FeCon GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Rafael da Silva Ozaki seit 7.10.2024 | Geschäftsführer |
Christine Rupp seit 7.10.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 25.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Siemens Aktiengesellschaft Berlin und München | 75.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WSTECH GmbHFlensburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023(Amtsgericht Flensburg, HRB 10737 FL)BilanzAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der WSTECH GmbH mit Sitz in Flensburg, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Flensburg unter HRB 10737 FL, wurde nach den §§ 242 ff. und 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne der handelsrechtlichen Vorschriften. Von den Erleichterungen des § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Vor dem Hintergrund des derzeit hohen Auftragsvolumens rechnen wir damit, dass die jederzeitige Zahlungsfähigkeit durch das operative Geschäft gesichert ist, weshalb wir bei der Aufstellung des Jahresabschlusses von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) ausgegangen sind. Um die Liquidität der WSTECH GmbH sicherzustellen, wurde der Gesellschaft am 31. Juli 2019 von der Siemens Finance B.V. (nahestehendes Unternehmen) eine Kreditlinie in Höhe von EUR 3,5 Mio. gewährt. Über weitere Kreditlinien bei Banken oder Gesellschaftern verfügt die WSTECH GmbH nicht. Obwohl die Kreditlinie von der Siemens Finance B.V. befristet gewährt und seit April 2021 nicht mehr verlängert wurde, ist eine Rückzahlung der Kreditmittel aufgrund ihrer vertraglich vereinbarten Nachrangigkeit ausgeschlossen. Nach den Planungen der Gesellschaft vor dem Hintergrund des derzeit hohen Auftragsvolumens rechnen wir damit, dass die jederzeitige Zahlungsfähigkeit durch das operative Geschäft gesichert ist. Die Zahlungsfähigkeit hängt dabei grundsätzlich von der kontinuierlichen Leistungserbringung und den damit verbundenen erhaltenen Anzahlungen und Endabrechnungen an Kunden ab. Sollten sich also, entgegen den Erwartungen der Geschäftsführung, die Auftragslage wieder deutlich verschlechtern oder sich Kundenzahlungen in größerem Umfang längere Zeit verzögern oder ausfallen, ist der Fortbestand der Gesellschaft zum heutigen Stand aufgrund des Erwerbs sämtlicher Anteile der WSTECH GmbH durch die Siemens AG am 11. Juli 2024, die nunmehr alleinige Gesellschafterin ist, nicht gefährdet, da davon auszugehen ist, dass der Alleingesellschafter hierdurch auftretende Liquiditätslücken ausgleicht. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich stetig angewendet. In Ausübung des Wahlrechts wurden nicht in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung gemachte Angaben in den Anhang aufgenommen (Wahlpflichtangaben). II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden im Zeitpunkt des Zugangs, d. h. bei Übergang des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums zu Anschaffungskosten angesetzt. Hierbei wurden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Selbst erstellte Sachanlagen (Test- und Vorführanlagen) wurden zu aktivierungspflichtigen Herstellungskosten unter Zugrundelegung einer Normalauslastung bewertet, d. h. es wurden neben den Einzel- auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der fertigungsbedingte Werteverzehr des Anlagevermögens einbezogen. Eine Einbeziehung von Zinsen für Fremdkapital wurde nicht vorgenommen. Die Folgebewertung immaterieller Vermögensgegenstände sowie des abnutzbaren Sachanlagevermögens ergibt sich aus den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibungen werden linear über deren betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Entgeltlich erworbene Software wird über eine Nutzungsdauer von 3 Jahren abgeschrieben. Der im Zusammenhang mit dem Erwerb der Geschäftsbetriebe der FeCon GmbH und der Wind & Sun Service Germany GmbH am 30. November 2016 entstandene Geschäfts- oder Firmenwert wird in Anlehnung an die in § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB geregelte typisierte Festlegung der Nutzungsdauer von nicht verlässlich schätzbaren Nutzungsdauern über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben, da eine Nutzungsdauer der entgeltlich erworbenen Technologien nicht verlässlich geschätzt werden kann. Sachanlagevermögen wird über eine Nutzungsdauer zwischen 3 und 14 Jahren abgeschrieben. Bei Zu- und Abgängen von Immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagevermögen wurde die Abschreibung zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter i.S.v. § 6 Abs. 2 EStG wurden sofort in voller Höhe abgeschrieben und ihr Abgang unterstellt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgte zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag. Die Anschaffungskosten wurden hierbei nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Zur Ermittlung des niedrigeren beizulegenden Werts wurde ein Abgleich der Anschaffungskosten der Stoffe und Waren mit den letzten Einkaufspreisen im Geschäftsjahr vorgenommen. Weiterhin wurde eine Reichweitenanalyse vorgenommen und danach angemessene Abschläge auf nicht mehr zur Produktion genutzte bzw. nicht marktgängige Stoffe und Waren angesetzt. Unfertige Erzeugnisse und Leistungen sowie fertige Erzeugnisse wurden zu aktivierungspflichtigen Herstellungskosten unter Zugrundelegung einer Normalauslastung bewertet, d. h. es wurden neben den Einzel- auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der fertigungsbedingte Werteverzehr des Anlagevermögens einbezogen. Eine Einbeziehung von Zinsen für Fremdkapital wurde nicht vorgenommen. Dem Niederstwertprinzip wurde bei unfertigen und fertigen Erzeugnissen dadurch Rechnung getragen, dass die Bewertung zum durchschnittlichen Verkaufspreis am Bilanzstichtag abzüglich erforderlicher Vertriebskosten und eines durchschnittlichen Unternehmensgewinnes erfolgt, sofern dieser Wert unter den Herstellungskosten liegt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihren dem Nominalwert entsprechenden Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren Wert angesetzt, der ihnen am Stichtag beizulegen ist. Allen risikobehafteten Posten wurde dabei durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen ermittelt. Verlust- und Zinsvorträge sind berücksichtigungsfähig, wenn eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb des gesetzlich festgelegten Zeitraums von 5 Jahren erwartet wird. Ergeben sich aus latenten Steuern insgesamt künftige Steuerentlastungen, wird vom Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB kein Gebrauch gemacht, d.h. auf den Ansatz aktiver latenter Steuern in der Bilanz verzichtet. Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit Restlaufzeiten bis zu einem Jahr wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. III. Erläuterungen zu Posten des Jahresabschlusses Anlagevermögen Die Angaben zur Entwicklung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach § 284 Abs. 3 HGB ist aus dem als Anlage zu diesem Anhang dargestellten Anlagenspiegel zu entnehmen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben (wie im Vorjahr) sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von 25.341,48 € (Vojahr: EUR 0,00) aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Aufrechenbare Forderungen und Verbindlichkeiten wurden miteinander verrechnet. Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 23.672,00 (Vorjahr: EUR 23.672,00) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und im Übrigen von bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 42.127 verteilen sich nach Verkaufssparten sowie nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt (Zahlenangaben in TEUR):
V. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen von insgesamt TEUR 680 (Vorjahr TEUR 1.079) bestehen aus Miet- und Pachtverträgen über Immobilien, Miet- und Leasingverpflichtungen von beweglichem Betriebsvermögen (z.B. Fahrzeuge, IT-Ausstattung) sowie langfristigen Serviceverträgen. Hiervon betreffen TEUR 0 (Vorjahr TEUR 326) Verpflichtungen gegenüber Gesellschaftern. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr wurden im Jahresdurchschnitt 116 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer) beschäftigt. Diese verteilen sich auf folgende Arbeitnehmergruppen:
Mitglieder des Geschäftsleitungsorgans Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt
Bezüglich der Angabe von Vergütungen der Mitglieder des Geschäftsleitungsorgans wird von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Konzernzugehörigkeit Oberstes Mutterunternehmen ist die Wind & Sun Technologies S.L., Castelldefels, Barcelona/Spanien. Mutterunternehmen, welches den Konzernabschluss für den kleinsten und zugleich größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die WSTECH ENERGY GLOBAL S.L., Viladecans, Barcelona/Spanien. Nachtragsbericht Zum 11.07.2024 hat die Siemens AG 51% der Anteile an der WSTECH Energy Global S.L. vom bisherigen Joint Venture-Partner Wind & Sun Technologies S.L. erworben und damit die Anteile an der Muttergesellschaft der WSTECH GmbH in Spanien auf 100% erhöht. Damit gehört die WSTECH GmbH ab 11.07.2024 als 100% Tochter der spanischen Muttergesellschaft WSTECH Energy Global, S.L. auch vollumfänglich zum Siemens Konzern. Die WSTECH GmbH bleibt als eigenständige GmbH und Marke am Standort Flensburg erhalten. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Gesellschaft bei etwaigen zukünftigen Zahlungsmittelrisiken vom Siemenskonzern unterstützt wird. Durch die Übernahme der Siemens AG erhöht sich die Investitionsfähigkeit in der WSTECH GmbH signifikant und bildet eine gute Basis für zukünftiges Wachstum und Kapazitätserweiterung im wachsenden ESS-Markt. Darüber hinaus soll in der Zusammenarbeit mit Siemens ein Standardprodukt der WSTECH GmbH für Anwendungen im Zukunftsmarkt der Energiegewinnung und Speicherung mit grünem Wasserstoff optimiert werden.
Flensburg, den 5. September 2024 gezeichnet: Sebastian Janicek Entwicklung des Anlagevermögens(Anlagenspiegel)
Lagebericht zum 30. September 2023der WSTECH GmbH, FlensburgA. Grundlagen des Unternehmens I. Geschäftsmodell II. Ziele und Strategien B. Forschungs- und Entwicklungsbericht C. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2023 II. Darstellung des Geschäftsverlaufs 1. Geschäftsverlauf 2022/23 2. Zusammenfassende Beurteilung des Geschäftsverlaufs III. Darstellung und Analyse der Lage der Gesellschaft 1. Finanzielle Leistungsindikatoren 2. Darstellung und Analyse der Ertragslage 2.1. Ertragslage im Geschäftsjahr 2022/23 3. Darstellung und Analyse der Vermögens- und Finanzlage 3.1. Vermögens- und Finanzlage im Geschäftsjahr 2022/23 D. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht I. Chancenbericht II. Risikobericht 1. Strategische Risiken 2. Operative Risiken 3. Finanzwirtschaftliche Risiken 4. IT-Risiken 5. Personalrisiken III. Prognosebericht A. Grundlagen des Unternehmens I. Geschäftsmodell Die WSTECH GmbH (nachfolgend auch WSTECH genannt) wurde am 07. Oktober 2014 als Ausgliederung des Bereiches Forschung und Entwicklung der FeCon GmbH gegründet. Mit Wirkung zum 30. November 2016 wurden von der Gesellschaft die Geschäftsbetriebe der FeCon GmbH und der Wind & Sun Service Germany übernommen. Die Gesellschaft entwickelt und fertigt Wechselrichter und Frequenzumrichter zur Netzrückspeisung von regenerativen Energiequellen. Der Vertrieb und After Sales Service der Produkte erfolgt weltweit. Die Produktpalette reicht im Bereich der Photovoltaik von 650 kVA bis 5.000 kVA. Im Bereich der Lösungen für Energiespeicher reicht das angebotene Leistungsspektrum von 20 kVA bis 5.000 kVA. Der von der Gesellschaft entwickelte modulare Zentralwechselrichter (APS) ist sowohl für Anwendungen im Bereich Photovoltaik (nachfolgend: PV) als auch für Energiespeicher- und STATCOM -Anwendungen (Blindstromkompensation; nachfolgend: ESS) einsetzbar, wobei sich alle drei Anwendungsbereiche auch in einem Gerät kombinieren lassen. Aufbauend auf der erfolgreichen Produktfamilie APS, hat die Gesellschaft bis 2022 als Nachfolger eine um 50% leistungsstärkere Produktfamilie (MCS) für alle drei Anwendungsbereiche mit bis zu 7.500 kVA entwickelt. II. Ziele und Strategien Die WSTECH hat im Jahr 2016 den Gegenstand ihres Unternehmens erweitert um den Handel, den Vertrieb und die Lizensierung von elektronischen Produkten im Bereich der Energieumwandlung. Die Gesellschaft hat sich hierbei zum Ziel gesetzt, sich mit von ihr bereits entwickelten Produkten in den Kernmärkten PV und ab 2019/20 vermehrt ESS zu platzieren und durch weitere Innovationen diese Position künftig weiter auszubauen. In der Entwicklung bis September 2022 hat die WSTECH dabei von ihrem Kernprodukt, der APS, mehr als 800 Geräte ausgeliefert und sich aus Sicht der Geschäftsführung mit seinen hochtechnologischen Produkten "Made in Germany", "Delivered to the World" erfolgreich positioniert. Insbesondere hervorzuheben ist dabei der nachhaltige Erfolg im ESS Bereich in Europa. In 2024 wird sich die WSTECH weiter auf den attraktiven ESS Markt fokussieren, welcher als zukünftiger und wesentlichen Wachstumstreiber gesehen wird. Entsprechend verfolgt die WSTECH hier die Strategie mit bestehenden Kunden die Marktanteile weiter auszubauen und weitere Kunden durch ihre technische Expertise und Flexibilität hinzuzugewinnen. Im Marktsegment PV und ESS wurde neben dem Kernprodukt APS gerade die nächste Produktgeneration eines modularen Zentralwechselrichters (MCS) mit wesentlicher höherer Leistungsfähigkeit eingeführt und auf der Intersolar 2022 vorgestellt. Zielsetzung mit der Produktgeneration MCS ist es, hier die weitere Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen und eine Kostenreduktion für den Endkunden im Verhältnis zur Leistungsfähigkeit zu erreichen. Die Kostenreduktion soll dabei durch besseren Materialeinsatz bei höherer Leistung, geringere Stellfläche pro kVA, geringere Installations- und Anschlusskosten pro kVA, etc., erreicht werden. Siemens als Joint Venture und starker Kooperationspartner, ist mit seiner globalen Vertriebsorganisation und bestehenden Kundenbasis ein wesentlicher PV Kunde, insbesondere in Märkten außerhalb Europas. Entlang des Marktwachstums und der möglichen Erweiterung der Produktionskapazitäten strebt die WSTECH ein jährliches, prozentuales zweistelliges, Umsatzwachstum an. B. Forschungs- und Entwicklungsbericht Um dem weiteren Preisverfall insbesondere im Marktsegment PV zu begegnen und nicht weiter abgabepflichtig für Lizenz-Zahlungen für von der FeCon GmbH übernommene Technologie zu sein, wurde beginnend im Geschäftsjahr 2020/21 eine neue Produktgeneration von Wechselrichtern (MCS) entwickelt und 2021/22 offiziell in den Markt eingeführt. Diese ist deutlich leistungsstärker bei einem relativ attraktiveren Kosten-/ Leistungsverhältnis von bis zu 15%. Somit entwickelt sich die Leistung pro Cent deutlich positiv für den Kunden, was die Wettbewerbsposition der WSTECH GmbH gegenüber der aktuellen Produktgeneration verbessern soll. Die Neuentwicklung der MCS ist wie alle bisherigen APS-Varianten wieder ein Kombi-Gerät für Photovoltaik- und Energiespeicheranwendungen. Die Kombi-Lösung bietet den Vorteil, dass mit einer Entwicklung weiterhin alle Zielmärkte mit einer Basisproduktauslegung bedient werden können. Bereits jetzt werden Kunden in die Entwicklung eingebunden und bisher gab es ausschließlich positives Feedback. Bisher konnten in 2023 zwei MCS-Anlagen an einen Kunden in Bayern mit PV-Anwendung und eine 1 MCS-Anlage einen Einzelkunden mit ESS- Anwendung ausgeliefert werden. In 2024 sind bis zu 15 Auslieferungen geplant. Die Entwicklungskosten der neuen Produktgeneration wurden von u.a. mit Wirtschaftsförderung aus dem Bundesland Schleswig-Holstein (WT.SH) finanziert. Zum Ende des Kalenderjahres 2023 hat die WSTECH GmbH in Kooperation mit der einem neuen Kunden eine weitere Produktentwicklung für einen DC/DC-Steller mit einer Leistung bis zu 10 KW für Energiespeicheranwendungen mit Organic-SolidFlow-Technologie gestartet. C. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2023 Für die Kernmärkte der WSTECH GmbH hat sich aufgrund politischer Unterstützungs - maßnahmen sowohl in Europa als auch in den USA, trotz steigender Zinsen und inflationsgetriebene Kostensteigerung, der Marktausblick weiterhin signifikant verbessert. Die globale Entwicklung hin zu klimafreundlichen Technologien zur Stromerzeugung setzt sich kontinuierlich fort. Die Entwicklung und Standardisierung des Batteriespeichermarktes ist ein wesentliches politische Energieziel. Bis zum Jahr 2032 wird eine sechsfache Verdoppelung des Marktes prognostiziert (CAGR 15,2%) 1. Der Markt befindet sich nach wie vor in einem dynamischen Entwicklungsstadium, das gekennzeichnet ist durch hohe technische Markteintrittshürden und wenige Anbieter mit technisch fortschrittlichen Produkten und damit verbundenem geringen Preisverfall, jedoch erkennbarer erhöhter Ausnutzung der technischen Möglichkeiten bzw. Kapazitäten von Wechselrichtern. Die spürbar positive Weiterentwicklung und Dynamik des ESS-Marktes nimmt dabei eine immer stärkere Rolle für die WSTECH ein. Im Vergleich zwischen dem Geschäftsjahr 2020/21 und dem Geschäftsjahr 2021/22 hat sich der ESS-Geschäftsanteil bei der WSTECH von 60 % um mehr als 30 % auf grösser als 90% erhöht und stabilisiert. Das PV-Segment bewegt sich stark weiter hin zur Standardisierung (CAGR 2 5.6% 3 ) durch immer weiter sinkende Förderquoten und einem damit verbunden Preisverfall von 3 -5% pro Jahr. Dem Preisverfall versuchen alle Anbieter mit leistungsstärkeren Produkten bzw. Wechselrichtern entgegenzustehen, um so für die Kunden den LCOE 4 zu senken und gleichzeitig Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität zu sichern. Das Marktumfeldes im ESS- Bereich ist weiterhin stark von technologischem Fortschritt und neuen Funktionalitäten geprägt. Zeitgleich werden die Kundenlösungen zu einem festen Bestandteil der Energieinfrastruktur und damit einhergehend steigen die Verfügbarkeits- und Serviceanforderungen. Die technischen Experten der WSTECH gehen davon aus, dass sich dies die nächsten 5-10 Jahre fortsetzen wird und so sehr gut der hohen technischen Expertise der WSTECH positiv zugutekommt.
1
https://www.gminsights.com/industry-analysis/energy-storage-systems-market
II. Darstellung des Geschäftsverlaufs 1. Geschäftsverlauf 2022/23 Durch die Abarbeitung der hohen Auftragsbestände im PV-Segment und weitere Erfolge im ESS-Umfeld setzte sich der Wachstumskurs durch die nachhaltige Verbesserung der Auftragslage und die Erhöhung des Produktionsvolumens im Geschäftsjahr 2022/23 fort. Als Ergebnis wurden bisher im Geschäftsjahr 2022/23 die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl von 97 auf 116 erhöht. Zur weiteren Kapazitätserweiterung wurde in Zusammenarbeit mit einem wesentlichen Lieferanten die Fertigungstiefe der APS erhöht. In dessen Folge konnten 230 APS-Wechselrichter mit mehr als 80 Skids ausgeliefert werden und die Kunden so Einsparung erzielen, da kein additiver Integrator erforderlich ist und kein weiterer Lieferant/Produktionsschritt nötig ist. Die Lieferkettenproblematik hat sich für WSTECH bis auf wenige Kernkomponenten zum Ende des Geschäftsjahres 2022/23 gelöst. Effekte auf Rohmaterialien und Einkaufspreise resultierend aus dem Ukrainekrieg haben sich stabilisiert und es gibt erste Anzeichen einer Normalisierung zum Ende des Geschäftsjahres 2022/23. Hierdurch konnte im Geschäftsjahr 2022/23 der Umsatz weiter deutlich auf EUR 42,1 Mio. und das EBIT auf TEUR 4.509 gesteigert werden. Durch den Jahresüberschuss von TEUR 3.467 stieg das Eigenkapital auf TEUR 3.539 an, wodurch das Stammkapital der Gesellschaft von TEUR 6.000 aber noch nicht vollständig wieder hergestellt wurde. Kurz vor Ende des Geschäftsjahres konnte mit einem ESS-Großkunden in den Niederlanden eine Rahmenbeauftragung für 70 APS-Wechselrichter für das Kalenderjahr 2024 gewonnen werden. Auf Basis der erhöhten Auslieferung von Wechselrichtern konnte nach 2022/23 eine weitere signifikante Umsatzsteigerung erzielt werden. 2. Zusammenfassende Beurteilung des Geschäftsverlaufs Der Geschäftsverlauf hat sich nach dem Ende der Covid-19-Pandemie durch eine wieder gestiegene Auftragslage insbesondere im ESS-Segment verbessert, wodurch der Umsatz von EUR 11,1 Mio. im Geschäftsjahr 2020/21 schrittweise auf EUR 42,1 Mio. im Geschäftsjahr 2022/23 anstieg. Ebenso stieg das EBIT von TEUR -1.318 im Geschäftsjahr 2020/21 schrittweise auf TEUR 4.509 im Geschäftsjahr 2022/23 an. Aus den damit verbundenen Jahresüberschüssen der Geschäftsjahre 2021/22 und 2022/23 konnte die seit dem Ende des Geschäftsjahres 2020/21 bestehende bilanzielle Überschuldung beseitigt, das Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 6,0 Mio. aber bis zum Ende des Geschäftsjahres 2022/23 noch nicht in voller Höhe wiederhergestellt werden. Trotzdem kann der Geschäftsverlauf in der Zeitspanne des Geschäftsjahres 2020/21 bis 2022/23 als positiv beurteilt werden. III. Darstellung und Analyse der Lage der Gesellschaft 1. Finanzielle Leistungsindikatoren Als für die Steuerung des Unternehmens wesentliche Leistungsindikatoren werden insbesondere die Entwicklung der Umsatzerlöse als Indikator für das Wachstum des Geschäftsvolumens sowie des EBIT (Earnings before interests, taxes,) als Indikator der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit gesehen. Das EBIT lässt sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung ermitteln, indem das Ergebnis nach Steuern um die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen und um die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge bereinigt wird. 2. Darstellung und Analyse der Ertragslage 2.1. Ertragslage im Geschäftsjahr 2022/23
Die Umsatzerlöse des Unternehmens stiegen aus, den unter Geschäftsentwicklung, beschriebenen Gründen um TEUR 12.341 (+41,4 %) auf TEUR 42.127. Dabei stieg die Gesamtleistung des Unternehmens um TEUR 8.570 (27,2 %) auf TEUR 40.098. Der EBIT wurde im Rahmen der Umsatzsteigerung um TEUR 2.031 (+81,9%) auf TEUR 4.509 erhöht. Der Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren stieg infolge der gestiegenen Gesamtleistung um TEUR 5.146 (27,3%) auf TEUR 24.027. Die Personalkosten stiegen um TEUR 1.016 (19,6%) auf TEUR 6.206. Hierbei hat sich die Anzahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigen Mitarbeiter aufgrund der weiteren Kapazitätserhöhung von 97 auf 116 zum Stichtag 30.09.2023 erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um TEUR 267 (6,1 %) auf TEUR 4.668. Dies steht im Zusammenhang mit Lizenzaufwendungen und Gewährleistungsrückstellungen aufgrund der gesteigerten Gesamtleistung. Das EBIT hat sich im Wesentlichen aufgrund des unterproportionalen Verlaufs der Materialaufwendungen zur Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.031 (+81,9%) auf TEUR 4.509 verbessert. 3. Darstellung und Analyse der Vermögens- und Finanzlage 3.1. Vermögens- und Finanzlage im Geschäftsjahr 2022/23
Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 523 (-2,0 %) auf TEUR 26.263 geringfügig reduziert. Der Vorratsbestand ist um TEUR 1.708 (-10,0 %) auf TEUR 15.327 gefallen. Maßgeblichen Anteil hieran hat die Reduzierung der unfertigen Leistungen um TEUR 2.029 resultierend aus Umsatzlegung auf Basis von ausgelieferten Produkten. Die finanziellen Mittel der Gesellschaft haben sich im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit um TEUR 924 (-17,9%) auf TEUR 4.229 reduziert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen im Berichtszeitraum um TEUR 2.141 (+66,4%) auf TEUR 5.364. Großen Anteil hatte dabei die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.779 (+57,3%) auf TEUR 4.883. Infolge des Jahresüberschuss von TEUR 3.467 hat sich das Eigenkapital der Gesellschaft von TEUR 72 auf TEUR 3.539 erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 30.09.2023 nunmehr 13,4 % (Vorjahr: 0,3 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten blieben unverändert. Das Unternehmen finanziert sich überwiegend über Kundenzahlungen und Gesellschaftermitteln. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 12,1 % (Vorjahr: 8,5 %) der Bilanzsumme. Insgesamt reduzierten sich die Verbindlichkeiten der Gesellschaft um TEUR 5.457 (-23,5 %) auf TEUR 17.724. Hier wirkt sich im Wesentlichen die Abnahme der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen um TEUR 5.844 (-50,4 %) aus. Die WSTECH verfügt neben dem nachrangingen Rahmenkredit bei einem dem Gesellschafter nahestehenden Finanzunternehmen über keinen additiven Liquiditätsrahmen. Die WSTECH hat Investitionstätigkeiten für die laufende Produktion und das weitere Wachstum selektiv umgesetzt. Für die Zukunft sind weitere- sowie Ersatz-Investitionen und potenzielle Flächenerweiterungen geplant. Neuinvestitionen werden im Zusammenhang mit laufenden Produktentwicklungen getätigt. D. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht I. Chancenbericht Basis für die künftige Entwicklung ist und bleibt die Innovationskraft des Unternehmens, d.h. die ständige Weiterentwicklung bestehender Produkte, als auch die Neuentwicklung von Produkten. Der Fokus bei laufenden Entwicklungsprojekten liegt insbesondere auf der Weiterentwicklung und Produktionskostenreduzierung von bestehenden Technologien, als auch der Einführung eines dritten wesentlichen Produktes neben der APS- und MCS- Produktfamilie um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Die gesteigerten Vertriebsaktivitäten im ESS-Segment zahlten sich aus, wie die positive Entwicklung der Auftragseingänge in 2022 und 2023 belegt. Durch intensive Akquise- und Projektarbeit konnte das Unternehmen den Kundenstamm weiter ausbauen. Wir arbeiten darauf hin, dass sich die Umsätze im ESS-Segment auf dem Niveau der Geschäftsjahre 2021/22 fortsetzen und im Rahmen der ES-Marktentwicklung weiter ansteigen werden. Es ist auch vorgesehen die neu entwickelte Produktfamilie MCS auch verstärkt im ESS Marktsegment bei Bestands- und Neukunden anzubieten. Die WSTECH erhofft sich hieraus ein additives Standbein, neben der erfolgreichen APS-Produktfamilie. Durch die enge Verzahnung von Produktion, Service und Entwicklungsabteilung an unserem Standort in Flensburg ist es uns möglich, schnell auf Kundenanforderungen zu reagieren und technische Neuentwicklungen in unseren eigenen Testfeldern intensiv im Entwicklungsprozess zu begleiten. Durch technische Neu- und Weiterentwicklungen wollen wir unsere Wettbewerbsposition weiter ausbauen. Wir denken, dass wir hierfür durch die räumliche Nähe aller agierenden Abteilungen derzeit sehr gut aufgestellt sind. II. Risikobericht Gemäß der Risikoinventur der Gesellschaft stellen sich die wesentlichen Risiken wie folgt dar:
1 Änderung im Vergleich zur Bewertung aus
dem Lagebericht zum Geschäftsjahr 2019/20.
Diskutiert werden nachfolgend Risiken mit hohen finanziellen Auswirkungen, deren Eintritt mindestens als möglich einzustufen sind sowie Risikokategorien mit mittleren finanziellen Auswirkungen, deren Eintritt mindestens als wahrscheinlich angesehen wird. 1. Strategische Risiken Dem Wettbewerbs- und Marktrisiko, vor allem durch die bestehende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität und Flexibilität für Kundenanforderungen begegnen. Den Kunden- und Portfoliorisiko, also einem nicht ausreichenden Anteil von Aufträgen im ESS-Markt, die aus im Wirtschaftsbericht genannten Rahmenbedingungen wirtschaftliche Vorteile gegenüber Aufträgen im PV-Markt aufweisen, begegnen wir durch eine entsprechende Ausrichtung unserer Akquise-Schwerpunkte und Abschluss von Rahmenverträgen mit unseren ESS-Großkunden und einer aktiven Kundenneugewinnung über Messeaktivität. 2. Operative Risiken Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Die Einkaufsabteilung der Gesellschaft wird auch in Zukunft die Lieferfähigkeit zu konkurrenzgerechten Preisen und Lieferzeiten sicherstellen. Zu bestimmten Komponenten wird aufgrund begrenzten Einkaufsvolumens und zur Kosteneffizienz eine Ein- Lieferanten-Strategie angewandt. Zur Risikominimierung und zur Optimierung der Einkaufspreise werden für viele kritischen Komponenten mit unseren Lieferanten immer mehr langfristige Rahmenlieferverträge abgeschlossen, die regelmäßig erneuert bzw. erweitert werden. Durch längerfristige Abnahmemengen mit Laufzeiten zwischen 12 und 24 Monaten sollen zukünftig Liefermengen - und Zeiten abgesichert, sowie attraktive Einkaufspreise erzielt werden. Zeitgleich ist die WSTECH auf erwartbare Risiken vorbereitet und kann nach derzeitigem Kenntnisstand, sowohl die Produktionskontinuität als auch kundenvertragsgemäßen Auslieferungen größtenteils einhalten, oder fehlende Komponenten im Feld vor der Netzübergabe nachrüsten. Produktrisiken, also Gewährleistungsansprüche von Kunden infolge von Qualitätsmängeln werden durch ständige Verbesserung der Produktqualität über Produktbeobachtungsmeetings und fest definierten Testverfahren vor Auslieferung begegnet. Darüber hinaus wird eine bilanzielle Risikovorsorge durch Bildung von Gewährleistungsrückstellungen getroffen. 3. Finanzwirtschaftliche Risiken Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für das Geschäftsjahr in regelmäßigen Abständen ein laufend aktualisierter Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Zahlungseingänge und -ausgänge vermittelt. Zur Finanzierung des operativen Geschäfts wurden der WSTECH in Vorjahren von ihrem Gesellschafter ein Kredit in Höhe von EUR 3,0 Mio. sowie von einem verbundenen Unternehmen ihres Gesellschafters ein weiterer Kredit in Höhe von EUR 3,5 Mio. gewährt, die jeweils in voller Höhe in Anspruch genommen worden sind. Obwohl die Kredite formal kurzfristig fällig sind, wird seitens der Geschäftsführung aufgrund des laufenden betrieblichen Kapitalbedarfs mit einer Rückzahlung der Kreditmittel erst nach Wiedererreichung einer ausreichenden Eigenkapitalausstattung und Liquidität der WSTECH GmbH, frühestens im Verlauf des Geschäftsjahres 2024/25 gerechnet. Zins- und Währungsrisiken sind für die WSTECH GmbH nur im begrenzten Umfang relevant. Kundenaufträge werden größtenteils in EUR abgeschlossen. Kundenauftrage in Fremdwährung sind die Ausnahme und werden auf EUR basierten Preisen mit einem Wechselkursmechanismus abgeschlossen, um so Währungsrisiken zu minimieren. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind bisher die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Verbindlichkeiten werden typischerweise innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen oder geringem Verzug gezahlt. Die WSTECH ist aufgrund ihrer Tätigkeit im Projektgeschäft Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Diese resultieren aus ungeplanten zeitlichen Verschiebungen bei Projekten, die aus Gründen entstehen, welche nicht immer von der WSTECH selbst beeinflusst werden können. Dies sichert die WSTECH typischerweise mit Anzahlung bei Beauftragung von 20-30% ab. Sollten Projektverschiebungen wesentlich sein und somit zu einer wesentlichen negativen Planabweichung führen, müssen hierdurch bedingte kurzfristige Liquiditätsengpässe durch Rücklagen oder finanzielle Unterstützung seitens der Gesellschafter geschlossen werden. Der aktuelle Geschäftsverlauf wird von der Geschäftsführung infolge der im Geschäftsjahr 2023/2024 vermehrt aufgetretenen zeitlichen Verschiebungen von Aufträgen seitens der Kunden und der damit verbundenen Belastungen der Liquidität zwar als problematisch, infolge des noch immer starken Gesamtmarktes und vorhandener Rücklagen jedoch nicht als bestandsgefährdend eingestuft. Für das Geschäftsjahr 2024/25 erwartet die Geschäftsführung auf Basis der Rückmeldung wesentlicher Kunden eine Erholung spätestens zur Mitte 2025. Infolge ihres aktuell hohen und auch künftig auf hohem Niveau erwarteten Auftragsbestands vor allem im ESS- Markt plant die WSTECH, in den nächsten Jahren ihre Ertragslage und damit auch ihren Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit stetig zu verbessern, wodurch sich die Auswirkungen von Projektverzögerungen auf die Liquidität künftig weiter verringern werden. 4. IT-Risiken IT-Sicherheitsrisiken wird durch hausinterne Experten in Zusammenarbeit mit spezialisierten Beratern und Partnern begegnet. IT-Systeme und Sicherheitssysteme werden regelmäßig gewartet und betriebskritische Daten entsprechend aktueller Sicherheitsstandards gesichert. 5. Personalrisiken Personalbeschaffungsrisiken begegnet die WSTECH durch Stellenausschreibungen auf mehreren Plattformen und durch die Zusammenarbeit mit den HR-Experten des Partners Coveto 5. Darüber hinaus bildet die WSTECH seit 2022 Industriekaufleute in ihrem Betrieb aus und hat ein hausinternes Weiterbildungsprogramm für Produktionsmitarbeiter. Die Erweiterung der Ausbildung auf Schaltschrankbauer befindet sich in der Vorbereitung. III. Prognosebericht Wie schon im Wirtschaftsbericht dargestellt, hat sich die WSTECH im Wesentlichen auf Kunden und Wechselrichter im Batteriespeichermarkt ausgerichtet. Die Marktentwicklung und Expertenprognose erwarten hier ein weiteres signifikantes Wachstum mit einem CAGR von über 10%. Aufgrund des Weiteren positiven Marktausblickes insbesondere im Batteriespeicherumfeld geht die WSTECH entsprechend von einer weiterhin profitablen Geschäftsentwicklung aus. Die WSTECH wird gemeinsam mit wichtigen Single-Source- Bestandskunden am Marktwachstum teilnehmen und versuchen für additives Wachstum neue Kunden hinzuzugewinnen. Die Marktentwicklung im Batteriespeicherumfeld ist trotz der Zinserhöhungen als positiv zu bewerten und wird durch technologische Entwicklungen geprägt sein. Mit den technischen Fähigkeiten ist ein weiteres profitables Wachstum der WSTECH gut möglich. Im Verlauf der Geschäftsjahre 2021/22 und 2022/23 wurden einhergehend mit einer schrittweisen Erhöhung der Produktionskapazitäten auf bis zu 270 Anlagen pro Geschäftsjahr ein Mitarbeiterwachstum von durchschnittlich 78 auf 116 Mitarbeiter umgesetzt. Additiv wurde die Fertigungstiefe mit einem Lieferanten erhöht und additive Fertigungsflächen angrenzend am Standort Flensburg wären im Jahr 2025 verfügbar, um weitere Kapazitätssteigerungen und Wachstum in den Jahren Kalenderjahren 2025 und 2026 zu ermöglichen. Die Gesellschaft hat zum Ende des IV. Quartals 2023 einen wesentlichen Rahmenauftrag mit einem Bestandskunden im Bereich der Batteriespeichermarktes gesichert (siehe Geschäftsverlauf 2022/23). Die Aufträge werden im Verlauf des Geschäftsjahres 2023/2024 zur weiteren Stabilisierung und Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft führen, womit die Gesellschaft damit ein ähnliches Umsatzniveau von 35-40 Millionen EUR (2022/23: EUR 42,1 Mio.) mit einem EBIT von über 3 Millionen EUR (2022/23: EUR 4,5 Mio.) erreichen und damit das gezeichnete Kapital in voller Höhe wiederhergestellt haben wird. Der Beginn des Geschäftsjahres 2024/2025 zeigt eine Abschwächung des Auftragsvolumens. Auf Basis der Rückmeldung von wesentlichen Kunden ist davon auszugehen, dass sich dies im Verlauf des ersten Halbjahres 2025 erholen wird. Ein Umsatzniveau von 30-35 Millionen EUR und ein EBIT von zwischen 3 und 4 Million EUR sind nach Einschätzung der Geschäftsführung realistisch erreichbar. Zum 11.07.2024 hat die Siemens AG 51% der Anteile an der WSTECH Energy Global S.L. vom bisherigen Joint Venture-Partner Wind & Sun Technologies S.L. erworben und damit die Anteile an der Muttergesellschaft der WSTECH GmbH in Spanien auf 100% erhöht. Damit gehört die WSTECH GmbH ab 11.07.2024 als 100% Tochter der spanischen Muttergesellschaft WSTECH Energy Global, S.L. auch vollumfänglich zum Siemens Konzern. Die WSTECH GmbH bleibt als eigenständige GmbH und Marke am Standort Flensburg erhalten. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Gesellschaft bei etwaigen zukünftigen Zahlungsmittelrisiken vom Siemenskonzern unterstützt wird. Durch die Übernahme der Siemens AG erhöht sich die Investitionsfähigkeit in der WSTECH GmbH signifikant und bildet eine gute Basis für zukünftiges Wachstum und Kapazitätserweiterung im wachsenden ESS-Markt. Darüber hinaus soll in der Zusammenarbeit mit Siemens ein Standardprodukt der WSTECH GmbH für Anwendungen im Zukunftsmarkt der Energiegewinnung und Speicherung mit grünem Wasserstoff optimiert werden.
Flensburg, 30. August 2024 WSTECH GmbH Sebastian Janicek, Geschäftsführer Nachfolgender Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss (ohne Offenlegungserleichterungen) sowie auf den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 der WSTECH GmbH, Flensburg. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die WSTECH GmbH, Flensburg PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der WSTECH GmbH, Flensburg - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WSTECH GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Flensburg, 19. September 2024 BDO
AG
gez. Marquardsen, Wirtschaftsprüfer gez. Golz, Wirtschaftsprüfer Auszug aus dem Protokoll über die Beschlussfassung der alleinigen Gesellschafterin der WSTECH GmbH, FlensburgUnter Verzicht auf alle Formen und Fristen für die Einberufung einer Gesellschafterversammlung fasste die alleinige Gesellschafterin der WSTECH GmbH, Flensburg, WSTECH Energy Global S.L., Viladecans, Spaniendiese vertreten durch die GeschäftsführerHerrn Fernando Ortega Lopez de Santa MariaundHerrn Frank Lehmann,heute die folgenden Beschlüsse:
Flensburg, 20.09.2024 gez. Fernando Ortega Lopez de Santa Maria gez. Frank Lehmann |
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