XTRAFIT GmbHLiquidiert

Am Coloneum 2A, 50829 Köln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 45384
Vorher
ALCOM Projektentwicklung und Beteiligungsgesellschaft mbH
Eingetragen
13.11.2002
Branche
BeteiligungsgesellschaftenBetrieb von SportanlagenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
die Errichtung, der Betrieb und die Verwaltung von Fitness- und Gesundheitseinrichtungen sowie artverwandte Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Fabian Menzel
seit 18.8.2023
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

XTRAFIT GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

(mit Vergleichszahlen zum 31. Dezember 2021)

AKTIVA

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 23.513,00 230.786,75
davon Geschäfts- oder Firmenwert: EUR 0,00 (Vj.: EUR 0,00)
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 148.800,00 162.269,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.213.513,00 4.551.141,00
5.362.313,00 4.713.410,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 1.551,33 431.988,79
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.797.622,67 5.390.624,37
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.449.182,75 316.711,70
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 65.539,68 108.149,46
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 986.105,00 896.567,00
9.685.827,43 12.088.238,07

PASSIVA

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Kapitalrücklage 6.661.538,46 6.200.000,00
III. Verlustvortrag -3.328.733,99 -3.241.869,69
IV. Jahresfehlbetrag -382.217,95 -86.864,30
3.150.586,52 3.071.266,01
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.485.911,64 991.475,26
C. VERBINDLICHKEITEN 3.234.644,86 5.538.662,14
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten EUR 2.400.000,00 (Vj.: EUR 3.000.000,00)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.814.684,41 2.486.834,66
9.685.827,43 12.088.238,07

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR 2022 BIS ZUM 31. DEZEMBER 2022

(mit Vergleichszahlen für das Geschäftsjahr 2021)

2022 Vorjahr
EUR EUR
1. Rohergebnis 14.112.346,29 12.844.952,55
2. Personalaufwendungen
a) Löhne und Gehälter 75.791,73 2.755.246,15
b) Soziale Abgaben 9.405,77 536.008,00
85.197,50 3.291.254,15
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 688.201,08 699.681,04
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.805.660,17 8.897.926,44
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 64.486,64 84.024,48
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 33.587,64 (Vj.: EUR 0,00)
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen EUR 13.059,54 (Vj.: EUR 3.734,29)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 69.400,13 81.076,50
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 977,77 (Vj.: EUR 0,00)
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen EUR 2.379,01 (Vj.: EUR 3.579,09)
7. Steuerertrag vom Einkommen und vom Ertrag 89.538,00 41.755,31
8. Ergebnis nach Steuern -382.087,95 -82.716,41
9. Sonstige Steuern 130,00 4.147,89
10. Jahresfehlbetrag -382.217,95 -86.864,30

Anhang für 2022

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma XTRAFIT GmbH mit Sitz in Köln im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 45384 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist im Wesentlichen eine Mietvorauszahlung für das Studio Essen-Vogelheim ausgewiesen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst.

Für vereinnahmte Beitragszahlungen, dessen Erträge sich durch eine spätere Leistungsinanspruchnahme erst nach dem Abschlussstichtag der Berichtsperiode ergeben, wurde ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die bilanzierten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten wie im Vorjahr keine Positionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 462 T€.

Aktive Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern sind im Geschäftsjahr um 90 T€ auf 986 angestiegen. Der aktivierte Betrag in Höhe von 986 T€ unterliegt nach § 285 Nr. 28 HGB einer Ausschüttungssperre.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

In T€ 31.12.2022
Restlaufzeit gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1-5 Jahre mehr als 5 Jahre Summe
VERBINDLICHKEITEN 930 2.305 0 3.235
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 600 1.800 0 2.400
930 2.305 0 3.235
In T€ 31.12.2021
Restlaufzeit gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1-5 Jahre Summe
VERBINDLICHKEITEN 1.299 4.240 5.539
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 600 2.400 3.000
1.299 4.240 5.539

Die Bankverbindlichkeiten sind bis zu einem Betrag von 1.200 T€ durch eine Privatbürgschaft besichert. Die restlichen Verbindlichkeiten sind allesamt unbesichert.

Wirtschaftliche Eigenkapitalquote

Mit Finanzierungspartnern ist mit der sogenannten "Wirtschaftlichen Eigenkapitalquote" ein individueller Leistungsindikator vereinbart. Die Berechnung ist im Folgenden dargestellt.

T€
Eigenkapital 3.151
Sonstige nachrangige Gesellschafterdarlehen 505
Abgrenzung aktive latente Steuern -986
Wirtschaftliches Eigenkapital 2.669
Bilanzsumme 9.686
Abgrenzung aktive latente Steuern -986
Außerbilanzielle Verpflichtungen bew. Einrichtung/Leasing 5.363
Aufrechnung freier Bankguthaben/Geldveränderungskonto gegen Bankverbindlichkeiten -1.449
Wirtschaftliche Bilanzsumme 12.613
Wirtschaftliche Eigenkapitalquote 21,2

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erzielt und ergeben sich im Wesentlichen aus Erlösen aus Mitgliedsbeiträgen, Anmeldegebühren und sonstige Mitgliederumsätzen (Automatenverkäufe, Ruhezeitgebühren, Mahngebühren).

In den Zeiträumen der Studioschließungen in 2020/21 wurden im Dialog mit unseren Mitgliedern die Monatsbeiträge weiterhin abgebucht. Durch die Abbuchung erfolgte eine automatische Beitragskompensation, indem die Zahlung der Monatsbeiträge zu einer Vorauszahlung bzw. Vertragsverlängerung für die Mitglieder führte. Mitglieder können nach Vertragsende den Zeitraum der Schließungsphase zusätzlich trainieren und die bezahlte Leistung in Anspruch nehmen. Die geleisteten Beitragszahlungen wurden handelsrechtlich passiv abgegrenzt und seit der Wiedereröffnung im Juni 2021 nach dem Ende der regulären Mitgliedschaftslaufzeit aufgelöst.

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Weiterberechnung von Mieten und Softwarelizenzen in Höhe von 1.274 T€.

Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte

Zusätzlich zu den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen weitere finanzielle Verpflichtungen, die erst in den Folgejahren eintreten:

Operatives Leasing

Zweck Zur Finanzierung von Fitnessgeräten und weiteren beweglichen Einrichtungen hat die Gesellschaft Sale-and-Lease-Back-Verträge abgeschlossen.
Risiken Die geleasten Fitnessgeräte und beweglichen Einrichtungen sind nicht Eigentum der Gesellschaft und führen zu einem konstanten Liquiditätsabfluss in späteren Perioden im Vergleich zu Abschreibungen.
Vorteile Die Liquidität des Unternehmens wird durch die Leasingvereinbarung gefördert, da die nicht eingesetzten Finanzmittel für andere Unternehmenszwecke genutzt werden.

Mieten

Zweck Zur Finanzierung der Fitnessstudio-Ausstattung mit beweglichen und unbeweglichen Einrichtungen hat die Gesellschaft Mietverträge abgeschlossen.
Risiken Die gemietete Fitnessstudio-Ausstattung sind nicht Eigentum der Gesellschaft und führen zu einem konstanten Liquiditätsabfluss in späteren Perioden im Vergleich zu Abschreibungen.
Vorteile Die Liquidität des Unternehmens wird durch die Mietvereinbarung gefördert, da die nicht eingesetzten Finanzmittel für andere Unternehmenszwecke genutzt werden.

Weitere außerbilanzielle Verpflichtungen bestehen nicht.

Zum 31.12.2022 betreffen außerbilanzielle Verpflichtungen im Einzelnen folgende Sachverhalte:

T€
Leasingverpflichtungen Studioeinrichtungen 5.363

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Haftungsverhältnissen und außerbilanziellen Geschäften bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 28.254 T€.

Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:

T€
Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen 28.254

Mietverträge in Zusammenhang mit diesen Zahlungsverpflichtungen sind in Höhe von 5.097 T€ untervermietet und führen demnach zu entsprechenden Weiterbelastungen.

Die Restlaufzeit der Mietverträge für Fitnessstudios und Verwaltungsbüros beträgt zwischen 1 und 15 Jahre.

Geschäftsführung

Geschäftsführer war während des Geschäftsjahres Axel Lankes, Kaufmann, Köln. Die Geschäftsführung macht bezüglich der Vergütung ihrer Tätigkeit von der Schutzklausel nach § 286 IV HGB Gebrauch.

Mitarbeiter

Aufgrund der Übernahme aller Studio- und verwaltungsbezogenen Dienstleistungen durch eine Servicegesellschaft sind, bis auf unten genannte durchschnittliche Mitarbeiteranzahl, sämtliche Mitarbeiter der XTRAFIT GmbH per 01.01.2022 ausgeschieden und diese Arbeitsverhältnisse auf die Servicegesellschaft übertragen worden.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Studios 1
Verwaltung 0
Gesamt 1

Ergebnisverwendungsvorschlag oder -beschluss

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Köln, 30.06.2023

Geschäftsführung

Axel Lankes

Angabe nach §328a Abs. 1 a HGB:

Der Jahresabschluss wurde am 14.12.2023 festgestellt.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2022 BIS ZUM 31. DEZEMBER 2022

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 2.212.887,64 16.203,38 400.307,89 1.828.783,13
davon Geschäfts- oder Firmenwerte 1.800.000,00 0,00 0,00 1.800.000,00
2.212.887,64 16.203,38 400.307,89 1.828.783,13
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 210.271,94 7.355,82 0,00 217.627,76
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.357.637,78 1.480.248,13 249.964,90 7.587.921,01
6.567.909,72 1.487.603,95 249.964,90 7.805.548,77
8.780.797,36 1.503.807,33 650.272,79 9.634.331,90
ABSCHREIBUNGEN
Stand 01.01.2022 Zugänge
EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 1.982.100,89 1.680,13
davon Geschäfts- oder Firmenwerte 1.800.000,00 0,00
1.982.100,89 1.680,13
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 48.002,94 20.824,82
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.806.496,78 665.696,13
1.854.499,72 686.520,95
3.836.600,61 688.201,08
ABSCHREIBUNGEN
Abgänge Stand 31.12.2022
EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 178.510,89 1.805.270,13
davon Geschäfts- oder Firmenwerte 0,00 1.800.000,00
178.510,89 1.805.270,13
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 68.827,76
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 97.784,90 2.374.408,01
97.784,90 2.443.235,77
276.295,79 4.248.505,90
BUCHWERTE
Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 23.513,00 230.786,75
davon Geschäfts- oder Firmenwerte 0,00 0,00
23.513,00 230.786,75
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 148.800,00 162.269,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.213.513,00 4.551.141,00
5.362.313,00 4.713.410,00
5.385.826,00 4.944.196,75

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

XTRAFIT GmbH, Köln

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Rechtliche Verhältnisse

Zum 31.12.2022 waren die Gesellschafter der XTRAFIT GmbH die Schmidt Fitness- Beteiligungs GmbH (SFB) mit 65% und die AREOS Vermögensverwaltungs GmbH (AREOS) mit 35% der Geschäftsanteile.

Seit 2014 betreibt das Unternehmen Fitnessstudios unter der Marke "XTRAFIT" in Nordrhein-Westfalen. Unter der gleichen Marke betreibt die Zweite XTRAFIT GmbH, eine 100%ige Tochter der SFB, weitere Fitnessstudios.

Die studio-, führungs- und verwaltungsbezogenen Tätigkeiten werden seit dem Geschäftsjahr 2022 für die XTRAFIT GmbH und die Zweite XTRAFIT GmbH durch die neu gegründete XTRAFIT Service GmbH geleistet und mittels einer Dienstleistungsvereinbarung aufwandsgerecht zwischen beiden Studiobetreiber-Gesellschaften verteilt.

1.2. Geschäftsmodell

Bis zum Ende der Berichtsperiode waren sieben Studios (fünf in Köln sowie je eines in Essen und Bonn) eröffnet, wobei das zuletzt fertiggestellte Studio in Köln-Poll am 04. März 2022 eröffnete. Die Mitgliederzahl wurde um 23,6% im Vergleich zum Vorjahr gesteigert.

Durch die Zweite XTRAFIT GmbH wurden neun weitere Studios in Krefeld, Mainz, Wiesbaden, Offenbach, Hamburg, Unna, Frankfurt, Langenfeld und Sindelfingen betrieben.

Das Leistungsversprechen der Marke XTRAFIT besteht darin, den Kunden Premium-Fitness zum fairen Preis anzubieten. Die Studios der XTRAFIT GmbH sind 365 Tage im Jahr und 24 Stunden täglich geöffnet und bieten allen Interessierten, unabhängig vom Erfahrungslevel, ein sehr attraktives Angebot. Die Mitglieder schätzen das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis unseres vollumfänglichen Trainings- und Wellnessangebots und konnten im Geschäftsjahr 2022 zwischen drei, in allen Studios einheitlichen, Tarifen - BASIC, PLUS und FLEX - wählen.

 

Der BASIC-Tarif (25 € pro Monat) beinhaltet die Nutzung aller sechs Trainings-Bereiche (d. h. Cardio-, Kraft-, Freihantel- und Functional-Bereich, Live-Kurse und Lady-Gym) sowie zusätzliche Services (u. a. duschen, parken, kostenlose Getränke). Der PLUS-Tarif (35 € pro Monat) beinhaltet alle Angebotskomponenten des BASIC-Tarifs und zusätzlich die Nutzung der drei Wellness-Bereiche (d. h. Sauna, Solarium und Massage) sowie zusätzliche Services (u. a. "Bring a Friend" an Samstagen, priorisierte Buchung der Live-Kurse, halbjährliche InBody-Körperanalyse und Trainingsplanerstellung mit einem Trainer).

 

Der FLEX-Tarif (45 € pro Monat) entspricht inhaltlich dem PLUS-Tarif, bietet jedoch eine monatliche Kündigungsoption.

Die genannten Mitgliedsbeiträge sind seit dem 15.07.2022 gültig. Zuvor betrugen die entsprechenden Tarife 20 € (BASIC), 30 € (PLUS) bzw. 40 € (FLEX). Wie bereits bei der Tarifanpassung im Vorjahr galt auch die erneute Anpassung ausschließlich für Neumitglieder, während bestehende Verträge von der Preisanpassung zunächst unberührt blieben. Eine Preisanpassung für Bestandsmitglieder wurde im November 2022 kommuniziert. So werden alle niedriger bepreisten Mitgliedschaften seit dem 15. Dezember 2022 um 5 € pro Monat erhöht, sobald die zu jenem Zeitpunkt laufende Bindungsfrist beendet ist und hatten für die Umsatzentwicklung 2022 keinen nennenswerten Effekt.

Neben dem Mitgliedsbeitrag wird zudem bei allen drei Tarifen bei Vertragsabschluss eine einmalige Brutto-Anmeldegebühr von 30 € berechnet, wobei das Mitglied neben seinem Mitgliedsband ein sogenanntes Starterpaket (beinhaltet Tasche, Getränkeflasche und Handtuch) erhält.

1.3. Ziele, Strategie und Kontrollsysteme

Das Unternehmen verfolgt nicht-finanzielle und finanzielle Ziele, die im Rahmen der Unternehmensstrategie zusammengefasst werden. Diesen Zielen zugrunde liegt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, dass XTRAFIT das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im jeweiligen regionalen Fitnessmarkt anbieten will, um somit möglichst viele Mitglieder langfristig und nachhaltig an das Unternehmen zu binden. Zugleich bilden sie den Rahmen der täglichen Führungs- und Managemententscheidungen und tragen damit zur Sicherung des mittel- und langfristigen Unternehmenserfolgs bei.

Die nicht-finanziellen Ziele umfassen insbesondere die Steigerung der Kundenzufriedenheit (z. B. durch einfache und faire Vertragsstrukturen, die Weiterentwicklung des Leistungsangebots und eine kundenorientierte Mitgliederbetreuung), die Profilierung der XTRAFIT-Marke (z. B. Emotionalisierung durch eine einzigartige Studio-Atmosphäre und Schaffung einer Willkommenskultur) und die Förderung unserer derzeitigen Mitarbeiter sowie zukünftiger Kollegen (z. B. durch Weiterbildungsangebote und Aufstiegschancen).

Das primäre finanzielle Ziel ist die Fortführung eines gemäßigten Wachstumskurses bei jederzeitiger Sicherstellung der Handlungsfähigkeit des Unternehmens. Die kurz- und mittelfristige finanzielle Ausrichtung des Unternehmens verfolgt somit im Kern: Umsatzwachstum, eine positive Liquidität sowie eine stabile Kapitalstruktur. Zur Erreichung dieser Ziele tragen neben der operativen Ertragskraft des Unternehmens auch die Gesellschafter bei, welche die notwendigen Finanzmittel zur dynamischen Weiterentwicklung des Unternehmens bereitstellen.

Um die Zielerreichung des Unternehmens zu messen und zu steuern, stehen den unterschiedlichen Adressaten (z. B. Management, Gesellschaftern, Banken) standardisierte und regelmäßige Informationsberichte (z. B. Mitgliederentwicklung, Besucherverhalten, Marketingreports, Finanzentwicklung) für verschiedene Zeitabschnitte (d. h. Tages-, Monats-, Quartals- und Jahresberichte) zur Verfügung. Darüber hinaus erstellt das Unternehmen jährlich einen Fünf-Jahres-Plan, der für regelmäßige Plan-Ist-Vergleiche herangezogen wird, um mögliche Zielabweichungen rechtzeitig zu erkennen und - sofern erforderlich - Gegenmaßnahmen einzuleiten. In diesen Plan werden ausschließlich solche Standorte einbezogen, die bereits eröffnet sind oder im ersten Planjahr eröffnet werden.

2.1. Rahmenbedingungen und Branchenumfeld

Im Jahr 2022 blieben erstmalig seit 2019 behördlich angeordnete Schließungsperioden ganzjährig aus. Alle Standorte der XTRAFIT GmbH waren somit stets geöffnet, wobei jedoch vor allem zum Jahresbeginn umfangreiche Zugangsbeschränkungen verschiedener Stufen (d. h. 3G, 2G, 2G+) vorherrschten.

Trotz der erheblichen Einschränkungen zu Jahresbeginn konnte der deutsche Fitnessmarkt laut der jährlichen Marktstudie von DSSV, Deloitte und DHfPG ("Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2023") gegenüber dem Vorjahr ein deutliches Umsatzwachstum von 2,2 auf 4,9 Milliarden € (+122,7%) erzielen. Bis Anfang April 2022 wurden dann alle Maßnahmen im Zusammenhang mit der Bekämpfung der COVID-19-Pandemie schrittweise aufgehoben. Dies trug zu einer Rückkehr zum Mitgliederwachstum von 9,3 auf 10,3 Millionen (+10,8%) bei. Zusätzlich zum Mitgliederanstieg gaben 71,7% aller Anbieter und 82,0% aller Kettenbetreiber an, im Geschäftsjahr 2022 Preiserhöhungen durchgeführt zu haben, was unter anderen durch die außergewöhnlichen Kostensteigerungen (z. B. Energiekosten, Personalkosten) bedingt war. Mit 44,86 € (brutto) lag der durchschnittliche Mitgliedsbeitrag im letzten Jahr 6,5% höher als noch im Jahr 2021.

Trotz des Turnarounds und der positiven Entwicklung befindet sich der Gesamtmarkt somit 0,6 Milliarden € Umsatz beziehungsweise 1,4 Millionen Mitgliedschaften unterhalb der letzten Kennzahlen vor der COVID-19-Pandemie im Jahr 2019. Eine Rückkehr auf das alte Niveau ist aufgrund der positiven Entwicklung und den Expansionsplänen vieler Betreiber erwartbar.

2.2. Geschäftsverlauf

Der Beginn des Geschäftsjahres 2022 war durch umfangreiche behördliche Zutrittsbeschränkungen geprägt, die sich im Zeitverlauf in ihrer Auslegung und Strenge stetig veränderten. Dies führte zu einem hohen operativen Aufwand für die Verwaltungs- und Studiomitarbeiter. Es musste ein tägliches Monitoring der politischen Vorgaben implementiert werden, um einerseits die Mitglieder über die Webseite und Newsletter über die Studiobesuch-Voraussetzungen zu informieren und andererseits, um unseren Mitarbeitern operative Vorgaben für den Studiobetrieb zur Verfügung zu stellen. Die Auflagen umfassten teilweise das Tragen von Mund-Nasen-Schutz, Abstandsregeln und Auslastungsvorgaben sowie Zutrittsregeln entsprechend unterschiedlicher "G-Regeln" (d.h. 3G, 2G, 2G+). Konsequenterweise führten die Auflagen bei unseren Bestandsmitgliedern zu vielen Nachfragen und bei selektiven Zielgruppen zu einer zurückhaltenden Studio-Besuchshäufigkeit.

XTRAFIT konnte jedoch im Gegensatz zu den Vorjahren allen Mitgliedern, die die Zutrittsvoraussetzungen erfüllten, ihre Leistungen vollumfänglich und zu jedem Zeitpunkt anbieten. Von großem Vorteil war zudem die Möglichkeit, neue Mitgliedschaften zum Jahresbeginn 2022 zu verkaufen und damit die branchentypische Saisonalität mit überdurchschnittlichen Mitgliederzugängen zum Jahresstart zu nutzen. Diese Opportunität wurde mit einer Neujahrskampagne vom 01.01. bis 15.02.2022 gefördert. Die Kampagne "Direkt trainieren und erst ab dem 01.04.2022 bezahlen" bei Abschluss eines BASIC- oder PLUS-Vertrags war trotz der zum Zeitpunkt gegebenen Umstände überaus erfolgreich. Die hohe Nachfrage nach Neumitgliedschaften trotz der Umstände unterstreicht einerseits den Willen der Kunden, sich auch in der kalten Jahreszeit in den Fitnessstudios fit halten zu wollen, und andererseits die wirtschaftliche Bedeutung, dass die Studios nicht komplett geschlossen werden mussten und der Studiobetrieb mit Hygienekonzepten aufrechterhalten werden kann.

Im Frühjahr 2022 wurden die behördlichen Vorgaben vollumfänglich abgeschafft. Um unsere Mitglieder und Mitarbeiter weiterhin zu schützen, wurden einzelne Aspekte des Hygienekonzeptes (u. a. zusätzliches Reinigungspersonal, Desinfektionsspender, Abstandswaben in den Kursräumen, Auslastungsanzeige auf der Webseite und App) weiterhin aufrechterhalten und bestehen teilweise noch heute.

Mit der Neueröffnung des Studios Köln-Poll am 4. März 2022 wurde das Studio-Portfolio um ein weiteres Studio erweitert. Entgegen der ursprünglichen Planung, das Studio im Januar zu eröffnen, verzögerte sich die Eröffnung, was primär auf eine verspätete Bauendabnahme der Stadt Köln zurückzuführen ist. Nach der Eröffnung entwickelte sich der Standort entlang des Planungskorridors und war für 9,5% der Mitgliederzugänge des Unternehmens im Jahr 2022 verantwortlich.

Auch im weiteren Verlauf des Jahres bestand eine stetige Nachfrage nach Neumitgliedschaften. Dies ist vorwiegend darauf zurückzuführen, dass einige Interessenten sich erst nach vollständiger Beendigung der behördlichen Vorgaben wieder für eine Mitgliedschaft entschieden. Im Juni 2022 haben wir zudem eine Erhöhung unserer Tarife um 5 € für Neumitglieder angekündigt, um den makroökonomischen Herausforderungen (z. B. steigende und volatile Energiekosten, gestiegene Zinsen, wachsende Baukosten, erhöhte Löhne) entgegenzuwirken. Die Preisanpassung im Sommer galt ausschließlich für Neumitgliedschaften, sodass sich Mitglieder, die sich vor der Anpassung angemeldet haben, noch die günstigeren Tarife für die Erstlaufzeit von 12 Monaten sichern konnten. Dies führte zu einer erhöhten Nachfrage nach Neumitgliedschaften im Juni und Anfang Juli. Ab dem 15.07.2022 wurden die monatlichen Tarife dann auf 25 € (BASIC), 35 € (PLUS) und 45 € (FLEX) pro Monat erhöht. Die Preisanpassung für Bestandsmitglieder wurde dann im November 2022 angekündigt. So werden alle niedriger bepreisten Mitgliedschaften seit dem 15.12.2022 um 5 € pro Monat erhöht, sobald die zu jedem Zeitpunkt laufende Bindungsfrist beendet ist. Dieser, im Vergleich zu anderen Wettbewerbern, faire Ansatz erlaubt es allen Bestandsmitgliedern ordentlich zu kündigen, bevor die Tarifanpassung in Kraft tritt.

Die Preiserhöhungen für Neu- und Bestandsmitglieder sollten nicht nur die geänderte Kostenstruktur abbilden, sondern wurden auch dafür genutzt, um Re- und Neuinvestitionen zu tätigen. So wurde beispielsweise am 15.09.2022 eine neue XTRAFIT-App gelauncht, in der unsere Mitglieder unter anderem ihre Live-Kurse digital buchen, Trainertermine vereinbaren oder ihre Mitgliedschaft verwalten können. Zudem ist die Live-Auslastung aller Studios einsehbar, es stehen vielfältige Home-Workouts auf Abruf zur Verfügung und Mitglieder können durch Push-Nachrichten sehr schnell und studiospezifisch über kurzfristige Änderungen (z. B. Ausfall von Live-Kursen, Sperrung von Studio-Bereichen) und Zusatzangebote (z. B. neue Home-Workouts, Reinvestitionen in den Gerätepark) informiert werden. Mittlerweile haben sich über 50% aller XTRAFIT-Studiomitglieder die XTRAFIT-App heruntergeladen und sie erfreut sich mit über 1.200 Bewertungen und 4,5 Sternen im Apple-App-Store großer Beliebtheit (Stand Juni 2023).

2.3. Ertragslage

Die Entwicklung der Ertragslage der XTRAFIT GmbH war im Geschäftsjahr 2022 durch unterschiedliche Effekte geprägt, darunter die Eröffnung des Standorts Köln-Poll, die weitere Reifung bzw. Aufholeffekte der sechs Bestandsstudios nach dem Ende der COVID-19-Pandemie, makroökonomische Entwicklungen (z. B. Kostensteigerungen) sowie strategische Entscheidungen (z. B. Mitgliedertarifanpassungen).

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um 76,0% auf 13.229 T€ angestiegen (Vorjahr: 7.517 T€). Dieser Anstieg war im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Studios im Gegensatz zum Vorjahr keine pandemiebedingten Schließungen verzeichnen mussten und somit ganzjährig Umsatzerlöse aus Mitgliedsbeiträgen, Starterpaketen und Produktverkäufen erzielt wurden. Hinzu kamen positive Umsatzeffekte aus der Steigerung der durchschnittlichen Mitgliedsbeiträge, der Eröffnung des Studios Köln-Poll sowie der Auflösung passivierter Mitgliedsbeiträge aus vorangegangenen Schließungsperioden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf 1.420 T€ (Vorjahr: 5.873 T€). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Wegfall der sogenannten "Corona-Hilfen", welche im Geschäftsjahr 2021 zum Ausgleich der negativen kurzfristigen Umsatz- und Ergebniseffekte gewährt worden waren.

Im Jahr 2022 betrug der Materialaufwand 536 T€ (Vorjahr: 545 T€). Während die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe analog zu den Umsatzerlösen stark anstiegen, da ganzjährig Starterpakete ausgegeben und Getränke konsumiert wurden, entfielen die Aufwendungen für bezogene Leistungen aus Sale-and-Lease-Back- Geschäften (Vorjahr: 276 T€).

Der Personalaufwand reduzierte sich um 97,4% auf 85 T€ (Vorjahr: 3.291 T€). Dieser Rückgang resultierte aus dem Sachverhalt, dass das Personal seit dem 01.01.2022 mit wenigen Ausnahmen in der XTRAFIT Service GmbH angestellt war. Diese Umstellung ging mit einem entsprechenden Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus der Weiterberechnung der Kosten einher.

Die Abschreibungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf 688 T€ (Vorjahr: 700 T€). Während sich die Abschreibungen auf Sachanlagevermögen aufgrund der fortlaufenden Expansion mit der damit einhergehenden Übernahme und Aktivierung fester Einbauten im Vergleich zum Vorjahr erhöhten, reduzierten sich die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände aufgrund des Verkaufs derselbigen an die XTRAFIT Service GmbH.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 55,2% auf 13.806 T€ (Vorjahr: 8.898 T€). Ursächlich hierfür war im Wesentlichen der Übergang des Personals auf die XTRAFIT Service GmbH, da dieser Aufwand im Geschäftsjahr 2022 als Weiterberechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wurde. Darüber hinaus war der Anstieg primär auf die Eröffnung des Studios Köln-Poll sowie einen generellen Kostenanstieg, etwa von Mieten, Energiekosten und Löhnen/Gehältern, zurückzuführen.

Unter Einbeziehung von Zinsen (-5 T€) und Steuern (90 T€) belief sich das Ergebnis nach Steuern im Geschäftsjahr 2022 auf -382 T€, verglichen mit -83 T€ im Vorjahr. Dieser Jahresfehlbetrag ergab sich trotz der Anstiege in den Umsatzerlösen insbesondere durch erwartete Anlaufverluste des in 2022 eröffneten Studios in Köln-Poll und weiterer im Anlauf befindlicher Studios, dem allgemeinen Anstieg von Kosten aufgrund von Inflation sowie aus einem periodenfremden Aufwand aus der Anpassung der Rückstellung für erwartete Rückzahlungen von Coronahilfen.

2.4. Vermögens- und Finanzlage

Zum 31.12.2022 hat sich die Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr um 2.402 T€ auf 9.686 T€ reduziert.

Das Anlagevermögen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 442 T€ auf 5.386 T€. Während sich die immateriellen Vermögensgegenstände (-207 T€) aufgrund der Übertragung Anfang 2022 an die XTRAFIT Service GmbH reduzierten, ist die Erhöhung im Wesentlichen auf die Übernahme und Aktivierung fester Einbauten des Studios Köln-Poll in das Sachanlagevermögen zurückzuführen.

Das Vorratsvermögen betrug 2 T€ zum Jahresende. Die Reduktion (-430 T€) des Vorratsvermögen im Vergleich zum 31.12.2021 ist ebenfalls primär auf die Übertragungen an die XTRAFIT Service GmbH zurückzuführen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit 1.798 T€ zum 31.12.2022 im Vergleich zum Vorjahr um 3.593 T€ zurückgegangen. Im Wesentlichen resultiert dies aus der Begleichung von Kontokorrentforderungen in Höhe von 3.941 T€. Einhergehend ist damit u. a. die Erhöhung des Kassenbestandes um 1.132 T€ auf 1.449 T€.

Das Eigenkapital hat sich zum 31.12.2022 im Vergleich zum Vorjahr (3.071 T€) um 79 T€ auf 3.151 T€ erhöht. Der Jahresfehlbetrag von 382 T€ im Geschäftsjahr 2022 wurde durch die Zuführung von 462 T€ in die Kapitalrücklage überkompensiert. Somit betrug die Eigenkapitalquote 32,5% (Vorjahr 25,4%). Als weitere Leistungskennzahl dient das wirtschaftliche Eigenkapital (Definition s. Anhang), welches zum Bilanzstichtag 21,2% betrug.

Die Rückstellungen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2022 um 494 T€ auf 1.486 T€. Ursächlich für diesen Anstieg war im Wesentlichen eine Korrektur der erwarteten Rückzahlungen für erhaltene Corona-Hilfen, für die eine entsprechende Rückstellung gebildet wurde.

Die Verbindlichkeiten reduzierten sich um 2.304 T€ auf 3.235 T€ (Vorjahr: 5.539 T€). Neben der Tilgung des KfW-Darlehens resultiert die Kürzung der Verbindlichkeiten i. W. aus der Tilgung eines nachrangigen Darlehens.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrug 1.815 T€ zum Jahresende und enthält neben üblichen Beitragsvorauszahlungen überwiegend Vorauszahlungen von Mitgliedsbeiträgen, die sich durch die automatische Vertragsverlängerung im Rahmen der Studioschließungen im Pandemiezeitraum ergeben.

Die regelmäßigen Beitragszahlungen der Mitglieder führten zu einem stabilen Cashflow. Zudem erfolgt die mittel- und langfristige Finanzierung der Gesellschaft neben den Gesellschafter- und Bankdarlehen über operative Leasing-Geschäfte. So konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr Verträge mit einem Finanzierungsvolumen von insgesamt 1.574 T€ abgeschlossen werden. Durch den Finanzierungsmix standen der Gesellschaft stets ausreichend finanzielle Mittel für den Finanzierungsbedarf des laufenden Geschäftsbetriebes sowie der Eröffnung des Studios in Köln-Poll zur Verfügung.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 3.647 T€ resultiert im Wesentlichen, ausgehend von einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 382 T€ und nicht zahlungswirksamen Abschreibungen in Höhe von 688 T€, aus dem Forderungsausgleich von Kontokorrent-Darlehen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von -1.065 T€ setzt sich im Wesentlichen aus dem Zugang zum Sachanlagevermögen in Höhe von 1.488 T€ und den Abgängen des Anlagevermögens im Zuge der Übertragung an die XTRAFIT Service GmbH zusammen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -1.449 T€ bildete sich durch die Aufnahme und Rückzahlung von Gesellschafterdarlehen sowie der Tilgung des KfW-Kredits.

2.5. Gesamtaussage

Nachdem die Jahre 2020 und 2021 durch signifikante Herausforderungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie geprägt waren, kann die vergleichsweise normale Geschäftsentwicklung in 2022 ohne Studioschließungen als zufriedenstellend bewertet werden. Trotz der am Jahresanfang 2022 behördliche verordneten Auflagen und Zutrittsbeschränkungen konnten die wesentlichen finanziellen Ziele eingehalten und sogar ein annähernd ausgeglichenes Jahresergebnis erzielt werden. Auch der Cashflow fiel erwartungsgemäß aus und die wirtschaftliche Eigenkapitalquote entsprach zu jedem Zeitpunkt den mit unseren Partnern abgestimmten Vorgaben.

Unter den gegebenen Rahmenbedingungen schauen wir daher zufrieden auf das Geschäftsjahr 2022 zurück. Zudem ergibt sich durch die anstehende Konsolidierungsphase aufgrund von gut laufenden Bestandsstudios, keine weiteren Neueröffnungen in 2023 und 2024, stabilen Cashflows und dem positiven wirtschaftlichen Eigenkapital eine gesicherte Unternehmensfortführung.

3.1. Chancen und Risiken

Auch in Bezug auf die Chancen und Risiken des Unternehmens sind die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie im Vergleich zum Vorjahr als wesentlich geringer einzustufen. Vor dem Hintergrund der vollständigen Aufhebung behördlicher Restriktionen sind demnach keine weiteren pandemiebedingten Studioschließungen zu erwarten und auch die Nachfragesituation hat sich in den vergangenen Monaten - ebenso wie andere Bereiche des alltäglichen Lebens - weitestgehend normalisiert. Dies unterstreichen nicht nur gestiegene Mitgliederzugänge, Besucherzahlen und Kursteilnahmen, sondern auch eine Konsumentenbefragung des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens Deloitte ("Der deutsche Fitnessmarkt 2023"). Demnach gab im Januar 2023 eine Mehrheit der Befragten an, häufiger Fitness zu treiben als vor der Pandemie; ein Jahr zuvor hatten die Befragten noch mehrheitlich seltener trainiert zuvor.

Ein Risiko stellt im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie somit lediglich der Sachverhalt dar, dass die staatlichen Corona-Hilfen nur vorläufig ausgezahlt wurden und bis zur finalen Abrechnung der Vorbehalt einer nachträglichen Korrektur besteht. Diesem Sachverhalt wird unter anderem durch den engen Austausch mit der prüfenden Steuerkanzlei sowie in Form entsprechender Rückstellungen Rechnung getragen.

Chancen ergeben sich hingegen aus der Tatsache, dass der deutsche Fitnessmarkt seit 2022 wieder ein starkes Mitglieder- und Umsatzwachstum aufweist, das vorpandemische Niveau des Jahres 2019 aber noch nicht wieder erreicht hat (siehe "2.1 Rahmenbedingungen und Branchenumfeld"). Zudem liegt die Penetrationsquote (Anzahl der Fitnessmitgliedschaft im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung) in Deutschland mit 12,4% im europäischen Mittelfeld, was für die deutsche Fitnessbranche weiteres Wachstums- und Aufholpotenzial nahelegt.

Umsatzseitige Risiken ergeben sich i. W. aus der angespannten gesamtwirtschaftlichen Situation in Verbindung mit Tarifanpassungen für Neu- und Bestandskunden bei XTRAFIT sowie einer zu erwartenden Zunahme des Wettbewerbs durch andere stationäre Fitnessketten (z. B. Markteinstieg des europäischen Marktführers Basic-Fit), digitale oder hybride Marktteilnehmer (z. B. Aggregatoren). Da insbesondere die Tarifanpassungen bewusst transparent und kundenfreundlich umgesetzt wurden und sich auf einem vergleichbaren Niveau bewegten wie die Preiserhöhungen der wesentlichen Wettbewerber im selben Zeitraum, bietet die XTRAFIT GmbH jedoch weiterhin ein marktführendes Preis-Leistungs-Verhältnis und sieht sich im Wettbewerbsvergleich sehr gut positioniert, um von den zu erwartenden Marktchancen zu profitieren.

Positiv wirkt sich ferner die allgemeine Robustheit von Fitness als gesundheitsfördernde und soziale Aktivität gegenüber konjunkturellen Abschwüngen aus: Laut einer aktuellen, europaweiten Konsumentenbefragung von Deloitte (siehe "European Health & Fitness Market 2023") waren Ausgaben für Fitnessstudios unter zwölf möglichen Kostenkategorien (z. B. Lebensmittel, Kleidung, Unterhaltung, Reisen) jene Kategorie, in der die Befragten am wenigsten versuchten zu sparen. Hinzu kommen im Fall von XTRAFIT die spezifischen Vorteile eines Discount-Anbieters, dessen niedrigpreisiges und zugleich leistungsstarkes Angebot insbesondere während einer Rezession von Interessenten sowie Mitgliedern höherpreisiger Wettbewerber als besonders attraktiv wahrgenommen werden dürfte.

Aus unternehmensinterner Sicht besteht darüber hinaus unter anderem ein Forderungsausfallrisiko. Aufgrund der großen Kundenzahl mit jeweils geringen monatlichen Einzelforderungen sowie unseres aktiven Forderungsmanagements (u. a. durch Nutzung eines Inkasso-Dienstleisters) ist dieses Risiko jedoch als eher gering einzustufen.

Ferner besteht im Kontext der weiteren Expansion das Risiko, keine strategisch und wirtschaftlich geeigneten Standorte zu finden, ungeeignete Standorte zu unterzeichnen oder geeignete Standorte erst mit signifikanten Vorlaufkosten zu eröffnen. Diese Risiken werden durch die langjährige Erfahrung und Expertise des Unternehmens bei der Identifikation, Bewertung und Entwicklung von Standorten in Zukunft minimiert.

Die Eröffnung weiterer Standorte geht aufgrund der hierfür notwendigen Finanzmittel zudem mit einem Finanzierungsrisiko einher. Im Geschäftsjahr 2022 wurde mit Köln-Poll ein neuer Standort eröffnet. Darüber hinaus werden im laufenden Geschäftsjahr 2023 keine weiteren Standorte eröffnet. Der nächste voraussichtliche Standort der XTRAFIT GmbH (Köln-Zentrum) wird frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2025 eröffnet werden. Dementsprechend besteht derzeit innerhalb des Studio-Portfolios der XTRAFIT GmbH ein ausgewogenes Verhältnis zwischen etablierten, wachsenden und geplanten Standorten, welches entsprechende Finanzierungsrisiken reduziert.

Darüber hinaus bestehen potenzielle makroökonomische Risiken im Kostenbereich aufgrund von Inflation, etwa bei den Energiekosten. Dem wird insbesondere durch Maßnahmen im Bereich Energiemonitoring und -steuerung begegnet, die zu einer Verbrauchsreduktion in den Studios beitragen sollen.

Abschließend seien zwei weitere Themenfelder genannt, die im Kontext von Chancen und Risiken zuletzt stärker in den Fokus rücken. Hierbei handelt es sich einerseits um den Bereich "Cybersecurity", den XTRAFIT unter anderem durch entsprechende Software- und Hardware-Investitionen, gezielte Mitarbeiterschulungen und Belastungstests adressiert. Zudem beschäftigt sich das Unternehmen verstärkt mit dem Thema "ESG", also nachhaltiges Handeln im Kontext von Umwelt ("Environment"), Sozialem ("Social") und Unternehmensführung ("Governance"), da die XTRAFIT GmbH als mittelgroße Kapitalgesellschaft spätestens 2026 einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen wird. Gezielte Maßnahmen wurden bereits aus einer kaufmännischen Ratio umgesetzt, wie beispielsweise im Bereich Energieeffizienz und Ressourcenverbrauch sowie Investitionen in die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, jedoch wird eine umfassende ESG-Strategie angestrebt. Hieraus ergeben sich einerseits administrative Herausforderungen, zugleich aber auch Chancen: etwa bei der Personalakquisition und -bindung sowie durch die Positionierung von XTRAFIT als nachhaltiges, klimafreundliches und verantwortungsbewusstes Unternehmen bei unserer überwiegend jungen Zielgruppe.

3.2. Prognosebericht

Nach mehrmonatigen Studioschließungen in den Geschäftsjahren 2020 und 2021 sowie behördlichen Auflagen im Winter 2021/22 ist im Geschäftsjahr 2022 insgesamt eine Normalisierung der Geschäftstätigkeit eingetreten. So wurden die letzten gesundheitspolitischen Restriktionen für Fitnessstudios im April 2022 aufgehoben und mit dem Übergang von einer pandemischen zu einer endemischen Krankheitssituation erscheinen neuerliche Auflagen derzeit ausgeschlossen. Darüber hinaus deutet auch die bisherige Entwicklung der Mitglieder- und Besucherzahlen darauf hin, dass sich die konsumentenseitigen Vorbehalte kaum noch vorhanden sind und einem wachsenden Interesse an körperlicher Bestätigung gewichen sind.

Erstmals konnte seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie zum Jahresbeginn 2022 das für die Fitnessbranche wichtige Neujahresgeschäft ohne behördliche Einschränkungen beworben werden. Analog zum Vorjahr wurde erneut das Angebot "Direkt trainieren und erst ab dem 01.04.2022 bezahlen" bei Abschluss eines BASIC- oder PLUS-Vertrags beworben. Im Vergleich zum Vorjahr werden im Angebotszeitraum in den Vergleichsstudios (Like-for-Like-Betrachtung) noch einmal mehr Neumitglieder, zu einem höheren Mitgliedsbeitrag und zu einem früher Zeitpunkt gewonnen werden können.

Während sich die Nachfragestruktur bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr normalisiert hat und die operativen Abläufe in den Studios und in der Verwaltung stabil sind, bestehen gleichzeitig neue Herausforderungen wie beispielsweise volatile Lieferketten, steigende Energiekosten, Inflationseffekte bei Mietpreisen und ein vorherrschender Personalmangel im Dienstleistungssektor.

Die anhaltenden Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Materialen sind im Vergleich zum Vorjahr beherrschbarer geworden. Zudem wird mit Köln-Zentrum frühestens im Jahr 2025 ein neues Studio geplant. Den gesteigerten Energiekosten begegnen wir mit Verbrauchsreduzierungen und Investitionsvorhaben (z. B. Energiemonitoring und - steuerung), um mittel- bis langfristig unsere Studios noch energieoptimierter aufzustellen. Zudem ist die Politik gefordert, für weitere Entlastung bei den Energiepreisen zu sorgen. In Bezug auf die Mietkosten ergeben sich voraussichtlich Kostensteigerungen aufgrund von Mietindexklauseln, die eine Reflektion der aktuell hohen Inflation sind. Die Optimierung entsprechender Klauseln soll bei zukünftigen Mietverträgen stärker berücksichtigt werden.

Den genannten Herausforderungen begegnen wir mit Kosteneinsparmaßnahmen und Umsatzsteigerungen. Neben der Ansprache von Neumitgliedern und der Bindung bestehender Mitglieder fokussieren wir weiterhin die Steigerung der durchschnittlichen Umsätze pro Mitglied. Die Preisanpassung von Bestandsmitgliedern ist bisher verständnisvoll aufgenommen worden und wird sich bis zum Jahresende 2023 vollends materialisieren. Weitere Maßnahmen zur Steigerung der Durchschnittsumsätze sind eine stark verbesserte Kommunikation der PLUS-Vorteile (u. a. Relaunch der Webseite www.xtrafit.de im Juni 2023; gezielte Mitarbeiterschulungen) und eine Steigerung des FLEX-Tarifs von 45 € auf 55 € pro Monat im Mai 2023. Der Durchschnittspreis wird somit von Dezember 2022 auf Mai 2023 um 15% gesteigert werden können.

Derzeit befindet sich die XTRAFIT GmbH in einer Konsolidierungsphase. Die Phase ermöglicht die Optimierung bestehender Geschäftsprozesse und erhöht die Resilienz der Unternehmensfinanzen. Wir rechnen zum Stand Juni 2023 damit, die oben genannten wesentlichen nicht-finanziellen und finanziellen Planziele für das Geschäftsjahr 2023 einzuhalten. Durch bereits erwähnte Maßnahmen (u. a. Preiserhöhung für Bestandsmitglieder, stetige Steigerung der Umsätze pro Mitglied und weitere Investitionen in die Digitalisierung) stärken wir das Angebot und die Zufriedenheit der Mitglieder, sodass wir im Vergleich zum Vorjahr mit einem weiteren deutlichen Umsatzanstieg, einem maßgeblichen Anstieg des Cashflows und einer stabilen Kapitalstruktur rechnen.

 

Köln, 30.06.2023

Geschäftsführung

Axel Lankes

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss und Lagebericht handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss der XTRAFIT GmbH, Köln, haben wir nachstehenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die XTRAFIT GmbH, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der XTRAFIT GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der XTRAFIT GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

 

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

 

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

 

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

 

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben, beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

 

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

 

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

 

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

 

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 30. Juni 2023

GaMa GmbH
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