Güterbeförderung in der Hochsee- und Küstenschifffahrt
DAKOSY Datenkommunikationssystem AG
Mattentwiete 2, 20457 Hamburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Simon Lembke seit 21.9.2023 | Vorstandsmitglied |
Simon Linder seit 19.2.2020 | Prokura |
Evelyn Eggers seit 19.2.2020 | Prokura |
Markus Giesenkirchen seit 19.6.2014 | Prokura |
Dirk Gladiator seit 25.1.2005 | Prokura |
Ulrich Wrage seit 15.3.2002 | Vorstandsmitglied |
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DAKOSY Datenkommunikationssystem AGHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung von Software und der Rechenzentrumsbetrieb für Anwendungen in der Logistik sowie alle IT- und Kommunikationsservices, die dem Wohl des Unternehmens dienen. 2. Forschung und Entwicklung Die Bedeutung der DAKOSY AG als progressives IT-Unternehmen im Bereich Logistik hat es ihr ermöglicht, auch in 2023 an geförderten Forschungsprojekten teilzunehmen. Im Rahmen der Förderrichtlinie "Digitale Testfelder in Häfen" des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr, haben DAKOSY und die Hamburg Port Authority AöR einen gemeinsamen Förderantrag zur Etablierung einer übergreifenden Vernetzungsarchitektur zur weiteren Optimierung der Logistikprozesse durch intelligente Verknüpfung von Ladungs- und Infrastrukturdaten eingereicht ("Netzwerk der Netzwerke", Laufzeit 30 Monate), der im Dezember 2021 bewilligt wurde. Der Schwerpunkt wurde im Laufe des Wirtschaftsjahres 2023 auf die Umsetzung der einzelnen Teilprojekte gelegt. Parallel wurde eine Verlängerung des Projektzeitraums um drei Monate bis zum 30.09.2024 beim Fördermittelgeber angefragt, um ausstehende Arbeiten im Rahmen des Projektes abschließen zu können. Darüber hinaus wurde auch in 2023 umfangreich in die Weiter- und Neuentwicklung der DAKOSY-Produktfamilie zum weiteren Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit und der Verbreiterung der Angebotspalette investiert. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Gegenwärtig ist die kurzfristige Entwicklung sowohl der Wirtschaft als auch des Transportsektors unverändert mit gravierenden Unsicherheiten behaftet. Sie entstehen jetzt nicht mehr, wie noch im Jahr 2022, ausschließlich durch die unmittelbaren Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, sondern zusätzlich durch weitere Konflikte, die die Weltwirtschaft schwächen und nicht zuletzt die Nutzung der globalen Seewege einschränken. Der private Konsum nicht lebensnotwendiger Güter zeigt sich zusätzlich nach wie vor verhalten, entsprechend hoch sind die Lagerbestände des Handels. Die geringere private Ausgabenbereitschaft zeigte sich u.a. auch in gesunkenen Gesamtumsätzen im deutschen E-Commerce-Handel, dessen Brutto-Umsatz im Gesamtjahr 2023 erstmals zweistellig, um 11,8 Prozent fiel (Quelle: bevh Bundesverband e - Commerce). Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ging das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3% zurück (Vorjahr 1,8%), preis- und kalenderbereinigt betrug der Rückgang 0,1%. Dabei nahmen die deutschen Exporte im Jahr 2023 um -1,4% (Vorjahr + 14,3%), die Importe gar um -9,7%% gegenüber dem Vorjahr ab, wobei ein Teil der Steigerungen im Import im Jahr 2022 auf gestiegene Energiekosten zurückzuführen war (Quelle: Statistisches Bundesamt). Für den Transport- und Logistiksektor stellt die volatile globale Gesamtsituation unverändert eine besondere Herausforderung dar. Die Durchführung eines in möglichst jeder Hinsicht verläßlichen und kalkulierbaren Warentransportes (Preis/Termin) erfordert immer größere Anstrengungen und lässt sich nicht mehr in jeder Situation sicherstellen. Global betrachtet verzeichnete die Transportbranche einen realen Rückgang von 5% bei insgesamt gefallenen Frachtraten (Quelle: Transport Intelligence Report 2023). Mit Blick auf die Logistik in Deutschland wurden in 2023 branchenübergreifend rund 327 Milliarden Euro und damit nominal 2,5% mehr als in 2022 erwirtschaftet; auch für 2023 gilt, dass ein nicht unerheblicher Anteil daran den gestiegenen Energiekosten zuzuschreiben ist, die in Form von erhöhten Frachtraten an die Auftraggeber der Transporte weitergereicht wurden (Quelle: BVL Bundesvereinigung Logistik). Im Hafen Hamburg hat sich der Gesamtumschlag in 2023 gegenüber dem Vorjahr mit einem Rückgang um -4,7% auf etwa 114 Mio. Tonnen reduziert, ebenso wie der Containerumschlag mit 7,7 Mio. TEU gegenüber 8,3 Mio. in 2022 (-6,9%, Quelle: Hafen Hamburg Marketing). Auch die Luftfracht in Deutschland wies in 2023 eine rückläufige Entwicklung auf. So wurden am größten deutschen Frachtflughafen Frankfurt mit knapp 1,9 Mio. Tonnen insgesamt 3,9% weniger Tonnage als in 2022 umgeschlagen, was um ca. 7,5% unterhalb der Frachtmenge von 2019 und damit vor der Pandemie lag (Quelle: FRAPORT). 2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 war für DAKOSY trotz der angespannten globalen und nationalen Rahmenbedingungen erfolgreich, auch wenn die gesteckten Ziele nicht vollständig erreicht wurden. Der Umsatz stieg mit 25,68 Mio. Euro in 2023 um etwa 1,4 Mio. Euro (5,7%) gegenüber 2022, das Ergebnis vor Steuern liegt bei einer Umsatzrentabilität von 9,4% mit 2,412 Mio. Euro aufgrund von einmaligen Projektkosten unterhalb des Planansatzes von 2,8 Mio. Euro. Zusammenfassend zeigten die Erlöse in den DAKOSY-Schwerpunktbereichen, insbesondere im Bereich Zollsoftware, erneut ein stabiles Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Die Geschäftsentwicklung zeigte sich dabei relativ konstant über das ganze Jahr verteilt. Insgesamt wurde der Vertragsbestand für die Standardsoftwarelösungen der DAKOSY AG in den Bereichen Zoll, Spedition und Truck im Saldo um 207 vergrößert (Vorjahr: 130), so dass die Vertriebsleistung deutlich gesteigert werden konnte. Die Verteilung der Erlöse auf eine sehr große Anzahl von Kunden stellt dabei weiterhin eine solide Basis dar. Die Vorbereitung unserer von über 1.000 Unternehmen genutzten Zollsoftware auf das bisher mit Abstand umfangreichste Release der ATLAS - Software des deutschen Zolls und die anschließende Umstellung war das bestimmende interne Projekt in 2023. Die Neuentwicklung der zentralen Exportplattform des Hafens Hamburg wurde planmäßig vorangetrieben und weitere Funktionen fertiggestellt. Durch funktionale und technologische Erneuerungen werden in diesem Zuge der Nutzen erhöht und Anbindungsmöglichkeiten für die Kunden weiter optimiert werden. Die Plattform FAIR@Link zur Unterstützung der Luftfrachtabwicklung am Flughafen Frankfurt hat sich durch die Funktionen zur automatisierten Zollabwicklung weiter etabliert und bietet weiteres Potential zur Unterstützung der Zollabwicklung insbesondere von e-Commerce Sendungen. Zwischenzeitlich sind über 1.000 Unternehmen an das System angebunden. Die Zusammenarbeit mit der Flughafenbetreiberin FRAPORT wurde weiter intensiviert und bekommt eine zunehmend strategische Bedeutung. Zur Festigung der strategischen Zusammenarbeit haben die DAKOSY AG und die Fraport AG im Dezember 2023 mit der Allivate GmbH mit Sitz in Frankfurt ein gemeinsames Unternehmen zur Unterstützung der Luftfrachtabwicklung an Flughäfen mit digitalen Plattformen gegründet. Beide Muttergesellschaften besitzen eine 50%-ige Beteiligung. Die Gewinnung größerer, namhafter Neukunden aus dem Bereich Spedition & Logistik für unsere Zollsoftware hat unsere Position als Marktführer in diesem Segment nochmals erheblich ausgebaut. Ergänzt um weitere Erfolge im Bereich Handel & Import und e-Commerce stellt die elektronische Zollabwicklung neben den Plattformen für Hafen und Flughafen auch perspektivisch einen wesentlichen Schwerpunkt dar. Die im DAKOSY-Qualitätsmanagement verankerten Ziele sind auch 2023 weitestgehend erreicht worden. 3. Lage Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens ist als gut anzusehen. a) Ertragslage Die Umsatzerlöse der DAKOSY Datenkommunikationssystem AG betrugen im Geschäftsjahr 2023 25,68 Mio. EUR und lagen damit um etwa 1,39 Mio. EUR bzw. 5,7% höher als im Vorjahr 2022 mit 24,29 Mio. EUR. Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf 2.412 TEUR (2022: 2.717 TEUR) und liegt damit um 305 TEUR unter dem Vorjahreswert. Die Umsatzrentabilität ist mit 9,4% gegenüber dem Wert des Vorjahres (11,2%) um 1,8 Prozentpunkte gesunken. b) Finanz- und Vermögenslage Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen (inklusive Forderungen gegen Verbundunternehmen und Beteiligungsunternehmen) betrug zum Jahresende 3.367 TEUR und bewegt sich damit leicht über dem Niveau des Vorjahres (3.177 TEUR). Die Forderungen wurden zeitnah beglichen, und in Verbindung mit einer kontinuierlichen Überwachung fristgerechter Zahlungseingänge betrug der Forderungsbestand ohne Forderungen gegen die Tochtergesellschaft per 31.12.2023 am 13.03.2024 noch 87 TEUR. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (inklusive Verbindlichkeiten gegenüber Verbundunternehmen und Beteiligungsunternehmen) lagen am Stichtag bei 1.123 TEUR und sind gegenüber dem Vorjahr um etwa 60 TEUR gesunken. Die liquiden Mittel betrugen zum 31. Dezember 2023 3.784 TEUR. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 4.509 TEUR. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist gegenüber 2022 (2.512 TEUR) in 2023 auf 1.651 TEUR gesunken. Dies ist hauptsächlich auf das niedrigere Periodenergebnis, die Zunahme der Forderungen sowie die Abnahme der Rückstellungen und der Verbindlichkeiten zurückzuführen. Die Mittelabflüsse aus Investitionen in das Anlagevermögen (Cashflow aus der Investitionstätigkeit insgesamt -1.016 TEUR) und die Dividendenzahlung an die Anteilseigner (TEUR -1.361) übersteigen in 2023 den Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit um 725 TEUR. Die Investitionen betrugen im Geschäftsjahr 2023 1.020 TEUR (2022: 931 TEUR). Es handelte sich hierbei mit 770 TEUR im Wesentlichen um Erweiterungen der System- und Netzwerkkapazitäten zur Anpassung an die erneut gestiegene Anzahl von Kunden, 173 TEUR in Softwarelizenzen und 64 TEUR für Büro- und Geschäftsausstattung sowie Einbauten in das Gebäude. Die Eigenkapitalrentabilität ist gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Prozentpunkte auf 22,6% gesunken. Ebenso sank die Gesamtkapitalrentabilität, die für 2023 mit 18,6% um 2,0 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert liegt. Die Eigenkapitalquote liegt mit 82,3% (Vorjahr 78,5%) auch in 2023 auf einem sehr guten Niveau. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung im Wesentlichen die Kennzahlen Gewinn vor Steuern (ohne Beteiligungserträge), Umsatzentwicklung und die Umsatzrentabilität heran. Keine der angeführten Kennzahlen hat einen derart stark abweichenden Wert im Vergleich zum Vorjahr, so dass keine kritische Situation für die DAKOSY AG besteht. III. Prognosebericht Der Internationale Währungsfond prognostiziert in seiner jüngsten Einschätzung bezüglich des Wachstums der Weltwirtschaft ein Plus von 3,1% gegenüber 2023 (Quelle: IWF). Die Prognose zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland wiederum wurde zwischenzeitlich um 0,4 Prozentpunkte auf 0,5% reduziert (Quelle: statista). Damit bildet Deutschland aktuell das Schlußlicht der größeren Volkswirtschaften. Die Erwartungen für den globalen Transport- und Logistiksektor fallen für 2024 ebenfalls eher verhalten aus. So prognostiziert der aktuelle Transport Intelligence Report für die Seefracht einen Zuwachs von 0,4%, für die Luftfracht von 0,2% (Quelle:Transport Intelligence). Für Deutschland fallen die Einschätzungen hingegen etwas positiver aus. Die gleitende Mittelfristprognose des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr sieht für den Seegüterverkehr ein Plus von 2,1%, für die Luftfracht gar von 3,5% vor (Quelle: Bundesministeriums für Digitales und Verkehr). Der Bundesverband Logistik siedelt seine Erwartungen bei einem Wachstum von etwa 1% an, ähnlich sieht es der Bundesverband e-commerce, der ein Umsatzwachstum im Gesamtmarkt von 2,0 Prozent erwartet (Quellen: BVL, bevh Bundesverband e - Commerce). Da die intelligente Digitalisierung von Logistikprozessen unverändert Potential bietet, insbesondere für neutrale Anbieter, wird davon ausgegangen, dass weiterhin eine aussichtsreiche Wachstumsperspektive für DAKOSY besteht, insbesondere auch durch die Ausdehnung unseres Aktionsradius in das Hinterland sowie auf andere Häfen, Umschlagsplätze und Flughäfen. Sowohl etablierte Unternehmen aus den Bereichen Logistik und IT, als auch mit viel Kapital ausgestattete Start-ups drängen unverändert in den Bereich von IT-Dienstleistungen für die Logistik vor und erhöhen den Wettbewerbsdruck, scheitern zuweilen jedoch an der Komplexität der Prozesse und der erforderlichen unternehmensübergreifenden Betrachtung der Abläufe. Das Segment der elektronischen Zollabwicklung bietet weiterhin großes Potential, insbesondere im Umfeld des e-Commerce-Handels. Hier ist DAKOSY durch gezielte Weiterentwicklung der Produktpalette, insbesondere in der Luftfracht, sehr gut positioniert. Entsprechend weist die Planung für das Jahr 2024 bei einem steigenden Umsatz (+ 5%) einen Gewinn vor Steuern von etwa 2,75 Mio. EUR sowie eine Umsatzrendite von 10,3% aus. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht a) Strategische Risiken Mit Blick auf weiterhin konkrete Überlegungen der EU-Behörden und der öffentlichen Hand, den Datenverkehr des Logistiksektors ggf. auch auf Plattformen bei den Behörden selbst anzusiedeln, die wiederum im Mitbewerb zu bestehenden Plattformen der Privatwirtschaft stünden, gilt es sicherzustellen, dass bestehende Systeme und die Anforderungen der beteiligten Wirtschaftsunternehmen Berücksichtigung finden. Durch eine aktive Mitarbeit in der IPCSA International Port Community Systems Association werden diese Entwicklungen eng beobachtet und die Interessen der etablierten Systeme so umfangreich wie möglich vertreten. Eine zunehmende Unternehmenskonzentration von Reedern und Speditionen durch Merger bzw. Zukäufe verringert die für Plattformbetreiber wichtige Marktvielfalt und erfordert eine weitere Steigerung der Attraktivität der angebotenen Services, um insbesondere die Herausforderungen, die sich für die Unternehmen aus dem wachsenden Umfang von Planabweichungen und Engpässen in der Transportkapazität ergeben, durch Automatismen und Statusinformationen in Echtzeit zu bewältigen. Die seitens der EU angestrebte Vereinheitlichung der digitalen Zollabwicklung erhöht den Druck auf die Softwareanbieter, da es in einigen Jahren eine einheitliche Schnittstelle für alle europäischen Zollsysteme geben soll. Im Umkehrschluss werden die Funktionalität und der Benutzerkomfort einer Anwendung noch entscheidender sein, um im europäischen Wettbewerb zu bestehen. Entsprechend wird sich DAKOSY darauf fokussieren. Das Recruiting und die Ausbildung von qualifizierten Mitarbeitenden sind eine wesentliche Grundlage unserer erfolgreichen Arbeit. Auch wenn sich die Situation in den letzten Monaten etwas entspannt hat, nimmt der Wettbewerb um geeignete Köpfe sowohl im direkten Wettbewerb mit namhaften, größeren Unternehmen, als auch im Wettbewerb mit der in Hamburg erstarkenden Start-up-Szene grundsätzlich weiter zu. Mit verschiedenen Maßnahmen wird das Employer Branding weiter ausgebaut, sowie eine kontinuierliche, fachliche Weiterentwicklung der Mitarbeitenden gewährleistet. Die vor einigen Jahren eingeführte DAKOSY-Akademie bietet darüber hinaus die Möglichkeit, die eigenen Soft-Skills auszubauen. Hinzu kommt die Auseinandersetzung mit den sich wandelnden Anforderungen der jüngeren Generation an die Führungskultur durch die konkret in Angriff genommene Umsetzung eines Digital-Leadership-Ansatzes, der die interne und externe Vernetzung sowie eine agile Arbeitsweise unterstützt. Konkrete Maßnahmen zur Flexibilisierung von Arbeitsort und -zeit wurden umgesetzt und zeigen beim Recruiting gute Erfolge. b) Marktrisiken Die wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten der DAKOSY AG werden im Wesentlichen von der Prosperität des europäischen Logistiksektors sowie der großen Logistikdrehscheiben, wie z. B. Hamburg und Frankfurt, beeinflusst. Infrastrukturelle oder wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen, die das Wachstum dieser Bereiche begrenzen, haben unmittelbare Auswirkungen auf die Ergebnissituation der Gesellschaft. Durch die Diversifizierung auf Plattformen für See- und Flughäfen einerseits und Anwendungssoftware für Speditions- und Zollabwicklung andererseits, findet eine angemessene Risikoverteilung statt. Die Erweiterung des Portfolios um Lösungen für die Unterstützung der Zollabwicklung im E-Commerce trägt zu einer weiteren Risikoverteilung bei, ebenso wie eine sehr gesunde Verteilung der Umsätze auf eine sehr große Anzahl von Kunden. Der Logistiksektor wird zunehmend sowohl von größeren, finanzkräftigen in- und ausländischen IT-Anbietern, als auch von mit z. T. erheblichem Kapital ausgestatteten Start-up-Unternehmen als Zielmarkt definiert, die mit verschiedenen Anwendungen und Plattformen als Wettbewerber auftreten. Eine zu verzeichnende, deutliche Konzentration auf dem Markt der Reeder erschwert die Position von Dienstleistern zusätzlich. Die DAKOSY AG stellt sich diesen Herausforderungen durch eigene innovative Lösungen, die in enger Abstimmung mit den Stakeholdern aus dem Kundenkreis sowie der Gesellschafter umgesetzt werden und geht dort, wo sinnvoll, Partnerschaften ein. c) Projektrisiken Auch in 2024 wird die DAKOSY AG Projekte in nennenswertem Umfang zur Erweiterung der eigenen Produktpalette und für Kunden umsetzen. Trotz sorgfältigen Projektmanagements verbleibt ein insbesondere größeren IT-Projekten innewohnendes Risiko. d) Sicherheitsrisiken Die Bedrohung der Informationssicherheit, insbesondere durch Cyber-Attacken, nimmt fortwährend zu. DAKOSY zählt seit 2022 offiziell zu den kritischen Infrastrukturen der Bundesrepublik Deutschland. Zur bestmöglichen Wahrung der Ziele Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität ist entsprechender Aufwand zu betreiben (Technik und Prozesse), der in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird. Durch die Etablierung eines dedizierten Chief Security Officers sowie der kontinuierlichen Ansprache der Mitarbeitenden wird die diesbezügliche Sensibilität weiter geschärft. Die Etablierung und Zertifizierung eines Information Security Management Systems nach DIN ISO 27001 erhöhen den Schutz des Gesamtsystems zusätzlich. Anfang 2024 erbrachte DAKOSY den vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) für Kritische Infrastrukturen erforderlichen Nachweis über die Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen. Ein vollständiger Schutz kann allerdings nicht gewährleistet werden. e) Gesamtrisiko Die Auswirkungen einer möglichen Eskalation politischer Konflikte können wiederum Auswirkungen auf das Transportvolumen unserer Kunden und somit auf die Erlöse der DAKOSY AG in 2024 haben. Ob und von welcher Dauer und Intensität sich Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung ergeben können, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht prognostiziert werden. Aus heutiger Sicht existieren jedoch keine bestandsgefährdenden Einzelrisiken für die Gesellschaft. Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation des Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit ebenfalls nicht erkennbar. 2. Chancenbericht Der wachsende Bedarf nach Transparenz, Effizienz und automatisierter Prozessoptimierung in der Supply Chain stellt eine gute Ausgangsbasis zur Erweiterung der Services der Port-Community-Plattform dar, sowohl im Hafen Hamburg, als auch im gesamten Hinterland bei Verladern und logistischen Hubs. Potentiale liegen hierbei u. a. in der Unterstützung der Exportabwicklung, dem Slot-Management für die Truck-Abwicklung sowie der elektronischen Freistellung. Die Etablierung der Kommunikationsplattform am Flughafen Frankfurt eröffnet zahlreiche neue Potentiale für Lösungen zur Unterstützung der Luftfrachtbranche an anderen Flughäfen in Deutschland, dem europäischen Ausland sowie - mit der neuen Plattform zur Gefahrgutabwicklung - auch weltweit. Mit der Gründung eines gemeinsamen Unternehmens mit der Fraport AG sollen diese Potentiale in Zukunft noch intensiver ausgeschöpft werden. Darüber hinaus ergibt sich hieraus die Chance zur Gewinnung von Neukunden für weitere DAKOSY-Services, insbesondere im Bereich Zoll. Der Bedarf nach innovativen Lösungen im Umfeld der elektronischen Zollabwicklung bietet unverändert Potential zur Erhöhung des Marktanteils, das zukünftig insbesondere durch den stark wachsenden Markt des E-Commerce weiter zunehmen wird. 3. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir im Wesentlichen
Aufgrund der guten finanziellen und personellen Lage der DAKOSY AG sowie der Aufteilung der Geschäftsaktivitäten auf mehrere Schwerpunkte sind wir auf Risiken gut vorbereitet. Es sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Die Position der DAKOSY AG als anerkannter und vertrauenswürdiger IT-Provider der Logistik konnte in den letzten Jahren erheblich ausgebaut werden und bildet vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung eine gute Ausgangsbasis für 2024. Nicht zuletzt die starke Position im Bereich der elektronischen Zollabwicklung bildet dabei ein solides Fundament. Eine Ausweitung der Aktivitäten auf Logistik-Hubs im Hinterland sowie auf die logistischen Bereiche von Verladern aus Industrie und Handel sollen diese Position weiter ausbauen. 4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Grundsätzlich ist das Finanzmanagement der DAKOSY AG darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informiert sich die DAKOSY AG vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung über die Bonität des Unternehmens.
Hamburg, den 28. März 2024 gez. Ulrich Wrage, Vorstand gez. Simon Lembke, Vorstand AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Sitz der DAKOSY Datenkommunikationssystem AG ist Hamburg. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 78314 im Register des Amtsgerichts Hamburg eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der DAKOSY Datenkommunikationssystem AG ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt worden. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf. Von den Erleichterungsmöglichkeiten des § 288 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften ist bei Aufstellung des Jahresabschlusses Gebrauch gemacht worden. Bilanz (Anlage 1) und Gewinn- und Verlustrechnung (Anlage 2) enthalten entsprechend § 265 Abs. 2 HGB die Vergleichsbeträge des Vorjahres, die in TEUR angegeben werden. II. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 1. Bilanzierungsmethoden und Bewertungsmethoden Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. 2. Angewandte Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens enthalten Software und Lizenzen an solchen Rechten, die über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren linear entsprechend ihrer jeweiligen voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden über eine Nutzungsdauer von drei bis 33 Jahren ebenfalls entsprechend ihrer jeweiligen voraussichtlichen Nutzungsdauer linear und degressiv abgeschrieben. Die Zugänge zum Anlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe im Aufwand erfasst. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie der Kassenbestand und Bankguthaben werden zu Nennwerten bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung auf die Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind nur solche vor dem Bilanzstichtag geleistete Anzahlungen aktiviert worden, die Aufwand für eine kalendermäßig bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. III. ANGABEN ZU POSTEN DER BILANZ Die Entwicklung des Anlagevermögens wird nachfolgend im Anlagenspiegel dargestellt: Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
Die sonstigen Vermögensgestände haben in Höhe von EUR 63.905,60 (Vj.: EUR 63.105,60) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind, wie im Vorjahr, in voller Höhe den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mitzugehörig. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind, wie im Vorjahr, in voller Höhe den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den Forderungen gegen Gesellschafter mitzugehörig. Das als gezeichnete Kapital der Gesellschaft nach § 152 AktG ausgewiesene Grundkapital in Höhe von EUR 1.530.000,00 ist in 1.530.000 Stammaktien zerlegt, bei denen es sich um vinkulierte, auf den Namen lautende, nennwertlose Stückaktien handelt. Das Geschäftsjahr 2022 schloss mit einem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 1.813.834,68 ab. Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 12. Juli 2023 wurden EUR 1.360.376,01 als Dividende ausgeschüttet. Es wurde ein Betrag von EUR 453.458,67 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Der nach § 268 Abs. 1 HGB i.V.m. § 158 AktG ausgewiesene Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag in Höhe von EUR 0,00. Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und gliedern sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind, wie im Vorjahr, in voller Höhe den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mitzugehörig. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 552.737,15 (Vorjahr: EUR 651.625,66), den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mitzugehörig. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte besichert. IV. SONSTIGE ANGABEN Vorstandsmitglieder der DAKOSY Datenkommunikationssystem AG sind: Herr Dieter Spark, Dipl. Wirtschaftsingenieur (bis zum 31.12.2023) Herr Ulrich Wrage, Speditionskaufmann (Sprecher des Vorstandes) Herr Simon Lembke, Dipl. Wirtschaftsinformatiker (seit dem 01.09.2023) Auf die Angaben zu den im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezügen der Mitglieder und ehemaligen Mitgliedern des Geschäftsführungsorgans wird unter Anwendung von § 286 Abs.4 HGB verzichtet. Mitglieder des Aufsichtsrats der DAKOSY Datenkommunikationssystem AG waren im Geschäftsjahr 2023:
Der Aufsichtsrat erhält gemäß eigener Empfehlung vom 27. April 2001 an die Hauptversammlung keine Bezüge oder Sitzungsgelder. Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 198 Arbeitnehmer, davon 53 Mitarbeiterinnen und 145 Mitarbeiter, sowie sieben Auszubildende beschäftigt. Die DAKOSY Datenkommunikationssystem AG hält Anteile am Stammkapital der CargoSoft GmbH, Bremen, in Höhe von EUR 243.750,00. Die prozentuale Beteiligung beträgt 97,5%. Der Jahresüberschuss der CargoSoft GmbH beträgt im Geschäftsjahr 2023 EUR 102.992,02. Das Eigenkapital der CargoSoft GmbH beträgt EUR 1.494.075,21. Weiterhin ist die DAKOSY Datenkommunikationssystem AG mit 50% (EUR 12.500,00) an der Allivate GmbH beteiligt. Die Allivate GmbH wurde im Dezember 2023 mit einem Stammkapital in Höhe von EUR 25.000,00 gegründet. Ein Jahresabschluss der Allivate GmbH liegt noch nicht vor. Angaben zum Eigenkapital und zum Ergebnis des letzten Geschäftsjahres können daher nicht gemacht werden. Die zugunsten des verbundenen Unternehmens CargoSoft GmbH, Bremen, eingegangene Gewährleistungsverpflichtung gegenüber Dritten besteht in einer Patronatserklärung, die am Abschlussstichtag nicht zu passivieren war. Die zugrundeliegenden Verbindlichkeiten werden durch das verbundene Unternehmen erfüllt werden können, so dass mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist. Diese Einschätzung liegt darin begründet, dass bei dem verbundenen Unternehmen weder eine bilanzielle Überschuldung vorliegt, noch künftig ausbleibende Zahlungsüberschüsse zu erwarten wären. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die sich nicht aus der Bilanz ergeben und nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, lauten wie folgt:
Vorschlag für die ErgebnisverwendungVor dem Hintergrund des Jahresplanes 2024 wird der Vorstand eine Ausschüttung von 75 % des Bilanzgewinns vorschlagen.
Hamburg, den 28. März 2024 gez. Ulrich Wrage, Vorstand gez. Simon Lembke, Vorstand Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungsberichte verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die DAKOSY Datenkommunikationssystem AG Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DAKOSY Datenkommunikationssystem AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DAKOSY Datenkommunikationssystem AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 28. März 2024 DIERKES
Hamburg AG
gez. Deecke, Wirtschaftsprüfer Niederschrift der HauptversammlungDAKOSY Datenkommunikationssystem AG
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, 75% des Gewinns an die Aktionäre auszuschütten:
Beschlussvorschlag: Der Versammlungsleiter schließt die Hauptversammlung um 10:40 Uhr.
02.07.2024 Enrico Ramminger, Sitzungsleiter Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat der DAKOSY Datenkommunikationssystem AG wurde im Berichtsjahr 2023 vom Vorstand kontinuierlich informiert und hat die Entwicklung von DAKOSY mit drei Sitzungen begleitet. Der Aufsichtsrat hat sich eingehend über die Lage des Unternehmens sowie die grundsätzlichen Fragen der Geschäftspolitik auch in Einzelgesprächen unterrichten lassen. Es wurden alle wesentlichen geschäftlichen Vorgänge erörtert und die aufgrund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmungen zur Zustimmung vorgelegten Geschäfte behandelt. Somit war der Aufsichtsrat sowohl über die aktuelle Lage der Gesellschaft, als auch über die strategische Weiterentwicklung ständig umfassend unterrichtet und konnte seiner Pflicht zur Überwachung der Gesellschaft jederzeit und vollständig nachkommen. Dies schließt auch die Betrachtung in den Bereichen Finanzen und Organisation sowie die wesentlichen Kennzahlen und Entwicklungen der CargoSoft GmbH ein. Das Wirtschaftsjahr 2023 zeichnete sich durch eine stabile Geschäftsentwicklung aus. Durch die Gewinnung transaktionsstarker Neukunden, ein insgesamt gestiegenes Transaktionsvolumen im Bereich Zollanwendungen sowie mehrere Projekte im Bereich Port Community Systeme wurde eine Gesamtleistung von 25,9 Mio. EUR erwirtschaftet, die um etwa 550 TEUR über dem Vorjahr liegt. Insbesondere im Bereich der elektronischen Zollabwicklung konnte das Wachstum weiter gesteigert werden. Die Gesellschaft erwirtschaftete einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 2.412 TEUR. Die Buchführung, der Jahresabschluss und der Lagebericht sind von der durch die Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählten DIERKES Hamburg AG geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Dem Ergebnis dieser Prüfung stimmen wir zu. Außerdem haben wir den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und den Lagebericht geprüft. Dabei haben sich keine Beanstandungen ergeben. Ebenso wurde der Vorschlag für die Gewinnverwendung geprüft und eingehend erörtert. Wir haben heute den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt worden ist.
Hamburg, den 16.05.2024 Der Aufsichtsrat gez. Jens Hansen, Vorsitzender |
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