Kur- und Klinikverwaltung Bad Rappenau GmbH
Selbe AdresseVorsorge- und Rehabilitationskliniken
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ingmar Schiedel seit 31.10.2023 | Prokura |
Olaf Werner seit 13.11.2006 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Salinen Klinik AktiengesellschaftBad RappenauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Wir gehören zu einem Verbund mit vier Rehabilitationseinrichtungen mit Therapiezentrum, in denen wir Patienten nach dem Aufenthalt im Akutkrankenhaus oder bei chronischen Beschwerden behandeln. Präventions- und Nachsorgeprogramme stehen ebenso im Portfolio unseres Angebotes. Partner sind hierbei die Kostenträger (Deutsche Rentenversicherung, gesetzliche Krankenversicherungen, private Krankenversicherungen) und Akutkrankenhäuser. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung/branchenbezogene Entwicklung Das Jahr 2023 wurde neben den letzten Ausläufern der Corona-Pandemie durch die Auswirkungen des Angriffskrieges von Russland auf die Ukraine, jedoch vor allem in der zweiten Hälfte des Jahres durch die Ergebnisse der Verhandlungsrunde des Verbandes privater Klinikträger in Baden-Württemberg e. V. (VPKA) und Verdi, geprägt. Nachdem zum 01. März 2023 alle Corona-Maßnahmen des Landes Baden-Württemberg entfallen waren, wurden zum 08. April 2024 auch die Schutzmaßnahmen nach Infektionsschutz des Bundes ausgesetzt. Für die Kliniken, vor allem für die Mitarbeiter und Patienten bedeutete dies nach Jahren der Testungen, Impfungen und Einschränkungen, wie das Arbeiten mit FFP2-Maske eine große Erleichterung. Das im November 2020 eingerichtete Testzentrum wurde geschlossen und am 28.04.2023 abgebaut. Die Corona-Zuschläge wurden letztmalig bis 07. April 2023 verlängert. Die Höhe der Zuschläge betrug von den Deutschen Rentenversicherungen 7 € für einen stationären Pflegetag, 5,25 € für einen ganztägig ambulanten Behandlungstag (Fußnote 1). Durch den Wegfall der Schutzmaßnahmen wurde das Datum des Auslaufs auf den 01. März 2023 vorgezogen. Trotz der aufgehobenen Maßnahmen gab es durch das gesamte Jahr hindurch einzelne Fälle und kleine Ausbrüche des Covid-19-Virus. Die Patienten konnten unter Einhaltung von Hygienemaßnahmen die Rehabilitation bzw. die Anschlussheilbehandlung fortführen. Die befürchtete Welle in den kälteren Monaten des Jahres ist ausgeblieben. Die täglichen Routinetreffen mit der Geschäftsleitung wurden auf zwei Termine in der Woche reduziert, da sich der kontinuierliche Austausch als sinnvoll erwiesen hat. Die Runden mit allen leitenden Mitarbeitern wurde weiterhin als Videokonferenz zuletzt einmal im Monat abgehalten. Obwohl Corona, wie die einzelnen Fälle beweisen, nach wie vor nicht komplett verschwunden ist, gehört es nicht mehr zum Alltag in den Kliniken und schränkt den Betrieb nicht mehr stark ein. Russland überfiel am 24.02.2022 die Ukraine (Fußnote 2). Die kriegerische Auseinandersetzung wirkte sich auf die Weltwirtschaft mit stark gestiegenen Energiepreisen, hohen Inflationsrate und weltweiten Einbußen beim Wachstum aus (Fußnote 3). Deutschland ist wegen seiner großen Abhängigkeit von Energieimporten besonders betroffen, konnte sich aber auf die neuen Gegebenheiten mit einem zeitlichen Verzug einstellen. Als Beispiel für die Auswirkungen kann gut die Entwicklung des Gaspreises herangezogen werden. Während sich der Gaspreis im Februar 2022 nach einem Allzeithoch im Dezember 2021 noch bei 70-90 € je Megawattstunde stabilisiert hatte, bewegte sich der Preis im Jahr 2023 zwischen 22 und 35 € je Megawatt-Stunde (Fußnote 4). Zum 01.04.2023 trat die Rehabilitationshilfsfonds-Verordnung in Kraft. Die gestiegenen Energiekosten konnten hier in einem einmaligen Zuschuss für die Differenz zwischen den Jahren 2022 und 2021 gestellt werden. Die Auswirkungen der geänderten Absatzmärkte und der Unsicherheiten bei den Entscheidungsträgern in der Wirtschaft waren jedoch unverkennbar. Nachdem im Jahr 2022 noch eine Steigerung des Bruttoinlandproduktes von 1,9 % (Fußnote 5) vor allem auf Grund von Nachholeffekte aus der Dienstleistungsbranche nach Corona verzeichnet werden konnte, sank das Bruttoinlandprodukt im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,3 %. Die hohen Preise, die ungünstigen Finanzierungsbedingungen und die geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland dämpften die Konjunktur (Fußnote 6). Preissteigerungen, die für jeden spürbar waren, prägten die Situationen von jedem Einzelnen. Betrachtet man die Entwicklung durch das Jahr 2023 hindurch, konnte eine durchschnittliche Inflationsrate von 5,9 % (Fußnote 7) verzeichnet werden. "Preistreiber" waren neben die Energiekosten vor allem die Lebensmittelkosten. Die Preise, die bereits im Jahr 2022 um 13,4 % gestiegen waren, erhöhten sich im Schnitt um weitere 12,4 %. Das Gefühl immer weniger im Einkaufswagen zu haben, belastete alle, traf jedoch vor allem die Bevölkerungsschichten mit geringeren Einkommen. Diese hohe Inflationsbewegung, die jeder spürte sowie die Situation auf dem Bewerber- und Nachwuchsmarkt waren das prägende Thema der im Jahr 2023 stattgefundenen Tarifverhandlungen. Der Verband privater Klinikträger in Baden-Württemberg e. V. und Verdi trafen sich zu drei Verhandlungsrunden. Die Verhandlungen gestalteten sich schwierig, da auch bei den Klinikträgern die beschriebenen Auswirkungen, angekommen waren. Erstmalig fanden parallel zu den letzten Verhandlungsrunden Warnstreiks statt. Ein Novum in den bisher stattgefundenen Verhandlungen. Das Ergebnis, das in Isny, nach langen Verhandlungen abgeschlossen wurde, war auch in der Höhe und den Inhalten einmalig. Unter anderem wurde vereinbart: • Inflationsausgleichzahlungen in drei Raten
• Entgelterhöhungen:
Die Tendenz die unteren Gehaltsklassen zu stärken war klar erkennbar. Obwohl die positiven Entwicklungen für die Mitarbeiter klar erkennbar waren und die Leitung immer davon sprach, dass die Mitarbeiter, jeden Euro verdient haben, stellte der Abschluss in dieser Höhe vor allem aber zu diesem späten Zeitpunkt im Jahr die Gesellschaften vor im ersten Moment wirtschaftlich schier unlösbare Herausforderungen. Zeitnah wurde eine außerordentliche Verwaltungsratssitzung einberufen um die mögliche Auswirkung den Entscheidungsgremien darzustellen und die Entwicklungen auf den klinischen Betrieb zu präsentieren. Folgende Maßnahmen wurden ergriffen: • Nachverhandlungen mit den Kostenträger wurden angefragt • Gespräche mit den kreditgebenden Banken wurden aufgenommen • Alle Umbau- und Renovierungsmaßnahmen gestoppt • Nicht verpflichtende Benefitsleistungen eingestellt • alle Ausgaben wurden unter die Freigabe der Geschäftsleitung gestellt Die Gespräche des Geschäftsführers mit den Kreditinstituten sowie den Kostenträgern verliefen erfolgreich. Die gelegte Basis bei den Pflegesätzen erforderte im Nachgang einen besonderen Blick auf das Erreichen der gelegten Belegungsziele. Die klinischen Abteilungen konnten durch ordentliche Ergebnisse dazu beitragen, dass die Mehrkosten im Personalbereich abgemildert wurden. Klinische Entwicklung: Zum 01. Juli 2023 wurde die qualitätsgestützte Belegung im Rahmen eines transparenten, verbindlichen, diskriminierungsfreien und nachvollziehbaren Verfahrens für die Beschaffung von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation umgesetzt. Die Parameter Zufriedenheit der Patienten mit der Einrichtung, die erreichten Rehaziele, Wartezeit, Entfernung, und das Peer-Review-Verfahren spielen bei der Auswahl der Kliniken, die dem Versicherten zur Verfügung gestellt werden, die entscheidende Rolle (Fußnote 9). Es werden gegen den Wunsch der Verbände und der Kliniken, neben den qualitativ besten Kliniken, auch jeweils zwei Kliniken dargestellt, die direkt der Rentenversicherung gehören. Qualitative Betrachtungen spielen dabei keine Rolle. Übt ein Versicherter das Wunsch- und Wahlrecht aus und legt sich bei der Beantragung der Maßnahme auf eine spezielle Rehabilitationsklinik fest, setzt dies die qualitative Bewertung außer Kraft. Die gewünschte Rehabilitationsklinik muss bei vorliegener Indikation genehmigt werden. Somit ist die Vergrößerung der Bekanntheit der Rehaklinik sowie das Einhalten der Qualitätskriterien für die Belegung der Rehaklinik relevant. Zukunftsausblick: Für den ab 2026 geltenden einheitlichen Pflegesatz für die klinischen Einrichtungen wurden zum Stand Ende 2023 sogenannte Pretests durchgeführt. Bei diesen Erhebungen sollen die Werte für die einrichtungsbezogene Komponente des Pflegesatzes erhoben werden. Eine genaue Höhe steht bisher noch nicht fest. Für das Frühjahr 2024 wurde eine groß angelegte Datenerfassung aller Kliniken angekündigt. Bis Mitte 2025 sollen die Werte des Basistarifes und der einrichtungsspezifischen Komponenten feststehen um die finanzielle Planung der Kliniken zu ermöglichen. Im Jahr 2024 wird die zweite Runde der Tarifverhandlungen aus den Verhandlungen umgesetzt. Unklare Auswirkung hat dabei die komplette Überarbeitung der Eingruppierungstabelle. Mehrere Arbeitsrunden zwischen dem Arbeitgeberverband und Verdi haben schon stattgefunden. Das Ergebnis ist offen. 2. Geschäftsverlauf Insgesamt blickt die Salinen Klinik AG mit der Salinen Klinik als bettenführende Klinik auf ein sehr gutes Geschäftsjahr zurück. Die Umsatzerlöse haben sich im Berichtsjahr um 1.620 TEUR erhöht. Im aktuellen Jahr waren 397 Patienten mehr in der Salinenklinik.
In belegten Betten ergibt sich folgendes Bild:
3. Lage Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt von unserem operativen Geschäft. a) Ertragslage Der größte Umsatz wird mit Patienten der Deutschen Rentenversicherung erwirtschaftet. Vor allem in der Salinen Klinik stellt die Deutsche Rentenversicherung Bund einen verlässlichen Partner dar. Die Ertragslage wurde durch eine moderate Pflegesatzerhöhung der Deutschen Rentenversicherung Bund in der Salinen Klinik und der weiteren Kostenträger regelhaft verbessert. Die Umsatzerlöse liegen mit 12.756 TEUR um ca. 1.620 TEUR über dem Vorjahresergebnis (11.136 TEUR). Der Materialaufwand der bezogenen Leistungen und den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen lag im Berichtsjahr - insbesondere aufgrund gestiegener Energie- und Umlagekosten - mit 1.302 TEUR rund 167 TEUR über dem Wert des Vorjahres (1.135 TEUR). Trotz der gestiegenen Umsatzerlöse hat sich die Materialeinsatzquote damit um rd. 1,3 % - Punkte gegenüber dem Vorjahr erhöht. Der Personalaufwand lag im Berichtsjahr mit 5.638 TEUR rund 377 TEUR über dem Wert des Vorjahres (5.261 TEUR). Die Steigerung liegt an den hohen Tarifabschlüssen und den daraus resultierenden gestiegenen monatlichen Leistungen und den Einmalzahlungen. Bei der Salinen Klinik AG waren im Jahresdurschnitt insgesamt (ohne Auszubildende) 106 Personen (85 Arbeitnehmer sowie 7 Aushilfen im Haus Salinen Klinik und 14 Arbeitnehmer im Therapiezentrum) beschäftigt. Der Personalbestand liegt damit knapp unterhalb des Vorjahresniveaus. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 630 TEUR auf 4.457 TEUR (Vorjahr: 3.827 TEUR) gestiegen. Im Wesentlichen ursächlich für die Steigerung ist der Anstieg der Konzernumlagen und im Geschäftsjahr angefallenen Aufwendungen für Personalleasing. Die oben erläuterten Sachverhalte führten zu einem Jahresüberschuss von 656 TEUR vor Ergebnisabführung. b) Finanzlage Die Finanzlage der Salinen Klinik AG kann trotz der ergriffenen Maßnahmen als angespannt angesehen werden. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und den Skontoabzug in Anspruch zu nehmen. Der eingeräumte Kontokorrentkredit der Kreditinstitute wird von uns nicht in Anspruch genommen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf 7,3 % der Bilanzsumme. Die Eigenkapitalquote hat sich von 27,2% (31.12.2022) auf 23,1% (31.12.2023) reduziert. c) Vermögenslage Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 betrug 9.849,2 TEUR. Das Vermögen umfasst 53,5 % Anlagevermögen sowie 46,5 % Umlaufvermögen. Hier haben sich die liquiden Mittel stichtagsbezogen um 1.987,2 TEUR gegenüber dem Vorjahr erhöht. Das Anlagevermögen der Gesellschaft umfasst im Wesentlichen Grundstücke-, Gebäude, medizinische Geräte, sowie noch sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung. Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Höhe von 298 TEUR getätigt. Die Liquiden Mittel haben sich stichtagsbedingt um 1.987,2 TEUR erhöht. Weiterhin haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aufgrund gestiegener Weiterberechnungen der Konzernumlagen erhöht. d) Finanzielle Leistungsindikatoren Das Jahresergebnis vor Gewinnabführung und die Umsatzrendite sind wesentliche Kennzahlen für unsere interne Unternehmenssteuerung. Das Jahresergebnis 2023 hat sich von 516 TEUR im Vorjahr auf 655 TEUR erhöht. Bei gestiegenen Umsatzerlösen hat sich die Umsatzrendite damit einhergehend von 4,6 % auf 5,1 % erhöht. Für die interne Unternehmensführung finden monatlichen Budgetsitzungen statt. Hierbei werden alle Geschäftsbereiche mit Einnahmen und Ausgaben betrachtet. Abweichungen und auffällige Beträge werden nachgearbeitet. Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt, trotz der Pandemie, durch die ausgleichenden Rettungsschirme als gesichert bezeichnet werden. III. Prognosebericht Unser Klinikverbund stellt sich prospektiv den neuen Qualitätsanforderungen, so dass von einer grundsätzlichen Zukunftssicherung ausgegangen wird. Um diese Sicherung der betrieblichen Zukunft auch weiterhin zu gewährleisten, schreitet die Weiterentwicklung voran. Die ersten Monate des Jahres 2024 lassen noch keinen Schluss auf das Gesamtjahr zu, bieten jedoch aus Belegungssicht die Grundlage für ein ordentliches Geschäftsjahr, wenn die Belegung in diesem Rahmen bleibt. In Anbetracht der zukünftigen Entwicklung ist von einem leicht rückläufigen Jahresergebnis und einer leicht zurückgehenden Umsatzrendite auszugehen. IV. Chancen- und Risikobericht Risiken der zukünftigen Entwicklung bestehen nach wie vor in der Abhängigkeit von der Einweiserseite. In vielen Wirtschaftsbereichen ist die massive Preissteigerung zu spüren. Bisher konnten diese in den Verhandlungen fast ausgeglichen werden. Ob dies zukünftig, auch im Hinblick auf den einheitlichen Vergütungssatz noch so sein wird, bleibt abzuwarten. Bei den Maßnahmen in den Kliniken ist aktuell ein Erholungseffekt zu erleben. Schwächere Phasen im Jahr, wie zum Beispiel der August oder September, waren gut belegt. Es ist zu spüren, dass die Patienten nach dem Wegfall der Coronaschutzmaßnahmen wieder die Angebote wahrnehmen, die sie aufgeschoben haben. Die horrenden Forderungen der Gewerkschaften, um die Preissteigerungen bei den Mitarbeitern auszugleichen, wurden zwar in die Vergütungsverhandlungen mit eingebracht, jedoch nur teilweise umgesetzt. Die Deutschen Rentenversicherungen und die Krankenkassen blieben bei den Abschlüssen deutlich hinter den Steigerungsraten zurück. Die erwartet hohe Anpassung der Gehaltstarife muss durch eine höhere Auslastung und zukünftige Pflegesatzverhandlungen abgefangen werden. Die liquiden Mittel im Auge zu behalten, Entwicklungen früh zu erkennen und Abwägungen zu treffen, wird für die Zukunft entscheidend sein. Die durch einen krankheitsbedingten Ausfall notwendig gewordene Besetzung der Finanzbuchhaltung erweist sich zwar als arbeitsintensiv, ermöglicht aber innerhalb der Verwaltungsarbeit neue übergreifende Sichten. Ein Fokus muss auf die Personalsuche gelegt werden, da sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt für Fach- und Führungskräfte, vor allem im medizinischen Bereich, unverändert angespannt zeigt. Die Rekrutierung von Ärzten, Pflegekräften, Therapeuten wurde im Jahr 2023 zunehmend schwerer. Erleichterung brachte in einigen Bereichen der Tarifabschluss, der für eine verbesserte Ausganglage, bei den in Teilen die gewünschten Gehälter übertroffen wurden. Die Suche auf Socialmedia konnte ausgebaut werden. Im Jahr 2024 soll ein weiterer Fokus durch Bewerbertage und gezielte Nachwuchsveranstaltungen wie Girls-Boys-Days gelegt werden. Erste Kontakte zur Integration von ausländischen Kräften laufen zwar, hier ist aber kein schneller Erfolg zu erwarten, sondern nur langfristig eine Schließung der personellen Lücken zu erwarten. Weitere Risiken: Folgen der Krankenhausreform Nachfrage nach Reha bei niedrigen Budgets Einrichtungsbezogene Komponente Tarifabschluss 2024 Um die bestehenden Mitarbeiter zu halten und die Zufriedenheit zu verbessern wurden Workshops durchgeführt, mit dem Ziel ein Arbeitnehmerversprechen abzugeben. Für Bewerber wie für bestehende Mitarbeiter sollte so klar sein wofür die Salinen Klinik AG als Arbeitgebermarke steht. Zwei Strategien fokussiert die Unternehmensleitung: Auf- und Ausbau vorhandener sowie Schaffung neuer Stärken Neben der natürlichen Ressource, der gesundheitsfördernden Sole, sind dies • Den reha-medizinischen Kompetenz- und Qualitätsvorsprung halten und ausbauen • Die besondere Indikationsvielfalt von orthopädischen Erkrankungen über Psychosomatik, Innere Medizin, HNO sowie spezialisierte Leistungen in der Geriatrie bis hin zur Phoniatrie beibehalten. • Das integrative und nachhaltige Therapiekonzept auszubauen • Einführung neuer Therapieformen • Ausbau der medizinisch-beruflich orientierten Reha (MBOR), um die Zuweisungen von den Rentenversicherungen zu sichern und auszubauen • Spezialisierung im Segment MBOR, Prävention und Ausbau des Betrieblichen Gesundheitsmanagements • Kooperationen mit der Wissenschaft • Erfolgreiche Personalarbeit • Schöpfung bislang ungenutzter Chancen und Potenziale • Integration von Nachhaltigkeit in den täglichen Alltag durch Einrichtung eines Nachhaltigkeitsteams • Arbeitsumgebung schaffen, um bestehende Mitarbeiter zu halten und neue Mitarbeiter - auch in Hinblick auf die vermeintlich höhere Fluktuation - schneller zu integrieren und arbeitsfähig zu machen. Interne Organisation und Entscheidungsfindung Unser Unternehmen verfügt über eine Matrixorganisation. Leitungspositionen sind fachbezogen und projektbezogen eingerichtet. In Zweifelsfällen wird die Entscheidung durch die Geschäftsführung getroffen. Gesamtaussage Das aktuelle Weltwirtschaftsgeschehen bleibt angespannt. Die wirtschaftliche Entwicklung wird durch den Ukrainekrieg weiterhin stark beeinflusst. Eine Aussicht auf eine sich schnell stabilisierende wirtschaftliche Situation besteht aktuell nicht. Die indirekten und direkten Einflüsse treffen auch immer die Rehabilitationseinrichtungen (z.B. Arbeitslosenquote, Arbeitsplatzsicherheit, wirtschaftliche Gesamtentwicklung). Um die weitere Entwicklung - personell, wirtschaftlich, baulich - nicht zu gefährden muss die Belegung dauerhaft sichergestellt werden. Wichtigste Aufgabe bleibt die Sicherstellung der personellen Ausstattung und die Konzentration auf die Qualität sowie die Zufriedenheit der Mitarbeiter und der Patienten. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung zukünftiger Risiken gerüstet. Wir sind überzeugt, dass die vorgenannten Risiken den Fortbestand der Gesellschaft nicht gefährden. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Ausfälle bei Forderungen sind die Ausnahme. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft aus eigenen Mitteln. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. Ein großer Dank für die positive Entwicklung der Einrichtungen gilt den Gesellschaftern, dem Verwaltungsrat, den Vertragspartnern und in allererster Linie den Mitarbeiter/-innen.
Bad Rappenau, 08. Mai 2024 gezeichnet Olaf Werner, Vorstand 1 Rundschreiben-13-2022-Corona-Zuschlag-bis-07042023.pdf 2 Russlands Angriff auf die Ukraine: Wladimir Putins Krieg hat begonnen - DER SPIEGEL 3 Die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs in Grafiken | tagesschau.de 4 BMWK - Erdgasversorgung in Deutschland 5 Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 um 1,9 % gestiegen - Statistisches Bundesamt (destatis.de) 6 Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken - Statistisches Bundesamt (destatis.de) 7 Inflationsrate im Jahr 2023 bei +5,9 % - Statistisches Bundesamt (destatis.de) 8 Weihnachtsgeld ab 2024: VPKA Baden-Württemberg und Verdi beschließen Tarifvertrag - kma Online (kma-online.de) 9 Beschaffung medizinischer Reha-Leistungen | Basis-Informationen zu den Regelungen im Beschaffungsverfahren | Deutsche Rentenversicherung (deutsche-rentenversicherung.de) BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Erläuterungen Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Sondervorschriften für Aktiengesellschaften (AG) beachtet. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk im Anhang gewählt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. II. Rechtliche Grundlagen
III. Angaben zur Bilanzierungs- und Bewertung einschließlich Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel ersichtlich. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen. Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig 3 Jahre zu Grunde gelegt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Zugänge des Wirtschaftsjahres werden linear auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer pro rata temporis abgeschrieben. Vorratsvermögen Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte durch Ansatz der Anschaffungskosten nach § 255 Abs. 1 HGB. Die Bestände werden als Festwert geführt. Zum 31.12.2023 erfolgte turnusgemäß eine körperliche Bestandsaufnahme. Erforderliche Anpassungen des Festwertes wurden durchgeführt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt:
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die Dotierung erfolgte mit dem geschätzten Erfüllungsbetrag. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Bei den Beträgen in Klammern handelt es sich um die Vorjahreswerte. Unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 14 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe 3.172 TEUR (Vorjahr: 2.528 TEUR) aus der Ergebnisabführung, in Höhe von 1.366 TEUR (Vorjahr: 536 TEUR) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und im Übrigen aus Darlehensgewährungen. Unter diesen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 4.423 TEUR (Vorjahr: 3.030 TEUR) enthalten. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die zugunsten der Volksbank Kraichgau eG bestellte Grundschuld (1.650 TEUR) dient der Besicherung aller Kreditverbindlichkeiten (Darlehen) der Berichtsgesellschaft, aber auch der Besicherung der Kreditverbindlichkeiten der Schwärzberg Klinik GmbH gegenüber diesem Kreditinstitut. Die Verbindlichkeiten der Konzerngesellschaften (ohne Salinen Klinik AG) gegenüber der Volksbank Kraichgau eG, für die diese Grundschuld als Sicherheit dient, betragen zum Bilanzstichtag 8.331,8 TEUR. Da der Gesamtkonzern Eigenkapital in Höhe von rd. 11 Mio. EUR ausweist, ist das Risiko einer Inanspruchnahme als gering zu bewerten. Die betriebliche Altersversorgung der Gesellschaft wird über die Zusatzversorgungskasse des Kommunalen Versorgungsverbands Baden-Württemberg abgewickelt. Erkennbare Deckungslücken aus Altersversorgungszusagen bestehen nach unseren Erkenntnissen nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wärmeversorgungsverträgen bestehen in Höhe von:
In den sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthaltene Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen:
Das Bestellobligo für das Anlagevermögen beträgt 0 TEUR (Vorjahr: 225 TEUR). Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind erhaltene Zuschüsse nach dem Infektionsschutzgesetz, nach dem Sozialdienstleister-Einsatzgesetz (Deutsche Rentenversicherung) in Höhe von 4,9 TEUR (Vorjahr: 170,3 TEUR) enthalten. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen, wie im Vorjahr, ausschließlich die von der Schwärzberg Klinik GmbH geleisteten Ausgleichszahlungen an die außenstehenden Gesellschafter der Salinen Klinik AG, die von der Gesellschaft selbst zu versteuern sind. IV. Sonstige Pflichtangaben Namen des Vorstandes Vorstand mit Einzelvertretungsbefugnis der Gesellschaft im Geschäftsjahr war Herr Olaf Werner, Betriebswirt. Er ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Namen des Aufsichtsrats Herr Sebastian Frei, Oberbürgermeister, Bad Rappenau (Vorsitzender) Frau Anne Silke Köhler, Finanzbeamtin, Bad Rappenau Herr Sven Hofmann, Touristik-Fachwirt, Bad Rappenau Frau Gabriela Gabel, Bürokauffrau, Bad Rappenau Herr Dr. med. Lars Schubert, Arzt, Bad Rappenau Herr Martin Wacker, Techniker, Bad Rappenau Vergütung des Vorstands und ehemaliger Vorstände Der Vorstand ist bei dem Gesellschafter, der Schwärzberg Klinik GmbH, angestellt. Die Vergütung des Vorstands ist in der Verwaltungskostenumlage der Schwärzberg Klinik GmbH enthalten. Auf die Angabe der Bezüge für Mitglieder des Vorstands wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Unter Zugrundelegung der Berechnungsmethoden nach § 267 Abs. 5 HGB betrug die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer:
Aktien je Gattung
Mitteilung im Sinne von § 160 Abs. 1 AktG Von der Kur- und Klinikverwaltung Bad Rappenau GmbH hat die Salinen Klinik AG folgende Mitteilung erhalten: "Nach § 20 Abs. 4 AktG teilen wir Ihnen mit, dass der Kur- und Klinikverwaltung Bad Rappenau GmbH eine Mehrheitsbeteiligung im Sinne von § 16 Abs. 1 AktG gehört." Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. Ergebnisverwendung Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Schwärzberg Klinik GmbH wird das Jahresergebnis vollumfänglich an diese abgeführt. Konzernabschluss Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Kur- und Klinikverwaltung Bad Rappenau GmbH, Bad Rappenau, einbezogen. Der Konzernabschluss kann von der Kur- und Klinikverwaltung Bad Rappenau GmbH bezogen werden. Er wird außerdem im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht werden. Die Angabe des Abschlussprüferhonorars unterbleibt nach § 285 Nr. 17 HGB.
Bad Rappenau, den 08.Mai 2024 gezeichnet Olaf Werner, Vorstand Anlagespiegel
Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat der Salinen Klinik AG ist im Geschäftsjahr 2023 zu insgesamt vier regulären Sitzungen zusammengetreten. Er hat sich in diesen Sitzungen, in Einzelbesprechungen und durch Bericht des Vorstandes laufend über die Lage der Gesellschaft und über alle wichtigen Vorhaben und Entwicklungen informiert und darüber mit dem Vorstand beraten. Dabei hat der Aufsichtsrat insbesondere die von dem Vorstand für die Gesellschaft vorgelegten, regelmäßig fortgeschriebenen Investitions-, Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsplanungen des Geschäftsjahres 2023 sowie die vorgelegte Finanz- und Liquiditätsplanung für das Geschäftsjahr 2024 mit dem Vorstand erörtert und hierzu die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Die Buchführung und der Jahresabschluss wurden von der damit beauftragten OT-audit GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Heidelberg, geprüft. Die Prüfung hat zu keinen Beanstandungen geführt; der Abschluss wurde mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Prüfungsbericht wird dem Aufsichtsrat zur Prüfung, Billigung und gegebenenfalls zur Erhebung von Einwendungen vorgelegt. Dem Vorstand und den Mitarbeitern spricht der Aufsichtsrat Dank und Anerkennung für die im Jahr 2023 geleistete Arbeit aus.
Bad Rappenau, im Mai 2024 Der Aufsichtsrat Sebastian Frei, Oberbürgermeister, Vorsitzender sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 21.10.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersBei dem Bestätigungsvermerk handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zum vollständigen Jahresabschluss sowie dem Lagebericht wurde folgender bestätigungsvermerk erteilt: An die Salinen Klinik AG, Bad Rappenau Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Salinen Klinik AG, Bad Rappenau - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Salinen Klinik AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unseren Beurteilungen aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Heidelberg, 17. Mai 2024 OT-audit
GmbH
gezeichnet Dirk Müller, Wirtschaftsprüfung gezeichnet Dirk Müller, Wirtschaftsprüfer |
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