richtet Springer Nature eine entsprechende Projektorganisation ein, um diese effektiv zu steuern. Diese Projektorganisation beinhaltet neben dem Kernprojektteam und den verantwortlichen Projektmanagern auch Eskalations- und Lenkungsausschüsse. Wir führen eine Vielzahl von IT-Projekten durch, um Systeme und Plattformen zu integrieren und auf neue Technologien umzustellen, und wir erwarten, dass diese noch über die nächsten Jahre andauern. Viele dieser Projekte werden umfangreiche Änderungen für die Organisation und die IT-Landschaft von Springer Nature mit sich bringen. Einige dieser Projekte sind komplexer Natur und haben starke Wechselwirkungen mit anderen Technologieprojekten. Darüber hinaus ist während der Systemimplementierungs- oder Migrationsphasen das Arbeiten in einer dualen Systemlandschaft erforderlich, was zu Verzögerungen, Fehlern oder Ineffizienzen führen könnte, die sich negativ auf unsere Ertragslage auswirken könnten. Springer Nature schätzt gegenwärtig kein Projekt als wesentliches Risiko auf Konzernebene ein. Risiken aus der Finanzierung/Finanzinstrumenten und Steuerrisiken Finanzielle Risiken beziehen sich auf die Situation in den globalen Finanzmärkten, die das geplante künftige Ergebnis von Springer Nature gefährden könnten. Springer Nature ist weltweit tätig und unterliegt deshalb einer Reihe von finanziellen Risiken, insbesondere Marktrisiken, die sich aus Schwankungen der Wechselkurse zwischen dem Euro und für Springer Nature wichtigen Währungen sowie aus Zinsschwankungen und Steuern ergeben. Der Konzern ist Risiken in verschiedenen Währungen ausgesetzt, die aus Abweichungen der jährlichen durchschnittlichen Wechselkurse gegenüber dem Euro von den in der jährlichen Budgetplanung des Konzerns angenommenen Wechselkursen resultieren, wobei dem US-Dollar-Euro-Wechselkurs die größte Bedeutung zukommt. Um diese Risiken zu identifizieren, werden konzernweite Währungsanalysen durchgeführt und die wichtigsten Positionen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Konzern-Kapitalflussrechnung in ihre Währungskomponenten aufgeteilt. Darauf aufbauend werden Simulationen und Analysen von verschiedenen währungsbezogenen Szenarien durchgeführt, um die daraus resultierenden Risiken zu quantifizieren und darauf basierend über Maßnahmen zur Minderung der Risiken zu entscheiden. Eine zentrale Maßnahme, die die Wechselkursrisiken zumindest teilweise mindern soll, besteht in dem Ansatz von Springer Nature, finanzielle Verbindlichkeiten in auf Euro und US-Dollar lautende Tranchen aufzuteilen. Der Nennwert der auf US-Dollar lautenden Darlehen ist so gewählt, dass die entsprechenden Zins- und Rückzahlungen teilweise dem Betrag der operativen Mittelzuflüsse in US-Dollar entsprechen. Dadurch verringert sich das strukturelle Währungsrisiko, das sich aus den Währungsschwankungen der Cashflows ergibt. Wesentliche Währungspositionen, die Wechselkursrisiken unterliegen und nicht durch eine natürliche Absicherung abgedeckt sind, werden separat und individuell abgesichert. In diesen Fällen werden Sicherungsgeschäfte abgeschlossen, die die Risiken aus Wechselkursschwankungen zwischen dem Tag des Abschlusses und dem erwarteten Tag des Mittelzuflusses im Zusammenhang mit der zugrunde liegenden Transaktion minimieren sollen. Das Kontrahentenrisiko dieser Transaktionen wird genau beobachtet, und Verträge werden nur mit Kreditinstituten abgeschlossen, die bestimmte Rating-Kriterien erfüllen. Der Konzern ist Zinsrisiken ausgesetzt, da die finanziellen Verbindlichkeiten von Springer Nature variabel verzinslich sind. Da Springer Nature mit seinen Darlehensgebern eine Zinsuntergrenze von 0,5%/0,75% vereinbart hat, wirken sich Schwankungen der Basiszinssätze in den US-Dollar-und Euro-Märkten oberhalb von 0,75% bzw. 0,5% auf den Zinsaufwand von Springer Nature aus. Zur Minderung des Risikos aus Zinsschwankungen setzt der Konzern bei der Absicherung variabel verzinslicher Darlehen Payer-Swaps (d. h., Springer Nature zahlt einen festen Zinssatz und erhält dafür einen variablen Zinssatz) ein. Da diese Zinsswaps keinen Floor von 0,0% haben, wirken sich auch negative Zinssätze nachteilig auf das Konzernergebnis aus. Springer Nature hat den Absicherungsfaktor für variable Zinsen von ca. 65% der Ende 2021 ausstehenden Nominalwerte der Senior-Darlehen auf ca. 68% Ende 2022 erhöht (2022: EUR 1.698,1 Mio.; 2021: EUR 1.781,8 Mio.). Springer Nature ist weltweit tätig, und die Ergebnisse der Tochterunternehmen unterliegen nach Art und Höhe unterschiedlichen Steuern in Abhängigkeit des Landes, in dem das jeweilige Tochterunternehmen seinen Sitz hat. Aufgrund von Änderungen der internationalen Steuervorschriften - beispielsweise durch den Aktionsplan der OECD zur Vermeidung von Gewinnkürzung und Gewinnverlagerung (OECD BEPS) und weitere Initiativen für Änderungen der Besteuerung digitaler Unternehmen, die von der EU, anderen Ländern und der OECD angestoßen wurden - dürften die Steuerbehörden ihr Augenmerk verstärkt auf Bereiche wie Verrechnungspreise und die Verteilung von steuerpflichtigen Gewinnen über verschiedene Länder legen. Weitere aufsichtsrechtliche Änderungen in diesen Bereichen könnten dazu führen, dass sich unsere Steueraufwendungen und zahlungswirksamen Steuerzahlungen erhöhen. Als einen Kernbestandteil ihres BEPS - Projekts, welches die steuerlichen Herausforderungen hinsichtlich der Digitalisierung der Wirtschaft adressiert, hat die OECD/G20 die sogenannten "Global Anti-Base Erosion Rules" (GloBE) entwickelt. Diese Regeln stellen sicher, das große, multinationale Unternehmensgruppen ein Minimum an Steuern auf Erträge zahlen, welche in den Jurisdiktionen entstehen, in denen diese operieren. Gemäß dem sogenannten "OECD inclusive Framework" und der korrespondieren EU-Richtlinie vom 14. Dezember 2022 wird Springer Nature den GloBE Regelungen beginnend am 1. Januar 2024 unterliegen. Allerdings sind diese Regelungen in den Jurisdiktionen, in denen Springer Nature tätig ist, noch nicht gültig bzw. verabschiedet. Springer Nature wird die regulatorischen Entwicklungen weiterhin eng beobachten, um sicherzustellen, dass die Gruppe auf die Anwendung der neuen Regelungen vorbereitet ist, wenn diese in Kraft treten. Zur Organisation der globalen Beschaffung und des Vertriebs unserer Inhalte sowie der Dienstleistungen und Funktionen, die für die Errichtung und Durchführung der globalen Prozesse entlang unserer Wertschöpfungskette notwendig sind, ist ein erhebliches konzerninternes Handelsvolumen an Gütern und Dienstleistungen erforderlich. Dieser Austausch wird angemessen dokumentiert, und bei der Bestimmung der internen Verrechnungspreise werden global eingeführte und anerkannte Grundsätze (hauptsächlich OECD-Regeln) befolgt. Dennoch besteht ein allgemeines Risiko, dass bestimmte Schritte aufgrund der Komplexität unserer Prozesse nicht vollständig durch unsere internen Verrechnungspreisrichtlinien abgedeckt werden, dass Steuerbehörden abweichende Standpunkte und Interpretationen zu den anerkannten Grundsätzen vertreten oder ihre Ansichten zur Auslegung von Einzelfällen oder der Rechtsprechung ändern. Resultiert dies in einer anderen Veranlagung durch die Steuerbehörden, könnte sich dies nachteilig auf die Ertragslage von Springer Nature auswirken. Aufgrund seiner Finanzierungsstruktur reagiert der Konzern empfindlich auf Änderungen hinsichtlich der Abzugsfähigkeit von Zinsen. Es ist davon auszugehen, dass Gesetze und Vorschriften, mit denen die Abzugsfähigkeit von Zinsen eingeschränkt werden soll, noch restriktiver werden. Demzufolge könnten die für uns geltenden Steuergesetze von den zuständigen Behörden ebenfalls geändert werden, was sich wiederum negativ auf unsere Ergebnisse auswirken könnte. Das Kredit- und das Liquiditätsrisiko von Springer Nature werden in Anhangangabe 34 zum Konzernabschluss näher erläutert. Rechtsstreitigkeiten Zum Ende der Berichtsperiode war Springer Nature an keinen juristischen Auseinandersetzungen, Rechtsstreitigkeiten oder Gerichtsverfahren beteiligt und sah sich keinem Sachverhalt mit dem Potenzial gegenüber, die Finanzlage des Konzerns wesentlich negativ zu beeinflussen. Es ist jedoch möglich, dass der Konzern künftig an Rechtsstreitigkeiten beteiligt sein wird, die sich negativ auf das Ergebnis von Springer Nature auswirken könnten. Zusammenfassende Darstellung der Risikolage In den vorangegangenen Abschnitten wurde über wesentliche Einzelrisiken berichtet. Die Gesamtrisikosituation von Springer Nature setzt sich aus der Gesamtheit der Einzelrisiken aller Risikokategorien zusammen. Auch unter Berücksichtigung der möglichen Zusammenhänge und Wechselwirkungen von Einzelrisiken sind derzeit für Springer Nature keine Risiken erkennbar, die eine wesentliche Gefahr für den Fortbestand von Springer Nature darstellen oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich negativ beeinflussen könnten. Springer Nature ist überzeugt, dass durch die fortschreitende Diversifizierung, Internationalisierung und Digitalisierung seines Geschäfts bestimmte dem akademischen Verlagssektor innewohnende Risiken reduziert werden. Zudem erfordern potenzielle externe und marktbezogene Risiken sowie Risiken, die sich auf die Finanzierung und Finanzinstrumente beziehen, die Ergreifung von Maßnahmen zur Risikominderung, um die Nachhaltigkeit und Stabilität der Geschäftsmodelle von Springer Nature langfristig zu gewährleisten. Springer Nature ist der Überzeugung, angemessene Maßnahmen zur Minderung dieser Risiken umgesetzt zu haben. Chancenbericht Für die Identifizierung, Bewertung und Ergreifung von Geschäftschancen ist in erster Linie das operative Management unserer Segmente verantwortlich. Unterstützt wird dieser Prozess von der für die Konzernstrategie verantwortliche Abteilung. Kurzfristige Chancen, die als potenzielle positive Abweichungen vom geplanten operativen Ergebnis für das laufende Geschäftsjahr definiert werden, werden regelmäßig mit dem Vorstand erörtert. Falls erforderlich werden geeignete Maßnahmen eingeleitet, um sie zu ergreifen. Die Identifizierung und das Management von langfristigen Chancen steht in direkter Verbindung mit dem Strategieprozess des Konzerns. Im Rahmen des jährlichen Strategieaktualisierungsprozesses werden identifizierte Chancen in Hinblick auf ihren Beitrag zu den strategischen Zielen und zum Unternehmenswert bewertet. Auf dieser Grundlage teilt der Vorstand den Segmenten und Geschäftsbereichen im Rahmen des jährlichen Budgetierungsprozesses Ressourcen zu, um ihnen die Realisierung der jeweiligen Chancen zu ermöglichen. Für außerhalb dieses Prozesses identifizierte strategische Chancen, z. B. Strategieanpassungen oder potenzielle Akquisitionen und Partnerschaften, werden separate Chancen- und Risikoanalysen durchgeführt und daraus resultierende Geschäftsszenarien erstellt und dem Vorstand zur Entscheidung vorgelegt. Innerhalb der Segmente sehen wir Chancen in Verbindung mit folgenden wesentlichen strategischen Initiativen: Im gesamten Segment Research werden wir uns auf die Ausweitung der Leistungen für Autoren, Herausgeber und Peer-Reviewer konzentrieren und gleichzeitig unsere operative und prozessbezogene Führungsposition verteidigen und unsere Fähigkeiten der Monetisierung ausbauen, indem wir unter anderem unser Zeitschriften- und Buchportfolio ausbauen und neu ausrichten, den fortschreitenden Übergang zu Open Access steuern und neue Produkte und Dienstleistungen schaffen. In unserem Segment Health werden wir weiterhin digitale Geschäftsmodelle in allen Geschäftsbereichen vorantreiben, um die Bereiche International Health und Medizinische Weiterbildung zu stabilisieren und zu erweitern und den Anteil der mit dem einmaligen, margenschwachen Verkauf von Printinhalten erzielten Umsatzerlöse zu verringern. Wir werden weltweit ein systematisches Screening nach Add-on-Akquisitionen im Bereich Informationen und Dienstleistungen im Segment Healthcare durchführen. Im Segment Education sind wir bestrebt, unser Portfolio schwerpunktmäßig auf Märkte auszurichten, in denen wir eine Führungsposition innehaben, sowie die Streuung unserer Produktinvestitionen zu verringern, um die Stabilität und Sichtbarkeit unserer Umsatzbasis und Rendite zu verbessern. Zudem werden wir uns entsprechend den Erwartungen und der Nachfrage unserer Kunden auf die Entwicklung und die Förderung von digitalen Inhalten und Lösungen konzentrieren. Dies wird mit Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und zur Verbesserung der diesem Segment zugrunde liegenden Kostenstruktur einhergehen. Im Segment Professional ist es unser Ziel, unsere Führungsposition in attraktiven vertikalen Märkten/Nischen aufrechtzuerhalten und die Digitalisierung unserer Geschäftsmodelle weiter voranzutreiben. Wir werden Chancen zur weiteren Konsolidierung sowie für Add-on-Akquisitionen in unseren Schlüsselsegmenten nutzen und unsere konservativen Kosten- und Investitionsstrategien fortführen, um die attraktiven Margen, die in diesem Segment generiert werden, zu sichern. Springer Nature prüft regelmäßig Möglichkeiten für Akquisitionen sowie die Veräußerung von einzelnen Geschäften oder Bereichen, unter Berücksichtigung der strategischen Gesamtausrichtung des Konzerns und der Strategien in seinen Geschäftsbereichen. 5. Prognosebericht Planungsannahmen Springer Nature plant die künftige Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auf Basis von vergangenen und gegenwärtig beobachtbaren Trends sowie Extrapolationen, Prognosen, qualitativen und quantitativen Annahmen und Szenarien, die Springer Nature aus heutiger Sicht als angemessen und hinreichend wahrscheinlich erachtet. Generell sind alle Planungen und zugrunde liegenden Annahmen jedoch mit Unsicherheiten behaftet und berücksichtigen möglicherweise nicht alle Aspekte, die sich auf die zukünftige Geschäftsentwicklung auswirken können. Die tatsächliche Entwicklung von Springer Nature könnte daher deutlich von den getroffenen Annahmen und den daraus resultierenden Planungen und Trendaussagen abweichen. Faktoren, die zu abweichenden zukünftigen Entwicklungen im Vergleich zu den derzeitigen Prognosen führen, können z. B. sein: allgemeine wirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen, Änderungen im weltweiten Finanzierungsumfeld oder Änderungen im rechtlichen und regulatorischen Umfeld, aber auch geopolitische Umwälzungen in Märkten, die für Springer Nature von Bedeutung sind. Künftige Entwicklung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen Die im Hinblick auf diese Prognose bestehenden Risiken und Unsicherheiten sind ungewöhnlich hoch. Der Krieg in der Ukraine wird andauern und könnte sogar noch weiter eskalieren, zusätzliche Sanktionen und Beschränkungen können verhängt bzw. auferlegt werden oder wir könnten unseren Ansatz in Hinblick auf russische Kunden und Autoren revidieren. Abgesehen von der unmittelbaren Auswirkung auf die Ertragslage des Konzerns ist es kaum möglich vorherzusagen, wie sich dies mittel- bis langfristig auf bestehende Kooperationen, Zusammenarbeiten, Branchenpartnerschaften und Praktiken, die sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte etabliert haben, sowie die Haltung gegenüber der offenen Wissenschaft im Allgemeinen auswirken wird. Die anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, wie das Auftreten neuer Varianten oder neue Ausbrüche, könnten die Erholung der Volkswirtschaften ausbremsen, da sie sich weiterhin auf die weltweiten Lieferketten auswirken könnten. Trotz der finanzpolitischen Anreize könnte die Abkühlung der chinesischen Wirtschaft, insbesondere im Immobiliensektor, stärker ausfallen als erwartet. Ohnehin schwierige Finanzierungsbedingungen und knappe öffentliche Haushaltsbudgets, insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern, könnten sich verschärfen. Im Allgemeinen belasteten der Krieg in der Ukraine, die Abkühlung der chinesischen Wirtschaft, eine restriktive Fiskal- und Geldpolitik, erhöhte Zinsniveaus, verstärkte politische Unsicherheiten/Spannungen sowie ein höheres Niveau der Staatsverschuldung und der Verschuldung der Privatwirtschaft die Weltwirtschaft und die betroffenen Regionen und Länder. Die kurzfristige Prognose fällt insbesondere für die entwickelten Volkswirtschaften deutlich verhaltener aus und einige Länder stehen (womöglich sogar) vor einer Rezession. Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für 2023 ein weltweites Wirtschaftswachstum von 2,9%. Für die entwickelten Volkswirtschaften rechnet der IWF für 2023 mit einem Wachstum von 1,2%. Für die Mehrheit der entwickelten Volkswirtschaften ist der Ausblick für 2023 infolge der makroökonomischen und geopolitischen Situation verhalten. Für Volkswirtschaften wie die USA, den Euroraum und Japan prognostizierte der IWF für das Jahr 2023 ein Wachstum von 1,4%, 0,7% bzw. 1,8%. Für das Jahr 2023 prognostizierte der IWF für die britische Wirtschaft einen Rückgang von -0,6%. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer wird für das Jahr 2023 ein Wachstum von 4,0% prognostiziert. Ohne China und Indien, für die der IWF ein Wachstum von 5,2% bzw. 6,1% prognostizierte, ist der Ausblick für die Schwellen- und Entwicklungsländer verhaltener. Für Lateinamerika und die Karibik wird für das Jahr 2023 ein Wirtschaftswachstum von 1,8% erwartet Für den Nahen und Mittleren Osten sowie für Zentralasien wird für das Jahr 2023 ein Wirtschaftswachstum von 3,2% prognostiziert, für die afrikanischen Länder südlich der Sahara ein Wachstum von 3,8%. Springer Nature bedient mit seinen Produkten und Dienstleistungen in den Bereichen STM und Education globale Märkte. Im Professional/B2B-Bereich ist der Konzern in regionalen Märkten, in erster Linie in Deutschland und den Niederlanden, aktiv. Das Research-Geschäft von Springer Nature umfasst im Wesentlichen wissenschaftliche Inhalte in englischer Sprache, die weltweit generiert und vertrieben werden. Die Umsatzerlöse aus Gebühren für die Veröffentlichung von Artikeln (APC- Article Processing Charge) sowie aus dem Dienstleistungsangebot für Autoren und Institutionen haben in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Insbesondere die weltweite Nachfrage nach Open Access Publishing ist stark gestiegen und wir gehen davon aus, dass sich diese Entwicklung kurz- und mittelfristig fortsetzen wird. Die wesentlichen Treiber des STM-Geschäfts wie die weltweiten Forschungsausgaben, die Zahl der in der Forschung tätigen Fachkräfte und Studenten, die Zahl der Forschungs- und Ausbildungsinstitutionen, die Anzahl der in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlichten Artikel sowie die Häufigkeit und Intensität der Nutzung von wissenschaftlichen Inhalten und Forschungsergebnissen haben in der Vergangenheit ein stabiles Wachstum verzeichnet und wir gehen nicht davon aus, dass sich die aktuelle makroökonomische und geopolitische Situation sowie die COVID-19-Pandemie dauerhaft auf diese Trends auswirken werden. Basierend auf dem breiten Produktportfolio von Springer Nature, der Einzigartigkeit der Marke Nature sowie der führenden Position in den schnellwachsenden Bereichen des STM-Marktes geht Springer Nature davon aus, im Kernbereich Research ein über dem Marktdurchschnitt liegendes Umsatzwachstum zu erreichen. Das Segment Healthcare von Springer Nature bietet Fachkräften im Medizinsektor und in der weiter gefassten Gesundheits- und Pharmabranche Informationen in Bezug auf Medizin und Gesundheitswesen, Weiterbildungsdienstleistungen sowie Kommunikations- und Marketingtools. Für diese/n Sektor bzw. Branche wird mittelfristig ein nachhaltiges weltweites Wachstum erwartet. Die Haupttreiber sind eine durch demografische Entwicklungen begünstigte, ständig steigende Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen und -produkten sowie kontinuierliche forschungsgetriebene Innovationen in allen Bereichen der medizinischen Diagnose und Behandlung. Infolgedessen werden die weltweiten Ausgaben im Gesundheitswesen und die Anzahl der Fachkräfte im gesamten Segment Healthcare mittelfristig solide steigen und somit die Basis für solides, stabiles mittelfristiges Wachstum in diesem Segment bilden. Im Hinblick auf das Segment Education erwartet Springer Nature, dass die Tätigung verzögerter Materialkäufe und Lehrplanreformen, eine schnellere Migration zu digitalen Learning Tools und Lernsystemen sowie anhaltend positive demografische Entwicklungen in unseren Schlüsselmärkten die Grundlage für solides mittelfristiges Wachstum sowohl im Bereich K12 Curriculum als auch für den englischen Sprachunterricht legen werden. Künftige Produktentwicklungen werden sich stärker auf größere Märkte konzentrieren und sich eher hin zum Bedarf öffentlicher und privater Schulen sowie Lehrenden und Lernenden im Open Market-Bereich verlagern. Im Zusammenhang mit umfangreichen Maßnahmen zur Verbesserung der Kostenstruktur, einem zentralisierteren Ansatz zur Erstellung von Inhalten an kosteneffizienten Standorten und einer verstärkt auf die Einführung digitaler/elektronischer Lernfunktionen ausgerichteten Strategie erwartet Springer Nature, mittelfristig in diesem Segment wieder eine Profitabilität auf dem Niveau von vor der COVID-19-Pandemie zu erreichen. In unserem Segment Professional blieben die zugrunde liegenden Branchentrends unseres Erachtens weitgehend unverändert. Die Entwicklung hin zu digitalen Inhalten und Workflow-Geschäftsmodellen wird sich infolge der während der Pandemie gemachten Nutzererfahrungen voraussichtlich noch weiter beschleunigen. Das Segment Professional, insbesondere der Bereich Transport/Road Safety, erreichte 2022 in Hinblick auf den Umsatz und den operativen Gewinn das Vorkrisenniveau. Mittelfristig rechnen wir mit einer stabilen, moderaten organischen Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Springer Nature geht ferner davon aus, von branchenspezifischen Konsolidierungschancen in diesem Segment profitieren zu können. Gesamtaussage Wie bereits erläutert, sind die im Hinblick auf diesen Ausblick bestehenden Unsicherheiten ungewöhnlich hoch. Er basiert auf gewissen Annahmen, unter anderem zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie zu einem Erholungsmuster und Trends in den Märkten, in denen wir tätig sind. Sollten sich diese zugrunde liegenden Annahmen anders entwickeln, könnte sich dies auf die Ertragslage des Konzerns auswirken. Für das Jahr 2023 erwarten wir einen Umsatz im Bereich zwischen EUR 1.780 Mio. und EUR 1.880 Mio. Bestimmte Maßnahmen zur Kostenreduzierung und das in einigen Bereichen rückläufige Ausgabenniveau im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie sind nicht dauerhaft. Wenn sich diese Geschäfte wieder erholen und die COVID-19-bezogenen Einschränkungen gelockert werden, rechnen wir mit steigenden Kosten in diesen Bereichen. Springer Nature wird 2023 weiterhin verstärkt in den Ausbau seiner Technologien und des Mitarbeiterstamms investieren. Angesichts der Tatsache, dass der inflationsbedingte Kostendruck voraussichtlich weiterhin bestehen und sich gegen Ende 2023 nur ganz allmählich abschwächen wird, rechnen wir 2023 insgesamt mit einer recht stabilen operativen Profitabilität. Mittelfristig gehen wir davon aus, dass die anhaltende Veränderung des Umsatzmixes hin zu einem höheren Anteil an digitalen Produkten in all unseren Segmenten, unsere verbesserte Kostenstruktur sowie die kontinuierliche Umsetzung neuer Effizienzmaßnahmen in allen Bereichen eine Verbesserung der operativen Profitabilität forcieren werden und zu einer Margensteigerung beitragen. Für 2023 gehen wir von einem bereinigten operativen Gewinn im Bereich von EUR 450 Mio. bis EUR 480 Mio. aus. Insgesamt befindet sich Springer Nature in einer sehr guten Ausgangsposition für organisches Wachstum und verfügt gleichzeitig über Prozesse und eine Infrastruktur, die es dem Konzern ermöglichen, von Kooperationen sowie Akquisitionen in den Bereichen Inhalt, Dienstleistungen und Technologie zu profitieren. Springer Nature ist der Ansicht, dass die Strategie der Sicherung und Erweiterung seiner Marktposition im Bereich der Publikation von wissenschaftlichen Inhalten und die Erweiterung der Wertschöpfungskette um Dienstleistungen und Lösungen für die Forschungsgemeinschaft, ein starker Fokus auf wissenschaftlichen Wachstumsbereichen, ein weltweit ausgewogener Erwerb von Inhalten, die fortlaufenden Möglichkeiten aus der weiteren Digitalisierung sowie ein besserer Technologiesupport für unsere Geschäftsprozesse den Konzern in die Lage versetzen werden, sein Wachstum und seine Profitabilität zu wahren und nach Möglichkeit zu erhöhen. Das Finanzprofil und der Zugang zu Kapital von Springer Nature würden es auch erlauben, externe Wachstumschancen, die sich in den Segmenten und Branchen, in denen wir tätig sind, ergeben, zu nutzen. Schlusserklärung des Vorstands im Abhängigkeitsbericht Gemäß § 312 AktG hat der Vorstand den Abhängigkeitsbericht zu den Beziehungen zwischen Springer Nature AG & Co. KGaA und der GvH Vermögensverwaltungsgesellschaft XXXIII mbH, Stuttgart, sowie der Springer Science + Business Media Galileo Participation S.à.r.l., Luxemburg, und deren verbundenen Unternehmen vorgelegt. Der Bericht schließt mit folgender Erklärung des Vorstands: "Im Geschäftsjahr 2022 führte die Springer Nature AG & Co. KGaA keine Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des beherrschenden Unternehmens oder eines mit diesem verbundenen Unternehmen durch. Es wurden keine Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse dieser Unternehmen unterlassen. Unser Unternehmen erhielt für jedes in diesem Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführte Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung. Diese Beurteilung basiert auf den Umständen, wie sie uns zum Zeitpunkt der berichtspflichtigen Transaktionen bekannt waren."
Berlin, 1. März 2023 Springer Nature Management AG, vertreten durch gez. Carolyn Honour gez. Harshavardhan Jegadeesan gez. Rachel Jacobs gez. Marc Spenlé gez. Franciscus Vrancken Peeters gez. Ulrich Vest Bericht des Aufsichtsratsder Springer Nature AG & Co. KGaADer Aufsichtsrat ist im Jahr 2022 seinen in der Satzung geregelten Aufgaben pflichtgemäß nachgekommen und hat sich eingehend mit der Lage und der Entwicklung der Springer Nature AG & Co. KGaA befasst. Er beriet und überwachte die persönlich haftende Gesellschafterin Springer Nature Management AG bei der Leitung des Unternehmens. Die persönlich haftende Gesellschafterin, vertreten durch seinen Vorstand, unterrichtete den Aufsichtsrat in den Sitzungen und durch regelmäßige schriftliche Berichte zeitnah und umfassend über alle wichtigen Geschaftsvorfalle. Der Aufsichtsrat war in alle grundlegenden Entscheidungen eingebunden Zusätzlich stand der Aufsichtsratsvorsitzende über die Sitzungen hinaus in einem engen Kontakt mit dem Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin und ließ sich über aktuelle Entwicklungen der Gesellschaft informieren. Im Geschäftsjahr 2022 fanden vier (4) Sitzungen des Aufsichtsrats statt Themenschwerpunkte dieser Sitzungen waren neben den aktuellen Geschäftsentwicklungen insbesondere Fragen zur strategischen Ausrichtung der Springer Nature Gruppe. Dem Aufsichtsrat wurden alle zustimmungsbedurftigen Sachverhalte vorgelegt. Erforderliche Zustimmungen hat der Aufsichtsrat nach eingehender Prüfung erteilt. Der Abschlussprüfer Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprufungsgesellschaft, Berlin, hat den Jahresabschluss der Springer Nature AG & Co. KGaA zum 31. Dezember 2022 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestatigungsvermerk versehen. Nach dem Ergebnis dieser Prüfung vermittelt der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Abschlussprüfer stand dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats für etwaige Fragen zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss, sowie den Abhangigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2022 ebenfalls pflichtgemäß geprüft. Er erhebt nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung keine Einwendungen und schließt sich dem Ergebnis des Abschlussprüfers und der gleichlautenden Empfehlung des Prüfungsausschusses an. Im Hinblick auf die erschöpfenden Einzelangaben im Jahresabschluss, im Konzernabschluss und in den Prüfungsberichten erscheint dem Aufsichtsrat eine weitergehende schriftliche Stellungnahme entbehrlich Der Aufsichtsrat schlagt der Hauptversammlung vor, den Jahresabschluss der Springer Nature AG & Co KGaA zum 31 Dezember 2022 in der von der Gesellschaft vorgelegten Fassung festzustellen und den Konzernabschluss der Springer Nature Gruppe zum 31. Dezember 2022 in der von der Gesellschaft vorgelegten Fassung zu billigen. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Dank und Anerkennung für die erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2022 aus.
30. März 2023 Für den Aufsichtsrat gez. Dr. Stefan von Holtzbrinck, Vorsitzender des Aufsichtsrats Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Springer Nature AG & Co. KGaA Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Springer Nature AG & Co. KGaA, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Springer Nature AG & Co. KGaA für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs, 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 KGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 30. März 2023 Ernst
& Young GmbH
Dr. Röders, Wirtschaftsprüfer Weiß SASCHA, Wirtschaftsprüfer Billigung des Konzernabschlusses Der Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 wurde am 30.03.2023 gebilligt. |
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