Sera Global Securities Germany GmbHLiquidiert

60487 Frankfurt am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 124879
Vorher
Brookfield Financial Real Estate Group (Germany) GmbHBFIN Real Estate Group (Germany) GmbHSera Global Real Estate Group Germany GmbH
Eingetragen
7.1.2014
Branche
Verbriefungszweckgesellschaften a. n. g.BeteiligungsgesellschaftenAlle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.
Gegenstand
Erbringung von nicht erlaubnispflichtigen Dienstleistungen im Finanzbereich

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
SERA GLOBAL EUROPE HOLDINGS LIMITEDGBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

SERA GLOBAL EUROPE HOLDINGS LIMITED
United Kingdom
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sera Global Securities Germany GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2022

der Sera Global Securities Germany GmbH, Frankfurt am Main

Aktivseite

2022 2021
Euro Euro
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 283.931,52 229.702,03
2. Forderungen an Kunden 0,00 2.043,82
3. Sachanlagen 1.197,13 1.881,20
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.366.482,96 2.170.874,26
5. Rechnungsabgrenzungsposten 44.585,84 4.006,65
Summe der Aktiva 1.696.197,45 2.408.507,96

Passivseite

2022 2021
Euro Euro Euro
1. Sonstige Verbindlichkeiten 173.258,90 2.100.056,29
2. Rückstellungen
a) andere Rückstellungen 424.577,97 207.923,00
3. Eigenkapital
a) Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital 100.000,00 25.000,00
b) Kapitalrücklage 7.344.805,00 5.026.868,00
c) Bilanzverlust -6.346.444,42 -4.951.339,33
1.098.360,58 100.528,67
Summe der Passiva 1.696.197,45 2.408.507,96

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
Euro Euro Euro
1. Sonstige betriebliche Erträge 21.962,54 0,00
2. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 786.820,45 564.617,58
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für 27.265,31 27.189,38
Alterversorgung und für Unterstützung 814.085,76 591.806,96
darunter: für Alterversorgung EUR 0 (VJ. EUR 0)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 602.331,95 402.894,21
1.416.417,71 994.701,17
3. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 684,07 3.553,52
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 0,00 474.472,78
5. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 134.243,30
6. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -1.395.139,24 -1.606.970,77
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -34,15 0,00
8. Jahresfehlbetrag -1.395.105,09 -1.606.970,77
9. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -4.951.339,33 -3.344.368,56
10. Bilanzverlust -6.346.444,42 -4.951.339,33

Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 124879

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Angaben zum Jahresabschluss

A. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches ("HGB") für große Kapitalgesellschaften aufgestellt gemäß § 340 Abs. 4a und § 340 a Abs. 1 HGB i.V.m. § 264 HGB. Die Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung wurden berücksichtigt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach Formblatt 1 der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstituts-Rechnungslegungs- Verordnung ("RechKredV") gemäß § 340 a Abs. 2 Satz 2 HGB.

Der Vorjahresausweis wurde aus Gründen der Vergleichbarkeit an die Gliederung nach RechKredV angepasst, da die Voraussetzung für eine Rechnungslegung nach RechKredV erst mit der Erteilung der BaFin-Erlaubnis am 2. November 2022 eingetreten ist.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte im Vorjahr nach den Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften gemäß § 266 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach Formblatt 3 der RechKredV gegliedert.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungswahlrechte werden nicht in Anspruch genommen.

Die Bewertungsmethoden werden unverändert gegenüber dem Vorjahr angewandt.

Die Vorschriften des § 340 e HGB wurden beachtet.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Euroreferenzkurs am Transaktionstag erfasst. Am Bilanzstichtag ausgewiesene, auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit Laufzeiten von einem Jahr oder weniger werden mit dem Euroreferenzkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei Vermögensgegenständen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr nach Abschlussstichtag erfolgt die Bewertung mit dem niedrigeren Kurs am Abschlussstichtag sowie bei den Verbindlichkeiten mit dem höheren Kurs am Bilanzstichtag. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen .

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Die Forderungen an Kreditinstitute werden mit Nominalwerten bewertet.

Die Bewertung der Forderungen an Kunden erfolgt zum Nominalwert, sofern erforderlich reduziert um Einzelwertberichtigungen oder Abschreibungen.

Sachanlagen

Die entgeltlich erworbenen Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert.

Für abnutzbare Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer von zur Zeit 3 Jahren vorgenommen.

Sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten

Die Bewertung der sonstigen Vermögengegenstände erfolgt zum Nominalwert.

Der Ansatz der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt zum Nominalwert.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die Bewertung der sonstigen Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

Rückstellungen

Die Rückstellungen werden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Diese Rückstellungen werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Haftungsverhältnisse

Die Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251, 268 Abs. 7 HGB werden nach den für Verbindlichkeiten geltenden Grundsätzen unter Berücksichtigung der Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme ausgewiesen. Die Risikoeinschätzung der Inanspruchnahme erfolgt auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

Die Guthaben bestehen bei deutschen Kreditinstituten und sind täglich fällig.

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden betragen TEUR 0 (Vj. TEUR 2) und hatten eine Restlaufzeit bis zu drei Monaten.

Sachanlagen

Die Sachanlagen bestehen aus der Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 1).

Die Summe der Bruttowerte (kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten und kumulierte Abschreibungen) je Anlageposten sowie die Zugänge und Abgänge des Berichtsjahres ergeben sich aus dem Anlagenspiegel. Ebenso sind dem Anlagenspiegel die Abschreibungen des Geschäftsjahres zu entnehmen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 1.346 (im Vorjahr TEUR 2.164).

Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 133 (Vj. TEUR 0), aus Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr TEUR 31) und aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 2.061) zusammen.

Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monate.

Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen enthalten:

Personalkosten TEUR 266
Rechts- und Beratungskosten TEUR 105

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wurde am 30. Mai 2022 gemäß Gesellschafterbeschluss vom 24. Januar 2022 einschließlich Ergänzungsbeschluss vom 23. Mai 2022 um EUR 75.000,00 erhöht.

Zuzahlungen in die freie Kapitalrücklage (§ 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB) wurden am 27. Januar 2022 in Höhe von EUR 1.000,00 und am 8. September 2022 in Höhe von EUR 250.000,00 getätigt.

Mit Beschluss vom 31. Oktober 2022 hat die Alleingesellschafterin Sera Global Europe Holdings Limited eine Darlehensforderung im Gegenwert von EUR 2.066.937,00 in die freie Kapitalrücklage (§ 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB) eingelegt.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Andere Verwaltungsaufwendungen

In den anderen Verwaltungsaufwendungen sind im Wesentlichen enthalten:

Rechts- und Beratungskosten TEUR 328 (Vj. TEUR 63)
Jahresabschluss- und Prüfungskosten TEUR 29 (Vj. TEUR 0)
Buchführungskosten TEUR 29 (Vj. TEUR 6)
Miete für unbewegliche Wirtschaftsgüter TEUR 38 (Vj. TEUR 32)
Fremdleistungen und Fremdarbeiten TEUR 48 (Vj. 233)
Versicherungen TEUR 26 (Vj. TEUR 23)
Reisekosten TEUR 26 (Vj. TEUR 5)
Nicht abziehbare Vorsteuer TEUR 36 (Vj. TEUR 0)
Aufwendungen für Restrukturierung und Sanierung TEUR 0 (Vj. TEUR 450)
Forderungsverluste (übliche Höhe) TEUR 0 (Vj. TEUR 134)

II. Sonstige Angaben

A. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen Verpflichtungen betreffen Mietverpflichtungen in Höhe von TEUR 48.

B. Abschlussprüferhonorar

Das von dem Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar beträgt:

a: für Abschlussprüfungsleistungen: TEUR 11
b: für sonstige Leistungen: TEUR 19

C. Organe, Organkredite und Aufwendungen für Organe

Geschäftsführer:

Aleksandra Marin, Syndicusrechtsanwältin (bis 30.05.2022)

Susanne Pamin, Diplom-Kauffrau

Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Organe wird von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

D. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2022 waren im Durchschnitt 1 Arbeitnehmer beschäftigt.

E. Konzernzugehörigkeit

Mutterunternehmen für den kleinsten Konsolidierungskreis ist Brookfield Business Partners L.P., Bermuda und für den größten Konsolidierungskreis Brookfield Corporation, Toronto/Canada. Die Konzernabschlüsse werden im Internet veröffentlicht (Brookfield Business Partners L.P. https://bbu.brookfield.com/regulatory-filings/annual-report;Brookfield Corporation: https://bn.brookfield.com/reports-filings/annual-reports)

F. Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahrs sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

G. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Bilanzverlust in Höhe von EUR 6.346.444,42 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Frankfurt am Main, den 30. Mai 2023

Susanne Pamin, Geschäftsführerin

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundlagen des Unternehmens

Sera Global Securities Germany GmbH (bis Ende Januar 2023: Sera Global Real Estate Group Germany GmbH) ist in der Rechtsform der Gesellschaft mit beschränkter Haftung im Handelsregister des Amtsgericht Frankfurt am Main unter HRB 124879 eingetragen und ist geschäftsansässig in 60311 Frankfurt am Main, WINX Tower, Neue Mainzer Straße 6- 10 ("Sera Global" oder die "Gesellschaft").

Die Gesellschaft wurde im Jahr 2014 mit Sitz in München gegründet. Im Januar 2021 verlegte die Gesellschaft ihren Sitz von München nach Frankfurt am Main.

Seit November 2022 handelt es sich bei der Gesellschaft um eine von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zugelassene Wertpapierfirma, die Anlagevermittlungsdienstleistungen erbringen darf (§ 2 Abs. 2 Nr. 3 des Wertpapierfirmengesetzes).

Einschließlich der Geschäftsleitung besteht die Gesellschaft derzeit auf drei festangestellten Mitarbeitern. Alleinige Geschäftsführerin der Gesellschaft ist Frau Susanne Pamin.

Aufgrund der Größe des Unternehmens besteht innerhalb der Gesellschaft eine flache Hierarchiestruktur mit der Geschäftsführung einerseits und den Mitarbeitern andererseits.

Die Gesellschaft hat keine Tochtergesellschaften.

Die Gesellschaft ist Teil der international agierenden Sera Global Unternehmensgruppe.

Bei der Sera Global Unternehmensgruppe handelt es sich um einen globalen Vermittler von Real Assets für private Märkte, die über Fachwissen in den Bereichen Immobilien, Infrastruktur, Übergangsenergie und nachhaltige Investitionsstrategien verfügt. Die Sera Global Unternehmensgruppe verfügt zudem über integrierte, disziplinübergreifende Plattformen, die u.a. strategische Beratungsdienste, Liquiditätslösungen, M&A für Vermögensverwalter, Kapitalbeschaffung und Vertriebsdienste für Privatvermögen anbieten.

Die Gesellschaft selbst ist als sog. Placement Agent spezialisiert auf die Vermittlung von Fondsinitiatoren (die sind die Kunden der Gesellschaft) an institutionelle Investoren. Da Fondsinitiatoren häufig nicht über eigene Strukturen zur Herstellung von Kontakten zu potentiellen Investoren verfügen, bedienen diese sich dem Wissen, den Fähigkeiten und Kontakten der Gesellschaft als sog. Placement Agent. Die Gesellschaft und die Sera Global Unternehmensgruppe verfügen über ein Netzwerk an institutionellen Investoren in Deutschland und anderen Ländern. Die Geschäftsführerin Frau Susanne Pamin verfügt über langjährige Kontakte und ein großes Netzwerk an potentiellen Investoren. Die Gesellschaft ist dabei weder in der Auswahl der Produkte noch in der Auswahl der Anbieter beschränkt, konzentriert sich aber auf die Vermittlung von solchen Fondsinitiatoren, die den Bedürfnissen und Anforderungen von institutionellen Investoren gerecht werden.

Hauptgeschäftsbereich der Gesellschaft ist die Vermittlung von Fondsinitiatoren, welche ihre Produkte bzw. Fonds (derzeit Immobilienfonds) in Deutschland aber auch im deutschsprachigen Raum anbieten wollen, an institutionelle Investoren. Andere Wertpapierdienstleistungen werden von der Gesellschaft nicht erbracht. Die Gesellschaft besitzt den sog. europäischen Pass für sämtliche Mitgliedstaaten der EU/dem EWR.

Den institutionellen Investoren (Teilnahmeberechtigte im Sinne des § 67 Abs. 4 WpHG) werden keine Anlagevermittlungsleistungen angeboten. Die Gesellschaft stellt institutionellen Investoren auch weder allgemeine Produktinformationen zur Verfügung, die einer Anlageempfehlung gleichkommen, noch bietet sie Anlageberatung an.

Die Gesellschaft erbringt keine anderen Wertpapierdienstleistungen. Sie handelt weder in eigenem Namen noch im Namen Dritter an einem geregelten oder ungeregelten Markt und hält auch keine Vermögenswerte Dritter in eigenem Namen oder im Namen Dritter.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2022 und der Verlauf des Geschäftsjahres waren von dem WpIG- Erlaubnisverfahren und im Hinblick auf externe Faktoren, insbesondere durch die Auswirkungen des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine geprägt. Letzterer hatte starke negative Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Situation. Aufgrund des Umstandes, dass die Gesellschaft die WpIG-Erlaubnis erst im November 2022 erhalten hat kann insgesamt von einem erwartungsgemäßen bzw. zufriedenstellendem Verlauf des Jahres 2022 gesprochen werden.

Während sich das Unternehmen nun weiterhin stärker auf die Ansprache von Fondsinitiatoren und Investoren konzentriert, verzögert sich die Ertragsgenerierung. Dafür gibt es eine Reihe von Faktoren, darunter steigende Inflation und Zinsen. Dies in Verbindung mit dem unsicheren geopolitischen Risiko, dem Ukraine-Russland-Konflikt und der Erholung nach der Pandemie, die viele Investoren dazu veranlasst, mit der Bereitstellung von Kapital für Fonds zu pausieren, was zu einer Verzögerung bei den Erträgen der Gesellschaft geführt hat. Darüber hinaus führen steigende Zinssätze zu höheren Renditen auf den öffentlichen Märkten, so dass die Kluft zwischen öffentlichen und privaten Märkten geringer ist. Dies bedeutet, dass zuvor sehr attraktive Gelegenheiten weniger attraktiv sind, was bedeutet, dass einige Fondsinitiatoren ihr Angebot neu bewerten müssen.

2.2. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das Geschäftsjahr 2022 war durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und den hiermit verbundenen Folgen (z.B. die Energiekrise) sowie den Auswirkungen der noch nicht vollständig überwundenen wirtschaftlichen Folgen der Corona Krise geprägt

Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine im Frühjahr 2022 und dessen Auswirkungen stellen Europa, und in besonderem Maße Deutschland, vor große wirtschaftliche Herausforderungen. 1 Die Energiepreise sind seit Beginn des Krieges weiter kräftig gestiegen und die deutliche Einschränkung russischer Energielieferungen im Sommer 2022 hat die Energiekrise verschärft und die bereits im Jahr 2021 erhöhte Inflation weiter angeheizt. 2 Dies belastet Haushalte und Unternehmen massiv. 3

Zu Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022 war die deutsche Wirtschaft noch deutlich auf Erholungskurs. Nach der pandemiebedingten Stagnation im 4. Quartal 2021 expandierte das preis-, kalender- und saisonbereinigte BIP im 1. Quartal 2022 um 0,8 % gegenüber dem Vorquartal. Das BIP wuchs im 2. Quartal 2022 mit einer Rate von 0,1 % deutlich langsamer, womit annähernd das Niveau des konjunkturellen Hochpunkts aus dem 4. Quartal 2019 erreicht wurde. Gemäß der Schnellmeldung des Statistischen Bundesamtes vom 28. Oktober 2022 wuchs die deutsche Wirtschaftsleistung gemessen am preis-, kalender- und saisonbereinigten BIP im 3. Quartal 2022 um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal.

Für das Gesamtjahr 2022 ging der Sachverständigenrat von einer Wachstumsrate des preisbereinigten BIP von 1,7 % aus. Die Jahresrate im Jahr 2022 war maßgeblich durch den statistischen Überhang aus dem Jahr 2021 in Höhe von 0,8 % und ein starkes 1. Quartal 2022 geprägt. Zwischen dem 4. Quartal 2022 und dem 1. Quartal 2023 führte die Schwäche der Baubranche und der privaten Konsumausgaben zu einem Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Aktivität, wie die Zahlen des Stat. Bundesamt für Q4/22 (revidiert) und Q1/23 zeigen. Erst in der 2. Jahreshälfte 2023 dürfte der Aufwärtstrieb stärker werden. 4

2.3. Rahmenbedingungen in der Branche

1 Sachverständigenrat Wirtschaft, Jahresgutachten 2022/23, Vorwort Seite 1.
2 Sachverständigenrat Wirtschaft, Jahresgutachten 2022/23, Vorwort Seite 1.
3 Sachverständigenrat Wirtschaft, Jahresgutachten 2022/23, Vorwort Seite 1.
4 Sachverständigenrat Wirtschaft, Jahresgutachten 2022/23, Erstes Kapital, Seite 16.

Die mit dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine verbundenen wirtschaftlichen Unsicherheiten sorgten im Jahr 2022 in Verbindung mit steigenden Energiepreise höheren Zinsen und der Höhe Inflation sowie aufgrund von realen Einkommenseinbußen für eine Abschwächung der Marktdynamik im Hinblick auf Immobilienfonds. Insgesamt wurde eine abwartende Haltung eingenommen, da die Anlagequoten betreffend Immobilien bereits ausgeschöpft waren und auch aufgrund der erhöhten Zinsen die Anlagen nicht mehr so viel Attraktivität besessen hatte im Vergleich zu anderen Investitionen. Vor dem Hintergrund dieser Gesamtumstände wurde eine nicht unwesentliche Anzahl an Transaktionen letztlich nicht durchgeführt.

Der deutsche Immobilien-Investmentmarkt ist infolgedessen 2022 deutlich eingebrochen. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen (Gewerbeimmobilien und Wohnimmobilienportfolios) von rund 67 Milliarden Euro ist er im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 40 Prozent geschrumpft (2021: 113,8 Milliarden Euro) und erreicht damit ungefähr das Niveau des Jahres 2016. Fast 80 Prozent der Investoren erwarten auch für dieses Jahr ein noch weiter sinkendes Transaktionsvolumen. Lediglich 4 Prozent prognostizieren einen Anstieg, 18 Prozent eine Seitwärtsbewegung (EY, Pressemitteilung vom 12. Januar 2023).

2.4. Ertragslage

Die Gesellschaft erlangte ihre Erlaubnis erst im November des Geschäftsjahres 2022. Es wurden im Geschäftsjahr 2022 weder Wertpapierdienstleistungen noch sonstige Dienstleistungen erbracht, weshalb Erlöse daraus nicht verzeichnet werden konnten. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von EUR 21.962,54 betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen.

Der Großteil der Aufwendungen stammt aus den Aufwendungen im Rahmen des Erlaubnisverfahrens betreffend die WpIG-Erlaubnis, Personalkosten und allgemeine Verwaltungsaufwendungen.

Der Personalaufwand betrug EUR 814.085,76 (Vorjahr: EUR 591.806,96). Der Anstieg des Personalaufwands resultiert aus einer Veränderung der Personalstruktur. Der Personalaufwand entfällt auf die Geschäftsführerin und 2 Mitarbeiter. Die anderen Verwaltungsaufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Rechts- und Beratungskosten in Höhe von EUR 328.093,70, externen Dienstleistungen in Höhe von EUR 48.101,36, Raumkosten in Höhe von EUR 46.967,92, nicht abziehbarer Vorsteuer von EUR 35.952,88 sowie Reise- und Bewirtungskosten von EUR 32.413,95 zusammen.

Im Geschäftsjahr 2021 fielen einmalige Aufwendungen aus Forderungsverlusten in Höhe von ca. EUR 134.000,00 und aufgrund von Restrukturierungs- und Reorganisationsmaßnahmen Kosten in Höhe von ca. EUR 450.000,00 an, die sich in 2022 nicht mehr ergaben.

Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag fallen aufgrund der Verlustsituation nicht an. Insgesamt ergab sich im Jahr 2022 ein Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 1.395.105,09 (Vorjahr: EUR 1.606.970,77).

2.5. Finanzlage

Das Eigenkapital der Gesellschaft betrug am 31. Dezember 2022 EUR 1.098.360,58, die Eigenkapitalquote beläuft sich damit auf 64,8 %. Im Geschäftsjahr 2022 bestanden keine kurzfristigen Kontokorrentfinanzierung bei einem Kreditinstitut.

Aufgrund der Zahlungszuflüsse aus dem Gesellschafterkreis konnte die Gesellschaft zu jedem Zeitpunkt ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen.

Der Grad der Liquidität lag während des ganzen Berichtszeitraum im positiven Bereich. Auch der Cashflow während der laufenden Geschäftstätigkeit für den Berichtszeitraum war positiv und betrug EUR 54.229,49.

Der Liquiditätsgrad 1. Grades betrug 47,5 % (= liquide Mittel / kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen = 283.931,52 / 597.836,87), der Liquiditätsgrad 2. Grades betrug 273,7 % (= (liquide Mittel + kurzfristige Forderungen) / kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen = (283.931,52 + 1.352.274,36) / 597.836,87) und der Liquiditätsgrad 3. Grades betrug 283,5 % (=Umlaufvermögen / kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen = 1.695.000,32 / 597.836,87).

2.6. Vermögenslage

Die wesentlichen Vermögenspositionen der Gesellschaft bestehen aus täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von EUR 283.931,52 (Vorjahr: EUR 229.702,03) sowie aus sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von EUR 1.366.482,96 (Vorjahr: EUR 2.170.874,26).

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen befinden sich Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 1.345.787,09. Der Anteil des kurzfristig gebundenen Vermögens betrug 99,9 % der Bilanzsumme.

Die Liquidität der Gesellschaft war jederzeit gewährleistet.

Neben dem kurzfristig gebundenen Vermögen war im Geschäftsjahr 2022 langfristig gebundenes Vermögen in Form von Computer Hardware in Höhe von EUR 1.197,13 vorhanden.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 132.895,13 sowie Lohn- und Kirchensteuer und Umsatzsteuer von insgesamt EUR 40.363,77 (Vorjahr: 30.572,27).

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 424.577,97 (Vorjahr: EUR 207.923,00) betreffen im Wesentlichen die Personalkosten in Höhe von EUR 266.370,35 (Vorjahr: EUR 164.285,71), erbrachte aber noch nicht abgerechnete Rechtsberatungsleistung in Höhe von EUR 105.000, die Erstellung und Prüfung für den Jahresabschluss 2022 in Höhe von EUR 19.800, sowie die Kosten der Aufbewahrung und Archivierung in Höhe von EUR 2.640,00.

Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich auf EUR 1.098.360,58 (Vorjahr: EUR 100.528,67).

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet. Der Anteil des Eigenkapitals beläuft sich auf 64,8 % % der Bilanzsumme in Höhe von EUR. 1.696.197,45 (Vorjahr: EUR 4,17 %).

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognose- und Chancenbericht

Für das Jahr 2023 wird von einer insgesamt eher niedrigen Nachfrage der Assetklasse Immobilienfonds ausgegangen. Dies zum einen vor dem Hintergrund der höheren Anlagezinsen und einer verlangsamten Marktdynamik, zumindest im ersten Halbjahr. Im zweiten Halbjahr 2023 wird mit einer Belebung des Marktes aufgrund von zu erwartenden Preisanpassungen und einer weiterhin hohen Liquidität auf Anlegerseite gerechnet. Letztlich ist davon auszugehen, dass auch im Jahr 2023 Immobilienfondsprodukte ein wichtiger Baustein bei den institutionellen Anlegern bleiben, auch wenn damit zu rechnen ist, dass sich das Neuinvestitionsvolumina absenken wird, zuletzt auch unter Berücksichtigung der Einhaltung von dezidierten Environmental Social Government (ESG) Parametern die künftig vermehrt bei der Produktgestaltung und Auswahl Berücksichtigung finden werden. Vor diesem Hintergrund wird sich die Gesellschaft in 2023 auch auf die Vermittlung anderer Assetklassen (z.B. Produkte aus dem Bereich Infrastruktur) konzentrieren.

Die Gesellschaft wird weiter ihre Strategie verfolgen, Fondsinitiatoren mit einer breiten Produktpalette mit unterschiedlichen Parametern zu vermitteln, um eine möglichst hohe Anzahl von Investoren mit unterschiedlichen Bedürfnissen bedienen zu können. Dabei wird auf die Erfahrung und die jeweiligen Gespräche mit den Fondsinitiatoren und institutionellen Investoren Rücksicht genommen.

Zum jetzigen Zeitpunkt besteht angesichts einer Reihe von laufenden Mandaten Grund zu der Annahme, dass die Ertragsziele für 2023 erreicht werden können.

3.2. Risikomanagement und Angaben zu Einzelrisiken

a. Risikomanagement

Vor dem Hintergrund, dass die Gesellschaft Anlagevermittlung gegenüber Fondsinitiatoren betreibt, und unter Berücksichtigung der Größe, Art und Umfang der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sind die Kontrollstrukturen angemessen und wenig komplex ausgestaltet.

Die wesentlichen Kontrollfunktionen werden von der alleinigen Geschäftsführerin Frau Susanne Pamin in Abstimmung mit den ausgelagerten Bereichen selbst ausgefüllt. Die laufende Geschäftstätigkeit wird von Frau Pamin in Ihrer Eigenschaft als Geschäftsführerin der Gesellschaft im Rahmen der Überwachung der Anforderungen zur Risiko- und Liquiditätssteuerung überprüft. In diesem Zusammenhang wird das vorab erstellte Budget den aktuellen Zahlen gegenübergestellt und dabei werden die aktuelle Markt- und Geschäftslage gegenübergestellt.

Entsprechend den Vorgaben gemäß § 249 HGB wurden im Berichtszeitraum sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 425) gebildet.

b. Einzelrisiken

• Liquiditätsrisiko

Aufgrund der Eigenkapitalquote in Höhe von 64,8 % und der zu jedem Zeitpunkt bestehenden ausreichenden liquiden Mittel bestehen keine speziellen Liquiditätsrisiken.

• Adressausfallrisiko

Das Ausfallrisiko wird als gering erachtet. Die ausstehenden Forderungen bestehen gegenüber Unternehmen der Sera Unternehmensgruppe selbst. Die Bonität der weiteren Unternehmen der Sera Global Unternehmensgruppe wird als gut eingeschätzt.

• Betrugsrisiko (intern)

Die Gesellschaft ist nicht in kundebezogenen Transaktionen eingebunden und führt auch keine kontogebundenen Zahlungsverkehrs- oder Handelsgeschäfte für Dritte durch. Vor diesem Hintergrund wird das interne Betrugsrisiko als gering eingestuft.

• Platzierung von Fonds

Die Einnahme von Gebühren ist von dem vermittelten Fondsvolumen abhängig. Vor diesem Hintergrund bestehen Risiken aus der Unsicherheit der erwarteten Erträge im Hinblick auf die geplante Vermittlung von Fondsprodukten.

• Zufriedenheit und Bindung von Kunden / Risiken für Kunden

Im Berichtszeitraum, gab es keine Kundenbeschwerden (Kunden der Gesellschaft sind die Fondsinitiatoren) und/oder Beschwerden von institutionellen Anlegern. Aufgrund der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft als Anlagevermittler ist die Gesellschaft letztlich nicht auch dafür verantwortlich, wie sich die vermittelten Fonds entwickeln. Dies vorausgeschickt ist die Zufriedenheit der institutionelle Anleger letztlich von Bedeutung. Im Falle eines Imageverlustes der Gesellschaft im Markt würde letztlich auch der Vertrieb neuer Produkte gefährdet werden. Dies könnte den Aufbau bzw. die Ausweitung des Kundenstamms für zu vermittelnde Fondsprodukte negativ beeinflussen.

Unter Risiken für den Kunden (§ 45 Abs. 1 S. 3 Nr. 1 WpIG) sind solche Risiken zu verstehen, die einem Kunden von der Gesellschaft aus deren Wertpapierdienstleistungen entstehen können. Aufgrund des Geschäftsmodells und der definierten Kundengruppe werden diese als gering eingestuft.

• Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken bestehen nicht. Weder anhängige noch drohende Rechtsstreitigkeiten sind bekannt.

3.3. Gesamtbild der Risikolage

Wesentliche Risiken, in Bezug auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sowie auf die geschäftliche Entwicklung wurden nicht festgestellt. Die Risikopositionen und hier insbesondre die gebildeten Bilanzpositionen wurden angemessen bewertet.

3.4. Angaben zum Risikomanagementsystem

Aufgrund der Größe der Gesellschaft wurde diverse Bereiche bzw. Funktionen namentlich die Bereiche Lohnbuchhalterung, Abschlusserstellung und Meldewesen sowie Compliance und Geldwäscheprävention auf externe Dienstleister ausgelagert. Dabei hat sich die Geschäftsführung die Gesamtverantwortung für die ausgelagerten Bereiche vorbehalten. Die Unabhängigkeit des Dienstleisters sichert der Auslagerungsvertrag. Die Gesellschaft wird zudem verpflichtet, dem Dienstleister Zugriff auf alle betreffend die Wahrnehmung seiner Funktion erforderliche Informationen zu geben bzw. den Dienstleister in Kenntnis zu setzen. Die Funktion der Interne Revision wird von der alleinigen Geschäftsführerin Frau Susanne Pamin selbst ausgeübt.

Aufgrund der Größe, Art und Umfang der Geschäftstätigkeit übt die alleinigen Geschäftsführerin Frau Susanne Pamin auch die Funktion des Risikomanagement selbst aus. In der quartalsweise stattfindenden Geschäftsleitersitzungen/ Gesellschafterversammlungen erfolgt die Überprüfung der laufenden Geschäftstätigkeit im Rahmen der Überwachung der Anforderungen der Risiko- und Liquiditätssteigerung.

Frau Susanne Pamin, die die Funktion der Internen Revision wahrnimmt, informiert die Gesellschafterversammlung und die Compliance-Funktion vierteljährlich mündlich während der Geschäftsleitersitzungen/Gesellschafterversammlungen sowie einmal jährlich mit einem nach dem Abschlussstichtag zur Verfügung zu stellendem Bericht. Grundlage des Revisionsberichts sind die Anforderungen der MaRisk (09/2017) AT 4.4.3 und BT 2 als sog. "best practice". Unterjährig wird über aktuelle Ereignisse in der quartalsweise stattfinden Geschäftsleitersitzungen/Gesellschafterversammlungen berichtet. An dieser nehmen auch der externe Compliance-Beauftragte teil, des Weiteren erfolgen Berichte ad hoc. Der Compliance-Beauftragte und auch der Abschlussprüfer werden über sämtliche wesentliche Ereignisse und Erkenntnisse zeitnah informiert.

Der externe Compliance- und Geldwäschebeauftragter berichtet an Frau Susanne Pamin als alleinige Geschäftsführerin der Gesellschaft. Er erstellt jährlich einen Compliance- Bericht sowie eine Geldwäsche- und Gefährdungsanalyse und einen Geldwäschejahresbericht. Unterjährig berichtet der externe Compliance- und Geldwäschebeauftragter ad hoc. Über fortlaufende und aus der aktuellen Tätigkeit resultieren wesentliche Erkenntnisse. Betreffend Geldwäscheaspekte ist insbesondere hervorzuheben, dass die Gesellschaft nicht in den Geldfluss zwischen dem Investor und dem Fondsinitiator eingebunden ist.

 

Frankfurt/Main, 30. Mai 2023

Susanne Pamin

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Sera Global Securities Germany GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sera Global Securities Germany GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sera Global Securities Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 31. Mai 2023

WEDDING & Cie. GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Johannes Wedding, Wirtschaftsprüfer

Oliver Robbe, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 20.06.2023 festgestellt.

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