M. Schaumann Verwaltungs-GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Heinrich Dipl.-Kaufmann Reinkemeier seit 15.6.2004 | Geschäftsführer |
Bernhard Dipl.-Kfm. Reinkemeier seit 15.6.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Franz Reinkemeier GmbHRietbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens1. Geschäftsmodell des UnternehmensDie Firma Franz Reinkemeier GmbH versteht sich als ein über mehrere Ebenen integriertes Handels- und Dienstleistungsunternehmen mit dem Schwerpunkt im Bereich der Innendekorationsprodukte. Die Entwicklung in den letzten zwei Jahrzehnten vom reinen Großhandel zum konzeptionellen Dienstleistungsanbieter mit angeschlossener Logistik und Ladenbau vollzog sich parallel zu komplexen Anforderungen der Kundenzielgruppen. Diese reichen im Handelsbereich von den Großflächenanbietern im DIY-Bereich, über die Möbelhäuser bis zu den Fachmärkten. Innerhalb der verschiedenen Vertriebskanäle sind zusätzlich auch die Onlinevertriebsformen im Fokus. Die komplementären Dienstleistungen aus dem Bereich Logistik und Ladenbau orientieren sich an den schon bestehenden Anforderungen, werden jedoch zusätzlich auch anderen Zielgruppen angeboten. Ziel ist es dabei, den Prozessgedanken von der Produktion bis zum Verkauf an den Konsumenten entlang der Wertschöpfungskette zu begleiten und in den Schnittstellen tragfähige Lösungen anzubieten. 2. Forschung und EntwicklungDie Weiterentwicklung des bestehenden Geschäftsmodells beruht vor allem auf der intensiven Beobachtung der Kundenbedürfnisse. Die daraus resultierenden Veränderungen und Innovationen nicht nur der Produkte, sondern auch flankierender Marketing-, Abwicklungs- und Präsentationsmaßnahmen entstehen direkt aus der Motivation, aus guten Kunden- und Lieferantenbeziehungen zu lernen. Die genaue Beobachtung und Bewertung veränderten Kundeneinkaufsverhaltens und die daraus resultierenden Aktionen der Marktteilnehmer in den verschiedenen Absatzkanälen geben den Anstoß für Investitionen in zukunftsfähige Lösungen über alle Prozessschritte hinweg. Gerade die zentralen Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit berührt die Abläufe in allen Bereichen. Somit sind ständige Überprüfungen und Anpassungen von Strategie und Umsetzung von zentraler Bedeutung. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene RahmenbedingungenDie gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland stellte sich im Kalenderjahr 2023 im Zuge der Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen, insbesondere den erheblichen Kaufkraftverlusten als Folge der massiven Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, der geopolitischen Kriese sowie den geldpolitischen Straffungen sehr schwach dar. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt lag im Kalenderjahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Kalenderjahr 2022. Im internationalen Vergleich blieb die Wirtschaft in Deutschland im Jahr 2023 deutlich hinter den anderen großen EU-Mitgliedstaaten oder den großen Volkswirtschaften wie den USA oder China zurück. Als einziger der großen europäischen Staaten verzeichnete Deutschland einen Rückgang des preisbereinigten BIP. Im Vergleich zum Jahr 2019, also dem Jahr vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie, stieg die Wirtschaftsleistung in Deutschland verglichen mit den anderen großen EU-Staaten am schwächste. Die Wirtschaftsleistung hat sich im Kalenderjahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen gegenüber dem Vorjahr sehr unterschiedlich entwickelt. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, der deutlich nachgab, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Neben der Abschaltung der drei letzten deutschen Atomkraftwerke zum 15. April 2023 sank auch die Energieproduktion aus Braun- und Steinkohle. Dagegen wuchs die Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien deutlich. Zudem wurde vermehrt Strom im Ausland eingekauft. Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Neben den hohen Energiepreisen war auch die Materialknappheit sowie die sich infolge der Tarifabschlüsse erhöhten Lohnkosten weiter ein Problem für die Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe. Da sich die Preissteigerungen auf der Erzeugerebene auch in den Verbraucherpreisen niederschlugen, kam zum verstärkten Kostendruck für die Unternehmen erschwerend eine spürbare Konsumzurückhaltung hinzu. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Inland sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 1,1 % gegenüber dem Vorjahr und lagen damit weiter unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-2,1 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Die Inflationsrate lag im Jahresdurchschnitt 2023 bei 5,9 % und damit unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022 (+6,9 %). Dabei stiegen vor allem die Preise für Nahrungsmittel. Auch die Energiepreise waren noch höher als im Vorjahr. Die etwas niedrigere Inflationsrate und die Lohnerhöhungen für viele Arbeitnehmer konnten den Rückgang der privaten Konsumausgaben jedoch nicht verhindern. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Das gilt insbesondere für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren, für die im Jahr 2023 preisbereinigt deutlich weniger ausgegeben wurde als im Vorjahr (-4,5 %). Für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte, deren Preise 2023 weiterhin hoch waren, sanken die preisbereinigten Ausgaben sogar noch stärker (-6,2 %). Zudem kauften die privaten Haushalte auch weniger kurzlebige Güter wie Bekleidung und Schuhe (-0,8 %). Demgegenüber nahmen die Konsumausgaben der privaten Haushalte für Verkehr im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,4 % zu. Darin enthalten sind beispielsweise Autokäufe und Ausgaben für Verkehrsdienstleistungen. Auch für Freizeit, Unterhaltung und Kultur (+1,3 %) gaben die privaten Haushalte mehr aus als im Vorjahr, was sich zum Beispiel in höheren Ausgaben für Pauschalreisen zeigte. Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Die Wirtschaftsleistung wurde im Kalenderjahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen im Inland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Vorjahr und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Insgesamt zeigte sich der deutsche Arbeitsmarkt im Jahr 2023 in einem weiterhin schwierigen Umfeld robust. Trotz der großen Unsicherheit infolge des Kriegs in der Ukraine, des hohen Energiepreisdrucks, der Kaufkrafterosion bei den privaten Haushalten, des schwächeren außenwirtschaftlichen Umfelds und der restriktiven Finanzierungsbedingungen erholte sich die Wirtschaft der Eurozone. Nach Angaben des europäischen Statistikamts Eurostat stieg das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 %. Ein großes Absatzgebiet der Franz Reinkemeier GmbH ist die deutsche Baumarktbranche. Im Kalenderjahr 2023 betrug der Gesamtumsatz der Baumärkte in Deutschland 21,2 Mrd. Euro und lag damit im Berichtsjahr 3,1 % unter dem Vorjahr. Das Umsatzminus resultiert im Wesentlichen aus der Kaufzurückhaltung der Kunden infolge der gestiegenen Verbraucherpreise. Aber auch das Wetter mit kalten und regnerischen Tagen bis in den Mai 2023 habe zu der negativen Umsatzentwicklung beigetragen. Besonders stark waren die Umsatzeinbußen bei Freizeit- und Saisonware, Gartenausstattung und Fliesen (Jeweils minus 11 %). Die Online-Umsätze sanken um 4,9 % in Vergleich zum Vorjahr. Besser als in Vorjahr lief es unter anderem bei den Produktgruppen Gartenchemie, Erden und Saatgut sowie Haushaltswaren. Trotz des Umsatzeinbruchs steht der Wirtschaftszeig aktuell besser da als 2019 vor der Coronapandemie. Zum 01.01.2023 betrug die Anzahl der Baumärkte in der Bundesrepublik Deutschland 2.067. Die Gesamtverkaufsfläche betrug 11.935.000 qm. Pro Baumarkt macht dies eine Fläche von rund 5.770 qm aus. 2. GeschäftsverlaufIn dem oben beschriebenen Umfeld konnte die Franz Reinkemeier GmbH ihre Position behaupten und blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2023 zurück. Die Basis bildete die weiterhin vertrauensvolle Zusammenarbeit mit langjährigen Kunden, mit denen in einem anspruchsvollen Markt gemeinsam entwickelte Projekte umgesetzt werden konnten. Dabei musste allgemeinen Trends und veränderten Konsumverhalten ebenso Rechnung getragen werden, wie neuen Ideen durch Kreativität und Begeisterung Raum gegeben werden. In der deutschen Tapetenbranche stand das Jahr 2023 nach den sehr starken Vorjahren weiter im Zeichen der Konsolidierung. Nach Angaben des Verbands der deutschen Tapeten Instituts verzeichnet die Tapetenbranche für das Jahr 2023 erneut einen leichten Rückgang der Inlandsumsätze von 4,4 % auf 82 Mio. EUR. Die Auslandsumsätze konnten hingegen mit 0,4 % auf 129 Mio. Euro leicht zulegen. Dieser Entwicklung konnte sich auch die Franz Reinkemeier GmbH nicht entziehen. Mit einem Umsatzrückgang von 3,1 % in diesem Bereich schnitt die Franz Reinkemeier GmbH sogar besser ab als der Markt. In den Produktgruppen der Bodenbeläge konnten die Verkäufe ausgebaut werden. Das in den Vorjahren getätigte Engagement für die Neupositionierung der Angebote und Dienstleistungen rund um die Bereiche Auslegewaren, sowie die detaillierte Sortimentsarbeit machten eine Umsatzentwicklung möglich, die zu einem positiven Gesamtergebnis führten. Im Berichtsjahr konnte die Franz Reinkemeier GmbH Umsätze im Handelsbereich in Höhe von 38 Mio. Euro erzielen. Weiterhin umfassen die Umsatzerlöse die Erlöse aus Logistikleistungen und aus Warenträgerumsätzen. Sie betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 6,4 Mio. Euro. Die gesamten ordentlichen Erlöse sanken im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 % auf 47,0 Mio. Euro. Dabei hat die Franz Reinkemeier GmbH insbesondere im Handelsbereich auf Umsätze mit unterdurchschnittlicher Handelsmarge aktiv verzichtet. Der für die Franz Reinkemeier GmbH wesentliche Absatzmarkt waren auch im Jahr 2023 die Großflächenvertriebsformen der Bau- und Heimwerkermärkte, der Möbelhandelshäuser, sowie der Discounter. Alle traditionellen Absatzkanäle haben sich jedoch in den letzten Jahren verstärkt mit neuen Angebotsformen auseinandergesetzt. Die digitale Transformation erfasst nach und nach die verschiedenen Branchen und dort die einzelnen Abläufe. Die große Herausforderung ist es, das richtige Maß für die Umstellungsprozesse zu finden, die genügend Fortschritt versprechen, aber auch die organisatorische und finanzielle Leistungsfähigkeit des Unternehmens nicht überschreiten. Diese Situation führt zu verstärkter Auseinandersetzung mit den Details in der Wertschöpfungskette und somit zur Beurteilung der eigenen Organisation und der Geschäftspartner. Die entstehenden Anforderungen sollten zielgerichtet an geeigneter Stelle bearbeitet werden, die Konzentration dem Kerngeschäft gelten. Dieser Aufgabe hat sich die Franz Reinkemeier GmbH im Berichtsjahr sowohl in ihrer eigenen Organisation als auch im externen Beziehungsgeflecht gestellt. Die getätigten Investitionen in IT-Modernisierungen und somit in die Ablaufsteuerung und Fehleranalyse wurden konsequent ausgebaut. Das Geschäftsjahr 2023 kann für die Franz Reinkemeier GmbH als zufriedenstellend bezeichnet werden. Trotz gesunkener Gesamtumsätze konnte die Stellung im Markt gefestigt werden. Dazu tragen die Abschlüsse von langfristigen Lieferverträgen bei, insbesondere aber die aufmerksame Beobachtung der sich in hohem Tempo verändernden Anforderungen. Es konnte trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein Ergebnis von 260 TEUR nach Steuern erzielt werden, das allerdings aus den genannten Gründen unterhalb der im Vorjahr getätigten Prognosen gelegen hat. 3. Lagea) Ertragslage Eine auskömmliche Ertragslage ist Ziel einer jeden wirtschaftlichen Unternehmung. Als Resultat aus maximal erzielbaren Preisen, einer möglichst großen Absatzmenge und kostengünstigem Leistungserstellungsprozess, muss jeder dieser Komponenten eine Entwicklungsstrategie zugeordnet werden. Wesentliche Auswirkung auf die Erträge der Franz Reinkemeier GmbH hat die Sortimentspolitik der Einzelhandelskonzerne. Die Aufgabenstellung besteht in einem überzeugenden Zusammenspiel der einzelnen Faktoren aus Produktentwicklung, Marketing und Logistik. In einem zurückhaltenden Konsumklima bewegt sich die Franz Reinkemeier GmbH auf solidem Niveau. Die im Allgemeinen geringen Margen im Großflächengeschäft können nur durch langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit, sowohl mit Kunden als auch mit Lieferanten, zu auskömmlichen Ergebnissen führen. Auswirkungen haben hier auch insbesondere längerfristige Lieferverträge und die Währungssituation. Neue Absatzkanäle vor allem im digitalen Bereich suggerieren höhere Vergleichbarkeit, müssen jedoch im Zusammenhang mit dem Servicegrad und Zusatzleistungen beurteilt werden. b) Finanzlage Die Finanzlage des Unternehmens ist als sehr stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Skontofrist zu begleichen. Bei den Forderungen sorgt ein geeignetes Mahnwesen für die Einhaltung der vereinbarten Zahlungsfristen. Darüber hinaus sind die wesentlichen Forderungen kreditversichert. Die Kreditlinien bei den Banken sind ausreichend dimensioniert und nicht ausgeschöpft. c) Vermögenslage Die Vermögenslage der Franz Reinkemeier GmbH ist mit einer Eigenkapitalquote von 42,1 % im Branchenvergleich als gut zu bezeichnen. Die Struktur des kurz- und mittelfristig gebundenen Vermögens und der Verbindlichkeiten wird aufgrund der Erfahrungen im Finanzierungsbereich stabil gehalten. Angemessene Laufzeiten der verschiedenen Verträge finden hierbei besondere Beachtung. Eine kurze Zusammenfassung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zeigt der nachstehende Periodenvergleich der wichtigsten Kennzahlen der Jahre 2019 bis 2023:
4. Finanzielle Leistungsindikatoren Für unsere interne Unternehmenssteuerung werden die Kennzahlen Rohertrag und Umsatzrendite herangezogen. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen. Die Umsatzrendite hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,25 Prozentpunkte verschlechtert. Der Rohgewinn bezogen auf den Gesamtumsatz um 1,3 Prozentpunkte verschlechtert. Insgesamt kann die wirtschaftliche Lage als zufriedenstellend bezeichnet werden. III. PrognoseberichtIn einem sich verändernden Marktumfeld, das sich zunehmend durch individualisierte Anforderungen für alle Bereiche eines Omnichannel Vertriebs kennzeichnet, hat sich die Franz Reinkemeier GmbH in den vergangenen Jahren für die kommenden Herausforderungen aufgestellt. Eine ausgefeilte Sortimentspolitik ist die Basis für den erfolgreichen Marktauftritt. Dabei können durch die komplementären Dienstleistungen aus dem Marketing-, Logistik- und Ladenbaubereich komplexe Aufgabenstellungen der Kunden in weitgehender Eigenregie erledigt werden. Das ermöglicht die konkrete Einstellung auf die Kundensituation, die die Franz Reinkemeier GmbH vom Wettbewerb abhebt. Nach jahrelanger gesamtwirtschaftlicher Hochkonjunktur ist der ständige Aufschwung durch die Corona-Pandemie schlagartig zum Erliegen gekommen. Die gesamte Volkwirtschaft steht wegen der Bewältigung der Corona-Pandemie, des Klimawandels sowie des Russland-Ukraine-Kriegs vor großen Herausforderungen. Der Strukturwandel wird insbesondere durch die Digitalisierung stark beschleunigt. Dies ist ein großer Test für die bestehenden Kunden- und Lieferantenstrukturen, bei denen sich zeigen wird, wer bereit ist sich den Änderungen zu stellen und sich daraufhin ausrichtet. Dabei stellt die Digitalisierung an sich sowohl Herausforderung als auch Lösung verschiedener Probleme dar. Der durch die in den vergangenen Boomjahren beschleunigte Fachkräftemangel ist vor dem Hintergrund des demographischen Wandels noch prekärer zu beurteilen. Es wird ein stärkeres Produktivitätswachstum benötigt, wobei hier Einsatzmöglichkeiten in der Digitalisierung liegen. Die Chancen des technologischen Wandels sind hoch: In der Vergangenheit wurden per Saldo mehr neue Arbeitsplätze geschaffen, als verloren gingen. Technologischer Fortschritt führt jedoch zu tiefgreifenden Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Oberste Priorität sollte auf Anstrengungen liegen, die Bevölkerung besser zu befähigen, die Chancen des digitalen Wandels positiv für sich zu nutzen, etwa durch bessere Rahmenbedingungen und ein modernes Bildungssystem. Die Franz Reinkemeier GmbH ist mit ihrer Struktur bereit für neue Aufgaben, Absatzmöglichkeiten und Kundenbeziehungen. Vor dem oben erwähnten Hintergrund ist für die Ertragsentwicklung der Jahre 2024 und 2025 entscheidend, wie die steigenden Warenbezugskosten sowie die steigenden Energie-, Personal- und Logistikkosten aufgefangen werden können. Wir planen für die Jahre 2024 und 2025 Ergebnisse, die leicht über dem des Jahres 2023 liegen. Unsere Prognosen stehen unter dem Vorbehalt, dass es weltweit nicht zu weiteren Konflikten kommt, bzw. die bestehenden Konflikte sich nicht weiter ausweiten. IV. Chancen- und Risikobericht1. RisikoberichtIn einem von Trends und Mode geprägten Markt, sind die entstehenden Warenrisiken ein beachtenswerter Faktor. Die angemessene Verteilung und Beteiligung der Marktteilnehmer an den entstehenden Produktions- Bearbeitungs- und Vertriebskosten stellt angesichts der immer komplexeren Lösungen eine der wesentlichen Herausforderungen dar. Risiken bestehen vor allem in der Konzentration auf wenige Marktteilnehmer. Gerade bei zunehmendem Umfang der Geschäftsbeziehungen, sind eine Absicherung der Kreditrisiken, sowie eine grundlegend solide Finanzstruktur wesentliche Voraussetzungen für eine auch mittel- bis langfristig tragfähige Geschäftsausrichtung. Zunehmend muss auch die Kundenorientierung einiger Marktteilnehmer beobachtet und bewertet werden. Die Herausforderungen der Digitalisierung und des Klimawandels mit bestehenden Geschäftskonzepten in Einklang zu bringen, ist eine der Hauptaufgaben, gerade für den stationären Einzelhandel. Die daraus resultierenden individualisierten Anforderungen müssen kalkulatorischen und strategischen Überlegungen standhalten. Dabei stehen Individualisierung und Standardisierung zur Erreichung von akzeptablen Prozesskosten in gewissem Widerspruch. Angesichts der sich abschwächenden Konjunktur muss vor allem auch auf die Finanzierungsaspekte Acht gegeben werden. Forderungsausfallrisiken und die eigenen Finanzstrukturen, sowie Kreditversicherung sollten aufeinander abgestimmt sein. 2. ChancenberichtDie steigenden Anforderungen der Kunden im Bereich der Großflächenvertriebsformen können nur durch detaillierte, teilweise projektbezogene Angebotskompositionen aus Waren und zugehörigen Dienstleistungen erfüllt werden. Gerade in diesem Bereich liegt eine der Stärken der Franz Reinkemeier GmbH. Eine genaue Analyse des Marktes unter Beachtung von Mode und Trends bildet die Voraussetzung für die Erstellung eines attraktiven Sortimentes. Die vielfältigen Möglichkeiten der Kommunikation durch neue Medien und deren Einflussnahme auf die verschiedenen teilweise ebenfalls neuen Vertriebskanäle stellen stark veränderte Ansprüche an Beschaffung, Durchführung und Verkauf. Mit diesen Themen umzugehen und sich auf Herausforderungen einzulassen, um sie mit neuen konzeptionellen Maßnahmen zu bearbeiten, beschreibt die Aufgabenstellung, der sich die Franz Reinkemeier schon in der Vergangenheit gestellt hat und auch zukünftig stellen wird. Dabei kommt gerade der Verzahnung der Geschäftsbereich besondere Bedeutung zu. Die Angebote der Franz Reinkemeier GmbH können vielfältig kombiniert werden und stellen somit einen Strauß von Handels- und Dienstleistungsoptionen dar, der in sehr unterschiedlichen Vertriebsformen zumindest in Teilen Eingang finden kann. Eine breitere Aufstellung scheint daher in den kommenden Jahren folgerichtig. Die Nutzung der sich bietenden Chancen wird zunehmend von der Verfügbarkeit qualifizierter Mitarbeiter abhängig. Daher kommt der Ausbildung und Rekrutierung eine wachsende Bedeutung zu. Hier werden auch in Zukunft Schwerpunkte in den Überlegungen gesetzt. Bei einer zunehmenden Transparenz der Preise und Konzentration von Einkaufsvolumina, ist es überaus wichtig das gesamte Leistungsvermögen einer Unternehmung auszunutzen und darzustellen. Dies bedarf einer guten internen Informations- und Kommunikationsstruktur, um möglichst viele Mitarbeiter zu befähigen, über den Tellerrand zu schauen. 3. GesamtaussageIn einem komplexen Marktumfeld werden durchdachte Leistungen immer wichtiger, die es den Einkäufern der verschiedenen Kundengruppen ermöglichen, sich mit einem gut vorbereiteten Partner auf die wesentlichen Erfolgsfaktoren zu konzentrieren. Durch die langjährig entwickelten internationalen Beziehungen ist es möglich ein individuelles Angebot, zugeschnitten auf die Bedürfnisse der verschiedenen Kunden und Vertriebsformen zu entwickeln. Die Franz Reinkemeier GmbH hat sich in einem nicht einfachen Marktumfeld gut behauptet und ist für die zukünftigen Herausforderungen gut aufgestellt. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, sind derzeit nicht ersichtlich. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von FinanzinstrumentenZu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten, sowie Währungssicherungsinstrumente. Dabei steht die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art im Vordergrund. Dazu finanziert sich die Berichtsfirma kurzfristig durch Kontokorrentlinien und den Ausgleich der Zahlungsziele auf Kundenseite durch die Lieferanten. Währungsrisiken wird durch die Absicherung am Finanzmarkt begegnet. Zu einem Großteil der Kunden bestehen langfristige Geschäftsbeziehungen. Es handelt sich im Allgemeinen um einen sehr solventen Kundenstamm. Weiter sind alle wesentlichen Forderungen kreditversichert und daher vor Beginn der Geschäftsbeziehung und später jährlich einer Prüfung unterworfen. VI. Bericht über ZweigniederlassungenIn Rietberg, Bad Arolsen und Laisa werden weiterhin Einzelhandelsgeschäfte betrieben.
Heinrich Reinkemeier, Geschäftsführer Bernhard Reinkemeier, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben zum Unternehmen 1. Die Franz Reinkemeier GmbH hat ihren Sitz in Rietberg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gütersloh unter HRB 5587 eingetragen. B. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss 2. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264; 267 Abs. 3 HGB auf. 3. Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Gliederungs- und Bewertungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt worden. Ergänzend dazu wurden die zusätzlichen Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. 4. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren beibehalten. 5. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Vermerke, die nach den gesetzlichen Vorschriften wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 6. Die Bewertung wurde nach den allgemeinen handelsrechtlichen Bewertungsgrundsätzen vorgenommen. 7. Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten und das Sachanlagevermögen zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, jeweils vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Der Abschreibungszeitraum entspricht den Nutzungsdauern der Anlagegüter. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 EUR und 1.000 EUR wurden gem. § 6 Abs. 2 a EStG in einen Sammelposten eingestellt. Dieser Sammelposten wird gewinnmindernd auf fünf Jahre verteilt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 250 EUR werden gem. § 6 Abs. 2 EStG sofort aufwandsmäßig erfasst. Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. 8. Die in den Vorräten enthaltenen Waren werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Soweit Bestandsrisiken vorliegen, die sich aus der Lagerdauer und verminderten Verwertbarkeit ergeben, werden Abwertungen vorgenommen. Die in Arbeit befindlichen Aufträge werden zu Herstellungskosten (Einzelkosten sowie angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst) bewertet. Erhaltene Anzahlungen wurden gem. § 268 Abs. 5 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Darüber hinaus gehende Beträge wurden unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. 9. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch die Bildung einer pauschalen Wertberichtigung berücksichtigt worden. 10. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen decken ungewisse Verbindlichkeiten und Wagnisse sowie dem Geschäftsjahr zuzuordnende Aufwendungen. Sie werden in Höhe der Beträge gebildet, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Beim Ansatz der wesentlichen sonstigen Rückstellungen wurden keine Schätzverfahren oder Abzinsungswahlrechte angewendet bzw. vorgenommen. 11. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Beim Ansatz der wesentlichen Verbindlichkeiten wurden keine Schätzverfahren und Abzinsungswahlrechte angewandt bzw. vorgenommen. 12. Währungsguthaben, -forderungen sowie -verbindlichkeiten werden gem. § 256 a HGB zum Devisenkassamittelkurs angesetzt. 13. Derivative Finanzinstrumente werden nur zu Sicherungszwecken eingesetzt. Hierbei werden Devisentermingeschäfte zur Reduzierung des aus der internationalen Geschäftstätigkeit resultierenden Wechselkursrisikos abgeschlossen. Diese Devisensicherungsgeschäfte beziehen sich sowohl auf bereits realisierte wie auch auf unrealisierte Grundgeschäfte in Fremdwährung. Derivative Finanzinstrumente werden einzeln mit dem Buchwert am Bilanzstichtag bewertet. Nach handelsrechtlichen Bewertungsgrundsätzen wird entsprechend des Imparitätsprinzips ein negatives Bewertungsergebnis erfolgswirksam erfasst und führt zu einer Rückstellung für drohende Verluste, im Gegensatz hierzu bleiben positive Bewertungsergebnisse unberücksichtigt.
Die Buchwerte geben die Differenzbeträge aus der Bewertung der zum Bilanzstichtag offenen Devisentermingeschäfte zum Devisenkassamittelkurs sowie zum Terminkurs wieder. Die negativen Buchwerte sind grundsätzlich in den sonstigen Rückstellungen (§ 266 Abs. 3 B. 3 HGB) als drohende Verluste aus schwebenden Geschäften enthalten. In 2023 ist entsprechend eine Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 17 gebildet worden. Die positiven Werte sind als nicht realisierte Gewinne unberücksichtigt geblieben. Die Zeitwerte von Devisentermingeschäften werden zum Marktpreis insbesondere durch Abzinsung der erwarteten künftigen Zahlungsströme ermittelt. Dabei wurden die für die Restlaufzeiten der Finanzinstrumente geltenden Marktzinssätze anhand von Bestätigungen der Banken, die die Geschäfte abwickeln, verwendet. C. Erläuterungen zur Bilanz 14. Die Entwicklung einzelner Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im nachfolgenden Anlagenspiegel gesondert dargestellt.
15. In den ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 1.148.569,92 sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in einer Nominalhöhe von EUR 1.863.292,31 enthalten. Davon wurden auf Grund der speziellen Ausfallrisiken Wertberichtigungen in Höhe von EUR 726.588,53 gebildet. 16. Es werden sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 1.260.945,99 (Vorjahr: EUR 827.681,63) ausgewiesen. In Höhe von EUR 1.260.945,99 haben die sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten insbesondere Umsatzsteuerforderungen (TEUR 432), debitorische Kreditoren (TEUR 429,0, davon einzelwertberichtigt TEUR 0,0), Forderungen gegenüber Mitarbeitern (TEUR 45), Steuererstattungsansprüche gegenüber anderen EG-Ländern (TEUR 50, davon einzelwertberichtigt TEUR 30), Körperschaftsteuer und Gewerbesteuerforderungen in Höhe von TEUR 39 sowie sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 296. 17. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält kein Disagio. 18. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 959.546 setzen sich wie folgt zusammen:
19. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der nachfolgenden Übersicht:
Im Vorjahr 2022 ergaben sich folgende Restlaufzeiten:
20. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 192 durch Sicherungsübereignungen gesichert. Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 22. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind (periodenfremde Erträge), wie folgt:
23. Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind (periodenfremde Aufwendungen), wie folgt enthalten:
24. Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 47.025 verteilen sich nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt (Zahlenangaben in TEUR):
E. Sonstige Angaben 25. Im Folgenden werden die Angaben zu Unternehmen zusammengefasst, an denen die Gesellschaft Anteile von mehr als 20 % hält.
26. Während des Berichtsjahres wurde die Geschäftsführung der Gesellschaft durch folgende Personen wahrgenommen: Herr Heinrich Reinkemeier, Finanzgeschäftsführer Herr Bernhard Reinkemeier, Vertriebsgeschäftsführer Gemäß § 286 Abs. 4 HGB werden die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nicht angegeben. 27. Im Durchschnitt waren während des Berichtsjahres 2 Geschäftsführer, 91 Angestellte, 76 gewerbliche Arbeitnehmer, 9 Auszubildende, 34 Teilzeitkräfte und 39 Aushilfen beschäftigt. Die tatsächliche durchschnittliche Arbeitnehmerzahl betrug entsprechend 251 Personen. In entsprechender Anwendung des § 267 Abs. 5 HGB (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) betrug die Mitarbeiterzahl im Durchschnitt 240 Personen. 28. Zum Abschlussstichtag bestanden Haftungsverhältnisse aus der Gewährung von Bürgschaften zugunsten der Schwestergesellschaft M. Schaumann Transporte GmbH & Co. KG (verbundenes Unternehmen) in Höhe von TEUR 50. Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet. 29. Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Immobilienmietverträgen mit der H. & B. Reinkemeier OHG (verbundenes Unternehmen) für diverse Grundstücke in Höhe von EUR 682.800 p.a. Weiterhin bestehen Verpflichtungen aus sonstigen Immobilienmietverträgen, zahlbar in 2024 (TEUR 154) sowie in 2025 (TEUR 155) und 2026 (TEUR 22). Verpflichtungen aus Leasing-, Miet- bzw. Wartungsverträgen für sonstige Wirtschaftsgüter bestehen zum Bilanzstichtag ebenfalls und sind zahlbar in 2024 (TEUR 479), in 2025 (TEUR 477) und in 2026 (TEUR 477). Auf die H. & B. Reinkemeier OHG (verbundenes Unternehmen) entfallen davon in 2024 bis 2026 TEUR 444 p.a. 30. Für das Geschäftsjahr 2023 werden vom Abschlussprüfer voraussichtlich Honorare in Höhe von TEUR 40 berechnet. Die Honorare entfallen in Höhe von TEUR 38 auf Abschlussprüfungsleistungen und in Höhe von TEUR 2 auf die Erstellung der Steuererklärungen. 31. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in voller Höhe von 260.519,86 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Rietberg, 3. April 2025 Heinrich Reinkemeier, Geschäftsführer Bernhard Reinkemeier, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 11.04.2025 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Franz Reinkemeier GmbH, Rietberg Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Franz Reinkemeier GmbH, Rietberg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Franz Reinkemeier GmbH, Rietberg für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Gütersloh, den 8. April 2025 Franz Anwey, Wirtschaftsprüfer |
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