STICHT Technologie GmbH
An der Lochmühle 2, 65388 Schlangenbad, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Rainer Czauderna seit 15.6.2023 | Prokura |
Ralf Kreutzer seit 8.7.2020 | Prokura |
Josef Mag. Brandmayr seit 16.4.2020 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
STIWA Advanced Products GmbH | 85.00% |
AUTOMATION Privatstiftung | 15.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
STICHT Technologie GmbHSchlangenbadJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023LageberichtGeschäftsverlaufDie wirtschaftliche Situation ist gezeichnet durch eine tiefe Depression. Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie haben die Konjunktur stark beeinträchtigt. Die entstandenen Lieferkettenprobleme, die Einschränkung der Mobilität und teilweise Schließung von Unternehmen führte zu einem Rückgang der Wirtschaftsaktivität. Dies zeigt sich deutlich an der Auftragslage, die auch bei großen Kunden rückläufig war. Eine rasche Erholung der Situation ist aktuell nicht absehbar. Die herrschende Energiekrise zu Beginn des Geschäftsjahres, ließ die Energiepreise in ungeahnte Höhen schießen und belastete damit die Produktionskosten. Eine Weitergabe dieser Kosten über den Produktpreis war aufgrund bestehender Verträge nicht in jedem Fall möglich. In Gesprächen mit den Kunden konnten allerdings teilweise Einigung über Zuschläge aufgrund der nachweislich hohen Strompreise erzielt werden. Die nach Eingliederung in die Firmengruppe gestartete Anpassung der Geschäftsstrukturen und die damit einhergehende Optimierung der Prozesse ist in vollem Gange. Der Schwerpunkt der Bestrebungen lag im Ausbau des Bereichs Zerspanung. Hier ergibt sich die Chance den rückläufigen Bereich lasergeschweißter Baugruppen für die Automobilindustrie zu kompensieren. Speziell bei der Herstellung von Kleinserien und Einzelstücken gibt es Potential. Dazu zog die komplette Abteilung im April 2023 vom Hauptgebäude, wo die Möglichkeiten eines Ausbaus sehr eingeschränkt sind, in die Produktions- und Lagerhalle. Der Maschinenpark wurde um ein modernes Fräszentrum, bestehend aus zwei Fräsmaschinen und einem Roboter für die Bestückung, erweitert. Die Anlage konnte mit Beginn des neuen Geschäftsjahres in Betrieb genommen werden. Zur Nutzung der vollen Kapazität ist nun weiteres Fachpersonal notwendig dessen Rekrutierung sich allerdings als sehr schwierig gestaltete. Fachkräfte sind generell ein großes Problem. Der Umsatz lag aufgrund der rückläufigen Auftragslage um 8% unter dem Vorjahreswert. Dabei war der große Einbruch hauptsächlich im 2. Quartal (Oktober-Dezember 2022) und erholte sich gegen Ende des Geschäftsjahres wieder ein wenig. GeschäftslageVermögenslage Im Anlagevermögensbereich wurden während des Wirtschaftsjahres sowohl die notwendigen Ersatzinvestitionen als auch neue Investitionen getätigt. Das Anlagevermögen stieg aufgrund der Neuinvestitionen sowie Anzahlungen auf Anlagen in Bau auf 7.555 TEUR und lag damit über dem Vorjahreswert (5.656 TEUR). Die Warenbestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen konnten trotz schwächelnder Absätze reduziert werden (-158 TEUR ggü. Vorjahr), sind jedoch insgesamt sehr hoch. Dies liegt in erster Linie an den gestiegenen Rohstoffpreisen. Der Forderungsbestand hat gegenüber dem Vorjahr nur leicht zugelegt (+187 TEUR), was auf die Erweiterung des Zahlungsziels eines großen Kunden zurückzuführen ist. Die Bilanzsumme der Gesellschaft liegt mit 17.439 TEUR um 2.980 TEUR über dem Vorjahr (14.459 TEUR). Ursache hierfür ist vor allem die o. g. Erhöhung des Anlagevermögens, sowie die Zunahme der Kontokorrentverbindlichkeiten. Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr auf 1.763 TEUR erhöht, weil insbesondere die Gesellschafter einen Betrag von 2.353 TEUR zur Umsetzung der Investitionsvorhaben in die Kapitalrücklage eingestellt hatten. Die Eigenkapitalquote beträgt demnach ca. 10% und ist gegenüber dem Vorjahr (1,2%) trotz höherer Bilanzsumme angestiegen. Die sonstigen Rückstellungen, in denen Drohverlustrückstellungen in Höhe von 2.720 TEUR enthalten sind, haben sich infolge der notwendigen Auflösung um 1.616 TEUR verringert (-32%). Finanzlage Die Finanzlage ist unverändert als stabil zu bezeichnen. Die Buchhaltung der Gesellschaft ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist, wenn möglich unter Ausnutzung gewährter Skonti, zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um 1.358 TEUR von 1.272 TEUR auf 2.630 TEUR erhöht. Diese entsprechen 15% der Bilanzsumme (Vorjahr: 8,8%). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbezogen gegenüber dem Vorjahr um 1.270 TEUR erhöht. Der einfache Cashflow hat sich wie folgt entwickelt:
Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Ertragslage Der Rückgang des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr um ca. 8%, sowie gestiegene Rohstoffpreise und Energiekosten führte dazu, dass das Rohergebnis um ca. 15% gegenüber dem Vorjahr gefallen ist. Die Personalaufwandsquote ist im abgelaufenen Wirtschaftsjahr um rund 4,5% gestiegen. Ursache hierfür waren leicht gestiegene soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge. Die Personalkapazität und deren Verteilung ist gegenüber Vorjahr nahezu identisch. Das EBIT im abgelaufenen Wirtschaftsjahr beträgt -553 TEUR. Verglichen mit dem Vorjahr ist das EBIT um 16 TEUR zurückgegangen (Vorjahr -537 TEUR). Finanzielle Leistungsindikatoren Für die interne Unternehmenssteuerung nutzt die Gesellschaft die laufenden Zahlen aus Buchhaltung und Controlling. Durch regelmäßige Periodenabschlüsse (je Quartal) wird die Entwicklung der Kennzahlen wie EBIT und einfacher Cashflow permanent überwacht. Daneben existiert eine monatliche Liquiditätsplanung.
Entwicklung des UnternehmensNach der Eingliederung in die STIWA-Gruppe und der Etablierung bewährter Prozesse galt es die Stärken der Gesellschaft zu lokalisieren, um sich bei der strategischen Neuausrichtung darauf zu konzentrieren. Ein erster wichtiger Schritt war der Verlegung der Zerspanung in andere Räumlichkeiten, um damit die Basis für Erweiterungen zu schaffen. Mit Installation und Inbetriebnahme des neuen Fräszentrums wurde gleichzeitig mehr Fertigungskapazität geschaffen. Mit 01.05.2023 wurde ein Vertriebsmitarbeiter für den Bereich Zerspanung eingestellt. Ziel ist eine intensive Marktbearbeitung, um neue Kunden im Umfeld des Standortes zu gewinnen. Die geplante Erweiterung um neue Spritzgießmaschinen im Bereich Kunststoffverarbeitung konnte im laufenden Geschäftsjahr umgesetzt werden. Insgesamt wurden drei neue Maschinen bestellt, wobei zwei alte Maschinen ersetzt werden. Mit Start des neuen Geschäftsjahres 2023/2024 wird die Inbetriebnahme erfolgen. Ein Produkt eines neuen Kunden wurde bereits erfolgreich gestartet. Auf Basis der gestarteten Aktivitäten zur Erweiterung der Produktion ist in den kommenden Jahren mit einer jährlichen Umsatzsteigerung von durchschnittlich 5% zu rechnen. Eine große Herausforderung stellt die Suche nach geschultem Fachpersonal dar. Generell herrscht Fachkräftemangel und es gibt großen Wettbewerb. Doch durch verstärkte Nutzung diverser Plattformen wie Stepstone, Indeed, Xing und LinkedIn wird es möglich sein ausreichend Fachkräfte, vor Allem für den Bereich Zerspanung, zu finden. Die Zerspanung benötigt in den nächsten Jahren ein Personalzuwachs von ca. 15-20 Fachkräften, um die künftig möglichen Maschinenkapazitäten komplett zu nutzen. Für die eigene Ausbildung geeigneter Fachkräfte wurde der Ausbildungsbereich völlig neu aufgebaut und im Zuge der Bemühungen um "Nachwuchs" konnten für die Ausbildung ab September 2023 fünf Auszubildende in den Berufen Verfahrensmechanik, Werkzeugmechanik, Zerspanungsmechanik und Industriemechanik eingestellt werden. Der geplante Bau einer großflächigen Photovoltaikanlage verzögert sich aufgrund von laufenden behördlichen Verfahren und führt leider erst im Jahr 2024 zu einer gewissen Unabhängigkeit von hohen Energiepreisen. Chancen und Risiken der künftigen EntwicklungDie strategische Neuausrichtung und die Konzentration auf neue Geschäftsfelder, zukunftsorientierte Produktionstechnologien und innovative Produkte werden den Standort in Schlangenbad langfristig sichern. Durch Investitionen in neue Maschinen und den Ausbau des Produktionsbetriebs ergeben sich Chancen das Geschäft durch neue Produkte als auch neue Kunden zu erweitern. Denn aktuell ist das größte Risiko die Abhängigkeit, die sich aus der engen Kundenstruktur ergibt. Durch die Intensivierung des Ausbildungsbereichs bietet sich die Chance den künftigen Facharbeiter in den eigenen Reihen zu rekrutieren. Die verwendeten Technologien werden von Anfang an beherrscht und damit hat das Unternehmen den bestmöglichen Mehrwert. Eine Herausforderung stellt jedoch die geografische Lage inmitten eines Tals dar, welches nur eingeschränkt bebaubar ist. Hier müssen sinnvolle Lösungen gesucht werden, ohne das ökologische Gleichgewicht zu stören. Der Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen wirtschaftlichen Einschränkungen stellt weiterhin ein nicht abschätzbares Risiko für eine positive Geschäftsentwicklung dar. Steigende Rohstoffpreise und Probleme bei der Rohstoffversorgung haben direkt Auswirkung auf die Lieferfähigkeit gegenüber bestehenden Kunden. Die aktuelle Situation führt zudem dazu, dass generell vorsichtig agiert wird. Mögliche neue Kunden sind zurückhaltend und langfristige Bindungen werden vermieden. Risikomanagementziele und -MethodenDie Synergien, die sich durch die Eingliederung in die STIWA-Gruppe ergeben werden nach zweieinhalb Jahren Zugehörigkeit weitestgehend genutzt. Die Systeme und Tools im Bereich Controlling und Risikomanagement stehen vollumfänglich zur Verfügung. Periodenabschlüsse, Quartalsberichte sowie ein übergreifendes Datawarehouse mit aufgesetztem Analysetool "Evidanza MaC" gestatten eine permanente Überwachung der Kennzahlen. Bestehende Risiken können damit in der Regel bereits im Vorfeld durch geeignete Gegenmaßnahmen minimiert werden. Durch die seit jeher praktizierte langfristige Stammkundenstrategie können Forderungsausfälle weitestgehend ausgeschlossen werden. Zudem profitiert die Gesellschaft bei der Bildung neuer Geschäftsfelder und der Akquise neuer Kunden von dem weltweiten Netzwerk des Konzerns. Forschung und EntwicklungEine klassische Forschungs- und Entwicklungsabteilung gibt es am Standort Schlangenbad nicht und ist auch für die Zukunft nicht angedacht. Die im Zuge der strategischen Neuausrichtung erforderlichen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Form von Produkt- und Produktionsmittelentwicklungen, finden zur Gänze bei der österreichischen Mutter, der STIWA-Gruppe, statt. Bei neuen Projekten wird im Vorfeld geprüft welche Möglichkeiten innerhalb der Firmengruppe zur Verfügung stehen, um die Produkte entsprechend zu platzieren. Sind Produkte für den Standort Schlangenbad vorgesehen, sind wir bei der Entwicklung von Anfang an integriert, um sämtliche Prozesse auf die bestehende Situation abzustimmen und somit das optimale Entwicklungsergebnis zu erzielen. Umwelt und SozialesSpezielle Maßnahmen zur Verhütung von Umweltschäden waren im abgelaufenen Wirtschaftsjahr nicht notwendig. Wir achten stets auf die Einhaltung umweltrechtlicher Bestimmungen und Auflagen. Ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach DIN EN 14001 ist bisher nicht installiert, wird aber für die Zukunft angestrebt. Die geplante großflächige Photovoltaikanlage trägt künftig dazu bei, die CO 2 -Bilanz der Gesellschaft erheblich zu verbessern. Trotz immer neuer Entwicklungen in der Automation ist unser Fokus ebenso stark auf den "Faktor Mensch" gerichtet. Ohne kompetente und engagierte Mitarbeiter*innen geht es nicht und so wird viel getan, um ein angenehmes Arbeitsklima zu schaffen und die Identifikation mit dem Unternehmen zu fördern. Die Einführung von Fahrradleasing war in der Vergangenheit nur eine Maßnahme, um positive Anreize zu schaffen. Interne und externe Weiterbildungsangebote und andere Maßnahmen führen nachhaltig zu einer Verankerung mit dem Arbeitsplatz und kleine Aufmerksamkeiten zu Jahrestagen zeigen, dass man den "Mensch" als wichtiges Mitglied des Unternehmens schätzt.
Schlangenbad, 15.08.2023 Mag. Josef Brandmayr, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum JahresabschlussDer Jahresabschluss der STICHT Technologie GmbH wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages zu beachten. Nach den in §267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenBilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze - Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. - Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. - Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. - Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800 EUR wurden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben. - Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. - In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. - Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. - Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Bewertung der Rückstellung wurde auf Basis des HGB durch versicherungsmathematische Berechnungen durchgeführt. - Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden erkennbaren Risiken berücksichtigt. - Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel fand nicht statt. Angaben zur BilanzBrutto-Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagewerte ist aus dem am Ende des Anhangs beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Darin enthalten sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Gesellschafter in Höhe von 248.740,43 EUR. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Darin enthalten sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 3.852.941,18 EUR. Pensionsrückstellungen Die Zuführung zur Pensionsrückstellung erfolgt auf Basis eines Bewertungsgutachtens der Fa. Mercer Deutschland GmbH vom 19.07.2023. Die handelsrechtliche Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der sogenannten Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Verpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zum Stichtag gemäß Planformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer bis zum Stichtag abgeleisteten Dienstzeiten erdient worden ist. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Für die Berechnung wurden folgende Annahmen getroffen (Vorjahreswerte in Klammern):
Die Zuführung der Pensionsrückstellungen berücksichtigt einen am Bilanzstichtag ausstehenden Unterschiedsbetrag in Höhe von 66.595 EUR, da vom Wahlrecht gem. Artikel 67 Abs. 1 EGHGB Gebrauch gemacht wurde. Der ermittelte Unterschiedsbetrag, zwischen dem Ansatz auf Basis des 10-jährigen Durchschnittszinssatzes und dem Ansatz auf Basis des 7-jährigen Durchschnittszinssatzes, beträgt 259.460 EUR (Vorjahr 440.865 EUR). Angabe zu den Verbindlichkeiten Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 4.269.693,59 EUR (Vorjahr: 1.404.142,19 EUR). Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 498.528,21 EUR (Vorjahr: 755.850,56 EUR). Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten von mehr als 5 Jahren beträgt 68.061,60 EUR(Vorjahr: 58.745,00 EUR). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Grundschulden und Pfandrechte gesichert sind, beträgt 2.629.736,94 EUR (Vorjahr: 1.271.949,13 EUR). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Darin enthalten sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 71.776,12 EUR. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungErträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung Die sonstigen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1.422.820,66 EUR (Vorjahr 1.637.578,16 EUR). Beträge der sonstigen finanziellen Verpflichtungen Langfristige sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in laufenden Leasingverträgen. Die Gesamtverpflichtung beträgt 281.320 EUR (Vorjahr 480.959,50 EUR). Des Weiteren entstehen Verpflichtungen aus bestehenden Wartungs- bzw. Supportverträgen in Höhe von 60.550,93 EUR (Vorjahr 87.448,90 EUR). Sonstige AngabenDurchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die folgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Der geplante Hochlauf im Bereich Zerspanung, nachdem die Abteilung in Halle 2 verlegt worden war, gestaltete sich schwieriger als erwartet. Für die Einrichtung des neuen Fräszentrums RS2, die Erweiterung der Peripherie sowie die Schulung des Personals wurde mehr Zeit benötigt als ursprünglich geplant. Das hatte zur Folge, dass bestehenden Aufträge nur mit Zeitverzug abgearbeitet wurden und damit der geplante Umsatz mit Beginn des neuen Geschäftsjahres in den ersten 2-3 Wochen um rund 50% niedriger ausfiel. Eine notwendige Aufstockung des Personals, um die volle Fertigungskapazität zu nutzen ließ sich aufgrund fehlender Bewerbungen nur zum Teil umsetzen. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Mag. Josef Brandmayr als alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer geführt. Konzernzugehörigkeit Die STICHT Technologie GmbH wird über die Beteiligung der STIWA Holding GmbH, Salzburger Straße 52, 4800 Attnang-Puchheim, Österreich am Gesellschafter, der STIWA Advanced Products GmbH, Technologiepark 10, 4851 Gampern, Österreich in den Konzernabschluss der STIWA Holding GmbH einbezogen. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor den Jahresfehlbetrag von 758.523,76 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Schlangenbad, 15.08.2023 Mag. Josef Brandmayr, Geschäftsführer Anlagenspiegel zum 30.06.2023
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 11.12.2023 festgestellt. BestätigungsvermerkIn dem vorstehenden, zur Offenlegung verkürzten Jahresabschluss wurden größenabhängige Erleichterungen in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: An die Sticht Technologie GmbH, Schlangenbad Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Sticht Technologie GmbH bestehend aus der Bilanz zum 30.06.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.7.2022-30.6.2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sticht Technologie GmbH für das Geschäftsjahr vom 1.7.2022-30.6.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30.6.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.7.2022 bis zum 30.6.2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut für Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während der Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 18.10.2023 ADSCENDA
GmbH
Dischinger, Wirtschaftsprüfer |
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